Stadtwerke Göttingen AG Geschäftsbericht 2010

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Stadtwerke Göttingen AG Geschäftsbericht 2010

Von den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 7,5 Mio. € entfallen u. a. 2,5 Mio. € auf

Rückstellungen für Altersteilzeit nach der erstmaligen Verrechnung mit den Forderungen aus der

Insolvenzversicherung, die bisher unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen wurden,

1,2 Mio. € auf die Mehrerlösverrechnung und 0,9 Mio. € auf Altlasten (kontaminierter Boden).

Mit Bescheid vom 28. Oktober 2009 hat die Bundesnetzagentur in Bonn (BNetzA) die Vorgaben

des BGH, die Mehrerlöse zukunftsgerichtet und periodenübergreifend auszugleichen, umgesetzt.

Aufgrund der Komplexität und Vielzahl der mit der Mehrerlösabschöpfung verbundenen rechtlichen

und tatsächlichen Fragestellungen hat die Beschlusskammer der BNetzA die Ermittlung

der Mehrerlösbeträge in einem vereinfachten Mehrerlösabschöpfungsverfahren angeboten. Dabei

wird ein pauschaler Abschlag von einem Drittel auf die Differenz zwischen den Umsatzerlösen

aus Netzentgelten und den im ersten Entgeltgenehmigungsbescheid anerkannten Kosten vereinfachend

in Abzug gebracht. Wir haben diesem vereinfachten Mehrerlösabschöpfungsverfahren zugestimmt

und unsere Rückstellung entsprechend angepasst.

Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 1,3 Mio. € auf 8,0 Mio. €. Die Verringerung

resultiert in erster Linie aus einer Abnahme der Guthaben aus der Jahresverbrauchsabrechnung 2010.

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit lag bei 7,1 Mio. €. Der Cash Flow aus der

Finanzierungstätigkeit lag bei - 4,5 Mio. €. Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode lag bei

rund 14,0 Mio. €.

Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Schluss des

Geschäftsjahres

Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht aufgetreten.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Das am 01. Mai 1998 in Kraft getretene Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich

(KonTraG) verpflichtet Kapitalgesellschaften unter anderem zur Einrichtung eines

Risikofrüherkennungssystems, um alle den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden

Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu überwachen.

Bekannte Maßnahmen der Risikovorbeugung, wie die Funktionstrennung und das Vier-Augen-

Prinzip bei wichtigen Prozessen, Richtlinien, Dienstanweisungen und umfangreiche Berichtsmechanismen

sind bereits sehr lange Grundbestandteil unseres bewährten internen Kontrollsystems.

Darüber hinaus ist das Risikomanagement, geleitet durch ein softwaregestütztes

Risikomanagementsystem, ein wichtiger Bestandteil unserer Geschäftsprozesse. Im Bereich des

Risikomanagements wird von uns mit dem „Risiko-Kompass“ eine Software eingesetzt, die den

neuesten Entwicklungen und Anforderungen gerecht wird. Dieses Tool verfügt über ein erweitertes

Kennzahlensystem und ist mit seinem checklistengestützten Verfahren geeignet, auch künftige

Ansprüche an ein Risikomanagementsystem zu erfüllen.

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