1/2013 - St. Michael Weingarten

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1/2013 - St. Michael Weingarten

Die Konfirmation: persönliche Bestätigung der Taufe ökumenisch

Firmvorbereitung in der

katholischen Pfarrgemeinde St. Michael

Heute gehen die Konfirmierten noch mindestens zwei weitere

Jahre in die Schule. Überlegungen, die Konfirmation erst mit 16 zu

feiern, sind bisher noch immer wieder gescheitert. In anderen

Landeskirchen gibt es Modelle, den Unterricht bereits in der

Grundschule beginnen zu lassen und nach zweijähriger Pause

dann im 8. Schuljahr wieder aufzunehmen.

Als Rites de Passage ziehen sich die Konfirmationsjubiläen durch

das weitere Leben: Nach 25 Jahren ist man um die 40, Lebensmitte,

Halbzeit. Man hat schon einige Lebenserfahrung gesammelt,

noch ist alles möglich. Vielleicht ist der Nachwuchs gerade

Konfirmand, und man entdeckt auch für sich selbst den Glauben,

die Gemeinde am Ort für das eigene Leben noch einmal neu. Nach

50 Jahren hat man die Berufsphase hinter und den Ruhestand vor

sich – jedenfalls bisher. Die Feier der Goldenen Konfirmation

bietet die Möglichkeit zum dankbaren Rückblick und den Segen

für diesen neuen Lebensabschnitt. Die weiteren Jubiläen nach 60,

70 oder gar 75 Jahren nach der Einsegnung machen deutlich, dass

jeder weitere Tag Leben ein Geschenk ist, denn die statistische

Lebenserwartung ist erreicht. Für das 60-jährige Jubiläum stimmt

das heute auch nicht mehr. Ob die höhere Lebenserwartung und

der spätere Eintritt in den Ruhestand der Diskussion um ein

höheres Konfirmationsalter neue Nahrung geben?

Anders als die Firmung ist die Konfirmation kein Sakrament. Da

nach biblischem Zeugnis die Taufe mit der Gabe des Heiligen

Geistes verbunden ist, bedarf es keiner späteren Ergänzung. Allerdings

ist die persönliche Bestätigung der Taufe bei der Konfirmation

Voraussetzung dafür, ein kirchliches Amt übernehmen zu

können, wie eben das Patenamt.

Pfarrerin Bettina Fuhrmann

Kompakt, intensiv und hoffentlich mit nachhaltiger Wirkung

Firmvorbereitung heißt ein Vierteljahr Begegnung und Auseinandersetzung

mit religiösen Inhalten sowie Themen zur

Stärkung des eigenen Bewusstseins – einfach ein weiteres Stück

„Erwachsen werden“. Für die einen Jugendlichen eine Bestärkung

und Bestätigung ihres Glaubens- und Lebensweges, für die anderen

eine Herausforderung, „Neuland“ (die Erstkommunion ist

lange vorbei) und Geduldsprobe.

43 Jugendliche entschlossen sich 2012 unter dem symbolträchtigen

Motto „Gott du bist da – ich auch“ diesen Weg zu

gehen und sich selbst bezüglich ihres Glaubens zu überprüfen.

Domkapitular Stephan Ocker (†2013)

im Gespräch mit den Jugendlichen vor der Firmspendung

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