Ausgabe Nr. 4 / 2005 (5,9 MB) - St. Vincenz Krankenhaus Limburg

st.vincenz.de

Ausgabe Nr. 4 / 2005 (5,9 MB) - St. Vincenz Krankenhaus Limburg

Ein Netzwerk im

Kampf gegen den Krebs

Seiten 2, 3,12 und 13

Hilfe durch`s Schlüsselloch:

Hochmoderne Chirurgie

der kleinen Schnitte

Seiten 4 und 5

Eine interne Zeitschrift

der Krankenhausgesellschaft

St. Vincenz mbH Limburg

Ausgabe 4/2005

Myome - Aussicht auf Organerhalt ?

Seiten 6, 7 und 8


im Kam

gegen

Ein Net

Ein topographischer Atlas zur Rettung krebskranker Menschen: Im Rahmen der von Prof. Dr. Chiricuta initiierten

Kongressreihe wurde das sogenannte „Visible human“, ein dreidimensionales, digitalisiertes Modell der

im Menschen vorhandenen Lymphknoten, vorgestellt und anhand von ein-Millimeter-großen CT-Schnitten

erstmals exakt lokalisiert. Insgesamt wurden 1200 Lymphknoten beschrieben. Ein amerikanischer Häftling hatte

seinen Körper der Wissenschaft zur Verfügung gestellt - dies verhalf Medizinern weltweit zu bahnbrechenden

Erkenntnissen, die im Rahmen der fünf Limburger Symposien wissenschaftlich aufgearbeitet und zusammengefasst

wurden. Sie waren wesentliche Grundlage dafür, dass im Rahmen des Kongresses erstmals wegweisende

Behandlungskonzepte und neue medizinische Standards im Kampf gegen den Tumor beschrieben

werden konnten.

E

den T

in interdisziplinärer wissenschaftlicher

Status

Quo in der Krebsforschung -

dies ist der Verdienst einer internationalen

Kongreßreihe, die

jetzt in Limburg zu Ende ging.

So wenig sein Titel für den

Laien verständlich ist, so bedeutsam

sind seine Ergebnisse

für die betroffenen Patienten:

„The 5th International Symposium

on Target Volume Definition

in Radiation Oncology“

hatte als Schlusspunkt und Abrundung

der über fünf Jahre

währenden wissenschaftlichen

Kolloquien die Bestrahlungstechnik

des Lymphsystems

zum Thema. Organisiert und

ins Leben gerufen hat sie der

Chefarzt des Instituts für Strahlentherapie

am St. Vincenz-

Krankenhaus, Prof. Dr. Dr.

Ion-Christian Chiricuta. Ergebnisse

der Symposien sind wegweisende

Behandlungskonzepte

und neue medizinische Standards

im Kampf gegen den Tumor.

Denn dies war weltweit die erste

Kongressreihe, die derart

umfassend nicht nur genau definierte

und individuell an die

anatomischen Gegebenheiten

des Patienten angepasste Behandlungskonzepte

für jede

einzelne Tumorentität (Tumorform)

entwickelte, sondern

auch die neuesten Erkenntnisse

über das Lymphsystem aufar-

2


tzwerk

mpf

n

Tumor

beitete und zusammenfaßte.

Nun liegen erstmals einheitlich

festgeschriebene Grundlagen

zur Definition des Zielvolumens

sowie differenzierte

Empfehlungen und Richtlinien

für die Tumortherapie der unterschiedlichsten

Erkrankungsstadien

vor. Die Beschreibung

des Lymphsystems (eine exakte

Lokalisierung von genau

Professor Dr. Dr. Ion-Christian Chiricuta bei der Eröffnungszeremonie des internationalen Krebskongresses,

der sich mit der Bestrahlungstechnik in der Krebstherapie befaßte.

1200 Lymphknoten im

menschlichen Körper) anhand

der aktuellsten Daten ermöglicht

zudem künftig eine wesentlich

gezieltere Diagnostik.

Die im Rahmen der fünf Symposien

vermittelten grundlegend

neuen Erkenntnisse waren

Grundlage für intensive

wissenschaftliche Diskussionen

in der Tumortherapie, welche

elementare Konsequenzen in

der klinischen Praxis nach sich

ziehen werden. Fachleute bescheinigen

den Ergebnissen

bahnbrechende Ergebnisse sowohl

im Blick auf lokale Behandlungsformen

(Chirurgie

oder Strahlentherapie), als auch

bezüglich systemischer Therapieformen

(Chemo- und Hormontherapie).

Experten aus aller Welt entwickelten neue Standards in

radioonkologischer Diagnostik und Therapie

Insgesamt nahmen rund 600

Radioonkologen und Medizinphysiker,

Chirurgen und Strahlentherapeuten

aus 23 Ländern

an den Limburger Symposien

teil. Die Referenten zählten zur

Avantgarde ihrer jeweiligen

medizinischen Disziplinen;

ausgewiesene internationale

Experten stellten in Limburg

investigative Therapiemethoden

vor. So referierten u.a. der

Entdecker der sog. Sentinel-

Node-Procedure (Wächter-

Lymphknoten-Methode), Prof.

Dr. Ramon M. Cabanas (New

York), Prof. Dr. Anders Brahme

und Sharif Quatarneh

(Stockholm) sowie die japanischen

Professoren Gen Murakami

und Kazuyoshi Suga.

Fortsetzung Seite 12

Redaktion

Nicola v. Spee, Ulrich Haßler, Petra Hoffmann,

Frank Mellein

V.i.S.d.P.: Hans-Joachim Ehrhardt

Telefon-Nr. Redaktion und Anzeigenaquisition:

N. v. Spee 0 64 31 / 292-4103, Fax 292-4118

Gestaltung

klein-druck steeden, Nicola von Spee

Druck

klein-druck steeden

Herausgeber

St. Vincenz-Krankenhaus

Auf dem Schafsberg

65549 Limburg

Internet: http://www.st-vincenz.de

Auflage

3.500

Impressum:

Die Beiträge geben die Meinungen der jeweiligen Verfasser wieder

Titelfoto:

Schnappschuß: Das Team von Kanal 1/VincenzTV beim

Interview mit Dr. Friedemann Hedrich

am Tag der offenen Tür

Seiten 2, 3, 12 und 13: Netzwerk: Fünftes internationales Symposium zur Krebsbekämpfung

in Limburg

Seiten 4 und 5: Mobilität: Kleiner Schnitt mit großer Wirkung

Seiten 6,7 und 8: Organerhalt: Neue Methode zur Behandlung gutartiger

Tumore der Gebärmutter

Seite 9:

Geburtshilfe: Freude über das 500. Vincenz-Baby

Seiten 10 und 11: Aufklärung: Gesundheitstage in der Stadthalle

Seiten 14 und 15: Premiere: Erstmals großer Gesundheitstag für Mitarbeiter

der Krankenhausgesellschaft

Seiten 16 und 17: Einblicke: Großer Andrang beim „Tag der offenen Tür“

Seiten 18 und 19: Impressionen: Therapie einmal anders -

Hintergrund zur Kunst im Krankenhaus

Seiten 20 und 21: Innovation: Neue Standards im Qualitätszirkel Pflege

Seiten 22 und 23: Menschlichkeit: Großzügige Spenden

Seiten 24 und 27: Personalnachrichten

Seiten 25 - 31: Anzeigen

Inhalt:

3


Hilfe durch`s Schlüsselloc

Chirurgie der kleinen Sch

Minimalinvasive Kniegelenksendoprothetik am St. Vincenz etabliert

Als eine der ersten Kliniken in Deutschland setzt

die Abteilung für Unfall- und Orthopädische Chirurgie

am Limburger St. Vincenz - Krankenhaus ein

hochmodernes, in den Vereinigten Staaten entwickeltes

minimalinvasives Verfahren bei der Versorgung

von Patienten mit Kniegelenksprothesen

ein. Chefarzt Dr. Joachim Hillmeier erlernte das

Verfahren bei Hospitationen in den USA. Die Vorteile

der neuen Methode liegen in einer deutlich

früheren Mobilisation und geringeren postoperativen

Schmerzen.

F

ür den Operateur ist das

Verfahren technisch aufwendiger

als bisher. Für den

Patienten überwiegen jedoch

wissenschaftlichen Untersuchungen

zufolge die Vorteile

beim Einsatz der modernen

Technik enorm. Denn gerade

in der Frühphase sorgt die neue

folgreichsten Operationen der

orthopädischen Chirurgie. Nun

offeriert das neue Verfahren

den Betroffenen noch mehr Erleichterung.

Denn die seit etwa

zwei Jahren angewandten minimalinvasiven

Operationstechniken

haben gleich mehrere

Vorteile für den Patienten: Bereits

am ersten Tag nach der

OP dürfen die Patienten auf

der Station ihre ersten Schritte

wagen. Nach etwa fünf Tagen

ist eine Beugefähigkeit im operierten

Kniegelenk von 90 bis

100 Grad erreicht. Oft kann

schon ab dem siebten Tag eine

Entlassung aus der stationären

Behandlung ermöglicht werden

- wesentlich früher also als bei

den bisherigen Knieoperationen.

Gegenüber den konventionellen

Verfahren mit einer Schnitt-

Spezialdisziplin im Blick auf

die Lebensqualität des Patienten

für einen deutlichen Vorsprung

gegenüber den konventionell

Operierten.

Ohnehin ist die Versorgung mit

Kniegelenksprothesen bei Verschleißerkrankungen

(Arthrose)

des Kniegelenkes eine der erlänge

von 18 bis über 24 Centimetern

beträgt der Hautschnitt

lediglich acht bis zehn Centimeter.

Über diesen minimalen

Zugang können nun unter Verwendung

von Spezialinstrumenten

die gewohnten und bewährten

Oberflächenprothesen

sicher implantiert werden. Auf

diese Weise werden die Weichteile

und der Streckapparat des

Kniegelenkes sehr viel besser

geschont.

In Limburg wird das neue Verfahren

seit einem halben Jahr

angewandt, bislang wurden 20

Patienten mit dieser Methode

operiert. Da es bisher nur in

wenigen Zentren in Deutschland

durchgeführt wird, hospitieren

Ärzte anderer Krankenhäuser

im Limburger St. Vincenz

- Krankenhaus und erlernen

hier die neue Technik.

4


ch: Hochmoderne

hnitte

rt - Unfallchirurgie erfüllt Mindestmengenforderung

Ohnehin ist die Versorgung mit

Kniegelenksprothesen bei Verschleißerkrankungen

des Kniegelenkes

eine der erfolgreichsten

Operationen der orthopädischen

Chirurgie. Nun offeriert das neue

minimalinvasive Verfahren den

Betroffenen noch mehr Erleichterung:

Frühe Mobilität, bessere

Schonung von Weichteilen und

Streckapparat des Kniegelenkes,

weniger postoperative Schmerzen

und letztlich frühere Entlassung.

Etwa zehn bis 14 Prozent aller

Menschen über 60 Jahren leiden

an einer Arthrose der

Kniegelenke mit daraus resultierenden

Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

In

Deutschland werden mittlerweile

rund 100.000 künstliche

Kniegelenke implantiert. Heutzutage

wird vorwiegend der

sogenannte Oberflächenersatz

verwendet, wobei die Bandstrukturen

erhalten werden

können und nur die zerstörten

Gelenkoberflächen mit der

Prothese ersetzt werden. Die

Haltbarkeit dieser Implantate

beträgt bei 90 Prozent der Patienten

15 Jahren und länger,

dies haben Langzeituntersuchungen

ergeben.

Wesentliche Vorteile für

die Patienten:

Frühe Mobilität, weniger

Schmerzen, frühere Entlassung

Die minimalinvasive "Knie-

TEP", wie die Methode in der

chirurgischen Umgangssprache

genannt wird, ist nach der sog.

„Kyhpoplastie“ (einem Verfahren

zur Aufrichtung gebrochener

Wirbelkörper) ein zweites

innovatives minimalinvasives

Verfahren, welches von Chefarzt

Dr. Joachim Hillmeier an

der Limburger Klinik etabliert

wurde. Anstrengungen und Engagement,

welche neben den

Erfolgen in der klinischen Praxis

auch extern Bestätigung

finden. So erfüllt die Abteilung

bei weitem die gesetzlich geforderten

Mindestmengen für

Kniegelenksprothesen. Dies ist

durchaus als unabhängiges

Qualitätsmerkmal zu werten.

Denn die Erfüllung dieser Anforderung

gilt als einer der Indikatoren

dafür, ob eine Klinik

Eingriffe mit hoher Qualität

anbietet. Wird im laufenden

Jahr die Mindestmenge von 50

Knie prothesen unterschritten,

dürfen diese Krankenhäuser im

nächsten Jahr keine künstlichen

Kniegelenke implantieren. In

Hessen ist hiervon jedes zweite

Krankenhaus betroffen.

Vita * Vita * Vita

Dr. med. Joachim Hillmeier

ist Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie

und Sportmedizin.

Er studierte in München

Medizin. Die Facharztausbildung

erfolgte im Klinikum

Augsburg, anschließend war

er leitender Oberarzt in der

Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

am Klinikum

Darmstadt. Um vermehrt

auch wissenschaftlich arbeiten

zu können, war er seit 2000

als leitender Oberarzt in der

Unfallchirurgie der Universitätsklinik

Heidelberg tätig.

Seit Januar 2003 ist Dr. Hillmeier

Chefarzt der Klinik für

Unfall- und orthopädische

Chirurgie im St. Vincenz-Krankenhaus,

Limburg. Der

Schwerpunkt seiner Arbeit

liegt neben der Versorgung

von Unfallopfern in der endoprothetischen

Versorgung von

Hüft- und Kniegelenken.

5


Myome - Auss

auf Organerha

Abb. 1

Abb. 2

Gutartige Tumore der Gebärmutter, sogenannte

Myome, sind ein verbreitetes Leiden, das in Europa

etwa ein Drittel aller Frauen befällt. Je nach

Größe und Lage verursachen sie entweder keine

Symptome oder aber sie rufen Schmerzen hervor,

üben Druck auf benachbarte Organe aus, lösen

zum Teil sehr heftige Blutungen aus und können

Ursache von Unfruchtbarkeit sein. Insbesondere

für Frauen, die sich nicht operieren lassen wollen,

kommt nun ein neues Verfahren in Betracht, die

sogenannte „Embolisation“. Um diese Behandlung

auch am St. Vincenz-Krankenhaus anbieten zu

können, hat Dr. Sebastian Eichinger, Oberarzt der

Abteilung für Diagnostische und Interventionelle

Radiologie (Chefarzt Dr. Thomas Heß), teilweise

gemeinsam mit Karin Bernhardt, Angiographie-

Schwester der Abteilung, an den Universitätskliniken

Aachen und Bonn sowie an der Berliner Charité

hospitiert, um Erfahrungen in dieser Technik

zu sammeln.

Was sind Myome ?

Bei dem Myom der Gebärmutter

handelt es sich um den häufigsten

gutartigen Tumor bei

Frauen. Bei bis zu 50 Prozent

der Frauen über dem 30. Lebensjahr

treten diese Geschwülste

aus Bindegewebe

und Muskulatur auf, bei rund

20 - 50 Prozent dieser Patientinnen

verursachen sie Beschwerden.

Diese äußern sich

z.B. in verlängerten oder verstärkten

Regelblutungen mit in

der Regel deutlichen Schmerzen,

Zwischenblutungen, Dauerblutungen

(unter Umständen

mit ernsthaften Blutverlusten),

Störungen beim Wasserlassen,

Fremdkörpergefühl, Druck auf

Nachbarorgane (Darm, Harnblase)

oder Missempfindungen

beim Geschlechtsverkehr. Die

Wahrscheinlichkeit zur Entartung

in eine bösartige Geschwulst

ist minimal (nur 0,1 -

0,5 Prozent).

Nach ihrer Lage werden die

Myome unterschieden in :

Sog. subseröse, d.h. am

äußeren Rand der Muskel-

Die Myomembolisation wird als sogenannte minimal-invasive Methode

durch den interventionell erfahrenen Radiologen durchgeführt. Vereinfacht

dargestellt wird dabei - wie bei einer üblichen angiographischen

Gefäßdarstellung - in örtlicher Betäubung ein Katheter in die Leistenarterie

eingebracht. Nachdem die versorgenden Gefäße im Becken mittels

Kontrastmittel dargestellt sind, wird ein sogenannter Mikrokatheter in

die Arterie zur Gebärmutter eingeführt. Über diesen Mikrokatheter werden

mikroskopisch kleine „Kunststoff“-Partikel (maximal 900 µm) in die

Gefäße eingebracht, die das Myom versorgen (Abb. 1, Abb.2). Die untere

Abbildung zeigt ein Embolisationsdetail.

6


Methode ist besonders geeignet

bei Frauen mit Regelblutungen,

die aber keine Schwangerschaft

mehr planen und die eine

Operation ablehnen.

Um diese Behandlung auch am

St. Vincenz-Krankenhaus anbieten

zu können, hat Dr. Sebastian

Eichinger, Oberarzt der

Abteilung für Diagnostische

und Interventionelle Radiologie

(Chefarzt Dr. Thomas Heß),

z.T. gemeinsam mit Frau Karin

Bernhardt, der zuständigen Angiographie-Schwester

der Abteilung,

an den Universitätskliniken

Aachen und Bonn sowie

an der Charité in Berlin hospisicht

alt ?

schicht direkt unter dem

Bauchfellüberzug der Gebärmutter

gelegen und meistens

zu keinen Beschwerden

führend.

Sog. submuköse direkt unter

der Gebärmutterschleimhaut

gelegene, die dort sie

vor allem verstärkte Regelblutungen

verursachen.

Sog. intramurale, mitten in

der Muskelschicht der Gebärmutter

gelegene, die von

dort insbesondere zu

schmerzhaften Regelblutungen

führen können.

Sog. intraligamentäre, in die

seitlich der Gebärmutter gelegenen

Bindegewebsschichten

wachsende. Dort

können sie auf den Harnleiter

drücken und zur Nierenerkrankung

führen.

Therapie :

Ein Anlass zur Behandlung der

Myome ist nur gegeben, wenn

das Myom rasch wächst

und/oder Beschwerden (s.o.)

verursacht. Bisher bestand die

Therapie bei abgeschlossener

Familienplanung in der Regel

in der Entfernung der Gebärmutter.

In Einzelfällen

kann/konnte versucht werden,

die Myomknoten „auszuschälen“

und somit die Gebärmutter

zu erhalten. Ein in der

Regel technisch sehr aufwendiges

operatives Verfahren. Medikamentöse

Therapieansätze

dienen/dienten in der Regel nur

der Behandlung der Symptome,

hatten dabei wenig Auswirkung

auf den eigentlichem

Myomknoten.

Seit einigen Jahren wird nun

jedoch auch in Deutschland ein

Verfahren erfolgreich angewandt

und akzeptiert, das in

Sammelte bei Hospitationen an der Berliner Charité sowie den Universitätskliniken Aachen und Bonn Erfahrungen

in der Technik der Myomembolisation: Oberarzt Dr. Sebastian Eichinger.

den Anfängen der 90er Jahre

erstmals in dieser Form eingesetzt

worden war : Die Myomembolisation.

Hierbei sollen

die an sich stark durchbluteten

Myomknoten durch künstlich

herbeigeführte „Verstopfung“

der ernährenden Gefäße quasi

„ausgehungert“ werden. Die

tiert, um Erfahrungen in dieser

Technik zu sammeln.

Die Frage, ob überhaupt eine

Behandlung nötig ist, wird

weiterhin der behandelnde

Frauenarzt mit der Patientin

klären. In der Regel wird er

mit ihr auch besprechen, welche

Behandlungsmethode für

sie die beste ist. Denn nicht in

allen Fällen ist die minimalinvasive

Myomembolisation

sinnvoll und einsetzbar. Unter

anderem sind dabei auch die

Lage und Größe der Knoten

von Bedeutung. Im Vorfeld

wird deshalb neben der Untersuchung

durch den Frauenarzt

und einer eventuellen Ultraschalluntersuchung

eine Kernspintomographie

durchgeführt

werden, um die genaue Lage

und Struktur der Myome darzustellen.

Wenn Blutungen das alleinige

Leitsymptom darstellen, sollte

außerdem eine Biopsie der Ge-

Neue Behandlung gutartiger Tumore

der Gebärmutter: Embolisation lässt

Myome schrumpfen

bärmutterschleimhaut durchgeführt

werden, um einen bösartigen

Tumor auszuschließen.

Anhand der kernspintomographischen

Untersuchung wird

der Interventionelle Radiologe

mit der Patientin besprechen,

ob die Embolisation der Myomknoten

überhaupt medizinisch

sinnvoll und technisch

möglich sein wird. Ob die Behandlung

auch im Einzelfall

angezeigt ist, werden Frauenarzt

und Radiologe im fachübergreifenden

Gespräch diskutieren

und mit der Patientin

erörtern. Vielfach wird dabei

auch der Wunsch der Patientin

nach Organerhalt ausschlaggebend

sein.

Die Myomembolisation wird

als sogenannte minimal-invasive

Methode durch den interventionell

erfahrenen Radiologen

durchgeführt. Vereinfacht

Fortsetzung nächste Seite

7


Abb. 3 Abb. 4

Verlauf einer Myomembolisation: Darstellung des gefäßreichen Myomes über die linke Arterie des Uterus (Abb. 3). Angiographisches Bild nach

linksseits erfolgreicher Embolisation (Abb. 4).

Fortsetzung von Seite 7

dargestellt wird dabei - wie

bei einer üblichen angiographischen

Gefäßdarstellung - in

örtlicher Betäubung ein Katheter

in die Leistenarterie eingebracht.

Nachdem die versorgenden

Gefäße im Becken mittels

Kontrastmittel dargestellt

sind, wird ein sogenannter Mikrokatheter

in die Arterie zur

Gebärmutter eingeführt. Über

diesen Mikrokatheter werden

mikroskopisch kleine „Kunststoff“-Partikel

(maximal 900

µm) in die Gefäße eingebracht,

die das Myom versorgen (Abb.

1, Abb.2).

Wenn der Radiologe erkennen

kann, dass die Gefäße einer

Seite „verstopft“ (künstlich

embolisiert) sind (Abb. 3, Abb.

4), wird über denselben Zugang

in der Leiste auch die Arterie

der Gegenseite in gleicher

Weise embolisiert. Nach Abschluß

der Behandlung wird

der Katheter entfernt und die

Punktionsstelle für ca. 24 Stunden

mit einem Druckverband

versorgt. Die Patientin wird zur

Myomembolisation nur für ca.

drei bis fünf Tage stationär aufgenommen.

Eine weitere

Krankschreibung ist in der Regel

für acht bis zehn Tage erforderlich.

Der „Eingriff“ als solcher ist -

wie auch eine rein diagnostische

Angiographie - nahezu

schmerzfrei. Allerdings treten

durch die künstlich herbeigeführte

„Verstopfung“ der Gefäße

Schmerzen auf, wie dies

auch von Gefäßverengungenund

-verschlüssen an den Beinen

bekannt ist (Schaufensterkrankheit).

Aus diesem Grund wird die

Patientin bereits während der

Maßnahme mit einer ausreichenden

Schmerzmedikation

über Infusionen versorgt, die

nach und nach während der

Folgetage unter kontinuierlicher

Kontrolle und ggf. in Zusammenarbeit

mit der Abteilung

für Anästhesie und

Schmerztherapie unseres Hauses

reduziert wird. Im Laufe

des stationären Aufenthaltes

sollte die Schmerzmedikation

auf eine Bedarfsmedikation

(Tropfen oder Zäpfchen) reduziert

werden können, die der

Patientin überlassen werden

kann.

Ergebnisse :

Die durch die Myome verursachten

verstärkten Regelblutungen

normalisieren sich in

der Regel schon beim nächsten

Zyklus, der gesamte Beschwerdekomplex

sollte sich innerhalb

der folgenden zwei Monate

zurückgebildet haben. Die

Erfolgsrate mit deutlicher Verminderung

bzw. komplettem

Rückgang der Beschwerden

liegt in den behandelnden Zentren

bei über 90 Prozent.

Natürlich dürfen die Patientinnen

über aller Euphorie über

eine Therapieform mit der

Möglichkeit des Organerhaltes

nicht auch die möglichen Risiken

der Behandlung (vorwiegend

die einer Katheter-Angiographie)

vernachlässigen.

Und letztendlich gibt es auch

Gründe, die grundsätzlich gegen

die Embolisation der Myomknoten

sprechen :

Klarer Kinderwunsch

Bestehende Schwangerschaft.

Infektionserkrankung der

Beckenorgane

Sog. gestielte Knoten

Bösartige Knoten.

Ansonsten sind die Vorteile der

Radiologisch-Interventionellen

Myomembolisation :

Keine Vollnarkose

Keine Bauchnarben

Organerhalt

Bei komplikationsfreier

Durchführung keine behandlungspflichtigen

Blutverluste

Schnelle Rückkehr in den

privaten und beruflichen

Alltag.

Für Frauenärztinnen/-ärzte sowie

interessierte Ärztinnen/-

Ärzte anderer Fachrichtungen

fand Anfang Dezember eine

Informationsveranstaltung statt,

um die Methode sowie die

fachübergreifende Zusammenarbeit

der Vertreter der beiden

Hauptdisziplinen, namentlich

zwischen dem komissarischen

Leiter der Frauenklinik, Dr.

Winfried Obermeier, und dem

Oberarzt der Abteilung für

Diagnostische und Interventionelle

Radiologie, Dr. Sebastian

Eichinger, vorzustellen.

8


Ein

Kompetenznetz

für die

Vincenz- Kinder

M

it 52 Centimetern Länge

und einem Gewicht

von 3600 Gramm liegen seine

Maße im normalen Bereich,

dennoch war seine Ankunft

nicht nur für seine Eltern ein

ganz besonderes Ereignis: Jannik

Hergenhahn ist das 500.

Baby, welches im Jahr 2005

im St. Vincenz-Krankenhaus

zur Welt kam und wurde von

daher auch seitens einer Sonderdelegation

des Krankenhauses

besonders freudig begrüßt!

Pflegedirektor Helmut Petri,

die Leiterin des Hebammen-

Teams am St. Vincenz, Barbara

Martin, und Stationsleiterin

Katalin Vajda ließen es sich

nicht nehmen, dem kleinen Erdenbürger

einen besonderen

Empfang zu bereiten, um seinen

Eltern, Kornelia und Jörg

Hergenhahn aus Limburg-Eschhofen,

persönlich zu gratulieren.

Mit insgesamt 973 Babys,

die bis heute (9. November

2005) in den beiden Kliniken

der Krankenhausgesellschaft

geboren wurden, stehen St.

Vincenz und St. Anna in

durchaus fruchtbarer Konkurrenz

und befinden sich sozusagen

im „Endspurt“ beim Wettlauf

um das 1000. Baby der

Freude über das 500. Vincenz-Baby: Stationsleiterin Katalin Vajda, Jörg und Kornelia Hergenhahn mit Jannick

im Vordergrund, dahinter die leitende Hebamme Babara Martin, Pflegedirektor Helmut Petri und Kinderkrankenschwester

Angelika Hanzlik.

Krankenhausgesellschaft! Denn

in beiden Häusern der Gesellschaft

bemühen sich die Mitarbeiter

in unterschiedlicher Organisationsformen

und mit jeweils

eigenem individuellen

Gepräge der Abteilungen, ihr

Engagement mittels moderner,

familienorientierter Geburtshilfe

in den Dienst von Mutter

und Kind zu stellen.

Bei aller Freude über die 500.

Geburt und das damit verbundene

Vertrauen der künftigen

Eltern in die geburtshilfliche

Abteilung des St. Vincenz-

Krankenhauses: Für das Team

aus Ärzten und Hebammen,

Krankenschwestern und Kinderkrankenschwestern

ist jede

Geburt einzigartig. Das erfahrene

Kompetenznetz der Geburtshilfe

am St. Vincenz

möchte möglichst individuell

und umfassend informieren

und betreuen - vor, während

und auch nach der Geburt. Mit

der Unterstützung modernster

Medizintechnik, aber auch mit

dem Angebot alternativer Geburtsmethoden

(Gebärwanne,

Sprossenwand, Akupunktur

und Homöopathie) sollen die

werdenden Eltern nach Kräften

unterstützt werden. Informationsveranstaltungen

und Kurse

bereiten umfassend auf den

neuen Lebensabschnitt vor.

Jannik Hergenhahn ist das

500. Baby des

St. Vincenz-Krankenhauses

Lichtdurchflutete, freundliche

Räume und eine ganzheitliche

Betreuung sollen dazu beitragen,

die Geburten im St. Vincenz

so angenehm wie möglich

zu gestalten. Nach der Erfahrung

der Hebammen gibt

aber vor allem auch das

Bemühen um größtmögliche

Sicherheitskriterien bei der Geburt

oftmals den Ausschlag für

die Entscheidung im St. Vincenz:

Tag und Nacht sind Hebammen,

Gynäkologen und

Anästhesisten vor Ort, um die

Eltern bei diesem einmaligen

Erlebnis zu begleiten.

Gerade in den letzten Jahren

haben die Klinik und ihre Belegschaft

zudem einiges daran

gesetzt, damit „Vincenz-Kinder“

besonders behütet auf die

Welt kommen und sich Mutter

und Kind im Anschluß daran

auch besonders wohl fühlen

können. Meilenstein im

Bemühen des Hauses um Mutter

und Kind war beispielsweise

die Einrichtung der sogenannten

Integrativen Wochenbettpflege

auf der Station 3/1-

2: Das Konzept einer gemeinsamen

Betreuung der Wöchnerinnen

durch Krankenschwestern,

Hebammen und

Kinderkrankenschwestern. Zudem

werden Babymassage und

Säuglingspflegekurse, Stillberatung

und Rückbildungsgymnastik

wie auch Babyschwimmen

angeboten.

Nähere Informationen gibt

es telefonisch unter 06431 /

292-4460 oder an den Informationsabenden

des Kreißsaalteams

an jedem ersten

Mittwoch im Monat jeweils

um 19 Uhr im Kreißsaal

(Drittes Obergeschoß).

9


Aufklärung...

Auch die Politik interessierte sich für das Angebot am St. Vincenz-Stand:

Chefarzt Dr. Christoph Oberwittler und Pflegedirektor Helmut Petri im

Gespräch mit Limburgs Bürgermeister Martin Richard.

Damit mit ein

...und individuelle

Beratung...

...bei den Limburger

Gesundheitstagen

E

in Schlaganfall kostet oft

das Leben, ein Risiko-

Test nur wenige Minuten.

Grund genug für die Abteilung

für Neurologie des St. Vincenz-Krankenhauses,

im Rahmen

der 16. Limburger Gesundheitstage

alle Kräfte zur

Information über Prävention

und Behandlung des Schlaganfalls

zu mobilisieren.

Der Schlaganfall ist die dritthäufigste

Todesursache in

Deutschland, jedes Jahr erkranken

etwa 200.000 Menschen

neu. Im Gegensatz zur landläufigen

Meinung sind nicht nur

ältere Menschen betroffen,

sondern auch sehr viele im erwerbsfähigen

Alter, auch unter

40 Jahren! Mehr als 50 Prozent

der betroffenen behalten Folgeschäden.

So war es dem Team

unter Chefarzt Dr. Christoph

Oberwittler besonders wichtig,

über frühe Warnsignale zu informieren,

die einen Schlaganfall

oftmals ankündigen, aber

vielfach nicht beachtet oder

schnell wieder vergessen werden

(TIA, der „kleine“ Schlaganfall):

Halbseitige Lähmungserscheinungen

und/oder Taubheitsgefühl

auf einer Körperseite

(ganz oder teilweise)

nicht alles an

Herabhängender Mundwinkel

Sprach- und Sprechstörungen

Sehstörungen (Gesichtsfeldausfälle,

Doppelbilder)

Schwindel und Gleichgewichtsstörungen.

Diese Symptome sind diesselben

wie die Anzeigen eines

„richtigen“ Schlaganfalls. Sie

verschwinden allerdings wieder

vollständig, häufig sogar nach

wenigen Minuten. Trotzdem

lautete der Appell des Neurologie-Teams:

„Notruf 112!

Schnell in eine spezialisierte

Klinik, damit der große

Schlaganfall verhindert werden

kann!“

In zahlreichen Gesprächen mit

interessierten Besuchern wiesen

die Mediziner immer wieder

darauf hin, dass gerade bei

einem Schlaganfall Eile von

entscheidender Bedeutung ist:

Schnelle medizinische Versorgung

und Überwachung sind

das Gebot der Stunde. Denn

durch gezielte Medikamente

kann der Blutpropf, der den

Hirninfarkt verursache hat, aufgelöst

werden. Andere Medikamente

können die Durchblutung

des Gehirns verbessern,

wodurch sich bleibende Behinderungen

vermeiden lassen

10


Individuelle Beratung wurde großgeschrieben: Zahlreiche Besucher nutzen

das Angebot der Vincenz-Neurologie, sich rund um den Schlaganfall

zu informieren und gleichzeitig den Blutdruck messen zu lassen.

nem Schlag

nders ist…

oder seltener auftreten. Der

Schlaganfall ist also kein

Schicksalsschlag, dem man

hilflos aufgeliefert ist! Im Gegenteil:

Durch Aufklärung und

Vorbeugung können ein großer

Teil aller Schlaganfälle verhindert

werden. Daher war den

Neurologen des St. Vincenz-

Krankenhauses auch die Aufklärung

über die Risikofaktoren

wichtig:

Bluthochdruck

Diabetes Mellitus

Zigarettenrauchen

Herzrhythmusstörungen

(z.b. Vorhofflimmern)

Übergewicht und Bewegungsmangel.

Mit Hilfe eines speziell entwickelten

Computerprogramms

der Deutschen Schlaganfallgesellschaft

konnten sich Interessierte

innerhalb von 15 Minuten

ein individuelles Risikoprofil

in Sachen Schlaganfall erstellen

lassen (www.dsginfo.de).

Zahlreiche Informationsbroschüren

sorgten für

ausführliche Aufklärung, vor

allem auch über geeignete

Maßnahmen zur Vorbeugung:

Blutdruck regelmäßig messen

lassen (denn Bluthochdruck

erhöht die Gefahr für

einen Schlaganfall auf das

zwölffache!)

Nicht rauchen

Ausreichend bewegen

Alkoholkonsum einschränken

Verordnete Medikamente

einnehmen

Blutzuckerspiegel regelmäßig

prüfen lassen

Blutfette im Normalbereich

halten.

Außerordentlich gut besucht

war auch die Vortragsreihe der

Krankenhausgesellschaft, welche

die Möglichkeiten und

Grenzen in der Diagnostik per

Kernspinresonanztomographie

(MRT) zum Thema hatte.

Chef- und Oberärzte des St.

Vincenz-Krankenhauses beleuchteten

Vor- und Nachteile

der verschiedenen diagnostischen

Möglichkeiten in Bezug

auf die verschiedensten Krankheitsbilder.

So sprach Oberarzt

Dr. Boris Cubas über den

MRT-Einsatz bei Herzerkrankungen,

Chefarzt Dr. Oberwittler

zu den Möglichkeiten in

der Diagnostik des Schlaganfalls

und Oberarzt Dr. Christian

Barnikel über den Zugewinn

an Information durch MRT bei

Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen).

Außerdem informierte

Chefarzt Dr. Thomas

Heß über die Grundlagen der

MRT-Diagnostik. sp

Prävention ist alles: An den

Limburger Gesundheitstagen

standen die Besucher Schlange,

um sich am Vincenz-Stand

die Halsarterien im Blick auf

ihr Schlaganfallrisiko untersuchen

zu lassen.

11


Fortsetzung von Seite 3

Unterstützung erfuhr Professor

Chiricuta bei seinem Engagement

für innovative Behandlungsmethoden

aber auch aus

Deutschland, nicht zuletzt aus

dem eigenen Haus. So sprachen

auch PD Dr. J. Schirren,

Direktor der Thoraxchirurgie

an den Horst-Schmitt-Kliniken

Wiesbaden, Prof. Dr. J. Werner

von der Universität Marburg,

aber auch PD Dr. Udo A. Heuschen,

Chefarzt der Allgemeinchirurgie

am St. Vincenz und

dessen Frau, Oberärztin Dr.

Gundi Heuschen, im Rahmen

der Kongreßreihe - letztere

sind beide an der Universität

Heidelberg sowie am Deutschen

Krebsforschungsinstitut

in Forschungsprojekte zur Tumortherapie

involviert.

Für die Krebspatienten selbst

bedeutet diese wissenschaftliche

Überzeugungsarbeit einen

enormen Fortschritt in der Behandlung.

Denn die immer exaktere

Definition ihrer Behandlung

durch die während der

Kongressreihe beschriebenen

neuen Standards verringern die

Nebenwirkungen der Therapie,

schonen gesundes Gewebe,

vergrößern die Heilungschancen

und steigern auch die Lebensqualität

der Behandelten.

Insofern füllen die Ergebnisse

des Kongresses auch ein wissenschaftliches

Vakuum. Denn

entstanden ist ein „topographischer

Atlas“, der im Rahmen

der Behandlung individuell an

jeden Patienten angepasst werden

kann. Ähnlich einem digitalen

Kalkulationsprogramm,

das die verschiedensten Aspekte

eines Problems (in diesem

Fall eben der Tumorbehandlung)

beleuchtet und im Ergebnis

optimal verbindet und zusammenführt.

„Wir haben ein

riesiges Puzzle zusammengesetzt“,

fasst der Initiator des

Kongresses die Ergebnisse der

fünf Symposien zusammen.

Der Chefarzt des Instituts für

Strahlentherapie am St. Vincenz-Krankenhaus

hofft nun

auf entsprechende Signalwirkung

in die klinische Routine.

Denn gerade auch die Therapieplanungssysteme

der modernen

Strahlentherapie sind

nicht nur in der Lage, solch

hochpräzise Behandlungskonzepte

am Patienten umzusetzen,

sondern sie bedingen

gleichzeitig auch eben solch

differenzierte Kenntnisse, um

ihre Möglichkeiten optimal

ausnutzen zu können. Das Resümee

des Limburger Strahlentherapeuten:

„Wir hoffen im

Sinne der Krebspatienten, dass

dieser Funke überspringt…“ sp

Großes Interesse an der Arbeit des Instituts für Strahlentherapie und

den wissenschaftlichen Forschungsergebnissen Prof. Chiricutas: Volles

Plenum beim „5th International Symposium on Target Volume Definition

in Radiation Oncology“.

„Wir haben ein

Puzzle zusa

Mehr als 100 Strahlentherapeuten

aus der ganzen Welt trafen

sich vom 1. bis 3. Dezember

auf Initiative von Prof. Dr. Ion-

Christian Chiricuta in der Limburger

Unterkirche der Pallottiner.

Hierzu ein Hintergrundgespräch

von Gundula Stegemann.

Herr Prof. Chiricuta, worum

geht es bei diesem Kongress?

Der Kongress ist Teil eines Zyklus',

der aus fünf Teilen besteht.

Dabei setzen wir im

Prinzip ein riesengroßes Puzzle

zusammen. Ganz allgemein

könnte man sagen: Wir optimieren

bei der Behandlung

von Tumoren die Maßnahmen

in der Strahlentherapie und erreichen

dank neuer Erkenntnisse

und neuer Technik für den

Krebspatienten, dass er durch

die Therapie weniger belastet

wird und seine Heilungschancen

steigen. Wir sind heute so

weit, dass in bestimmten Fällen

eine optimale Strahlentherapie

eine Operation sogar

vollständig ersetzen kann.

Wie funktioniert das?

In den vergangenen zehn Jahren

hat es in der Strahlentherapie

enorme Fortschritte gegeben.

Normalerweise wird bei

einem Krebspatienten, der bestrahlt

wird, ein ziemlich

großes Volumen um den Tumor

herum mit behandelt.

Wenn ein Patient zur Bestrahlung

zu mir kommt, bestrahle

ich allerdings nur exakt die

Stelle, die auch ein Chirurg

wegoperieren würde - nicht

mehr und nicht weniger. Aber

ich bestrahle in wesentlich

höherer Intensität. Da ich ein

kleineres Volumen behandle,

das Gewebe zudem sowieso

krankhaft ist und weg soll,

kann ich stärkere Geschütze

auffahren als bei größervolumi-

12


gen Bestrahlungen, wo gesundes

Gewebe mit betroffen wäre.

Dadurch zerstören die

Strahlen fast nur das krankhafte

Gewebe. Das gesunde Gewebe

drum herum wird geschont.

Der Patient hat dadurch

wesentlich weniger Nebenwirkungen,

und es bleibt keine

Operationsnarbe zurück. Das

ist insbesondere dann von Vorteil,

wenn der Tumor im Gesicht

auftritt.

Insofern spielen hier durchaus

auch kosmetische Erwägungen

eine Rolle?

Zum einen das. Aber auch bei

Tumoren an empfindlichen

oder schwer zugänglichen Stellen

bietet sich diese Bestrahlungstechnik

an.

Überzeugungsarbeit für die Zielvolumendefinition im Team: Der Leiter des Instituts für Strahlentherapie und

Radioonkologie, Prof. Dr. Dr. Chiricuta, mit dem Diplom-Ingenieur für Biomedizintechnik Bernd Schicker und

dem Medizinphysiker Uwe Götz am Linearbeschleuniger.

riesengroßes

ammengesetzt“

Und Sie haben diese Therapie

entwickelt?

Das Zielvolumenkonzept, das

Grundlage einer exakten Strahlentherapie

ist, wurde von Prof.

Dr. Bohndorf an der Klinik

und Poliklinik für Strahlentherapie

an der Universität Würzburg

entwickelt. Ich habe diese

Therapie während meiner Zeit

in Würzburg bei ihm kennen

gelernt, sie in meiner Berufspraxis

weiterentwickelt, publik

gemacht und anderen vermittelt.

Wir setzen diese Form

der Strahlentherapie am St.

Vincenz Krankenhaus heute

routinemäßig ein.

Dann kommen Krebspatienten

von überall her zu Ihnen

zur Strahlentherapie?

Inzwischen setzen auch zahlreiche

andere Kliniken das

Zielvolumenkonzept im Kampf

gegen den Krebs ein. Ich gebe

dazu Weiterbildungskurse. Bisher

habe ich ungefähr 2.000

Ärzte im In- und Ausland mit

dieser Methode vertraut gemacht

und sie ausgebildet. In

Schweden zum Beispiel habe

ich auf Einladung der schwedischen

Gesellschaft für Radioonkologie

Schulungskurs für

alle Strahlentherapeuten des

Landes durchgeführt. Aber ich

war auch schon in Kuwait, in

der Türkei, in Polen, in Taiwan,

China und in den baltischen

Staaten… Aber möglich

ist dass alles erst durch mein

Team am Limburger Krankenhaus,

das super aufeinander abgestimmt

ist und auf das ich

mich hundertprozentig verlassen

kann. So arbeite ich eng

mit meinen Oberärzten Dr.

Heinz-Helmut Neumann und

Sabine Spranger sowie mit

dem Medizinphysiker Uwe

Götz und dem Diplom-Ingenieur

für Biomedizintechnik

Bernd Schicker zusammen.

Wir haben auch schon gemeinsam

Workshops speziell für

Medizinphysiker und Ärzte organisiert.

Kommen wir noch Mal auf

den Kongress zurück: Womit

beschäftigen Sie sich?

Wir beschäftigen uns mit dem

so genannten Visible Human,

einem Modellmenschen. Es ist

ein ehemaliger Gefangener aus

Amerika, der seinen Körper

nach seinem Tod der Wissenschaft

zur Verfügung gestellt

hat. Sein Körper wurde eingefroren,

in ein Millimeter dicke

Scheiben geschnitten, die fotografiert

und digitalisiert aufgezeichnet

wurden (siehe Seite

2). Ich hatte 2004 in Stockholm

Gelegenheit, den Körper

zu studieren. Anhand dessen

Körperaufbaus erarbeiteten wir

ein dreidimensionales Modell

vom menschlichen Lymphsystem.

Was haben Sie damit vor?

Mit Hilfe dieses Modells können

wir noch gezielter das notwendige

Volumen bei der Bestrahlung

bestimmen und so

den Krebs noch wirksamer

bekämpfen. Auf dem Kongress

haben wir in den vergangenen

vier Jahren jedes Jahr andere

Körperregionen erarbeitet. Auf

dem ersten Kongress haben

wir HNO, Brust, Lunge und

Prostata erkundet. 2002 haben

wir uns mit dem Magen-Darm-

Trakt und mit den gynäkologischen

Regionen beschäftigt,

2003 mit den Wächterlymphknoten

und den Konsequenzen

für die Strahlentherapie. 2004

haben wir das komplette Lymphsystem

des Visible Human

erstellt, eine sehr komplexe Arbeit.

In diesem Jahr verknüpfen

wir nun den neuesten

Stand der Technik mit den neuesten

Kenntnissen der Anatomie

und des Lymphsystems im

Besonderen und den neuesten

Erkenntnissen der Molekulardiagnostik.

Dann ist das der letzte

Internationale Kongress der

Strahlentherapeuten

in Limburg?

Der Zyklus ist dann abgeschlossen,

aber es warten neue

Aufgaben, die wir im Kampf

gegen den Krebs lösen müssen.

13


„Fit durch

den Winter“

- großer Aktionstag

im St. Vincenz!

F

it durch den Winter“

- unter diesem Motto

organisiserte jetzt die

Krankenhausgesellschaft

St. Vincenz mbH erstmals

einen sogenannten „Gesundheitstag“

für ihre Mitarbeiter.

Die Seele eines

gut funktionierenden Unternehmens

sind zufriedene,

gesunde Mitarbeiter - dies

hatten sich die Krankenhausleitung

und eine AG Gesundheit

auf die Fahnen geschrieben

und einen ganzen

Arbeitstag lang ein attraktives

Programm für die insgesamt

1033 Mitarbeiter beider Kliniken

der Krankenhausgesellschaft

zusammengestellt. Geschäftsführer

Hans-Joachim

Ehrhardt hatte eigens für die

Teilnahme an der Veranstaltung

geworben und an Abteilungsund

Stationsleitungen appelliert,

ihren Mitarbeitern die

Teilnahme zu ermöglichen:

„Ein gesundes Unternehmen

funktioniert nur mit gesunden

Mitarbeitern!“ Eine

qualitativ hochwertige

medizinische und

pflegerische Versorgung

sei nur

dann möglich,

wenn ein Unternehmen

grundsätzlich

gesund-

heitsfördernde Organisationsstrukturen

zum Wohle von Patienten,

Mitarbeitern und Umwelt

ermögliche.

Dass es der Krankenhausleitung

hiermit ernst ist, machte

der Gesundheitstag überzeugend

deutlich: Von Pilates,

Bauch/Beine/Po-Gymnastik

und Rückenschule bis hin zum

Bauchtanz: Es gab viel auszuprobieren

für die Mitarbeiter

Erstmals einen Tag lang

Wellnessangebot für 1033 Mitarbeiter

der Krankenhausgesellschaft

von Vincenz und Anna, die an

diesem ersten Gesundheitstag

das konkret machen konnten,

was sich trocken-theoretisch

hinter dem Wortungetüm „aktive

Gesundheitsförderung“ verbirgt.

Schüler der Krankenpflegeschule

präsentierten Tipps zur

Selbstpflege und hatten ein Erfahrungsfeld

für sinnliche

Wahrnehmung auf dem

Schafsberg aufgebaut, Mitarbeiter

der Apotheke machten

ein Angebot zur Aromatherapie

und im Bewegungsbad der

Physikalischen Therapie gab`s

die Möglichkeit zum

Aqua-Jogging.

Außerdem

14


konnten sich alle Mitarbeiter

kostenlos impfen lassen. Zudem

gab es viel Information:

Über gesundes Abnehmen und

die Stärkung des Immunsystems,

gesundes Essen im Beruf

und Möglichkeiten zur Gewichtsreduktion,

plastisch veranschaulicht

durch Ergometerund

Crosswalker-Trainings,

welche offenbarten, wie lange

man oder frau sich abstrampeln

muß, um etwa nur die

Kalorien für ein kleines Käsestückchens

abzuarbeiten….

Federführend war das tolle Programm

der AG Gesundheit zu

verdanken - einer Arbeitsgemeinschaft,

die sich bereits im

Jahr 2002 im Rahmen der Aufnahme

in das Netz der gesundheitsfördernden

Krankenhäuser

der Weltgesundheitsorganisation

WHO konstituiert hatte. Der

Aktionstag „Fit durch den Winter“

war ein spektakulärer Erfolg,

der dem Team Ansporn

für weitere „gesundheitsfördernde“

Aktionen ist. Bei einer

Umfrage während der Veranstaltung

wurden neben schriftlich

fixiertem Lob durchweg

freudestrahlende Smilies verteilt

- ein guter Startschuß für

die Zukunft, denn: der nächste

Winter kommt bestimmt…

sp

15


1000 Besucher erlebten...

Der

Andran

war g

Rund 1000

schen besuch

Samstag das S

Krankenhaus, um

Möglichkeiten modern

Therapie zu informieren

dass so viele Menschen die

um dieses vielfältige Angebot

formation und Vorsorge zu nutzen

für das Organisationsteam der Tech

rich Hassler, über den Erfolg der Ver

„Moderne Medizin vor Ort“ stand.

Große Nachfrage fand vor allem auch die M

nisierte Innere der Vincenz-Radiologie zu we

und MRT-Diagnostik zu erleben. Bei Vorträgen u

Gespräch informierten sich die Menschen über die

keiten mittels MRT (Kernspin), CT sowie von Angio

tersuchungen wurden angeboten, von Herzultraschall und

Großes Interesse am

des St. Vincenz beim T

se, vielfältigen Tests von Herz, Kreislauf und Blut bis zu den elektronisc

bor konnte besichtigt werden, auf großes Interesse stieß auch die Präsentatio

Zahlreiche Besucher ließen sich in der Gastroenterologie mit auf die virtuelle

Vorsorge und Therapie von Darmkrebs informiert. Während in der benachbarten

über die Früherkennung und die entsprechende Diagnostik beim diabetische

grundsätzlich für Bewegung als elementarem Faktor von Gesundheit gewo

zu ermitteln, warb eine plastisch aufgebaute Ernährungspyramide für ges

über das Konzept des gerade etablierten Zentrums informieren, welches

Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ bestimmt wird - ein interaktives Konze

tienten versteht und letzteren dazu anleiten will, sein eigener Arzt z

...moderne

Doch Tipps und Ratschläge gab es nicht nur bei den Physiothera

beteiligten Abteilungen (Kardiologie, Gastroenterologie, Radio

interessierten Publikum geduldig Rede und Antwort. Medial

gierten Team des RadioTV St. Vincenz, das via Interviews

in die Krankenzimmer übermittelte. Öko-Date hieß es am

Palette der Umweltschutzaktivitäten der Klinik im Ra

wurde. Die unabhängige Gutachterin Christa Endem

burgs heraus und empfahl das St. Vincenz gar als

Kinder waren beim Tag der offenen Tür auf

Denn für die Betreuung der Vincenz-Kids w

geschule gesorgt und die Limburger Künst

und Malen engagiert. Buntes I-Tüpfelche

LahnArtists, die bei der farbenfrohen G

gang (das Haus läßt derzeit die Patie

einen einfachen Nenner brachten,

kräfte im Inneren auf hochdiffer

ten: „Hier werden Sie geholfe

humorigen Karikatur, die

nach dem Tag der Offene

aber originelle Weise d

machen wird, dass sic

Mitarbeiter mit He

nik für die Me

Medizin

Region engagie

16


Der

drang

groß:

000 Mensuchten

am

s St. Vincenzm

sich über die

derner Diagnostik und

ieren. „Wir freuen uns,

die Chance genutzt haben,

bot in Sachen Gesundheitsinutzen“,

freute sich stellvertretend

Technische Leiter des Hauses, Ul-

Veranstaltung, die unter dem Motto

Leistungsspektrum

Tag der Offenen Tür

die Möglichkeit, einen Blick ins hochtechwerfen

und vor Ort die moderne Röntgenen

und Demonstrationen sowie im persönlichen

r die diagnostischen und therapeutischen Möglichngio-

und Sonographie. Zahlreiche verschiedene Unund

EKG, über Sonographie von Bauch und Schilddrüonischen

Fußdruckmessungen in der Fußambulanz. Das Herzkatheterlatation

von Schrittmachern und Defibrillatoren.

elle Reise durch den Magen-Darm-Trakt nehmen; dort wurde auch über die

arten Fußambulanz Ärzte und orthopädische Schuhmachermeister die Besucher

schen Fuß informierten, wurde im Diabetes- und Stoffwechselzentrum ganz

geworben: Neben der Möglichkeit, seinen individuellen Body-Mass-Index

gesunde Ernährung. In zahlreichen Gesprächen konnten die Mitarbeiter

lches maßgeblich durch ein verhaltentherapeutisches Modell nach dem

onzept, in welchem sich der Arzt als Begleiter und Ratgeber des Parzt

zu werden.

therapeuten und den Diabetes- und Ernährungsberatern: in allen

adiologie, Tagesklinik) standen Ärzte und Pflegepersonal dem

edial unterstützt wurde der Tag der Offenen Tür vom engaiews

und Life-Reportagen auf Kanal das Geschehen auch

es am Stand des Umweltmanagements, wo die gesamte

Rahmen der Zertifizierung nach EMAS präsentiert

demann stellte das Haus als Umwelt-Pionier Limr

als Vorbild für andere Unternehmen.

auf dem Schafsberg ausdrücklich erwünscht:

s war durch Schülerinnen der Krankenpfleünstlerin

Barbara Tisjè eigens für Basteln

lchen des Tages waren die Vertreter der

en Gestaltung des Bauzauns am Ein-

Patientenaufnahme umgestalten) auf

ten, wofür sich Ärzte und Pflegeifferenziertem

Niveau engagierolfen“,

lautete das Motto der

die auch noch viele Tage

ffenen Tür auf schlichte,

se darauf aufmerksam

ss sich hier rund 870

t Herz und Tech-

Menschen der

agieren... sp

vor Ort!

17


Nicht nur schmück

sondern Konzept m

Gleichgewicht zwischen Himmel und Erde

Beuys-Schülerin präsentiert ihre Werke

im St. Vincenz

Kuns

Kranken

Die g

ande

Therap

Die Position

„Mein Ausdruck ist die Photographie.

Photographie als

Art zu leben. Photographie

als Kommentar, Argument,

Frage. Photographie als Auseinandersetzung“...

Sie ist mir

Lebensart geworden. Sie hat

mir viele Türen geöffnet, viele

Gespräche ermöglicht, viele

Wege erschlossen. Sie erlaubt

mir im Außenblick den Innenblick...“

Andreas Kuhn

The Isles - Ireland & Scotland

Photographien von Andreas Kuhn

Mit offenen Augen:

Neue Sichtweisen auf die Vielfalt des Universums

Der Ruf einer Klinik wird

durch ihre medizinischen

und pflegerischen Leistungen

bestimmt. Doch auch

die Ausstattung der Zimmer,

Bilder, die Farben der

Wände sind mehr als nur

Äußerlichkeiten. Folgen sie

einem einheitlichen, ästhetisch-künstlerischen

Konzept,

wirken sie positiv auf

die Atmosphäre eines

Hauses, seiner Mitarbeiter

und nicht zuletzt der Patienten.

Ein Effekt, der nicht

zuletzt auch für Kunst im

Krankenhaus zutrifft. Die

heilende Kraft der Künste

wurde schon in der Antike

beschrieben. Kunst wird

heute durchaus als ein Beitrag

zur Humanisierung

des Krankenhausaufenthaltes

gewertet. Im Vorübergehen

einen schönen Augenblick

lang Kunst zu erleben,

an etwas Anderes

zu denken als an Krankheit,

kann manchmal gar

ein therapeutisches Konzept

sein. Ist es doch unaufdringlich-sensible

Motivation,

auch während der

18

Limburger Künstler Tobias Beringer präsentiert

erstmals fotographische Impressionen


t im

nhaus:

ganz

ere

pie…

Interessante Kooperation von Kalkül und Zufall: Von der

Dialektik zwischen Planung und Aquaplaning…

Kunst im Krankenhaus: Horst Nawrocki präsentiert

Aquarelle im St. Vincenz

ckendes Beiwerk,

t mit Hintergrund!

Zeit des Klinikaufenthaltes

die Welt nicht aus den Augen

zu verlieren, das Leben

nicht allein auf Krankheit

zu reduzieren. Diesem

Anliegen tragen der Verwaltungsrat

des St. Vincenz-Krankenhauses

und

der Förderverein Bildende

Kunst Limburg bereits seit

1987 Rechnung. Auf Initiative

des damaligen Chefarztes

der Frauenklinik, Dr.

Dieter Recken, zählte das

St. Vincenz zu den ersten

Krankenhäusern Deutschlands,

das regelmäßig solche

Präsentationen organisierte.

Die von ihm ins Leben

gerufene Veranstaltungsreihe

„Kunst im Krankenhaus

fühlt sich vor allem

auch den Künstlern

der heimischen Region

und damit dem Einzugsbereich

des Krankenhauses

verbunden. Diese Seiten

vermitteln Impressionen

von den letzten Ausstellungen

der Veranstaltungsreihe

„Kunst im Krankenhaus“.

sp

„Hier nimmt die Seele Sonne auf“

Anne Geis stellt im St. Vincenz aus

Kunst bringt Anerkennung -

Ausstellung der Gruppe Buntspecht

19


Interesse und Engagement: Mitarbieter verschiedenster Fachrichtungen fanden

sich zusammen, um Arbeitsabläufe gezielt zu optimieren und zu stan-

Neue Standards

Die im Qualitätszirkel Pflege entwickelten Pflegestandards sollen eine

einheitliche Handlungsgrundlage schaffen und damit die Pflegequalität

verbessern. Sie sind für alle Mitarbeiter im Intranet einsehbar und sollen

auch eine sichere Richtschnur für neue MitarbeiterInnen und SchülerInnen

sein.

Kontinuierliche Verbesserung der Pflege im Krankenhaus -

unter diesem Motto wurde der Qualitätszirkel Pflege (QZ

Pflege) im Jahr 2002 gegründet. Mitarbeiter verschiedenster

Fachrichtungen fanden sich zusammen, um zielgerichtet

einzelne Arbeitsabläufe zu standardisieren. Wie die

Mitglieder des „QZ“ diese Arbeit empfunden haben, was

sie erwarteten und was sie sich erhofften, lesen Sie in

nachfolgendem persönlichen Erfahrungsbericht.

A

Von Claudia Streng

ls Joachim. Becker von

der Abteilung Hygiene

und Qualitätsmanagement

mich im Sommer 2004 fragte,

ob ich Interesse habe, bei der

zweiten Staffel des Qualitätszirkels

Pflege mitzumachen,

zögerte ich zunächst. Mein Examen

liegt schon einige Zeit

zurück, viele theoretische

Grundlagen sind nicht mehr so

präsent bzw. haben sich im

Laufe der Zeit geändert. Was

wird von mir erwartet? Qualitätsmanagement

- was ist das

genau? Pflegestandards - wozu?

Diese Überlegungen beschäftigten

mich, doch schließlich

überwog das Interesse und

die Neugierde.

Die Gruppe setzte sich wie

folgt zusammen:

Bärbel Müllner und Hartmut

Hautzel von der Pflegedienstleitung

Hans-Joachim Pitton als

Schulleiter der Krankenpflegeschule,

Andreas Lehmann,

Thomas Pabst,

Brankica Kekanovic,

Susanne Knapp, Erika

Warz, Michaela Scheer,

Thomas Stillger und ich,

stellvertretend für die Pflege-

und Intensivstationen.

Martina Weich und Joachim

Becker von der Qualitätsmanagement-Abteilung

leiteten die

Treffen. Wir trafen uns im 14-

tägigen Rhythmus insgesamt

26 Mal. Es wurde viel diskutiert

und formuliert, bis

schließlich das entsprechende

Konzept verfasst war.

Wir verfolgten das Ziel, die

Pflegestandards so zu konzipieren,

dass sie in der Praxis gut

umsetzbar und anwendbar

sind. Einige Pflegestandards

wurden erstellt und inzwischen

von Pflegedirektor Helmut Pe-

20


dardisieren. Im Bild v.l.n.r.: Thomas Papst, Claudia Streng, Bärbel Müllner,

Branka Kekanovic, Michael Scheer, Franz-Josef Pitton und Susanne Knapp.

s für die Pflege

tri freigegeben. Eine neue, verbesserte

Pflegeüberleitung wurde

zusammen mit Frau Schneider

und Kerstin Schmitt vom

Sozialdienst erarbeitet. Diese

kann auch von anderen Pflegeeinrichtungen

genutzt werden.

Sie ist übersichtlicher als das

Vorgängermodell gestaltet und

besser strukturiert.

Inzwischen können alle Standards

im Intranet gesichtet

werden. Sie gelten für die Pflegenden

als verbindlich und sollen

in der Praxis angewandt

werden. Gerne werden auch

Verbesserungsvorschläge angenommen

und gegebenenfalls

mit eingebracht.

Für mich persönlich war es ein

interessantes Jahr. In puncto

Pflege habe ich einiges an

Wissen wieder aufgefrischt und

auch Neues hinzugelernt. Mir

ist deutlich geworden, dass

Qualitätsmanagement notwendig

ist, um mit anderen Einrichtungen

konkurrieren zu

können, ebenso dass es einfach

erforderlich ist, die gesetzli-

Ein persönlicher Erfahrungsbericht

von der zweiten Staffel

des Qualitätszirkels - Pflege

chen Vorgaben zu erfüllen. Der

Qualitätszirkel Pflege ist Bestandteil

eines ganzheitlichen

Qualitätsmanagements und

verfolgt das Ziel, anhand des

Pflegestandards eine einheitliche

Handlungsgrundlage zu

schaffen und damit die Pflegequalität

zu verbessern.

Die Pflegestandards sind eine

sichere Richtschnur für neue

MitarbeiterInnen und SchülerInnen.

Des weiteren sparen

Pflegestandards durch die Erleichterung

der Dokumentation

Zeit - ein wichtiger Gesichtspunkt

für die Pflegenden. Auch

wirtschaftliche Aspekte und

rechtliche Absicherungen werden

mit den Pflegestandards

verfolgt.

Zum Schluss noch ein Aufruf

an meine KollegInnen: Sollte

Joachim Becker bei seiner

nächsten Werbetour über die

Stationen neue MitarbeiterInnen

suchen, kann ich guten

Gewissens und überzeugt zur

Teilnahme motivieren.

Es war eine interessante Zeit!

I

Studium erfolgreich beendet

Zwei Mitarbeiterinnen unseres Hauses haben an der Steinbeis-Hochschule

Berlin, Außenstelle Limburg, mit sehr gutem Erfolg ein berufsbegleitendes

Studium abgeschlossen: Petra Hoffmann, stellvertretende

Pflegedirektorin, und Bärbel Müllner, Pflegedienstbereichsleiterin, haben

in sechs Semestern den Abschluß „Bachelor of Business Administration“

erworben. Diese internationale Anerkennung entspricht dem

Titel „Diplom-Betriebswirt“. Petra Hoffmann schrieb ihre Abschlußarbeit

zum Thema „Umweltmanagement im Krankenhaus“, Bärbel Müllner

wählte das Thema „Krankenhaus-Marketing“. Wir gratulieren beiden

Mitarbeiterinnen herzlich zu diesem tollen Studienerfolg!!!

Zehn Jahre „Unser Haus“

- Aufruf an alle Abteilungen

zur Namensänderung -

m nächsten Jahr feiert die Krankenhauszeitschrift „Unser

Haus“ ihr zehnjähriges Jubiläum. Seit 1996 wird viermal

jährlich über aktuelle Themen berichtet, Abteilungen vorgestellt,

neue medizinische Technologien und Verfahren präsentiert

und vieles andere mehr. Was anfangs als Mitarbeiterzeitschrift

geplant war hat sich mittlerweile auch als externes Medium

weit über den Landkreis Limburg-Weilburg entwickelt.

Die Zeitschrift wird an niedergelassene Ärzte, Kooperationspartner

und andere interessierte Kreise versandt. Die Auflage

wurde von anfangs 2000 auf mittlerweile 3500 Stück erhöht.

Im Jubiläumsjahr 2006 wird sich auch inhaltlich einiges ändern.

Mit der ersten Ausgabe werden die beiden Hauszeitungen

des St. Vincenz-Krankenhauses und des St. Anna-Krankenhauses

zusammengeführt. Aus diesem Anlass wird für

Zeitschrift der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH eine

neuer Name gesucht.

Das Redaktionsteam würde sich freuen, wenn Sie sich an der

Aktion beteiligen und einen Vorschlag einreichen.

Einsendeschluss: 31.01.2006

Der Gewinner erhält als Danke - Schön ein

Frühstücks - Buffet für alle Mitarbeiter der Abteilung.

21


Die stolze Summe

von 1600 Euro...

...sind der Erlös des Jubiläums-Benefiz-Konzerts, welches die Oldie-Band „Die Spitfires“ in Zusammenarbeit

mit dem TUS Linter im Linterer Bürgerhaus organisiert hatte. Die Vertreter der Oldie-Band sowie des TUS Linter

wollten dieses Geld ganz speziell für die Kinder der Region verwandt wissen und übergaben den Erlös

jetzt im Limburger St. Vincenz-Krankenhaus, wo er der Kinderfachabteilung zugute kommen wird. Vor Ort

überzeugten sie sich davon, dass ihre großherzige Spende dort gut angelegt ist: Die „Vorzeigestation“ der Klinik

war vor vier Jahren phantasievoll und kindgerecht umgebaut worden - ein Projekt, das nach wie vor auf

große Begeisterung von Patienten wie Besuchern auslöst. Die Freude auf der Kinderfachabteilung war groß,

gibt es doch hohen Verschleiß des vielgenutzten Spielzeugs zu verzeichnen. Denn genau dafür sollte die Summe

verwandt werden – schließlich sind unter den Spendern einige Väter und Großväter, die aus eigener Erfahrung

wissen, was insbesondere kranken Kindern gut tut. Respekt zollten die Besucher aus Linter der Philosophie

der Abteilung, hinter der natürlich auch ein psychologisches Konzept steht, welches Kindern den Aufenthalt

im angstbesetzten Krankenhaus erleichtern soll. Warme Farben und pädagogisch wertvolles Spielzeug hatten

daher im Herbst 2001 Einzug auf der Station gehalten – der stolze Erlös aus der von TUS und Spitfires organisierten

Gemeinschaftsaktion wird nun helfen, das Angebot auf dem pädagogisch neuesten Stand zu halten!

Eine Gemeinschaftsaktion war das Konzert auch deshalb, weil zahlreiche Organisationen das

Benefizkonzert auf vielfältige Weise unterstützt hatten: Die Firmen Trinks und Binding, die Gebäudereinigung

Fassbender, das Limburger Heimwerkerzentrum (das die Transportmittel zur Verfügung stellte), die Kreissparkasse

Limburg (die kostenlos Plakate gedruckt hatte) sowie auch der Stadt Limburg, die das Bürgerhaus nebst

Bewirtschaftungspersonal kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Unser Bild zeigt: Petra Hoffmann, die stellvertretende

Pflegedirektorin der Krankenhausgesellschaft, Klaus Meckmann, Bernd Kind, Frank Mihm und Erich

Roth vom Vorstand des TUS Linter, Walter Steiner, Spitfire-Chef Hubert Kessler, Karl-Heinz Hoppe und

Kinderkrankenschwester Ursula Kollang.

* * * Kurz notiert * * *

Neue DECT-Telefonanlage

Ende des Jahres 2005 wird eine neue DECT-Telefonanlage in Betrieb

genommen. Die bekannte Personensuchanlage entfällt dann ersatzlos.

Dafür werden alle Mitarbeiter, die vorher einen PSA-Empfänger

hatten, mit einem schnurlosen Telefon ausgestattet. Zusätzlich erhält

jede Station zwei schnurlose Telefone und sind dann für Mitarbeiter,

wie auch Patienten und deren Angehörige besser erreichbar. Insgesamt

handelt es sich um 250 Telefone. Die Endgeräte funktionieren

grundsätzlich, wie von den schnurlosen Telefonen zu Hause gewohnt.

Intern kann jede Nummer gewählt werden und jedes Telefon

ist intern und extern erreichbar. Rufe nach außerhalb des Hauses gehen

nur, falls das schnurlose Telefon dafür freigeschaltet wurde. Die

Festnetztelefone bleiben grundsätzlich bestehen. Alle Mitarbeiter mit

einem festen Arbeitsplatz und einem Festnetztelefon erhalten dann

ein zweites schnurloses Telefon dazu, welches mit der bekannten

Nummer gleichgeschaltet ist. Das Telefon kann grundsätzlich ausgeschaltet,

bzw. stumm geschaltet werden. Jedoch die Alarmfunktion

(PSA) kann nicht abgeschaltet werden, da Alarmrufe jederzeit angenommen

werden müssen. Außer telefonieren und alarmieren können

die Endgeräte 200 Rufnummern und Namen speichern, Sprachtelefonbuch

mit bis zu 20 Einträgen, Ansage von Anrufern, Texteingabe

(SMS) und auch Textempfang und viele weitere Leistungsmerkmale.

Die neue schnurlose Telefonanlage arbeitet unabhängig von der

bekannten fest verdrahteten Anlage, so dass wir für den Krankenhausbetrieb

eine höhere Sicherheit erhalten. Um eine flächendeckende

lückenlose Erreichbarkeit zu gewährleisten, ist es notwendig, bis

zu 67 Funkstationen im Krankenhaus St. Vincenz einzubauen und

miteinander zu vernetzen. Vorgesehen ist die Anbindung dieser Anlage

auch an eine neue DECT-Anlage für das St. Anna Krankenhaus in

Hadamar, so dass intern mit den schnurlosen Telefonen auch von

Limburg nach Hadamar direkt durchgerufen werden kann. Das gleiche

gilt auch für die Alarmierungen. u.h.

Herzenssac

die Kardiolo

D

er Herzinfarkt und kardiovaskuläre

Erkrankungen

sind in der Bundesrepublik

und den westlichen Industrienationen

die Haupttodesursache.

Die Herzschwäche bei

entzündlicher und anderen

Herzmuskelerkrankungen verläuft

nicht selten tödlich. Beide

Herzerkrankungen bringen

großes menschliches Leid mit

sich - wer kann dies besser

nachempfinden, als ein persönlich

Betroffener.

So verwundert es nicht, wenn

ein Herzpatient auch 15 Jahre

nach erfolgreicher Bypass-

Operation die kardiologische

Versorgung der Region stützten

möchte. So geschehen im St.

Vincenz-Krankenhaus Limburg,

wo jetzt Alfred Ludwig

aus Villmar-Weyer im Beisein

seiner Frau Gerda und Sohn

Klaus einen Scheck in Höhe

von 1000 Euro für die kardio-

22


che: 1000 Euro für

logie am St. Vincenz

logische Abteilung überreichte.

Die stolze Summe war anlässlich

des 80. Geburtstages von

Alfred Ludwig zusammengekommen,

der anstelle von Geschenken

für ein „Herzensanliegen“

im wahrsten Sinne des

Wortes geworben hatte: Er

wollte in dankbarer Erinnerung

an seine eigene erfolgreiche

Herzoperation im Jahre 1990

in der Bad Nauheimer Kerckhoff-Klinik

einen persönlichen

Beitrag zur Versorgung der

kardiologischen Patienten in

der Region leisten.

Chefarzt Prof. Dr. Jörg Kreuzer

dankte für die großherzige Unterstützung

und informierte die

Besucher über das Leistungsspektrum

seiner Abteilung. So

würden in der 62-Betten starken

Abteilung am St. Vincenz

alle kardiologischen Erkrankungen

von der Leistungsschwäche

des Organs bis zu

Herzinfarkt, Herzrhythmusund

Kreislaufregulationsstörungen

behandelt. Jedoch gehe es

bei der täglichen Arbeit immer

auch um Prävention: „Unser

Ziel ist nicht nur, Herzerkrankungen

zu heilen, sondern sie

auch rechtzeitig zu erkennen

und Ratschläge zur Vorbeugung

zu geben“, betonte der

Chefarzt.

„Neben den Routineuntersuchungsverfahren

helfen uns dabei

innovative Techniken wie

etwa die intracoronare Druckmessung

mit deren Hilfe sich

der Schweregrad von Herzkranzgefäßverengungen

noch

genauer bestimmen lässt. So ist

eine noch bessere Behandlung

der betroffenen Patienten möglich.“

Überzeugt davon, dass seine

Spende in der Abteilung von

Professor Kreuzer gut angelegt

ist, richtet Alfred Ludwig auf

diesem Wege seinen ganz besonderen

Dank an alle, die zu

dieser großen Summe beigetragen

haben.

Großherzige Spende für die Kardiologische Abteilung:

Alfred Ludwig (Mitte) mit Ehefrau Gerda und

Professor Dr. Jörg Kreuzer.

Großzügige Spende aus Elz vom

Peter-Ramrodt Gedächtnisturnier

D

er Tennis-Club Grün-

Weiß Elz ist ein verlässlicher

Partner für das Institut für

Strahlentherapie am St. Vincenz-Krankenhaus:

1350 Euro

überbrachten jetzt TCGW-Vorsitzender

Rechtsanwalt Uwe

Licht und TCDW-Präsident

und Geschäftsführer Reinhold

Schardt im St. Vincenz-Krankenhaus

zur Unterstützung der

besonderen Behandlungsverfahren

am Limburger Institut.

Das Geld war der Erlös des

Peter-Ramroth-Gedächtnisturniers,

welches der Tennisclub

nun bereits zum dritten Mal

durchführte. Auf besonderen

Wunsch der Witwe des an

Krebs verstorbenen TCGW-

Mitglieds wird dieses Geld

dem Institut für Strahlentherapie

zur Verfügung gestellt, wo

auch Peter Ramroth behandelt

worden war. Die Gäste aus Elz

betonten, mit dieser Initiative

die außerordentlich guten und

weltweit anerkannten Therapiemethoden

des Instituts zur unterstützen

zu wollen, welche

insbesondere auf eine Reduzierung

der Nebenwirkungen für

die Patienten und eine exakt

optimierte Bestrahlung des Tumors

zielen. Chefarzt Prof. Dr.

Dr. Ion-Christian Chiricuta und

Geschäftsführer Hans-Joachim

Ehrhardt dankten sehr für die

großzügige Spende. Sie sei ein

wichtiger Baustein in einem

gerätetechnisch intensiven und

besonders sensiblen Bereich

des Krankenhauses.

Unser Bild zeigt v.l.n.r.:

TCGW-Präsident Reinhold

Schardt, Vincenz-Geschäftsführer

Hans-Joachim Ehrhardt,

Prof. Dr. Dr. Ion Christian Chiricuta,

Inge Ramroth und den

TCGW-Vorsitzenden Uwe

Licht.

23


personalnachrichten:

Ihr 35jähriges Jubiläum feierten: Barbara Kirschnereit, Anna-Maria

Giers, Cherupushpam Christudhas, Erika Döll, Margarete Heinz, Fritz

Kessler.

30 Jahre haben folgende Mitarbeiter dem Unternehmen die Treue gehalten:

Rainer Zacharias, Lucia Falk, Herbert Mechtel, Helga Müller,

Hans Moschek.

24

Für 25jährige Betriebszugehörigkeit wurden geehrt:

Vordere Reihe: Birgit Wolf, Christina Ferdinand, Beate

Lott, Aloysius Meurer und Karlheinz Stamm, hintere

Reihe: Said Al-Butmeh, Mechthild Fritsch, Hartmut

Hautzel, Wilhelm Höfler und Thomas Steinebach.

1660 Jahre engagierte

Arbeit für den Patienten!

E

Betriebsjubiläen der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz

s waren qualifizierte, motivierte und vor allem sensible Mitarbeiter,

die sich - jeder an seinem Platz - für die bestmögliche

Versorgung der Patienten eingesetzt haben. Grund genug also

für den Verwaltungsratsvorsitzenden und den Geschäftsführer der

Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH, Erwin Reuhl und

Hans-Joachim Ehrhardt, anläßlich der Jubiläumsfeier der Gesellschaft

für langjährige Betriebszugehörigkeit ausdrücklich Dank abzustatten.

Zumal diese Treue zu einem Unternehmen nach Ansicht

der Krankenhausleitung nicht eben selbstverständlich sei in einer

Zeit, in welcher Tugenden wie Ausdauer und Durchhalten nicht

unbedingt hoch im Kurs ständen.

82 Jubilare wurden für zehn, 20-, 25-, 30- und 35jährige Tätigkeit

für die Krankenhausgesellschaft St. Vincenz geehrt, darunter drei

Mitarbeiter gar für 40jährige Betriebszugehörigkeit. Insgesamt sind

das 1660 Jahre Arbeit, Engagement und Verantwortung und Solidarität

im Gesundheitswesen! Eine Zeit, die von vielen Veränderungen

geprägt gewesen sei: Sowohl durch die enormen baulichen

Veränderungen im Hause, als auch durch Fortschritt und Veränderungen

in Pflege und Medizin, Technik und Verwaltung.

Derzeit sei die Tätigkeit der Mitarbeiter vor allem durch den sich

abzeichnenden Paradigmenwechsel im Gesundheitswesen bestimmt.

Als größter Arbeitgeber der Region stehe die Krankenhausgesellschaft

dabei in der Pflicht, trotz der Krisenstimmung der

Branche intelligent und vorausschauend auf die sich verändernden

Bedingungen zu reagieren und die Organisation fit für die Zukunft

zu machen. Dabei zählten nach Ansicht der Klinik-Spitze vor allem

eine persönliche, Geborgenheit vermittelnde Atmosphäre im

Haus zu unverzichtbaren Faktoren der „Kunden“-Zufriedenheit.

Hohe Qualität allein genüge nicht, was zähle sei auch das unverwechselbare

Profil des Hauses, welches nur durch den engagierten

Einsatz der Mitarbeiter geprägt werden könne.

Die Namen der Jubilare entnehmen Sie bitte

der anschließenden Tabelle auf Seite 27.

KRANKENHAUSGESELLSCHAFT ST. VINCENZ mbH

Akademisches Lehrkrankenhaus

der Justus-Liebig-Universität Giessen

Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

NAME: EINSATZORT: EINTRITT:

Backenecker, Saskia Krankenpflegeschule 01.10.2005

Bruckner, Daniel Krankenpflegeschul 01.10.2005

Da Rosa, Maik Krankenpflegeschule 01.10.2005

Hennig, Kristin-Cherin Krankenpflegeschule 01.10.2005

Höhn, Michael Krankenpflegeschule 01.10.2005

Horn, Jennifer Krankenpflegeschule 01.10.2005

Kaufmann, Christine Krankenpflegeschule 01.10.2005

Lang, Tina Krankenpflegeschule 01.10.2005

Leptien, Andrea Station U/1 01.10.2005

Maxein, Eva Krankenpflegeschule 01.10.2005

May, Christian OTA-Ausbildung 01.10.2005

Meilinger, Andrea OTA-Ausbildung 01.10.2005

Morschhäuser, Matthias Krankenpflegeschule 01.10.2005

Müller, Alexandra

Pedikkattukunnel, Jose Maria

Krankenpflegeschule

Krankenpflegeschule

01.10.2005

01.10.2005

Polzer, Kerstin Krankenpflegeschule 01.10.2005

Pullikkattil, Rosmitha Krankenpflegeschule 01.10.2005

Schiebahn, Tanja Krankenpflegeschule 01.10.2005

Schindowski, Stefanie Station 3/1-2 01.10.2005

Fortsetzung Seite 26


anzeigen:

25


anzeigen:

Gies Dienstleistungen

und Service GmbH

Auf dem Schafsberg

65549 Limburg

Telefon 0 64 31 - 2 92 40 94

Telefax 0 64 31 - 2 92 40 95

Limburg@giesdl.de

www. giesdl.de

26


personalnachrichten:

Fortsetzung von Seite 24

Schmidt, Jennifer Krankenpflegeschule 01.10.2005

Sehr, Annika Krankenpflegeschule 01.10.2005

Theis, Katharina Krankenpflegeschule 01.10.2005

Wahler, Nathalie Krankenpflegeschule 01.10.2005

Widmann, Benedikt Krankenpflegeschule 01.10.2005

Zienert, Angela Röntgendiagnostik 01.10.2005

Horner, Julien Zivildienstleistender 02.11.2005

Gazis, Angelos Radiologie 01.11.2005

Hein, Sabine Med. Klinik 01.11.2005

Dr. von Moltke, Thomas Unfallchirurgie 01.11.2005

Cankardesler, Zehra Apotheke 15.11.2005

Seifert, Petra Unfallchirurgie 15.11.2005

Umanskaa, Eugenia Röntgendiagnostik 15.11.2005

Jubiläen Oktober bis Dezember 2005

NAME: ABTEILUNG: DATUM: JAHRE:

Schönknecht-Salz, Angelika Station 7/1-2 01.10.2005 10

Müller, Ursula Med. Klinik 01.10.2005 10

Hammrich, Isabell Station 6/1-2 01.10.2005 10

Köhler, Shirley Station E/1-2 01.10.2005 10

Jung, Patricia Station 2/1-2 01.10.2005 10

Müller, Antje Station 1/1 01.10.2005 10

Pötsch, Christina Endoskopie 01.10.2005 10

Hennemann, Yvonne Station 5/3-4 01.10.2005 10

Steger, Vanessa Station E/1-2 01.10.2005 10

Silva Gomes, Isabel Station 6/1-2 01.10.2005 10

Witteyer, Markus Station 1/3-4 01.10.2005 10

Hoffmann, Petra Pflegedienstleitung 01.11.2005 10

Schott-Tiemann, Andrea Physikalische Therapie 01.12.2005 10

Hahn, Renate Kreißsaal 01.10.2005 20

Hautzel, Hartmut Pflegedienstleitung 01.10.2005 25

Höfler, Wilhelm Station 4/1-2 01.10.2005 25

Meurer, Aloysius IDI 01.10.2005 25

Merz, Monika Ambulanz 01.10.2005 25

Lott, Beate Labor 01.11.2005 25

Giers, Anna-Maria Anästhesie 01.10.2005 35

Döll, Erika Station E/1-2 01.10.2005 35

Kirschnereit, Barbara Station 1/3-4 01.10.2005 35

Ruhestand:

NAME: ABTEILUNG: AUSTRITT

Sohnsmeier, Helga Zentralsterilisation 31.10.2005

Prof. Dr. Neuss, Helmut Med. Klinik 30.11.2005

Winterer, Elfriede Station 2/3-4 31.12.2005

Herzliche Glückwünsche von der

Krankenhausleitung des

St. Vincenz-Krankenhauses

Am 9.Juni 2005 erwachte ein neuer Stern am Himmel der Vincenz-

Kinder. Der kleine Philipp Jakob, kam als Sohn von Nadja Lottermann,

die als Krankenschwester in der Abteilung Ambulanz tätig

ist, mit einem Gewicht von 3700 Gramm und einer Größe von 52

cm zur Welt. Es folgte Jolina am 5.Juli 2005 mit einem Gewicht von

4460 Gramm. Ihre Mutter, Angela Krankenhagen, arbeitet im Sekretariat

der Allgemeinchirurgie.

Dajana Jones heißt

Vincenz-Kinder

die frisch gebackene

Mutter, Krankenschwester

auf der Station 5/1-

2. Ihre kleine Tochter, Emily Fay maß 55cm und wog 3720 Gramm

bei ihrer Geburt am 3. August 2005. Anna Hennemann vervollständigte

am 5. September 2005 den Kreis der St.-Vincenz-Babys. Mit

einem Gewicht von 2780 Gramm und einem Längenmaß von 49

cm erblickte sie durch ihre Mutter, Yvonne Hennemann, Krankenschwester

auf Station 5/3-4, das Licht der Welt. Allen genannten

Kindern und ihren Eltern wünschen wir alles Gute!

27


anzeigen:

Rudloff & Sohn

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65611 Oberbrechen (bei Limburg/L)

Telefon: 0 64 83/60 05

Fax: 0 64 83/60 88

Internet: rudloffundsohn.de

e-mail: info@rudloffundsohn.de

Kreuzberger Ring 36 _ 65205 Wiesbaden-Erbenheim

Tel.: 06 11 - 9 28 67 -0 _ Fax: 06 11 - 9 28 67 - 77

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65582 Diez/Lahn

Telefon 06432/91370

Telefax 06432/1030

30


anzeigen:

31


Das Rezept

zum Fest

aus der Vincenz Küche

(nicht nur zur Weihnachtszeit...)

MARINIERTE

SCHWEINEMEDAILLONS

Zutaten für 6 - 8 Personen:

4 Saftorangen (eine davon unbehandelt)

2 Eßl. Zucker

2 Lorbeerblätter

2 Nelken

2 Sternanis

1,2 kg Schweinefilet

30 g Butterschmalz

Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Die unbehandelte Orange heiß abspülen und trockenreiben.

Mit dem Sparschäler dünn schälen. Die Hälfte der Schale in

feine Streifen schneiden, die andere Hälfte ganz lassen. Den

Saft mit dem Zucker, den Gewürzen und einem Achtelliter

Wasser aufkochen. Etwa auf die Hälfte einkochen lassen. Inzwischen

die Schweinefilets in 1,5 cm dicke Scheiben schneiden.

Im heißem Fett portionsweise von beiden Seiten braun

anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit der Orangenmarinade

begießen. Über Nacht im Kühlschrank durchziehen

lassen (pro Portion ca. 250 Kalorien, 7g Fett).

DAZU: fertige Cumberlandsoße und Baguette mit Butter

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