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91. Ausgabe Kostenlos zum Mitnehmen

StadtMagazin

Castrop-Rauxel

Juli / August 2013

Ausbildung in

Castrop-Rauxel

750 Jahre Henrichenburg

Spielspaß

Das Casterix-Mobil ›on Tour‹

Bühnenzeit

Interview mit Julia Breier


2 Inhalt

Das Haus Henrichenburg 4

4

Erinnerungen in Versform: Hedwig Kiesekamp 6

Startschuss Richtung Zukunft 9

Planen · Bauen · Wohnen 15

Ratgeber 20

Gesundes Castrop-Rauxel 22

Das schnellste Ei vom Hühnerhof 31

Kulinarisch 32

Adalbert Stifter war kein Popstar! 35

Spaß auf Rädern: das Casterix-Mobil ›on Tour‹ 36

31

Weltpolitik auf dem Frühstückstisch 40

Bühnenzeit: Interview mit Julia Breier 41

Buchtipps aus der Redaktion 43

Dies + Das 44

Rätselspaß 46

Termine: Hier ist was los! 47

47


Editorial 3

Das Stadtmagazin

bei Facebook

Ein Magazin

nur für Sie

Siehe, selig ist der Mensch, den Gott zurechtweist;

darum widersetze dich der

Zucht des Allmächtigen nicht.

Hiob 5,17

Es gibt fast täglich Dinge, die uns ärgern.

Im Wesentlichen sind es Kleinigkeiten,

die schlimmen Dinge – über die möchte

ich an dieser Stelle mal nicht sprechen.

Aber so Mini-Attacken, die ja dann auch

gern in Serie ihren fulminanten Auftritt

haben, sind nicht unbedingt die großen

Lacher.

Impressum

Verlag und Redaktion:

Correctum Verlag Erika Killing-Overhoff

Postfach 40 08, 58426 Witten

Nolsenstraße 27, 58452 Witten

Tel. 0 23 02 / 58 98 99-0

Fax 0 23 02 / 58 98 99-9

eMai info@stadtmag.de, www.stadtmag.de

Herausgeber: Correctum Verlag

Redaktion: Erika Killing-Overhoff (verantw.), Antje Dittrich,

Pia Lüddecke, Alexandra Wenzel

Anzeigen:

Mediaberatung/Vertriebsleitung

Axel Sieling (verantw.)

Tel. 0 23 02 / 80 09 43

Mobil 01 63 / 5 83 37 32

eMail axelsieling@stadtmag.de

(gültige Anzeigenpreisliste 2008)

Satz und Layout:

Selisky Design

Stahlbaustraße 8,

44577 Castrop-Rauxel

Tel. 0 23 05 / 3 58 0325

eMail info@selisky.de, www.selisky.de

Druck:

Paffrath Print & Medien GmbH

www.paffrath-druck.de

Titelbild:

Jan Strunz; Rütgers Germany GmbH

Alle in dieser Zeitschrift erschienenen Beiträge sind urheberrechtlich

geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen vorbehalten. Reproduktionen

jeder Art, auch der vom Verlag gestalteten Anzeigen, bedürfen der

schriftlichen Genehmigung des Verlages. Für unverlangt eingesandtes

Bild- und Textmaterial wird keine Haftung übernommen. Namentlich

gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion

wieder. Eine Gewähr für die Richtigkeit der Veröffentlichung

kann trotz sorgfältiger Prüfung nicht übernommen werden.

Erika Killing-Overhoff

Verlagsleitung

Antje Dittrich

stellv. Verlagsltg.

Gestern war so ein Tag bei mir. Als Erstes

landete der Kaffee auf meiner Bluse.

Schon mal nicht so prickelnd. Und ein Ticken

zu heiß war’s obendrein. Eine halbe

Stunde später hatte mein Computer die

Freundschaft mit mir aufgekündigt,

Gründe hat er nicht angegeben. High

Noon: Will noch schnell zur Post, sehe

aus dem Auto, dass da ein Riesenandrang

und Gewusel ist, und entschließe mich,

die Postgeschäfte auf den Nachmittag zu

verschieben, fahre hübsch weiter geradeaus

und lande mit Wucht am Heck des

Vordermanns. Na super!

Dass ich erst nach mehreren Runden einen

Parkplatz gefunden habe und später

ein Knöllchen meine Windschutzscheibe

zierte, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Abends habe ich dann lange am Telefon

dummes Zeug gequasselt, derweil meine

Spaghetti sich mit dem Topf in freundschaftlich

schwarzer Einheit verbunden

haben. Beim Entsorgen habe ich mir dann

gründlich die Finger verbrannt und still

und leise alles in den Müll geschmissen.

Dass die Mülltüte ob der großen Hitze geschmolzen

ist und beim Heraustragen alles

durchsackte, ist nur schmückendes Beiwerk.

Ja, es gibt sie, diese sonderbaren Tage,

die man besser verschlafen hätte. Aber

wie bei allen Dingen im Leben haben wir

auch in diesem Fall zwei Möglichkeiten: ärgern,

ärgern, ärgern – oder einfach nur tief

durchatmen und auf den neuen Tag hoffen.

Natürlich ist das auch eine Temperamentssache.

So dann und wann liebe ich es auch

heute noch, lautstark zu fluchen, das befreit

– vermeintlich. Während ich früher

bei solchen Gelegenheiten ganz gern

durchgeknallt bin, sehe ich das inzwischen

immer öfter viel gelassener. Das allermeiste,

was uns passiert, ist doch positiv. Also,

was nutzt der Wutausbruch und das Geschimpfe,

es ändert sich dadurch rein gar

nichts, im Gegenteil, es ist reine Energieverschwendung.

Man wird weise ... wie schön ist das XL-Alter!

Herzlichst Ihr

Correctum-Verlag

E. Killing-Overhoff

Verliere nie den Glauben an die Sonne,

auch wenn Sie sich hinter Wolken verbirgt.

(unbekannt)

Artur Stoffer

Versicherungsfachmann (BWV)

Gebietsvertretung der ERGO Lebensversicherung AG

Artur Stoffer

Friedrichstraße 40

44581 Castrop-Rauxel

Tel. 0 23 05 / 6 99 18 03

oder 0172 2 31 53 51

artur.stoffer@ergo.de

www.artur.stoffer.ergo.de

Termine nach Vereinbarung


4

750 Jahre Henrichenburg

Ein Dorf wird 750

Das Haus Henrichenburg

1263 gilt als Gründungsjahr des Dorfes,

denn in diesem Jahr wurde die Henrichenburg

erstmals urkundlich erwähnt. 1786

war sie baulich in so schlechter Verfassung,

dass man sie abriss und im Baumhof

neben dem Gemüsegarten ein neues Gebäude

errichtete, das heutige ›Haus Henrichenburg‹.

Der ausführende Baumeister

Kleinhaus hatte sich vertraglich verpflichtet,

Material des Schlosses für den Neubau

zu verwenden. So wurde der Hofplatz mit

›historischem‹ Schutt ausgefüllt. Die Gartenmauer,

die das neue Gutshaus von der

Landstraße abschirmte, fertigte man zur

Hälfte aus alten Sand- und Ziegelsteinen.

Und im Glockentürmchen auf dem Dachfirst

baumelte lange die ehemalige Feuerglocke

der Ritterburg.

Gemälde von Henrichenburg; Quelle Stadtarchiv

Jubiläen sind immer ein schöner Anlass, sich mit Geschichte(n) zu

befassen. Wer heutzutage durch das Dorf Henrichenburg schlendert,

dem fallen die Spuren der Vergangenheit – abgesehen vielleicht von

der alten Lambertuskirche – nicht auf den ersten Blick ins Auge. Die

ehemalige Wasserburg, deren Überreste bei Bauarbeiten im März

1994 zutage traten, hat einer unauffälligen Heckenlandschaft Platz

gemacht, und das herrschaftliche Haus Henrichenburg, bekannt als

Geburtshaus der Dichterin Hedwig Kiesekamp, versteckt sich bescheiden

hinter dichten Baumwipfeln. Doch wer die Ohren spitzt,

der kann zwischen alten Mauern und raschelndem Blattwerk noch

immer die raunenden Stimmen der Vorzeit vernehmen …

der Bauern einsetzte. Jeden Sonntag sollen

sich die Dorfbewohner unter den Linden

des Kirchplatzes versammelt und seinen

Erzählungen von der großen Welt

gelauscht haben. Doch erst Mitte des 19.

Jahrhunderts wurden die feudalen Bindungen

der Bauern und Kötter an den

Gutsherrn aufgelöst.

Eine Geschichtenerzählerin war auch

Brachts Tochter, Hedwig Kiesekamp, die

1844 das Licht der Welt erblickte. Aus ihren

Beschreibungen erfahren wir, wie das

Rittergut im 19. Jahrhundert ausgesehen

hat: Unter uralten rauschenden Kastanien

lag es nahe dem Flussufer, umgeben von

einem großen Garten. Hier wurden Kohl

und Kartoffeln, Erbsen und Bohnen angebaut.

Es gab einen Wirtschaftshof und einen

Hühnerhof mit Perlhühnern und Tauben,

Pfauen, Truthähnen, Enten und

Gänsen sowie einen Bienenstock. Am

Platz des ehemaligen Schlosses befanden

sich noch der alte Schafstall und eine mit

blühenden Goldginsterblumen übersäte

Weide. Außerdem gehörten Wiesen, Kornfelder,

eine Mühle und ein prächtiger

Hochwald zum Rittergut.

Die Märchen, die man sich damals am

knisternden Kamin erzählte, waren ebenso

bunt wie die Landschaft rund um das

Haus Henrichenburg. Sie handelten von

einem bösen Geist, der in den dunklen

Gängen der Burg sein Unwesen getrieben

Gutsbesitzerin war seit 1776 die Fürstin-

Franziska-Christine-Stiftung zu Essen-

Steele. Sie ließ das Haus Henrichenburg

von verschiedenen Pächtern bewirtschaften.

Der angesehenste unter ihnen war

Hermann Bracht, der das Gut seit 1833

mit seiner Familie bewohnte und sich als

überzeugter Demokrat gegen die Vorrechte

des Adels und für die Unabhängigkeit


750 Jahre Henrichenburg 5

habe, ehe er schließlich im Keller eingemauert

worden sei. Auch von einem Silberschatz

auf dem alten Schlossgelände

und einer Wasserhexe im Kolk, einer tiefen

Stelle im Flussbett, wurde den staunenden

Kindern berichtet.

Die Grundrisse der alten Burg werden durch Hecken nachgezeichnet.

Mit dem Einzug der Industrie veränderte

sich das Leben im Dorf nachhaltig. Der

letzte Pächter verließ das Haus im Jahr

1986, die Ländereien wurden zur Bebauung

freigegeben. Das unbewohnte Gebäude

litt unter Diebstählen, Verwüstungen

und Witterungseinflüssen. So glich es einer

Ruine, als die Stiftung es 1990 an Walter

Volz verkaufte, der es von Grund auf

renovieren und altengerecht umgestalten

ließ. Heute dient das denkmalgeschützte

Haus an der Freiheitstraße als Mehrfamilienhaus.

Mit den alten Mauern haben

auch die Geschichten aus verwunschener

Ritterzeit die Jahrhunderte überdauert.

750 Jahre Henrichenburg

Im Sommer wird das Dorf Henrichenburg

stolze 750 Jahre alt. Grund für eine richtig

große Party! Eingebunden ist die Jubiläumsfeier

in das Schützenfest des Allgemeinen

Bürger-Schützen-Vereins (ABSV) vom

20. bis 22. Juli. Am Sonntag präsentieren

sich die lokalen Vereine und Institutionen

von 11 bis 15 Uhr auf der Festwiese an der

Lambertstraße. Um 16 Uhr beginnt dann

der große Umzug durch den Ortskern.

Weiter geht es am Abend mit dem Schützenball

im Festzelt.

… das Haus Henrichenburg heute

Verwunschenes Fleckchen …


6

Henrichenburg

Erinnerungen in Versform

Hedwig Kiesekamp

Heimweh

Warum bin ich weggezogen

aus der Heimat friedumhegt?

Wie der Brandung wilder Wogen

ist die große Stadt bewegt.

Welch Gedränge, welch Gebrause

nirgends Stille, nirgends Ruh,

nirgends Schatten, kein Zuhause.

Ach, es schnürt die Brust mir zu.

Angstvoll forsch ich hin und wieder

keine Seele, die mich kennt.

Kalt durchschauert’s meine Glieder.

Keins, das meinen Namen nennt.

Bin verlassen im Gewühle

dieser Öde ringsumher,

wie der Bach aus Waldeskühle,

der verrinnt im wilden Meer.

In ihren Erinnerungen sind die Wälder tief

und die Wiesen mit leuchtenden Blumen

übersät, Kornfelder wogen, Kastanien rauschen

und die klare, fischreiche Emscher

erzählt gurgelnd von Wasserhexen und anderen

Sagengestalten … Wirklich wahr

oder nur geträumt, wer weiß das schon?

Bei Hedwig Kiesekamp erstrahlt die Vergangenheit

in einem goldenen Licht.

Hedwig Kiesekamp – die Straße kennt

man, doch nur wenige wissen, wer sich

hinter dem Namen verbirgt. Dabei nennen

Literaturexperten sie in einem Atemzug

mit schriftstellerischen Größen wie Annette

von Droste-Hülshoff. Denn die gebürtige

Henrichenburgerin (1844–1919) war

nicht nur eine begnadete Sängerin, sondern

– schon zu Lebzeiten – auch eine

überaus angesehene Heimatdichterin.

Am 21. Juli 1844 wurde Hedwig Carolina

Theodora Maria Huberta Philomene auf

Haus Henrichenburg geboren. Als eines

von sieben Kindern des Gutspächters Hermann

Bracht wuchs sie behütet inmitten

der ländlichen Idylle auf. Schon als junges

Mädchen liebte sie die Sagen und Mären

des Emscherbruchs und übertraf ihre Mitschüler

an Fantasie und künstlerischer Begabung.

Doch die glückliche Jugendzeit

nahm mit dem Tod des Vaters ein jähes

Ende: Hedwig Bracht musste mit nur 15

Jahren ihr Dorf verlassen und besuchte

für ein Jahr eine Klosterschule der Ursulinerinnen

in Belgien, ehe sie nach Westfalen

zurückkehrte. Hier vermählte sie sich

1864 mit dem Mühlenbesitzer und späteren

Kammerpräsidenten Wilhelm Kiesekamp

zu Münster.

Den Rest ihres Lebens sollte Hedwig Kiesekamp

in der Domstadt verbringen, doch

ihre rastlosen Gedanken stahlen sich immer

wieder zurück zum Ort ihrer Kindheit.

Ihre Erinnerungen brachte die junge

Frau – zunächst für ihre eigenen Kinder –

in Versform oder als Kurzgeschichten zu

Papier. Als Autorin verfasste sie teils unter

den Pseudonymen ›L. Rafael‹ und ›Helene

Kordelia‹ Erzählungen, Lyrik, Dramen

und Jugendliteratur. Geschildert

werden das bäuerliche Leben, ausgelassene

Feste, die Launen skurriler Dorfbewohner.

Oft vermischt sich die Realität mit

märchenhaften Motiven. In allen Dichtungen

ist die Sehnsucht nach der Heimat allgegenwärtig.

Anerkannt war Hedwig Kiesekamp auch

als Konzert- und Oratoriensängerin. Zeitgenossen

lobten ihre Stimme als ›glockenklar‹

und ›seelenrein‹, bedeutende Komponisten

wie Max Reger und Johannes

Brahms schrieben Lieder für sie und zählten

zu ihren Freunden. Darüber hinaus

nutzte die ungewöhnliche Künstlerin ihren

Einfluss und Reichtum, um selbst aufstrebende

Talente zu fördern.

Die Liebe zu Henrichenburg begleitete

Hedwig Kiesekamp ein Leben lang. Entsprechend

schmerzhaft erlebte sie die industrielle

Wandlung der Region bei späteren

Besuchen des Elternhauses: Zechen

waren abgetäuft, Kanäle gegraben, Straßen

und Flüsse wie die Emscher begradigt

worden. Die goldene Idylle des alten Dorfes,

der Ort ihrer Sehnsucht existierte bald

nur noch auf dem Papier.

Am 2. März 1919 starb Hedwig Kiesekamp

in Münster. Ihr Wunsch, in Henrichenburg

begraben zu werden, erfüllte sich nicht. An

der Westmauer des Zentralfriedhofs in

Münster erinnert ein Gedenkstein an die

große Heimatdichterin, die es geschafft

hat, eine (fast) vergessene Welt mit rauschenden

Wäldern, gurgelnden Flüssen

und Wassernixen lebendig zu erhalten.

In der Sommernacht

Sommernacht lag ausgebreitet

Über Fluren, Wald und Hain.

Sinnend saßen wir zusammen,

Tiefe Stille wob uns ein!

Sehnend trank ich deine Blicke,

Bis mein Sinn in dir ertrank,

Und mein Herz zum tiefen Grunde

Deines Herzens niedersank.

Heute erinnert nur noch ein

Straßenname an

Hedwig Kiesekamp

© Foto: Quelle Wikimedia (Fritz Abshoff: Bildende Geister. Band 1. Vestergaard, Berlin 1905)


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Henrichenburg 7

Hamburg – Holdorf – Henrichenburg

Das Henrichenburger Gewerbegebiet bietet einen abwechslungsreichen Branchenmix: Baugewerbe,

Sport und Fitness, Dienstleister und, und, und – vom Kleinbetrieb über mittelständische Unternehmen

bis zur Niederlassung einer europaweit agierenden Firmengruppe. Die ray facilities management group

ist seit zehn Jahren auch im Herzen des Ruhrgebiets vertreten.

Gebäudereinigung, Wartung und Gebäudetechnik,

Sicherheitsdienstleistungen, kaufmännisches

Gebäudemanagement, Unternehmerüberlassung

– unter der bekannten

Dachmarke ›ray‹ vereinigen sich sämtliche

Facetten modernen Facility Managements.

Angefangen hat alles 1975 in Hamburg mit

der Gründung eines klassischen Reinigungsunternehmens.

1996 wurde das niedersächsische

Holdorf Sitz der Nils Bogdol

GmbH – so der ursprüngliche Firmenname.

Sukzessive wurden in den folgenden Jahren

Arbeits- und Einsatzgebiete ausgebaut,

wobei insbesondere die Erweiterung

des Servicespektrums in Castrop-Rauxel

und Umgebung, wie z. B. mit der Industriereinigung

und den Sicherheitsdiensten,

bedeutend waren. Heute zählt die Firmengruppe

insgesamt mehr als 3.000 Mitarbeiter,

generiert einen Umsatz von mehr als

40 Mio. Euro und operiert mit europäischen

Partnerunternehmen grenzübergreifend

auf hohem Niveau – immer auch

auf dem neuesten Stand betriebswirtschaftlicher

und umwelttechnischer Zertifizierungen.

Das Hauptquartier: der restaurierte historische

Bahnhof in Holdorf

Tipp: Kennen Sie ›Tante Klaras Haushaltstipps‹?

Unter diesem Namen brachte ray

vor drei Jahren eine eigene, kostenlose

App auf den Markt und macht das professionelle

Wissen des Gebäudereinigerhandwerks

für den heimischen Haushalt und

das Smartphone nutzbar.

Die Henrichenburger Niederlassung

www.ray.de

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›Architekt‹ für die Zukunft

Neben Beruf, Familie und Freizeitstress fehlt meist die Lust, sich auch noch mit komplizierten Versicherungsangelegenheiten

auseinanderzusetzen. Andererseits wollen wir uns natürlich für den Ernstfall absichern.

Abhilfe schaffen die Experten der Allianz-Agentur in Henrichenburg: Seit 2006 stehen sie Privat-

und Geschäftsleuten in allen Fragen rund um Versicherungsschutz und Vorsorge zur Seite.

»Bei Neukunden mache ich zuallererst eine

Bestandsaufnahme: Welche Absicherung

ist vorhanden, was möchte der Kunde

und wie können wir seine Wünsche

abdecken?«, erzählt Ralph Kopschek, der

das Geschäft im Januar letzten Jahres

übernommen hat. »Dabei liefert mir die

berufliche und familiäre Lebensplanung

wichtige Hinweise: Soll ein Haus gekauft

werden, müssen wir über eine Baufinanzierung

sprechen? Wie sieht es mit der privaten

Altervorsorge aus? Wird eine Unfalloder

eine Gebäudeversicherung benötigt?

Wir schauen, wo die Reise hingehen soll,

und begleiten unsere Kunden auf den verschiedenen

Etappen. In diesem Sinne sind

wir ›Architekten‹ für die Zukunft.«

Als größter Versicherer in Deutschland

stellt die Allianz-Agentur Spezialisten für

jeden Bereich – es gibt keine Fachfrage, die

nicht beantwortet werden kann. Gleichzeitig

hat die Hauptvertretung vor Ort viele

Handlungsmöglichkeiten in

puncto Beratung und Kundenservice.

»Beispielsweise können

wir Schäden selbst regulieren

und dabei zeitlich

flexibel vorgehen: Wenn jemand

freitagabends in einem

dringenden Schadensfall anruft,

stehen wir samstagmorgens

auf der Matte!«

Menschen, nicht Zahlen bilden

für den engagierten Versicherungsfachmann

den Mittelpunkt

seiner Arbeit. Vielleicht

reicht sein Kundenstamm deshalb über

Henrichenburgs Grenzen weit hinaus: Aktuell

betreut Ralph Kopschek Klienten im

ganzen Raum Dortmund und sogar einen

in Bayern. »Vertrauen ist das A und O.

Meine Kunden sind nicht in erster Linie

bei der Allianz versichert, sondern bei mir

persönlich!«

Ralph Kopschek ist ›Architekt‹ für die Zukunft.

Ralph Kopschek

Allianz-Hauptvertretung

Freiheitstraße 9 · 44581 Castrop-Rauxel

Tel. 0 23 67 / 1 81 38 99

www.kopschek.de


8

Henrichenburg

Die Schatzjäger von Henrichenburg

Eine ›Flunker-Legende‹ von Jule Springwald

Vor langer Zeit bauten die Römer Heerstraßen

kreuz und quer durch Germanien,

um ihre Truppen und den Nachschub dafür

schneller befördern zu können und immer

größere Gebiete zu erobern. Zwei dieser

Heerstraßen kreuzten sich dort, wo

heute unsere schöne Stadt Castrop steht.

Dort legten sie ein Lager für Nachschub

an. Viele hundert Jahre wurde dieses Lager

von verschiedenen Heeren als Stützpunkt

genutzt, und von allen wurden auch

geheime Karten dort versteckt …

Der Zahn der Zeit nagte an den Gebäuden,

und heute kann man die Überreste, die bei

Ausgrabungen gefunden wurden, nur noch

in einem Museum betrachten.

Einmal aber kam ein besonderer Fund zutage,

den Kinder beim Spielen machten.

Ein Stück Holz mit seltsamen Zeichen, die

fast aussahen wie Wege auf einer Karte,

faszinierte sie so, dass sie es mit nach Hause

nahmen.

Am nächsten Tag nach der Schule trafen

sie sich wieder und versuchten, die ›Karte‹

zu entschlüsseln. Sie legten sie neben

eine alte Karte von Castrop und entdeckten

Ähnlichkeiten im Wegesverlauf.

Am Wochenende fuhren sie mit ihren

Fahrrädern die ›Strecke‹ ab, die sie entdeckt

hatten. Sie führte am Kanal entlang

bis nach Henrichenburg zum ›Toten Arm‹.

Dort entdeckten sie in einem Wäldchen einen

Erdhügel, der eine seltsame Form hatte.

Vorsichtig fingen sie an, mit ihren Händen

zu graben und stießen bald auf

Widerstand. Ohne Werkzeug war hier kein

Weiterkommen. Für das nächste Wochenende

verabredeten sie sich an derselben

Stelle, und jeder sollte etwas zum Schaufeln

bzw. zum Abtransport der Erde mitbringen.

Sie waren ganz aufgeregt, aber

keiner von ihnen erzählte von ihrem Fund.

Am folgenden Samstagmorgen trafen sie

schon früh am ›Toten Arm‹ ein, der eine

mit einer Kinderschaufel, ein anderer mit

einem Eimer, der nächste mit dem Gartenwerkzeug

aus Mutters Frühbeet und der

letzte – ! – mit zwei Flaschen Saft und ein

paar Butterbroten. Und es stellte sich heraus,

dass das eine gute Idee gewesen war,

denn das Ausgraben von irgendetwas ist

meistens schwerer, als etwas einzugraben,

so dass es ziemlich lange dauerte, bis die

Kinder etwas erkennen konnten. Erschöpft

machten sie eine Pause und aßen

und tranken. Dann ging es weiter. Sie waren

schon so tief gekommen, dass der

Kleinste von ihnen sich in die Grube stellen

konnte, die sie gegraben hatten, und

zwar ohne dass man ihn von Weitem hätte

sehen können. Er nahm die Kinderschaufel

und stieß in die Wand neben sich

und konnte tatsächlich quer graben. Am

Abend betrachteten die Kinder ihr Werk

und stellten fest, dass sie einen alten Anker

ausgegraben hatten, der dort vielleicht

nach einem Schiffsunglück vergessen worden

war. Aufgeregt erzählten sie zu Hause

ihren Eltern von dem Fund und der

Schatzkarte … Und der Vater von dem

Jüngsten, ein Zimmermann, musste

schmunzeln – die vermeintliche Schatzkarte

war ein Stück von einem Baum, in

das die Holzwürmer ihre Gänge gebohrt

hatten, und zufällig glichen die Wege der

Würmer den Straßen in Castrop: bis zum

Kanal in Henrichenburg.


Ausbildung 9

Startschuss Richtung Zukunft

»Nie ist das menschliche Gemüt heiterer gestimmt, als wenn es seine richtige Arbeit gefunden hat.«

Alexander von Humboldt (1769–1859)

© Foto: Fotolia

Top Ten der beliebtesten Ausbildungsberufe

im IHK-Bezirk NRW (Stand 31.12.2011)

Frauen:

Industriekauffrau

Kauffrau im Einzelhandel

Verkäuferin

Bürokauffrau

Bankkauffrau

Kauffrau im Groß- und Einzelhandel

Kauffrau für Bürokommunikation

Hotelfachfrau

Kauffrau für Versicherung und Finanzen

Mediengestalterin in Digital und Print

Männer:

Industriemechaniker

Elektroniker für Betriebstechnik

Industriekaufmann

Kaufmann im Groß- und Außenhandel

Kaufmann im Einzelhandel

Fachinformatiker

Fachkraft für Lagerlogistik

Verkäufer

Koch

Mechatroniker

Die Entscheidung für den zukünftigen Beruf wird von vielen Faktoren

beeinflusst, wie zum Beispiel Karrierechancen, Höhe des

Gehalts, Entfernung zum Betrieb und, und, und. Dabei sollten

aber insbesondere die eigenen Stärken und Interessen eine Rolle

spielen. Was kann ich? Was liegt mir? Was fällt mir leicht? Womit

tue ich mich schwer? »Wähle einen Beruf, den du liebst, und du

brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten«, sagte

schon Konfuzius. Diesen Beruf zu finden ist vermutlich leichter

gesagt als getan. Vielmehr lassen wir uns gern von Vorbildern leiten,

wählen Arbeitsfelder, die bekannt und vertraut sind, statt

auch unbekannten Tätigkeiten

auf den Grund zu

gehen. Dementsprechend

wird nur ein Bruchteil

von den derzeit rund

350 anerkannten Ausbildungsberufen

überhaupt

in Anspruch genommen.

Und das ist schon schade,

denn hinter so mancher

exotisch anmutender

Berufsbezeichnung versteckt

sich ein enorm

spannendes und vielfältiges

Arbeitsgebiet mit interessanten

Aufstiegschancen.

Arbeitszeit

ist Lebenszeit

Soziale Kompetenz wurde

lange vor allem von den

Bewerbern eingefordert,

doch mittlerweile bieten

auch die Unternehmen

selbst sogenannte ›Soft Skills‹, um für junge Menschen attraktiv

zu werden. Denn die fragen heute längst nicht mehr allein nach

Karrierechancen und finanziellen Perspektiven. Einem Großteil

ist es zudem wichtig, die Arbeit mit Freizeit und Familie vereinbaren

zu können. Gerade letzteres steht hoch im Kurs. Werte wie

Glück, Zufriedenheit, Beziehung und Kinder nehmen an Bedeutung

zu. Da lohnt es, bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz

auch hier einen genauen Blick auf den Betrieb zu werfen. Wie flexibel

ist mein potentieller Arbeitgeber in Bezug auf Teilzeitbeschäftigung,

›Jobsharing‹ oder Elternzeit? Gibt es in der Firma

meiner Wahl vielleicht sogar eine Kinderbetreuung? Welche Regelungen

bestehen für Überstunden? Arbeitszeit ist wertvolle Lebenszeit,

die nicht ›abgearbeitet‹ werden, sondern begeistern, erfüllen

und herausfordern soll. Gleichzeitig wird auch dem Leben

nach Feierabend ein hoher Stellenwert beigemessen. Firmen, die

hier punkten und ihren Angestellten Freiräume lassen, freuen

sich in der Regel über zufriedenere und effektivere Mitarbeiter!

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Ausbildung

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Ausbildung bei der Sparkasse Vest Recklinghausen

›Das gefällt uns!‹

Wer hat die Hausaufgaben verstanden? Wann und wo treffen wir uns

zur Gruppenarbeit? Wie schreibe ich eine Bewerbung? Für die junge

Generation ist der Umgang mit neuen Medien selbstverständlich,

und was früher noch am Telefon besprochen wurde, wird heute

schnell per Pinnwandeintrag über Facebook kommuniziert. »Gerade

das Thema Social Media wird bei der Nachwuchsförderung immer

wichtiger – um gute Kolleginnen und Kollegen zu gewinnen, müssen

wir auch online interaktiv sein«, so Birgit Gawlik, Ausbildungsleiterin

der Sparkasse Vest Recklinghausen.

Über 12.500 Fans

Das Ganze ist ein Selbstläufer: Jeder

Mausklick auf den ›gefällt mir‹-Button

holt potenziell neue ›Freunde‹ mit ins Boot

– inzwischen zählt die Sparkasse über

12.500 Fans! »Zunächst hielten viele Facebook

für eine Spielerei, aber darüber sind

wir längst hinaus«, so Stefan Fokken

(Marketing). »Immerhin erreichen wir

über das Netz rund 200.000 Nutzer, und

die Kunden können sich ihrerseits zu jeder

Tages- und Nachtzeit an uns wenden.« Mine

Öziri, im Vorstandsstab für die Facebook-Redaktion

zuständig, ergänzt: »Das

Internet kann und soll die traditionellen

Kanäle der Kommunikation nicht ersetzen.

Aber gerade die für uns so wichtige

Zielgruppe der 18- bis 24-Jährigen erreichen

wir dort besonders gut.«

Bunt und abwechslungsreich

Am 1. August 2013 werden erneut 28 junge

Menschen bei der Sparkasse Vest mit einer

Ausbildung zum Bankkaufmann bzw.

zur Bankkauffrau ins Berufsleben starten.

Neben Berufskolleg und dem praktischen

Einsatz in einer der 70 Geschäftsstellen

werden die Azubis in unterschiedlichste

freiwillige Projekte eingebunden, von der

Einführungswoche über die Werbekampagne

bis hin zur Jobmesse. »Ich hätte mir

die Ausbildung nicht so bunt und abwechslungsreich

vorgestellt«, lächelt Jill Zmyslony

(2. Jahr) aus Castrop-Rauxel.

Für junge Leute, von jungen Leuten

Seit über zwei Jahren ist das Unternehmen

bei Facebook präsent. Innerhalb der

zentralen Sparkassenplattform wird der

Bereich für Auszubildende aktuell weiter

ausgebaut. Diente das Netzwerk anfangs

rein informativen Zwecken, soll der Auftritt

nun interaktiv und dynamisch werden:

Interessenten können sich direkt zum

Bewerbungsformular durchklicken oder

selbst gedrehte Videos von Auszubildenden

anschauen. ›Für junge Leute von jungen

Leuten‹ lautet die Devise. »Da bekommt

man dann viele nette Kommentare

zu hören«, grinst Andre Heselmann (2.

Jahr), »von der Gratulation zur bestandenen

Prüfung bis hin zu ›Junge, bist du

groß geworden, der Anzug steht dir gut‹.«

»Hier trifft man auch mal den Vorstand auf

dem Flur«

Gemeinsam mit ihren Kollegen hat sie am

Dreh der Mini-Videos für die neue Facebook-Seite

mitgewirkt. Mehrere kurze

Statements sollen die User neugierig machen.

»Jetzt wissen wir, wie schwer es ist,

sich vor der Kamera nicht zu verhaspeln«,

schmunzelt Andre Heselmann. »Ich werde

meinen Satz jedenfalls nicht so schnell vergessen

– so oft, wie ich ihn gesagt habe.«

Das können Birgit Gawlik und Vorstandsvorsitzender

Dr. Michael Schulte nur bestätigen

– beide mussten sich ebenfalls vor

der Linse bewähren. »Das ist das Schöne

an unserem Unternehmen«, finden die

Auszubildenden. »Hier trifft man auch

mal den Vorstand auf dem Flur. Und die

Jüngeren werden jederzeit von den Älteren

unterstützt – ob vor Ort oder bei Facebook!«

Beim Dreh des Mini-Videos für die Facebook-Seite

www.sparkasse-re.de/ausbildung

www.facebook.com/sparkasse.re

Veranstaltung:

2. Azubi-Speed-Dating der IHK NRW

03.07., 9–15 Uhr, Vestlandhalle Recklinghausen

50 Unternehmen laden zum ›Kennlern-Flirt‹


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Ausbildung 11

TÜV NORD Bildung bietet nun auch Angebote aus den Bereichen Kraftverkehr,

Lager, Logistik und Kfz-Mechatronik an

Gestärkt in die Zukunft

Seit 1990 wird im Dattelner Bildungszentrum von TÜV NORD Bildung ausgebildet, umgeschult und weiterqualifiziert.

Seit dem 1. April werden auch einige Seminare und Weiterbildungen der ehemals auf

dem Nachbargrundstück ansässigen Kalka Bildungsgesellschaft von TÜV NORD Bildung angeboten.

Damit betreuen am Standort nun 55 Mitarbeiter knapp 400 Teilnehmer in rund 20 gewerblichen und

technischen Berufsfeldern. »Alle Maßnahmen werden in altbewährter Form weitergeführt«, versichert

Leiterin Karen Härtling.

Für junge Menschen ohne Ausbildungsplatz

oder Arbeitnehmer, die nach Betriebsschließungen

oder Stellenkürzungen

auf der Straße stehen, ist TÜV NORD Bildung

oft der letzte Rettungsanker, um der

Langzeitarbeitslosigkeit zu entrinnen und

den Arbeitsmarkt (zurück)zuerobern. Einen

Schwerpunkt bildet seit langem der

Bereich der Metall- und Elektrotechnikberufe.

Durch die Eingliederung von einem

Teil der Angebote der Kalka GmbH können

nun auch die Sparten Kraftverkehr,

Lager, Logistik und Kfz-Mechatronik als

Verbundausbildung, Umschulung und Zusatzqualifikation

angeboten werden.

Erster Ansprechpartner sind in der Regel

die Agentur für Arbeit und die Jobcenter,

die den Arbeitssuchenden für eine Maßnahme

vorschlagen müssen. Bisweilen

kommen aber auch Firmen auf das Bildungszentrum

zu, um z. B. den Schweißerschein

der Belegschaft auffrischen zu lassen

oder Teile der eigenen Ausbildung

auszulagern. An der Castroper Straße werden

die Teilnehmer durch Fachausbilder

und Sozialpädagogen unterstützt. »Wir begleiten

Amtsgänge, beraten bei finanziellen

Problemen, geben Stützunterricht und

unternehmen alles Menschenmögliche, damit

die Maßnahme zum erfolgreichen Abschluss

kommt«, erzählt Karen Härtling.

»Wenn es sein muss, holen wir Langschläfer

sogar morgens aus dem Bett!« Auszubildende

können sich im Rahmen eines

Praktikums pro Ausbildungsjahr im Arbeitsalltag

bewähren. »Damit haben wir

positive Erfahrungen gemacht: Wer wirklich

will, bekommt auf diesem Wege meist

eine Anschlussbeschäftigung.«

Insbesondere in der Hafenlogistik bestehen

gute Zukunftsaussichten, denn hier

sind Ausbildungsstellen rar gesät. »Keine

Sorge – Sie müssen dafür nicht an die

Nordsee ziehen«, weiß Bildungsberater

Sven Kramer. »Jobs gibt es auch an den

Kanalhäfen in Duisburg oder Dortmund.«

Im Fach Lagerlogistik können die Mitarbeiter

z. B. in Baumärkten oder Möbelhäusern

unterkommen. Auch im Güter- und

Personenverkehr wird ständig qualifiziertes

Personal gesucht. »Mit einem LKW-

Führerschein allein werden Sie auf dem

Markt keine Anstellung finden, denn damit

dürfen Sie nicht gewerblich fahren geschweige

denn Gefahrengüter transportieren.«

Aus diesem Grunde bietet TÜV

NORD Bildung eine Ausbildung oder eine

sechsmonatige Zusatzqualifizierung zum

Kraft- bzw. Busfahrer an. »Hier verzeichnen

wir eine fast 100-prozentige Vermittlungsquote

in den ersten Arbeitsmarkt!«

Trainiert wird mit eigenen Fahrzeugen auf

dem 5.000 Quadratmeter großen Rangierparcours.

Dabei zeigt sich, dass der Kraftfahrer

längst keine reine Männerdomäne

mehr ist! »Es gibt immer mal wieder Frauen,

die sich für diesen Beruf interessieren«,

so Sven Kramer. »Erst kürzlich haben

wir eine nach Coesfeld vermittelt. Der

dortige Spediteur war sehr zufrieden!« In

der modernen, mit neun Hebebühnen ausgestatteten

Werkstatt werden nicht nur

die angehenden Kfz-Mechatroniker für

Nutzfahrzeuge ausgebildet. Auch künftige

Bus- und Kraftfahrer erlangen hier wichtige

Einblicke in die Basics der Fahrzeugtechnik.

»In einer Branche, in der Zeit

Geld ist, eine wichtige Voraussetzung.«

Eine attraktive Zusatzoption ist der Meistertitel

für Kraftverkehr und Logistik, der

in einer siebenmonatigen Vollzeitqualifikation

erworben wird. »Da Ausbildung für

die Firmen immer interessanter wird, werden

dringend Meister gesucht, hier

schließt sich der Kreis«, so Karen Härtling.

»Gerne beraten wir Sie zu den unterschiedlichen

Fördermöglichkeiten!«

TÜV NORD Bildung GmbH & Co. KG

Bildungszentrum Datteln

Castroper Str. 241 · 45711 Datteln

Tel. 0 23 63 / 73 37 13


12 Ausbildung

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Bankkauffrau/-mann bei der Volksbank Castrop-Rauxel

›Jeder hat etwas, das ihn antreibt.‹

Bankkauffrau oder Bankkaufmann – wer glaubt, bei diesem ›Klassiker‹ unter den Ausbildungsberufen

drehe sich alles nur ums Geld, liegt falsch. Denn gerade in den letzten Jahrzehnten ist vor allem der

Bankkundenberater zu einem persönlichen Ansprechpartner für die gesamte finanzielle Lebensplanung

geworden. »Kommunikativ und aufgeschlossen muss man sein«, weiß Michael Pilzecker, Leiter der Personalentwicklung

der Volksbank.

Ausbildung und Aussichten

Der Beruf ›Bankkauffrau/-mann‹ hat somit

eine ganze Menge zu bieten. Er ist

vielseitig und anspruchsvoll, interessant

und abwechslungsreich. Der tägliche Kontakt

zu vielen Menschen, modernste Kommunikationstechnik

und vielversprechende

Aufstiegsmöglichkeiten sind weitere

Gründe, weshalb auf den Wunschlisten

vieler Berufsstarter dieser Beruf ganz

oben steht. Die Ausbildung dauert in der

Regel 2,5 Jahre. In dieser Zeit lernt man

die Arbeit in der Zweigstelle, der Kreditabteilung,

der Vermögensberatung und des

Zahlungsverkehrs kennen. Der Berufsschulunterricht

umfasst die Lernfelder:

Allgemeine Wirtschaftslehre, Bankbetriebslehre

und Rechnungswesen. Betriebliche

Seminare dienen der praxisbezogenen

Vertiefung der Ausbildungsinhalte

und der gezielten Prüfungsvorbereitung.

Auf einen Blick

Ausbildung: Wer bei der Volksbank Castrop-Rauxel

die Ausbildung zur/ zum Bankkauffrau/- mann

startet, den erwarten 2,5 abwechslungsreiche Ausbildungsjahre:

praktische Ausbildung in allen Bereichen

der Bank, Blockunterricht in der Berufsschule,

innerbetriebliche Seminare und

Schulungen.

Ausbildungsvergütung: Die Ausbildungsvergütung

liegt im 1. Jahr bei ca. 850 Euro, im 2. bei ca.

920 Euro und im 3. dann sogar bei ca. 980 Euro.

Neben 30 Tagen bezahlten Urlaub bietet die

Volksbank Vermögenswirksame Leistungen (VL)

und weitere attraktive Extras.

Karriere: Neben guten Karrierechancen bietet die

Volksbank ein breitgefächertes Jobangebot in den

unterschiedlichen Bereichen der Bank. Außerdem

werden nach der Ausbildung berufsbegleitende

Studiengänge zum Bankfachwirt / Bankbetriebswirt

oder Bachelor of Arts gefördert.

Voraussetzungen

Die Bewerber sollten kommunikativ und

kontaktfreudig sein, Interesse an wirtschaftlichen

und politischen Zusammenhängen

zeigen. Der Slogan ›Wir machen

den Weg frei‹ ist für die Volksbank Castrop-Rauxel

Anspruch und Verpflichtung

zugleich, denn sie berät ihre Kunden bei

der Verwirklichung persönlicher Lebensziele.

Das erfordert verantwortungsbewusste

Mitarbeiter, die mit viel Engagement

und Fingerspitzengefühl optimale

Finanzkonzepte für jeden Kunden entwickeln.

»Wenn die Chancen, die wir unseren

Auszubildenden bieten, konsequent genutzt

werden, stehen den jungen Leuten

alle Türen für eine erfolgreiche Bankerkarriere

offen«, weiß Michael Pilzecker

aus Erfahrung. »Die meisten Führungskräfte

unseres Hauses haben ihren Berufsweg

genauso begonnen. Mit einer Ausbildung

bei der Volksbank.«

Karriere nach Maß

»Bei uns gehen Sie Ihren individuellen

Weg, ganz nach Wunsch, Neigung und Lebensplanung,«

erläutert Michael Pilzecker.

»Aufgrund ihrer Modularität bietet Ihnen

die klassische Trainee-Ausbildung einen

Bildungsweg mit freier Einteilung der Intervalle

– ideal für eine Verzahnung von

Laufbahn– und Familienplanung. Am Beginn

jeder Karriere steht hier die klassische

Banklehre, die durch alle Bereiche

unseres Hauses führt. Als Bankkaufmann

oder Bankkauffrau üben Sie einen spannenden,

abwechslungsreichen Beruf aus,

bei dem Sie z. B. als Kundenberater Verantwortung

mit der Freude am Umgang

mit Menschen verbinden. Wer weitergehende

Herausforderungen sucht, kann

sich für unser modulares Trainee-Programm

qualifizieren und nach bestandener

Aufnahmeprüfung eine Weiterbildung

anschließen, um Spezialaufgaben etwa im

Anlage- oder Kreditgeschäft zu übernehmen

oder später als Führungskraft der

Volksbank zu arbeiten.

Neu ist hier unser Angebot zum Bachelor-

Studium, eine Erweiterung unseres Trainee-Programms

um einen akademischen

Abschluss, den ›Bachelor of Finance & Management‹.

Das Genosssenschaftliche Bankführungsseminar

schließlich befähigt besonders

qualifizierte Kollegen gar zu Führungsaufgaben

in den obersten Hierarchieebenen

bis hin zur Bankleitung.

Bei der Volksbank Castrop-Rauxel stehen

Ihnen alle Wege offen.«

Weitere Infos auf

www.dovoba.de


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Ausbildung 13

Ausbildung bei Rütgers

Blick über die Schulter(n) von Julia, Jan und Patrick

Routiniert hantiert Patrick Kunert im Labor mit verschiedenen Lösungen.

Für den Laien sehen alle Flüssigkeiten gleich aus, doch der

junge Mann weiß genau, was er tut, und plötzlich beginnt sich die

Tinktur im Reagenzglas pink zu verfärben. Eine Etage tiefer steuert

Jan Strunz eine Produktionsanlage, die nur aus komplizierten Schaltern,

Hebeln und Knöpfen zu bestehen scheint. Und gleich nebenan

telefoniert Julia Haubold in fließendem Englisch mit Kunden in Japan


16 Ausbildungsplätze in fünf Berufen

Es ist beeindruckend, mit welcher Selbstverständlichkeit

die Auszubildenden ihre

Aufgaben erledigen. »Natürlich wird man

in neuen Bereichen erst einmal an die

Hand genommen«, berichten die drei.

»Aber wer eingearbeitet ist, darf selbstständig

arbeiten, dem wird vertraut.« Und

dieses vertrauensvolle Miteinander ist nur

das Sahnehäubchen einer Ausbildung, die

auch fachlich höchsten Anforderungen genügt.

Entsprechend groß ist der Ansturm

auf die 16 Ausbildungsplätze, die das Castrop-Rauxeler

Werk von Rütgers Germany

jährlich in fünf Berufszweigen (Chemikanten,

Chemielaboranten, Industriemechaniker,

Industriekaufleute und IT-Kaufleute)

bereitstellt.

»Kleinste Fehler können große Schäden

verursachen«

Jan Strunz führt mit seiner Ausbildung

zum Chemikanten eine Familientradition

fort: Seine beiden Onkel sind ebenfalls bei

Rütgers angestellt. »Ich wusste daher genau,

was auf mich zukommt.« In der chemischen

Produktion ist er für die Steuerung

und Überwachung der Systeme

zuständig. Rund 500.000 Tonnen Steinkohleteer

werden in der Raffinerie jährlich

zu Chemierohstoffen u. a. für die Aluminiumindustrie

aufbereitet. »Die Arbeit erfordert

höchste Konzentration, kleinste Fehler

können große Schäden verursachen:

Dann sitzen wir plötzlich auf 100 Kubikmetern

Ausschuss, den wir nicht mehr

verkaufen können.«

Patrick misst Laugen- und Säurenwerte.

»Es war schon immer mein Traum, mit

Chemie die Welt zu erklären!«

Als Patrick Kunert mit seiner Schule das

Rütgers Werk besuchte, war die Entscheidung

für ihn klar. »Es war schon immer

mein Traum, mit Chemie die Welt zu erklären!«

Blubbernde Reagenzgläser seien

im Chemielabor aber eher die Ausnahme,

verrät er. »Der Arbeitsalltag wird bestimmt

durch Routineanalysen und Messverfahren

zur Qualitätskontrolle und zu

Forschungszwecken.«

Jan befüllt die Anlage.

»This is Miss Haubold from Rütgers Germany!«

Apropos Verkauf: Hier ist Julia Haubold

als angehende Industriekauffrau gefragt.

Schon in ihrem zweiten Lehrjahr gibt die

Auszubildende Bestellungen auf, vergleicht

Angebote, handelt Preise mit Lieferanten

und Kunden aus. »Insbesondere

mit Partnern aus dem asiatischen Raum

hat man wegen der speziellen Aussprache

manchmal sehr ›interessante‹ Telefongespräche«,

meint sie schmunzelnd. Im Dezember

muss sie sich für einen Prüfungsschwerpunkt

entscheiden: Vertrieb, Einkauf

oder Buchhaltung. »Im Moment gibt

es für mich drei Favoriten!«

Familiäres Klima

Die Chemiebranche boomt, und ›Rütgers-

Absolventen‹ sind auf dem freien Markt besonders

begehrt. Trotzdem bleiben viele

Nachwuchskräfte ›ihrem‹ Unternehmen

treu. »Hier im Werk herrscht einfach ein

ganz spezielles, familiäres Klima«, erzählen

die jungen Männer. »Fast alle duzen sich, es

darf auch mal gescherzt werden. Und wenn

eine schwierige Prüfung ansteht, setzt sich

der Ausbilder zur Not auch noch mal mit

uns hin. So individuell werden die Azubis

anderer Unternehmen nicht betreut.« Julia

Haubold kann dem nur zustimmen:

»Dafür komme ich gerne jeden Tag aus

Bottrop nach Castrop-Rauxel.«

Julia telefoniert mit Japan.

Rütgers Germany GmbH

Kekuléstraße 30 · 44579 Castrop-Rauxel

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Planen · Bauen · Wohnen 15

Gartentipp – Zeit für Rosen!

Wir befinden uns grad’ mitten in der ›fünften‹ Jahreszeit im Garten:

Es ist Rosenzeit! Und diese Zeitspanne wird nicht nur bei uns geschätzt.

Keine Blume ist weltweit beliebter als die Rose, die Königin

der Blumen.

Vor allem alte Rosensorten sind besondere

Gartenschätze aus vergangenen Tagen,

denn ihre Farben und Formen sind einzigartig.

Manche unter ihnen sind nur ein

Mal blühend, das heißt, sie erstrahlen zwischen

sechs und acht Wochen lang im Garten

in voller Pracht. Heute bevorzugen jedoch

die meisten Gartenbesitzer mehrfach

blühende Varianten – auch hier bietet der

Markt eine große Vielfalt.

Bei Ihrer Wahl sollten Sie überlegen, ob

nicht doch ein Platz für eine historische

Rose im Garten vorhanden ist. Viele benötigen

nicht unbedingt einen vollsonnigen

Platz im Garten oder dem Balkon, die

meisten vertragen auch einen halbschattiges

Plätzchen! Rosen brauchen neben dem

richtigen Standort auch einiges an richtiger

Pflege – hier beraten Sie aber gerne alle

Fachleute.

Auch wenn wir uns natürlich alle einen

möglichst prächtigen Sommer wünschen,

so lehrt uns die Erfahrung der vergangenen

Jahre, dass starke Regenwochen keine

Seltenheit sind. Insbesondere frühblühende

Rosen leiden sichtlich unter andauernder

Berieselung von oben. Die leicht geöffneten

Blüten können sich mit dem

Regenwasser so vollsaugen, dass sie

schwer herabhängen und teilweise sogar

unschön verkleben. Die äußeren Blütenblätter

bilden dann einen Film, der sich

zusammenklebt und bräunlich wird. Der

Gartenprofi spricht hier von Mumifizierung,

weil die Blüten wie eingewickelt wirken.

Mit einem leichten Griff an die Blüte

lassen sich die äußeren Blätter jedoch

schnell entfernen und die Blüte kann sich

so noch voll entwickeln. Zu stark verklebte

Blüten schneidet man am besten ganz

aus der Pflanze. Eine Nachdüngung in der

© Foto: LVG/König

ersten Blühphase bringt einen schnellen

zweiten Flor hervor.

Weitere Informationen und den Fachbetrieb

in Ihrer Nähe finden Sie unter:

www.gaertner-in-nrw.de


16

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Planen · Bauen · Wohnen 17

Hilfe beim Check der Baubeschreibung

Offene Posten bei der Bau- und Leistungsbeschreibung oder zu viel Spielraum bei der Wahl der Baumaterialien

– deckt der zum Festpreis vereinbarte Bauvertrag nicht alle gewünschten Leistungen am neuen

Haus ab, werden private Bauherren oft mit unkalkulierten Kosten konfrontiert.

Damit der Hausbau nicht im Kosten-Chaos

endet und die Leistungsversprechen

verschiedener Anbieter konkret miteinander

verglichen werden können, bietet der

Ratgeber ›Die Muster-Baubeschreibung‹

(19,90 Euro) der Verbraucherzentrale

NRW kompetente Hilfe. Der aktualisierte

Ratgeber zeigt übersichtlich, worauf im

Vertragswerk bei den einzelnen Bauabschnitten

geachtet werden sollte: von der

Prüfung des Grundstücks über die Ausführungen

vom Keller bis zum Dach bis

hin zur Haustechnik und Innenausstattung.

Hausbauer erfahren zudem, wie sie

die vertraglichen Pflichten des Bauunternehmers

verbindlich festlegen können, damit

die eigenen vier Wände auf einem sicheren

Fundament stehen und die Kosten

nicht das Baubudget sprengen. Formulare

und Checklisten helfen dabei, eine vorliegende

Baubeschreibung auf Vollständigkeit

zu prüfen – auf Wunsch auch interaktiv

per Download.

Handwerker im Internet –

Hilfe oder Abzocke?

Ein weiterer Ratgeber der Verbraucherzentrale

beschäftigt sich mit dem Thema

›Renovierung und Reparatur‹ via Internet.

Immer mehr Internetdienste bieten Versteigerungen

von Handwerkerleistungen

an. Das Prinzip ist einfach: Kunden stellen

einen Auftrag zu den gewünschten

Konditionen in ein Portal ein und warten,

dass sich die Interessenten während der

vorgegebenen Frist gegenseitig unterbieten.

Doch was tun, wenn am Ende der Versteigerung

ein Angebot unseriös erscheint?

Haben Kunden bei mangelhafter Ausführung

der ersteigerten Leistung dieselben

Rechte wie beim Fachbetrieb vor Ort? Antworten

rund um die Handwerkerportale

bietet der Ratgeber ›Handwerker und

Kundendienste – meine Rechte und Ansprüche‹

(8,90 Euro).

Beide Ratgeber sind in der Beratungsstelle der

Verbraucherzentrale NRW erhältlich.

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Planen · Bauen · Wohnen 19

Zeitlose Schönheiten

»Fliesen sind wahre Multitalente:

schick, praktisch

und umweltschonend

– ganz gleich, ob für

das private Badezimmer,

für Küche und Wohnbereich

oder gewerbliche

Räume«, weiß Ute Held,

Fliesen Held. »Da sie

leicht zu reinigen sind,

bieten sie zudem eine

ausgesprochen hygienische Form des Bodenbelags und Wandschmucks.

Insbesondere Allergiker wissen dies zu schätzen.«

Neu in Castrop-Rauxel: »Wir führen Fliesen der Marke ›Schöner

Wohnen‹ – eine tolle Qualität passend zu jedem Einrichtungsstil.

Das Design greift die Optik von

natürlichem Sandstein, hochwertigem

Marmor oder Holz auf.

Schauen Sie einfach mal vorbei,

und lassen Sie sich inspirieren.

Wir beraten Sie gern.«

Fliesen Held

Gaswerkstraße 19

44575 Castrop Rauxel

Tel. 0 23 05 /1 22 32

www.fliesen-held.de

Küchenservice von A bis Z

Ob Kühlschrank, Kochinsel, Küchenzeile

oder maßgefertigte Einbauküche

– K&B Küchen- und

Haustechnik leistet den kompletten

Service rund um Ihre Küche.

»Besonders wichtig ist mir die kompetente

Beratung – ganz gleich, ob

Sie Ihre Küche komplett neu planen

oder lediglich etwas aufpeppen

möchten«, betont Küchenprofi

Eduard Kozielski. In den Ickerner

Ausstellungräumen finden sich jede

Menge Design-Ideen von modern

über rustikal bis lässig oder elegant. »Unsere Auswahl bietet

für jeden Geschmack und Geldbeutel die optimale Lösung.«

Die zeigt der Fachmann mit über 25-jähriger Berufserfahrung den

Kunden auch gern via 3-D-Planung am Computer auf. »Wir kommen

aber ausgesprochen gern auch zu Ihnen nach Hause. Vor Ort

sehen wir aus unserer professionellen Sichtweise viele Möglichkeiten

und architektonische Besonderheiten, die Ihnen eventuell

nicht ins Auge fallen.«

Tipp: Zum Service gehören die

fachgerechte Montage der Küchenmöbel

und Einbaugeräte

sowie Reparaturen und die

Entsorgung von Altgeräten.

K&B Küchenund

Haustechnik OHG

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20

Ratgeber

Kein Rundfunkbeitrag

im Härtefall

Tipp von der Verbraucherzentrale

© Foto: Kai Schöning; pixelio.de

Schon ein halbes Jahr hat die GEZ-Gebühr

ausgedient. Seit Januar 2013 gilt der neue

Rundfunkbeitrag. Der Vorteil: Statt bisher

für Geräte vom Fernseher bis zum

Smartphone muss jetzt für jede Wohnung

– unabhängig davon, wie viele Personen

dort leben – nur noch eine Gesamtgebühr

von 53,94 Euro pro Quartal gezahlt werden.

Doch dieser Betrag kann nicht von jedem

gestemmt werden. Was viele nicht

wissen: Personen oder Haushalte, die einer

besonderen wirtschaftlichen Härte

unterliegen, können sich von der Beitragspflicht

befreien lassen. Wer beim Beitragsservice

von ARD, ZDF und Deutschlandradio

einen Antrag auf Befreiung oder

Ermäßigung von der Beitragspflicht stellen

möchte, sollte anhand folgender Kriterien

prüfen, inwiefern ein Anspruch besteht:

• Geringes Einkommen: Personen, die

keinen Anspruch auf Sozialleistungen

haben, weil die Einkünfte die jeweilige

Bedarfsgrenze überschreiten, können

eine ›Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht

als besonderer Härtefall‹ beantragen.

Voraussetzung ist, dass die

Überschreitung geringer als die Höhe

des Rundfunkbeitrages ist. Für die Befreiung

ist ein ablehnender Leistungsbescheid

der Sozialbehörde erforderlich.

Aus dem Ablehnungsbescheid der Sozialbehörde

muss hervorgehen, um wie

viel das Einkommen den Sozialbedarf

überschreitet – das dürfen nicht mehr

als 17,98 Euro sein.

• Schwerbehindertenausweis: Menschen

mit einem Handicap, deren

Schwerbehindertenausweis mit RF gekennzeichnet

ist, zahlen seit Januar einen

ermäßigten Beitrag pro Wohnung.

Wer Sozialleistungen erhält und gleichzeitig

schwerbehindert ist, kann auf Antrag

jedoch weiterhin komplett von der

Zahlungspflicht befreit werden.

• Pflege- und Altenheim: Auch pflegebedürftige

und ältere Menschen, die dauerhaft

in einem Pflege- oder Seniorenheim

leben und dort vollstationär

betreut und gepflegt werden, müssen

keinen Rundfunkbeitrag leisten. Als

Nachweis der Unterbringung reicht für

den Beitragsservice eine Bescheinigung

der Heimleitung.

• Wohngemeinschaften: WGs und nichteheliche

Lebensgemeinschaften zahlen

nur einen Beitrag für die Wohnung –

Mehrfachbelastungen entfallen. Der Beitrag

für die Wohnung deckt auch die privaten

Autos aller Bewohner ab. Haben

bislang mehrere WG-Mitglieder Rundfunkgebühren

gezahlt, sollten die Beitragskonten

mit dem Hinweis auf den

Beitragszahler (Beitragskontonummer)

für die gemeinsame Wohnung abgemeldet

werden. Bis Ende nächsten Jahres

werden alle Beiträge, die seit Januar

2013 zu viel gezahlt wurden, vom Beitragsservice

erstattet.

Informationen erhalten Sie unter www.vz-nrw.de

oder in der Verbraucherzentrale- hier vor Ort: Mühlengasse 4 · 44575 Castrop-Rauxel


21

Vom 01.07. bis 31.08.2013

Die Praxis-Studie im Überblick

• Gesucht werden 250 Testhörer

• Informationen und Anmeldung bei:

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Tel. 0 23 05 / 2 45 39

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44581 Castrop-Rauxel

Tel. 0 23 05 - 7 33 22

Kostenlose Hotline

0800 – 324 73 46

Sammelruf

Castrop-Rauxel

02305 – 920 95 58

Vertrauen & Kompetenz

Serviceruf:

Bochum 0234 – 9586566

Essen 0201 – 2799651

Hagen 02331 – 183960

Dortmund 0231 – 6969942

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22

Gesundheit · Leben im Alter

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Spezialisten aus dem St. Rochus-Hospital informieren

Arterienverschluss kann Gliedmaßen bedrohen

»Erkrankungen, die zu einem Verschluss von arteriellen Blutgefäßen in den Beinen führen, werden oft

spät erkannt«, sagt Chefarzt Dr. Hinrich Böhner vom St. Rochus-Hospital. »Dabei ist rund jeder Sechste

im Laufe seines Lebens davon betroffen. Das liegt daran, dass Volkskrankheiten wie Bluthochdruck,

Fettstoffwechselstörungen und Diabetes sowie das Volkslaster Rauchen zu den Hauptrisikofaktoren gehören.«

Besonders betroffen sind die Zuckerkranken.

Je stärker sich bei diesen Patienten die

Schlagadern verengen, desto mehr steigt die

Gefahr, dass ein Bein verloren geht. »Häufig

ist es unglücklicherweise so, dass der

Diabetiker durch eine Nervenschädigung

auch schmerzunempfindlich ist«, erklärt der

Chirurg. »Die Kombination aus einer Druckstelle,

schlechter Durchblutung und

Schmerzfreiheit begünstigt Infektionen, die

dann das Bein bedrohen.« Von den bis zu

30.000 Patienten, denen im Jahr in Deutschland

ein Bein an Ober- oder Unterschenkel

amputiert werden muss, sind drei Viertel

Diabetiker.

Raucher, die nicht unter Diabetes leiden,

spüren dagegen typischerweise beim Laufen

Schmerzen in den Waden oder den Oberschenkeln.

»Nach einer gewissen Gehstrecke

tun die Beine weh, weil zu wenig Blut in

LOGIsch gut abnehmen!

LOGI steht für Abnehmen mit

weniger Kohlenhydraten und mehr Eiweiß.

Wer sich also LOGIsch ernährt, meidet

hohe Blutzucker- und Insulinwerte und fördert

somit den Fettabbau.

der betroffenen Muskulatur ankommt. Der

Patient muss stehen bleiben, bis der

Schmerz nachlässt«, erläutert der Gefäßspezialist,

der auch Vizevorsitzender der Gefäßgesellschaft

West ist. Der Volksmund spricht

von der ›Schaufenster-Krankheit‹, weil die

Betroffenen oft versuchen, ihr Problem zu

verschleiern und Ausreden wie das Betrachten

von Schaufenstern vorschieben.

»Beinamputationen sind unter anderem

deshalb immer wieder unvermeidlich, weil

die Symptome der Gefäßverengung oft unterschätzt

werden oder von anderen Erkrankungen

überlagert sind und deshalb

nicht rechtzeitig erkannt werden«, stellt Dr.

Böhner fest. Dabei könnten der Hausarzt

oder bei komplizierteren Fällen die Klinik

sehr einfach eine Diagnose stellen. Bei arteriellen

Verschlusskrankheiten der unteren

Chefarzt Dr. Hinrich Böhner

Extremitäten sinkt der Blutdruck in den

Beinen nämlich unter den Blutdruck in den

Armen. Wenn der Arzt die Werte in den Armen und Beinen mit

Ultraschall misst, kann er aus dem Druckverhältnis schnell das

Problem erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einleiten, die

einen Beinverlust verhindern können.

Das St. Rochus-Hospital

verfügt über einen

Schwerpunkt zur Diagnose

und Behandlung von

Gefäßerkrankungen.

Fettarm war gestern, heute ist LOGI:

• LOGI schmeckt und macht satt

• LOGI kommt ohne Kalorienzählen aus

• LOGI funktioniert (bestätigt durch das weltweit

anerkannte Zentrum für evidenzbasierte Medizin)

Einzel- und Gruppenberatung möglich

Kostenbeteiligung durch die meisten Krankenkassen

Sie wollen mit der LOGI-Methode

abnehmen? Rufen Sie mich an!

Dr. med. Sonia Tomaszewski

Ärztin für Allgemeinmedizin,

Ernährungsmedizin

Hangweg 17, 44575 Castrop-Rauxel

Tel.: 02305/96760

E-Mail: tomaszewski@praxishaus.de

Hier arbeiten Spezialisten

aus der Gefäßchirurgie,

der Radiologie, der Neurologie

und der Kardiologie

zusammen und beurteilen

gemeinsam die Situation

der Patienten.

Klinik für Allgemein- und Gefäßchirurgie

Chefarzt Dr. Hinrich Böhner

Tel. 0 23 05 / 2 94-22 01

St. Rochus-Hospital

Glückaufstraße 10 · 44575 Castrop-Rauxel

www.rochus-hospital.de


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Gesundheit · Leben im Alter 23

Ganzheitliche Therapie hilft

bei chronischem Schmerz

EvK Castrop-Rauxel bietet individuelles Behandlungskonzept für Betroffene

Rund 17 Prozent aller Deutschen sind von anhaltenden, chronischen Schmerzen betroffen. Bis sie eine

wirksame Schmerzbehandlung erhalten, vergehen für 50 Prozent der Patienten über zwei Jahre. Das ist

für die meisten eine zermürbende Zeit, die oft mit einem großen Verlust an Lebensqualität einhergeht.

Besonders schlimm ist es für die Betroffenen, wenn ihnen kein Glauben geschenkt wird und sie auch

noch als Simulanten abstempelt werden.

Um den Patienten erfolgreich zu helfen, ist

nicht nur eine sorgfältige Suche nach der

Ursache von Rücken- oder Kopfschmerzen

wichtig, sondern auch eine ganzheitliche

Behandlung, bei der mehrere Berufsgruppen

einbezogen werden, wie z. B.

Schmerzmediziner, Psychologen, Physiotherapeuten,

Pflege, Ergotherapeuten und

Seelsorger.

Eine umfassende Schmerztherapie für Patienten,

die schon länger unter Rückenschmerzen

leiden, bietet Dr. Priska Laubenthal

in der Klinik für Anästhesiologie

und Intensivmedizin am Evangelischen

Krankenhaus Castrop-Rauxel an.

Nach dem ausführlichen Patientengespräch

wird anhand unterschiedlicher Fragebögen

zunächst eine standardisierte

Schmerzanalyse durchgeführt. Daraufhin

wird für jeden Patienten ein individuelles

Therapiekonzept zusammengestellt, wobei

ein Team aus Ärzten unterschiedlicher

Fachgebiete (z. B. Anästhesie, Orthopädie,

Neurologie) eng mit anderen medizinischen

Berufsgruppen wie Psychologen,

Physio- und Ergotherapeuten, Sozialarbeitern,

Ernährungsberatern und Pflege zusammenarbeitet.

Dr. Priska Laubenthal

Ist ein stationärer Aufenthalt erforderlich,

so erfolgt die Einweisung durch den behandelnden

niedergelassenen Arzt, der

Kontakt zum Sekretariat der Klinik für

Anästhesiologie im EvK Castrop-Rauxel

aufnimmt. Eine stationäre Behandlung erstreckt

sich in der Regel über zehn Tage,

die Therapien erfolgen auch am Wochenende.

Entspannungstherapie stellt ein wichtiges Instrument der Schmerzbehandlung dar.

Klinik für Anästhesiologie

Tel. 0 23 05 / 1 02-23 21 (Sekretariat)

www.evk-castrop-rauxel.de

• Hausnotrufdienst

• Haushaltshilfen

• Fahrdienste

• Mahlzeitendienst

• Seniorenreisen

u.v.a.

nur einen Anruf weit entfernt ...

Kreisverband Recklinghausen e.V.

– Geschäftsstelle Castrop-Rauxel –

Neptunstraße 10 · 44575 Castrop-Rauxel

Fon: 0 23 05 / 3 56 20-0 · Fax: 3 56 20-66

www.kv-recklinghausen.drk.de


24

Gesundheit · Leben im Alter

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Was ist ›richtig‹, was ist ›falsch‹?

›Ethik-Moderatoren‹ zum Wohle des Bewohners

Soll ein Mensch in den letzten Wochen seines Lebens mit einer Magensonde versorgt und künstlich ernährt

werden? Wie behandelt man einen Demenzkranken, der die Medikamenteneinnahme verweigert?

Darf jemand, der schon häufiger schwer gestürzt ist, am Bett festgebunden werden?

Betreuer, Bezugspflegekräfte und Ärzte an

einem Tisch, um gemeinsam zu überlegen,

was das Beste für den Bewohner ist. Die

Moderatorin bezieht dabei keine eigene

Position, vielmehr ist es ihre Aufgabe, Fakten

zusammenzutragen und dafür zu sorgen,

dass alle Beteiligten gleichberechtigt

zu Wort kommen. Streit gilt es von vornherein

zu vermeiden – bei unlösbaren Konflikten

wird die Gesprächsrunde im Zweifelsfall

wiederholt.

Um Fragen wie diese nach bestem Gewissen

zu beantworten, müssen neben den

pflegerischen, medizinischen und rechtlichen

Aspekten auch ethische Gesichtspunkte

berücksichtigt werden. Kategorien

wie ›richtig‹ und ›falsch‹ lassen sich dann

oft nicht mehr klar trennen. Aus diesem

Grund hat der Verein katholischer Altenhilfeeinrichtungen

(VKA) einen Teil seiner

Mitarbeiter zu sogenannten ›Ethik-Moderatoren‹

qualifiziert.

Walburga Schmidt (li.)

erhält ihr Zertifikat als

›Ethik-Moderatorin‹

All diese Mitarbeiter haben an der Qualifizierung

teilgenommen.

»Ethische Fallgespräche hat es in unserer

Einrichtung natürlich schon vorher gegeben,

aber wir haben beobachtet, dass sie

immer häufiger notwendig werden, da sich

mit den Fortschritten der Medizin auch die

zu treffenden Entscheidungen verkomplizieren«,

so Anja Schmalz, Einrichtungsleiterin

im Castrop-Rauxeler Josefshaus. »In

dieser Situation dürfen und wollen wir Angehörige

und Pflegekräfte nicht alleinlassen.«

Über einen Zeitraum von 18 Monaten

veranstaltete der VKA sechs zweitägige

Blockseminare sowie ein Abschlusskolloquium.

Aus allen 19 Häusern erwarben

je zwei Mitarbeiterinnen das Zertifikat.

Eine von ihnen ist Walburga Schmidt,

Pflegedienstleitung im Josefshaus. Sie

weiß: »Natürlich kann jeder Mensch eine

Patientenverfügung unterschreiben, allerdings

beschränkt sich das ethische Problem

selten auf die schlichte Frage, ob eine

Wiederbelebungsmaßnahme eingeleitet

werden darf oder nicht, es gibt viele Grauzonen.

In solchen Fällen kommen wir Moderatoren

ins Spiel.« Beim ethischen Fallgespräch

versammeln sich Angehörige,

»Es geht nicht darum, wer recht hat, vielmehr

wollen wir herausfinden, was der

mutmaßliche Wille des Bewohners ist und

wie wir sein Wohlbefinden optimieren können.

Außerdem hat die Erfahrung gezeigt,

dass das, was sich die Familienangehörigen

wünschen, nicht unbedingt im Sinne

des Bewohners sein muss.« Dafür möchte

Walburga Schmidt alle Beteiligten sensibilisieren.

Wichtige Anhaltspunkte liefern

ihr die Biografie des Betroffenen, aber

auch medizinische Dokumentationen und

Berichte, die zeigen, welche Entscheidungsfähigkeit

der Mensch trotz seiner

Erkrankung oder Altersschwäche noch besitzt.

»Zusammen schauen wir, wie es weitergehen

kann und welche Wege es neben

den offensichtlichen Lösungen gibt.«

Am Ende soll die Entscheidung rational

vertretbar und ethisch verantwortbar sein

– für die Versammelten oftmals ein Drahtseilakt.

Hier kann es von Vorteil sein,

wenn der eingesetzte Ethik-Experte nicht

aus derselben Einrichtung wie der Bewohner

stammt, d. h. nicht emotional in den

konkreten Fall verwickelt ist. Zusammen

bilden die 38 Moderatoren daher einen

vernetzten Pool, aus denen die verschiedenen

Häuser bei Bedarf schöpfen können.

»Autonomie und Fürsorge sind die Gegenpole,

zwischen denen wir einen verantwortbaren

Mittelweg finden müssen«, so

Anja Schmalz. »Und dafür gibt es kein

Pauschalrezept. Aber in Gesprächen wird

vieles klar!«

Josefshaus

Germanenstraße 54 · Castrop-Rauxel

Tel. 0 23 05 / 70 20

www.josefshaus-altenheim.de


Gesundheit · Leben im Alter 25

Schön duften

am Strand

Wer sich vor dem Sonnenbad einparfümiert,

könnte eine böse Überraschung erleben.

Denn manche Parfüms hinterlassen

bei direkter Sonneneinstrahlung dunkle

Flecken auf der Haut. Kein schöner Anblick!

Schuld sind diverse Inhaltsstoffe, die

durch die ultravioletten Strahlen reagieren.

Zwar sei dies Experten zufolge nicht gesundheitsschädlich,

doch könne es Wochen

dauern, bis die hartnäckigen Pigmentflecken

von selbst verschwinden. Vorsicht ist

besonders bei Parfüms geboten, die nicht

in der Europäischen Union hergestellt

wurden, denn sie unterliegen

weniger strengen Vorschriften

als EU-Substanzen.

Tipp: Erkundigen Sie sich im

Fachhandel nach speziellen

Sunproof-Produkten, oder

sprühen Sie Ihren Duft im

Zweifelsfall auf Haar oder Bikini.

© Foto: Korkey/Pixelio.de

Wohnen und Pflege

mitten im Leben

Germanenstraße 54

44579 Castrop-Rauxel

www.josefshaus-altenheim.de

Telefon: (0 23 05) 70 20

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und Kurzzeitpflege

➢ Abwechslungsreiche

und individuelle Betreuung

➢ Persönliche Beratung


26 Gesundheit · Leben im Alter

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Ganzheitliches Kosmetikstudio für Sie und Ihn

»Eine gesunde Haut ist eine schöne Haut!«,

wissen Karin Rimbach und Dunja Stank.

»Von daher ist seit mehr als 17 Jahren unser

oberstes Ziel die Gesundheit der Haut

und das Wohlempfinden unserer Kunden.«

Die beiden Inhaberinnen des ganzheitlichen

Kosmetikstudios Pflege-Oase bieten

Beautykonzepte für Sie und Ihn: Gesichtsund

Körperbehandlungen, Wellness, Maniküre,

Pediküre, Depilation, Wimpernverlängerung,

professionelles Make-up und

vieles mehr. »Unser Markenzeichen ist die

erstklassige Beratung und Behandlung der

Karin Rimbach (li.) und Dunja Stank

Haut. Erleben Sie bei uns in einer entspannten

Atmosphäre voll Harmonie, wie

sich Ihre Haut dauerhaft verbessert. Tauchen

Sie ein in unsere zauberhafte Welt

der Kosmetik und Pflege – wir freuen uns

auf Ihren Besuch!«

Tipp: Die hochwertigen Pflegeprodukte

sind auch ganz bequem im Online-Shop erhältlich.

Pflege-Oase

Lange Straße 80 · 44579 Castrop-Rauxel

Tel. 0 23 05 / 8 56 04

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Tel: 0 23 05 / 97 39 22

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StadtMagazin

Castrop-Rauxel

Axel Sieling – Marketing-Service

Telefon (0 23 02) 80 09 43 · Mobil (01 63) 5 83 37 32

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Anzeigenschluss für die nächste Ausgabe:

15.08.2013

Unsere Angebote:

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• spezielle Betreuungsangebote für Menschen mit

Demenz und Pflegekonzepte für schwerstkranke

und sterbende Menschen

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Tel. 02305.92340-0

Fax 02305.92340-15

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Gesundheit · Leben im Alter 27

Sommer, Sonne, sicher

Bald beginnt die Ferien- und Reisezeit und damit ›die schönste Zeit

des Jahres‹. Und die sollte möglichst störungsfrei verlaufen, um die

nötige Erholung zu garantieren.

Sonnenschutz ins Urlaubsgepäck!

Damit sich anstelle der gewünschten Urlaubsbräune

nicht ein schmerzhafter

Sonnenbrand einstellt, empfiehlt sich zu

Beginn des Ferienaufenthalts ein Sonnenschutzmittel

mit hohem Lichtschutzfaktor

– abhängig vom Hauttyp. So sind Hellhäutige

mit blonden oder roten Haaren häufig

besonders empfindlich. Vor dem Schwimmen

sollten Sie sich mit wasserfestem

Sonnenschutzmittel eincremen:

Die schädlichen

Sonnenstrahlen machen

vor dem Wasser nicht

halt.

Tipp: Auch im Schatten

wird man braun! Hier ist

auch der richtige Platz für

kleine Kinder, die auf keinen

Fall der Sonne ausgesetzt

werden sollten, da

ihre Haut noch viel dünner

und anfälliger ist als

die von Erwachsenen.

Fit und gesund im Urlaub

Leider besteht vor allem in fernen Ländern

die Gefahr, sich mit unangenehmen

Krankheiten zu infizieren. Dem lässt sich

mit Reise-Impfungen vorbeugen. Die AOK

übernimmt anteilig Kosten für verschiedene

Schutzimpfungen.

Sollten Sie trotz aller Vorsorge im Ausland

erkranken, besteht dennoch kein Grund

zur Panik. Gesetzlich Krankenversicherte

sind in allen Staaten der Europäischen

Union, in der Schweiz, in Island, Liechtenstein

und Norwegen krankenversichert.

Sie benötigen für die Behandlung lediglich

eine Europäische Krankenversicherungskarte

oder einen Auslandskrankenschein.

AOK-Versicherte können diese wichtigen

Dokumente bequem online anfordern.

Grundsätzlich empfiehlt sich der Abschluss

einer speziellen Zusatzversicherung:

Diese gilt auch außerhalb Europas

und schließt den medizinisch notwendigen

Rücktransport nach Deutschland ein, der

auch innerhalb Europas in der Regel nicht

mitversichert ist. Die AOK bietet für diesen

Fall ihren günstigen Auslandsreise-

Wahltarif an. Damit sind für einen Zeitraum

von bis zu sechs Wochen zahlreiche

ärztliche Leistungen versichert.

So vorbereitet, sollte ein paar erholsamen

Wochen eigentlich nichts im Wege stehen.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Urlaub!

Weitere Informationen zum Thema:

www.aok.de/nw

AOK Kundencenter

Obere Münsterstraße 6 · 44575 Castrop-Rauxel

Tel. 0 23 05 / 9 73 20-0

Qualifizierte

häusliche

Senioren- und

Krankenpflege

seit 20 Jahren in Ickern

von Menschen – für Menschen

Hannelore Michels

Ickerner Straße 56

44581 Castrop-Rauxel

Telefon (0 23 05) 8 09 00

Telefax (0 23 05) 54 62 14

info@pflegendehaende.de

www.pflegendehaende.de

Öffnungszeiten:

Mo–Fr 8.00–12.30 Uhr

Mo, Di u. Do 15.00–17.00 Uhr

Gerne sind wir auch außerhalb

dieser Zeiten nach vorheriger

Terminabsprache für Sie da.


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Auto · Freizeit 29

Frischer Wind im Autohaus Tiemeyer

Angebot und Service bleiben ›wie gehabt‹, doch der Mann, der im Tiemeyer’schen Eldorado zwischen

glänzendem Blech und silbernem Chrom am Schalthebel sitzt, ist seit Mitte April ein anderer: Volkswagen-Experte

Kai Sorgler trat in die Fußstapfen des ehemaligen Castrop-Rauxeler Betriebsleiters Marc

Weber, welcher stattdessen die neu eröffnete Filiale in Bochum an der Automeile Porschestraße übernommen

hat. »Ich freue mich schon darauf, die Stadt und ihre Bewohner kennenzulernen«, so Kai Sorgler.

Ȁhnlich wie in meiner alten Firma geht es

hier sehr familiär zu, was ich an der Tiemeyer

Gruppe als sehr positiv empfinde.«

Das neue Beetle Cabriolet

Der Meinerzhagener hat das Geschäft mit

der deutschen Kultmarke quasi im Blut:

Nach fast zwanzigjähriger Erfahrung im

elterlichen – ebenfalls auf Volkswagen spezialisierten

– Unternehmen will er nun das

Autohaus Tiemeyer in Castrop-Rauxel auf

Erfolgskurs halten. Ȁhnlich wie in meiner

alten Firma geht es hier sehr familiär

zu, was ich an der Tiemeyer Gruppe als

sehr positiv empfinde.«

Neben den Marken Volkswagen und

Volkswagen Nutzfahrzeuge hat sich das

Unternehmen auf den Handel mit hochwertigen

Gebrauchtwagen spezialisiert.

Die rund dreißig teils langjährigen Mitarbeiter

bleiben dem Haus an der Herner

Straße trotz des Chefsesseltausches erhalten.

Stammkunden können sich darauf verlassen,

in allen Fragen rund um Verkauf

und Service nach wie vor von ihren vertrauten

Ansprechpartnern betreut zu werden.

Neben den Marken Volkswagen und Volkswagen

Nutzfahrzeuge hat sich das Unternehmen

auf den Handel mit hochwertigen

Gebrauchtwagen spezialisiert. Rund 100

Modelle von Audi, Skoda, Seat und natürlich

VW stehen vor Ort zur Verfügung, darunter

auch Jahreswagen, EU-Neufahrzeuge

und junge Dienstfahrzeuge. Ȇber die

Tiemeyer Gruppe können wir aber ständig

auf insgesamt rund 1.760 Gebrauchte zurückgreifen«,

ergänzt Kai Sorgler.

Der ans klassische Käfer-Design

angelehnte Newcomer vereint Kultstatus

mit moderner Fahrzeugtechnik und

aktuellem Lifestyle.

Übrigens: Auch nach dem Kauf werden

Kunden im Castrop-Rauxeler Autohaus

Tiemeyer bestens versorgt. Die Servicewerkstatt

mit Dialogannahme übernimmt

Karosserie und Lackarbeiten an allen

Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeugen.

Betriebsleiter Kai Sorgler ersetzt Marc Weber, welcher

nun die neue Filiale in Bochum leitet.

Strahlender Blickfang des diesjährigen Autosommers

ist aber natürlich das neue

Volkswagen Beetle Cabriolet, das bereits

im April vorgestellt wurde. Der ans klassische

Käfer-Design angelehnte Newcomer

vereint Kultstatus mit moderner Fahrzeugtechnik

und aktuellem Lifestyle. »Der

Golf entspricht dem allgemeinen, der Beetle

dem exklusiven Geschmack«, lächelt der

Filialleiter. Vielleicht deshalb seien unter

Beetle-Fans gerade die auffälligen Retro-

Farben wie Knallrot, Toffeebraun oder Denim

Blue besonders gefragt. Alles andere

als ›retro‹ ist dagegen das technische Interieur

des neuen ›Sunnyboys‹. »In Sachen

Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit

spielt das Beetle Cabriolet wie alle modernen

Volkswagen ganz vorne mit!«

Tiemeyer GmbH

Herner Straße 79

44575 Castrop-Rauxel

Tel. 0 23 05 / 9 23 35 23

www.tiemeyer.de


30

Freizeit · Sport

ExtraSchicht 2013 mit neuen Spielorten

Die 13. ExtraSchicht wirft ihre Schatten voraus und macht Lust auf das größte Industriekulturfest

Deutschlands. Sieben neue Spielorte ergänzen die Austragungsorte der diesjährigen ExtraSchicht, unter

anderem ein jüngst geschlossenes Bergwerk, ein Abwasserkanal sowie eine ehemalige Kaffeerösterei.

Außergewöhnlichster neuer Standort der diesjährigen Extra-

Schicht ist wohl der Abwasserkanal Emscher Schacht 52/53 in

Gelsenkirchen, dessen 350m langes Teilstück derzeit gebaut und

zur ExtraSchicht den Besuchern zugänglich gemacht wird. Hier

werden in der Nacht die ›Kanalwelten‹ erlebbar sein, ein einmaliges

Erlebnis, denn nach Inbetriebnahme wird hier niemand

mehr spazierengehen wollen.

Aber auch die bekannten ›Allstars‹ der Industriekultur wie die

Zeche Zollverein, der Gasometer Oberhausen, der Landschaftspark

Duisburg-Nord, die Jahrhunderthalle Bochum oder die Henrichshütte

in Hattingen versprechen eine aufregende Mischung

aus beeindruckenden Standorten der Industriegeschichte und

künstlerischen Performances. Und das Schönste: Auch das Parkbad

Süd ist mit einem abwechslungsreichen Programm am Start

und präsentiert eine zauberhafte

›Dance- and Music‹-

Show von Seisiun und Ceili

ganz im Stil von ›Riverdance‹

oder ›Lord of the Dance‹: Wir

freu’n uns drauf!

ExtraSchicht

06.07.2013

Das komplette Programm sowie Infos

zum Shuttleservice finden sich unter

www.extraschicht.de


Freizeit · Sport 31

Das schnellste Ei vom Hühnerhof

›Egg Racer‹ aus Henrichenburg startet beim Red Bull Seifenkistenrennen 2013

Im Rausch der Geschwindigkeit den Hang hinabschießen und angefeuert vom Jubel Tausender Zuschauer

ins Ziel jagen: Das ist der Stoff, aus dem (Rennsport-)Träume sind. Am 14. Juli wird das legendäre

Red Bull Seifenkistenrennen im Herzen der Metropole Ruhr ausgetragen. Verrückte Flitzer und waghalsige

Piloten verwandeln den Landschaftspark Hoheward in den wohl abgefahrensten Parcours der Welt.

Mit dabei: das Team ›Egg Racer‹ vom Spargelhof Sanders in Henrichenburg.

»Das ist was für uns!«

»Wir haben schon immer bekloppte Sachen

gemacht, zuletzt den Fisherman’s

Friend StrongmanRun. Als wir hörten,

dass das Seifenkistenrennen nach Herten

kommt, war sofort klar: Das ist was für

uns«, erzählen die ›Bruchpiloten‹ Jens

Sanders und Julien Corzilius. Gemeinsam

mit Britta Hehlke (kreativer Kopf), Rene

Niewind und Lars Dickhöfer (Anschieber)

sowie Lutz Sanders (Sponsoring) und Florian

Schmidt (Techniker) bilden sie die

Crew, die sich nach gelungener Bewerbung

bei Red Bull und erfolgreichem Webvoting

nun mit 69 nicht minder ›bekloppten‹

Konkurrenten messen wird.

An Ästhetik nicht zu überbieten

Bis die Teams ihr Fahrgeschick unter Beweis

stellen dürfen, steht allerdings noch

jede Menge Tüftelarbeit bevor. So wurde

die große Hofscheune kurzerhand zur

Hobby-Werkstatt umfunktioniert. Hier

schrauben die kreativen Konstrukteure,

im ›echten Leben‹ Maschinenbaustudenten,

nach Feierabend an ihrer Rennkiste.

»Eigentlich wollten wir ja in einem Spargel

antreten«, grinst Jens Sanders. »Aber da

sich die lange, dünne Form für eine Strecke

mit Steilkurve und Sprüngen nur mäßig

eignet und wir hier auf dem Hof auch

Hühner halten, ist es dann doch ein Ei geworden:

klein, wendig und an Ästhetik

quasi nicht zu überbieten.«

Hobbytüftler und ›Bruchpiloten‹: Julien Corzilius

(li.) und Jens Sanders

Auf Gewinnerkurs

Geschwindigkeiten

bis zu 80 Stundenkilometer

Die Herausforderung: Motoren und andere

externe Energiequellen sind beim Wettrennen

strengstens verboten. Im Startbereich

sorgen allein die Anschieber für den

nötigen Schwung. Danach ist man den Gesetzen

der Schwerkraft ausgeliefert – als

höchste Erhebung im Ruhrgebiet weist die

Halde Hoheward mit ihrem 10- bis 15-prozentigen

Gefälle ideale Bedingungen für

eine temporeiche Talfahrt auf. Die Piloten

hoffen auf Geschwindigkeiten von bis zu

80 Stundenkilometer – Sturzhelm ist

Pflicht! »Das Vorderteil unseres Fahrzeugs

hat bereits Renn-Erfahrung, es stammt

von einem Waltroper Rennrasenmäher, die

Hinterachse kreierten wir selbst«, berichtet

Julien Corzilius. Allerdings fehlen noch

diverse Einzelteile. »Vollendet wird unsere

Seifenkiste in typisch studentischer Manier

wohl erst auf den letzten Drücker.«

Küken auf Talfahrt

Neben der schnellsten Zeit werden am Veranstaltungstag

auch das kreative Design

der Seifenkisten und die Gruppen-Performance

von einer VIP-Jury bewertet. Je

verrückter, desto besser! »Alle Teams haben

vor dem Startpfiff 30 Sekunden Zeit,

um der Menge kräftig einzuheizen.« Im

Kampf um die schrägste Show wollen sich

auch die Henrichenburger nicht zurückhalten.

Jens Sanders verrät: »Wir Rennfahrer

werden als Küken aus dem Ei

schlüpfen, unsere Anschieber kommen im

Hühner-Kostüm, und mein Vater wird die

Choreografie als Hühnerbauer perfekt machen.«

Rennsport-Olymp oder Strohlandung?

Im Vorfeld des Spektakels werden die

selbst gebauten Seifenkisten von einer unabhängigen

Prüfungskommission durchgecheckt.

Dann kann die wilde Jagd um einen

Platz im Rennsport-Olymp losgehen.

»Wir wollen um jeden Preis unten ankommen.

Zur Not wartet im Ziel ein Haufen

Strohballen!«

Auch das Design wird bewertet! Hier ein Beispiel

aus einem Red Bull Seifenkistenrennen in England.

www.redbullseifenkistenrennen.de


32

Kulinarisches

Anzeige

Bucatini con le sarde ›alla palermitana‹

Röhrchennudeln mit Sardinen

Rezepttipp von Pina Scolaro,

Restaurant Martins

Zutaten für 4 Personen:

500gBucatini

320 g Sardellenfilets (nicht die eingelegten)

1/2 Teelöffel Sardellenpaste

1 Tütchen Safran in Fäden

30 g grobe Semmelbrösel geröstet

1 EL geriebene Zitronenschale

1/2 rote Zwiebel

etwas Dill

1/2 Glas Weißwein (trocken)

1/2 l Fischfond

20 g Sultaninen

50 g geröstete Pinienkerne

Salz nach Belieben

etwas Olivenöl

etwas rosa Pfeffer

Italienische Genüsse

im Herzen der Altstadt

Frühstück:

täglich ausser Sonntag von 8:30 bis 11:30 Uhr

Mittagstisch:

Montag bis Freitag von 11:30-17:00 Uhr

(außer an Feiertagen)

Samstag 11:30-15:00 Uhr

3-4 Gerichte täglich wechselnd

ab € 5,90

Öffnungszeiten

Mo.–Do. 8:30 bis 23.30 Uhr

Fr. u. Sa. 8:30 bis 0:00 Uhr

Sonntag von 12:00 bis 23:00 Uhr

Zubereitung:

Die in Würfel geschnittene Zwiebel mit etwas

Olivenöl anbraten, die Sardellenpaste,

die aufgeweichten Sultaninen und etwas

Dill hinzufügen. Kurz köcheln und

dann die Sardellenfilets dazugeben – einige

Sardellenfilets beiseitestellen, um später

den fertigen Teller zu dekorieren – und

für zwei Minuten vorsichtig umrühren,

den Wein und den Safran dazugeben. Auf

kleiner Flamme zehn Minuten köcheln lassen,

dabei nach und nach den Fischfond

zugießen. Mit Salz abschmecken.

Die Bucatini al dente kochen und direkt

aus dem Topf in die Sauce geben.

Die geriebene Zitronenschale, die gerösteten

Pinienkerne und den rosa Pfeffer hineingeben.

Etwas Olivenöl dazugeben und

für ca. zwei Minuten schwenken.

Das Ganze auf vorgewärmte Teller anrichten

und mit dem Dill und den zuvor für

fünf Minuten im Backofen (180C°) gegarten

Sardinen dekorieren.

Die gerösteten Semmelbrösel darüber

streuen, und fertig sind die Bucatini!

Buon appetito!

Schlemmen im Hotel Raj Mahal

Kommen Sie mit Ihrer Familie und Ihren Freunden in unserem Restaurant Himalaya zusammen

und entdecken wahre Gaumenfreuden der südindischen sowie deutschen Küche!

Öffnungszeiten

von 12:00 bis 14:00 Uhr

sowie

von 18:00 bis 22:00 Uhr

(Gerichte à la carte)

Gerne können Sie von 06:30 bis

10:30 Uhr (Sonntags von 7:00 bis

11:00 Uhr) ausgedehnt in unserem

Haus – bei gutem Wetter auf unserer

Sonnenterrasse! – frühstücken.

Preis: 9,50 € p.P. (Kaffee, Wasser,

Säfte inklusive)

Um Reservierung wird gebeten

unter Tel. 0 23 05-44 55 100 oder unter info@raj-mahal.de

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

www.raj-mahal.de


Kulinarisches 33

Tipps für das perfekte Barbecue

Laue Sommernächte, der Duft von Holzkohle, ein saftiges Nackensteak, dazu ein kühles Blondes oder

ein lässig-leichter Hugo – nichts geht über einen gelungenen Grillabend mit Freunden. Wir verraten Ihnen

an dieser Stelle einige Kniffe, mit denen Ihr Barbecue garantiert ein voller Erfolg wird.

Vorbereitung ist alles

Der Grillrost ist gereinigt? Prima!

Holzkohle und Grillanzünder sind

in ausreichender Menge vorhanden?

Sehr gut! Aber – apropos

Menge – wie viel Fleisch, Gemüse,

Kartoffeln, Brot sollten pro Person

kalkuliert werden? Dies hängt

naturgemäß mit dem Schlemmerpotenzial

Ihrer Gäste zusammen.

Prinzipiell sollten Sie eine

Fleischmenge von 250 g pro Kopf

vorsehen, dazu noch einmal ca.

150 g Beilagen. Je nachdem, wie

viele Vegetarier oder ›Fleisch-istmein-Gemüse‹-Strategen

dabei

sind, kann hier nach oben oder

unten natürlich abgewichen werden.

Eine Sache der Temperatur

Es soll ungeduldige Grillmeister

geben, die mithilfe ganzer Gallonen

Brennspiritus wahre Waldbrände

entfachen. Unser Tipp:

Nehmen Sie sich Zeit – je besser die Glut, desto leckerer ist das Ergebnis.

Die Holzkohle braucht etwa eine Dreiviertelstunde, um

auf die richtige Temperatur zu kommen. Die Kohle sollte dann

von einer grauen Ascheschicht überzogen sein.

Wichtig ist die perfekte Temperatur. Von daher empfiehlt sich ein

Grill mit höhenverstellbarem Rost. Bei zu hohen Temperaturen

ist das Fleisch außen verkohlt und innen roh, ist die Temperatur

zu gering, werden die Poren nicht schnell genug verschlossen, das

Fleisch braucht lange, bis es gar ist, und trocknet aus.

Beachten Sie, dass Ihr Grillgut möglichst Zimmertemperatur hat.

Kommt es direkt aus dem Kühlschrank auf den Grill, so wird es

an der Oberfläche zwar dennoch schnell gar, der Kern ist allerdings

noch ziemlich roh. Lässt man das Fleisch so lange auf dem

Grill, bis es auch von innen gar ist, ist es außen bereits verkohlt

und nicht mehr genießbar – und übrigens auch ungesund. Das

Gleiche gilt für Fisch, Obst und Gemüse.

© Foto: Rainer Sturm; pixelio.de

Curry-Johannisbeersauce

150 g Schmand oder Crème fraîche

2 El Johannisbeerkonfitüre (alternativ: Brombeeren,

Himbeeren, Waldfrucht)

Currypulver

Cayennepfeffer oder Chili-Pulver

Salz und Pfeffer

Alle Zutaten miteinander verrühren und nach

Gusto mit den Gewürzen abschmecken.

Avocadocrème

1 reife Avocado

1 halber Becher Crème fraîche

2 Knoblauchzehen

Saft einer Limone (alternativ einer halben

Zitrone)

Pfeffer, Salz

Die Avocado der Länge nach halbieren, den

Kern auslösen. Das Fruchtfleisch mit einem

Löffel ausheben, mit einer Gabel zerdrücken

und mit Limonensaft, Crème fraîche und zerpresstem

Knoblauch verrühren. Mit Salz und

Pfeffer würzen.

Letzter Tipp: der Dip

Nichts gegen Senf, Ketchup, Zigeunersauce und Co. – aber mit einem

selbst gemachten Dip können Sie jedes Grillevent zu einem

lukullischen Highlight werden lassen. Unsere Rezepte sind

schnell zubereitet und einfach nur lecker. Guten Appetit!

Honig-Senf-Dip

150 g mittelscharfer Senf

2ElHonig

1 Tl Wasser

2 EL Olivenöl

1 EL Balsamico-Essig

Alle Zutaten miteinander verrühren. Tipp: Mit etwas frischem

oder tiefgekühltem Dill passt die Sauce perfekt zu Fisch.


34

Kulinarisches

Bodenständig und lecker

Kartoffelsalat

Der perfekte Begleiter zu Bratwurst, Nackensteak und Hühnchenschlegel

ist seit eh und je der Kartoffelsalat. Auch hier lassen wir

›Homannomannomann‹ und Konsorten einfach mal im Kühlregal

und werden selbst kreativ. Ob nun mit Mayonnaise oder Essig-Öl-

Dressing – da scheiden sich die Geister. Wichtig ist jedoch, gleich welche

Variante Sie bevorzugen, die Auswahl der richtigen Kartoffel.

Festkochend sollte sie sein, möglichst aromatisch mit viel Eigengeschmack.

Wir empfehlen Cilena, Sieglinde, Nicola oder Linda.

Tipp: Kochen Sie die Kartoffeln in der

Schale nicht zu weich und lassen Sie sie

vor dem Schälen etwas abdampfen. Vorsicht:

Wenn Sie die heißen Kartoffeln zum

Schälen auf eine Gabel pieken, brechen sie

an den Einstichstellen leicht. Wer unbeschädigte

Scheiben vorzieht, sollte darauf

verzichten. Lassen Sie die Kartoffeln abkühlen

und schneiden Sie sie dann in

gleichmäßige Scheiben.

Die Pellkartoffeln bereits am Vortag kochen,

abgekühlt schälen, aber noch ganz

lassen, abgedeckt kühl stellen.

Am nächsten Tag die Kartoffeln in Scheiben

schneiden und folgende Zutaten hinzufügen:

fein gehackte Zwiebeln, gewürfelte

weich gekochte Eier, gewürfelte Gurken

und kleingeschnittene Fleischwurst. Die

Brühe zusammen mit dem Essig, Senf,

Salz, Pfeffer und Zucker verrühren und unter

die Kartoffeln heben. Eine gute Stunde

durchziehen lassen und dann die Mayonnaise

unterheben. Nach Belieben mit Eiern,

Gurken und Petersilie dekorieren.

Tipp: Mit kleingeschnittenen Radieschen

oder Salatgurken bekommt der Salat einen

schönen Frische-Kick.

Radieschen oder Salatgurken geben ›Omas‹

Kartoffelsalat einen schönen Frische-Kick.

Foto: Heidrun Schneider / Pixelio.de

Kartoffelsalat à la Oma Käthe

2 kg festkochende Kartoffeln

150 g Zwiebeln

0,5 Liter Fleischbrühe

3 EL Weißwein-Essig

1TLSenf

Salz und Pfeffer, Zucker

250 g selbst gemachte Mayonnaise, alternativ

Delikatess-Mayonnaise

5 weich gekochte Eier

150 g Fleischwurst

5 Gewürzgurken

Petersilie

Warmer Kartoffelsalat mit Speck

und Endivien

1,5 kg festkochende Kartoffeln

0,5 Liter Fleischbrühe

6 EL Weißwein-Essig

1 TL Zitronensaft

2 TL Meerrettich

10 EL Öl

etwas Pfeffer

1/2 Kopf Endiviensalat

75 g Frühstücksspeck

2 Zwiebeln

Pellkartoffeln kochen, etwas abkühlen lassen,

pellen und in dünne Scheiben schneiden,

sofort in die Marinade – heiße Brühe

vermengt mit Essig, Meerrettich und Öl –

geben. Mit Pfeffer würzen, abdecken und

durchziehen lassen.

Den Speck fein würfeln und glasig ausbraten.

Die Zwiebel fein würfeln und zum

Speck geben. Die Zwiebel-Speck-Mischung

unter den Kartoffelsalat mischen. Kurz

vor dem Servieren den gewaschenen, klein

geschnittenen Endiviensalat untermischen.

Eventuell noch einmal mit Salz und

Pfeffer abschmecken.


Junge Familien 35

Adalbert Stifter war kein Popstar!

Geschichtsrallye durch die Stadt

Wer war Adalbert Stifter? Kein Popstar, so viel steht fest. Warum wurde die jüdische Synagoge in Castrop-Rauxel

angezündet? Und wie sah das Leben eines Bergmanns aus? Zwanzig in Regenjacken vermummte

Drittklässler recken die Hälse und spitzen die Ohren, während Werner Laukel von der Kulturgemeinde

aus den Annalen der Stadtgeschichte erzählt. Da ist der Regen schnell vergessen!

»Der Schnellste ist nicht der Beste«, rät

der Hobbyhistoriker, »lasst euch Zeit mit

der Beantwortung des Fragebogens.« Am

9. und 10. Juli wird die Sparkassenstiftung

Castrop-Rauxel in Kooperation mit

der Kulturgemeinde und dem Arbeitskreis

für Stadtgeschichte erneut eine Geschichtsrallye

für dritte Jahrgangsstufen

durchführen. Die 3 c der Elisabethschule

ist eine von 18 teilnehmenden Castrop-

Rauxeler Klassen, die im Wettkampf um

tolle Geld- und Sachpreise gegeneinander

antreten. Und damit am großen Tag auch

alles glatt läuft, werden die sieben Stationen

heute schon einmal probeweise abmarschiert.

Startpunkt des rund zweistündigen historischen

Rundkurses ist die alte Feuerwache,

bekannt als Bürgerhaus. »Hier im

Herzen der Altstadt hat alles angefangen,

nur dass Castrop zunächst viel kleiner

war«, berichtet Werner Laukel. »Das

Quartier mit seinen Häusern, der Hauptpost,

der Schule und der Feuerwache entstand

erst im Zuge des Bergbaus, als die

Einwohnerzahl innerhalb von 40 Jahren

von 1000 auf 10.000 anstieg.« Die Kinder

erfahren, dass im Adalbert-Stifter-Gymnasium

1880 nur Jungen unterrichtet wurden

und dass die 1906 eingeweihte Feuerwache

auch als Polizeistation diente. »Die

Burschen, die sich auf dem Markt danebenbenommen

haben, steckte man zum

Ausnüchtern in die Zelle!«

Kleine Geschichtsforscher trotzen Wind und Wetter.

Weiter führt der Fußmarsch von der Zeche

Erin über den Gedenkplatz der Jüdischen

Synagoge, die Lambertuskirche, den Jüdischen

Friedhof und die Lutherkirche bis

zum Marktplatz. Den riesigen Förderturm

im Gewerbepark Erin haben die meisten

zwar schon einmal gesehen, doch bei den

Ausführungen des Stadtführers staunen

sie trotzdem nicht schlecht: Früher hat es

keine Elektroherde gegeben, stattdessen

wurde mit Kohle gekocht. »Auch Dampfloks

wurden mit dem ›schwarzen Gold‹ betrieben«,

erklärt Werner Laukel. »Der

Mann, der die Kohle nachschaufelte, hieß

›Heizer‹. Die Kinder lachen – den Begriff

kennen sie sonst nur vom Autofahren!

Eindrucksvoll – auch von unten: der Förderturm

der Zeche Erin.

Die Schüler bestaunen das Sakramentshaus von

1516 in der Lambertuskirche.

Durch das überdachte Einkaufszentrum

Widumer Platz geht es zurück in die City.

Nächste Anlaufstelle ist der Gedenkstein

für die jüdische Synagoge, die in der Pogromnacht

1938 durch Brandstiftung zerstört

wurde. Dass die Feuerwehr vor Ort

war, aber nicht löschen durfte, können sich

nur die wenigsten vorstellen.

Den Besuch der Kirchen finden einige

Schüler besonders spannend. »Darf ich da

überhaupt rein?«, fragt ein kleiner muslimischer

Junge mit großen Augen. Er darf

natürlich und kann so viel Wissenswertes

über den heiligen Lambertus und die Reformation

aufschnappen.

Am Ende des aufregenden Tages sind die

kleinen Stadtforscher – trotz nasser Füße

– glücklich und um einiges klüger. Jetzt

gilt es nur noch, sich die Dinge bis zur Rallye

im Juli zu merken. Denn dann werden

sie in mit ihren Fragebögen in Kleingruppen

möglichst selbstständig losziehen.


36

Junge Familien

Spaß auf Rädern

Das Casterix-Mobil ›on Tour‹

Wer hätte gedacht, dass so viel Action in einen Kofferraum passt:

Liege-Dreiräder, Mini-Trampolin, Seilchen, Schwungtuch, Schminkfarbe,

Stifte, Papier, Scheren, Schnüre, Perlen, Brettspiele, Fußbälle,

Basketbälle, Federbälle, Softbälle … Da bekommen selbst die

Kleinsten ganz große Augen. Wo das Casterix-Mobil auftaucht, ist

Spaß garantiert und Tohuwabohu vorprogrammiert!

Leandro, Jonas und Dustin (v. li.) auf dem Fußballplatz.

Wo kommt der weiße Kleinbus her?

Die Freundinnen Anna und Lana, Lanas

Bruder sowie Dustin und Leandro wohnen

in der benachbarten Siedlung und verbringen

ihre Freizeit oft auf dem Spielplatz der

Cottenburgschule im Stadtteil Schwerin.

Doch heute staunen sie nicht schlecht, als

mitten auf dem Schulhof ein weißer Kleinbus

parkt. Drumherum haben die beiden

Betreuer Alexandra Schade und Philipp

Andro ein kleines buntes ›Camp‹ aufgebaut.

Und angesichts der vielen aufregenden

Spielsachen sind Schaukel und Rutsche

schnell vergessen.

Anna (li.) und Lana basteln Freundschaftsketten.

der Sommerferien wird die mobile Spielplatzbetreuung

sogar für jeweils eine ganze

Woche an den verschiedenen Stationen

haltmachen. »Dann haben wir als besonderes

Special eine Hüpfburg dabei«, verrät

Philipp Andro. Seine Kollegin ergänzt:

»Viele Kinder kennen uns schon, zum Teil

auch aus anderen Casterix-Projekten, und

besonders an warmen Tagen ist immer

was los, dann haben wir manchmal bis zu

30 Kids da. Die warten morgens meist

schon auf uns. Aber selbst wenn nur zwei

Kinder kommen, bleiben wir natürlich bis

zum Schluss vor Ort!«

Bunte Wunderkiste

Basteltisch fiel interessanter. Schnell ist

beschlossen: Heute machen wir Freundschaftsketten!

Gründlich werden die Steine

Stück für Stück ausgewählt und auf eine

Schnur gezogen. »Dann vergessen wir

uns nie und können uns immer sehen, sogar

wenn wir im Urlaub sind«, bekräftigen

die Mädchen. »Wir Erwachsenen können

hier noch viel dazulernen«, lächelt Alexandra

Schade. »Ich zum Beispiel weiß jetzt

endlich, wie man Knüpfarmbänder

macht.« Und manchmal bekommen die

Casterix-Mitarbeiter die liebevoll gestalteten

Kunstwerke ihrer Schützlinge am Ende

des Tages sogar geschenkt.

Wer ist schneller? Leandro und Dustin treten in die

Pedale.

An warmen Tagen ist immer was los

Immer samstags von 11 bis 14 Uhr stoppt

das städtische Casterix-Mobil bei schönem

Wetter auf den diversen Schulhöfen und

Spielplätzen in Castrop-Rauxel. Während

Auch die ›Männer‹ finden Armbänder cool!

»Damit wir uns nie vergessen!«

Während die Jungs mit dem Fußball aufund

davonsausen, finden Anna und Lana

die vielen bunten Schmucksteine auf dem

Casterix hat Geburtstag!

In diesem Jahr wird das städtische Ferienprogramm

25. Vom 22. Juli bis zum 3. September soll

es daher eine besondere Vielzahl an aufregenden

Projekten, Ausflügen, Freizeiten sowie sportlichen

und kreativen Aktivitäten geben. Und natürlich

wird auch das Casterix-Mobil in der Stadt unterwegs

sein. Hier die Termine auf einen Blick:

22.07.–26.07. Merklinde, Spielplatz Dinnendahlstr.

29.07.–02.08. Siedlung ›Oberste Vöhde‹

05.08.–09.08. Schulhof Cottenburgschule

12.08.–16.08. Schulhof Deininghausen

19.08.–23.08. Ickern, Spielplatz Waldenburgerstr.

26.08.–30.08. Ickern, Schulhof Marktschule

Mo–Fr 10–16 Uhr


Junge Familien 37

SPIELtipp

aus dem Spielwarengeschäft

Schnettelker

Kuddelmuddel

für 2–4 Spieler ab fünf Jahren

Amigo · 13,99 Euro

Bei ›Kuddelmuddel‹ herrscht totales Chaos:

Überall auf dem Tisch liegen Karten

mit verschiedenen Abbildungen wild

durcheinandergemischt rund um eine Glocke.

Auf los geht’s los: Alle spielen gleichzeitig

und decken nach und nach Karten auf, die

sie in einer Reihe vor sich auslegen. Dabei

können sie sowohl links als auch rechts angelegt

werden. Aber aufgepasst: Sie müssen

mit mindestens einer Abbildung der

benachbarten Karte übereinstimmen.

Sobald ein Spieler eine Reihe von sieben

Karten zusammenhat, haut er auf die Glocke.

Nun wird nachgesehen, ob auch wirklich

alle Karten zusammenpassen. Das

Spiel ist zu Ende, wenn die letzte Karte

aus der Mitte genommen wurde.

Tipp: Durch kurze Regeln, einfache Spielmechanismen

und kurze Dauer sind diese

Spiele auch schon für Kindergartenkinder

spielbar. Übrigens wurde ›Kuddelmuddel‹

auf die Empfehlungsliste der Jury Spiel

des Jahres 2013 gewählt.

BUCHtipp: Mandela & Nelson

So ein Spiel hatte Bagamoyo, der kleine Fischerort

an der Küste Tansanias, noch

nicht gesehen. Elf Spieler aus Deutschland,

Jungs im Alter zwischen 12 und 13

aus dem Ruhrgebiet, sind nach Afrika

gekommen, um die Mannschaft von Bagamoyo

herauszufordern. Bagamoyo gewinnt.

Ein halbes Jahr später landen Nelson

und seine Mannschaftskameraden in

Dortmund, um die neuen Freunde wiederzutreffen

und das Rückspiel auszutragen.

Revanche muss sein!

Eine Geschichte über Fußball, Fairness

und Freundschaft.

Mandela & Nelson – Das Rückspiel

Hermann Schulz

Ab 10 Jahren

Aladin

BUCHtipp: Der Laden

Nicht weit von Mattis Kindergarten gibt

es einen kleinen Laden mit ›Kinderbedarfsartikeln‹.

Was für tolle Zaubersachen

man dort kaufen kann! Matti weiß nicht,

ob er sich für die Brüllbonbons mit Löwengeschmack

oder für die Kletterkrallen entscheiden

soll. Praktisch sind aber auch die

Glühbrillen, mit denen man im Dunkeln

sehen kann …

Der Comiczeichnerin Isabel Kreitz ist ein

wunderschönes Kinderbuch gelungen. Die

liebevollen Zeichnungen regen die Fantasie

an und lassen Kinder ab drei Jahren

selbst kreativ werden.

Der Laden

Isabel Kreitz

Ab 3 Jahren

Aladin

Wir wissen, was gespielt wird

Münsterstr. 13 · 44575 Castrop-Rauxel · Telefon (0 23 05) 2 26 59 · Fax (0 23 05) 4 35 77


38

Junge Familien

Anzeige

»Pampelacke!«

RWE-Initiative unterstützt Villa Kunterbunt

Eins steht fest: Pippi Langstrumpf hätte an der neuen ›Wasserbaustelle‹

ihre Freude gehabt! Und auch die kleinen Besucher der Villa

Kunterbunt sind hellauf begeistert. Anfang Juni wurde das Gerät im

Zuge der RWE-Companius-Initiative vor der Städtischen Kindertageseinrichtung

installiert. Nun wird gematscht und mit Wasser geplanscht,

was das Zeug hält.

Carmen Ziegler (li.) und ›Wasserratten‹

›Widdewidde wie sie uns gefällt!‹

»Alle Kinder lieben ›Pampelacke‹«, lächelt

Einrichtungsleiterin Carmen Ziegler. »Anders

als wir lernen sie noch über ihre Sinne

hinaus, greifen bedeutet begreifen. Leider

vergessen viele Erwachsene, dass sie

früher selbst gern gematscht haben, und

dann heißt es: ›Mach dich bloß nicht dreckig!‹

Bei uns hingegen darf jeder schmutzig

werden und Kind sein, wie bei Pippi

Langstrumpf!« Als Familienzentrum

›stark in Ickern‹ bietet die Villa Kunterbunt

im Verbund mit den Kitas St. Antonius

und Lummerland eine Vielzahl niederschwelliger

Angebote in den Bereichen

Bildung, Information, Förderung und Betreuung.

63 Schützlinge von vier Monaten

bis zum Einschulungsalter hat Carmen

Ziegler täglich unter ihrer Obhut. Im Sinne

integrativer Betreuung werden bis zu

fünf Kinder mit Behinderung aufgenommen.

Ab August kommen weitere Plätze

im U3-Bereich hinzu. »Dank lebendiger

Kooperationen mit 27 Partnern wie Gemeinden,

Schulen und Praxen können wir

mit unseren Kindern viele spannende Projekte

verwirklichen, von der Teddy-OP

über Lesepatenschaften bis hin zum Moscheebesuch.«

Wie Weihnachten und Ostern zusammen!

Besonders stolz ist die Leiterin auf den riesigen,

zum Großteil selbst gestalteten Außenbereich.

»Wir gehen bei fast jedem Wetter

hinaus, und im Sommer verlagern wir

den Kita-Alltag oft ganz nach draußen,

dann wird das Gelände zum Gruppenraum,

und wir essen und spielen unter

freiem Himmel.« Für die Knirpse das

reinste Abenteuer! Es gibt Kletterburgen,

Wippen, eine Nestschaukel, Sandkästen,

duftende Kräuter- und Blumenbeete, Weiden-Tipis

zum Verstecken, einen Teich mit

Kois und Goldfischen – und nun auch eine

neue ›Wasserbaustelle‹! »Als die RWE auf

uns zukam, war das wie Weihnachten und

Ostern zusammen«, freut sich Carmen

Ziegler. Sie erinnert sich noch gut an den

Anruf. »›Gibt es etwas, das Sie sich wünschen,

aber nicht selbst schaffen?‹ Ich

dachte sofort daran, dass die Holzhütten

abgeschliffen und gestrichen werden

müssten. Bei der ersten Begehung fiel der

Blick dann auf die alte, marode Wasserspielanlage,

und es hieß: ›Die erneuern wir

direkt mit!‹«

»Wer sind diese Leute?«

Unter dem Motto ›Menschen machen’s

möglich‹ fördert die RWE-Companius-Initiative

seit Langem das persönliche, ehrenamtliche

Engagement für die gute Sache.

Die fleißigen Helfer von der RWE

Am 5. Juni krempelten 34 Mitarbeiter aus

dem Bereich Portfoliosteuerung der RWE

Vertrieb AG mit ihrem Leiter Jürgen Hartmann

die Ärmel hoch. Teilfinanziert durch

den Konzern und unterstützt durch eine

Fachfirma wurde u. a. die neue Wasserspielanlage

installiert. »Natürlich waren

die Kinder total neugierig, als die Helfer in

ihren blauen T-Shirts auf dem Gelände

ausschwärmten. Alle wollten wissen: ›Wer

sind diese Leute, was machen die bei uns?‹

Die Ausschachtungsarbeiten mit dem kleinen

Bagger wurden mit staunenden Augen

verfolgt, ans normale Tagesprogramm war

nicht mehr zu denken. Und natürlich haben

wir die Anlage nach ihrer Fertigstellung

sofort ausprobiert!«

›Sommer, Sonne, Strand und Meer‹

Keine Frage, dass die ›Wasserbaustelle‹

auch beim nächsten Kita-Projekt ›Sommer,

Sonne, Strand und Meer‹ eine Rolle

spielen wird. Neben Geschichten zum Thema

Urlaubsreisen und ferne Länder sind

Experimente mit Sand und Wasser geplant.

Warum fließt es? Warum kommt es

manchmal heiß aus dem Kran? Und wo

bleibt es, wenn es in der Erde versickert?

Spannende Fragen, die nun ›mit den Händen

im Matsch‹ ergründet werden können.

»Einfach toll«, erklärt Carmen Ziegler im

Namen ihres Teams. »Ohne Sponsoring

und tatkräftige Unterstützung hätten wir

das niemals umsetzen können!«


Junge Familien 39

Augen auf beim Ranzenkauf

Nicht mehr lange, dann packen die I-

Männchen der nächsten Generation voller

Vorfreude ihren ersten Schulranzen. Und

mit der gleichen Vorfreude wird er bereits

Wochen vorher ausgesucht. Zartes Rosa,

cooles Trekking-Braun oder Schalke-Blau?

Elfe, Einhorn oder Monster-Truck? Die

künftigen Erstklässler achten vermutlich

hauptsächlich auf das angesagte Outfit.

Umso wichtiger, dass die Eltern ein Auge

auf wichtige Funktionskriterien werfen.

Ranzen sollten, nein, müssen körpergerecht,

gebrauchstauglich, nicht zu schwer,

aber dennoch robust sein, sie sollten allerdings

auch bei schlechten Sichtverhältnissen

von Verkehrsteilnehmern frühzeitig

erkannt werden.

Tipp: Es gibt für Schulranzen eine DIN-

Norm. Achten Sie daher beim Schulranzenkauf

auf folgenden Hinweis: ›entspricht

DIN 58124‹ oder ›nach DIN

58124‹. Mit diesem Hinweis können Sie sichergehen,

dass die Mindestanforderungen

erfüllt werden.

Darauf sollte geachtet werden:

• Katzenaugeneffekt. Achten Sie darauf,

dass der Ranzen am Tag und in der

Nacht gut zu sehen ist. Retroreflektierende

Flächen mit dem Katzenaugeneffekt

erstrahlen im Dunkeln, wenn Autoscheinwerfer

sie anleuchten.

• Signalwirkung. Große orangefarbige

oder gelbe Flächen leuchten am Tag und

in der Dämmerung, wenn die Autos ohne

Licht fahren. Nur damit ist der Ranzen

rundum sicher. Fragen Sie im Geschäft

ausdrücklich nach Modellen, die

die Schulranzennorm komplett einhalten.

• Deckel. Er sollte stabil sein mit leicht

gängigem Verschluss, sich weit öffnen

lassen und möglichst nicht von allein zuklappen.

• Stehvermögen. Leer oder vollgepackt –

der Ranzen darf nicht kippen. Nehmen

Sie ein paar Unterlagen zum Ausprobieren

mit.

• Seitentaschen. Sie sollten gut schließen

und genügend Platz für Trinkflasche

und Brotdose bieten.

• Rückenform. Der Ranzenrücken

soll körpergerecht

und gut gepolstert,

aber nicht zu hart sein,

das Polster an mehreren

Stellen am Rücken anliegen.

• Schultergurte. Sie sollten

mindestens vier Zentimeter

breit und gut gepolstert

sein.

• Riemen. Sind sie zu lang,

kann das Kind darüber

stolpern, wenn es den

Ranzen am Griff trägt.

Praktisch ist es, wenn sie

sich oben an den Gurten

einhaken lassen.

• Tragegriff. Achten Sie

darauf, dass er weit genug,

gut und griffig gepolstert

ist. Er sollte

nicht am Hals scheuern.

Am besten sitzt er oben

auf dem Deckel.

Quelle Stiftung Warentest

© Foto: Annett B. / pixelio.de

Veranstaltungstipp

Das Gänseblümchen Frederike

Die Kinder aus den Musikalischen Früherziehungsgruppen

der Musikschule Dur

& moll, Schulorchester und Kinderchor

der Musikschule Dur & moll laden zum

Kindermusical. Und darum geht’s:

Das Gänseblümchen Frederike wünscht

sich nichts sehnlicher, als so groß zu sein

wie der Apfelbaum nebenan auf der Wiese.

Deshalb trinkt und trinkt sie den Regen,

wächst und ist schließlich so groß wie

der Baum und trotzdem unglücklich. Denn

jetzt hat sie keine Freunde mehr und ist

zu nah an der Sonne. Durch einen Zauber

schrumpft Frederike wieder und ist nun

zufrieden mit ihrem Leben, denn auch

Kleine können riesig sein.

Termin

13.+14.07.2013, 17 Uhr

Adalbert-Stifter-Gymnasium


40

Soziales

Fair-Trade

Weltpolitik auf dem Frühstückstisch

Kaffee aus Nicaragua und Honig aus Mexiko, Gewürze aus Sansibar und Schokolade von der Elfenbeinküste,

Musikinstrumente, Schmuck und Edelsteine aus Asien, Afrika und Lateinamerika … Weltläden

entführen ihre Besucher auf eine kulturelle Entdeckungsreise. Zugleich sind sie ein Stück Entwicklungspolitik.

»Mit jedem Kauf eines fair gehandelten Produktes können Sie die Welt ein bisschen verbessern«,

erklärt Hendrik Meisel, Vorsitzender des Initiativkreises Eine Welt e.V.

Hendrik Meisel engagiert sich für Fair Trade.

Handel auf Augenhöhe

Seit vielen Jahren betreibt der Verein den

im Zuge eines Pfadfinderprojektes entstandenen

Weltladen am Castrop-Rauxeler

Lambertusplatz. Hier im Herzen der

Altstadt engagieren sich rund zwölf ehrenamtliche

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

für ein Ziel: die Handelsbeziehungen

zwischen den Ländern des Südens und des

Nordens ›auf Augenhöhe‹, d. h. gerechter

zu gestalten. Neben einer vielseitigen Auswahl

an Lebensmitteln und Kunsthandwerk

mit dem Fair-Trade-Siegel bietet der

Initiativkreis verschiedene Informationsund

Kulturveranstaltungen, von der fairen

Weinprobe bis hin zum Koch-Workshop.

Von Castrop nach Kamerun

Weltweit leben 2,5 Milliarden Menschen in

absoluter Armut, d. h., sie haben weniger

als zwei US-Dollar pro Tag zur Verfügung.

Die Folgen für Bildung, Ernährung und

Gesundheit konnte Hendrik Meisel im

Wussten Sie …

… dass der durchschnittliche Preis für ein Kilo

Rohkaffee nur rund 60 US-Cent beträgt? Die Produzenten

in der dritten Welt können davon kaum

(über-)leben. Fair gehandelt müsste das Kilo mindestens

2,5 US-Dollar kosten!

Rahmen mehrerer privater Afrika-Reisen

selbst beobachten. »Gerade in ländlichen

Gebieten leben die Familien auf engstem

Raum in kleinen Wellblechhütten oder

Rohbauten, häufig ohne Elektrizität und

fließend Wasser – für unsere westlichen

Verhältnisse unvorstellbar!« In der zentralafrikanischen

Republik Kamerun begegnetem

dem 25-Jährigen Plantagenarbeiter,

die von ihren Großgrundbesitzern

ausgebeutet wurden, als »Rädchen im Getriebe«

dienten und kaum ihren Lebensunterhalt

bestreiten konnten.

Die Castrop-Rauxeler Hendrik Meisel und Klaus

Hamelmann zu Besuch im Senegal

Mindestpreise und Sozialprämie

Das Fair-Trade-System gilt als effizientes

Mittel, um solche Missstände zu vermeiden:

Handels-Organisationen wie die

GEPA zahlen den Produzenten – meist

Kleinbauern, die sich in Kooperativen zusammengeschlossen

haben und selbstbestimmt

arbeiten – feste Mindestpreise und

geben langfristige Abnahmegarantien,

sprich Planungssicherheit. Zudem muss

eine Sozialprämie gezahlt werden, die in

Entwicklungsprojekte vor Ort fließt (z. B.

Wasserversorgung, Schulen, Gesundheitsstationen

etc.). Ȇber die GEPA gelangen

die Lebensmittel dann schließlich in unseren

Laden und auf den Frühstückstisch

unserer Kunden«, so Hendrik Meisel.

© Foto: Hendrik Meisel und Klaus Hamelmann

›Baobab‹ in Plastikflaschen

Zusammen mit seinem Initiativkreis-Kollegen

Klaus Hamelmann besuchte er 2012

den westafrikanischen Staat Senegal. Dort

werden in einer Fair-Trade-Baumschule

für Affenbrotbaumsetzlinge (›Baobab‹) jugendliche

und erwachsene Arbeitskräfte

beschäftigt. Sie erhalten neben einem fairen

und sicheren Lohn auch eine Krankenversicherung

und bezahlten Urlaub. Aus

ökologischen Gründen – der Senegal

kämpft mit einem starken ›Müllproblem‹

– werden die Pflanzen anstatt in Blumentöpfen

in halbierten Plastikflaschen angeboten.

»Die Energie und Lebensfreude der

Einheimischen hat uns nachhaltig beeindruckt.

Wer das erlebt, relativiert seine eigenen

Ansprüche.«

»Jeder kleine Beitrag zählt!«

Der Castrop-Rauxeler Weltladen ist eines

von 800 deutschen Fachgeschäften, die

sich der Verbesserung der Lebensbedingungen

von Produzenten in der Dritten

Welt verschrieben haben. Einzelne faire

Produkte sind inzwischen aber auch in

Discountern erhältlich. 2012 wurden

deutschlandweit Fair-Trade-Waren im

Wert von insgesamt 533 Millionen Euro

verkauft, für den jungen Vorsitzenden ein

unglaublich positives Zeichen. »Jeder kleine

Beitrag zählt! Eine gute Stammkundin

unseres Ladens ist Hartz-IV-Empängerin

und kann es sich gar nicht erlauben, ausschließlich

faire Produkte zu konsumieren.

Aber ihren Kaffee besorgt sie immer

bei uns.«

Die Welt in 20 Jahren

Gefragt nach seinen Zukunftsträumen, lächelt

Hendrik Meisel: »Ich würde mir

wünschen, dass wir in 20 Jahren darüber

sprechen, dass es leider immer noch vereinzelte

›unfaire‹ Produkte in den Regalen

der Supermärkte gibt – gegenüber Tausenden

fair gehandelten!«

Das Team des Weltladens sucht

ständig Verstärkung!

www.weltladen-castrop.de

© Foto: Hendrik Meisel und Klaus Hamelmann


Menschen in Castrop-Rauxel 41

Bühnenzeit

Interview mit Julia Breier

Ich glaube an die Unsterblichkeit des Theaters.

Es ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen,

die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt

und sich damit auf und davon gemacht haben,

um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.

Max Reinhardt, Theaterregisseur (1873–1943)

Wie Ute Lemper im Rampenlicht stehen

und das Publikum verzaubern – was sich

viele junge Mädchen erträumen, ist für Julia

Breier Lebensinhalt. Die Castrop-Rauxelerin

tanzt und singt, seit sie stehen bzw.

sprechen kann. Als Gewinnerin der Stadtmagazin-Verlosung

(Ausgabe 90) besuchte

sie den dreitägigen Workshop der Hamburger

Stage School für Tanz, Gesang und

Schauspiel, der im Juni in Dortmund angeboten

wurde. Deutschlands größte private

Schule für Performing Arts gilt als

Sprungbrett für eine Karriere im Showbiz.

Nun ist Julia zurück und wir wollten natürlich

wissen, wie es war!

Nichte. »Aber das Theater gefällt mir besser,

da erlebt man die Reaktionen des Publikums

live mit – ich liebe diesen Nervenkitzel!«

»Mich kann man von der Bühne

eh nicht fernhalten«

Kein Wunder, dass sie inzwischen Musik

in Dortmund (Schwerpunkt Gesang und

Klavier) studiert. Tänzerisch ist Julia

Breier vom Ballet zum Jazzdance (bei

›Dance City‹ in Castrop-Rauxel) umgeschwenkt.

Darüber hinaus kann man das

Nachwuchstalent derzeit im Musical ›Cabaret‹

im Theater Oberhausen sehen und

hören. »Für die Proben musste ich mir

sechs Wochen Auszeit von der Uni nehmen«,

erzählt sie lächelnd. »Meine Dozenten

waren einverstanden, sie meinten,

dass man mich ja von der Bühne eh nicht

fernhalten könne.«

Tricks aufgeschnappt

Wir fragen uns: Was kann jemand mit einem

solchen Erfahrungsschatz in einem

Jeder musste vorsingen

»Super«, strahlt sie. »Wir waren eine coole

Truppe und die Dozenten hatten richtig

Bock auf uns!« Los ging es am Freitag den

7. Juni schon um 11 Uhr vormittags. Um

sich einen Überblick zu verschaffen, wen

sie da eigentlich vor sich hatten, ließen die

Lehrer die 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

erst einmal vorsingen – vor der

Gruppe. »Fast alle Kandidaten brachten

schon etwas Erfahrung mit, sei es durch

die Schulband oder die Theater-AG, aber

es gab auch einige Anfänger, die von Atemtechniken

noch nie etwas gehört hatten.

Die hatten natürlich Hemmungen. Doch

letztendlich haben sich alle getraut.«

»Ich liebe diesen Nervenkitzel«

Für die Zwanzigjährige selbst ist Lampenfieber

ein Fremdwort. »Meine ›Bühnenkarriere‹

begann schon mit Zwei bei den

Schauspielzwergen in Bochum, außerdem

habe ich im Kinderballett Herne und später

in der Ballettschule Düsseldorf getanzt,

da verliert man jegliche Scheu. Für

meine Mama war es ein echter Fulltime-

Job, mich immer überall hinzufahren!«

Vom Bochumer Schauspielhaus wurde Julia

Breier regelmäßig als Kinderdarstellerin

für ›schwierige‹ Rollen gebucht (»meine

Figuren haben sich ständig

umgebracht«), im Musical ›Tabaluga und

Lilli‹ in Oberhausen war sie Schneeballkind

und in der RTL-Serie ›Ritas Welt‹ mit

Gabi Köster mimte sie die Flöte spielende


42

Menschen in Castrop-Rauxel · Kultur

Dreitage-Workshop überhaupt noch dazulernen?

»Viel, und das unterschiedliche Niveau

in der Gruppe hat die Sache umso

spannender gemacht. Beispielsweise habe

ich einige ganz einfache Tricks aufgeschnappt,

die ich bis dahin noch nicht

kannte: Dass man den Adrenalinspiegel

senken kann, in dem man ein paar mal die

Treppe rauf und runter läuft oder dass

man Körperspannung erzeugt, indem man

aus der Hocke singt – superanstrengend

für die Oberschenkel.«

Bad in Cheeseburgern

Eine sportliche Herausforderung war auch

das Tanztraining: »2,5 Stunden am Stück,

das bin ich nicht gewohnt und es ging

ziemlich auf die Kondition!« Im Chor übernahm

Julia Breier kurzerhand die tiefe

Altstimme anstatt wie gewohnt den Sopran.

»Und im Fach Liedinterpretation

war es total interessant zu sehen, wie sich

die anderen präsentieren.« Am allermeisten

habe sie aber vom Schauspielunterricht

profitiert: »Dabei erfährt man viel

über sich selbst. Ich war überrascht, wie

stark meine Vorstellungskraft ist und wie

leicht es mir fällt, bestimmte Emotionen

abzurufen: In einer Sekunde habe ich Tränen

in den Augen und in der nächsten bade

ich lachend in einem Meer aus imaginären

Cheeseburgern.«

»Ich will mich ausprobieren!«

Zum Abschluss des Workshops wurde das

erprobte Programm vor Angehörigen und

Freunden vorgestellt. Für einige der Teilnehmer

war die Bühnenzeit damit erst

einmal zu Ende. Nicht so für Julia Breier.

Ihr wurde ein Platz an der Stage School in

Hamburg angeboten. Doch sie hat andere

Pläne. »Den Besuch einer privaten Schule

kann ich mir außerdem gar nicht leisten.«

Im Moment reizt sie der Gedanke, sich

nach ihrem Bachelorabschluss an einer

künstlerischen Hochschule für Musicalgesang

oder Schauspiel zu bewerben. »Ich

mag die Vielfalt, daher fällt es mir schwer

mich für eine Richtung zu entscheiden.

Am liebsten möchte ich so viele verschiedene

Sachen wie möglich spielen, um mich

auszuprobieren.«

Eins steht fest: Wenn Julia Breier in zehn

Jahren am Broadway spielt, werden wir sie

erneut um ein Interview bitten!

›Let’s do the Time Warp again‹!

Es regnete Reis und Toilettenpapier, Bierdeckel

wurden durch die Luft geschleudert

und das Wasser aus der Pistole des

Hintermanns sorgte für die ein oder andere

kühle Überraschung bei jenen, die

sich nicht rechtzeitig mit einer Zeitung

gewappnet hatten: Außerirdische hätten

an diesem 14. Juni auf dem Castroper

Marktplatz allen Grund gehabt, sich über

das seltsame Verhalten der Erdenbewohner

zu wundern. Denn das Westfälische

Landestheater feierte die Premiere des

Kult-Musicals ›Richard O’Brian’s the

Rocky Horror Show‹.

Den Wissenschaftler Dr. Frank N. Furter

als exzentrisch zu bezeichnen, wäre noch

untertrieben. Das bekommen Brad Majors

und Janet Weiss am eigenen Leibe zu spüren.

Als das frisch verlobte Paar nach einer

Reifenpanne Hilfe im nahe gelegenen

Schloss sucht, muss es sich mit der verstörenden

Tatsache arrangieren, dass es sich

bei ihrem Gastgeber um einen Außerirdischen

des Planeten Transsexual aus der

Galaxie Transylvania handelt. Die beiden

werden Zeuge eines Mordes, beobachten die

Geburt des unwiderstehlichen, muskelbepackten

Retortenwesens Rocky und erleben

Verführungen, die ihre rigiden Wertvorstellungen

auf die Probe stellen …

An drei Abenden spielte ein gut gelauntes

›Bühne-raus›-Ensemble vor voll besetzten

Rängen. Und die Zuschauer, die teils selbst

in fantasievoll-frivolen Kostümen angereist

waren, machten fröhlich

mit bei dem schrägen Spaß unter

freiem Himmel: Hier gehörten

die traditionellen Possen

wie Reis werfen, aber auch

die ›Boring‹-Rufe zum althergebrachten

Rocky-Ritual. Neben

der schauspielerischen

und gesanglichen Leistung der

Darsteller begeisterte Tankred

Schleinschock mit seinem Lippe-Saiten-Orchester.

Am Ende

der Premiere gab es Standing

Ovations und zwei musikalische

Zugaben.

© Foto: Volker Beushausen

Tipp: Wer die Open-Air-Show

verpasst hat, kann das wilde

Stück um Dr. Frank N. Furter

und sein außerirdisches Gefolge

am 24. Januar in der Stadthalle

sehen.


Kultur 43

BUCHtipps

aus der Redaktion

sie für ihr Leben kaum brauchen werden.

Statt ihnen dabei zu helfen, Neugier, Kreativität,

Originalität, Orientierung und

Teamgeist für eine immer komplexere

Welt zu erwerben, dressieren wir sie zu

langweiligen Anpassern. Demgegenüber

stehen die Erkenntnisse der modernen

Entwicklungspsychologie, der Lerntheorie

und der Hirnforschung, die an unseren

Schulen bis heute kaum berücksichtigt

werden. Denn nur was mit Neugier gelernt

wird, wird unseren Kindern wichtig und

bedeutsam. Und nur was ihnen bedeutsam

ist, weckt ihre Kreativität und spornt die

Leistungsbereitschaft an. Der Philosoph

und Bestsellerautor Richard David Precht

fordert: Unsere Schulen müssen völlig anders

werden als bisher. Wir brauchen andere

Lehrer, andere Methoden und ein anderes

Zusammenleben in der Schule. Mit

einem Wort: Wir brauchen keine weitere

Bildungsreform, wir brauchen eine Bildungsrevolution!

John O’Farrell

Der Mann, der seine Frau vergaß

Manhattan

381 Seiten · 17,99 Euro

Ehemänner vergessen so einiges: die Sachen

aus der Reinigung zu holen, den

Hochzeitstag oder dass ihre Frau einen

dringenden Termin hat. Aber Jack Vaughan

hat sogar vergessen, dass er verheiratet

ist. Irgendetwas hat seine Erinnerungen

komplett gelöscht – sein Name, sein Beruf,

seine komplette Vergangenheit: alles verschwunden.

Als er in diesem Zustand der

hinreißenden Madeleine begegnet, verliebt

er sich Hals über Kopf. Dumm nur, dass es

sich bei ihr um seine eigene Frau handelt

und dass die beiden vor dem Scheidungsrichter

stehen. Jack muss alles daran setzen,

seine Vergangenheit zurückzuerobern

– vor allem aber seine große Liebe …

Thomas Letocha

Oma Else kann’s nicht lassen

Goldmann

192 Seiten · 8,99 Euro

In Thomas Letochas Roman lernt die 81-

jährige Else Westermann, dass es nie zu

spät für einen Neuanfang und Glück keine

Frage des Alters ist.

»Bis vor nicht allzu langer Zeit dachte ich

noch, ich hätte die aufregendste Zeit meines

Lebens hinter mir. Wobei die größte

Aufregung in den letzten Jahren vielleicht

mein künstliches Hüftgelenk war, das erst

beim dritten Anlauf passte, ohne zu wackeln.«

Mit dieser Einschätzung hat Else

Westermann, genannt Oma Else, sich gehörig

vertan. Seit Kurzem ist sie Witwe

und auch noch um zwei beste Freundinnen

ärmer. Die eine hat sich in die Demenz

verabschiedet, mit der anderen hat Elses

Mann Robert sie jahrelang betrogen. Doch

dann erhält sie einen Brief, der nur leider

nicht für sie bestimmt war. Nach dessen

faszinierender Lektüre hat Else Geschmack

an den Briefen fremder Menschen

gefunden. Und so fischt sie täglich

neue Briefe aus fremden Briefkästen, liest

sie und steckt sie anschließend wieder zurück

– bis ein ganz besonderer Brief in ihre

Hände gerät und sie von einem Abenteuer

ins nächste stolpert.

Richard David Precht

Anna, die Schule und der liebe Gott

Goldmann

352 Seiten · 19,99 Euro

Unsere Kinder, die heute eingeschult werden,

gehen im Jahr 2070 in Rente. Doch

wir überfrachten sie mit Wissensstoff, den

Sabine Klewe

Der Seele weißes Blut

Goldmann

347 Seiten · 8,99 Euro

Nach einer durchzechten Nacht wird

Hauptkommissarin Lydia Louis im Morgengrauen

zum Tatort gerufen: eine grauenvoll

zugerichtete Frauenleiche, halb im

Waldboden eingegraben und zu Tode gesteinigt.

Schnell scheint klar: Hier handelt

es sich um einen Ehrenmord. Doch das

Opfer hat keinen muslimischen Hintergrund.

Und wie passen die rätselhaften

Zeichen dazu, die in den Baumstamm neben

der Leiche eingeritzt sind? Louis und

ihr neuer Partner Christopher Salomon

sind dem Mörder dicht auf den Fersen.

Doch der Killer hat sein Werk längst nicht

vollendet – und die Kommissarin fällt genau

in sein Beuteschema …


44

Dies & Das

Loriots gesammelte Werke

Die Herren Müller-Lüdenscheid

und Dr. Klöbner mit

der Ente im Bad, das weichgekochte

Frühstücksei, für

das in der Küche 4 (?) Minuten

geschuftet werden muss,

der Lottogewinner, dessen

Tochter in Wuppertal mit

dem Papst eine Herrenboutique

eröffnen wird. Überhaupt,

Männer und Frauen

passen einfach nicht zusammen

und früher war mehr

Lametta.

Das WLT bringt die kultigen Sketche eines der größten und beliebtesten

deutschen Humoristen auf die Bühne. Die Sketche und

Dialoge von Loriot beschreiben mit großer Feinsinnigkeit und einem

unvergleichlich liebevollen Humor unser alltägliches Miteinander.

Auf der Bühne entwickeln sie ihre ganze Brillanz.

»Ich lasse mir von einem kaputten Fernseher nicht vorschreiben,

wann ich ins Bett zu gehen habe.« Genau. Schauen Sie da gar

nicht erst rein, gehen Sie zum WLT.

Loriots gesammelte Werke

06.07., 20 Uhr, WLT-Studio

Ab Marsch und in die Pedale!

Die frische Luft genießen, neue Ecken

der eigenen Heimat entdecken, miteinander

ins Gespräch und je nach Wetterlage

vielleicht auch ein wenig ins

Schwitzen kommen: Im August lädt

Bürgermeister Johannes Beisenherz unternehmungslustige

Bürger erneut zu

zwei Sommertouren ein.

Wie in den vergangenen Jahren haben

die Experten des SGV und des ADFC

zwei abwechslungsreiche Routen ausgearbeitet.

Am 21. August geht es mit dem

Sauerländischen Gebirgsverein zu Fuß

über Stock und Stein. Bei der zweiten

Tour am 28. August werden die Kilometer

mit dem Fahrrad zurückgelegt. Dann

begleitet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club

den Ausflug durch die Wiesen,

Felder, Straßen und Siedlungen der Europastadt.

Start ist jeweils um 11 Uhr

auf dem Europaplatz vor dem Rathaus.

Sommertouren des Bürgermeisters mit dem SGV

21.08., Wanderung mit dem SGV

28.8., Fahrradtour mit dem ADFC

Treffpunkt je 11 Uhr, Europaplatz

Glosse

Wer suchet, der findet – manchmal!

Neulich las ich, dass der Mensch ein Suchender ist.

Wie wahr. Ich suche ständig etwas, und nach Stunden bin ich

dann höchst erstaunt, dass das Teil sich an dem von mir zugewiesenen

Platz befindet, mal sorgfältig abgeheftet oder eben in einem

eher undurchschaubaren Haufen. Picasso hat einst gesagt:

»Ich suche nicht, ich finde.«

So gesehen bin ich auch ein Finder, meistens jedenfalls, nach der

Suche. Falls die Beschilderung stimmt und mein Navi mitspielt.

Wenn nicht, bleibe ich ein Suchender im endlosen Straßengewirr

ohne das geringste Orientierungsvermögen. Ich bin aber noch immer

wieder zu Hause gelandet. Das ist schön. Zumal ich so viel

von der Welt sehe, was mir sonst verborgen geblieben wäre.

Manchmal sucht man aber auch wirklich wichtige Dinge, z. B. den

Sinn des Lebens. Da habe ich schon in vielen schlauen oder weniger

schlauen Büchern gesucht, das führt auch nicht unbedingt

ans Ziel. Schränke durchwühlen ist auch keine effektive Lösung.

Als Zellhaufen, durchmatscht mit ein paar Litern Wasser und

noch ein paar Zutaten, stolpern wir hilflos herum, ohne zu wissen,

was das Ganze soll, und fühlen uns dabei ganz wichtig. Uns fehlt

eine Schule des Lebens, aber dafür lernen wir ja, den Sinus und

Cosinus zu unterscheiden, und uns wird der Ablativus absolutus

vorgestellt. Super, absolutus hilfreich im Zirkus des Lebens ...

• Grabmale

• Rasenreihengrab-Kombinationen

• Grablaternen • Grabvasen

• Einfassungen

• Reparaturen

• Bildhauerarbeiten

© Foto: Burkard Vogt; pixelio.de


Dies & Das 45

Juicy Beats Festival wird volljährig!

Am 27. Juli feiert das größte Festival für

Electronic- und Independent Music in

NRW seinen 18. Geburtstag. 100 Acts und

DJs auf über 20 Bühnen und Floors und

bis zu 30.000 Gäste verwandeln den Dortmunder

Westfalenpark in eine riesige

Open Air Party. Neben Top-Acts wie Marteria,

Fritz Kalkbrenner, The Notwist und

Leslie Clio werden bei dem 16-stündigen

Spektakel wieder zahlreiche Newcomer

und Geheimtipps im Rampenlicht stehen.

Achtung: Wir verlosen 4 x 2 Karten. Einfach bis

zum 10. Juli eine E-Mail schicken an

info@stadtmag.de mit dem Betreff ›Juicy Beats‹.

Viel Glück!

www.juicybeats.net

Rock im Pool 2013

Unbedingt vormerken: Erstmalig präsentiert die Solidarfondsstiftung

NRW im Parkbad Süd das Mega Rock-Event 2013 unter dem

Motto ›Rock im Pool‹.

Die Rock Classic Allstars entern die Bühne des Parkbads mit folgenden

Künstlern: Greg Bannis, der mehr als 20 Jahre Sänger

der Kultband Hot Chocolate (›Your sexy Thing‹) war, bringt das

Publikum nicht nur mit den bekannten Hits der Band H.C., sondern

auch mit seinen Reggae-Songs zum tanzen. Steve Whalley

(Ex-Slade) und Jeff Brown (Ex-Sweet) sind ebenso mit ihren Tophits

von der Partie wie auch Rob Benson, der einst Frontmann

Marc Bolan bei T.Rex beerbte. Außerdem am Start ist Syd Twynham,

der 1987 gemeinsam mit Les Gray dessen legendäre Partyband

›Mud‹ neu formierte. Als Castroper Kultband zeigen Seven

Cent ihr neustes Programm.

Rock im Pool

07.09., 18 Uhr, Parkbad Süd

Sind Sie ein Spieler?

In 80 Tagen um den Globus reisen, unbekannte Territorien erforschen

und wertvollen Schätzen nachjagen: Am 29. Juni wird das

Haus der Begegnung an der Lange Straße zum Abenteuerschauplatz.

Unter dem Motto ›Auf Reisen‹ veranstaltet das HadeBe-GamesCon-Team

wieder ein Turnier für Brettspielfreunde.

In ›Tikal‹, dem Spiel des Jahres 1999, werden Tempel wie zu Zeiten

der Inkas errichtet. ›Die Osterinsel‹ ist ein Wettrennen um

Steine und monströse Skulpturen. In ›Entdecker‹ müssen die

Spieler neue Inseln erschließen und wertvolle Rohstoffe gewinnen.

Im ›Reich der Wüstensöhne‹ gewinnt, wer fruchtbare Oasen

findet und Edelsteine anhäuft. Bei ›In 80 Tagen um die Welt‹ handelt

es sich um eine Weltreise voller Gefahren und Intrigen.

Jeder Teilnehmer spielt jedes Spiel. Die Regeln werden von Spielleitern

erklärt. Bevor es richtig losgeht, dürfen sich die Gäste aber

erstmal für ihr Abenteuer stärken. Die Unkosten für das gemeinsame

Frühstück sind bereits in der Teilnahmegebühr von 4,50

Euro enthalten.

29.06., 10-18 Uhr, HaBeDe

Spieleturnier ›Auf Reisen‹

© Foto: La-Liana; pixelio.de


46

Rätselspaß

Sudoku

einfach

1 5 3

6 7 5 1

2 9 7

7 3 5 2

8 2 6

9 1 8

4 6 3

8 7 4 2

3 1 7

schwierig

8 7

3 6 2

8 7 4

1 9 6

4 3 7 9

9 1 5

3 9 4

9 7 5

5 3

2 4 9 8 3 7 5 6 1

5 1 7 4 9 6 3 2 8

6 3 8 5 2 1 9 4 7

4 9 5 7 6 3 1 8 2

7 6 3 2 1 8 4 9 5

1 8 2 9 4 5 7 3 6

8 7 4 3 5 2 6 1 9

3 5 6 1 8 9 2 7 4

9 2 1 6 7 4 8 5 3

Sudoku einfach

Auflösung aus Ausgabe 90

4 2 5 8 3 7 1 6 9

7 9 3 6 5 1 8 4 2

1 8 6 4 9 2 3 5 7

5 4 1 3 2 6 7 9 8

3 6 2 7 8 9 5 1 4

9 7 8 5 1 4 6 2 3

2 5 4 1 7 8 9 3 6

6 1 7 9 4 3 2 8 5

8 3 9 2 6 5 4 7 1

Sudoku schwierig

Auflösung aus Ausgabe 90

Bilden Sie aus folgenden Buchstaben

ein Wort:

H H I

L M A

C Z N

Auflösung aus Ausgabe 90:

BEHAGLICH

In eigener Sache:

Sorry: In der letzten Ausgabe waren in dem ›einfachen‹ Sudoku

zwei Zahlen in der ersten Reihe verrutscht, so war natürlich keine

Lösung möglich. Wir danken Ihnen für die vielen Hinweise, als

schlauer Leser sind Sie natürlich sofort darauf gestoßen. Kompliment

und danke!

Schmunzelecke

Sitzt ein Professor in der Mensa und isst. Auf einmal setzt sich ein

Student ihm gegenüber. Da fragt der Professor: »Essen neuerdings

Adler und Schweine etwa an einem Tisch?« Darauf der Student:

»Oh – nein! Dann fliege ich mal lieber weiter.«

Was machen Kannibalen aus Ärzten? Hot Docs

PREISrätsel

Schreiben Sie Ihre Lösungen auf eine Postkarte (mit Ihrem Absender

und Ihrer Telefonnummer) und senden Sie diese bis zum 15.08.2013

an den

Correctum Verlag,

Postfach 40 08, 58426 Witten

oder per E-Mail an info@stadtmag.de

Sollte mehr als eine richtige Lösung eingehen, entscheidet das Los.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahmeberechtigt sind alle

MitbürgerInnen, ausgenommen MitarbeiterInnen des Verlages und

deren Angehörige.

Rätselfragen

1. Wie hieß der Baumeister, der die Bauarbeiten zu

›Haus Henrichenburg‹ ausführte?

2. Welche Form sollte die Seifenkiste der ›Egg-Racers‹

ursprünglich haben?

3. Wann findet die Geschichtsrallye statt?

Gewonnen

Unser letztes Preisrätsel gewann Karin Hetzel.

Ihr Preis geht ihr per Post zu.


Termine & Veranstaltungen 47

29.06., 10–18 Uhr HaBeDe

Spieleturnier · ›Auf Reisen‹

30.06., 11–18 Uhr Marktplatz Ickern

Jahrmarkt

13.·14.07., 17 Uhr Aula ASG

›Das Gänseblümchen Frederike‹ · Kindermusical

14.07., 11–18 Uhr Siemensstraße

Jahrmarkt

21.07., 11–18 Uhr Lambertstraße

Jahrmarkt

28.07., 11–18 Uhr Marktplatz Ickern

Jahrmarkt

03.07., 20 Uhr WLT–Studio

Dead or alive? · Poetry Slam

04.07., 11 Uhr WLT–Studio

05.07., 10 + 12 Uhr

Andorra

Ihr Stadtmagazin liegt bei allen

unseren Anzeigenkunden und vielen

öffentlichen Stellenfür Sie bereit!

06.07, 20 Uhr WLT–Studio

Loriots gesammelte Werke

06.07.

Extraschicht

07.07. Parkbad Nord

Freibadfest

07.07., 11–18 Uhr Lange Straße

Sommerfest

07.07.. 13–18 Uhr Aula ASG

JeKi-Abschlusskonzert

Mit allen JeKi-Kindern aus Castrop-Rauxel, Special

Guest: Orchester Kunterbunt

08.07., 10 Uhr WLT–Studio

09.07., 9 + 11 Uhr

Alk. Außer Kontrolle

11.08. Europaplatz

Trödelmarkt

21.08., 11 Uhr Europaplatz

Sommertour des Bürgermeisters mit dem SGV

25.08., 11–18 Uhr Marktplatz Ickern

Jahrmarkt

28.08., 11 Uhr Europaplatz

Sommertour des Bürgermeisters mit dem ADFC

© Foto: Rolf van Melis / pixelio.de

Die verflixte Sieben

Wir haben ein wenig gebastelt – neudeutsch heißt das ›gephotoshopt‹ – und sieben Fehler in die idyllische

Hinterfront von Schloss Goldschmieding gemogelt. Oder waren es doch eher acht? Oder neun? In

der nächsten Ausgabe verraten wir die Lösung.

Das nächste Stadtmagazin erscheint Ende August. Redaktionsschluss ist am 15.08.2013.

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