1/2013 - St. Michael Weingarten

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1/2013 - St. Michael Weingarten

ökumenisch ökumenisch

Ökumenische Feier der Osternacht

Ziemlich genau ein Jahr lang eine Kirche miteinander zu teilen, das

erfordert auch eine gute Abstimmung der Termine, die ja oft

schon sehr viel früher festgelegt waren und jetzt einer Synchronisierung

bedürfen. Ein Termin, der Jahr für Jahr unverändert ansteht,

ist der Termin der Osternacht. Die Osternacht ist in der

Katholischen Kirche sozusagen die Mutter aller Liturgien. Sie

unterliegt einem festgefügten Ritual. Sie ist aus zwei Teilen

zusammengesetzt: der Vigilfeier als erstem Teil (mit Feuerweihe,

dem Wortgottesdienst mit den 5 Schriftlesungen und dem Osterhalleluja,

und der Wasserweihe mit oder ohne Tauffeier)

und der Eucharistiefeier als zweitem

Teil. Inzwischen kann die Osternacht auch

wieder als reine Vigilfeier gefeiert

werden, wenn die Umstände

anderes nicht zulassen. Hieraus

entwickelte sich bei uns die Idee,

die Osternacht in diesem Jahr

einmal gemeinsam zu feiern. Natürlich

wird dies liturgische Kompromisse

erfordern, aber es wird eine

Vigilfeier mit ganz eigener Atmosphäre

werden, auf die sich alle

Interessierten freuen dürfen. So

ergibt sich für uns die Chance, aus

einer Notsituation heraus ein einmaliges,

aber sicher nachhaltiges

Zeichen der Einheit in dieser Nacht

der Nächte zu setzen.

Pfarrer Jürgen Olf

Wir haben Gottesdienstbesucher gefragt, was sie über die

ökumenische Feier der Osternacht denken. Hier sind einige ihrer

spontanen Antworten:

„Die Ökumene ist in vielen Sachen zu einseitig. Finde ich gut,

dass die Osternacht zusammen gefeiert wird.“

(Martin Osenberg)

„Prima, endlich ist es soweit, dass wir die Auferstehung Jesu

Christi gemeinsam feiern können!“ (anonym)

„Ich finde es auch gut, wenn wir jetzt schon zusammen

Gottesdienst im gleichen Gotteshaus feiern.“ (Frau Kärcher)

„Ich finde ökumenische Gottesdienste immer schön, das sollte

man meiner Meinung nach ausweiten. Ich freue mich, dass die

Osternacht gemeinsam ist.“ (Bernd Breitenstein)

„Also mich hat immer schon gestört, dass wir gemeinsam

draußen angefangen und uns dann getrennt haben, um getrennt

weiter zu feiern. Das finde ich jetzt gut so.“ (Frau Brunner)

Osternacht? – Da geh ich nicht hin! Viel zu spät! (anonym)

Anmerkung der Redaktion:

Zugegeben, die Antworten sind ziemlich evangelisch geprägt und

sicher nicht repräsentativ. – Haben Sie eine eigene Meinung zur

Ökumenischen Osternacht? Dann schreiben Sie uns!

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