Stadtwerke Göttingen AG Geschäftsbericht 2010

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Stadtwerke Göttingen AG Geschäftsbericht 2010

Stadtwerke Göttingen AG

Geschäftsbericht 2010


Zur schnellen Information

2006 2007 2008 2009 2010

Bilanz u. Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanzsumme Mio. € 112,5 116,7 109,2 107,6 109,7

Anlagenvermögen Mio. € 84,2 82 80,3 77,8 77,2

Eigenkapital Mio. € 45,1 45,1 45,1 45,1 45,3

Umsatz Mio. € 103,7 88,2 102,1 99,2 96,8

Investitionen ungekürzt Mio. € 7,1 8,6 6,9 5,8 5,3

Jahresergebnis Mio. € 5,0 5,6 5,0 7,6 8,0

Stromversorgung 1

Stromverkauf GWh 13,9 - - - -

Abgerechnete Zähler St. 453 - - - -

Gasversorgung

Gasverkauf GWh 1.848,80 1.746,00 1.778,83 1.745,20 1.965,74

Höchste Tagesabgabe GWh 11,98 10,82 10,38 12,70 11,74

Leitungsnetz ohne HA km 416 418 418 418 419

Hausanschlüsse St. 16.021 16.128 16.188 16.252 16.305

Installierte Zähler St. 25.801 25.734 25.736 25.518 25.302

Wasserversorgung

Wasserverkauf Mio. m 3 7,7 7,5 7,3 7,2 7,3

Höchste Tagesabgabe 1.000 m 3 31 29 27 26 27

Leitungsnetz ohne HA km 493 495 495 495 495

Hausanschlüsse St. 18.531 18.617 18.675 18.745 18.822

Installierte Zähler St. 19.289 19.354 19.392 19.456 19.502

Fernwärmeversorgung

Wärmeverkauf GWh 93,1 86,9 90,4 95,8 113,7

Stromverkauf GWh 12,7 13,8 15,9 17,1 17,4

Installierte Leistung

a) Wärmeerzeugung (Engpassleistung) MW 58 59 61 62 67,6

b) Stromerzeugung MW 1,78 2,12 2,26 2,31 3,3

Fernwärme-Leitungsnetz inkl. HA km 28,9 30,1 30,5 30,5 31,7

Nahverkehr

Beförderte Personen Mio. 16,8 17,7 17,0 17,9 18,3

Anzahl der eingesetzten Omnibusse St. 85 85 86 87 85

Länge des Liniennetzes km 193 191 192 194 194

Nutzwagen-Kilometer 1.000 km 3.535 3.509 3.541 3.543 3.606

Industriegleisbetrieb

Länge der Gleisanlage km 4,1 4,1 4,1 4,1 4,1

Gleisbenutzung Waggons 5.018 4.514 3.918 4.003 4.094

Parkhausbetriebe

Parkvorgänge (1.000) Anzahl 555 530 509 493 498

Mitarbeiter

(Stand: 31.12.) 391 382 377 376 373

1

Rückübertragung Stromvertrieb ab 2007 an die E.ON Mitte AG, Kassel

2


Inhaltsverzeichnis

Zur schnellen Information 2

Inhaltsverzeichnis 3

Konzernjahresabschluss der Stadtwerke Göttingen AG

Lagebericht 4

Bilanz 16

Entwicklung des Anlagevermögens 18

Gewinn- und Verlustrechnung 20

Anhang 21

Zusammensetzung der Organe 30

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 32

Jahresabschluss der Stadtwerke Göttingen AG

Bericht des Aufsichtsrates 34

Lagebericht 36

Bilanz 44

Entwicklung des Anlagevermögens 46

Gewinn- und Verlustrechnung 48

Anhang 49

Zusammensetzung der Organe 58

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 60

Jahresabschluss der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH

Bericht des Aufsichtsrates 62

Lagebericht 64

Bilanz 70

Entwicklung des Anlagevermögens 72

Gewinn- und Verlustrechnung 74

Anhang 75

Zusammensetzung der Organe 80

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 82

3


Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010

der Stadtwerke Göttingen Aktiengesellschaft

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Nach der weltweiten Rezession im Jahre 2009, ausgelöst durch die Finanzmarktkrise, konnte sich

die deutsche Wirtschaft entgegen den Prognosen der Experten deutlich erholen. Das preisbereinigte

Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs um 3,6 % im Vergleich zu 2009. Der heftige Wintereinbruch

bremste das Wachstum der deutschen Wirtschaft zum Jahresende. Im Vorjahr war die Wirtschaft

noch um 5,0 % geschrumpft. Hauptauslöser für die Erholung war der Anstieg bei den Exporten,

Investitionen und der Inlandskonsum. Für das Jahr 2011 rechnen Experten mit einer weiteren

Erholung.

Mit insgesamt 479,6 Mio. t Steinkohleeinheiten

(SKE) oder 14.057 Petajoule lag der Primärenergieverbrauch

in Deutschland nach

Berechnungen des BDEW Bundesverband der

Energie- und Wasserwirtschaft e.V. im Jahr 2010

um 4,6 % über dem Vorjahresniveau. Die positive

gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie die kühle

Witterung zu Beginn und zum Ende des Jahres

sind ursächlich dafür verantwortlich.

Der Erdgasverbrauch lag mit rund 104,5 Mio. t

SKE um 4,2 % über dem Vorjahresniveau. Die

Verbrauchserhöhung beruht neben den kühleren

Temperaturen auch auf einer Nachfrageerhöhung

Photovoltaik auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes, Hildebrandstraße

seitens der Industrie. Der Einsatz von Erdgas in

Kraftwerken stieg ebenfalls leicht an. Der Anteil

von Erdgas am gesamten Primärenergieverbrauch in Deutschland 2010 lag mit knapp 22 % auf

Vorjahresniveau. Die Struktur der Erdgasbezugsquellen hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verändert.

Der deutschen Förderung in Höhe von 11 % stehen Importe in Höhe von 89 % gegenüber.

Wichtigstes Importland mit einem Anteil am Erdgasaufkommen von 33 % ist Russland, gefolgt

von Norwegen mit einem Anteil von 29 %.

Im Segment der privaten Haushalte sowie des Gewerbe- und Dienstleistungssektors stieg der

Erdgasabsatz mit 452 Mrd. kWh um 4 % an. In der Industrie entwickelte sich der Erdgasverbrauch

konjunkturbedingt im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von 5 %. Der Einsatz in Kraftwerken

ist ebenfalls um 6 % angestiegen. Insgesamt stieg der inländische Erdgasabsatz um rund 4 % auf

933 Mrd. kWh an. Erdgas ist in Deutschland weiterhin die Nr. 1 im Wärmemarkt. Insgesamt stieg

die Zahl der erdgasbeheizten Wohneinheiten von 18,6 Mio. auf 18,7 Mio. an. Das entspricht einem

Marktanteil von 48,9 %. Im Neubaubereich werden rund 50,4 % aller neuen Wohnungen mit einer

Erdgasheizung ausgestattet.

4


Die Preise des nationalen Erdgasmarktes sind weiterhin von der internationalen Entwicklung an

den Rohstoffmärkten abhängig. Im Jahr 2010 führte der Anstieg des Rohölpreises infolge der weltweiten

Konjunkturerholung zu steigenden Gasbeschaffungskosten.

Der Erdgaspreis wird im Wesentlichen durch die Entwicklung des Rohölpreises beeinflusst.

Darüber hinaus bestimmen die Netzentgelte als auch die Steuern und Abgaben den Preis. So ist der

Preis für Erdgas mit rund 30 % Staatsanteil für Steuern und Abgaben, inkl. Konzessionsabgabe,

belastet.

Die Anwendung einheitlicher Geschäftsprozesse für den Lieferantenwechsel beim Gasbezug führte

zu vermehrtem Wettbewerb im Gasmarkt. Die Stadtwerke Göttingen AG stellt allen Lieferanten

ihr Gasnetz diskriminierungsfrei zur Verfügung.

Die Entwicklung im Personenverkehr in Deutschland weist nach der Statistik des Verbandes

Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ein Plus von 0,4 % beförderter Personen auf. Die Sparte

Straßenpersonenverkehr weist ein Plus von 0,5 % auf. Die Entwicklung der Erträge im VDV-

Straßenpersonenverkehr zeigt eine Steigerung von 3,0 % im Vergleich zu 2009.

Die Entwicklung im Güterverkehrsmarkt im öffentlichen Verkehr des Eisenbahngüterverkehrs

ist nach dem Einbruch im Jahre 2009 um 12 % von 95,5 Mrd. Tonnenkilometer auf 107,0

Mrd. Tonnenkilometer im Jahre 2010 gestiegen. Die Gleislängen der Unternehmen im VDV sind

von 7.853 km in 2008 auf 7.662 km in 2009 zurückgegangen.

Wesentliche Daten zur Geschäftsentwicklung, Ertragslage

2010 2009

Veränderung

in %

Gasverkauf (ohne Durchleitung) 1.927,7 GWh 1.722,2 GWh + 11,9

Wasserverkauf 7,253 Mio. m³ 7,224 Mio. m³ + 0,4

Fernwärme- und Stromverkauf

a) Fernwärme 113,7 GWh 95,8 GWh + 18,7

b) Strom BHKW/Photovoltaik 17,4 GWh 17,1 GWh + 1,8

c) Strom Wasserkraft 0,79 GWh 0,77 GWh + 2,6

Parkhausbetriebe

498 Tsd. Parkvorgänge

493 Tsd. Parkvorgänge

+ 1,0

Fahrgäste (inkl. echter Verbundabrechnung 18.269 Tsd. 17.955 Tsd. + 1,7

Nutzwagenkilometer 3.606 T km 3.543 T km + 1,8

Industriegleis 4.094 Waggons 4.003 Waggons + 2,3

5


Die Konzernumsatzerlöse gingen um 2,4 Mio. € von 99,2 Mio. € im Jahre 2009 auf 96,8 Mio. €

im Jahre 2010 zurück. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den preisbedingten Rückgang

in der Gassparte in Höhe von 3,1 Mio. € zurückzuführen. Die Umsatzerlöse der Sonderkunden

im Gasbereich verringerten sich um 0,3 Mio. €, die der Tarif- und Normsonderkunden um 2,6

Mio. €. Der Gasverkauf – ohne durchgeleitete Mengen – hat sich gegenüber dem Vorjahr um

205,6 Mio. kWh auf 1.927,7 Mio. kWh temperaturbedingt erhöht. Dieser Zuwachs betrifft alle

Kundensegmente.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren verringerten sich

um 3,8 Mio. € auf 57,2 Mio. €. Diese Verringerung ist im Wesentlichen auf den preisbedingten

Rückgang der Gasbezugskosten in Höhe von 3,7 Mio. € zurückzuführen.

Die bezogenen Leistungen liegen mit 4,7 Mio. € um 0,6 Mio. € über dem Niveau von 2009. Dieser

Anstieg ist im Wesentlichen auf die Verteuerung der Fremdvergabe im Nahverkehr zurückzuführen.

Der Wettbewerb im Göttinger Gasmarkt hat im vergangenen Jahr weiterhin zugenommen.

Ende 2010 waren insgesamt 29 Gasanbieter mit über 40 unterschiedlichen Tarifen im Markt

aktiv. Dennoch hielt sich der Kundenwechsel zu den Wettbewerbern in Grenzen. Ende 2010

waren 894 Kunden (3,5 %) von insgesamt 25.302 zu einem anderen Gasanbieter gewechselt.

Hier macht sich unter anderem die verstärkte Positionierung der Stadtwerke Göttingen AG als

örtlicher Energieanbieter und Effizienzdienstleister bemerkbar. Zudem greifen Rabattsysteme

für Energiedienstleistungen wie Gebäudeenergieausweis und Thermographie-Aufnahmen. Der

Sondertarif gögas ist auch weiterhin sehr begehrt. Bis Ende 2010 sind 9.280 Kunden in den gögas-

Tarif gewechselt.

Die an den beiden Erdgastankstellen abgesetzte CNG-Menge erhöhte sich um 74.694 kg und damit

um rund 15 % auf 585.567 kg. Dies entspricht knapp 8,8 Mio. kWh Absatz. Hauptgrund für

die Steigerung ist die Ausweitung des speziellen Förderprogramms für Erdgastaxen. 2010 sind

über dieses Programm sechs Fahrzeuge neu zugelassen worden. Bis Ende des Jahres 2010 haben

die Stadtwerke Göttingen AG gemeinsam mit der Stadt und den örtlichen Autohäusern von Fiat,

Mercedes, Opel und VW das Förderprogramm „götax“ als Beitrag zur Reinhaltung der Luft im

Stadtgebiet durchgeführt. Mittels eines erhöhten Tankgutscheines von 1.500 kg CNG je Erdgastaxi

sollte der Austausch älterer Dieselfahrzeuge forciert werden, um die Feinstaubbelastungen in der

Innenstadt zu reduzieren.

In der Wasserversorgung war erstmals seit Jahren eine minimale Steigerung beim Wasserverkauf

zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr wurden 30 Tsd. m³ mehr abgesetzt. Die verkaufte Menge

belief sich auf 7,253 Mio. m³. Hier macht sich die trockenere Witterung in den Sommermonaten

bemerkbar. Die Umsatzerlöse aus dem Wasserverkauf liegen mit 13,6 Mio. € um ca. 0,1 Mio. €

über Vorjahresniveau.

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Der in der Übernahmestation Weende in der Wasserkraftanlage erzeugte und in das Netz der E.ON

Mitte AG eingespeiste Strom nahm von 690.707 kWh um 14.656 kWh (+ 2,1 %) auf 705.363 kWh

zu. Unter Berücksichtigung des in der Turbine Stegemühle erzeugten und in das Netz der E.ON

Mitte AG eingespeisten Stroms ergibt sich ein Zuwachs von 770.957 kWh auf 791.614 kWh.

Die verkaufte Menge in der Fernwärmeversorgung des Jahres 2010 nahm temperaturbedingt und

durch den Neuanschluss von Kunden von 95,8 GWh auf 113,7 GWh zu. Der Stromverkauf im

Bereich der Heizkraftwerke lag mit 17,4 GWh über dem Vorjahresniveau von 17,1 GWh. Hier

macht sich wie beim Wärmeverkauf die Inbetriebnahme der neuen Contracting-Anlagen positiv

bemerkbar. Seit dem 01. Oktober 2010 werden die Blockheizkraftwerke in den Baugebieten

der südlichen Feldmark und auf den Zietenterrassen mit Biogas befeuert. Dadurch sind die

Primärenergiefaktoren in beiden Fernwärmegebieten auf den Optimalwert Null gesunken.

Das Fahrgastaufkommen konnte Zuwächse in Höhe von 313.250 beförderter Personen – basierend

auf der echten Verbundabrechnung – gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Die starke Erhöhung

basiert auf deutlichen Zuwächsen bei allen Kartenarten.

Beim Industriegleis weist die Anzahl der Waggonzustellungen ein Plus von 2,3 % auf.

Die Umsatzerlöse im Nahverkehr und beim Industriegleis sind gegenüber dem Vorjahr insgesamt

um rd. 662 T€ angestiegen.

Durch die vertraglich festgelegten Rückgänge bei

den Ausgleichszahlungen gemäß § 45a PBefG für

die rabattierten Zeitkarten im Ausbildungsverkehr

beträgt die Zahlung für das Jahr 2010 insgesamt

866 T€ (876 T€ im Jahr 2009).

Bei der unentgeltlichen Beförderung schwer behinderter

Menschen gemäß § 148 SGB IX wurden

weiterhin für die Berechnung die gekürzten

Werte angesetzt, die wir vom Niedersächsischen

Landesamt für Soziales, Jugend und Familie erhalten

haben. Aufgrund der erneuten Steigerungen

bei den Umsatzerlösen und der damit verbundenen

Anteilsberechnung sind dennoch keine Rückgänge

im Gesamtbetrag zu verzeichnen.

Rollenware PE-100 im Außenlager in der Hildebrandstraße

Die Fremdvergabe von Leistungen im Liniennetz im Jahr 2010 betrug 20 %. Damit wurden

727.898 km durch Subunternehmer erbracht, die insgesamt 14 Linienbusse und vier Linien-Taxen

einsetzten. Der Aufwand für die Fremdvergabe ist um 241 T€ gestiegen.

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In der Summe führt dies zu einem Gesamtkostendeckungsgrad von 70,1 % im Vergleich

zum Vorjahr (2009 = 67,7 %) eine Verbesserung. Dies liegt zum einen an den gestiegenen

Umsatzerlösen und zum anderen an den rückläufigen Personalkosten in 2010.

Aus der Umstellung der Rechnungslegung auf die Vorschriften des BilMoG ergaben sich per

01. Januar 2010 negative Einmaleffekte in Höhe von 491 T€. Diese wurden im außerordentlichen

Ergebnis ausgewiesen. Darüber hinaus wurden weitere Einmaleffekte in Höhe von 220 T€ aus der

Anwendung der Vorschriften des BilMoG in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Der Konzernjahresüberschuss beträgt 2,7 Mio. € und liegt damit um 0,7 Mio. € unter dem Ergebnis

des Vorjahres.

Investitionen

Die Investitionen im Konzern betrugen 5,5 Mio. € (Vj. 5,3 Mio. €). Schwerpunkt der Investitionen

waren erneut die Erneuerung und Erweiterung unseres Verteilungsnetzes in der Gas-, Wasserund

Fernwärmeversorgung mit 2,8 Mio. €. Die Auswechselungen von duktilen Gussleitungen

im Bereich der Gasversorgung mit 2,6 km und

die Auswechselungen von Graugussleitungen

und von duktilen Gussleitungen im Bereich

der Wasserversorgung mit 3,3 km Länge

standen dabei im Vordergrund. Größte

Einzelinvestitionen mit jeweils 0,4 Mio. €

waren die Erweiterungen der Kraft-Wärme-

Kopplung in den Blockheizkraftwerken in der

südlichen Feldmark und auf den Zietenterrassen.

Die Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung

des Grundwassers auf unserem ehemaligen

Gaswerksgelände wurden im Geschäftsjahr planmäßig

fortgesetzt.

Schwerpunkt der Investitionen im Nahverkehr war

Contractingprojekt bei der Fa. Mahr GmbH, Göttingen

die Anschaffung von drei Gelenkbussen in Höhe

von 1,0 Mio. €. Diese Busse wurden im Sale-andlease/Mietkauf-back-Verfahren

angeschafft. Alle Busse sind mit umweltfreundlichen Euro-V-

Motoren ausgestattet sowie der sog. Ad Blue Technik, die Stickoxidemissionen reduziert.

Darüber hinaus wurden für Bordrechner, Buszubehör und Werkzeuge 93 T€ investiert.

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte bei der Stadtwerke Göttingen AG aus Eigenmitteln

und Baukostenzuschüssen, bei der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH aus dem Sale-and-lease/

Mietkauf-back-Verfahren und durch Eigenmittel.

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Personal- und Sozialbereich

Am 31. Dezember 2010 wurden im Konzern insgesamt 373 Mitarbeiter (Vj. 376) – davon 26

Aushilfsbeschäftigte und vier Auszubildende – beschäftigt. Die Veränderung resultiert aus zwölf

Abgängen und neun Zugängen.

Im Rahmen des Tarifvertrages über Altersteilzeit haben insgesamt 58 Mitarbeiter ein Altersteilzeitarbeitsverhältnis

begründet. Zum Jahreswechsel waren 15 Mitarbeiter (Vj. 16) im passiven Teil der

Altersteilzeit, im aktiven Teil waren es 42 Mitarbeiter (Vj. 49).

Bei der betrieblichen Gesundheitsvorsorge und dem Arbeitsschutz war Zielsetzung die

Vermeidung schädlicher Einflüsse am Arbeitsplatz, die Beseitigung von Unfall- und Gesundheitsgefahren

sowie die Durchführung vorbeugender Gesundheitsmaßnahmen. Um den Krankenstand

langfristig zu senken, wurden bei den Verkehrsbetrieben eine flexible Dienstzuteilung und ein

Bonussystem zur Vermeidung von Fehlzeiten eingeführt. Darüber hinaus werden Kosten für die

Erhaltung der körperlichen Fitness übernommen. In 2010 wurden 15 meldepflichtige Unfälle im

Konzern registriert.

Mit Abschluss der Tarifverhandlungen wurde bei der Stadtwerke Göttingen AG eine lineare

Erhöhung um 2,1 % ab 01. Januar 2010 gewährt.

Mit Abschluss der Tarifverhandlungen haben sich bei der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH die

Tabellenentgelte ab 01. Januar 2010 um 1,2 % erhöht. Darüber hinaus wurde eine Einmalzahlung

im Juli 2010 von 70 € gewährt.

Vermögens- und Finanzlage

Die Finanzierung der Investitionen bei der Stadtwerke Göttingen AG erfolgte ausschließlich aus

Eigenmitteln. Die Finanzierung der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH wird im Wesentlichen

durch den bestehenden Gewinnabführungsvertrag mit dem Gesellschafter sowie durch das

Einlageversprechen der Stadt Göttingen gewährleistet. Der Anteil des Eigenkapitals (nach

Abzug der vorgesehenen Gewinnausschüttung) am Gesamtvermögen des Konzerns beträgt rund

41,3 %. Bei der Konzessionsabgabe ist der steuer- und preisrechtlich zulässige Höchstbetrag von

2,8 Mio. € erwirtschaftet worden.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von 15,6 Mio. € (14,3 %); davon

sind 4,4 Mio. € erst langfristig fällig.

Zur Absicherung des Zinsrisikos bestehen bei der Stadtwerke Göttingen AG Swapvereinbarungen

für zwei Darlehen über 5,6 Mio. € mit einer Laufzeit bis November 2016 und bei der Göttinger

Verkehrsbetriebe GmbH für ein Darlehen über 1,9 Mio. € eine Swapvereinbarung mit einer

Laufzeit bis zum 30. November 2017 und für ein Darlehen über 0,1 Mio. € eine Swapvereinbarung

mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2011.

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Von den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 7,5 Mio. € entfallen u. a. 2,5 Mio. € auf

Rückstellungen für Altersteilzeit nach der erstmaligen Verrechnung mit den Forderungen aus der

Insolvenzversicherung, die bisher unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen wurden,

1,2 Mio. € auf die Mehrerlösverrechnung und 0,9 Mio. € auf Altlasten (kontaminierter Boden).

Mit Bescheid vom 28. Oktober 2009 hat die Bundesnetzagentur in Bonn (BNetzA) die Vorgaben

des BGH, die Mehrerlöse zukunftsgerichtet und periodenübergreifend auszugleichen, umgesetzt.

Aufgrund der Komplexität und Vielzahl der mit der Mehrerlösabschöpfung verbundenen rechtlichen

und tatsächlichen Fragestellungen hat die Beschlusskammer der BNetzA die Ermittlung

der Mehrerlösbeträge in einem vereinfachten Mehrerlösabschöpfungsverfahren angeboten. Dabei

wird ein pauschaler Abschlag von einem Drittel auf die Differenz zwischen den Umsatzerlösen

aus Netzentgelten und den im ersten Entgeltgenehmigungsbescheid anerkannten Kosten vereinfachend

in Abzug gebracht. Wir haben diesem vereinfachten Mehrerlösabschöpfungsverfahren zugestimmt

und unsere Rückstellung entsprechend angepasst.

Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 1,3 Mio. € auf 8,0 Mio. €. Die Verringerung

resultiert in erster Linie aus einer Abnahme der Guthaben aus der Jahresverbrauchsabrechnung 2010.

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit lag bei 7,1 Mio. €. Der Cash Flow aus der

Finanzierungstätigkeit lag bei - 4,5 Mio. €. Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode lag bei

rund 14,0 Mio. €.

Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Schluss des

Geschäftsjahres

Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht aufgetreten.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Das am 01. Mai 1998 in Kraft getretene Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich

(KonTraG) verpflichtet Kapitalgesellschaften unter anderem zur Einrichtung eines

Risikofrüherkennungssystems, um alle den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden

Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu überwachen.

Bekannte Maßnahmen der Risikovorbeugung, wie die Funktionstrennung und das Vier-Augen-

Prinzip bei wichtigen Prozessen, Richtlinien, Dienstanweisungen und umfangreiche Berichtsmechanismen

sind bereits sehr lange Grundbestandteil unseres bewährten internen Kontrollsystems.

Darüber hinaus ist das Risikomanagement, geleitet durch ein softwaregestütztes

Risikomanagementsystem, ein wichtiger Bestandteil unserer Geschäftsprozesse. Im Bereich des

Risikomanagements wird von uns mit dem „Risiko-Kompass“ eine Software eingesetzt, die den

neuesten Entwicklungen und Anforderungen gerecht wird. Dieses Tool verfügt über ein erweitertes

Kennzahlensystem und ist mit seinem checklistengestützten Verfahren geeignet, auch künftige

Ansprüche an ein Risikomanagementsystem zu erfüllen.

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In allen Bereichen unseres Konzerns und mit Hilfe aller Risikoverantwortlichen wird eine

permanente Risikoanalyse und -bewertung durchgeführt. Die Risiken werden nach ihrer

Eintrittswahrscheinlichkeit und nach der zu erwartenden Schadenshöhe qualifiziert. Die

Risikoverantwortlichen beurteilen die möglichen Schäden, die identifizierte Risiken verursachen

könnten, anhand der Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des

Unternehmens. Risikoursachen und Maßnahmen, mit deren Hilfe ein Risiko vermieden, reduziert

oder abgewälzt werden kann, werden beschrieben und ständig aktualisiert.

Es bestehen Risiken im Bereich „Unbundling“, der Entflechtung von Gas-Netzbetrieb und

Gas-Vertrieb, deren Höhe zzt. nicht abschätzbar sind, allerdings den Bestand der Stadtwerke

Göttingen AG nicht gefährden. Von den bislang erfassten Risiken ist lediglich ein Risiko

als erheblich anzusehen. Dieses Risiko liegt im Bereich des Vertriebs und betrachtet den

möglichen Margenverlust in der Versorgungssparte Gas durch eine Verschärfung des Gaszu-Gas

Wettbewerbs. Dieses Risiko soll durch eine rechtzeitige Realisierung von günstigen

Bezugskonditionen, verstärkten Einsatz von Kundenbindungs-Instrumenten sowie ein effektives

Vertriebs-Controlling kompensiert werden.

Die Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes

wird voraussichtlich nicht mehr im

Jahr 2011 umgesetzt werden. Sie birgt aber auch

keine wesentlichen Risiken, da im Vordergrund

die Umsetzung der Anforderungen der EU

Verordnung 1370 in nationales Recht steht. Damit

haben zukünftig sogenannte „marktinitiierte

Verkehre“ Vorrang im Genehmigungsverfahren.

Direktvergaben durch die Kommune sind aber

auch weiterhin möglich.

Für die bestehende Betrauung mit der

Verkehrsleistung in Göttingen wird weiterhin das

Kriterium des „durchschnittlich, gut geführten“

Erdgasfahrzeuge auf dem Betriebsgelände in der Hildebrandstraße

Unternehmens maßgebend sein, das die Göttinger

Verkehrsbetriebe GmbH in regelmäßig durchgeführten

Benchmarkvergleichen mit anderen Verkehrsunternehmen erfüllt.

Vor dem Hintergrund der 2014 anstehenden Neubeantragung aller Linienkonzessionen im

Stadtgebiet Göttingens sollte in diesem und im nächsten Jahr darauf hingewirkt werden, dass der

neu aufzustellende Nahverkehrsplan der Stadt Göttingen rechtzeitig erstellt wird.

Die Projekte „Verkehrsverstetigung“ und „Betriebsführungskonzept“ für die Lichtsignalanlagen

der Stadt Göttingen werden die Rahmenbedingungen für den ÖPNV voraussichtlich verbessern.

Eine Weiterführung der ÖPNV-Beschleunigung wird hierbei maßgebliche Impulse für den

Nahverkehr geben. Um den ÖPNV-Anteil von 13 auf 18 % – gemäß Nahverkehrsplan – zu steigern,

werden allerdings weitergehende Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung notwendig werden.

11


Die Planungen für den Bereich „Uni-Nord-Campus“ sowie die bereits umgesetzten Maßnahmen

lassen im nördlichen Gebiet der Stadt Göttingen einen Bereich entstehen, der aufgrund seiner

Struktur und seiner Lage hochinteressant für den ÖPNV ist.

Die Stadt Göttingen hat auf der Grundlage eines

Beschlusses des Ausschusses für Bauen, Planen

und Grundstücke vom 20. Mai 2010 die Göttinger

Verkehrsbetriebe GmbH mit der Verbesserung des

Verbindungsangebotes zwischen dem Uni-Nord-

Campus/Max-Planck-Institut und dem Bahnhof

beauftragt.

Die aktuell eingerichtete Schnellbuslinie S 5 fährt

derzeit zwischen den Haltestellen „Bahnhof“ und

„Faßberg“ im 30-Minuten-Takt vom 01. Oktober

2010 bis zum 01. April 2011.

Die bisherige Fahrgastnachfrage kann noch nicht

Aufstellung des Schornsteins für den Biogasmotor im BHKW Zietenterrassen

als befriedigend bezeichnet werden. Es ist dennoch

sehr sinnvoll, dieses Angebot aufrechtzuerhalten.

In den zukünftigen Planungen muss der Uni-Nordbereich stärker berücksichtigt werden.

Bei dem Industriegleis konnte der Abwärtstrend der Vorjahre gestoppt werden. Die Anzahl der

Waggonzustellungen stieg leicht um 2,3 % gegenüber dem Vorjahr an. Der größte Nutzer, die Fa.

Peguform GmbH, ist maßgeblich an dem Anstieg beteiligt. Wir erwarten eine Stabilisierung der

Waggonzustellungen auf dem jetzigen Niveau.

Grundsätzlich werden sich bietende Chancen unter Abwägung der damit zusammenhängenden

Risiken nur dann ergriffen, wenn die damit verbundenen Investitionen zu einer angemessenen

Verzinsung führen.

Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen, die geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und

Ertragslage des Konzerns wesentlich zu beeinträchtigen, sind nach unserer Einschätzung derzeit

nicht zu erkennen. Sofern es nicht gelingt, die Kürzungen der Netznutzungsentgelte durch

Kosteneinsparungen zu kompensieren, sind zukünftig geringere Jahresüberschüsse zu erwarten.

12


Ausblick

Seit Inkrafttreten des neuen Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) am 13. Juli 2005 hat die BNetzA

die Aufgabe, den Wettbewerb im Erdgas- und Strommarkt durch Regulierung der Netzentgelte

und des Netzzugangs zu erhöhen. Die Anreizregulierungsverordnung ist am 06. November 2007

in Kraft getreten. Danach hat die erste Regulierungsperiode am 01. Januar 2009 begonnen und

dauert vier Jahre für Gas. Die Netzentgelte orientieren sich nicht mehr an der Kostenbasis des

Netzbetreibers, sondern werden durch eine Erlösobergrenze festgelegt. Der Erlöspfad bestimmt

sich durch die Ineffizienz im Vergleich zu einem effizienten Netzbetreiber. Zusätzlich wird eine

generelle Vorgabe zur Erlössenkung von 1,25 % pro Jahr vorgegeben. Gegen den Beschluss zur

Festlegung der kalenderjährlichen Erlösobergrenzen haben wir Beschwerde eingelegt, da u. a. unsere

strukturellen Besonderheiten nicht hinreichend berücksichtigt wurden.

Die Netzbetreiber müssen durch das neue EnWG erhebliche zusätzliche Berichts- und

Veröffentlichungspflichten erfüllen. Die Erwartungen der Öffentlichkeit an die Regulierung sind

hoch. Für die Stadtwerke Göttingen AG sind Markteintritte neuer Wettbewerber mit Margenund

Mengenrisiken verbunden. Auch die Thematisierung der Energiepreise in der öffentlichen

Diskussion trägt zu steigender Preissensitivität der Kunden bei.

Die Verkaufspreise bei den Tarif- und Normsonderkunden konnten seit dem 01. Juli 2009 unverändert

beibehalten werden. Wie sich die Preissituation im Laufe des Jahres 2011 weiterentwickelt,

hängt von der zukünftigen Preisentwicklung auf

dem Ölmarkt ab. Zurzeit liegt der Ölpreis (Brent)

bei 119 US$ pro Barrel (159 Liter). Sollte sich im

Laufe der nächsten Monate eine weitere Erhöhung

an den Ölmärkten ergeben, müssen wir unsere

Verkaufspreise einer Überprüfung unterziehen.

Zur künftigen Positionierung der Stadtwerke

Göttingen AG als Dienstleister für

Energieeffizienz ist das neue Geschäftsfeld

Contracting 2010 konsequent weiter vorangetrieben

worden. Unser Contracting-Produkt Wärme +

für Standardkunden wurde im Jahre 2010 erfolgreich

am Markt platziert.

Heizzentrale der GöVB in der Gustav-Bielefeld-Straße

Die Investitionen der Stadtwerke Göttingen AG

in Kraft-Wärme-Kopplung und regenerative

Energien haben dazu geführt, dass der Umwelt jährlich knapp 10.000 Tonnen Kohlendioxid erspart

bleiben. Für 2011 und die Folgejahre ist geplant, das Contracting-Produkt für Standardkunden

weiter auszubauen sowie jährlich ein bis zwei Großanlagen mit neuen Energiezentralen auszurüsten.

13


In den nächsten Jahren rechnen wir mit Investitionen im Konzern zwischen 8,7 Mio. € in 2011,

5,7 Mio. € in 2012 und 5,7 Mio. € in 2013. Ein Schwerpunkt dieser Investitionen wird wiederum

das Verteilungsnetz mit dem Austausch von Leitungen der Sparten Gas und Wasser betreffen,

die eine erhöhte Schadensanfälligkeit aufweisen. Ein anderer Schwerpunkt betrifft den Bau der

Biogasdirektleitung und den Umbau bzw. die Erweiterung des BHKW Godehardstraße. Hier sollen

neue Motoren zur Stromerzeugung ab Jahresende 2011 mit Biogas aus der Biogasanlage in

Rosdorf befeuert werden.

Bei der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH steht in

2011 die Ersatzbeschaffung von vier Omnibussen,

in 2012 von vier Omnibussen und im Jahr 2013

von weiteren fünf Omnibussen im Vordergrund.

Sämtliche Neuanschaffungen sollen dem modernsten

Abgasstandard entsprechen.

Die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen am

Industriegleis werden fortgeführt.

Die Ausgleichszahlung nach § 45 a PBefG

ist ab dem Jahr 2007 durch Vertrag mit der

Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen

mbH (LNVG), Hannover, neu geregelt worden.

Contractingprojekt bei den Göttinger Verkehrsbetrieben

In diesem Vertrag werden Kürzungen bezogen

auf das Basisjahr 2005 von ca. 38 T€ (4 %) vorgenommen,

die jährlich bis 2010 um je 1 % steigen. Eine Vertragsverlängerung gilt für die Jahre

2011 bis 2012 als sicher, d. h. für das Jahr 2011 wird die Kürzung gegenüber dem Vorjahr rd. 10

T€ betragen.

Zur Verbesserung des Kostendeckungsgrades, vor dem Hintergrund der Kürzung der

Ausgleichszahlungen sowie steigender Treibstoff- und Materialkosten, wird es erforderlich sein,

die Beförderungsentgelte ab Januar 2012 anzupassen.

Trotz der gegenwärtig weiterhin erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen planen wir, die

hohe Zahl von Fahrgästen auch im Jahr 2011 halten zu können.

Das Geschäftsjahr 2011 wird aus heutiger Sicht im Konzern von mehreren Faktoren geprägt.

Die kalte Witterung im ersten Quartal hat für einen Anstieg des Gasabsatzes gegenüber dem

Plan gesorgt. Die Markteintritte neuer Wettbewerber können zu Margenverlusten im Vertrieb

führen. Die Entwicklung der Ölpreise als Grundlage der Gasbezugskosten ist weiterhin von diversen

Einflussfaktoren abhängig und nicht genau planbar. Wir erwarten für das Jahr 2011 ein

Konzernergebnis in einer Größenordnung von 1,5 Mio. € und für das Jahr 2012 von 2,3 Mio. €.

14


Zwischen der Stadtwerke Göttingen AG (Organträgerin) und der Göttinger Verkehrsbetriebe

GmbH (Organgesellschaft) besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Die Stadt Göttingen hat sich

durch ein Einlageversprechen verpflichtet, die jährlichen Fehlbeträge der Verkehrsbetriebe auszugleichen.

Dieser Betrag vermindert sich um den Betrag, den die Stadtwerke Göttingen AG durch

die Verrechnung der Verluste der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH mit ihren Gewinnen aus der

Versorgungssparte an Steuern (Körperschaft- und Gewerbesteuer) einspart.

Göttingen, den 28. April 2011

Stadtwerke Göttingen Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Liekmeier

Kraft

15


Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva

31.12.2010 31.12.2009

EUR EUR EUR EUR

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 484.739,00 564.126,00

II. Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten einschließlich

der Bauten auf fremden Grundstücken 16.250.834,47 16.873.052,47

a) Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten

EUR 16.250.834,47 (i. Vj. EUR 16.873.052,47)

b) Bahnkörper und Bauten des Schienenweges

EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)

2. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 3.411.026,00 3.029.713,00

3. Verteilungsanlagen 43.873.379,81 44.928.467,02

4. Gleisanlagen, Streckenausrüstung

und Sicherungsanlagen 434.040,00 487.776,00

5. Fahrzeuge für Personenverkehr 2.828.004,00 2.451.088,00

6. Maschinen und maschinelle Anlagen,

die nicht zu Nummer 2 bis 5 gehören 426.660,00 573.182,00

7. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.361.059,00 1.247.957,00

8. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 296.130,75 68.881.134,03 147.245,43 69.738.480,92

III. Finanzanlagen

1. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 300.000,00 0,00

2. Übrige Beteiligungen 7.512.006,07 7.510.406,07

3. Sonstige Ausleihungen 22.899,10 7.834.905,17 24.087,73 7.534.493,80

77.200.778,20 77.837.100,72

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 809.736,76 996.953,73

2. Waren 18.599,64 15.241,75

3. Schadstoffemissionsrechte 1,00 828.337,40 1,00 1.012.196,48

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.566.673,79 8.731.675,31

3. Forderungen gegen Unternehmen, mit

denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 616.187,59 173.524,29

4. Sonstige Vermögensgegenstände 8.899.349,97 25.082.211,35 12.309.136,87 21.214.336,47

III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.536.147,62 7.433.048,31

32.446.696,37 29.659.581,26

C. Rechnungsabgrenzungsposten 50.052,11 63.319,68

109.697.526,68 107.560.001,66

16


Passiva

31.12.2010 31.12.2009

EUR

EUR

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 33.280.000,00 33.280.000,00

II. Kapitalrücklage 10.616.458,03 10.616.458,03

III. Gewinnrücklagen

Andere Gewinnrücklagen 1.443.059,30 1.223.025,22

IV. Bilanzgewinn 7.966.963,27 7.570.987,73

davon Gewinnvortrag EUR 1.480.988,28

(i. Vj. EUR 382.391,19)

53.306.480,60 52.690.470,98

B. Empfangene Ertragszuschüsse 3.258.899,83 3.182.973,07

C. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und

ähnliche Verpflichtungen 4.012.057,00 4.237.800,00

2. Steuerrückstellungen 509.390,00 411.318,00

3. Sonstige Rückstellungen 7.498.016,03 8.221.904,92

12.019.463,03 12.871.022,92

D. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.679.881,33 17.463.662,34

2. Erhaltene Anzahlungen 2.559,49 3.266,10

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.090.792,81 1.144.236,30

4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 12.322.921,97 10.896.468,47

5. Sonstige Verbindlichkeiten 8.002.442,42 9.307.816,28

davon aus Steuern: EUR 1.998.277,95

(i. Vj. EUR 719.939,76)

38.098.598,02 38.815.449,49

E. Rechnungsabgrenzungsposten 3.014.085,20 85,20

109.697.526,68 107.560.001,66

17


Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens

(Erweiterte Bruttodarstellung)

Anschaffungs- und Herstellungskosten

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

01.01.2010 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2010

EUR EUR EUR EUR EUR

Entgeltlich erworbene Konzessionen

und ähnliche Rechte 3.037.268,72 91.506,97 0,00 0,00 3.128.775,69

II. Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten einschließlich

der Bauten auf fremden Grundstücken 34.226.313,44 9.122,60 0,00 0,00 34.235.436,04

2. Erzeugungs-, Gewinnungs- und

Bezugsanlagen 21.981.378,48 929.799,82 7.371,31 0,00 22.903.806,99

3. Verteilungsanlagen 168.828.028,55 2.429.695,14 674.510,42 127.405,43 170.710.618,70

4. Gleisanlagen, Streckenausrüstung

und Sicherungsanlagen 2.787.780,70 965,00 0,00 0,00 2.788.745,70

5. Fahrzeuge für Personennahverkehr 9.048.701,68 1.050.281,22 702.666,91 0,00 9.396.315,99

6. Maschinen und maschinelle Anlagen,

die nicht zu Nr. 2 bis 5 gehören 4.807.144,40 10.601,32 7.270,06 0,00 4.810.475,66

7. Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.264.553,25 442.423,17 254.457,35 5.431,36 9.457.950,43

8. Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau 147.245,43 281.722,11 0,00 -132.836,79 296.130,75

251.091.145,93 5.154.610,38 1.646.276,05 0,00 254.599.480,26

III. Finanzanlagen

1. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 0,00 300.000,00 0,00 0,00 300.000,00

2. Übrige Beteiligungen 9.612.829,42 1.600,00 0,00 0,00 9.614.429,42

3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.541,34 0,00 0,00 0,00 1.541,34

4. Sonstige Ausleihungen 24.087,73 0,00 1.188,63 0,00 22.899,10

9.638.458,49 301.600,00 1.188,63 0,00 9.938.869,86

263.766.873,14 5.547.717,35 1.647.464,68 0,00 267.667.125,81

18


Kumulierte Abschreibungen

Buchwerte

Abschreibungen

des

01.01.2010 Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009

EUR EUR EUR EUR EUR EUR

2.473.142,72 170.893,97 0,00 2.644.036,69 484.739,00 564.126,00

17.353.260,97 631.340,60 0,00 17.984.601,57 16.250.834,47 16.873.052,47

18.951.665,48 548.486,82 7.371,31 19.492.780,99 3.411.026,00 3.029.713,00

123.899.561,53 3.568.034,45 630.357,09 126.837.238,89 43.873.379,81 44.928.467,02

2.300.004,70 54.701,00 0,00 2.354.705,70 434.040,00 487.776,00

6.597.613,68 673.365,22 702.666,91 6.568.311,99 2.828.004,00 2.451.088,00

4.233.962,40 157.058,32 7.205,06 4.383.815,66 426.660,00 573.182,00

8.016.596,25 334.752,53 254.457,35 8.096.891,43 1.361.059,00 1.247.957,00

0,00 0,00 0,00 0,00 296.130,75 147.245,43

181.352.665,01 5.967.738,94 1.602.057,72 185.718.346,23 68.881.134,03 69.738.480,92

0,00 0,00 0,00 0,00 300.000,00 0,00

2.102.423,35 0,00 0,00 2.102.423,35 7.512.006,07 7.510.406,07

1.541,34 0,00 0,00 1.541,34 0,00 0,00

0,00 0,00 0,00 0,00 22.899,10 24.087,73

2.103.964,69 0,00 0,00 2.103.964,69 7.834.905,17 7.534.493,80

185.929.772,42 6.138.632,91 1.602.057,72 190.466.347,61 77.200.778,20 77.837.100,72

19


Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit

vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010

2010 2009

EUR EUR EUR EUR

1. Umsatzerlöse 96.800.285,15 99.209.747,89

2. Andere aktivierte Eigenleistungen 281.597,97 376.028,29

3. Sonstige betriebliche Erträge 2.345.025,65 4.058.649,48

4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

und für bezogene Waren 57.217.497,65 61.024.955,90

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.702.504,03 61.920.001,68 4.083.390,49 65.108.346,39

5. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 13.902.495,84 14.480.729,84

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

Altersversorgung und für Unterstützung 4.475.187,61 18.377.683,45 5.800.254,07 20.280.983,91

davon für Altersversorgung

EUR 1.502.460,09 (i. Vj. EUR 2.864.867,58)

6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.138.632,91 6.477.713,24

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.248.317,44 7.226.560,46

8. Erträge aus Beteiligungen 618.739,13 850.782,61

9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen

des Finanzanlagevermögens 242,67 273,55

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 102.153,61 92.335,04

11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.304.292,60 872.924,25

12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.159.116,10 4.621.288,61

13. Außerordentliche Aufwendungen 490.476,00

14. Außerordentliches Ergebnis -490.476,00

15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.777.342,85 1.013.172,28

16. Sonstige Steuern 189.590,74 180.897,98

17. Jahresüberschuss 2.701.706,51 3.427.218,35

18. Gewinnvortrag 1.480.988,28 382.391,19

19. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 3.784.268,48 3.761.378,19

20. Bilanzgewinn 7.966.963,27 7.570.987,73

20


Allgemeine Angaben

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2010

der Stadtwerke Göttingen Aktiengesellschaft

Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt worden. Dabei

wurden erstmals die handelsrechtlichen Vorschriften zur Rechnungslegung nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

(BilMoG) angewandt. Soweit die Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz,

Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, wurden die Angaben

in den Konzernanhang aufgenommen.

Aus Gründen der Klarheit (§ 265 Abs. 5 HGB) und entsprechend der Verordnung über die Gliederung

des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen vom 13. Juli 1988 wurden in der Bilanz

auf der Aktivseite bei den Bilanzposten Sachanlagen und Vorräte die Gliederung um Posten der

Versorgungs- und Verkehrswirtschaft erweitert sowie auf der Passivseite der Bilanz Posten zur

Darstellung erhaltener Zuschüsse hinzugefügt.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss wurde neben dem Mutterunternehmen Stadtwerke Göttingen AG, Göttingen,

die 100 % Tochter Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH, Göttingen, einbezogen. Zwischen

dem Mutterunternehmen und dem Tochterunternehmen besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

Die Anteile des Mutterunternehmens wurden mit dem Eigenkapital des Tochterunternehmens

zum Erwerbszeitpunkt verrechnet; bei der Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode zum

Erwerbszeitpunkt ergab sich kein Unterschiedsbetrag. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie

Aufwendungen und Erträge zwischen den beiden Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet.

Das Geschäftsjahr der beiden Gesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.

Die Beteiligung an der Wasserwirtschaft Südniedersachsen GmbH wurde – wegen der untergeordneten

Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns (§ 296 Abs. 2 HGB) –

nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen fünfwerke GmbH & Co. KG werden nach der

Equity-Methode bilanziert. Die Beteiligung ist mit dem Buchwert angesetzt.

21


Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ist in Bezug

auf Ansatz- und Bewertungsvorschriften erstmals auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr

2010 anzuwenden. Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung wurde kein Gebrauch

gemacht. Die Einführung des BilMoG hat in der sogenannten BilMoG-Eröffnungsbilanz zum

01. Januar 2010 zu Bewertungs- und Ausweisänderungen von Bilanzposten des Vorjahres geführt.

Eine Anpassung der Vorjahreszahlen im Rahmen der erstmaligen Anwendung ist nach Art. 67

Abs. 8 Satz 2 EGHGB unterblieben.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs-

bzw. Herstellungskosten, vermindert um erhaltene Investitionszuschüsse und planmäßige

Abschreibungen. Die im Geschäftsjahr 2010 vereinnahmten Baukostenzuschüsse (BKZ) wurden

passiviert. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten angemessene Lohn- und

Materialgemeinkosten.

Die Zugänge bei Leitungsnetzen und Abnehmeranschlüssen innerhalb des Bilanzpostens Verteilungsanlagen

wurden im Berichtsjahr linear abgeschrieben (in den Vorjahren – mit Ausnahme der

Hausdruckregler – degressiv). Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die

einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Wert für das einzelne Wirtschaftsgut 410 € nicht

übersteigt (Geringwertige Wirtschaftsgüter), werden in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen.

Bei allen Anlagenzugängen kam die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der in den Vorjahren angeschafften Busse wird mit zehn

bzw. zwölf Jahren angesetzt. Im Berichtsjahr wurden Busse im Sale-and-lease/Mietkauf-back-

Verfahren angeschafft.

Die unter den Finanzanlagen aufgeführten Beteiligungen und die sonstigen Ausleihungen sind zu

Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Die Vorräte wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu fortgeschriebenen durchschnittlichen

Einstandspreisen bewertet.

Die unentgeltlich ausgegebenen Schadstoffemissionsrechte wurden auf der Aktivseite im Umlaufvermögen

unter dem Posten Vorräte mit einem Erinnerungswert von einem Euro am Bilanzstichtag

bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung

des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. Die Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus

Lieferungen und Leistungen beträgt unverändert 1 %. Die Guthaben bei Kreditinstituten und der

Kassenbestand sind mit dem Nennwert angesetzt worden.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der

Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Da-

22


über hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen

Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG

gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive

und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten

Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB

kein Gebrauch gemacht.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern seit dem 01. Januar

2010 wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „Steuern vom Einkommen

und vom Ertrag“ als sog. davon-Vermerk ausgewiesen. Nach der formalen Betrachtungsweise

ist alleinige Steuerschuldnerin die Stadtwerke Göttingen AG als Organträgerin, d. h. auch

tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss

der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend

werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der Organträgerin

erfasst.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,88 % zugrunde

(15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,05 % für die Gewerbesteuer),

der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der

Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 430 %.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen

Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind

mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen

sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen sind nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes

mit einem Rechnungszinssatz von 5,15 % passiviert. Ebenso sind künftige Gehalts- und

Rentenanpassungen mit jeweils 2 % Steigerung berücksichtigt worden. Abweichend von den steuerrechtlichen

Regelungen wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ein Marktzinssatz angesetzt, der

durch eine Durchschnittsbildung aus den jeweiligen laufzeitadäquaten Zinssätzen der vergangenen

sieben Geschäftsjahre von der Deutschen Bundesbank ermittelt wurde. Als biometrische Rechnungsgrundlagen

wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in angemessenem

Umfang alle erkennbaren Risiken. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen

erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 5,15 % sowie eines

Gehaltstrends von 2,0 % auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die Rückstellung umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter

in der Freistellungsphase sowie Aufstockungsleistungen. In den sonstigen Rückstellungen ist die

Rückgabeverpflichtung von Schadstoffemissionsrechten für die bis zum Bilanzstichtag verursachten

Emissionen berücksichtigt; der Wertansatz zur Rückstellung ergibt sich aus dem Erinnerungswert

der unentgeltlich zur Verfügung gestellten Emissionsberechtigungen.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

23


Posten in der Konzernbilanz

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens wird in der Anlage gesondert dargestellt, die Bestandteil

des Konzernanhangs ist.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen 922 T€ auf Forderungen gegen die

Stadt Göttingen und ihre Beteiligungsgesellschaften. In dem Bilanzposten sonstige Vermögensgegenstände

sind 7.500 T€ für zwei an die Stadt Göttingen gewährte Kassenkredite enthalten. In den

sonstigen Verbindlichkeiten sind 3.051 T€ gegenüber der Stadt und ihren Beteiligungsgesellschaften

enthalten.

Die bisher unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen aus Insolvenzsicherung

von 2.652 T€, die entsprechend dem monatlichen Personalaufwand für die in

der Altersteilzeitfreistellungsphase befindlichen Mitarbeiter an den Konzern ausgezahlt werden,

wurden in diesem Jahr erstmals gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Rückstellung aus Altersteilzeitverpflichtung

in Höhe von 5.179 T€ saldiert. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen

von 46 T€ wurden mit den Zinszuführungen in Höhe von 230 T€ gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB

saldiert. Der sich ergebende Saldo von 184 T€ ist im Finanzergebnis unter dem Posten „Zinsen

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2010

Gezeichnetes

Kapital

EUR

EUR

Kapitalrücklage

Gewinnrücklagen

EUR

Erwirtschaftetes

Konzerneigenkapital

EUR

Konzerneigenkapital

Konzernbilanz

EUR

Stand am 31.12.2009 33.280.000,00 10.616.458,03 0,00 8.794.012,95 52.690.470,98

Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 - 6.089.999,45 - 6.089.999,45

Einzahlungen 0,00 3.784.268,48 0,00 0,00 + 3.784.268,48

Entnahme 0,00 3.784.268,48 0,00 0,00 - 3.784.268,48

Einstellungen

(ergebnisneutral)

0,00 0,00 220.034,08 0,00 + 220.034,08

übrige Veränderungen * 0,00 0,00 0,00 + 3.784.268,48 + 3.784.268,48

0,00 0,00 220.034,08 - 2.305.730,97 - 2.085.696,89

Konzernjahresüberschuss =

Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 + 2.701.706,51 + 2.701.706,51

Stand am 31.12.2010 33.280.000,00 10.616.458,03 220.034,08 9.189.988,49 53.306.480,60

* Einzahlungen in die Kapitalrücklage, die zum Jahresende in den Bilanzgewinn umgebucht wurden und in die Gewinnrücklage

24


und ähnliche Aufwendungen“ ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Insolvenzversicherungsansprüche

entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß den Mitteilungen

der Versicherung zuzüglich der Einzahlung für das vierte Quartal 2010.

Das unter den sonstigen Vermögensgegenständen aktivierte und mit 3,7 % abgezinste Körperschaftsteuerguthaben

in Höhe von 34 T€ hat eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Es bestehen

keine weiteren Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten weiterhin einen Erstattungsanspruch für die

unentgeltliche Beförderung Schwerbehinderter in Höhe von 152 T€ und auf Ausgleichszahlungen

nach § 45a Personenbeförderungsgesetz (PBefG) in Höhe von 87 T€. Die übrigen ausgewiesenen

Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Das Grundkapital des Mutterunternehmens beträgt 33.280.000 € und ist eingeteilt in 33.280.000

nennwertlose Stückaktien, die auf den Namen lauten.

Von der Kapitalrücklage in Höhe von 10.616.458,03 € betreffen 3.684.955,08 € Rücklagen gemäß

§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB und § 150 Abs. 2 AktG (gesetzliche Rücklage) und 6.931.502,95 €

Zuzahlungen i. S. d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. In die Kapitalrücklage wurden im Jahr 2010 3.784 T€

eingestellt und wieder entnommen. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Juni 2010

wurden 6.090 T€ aus dem Bilanzgewinn an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Unter den empfangenen Ertragszuschüssen wurden bis einschließlich 2002 Zuschüsse der Kunden

zu den Rohrnetzkosten und den Hausanschlusskosten erfasst. Die jährliche Auflösungsrate zugunsten

der Umsatzerlöse beträgt 5 % der Ursprungswerte. Ab dem Jahr 2003 bis zum Jahr 2009 wurden

die Zuschüsse von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgesetzt. Ab dem Jahr 2010

werden die Zuschüsse wieder passiviert und ertragswirksam mit 5 % zugunsten der Umsatzerlöse

aufgelöst.

Die nicht durch Rückstellungen gedeckten Pensionsverpflichtungen betrugen mittelbar 281 T€.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von 509 T€ betreffen die Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag

für 2010 in Höhe von 431 T€ und Gewerbesteuer in Höhe von 78 T€.

Von den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 7.498 T€ entfallen u. a. 5.179 T€ auf Rückstellungen

aus Altersteilzeitvereinbarungen, die mit dem bisher unter den sonstigen Vermögensgegenständen

ausgewiesenen Forderungen aus der Insolvenzversicherung von 2.652 T€ gemäß § 246

Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert dargestellt werden. Daraus ergibt sich ein Saldo in Höhe von 2.527 T€.

Weiterhin entfallen 1.228 T€ auf die Mehrerlösverrechnung und 882 T€ auf Altlasten (kontaminierter

Boden).

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung)

ein Aktivüberhang der latenten Steuern von 1.017 T€. Die Gesellschaft

macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so

dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die ermittelten aktiven

25


(1.336 T€) und passiven (- 319 T€) latenten Steuern resultieren aus folgenden temporären Differenzen

auf Ebene der Stadtwerke Göttingen AG als Organträgerin: Verteilungsanlagen (- 507 T€),

sonstige Vermögensgegenstände (1.237 T€), Ertragszuschüsse (507 T€), Rückstellungen für Pensionen

(709 T€), Rückstellungen für Altersteilzeit (366 T€), übrige sonstige Rückstellungen (94 T€)

und auf Ebene der im Rahmen der steuerlichen Organschaft einbezogenen Organgesellschaft

Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH: sonstige Vermögensgegenstände (1.414 T€) und Rückstellungen

für Altersteilzeit (-524 T€).

Aufgrund des Beschlusses der Bundesnetzagentur (BNetzA) vom 07. Februar 2007 über die Genehmigung

der Netzentgelte hatten wir für den Zeitraum vom 01. Februar 2006 bis zum 31. Dezember

2006 eine Rückstellung für die Mehrerlösverrechnung gebildet. Dabei wurde der Betrag

zurückgestellt, der sich aus dem Unterschied der Netzentgelte nach Verbändevereinbarung II und

den neu beschlossenen Netzentgelten gemäß BNetzA für den o. a. Zeitraum ergab. Wir haben uns

gegenüber der BNetzA bereit erklärt, am „vereinfachten Mehrerlösabschöpfungsverfahren“ teilzunehmen.

Die Entscheidung der Beschlusskammer 9 zur Mehrerlösabschöpfung wurde uns am

16. Dezember 2009 zugestellt. Wir haben daraufhin unsere Rückstellung anteilig aufgelöst.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten des Konzerns sehen wie folgt aus:

Gesamt davon mit einer Restlaufzeit

bis 1 Jahr über 5 Jahre

T€ T€ T€

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) 15.680 (17.464) 2.998 (2.724) 4.469 (6.232)

Erhaltene Anzahlungen (Vorjahr) 3 (3) 3 (3) 0 (0)

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) 2.091 (1.144) 2.091 (1.144) 0 (0)

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr)

12.324(10.896) 12.324 (10.896) 0 (0)

Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) 8.002 (9.308) 7.957 (9.243) 2 (20)

46.054 25.373 4.471

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haftet die Stadtwerke Göttingen AG mit

ihrem beweglichen und unbeweglichen Vermögen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht,

beziehen sich auf Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vornehmlich erhaltene Absatzfördermaßnahmen,

die wirtschaftlich dem Geschäftsjahr 2011 zuzuordnen sind.

26


Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen in Höhe von 96.800 T€ entfallen auf die Sparten Fernwärme, Gas, Wasser

83.480 T€ und auf die Sparten öffentlicher Personennahverkehr, Industriegleis und Parkhausbetrieb

13.320 T€.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2.345 T€ enthalten u. a. 519 T€ für die Instandhaltung/Reparatur

und Betankung fremder Fahrzeuge, 396 T€ aus der Auflösung von Rückstellungen

und 371 T€ aus Miet- und Pachteinnahmen.

Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren verringerte sich um

3,8 Mio. € auf 57,2 Mio. €. Diese Verringerung ist im Wesentlichen auf den preisbedingten Rückgang

der Gasbezugskosten in Höhe von 3,7 Mio. € zurückzuführen.

Der Personalaufwand betrifft mit 1.502 T€ (Vorjahr 2.865 T€) Aufwendungen für die Altersversorgung.

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung einschließlich

Zinssatzänderung der langfristigen Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen,

ergeben. Diese sind ab 2010 im Zinsergebnis ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 7.248 T€ beinhalten im Wesentlichen

2.824 T€ für Konzessionsabgaben Gas und Wasser, 1.011 T€ für Leasingaufwand, 418 T€ für EDV-

Wartungskosten/EDV-Fremdleistungen, 352 T€ für Werbe- und Fördermaßnahmen, 317 T€ für

Beratungs-, Gerichts-, Prozess- und Prüfungskosten und 317 T€ für Versicherungen.

Das Beteiligungs- und das Zinsergebnis betreffen nicht verbundene Unternehmen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge und Umsatzerlöse von 1.368 T€

(im Wesentlichen 485 T€ aus der Mehr- und Mindermengenabrechnung, 396 T€ Erträge aus

der Auflösung von Rückstellungen und 327 T€ Gutschriften für den Gas- und Strombezug) und

periodenfremde Aufwendungen von 981 T€ (insbesondere 521 T€ Steuerrisiken, 248 T€ aus der

Nachberechnung von Gas- und Strombezug sowie der Mehr- und Mindermengenabrechnung und

74 T€ Forderungsverluste) enthalten.

Darüber hinaus sind außerordentliche Aufwendungen aus der Umstellung der Rechnungslegung

auf die Vorschriften des BilMoG in Höhe von 491 T€ zu verzeichnen.

27


Angaben zum Konzernergebnis

Die Stadt Göttingen garantiert durch ein Einlageversprechen, dass sie die jeweiligen Fehlbeträge

der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH durch Zuzahlungen an die Stadtwerke Göttingen AG

ausgleichen wird. Der sich durch diese Verrechnung ergebende Steuervorteil kommt ausschließlich

der Stadt Göttingen zugute. Die Differenz zwischen den Zuzahlungen der Stadt Göttingen in Höhe

von 5.531.696,46 € und der Steuerersparnis von 1.747.428 € wird in die Kapitalrücklage eingestellt

und anschließend für die Ausschüttung an die Gesellschafter wieder entnommen.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, vom ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von

7.966.963,27 € einen Betrag von 6.090.000,00 € an die Gesellschafter auszuschütten und den Restbetrag

in Höhe von 1.876.963,27 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernbelegschaft

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (Entgeltempfänger gem. TV-V und

TV-N) betrug 379.

Es bestanden im Jahr 2010 durchschnittlich vier Ausbildungsverhältnisse, die in den vorgenannten

Daten enthalten sind.

Anteilsbesitz

Die Stadtwerke Göttingen AG hält 100 % an der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH, Göttingen.

Zum 31. Dezember 2010 weist die Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH ein Eigenkapital von 474 T€

aus. Das negative Jahresergebnis vor Verlustübernahme beträgt 5.532 T€. Mit der Göttinger Verkehrsbetriebe

GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

Darüber hinaus halten die Stadtwerke Göttingen AG 50 % an der Wasserwirtschaft Südniedersachsen

GmbH mit Sitz in Göttingen. Die anderen 50 % hält die GELSENWASSER AG, Gelsenkirchen.

Die Gesellschaft entwickelt als Dienstleister für Kommunen, Gebietskörperschaften

und Unternehmen Projekte in allen Bereichen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.

Zum 31. Dezember 2010 weist die Wasserwirtschaft Südniedersachsen GmbH ein Eigenkapital

von 25 T€ aus. Im Geschäftsjahr 2010 wurde auf vertraglicher Basis ein ausgeglichenes Ergebnis

erzielt.

Die Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH hält seit dem 22. August 2007 einen Anteil in Höhe von

8.600 € (16,5 %) an der Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen GmbH (VSN). Im Jahr 2010 wurde

der Anteil um 1.600 € auf 10.200 € (19,6 %) aufgestockt.

Weiterhin ist die Stadtwerke Göttingen AG seit dem 15. Juli 2010 mit 25 %, ab dem 15. März 2011

mit 20 %, an der deutschlandweit operierenden Vertriebsgesellschaft für den Gasvertrieb, der

fünfwerke GmbH & Co. KG mit Sitz in Limburg beteiligt. Das haftende Kommanditkapital betrug

zum Bilanzstichtag 800 T€ (aktuell 1.000 T€). Die Komplementärin ist die fünfwerke Verwaltungs-GmbH

ohne Einlage. Die Gesellschaft hat noch keinen Jahresabschluss aufgestellt.

28


Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für Investitionen bestehen bei der

Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH nicht. Für Lagermaterial betrug das Obligo bei der Stadtwerke

Göttingen AG 5 T€. Der Kapitalwert aus Erbbaurechtsverpflichtungen beträgt 401 T€. Die sonstigen

finanziellen Verpflichtungen des Konzerns belaufen sich auf 1.672 T€ pro Jahr und beinhalten

den anteiligen Aufwand aus dem Bus-Leasing für 2010. Für die Folgejahre rechnen wir mit einem

Anstieg auf 1.700 T€.

Sonstige Angaben

Zur Absicherung des Zinsrisikos bestehen bei der Stadtwerke Göttingen AG für zwei Darlehen

über 5,6 Mio. € Swapvereinbarungen mit einer Laufzeit bis November 2016 und bei der Göttinger

Verkehrsbetriebe GmbH für ein Darlehen über 1,9 Mio. € eine Swapvereinbarung mit einer Laufzeit

bis zum 30. November 2017 und für ein Darlehen über 0,1 Mio. € eine Swapvereinbarung mit

einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2011.

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für den Konzern im Geschäftsjahr 2010 schlüsselt sich

wie folgt auf:

a) für Abschlussprüfungsleistungen 44 T€

b) andere Bestätigungsleistungen 4 T€

c) Steuerberatungsleistungen 25 T€

d) sonstige Leistungen 3 T€

Außerbilanzielle Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB), die nicht im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs

getätigt werden und für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, waren für das

Geschäftsjahr 2010 nicht auszuweisen. Zur Liquiditätsbeschaffung bestehen zum Bilanzstichtag

für insgesamt 22 Busse Leasinggeschäfte (Sale-and-lease-Back-Verfahren).

Unübliche Geschäfte mit nahestehenden Personen, soweit sie wesentlich und für die Beurteilung

der Finanzlage notwendig sind (§ 285 Nr. 21 HGB), wurden im Geschäftsjahr 2010 nicht getätigt.

29


Zusammensetzung der Organe und

Aufwendungen für die Organe

Aufsichtsrat

Wolfgang Meyer, Vorsitzender, Göttingen, Oberbürgermeister der Stadt Göttingen

Dr. Henrich Wilckens *, 1. stv. Vorsitzender, Kassel, Vorstandsvorsitzender der E.ON Mitte AG, Kassel

Norbert Wüstefeld, 2. stv. Vorsitzender, Bernshausen, Wassermeister

Frank-Peter Arndt *, Göttingen, Diplom-Sozialtherapeut

Edwin Brämer (bis 24.06.2010), Friedland, Busfahrer (Altersteilzeit-Ruhephase)

Rüdiger Deppe *, (bis 31.12.2010), Göttingen, Instandhalter Messgeräte und Prüfinstrumente

Bernd Friedrich (bis 24.06.2010), Göttingen, Betriebsratsvorsitzender der Göttinger Verkehrsbetriebe

GmbH, (freigestellt gem. § 38 BetrVG)

Fritz Güntzler *, Göttingen, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, MdL

Dr.-Ing. Bernhard Hörsgen (bis 24.06.2010), Essen, Technischer Vorstand der GELSEN-

WASSER AG, Gelsenkirchen

Dr. Friedrich Janssen (ab 24.06.2010), Essen, Rentner

Andreas Klatt (ab 29.11.2010), Göttingen, Leiter der Softwareentwicklung der Fa. Coherent

Nils König *, Göttingen, Laborleiter bei der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt

Stefan Rinke (ab 24.06.2010), Dransfeld, Technischer Mitarbeiter Leitstelle

Dr. Manfred Scholle, Dortmund, Vorstandsvorsitzender der GELSENWASSER AG, Gelsenkirchen

Carsten Syring (ab 24.06.2010), Jühnde, Busfahrer

Wolfgang Thielbörger, Göttingen, Rentner

Thomas Wedrins * (bis 05.08.2010), Göttingen, Studienrat

Thomas Weber (ab 24.06.2010), Laatzen, Vorstand Technik der E.ON Mitte AG, Kassel

Bernd Wenzel, Bovenden, Sachbearbeiter Materialwirtschaft

Die mit * gekennzeichneten Mitglieder des Aufsichtsrates bilden den Bilanz- und Finanzausschuss

des Aufsichtsrates der Stadtwerke Göttingen AG.

30


Vorstand

Direktor Dipl.-Kfm. Norbert Liekmeier (Vorsitzender), Gleichen

Direktor Dipl.-Ing. (FH) Reinhard Kraft, (bis 30.04.2011), Göttingen

Die Angabe der Vorstandsbezüge ist nach § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Dem Aufsichtsrat der Stadtwerke Göttingen AG wurde eine Vergütung von 9.000 € gezahlt. Der

Aufsichtsrat der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH erhielt keine Vergütung.

Mitteilung nach § 20 Abs. 1 AktG

Die Stadt Göttingen hält 50,1 % der Anteile an der Stadtwerke Göttingen AG. Die E.ON Mitte AG,

Kassel, hält 48,9 % der Anteile an der Stadtwerke Göttingen AG.

Göttingen, den 28. April 2011

Stadtwerke Göttingen Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Liekmeier

Kraft

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Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Stadtwerke Göttingen Aktiengesellschaft, Göttingen, aufgestellten Konzernabschluss

– bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung

und Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar

bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht

nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der

Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine

Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut

der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung

vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten

und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der

Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes

der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit

erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit

und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen

über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des

rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss

und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die

Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen

Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und

Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung

der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der

Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

32


Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der

Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit

dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und

stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 23. Mai 2011

WIBERA Wirtschaftsberatung AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wolfgang Treffler Jörg Gropengießer

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

33


Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Göttingen AG wurde während des Geschäftsjahres 2010 vom

Vorstand auf Grund schriftlicher und mündlicher Berichte regelmäßig über die Lage des Unternehmens

sowie die wesentlichen Geschäftsvorgänge unterrichtet.

In vier Sitzungen befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit dem Jahresabschluss und dem

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009, der vom Bilanz- und Finanzausschuss eingehend

geprüft wurde, mit der Neuwahl des Aufsichtsrates, der Bestellung eines Bilanz- und Finanzausschusses,

mit der strategischen Ausrichtung der Stadtwerke Göttingen AG, insbesondere mit der

Gründung einer gemeinsamen Vertriebsgesellschaft mit weiteren vier Stadtwerken, mit dem Wirtschaftsplan

2011 und der Mittelfristplanung 2012-2013, mit einer Änderung der Hausanschlusskosten

Gas und Wasser, mit der Nachfolge des technischen Vorstandes und mit der Anhebung der

Parkhausgebühren.

Die gemäß Gesellschaftsvertrag zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfälle wurden mit dem

Vorstand eingehend besprochen und nach abschließender Prüfung vom Aufsichtsrat genehmigt.

Auf Grund der regelmäßigen Berichte über die wirtschaftliche Entwicklung hatte der Aufsichtsrat

stets einen Überblick über die Lage und den Ausblick des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat den

Vorstand unter anderem auf Grund der Berichte und der erteilten Auskünfte laufend überwacht und

sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 sind von der in der Hauptversammlung

am 24. Juni 2010 als Abschlussprüfer bestellten WIBERA Wirtschaftsberatung AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

versehen worden. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis

genommen.

Der Bericht des Abschlussprüfers ist den Mitgliedern des Bilanz- und Finanzausschusses ausgehändigt

worden, der sich am 23. Mai 2011 ausführlich mit dem Jahresabschluss 2010 und dem

Konzernabschluss 2010 beschäftigt hat und die entsprechenden Beschlüsse für die Aufsichtsratssitzung

am 07. Juli 2011 vorbereitet hat. Die Abschlussprüfer haben sowohl an der Sitzung des Bilanz-

und Finanzausschusses als auch des Aufsichtsrates teilgenommen und über die wesentlichen

Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Die Prüfung von Jahresabschluss

und Lagebericht sowie Konzernabschluss und Konzernlagebericht durch den Aufsichtsrat hat

ebenfalls keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss zum 31. Dezember

2010, der damit festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des

Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

34


Im Geschäftsjahr 2010 gab es Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrates:

In der Hauptversammlung am 24. Juni 2010 wurde Herr Dr. Friedrich Janssen

für Dr.-Ing. Bernhard Hörsgen, der sein Mandat zum 24. Juni 2010 niedergelegt

hatte, in den Aufsichtsrat gewählt. Für Herrn Wolf Hatje, der sein Mandat zum

31. Dezember 2009 niedergelegt hatte wurde Herr Thomas Weber in der Hauptversammlung

am 24. Juni 2010 in den Aufsichtsrat gewählt. Als Arbeitnehmervertreter

wurden Herr Stefan Rinke und Herr Carsten Syring ab 24. Juni 2010 in

den Aufsichtsrat entsandt. Die Arbeitnehmervertreter Edwin Brämer und Bernd

Friedrich hatten Ihr Mandat jeweils zum 24. Juni 2010 niedergelegt.

In der Hauptversammlung am 29. November 2010 wurde Herr Andreas Klatt an

Stelle von Herrn Thomas Wedrins, der sein Mandat zum 05. August 2010 niedergelegt

hatte, in den Aufsichtsrat gewählt.

Herr Rüdiger Deppe, Arbeitnehmervertreter, hat sein Mandat zum 31. Dezember 2010 niedergelegt.

Der Aufsichtsrat dankt allen ausgeschiedenen Mitgliedern für ihren Rat und Einsatz zum Wohle

der Stadtwerke Göttingen AG.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

der Stadtwerke Göttingen AG für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete und erfolgreiche

Arbeit seinen Dank und seine Anerkennung aus.

Göttingen, 07. Juli 2011

Der Aufsichtsrat

Wolfgang Meyer

Vorsitzender

35


Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

der Stadtwerke Göttingen Aktiengesellschaft

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Nach der weltweiten Rezession im Jahre 2009, ausgelöst durch die Finanzmarktkrise, konnte sich

die deutsche Wirtschaft entgegen den Prognosen der Experten deutlich erholen. Das preisbereinigte

Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs um 3,6 % im Vergleich zu 2009. Der heftige Wintereinbruch

bremste das Wachstum der deutschen Wirtschaft zum Jahresende. Im Vorjahr war die Wirtschaft

noch um 5,0 % geschrumpft. Hauptauslöser für die Erholung war der Anstieg bei den Exporten,

Investitionen und der Inlandskon-sum. Für das Jahr 2011 rechnen Experten mit einer weiteren

Erholung.

Mit insgesamt 479,6 Mio. t Steinkohleeinheiten (SKE) oder 14.057 Petajoule lag der Primärenergieverbrauch

in Deutschland nach Berechnungen des BDEW Bundesverband der Energie- und

Wasserwirtschaft e. V. im Jahr 2010 um 4,6 % über dem Vorjahresniveau. Die positive gesamtwirtschaftliche

Entwicklung sowie die kühle Witterung zu Beginn und zum Ende des Jahres sind

ursächlich dafür verantwortlich.

Wasserleitungen, PE-100, Außenlager Hildebrandstraße

Der Erdgasverbrauch lag mit rund 104,5 Mio. t

SKE um 4,2 % über dem Vorjahresniveau. Die

Verbrauchserhöhung beruht neben den kühleren

Temperaturen auch auf einer Nachfrageerhöhung

seitens der Industrie. Der Einsatz von Erdgas in

Kraftwerken stieg ebenfalls leicht an. Der Anteil

von Erdgas am gesamten Primärenergieverbrauch

in Deutschland 2010 lag mit knapp 22 % auf

Vorjahresniveau. Die Struktur der Erdgasbezugsquellen

hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht

verändert. Der deutschen Förderung in Höhe von

11 % stehen Importe in Höhe von 89 % gegenüber.

Wichtigstes Importland mit einem Anteil am Erdgasaufkommen

von 33 % ist Russland, gefolgt von

Norwegen mit einem Anteil von 29 %.

Im Segment der privaten Haushalte sowie des Gewerbe- und Dienstleistungssektors stieg der

Erdgasabsatz mit 452 Mrd. kWh um 4 % an. In der Industrie entwickelte sich der Erdgasverbrauch

konjunkturbedingt im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von 5 %. Der Einsatz in Kraftwerken

ist ebenfalls um 6 % angestiegen. Insgesamt stieg der inländische Erdgasabsatz um rund 4 % auf

933 Mrd. kWh an. Erdgas ist in Deutschland weiterhin die Nr. 1 im Wärmemarkt. Insgesamt stieg

die Zahl der erdgasbeheizten Wohneinheiten von 18,6 Mio. auf 18,7 Mio. an. Das entspricht einem

Marktanteil von 48,9 %. Im Neubaubereich werden rund 50,4 % aller neuen Wohnungen mit einer

Erdgasheizung ausgestattet.

36


Die Preise des nationalen Erdgasmarktes sind weiterhin von der internationalen Entwicklung an

den Rohstoffmärkten abhängig. Im Jahr 2010 führte der Anstieg des Rohölpreises infolge der weltweiten

Konjunkturerholung zu steigenden Gasbeschaffungskosten.

Der Erdgaspreis wird im Wesentlichen durch die Entwicklung des Rohölpreises beeinflusst. Darüber

hinaus bestimmen die Netzentgelte als auch die Steuern und Abgaben den Preis. So ist der

Preis für Erdgas mit rund 30 % Staatsanteil für Steuern und Abgaben, inkl. Konzessionsabgabe,

belastet.

Die Anwendung einheitlicher Geschäftsprozesse für den Lieferantenwechsel beim Gasbezug führte

zu vermehrtem Wettbewerb im Gasmarkt. Die Stadtwerke Göttingen AG stellt allen Lieferanten

ihr Gasnetz diskriminierungsfrei zur Verfügung.

Wesentliche Daten zur Geschäftsentwicklung, Ertragslage

2010 2009

Veränderung

in %

Gasverkauf (ohne Durchleitung) 1.927,7 GWh 1.722,2 GWh + 11,9

Wasserverkauf 7,253 Mio. m³ 7,224 Mio. m³ + 0,4

Fernwärme- und Stromverkauf

a) Fernwärme 113,7 GWh 95,8 GWh + 18,7

b) Strom BHKW/Photovoltaik 17,4 GWh 17,1 GWh + 1,8

c) Strom Wasserkraft 0,79 GWh 0,77 GWh + 2,6

Parkhausbetriebe

498 Tsd. Parkvorgänge

493 Tsd. Parkvorgänge

+ 1,0

Die Umsatzerlöse gingen um 3,1 Mio. € von 87,9 Mio. € im Jahr 2009 auf 84,8 Mio. € im Jahr

2010 zurück. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den preisbedingten Rückgang in der Gassparte

in Höhe von 3,1 Mio. € zurückzuführen. Die Umsatzerlöse der Sonderkunden im Gasbereich

verringerten sich um 0,3 Mio. €, die der Tarif- und Normsonderkunden um 2,6 Mio. €. Der Gasverkauf

– ohne durchgeleitete Mengen – hat sich gegenüber dem Vorjahr um 205,6 Mio. kWh auf

1.927,7 Mio. kWh temperaturbedingt erhöht. Dieser Zuwachs betrifft alle Kundensegmente.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren verringerten sich

um 4,1 Mio. € auf 54,7 Mio. €. Diese Verringerung ist im Wesentlichen auf den preisbedingten

Rückgang der Gasbezugskosten in Höhe von 3,7 Mio. € zurückzuführen.

Die bezogenen Leistungen sind mit 1,7 Mio. € leicht um 0,1 Mio. € angestiegen.

Der Wettbewerb im Göttinger Gasmarkt hat im vergangenen Jahr weiterhin zugenommen. Ende

2010 waren insgesamt 29 Gasanbieter mit über 40 unterschiedlichen Tarifen im Markt aktiv.

Dennoch hielt sich der Kundenwechsel zu den Wettbewerbern in Grenzen. Ende 2010 waren 894

37


Kunden (3,5 %) von insgesamt 25.302 zu einem anderen Gasanbieter gewechselt. Hier macht sich

unter anderem die verstärkte Positionierung der Stadtwerke Göttingen AG als örtlicher Energieanbieter

und Effizienzdienstleister bemerkbar. Zudem greifen Rabattsysteme für Energiedienstleistungen

wie Gebäudeenergieausweis und Thermographie-Aufnahmen. Der Sondertarif gögas ist

auch weiterhin sehr begehrt. Bis Ende 2010 sind 9.280 Kunden in den gögas-Tarif gewechselt.

Die an den beiden Erdgastankstellen abgesetzte CNG-Menge erhöhte sich um 74.694 kg und

damit um rund 15 % auf 585.567 kg. Dies entspricht knapp 8,8 Mio. kWh Absatz. Hauptgrund für

die Steigerung ist die Ausweitung des speziellen Förderprogramms für Erdgastaxen. 2010 sind

über dieses Programm sechs Fahrzeuge neu zugelassen worden. Bis Ende des Jahres 2010 haben

die Stadtwerke Göttingen AG gemeinsam mit der Stadt und den örtlichen Autohäusern von Fiat,

Mercedes, Opel und VW das Förderprogramm „götax“ als Beitrag zur Reinhaltung der Luft im

Stadtgebiet durchgeführt. Mittels eines erhöhten Tankgutscheines von 1.500 kg CNG je Erdgastaxi

sollte der Austausch älterer Dieselfahrzeuge forciert werden, um die Feinstaubbelastungen in der

Innenstadt zu reduzieren.

In der Wasserversorgung war erstmals seit Jahren eine minimale Steigerung beim Wasserverkauf

zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr wurden 29 Tsd. m³ mehr abgesetzt. Die verkaufte Menge

belief sich auf 7,253 Mio. m³. Hier macht sich die trockenere Witterung in den Sommermonaten

bemerkbar. Die Umsatzerlöse aus dem Wasserverkauf liegen mit 13,6 Mio. € um ca. 0,1 Mio. €

über Vorjahresniveau.

Der in der Übernahmestation Weende in der Wasserkraftanlage erzeugte und in das Netz der E.ON

Mitte AG eingespeiste Strom nahm von 690.707 kWh um 14.656 kWh (+ 2,1 %) auf 705.363 kWh

zu. Unter Berücksichtigung des in der Turbine Stegemühle erzeugten und in das Netz der E.ON

Mitte AG eingespeisten Stroms ergibt sich ein Zuwachs von 770.957 kWh auf 791.614 kWh.

Die verkaufte Menge in der Fernwärmeversorgung des Jahres 2010 nahm temperaturbedingt und

durch den Neuanschluss von Kunden von 95,8 GWh auf 113,7 GWh zu. Der Stromverkauf im Bereich

der Heizkraftwerke lag mit 17,4 GWh über dem Vorjahresniveau von 17,1 GWh. Hier macht

sich wie beim Wärmeverkauf die Inbetriebnahme der neuen Contracting-Anlagen positiv bemerkbar.

Seit dem 01. Oktober 2010 werden die Blockheizkraftwerke in den Baugebieten der südlichen

Feldmark und auf den Zietenterrassen mit Biogas befeuert. Dadurch sind die Primärenergiefaktoren

in beiden Fernwärmegebieten auf den Optimalwert Null gesunken.

Aus der Umstellung der Rechnungslegung auf die Vorschriften des BilMoG ergaben sich per

01. Januar 2010 negative Einmaleffekte in Höhe von 373 T€. Diese wurden im außerordentlichen

Ergebnis ausgewiesen. Darüber hinaus wurden weitere Einmaleffekte in Höhe von 220 T€ aus der

Anwendung der Vorschriften des BilMoG in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Die Gesellschaft weist nach Übernahme des Verlustes der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH von

5,5 Mio. € einen Jahresüberschuss in Höhe von 2,7 Mio. € (Vorjahr 3,4 Mio. €) aus. Der Bilanzgewinn

von 8,0 Mio. € soll in Höhe von 6,1 Mio. € an die Gesellschafter ausgeschüttet werden.

38


Investitionen

Die Investitionen betrugen 4,3 Mio. € (Vj. 3,7 Mio. €). Schwerpunkt der Investitionen waren erneut

die Erneuerung und Erweiterung unseres Verteilungsnetzes in der Gas-, Wasser- und Fernwärmeversorgung

mit 2,8 Mio. €. Die Auswechselungen von duktilen Gussleitungen im Bereich der

Gasversorgung mit 2,6 km und die Auswechselungen von Graugussleitungen und von duktilen

Gussleitungen im Bereich der Wasserversorgung mit 3,3 km Länge standen dabei im Vordergrund.

Größte Einzelinvestitionen mit jeweils 0,4 Mio. € waren die Erweiterungen der Kraft-Wärme-

Kopplung in den Blockheizkraftwerken in der südlichen Feldmark und auf den Zietenterrassen.

Die Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung des Grundwassers auf unserem ehemaligen Gaswerksgelände

wurden im Geschäftsjahr planmäßig fortgesetzt.

Personal- und Sozialbereich

Am 31. Dezember 2010 wurden insgesamt 139 Mitarbeiter (Vj. 142) – davon acht Aushilfsbeschäftigte

und zwei Auszubildende – beschäftigt. Fünf Abgängen standen zwei Zugänge gegenüber. Das

durchschnittliche Lebensalter der Belegschaft betrug 47 Jahre und die Betriebszugehörigkeit im

Mittel 18,4 Jahre.

Im Rahmen des Tarifvertrages über Altersteilzeit

haben insgesamt 26 Mitarbeiter ein Altersteilzeitarbeitsverhältnis.

Zum Jahreswechsel waren drei

Mitarbeiter (Vj. 1) im passiven Teil der Altersteilzeit,

im aktiven Teil waren 23 Mitarbeiter (Vj. 25).

Bei der betrieblichen Gesundheitsvorsorge und

dem Arbeitsschutz war Zielsetzung die Vermeidung

schädlicher Einflüsse am Arbeitsplatz, die

Beseitigung von Unfall- und Gesundheitsgefahren

sowie die Durchführung vorbeugender Gesundheitsmaßnahmen.

In 2010 wurden sechs meldepflichtige

Unfälle registriert.

Mit Abschluss der Tarifverhandlungen wurde eine

lineare Erhöhung um 2,1 % ab 01. Januar 2010

gewährt.

Anschluss an Brennwertkessel in der GöVB-Heizzentrale

Um die Qualifikation der Mitarbeiter den ständig steigenden Anforderungen anzupassen, hatte die

berufliche Weiterbildung auch in 2010 einen hohen Stellenwert: 75 Betriebsangehörige nahmen

an insgesamt 574 Arbeitstagen an externen Schulungs- bzw. Seminarveranstaltungen teil. Darüber

hinaus fanden an 120 Arbeitstagen interne Schulungen statt, an denen 90 Mitarbeiter teilnahmen.

Die Themenpalette war breit gefächert.

39


Vermögens- und Finanzlage

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte ausschließlich aus Eigenmitteln. Der Anteil des Eigenkapitals

am Gesamtvermögen beträgt rd. 44 %. Bei der Konzessionsabgabe ist der steuer- und

preisrechtlich zulässige Höchstbetrag von 2,8 Mio. € erwirtschaftet worden. Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von

11,3 Mio. € (11,0 % der Bilanzsumme); davon sind

2,4 Mio. € erst langfristig fällig.

Zur Absicherung des Zinsrisikos bestehen für zwei

Darlehen über 5,6 Mio. € Swapvereinbarungen mit

einer Laufzeit bis November 2016.

Das Heizkraftwerk Godehardstraße

Von den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 6,0

Mio. € entfallen u. a. 1,6 Mio. € auf Rückstellungen

für Altersteilzeit nach der erstmaligen Verrechnung

mit den Forderungen aus der Insolvenz-versicherung,

die bisher unter den sonstigen Vermögensgegenständen

ausgewiesen wurden, 1,2 Mio. €

auf die Mehrerlösverrechnung und 0,9 Mio. € auf

Altlasten (kontaminierter Boden).

Mit Bescheid vom 28. Oktober 2009 hat die Bundesnetzagentur in Bonn (BNetzA) die Vorgaben

des BGH, die Mehrerlöse zukunftsgerichtet und periodenübergreifend auszugleichen, umgesetzt.

Aufgrund der Komplexität und Vielzahl der mit der Mehrerlösabschöpfung verbundenen rechtlichen

und tatsächlichen Fragestellungen hat die Beschlusskammer der BNetzA die Ermittlung der

Mehrerlösbeträge in einem vereinfachten Mehrerlösabschöpfungsverfahren angeboten. Dabei wird

ein pauschaler Abschlag von einem Drittel auf die Differenz zwischen den Umsatzerlösen aus

Netzentgelten und den im ersten Entgeltgenehmigungsbescheid anerkannten Kosten vereinfachend

in Abzug gebracht. Wir haben diesem vereinfachten Mehrerlösabschöpfungsverfahren zugestimmt

und unsere Rückstellung entsprechend angepasst.

Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 1,3 Mio. € auf 7,9 Mio. €. Die Verringerung

resultiert in erster Linie aus einer Abnahme der Guthaben aus der Jahresverbrauchsabrechnung

2010.

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit lag bei 11,2 Mio. €. Der Cash Flow aus der

Finanzierungstätigkeit lag bei - 9,5 Mio. €. Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode betrug

13,0 Mio. € (Vorjahr 16,0 Mio. €).

40


Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht aufgetreten.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Das am 01. Mai 1998 in Kraft getretene Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich

(KonTraG) verpflichtet Kapitalgesellschaften unter anderem zur Einrichtung eines Risikofrüherkennungssystems,

um alle den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Entwicklungen

frühzeitig zu erkennen und zu überwachen.

Bekannte Maßnahmen der Risikovorbeugung, wie die Funktionstrennung und das Vier-Augen-

Prinzip bei wichtigen Prozessen, Richtlinien, Dienstanweisungen und umfangreiche Berichtsmechanismen

sind bereits sehr lange Grundbestandteil unseres bewährten internen Kontrollsystems.

Darüber hinaus ist das Risikomanagement, geleitet durch ein softwaregestütztes Risikomanagementsystem,

ein wichtiger Bestandteil unserer Geschäftsprozesse. Im Bereich des Risikomanagements

wird von uns mit dem „Risiko-Kompass“ eine Software eingesetzt, die den neuesten

Entwicklungen und Anforderungen gerecht wird. Dieses Tool verfügt über ein erweitertes Kennzahlensystem

und ist mit seinem checklisten-gestützten Verfahren geeignet, auch künftige Ansprüche

an ein Risikomanagementsystem zu erfüllen.

In allen Bereichen unseres Unternehmens und mit Hilfe aller Risikoverantwortlichen wird eine

permanente Risikoanalyse und -bewertung durchgeführt. Die Risiken werden nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit

und nach der zu erwartenden Schadenshöhe qualifiziert. Die Risikoverantwortlichen

beurteilen die möglichen Schäden, die identifizierte Risiken verursachen könnten, anhand

der Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Risikoursachen

und Maßnahmen, mit deren Hilfe ein Risiko vermieden, reduziert oder abgewälzt werden

kann, werden beschrieben und ständig aktualisiert.

Es bestehen Risiken im Bereich „Unbundling“, der Entflechtung von Gas-Netzbetrieb und Gas-

Vertrieb, deren Höhe zzt. nicht abschätzbar ist, allerdings den Bestand der Stadtwerke Göttingen

AG nicht gefährden. Von den bislang erfassten Risiken ist lediglich ein Risiko als erheblich anzusehen.

Dieses Risiko liegt im Bereich des Vertriebs und betrachtet den möglichen Margenverlust in

der Versorgungssparte Gas durch eine Verschärfung des Gas-zu-Gas-Wettbewerbs. Dieses Risiko

soll durch eine rechtzeitige Realisierung von günstigen Bezugskonditionen, verstärkten Einsatz

von Kundenbindungs-Instrumenten sowie ein effektives Vertriebs-Controlling kompensiert werden.

Grundsätzlich werden sich bietende Chancen unter Abwägung der damit zusammenhängenden

Risiken nur dann ergriffen, wenn die damit verbundenen Investitionen zu einer angemessenen

Verzinsung führen.

Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen, die geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

des Unternehmens wesentlich zu beeinträchtigen, sind nach unserer Einschätzung derzeit

nicht zu erkennen. Sofern es der Gesellschaft nicht gelingt, die Kürzungen der Netznutzungsentgelte

durch Kosteneinsparungen zu kompensieren, sind zukünftig geringere Jahresüberschüsse zu

erwarten.

41


Ausblick

Seit Inkrafttreten des neuen Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) am 13. Juli 2005 hat die BNetzA

die Aufgabe, den Wettbewerb im Erdgas- und Strommarkt durch Regulierung der Netzentgelte

und des Netzzugangs zu erhöhen. Die Anreizregulierungsverordnung ist am 06. November 2007 in

Kraft getreten. Danach hat die erste Regulierungsperiode am 01. Januar 2009 begonnen und dauert

vier Jahre für Gas. Die Netzentgelte orientieren sich nicht mehr an der Kostenbasis des Netzbetreibers,

sondern werden durch eine Erlösobergrenze festgelegt. Der Erlöspfad bestimmt sich durch

die Ineffizienz im Vergleich zu einem effizienten Netzbetreiber. Zusätzlich wird eine generelle Vorgabe

zur Erlössenkung von 1,25 % pro Jahr vorgegeben. Gegen den Beschluss zur Festlegung der

kalenderjährlichen Erlösobergrenzen haben wir Beschwerde eingelegt, da u. a. unsere strukturellen

Besonderheiten nicht hinreichend berücksichtigt wurden.

Die Netzbetreiber müssen durch das neue EnWG erhebliche zusätzliche Berichts- und Veröffentlichungspflichten

erfüllen. Die Erwartungen der Öffentlichkeit an die Regulierung sind hoch. Für

die Stadtwerke Göttingen AG sind Markteintritte neuer Wettbewerber mit Margen- und Mengenrisiken

verbunden. Auch die Thematisierung der Energiepreise in der öffentlichen Diskussion trägt

zu steigender Preissensitivität der Kunden bei.

Die Verkaufspreise bei den Tarif- und Normsonderkunden

konnten seit dem 01. Juli 2009 unverändert

beibehalten werden. Wie sich die Preissituation

im Laufe des Jahres 2011 weiterentwickelt,

hängt von der zukünftigen Preisentwicklung auf

dem Ölmarkt ab. Zurzeit liegt der Ölpreis (Brent)

bei 119 US$ pro Barrel (159 Liter). Sollte sich im

Laufe der nächsten Monate eine weitere Erhöhung

an den Ölmärkten ergeben, müssen wir unsere

Verkaufspreise einer Überprüfung unterziehen.

Zur künftigen Positionierung der Stadtwerke

Göttingen AG als Dienstleister für Energieeffizienz

ist das neue Geschäftsfeld Contracting 2010

BHKW (826kW elektrische Leistung) im Heizkraftwerk Godehardstraße

konsequent weiter vorangetrieben worden. Unser

Contracting-Produkt Wärme + für Standardkunden

wurde im Jahre 2010 erfolgreich am Markt platziert.

Die Investitionen der Stadtwerke Göttingen AG in Kraft-Wärme-Kopplung und regenerative Energien

haben dazu geführt, dass der Umwelt jährlich knapp 10.000 Tonnen Kohlendioxid erspart

bleiben. Für 2011 und die Folgejahre ist geplant, das Contracting-Produkt für Standardkunden

weiter auszubauen sowie jährlich ein bis zwei Großanlagen mit neuen Energiezentralen auszurüsten.

42


In den nächsten Jahren rechnen wir mit Investitionen zwischen 7,0 Mio. € in 2011, 3,8 Mio. €

in 2012 und 3,4 Mio. € in 2013. Ein Schwerpunkt dieser Investitionen wird wiederum das Verteilungsnetz

mit dem Austausch von Leitungen der Sparten Gas und Wasser betreffen, die eine

erhöhte Schadensanfälligkeit aufweisen. Ein anderer Schwerpunkt betrifft den Bau der Biogasdirektleitung

und den Umbau bzw. die Erweiterung des BHKW Godehardstraße. Hier sollen neue

Motoren zur Stromerzeugung ab Jahresende 2011 mit Biogas aus der Biogasanlage in Rosdorf

befeuert werden.

Das Geschäftsjahr 2011 wird aus heutiger Sicht von mehreren Faktoren geprägt. Die kalte Witterung

im ersten Quartal hat für einen Anstieg des Gasabsatzes gegenüber dem Plan gesorgt. Die

Markteintritte neuer Wettbewerber können zu Margenverlusten im Vertrieb führen. Die Entwicklung

der Ölpreise als Grundlage der Gasbezugskosten ist weiterhin von diversen Einflussfaktoren

abhängig und nicht genau planbar. Wir erwarten für das Jahr 2011 ein Ergebnis nach Verlustübernahme

in einer Größenordnung von 1,5 Mio. € und für das Jahr 2012 von 2,3 Mio. €.

Zwischen der Stadtwerke Göttingen AG (Organträgerin) und der Göttinger Verkehrsbetriebe

GmbH (Organgesellschaft) besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Die Stadt Göttingen hat sich

durch ein Einlageversprechen verpflichtet, die jährlichen Fehlbeträge der Verkehrsbetriebe auszugleichen.

Dieser Betrag vermindert sich um den Betrag, den die Stadtwerke Göttingen AG durch

die Verrechnung der Verluste der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH mit ihren Gewinnen aus der

Versorgungssparte an Steuern (Körperschaft- und Gewerbesteuer) einspart.

Für das Jahr 2010 haben wir einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 Abs. 1 AktG erstellt.

Der Vorstand der Stadtwerke Göttingen AG erklärt für das Geschäftsjahr 2010 abschließend:

„Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten

Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte

vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung

erhalten und ist dadurch nicht benachteiligt worden.“

Göttingen, den 28. April 2011

Stadtwerke Göttingen Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Liekmeier

Kraft

43


Bilanz der Stadtwerke Göttingen Aktiengesellschaft

zum 31. Dezember 2010

Aktiva

A. Anlagevermögen

31.12.2010 31.12.2009

EUR EUR EUR EUR

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 466.222,00 540.394,00

II. Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten einschließlich

der Bauten auf fremden Grundstücken 14.627.111,78 15.121.409,78

2. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 3.411.026,00 3.029.713,00

3. Verteilungsanlagen 43.873.379,81 44.928.467,02

4. Maschinen und maschinelle Anlagen,

die nicht zu Nummer 2 und 3 gehören 274.606,00 399.931,00

5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.067.373,00 1.055.600,00

6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 296.130,75 63.549.627,34 147.245,43 64.682.366,23

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 474.000,00 474.000,00

2. Beteiligungen 7.801.806,07 7.501.806,07

3. Sonstige Ausleihungen 22.899,10 8.298.705,17 24.087,73 7.999.893,80

72.314.554,51 73.222.654,03

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 613.372,15 749.969,72

2. Waren 16.807,97 13.263,76

3. Schadstoffemissionsrechte 1,00 630.181,12 1,00 763.234,48

II. Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.216.089,16 8.401.389,21

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 486.066,29 111.578,38

3. Forderungen gegen Unternehmen, mit

denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 616.187,59 173.524,29

4. Sonstige Vermögensgegenstände 8.561.679,04 24.880.022,08 10.382.102,73 19.068.594,61

III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.462.056,32 7.022.759,91

30.972.259,52 26.854.589,00

C. Rechnungsabgrenzungsposten 45.613,09 59.091,80

103.332.427,12 100.136.334,83

44


Passiva

31.12.2010 31.12.2009

EUR

EUR

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 33.280.000,00 33.280.000,00

II. Kapitalrücklage 10.616.458,03 10.616.458,03

III. Gewinnrücklagen

Andere Gewinnrücklagen 1.443.059,30 1.223.025,22

IV. Bilanzgewinn 7.966.963,27 7.570.987,73

davon Gewinnvortrag EUR 1.480.988,28

(i. Vj. EUR 382.391,19)

53.306.480,60 52.690.470,98

B. Empfangene Ertragszuschüsse 3.258.899,83 3.182.973,07

C. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und

ähnliche Verpflichtungen 4.012.057,00 4.237.800,00

2. Steuerrückstellungen 509.390,00 411.318,00

3. Sonstige Rückstellungen 6.020.582,97 5.229.957,92

10.542.029,97 9.879.075,92

D. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.383.510,25 13.603.924,30

2. Erhaltene Anzahlungen 2.559,49 3.266,10

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.568.958,00 635.552,72

4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.663,86 20.258,19

5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 12.322.921,97 10.896.468,47

6. Sonstige Verbindlichkeiten 7.891.317,95 9.224.259,88

davon aus Steuern: EUR 1.998.277,95

(i. Vj. EUR 719.939,75)

33.210.931,52 34.383.729,66

E. Rechnungsabgrenzungsposten 3.014.085,20 85,20

103.332.427,12 100.136.334,83

45


Entwicklung des Anlagevermögens der Stadtwerke

Göttingen AG (Erweiterte Bruttodarstellung)

Anschaffungs- und Herstellungskosten

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

01.01.2010 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2010

EUR EUR EUR EUR EUR

Entgeltlich erworbene Konzessionen

und ähnliche Rechte 2.478.433,64 85.181,00 0,00 0,00 2.563.614,64

II. Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten einschließlich

der Bauten auf fremden Grundstücken 28.351.561,16 9.122,60 0,00 0,00 28.360.683,76

2. Erzeugungs-, Gewinnungs- und

Bezugsanlagen 21.981.378,48 929.799,82 7.371,31 0,00 22.903.806,99

3. Verteilungsanlagen 168.828.028,55 2.429.695,14 674.510,42 127.405,43 170.710.618,70

4. Maschinen und maschinelle Anlagen,

die nicht zu Nr. 2 und 3 gehören 4.263.316,98 10.601,32 7.270,06 0,00 4.266.648,24

5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.023.703,46 275.802,98 88.429,15 5.431,36 7.216.508,65

6. Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau 147.245,43 281.722,11 0,00 -132.836,79 296.130,75

230.595.234,06 3.936.743,97 777.580,94 0,00 233.754.397,09

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 474.000,00 0,00 0,00 0,00 474.000,00

2. Beteiligungen 9.604.229,42 300.000,00 0,00 0,00 9.904.229,42

3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.541,34 0,00 0,00 0,00 1.541,34

4. Sonstige Ausleihungen 24.087,73 0,00 1.188,63 0,00 22.899,10

10.103.858,49 300.000,00 1.188,63 0,00 10.402.669,86

243.177.526,19 4.321.924,97 778.769,57 0,00 246.720.681,59

46


Kumulierte Abschreibungen

Buchwerte

Abschreibungen

des

01.01.2010 Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009

EUR EUR EUR EUR EUR EUR

1.938.039,64 159.353,00 0,00 2.097.392,64 466.222,00 540.394,00

13.230.151,38 503.420,60 0,00 13.733.571,98 14.627.111,78 15.121.409,78

18.951.665,48 548.486,82 7.371,31 19.492.780,99 3.411.026,00 3.029.713,00

123.899.561,53 3.568.034,45 630.357,09 126.837.238,89 43.873.379,81 44.928.467,02

3.863.385,98 135.861,32 7.205,06 3.992.042,24 274.606,00 399.931,00

5.968.103,46 269.461,34 88.429,15 6.149.135,65 1.067.373,00 1.055.600,00

0,00 0,00 0,00 0,00 296.130,75 147.245,43

165.912.867,83 5.025.264,53 733.362,61 170.204.769,75 63.549.627,34 64.682.366,23

0,00 0,00 0,00 0,00 474.000,00 474.000,00

2.102.423,35 0,00 0,00 2.102.423,35 7.801.806,07 7.501.806,07

1.541,34 0,00 0,00 1.541,34 0,00 0,00

0,00 0,00 0,00 0,00 22.899,10 24.087,73

2.103.964,69 0,00 0,00 2.103.964,69 8.298.705,17 7.999.893,80

169.954.872,16 5.184.617,53 733.362,61 174.406.127,08 72.314.554,51 73.222.654,03

47


Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Göttingen

AG vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010

2010 2009

EUR EUR EUR EUR

1. Umsatzerlöse 84.835.509,50 87.857.832,85

2. Andere aktivierte Eigenleistungen 280.437,83 375.758,59

3. Sonstige betriebliche Erträge 1.697.414,45 3.549.848,27

4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

und für bezogene Waren 54.693.347,46 58.817.520,90

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.664.084,20 56.357.431,66 1.534.584,77 60.352.105,67

5. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 6.741.327,57 6.604.022,19

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

und für Unterstützung 2.061.652,77 8.802.980,34 3.436.993,53 10.041.015,72

davon für Altersversorgung

EUR 801.160,69 (i. Vj. EUR 2.173.019,06)

6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.184.617,53 5.486.687,61

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.578.558,67 5.745.584,95

8. Erträge aus Beteiligungen 618.739,13 850.782,61

9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen

des Finanzanlagevermögens 242,67 273,55

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 93.610,87 63.938,91

11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 5.531.696,46 5.796.330,98

12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.052.184,10 678.085,19

13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.018.485,69 4.598.624,66

14. Außerordentliche Aufwendungen 372.790,00 0,00

15. Außerordentliches Ergebnis 372.790,00 0,00

16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.777.342,85 1.013.172,28

17. Sonstige Steuern 166.646,33 158.234,03

18. Jahresüberschuss 2.701.706,51 3.427.218,35

19. Gewinnvortrag 1.480.988,28 382.391,19

20. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 3.784.268,48 3.761.378,19

21. Bilanzgewinn 7.966.963,27 7.570.987,73

48


Anhang für das Geschäftsjahr 2010 der

Stadtwerke Göttingen Aktiengesellschaft

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Stadtwerke Göttingen AG ist nach den Vorschriften des HGB und des

AktG aufgestellt worden. Dabei wurden erstmals die handelsrechtlichen Vorschriften zur Rechnungslegung

nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) angewandt. Soweit die

Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt

werden können, wurden die Angaben in den Anhang aufgenommen.

Aus Gründen der Klarheit (§ 265 Abs. 5 HGB) wurde in der Bilanz die Gliederung auf der Aktivseite

bei den Bilanzposten Sachanlagen und Vorräte um Posten der Versorgungswirtschaft erweitert

sowie auf der Passivseite Posten zur Darstellung erhaltener Zuschüsse hinzugefügt.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ist in Bezug

auf Ansatz- und Bewertungsvorschriften erstmals auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr

2010 anzuwenden. Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung wurde kein Gebrauch

gemacht. Die Einführung des BilMoG hat in der sogenannten BilMoG-Eröffnungsbilanz zum

01. Januar 2010 zu Bewertungs- und Ausweisänderungen von Bilanzposten des Vorjahres geführt.

Eine Anpassung der Vorjahreszahlen im Rahmen der erstmaligen Anwendung ist nach Art. 67

Abs. 8 Satz 2 EGHGB unterblieben.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs-

bzw. Herstellungskosten, vermindert um erhaltene Investitionszuschüsse und planmäßige

Abschreibungen. Die im Geschäftsjahr 2010 vereinnahmten Baukostenzuschüsse (BKZ) wurden

passiviert. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten angemessene Lohn- und

Materialgemeinkosten.

Die Zugänge bei Leitungsnetzen und Abnehmeranschlüssen innerhalb des Bilanzpostens Verteilungsanlagen

wurden im Berichtsjahr linear abgeschrieben (in den Vorjahren – mit Ausnahme der

Hausdruckregler – degressiv). Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die

einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Wert für das einzelne Wirtschaftsgut 410 € nicht

übersteigt (Geringwertige Wirtschaftsgüter), werden in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen.

Bei allen Anlagenzugängen kam die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.

Die unter den Finanzanlagen aufgeführten Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen

und die sonstigen Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden

Wert ausgewiesen.

49


Die Vorräte wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu fortgeschriebenen durchschnittlichen

Einstandspreisen bewertet.

Die unentgeltlich ausgegebenen Schadstoffemissionsrechte wurden auf der Aktivseite im Umlaufvermögen

unter der Position Vorräte mit einem Erinnerungswert von einem Euro am Bilanzstichtag

bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung

des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. Die Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen beträgt unverändert 1 %.

Die Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand sind mit dem Nennwert angesetzt worden.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der

Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber

hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen

Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG

gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive

und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten

Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB

kein Gebrauch gemacht.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern seit dem 01. Januar

2010 wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „Steuern vom Einkommen

und vom Ertrag“ als sog. davon-Vermerk ausgewiesen. Nach der formalen Betrachtungsweise

ist alleinige Steuerschuldnerin die Gesellschaft als Organträgerin, d. h. auch tatsächliche und

latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin

auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären

Differenzen der Organgesellschaft Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH im Abschluss der

Gesellschaft erfasst.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,88 % zugrunde

(15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,05 % für die Gewerbesteuer),

der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der

Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 430 %.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen

Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind

mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen

sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen sind nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes

mit einem Rechnungszinssatz von 5,15 % passiviert. Ebenso sind künftige Gehalts- und

Rentenanpassungen mit jeweils 2 % Steigerung berücksichtigt worden. Abweichend von den steuerrechtlichen

Regelungen wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ein Marktzinssatz angesetzt, der

50


durch eine Durchschnittsbildung aus den jeweiligen laufzeitadäquaten Zinssätzen der vergangenen

sieben Geschäftsjahre von der Deutschen Bundesbank ermittelt wurde. Als biometrische Rechnungsgrundlagen

wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Die Rückstellungsbewertung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen erfolgt unter

Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 5,15 % sowie eines Gehaltstrends von 2,0 % auf

der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Rückstellung umfasst

die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase

sowie Aufstockungsleistungen. In den sonstigen Rückstellungen ist die Rückgabeverpflichtung

von Schadstoffemissionsrechten für die bis zum Bilanzstichtag verursachten Emissionen berücksichtigt;

der Wertansatz zur Rückstellung ergibt sich aus dem Erinnerungswert der unentgeltlich

zur Verfügung gestellten Emissionsberechtigungen.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Posten in der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage gesondert dargestellt, die Bestandteil

des Anhangs ist.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen sowie sonstige Forderungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht, beziehen sich auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen 922 T€ auf Forderungen gegen die

Stadt Göttingen und ihre Beteiligungsgesellschaften. In dem Bilanzposten sonstige Vermögensgegenstände

sind 7.500 T€ für zwei an die Stadt Göttingen gewährte Kassenkredite enthalten. In den

sonstigen Verbindlichkeiten sind 3.051 T€ gegenüber der Stadt und ihren Beteiligungsgesellschaften

enthalten.

Die bisher unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen aus Insolvenzsicherung

von 1.237 T€, die entsprechend dem monatlichen Personalaufwand für die in der

Altersteilzeitfreistellungsphase befindlichen Mitarbeiter an die Gesellschaft ausgezahlt werden,

wurden in diesem Jahr erstmals gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Rückstellung aus Altersteilzeitverpflichtung

in Höhe von 2.876 T€ saldiert. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen

von 17 T€ wurden mit den Zinszuführungen in Höhe von 115 T€ gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB

saldiert. Der sich ergebende Saldo von 98 T€ ist im Finanzergebnis unter dem Posten „Zinsen und

ähnliche Aufwendungen“ ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Insolvenzversicherungsansprüche

entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß den Mitteilungen der

Versicherung zuzüglich der Einzahlung für das vierte Quartal 2010.

Das unter den sonstigen Vermögensgegenständen aktivierte und mit 3,7 % abgezinste Körperschaftsteuerguthaben

hat in Höhe von 34 T€ eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Es bestehen

keine weiteren Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

51


Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 33.280.000 € und ist eingeteilt in 33.280.000 nennwertlose

Stückaktien, die auf den Namen lauten.

Von der Kapitalrücklage in Höhe von 10.616.458,03 € betreffen 3.684.955,08 € Rücklagen gemäß

§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB und § 150 Abs. 2 AktG (gesetzliche Rücklage) und 6.931.502,95 € Zuzahlungen

i. S. d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. In die Kapitalrücklage wurden im Jahr 2010 3.784 T€

eingestellt und wieder entnommen. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Juni 2010

wurden 6.090 T€ aus dem Bilanzgewinn an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Unter den empfangenen Ertragszuschüssen wurden bis einschließlich 2002 Zuschüsse der Kunden

zu den Rohrnetzkosten und den Hausanschlusskosten erfasst. Die jährliche Auflösungsrate zugunsten

der Umsatzerlöse beträgt 5 % der Ursprungswerte. Ab dem Jahr 2003 bis zum Jahr 2009 wurden

die Zuschüsse von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgesetzt. Ab dem Jahr 2010

werden die Zuschüsse wieder passiviert und ertragswirksam mit 5 % zugunsten der Umsatzerlöse

aufgelöst.

Die nicht durch Rückstellungen gedeckten Pensionsverpflichtungen betrugen mittelbar 281 T€.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von 509 T€ betreffen die Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag

für 2010 in Höhe von 431 T€ und Gewerbesteuer in Höhe von 78 T€.

Von den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 6.021 T€ entfallen u. a. 2.876 T€ auf Rückstellungen

aus Altersteilzeitvereinbarungen, die mit dem bisher unter den sonstigen Vermögensgegenständen

ausgewiesenen Forderungen aus der Insolvenzversicherung von 1.237 T€ gemäß § 246

Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert dargestellt werden. Daraus ergibt sich ein Saldo in Höhe von 1.639 T€.

Weiterhin entfallen 1.228 T€ auf die Mehrerlösverrechnung und 882 T€ auf Altlasten (kontaminierter

Boden).

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung)

ein Aktivüberhang der latenten Steuern von 1.017 T€. Die Gesellschaft

macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so

dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die ermittelten aktiven

(1.336 T€) und passiven (- 319 T€) latenten Steuern resultieren aus folgenden temporären Differenzen

auf Ebene der Gesellschaft als Organträgerin: Verteilungsanlagen (- 507 T€), sonstige

Vermögensgegenstände (1.237 T€), Ertragszuschüsse (507 T€), Rückstellungen für Pensionen

(09 T€), Rückstellungen für Altersteilzeit (366 T€), übrige sonstige Rückstellungen (94 T€) und

auf Ebene der im Rahmen der steuerlichen Organschaft einbezogenen Organgesellschaft: sonstige

Vermögensgegenstände (1.414 T€) und Rückstellungen für Altersteilzeit (- 524 T€).

Aufgrund des Beschlusses der Bundesnetzagentur (BNetzA) vom 07. Februar 2007 über die Genehmigung

der Netzentgelte hatten wir für den Zeitraum vom 01. Februar 2006 bis zum 31. Dezember

2006 eine Rückstellung für die Mehrerlösverrechnung gebildet. Dabei wurde der Betrag

zurückgestellt, der sich aus dem Unterschied der Netzentgelte nach Verbändevereinbarung II und

52


den neu beschlossenen Netzentgelten gemäß BNetzA für den o. a. Zeitraum ergab. Wir haben uns

gegenüber der BNetzA bereit erklärt, am „vereinfachten Mehrerlösabschöpfungsverfahren“ teilzunehmen.

Die Entscheidung der Beschlusskammer 9 zur Mehrerlösabschöpfung wurde uns am

16. Dezember 2009 zugestellt. Wir haben daraufhin unsere Rückstellung anteilig aufgelöst.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sehen wie folgt aus:

Gesamt

davon mit einer Restlaufzeit

bis 1 Jahr

über 5 Jahre

T€ T€ T€

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) 11.384 (13.604) 2.404 (2.189) 2.425(4.211)

Erhaltene Anzahlungen (Vorjahr) 3 (3) 3 (3) 0 (0)

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) 1.569 (636) 1.569 (636) 0 (0)

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

(Vorjahr)

42 (20) 42 (20) 0 (0)

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr)

12.323 (10.896) 12.323 (10.896) 0 (0)

Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) 7.891 (9.224) 7.891 (9.224) 2 (0)

33.212 24.232 2.427

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haftet die Gesellschaft mit ihrem beweglichen

und unbeweglichen Vermögen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten sonstige Verbindlichkeiten

und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beziehen sich auf Verbindlichkeiten aus

dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vornehmlich erhaltene Absatzfördermaßnahmen,

die wirtschaftlich dem Geschäftsjahr 2011 zuzuordnen sind.

53


Sicherungen

Für Darlehen der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH wurde von der Stadtwerke Göttingen AG eine

Mithaftung übernommen. Die Darlehen valutieren bei der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH zum

31. Dezember 2010 in Höhe von 3.324 T€.

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen in Höhe von 84.836 T€ entfallen 69.767 T€ auf Energielieferungen (Gas

und Wärme) und 15.069 T€ auf andere Betriebszweige (Wasserversorgung und Parkhäuser).

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.697 T€ enthalten im Wesentlichen Erträge von

371 T€ aus Miet- und Pachteinnahmen, 363 T€ aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen und

145 T€ aus Geschäftsbesorgung (Dienstleistungen für die Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH).

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren verringerten sich

um 4.124 T€ auf 54.693 T€. Diese Verringerung ist im Wesentlichen auf den preisbedingten Rückgang

der Gasbezugskosten in Höhe von 3.700 T€ zurückzuführen.

Der Personalaufwand betrifft mit 801 T€ (Vorjahr 2.173 T€) Aufwendungen für die Altersversorgung.

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung einschließlich

Zinssatzänderung der langfristigen Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen,

ergeben. Diese sind ab 2010 im Zinsergebnis ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 5.746 T€ um 167 T€ auf 5.579 T€ zurückgegangen.

Die 5.579 T€ beinhalten im Wesentlichen 2.824 T€ für Konzessionsabgaben Gas und

Wasser, 447 T€ für Fremdleistungen an Verwaltungs- und Betriebsgebäuden, 366 T€ für EDV-

Wartungskosten/EDV-Fremdleistungen, 296 T€ für Werbe- und Fördermaßnahmen und 288 T€ für

Beratungs-, Gerichts-, Prozess- und Prüfungskosten.

Das Beteiligungs- und das Zinsergebnis betreffen nicht verbundene Unternehmen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge und Umsatzerlöse von 1.300 T€

(im Wesentlichen 485 T€ aus der Mehr- und Mindermengenabrechnung, 396 T€ Erträge aus

der Auflösung von Rückstellungen und 327 T€ Gutschriften für den Gas- und Strombezug) und

periodenfremde Aufwendungen von 948 T€ (insbesondere 521 T€ Steuerrisiken, 248 T€ aus der

Nachberechnung von Gas- und Strombezug sowie der Mehr- und Mindermengenabrechnung,

74 T€ Forderungsverluste und 44 T€ Buchverluste aus Anlagenabgängen) enthalten.

Darüber hinaus sind außerordentliche Aufwendungen aus der Umstellung der Rechnungslegung

auf die Vorschriften des BilMoG in Höhe von 373 T€ zu verzeichnen.

54


Angaben zum Jahresergebnis

Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages mit der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH wird der

Jahresfehlbetrag in Höhe von 5.531.696,46 € in voller Höhe übernommen. Des Weiteren hat die

Stadt Göttingen durch ein Einlageversprechen garantiert, dass sie die jeweiligen Fehlbeträge durch

Zuzahlungen an die Stadtwerke Göttingen AG ausgleichen wird. Der sich durch diese Verrechnung

ergebende Steuervorteil kommt ausschließlich der Stadt Göttingen zugute. Die Differenz zwischen

den Zuzahlungen der Stadt Göttingen in Höhe von 5.531.696,46 € und der Steuerersparnis von

1.747.428 € wird in die Kapitalrücklage eingestellt und anschließend für die Ausschüttung an die

Gesellschafter wieder entnommen.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, vom ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von

7.966.963,27 € einen Betrag von 6.090.000,00 € an die Gesellschafter auszuschütten und den Restbetrag

in Höhe von 1.876.963,27 € auf neue Rechnung vorzutragen.

55


Angaben gemäß § 10 (2) EnWG

Geschäfte größeren Umfangs mit assoziierten Unternehmen

Mit der E.ON Mitte AG, Kassel, der E.ON Mitte Vertrieb GmbH und der E.ON Mitte Wärme

GmbH wurden die folgenden Geschäfte (netto) getätigt: Für unsere eigenen Abnahmestellen haben

wir von der E.ON Mitte Vertrieb GmbH Strom und Gas in Höhe von 433 T€ bezogen. Für diverse

Leistungen hat uns die E.ON Mitte AG 29 T€ in Rechnung gestellt.

Wir lieferten Gas an die E.ON Mitte Wärme GmbH in Höhe von 15.456 T€. Die Wasserlieferungen

an die E.ON Mitte AG und die E.ON Mitte Wärme GmbH lagen bei 8 T€. An Vergütung für

die Einspeisung von Strom in das Netz der E.ON Mitte AG erhielten wir 1.443 T€. Aus der Vermietung

von Räumlichkeiten und der Weiterberechnung erbrach-ter Leistungen an die E.ON Mitte

AG erzielten wir Erträge in Höhe von 259 T€.

Belegschaft

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (Entgeltempfänger gem. TV-V)

betrug 142.

Es bestanden im Jahr 2010 durchschnittlich zwei Ausbildungsverhältnisse, die in den vorgenannten

Daten enthalten sind.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält 100 % an der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH, Göttingen. Zum 31. Dezember

2010 weist die Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH ein Eigenkapital von 474 T€ aus. Der Jahresfehlbetrag

vor Verlustübernahme beträgt 5.532 T€. Mit der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH

besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

Darüber hinaus halten die Stadtwerke Göttingen AG 50 % an der Wasserwirtschaft Südniedersachsen

GmbH mit Sitz in Göttingen. Die anderen 50 % hält die GELSENWASSER AG, Gelsenkirchen.

Die Gesellschaft entwickelt als Dienstleister für Kommunen, Gebietskörperschaften

und Unternehmen Projekte in allen Bereichen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.

Zum 31. Dezember 2010 weist die Wasserwirtschaft Südniedersachsen GmbH ein Eigenkapital

von 25 T€ aus. Im Geschäftsjahr 2010 wurde auf vertraglicher Basis ein ausgeglichenes Ergebnis

erzielt.

Weiterhin ist die Stadtwerke Göttingen AG seit dem 15. Juli 2010 mit 25 %, ab dem 15. März 2011

mit 20 %, an der deutschlandweit operierenden Vertriebsgesellschaft für den Gasvertrieb, der

fünfwerke GmbH & Co. KG mit Sitz in Limburg beteiligt. Das haftende Kommanditkapital betrug

zum Bilanzstichtag 800 T€ (aktuell 1.000 T€). Die Komplementärin ist die fünfwerke Verwaltungs-GmbH

ohne Einlage.

56


Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo insbesondere für Lagermaterial betrug 5 T€. Der Kapitalwert aus Erbbaurechtsverpflichtungen

beträgt 401 T€. Unsere weiteren finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf

467 T€ pro Jahr. Für die Folgejahre rechnen wir mit einem Anstieg auf 500 T€.

Sonstige Angaben

Zur Absicherung des Zinsrisikos bestehen für zwei Darlehen über 5,6 Mio. € Swapvereinbarungen

mit einer Laufzeit bis November 2016.

Die Angabe des vom Abschlussprüfer für das

Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars erfolgt

gemäß § 285 Nr. 17 HGB im Konzernabschluss.

Außerbilanzielle Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB),

soweit dies für die Beurteilung der Finanzlage

notwendig ist, waren für das Geschäftsjahr 2010

nicht auszuweisen.

Unübliche Geschäfte mit nahestehenden Personen,

soweit sie wesentlich und für die Beurteilung der

Finanzlage notwendig sind (§ 285 Nr. 21 HGB),

wurden im Geschäftsjahr 2010 nicht getätigt.

Wasserübernahme in der Mischstation Weendespring

57


Zusammensetzung der Organe und

Aufwendungen für Organe

Aufsichtsrat

Wolfgang Meyer, Vorsitzender, Göttingen, Oberbürgermeister der Stadt Göttingen

Dr. Henrich Wilckens *, 1. stv. Vorsitzender, Kassel, Vorstandsvorsitzender der E.ON Mitte AG, Kassel

Norbert Wüstefeld, 2. stv. Vorsitzender, Bernshausen, Wassermeister

Frank-Peter Arndt *, Göttingen, Diplom-Sozialtherapeut

Edwin Brämer (bis 24.06.2010), Friedland, Busfahrer (Altersteilzeit-Ruhephase)

Rüdiger Deppe *, (bis 31.12.2010), Göttingen, Instandhalter Messgeräte und Prüfinstrumente

Bernd Friedrich (bis 24.06.2010), Göttingen, Betriebsratsvorsitzender der Göttinger Verkehrsbetriebe

GmbH, (freigestellt gem. § 38 BetrVG)

Fritz Güntzler *, Göttingen, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, MdL

Dr.-Ing. Bernhard Hörsgen (bis 24.06.2010), Essen, Technischer Vorstand der GELSENWAS-

SER AG, Gelsenkirchen

Dr. Friedrich Janssen (ab 24.06.2010), Essen, Rentner

Andreas Klatt (ab 29.11.2010), Göttingen, Leiter der Softwareentwicklung der Fa. Coherent

Nils König *, Göttingen, Laborleiter bei der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt

Stefan Rinke (ab 24.06.2010), Dransfeld, Technischer Mitarbeiter Leitstelle

Dr. Manfred Scholle, Dortmund, Vorstandsvorsitzender der GELSENWASSER AG, Gelsenkirchen

Carsten Syring (ab 24.06.2010), Jühnde, Busfahrer

Wolfgang Thielbörger, Göttingen, Rentner

Thomas Wedrins * (bis 05.08.2010), Göttingen, Studienrat

Thomas Weber (ab 24.06.2010), Laatzen, Vorstand Technik der E.ON Mitte AG, Kassel

Bernd Wenzel, Bovenden, Sachbearbeiter Materialwirtschaft

Die mit * gekennzeichneten Mitglieder des Aufsichtsrates bilden den Bilanz- und Finanzausschuss

des Aufsichtsrates der Stadtwerke Göttingen AG.

58


Vorstand

Direktor Dipl.-Kfm. Norbert Liekmeier (Vorsitzender), Gleichen

Direktor Dipl.-Ing. (FH) Reinhard Kraft, (bis 30.04.2011 ), Göttingen

Die Angabe der Vorstandsbezüge ist nach § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Dem Aufsichtsrat der Stadtwerke Göttingen AG wurde eine Vergütung von 9.000 € gezahlt. Der

Aufsichtsrat der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH erhielt keine Vergütung.

Mitteilung nach § 20 Abs. 1 AktG

Die Stadt Göttingen hält 50,1 % der Anteile an der Stadtwerke Göttingen AG. Die E.ON Mitte AG,

Kassel, hält 48,9 % der Anteile an der Stadtwerke Göttingen AG.

Konzernzugehörigkeit

Die Stadtwerke Göttingen AG stellt als alleinige Gesellschafterin der Göttinger Verkehrsbetriebe

GmbH einen Konzernabschluss auf, welcher beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers

eingereicht wird.

Göttingen, den 28. April 2011

Stadtwerke Göttingen Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Liekmeier

Kraft

59


Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang

unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stadtwerke Göttingen Aktiengesellschaft,

Göttingen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Nach

§ 10 Abs. 4 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der

internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von

Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die

Einhaltung der Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der

Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine

Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht

sowie über die interne Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der

Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung

vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und

Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens

, Finanz und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden

und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 10 Abs. 3

EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen

werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche

Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen

der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems

sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie in der

internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben

beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der

wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses

und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der

Konten in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar

erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere

Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

60


Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts

hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht

der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem

Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und

stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach

§ 10 Abs. 3 EnWG hat zu keinen Einwendungen geführt.

Hannover, den 23. Mai 2011

WIBERA Wirtschaftsberatung AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wolfgang Treffler Jörg Gropengießer

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

61


Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH wurde während des Geschäftsjahres 2010

von der Geschäftsführung auf Grund schriftlicher und mündlicher Berichte regelmäßig über die

Lage des Unternehmens sowie die wesentlichen Geschäftsvorgänge unterrichtet. In drei Sitzungen

befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009,

mit dem Wirtschaftsplan 2011 und der Mittelfristplanung 2012-2013, mit Tarifmaßnahmen und

mit der Nachfolge des Geschäftsführers.

Die gemäß Gesellschaftsvertrag zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfälle wurden mit der

Geschäftsführung eingehend besprochen und nach abschließender Prüfung vom Aufsichtsrat

genehmigt. Auf Grund der regelmäßigen Berichte über die wirtschaftliche Entwicklung hatte der

Aufsichtsrat stets einen Überblick über die Lage und den Ausblick des Unternehmens. Der Aufsichtsrat

hat die Geschäftsführung unter anderem auf Grund der Berichte und der erteilten Auskünfte

laufend überwacht und sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 sind von der in der Gesellschafterversammlung

am 15. Juni 2010 als Abschlussprüfer bestellten WIBERA Wirtschaftsberatung

AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und mit dem uneingeschränkten

Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend

Kenntnis genommen.

Der Bericht des Abschlussprüfers ist den Mitgliedern des Aufsichtsrates ausgehändigt worden, der

sich am 28. Juni 2011 ausführlich mit dem Jahresabschluss 2010 beschäftigt hat. Der Aufsichtsrat

stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Die Prüfung von Jahresabschluss und Lagebericht

durch den Aufsichtsrat hat zu keinen Beanstandungen geführt. Die Abschlussprüfer haben an der

Sitzung des Aufsichtsrates teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung

berichtet.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss zum

31. Dezember 2010 in der vorliegenden Form festzustellen.

62


Im Geschäftsjahr 2010 gab es Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrates:

In der Gesellschafterversammlung am 14. Oktober 2010 wurde Herr Ulrich Holefleisch

für Herrn Nils König, der sein Mandat zum 15. Juni 2010 niedergelegt hatte,

in den Aufsichtsrat gewählt. Für Herrn Christian Henze, der sein Mandat zum

14. Oktober 2010 niedergelegt hatte, wurde Herr Frank-Peter Arndt in der Gesellschafterversammlung

am 22. November 2010 in den Aufsichtsrat gewählt. In der

Aufsichtsratssitzung am 23. November 2010 wurde Herr Carsten Syring an Stelle

von Herrn Nils König zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Herr Rüdiger

Deppe hat sein Mandat zum 31. Dezember 2010 niedergelegt.

Der Aufsichtsrat dankt allen ausgeschiedenen Mitgliedern für ihren Rat und Einsatz

zum Wohle der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH.

Der Aufsichtsrat spricht der Geschäftsführung, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH für die im

abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete und erfolgreiche Arbeit seinen Dank und seine Anerkennung

aus.

Göttingen, 29. Juni 2011

Der Aufsichtsrat

Wolfgang Meyer

Vorsitzender

63


Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Gegenstand des Unternehmens ist die Beförderung von Personen im Öffentlichen Personennahverkehr

(ÖPNV), der Betrieb von Industriegleisen sowie die Erbringung von damit im

Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

Nach der weltweiten Rezession im Jahre 2009, ausgelöst durch die Finanzmarktkrise, konnte sich

die deutsche Wirtschaft entgegen den Prognosen der Experten deutlich erholen. Das preisbereinigte

Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs um 3,6 % im Vergleich zu 2009. Der heftige Wintereinbruch

bremste das Wachstum der deutschen Wirtschaft zum Jahresende. Im Vorjahr war die Wirtschaft

noch um 5,0 % geschrumpft. Hauptauslöser für die Erholung war der Anstieg bei den Exporten,

Investitionen und der Inlandskonsum. Für das Jahr 2011 rechnen Experten mit einer weiteren

Erholung. Für die GöVB von Bedeutung war der Anstieg der Treibstoffkosten, die mit rund 14 %

über dem Vorjahreswert lagen.

Die Entwicklung im Personenverkehr in Deutschland weist nach der Statistik des Verbandes

Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ein Plus von 0,4 % beförderter Personen auf. Die Sparte

Straßenpersonenverkehr weist ein Plus von 0,5 % auf. Die Entwicklung der Erträge im VDV-

Straßenpersonenverkehr zeigt eine Steigerung von 3,0 % im Vergleich zu 2009.

Die Entwicklung im Güterverkehrsmarkt im öffentlichen Verkehr des Eisenbahngüterverkehrs

ist nach dem Einbruch im Jahre 2009 um 12 % von 95,5 Mrd. Tonnenkilometer auf 107,0 Mrd.

Tonnenkilometer im Jahre 2010 gestiegen. Die Gleislängen der Unternehmen im VDV sind von

7.853 km in 2008 auf 7.662 km in 2009 zurückgegangen.

Wesentliche Daten zur Geschäftsentwicklung, Ertragslage

2010 2009

Veränderung

in %

Fahrgäste (inkl. echter Verbundabrechnung) 18.268.509 17.955.259 + 2,0

Nutzwagenkilometer 3.606.013 3.543.420 + 1,8

Waggons Industriegleis Stück 4.094 4.003 + 2,3

Umsatzerlöse in € 12.101.416 11.439.691 + 5,8

Das Fahrgastaufkommen konnte Zuwächse in Höhe von 313.250 beförderter Personen – basierend

auf der echten Verbundabrechnung – gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Die Erhöhung basiert

auf der kalten Witterung in den Monaten Januar bis März und Dezember 2010 mit Zuwächsen bei

allen Kartenarten.

Beim Industriegleis weist die Anzahl der Waggonzustellungen ein Plus von 2,3 % auf.

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um rd. 662 T€ angestiegen.

64


Durch die vertraglich festgelegten Rückgänge bei den Ausgleichszahlungen gemäß § 45 a PBefG

für die rabattierten Zeitkarten im Ausbildungsverkehr beträgt die Zahlung für das Jahr 2010 insgesamt

866 T€ (876 T€ im Jahr 2009).

Bei der unentgeltlichen Beförderung schwer behinderter Menschen gemäß § 148 SGB IX wurden

weiterhin für die Berechnung die gekürzten Werte angesetzt, die wir vom Niedersächsischen

Landesamt für Soziales, Jugend und Familie erhalten haben. Aufgrund der erneuten Steigerungen

bei den Umsatzerlösen und der damit verbundenen Anteilsberechnung sind dennoch keine

Rückgänge im Gesamtbetrag zu verzeichnen.

Die Fremdvergabe von Leistungen im Liniennetz im Jahr 2010 betrug 20 %. Damit wurden

727.898 km durch Subunternehmer erbracht, die insgesamt 14 Linienbusse und vier Linien-Taxen

einsetzten. Der Aufwand für die Fremdvergabe ist um 241 T€ gestiegen.

In der Summe führt dies zu einem Gesamtkostendeckungsgrad von 70,1 %; im Vergleich

zum Vorjahr (2009 = 67,7 %) eine Verbesserung. Dies liegt zum einen an den gestiegenen

Umsatzerlösen und zum anderen an den rückläufigen Personalkosten in 2010.

Aus der Umstellung der Rechnungslegung auf

die Vorschriften des BilMoG ergaben sich per

01. Januar 2010 negative Einmaleffekte in Höhe

von 118 T€. Diese wurden im außerordentlichen

Ergebnis ausgewiesen.

Das Jahresergebnis vor Verlustübernahme beträgt

5,5 Mio. €. Aufgrund des bestehenden

Gewinnabführungsvertrages zwischen der

Stadtwerke Göttingen AG und der Göttinger Verkehrsbetriebe

GmbH wird der Jahresfehlbetrag

in voller Höhe von der Stadtwerke Göttingen

AG übernommen. Die Stadt Göttingen hat sich

aufgrund eines Einlageversprechens gegenüber

der Stadtwerke Göttingen AG verpflichtet, durch

Busbeklebung zum 150jährigen Jubiläum der Stadtwerke

Zuzahlungen den jeweiligen Jahresfehlbetrag auszugleichen.

Dieser Betrag vermindert sich um den Betrag, den die Stadtwerke Göttingen AG durch

die Verrechnung der Verluste der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH mit ihren Gewinnen aus der

Versorgungssparte an Steuern (Körperschaft- und Gewerbesteuer) einspart. Der sich durch diese

Verrechnung ergebende Steuervorteil kommt ausschließlich der Stadt Göttingen zugute und beträgt

in diesem Jahr ca. 1,7 Mio. €.

65


Investitionen

Im Jahr 2010 wurden insgesamt 1,2 Mio. € (Vj. 1,6 Mio. €) investiert. Schwerpunkt der

Investitionen war die Anschaffung von drei Gelenkbussen in Höhe von 1,0 Mio. €. Diese

Busse wurden im Sale-and-lease/Mietkauf-back-Verfahren angeschafft. Alle Busse sind

mit umwelt-freundlichen Euro-V-Motoren ausgestattet sowie der sog. Ad Blue Technik, die

Stickoxidemissionen reduziert.

Darüber hinaus wurden für Bordrechner, Buszubehör und Werkzeuge 93 T€ investiert.

Die Finanzierung der verbleibenden Investitionen erfolgte aus Eigenmitteln.

Personal- und Sozialbereich

Am 31. Dezember 2010 wurden insgesamt 234 Mitarbeiter (Vj. 234) – davon 18 Aushilfsbeschäftigte

und zwei Auszubildende – beschäftigt. Sieben Abgängen standen sieben Zugängen

gegenüber. Das durchschnittliche Lebensalter der Belegschaft betrug 51 Jahre und die

Betriebszugehörigkeit im Mittel 19 Jahre.

Im Rahmen des Tarifvertrages über Altersteilzeit haben insgesamt 32 Mitarbeiter ein Altersteilzeitarbeitsverhältnis.

Zum Jahreswechsel waren 13 Mitarbeiter (Vj. 14) im passiven Teil der

Altersteilzeit, im aktiven Teil waren es 19 Mitarbeiter (Vj. 24).

Die Zielsetzung bei der betrieblichen Gesundheitsvorsorge sowie dem Arbeitsschutz war die

Vermeidung schädlicher Einflüsse am Arbeitsplatz, die Beseitigung von Unfall- und Gesundheitsgefahren

sowie die Durchführung vorbeugender Gesundheitsmaßnahmen. Um den

Krankenstand langfristig zu senken, wurden eine flexible Dienstzuteilung und ein Bonussystem

zur Vermeidung von Fehlzeiten eingeführt. Darüber hinaus werden Kosten für die Erhaltung der

körperlichen Fitness übernommen. In 2010 wurden neun meldepflichtige Unfälle registriert.

Mit Abschluss der Tarifverhandlungen haben sich die Tabellenentgelte ab 01. Januar 2010 um

1,2 % erhöht. Darüber hinaus wurde eine Einmalzahlung im Juli 2010 von 70 € gewährt.

Vermögens- und Finanzlage

Die Eigenkapitalquote beträgt aufgabenbedingt 6,4 %. Die Finanzierung der Gesellschaft wird

im Wesentlichen durch den bestehenden Gewinnabführungsvertrag mit dem Gesellschafter sowie

durch das Einlageversprechen der Stadt Göttingen gewährleistet. Sämtliche Darlehen gegenüber

Kreditinstituten sind durch eine gesamtschuldnerische Haftung des Gesellschafters gesichert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von 4,3 Mio. € (entsprechend

58,3 % der Bilanzsumme von 7,4 Mio. €), davon sind 2,0 Mio. € erst langfristig fällig.

66


Zur Absicherung des Zinsrisikos besteht für ein Darlehen über 1,9 Mio. € eine Swapvereinbarung

mit einer Laufzeit bis zum 30. November 2017 und für ein Darlehen über 0,1 Mio. € eine

Swapvereinbarung mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2011.

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit lag bei - 4,2 Mio. €. Der Cash Flow aus

der Finanzierungstätigkeit lag bedingt durch die Verlustübernahme bei 5,0 Mio. €. Der

Finanzmittelfonds am Ende der Periode lag bei 1,1 Mio. €.

Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht aufgetreten.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2010 wurde das für die Gesellschaft implementierte Risikomanagementsystem

permanent überwacht. Es wurden Maßnahmen getroffen, Risiken zu erkennen und zu minimieren.

Es besteht ein umfangreicher Risikokatalog. Daraus ergibt sich, dass für das abgelaufene

Geschäftsjahr und – soweit zurzeit erkennbar

– auch für das laufende Geschäftsjahr keine den

Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken

bestehen.

Die Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes

wird voraussichtlich nicht mehr im

Jahr 2011 umgesetzt werden. Sie birgt aber auch

keine wesentlichen Risiken, da im Vordergrund

die Umsetzung der Anforderungen der EU

Verordnung 1370 in nationales Recht steht. Damit

haben zukünftig sogenannte „marktinitiierte

Verkehre“ Vorrang im Genehmigungsverfahren.

Direktvergaben durch die Kommune sind aber

auch weiterhin möglich.

Für die bestehende Betrauung mit der

Verkehrsleistung in Göttingen wird weiterhin das Kriterium des „durchschnittlich, gut geführten“

Unternehmens maßgebend sein, das die GöVB in regelmäßig durchgeführten

Benchmarkvergleichen mit anderen Verkehrsunternehmen erfüllt.

Wartungsarbeiten in der Werkstatt, Gustav-Bielefeld-Straße

Vor dem Hintergrund der 2014 anstehenden Neubeantragung aller Linienkonzessionen im

Stadtgebiet Göttingens sollte in diesem und im nächsten Jahr darauf hingewirkt werden, dass der

neu aufzustellende Nahverkehrsplan der Stadt Göttingen rechtzeitig erstellt wird.

67


Die Projekte „Verkehrsverstetigung“ und „Betriebsführungskonzept“ für die Lichtsignalanlagen

der Stadt Göttingen werden die Rahmenbedingungen für den ÖPNV voraussichtlich verbessern.

Eine Weiterführung der ÖPNV-Beschleunigung wird hierbei maßgebliche Impulse für den

Nahverkehr geben. Um den ÖPNV-Anteil von 13 auf 18 % – gemäß Nahverkehrsplan – zu steigern,

werden allerdings weitergehende Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung notwendig werden.

Die Planungen für den Bereich „Uni-Nord-Campus“ sowie die bereits umgesetzten Maßnahmen

lassen im nördlichen Gebiet der Stadt Göttingen einen Bereich entstehen, der aufgrund seiner

Struktur und seiner Lage hochinteressant für den ÖPNV ist.

Die Stadt Göttingen hat auf der Grundlage eines Beschlusses des Ausschusses für Bauen, Planen

und Grundstücke vom 20. Mai 2010 die Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH mit der Verbesserung

des Verbindungsangebotes zwischen dem Uni-Nord-Campus/Max-Planck-Institut und dem

Bahnhof beauftragt.

Die aktuell eingerichtete Schnellbuslinie S 5 fährt

derzeit zwischen den Haltestellen „Bahnhof“ und

„Faßberg“ im 30-Minuten-Takt vom 01. Oktober

2010 bis zum 01. April 2011.

Die bisherige Fahrgastnachfrage kann noch nicht

als befriedigend bezeichnet werden. Es ist dennoch

sehr sinnvoll, dieses Angebot aufrechtzuerhalten.

In den zukünftigen Planungen muss der

Uni-Nordbereich stärker berücksichtigt werden.

Bei dem Industriegleis konnte der Abwärtstrend

der Vorjahre gestoppt werden. Die Anzahl der

Waggonzustellungen stieg leicht um 2,3 % gegenüber

dem Vorjahr an. Der größte Nutzer, die

Van Hool-Omnibus auf dem Betriebsgelände, Gustav-Bielefeld-Straße

Fa. Peguform GmbH, ist maßgeblich an dem

Anstieg beteiligt. Wir erwarten eine Stabilisierung der Waggonzustellungen auf dem jetzigen

Niveau.

Es ergeben sich keine wesentlichen Chancen, ohne Quersubventionen das Betriebsergebnis positiv

zu gestalten.

Ausblick

Im Jahr 2011 beläuft sich der Investitionsbedarf der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH auf

1,7 Mio. €. Dabei steht die Ersatzbeschaffung von vier Omnibussen im Vordergrund. Im Jahr

2012 sollen 1,9 Mio. € investiert werden, dabei steht die Anschaffung von vier Omnibussen

68


im Vordergrund. Weitere fünf Omnibusse sollen im Jahr 2013 angeschafft werden, das

Investitionsvolumen beläuft sich auf 2,3 Mio. €. Sämtliche Neuanschaffungen sollen dem modernsten

Abgasstandard entsprechen.

Die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen am Industriegleis werden fortgeführt.

Die Ausgleichszahlung nach § 45 a PBefG ist ab dem Jahr 2007 durch Vertrag mit der

Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG), Hannover, neu geregelt worden. In

diesem Vertrag werden Kürzungen bezogen auf das Basisjahr 2005 von ca. 38 T€ (4 %) vorgenommen,

die jährlich bis 2010 um je 1 % steigen. Eine Vertragsverlängerung gilt für die Jahre 2011 bis

2012 als sicher, d. h. für das Jahr 2011 wird die Kürzung gegenüber dem Vorjahr rd. 10 T€ betragen.

Zur Verbesserung des Kostendeckungsgrades, vor dem Hintergrund der Kürzung der Ausgleichszahlungen

sowie steigender Treibstoff- und Materialkosten, wird es erforderlich sein, die

Beförderungsentgelte ab Januar 2012 anzupassen.

Trotz der gegenwärtig weiterhin erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen planen wir, die

hohe Zahl von Fahrgästen auch im Jahr 2011 halten zu können.

Da wir in 2011 höhere Aufwendungen aus der Busbeschaffung und der nicht zu kalkulierenden

Bezugspreise für Dieselkraftstoff haben werden, gehen wir davon aus, dass das Ergebnis des

Jahres 2010 in 2011 nicht wieder erreicht wird.

Das erwartete Jahresergebnis 2011 wird vor Verlustübernahme bei 6,3 Mio. € und damit unter

Vorjahresniveau liegen. Für das Jahr 2012 wird ein Ergebnis vor Verlustübernahme von 6,0 Mio. €

erwartet. Den Planungsansätzen liegen vorsichtige Schätzungen im Bereich der Umsatzerlöse zugrunde.

Göttingen, den 26. April 2011

Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH

Der Geschäftsführer

Kraft

69


Bilanz der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH

zum 31. Dezember 2010

Aktiva

A. Anlagevermögen

31.12.2010 31.12.2009

EUR EUR EUR EUR

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 18.517,00 23.732,00

II. Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten 1.623.722,69 1.751.642,69

a) Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten

EUR 1.623.722,69 (i. Vj. EUR 1.751.642,69)

b) Bahnkörper und Bauten des Schienenweges

EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)

2. Gleisanlagen, Streckenausrüstung

und Sicherungsanlagen 434.040,00 487.776,00

3. Fahrzeuge für Personenverkehr 2.828.004,00 2.451.088,00

4. Maschinen und maschinelle Anlagen,

die nicht zu Nummer 2 und 3 gehören 152.054,00 173.251,00

5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 293.686,00 5.331.506,69 192.357,00 5.056.114,69

III. Finanzanlagen

Beteiligungen 10.200,00 8.600,00

5.360.223,69 5.088.446,69

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 196.364,61 246.984,01

2. Waren 1.791,67 198.156,28 1.977,99 248.962,00

II. Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 350.584,63 330.286,10

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 41.663,86 20.258,19

3. Sonstige Vermögensgegenstände 337.670,93 729.919,42 1.927.034,14 2.277.578,43

III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.074.091,30 410.288,40

2.002.167,00 2.936.828,83

C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.439,02 4.227,88

7.366.829,71 8.029.503,40

70


A. Eigenkapital

Passiva

31.12.2010 31.12.2009

EUR

EUR

I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00

II. Kapitalrücklage 424.000,00 424.000,00

474.000,00 474.000,00

B. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen 1.477.433,06 2.991.947,00

C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.296.371,08 3.859.738,04

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 521.834,81 508.683,58

3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 486.066,29 111.578,38

4. Sonstige Verbindlichkeiten 111.124,47 83.556,40

5.415.396,65 4.563.556,40

7.366.829,71 8.029.503,40

71


Entwicklung des Anlagevermögens der Göttinger Verkehrsbetriebe

GmbH (Erweiterte Bruttodarstellung)

Anschaffungs- und Herstellungskosten

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

01.01.2010 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2010

EUR EUR EUR EUR EUR

Entgeltlich erworbene Konzessionen

und ähnliche Rechte 558.835,08 6.325,97 0,00 0,00 565.161,05

II. Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten 5.874.752,28 0,00 0,00 0,00 5.874.752,28

2. Gleisanlagen, Streckenausrüstung

und Sicherungsanlagen 2.787.780,70 965,00 0,00 0,00 2.788.745,70

3. Fahrzeuge für Personenverkehr 9.048.701,68 1.050.281,22 702.666,91 0,00 9.396.315,99

4. Maschinen und maschinelle Anlagen,

die nicht zu Nr. 2 und 3 gehören 543.827,42 0,00 0,00 0,00 543.827,42

5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.240.849,79 166.620,19 166.028,20 0,00 2.241.441,78

6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

20.495.911,87 1.217.866,41 868.695,11 0,00 20.845.083,17

III. Finanzanlagen

1. Beteiligungen 8.600,00 1.600,00 0,00 0,00 10.200,00

21.063.346,95 1.225.792,38 868.695,11 0,00 21.420.444,22

72


Kumulierte Abschreibungen

Buchwerte

Abschreibungen

des

01.01.2010 Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009

EUR EUR EUR EUR EUR EUR

535.103,08 11.540,97 0,00 546.644,05 18.517,00 23.732,00

4.123.109,59 127.920,00 0,00 4.251.029,59 1.623.722,69 1.751.642,69

2.300.004,70 54.701,00 0,00 2.354.705,70 434.040,00 487.776,00

6.597.613,68 673.365,22 702.666,91 6.568.311,99 2.828.004,00 2.451.088,00

370.576,42 21.197,00 0,00 391.773,42 152.054,00 173.251,00

2.048.492,79 65.291,19 166.028,20 1.947.755,78 293.686,00 192.357,00

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

15.439.797,18 942.474,41 868.695,11 15.513.576,48 5.331.506,69 5.056.114,69

0,00 0,00 0,00 0,00 10.200,00 8.600,00

15.974.900,26 954.015,38 868.695,11 16.060.220,53 5.360.223,69 5.088.446,69

73


Gewinn- und Verlustrechnung der Göttinger Verkehrsbetriebe

GmbH vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010

2010 2009

EUR EUR EUR EUR

1. Umsatzerlöse 12.101.415,96 11.439.690,61

2. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.160,14 269,70

3. Sonstige betriebliche Erträge 834.094,86 702.702,61

4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und

Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.665.977,23 2.294.816,37

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.072.441,92 5.738.419,15 2.579.272,51 4.874.088,88

5. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 7.161.168,27 7.876.707,65

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

Altersversorgung und für Unterstützung 2.413.534,84 9.574.703,11 2.363.260,54 10.239.968,19

davon für Altersversorgung EUR 701.299,40

(i. Vj. EUR 691.848,52)

6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen 954.015,38 991.025,63

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.817.033,61 1.644.804,32

8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.542,74 28.396,13

9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 252.108,50 194.839,06

10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 5.391.066,05 - 5.773.667,03

11. Außerordentliche Erträge 0,00 0,00

12. Außerordentliche Aufwendungen 117.686,00 0,00

13. Außerordentliches Ergebnis 117.686,00 0,00

14. Sonstige Steuern 22.944,41 22.663,95

15. Erträge aus Verlustübernahme 5.531.696,46 5.796.330,98

16. Jahresergebnis nach Verlustübernahme 0,00 0,00

74


Anhang für das Geschäftsjahr 2010 der

Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des HGB aufgestellt worden. Freiwillig wurden die

Vorschriften für große Kapitalgesellschaften angewendet. Soweit die Berichtspflichten wahlweise

in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, wurden die

Angaben in den Anhang aufgenommen.

Aus Gründen der Klarheit (§ 265 Abs. 5 HGB) und entsprechend der Verordnung über die Gliederung

des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen vom 13. Juli 1988 wurde die Darstellung der

Sachanlagen auf der Aktivseite um die Posten

erweitert.

- Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen

- Fahrzeuge für Personenverkehr

- Maschinen und maschinelle Anlagen

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ist in Bezug

auf Ansatz- und Bewertungsvorschriften erstmals auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr

2010 anzuwenden. Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung wurde kein Gebrauch

gemacht. Die Einführung des BilMoG hat in der sogenannten BilMoG-Eröffnungsbilanz zum

01. Januar 2010 zu Bewertungs- und Ausweisänderungen von Bilanzposten des Vorjahres geführt.

Eine Anpassung der Vorjahreszahlen im Rahmen der erstmaligen Anwendung ist nach Art. 67

Abs. 8 Satz 2 EGHGB unterblieben.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten,

vermindert um erhaltene Investitionszuschüsse und planmäßige Abschreibungen. Die

betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der in den Vorjahren angeschafften Busse wird mit zehn bzw.

zwölf Jahren angesetzt. Im Berichtsjahr wurden Busse im Sale-and-lease/Mietkauf-back-Verfahren

angeschafft.

Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung

fähig sind und deren Wert für das einzelne Wirtschaftsgut 410 € nicht übersteigt (Geringwertige

Wirtschaftsgüter), werden in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen. Bei allen Anlagezugängen

kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.

75


Die Vorräte wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu fortgeschriebenen durchschnittlichen

Einstandspreisen bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung

des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. Die Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen beträgt unverändert 1 %.

Die Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand sind mit dem Nennwert angesetzt worden.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in angemessenem Umfang alle erkennbaren

Risiken. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen erfolgt unter

Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 5,15 % sowie eines Gehaltstrends von 2,0 % auf

der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Rückstellung umfasst die

Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie

Aufstockungsleistungen. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Posten in der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage gesondert dargestellt, die Bestandteil

des Anhangs ist. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beziehen sich auf Lieferungen

und Leistungen. Sie betreffen in voller Höhe die Gesellschafterin.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten u. a. einen Erstattungsanspruch für die unentgeltliche

Beförderung Schwerbehinderter in Höhe von 152 T€ und auf Ausgleichszahlungen nach

§ 45a Personenbeförderungsgesetz (PBefG) in Höhe von 87 T€. Die bisher unter den sonstigen

Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen aus Insolvenzsicherung von 1.414 T€, die

entsprechend dem monatlichen Personalaufwand für die in der Altersteilzeitfreistellungsphase

befindlichen Mitarbeiter an die Gesellschaft ausgezahlt werden, wurden in diesem Jahr erstmals

gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Rückstellung aus Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von

2.303 T€ saldiert. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen von 29 T€ wurden mit den Zinszuführungen

in Höhe von 115 T€ gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo

von 86 T€ ist im Finanzergebnis unter dem Posten „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ ausgewiesen.

Der beizulegende Zeitwert der saldierten Insolvenzversicherungsansprüche entspricht

den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß den Mitteilungen der Versicherung zuzüglich der

Einzahlung für das vierte Quartal 2010. Die übrigen ausgewiesenen Forderungen haben eine Restlaufzeit

von weniger als einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 50.000,00 € wird von der Alleingesellschafterin Stadtwerke

Göttingen AG gehalten. Ebenso wurde die Kapitalrücklage in Höhe von 424.000,00 € von der

Stadtwerke Göttingen AG eingezahlt.

76


Von den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.477 T€ entfallen u. a. 2.303 T€ auf Verpflichtungen

aus Altersteilzeitvereinbarungen, die mit dem bisher unter den sonstigen Vermögensgegenständen

ausgewiesenen Forderungen aus Insolvenzsicherung von 1.414 T€ gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2

HGB saldiert dargestellt werden. Daraus ergibt sich ein Saldo in Höhe von 889 T€. Weiterhin

entfallen auf die Rückstellung für Zeitkonten und Überstundenentgelte 307 T€ und 156 T€ auf

Urlaubsansprüche von Betriebsangehörigen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sehen wie folgt aus:

Gesamt

davon mit einer Restlaufzeit

bis 1 Jahr

über 5 Jahre

T€ T€ T€

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) 4.296 (3.860) 594 (535) 2.044 (2.021)

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) 522 (509) 522 (509) 0 (0)

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

(Vorjahr)

486 (112) 486 (112) 0 (0)

Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) 111 (83) 66 (19) 0 (20)

5.415 1.668 2.044

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besteht eine Mithaftung der Stadtwerke

Göttingen AG.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beziehen sich im Wesentlichen auf

die Überzahlung aus der Verlustübernahme und auf Verbindlichkeiten aus dem Verrechnungsverkehr.

Sie betreffen in voller Höhe die Gesellschafterin.

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen in Höhe von 12.101 T€ entfallen 11.969 T€ auf den Öffentlichen Personennahverkehr

und 132 T€ auf den Industriegleisbetrieb. Die sonstigen betrieblichen Erträge in

Höhe von 834 T€ enthalten u. a. 519 T€ für die Instandhaltung/Reparatur und Betankung fremder

Fahrzeuge, 133 T€ aus Versicherungsentschädigungen, 39 T€ Kantineneinnahmen und 43 T€

Erträge hauptsächlich aus dem Verkauf von Omnibussen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1.817 T€ beinhalten u. a. 974 T€ Leasingaufwand,

172 T€ Versicherungsprämien, 145 T€ für Geschäftsbesorgungskosten (Leistungen der

Stadtwerke Göttingen AG für die Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH, im Wesentlichen Geschäftsführung

und kaufmännische Dienstleistungen), 52 T€ EDV-Wartungskosten, 52 T€ Werbe- und

Insertionskosten, 51 T€ Fremdleistungen an Verwaltungs- und Betriebsgebäuden, 44 T€ Mieten

und Pachten, 42 T€ Kosten für Aus- und Fortbildung, 32 T€ Öffentliche Abgaben, 29 T€ Rechts-,

Gutachter- und Beratungskosten, 27 T€ Bürobedarf und Drucksachen und 27 T€ freiwillige Sozialleistungen

(Kantine).

77


In der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge von 58 T€ (im Wesentlichen

Buchgewinne aus Anlagenabgängen von 43 T€ und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen

von 9 T€) enthalten. Periodenfremden Umsatzerlösen in Höhe von 10 T€ (6 T€ Schlussabrechnung

von City-Tickets, 4 T€ aus der unentgeltlichen Beförderung Schwerbehinderter) standen periodenfremde

Umsatzminderungen aus einer Korrektur der Einnahmeaufteilung aus der Verbundabrechnung

2009 in Höhe von 2 T€ gegenüber.

Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von 33 T€ setzen sich aus Nachzahlungen bei den

sozialen Abgaben von 12 T€ (aus Berufsgenossenschaft, Sozialversicherung, Künstlersozialkasse),

der Altersversorgung von 9 T€, Fremdleistungen von 4 T€, Postaufwand von 3 T€, Wartungskosten

und Prozess- und Rechtsschutzkosten von jeweils 2 T€ und Forderungsverlusten von 1 T€ zusammen.

Darüber hinaus sind außerordentliche Aufwendungen aus negativen Einmaleffekten aus

der Umstellung der Rechnungslegung auf die Vorschriften des BilMoG von 118 T€ zu verzeichnen.

Angaben zum Jahresergebnis

Das negative Jahresergebnis vor Verlustübernahme von 5.531.696,46 € wird aufgrund des bestehenden

Gewinnabführungsvertrages in voller Höhe von der Stadtwerke Göttingen AG übernommen.

Des Weiteren hat die Stadt Göttingen durch ein Einlageversprechen garantiert, dass sie die jeweiligen

Fehlbeträge durch Zuzahlungen an die Stadtwerke Göttingen AG ausgleichen wird.

Belegschaft

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (Entgeltempfänger gem. TV-N)

betrug 237.

Im Jahr 2010 bestanden durchschnittlich zwei Ausbildungsverhältnisse, die in den vorgenannten

Daten enthalten sind.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält seit dem 22. August 2007 einen Anteil in Höhe von 8.600 € (16,5 %) an der

Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen GmbH (VSN). Im Jahr 2010 wurde der Anteil um 1.600 € auf

10.200 € (19,6 %) aufgestockt.

78


Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für Investitionen bestanden zum

Bilanzstichtag nicht. Die weiteren finanziellen Verpflichtungen beinhalten u. a. den anteiligen

Aufwand aus dem Bus-Leasing und belaufen sich für 2010 auf 1.205 T€. Für die Folgejahre rechnen

wir mit einem Rückgang auf 1.197 T€ für 2011, 1.166 T€ für 2012 und 682 T€ für 2013. Im

Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadtwerke Göttingen AG wurde darüber hinaus für das Jahr

2011 ein pauschales Entgelt von 129 T€ vereinbart.

Sonstige Angaben

Zur Absicherung des Zinsrisikos besteht für ein Darlehen über 1,9 Mio. € eine Swapvereinbarung

mit einer Laufzeit bis zum 30. November 2017 und für ein Darlehen über 0,1 Mio. € eine Swapvereinbarung

mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2011.

Die Angabe des vom Abschlussprüfer für das

Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars gemäß

§ 285 Nr. 17 HGB erfolgt im Konzernabschluss.

Außerbilanzielle Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB),

die nicht im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs

getätigt werden und für die Beurteilung der

Finanzlage notwendig sind, waren für das Geschäftsjahr

2010 nicht auszuweisen. Zur Liquiditätsbeschaffung

bestehen zum Bilanzstichtag für

insgesamt 22 Busse Leasinggeschäfte (Sale-andlease-back-Verfahren).

Unübliche Geschäfte mit nahestehenden Personen,

soweit sie wesentlich und für die Beurteilung der

Finanzlage notwendig sind (§ 285 Nr. 21 HGB),

wurden im Geschäftsjahr 2010 nicht getätigt.

Van-Hool-Omnibus in der Werkstatt, Gustav-Bielefeld-Straße

79


Zusammensetzung der Organe und

Aufwendungen für Organe

Aufsichtsrat

Wolfgang Meyer, Vorsitzender, Göttingen, Oberbürgermeister der Stadt Göttingen

Nils König, stellv. Vorsitzender, bis 15.06.2010, Göttingen, Laborleiter bei der Nordwestdeutschen

Forstlichen Versuchsanstalt

Carsten Syring, stellv. Vorsitzender, ab 23.11.2010, Jühnde, Busfahrer

Frank-Peter Arndt, ab 22.11.2010, Göttingen, Sozialtherapeut

Herbert Bedarff, Göttingen, Busfahrer

Rüdiger Deppe, bis 31.12.2010, Göttingen, Instandhalter Messgeräte und Prüfinstrumente

Hans-Henning Eilert, Göttingen, Freier Sachverständiger für Maschinen- und Fahrzeugbau und

Hydraulik

Karl-Heinz Ernst, Göttingen, Sparkassenbetriebswirt

Bernd Friedrich, Göttingen, Betriebsratsvorsitzender der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH,

(freigestellt gem. § 38 BetrVG)

Christian Henze, bis 14.10.2010, Göttingen, Rechtsreferendar am OLG Braunschweig

Ullrich Holefleisch, ab 14.10.2010, Göttingen, Pensionär

Manfred Hüpeden, Bovenden, Busfahrer

Nils Kellner, ab 11.01.2011, Duderstadt, Kaufmännischer Sachbearbeiter

Andreas Klatt, Göttingen, Leiter der Softwareentwicklung der Fa. Coherent

Norbert Liekmeier, Gleichen, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Göttingen AG, Göttingen

Sabine Morgenroth, Göttingen, Geschäftsführerin der EE-Goe GmbH & Co. KG

Dr. Matthias Vaupel, Göttingen, Physiker

Dr. Henrich Wilckens, bis 24.02.2011, Kassel, Vorstandsvorsitzender der E.ON Mitte AG, Kassel

80


Geschäftsführer

Dipl.-Ing. (FH) Reinhard Kraft, Göttingen

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge für Herrn Reinhard Kraft ist nach § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Dem Aufsichtsrat wurde keine Vergütung gezahlt.

Konzernzugehörigkeit

Die Stadtwerke Göttingen AG ist alleinige Gesellschafterin der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH.

Mit der Stadtwerke Göttingen AG, Göttingen, besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Der Jahresabschluss

der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH wird in den Konzernabschluss der Stadtwerke

Göttingen AG einbezogen.

Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht.

Göttingen, den 26. April 2011

Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH

Der Geschäftsführer

Kraft

81


Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang

– unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Göttinger Verkehrsbetriebe

GmbH, Göttingen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung

und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen

Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere

Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über

den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der

Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung

vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und

Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit

und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über

mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen

internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung,

Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die

Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen

Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses

und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend

sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

82


Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht

der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem

Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und

stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 12. Mai 2011

WIBERA Wirtschaftsberatung AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wolfgang Treffler Jörg Gropengießer

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

83


Herausgeber:

Stadtwerke Göttingen AG

Postfach 3834

32028 Göttingen

Hildebrandstraße 1

37081 Göttingen

Telefon (0551) 301 - 0

Telefax (0551) 32715

E-Mail stadtwerke@swgoe.de

Internet www.stadtwerke-goettingen.de

Fotos: Michael Mätschke

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