Geschäftsbericht 2010 - Stadtwerke Iserlohn

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Geschäftsbericht 2010 - Stadtwerke Iserlohn

Geschäftsbericht 2010

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH

Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH

Stadtwerke Iserlohn GmbH

Bädergesellschaft Iserlohn mbH

Energie AG Iserlohn-Menden

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH

Das Wir zählt.


Überblick

Zahlenspiegel

Gesellschaftsstruktur

Bericht des Aufsichtsrats

Aufsichtsrat, Geschäftsführung

Chronik

Jubiläen

ii/III

iV

V

VI/VII

VIII/IX

X

Die Unternehmen

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft

Iserlohn mbH 1

Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH 2

Stadtwerke Iserlohn gmbH 3

Bädergesellschaft Iserlohn mbH 4

Energie AG Iserlohn-Menden 5

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH 6

Geschäftsbericht 2010 | Inhalt

I


Zahlenspiegel

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Übersicht 2009 2010

Bilanzsumme Mio. € 166,2 164,1

Kapital und Rücklagen Mio. € 52,3 44,7

Anlagevermögen Mio. € 92,9 93,0

Investitionen Mio. € 15,9 9,9

Abschreibungen Mio. € 10,2 9,6

Umsatzerlöse Mio. € 167,6 180,8

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 296 302

Bädergesellschaft Iserlohn mbH | Übersicht 2009 2010

Bilanzsumme Mio. € 10,1 9,8

Kapital und Rücklagen Mio. € 4,2 4,2

Anlagevermögen Mio. € 5,5 5,2

Investitionen Mio. € 0,1 0,1

Abschreibungen Mio. € 0,5 0,4

Umsatzerlöse Mio. € 1,1 1,2

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 90 89

Besucher gesamt Tsd. 320 325

davon Seilerseebad Tsd. 235 241

davon Aquamathe Tsd. 85 84

Energie AG Iserlohn-Menden | Übersicht 2009 2010

Bilanzsumme Mio. € 49,7 51,5

Kapital und Rücklagen Mio. € 15,7 15,9

Anlagevermögen Mio. € 28,3 27,2

Investitionen Mio. € 2,2 1,8

Abschreibungen Mio. € 3,1 2,9

Umsatzerlöse Mio. € 92,7 108,9

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 36 34

Kabelnetz km 990 993

Hausanschlüsse 15.517 15.616

Zähler im Netz 44.857 44.910

Stromabgabe an Endkunden Mio. kWh 585 721

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Übersicht 2009 2010

Bilanzsumme Mio. € 7,0 7,1

Kapital und Rücklagen Mio. € 5,1 5,1

Anlagevermögen Mio. € 6,3 6,4

Investitionen Mio. € 0,8 1,2

Abschreibungen Mio. € 1,1 1,0

Umsatzerlöse Mio. € 3,4 3,6

TK-Netz km 908 1.000

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 20 22

II

Geschäftsbericht 2010 | Zahlenspiegel


Stadtwerke Iserlohn GmbH | Übersicht 2009 2010

Bilanzsumme Mio. € 115,3 112,1

Kapital und Rücklagen Mio. € 36,6 36,6

Anlagevermögen Mio. € 65,9 67,3

Investitionen Mio. € 14,2 6,8

Abschreibungen Mio. € 5,5 5,3

Umsatzerlöse Mio. € 99,4 95,4

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 150 155

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Strom 2009 2010

Kabelnetz km 631 631

Hausanschlüsse 10.164 10.201

Ortsnetz-/Kundenstationen 315 307

Zähler im Netz 33.339 33.388

Stromabgabe gesamt Mio. kWh 185 193

Umsatzerlöse Mio. € 37,5 38,6

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Erdgas 2009 2010

Leitungsnetz km 305 307

Hausanschlüsse 13.382 13.436

Regelanlagen 17 18

Übernahmestationen 41 41

Zähler im Netz 20.790 20.790

Erdgasabgabe gesamt Mio. kWh 794 844,0

Umsatzerlöse Mio. € 37,1 32,4

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Fernwärme 2009 2010

Heizwerke 3 4

Leitungsnetz (Trassenlänge) km 68 68,2

Hausanschlüsse 1.435 1.435

Anschlusswert MW 108,9 106,5

Zähler im Netz 1.442 1.442

Bezug Mio. kWh 134,2 160,3

Erzeugung Mio. kWh 34,4 29,9

Fernwärmeabgabe Mio. kWh 135 155

Umsatzerlöse Mio. € 8,7 8,1

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Wasser 2009 2010

Gewinnungsanlagen 5 5

Versorgungsleitungen km 459 476

Hausanschlüsse 20.012 20.064

Behälter 15 15

Fassungsvermögen der Behälter m 3 20.710 20.710

Pumpwerke/Druckerhöhungsanlagen 26 26

Installierte Pumpen 124 124

Hydranten 4.063 4.049

Zähler im Netz 20.362 20.465

Bezug Mio. m 3 2,7 2,4

Gewinnung Mio. m 3 4,5 4,8

Wasserabgabe Mio. m 3 6,2 6,2

Umsatzerlöse Mio. € 10,9 10,9

Geschäftsbericht 2010 | Zahlenspiegel

III


TOBI Kraftwerksbeteiligungsges.

mbH & Co. KG

33,33 %

TOBI

Windenergie

GmbH & Co. KG

20 %

NED Nachhaltige

Energiedienstleistungsges.

mbH

29 %

Telemark Telekommunikations

-

ges. Mark mbH

56 % Quantum

GmbH

10 %

TOBI

Management

GmbH

19,56 %

Energie AG

Iserlohn-Menden

66,7 %

Elementerra

GmbH

100 %

GREEN GECCO

Beteiligungsges.

mbH & Co. KG

4,908 %

GREEN GECCO

Beteiligungsges.-

Verwaltungs GmbH

4,908 %

Stadtwerke

Iserlohn GmbH

100 %

Bädergesellschaft

Iserlohn mbH

95 %

Items

GmbH

5,33 %

Gesellschaft für

Kommunal wirtschaft

Iserlohn mbH

100 %

Bädergesellschaft

Iserlohn mbH

5 %

Stadt Iserlohn

IV

Geschäftsbericht 2010 | Gesellschaftsstruktur


Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat ist von der Geschäftsführung regelmäßig in schriftlichen und mündlichen Berichten über die

Lage und Entwicklung der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH, der Stadtwerke Iserlohn GmbH

und der Bädergesellschaft Iserlohn mbH sowie über deren wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet worden.

Auf dieser Grundlage hat er die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Entscheidungen

getroffen.

Die von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2010 und die Lageberichte

für das Geschäftsjahr 2010 der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH, der Stadtwerke Iserlohn

GmbH und der Bädergesellschaft Iserlohn mbH sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind

von der EversheimStuible Treuberater GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft,

Düsseldorf, geprüft worden.

Der Aufsichtsrat hat die Jahresabschlüsse und die Lageberichte für diese Gesellschaften sowie den Konzern-

abschluss und den Konzernlagebericht seinerseits geprüft und in Ordnung befunden. Er billigt den Konzernabschluss

und die Jahresabschlüsse, die damit festgestellt sind.

Für die im Geschäftsjahr 2010 geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat der Geschäftsführung sowie allen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank aus.

Iserlohn, 8. September 2011

Der Aufsichtsrat

Leye

Vorsitzender

Geschäftsbericht 2010 | Bericht des Aufsichtsrates

V


Aufsichtsrat

Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH

Stadtwerke Iserlohn GmbH

Bädergesellschaft Iserlohn mbH

Ordentliche Mitglieder

Stellvertreter

Peter Leye

Aufsichtsratsvorsitzender

Ratsmitglied

Oberstudienrat

Volker Keitmann

Ratsmitglied

Bankkaufmann

Rolf Kramer

Stellvertretender

Aufsichtsrats vorsitzender

Ratsmitglied Renate Brunswicker Ratsmitglied

Dr. Peter Paul Ahrens Bürgermeister Katrin Brenner Erste Beigeordnete

Hartmut Bogatzki

Ratsmitglied

Geschäftsführer

Karsten Meininghaus

Ratsmitglied

Studienrat

Heinz-Dieter Budde

bis 08.05.2010

Thorsten Schick

ab 01.06.2010

Ratsmitglied

Industriekaufmann

Ratsmitglied

Lehrer

Michael Barth

Ratsmitglied

Fachbereichsleiter

Harald Eufinger

Ratsmitglied

Programmierer

Elke Olbrich-Tripp

Ratsmitglied

Fraktionsgeschäftsführerin

Horst Fiesel Ratsmitglied Benjamin Korte Ratsmitglied

Diplom-Jurist

Michael Hufnagel

Ratsmitglied

Kriminalkommissar

Olaf Hennecke

Ratsmitglied

Handelsvertreter

Mike Janke

Ratsmitglied

Jurist

Dieter Beele

Ratsmitglied

Betriebsratsvorsitzender

Privatbrauerei

Iserlohn GmbH

Bauschlosser

Detlef Köpke

Ratsmitglied

Diplom-Betriebswirt

Thomas Stenger

Ratsmitglied

Elektromeister

Friedhelm Kowalski Kämmerer Olaf Pestl Ressortleiter der

Stadt Iserlohn

Ralf Langner

Ratsmitglied

Gerichtsvollzieher

Annegret Simon

Ratsmitglied

Industriekauffrau

VI

Geschäftsbericht 2010 | Aufsichtsrat


Ordentliche Mitglieder

Stellvertreter

Helmut Prange

Ratsmitglied

Polizeibeamter

Rosemarie Politowski

Ratsmitglied

Kfm. Angestellte

Michael Schmitt

Ratsmitglied

Diplom-Ingenieur

Ludwig Bedehäsing

Ratsmitglied

Landwirt

Andreas Seckelmann

Ratsmitglied

Lager-Versandleiter

Manuel Huff

Ratsmitglied

Student

Jens Wintzenburg

Betriebsratsvorsitzender

Stadtwerke Iserlohn GmbH

Meister Wasserversorgung

Michael Hohmann

stellv. Betriebsratsvorsitzender

Stadtwerke

Iserlohn GmbH

Industriekaufmann

Erhard Braun

bis 06.05.2010

Betriebsratsvorsitzender

Bädergesellschaft

Iserlohn mbH

Fachangestellter

Bäderbetriebe

Michael Speier

bis 06.05.2010

stellv. Betriebsratsvorsitzender

Schwimmmeister

Pascal Bartkowiak

ab 07.05.2010

Betriebsratsvorsitzender

Bädergesellschaft

Iserlohn mbH

Fachangestellter

Bäderbetriebe

Marcus Sydow

ab 07.05.2010

stellv. Betriebsratsvorsitzender

Bädergesellschaft

Iserlohn mbH

Fachangestellter

Bäderbetriebe

Geschäftsführung

Dr. Klaus Weimer

Geschäftsführer

Norbert Schmitt

Stellvertretender Geschäftsführer

Geschäftsbericht 2010 | Aufsichtsrat, Geschäftsführung

VII


Chronik

1856 Gründung der Iserlohner Gasgesellschaft

1874 Aufbau der Trinkwasserversorgung

1897 Übernahme der Iserlohner Gasgesellschaft durch die Stadt Iserlohn

1901 Gemeinsamer Betrieb des Gas- und Wasserwerkes

1908 Gründung des städtischen Elektrizitätswerkes

1953 Bau der Ruhrleitung zur Sicherung der Wasserversorgung der Stadt Iserlohn

1957 Übernahme der Wasserversorgung für die Ortsteile Hennen und Rheinen

1965 Aufbau der Fernwärmeversorgung im Stadtgebiet

1967 Umgründung der Stadtwerke in eine GmbH

1981 Kauf der Wasserversorgungsanlagen im Ortsteil Letmathe von Gelsenwasser

1982 Kauf der Stromversorgungsanlagen in den Ortsteilen Nußberg, Dröscheder Feld,

Obergrüne und Kesbern von Elektromark

1983 Kauf der Gasversorgungsanlagen im Ortsteil Letmathe von WFG

1986 Kauf der Gasversorgungsanlagen in den Ortsteilen Hennen und Kalthof von WFG

1987 Kauf der Wasserversorgungsanlagen im Ortsteil Nachrodt von der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde

1989 Gründung der Bädergesellschaft Iserlohn mbH und der Gesellschaft für

Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH; Übernahme der Bäder von der Stadt Iserlohn

1993 Gründung der Energie AG Iserlohn-Menden zusammen mit der Stadtwerke Menden GmbH

1995 Kauf der Wasserversorgungsanlagen im Ortsteil Opperhusen

der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde von Stadtwerke Altena GmbH

Übernahme der Wasserversorgung von Fa. Medice

Kauf der Stromversorgungsanlagen von RWE in den Stadtgebieten Iserlohn und Menden

durch Energie AG Iserlohn-Menden

1998 Gründung der Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH

durch Energie AG Iserlohn-Menden und Stadtwerke Lüdenscheid GmbH

1999 Eröffnung des Sport- und Solebades am Seilersee

Bau des Blockheizkraftwerkes durch die Energie AG Iserlohn-Menden

auf dem Gelände der Stadtwerke Iserlohn GmbH an der Stefanstraße

2000 Gründung der LET Liberal Energy Trading GmbH

Beteiligung der LET an items GmbH, Münster

VIII

Geschäftsbericht 2010 | Chronik


2002 Erweiterung des Blockheizkraftwerkes auf dem Gelände der Stadtwerke Iserlohn GmbH

an der Stefanstraße um ein drittes Modul

Einführung der SAP-Software

2003 Gründung der Elementerra GmbH durch Rätia Energie AG und Energie AG Iserlohn-Menden

2004 Gründung der Elbe-Mulde Energie GmbH (EME) durch Stadtwerke Glauchau

Dienstleistungsgesellschaft mbH und Energie AG Iserlohn-Menden

2005 Bau der Zentralen Wasseraufbereitungsanlage im Wasserwerk „Krug von Nidda“

2006 Inbetriebnahme der Zentralen Wasseraufbereitungsanlage im Wasserwerk „Krug von Nidda“

2006 Vor 150 Jahren (1856) wurden die Stadtwerke als Gas-Bereitungs-Anstalt

zur Erleuchtung der Stadt Iserlohn gegründet

2007 Kauf eines Kommanditanteils an der TOBI Kraftwerksbeteiligungs GmbH & Co. KG

Übernahme der Straßenbeleuchtungsanlagen der Stadt Iserlohn

2008 Erteilung der Strom- und Erdgas-Konzessionen durch die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde

ab 12.04.2008

Gründung der NED-Nachhaltige Energiedienstleistungs GmbH, Iserlohn

2009 Kauf der Strom- und Erdgasnetze in der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde

Übernahme der Wärmeversorgung der ehemaligen Blücher-Kaserne auf dem Gelände

der Landesgartenschau in Hemer durch den Bau einer Holzhackschnitzelanlage

Inbetriebnahme einer 100 kWp-starken Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Betriebsstelle Calle

der Märkischen Verkehrsgesellschaft

Einführung des Ökostromprodukts SauerlandStrom NATUR

Eröffnung der ersten E-Tank-Tankstelle im Märkischen Kreis

2010 Übernahme des Erdgasnetzes Opperhusen

Kauf eines Kommanditanteils an der TOBI Windenergie GmbH & Co. KG, Bocholt, mit dem

Zweck der Beteiligung an Windenergieanlagen

Inbetriebnahme einer Energierückgewinnungsanlage aus Wasserkraft in Letmathe

Installation einer Photovoltaikanlage auf dem oberen Parkdeck des Stadtbahnhofs Iserlohn

Beteiligung an der GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Troisdorf

Partner der Landesgartenschau 2010 in Hemer

Eröffnung eines Service-Centers am Schillerplatz, Iserlohn

2011 Mittelbare Beteiligung über die TOBI Gaskraftwerksbeteiligungs GmbH & Co. KG, Hildesheim,

an einem Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Bremen Mittelsbüren

Bau von Photovoltaikanlagen auf städtischen Dächern

Übernahme eines Großteils der Nahwärmeversorgung im Gewerbegebiet Corunna durch den

Bau einer Holzhackschnitzelanlage und eines Blockheizkraftwerks

Geschäftsbericht 2010 | Chronik

IX


Jubiläen 2010

Stadtwerke Iserlohn GmbH

Wilhelm Beckmann 01. April 35-jähriges Arbeitsjubiläum

Frank Meinhard 01. September 35-jähriges Dienst- und Arbeitsjubiläum

Bernd-Uwe Ganseforth 01. Dezember 35-jähriges Dienstjubiläum

Achim Vogel 02. März 25-jähriges Dienstjubiläum

Michael Senger 01. April 25-jähriges Dienstjubiläum

Stefan Fleischer 01. August 25-jähriges Dienst- und Arbeitsjubiläum

Holger Haßler 01. August 25-jähriges Dienst- und Arbeitsjubiläum

Dirk Sterkau 01. August 25-jähriges Dienst- und Arbeitsjubiläum

Olaf Erdmann 01. Januar 10-jähriges Dienstjubiläum

Stefan Marquardt 01. Januar 10-jähriges Dienstjubiläum

Dominic Plischka 01. August 10-jähriges Dienstjubiläum

Energie AG Iserlohn-Menden

Ernst Brenscheidt 01. September 35-jähriges Dienst- und Arbeitsjubiläum

Roland Heddergott 15. März 10-jähriges Dienstjubiläum

Frank Hillmann 01. September 10-jähriges Dienstjubiläum

Maria Hense 04. September 10-jähriges Dienstjubiläum

Bädergesellschaft Iserlohn mbH

Katica Hessner 01. Mai 25-jähriges Dienstjubiläum

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH

Bernhard Henrich 01. Oktober 45-jähriges Dienstjubiläum

X

Geschäftsbericht 2010 | Jubiläen


Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH

1


Erfolgreich


Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH

Konzern-lagebericht und Konzern-abschluss 2010

Inhalt

Konzern-Lagebericht ................................................................................... 1.04 – 1.11

Konzern-Bilanz .......................................................................................... 1.12 – 1.13

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ...................................................................... 1.14

Konzern-Anhang ....................................................................................... 1.17 – 1.25

Anlagenspiegel ........................................................................................ 1.26 – 1.27

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers .................................................................. 1.28

Wirtschaften.

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Inhalt

1.03


Konzern-Lagebericht

Rahmenbedingungen

Der Wettbewerb im Strom- und Erdgasvertrieb hat in 2010 weiter an Dynamik zugelegt. Die Anforderungen

der Kunden an Produkte und Dienstleistungen sind gestiegen; innovatives Handeln des Energieversorgers ist

erforderlich. Die Geschäftsmodelle sind diesen Anforderungen anzupassen.

Die Energieversorgungsunternehmen müssen sich nicht nur dem Wettbewerbsdruck stellen, sondern sich auch

mit der Umsetzung der von der EU-Kommission angestrebten Energiepolitik auseinandersetzen.

Wesentliche Eckpunkte hierbei sind

Schaffung eines EU-weiten Binnenmarktes für Strom und Gas

Ausbau der notwendigen Netz-Infrastruktur

Zusammenführung des konventionellen Kraftwerksparks mit der Stromerzeugung

aus erneuerbaren Energien

Anstrengungen zur Steigerung der Energieeffizienz

Der Atomunfall in Japan am 11.03.2011 hat die Weichen für die zukünftige Energiepolitik in Richtung der

Einbindung erneuerbarer Energien neu gestellt. Mit Hochdruck wird daran gearbeitet, ein Energiekonzept zu

erstellen, das dem zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien in der Energielandschaft einen neuen Stellenwert

beimisst.

Die Energieversorgung baut auf Langfristigkeit. Deshalb sind Investitionen in eine langfristige, umweltfreundliche

Energieerzeugung zu tätigen.

Rechtliche Einflussfaktoren

Mit der fortschreitenden Liberalisierung der Energiemärkte ist der Energiemarkt durch einen immer intensiveren

Wettbewerb mit häufigen Gesetzesneuerungen gekennzeichnet.

Am 9. Juli 2010 hat der Bundesrat Änderungen der Anreizregulierungsverordnung (ARegV), der Gasnetzentgeltverordnung

(GasNEV) sowie der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) beschlossen, denen das Bundeskabinett

am 18. August 2010 zugestimmt hat. Mit der Neufassung der Gasnetzzugangsverordnung (Gas-NZV)

soll der Wettbewerb belebt und die Öffnung des Gasmarktes vorangetrieben werden. Die Anreizregulierung und

die Strom- und Gasnetzentgeltverordnung regeln die Bestimmung der Entgelte für die Nutzung der Energieversorgungsnetze;

diese werden seit dem 01.01.2009 seitens der Bundesnetzagentur bzw. der Landesregulierungsbehörde

auf Basis einer Kostenprüfung der Strom- und Gasversorgungsnetze festgelegt. Ziel

ist es, die Energieversorgungsunternehmen zu effizienten Prozessen und zu marktgerechtem Handeln zu

zwingen. Für die Ermittlung der Erlösobergrenze Gas sind die Kosten aus dem Basisjahr 2010 maßgeblich;

für Strom die aus dem Jahr 2011. Die wesentliche Änderung der angepassten Anreizregulierungsverordnung

ist, dass die Regulierungsbehörde erhöhte Kostenangaben nicht mehr anerkennen muss. Daher war seitens

der Stadtwerke Iserlohn GmbH auch die Erarbeitung einer optimierten Strategie für Investitions- und Unter-

1.04 Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Lagebericht


haltungsmaßnahmen für das Basisjahr Erdgas erforderlich. Um die Investitions- und Erneuerungsstrategien

im Hinblick auf die Anreizregulierung langfristig besser planen zu können, wurde in 2010 die Einführung

eines Betriebsinformationssystems beschlossen, das die notwendige Transparenz über den Zustand und die

Bedeutung der bestehenden Netze und Anlagen gewährleisten wird.

Mit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zum 01.07.2010 auf der Basis der Verordnung

zur Weiterentwicklung des bundesweiten Ausgleichsmechanismus (AusglMechV) wurde eine Änderung

der Regelungen zur EEG-Umlage vorgenommen. Seit dem 01.01.2010 sind Energieversorger, die Strom an

Endkunden liefern, davon befreit, den von dem Übertragungsnetzbetreiber aufgenommenen EEG-Strom

physisch abzunehmen.

In den vergangenen Jahren ist die EEG-Umlage kontinuierlich gestiegen. So mussten auch die Stadtwerke

Iserlohn GmbH und die Energie AG Iserlohn-Menden zum 01.01.2011 Preisanpassungen um 1,50 ct/kWh (netto)

vornehmen.

Die mit den Unbundling- bzw. Entflechtungsvorschriften des novellierten Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

geforderte informatorische Trennung der Marktrollen Netz und Vertrieb wurde von der Stadtwerke Iserlohn

GmbH und der Energie AG Iserlohn-Menden im Rahmen eines EU-weit ausgeschriebenen IT-Projekts umgesetzt.

Die damit verbundene Entflechtung der Prozesse wurde mit der Erstellung einer Prozessdokumentation und

der Durchführung einer Prozessoptimierung für den Bereich Kundenservice verknüpft, die auch vor dem

Hintergrund der Anreizregulierung von Bedeutung ist.

Auf Grund von Beschlüssen der Bundesnetzagentur in 2010 sind die Stadtwerke Iserlohn GmbH und die Energie

AG Iserlohn-Menden in einer Reihe weiterer IT-Projekte im SAP-Bereich involviert; zu nennen sind hier vor

allem die Umsetzung der Marktregeln zur Bilanzkreisabrechnung Strom (MaBiS), die Einführung von Wechselprozessen

im Messwesen (WiM) und die Änderung bzw. Einführung neuer Datenformate zum 01.04.2011 und

01.10.2011. Voraussetzung für diese Projekte war als zusätzliches Projekt ein Update des SAP-Systems.

Die Anforderungen an das Regulierungsmanagement werden fortwährend komplexer; für 2011 ist erstmalig

auch das Qualitätselement Strom der Anreizregulierungsverordnung mit zu berücksichtigen. Hierbei geht es

um die Bestimmung der Netzzuverlässigkeit.

Die Stadtwerke Iserlohn GmbH und die Energie AG Iserlohn-Menden haben in 2010 an dem von der

Landesregulierungsbehörde Nordrhein-Westfalen (LRegB NRW) den Netzbetreibern angebotenen vereinfachten,

pauschalierten Verfahren zur Festsetzung der Mehrerlösabschöpfung teilgenommen. Hierbei wurden die

ermittelten Mehrerlöse pauschal um 1/3 gekürzt. Mit der Wahl dieses Verfahrens war ein vorbehaltloser

Rechtsmittelverzicht verbunden.

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Lagebericht

1.05


Wirtschaftliche Einflussfaktoren

Die Konjunktur hat sich 2010 von den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise in 2008 weitgehend erholt. Vor

allem durch die Belebung des Exportgeschäfts stieg das Bruttoinlandsprodukt nach Meldung des Statistischen

Bundesamts um 3,7 %, nachdem es im Vorjahr um 4,7 % zurückgegangen war. Der krisenbedingte Produktionsrückgang

wurde damit in 2010 zu mehr als 70 Prozent wieder aufgeholt.

Prinzipiell ist der Absatz von Strom und Erdgas im Vergleich zu anderen Branchen weniger konjunkturabhängig.

Durch den Einsatz effizienter Technik, den steigenden Anteil des weniger energieintensiven

Dienstleistungs sektors am Bruttoinlandsprodukt und den bewussten Umgang der Verbraucher mit Energie

korrelieren Wirtschafts leistung und Stromverbrauch nicht mehr so stark miteinander wie früher. Dennoch

spiegelte sich 2010 die konjunkturelle Erholung auch in der Energiebranche durch eine erhöhte Nachfrage

der Industrieunternehmen wider. Nachdem der Stromverbrauch in 2009 um 5,2 % gesunken war, stieg er

in 2010 infolge der guten konjunkturellen Entwicklung um 3,8 %. Mit 530 Mrd. Kilowattstunden erreichte

er jedoch noch nicht das Niveau von 2008. Beim Gasverbrauch ist zu berücksichtigten, dass es aufgrund der

hohen Temperaturabhängigkeit zu starken jährlichen Schwankungen kommen kann. Der Verbrauch von Gas

nahm im Vergleich zu 2009 um 4,2 % zu und übertraf mit einem Verbrauch von 942 Mrd. Kilowattstunden

das Verbrauchsniveau vor 2008. Sowohl für Gas als auch für Strom gilt, dass der Gesamtverbrauch zu 45 % bei

den Industrieunternehmen liegt und zu 55 % bei den Haushaltskunden. Letztere fungieren auf Grund ihrer

geringeren konjunkturellen Beeinflussbarkeit als stabilisierende Größe im Energieabsatz.

Laut Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) belief sich die Bruttostromerzeugung

in 2010 auf 621 Mrd. kWh und lag damit um 4,7 % über dem Vorjahr. 102,3 Mrd. kWh des erzeugten

Stroms stammte dabei aus erneuerbaren Energiequellen; der Beitrag der erneuerbaren Energien zur Deckung

des Brutto-Inlandsstromverbrauchs belief sich damit in 2010 auf 16,9 % (2009: 16,4 %).

Trotz der Konjunkturlage blieben die Preise an den Brennstoffmärkten 2010 unter dem Niveau vor der Finanzund

Wirtschaftkrise. Dies führte für die Kunden der Stadtwerke Iserlohn GmbH und der Energie AG Iserlohn-

Menden zu einer Preissenkung zum 01.10.2010 für Erdgas sowie für Nah- und Fernwärme. Im Bereich Strom

setzte sich für unsere Kunden der aus den Vorjahren bekannte Trend einer deutlichen Verteuerung der Umlage

aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fort.

Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft ermittelte, ist die kumulierte Wechselquote in

Deutschland bis 2009 auf fast 22 % gestiegen; immer häufiger nehmen Kunden auch einen Tarifwechsel bei

ihrem Versorger vor. Die Konzerngesellschaften der GfK setzen vor diesem Hintergrund darauf, sich regional und

überregional mit nachhaltigen Energieprodukten zu vernünftigen Preisen und einem guten Kundenservice zu

behaupten.

Die Nachfrage nach „grüner Energie“ blieb auch in 2010 ungebrochen; die Stadtwerke Iserlohn GmbH hat sich

hierauf strategisch aufgestellt nach dem Motto: „Heimatversorgung mit ökologischem Anspruch“. Die Energie

AG Iserlohn-Menden positioniert sich nach dem Prinzip „Gutes aus dem Sauerland“.

Unter der Marke „Sauerland“ werden für Strom zwei Öko-Strom-Produkte angeboten: „SauerlandStrom NATUR “

und „SauerlandStrom PLUS “. Für Gas kann zwischen „SauerlandGas NATUR “ oder „SauerlandGas PLUS24 “ gewählt

werden, eine vollständig klimaneutrale Verwendung von Erdgas bei konstanten Preisen ist hierbei garantiert.

1.06

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Lagebericht


Unter dem Motto „Iserlohn wird grün“ wird von der Stadtwerke Iserlohn GmbH seit dem 01.04.2011 allen

Iserlohner Bürgern außerdem das „SauerlandStrom GRÜN “-Produkt, ein durch den TÜV zertifiziertes Öko-Strom-

Produkt, zum Preis des aktuellen Graustromprodukts angeboten. Der Aktion war gemeinsam mit der Stadt

Iserlohn die Umstellung der Stromversorgung aller städtischen Gebäude auf Grünstrom vorangegangen.

Um im Wettbewerb langfristig bestehen zu können, ist die Bildung sinnvoller Kooperationen auf den

verschiedenen möglichen Wertschöpfungsstufen eine wichtige strategische Komponente. So standen die

beiden Aktionäre der Energie AG Iserlohn-Menden, die Stadtwerke Iserlohn GmbH und die Stadtwerke

Menden GmbH, seit 2009 in Kooperationsgesprächen zur Gründung einer gemeinsamen Netz-, Vertriebs- und

Servicegesellschaft. Anfang 2010 mussten diese jedoch als gescheitert erklärt werden und der Ausstieg der

Stadtwerke Menden GmbH aus der Energie AG Iserlohn-Menden wurde beschlossen.

Auf Rats- und Aufsichtsratsbeschlüsse hin wurden zeitgleich Kooperationsgespräche mit anderen Interessenten

aufgenommen.

Hinsichtlich der zukünftigen Aufgaben der Stadtwerke Iserlohn GmbH und der Energie AG Iserlohn-Menden

bestehen verschiedene Möglichkeiten, die derzeit noch geprüft werden.

Ein fortwährendes Thema für alle Konzerngesellschaften ist die Optimierung der bestehenden Prozesse. Der

besondere Schwerpunkt in 2010 lag auf strukturellen Anpassungen im Bereich Energievertrieb und -beschaffung

– sowohl bei der Stadtwerke Iserlohn GmbH als auch bei der Energie AG Iserlohn-Menden. Die Veränderungen

lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Anpassung des organisatorischen Rahmens zum Risikomanagement

Umsetzung einer margenorientierten Vertriebs- und Preispolitik

Vorbereitung zur weiteren Automatisierung der Prozesse

Kommunikation der lokalen Verankerung als Markenkern der Stadtwerke

Einführung neuer vertrieblicher Produkte zur Sicherung der Bestandskundenbasis

Vorbereitungen zur Nutzung von Marktchancen in der Gasversorgung außerhalb von Iserlohn

Der organisatorische Rahmen des Vertriebs wurde geordnet, indem die Soll-Prozesse neu definiert und

dokumentiert wurden. Dabei ist die Vermeidung von Risiken grundlegend. Verbleibende Risiken werden nur

toleriert, wenn eine adäquate Risikoprämie am Markt erzielbar ist. Der Grundsatz „Marge hat Vorrang vor

Menge“ wurde hierdurch operativ verankert. Um die Prozessqualität zu sichern und die Effektivität zu steigern,

wurde eine umfassende Softwareunterstützung vorbereitet.

Die Bädergesellschaft Iserlohn mbH bewegt sich mit ihrem Dienstleistungsangebot in einem stark umkämpften

Freizeitmarkt. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahren nicht verbessert;

vielmehr ist es vor dem Hintergrund einer auch zukünftig angespannten Haushaltslage zwingend erforderlich,

die Wirtschaftlichkeit im Bäderbereich zu beleben. Neben Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität und

Optimierung der Geschäftsprozesse wird in den nächsten Jahren eine Neuausrichtung der Bädergesellschaft

unumgänglich sein.

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Lagebericht

1.07


Geschäftsentwicklung

Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Konzern sind um 13,2 Mio. €auf 180,8 Mio. €gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen

aus dem mengen- und preisbedingten Erlöszuwachs in der Stromversorgung.

Der Materialaufwand liegt mit 129,1 Mio. €um 5,8 Mio. €über dem Vorjahreswert. Den höheren Strombeschaffungskosten

stehen geringere Erdgasbezugskosten gegenüber.

Auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen entfallen 2,7 Mio. € (i. Vj. 3,2 Mio. € ).

Der Personalaufwand ist um 1,3 Mio. €auf 15,4 Mio. €gestiegen. Zum 31.12.2010 waren im Konzern 304 (Vj. 289)

Mitarbeiter beschäftigt; außerdem bestanden 19 (Vj. 20) Ausbildungsverhältnisse.

Die Abschreibungen liegen mit 9,5 Mio. €um 0,7 Mio. €unter dem Vorjahresniveau.

Die Konzessionsabgabe für 2010 beträgt 7,0 Mio. € (Vj. 6,9 Mio. € ). Die Stadtwerke Iserlohn GmbH und die

Energie AG Iserlohn-Menden haben die Konzessionsabgabe jeweils in voller Höhe erwirtschaftet.

Aus der Neubewertung der Rückstellungen für Altersversorgungs- und Altersteilzeitverpflichtungen zum

01.01.2010 wegen BilMoG sind außerordentliche Aufwendungen von insgesamt 1,1 Mio. €angefallen.

Von den Ertragsteuern (7,1 Mio. € ) entfallen 2,4 Mio. €auf Vorjahre aufgrund der steuerlichen Betriebsprüfung

der Jahre 2004 bis 2008. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Versteuerung der Rückstellung für Mehrerlösabschöpfung

bei der Stadtwerke Iserlohn GmbH sowie des Schulschwimmens in den Bäder betrieben

Seilerseebad und Aquamathe.

Der Konzernjahresüberschuss des Geschäftsjahres 2010 liegt mit 5,4 Mio. €um 2,2 Mio. €über dem Vorjahresbetrag.

Geschäftsverlauf der Konzerngesellschaften

Die Gewinnabführung der Stadtwerke Iserlohn GmbH liegt mit 3,6 Mio. €auf dem Vorjahresniveau. Das

Jahresergebnis ist durch die Versteuerung der Rückstellung für die Mehrerlösabschöpfung aufgrund der

steuerlichen Betriebsprüfung der Jahre 2004 bis 2008 belastet.

Die Bädergesellschaft Iserlohn mbH weist für 2010 gegenüber dem Vorjahr einen um 0,1 Mio. €geringeren

Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von 2,1 Mio. €aus.

Die Energie AG Iserlohn-Menden weist für 2010 einen Jahresüberschuss von 3,3 Mio. € (i. Vj. 1,2 Mio. € ) aus.

Nach Einstellung von 0,1 Mio. €in die gesetzliche Rücklage verbleibt im Einzelabschluss ein zur Ausschüttung

verfügbarer Betrag in Höhe von 3,2 Mio. € .

1.08

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Lagebericht


Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme zum 31.12.2010 ist um 2,1 Mio. €auf 164,1 Mio. €gesunken. Der Anteil des Eigenkapitals

an der Konzernbilanzsumme beträgt 33 %. Das Anlagevermögen ist zu 59 % durch Eigenkapital gedeckt. Das

langfristig gebundene Vermögen ist am Bilanzstichtag in voller Höhe durch zeitgleiche Mittel finanziert.

Finanzlage

Einen detaillierten Einblick in die Finanzlage gibt die Konzern-Kapitalflussrechnung.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2010 wurden 9,9 Mio. €investiert. Davon entfallen 1,9 Mio. €auf immaterielle Vermögensgegenstände

(u.a. für das Zweimandantenmodell), 4,8 Mio. €auf Verteilungsanlagen und 1,1 Mio. €auf Finanzanlagen.

Risikobericht

Gemäß dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz (KonTraG) führen die Konzerngesellschaften der GfK ein

Risikomanagementsystem als Bestandteil des betrieblichen Controllings. Neben Risikofaktoren, die den Unternehmen

aus Entwicklungen in Recht und Wirtschaft entstehen, werden durch das Risikomanagement auch die

Risiken aus dem Wettbewerb, der technischen Entwicklung, der Finanzwirtschaft und der internen Organisation

untersucht, bewertet und gesteuert. Ziel ist es, die Risiken mit ihren Auswirkungen frühzeitig zu erkennen und

Gegenmaßnahmen rechtzeitig einzuleiten.

Besonders im Fokus standen in 2010 weiterhin die Risiken aus dem Bereich „Vertrieb und Beschaffung“ der

Stadtwerke Iserlohn GmbH und der Energie AG Iserlohn-Menden. Nachdem in 2009 die beschaffungs- und

vertriebsseitigen Prozesse beider Gesellschaften dokumentiert und in einem Organisationshandbuch für das

Risikomanagement in Vertrieb und Beschaffung einheitlich geregelt worden sind, hat sich in 2010 gezeigt, dass

speziell die Schnittstelle zwischen Beschaffung und Vertrieb präziser definiert werden muss.

Mit dem Einbezug der sog. „Transferpreislogik“, die zwischen den Tätigkeiten der beiden Marktrollen Beschaffung

und Vertrieb unterscheidet und eine eindeutige Risikozuordnung vornimmt, wurde in 2010 begonnen,

das Risikomanagement weiter zu entwickeln. Zur effektiven Risikosteuerung ist es unabdingbar,

dass neben einer internen Risikofrüherkennung und -steuerung auch der Beschaffungsdienstleister in das

Kontrollsystem eingebunden wird. Für das interne Risikomanagement der Konzerngesellschaften wird derzeit

eine entsprechende Software zur Angebotskalkulation und zum Portfoliomanagement eingeführt. Mit der

Implementierung dieser Software sowie der sicheren Prozessabwicklung und der erfolgreichen Einbindung des

Beschaffungsdienstleisters werden voraussichtlich im 4. Quartal 2011 beschaffungsseitig alle Voraussetzungen

erfüllt sein, um die Gesellschaften auf das sog. „Transferpreismodell“ umstellen zu können.

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Lagebericht

1.09


Neben den Risiken durch das laufende Geschäft und den steigenden Wettbewerbsdruck sind weiterhin die

Risiken zu nennen, die durch zunehmenden Regulierungsdruck entstehen. Hierzu zählt die ab 2012 geltende

Erlösobergrenze, die Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaften haben wird. Zum zweiten Mal seit der

Einführung der Anreizregulierung müssen die Stadtwerke Iserlohn GmbH und die Energie AG Iserlohn-Menden

aktuell ihre Daten zur Preiskalkulation an die Regulierungsbehörde abgeben. Auf Basis der Daten des Fotojahres

2010 für Gas und 2011 für Strom setzt die Regulierungsbehörde die den Netzbetreibern zugestandenen Erlöse

für die Jahre 2013 bis 2017 (Gas) bzw. für 2014 bis 2018 (Strom) fest. Beabsichtigt ist, die Unternehmen auf diese

Weise zu effizientem Wirtschaften zu zwingen und die Gas- und Strompreise wettbewerbsfähig zu halten.

Weiterhin sind Auswirkungen der europa- und weltweiten konjunkturellen Entwicklungen auf die deutsche

Wirtschaft als Risikofaktoren besonders zu beobachten.

Eine Überprüfung der gegenwärtigen Lage hat ergeben, dass derzeit keine die Konzerngesellschaften

gefährdenden Risiken bestehen.

Ausblick

Nach aktuellen Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW wird für das deutsche

Bruttoinlandsprodukt in 2011 mit einem Wachstum von 3,2 % gerechnet, für das Jahr 2012 mit einem Wachstum

von 1,8 %. Ob sich diese Wachstumsprognose erfüllen wird, ist angesichts der aktuellen Entwicklungen in

Wirtschaft und Politik (Schuldenkrise einiger EU-Mitgliedstaaten, Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA)

nicht abzusehen.

Die konjunkturelle Entwicklung ist trotz der derzeit sehr guten Lage für die Zukunft mit großer Unsicherheit

behaftet.

Umso mehr gilt es, für die Zukunft gut aufgestellt zu sein; das heißt,

unsere Kunden auch in Zukunft mit hoher Versorgungssicherheit, attraktiven Preisen für Strom, Gas,

Wasser und Fernwärme sowie einem möglichst optimalen Service zu überzeugen

unsere Mitarbeiter bestmöglich zu fördern und zu fordern

für effiziente und transparente Geschäftsprozesse zu sorgen

dem Wettbewerb mit klarer strategischer Ausrichtung am Markt zu begegnen

Größennachteile durch Allianzen wettzumachen

Unabhängigkeit in der Energiebeschaffung zu realisieren.

Zur Sicherung der Versorgungssicherheit stehen in 2011 bei der Stadtwerke Iserlohn GmbH große Investitionen

zur Erneuerung des 110kV-Netzes und zur Rehabilitation des Wasserversorgungsnetzes an.

Die im Laufe des Jahres 2010 eingeschlagene Vertriebs- und Beschaffungsstrategie der Stadtwerke Iserlohn

GmbH und der Energie AG Iserlohn-Menden wird im Geschäftsjahr 2011 konsequent weiterentwickelt. Mit der

Einführung diverser neuer Produkte sowohl im Strom- als auch Gasbereich ist es das Ziel, die Kundenbindung im

Heimatmarkt zu stärken und externe Märkte zu erschließen. Besonderer Fokus soll hierbei auch auf den Vertrieb

über das Internet gelegt werden.

1.10

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Lagebericht


Hand in Hand mit der Kundenbindung und Kundengewinnung geht die Qualifizierung unserer Mitarbeiter

sowie die Steigerung von Transparenz und Effizienz unserer Prozesse. Im Interesse der Zukunftssicherung des

Konzerns wird daher nunmehr aktiv die Etablierung eines Konzepts zur systematischen Personalentwicklung

vorangetrieben. Für die Stadtwerke Iserlohn GmbH wird in 2011 eine Neuorganisation vorgenommen; speziell

der Vertrieb auf der Netzseite mit seinen Leistungen im Bereich Energieeffizienzberatung und Engineering für

Planung, Bau und Betrieb kundenspezifischer Anlagen wird gestärkt.

Über die Beteiligung der Stadtwerke Iserlohn GmbH an der TOBI Gaskraftwerksbeteiligungs- GmbH & Co. KG,

Bocholt, ist 2011 der Anteil von 12 Megawatt an einem Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk in Bremen

Mittelsbüren realisiert worden. Auf dem Weg zu größerer Unabhängigkeit in der Energiebeschaffung durch den

Ausbau eigener Stromerzeugungskapazitäten ist dies einer von noch vielen folgenden Schritten.

Das Ausscheiden der Stadtwerke Menden GmbH als Aktionärin aus der Energie AG Iserlohn-Menden soll in

Form einer Teilbetriebsabspaltung erfolgen. Zu diesem Zweck wurden Ende 2010 Teilbetriebe gebildet, die eine

getrennte Abwicklung der Geschäftsprozesse für Iserlohn und Menden ermöglichen. Die Anmeldung zur Eintragung

in das Handelsregister ist Ende August 2011 erfolgt.

Mit der strategischen Neuausrichtung der Konzerngesellschaften der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft

Iserlohn mbH wird noch in 2011 begonnen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, über die zu berichten wäre, sind

nicht eingetreten.

Für das Jahr 2011 wird ein positives Konzernergebnis erwartet.

Iserlohn, den 29. August 2011

Gesellschaft für

Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH

Dr. Weimer

Geschäftsführer

Schmitt

stv. Geschäftsführer

1.11


Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktivseite Anhang 31.12.2010 31.12.2009

€ € T €

A Anlagevermögen (1)

I

Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Konzessionen und ähnliche Rechte 1.516.204,00 1.373

2. Geleistete Anzahlungen 1.735.119,61 371

3.251.323,61 1.744

II

Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten einschließlich der

Bauten auf fremden Grundstücken 14.724.123,96 14.327

2. Verteilungsanlagen 54.516.289,00 54.996

3. Technische Anlagen und Maschinen 14.914.503,00 16.173

4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.751.180,00 1.730

5. Anlagen im Bau 621.090,30 1.605

86.527.186,26 88.831

III

Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 95.575,00 96

2. Beteiligungen 2.459.006,03 1.536

3. Sonstige Ausleihungen 700.569,64 682

3.255.150,67 2.314

93.033.660,54 92.889

B

I

Umlaufvermögen

Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 795.595,59 657

2. Waren 19.722,93 20

815.318,52 677

II

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2) 28.715.010,73 23.049

2. Forderungen gegen Gesellschafter (3) 1.089.849,00 2.188

3. Forderungen gegen Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 338.438,32 564

4. Sonstige Vermögensgegenstände (4) 8.396.339,60 9.344

38.539.637,65 35.145

III Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (5)

28.632.716,92 35.817

67.987.673,09 71.639

C Rechnungsabgrenzungsposten (6) 3.101.096,44 1.655

164.122.430,07 166.183

1.12

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Konzernabschluss


Passivseite Anhang 31.12.2010 31.12.2009

€ € T €

A

Eigenkapital

I Gezeichnetes Kapital (7) 36.233.850,00 36.234

II Kapitalrücklage 5.036.966,58 5.037

III Gewinnrücklagen (8) 3.394.522,21 3.228

IV Ausgleichsposten für Anteile anderer

Gesellschafter am Eigenkapital (9) 7.772.513,90 7.772

V Auf andere Gesellschafter entfallendes Ergebnis (10) 247.180,61 -565

VI Konzernbilanzgewinn (11) 2.108.687,81 559

54.793.721,11 52.265

B

Sonderposten wegen Investitionszuschüssen

zum Anlagevermögen (12) 854.776,00 931

C Empfangene Ertragszuschüsse 10.834.282,05 11.829

D Rückstellungen (13)

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche

Verpflichtungen 3.969.011,00 2.950

2. Steuerrückstellungen 1.964.582,60 592

3. Sonstige Rückstellungen 31.257.737,92 31.503

37.191.331,52 35.045

E Verbindlichkeiten (14)

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33.136.201,01 36.187

2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 11

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen 10.453.640,75 12.610

4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.296.030,26 0

5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.747.823,42 718

6. Verbindlichkeiten aus Genussrechten 1.770.225,22 1.761

7. Sonstige Verbindlichkeiten 11.079.225,06 14.215

59.483.145,72 65.502

F Rechnungsabgrenzungsposten (15) 965.173,67 611

164.122.430,07 166.183

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Konzernabschluss

1.13


Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010

Anhang 2010 2009

€ € T €

1. Umsatzerlöse einschließlich Strom- und Erdgassteuer (16) 198.107.102,51 183.170

Stromsteuer -13.008.175,61 -11.557

Erdgassteuer -4.302.662,12 -4.047

Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer 180.796.264,78 167.566

2. Andere aktivierte Eigenleistungen 437.582,30 326

3. Sonstige betriebliche Erträge (17) 4.389.169,08 5.413

4. Materialaufwand (18)

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und

Betriebsstoffe und für bezogene Waren -122.610.109,24 -117.171

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.538.122,25 -6.141

-129.148.231,49 -123.312

5. Personalaufwand (19)

a) Löhne und Gehälter -11.450.057,18 -10.856

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

Altersversorgung und Unterstützung -3.963.733,78 -3.209

-15.413.790,96 -14.065

6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen -9.544.605,76 -10.220

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

a) Konzessionsabgabe -7.002.212,23 -6.854

b) Übrige betriebliche Aufwendungen (20) -12.834.570,54 -13.515

-19.836.782,77 -20.369

8. Erträge aus Beteiligungen (21) 863.620,35 485

9. Erträge aus anderen Wertpapieren und (21)

Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7.059,40 6

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (21) 3.528.426,84 254

(davon Erträge aus der Abzinsung: (21)

3.397.478,68 € ; i. Vj. 13 T € )

11. Abschreibungen auf Finanzanlagen (21) -80.100,00 0

12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (21) -2.272.085,42 -1.591

(davon Aufwendungen aus der Aufzinsung :

291.814,00 € ; i. Vj. 0 T € )

13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 13.726.526,35 4.493

14. Außerordentliche Aufwendungen (22) -1.091.806,00 0

15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (23) -7.102.354,29 -857

16. Sonstige Steuern -89.078,15 -406

17. Konzernjahresüberschuss 5.443.287,91 3.230

18. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -2.920.455,49 -3.175

19. Einstellungen in Gewinnrücklagen -166.964,00 -61

20. Auf andere Gesellschafter entfallendes Ergebnis (24) -247.180,61 565

21. Konzernbilanzgewinn 2.108.687,81 559

1.14

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Konzernabschluss


Konzern-Kapitalflussrechnung

2010 2009

Mio. € Mio. €

Konzernjahresüberschuss 5,4 3,2

Abschreibungen/ Zuschreibungen auf Gegenstände

des Anlagevermögens 9,5 10,2

Veränderung der langfristigen Rückstellungen 1,0 0,1

Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -1,6 -1,6

Verluste/ Gewinne aus Anlagenabgängen 0,2 -0,7

Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen sowie anderer Aktiva -5,0 -7,1

Abnahme/ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen sowie anderer Passiva -1,7 6,4

Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 7,8 10,5

Einzahlungen aus Anlagenabgängen 0,1 3,6

Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -9,9 -17,4

Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -9,8 -13,8

Gewinnausschüttung an die Stadt Iserlohn -1,7 0,0

Erfolgsneutrale Veränderungen -1,2 -0,4

Einzahlungen aus Investitions- und Ertragszuschüssen 0,7 1,3

Einzahlungen aus Darlehensaufnahmen 0,0 7,3

Auszahlungen für die Tilgung von Darlehen -3,0 -2,3

Mittelabfluss/ Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit -5,2 5,9

Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -7,2 2,6

Finanzmittelbestand am 1.1. 35,8 33,2

Finanzmittelbestand am 31.12. 28,6 35,8

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Konzernabschluss

1.15


Konzern-Eigenkapitalspiegel

Gezeichnetes Kapital

Kapitalrücklage

Gewinnrücklagen

Eigenkapital Dritter

Ergebnis Dritter

Konzern-Bilanzergebnis

Gesamt

Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €

Stand 1.1.2009 36,2 5,0 3,2 7,8 -0,9 -1,8 49,5

Konzernjahresüberschuss 3,2 3,2

Gewinnausschüttung 0,0 0,0

Einstellungen in Gewinnrücklagen 0,1 -0,1 0,0

Erfolgsneutrale Veränderungen 0,3 -0,7 -0,4

Stand 31.12.2009 36,2 5,0 3,3 7,8 -0,6 0,6 52,3

Stand 1.1.2010 36,2 5,0 3,3 7,8 -0,6 0,6 52,3

Konzernjahresüberschuss 5,4 5,4

Gewinnausschüttung -1,7 -1,7

Einstellungen in Gewinnrücklagen 0,1 -0,1 0,0

Erfolgsneutrale Veränderungen 0,9 -2,1 -1,2

Stand 31.12.2010 36,2 5,0 3,4 7,8 0,3 2,1 54,8

1.16

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Konzernabschluss


Konzernanhang

Allgemeines

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches

in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.5.09 aufgestellt. Die

bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden gemäß Art. 67 Abs. 8 EGHGB bei der erstmaligen Anwendung

des BilMoG nicht beibehalten. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die Ziffern in Klammern in der Vorspalte der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

weisen auf die Posten im Anhang hin.

Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss sind neben der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH, Iserlohn, folgende

Tochtergesellschaften einbezogen:

Beteiligungsquote

Stadtwerke Iserlohn GmbH, Iserlohn 100 %

Bädergesellschaft Iserlohn mbH, Iserlohn 95 %

Energie Aktiengesellschaft Iserlohn-Menden, Menden 67 %

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH, Lüdenscheid 56 %

Die Energie AG Iserlohn-Menden hält 100 % der Anteile an der Elementerra GmbH, Menden. Auf die Einbeziehung

der Gesellschaft in den Konzernabschluss zum 31.12.10 wurde verzichtet, da die Gesellschaft zurzeit

keine operative Geschäftstätigkeit ausübt.

Die Jahresabschlüsse sind in den Konzernabschluss nach grundsätzlich einheitlichen Bilanzierungs- und

Bewertungsmethoden einbezogen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt seit der Erstkonsolidierung unverändert nach der Buchwertmethode. Hierbei

werden die Anschaffungskosten für die Anteile an den Tochtergesellschaften mit dem anteiligen Eigenkapital

verrechnet.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden gegeneinander

aufgerechnet, Umsatzerlöse und Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen saldiert.

Das auf andere Gesellschafter entfallende Ergebnis an vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften, mit denen

keine Ergebnisübernahmevereinbarungen bestehen, ist gesondert ausgewiesen.

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Anhang

1.17


Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Bei selbsterstellten Anlagen

werden neben den Einzelkosten anteilige Gemeinkosten in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Die Sachanlagen der Bäderbetriebe werden überwiegend linear abgeschrieben. Die Zugänge des Jahres

1995 der Energie AG Iserlohn-Menden, die in 1998 in die Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark

mbH eingebrachten Sacheinlagen, die 2007 in die Stadtwerke Iserlohn GmbH eingebrachten Straßenbeleuchtungsanlagen

und die Investitionen ab 2008 werden linear abgeschrieben. Ansonsten erfolgen die

Abschreibungen auf Sachanlagenzugänge bis 2007 – soweit steuerlich zulässig – nach der degressiven Methode

mit späterem Übergang zur linearen Methode. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder

Herstellungskosten 150 €nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sind zu den Anschaffungskosten bilanziert. Bei

dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Ausleihungen

sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die Vorräte sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen unter Berücksichtigung des

Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Unverzinsliche

langfristige Forderungen sind zum Barwert angesetzt. Ausfallrisiken sind durch Wertberichtigungen

angemessen berücksichtigt.

Die unentgeltlich ausgegebenen Treibhausgas – Emissionsberechtigungen sind mit dem Erinnerungswert

unter den sonstigen Vermögensgegenständen bilanziert.

Der Sonderposten wegen Investitionszuschüssen zum Anlagevermögen wird entsprechend der Nutzungsdauer

der begünstigten Sachanlagen aufgelöst.

Die bis 31.12.2002 empfangenen Ertragszuschüsse und die unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten

ausgewiesenen Zuschüsse werden jährlich mit 5 % der Ursprungsbeträge, die ab 2003 empfangenen Ertragszuschüsse

werden entsprechend der Nutzungsdauer und der Abschreibungsmethode der bezuschussten

Wirtschaftsgüter aufgelöst; sie sind im Konzern nach einheitlichen Grundsätzen bilanziert. Soweit Ertragszuschüsse

bei einer Beteiligungsgesellschaft in Vorjahren vorzeitig aufgelöst wurden, ist dieses im

Konzernabschluss rückgängig gemacht worden.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen

Grundsätzen unter Anwendung der „Richttafeln RT 2005 G“ von Heubeck ermittelt. Die Bewertung der

Pensionsverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Der Berechnung wurde der durchschnittlichen

Marktzinssatz zugrunde gelegt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Dieser Zinssatz beträgt 5,15 %. Zukünftige Gehalts- und Rentenanpassungen wurden mit 2,5 % p.a. berücksichtigt.

1.18

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Anhang


Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und

ungewisse Verpflichtungen. Für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind Rückstellungen gebildet.

Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung

notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden

mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen

sieben Geschäftsjahre laufzeitadäquat abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Passive latente Steuern aufgrund von Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen zum

31.12.2010 nicht. Aktive latente Steuern aufgrund bilanzieller Abweichungen werden in Ausübung des Wahlrechts

des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Der Steuersatz für die Berechnung beträgt 31,21 %.

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Anhang

1.19


Erläuterungen zur Konzernbilanz

(1) Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Teil des Anhangs auf der Seite 1.25 wiedergegeben.

Die Zugänge bei den Beteiligungen betreffen die GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG,

Troisdorf, und die GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft-Verwaltungs GmbH, Troisdorf; die Anteilsquote

beträgt jeweils 4,908 %.

Die Anteile an der NED Nachhaltige Energiedienstleistungs GmbH, Iserlohn, sind in das Umlaufvermögen

wegen des in 2011 beabsichtigten Verkaufs umgegliedert worden.

Die Zugänge bei den sonstigen Ausleihungen betreffen Baudarlehen an Mitarbeiter; die Darlehen sind

hypothekarisch gesichert.

(2) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus dem Energie- und

Wasserverkauf.

(3) Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen die Stadt Iserlohn; sie resultieren aus Gewerbesteuererstattungsansprüchen.

(4) Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche. Hierin

enthalten ist das Körperschaftsteuerguthaben in Höhe des abgezinsten Betrags von 0,3 Mio. E. Die Auszahlung

erfolgt in 10 gleichen Jahresbeträgen seit 2008 bis 2017. Auf sonstige Vermögensgegenstände mit

einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr entfallen 0,4 Mio. E.

(5) Von den Guthaben bei Kreditinstituten waren am Bilanzstichtag 26,8 Mio. E auf Fest- und Tagesgeldkonten

angelegt.

(6) Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen Anzahlungen, die mit Stromlieferungen ab

dem Jahr 2013 verrechnet werden.

(7) Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH beträgt am Bilanzstichtag

36,2 Mio. E.

(8) Aus dem Jahresüberschuss der Energie AG Iserlohn-Menden sind 0,1 Mio. E in die gesetzliche Rücklage

eingestellt worden. Von den Gewinnrücklagen entfallen 0,5 Mio. E auf die gesetzliche Rücklage und

2,9 Mio. E auf die anderen Gewinnrücklagen.

(9) Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital resultiert insbesondere aus dem

Anteil der Stadtwerke Menden GmbH an der Energie AG Iserlohn-Menden und dem Anteil der Stadtwerke

Lüdenscheid GmbH an der Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH.

(10) Das auf andere Gesellschafter entfallende Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen den auf die Stadtwerke

Menden GmbH entfallenden Anteil an dem Bilanzgewinn der Energie AG Iserlohn-Menden.

1.20

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Anhang


(11) Der Konzernbilanzgewinn von 2,1 Mio. E ergibt sich aus dem Konzernjahresüberschuss (5,4 Mio. E) abzüglich

des Verlustvortrags aus Vorjahren zur konzerneinheitlichen Bewertung (2,9 Mio. E), der Einstellung in die

gesetzliche Rücklage (0,1 Mio. E) und dem auf andere Gesellschafter entfallenden Ergebnis (0,3 Mio. E).

(12) Der Sonderposten wegen Investitionszuschüssen zum Anlagevermögen enthält im Wesentlichen Landeszuschüsse.

(13) Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen für drei Anwärter und drei

Ruhegeldempfänger sowie für Verpflichtungen aus Energiepreisvergünstigungen.

Der Zuführungsbetrag aus der geänderten Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

zum 1.1.2010 gemäß BilMoG ist in Höhe von 0,9 Mio. E im außerordentlichen Aufwand erfasst.

Die aufgrund der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen erforderliche Zuführung wurde bis

auf 0,4 Mio. E berücksichtigt.

Im Übrigen ist die Altersversorgung für die Mitarbeiter der Konzerngesellschaften im Tarifvertrag

geregelt. Die Mitarbeiter der Stadtwerke Iserlohn GmbH sind bei der Versorgungsanstalt des Bundes

und der Länder (VBL) versichert. Der derzeitige Umlagesatz liegt bei 7,86 %. Zusätzlich wurde in 2010

ein Sanierungsgeld von 1,87 % erhoben. Eine betragsmäßige Angabe einer möglichen Unterdeckung

aus den Versorgungsansprüchen und dem auf die Stadtwerke Iserlohn GmbH entfallenden anteiligen

Deckungskapital der VBL ist aufgrund fehlender Daten nicht möglich.

Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht endgültig veranlagte Zeiträume.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen vor allem für die Mehrerlösabschöpfung von Strom- und

Gasnetzentgelten in 2005 bis 2007 (15,2 Mio. E), für Verpflichtungen gemäß § 5 ARegV und energiewirtschaftliche

Risiken sowie für ausstehende Energie- und Wasserbezugsabrechnungen, Verpflichtungen

aus Altersteilzeitvereinbarungen und der erfolgsabhängigen Mitarbeitervergütung.

(14) Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 8,2 Mio. E durch Grundpfandrechte gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen die Stadt Iserlohn; sie resultieren im Wesentlichen

aus Gewerbesteuer für die Jahre 2004 bis 2008 aufgrund der steuerlichen Betriebsprüfung (1,2 Mio. E).

Die Verbindlichkeiten aus Genussrechten ergeben sich aus vermögenswirksamen Leistungen, welche die

Gesellschaften für die Mitarbeiter zur Begründung der Genussrechte anlegt, aus der nicht ausgezahlten

Arbeitnehmer-Sparzulage, aus der freiwilligen Zulage des Arbeitgebers und aus sonstigen Einzahlungen

der Mitarbeiter. Am Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber 159 (i. Vj. 165) Mitarbeitern.

Die nicht verbrieften Genussrechte haben den Nennwert des jeweils im Unternehmen belassenen

Genussrechtskapitals und begründen einen Anspruch der Mitarbeiter auf Beteiligung am Gewinn und

zusätzlich auf eine gewinnunabhängige Mindestverzinsung. Eine Beteiligung am Liquidationserlös ist

ausgeschlossen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Steuern und Überzahlungen von Kunden.

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Anhang

1.21


Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2010 davon mit einer Restlaufzeit 31.12.2009

Gesamt bis 1 Jahr über 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt

Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €

1. Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 33,1 3,1 12,8 17,2 36,2

2. Erhaltene Anzahlungen

auf Bestellungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

3. Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen 10,5 10,5 0,0 0,0 12,6

4. Verbindlichkeiten gegenüber

Gesellschafter 1,3 1,3 0,0 0,0 0,0

(davon aus Steuern) (1,2) (1,2) (0,0) (0,0) (0,0)

5. Verbindlichkeiten gegenüber

Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht 1,7 1,7 0,0 0,0 0,7

6. Verbindlichkeiten aus

Genussrechten 1,8 1,8 0,0 0,0 1,8

7. Sonstige Verbindlichkeiten 11,1 11,1 0,0 0,0 14,2

(davon aus Steuern) (3,6) (3,6) (0,0) (0,0) (0,6)

59,5 29,5 12,8 17,2 65,5

(15) Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die ab 2007 erhaltenen Ertragszuschüsse

der Energie AG Iserlohn-Menden.

1.22 Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Anhang


Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(16) Umsatzerlöse 2010 2009

Mio. € Mio. €

Stromversorgung 120,6 102,5

Erdgasversorgung 31,6 36,1

Fernwärmeversorgung 7,9 8,4

Wasserversorgung 10,8 10,8

Telekommunikation 2,6 2,3

Bäderbetriebe 1,2 1,2

Übrige Umsatzerlöse 6,1 6,3

180,8 167,6

Von den Umsatzerlösen sind die von den Konzerngesellschaften abzuführenden Energiesteuern von

insgesamt 17,3 Mio. € abgesetzt.

(17) Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit 2,7 Mio. € die Auflösung von Rückstellungen.

(18) Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren betreffen im Wesentlichen

die Energie- und Wasserbezugkosten.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen entfallen hauptsächlich auf die Instandhaltung der Verteilungsanlagen.

(19) Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung von 1,7 Mio. € (i. Vj. 1,1 Mio. €) enthalten.

(20) Die übrigen betrieblichen Aufwendungen betreffen die Zuführung zu den Rückstellungen für die

Mehrerlösabschöpfung aus Netznutzungsentgelten, drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften

und energiewirtschaftliche Risiken, Mieten und Pachten, Beratungs- und EDV-Kosten,

Provisionen, Wertberichtigungen auf Forderungen sowie übrige Sach- und Verwaltungskosten.

(21) Beteiligungs- und Finanzergebnis 2010 2009

Mio. € Mio. €

Erträge aus Beteiligungen 0,9 0,5

(davon aus verbundenen Unternehmen) (0,8) (0,3)

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3,5 0,3

(davon aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen) (3,4) (0,0)

Abschreibungen auf Finanzanlagen ./. 0,1 0,0

Zinsen und ähnliche Aufwendungen ./. 2,3 ./. 1,6

(davon aus Aufzinsung langfristiger Rückstellungen) (./. 0,3) (0,0)

2,0 ./. 0,8

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Anhang

1.23


Die Erträge aus Beteiligungen betreffen im Wesentlichen die Gewinnausschüttung der Energie AG

Iserlohn-Menden für 2009.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind die Vergütungen für Genussrechte der Mitarbeiter von

0,3 Mio. € enthalten.

(22) Die außerordentlichen Aufwendungen resultieren aus der Neubewertung der Rückstellungen für

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie für Altersteilzeitverpflichtungen aus der erstmaligen

Anwendung des BilMoG.

(23) Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und

Gewerbesteuer. Davon entfallen 2,4 Mio. € auf Vorjahre aufgrund der steuerlichen Betriebsprüfung der

Jahre 2004 bis 2008.

(24) Das auf andere Gesellschafter entfallende Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen den anteiligen

Bilanzgewinn der Energie AG Iserlohn-Menden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus dem Stromeinkauf für die Jahre 2011 bis 2013 bestehen im Konzern vertragliche Verpflichtungen von

95,3 Mio. €. Im Zusammenhang mit Stromabnahmeverpflichtungen ab dem Jahr 2013 bestehen Verpflichtungen

aus zu leistenden Anzahlungen von 2,8 Mio. €.

Im Konzern sind zugunsten der Quantum GmbH, Düsseldorf, Patronatserklärungen im Zusammenhang mit

dem Strombezug von der Quantum GmbH, Düsseldorf, abgegeben. Die Haftung ist auf den Wert des von der

Quantum GmbH bezogenen Energieportfolios begrenzt.

Bürgschaften bestehen zugunsten der TOBI Windenergie GmbH & Co. KG, Bocholt, von 1,3 Mio. € und zugunsten

der CaSa Energy GmbH, Bocholt, von 0,4 Mio. €.

Aus der Beteiligung an der GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Troisdorf, bestehen am

Bilanzstichtag Einzahlungsverpflichtungen von 4,2 Mio. €.

Für zwei Bankdarlehen an die NED Nachhaltige Energiedienstleistungs GmbH, Iserlohn, in Höhe von 0,6 Mio. €

ist die gesamtschuldnerische Haftung übernommen worden.

Aus einer Stützungserklärung für ein Bankdarlehen zugunsten der Telemark Telekommunikationsgesellschaft

Mark mbH, Lüdenscheid, beträgt am 31.12.10 die finanzielle Verpflichtung 0,6 Mio. €.

Die Verpflichtungen aus dem Bestellobligo aus Investitionen in Sachanlagen betragen am Bilanzstichtag

0,6 Mio. €.

1.24

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Anhang


Sonstige Angaben

Angaben zum Anteilsbesitz zum 31.12.10

Beteiligungsunternehmen Beteiligungsquote Eigenkapital Jahresergebnis

% T € T €

Elementerra GmbH, Menden 100,00 47 2

TOBI Kraftwerksbeteiligungs-

GmbH & Co. KG i. L., Bocholt *) 33,33 118 -13

NED Nachhaltige Energiedienstleistungs

GmbH, Iserlohn 29,00 117 -71

TOBI Windenergie GmbH & Co. KG, Bocholt *) 20,00 5.485 -25

TOBI Management GmbH, Bocholt *) 19,556 26 1

Quantum GmbH, Düsseldorf *) 10,00 1.006 115

Items GmbH, Münster*) 5,33 5.456 985

*) Den Angaben liegen die Jahresabschlüsse zum 31.12.09 zugrunde.

Das Honorar der Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 betrug im Konzern insgesamt 430 T€; davon

entfallen 186 T€ auf die Abschlussprüfung, 225 T€ auf sonstige Leistungen und 19 T€ auf die Steuerberatung.

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 302 (i. Vj. 296) Mitarbeiter beschäftigt, davon 175 Angestellte und

125 gewerbliche Arbeitnehmer. Außerdem bestanden am Bilanzstichtag 19 Ausbildungsverhältnisse.

Die Aufsichtsratsmitglieder der Konzerngesellschaften erhielten Sitzungsgelder von 58 T€.

Für das Geschäftsjahr 2010 betragen die Bezüge der Geschäftsführung im Konzern insgesamt 298 T€. Das

Arbeitgeberdarlehen an einen Geschäftsführer beträgt am Bilanzstichtag 30 T€; das Darlehen wird mit 1 %

verzinst und mit 4 % getilgt.

Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. deren Hinterbliebene bestehen Rückstellungen für Pensionen

in Höhe von 2.211 T€. Die Gesamtbezüge in 2010 betrugen 178 T€.

Iserlohn, den 29. August 2011

Gesellschaft für

Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH

Dr. Weimer

Geschäftsführer

Schmitt

stv. Geschäftsführer

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Anhang

1.25


Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010

Anlagevermögen

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand

01.01.2010

Abgänge

Zugänge Zuschreibung

Umbuchungen

Stand

31.12.2010

€ € € € €

I

Immaterielle

Vermögensgegenstände

1. Konzessionen und

ähnliche Rechte und Werte 5.413.776,34 302.011,01 0,00 58.622,87 161.685,84 5.818.850,32

2. Geleistete Anzahlungen 370.736,44 1.587.638,76 0,00 0,00 -223.255,59 1.735.119,61

5.784.512,78 1.889.649,77 0,00 58.622,87 -61.569,75 7.553.969,93

II Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten

einschließlich der Bauten

auf fremden Grundstücken 36.288.908,53 422.309,40 0,00 509.380,68 748.363,15 36.950.200,40

2. Verteilungsanlagen 251.630.466,08 4.784.127,47 0,00 1.492.819,49 643.360,17 255.565.134,23

3. Technische Anlagen

und Maschinen 46.721.077,21 598.169,65 0,00 400.213,64 202.966,69 47.121.999,91

4. Betriebs- und Geschäftsausstattung

9.479.679,08 498.686,99 0,00 125.512,18 61.569,75 9.914.423,64

5. Anlagen im Bau 1.604.368,26 611.412,05 0,00 0,00 -1.594.690,01 621.090,30

345.724.499,16 6.914.705,56 0,00 2.527.925,99 61.569,75 350.172.848,48

III Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen

Unternehmen 95.575,00 0,00 0,00 0,00 0,00 95.575,00

2. Beteiligungen 1.536.166.72 1.010.441,31 998,00 58.000,00 0,00 2.489.606,03

3. Sonstige Ausleihungen 681.722,40 58.300,00 0,00 39.502,76 0,00 700.569,64

2.313.514,12 1.068.741,31 998,00 97.502,76 0,00 3.285.750,67

Gesamt 353.822.526,06 9.873.096,64 998,00 2.684.051,62 0,00 361.012.569,08

1.26

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Anlagenspiegel


Abschreibungen

Buchwerte

Stand

01.01.2010

Zugänge Abgänge Zuschreibung

Stand

31.12.2010

Stand

31.12.2010

Stand

31.12.2009

€ € € € € € T €

4.041.031,34 432.063,96 58.312,90 112.136,08 4.302.646,32 1.516.204,00 1.373

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.735.119,61 371

4.041.031,34 432.063,96 58.312,90 112.136,08 4.302.646,32 3.251.323,61 1.744

21.961.699,74 771.897,38 507.520,68 0,00 22.226.076,44 14.724.123,96 14.327

196.634.092,08 5.796.932,14 1.382.178,99 0,00 201.048.845,23 54.516.289,00 54.996

30.547.871,21 2.006.647,54 347.021,84 0,00 32.207.496,91 14.914.503,00 16.173

7.749.392,08 537.064,74 123.213,18 0,00 8.163.243,64 1.751.180,00 1.730

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 621.090,30 1.605

256.893.055,11 9.112.541,80 2.359.934,69 0,00 263.645.662,22 86.527.186,26 88.831

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 95.575,00 96

0,00 80.100,00 49.500,00 0,00 30.600,00 2.459.006,03 1.536

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 700.569,64 682

0,00 80.100,00 49.500,00 0,00 30.600,00 3.255.150,67 2.314

260.934.086,45 9.624.705,76 2.467.747,59 112.136,08 267.978.908,54 93.033.660,54 92.889

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Anlagenspiegel

1.27


Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH, Iserlohn, aufgestellten Konzernabschluss

bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel

und Anhang – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft.

Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen

Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von

uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht

abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer

(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die

Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich

auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen

werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des

Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die

Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im

Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung

umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der

Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze

und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung

des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine

hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss

den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger

Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein

zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

zutreffend dar.

Düsseldorf, den 30. August 2011

EversheimStuible Treuberater GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Hausmann

Wirtschaftsprüfer

Kempf

Wirtschaftsprüfer

1.28

Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Bestätigungsvermerk


Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH

2


Wir sind


Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH

Lagebericht und Jahresabschluss 2010

Inhalt

Lagebericht ........................................................................................... 2.04 – 2.05

Bilanz ................................................................................................ 2.06 – 2.07

Gewinn- und Verlustrechnung .............................................................................. 2.08

Anhang ............................................................................................... 2.09 – 2.11

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers ................................................................. 2.14

Heimatverbunden.

Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Inhalt

2.03


Lagebericht 2010

Die Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH hält sämtliche Anteile der Stadtwerke Iserlohn GmbH

und 95 % der Anteile der Bädergesellschaft Iserlohn mbH.

Mit der Stadtwerke Iserlohn GmbH und der Bädergesellschaft Iserlohn mbH ist sie durch Beherrschungsverträge

mit Ergebnisabführungsvereinbarungen verbunden.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2010 hat sich um 3,0 Mio. € auf 50,0 Mio. € erhöht. Auf der Vermögensseite haben

die Finanzanlagen mit 39,1 Mio. € einen Anteil von 78 % an der Bilanzsumme. Das gezeichnete Kapital und die

Rücklagen betragen unverändert zum Vorjahr 43,0 Mio. €; sie haben einen Anteil von 86 % an der Bilanzsumme.

Sie decken in voller Höhe das langfristige Finanzanlagevermögen.

Ertragslage

Die Stadtwerke Iserlohn GmbH hat für 2010 einen Gewinn von 3,7 Mio. € (Vj. 3,6 Mio.€) an die Gesellschaft abgeführt.

Aus der Übernahme des Verlustes der Bädergesellschaft Iserlohn mbH fielen Aufwendungen von 2,1 Mio. €

(Vj. 2,2 Mio. €) an.

Von den Ertragsteuern (4,9 Mio. €) entfallen 2,4 Mio. € auf Vorjahre aufgrund der steuerlichen Betriebsprüfung

der Jahre 2004 bis 2008. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Versteuerung der in 2008 gebildeten Rückstellung

für Mehrerlösabschöpfung bei der Stadtwerke Iserlohn GmbH und des Schulschwimmens in den Bäderbetrieben

Seilerseebad und Aquamathe.

Für das Geschäftsjahr 2010 wird ein Jahresüberschuss von 1,6 Mio. € (Vj. 1,5 Mio. €) ausgewiesen.

Risikobericht

Die Chancen und Risiken aus der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH

als Holdinggesellschaft ergeben sich aus den Chancen und Risiken des operativen Geschäfts der Tochterunternehmen.

Bei den Tochterunternehmen werden mithilfe einer standardisierten Software wesentliche Risiken identifiziert.

Für Einzelrisiken werden Schadenshöhen mit einer angesetzten Eintrittswahrscheinlichkeit quantitativ ermittelt.

Eine Überprüfung der gegenwärtigen Lage der Gesellschaft hat ergeben, dass keine den Fortbestand gefährdenden

Risiken vorliegen.

2.04 Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Lagebericht


Ausblick

In 2011 ist das gezeichnete Kapital um 5.850 T€ auf 42.084 T€ erhöht worden; davon sind inzwischen 3.250 T€

eingezahlt worden.

Für das Geschäftsjahr 2011 wird ein positives Ergebnis erwartet. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung

nach Schluss des Geschäftsjahres, über die zu berichten wäre, sind nicht eingetreten.

Iserlohn, den 29. August 2011

Gesellschaft für

Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH

Dr. Weimer

Geschäftsführer

Schmitt

stv. Geschäftsführer

Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Lagebericht

2.05


Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktivseite Anhang 31.12.2010 31.12.2009

€ € T €

A

I

Anlagevermögen

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen (1) 39.149.401,34 39.149

B

I

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (2) 8.645.847,93 3.458

2. Forderungen gegen Gesellschafter (3) 1.089.849,00 2.188

3. Sonstige Vermögensgegenstände (4) 1.145.219,85 2.188

10.880.916,78 7.834

II Guthaben bei Kreditinstituten 7.207,51 4

10.888.124,29 7.838

50.037.525,63 46.987

2.06 Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Bilanz


Passivseite Anhang 31.12.2010 31.12.2009

€ € T €

A

Eigenkapital

I Gezeichnetes Kapital (5) 36.233.850,00 36.234

II Kapitalrücklage 4.214.327,88 4.214

III Andere Gewinnrücklagen 2.545.000,00 2.545

IV Jahresüberschuss/ (i. Vj.) Bilanzgewinn 1.638.743,29 1.704

B Rückstellungen (6)

44.631.921,17 44.697

1. Steuerrückstellungen 527.383,60 0

2. Sonstige Rückstellungen 65.170,00 32

592.553,60 32

C Verbindlichkeiten (7)

1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 2.088.083,65 2.258

Unternehmen

2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.296.030,26 0

2. Sonstige Verbindlichkeiten 1.428.936,95 0

4.813.050,86 2.258

50.037.525,63 46.987

Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Bilanz

2.07


Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010

Anhang 2010 2009

€ T €

1. Sonstige betriebliche Erträge (8) 5.106.622,82 242

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen -87.602,04 -56

3. Erträge aus Gewinnabführungsvertrag (9) 3.653.022,15 3.621

4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.144,03 11

(davon Erträge aus Abzinsung:

13.370,68 €; i. Vj. 10 T€)

5. Aufwendungen aus Verlustübernahme (10) -2.080.953,53 -2.234

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -48.240,26 -40

(davon an verbundene Unternehmen:

17.604,26 €; i. Vj. 40 T€)

7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.556.993,17 1.544

8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (11) -4.918.249,88 -9

9. Jahresüberschuss 1.638.743,29 1.535

10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 169

11. Bilanzgewinn 1.638.743,29 1.704

2.08 Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Gewinn- und Verlustrechnung


Anhang 2010

Allgemeines

Der Jahresabschluss zum 31.12.2010 ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des

Dritten Buches des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG)

vom 25.05.2009 aufgestellt. Aus der Umstellung auf die neuen Vorschriften haben sich zum 1. Januar 2010 keine

Auswirkungen ergeben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die Ziffern in Klammern in der Vorspalte der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung geben Hinweise auf

die betreffenden Positionen im Anhang.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH sind auf

Seite 1.18 erläutert.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die Stadtwerke Iserlohn GmbH (36.182 T€) und die

Bädergesellschaft Iserlohn mbH (2.967 T€).

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

(2) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die Stadtwerke Iserlohn GmbH; sie resultieren

im Wesentlichen aus der Gewinnabführung und den Ertragsteuerumlagen. Die Forderungen und

die Verbindlichkeiten zwischen der Gesellschaft und der Stadtwerke Iserlohn GmbH wurden verrechnet.

(3) Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen die Stadt Iserlohn; sie resultieren aus der Gewerbe-

steuer 2009.

(4) Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen Forderungen gegen das Finanzamt aus Körperschaftsteuer

für Vorjahre. Auf den Auszahlungsanspruch aus dem Körperschaftsteuerguthaben in Höhe des abgezinsten

Betrags entfallen 318 T€. Die Auszahlung erfolgt in 10 gleichen Jahresbeträgen seit 2008 bis 2017. Auf

sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr entfallen 265 T€.

(5) Das gezeichnete Kapital beträgt am Bilanzstichtag 36.234 T€. Alleinige Gesellschafterin ist die Stadt

Iserlohn.

Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Anhang

2.09


(6) Die Steuerrückstellungen betreffen Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer für 2010.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen für Jahresabschlusskosten und IHK-Beiträge.

(7) Die Verbindlichkeiten (4.813 T€) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Auf Steuerverbindlichkeiten

entfallen 2.567 T€.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Bädergesellschaft

Iserlohn mbH; sie resultieren im Wesentlichen aus der Übernahme des Verlustes 2010.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen die Stadt Iserlohn; sie resultieren im Wesentlichen

aus Gewerbesteuer für die Jahre 2004 bis 2008 aufgrund der steuerlichen Betriebsprüfung (1.223 T€) und

Nachzahlungszinsen (72 T€).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Körperschaftsteuer

für die Jahre 2004 bis 2008 aufgrund der steuerlichen Betriebsprüfung (1.333 T€) und

Nachzahlungszinsen (85 T€). Auf Gewerbesteuerverbindlichkeiten gegenüber der Gemeinde Nachrodt-

Wiblingwerde und der Stadt Menden für Vorjahre entfallen 11 T€.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren aus Ertragsteuerumlagen an die Stadtwerke Iserlohn

GmbH. Davon entfallen 2.620 T€ auf die Umlage von Ertragsteuern für die Jahre 2004 bis 2008 aufgrund

der steuerlichen Betriebsprüfung.

(9) Die Erträge aus Gewinnabführung betreffen die Stadtwerke Iserlohn GmbH.

(10) Die Aufwendungen aus Verlustübernahme betreffen die Bädergesellschaft Iserlohn mbH.

(11) Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit 2.432 T€ die Jahre 2004 bis 2008 aufgrund der

steuerlichen Betriebsprüfung.

2.10 Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Anhang


Sonstige Angaben

Aufsichtsrat

Die Namen des Aufsichtsrats sind der auf den Seiten VI und VII abgebildeten Tabelle zu entnehmen.

Geschäftsführung

Dr. Klaus Weimer, Hagen

Geschäftsführer

Norbert Schmitt, Menden stellvertretender Geschäftsführer (ab 23.6.2010)

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligungsunternehmen Beteiligungsquote Eigenkapital Jahresergebnis

% T € T €

Stadtwerke Iserlohn GmbH, Iserlohn 100 36.579 3.653 (*)

Bädergesellschaft Iserlohn mbH, Iserlohn 95 4.186 - 2.081 (*)

(*) Ergebnisabführungsvertrag

Angaben zum Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH wird im elektronischen Bundesanzeiger

veröffentlicht.

Die Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter

HRB 1312 eingetragen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss von 1.638.743,29 € an die Stadt Iserlohn auszuschütten.

Iserlohn, den 29. August 2011

Gesellschaft für

Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH

Dr. Weimer

Geschäftsführer

Schmitt

stv. Geschäftsführer

Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Anhang

2.11


Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010

Anlagevermögen

Anschaffungskosten

Finanzanlagen

Stand

01.01.2010

Zugänge Abgänge Stand

31.12.2010

€ € € €

Anteile an verbundenen

Unternehmen 39.772.770,97 0,00 0,00 39.772.770,97

Gesamt 39.772.770,97 0,00 0,00 39.772.770,97

2.12 Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Anlagenspiegel


Abschreibungen

Buchwerte

Stand

01.01.2010

Zugänge Abgänge Stand

31.12.2010

Stand

31.12.2010

Stand

31.12.2009

€ € € € € T €

623.369,63 0,00 0,00 623.369,63 39.149.401,34 39.149

623.369,63 0,00 0,00 623.369,63 39.149.401,34 39.149

Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Anlagenspiegel

2.13


Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter

Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH,

Iserlohn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung

von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der

Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns

durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und

über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer

(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach

ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung

des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und

durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit

hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse

über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die

Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des

rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise über die Angaben in Buchführung,

Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst

die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der

Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss

den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der

Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes

Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend

dar.

Düsseldorf, den 30. August 2011

EversheimStuible Treuberater GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Hausmann

Wirtschaftsprüfer

Kempf

Wirtschaftsprüfer

2.14 Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH | Bestätigungsvermerk


Stadtwerke Iserlohn gmbH

3


Iserlohn,


Stadtwerke Iserlohn gmbH

Lagebericht und Jahresabschluss 2010

Inhalt

Lagebericht ........................................................................................... 3.04 – 3.13

Bilanz .................................................................................................. 3.14 – 3.15

Gewinn- und Verlustrechnung ............................................................................... 3.16

Anhang ................................................................................................ 3.17 – 3.23

Anlagenspiegel ....................................................................................... 3.24 – 3.25

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers ................................................................ 3.26

das sind Wir.

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Inhalt

3.03


Lagebericht

Rahmenbedingungen

Seit der europaweiten Liberalisierung der monopolistisch geprägten Strom- und Gasmärkte befindet sich die

Energiebranche auf dem Weg zu einem dynamischen Wettbewerbsmarkt in einem stetigen Wandlungsprozess.

Energieversorgungsunternehmen müssen sich nicht nur erhöhtem Wettbewerbsdruck stellen, sondern sich

auch mit der Umsetzung der von der EU-Kommission angestrebten Energiepolitik auseinandersetzen.

Rechtliche Einflussfaktoren

Am 9. Juli 2010 hat der Bundesrat Änderungen der Anreizregulierungsverordnung (ARegV), der Gasnetzentgeltverordnung

(GasNEV) sowie der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) beschlossen, denen das

Bundeskabinett am 18. August 2010 zugestimmt hat. Mit der Neufassung der Gasnetzzugangsverordnung

(Gas-NZV) soll der Wettbewerb belebt und die Öffnung des Gasmarktes vorangetrieben werden. Die

Anreizregulierung und die Strom- und Gasnetzentgeltverordnung regeln die Bestimmung der Entgelte für die

Nutzung der Energieversorgungsnetze; diese werden seit dem 01.01.2009 seitens der Bundesnetzagentur bzw.

der Landesregulierungsbehörde auf Basis einer Kostenprüfung der Strom- und Gasversorgungsnetze festgelegt.

Ziel ist es, die Energieversorgungsunternehmen zu effizienten Prozessen und somit zu marktgerechtem Handeln

zu zwingen. Für die Ermittlung der Erlösobergrenze Gas sind die Kosten aus dem Basisjahr 2010 maßgeblich;

für Strom die aus dem Jahr 2011. Die wesentliche Änderung der angepassten Anreizregulierungsverordnung

ist, dass die Regulierungsbehörde erhöhte Kostenangaben nicht mehr anerkennen muss. Daher war seitens

der Stadtwerke Iserlohn GmbH auch die Erarbeitung einer optimierten Strategie für Investitions- und

Unterhaltungsmaßnahmen für das Basisjahr Erdgas erforderlich. Um die Investitions- und Erneuerungsstrategien

unter den Gesichtspunkten der Anreizregulierung langfristig besser planen zu können, wurde in 2010

die Einführung eines Betriebsinformationssystems beschlossen, das zukünftig die notwendige Transparenz

über den Zustand und die Bedeutung der bestehenden Netze und Anlagen gewährleisten wird.

Mit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zum 01.07.2010 auf Basis der Verordnung zur

Weiterentwicklung des bundesweiten Ausgleichsmechanismus (AusglMechV) wurde eine Änderung der

Regelungen zur EEG-Umlage vorgenommen. Seit dem 01.01.2010 sind Energieversorger, die Strom an Endkunden

liefern, davon befreit, den von dem Übertragungsnetzbetreiber aufgenommenen EEG-Strom physisch

abzunehmen.

In den vergangenen Jahren ist die EEG-Umlage kontinuierlich gestiegen. So musste auch die Stadtwerke Iserlohn

GmbH zum 01.01.2011 eine Preisanpassung um 1,50 ct/kWh (netto) vornehmen.

Die mit den Unbundling- bzw. Entflechtungsvorschriften des novellierten Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

geforderte informatorische Trennung der Marktrollen Netz und Vertrieb wurde im Rahmen eines zusammen

mit der Energie AG Iserlohn-Menden EU-weit ausgeschriebenen IT-Projekts umgesetzt. Die damit verbundene

Entflechtung der Prozesse wurde mit der Erstellung einer Prozessdokumentation und der Durchführung

einer Prozessoptimierung für den Bereich Kundenservice verknüpft, die auch vor dem Hintergrund der Anreizregulierung

von Bedeutung ist.

3.04 Stadtwerke Iserlohn GmbH | Lagebericht


Nach Beschlüssen der Bundesnetzagentur in 2010 ist die Stadtwerke Iserlohn GmbH in einer Reihe weiterer

IT-Projekte im SAP-Bereich involviert; zu nennen sind hier vor allem die Umsetzung der Marktregeln zur

Bilanzkreisabrechnung Strom (MaBiS), die Einführung von Wechselprozessen im Messwesen (WiM) und die

Änderung bzw. Einführung neuer Datenformate zum 01.04.2011 und 01.10.2011. Voraussetzung für diese Projekte

war als zusätzliches Projekt ein Update des SAP-Systems.

Die Anforderungen an das Regulierungsmanagement werden fortwährend komplexer; für 2011 ist erstmalig

auch das Qualitätselement Strom der Anreizregulierungsverordnung mit zu berücksichtigen. Hierbei geht es

um die Bestimmung der Netzzuverlässigkeit.

Die Stadtwerke Iserlohn GmbH hat in 2010 an dem von der Landesregulierungsbehörde Nordrhein-Westfalen

(LRegB NRW) den Netzbetreibern angebotenen vereinfachten, pauschalierten Verfahren zur Festsetzung der

Mehrerlösabschöpfung teilgenommen. Hierbei wurden die ermittelten Mehrerlöse pauschal um 1/3 gekürzt.

Mit der Wahl dieses Verfahrens war ein vorbehaltloser Rechtsmittelverzicht verbunden.

wirtschaftlichE Einflussfaktoren

Nachdem das Jahr 2009 von den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise noch stark gezeichnet war, hat

sich die Konjunktur in 2010 weltweit deutlich erholt. Durch die Wiederbelebung des Exportgeschäfts konnte

Deutschland sein Bruttoinlandsprodukt um 3,7 % steigern.

Die konjunkturelle Erholung spiegelte sich auch in einer erhöhten Energienachfrage nach Strom und Gas

wider. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lag der

Stromverbrauch in 2010 um 3,8 % über dem Vorjahresniveau, erreichte aber mit 530 Milliarden Kilowattstunden

nicht das Niveau von 2008. Der Verbrauch von Gas nahm im Vergleich zu 2009 um 4,2 % zu und übertraf mit

einem Verbrauch von 942 Milliarden Kilowattstunden das Verbrauchsniveau vor 2008. Neben der Konjunkturerholung

trug zu dieser Entwicklung ein Winter mit starken Minustemperaturen bei. Sowohl für Gas als auch

für Strom gilt, dass der Gesamtverbrauch zu 45 Prozent bei den Industrieunternehmen liegt und zu 55 % bei den

Haushaltskunden.

Trotz der Konjunkturlage blieben die Preise an den Brennstoffmärkten 2010 unter dem Niveau vor der Finanzund

Wirtschaftkrise. Dies führte für die Kunden der Stadtwerke Iserlohn GmbH zu einer Preissenkung zum

01.10.2010 für Erdgas, Nah- und Fernwärme. Im Bereich Strom setzte sich für unsere Kunden der aus den Vorjahren

bekannte Trend einer deutlichen Verteuerung der Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

fort.

Die Nachfrage nach „grüner Energie“ blieb auch in 2010 weiterhin ungebrochen; die Stadtwerke Iserlohn GmbH

hat sich hierauf strategisch aufgestellt nach dem Motto: „Heimatversorgung mit ökologischem Anspruch“. So

startete sie in 2010 die sog. „Wir-Kampagne“, in der die Iserlohner Bürgerinnen und Bürger von „ihren Stadtwerken“

auf neue Weise und auch mit neuen Produkten angesprochen werden. Unter der Marke „Sauerland“ werden

für Strom zwei Öko-Strom-Produkte angeboten: "SauerlandStrom NATUR " und „SauerlandStrom PLUS “. Für Gas

kann zwischen "SauerlandGas NATUR " oder "SauerlandGas PLUS24 " gewählt werden, eine vollständig klimaneutrale

Verwendung von Erdgas bei konstanten Preisen ist hierbei garantiert.

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Lagebericht

3.05


Unter dem Motto „Iserlohn wird grün“ wird seit dem 01.04.2011 allen Iserlohner Bürgern außerdem das

„SauerlandStrom GRÜN “-Produkt, ein durch den TÜV zertifiziertes Öko-Strom-Produkt, zum Preis des aktuellen

Graustromprodukts angeboten. Der Aktion vorangegangen war gemeinsam mit der Stadt Iserlohn die Umstellung

der Stromversorgung aller städtischen Gebäude auf Grünstrom. Unsere Öko-Produkte erfreuen sich bei

den Privatkunden einer hohen Beliebtheit und tragen dazu bei, das Ergebnisniveau des Vertriebs abzusichern.

Der Wasserverbrauch in Deutschland geht seit Jahren kontinuierlich zurück. Gründe hierfür sind im Haushaltsbereich

der Einsatz moderner Technik in Form von Wasser sparenden Haushaltsgeräten, in der Industrie die

Mehrfachnutzung und das Wasserrecycling bei Produktionsprozessen. In unserem Versorgungsgebiet blieb die

Wasserabgabe gegenüber dem Vorjahresniveau nahezu unverändert.

Strukturelle Neuausrichtung des Bereichs Vertrieb und

Beschaffung

In 2010 hat die Stadtwerke Iserlohn GmbH zusammen mit der Energie AG Iserlohn-Menden strukturelle

Anpassungen im Bereich Energievertrieb und -beschaffung vorgenommen. Sie lassen sich wie folgt

zusammenfassen:

Anpassung des organisatorischen Rahmens zum Risikomanagement

Umsetzung einer margenorientierten Vertriebs- und Preispolitik

Vorbereitung zur weiteren Automatisierung der Prozesse

Kommunikation der lokalen Verankerung als Markenkern der Stadtwerke

Einführung neuer vertrieblicher Produkte zur Sicherung der Bestandskundenbasis

Vorbereitungen zur Nutzung von Marktchancen in der Gasversorgung

außerhalb von Iserlohn

Der organisatorische Rahmen des Vertriebs wurde geordnet, indem die Soll-Prozesse neu definiert und

dokumentiert wurden. Dabei ist die Vermeidung von Risiken grundlegend. Verbleibende Risiken werden nur

toleriert, wenn eine adäquate Risikoprämie am Markt erzielbar ist. Somit wurde der Grundsatz "Marge hat

Vorrang vor Menge" operativ verankert. Um die Prozessqualität zu sichern und die Effektivität zu steigern, wurde

eine umfassende Softwareunterstützung vorbereitet.

Mit der Eröffnung eines zweiten Kundencenters im Juli 2010 im Stadtzentrum wurde ein neuer Aufschlag zu

noch größerer Kundennähe gestartet; mit bislang fast 10.000 Kundenbesuchen wurde der neue Standort sehr

gut angenommen. Im April 2010 unterstützte die Stadtwerke Iserlohn GmbH die Landesgartenschau in Hemer

nicht nur mittels Wärmeversorgung durch die Errichtung einer Holzhackschnitzelanlage, sondern bereicherte

die Gartenschau auch durch die Bereitstellung von Elektro-Fahrrädern und als einer der Hauptsponsoren für das

Eventprogramm.

3.06

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Lagebericht


Wesentliche Geschäftsereignisse

Beendigung der Kooperationsgespräche mit der Stadtwerke Menden GmbH hinsichtlich gesellschaftsrechtlicher

Verflechtungen in den Wertschöpfungsstufen Vertrieb, Netz und Service

Aufnahme von Verhandlungen mit der Stadtwerke Menden GmbH mit dem Ziel des Ausscheidens der

Stadtwerke Menden GmbH als Aktionärin aus der Energie AG Iserlohn-Menden

Verlängerung des Pacht- und Betriebsführungsvertrages mit der Energie AG Iserlohn-Menden bis Ende 2011

Teilnahme am vereinfachten und pauschalierten Mehrerlösabschöpfungsverfahren bei gleichzeitigem

Rechtsmittelverzicht

Erfolgreiche Umsetzung des Projekts Marktrollentrennung Netz und Vertrieb

Beteiligung am Gemeinschaftsprojekt GREEN GECCO

Beteiligung am Windpark „AnSuidhe“ im Rahmen der Beteiligung an der

GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Troisdorf

Übernahme der Anlagen des Wasserbeschaffungsverband Mark auf Stadtwerke-Netzgebiet

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Lagebericht

3.07


Geschäftsentwicklung

Ertragslage

Die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Stadtwerke Iserlohn GmbH war im Geschäftjahr 2010

zufriedenstellend. Dies ist insbesondere auf die Witterungslage und die Konjunkturerholung zurückzuführen.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2010 liegen mit 95,4 Mio. € um 4,0 Mio. € bzw. 4,0 % unter dem

Vorjahreswert.

Die nutzbare Stromabgabe ist um 8,0 GWh (+ 4,3 %) auf 193,0 GWh gestiegen. Die Umsatzerlöse haben sich

preis- und mengenbedingt um 1,4 Mio. € auf 26,3 Mio. € erhöht. Auf die an die Energie AG Iserlohn-Menden

weiterberechneten Netznutzungsentgelte für das Teilnetz in Iserlohn, in dem die Energie AG als Händler auftritt,

entfielen 9,5 Mio. € (i. Vj. 10,4 Mio. €).

Andere externe Händler lieferten 130,8 Mio. kWh (i. Vj. 91,9 Mio. kWh) an Privat-, Geschäfts- und Sondervertragskunden

in unserem Netzgebiet; davon entfallen 58,3 Mio. kWh (i. Vj. 34,0 Mio. kWh) auf das gepachtete

Teilnetz in Iserlohn der Energie AG Iserlohn-Menden. Die Erlöse aus Netznutzungsentgelten lagen mit 3,9 Mio. €

um 0,9 Mio. € über dem Vorjahresniveau.

Die nutzbare Erdgasabgabe ist insbesondere witterungsbedingt um 49,8 GWh (+ 6,3 %) auf 844,0 GWh

gestiegen. Die Umsatzerlöse aus der Erdgasabgabe sind dagegen preisbedingt um 6,4 Mio. € auf 34,0 Mio. €

gesunken. Externe Händler lieferten 160,4 GWh (i. Vj. 81,9 GWh) im Netzgebiet der Gesellschaft.

Die nutzbare Wärmeabgabe ist 2010 gegenüber dem Vorjahr um 24,2 GWh (+ 16,1 %) auf 174,2 GWh gestiegen.

Die Erlöse aus der Wärmeabgabe sind preisbedingt um 0,5 Mio. € (- 4,7 %) zurückgegangen.

Mit 6.157 T m 3 liegt die nutzbare Wasserabgabe in unserem Versorgungsgebiet um 16 T m 3 unter dem

Vorjahreswert. Die Umsatzerlöse sind um 0,1 Mio. € auf 10,9 Mio. € gesunken.

Nutzbare Abgabe im Jahresvergleich

2010 2009 Abweichung

Strom GWh 193 185 +8

Erdgas GWh 844 794 +50

Wärme GWh 174 150 +24

Wasser T m 3 6.157 6.173 -16

3.08

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Lagebericht


Der Materialaufwand ist um 8,3 Mio. € auf 63,5 Mio. € gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus

geringeren Erdgasbeschaffungskosten.

Der Strombezug (204,3 GWh) erfolgte im Geschäftsjahr 2010 zu 100 % über die Tochtergesellschaft Energie AG

Iserlohn-Menden.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2010 846,6 GWh (i. Vj. 794 GWh) Erdgas bezogen.

Das Fernwärmeaufkommen liegt mit 190,2 GWh um 21,6 GWh über dem Vorjahreswert; der Fernwärmebezug

beträgt 84 % (i. Vj. 80 %).

Die Wasserdarbietung beträgt 7,3 Mio. m€ (i. Vj. 7,2 Mio. m€). Der Anteil der Eigengewinnung lag 2010 bei 66 %

(i. Vj. 62 %).

Am 31.12.2010 beschäftigte die Gesellschaft 175 Mitarbeiter; davon waren 11 Mitarbeiter in der Ausbildung. Der

Personalaufwand liegt mit 10,0 Mio. € um 0,9 Mio. € über dem Vorjahr.

Auf die Zuführung zu den Rückstellungen für die Mehrerlösabschöpfung und wegen § 5a RegV entfallen

2,2 Mio. €. Für Risiken aus Forderungsausfällen sind in ausreichender Höhe Einzelwertberichtigungen gebildet

worden.

Den Erträgen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen stehen in vergleichbarer Höhe Belastungen

aus der Versteuerung insbesondere der Rückstellung für die Mehrerlösabschöpfung gegenüber.

Aus der Neubewertung der Rückstellungen für Altersversorgungs- und Altersteilzeitverpflichtungen zum

01.01.2010 wegen BilMoG sind außerordentliche Aufwendungen von insgesamt 0,8 Mio. € angefallen.

Der an die Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH abgeführte Gewinn liegt mit 3,7 Mio. € um

0,1 Mio. € über dem Vorjahresniveau.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2010 verringerte sich um 3,2 Mio. € auf 112,1 Mio. €. Der Anteil des Eigenkapitals an

der Bilanzsumme beträgt 33 %. Das Anlagevermögen ist zu 54 % durch Eigenkapital gedeckt. Das langfristig

gebundene Vermögen ist am Bilanzstichtag zu 93 % durch zeitgleiche Mittel finanziert. Der Cashflow aus

laufender Geschäftstätigkeit beträgt 1,2 Mio. €.

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Lagebericht

3.09


Investitionen

Im Geschäftsjahr 2010 wurden insgesamt 6,8 Mio. € investiert. Davon entfallen 1,2 Mio. € auf immaterielle

Vermögensgegenstände (u.a. informationstechnische Trennung von Netz- und Vertriebssystem), 3,1 Mio. € auf

Verteilungsanlagen und 1,1 Mio. € auf Finanzanlagen.

Den in 2009 eingeschlagenen Weg des Aufbaus eines eigenen Stromerzeugungsportfolios als neue, wichtige

Wertschöpfungsstufe hat die Stadtwerke Iserlohn GmbH in 2010 konsequent fortgesetzt. Hierbei fällt das

Augenmerk insbesondere auf regenerative Erzeugungsanlagen und die Möglichkeiten, regenerative Erzeugungsanlagen

in der Region zu errichten.

Bei den Investitionen in Erzeugungsanlagen wird grundsätzlich unterschieden zwischen

Beteiligungen an Gesellschaften, die den Zweck zur Investition in Stromerzeugungsanlagen haben,

Kooperationen mit anderen Partnern zur Investition in Stromerzeugungsanlagen

(ohne gesellschaftsrechtliche Bindung) und

eigene Investitionen in Erzeugungsanlagen.

Die Stadtwerke Iserlohn GmbH ist seit Anfang 2010 im Projekt GREEN GECCO involviert. Das Projekt hat zum Ziel,

gemeinsam mit der RWE Innogy GmbH und 26 Stadtwerken und Energieversorgern ein Portfolio an Projekten

im Bereich der erneuerbaren Energien aufzubauen. Bei dem ersten Projekt Ende 2010 handelte es sich um eine

Beteiligung am Windpark AnSuidhe mit rund 20 Megawatt Leistung; am 5. Mai 2011 folgte eine Übernahme des

Onshore Windparks mit 9 Megawatt in Süderdeich.

Mit einem Stadtwerk aus unserer Region errichten wir darüber hinaus gemeinsam Photovoltaikanlagen.

Eigene Investitionen in erneuerbaren Erzeugungsanlagen beschränken sich derzeit aufgrund der regionalen,

strukturellen Gegebenheiten überwiegend auf Photovoltaikanlagen. Getreu dem Motto der „Wir-Kampagne“

sind alle diese Photovoltaikprojekte als Bürgerbeteiligungsmodelle aufgesetzt. Eine weitere Holzhackschnitzelanlage

wurde im Juli 2011 in Betrieb genommen. Ein neues Blockheizkraftwerk wird unser Erzeugungsportfolio

in 2011 stärken. Gemeinsam mit der Kommune und den politischen Fraktionen beschäftigen wir uns außerdem

mit den Möglichkeiten der Errichtung von Windkraftanlagen in unserer Stadt.

3.10

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Lagebericht


Risikobericht

Gemäß dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz (KonTraG) führt die Stadtwerke Iserlohn GmbH ein Risikomanagementsystem

als Bestandteil des betrieblichen Controllings. Neben Risikofaktoren, die dem Unternehmen

aus Entwicklungen in Recht und Wirtschaft entstehen, werden durch das Risikomanagement auch die Risiken

aus dem Wettbewerb, der technischen Entwicklung, der Finanzwirtschaft und der internen Organisation

untersucht, bewertet und gesteuert. Ziel ist es, die Risiken mit ihren Auswirkungen frühzeitig zu erkennen und

Gegenmaßnahmen rechtzeitig einzuleiten.

Besonders im Fokus standen in 2010 weiterhin die Risiken aus dem Bereich „Vertrieb und Beschaffung“. Nachdem

in 2009 die beschaffungs- und vertriebsseitigen Prozesse der Stadtwerke Iserlohn GmbH gemeinsam mit der

Energie AG Iserlohn-Menden dokumentiert und in ein Organisationshandbuch für das Risikomanagement

in Vertrieb und Beschaffung einheitlich geregelt worden waren, hat sich in 2010 gezeigt, dass speziell die

Schnittstelle zwischen Beschaffung und Vertrieb häufig noch präziser definiert werden muss.

Mit dem Einbezug der sog. „Transferpreislogik“, die zwischen den Tätigkeiten der beiden Marktrollen Beschaffung

und Vertrieb unterscheidet und eine eindeutige Risikozuordnung vornimmt, wurde in 2010 begonnen,

das Risikomanagement weiter zu entwickeln. Zur effektiven Risikosteuerung ist es unabdingbar, dass neben

einer internen Risikofrüherkennung und -steuerung auch der Beschaffungsdienstleister in das Kontrollsystem

eingebunden wird. Für das interne Risikomanagement wird derzeit eine entsprechende Software zur Angebotskalkulation

und zum Portfoliomanagement gemeinsam mit der Energie AG Iserlohn-Menden eingeführt. Mit der

Implementierung dieser Software sowie der sicheren Prozessabwicklung und der erfolgreichen Einbindung des

Beschaffungsdienstleisters werden voraussichtlich im 4. Quartal 2011 beschaffungsseitig alle Voraussetzungen

erfüllt sein, um auf das sog. „Transferpreismodell“ umstellen zu können.

Neben den Risiken durch das laufende Geschäft und dem steigenden Wettbewerbsdruck sind weiterhin die

Risiken zu nennen, welche durch zunehmenden Regulierungsdruck entstehen. Hierzu zählt beispielweise die

ab 2012 geltende Erlösobergrenze, die Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft haben wird. Zum

zweiten Mal seit der Einführung der Anreizregulierung muss die Stadtwerke Iserlohn GmbH aktuell ihre Daten

zur Preiskalkulation an die Regulierungsbehörde abgeben. Auf Basis der Daten des Fotojahres 2010 für Gas

und auf Basis der Daten des Fotojahres 2011 für Strom setzt die Regulierungsbehörde die den Netzbetreibern

zugestandenen Erlöse für die Jahre 2013 bis 2017 (Gas) bzw. für 2014 bis 2018 (Strom) fest. Beabsichtigt ist,

die Unternehmen auf diese Weise zu effizientem Wirtschaften zu zwingen und die Gas- und Strompreise

wettbewerbsfähig zu halten.

Weiterhin sind Auswirkungen der europa- und weltweiten konjunkturellen Entwicklungen auf die deutsche

Wirtschaft als Risikofaktoren besonders zu beobachten.

Eine Überprüfung der gegenwärtigen Lage der Gesellschaft hat ergeben, dass derzeit keine den Fortbestand

gefährdenden Risiken bestehen.

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Lagebericht

3.11


Ausblick

Nach aktuellen Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW wird für das deutsche

Bruttoinlandsprodukt in 2011 mit einem Wachstum von 3,2 % gerechnet, für das Jahr 2012 mit einem Wachstum

von 1,8 %. Ob sich diese Wachstumsprognose erfüllen wird, ist angesichts der aktuellen Entwicklungen in

Wirtschaft und Politik nicht abzusehen.

Unser Ziel als regionaler Energieversorger ist es, unsere Kunden auch in Zukunft mit hoher Versorgungs sicherheit,

attraktiven Preisen für Strom, Gas, Wasser und Fernwärme sowie einem möglichst optimalen Service zu überzeugen.

Hierbei steht immer auch der Bezug zur Region im Fokus.

Zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit werden in 2011 umfangreiche Investitionen zur Erneuerung des

110-kV-Netzes und zur Rehabilitation des Wasserversorgungsnetzes vorgenommen.

Die im Laufe des Jahres 2010 eingeschlagene Vertriebs- und Beschaffungsstrategie wird im Geschäftsjahr 2011

konsequent weiterentwickelt. Mit der Einführung diverser neuer Produkte sowohl im Strom- als auch Gasbereich

ist es das Ziel, die Kundenbindung im Heimatmarkt zu verstärken und externe Märkte zu erschließen. Besonderer

Fokus soll hierbei auch auf den Vertrieb über das Internet gelegt werden. Im Bereich der Sondervertragskunden

ist zu erwarten, dass der Absatz die Ansätze der Wirtschaftsplanung weitgehend erreicht.

Über die Beteiligung an der TOBI Gaskraftwerksbeteiligungs- GmbH & Co. KG, Bocholt, ist 2011 die Beteiligung

in Höhe von 12 Megawatt an einem Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk in Bremen Mittelsbüren realisiert

worden. Auf dem Weg zu größerer Unabhängigkeit in der Energiebeschaffung durch den Ausbau eigener

Stromerzeugungskapazitäten ist dies nur einer von noch vielen folgenden Schritten.

Hand in Hand mit der Kundenbindung und Kundengewinnung geht die Qualifizierung unserer Mitarbeiter

sowie die Steigerung von Transparenz und Effizienz unserer Prozesse. Hinsichtlich der Neuorganisation war

neben der Optimierung auch ein entscheidendes Ziel, den Vertrieb auf der Netzseite als einen eigenständigen

Bereich zu etablieren und die Stadtwerke beim Kunden somit nicht nur als Lieferant für Strom, Wasser, Gas und

Fernwärme zu verankern, sondern auch als Dienstleister im Bereich Energieeffizienzberatung und Engineering

für Planung, Bau und Betrieb kundenspezifischer Anlagen.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der wichtigste Baustein für den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit

der Stadtwerke Iserlohn GmbH. Um so mehr ist uns daran gelegen, das Potential unserer Mitarbeiter zu

fördern, zu erhalten und weiter zu entwickeln. Im Interesse der Zukunftssicherung unseres Unternehmens wird

daher nunmehr aktiv die Etablierung eines Konzepts zur systematischen Personalentwicklung vorangetrieben.

Die Tochtergesellschaft Energie AG Iserlohn-Menden weist für 2010 einen Bilanzgewinn von 3.172 T€ aus. Nach

dem Scheitern des Kooperationsprojekts zwischen der Stadtwerke Iserlohn GmbH und der Stadtwerke Menden

GmbH wurden Verhandlungen mit dem Ziel des Ausscheidens der Stadtwerke Menden GmbH als Aktionärin

aus der Energie AG Iserlohn-Menden aufgenommen. Das Ausscheiden der Stadtwerke Menden GmbH soll in

Form einer Teilbetriebsabspaltung erfolgen. Zu diesem Zweck wurden Ende 2010 Teilbetriebe gebildet, die eine

getrennte Abwicklung der Geschäftsprozesse für Iserlohn und Menden ermöglichen, solange, bis die Abspaltung

des Teilbetriebs Menden aus der Energie AG Iserlohn-Menden in das Handelsregister mit Rückwirkung zum

01.01.2011 eingetragen ist. Die Anmeldung zur Eintragung in das Handelsregister ist Ende August 2011 erfolgt.

3.12

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Lagebericht


Der mit der Energie AG Iserlohn-Menden zum 31.12.2010 ausgelaufene Pacht- und Betriebsführungsvertrag über

das Teilnetz der Energie AG Iserlohn-Menden in Iserlohn wurde bis Ende 2011 verlängert.

Mit der strategischen Neuausrichtung der Konzerngesellschaften der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft

Iserlohn mbH wird noch in 2011 begonnen.

In 2011 ist das gezeichnete Kapital um 5,9 Mio. € auf 39,1 Mio. € erhöht worden. Davon sind inzwischen

3,3 Mio. € eingezahlt worden.

Die Anteile der NED Nachhaltigen Energiedienstleistungs GmbH beabsichtigt die Stadtwerke Iserlohn GmbH

in 2011 zu veräußern.

Für das Jahr 2011 erwartet die Gesellschaft ein positives Ergebnis.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, über die zu berichten wäre, sind

nicht eingetreten.

Iserlohn, den 29. August 2011

Stadtwerke Iserlohn GmbH

Dr. Weimer

Geschäftsführer

Schmitt

stv. Geschäftsführer

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Lagebericht

3.13


Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktivseite Anhang 31.12.2010 31.12.2009

€ € T €

A Anlagevermögen (1)

I

Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte 1.193.111,00 933

2. Geleistete Anzahlungen 990.191,35 315

2.183.302,35 1.248

II

Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten einschließlich der

Bauten auf fremden Grundstücken 7.516.374,23 6.690

2. Verteilungsanlagen 30.963.311,00 30.160

3. Technische Anlagen und Maschinen 12.122.519,00 13.012

4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.181.706,00 1.146

5. Anlagen im Bau 320.221,01 1.556

52.104.131,24 52.564

III

Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.240.000,00 10.240

2. Beteiligungen 2.175.341,33 1.254

3. Sonstige Ausleihungen 572.526,47 562

12.987.867,80 12.056

67.275.301,39 65.868

B

I

Umlaufvermögen

Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 747.535,80 657

2. Waren 10.330,21 10

757.866,01 667

II

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2) 16.272.407,47 13.355

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 22

3. Sonstige Vermögensgegenstände (3) 3.328.306,46 2.211

19.600.713,93 15.588

III

Guthaben bei Kreditinstituten

21.386.331,56 31.564

41.744.911,50 47.819

C Rechnungsabgrenzungsposten (4) 3.101.096,44 1.655

112.121.309,33 115.342

3.14

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Bilanz


Passivseite Anhang 31.12.2010 31.12.2009

€ € T €

A

Eigenkapital

I Gezeichnetes Kapital (5) 33.267.650,00 33.268

II Kapitalrücklage 2.957.467,30 2.958

III Andere Gewinnrücklagen 353.394,21 353

36.578.511,51 36.579

B

Sonderposten wegen Investitionszuschüssen

zum Anlagevermögen 301.238,00 335

C Empfangene Ertragszuschüsse 8.230.441,00 8.829

D

Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche

Verpflichtungen (6) 3.279.427,00 2.408

2. Sonstige Rückstellungen (7) 20.941.995,00 20.475

24.221.422,00 22.883

E

Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.836.875,09 18.309

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen 5.971.110,46 6.410

3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen (8) 11.975.124,22 8.284

4. Verbindlichkeiten aus Genussrechten (9) 1.569.490,84 1.558

5. Sonstige Verbindlichkeiten (10) 6.289.689,37 12.087

42.642.289,98 46.648

F Rechnungsabgrenzungsposten (11) 147.406,84 68

112.121.309,33 115.342

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Bilanz

3.15


Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010

Anhang 2010 2009

€ € T €

1. Umsatzerlöse einschließlich Strom- und Erdgassteuer (12) 102.975.326,23 106.679

Stromsteuer -3.320.712,75 -3.198

Erdgassteuer -4.302.662,12 -4.047

Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer 95.351.951,366 99.434

2. Andere aktivierte Eigenleistungen 255.391,55 137

3. Sonstige betriebliche Erträge (13) 3.858.769,93 4.007

4. Materialaufwand (14)

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und

Betriebsstoffe und für bezogene Waren -51.041.802,21 -59.915

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -12.412.201,12 -11.908

-63.454.003,33 -71.823

5. Personalaufwand (15)

a) Löhne und Gehälter -7.483.344,85 -6.973

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

Altersversorgung und Unterstützung -2.499.360,99 -2.069

-9.982.705,84 -9.042

6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.239.814,49 -5.527

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (16)

a) Konzessionsabgabe -6.069.959,41 -5.937

b) Übrige betriebliche Aufwendungen -8.075.782,15 -6.908

-14.145.741,56 -12.845

8. Erträge aus Beteiligungen (17) 777.532,78 395

(davon aus verbundenen Unternehmen:

777.532,78 €; i. Vj. 279 T€)

9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

(17) 5.763,56 5

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (17) 3.565.249,72 236

(davon aus verbundenen Unternehmen:

118.013,24 €; i. Vj. 44 T€)

(davon Erträge aus der Abzinsung :

3.356.031,00 €; i. Vj. 0 T€)

11. Abschreibungen auf Finanzanlagen (17) -80.100,00 0

12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.338.600,64 -743

(davon Aufwendungen aus der Aufzinsung :

224.173,00 €; i. Vj. 0 T€)

13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 9.573.693,04 4.234

14. Außerordentliche Aufwendungen (18) -759.780,00 0

15. Steuerumlagen vom Einkommen und vom Ertrag (19) -5.106.622,00 -241

16. Sonstige Steuern -54.268,89 -372

17. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages

abgeführter Gewinn -3.653.022,15 -3.621

0,00 0

3.16 Stadtwerke Iserlohn GmbH | Gewinn- und Verlustrechnung


Anhang 2010

Allgemeines

Der Jahresabschluss zum 31.12.2010 ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des

Dritten Buches des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG)

vom 25.5.2009 aufgestellt. Die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden gemäß Art. 67 Abs. 8 EGHGB

bei der erstmaligen Anwendung des BilMoG nicht beibehalten. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Ziffern in Klammern in der Vorspalte der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung geben Hinweise auf

die betreffenden Positionen im Anhang.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Konzerngesellschaften der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft

Iserlohn mbH sind auf Seite 1.18 erläutert.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Stadtwerke Iserlohn GmbH ist als Teil des Anhangs auf Seite 3.22

wiedergegeben.

Die Zugänge bei den Beteiligungen betreffen die GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG,

Troisdorf, und die GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft-Verwaltungs GmbH, Troisdorf; die Anteilsquote

beträgt jeweils 4,908 %.

Die Anteile an der NED Nachhaltige Energiedienstleistungs GmbH, Iserlohn, sind in das Umlaufvermögen

wegen des in 2011 beabsichtigten Verkaufs umgegliedert worden.

Die Zugänge bei den sonstigen Ausleihungen betreffen Baudarlehen an zwei Mitarbeiter; die Darlehen

sind hypothekarisch gesichert.

(2) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus dem Energie- und

Wasserverkauf.

(3) Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer und

EEG-Jahresabrechnungen für Vorjahre. Auf das Körperschaftsteuerguthaben in Höhe des abgezinsten

Betrags entfallen 19 T€; hiervon haben 13 T€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Anhang

3.17


(4) Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen Anzahlungen, die mit Stromlieferungen ab

dem Jahr 2013 verrechnet werden.

(5) Das gezeichnete Kapital beträgt 33.268 T€. Alleinige Gesellschafterin ist die Gesellschaft für Kommunalwirtschaft

Iserlohn mbH, Iserlohn.

(6) Die Pensionsverpflichtungen bestehen gegenüber zwei Anwärtern und zwei Versorgungsempfängern.

Zudem sind in diesem Posten Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und Pensionären aus Energiepreisvergünstigungen

nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben enthalten.

Der Zuführungsbetrag aus der geänderten Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche

Verpflichtungen zum 1.1.2010 gemäß BilMoG ist in Höhe von 666 T€ im außerordentlichen Aufwand erfasst.

Die aufgrund der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen erforderliche Zuführung wurde bis

auf 433 T€ berücksichtigt.

Die Altersversorgung für die Mitarbeiter der Gesellschaft ist im Tarifvertrag geregelt. Die Mitarbeiter sind

bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) versichert. Der derzeitige Umlagesatz liegt bei

7,86 %. Zusätzlich wurde 2010 ein Sanierungsgeld von 1,87 % erhoben. Die Summe der umlagepflichtigen

Gehälter und Löhne betrug im Berichtsjahr 6.397 T€. Eine konkrete betragsmäßige Angabe einer möglichen

Unterdeckung aus den Versorgungsansprüchen und dem auf die Gesellschaft entfallenden anteiligen

Deckungskapital der VBL ist aufgrund fehlender Daten nicht möglich.

(7) Die sonstigen Rückstellungen bestehen vor allem für die Mehrerlösabschöpfung von Strom- und

Gasnetzentgelten in 2005 bis 2007 (13.325 T€) und Verpflichtungen gemäß § 5 ARegV sowie für ausstehende

Energie- und Wasserbezugsabrechnungen, Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen

und der erfolgsabhängigen Mitarbeitervergütung.

(8) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 8.646 T€ die Gesellschafterin

Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH; sie resultieren im Wesentlichen aus der Verpflichtung

zur Gewinnabführung und aus Ertragsteuerumlagen. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den

Gesellschaften wurden verrechnet.

(9) Die Verbindlichkeiten aus Genussrechten ergeben sich aus vermögenswirksamen Leistungen, welche

die Gesellschaft für die Mitarbeiter anlegt, aus der nicht ausgezahlten Arbeitnehmer-Sparzulage, aus der

freiwilligen Zulage des Arbeitgebers und aus sonstigen Einzahlungen der Mitarbeiter. Am Bilanzstichtag

bestanden Verbindlichkeiten gegenüber 138 Mitarbeitern. Die nicht verbrieften Genussrechte haben

den Nennwert des jeweils im Unternehmen belassenen Genussrechtskapitals und begründen einen

Anspruch der Mitarbeiter auf Beteiligung am Gewinn und zusätzlich auf eine gewinnunabhängige

Mindestverzinsung. Eine Beteiligung am Liquidationserlös ist ausgeschlossen. Das Genussrechtskapital

ist grundsätzlich unbefristet angelegt; eine Kündigung durch den Arbeitnehmer ist zum Ende eines jeden

Kalenderjahres mit einer Frist von drei Monaten möglich.

3.18

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Anhang


(10) Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Überzahlungen von Kunden sowie Erdgassteuer.

Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2010 davon mit einer Restlaufzeit 31.12.2009

Gesamt bis 1 Jahr über 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt

T € T € T € T € T €

1. Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 16.837 1.509 6.244 9.084 18.309

2. Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen 5.971 5.967 4 0 6.410

3. Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenden Unternehmen 11.975 11.975 0 0 8.284

4. Verbindlichkeiten aus

Genussrechten 1.569 1.569 0 0 1.558

5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.290 6.290 0 0 12.087

(davon aus Steuern) (742) (742) (0) (0) (539)

42.642 27.310 6.248 9.084 46.648

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 3.607 T€ durch die Stadt Iserlohn verbürgt;

Verbindlichkeiten in Höhe von 6.760 T€ sind durch Grundpfandrechte gesichert.

(11) Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet die erhaltenen Ertragszuschüsse von Kunden für das von

der Energie AG Iserlohn-Menden gepachtete Teilnetz Iserlohn.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(12) Umsatzerlöse 2010 2009

T € T €

Strom 38.636 37.524

Erdgas 32.398 37.098

Fernwärme 8.059 8.654

Wasser 10.905 10.923

Übrige Erlöse 5.354 5.235

95.352 99.434

Von den Umsatzerlösen ist die von der Gesellschaft abzuführende Energiesteuer (7.623 T€) abgesetzt.

Die übrigen Erlöse resultieren u.a. aus der Betriebsführung der Energieanlagen der Stadt Iserlohn sowie

der Straßenbeleuchtungsanlagen in der Stadt Iserlohn. Auf die Auflösung der Ertragszuschüsse entfallen

Erträge von 1.052 T€.

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Anhang

3.19


(13) Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren hauptsächlich aus Weiterberechnungen an verbundene

Unternehmen (2.463 T€), der Auflösung von Rückstellungen (597 T€) sowie aus periodenfremden Erträgen

(132 T€).

(14) Der Materialaufwand enthält im Wesentlichen die Aufwendungen für den Energie- und Wasserbezug.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren im Wesentlichen aus der Instandhaltung der

Verteilungsanlagen sowie den Kosten für das von der Energie AG Iserlohn-Menden gepachtete und

betriebsgeführte Teilnetz in Iserlohn.

(15) Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung von 1.083 T€ (i. Vj. 740 T€) enthalten.

(16) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen die Konzessionsabgabe, die Zuführung zu der

Rückstellung für die Mehrerlösabschöpfung aus Netznutzungsentgelten, Beratungs- und EDV-Kosten,

Wertberichtigungen auf Forderungen, Mieten und Pachten sowie übrige Sach- und Verwaltungskosten.

(17) Beteiligungs- und Finanzergebnis 2010 2009

T € T €

Erträge aus Beteiligungen 777 395

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6 5

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.565 236

(davon aus Abzinsung langfristiger Rückstellungen) (3.356) (0)

Abschreibungen auf Finanzanlagen - 80 0

Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 1.338 - 743

(davon aus Aufzinsung langfristiger Rückstellungen) (- 224) (0)

2.930 - 107

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen die Gewinnausschüttung der Energie AG Iserlohn-Menden für 2009.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind die Vergütungen für die Genussrechte der Mitarbeiter

von 196 T€ (i. Vj. 213 T€) enthalten.

(18) Die außerordentlichen Aufwendungen resultieren aus der Neubewertung der Rückstellungen für

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie für Altersteilzeitverpflichtungen aus der erstmaligen

Anwendung des BilMoG.

(19) Die Steuerumlagen vom Einkommen und vom Ertrag sind von der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft

Iserlohn mbH als Organträgerin belastet worden. Auf Ertragsteuerumlagen für die Jahre 2004 bis

2008 aufgrund der steuerlichen Betriebsprüfung entfallen 2.620 T€; sie resultieren weitgehend aus der

Versteuerung der Rückstellung für Mehrerlösabschöpfung.

3.20

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Anhang


Sonstige Angaben

Aufsichtsrat

Die Namen des Aufsichtsrates sind der auf den Seiten VI und VII abgebildeten Tabelle zu entnehmen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Beirates erhielten Sitzungsgelder von insgesamt 35 T€.

Geschäftsführung

Dr. Klaus Weimer, Hagen

Geschäftsführer

Norbert Schmitt, Menden stv. Geschäftsführer (ab 4.3.2010)

Für das Geschäftsjahr 2010 betragen die Bezüge der Geschäftsführung insgesamt 186 T€. Das Arbeitgeberdarlehen

an einen Geschäftsführer beträgt am Bilanzstichtag 30 T€; das Darlehen wird mit 1 % verzinst und mit 4 % getilgt.

Für Pensionen an frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. deren Hinterbliebene besteht eine Rückstellung

von 1.733 T€. Die Gesamtbezüge betrugen im Berichtsjahr 155 T€.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 155 Mitarbeiter beschäftigt, davon 119 Angestellte und 36 gewerbliche Arbeitnehmer.

Am Bilanzstichtag bestanden 11 Ausbildungsverhältnisse.

Angaben zum Anteilsbesitz zum 31.12.10

Beteiligungsunternehmen

Beteiligungsquote Eigenkapital Jahresergebnis

% T € T €

Energie AG Iserlohn-Menden, Menden 66,67 19.028 3.339

TOBI Kraftwerksbeteiligungs-

GmbH & Co. KG, Bocholt*) 33,33 118 - 13

NED Nachhaltige Energiedienstleistungs

GmbH, Iserlohn 29,00 117 - 71

TOBI Windenergie GmbH & Co. KG, Bocholt*) 20,00 5.485 - 25

TOBI Management GmbH, Bocholt*) 19,556 26 1

*) Den Angaben liegt der Jahresabschluss zum 31.12.2009 zugrunde.

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Anhang

3.21


Geschäfte gröSSeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen

Geschäfte größeren Umfangs werden vor allem mit der Energie AG Iserlohn-Menden getätigt; diese resultieren

aus der Pacht und Betriebsführung des Teilnetzes der Energie AG Iserlohn-Menden in Iserlohn (6.264 T€) sowie

aus Stromlieferungen (13.836 T€). Die Energie AG Iserlohn-Menden hat Leistungen von 12.318 T€ bezogen; davon

entfallen 9.527 T€ auf Netznutzungsentgelte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus dem Stromeinkauf für die Jahre 2011 bis 2013 bestehen vertragliche Verpflichtungen gegenüber der Energie

AG Iserlohn-Menden von 17,4 Mio. €. Im Zusammenhang mit Stromabnahmeverpflichtungen ab dem Jahr 2013

bestehen Verpflichtungen aus zu leistenden Anzahlungen von 2,8 Mio. €.

Die Gesellschaft hat Bürgschaften zugunsten der TOBI Windenergie GmbH & Co. KG, Bocholt, in Höhe von

1.294 T€ und zugunsten der CaSa Energy GmbH, Bocholt, in Höhe von 378 € übernommen.

Aus der Beteiligung an der GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Troisdorf, bestehen am

Bilanzstichtag Einzahlungsverpflichtungen von 4.198 T€.

Die Gesellschaft hat die gesamtschuldnerische Haftung für zwei Bankdarlehen an die NED Nachhaltige

Energiedienstleistungs GmbH, Iserlohn, in Höhe von 600 T€ übernommen.

Aus dem Pachtvertrag und dem Dienstleistungsvertrag mit der Energie AG Iserlohn-Menden bestehen 2011

Verpflichtungen von 6.238 T€.

Das Bestellobligo aus Investitionen in Sachanlagen beträgt am Bilanzstichtag 645 T€. Aus übrigen Mietverträgen

und sonstigen Dienstleistungsverträgen bestehen Verpflichtungen im üblichen Rahmen.

Angaben zum Mutterunternehmen der Gesellschaft

Die Stadtwerke Iserlohn GmbH ist in den Konzernabschluss der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn

mbH, Iserlohn, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die

Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter

HRB 1312 eingetragen.

3.22

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Anhang


Gewinnverwendung

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages hat die Stadtwerke Iserlohn GmbH den Gewinn von 3.653 T€ an die

Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH abgeführt.

Iserlohn, den 29. August 2011

Stadtwerke Iserlohn GmbH

Dr. Weimer

Geschäftsführer

Schmitt

stv. Geschäftsführer

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Anhang

3.23


Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010

Anlagevermögen

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand

01.01.10

Zugänge Abgänge Um buchungen Stand

31.12.10

€ € € € €

I

Immaterielle

Vermögensgegenstände

1. Konzessionen und

ähnliche Rechte und Werte 3.510.796,87 292.376,95 45.340,57 161.685,84 3.919.519,09

2. Geleistete Anzahlungen 314.480,58 898.966,36 0,00 -223.255,59 990.191,35

3.825.277,45 1.191.343,31 45.340,57 -61.569,75 4.909.710,44

II Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten

einschließlich der Bauten

auf fremden Grundstücken 19.403.413,52 397.589,90 494.358,41 742.497,45 20.049.142,46

2. Verteilungsanlagen 176.927.338,30 3.140.517,71 1.155.582,64 604.119,37 179.516.392,74

3. Technische Anlagen

und Maschinen 30.235.854,99 432.083,96 96.062,92 200.071,00 30.771.947,03

4. Betriebs- und Geschäftsausstattung

5.010.824,80 288.530,28 106.616,20 61.569,75 5.254.308,63

5. Anlagen im Bau 1.556.163,62 310.745,21 0,00 -1.546.687,82 320.221,01

233.133.595,23 4.569.467,06 1.852.620,17 61.569,75 235.912.011,87

III Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen

Unternehmen 10.240.000,00 0,00 0,00 0,00 10.240.000,00

2. Beteiligungen 1.253.500,02 1.010.441,31 58.000,00 0,00 2.205.941,33

3. Sonstige Ausleihungen 562.542,40 43.000,00 33.015,93 0,00 572.526,47

12.056.042,42 1.053.441,31 91.015,93 0,00 13.018.467,80

Gesamt 249.014.915,10 6.814.251,68 1.988.976,67 0,00 253.840.190,11

3.24 Stadtwerke Iserlohn GmbH | Anlagenspiegel


Abschreibungen

Buchwerte

Stand

01.01.10

Zugänge Abgänge Zuschreibung Stand

31.12.10

Stand

31.12.10

Stand

31.12.09

€ € € € € € T €

2.577.420,87 298.497,45 45.031,15 104.479,08 2.726.408,09 1.193.111,00 934

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 990.191,35 314

2.577.420,87 298.497,45 45.031,15 104.479,08 2.726.408,09 2.183.302,35 1.248

12.713.232,26 313.894,38 494.358,41 0,00 12.532.768,23 7.516.374,23 6.690

146.767.563,30 2.843.003,47 1.057.485,03 0,00 148.553.081,74 30.963.311,00 30.160

17.223.445,99 1.472.338,16 46.356,12 0,00 18.649.428,03 12.122.519,00 13.012

3.864.838,80 312.081,03 104.317,20 0,00 4.072.602,63 1.181.706,00 1.146

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 320.221,01 1.556

180.569.080,35 4.941.317,04 1.702.516,76 0,00 183.807.880,63 52.104.131,24 52.564

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 10.240.000,00 10.240

0,00 80.100,00 49.500,00 0,00 30.600,00 2.175.341,33 1.254

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 572.526,47 562

0,00 80.100,00 49.500,00 0,00 30.600,00 12.987.867,80 12.056

183.146.501,22 5.319.914,49 1.797.047,91 104.479,08 186.564.888,72 67.275.301,39 65.868

Stadtwerke Iserlohn GmbH | Anlagenspiegel

3.25


Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter

Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stadtwerke Iserlohn GmbH, Iserlohn, für das Geschäftsjahr

vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Nach § 6 b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einaltung

der Pflichten zur Entflechtung in der Rechnungslegung nach § 6 b Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die

Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie

die Einhaltung der Pflichten nach § 6 b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der

Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung

über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die

Rechnungslegung nach § 6 b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer

(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach

ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die

Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken,

mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann,

ob die Pflichten nach § 6 b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der

Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und

rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der

Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise

für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht und in der Rechnungslegung nach § 6 b

Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der

angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung, die

Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die

Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der Rechnungslegung nach § 6 b Abs. 3 EnWG sachgerecht und

nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass

unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen

Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss

den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger

Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein

zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der Rechnungslegung nach § 6 b Abs. 3 EnWG hat

zu keinen Einwendungen geführt.

Düsseldorf, den 30. August 2011

EversheimStuible Treuberater GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Hausmann

Wirtschaftsprüfer

Kempf

Wirtschaftsprüfer

3.26 Stadtwerke Iserlohn GmbH | Bestätigungsvermerk


Bädergesellschaft Iserlohn mbH

4


Wir


Bädergesellschaft Iserlohn mbH

Lagebericht und Jahresabschluss 2010

Inhalt

Lagebericht ........................................................................................... 3.04 – 3.07

Bilanz ................................................................................................ 3.08 – 3.09

Gewinn- und Verlustrechnung ............................................................................... 3.10

Anhang ................................................................................................ 3.11 – 3.13

Anlagenspiegel ........................................................................................ 3.14 – 3.15

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers ................................................................. 3.16

bewegen.

Bädergesellschaft Iserlohn mbH | Inhalt

4.03


Lagebericht 2010

Geschäftsverlauf

Die Bädergesellschaft Iserlohn mbH konnte die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen. Insgesamt

besuchten im Berichtsjahr 324.700 Besucher (Vj. 320.800) das Aquamathe und das Seilerseebad. Das

Unternehmen wird deshalb konsequent an seiner erfolgreichen Strategie der Ausrichtung der Bäder mit den

Inhalten Sport und Gesundheit festhalten.

Besucherstruktur Seilerseebad

Sportbad:

85.900

Solebad:

81.700

Schulen/Vereine:

53.600

Sauna:

19.700

Besucherstruktur Aquamathe

Freibad:

25.900

Sportbad:

24.800

Schulen/Vereine:

16.300

Sauna:

16.800

Öffnungstage 2010

Seilerseebad Sportbad 343 Tage

Solebad

343 Tage

Sauna

343 Tage

Aquamathe Sportbad 222 Tage

Freibad

121 Tage

Sauna

317 Tage

4.04 Bädergesellschaft Iserlohn mbH | Lagebericht


Ertragslage

Mit insgesamt über 324.700 Besuchern konnte im Jahre 2010 wieder ein Rekordergebnis bei den Besucherzahlen

festgestellt werden.

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2010 um 77 T€ (+ 6,7 %) auf 1.223 T€ erhöht.

Die Erlöse aus dem Bäderbetrieb sind bei einem Anstieg der Besucherzahl (+ 570 bzw. 0,2 %) um 33 T€ auf

817 T€ gestiegen.

Die Umsatzerlöse aus dem Betrieb der zwei Saunaanlagen stiegen um 44 T€ auf 351 T€; die Anzahl der Besucher

erhöhte sich um 3.327 auf 36.559.

Aus der Betriebsführung für das Gartenhallenbad in Nachrodt-Wiblingwerde resultieren Erträge von 21 T€.

Erträge

im Jahresvergleich

Aufwendungen

im Jahresvergleich

Mio. €

2010 2009

Mio. €

2010 2009

1,80

5,00

1,60

1,40

1,20

1,00

0,80

0,37

1,22

0,34

1,15

4,00

3,50

3,00

2,50

2,00

0,38

0,64

1,34

0,35

0,73

1,30

0,60

0,40

1,50

1,00

1,32

1,34

0,20

0,50

Gesamt 1,59

1,49

Gesamt

3,68

3,72

Umsatzerlöse sonstige Erträge

Materialaufwand

Personalaufwand

Kapitalkosten

Sonstiger Aufwand

Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 34 T€.

Der Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme ist mit 2.081 T€ um 153 T€ geringer ausgefallen als im Vorjahr. Die

Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH hat den Verlust aufgrund einer Ergebnisübernahmeverpflichtung

übernommen.

Bädergesellschaft Iserlohn mbH | Lagebericht

4.05


Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahresbilanzstichtag um 302 T€ auf 9.788 T€ zurückgegangen.

Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt 43 % (i. Vj. 41 %); das Anlagevermögen ist zu 81 %

(i. Vj. 76 %) durch Eigenkapital gedeckt. Das langfristig gebundene Vermögen war zum Bilanzstichtag in voller

Höhe durch zeitgleiche Mittel finanziert.

Die Liquidität der Gesellschaft war in 2010 durch die Finanzierung im Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft

Iserlohn mbH gesichert.

Investitionen

In 2010 wurden Investitionen in Höhe von 109 T€ getätigt. Abschreibungen sind in Höhe von 427 T€ angefallen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Zum 31.12.10 hatte die Gesellschaft 86 (i. Vj. 86 Mitarbeiter) beschäftigt, davon 68 (i. Vj. 66) Teilzeitbeschäftigte.

Außerdem bestanden 4 Ausbildungsverhältnisse.

Risikobericht

Die Gesellschaft setzt gemeinsam mit den übrigen Konzerngesellschaften der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft

Iserlohn mbH zur Identifizierung wesentlicher Risiken die Software „RIMAS“ ein. Für Einzelrisiken werden

Schadenshöhen mit einer angesetzten Eintrittswahrscheinlichkeit quantitativ ermittelt.

Eine Überprüfung der gegenwärtigen Lage der Gesellschaft hat ergeben, dass keine den Fortbestand gefährdenden

Risiken vorliegen.

4.06

Bädergesellschaft Iserlohn mbH | Lagebericht


Ausblick

Die Bädergesellschaft Iserlohn mbH bewegt sich mit ihrem Dienstleistungsangebot in dem stark umkämpften

Freizeitmarkt und muss in diesem komplexen Wettbewerbsumfeld mit hohem Konkurrenzdruck (Neu: Westfalenbad

Hagen) und sich schnell wandelnder Angebotsvielfalt bestehen. Die für 2011 angestrebte Mitgliedschaft

in der ARGE Bäder des Verbandes kommunaler Unternehmen bietet hier eine fachliche Plattform für Erfahrungsaustausch

mit einer Vielzahl anderer Badbetreiber.

Mittelfristig sollen aus allen Bädern die Solarien entfernt werden. Die Einnahmeentwicklung geht in den letzen

Jahren zurück. Außerdem erschweren die neuen gesetzlichen Bestimmungen das Geschäft mit der künstlichen

Besonnung. Der Besuch von Sonnenbänken ist für Jugendliche unter 18 Jahren seit dem 19. Juni 2009 nicht mehr

gestattet. Der Bundestag hat ein entsprechendes Gesetz zum Schutz vor Hautkrebs verabschiedet.

Um dem steigenden Vandalismus in den Bädern zu begegnen, soll im Aquamathe Freibad und im Außenbereich

des Solebades eine Videoüberwachung installiert werden, mit Aufschaltung auf die Leitwarte der Stadtwerke

Iserlohn GmbH. Ferner wird der Garderobenbereich des Seilerseebades mit Videokameras ausgestattet.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Aufgabenerfüllung der Bädergesellschaft Iserlohn mbH haben

sich nicht verbessert. Die Sparneigung der privaten Haushalte und die weiterhin steigenden Energiepreise

ersticken die umfangreichen Bestrebungen zur Ergebnisverbesserung. Grundsätzlich wird die Gesellschaft die

strukturell bedingten Verluste aus der gegebenen Sachlage mit der Sicherstellung einer Grundversorgung für

die Iserlohner Bevölkerung mit Schwimmbädern nicht kompensieren können. Dies ist ausschließlich durch die

Einbindung in den Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH sichergestellt.

Für das Geschäftsjahr 2011 wird ein Verlust in ähnlicher Höhe wie für 2010 erwartet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, über die zu berichten wäre, sind nicht

eingetreten.

Iserlohn, den 31.März 2011

Bädergesellschaft Iserlohn mbH

Dr. Weimer

Geschäftsführer

Schmitt

stv. Geschäftsführer

Bädergesellschaft Iserlohn mbH | Lagebericht

4.07


Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktivseite Anhang 31.12.2009 31.12.2008

€ € T €

A Anlagevermögen (1)

I

II

Immaterielle Vermögensgegenstände

Konzessionen und ähnliche Rechte

und Werte 2.572,00 10

Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten 4.187.005,00 4.419

2. Technische Anlagen und Maschinen 922.445,00 980

3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.963,00 95

5.180.413,00 5.494

5.182.985,00 5.504

B

I

Umlaufvermögen

Vorräte

Fertige Erzeugnisse 9.392,72 10

II

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2) 22.252,44 25

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (3) 4.443.159,62 4.339

3. Sonstige Vermögensgegenstände (4) 34.545,38 81

4.499.957,44 4.445

III Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 95.730,93 131

4.605.081,09 4.586

9.788.066,09 10.090

4.08 Bädergesellschaft Iserlohn mbH | Bilanz


Passivseite Anhang 31.12.2010 31.12.2009

€ € T €

A

Eigenkapital

I Gezeichnetes Kapital (5) 2.046.000,00 2.046

II Kapitalrücklage (6) 2.139.542,79 2.140

4.185.542,79 4.186

B Sonderposten wegen Investitionszuschüssen (7)

zum Anlagevermögen 553.538,00 595

C

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen (8) 98.846,00 98

D

Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.612.134,20 4.850

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen 92.128,44 130

3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen 7.083,32 7

4. Sonstige Verbindlichkeiten (9) 238.793,34 224

4.950.139,30 5.211

9.788.066,09 10.090

Bädergesellschaft Iserlohn mbH | Bilanz

4.09


Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010

Anhang 2010 2009

€ € T €

1. Umsatzerlöse (10) 1.222.657,51 1.146

2. Sonstige betriebliche Erträge (11) 371.870,03 341

3. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und

Betriebsstoffe und für bezogene Waren (12) -948.146,98 -988

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -372.463,58 -352

-1.320.610,56 -1.340

4. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter -1.027.354,34 -1.008

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

Altersversorgung und Unterstützung -301.899,74 -293

(davon für Altersversorgung: 74.307,08 €; i. Vj. 74 T€)

-1.329.254,08 -1.301

5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen -426.786,81 -500

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -347.074,00 -325

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.504,89 25

(davon aus verbundenen Unternehmen:

6.999,86 €; i. Vj. 24 T€)

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -226.227,67 -250

(davon aus verbundenen Unternehmen:

7.444,06 €; i. Vj. 23 T€)

(davon Aufwendungen aus der Aufzinsung

1.700,00 €; i. Vj. 0 T€)

9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -2.046.920,69 -2.204

10. Außerordentliches Ergebnis -4.500,00 0

11. Sonstige Steuern -29.532,84 -30

12. Erträge aus Verlustübernahme (13) 2.080.953,53 2.234

0,00 0

4.10 Bädergesellschaft Iserlohn mbH | Gewinn- und Verlustrechnung


Anhang 2010

Allgemeines

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches

in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.5.2009 für große Kapitalgesellschaften

aufgestellt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend Art. 67 Abs. 8 S. 2 EGHGB nicht angepasst.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die Ziffern in Klammern in der Vorspalte der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung geben Hinweise auf

die betreffenden Positionen im Anhang.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Konzerngesellschaften der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft

Iserlohn mbH sind auf Seite 1.18 erläutert.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

(2) Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen 10 T€ Forderungen gegen Gesellschafter.

(3) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 2.081 T€ die Gesellschafterin Gesellschaft

für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH; sie resultieren im Wesentlichen aus dem Anspruch auf

Verlustübernahme für 2010.

(4) Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer

und Forderungen gegen die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde aus der Betriebsführung des

Hallenbads Holensiepen.

(5) Das gezeichnete Kapital beträgt 2.046 T€. Anteilseigner sind die Gesellschaft für Kommunalwirtschaft

Iserlohn mbH (95 %) und die Stadt Iserlohn (5 %).

(6) Der Sonderposten wegen Investitionszuschüssen zum Anlagevermögen enthält Landeszuschüsse.

(7) Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Altersteilzeitverpflichtungen, Jahresabschlusskosten

sowie für Urlaubsrückstände.

Bädergesellschaft Iserlohn mbH | Anhang

4.11


(8)

Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2010 davon mit einer Restlaufzeit 31.12.2009

Gesamt bis 1 Jahr über 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt

T€ T€ T€ T€ T€

1. Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 4.612 238 951 3.423 4.850

2. Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen 92 92 0 0 130

3. Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenden Unternehmen 7 7 0 0 7

4. Sonstige Verbindlichkeiten 239 239 0 0 224

(davon aus Steuern) (9) (9) (0) (0) (10)

4.950 576 951 3.423 5.211

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Stadt Iserlohn in Höhe von 3.164 T€ verbürgt.

Für Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 1.448 T€ ist eine Grundschuld eingetragen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Von den Umsatzerlösen von 1.223 T€ entfallen 913 T€ auf das Seilerseebad und 274 T€ auf das Aquamathe.

(10) In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist die Auflösung des Sonderpostens wegen Investitionszuschüssen

zum Anlagevermögen in Höhe von 42 T€ enthalten. Auf Erträge aus der Betriebsführung des Hallenbads

Holensiepen in Nachrodt-Wiblingwerde entfallen 21 T€.

(11) Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren enthalten zum größten Teil

Energie- und Wasserbezugskosten (662 T€).

(12) Der Verlust von 2.081 T€ ist von der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH übernommen

worden.

Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt waren 89 Mitarbeiter beschäftigt (hierin enthalten sind 65 geringfügig Beschäftigte),

davon 32 Angestellte und 57 gewerbliche Mitarbeiter. Am Bilanzstichtag bestanden 4 Ausbildungsverhältnisse.

4.12

Bädergesellschaft Iserlohn mbH | Anhang


Aufsichtsrat

Die Namen des Aufsichtsrats sind der auf den Seiten VI und VII abgebildeten Tabelle zu entnehmen.

Geschäftsführung

Dr. Klaus Weimer, Hagen

Geschäftsführer

Norbert Schmitt, Menden stv. Geschäftsführer (ab 23.6.2010)

Angaben zum Mutterunternehmen

Die Bädergesellschaft Iserlohn mbH ist in den Konzernabschluss der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft

Iserlohn mbH einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die

Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter

HRB 1312 eingetragen.

Ergebnisverwendung

Aufgrund der Ergebnisübernahmeverpflichtung hat die Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH

den Verlust der Bädergesellschaft Iserlohn mbH von 2.080.953,53 € übernommen.

Iserlohn, den 31. März 2011

Bädergesellschaft Iserlohn mbH

Dr. Weimer

Geschäftsführer

Schmitt

stv. Geschäftsführer

Bädergesellschaft Iserlohn mbH | Anhang

4.13


Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010

Anlagevermögen

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand

01.01.10

Zugänge Abgänge Um buchungen Stand

31.12.10

€ € € € €

I

Immaterielle

Vermögensgegenstände

Konzessionen, Rechte und

ähnliche Werte 42.620,74 0,00 0,00 0,00 42.620,74

II Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten 10.804.262,62 8.913,00 0,00 0,00 10.813.175,62

2. Technische Anlagen

und Maschinen 7.327.543,09 91.834,60 193.016,80 0,00 7.226.360,89

3. Betriebs- und Geschäftsausstattung

1.339.302,13 8.536,21 3.126,72 0,00 1.344.711,62

19.471.107,84 109.283,81 196.143,52 0,00 19.384.248,13

Gesamt 19.513.728,58 109.283,81 196.143,52 0,00 19.426.868,87

4.14 Bädergesellschaft Iserlohn mbH | Anlagenspiegel


Abschreibungen

Buchwerte

Stand

01.01.10

Zugänge Abgänge Stand

31.12.10

Stand

31.12.10

Stand

31.12.09

€ € € € € T €

33.097,74 6.951,00 0,00 40.048,74 2.572,00 10

6.384.812,62 241.358,00 0,00 6.626.170,62 4.187.005,00 4.419

6.347.390,09 146.057,60 189.531,80 6.303.915,89 922.445,00 980

1.244.455,13 32.420,21 3.126,72 1.273.748,62 70.963,00 95

13.976.657,84 419.835,81 192.658,52 14.203.835,13 5.180.413,00 5.494

14.009.755,58 426.786,81 192.658,52 14.243.883,87 5.182.985,00 5.504

Bädergesellschaft Iserlohn mbH | Anlagenspiegel

4.15


Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter

Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bädergesellschaft Iserlohn mbH für das Geschäftsjahr

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und

Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung

der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine

Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer

(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach

ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung

des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den

Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender

Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die

Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen

über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen

internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und

Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten

Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die

Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass

unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss

den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der

Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes

Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend

dar.

Düsseldorf, den 15. April 2011

EversheimStuible Treuberater GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Hausmann

Wirtschaftsprüfer

Kempf

Wirtschaftsprüfer

4.16 Bädergesellschaft Iserlohn mbH | Bestätigungsvermerk


Energie AG Iserlohn-Menden

5


Wir sind


Energie AG Iserlohn-Menden

Lagebericht und Jahresabschluss 2010

Inhalt

Bericht des Aufsichtsrates ................................................................................... 5.04

Lagebericht .......................................................................................... 5.05 – 5.09

Bilanz .................................................................................................. 5.10 – 5.11

Gewinn- und Verlustrechnung ............................................................................... 5.12

Anhang ................................................................................................ 5.13 – 5.25

Anlagenspiegel ....................................................................................... 5.22 – 5.23

Bestätigungsvermerk ....................................................................................... 5.24

Energiegeladen.

Energie AG Iserlohn - Menden | Inhalt

5.03


Bericht des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2010 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Er hat sich in vier Sitzungen durch mündliche und schriftliche Berichte des Vorstands über die Lage

und Entwicklung der Gesellschaft unterrichten lassen.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung überwacht und beratend begleitet. In den Sitzungen wurden alle

Geschäftsvorgänge, die nach Gesetz und Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sowie wesentliche

Angelegenheiten, die die Entwicklung der Energie AG Iserlohn-Menden betrafen, eingehend behandelt.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2010 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 sind von der EversheimStuible

Treuberater GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und mit

dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat zustimmend von dem Ergebnis der Prüfung Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden

Ergebnis seiner eigenen Prüfung billigt der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum

31.12.2010, der damit festgestellt ist, sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010.

Dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

Den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Abschlussprüfer

geprüft. Er hat den Bericht mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des

Berichtes richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft,

hinsichtlich der Verpachtung des Teilnetzes in Iserlohn unter Zugrundelegung der hierüber bestehenden

vertraglichen Vereinbarungen, nicht unangemessen hoch war.“

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen

Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die in dem Bericht des Vorstands enthaltene

Schlusserklärung über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Für die im Geschäftsjahr 2010 geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand, den Mitarbeitern und

dem Betriebsrat der Energie AG Iserlohn-Menden seinen Dank aus.

Menden, 22. Juni 2011

Der Aufsichtsrat

Bogatzki

Vorsitzender

5.04 Energie AG Iserlohn - Menden | Bericht des Aufsichtsrates


Lagebericht

Rahmenbedingungen und wesentliche Geschäftsereignisse

Nachdem das Jahr 2009 von den Folgen der Finanzkrise noch stark gezeichnet war, hat sich die Konjunktur

in 2010 weltweit deutlich erholt. Durch die Wiederbelebung des Exportgeschäfts konnte Deutschland sein

Bruttoinlandsprodukt um 3,7 % steigern.

Die konjunkturelle Erholung spiegelte sich auch in einer erhöhten Energienachfrage der Industrieunternehmen

wider. Nach den Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW),

lag der Stromverbrauch in 2010 um 3,8 % über dem Vorjahresniveau, erreichte aber mit 530 Milliarden

Kilowattstunden erreichte aber noch nicht das Niveau von 2008. Neben der Konjunkturerholung trugen

auch die Witterungsbedingungen in 2010 zu einer erhöhten Energienachfrage bei. Mit Minusgraden wie

seit 1996 nicht mehr verursachte der harte Winter eine höhere Nachfrage der Privathaushalte. Ihr Anteil am

Nettostromverbrauch belief sich im Jahr 2010 auf rund 54 %.

Trotz der Konjunkturlage blieben die Preise an den Brennstoffmärkten 2010 noch unter dem Niveau von vor der

Finanz- und Wirtschaftkrise. Für den letztverbrauchenden Kunden setzte sich auch zum 1.1.2010 der aus den

Vorjahren bekannte Trend einer deutlichen Verteuerung der Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz

(EEG) fort. In 2010 war diese Umlage mit 2,047 ct/kWh erstmals bundesweit einheitlich und führte für einen

Durchschnittshaushalt mit 3.500 kWh/a zu einer Belastung von 85 € im Jahr.

Unverändert steht „grüne Energie“ bei den Kunden hoch im Kurs. Die positive Annahme des Anfang 2010

zusammen mit der Stadtwerke Iserlohn GmbH eingeführten Ökoproduktes „SauerlandStrom NATUR " spiegelt die

Nachfrage der Kunden nach nachhaltiger Energie wider.

Der Terminmarkt für Stromprodukte pendelte in einer großen Bandbreite zwischen etwa 49 €/MWh und

57 €/MWh; eine Korrelation zur Preisentwicklung am Ölmarkt war nicht zu erkennen.

In 2010 wurden zentrale Eckpunkte für die Energiepolitik in Deutschland bis 2050 festgelegt. Im Herbst 2010

beschloss die Bundesregierung ein Energiekonzept, das zum Ziel hat, den Anteil regenerativer Quellen im

Energiemix bis 2050 von aktuell 17 % auf 80 % anzuheben. Um dieses Ziel zu realisieren, sind ein intelligentes

Lastmanagement und neue Netzstrukturen sowie der verstärkte Einsatz von Speichern erforderlich. Die

Kernkraftenergie wurde auf dem Weg dorthin als Brückentechnologie eingestuft und eine Laufzeitverlängerung

der Atomkraftwerke beschlossen. Seit dem Atomunfall in Fukushima am 11.03.2011 stehen die Kriterien für einen

sicheren Betrieb verstärkt im Fokus.

Einen hohen Stellenwert bei den regenerativen Energien haben die Windkraft und die Solarenergie. Der Ausbau

des Solarstroms in Deutschland entwickelt sich sehr dynamisch. Im Jahr 2010 wurden die Erwartungen erneut

übertroffen; die installierte Leistung ist um über 70 % auf rund 17 GW gestiegen. Die Fördersätze werden daher

vorzeitig für Dachanlagen zum 01.07.2011, für Freiflächenanlagen zum 01.09.2011 gesenkt.

Energie AG Iserlohn - Menden | Lagebericht

5.05


Aus wettbewerbspolitischer Sicht gab es in 2010 seitens des Gesetzgebers wenige Neuerungen, von denen die

Energie AG Iserlohn-Menden stark betroffen wäre.

Eine Änderung betrifft die Novellierung des Erneuerbare–Energien-Gesetzes zum 01.07.2010 auf Basis der

Verordnung zur Weiterentwicklung des bundesweiten Ausgleichsmechanismus (AusglMechV) vom 17. Juli 2009.

Es wurde zudem eine Änderung der Regelungen der EEG-Umlage vorgenommen, die seit dem 01.01.2010 greift.

Elektrizitätsversorgungsunternehmen, die Strom an Endkunden liefern, sind seitdem davon befreit, den von dem

Übertragungsnetzbetreiber aufgenommenen EEG-Strom physisch abzunehmen. Die Übertragungsnetzbetreiber

wurden verpflichtet, den gemäß EEG von Verteilnetzbetreibern aufgenommenen Strom an der Börse zu

vermarkten. Die Differenz zwischen der an die Anlagenbetreiber gezahlten Einspeisevergütung und dem

an der Börse erzielten Preis wird von den Übertragungsnetzbetreibern an den Endverbraucher als Umlage

weitergegeben. Vor dem Hintergrund der gestiegenen EEG-Umlage musste auch die Energie AG Iserlohn-

Menden zum 01.01.2011 eine Preisanpassung vornehmen, die 1,50 ct/kWh (netto) betrug. Zeitgleich wurde dem

Kunden das Strom-Produkt SauerlandStrom PLUS24 mit einer Festpreisgarantie bis 31. Dezember 2012 angeboten;

für eine möglichst hohe Akzeptanz bei diesem Produkt beträgt hier die Preiserhöhung zum 01. Januar 2011

lediglich 1,15 ct/kWh (netto). Die Grundpreise blieben unverändert.

Darüber hinaus ist die Anreizregulierung weiterhin ein zentrales Thema hinsichtlich der Neugestaltung von

Prozessen und der langfristigen Ausrichtung der Unternehmensstrategie.

Die Gesellschaft hat in 2010 an dem von der Landesregulierungsbehörde Nordrhein-Westfalen (LRegB NRW)

den Netzbetreibern angebotenen vereinfachten, pauschalierten Verfahren zur Festsetzung der Mehrerlösabschöpfung

teilgenommen. Hierbei wurden die ermittelten Mehrerlöse pauschal um 1/3 gekürzt. Mit der Wahl

dieses Verfahrens war ein vorbehaltloser Rechtsmittelverzicht verbunden.

Die gesetzlich geforderte Trennung der Marktrollen Netz und Vertrieb hat die Energie AG Iserlohn-Menden

gemeinsam mit der Stadtwerken Iserlohn GmbH im Rahmen eines EU-weit ausgeschriebenen Projekts umgesetzt.

Die damit verbundene Entflechtung der Prozesse wurde mit der Erstellung einer Prozessdokumentation

und der Durchführung einer Prozessoptimierung für den Bereich Kundenservice verknüpft, die auch vor

dem Hintergrund der Anreizregulierung von Bedeutung ist. Für die Energie AG Iserlohn-Menden wurde ein

Effizienzwert von 87,5 % festgestellt.

Vor dem Hintergrund steigenden Wettbewerbsdrucks ist ein wichtiger Baustein zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

auch die verstärkte interkommunale Zusammenarbeit.

Seit 2009 wurden intensive Kooperationsgespräche zwischen den beiden Aktionären, der Stadtwerke Iserlohn

GmbH und der Stadtwerke Menden GmbH geführt, um Synergiepotentiale zu ermitteln. Die Gespräche wurden

jedoch im Februar 2010 auf Grund unterschiedlicher Zielvorstellungen beendet.

Nach dem Scheitern des Kooperationsprojekts zwischen der Stadtwerke Iserlohn GmbH und der Stadtwerke

Menden GmbH wurden Verhandlungen mit dem Ziel des Ausscheidens der Stadtwerke Menden GmbH als

Aktionärin aus der Energie AG Iserlohn-Menden aufgenommen.

Das Ausscheiden der Stadtwerke Menden GmbH als Aktionärin soll in Form einer Teilbetriebsabspaltung mit

gleichzeitiger Übertragung der bisher von der Stadtwerke Menden GmbH gehaltenen Aktien auf die Stadtwerke

Iserlohn GmbH erfolgen. Zu diesem Zweck wurden Ende 2010 Teilbetriebe gebildet, die eine getrennte Abwick-

5.06

Energie AG Iserlohn - Menden | Lagebericht


lung der Geschäftsprozesse für Iserlohn und Menden ermöglichen, solange bis die Abspaltung des Teilbetriebs

Menden aus der Energie AG Iserlohn-Menden in das Handelsregister mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum

01.01.2011 eingetragen ist. Die Stadtwerke Iserlohn GmbH wird danach die Energie AG Iserlohn-Menden als

alleiniger Aktionär fortführen.

Der mit der Stadtwerke Iserlohn GmbH zum 31.12.2010 auslaufende Pacht- und Betriebsführungsvertrag über

das Teilnetz der Energie AG Iserlohn-Menden in Iserlohn wurde um ein Jahr bis Ende 2011 verlängert.

Geschäftsentwicklung

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2010 um 16,2 Mio. € auf 108,9 Mio. € gestiegen. Von dem Anstieg entfallen

16,1 Mio. € (+ 22,6 %) auf den Stromverkauf an Endkunden (87,5 Mio. €); der Stromabsatz liegt mit 721 GWh

um 136 GWh über dem Vorjahreswert.

Aus dem Stromverkauf an Kunden im eigenen Netzgebiet sind die Umsatzerlöse preisbedingt um 0,3 Mio. €

(+ 0,7 %) auf 45,1 Mio. € gestiegen, die Abgabe ist dagegen um 7 GWh (./. 2,0 %) rückläufig.

Die Umsatzerlöse aus dem bundesweiten Stromvertrieb sind preis- und mengenbedingt um 15,8 Mio. €

(+ 59,7 %) auf 42,3 Mio. € gestiegen; dies ist vor allem auf den Zuwachs an Sondervertragskunden zurückzuführen.

Die Abgabe liegt mit 370 GWh um 144 GWh über dem Vorjahreswert.

Externe Händler lieferten im Berichtsjahr 63,5 Mio. kWh (Vj. 55,4 Mio. kWh) an Privat-, Geschäfts- und

Sondervertragskunden in unserem Netzgebiet. Die Erlöse aus Netznutzungsentgelten lagen mit 2,0 Mio. € um

0,3 Mio. € über dem Vorjahreswert.

Die Energie AG Iserlohn-Menden ist Netzbetreiber des Teilnetzes in Menden. Das Teilnetz in Iserlohn ist an die

Stadtwerke Iserlohn GmbH verpachtet. Aus der betriebsgeführten Verpachtung des Teilnetzes in Iserlohn an die

Stadtwerke Iserlohn GmbH sind Erträge von 6,3 Mio. € angefallen.

Der Materialaufwand ist um 13,8 Mio. € (+ 16,1 %) auf 99,5 Mio. € gestiegen. Hierin enthalten sind insbesondere

die Strombeschaffungskosten (97,1 Mio. €). Auf den Unterhaltungsaufwand für die Verteilungsanlagen entfallen

1,4 Mio. € (Vj. 1,0 Mio. €).

Auch in 2010 wurde der Strombedarf im Wesentlichen über die Quantum GmbH, Düsseldorf, gedeckt. Das

eigene Blockheizkraftwerk hat im Geschäftsjahr 2010 mit 6,1 Mio. kWh Strom (Vj. 5,2 Mio. kWh) und mit

6,8 Mio. kWh Wärme (Vj. 5,8 Mio. kWh) zur Energiebilanz beigetragen.

Die Energie AG weist für 2010 einen Jahresüberschuss von 3.339 T€ (Vj. 1.227 T€) aus; dies bedeutet eine

Ergebnisverbesserung von 2.112 T€. Das Vorjahresergebnis war insbesondere durch die Bildung von

Rückstellungen für Mehrerlösabschöpfung und steuerliche Risiken belastet. Nach Einstellung von 167 T€ in die

gesetzliche Rücklage beträgt der Bilanzgewinn 3.172 T€.

Energie AG Iserlohn - Menden | Lagebericht

5.07


Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 31.12.10 erhöhte sich um 1,7 Mio. € auf 51,5 Mio. €. Das Grundkapital beträgt unverändert

15,4 Mio. €. Der Anteil des Grundkapitals und der gesetzlichen Rücklage an der Bilanzsumme beträgt 31 %. Das

Anlagevermögen ist hierdurch zu 58 % gedeckt. Das langfristig gebundene Vermögen war am Bilanzstichtag

in voller Höhe durch zeitgleiche Mittel finanziert. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit betrug

7,3 Mio. €.

Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden 1,8 Mio. € investiert; hiervon entfallen 0,7 Mio. € auf Anzahlungen für die Einführung

des 2-Mandantensystems und 0,9 Mio. € auf Verteilungsanlagen. Die Investitionen sind in voller Höhe durch

Abschreibungen finanziert.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Energie AG Iserlohn-Menden beschäftigte zum Bilanzstichtag 30 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) und

einen Mitarbeiter mit einem Nebentätigkeitsvertrag. Drei junge Menschen befanden sich im Ausbildungsberuf

des Energieelektronikers Betriebstechnik.

Die Komplexität der Aufgaben stellen immer größere Anforderungen an unsere Mitarbeiter. Der Wettbewerb

um qualifiziertes Personal ist intensiver geworden. Für die Mitarbeiter-/innen findet der Tarifvertrag für

Versorgungsbetriebe (TVV) Anwendung. Die Möglichkeit des TVV zur Einführung einer zielorientierten Vergütung

nutzen wir seit 2008. Des Weiteren bieten wir unseren Mitarbeitern Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen an.

Risikobericht

Als bundesweit tätiger Stromhändler ist die Energie AG einer Anzahl von Risken ausgesetzt. Die Energie AG hat

im Berichtsjahr umfassende Verbesserungen der Ablaufprozesse vorgenommen, um ein möglichst risikoaverses

Geschäftsmodell umzusetzen. Das Preisrisiko wird durch eine von den Vertriebsaktivitäten abhängige zeitnahe

Eindeckung minimiert; das Mengenrisiko wird überwiegend auf die Endkunden übertragen. Durch diese

Optimierung und auch durch eine im Vergleich zum Vorjahr weit weniger volatile konjunkturelle Entwicklung

gelang es, ergebnisbelastende Effekte weitgehend zu vermeiden.

Auch aus dem politischen und rechtlichen Umfeld resultieren Risiken. Die seit 2009 geltende Anreizregulierung

ist mit Ergebnisrisiken verbunden.

Eine Überprüfung der gegenwärtigen Lage der Gesellschaft hat ergeben, dass derzeit keine den Fortbestand

gefährdenden Risiken bestehen.

5.08

Energie AG Iserlohn - Menden | Lagebericht


Ausblick

Für 2011 wird erwartet, dass die deutsche Konjunktur sich weiter erholen wird. Laut Prognose des IW Köln wird

das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2011 um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen.

Nach erfolgter Abspaltung der Stadtwerke Menden GmbH aus der Energie AG Iserlohn-Menden ist die

strategische Neuausrichtung der Gesellschaft im Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH

ein wichtiges Ziel. Es gilt, den Anforderungen der Gesetzgebung, den Herausforderungen des weiter

zunehmenden Wettbewerbsdrucks sowie der sich abzeichnenden Trendwende in der Energieerzeugung mit

effizienten Prozessen, einem ansprechenden Preis-Leistungs-Verhältnis und einem überzeugenden, nachhaltigen

Geschäftsmodell zu begegnen.

Darüber hinaus werden in 2011 regulatorische Projekte (u.a. Marktregeln zur Bilanzkreisabrechnung Strom

und Wechselprozesse im Messwesen) die erhöhte Aufmerksamkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

erfordern.

Für das Jahr 2011 erwartet die Gesellschaft ein positives Ergebnis.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, über die zu berichten wäre, sind

nicht eingetreten.

Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand der Energie Aktiengesellschaft Iserlohn-Menden einen Bericht über die

Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen erstattet und diesen mit folgender Erklärung

abgeschlossen:

„Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten

Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen

wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige

Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.“

Menden, 01. Juni 2011

Energie Aktiengesellschaft

Iserlohn- Menden

Der Vorstand

Dr. Weimer

Schmitt

Energie AG Iserlohn - Menden | Lagebericht

5.09


Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktivseite 31.12.2010 31.12.2009

€ € T €

A

I

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte 286.667,00 380

2. Geleistete Anzahlungen 744.928,26 56

1.031.595,26 436

II

Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten einschließlich der

Bauten auf fremden Grundstücken 3.006.047,73 3.203

2. Verteilungsanlagen 18.534.993,00 19.842

3. Technische Anlagen und Maschinen 1.179.478,00 1.427

4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.942,00 48

5. Anlagen im Bau 118.475,18 45

22.869.935,91 24.565

III

Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.940.669,41 2.941

2. Beteiligungen 283.664,70 283

3. Sonstige Ausleihungen 112.743,17 119

3.337.077,28 3.343

27.238.608,45 28.344

B

I

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.050.408,34 9.315

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 973.626,56 2.880

3. Forderungen gegen Unternehmen,

mit denen ein Beteilgungsverhältnis besteht 297.826,02 564

4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.888.267,91 4.846

17.210.128,83 17.605

II Guthaben bei Kreditinstituten 7.029.204,02 3.800

24.239.332,85 21.405

51.477.941,30 49.749

5.10 Energie AG Iserlohn - Menden | Bilanz


Passivseite 31.12.2010 31.12.2009

€ € T €

A

Eigenkapital

I Gezeichnetes Kapital 15.360.000,00 15.360

II Gewinnrücklagen

Gesetzliche Rücklage 496.128,00 329

III Bilanzgewinn 3.172.311,83 1.166

19.028.439,83 16.855

B

Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche

Verpflichtungen 689.584,00 542

2. Steuerrückstellungen 1.423.300,00 590

3. Sonstige Rückstellungen 10.000.188,92 10.798

12.113.072,92 11.930

C

Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.533.943,16 11.814

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen 4.066.982,52 5.917

3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen 98.599,42 0

4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteilgungsverhältnis besteht 1.747.823,42 690

5. Verbindlichkeiten aus Genussrechten 200.734,38 203

6. Sonstige Verbindlichkeiten 3.070.666,99 1.879

19.718.749,89 20.503

D Rechnungsabgrenzungsposten 617.678,66 461

51.477.941,30 49.749

Energie AG Iserlohn - Menden | Bilanz

5.11


Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010

2010 2009

€ € T €

1. Umsatzerlöse einschließlich Strom- und Erdgassteuer 118.630.448,52 101.108

Stromsteuer -9.687.462,86 -8.360

Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer 108.942.985,66 92.748

2. Andere aktivierte Eigenleistungen 81.149,25 100

3. Sonstige betriebliche Erträge 9.713.556,13 9.952

4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und

Betriebsstoffe und für bezogene Waren -98.149.198,78 -84.728

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.386.183,34 -1.012

-99.535.382,12 -85.740

5. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter -1.902.584,25 -2.102

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

Altersversorgung und Unterstützung -849.281,30 -567

-2.751.865,55 -2.669

6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.887.594,67 -3.116

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

a) Konzessionsabgabe -932.252,82 -917

b) Übrige betriebliche Aufwendungen -6.235.914,20 -7.884

-7.168.167,02 -8.801

8. Erträge aus Beteiligungen 86.087,57 90

9. Erträge aus anderen Wertpapieren und

Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.162,81 1

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

(davon Erträge aus der Abzinsung

27.077,00 €; i. Vj. 0 T€) 61.807,79 62

11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

(davon Aufwendungen aus der Aufzinsung

65.941,00 €; i. Vj. 0 T€) -724.556,68 -569

12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.819.183,17 2.058

13. Außerordentliche Aufwendungen -327.526,00 0

14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.148.600,88 -827

15. Sonstige Steuern -3.780,46 -3

16. Jahresüberschuss 3.339.275,83 1.228

17. Einstellungen in die gesetzliche Rücklage -166.964,00 -62

18. Bilanzgewinn 3.172.311,83 1.166

5.12 Energie AG Iserlohn - Menden | Gewinn- und Verlustrechnung


Anhang

Allgemeines

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften

des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.5.2009

und den Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Im Rahmen der Änderungen der bisher angewandten

Bewertungsmethoden wurde gemäß Art. 67 Abs. 8 EGHGB der Stetigkeitsgrundsatz durchbrochen. Eine Anpassung

der Vorjahreszahlen erfolgte nicht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten,

vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben den

direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Gemeinkosten.

Die von RWE Energie AG zum 1.4.95 gekauften Verteilungsanlagen sowie die übrigen Zugänge des Jahres 1995

werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Auf die Zugänge bis 2007 wird – soweit steuerlich zulässig –

die degressive Abschreibung mit späterem Übergang auf die lineare Methode angewendet. Die Zugänge ab 2008

werden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten

150 € nicht übersteigen, werden in voller Höhe abgeschrieben. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten

zwischen 151 € und 1.000 € liegen, werden als Jahressammelposten aktiviert und über fünf

Jahre linear abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei

dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Ausleihungen werden mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Zweifelhafte

Forderungen sind einzelwertberichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko ist pauschal berücksichtigt.

Die unentgeltlich ausgegebenen Treibhausgas – Emissionsberechtigungen sind mit dem Erinnerungswert

unter den sonstigen Vermögensgegenständen bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen

Grundsätzen unter Anwendung der „Richttafeln RT 2005 G“ von Heubeck ermittelt. Die Bewertung der

Pensionsverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Der Berechnung wurde der

durchschnittlichen Marktzinssatz zugrunde gelegt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von

15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 5,15 %. Zukünftige Gehalts- und Rentenanpassungen wurden mit

2,5 % p.a. berücksichtigt.

Energie AG Iserlohn - Menden | Anhang

5.13


Aus der geänderten Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum 1.1.2010

gemäß BilMoG hat sich ein Zuführungsbetrag von 251 T€ ergeben, der im außerordentlichen Aufwand enthalten

ist.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und

ungewisse Verpflichtungen. Für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind Rückstellungen

gebildet. Der Wertansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen

Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von

der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben

Geschäftsjahre laufzeitadäquat abgezinst.

Wegen der Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 S.2 EGHGB beträgt die Überdeckung der langfristigen

sonstigen Rückstellungen 0,3 Mio. €.

Passive latente Steuern aufgrund von Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen zum

31.12.2010 nicht. Aktive latente Steuern aufgrund bilanzieller Abweichungen werden in Ausübung des Wahlrechts

des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Der Steuersatz für die Berechnung beträgt 31,23 %.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die ab 2007 empfangenen Ertragszuschüsse sind als Rechnungsabgrenzungsposten passiviert. Die Auflösung

der Zuschüsse für das Teilnetz Menden erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer und der Abschreibungsmethode

der bezuschussten Wirtschaftsgüter; die Zuschüsse für das Teilnetz Iserlohn werden über einen Zeitraum von

20 Jahren linear aufgelöst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010 ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang)

ersichtlich.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Energie AG ist als Teil des Anhangs auf der Seite 20 wiedergegeben.

Die sonstigen Ausleihungen betreffen Baudarlehen an Mitarbeiter; die Darlehen sind hypothekarisch gesichert.

5.14

Energie AG Iserlohn - Menden | Lagebericht


Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus dem Stromverkauf.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen die Stadtwerke Iserlohn GmbH

(968 T€). Die Forderungen und die Verbindlichkeiten zwischen der Gesellschaft und der Stadtwerke Iserlohn

GmbH wurden verrechnet.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen die Stadtwerke

Menden GmbH. Die Forderungen und die Verbindlichkeiten zwischen der Gesellschaft und der Stadtwerke

Menden GmbH wurden verrechnet.

Von den Forderungen haben 118 T€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche sowie Forderungen

aus EEG-Jahresabrechnungen für Vorjahre.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 15.360 T€ ist in 60.000 auf den Namen lautende Aktien im Nennbetrag von

je 256,00 € eingeteilt; es wird von der Stadtwerke Iserlohn GmbH (10.240 T€ bzw. 66,7 %) und der Stadtwerke

Menden GmbH (5.120 T€ bzw. 33,3 %) gehalten.

Gewinnrücklagen

Gemäß § 150 AktG wurde der zwanzigste Teil des Jahresüberschusses in die gesetzliche Rücklage eingestellt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Hierin sind Pensionsverpflichtungen gegenüber einem Anwärter und zwei Versorgungsempfängern ausgewiesen.

Weiterhin sind in diesem Posten Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus den für die Zeit nach

dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zugesagten Strompreisvergünstigungen enthalten.

Die Altersversorgung für die Mitarbeiter der Gesellschaft ist im Tarifvertrag geregelt. Die Mitarbeiter sind

bei der Kommunalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe (kvw-Zusatzversorgung) versichert. Der derzeitige

Umlagesatz liegt bei 4,5 %. Zusätzlich wird ein Sanierungsgeld von 3,0 % erhoben. Die Summe der umlagepflichtigen

Gehälter und Löhne betrug im Berichtsjahr 1.518 T€. Eine konkrete betragsmäßige Angabe eines

möglichen Fehlbetrags aus den Versorgungsansprüchen und dem auf die Gesellschaft entfallenden anteiligen

Deckungskapital der kvw-Zusatzversorgung ist aufgrund fehlender Daten nicht möglich. Soweit ein Fehlbetrag

vorliegt, kann eine subsidiäre Einstandspflicht der Energie AG als Arbeitgeber bestehen.

Energie AG Iserlohn - Menden | Lagebericht

5.15


Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Versteuerung der Rückstellung für Mehrerlösabschöpfung

im Rahmen der steuerlichen Betriebsprüfung sowie aus noch nicht endgültig veranlagten

Zeiträumen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen vor allem für die Mehrerlösabschöpfung und Drohverluste, für

ausstehende Strombezugsabrechnungen, Ausgleichszahlungen an die kvw-Zusatzversorgung sowie Altersteilzeit-

und Abrechnungsverpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Einzelheiten zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.

Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2010 davon mit einer Restlaufzeit 31.12.2009

Gesamt bis 1 Jahr über 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt

T € T € T € T € T €

1. Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 10.534 1.297 4.493 4.743 11.814

2. Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen 4.067 4.067 1 0 5.917

3. Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenden Unternehmen 98 98 0 0 0

4. Verbindlichkeiten gegenüber

Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht 1.748 1.748 0 0 690

5. Verbindlichkeiten aus

Genussrechten 201 201 0 0 203

6. Sonstige Verbindlichkeiten 3.071 3.071 0 0 1.879

(davon aus Steuern) (1.509) (1.509) (0) (0) (34)

19.719 10.482 4.494 4.743 20.503

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Stadt Iserlohn und die Stadt Menden verbürgt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen betreffen die Quantum GmbH, Düsseldorf, und die

items GmbH, Münster.

5.16

Energie AG Iserlohn - Menden | Anhang


Die Ansprüche der Mitarbeiter aus Genussrechten werden aus vermögenswirksamen Leistungen gebildet,

die die Gesellschaft für die Mitarbeiter anlegt, aus der nicht ausgezahlten Arbeitnehmer-Sparzulage, aus

der freiwilligen Zulage des Arbeitgebers (bis 154 € bei einer vermögenswirksamen Anlage von 480 €) und

aus sonstigen Einzahlungen der Mitarbeiter. Am Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber

21 Mitarbeitern. Die nicht verbrieften Genussrechte haben den Nennwert des jeweils im Unternehmen

belassenen Genussrechtskapitals und begründen einen Anspruch der Mitarbeiter auf Beteiligung am Gewinn

und zusätzlich auf eine gewinnunabhängige Mindestverzinsung. Eine Beteiligung am Liquidationserlös ist

ausgeschlossen. Das Genussrechtskapital ist grundsätzlich unbefristet angelegt; eine Kündigung durch den

Mitarbeiter ist zum Ende eines jeden Kalenderjahres mit einer Frist von drei Monaten möglich.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatz- und Stromsteuer sowie

aus Überzahlungen von Kunden enthalten.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet die ab 2007 erhaltenen Ertragszuschüsse von Kunden.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Energieverkauf (103.677 T€), der Weiterberechnung

von Netznutzungsentgelten für das vorgelagerte Netz an die Stadtwerke Iserlohn GmbH (2.861 T€) und aus

Netznutzungsentgelten (2.002 T€). Auf Nebengeschäftserträge entfallen 360 T€ und auf die Auflösung der

erhaltenen Ertragszuschüsse 43 T€. Die von der Gesellschaft für Stromlieferungen an Endkunden abzuführende

Stromsteuer von 9.687 T€ ist von den Umsatzerlösen abgesetzt.

Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten enthält im Wesentlichen die Erträge aus der Verpachtung und Betriebsführung des Teilnetzes Iserlohn

(6.264 T€), aus der Auflösung von Rückstellungen (2.050 T€) und aus Weiterberechnungen an verbundene

Unternehmen (1.188 T€).

Materialaufwand

Der Materialaufwand enthält im Wesentlichen Aufwendungen für den Strombezug und die an die Stadtwerke

Iserlohn GmbH zu zahlenden Netznutzungsentgelte für das verpachtete Teilnetz Iserlohn.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen die Instandhaltung der Verteilungsanlagen.

Energie AG Iserlohn - Menden | Anhang

5.17


Personalaufwand

Der Posten enthält Aufwendungen für Altersversorgung von 507 T€ (Vorjahr 214 T€); davon entfallen 410 T€ auf

die Bildung der Rückstellung für Ausgleichszahlungen an die kvw-Zusatzversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen die Konzessionsabgabe, die Zuführung zu den Rückstellungen

für Drohverluste, Gutachter- und Beratungskosten, Geschäftsbesorgungs-, Factoring- und EDV-

Kosten, Einzelwertberichtigungen auf Forderungen, Provisionen sowie sonstige Verwaltungs- und Sachkosten.

Finanzergebnis

2010 2009

T € T €

Erträge aus Beteiligungen 86 90

(davon aus verbundenen Unternehmen) (25) (24)

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1 1

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62 62

(davon aus verbundenen Unternehmen) (3) (14)

(davon aus Abzinsung von Rückstellungen) (27) (0)

Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 725 - 569

(davon aus verbundenen Unternehmen) (-100) (-5)

(davon aus Aufzinsung von Rückstellungen) (-66) (0)

- 576 - 416

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen die Gewinnausschüttungen der Telemark GmbH und der items GmbH

für 2009.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Vergütungen für das Genussrechtskapital von 48 T€ enthalten.

AuSSerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen resultieren aus der Neubewertung der Rückstellungen für Pensionen und

ähnliche Verpflichtungen sowie für Altersteilzeitverpflichtungen aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern betreffen das laufende Jahr und noch nicht endgültig veranlagte Zeiträume.

5.18

Energie AG Iserlohn - Menden | Anhang


Geschäfte gröSSeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen

Geschäfte größeren Umfangs werden vor allem mit der Stadtwerke Iserlohn GmbH getätigt; diese resultieren

aus Stromlieferungen (13.836 T€) sowie aus der Verpachtung und Betriebsführung des Teilnetzes in Iserlohn

(6.264 T€). Die Stadtwerke Iserlohn GmbH hat für die Gesellschaft Leistungen von 12.318 T€ erbracht; davon

entfallen 9.527 T€ auf Netznutzungsentgelte.

Ergänzende Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 34 Mitarbeiter beschäftigt, davon 19 Angestellte und 15 gewerbliche Mitarbeiter.

Außerdem bestanden am Bilanzstichtag 3 Ausbildungsverhältnisse.

Aufsichtsrat

Hartmut Bogatzki

Vorsitzender

Ernst Hamer

Stellvertretender Vorsitzender

Dr. Peter Paul Ahrens

Ernst Brenscheidt

Lothar Brüggemann

Volker Fleige

Jörg Franke

Michael Hufnagel

Wolfgang Jürgens

Rolf Kramer

Dr. Sven Langbein

Ralf Langner

Peter Leye

Ulrich Padberg

Hans-Joachim Propp

Ralf Rodegra

Michael Schäfer

Thorsten Schick ab 1.6.2010

Sebastian Schmidt

Michael Schmitt

Klaus Steinhage

Ratsmitglied der Stadt Iserlohn,

Geschäftsführer

Stadtkämmerer der Stadt Menden

Bürgermeister der Stadt Iserlohn

Arbeitnehmervertreter, Elektroinstallateurmeister

Arbeitnehmervertreter, Energieanlageninstallateur

Bürgermeister der Stadt Menden

Arbeitnehmervertreter, Elektroinstallateurmeister

Ratsmitglied der Stadt Iserlohn, Kriminalkommissar

Ratsmitglied der Stadt Menden, Steuerberater

Ratsmitglied der Stadt Iserlohn, Diplom-Bauingenieur

Ratsmitglied der Stadt Menden, Diplom-Ingenieur

Ratsmitglied der Stadt Iserlohn, Gerichtsvollzieher

Ratsmitglied der Stadt Iserlohn, Oberstudienrat

Arbeitnehmervertreter, Gewerkschaftssekretär der VERDI,

Bezirk Südwestfalen/Märk. Kreis/Ennepe Ruhr-Kreis

Arbeitnehmervertreter, Elektroinstallateurmeister

Arbeitnehmervertreter, Elektroinstallateurmeister

Arbeitnehmervertreter, Elektroinstallateurmeister

Ratsmitglied der Stadt Iserlohn, Lehrer

Ratsmitglied der Stadt Menden, Diplom-Bankkaufmann

Ratsmitglied der Stadt Iserlohn, Diplom-Ingenieur

Ratsmitglied der Stadt Menden, Diplom-Informatiker

Dem Aufsichtsrat wurden für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 21 T€ vergütet.

Energie AG Iserlohn - Menden | Anhang

5.19


Vorstand

Dr. jur. Klaus Weimer, Hagen

Norbert Schmitt, Menden

Die Gesamtbezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands betragen 23 T€. Für Pensionsverpflichtungen

gegenüber ehemaligen Mitgliedern sind 478 T€ zurückgestellt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen im üblichen

Umfang.

Die Energie AG hat Patronatserklärungen im Zusammenhang mit dem Strombezug von der Quantum GmbH,

Düsseldorf, abgegeben. Die Gesellschaft haftet insgesamt bis zu dem Betrag, der dem Wert des von der

Quantum GmbH bezogenen Energieportfolios entspricht. Aus dem Stromeinkauf für die Jahre 2011 bis 2013

bestehen vertragliche Verpflichtungen gegenüber der Quantum GmbH in Höhe von 95.291 T€.

Aus der Beteiligung an der Quantum GmbH, Düsseldorf, besteht eine Nachschusspflicht in Höhe von max. 10 %

von 3,0 Mio. €, wenn der Beschluss mit einer 3/4-Mehrheit der Gesellschafterversammlung gefasst wird.

Die Energie AG hat zugunsten der Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH, Lüdenscheid, eine

Stützungserklärung für ein Darlehen abgegeben. Zum 31.12.10 beträgt die Darlehensverbindlichkeit 574 T€.

Angaben zum Anteilsbesitz

Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital Beteiligungsquote Jahresergebnis

T € % T €

Elementerra GmbH, Menden 47 100,00 2

Telemark Telekommunikationsgesellschaft

Mark mbH, Lüdenscheid 5.135 56,00 77

Quantum GmbH, Düsseldorf * 1.006 10,00 115

Items GmbH, Münster * 5.456 5,33 985

*) Den Angaben liegen die Jahresabschlüsse zum 31.12.09 zugrunde.

5.20

Energie AG Iserlohn - Menden | Anhang


Angaben zum Mutterunternehmen der Gesellschaft

Der Jahresabschluss der Energie Aktiengesellschaft Iserlohn-Menden wird in den Konzernabschluss der

Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH, Iserlohn, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im

elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH ist im

Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter HRB 1312 eingetragen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn von 3.172.311,83 € an die Aktionäre im Verhältnis der Aktiennennbeträge

auszuschütten.

Menden, 01. Juni 2011

Energie Aktiengesellschaft Iserlohn- Menden

Der Vorstand

Dr. Weimer

Schmitt

Energie AG Iserlohn - Menden | Anhang

5.21


Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010

Anlagevermögen

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand

01.01.2010

Abgänge

Zugänge Zuschreibung

Umbuchungen

Stand

31.12.2010

€ € € € €

I

Immaterielle

Vermögensgegenstände

1. Konzessionen und

ähnliche Rechte und Werte 1.534.626,02 1.494,55 0,00 13.282,30 0,00 1.522.838,27

2. Geleistete Anzahlungen 56.255,86 688.672,40 0,00 0,00 744.928,26

1.590.881,88 690.166,95 0,00 13.282,30 0,00 2.267.766,53

II Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten

einschließlich der Bauten

auf fremden Grundstücken 6.066.535,39 15.806,50 0,00 15.022,27 5.865,70 6.073.185,32

2. Verteilungsanlagen 60.611.738,14 948.408,04 0,00 325.294,46 39.240,80 61.274.092,52

3. Technische Anlagen

und Maschinen 6.497.623,38 15.508,72 0,00 13.958,78 0,00 6.499.173,32

4. Betriebs- und Geschäftsausstattung

266.729,65 3.842,00 0,00 7.696,45 0,00 262.875,20

5. Geleistete Anzahlungen

und Anlagen im Bau 45.308,95 118.272,73 0,00 0,00 -45.106,50 118.475,18

73.487.935,51 1.101.837,99 0,00 361.971,96 0,00 74.227.801,54

III Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen

Unternehmen 2.940.669,41 0,00 0,00 0,00 0,00 2.940.669,41

2. Beteiligungen 282.666,70 0,00 998,00 0,00 0,00 283.664,70

3. Sonstige Ausleihungen 119.230,00 0,00 0,00 6.486,83 0,00 112.743,17

3.342.566,11 0,00 998,00 6.486,83 0,00 3.337.077,28

Gesamt 78.421.383,50 1.792.004,94 998,00 381.741,09 0,00 79.832.645,35

5.22

Energie AG Iserlohn - Menden | Anlagenspiegel


Abschreibungen

Buchwerte

Stand

01.01.2010

Zugänge Abgänge Zuschreibung

Stand

31.12.2010

Stand

31.12.2010

Stand

31.12.2009

€ € € € € € T €

1.154.525,02 102.585,00 13.281,75 7.657,00 1.236.171,27 286.667,00 380

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 744.928,26 56

1.154.525,02 102.585,00 13.281,75 7.657,00 1.236.171,27 1.031.595,26 436

2.863.654,86 216.645,00 13.162,27 0,00 3.067.137,59 3.006.047,73 3.203

40.769.343,14 2.285.200,95 315.444,57 0,00 42.739.099,52 18.534.993,00 19.842

5.071.116,38 262.537,72 13.958,78 0,00 5.319.695,32 1.179.478,00 1.427

219.003,65 20.626,00 7.696,45 0,00 231.933,20 30.942,00 48

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 118.475,18 45

48.923.118,03 2.785.009,67 350.262,07 0,00 51.357.865,63 22.869.935,91 24.565

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.940.669,41 2.941

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 283.664,70 283

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 112.743,17 119

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.337.077,28 3.343

50.077.643,05 2.887.594,67 363.543,82 7.657,00 52.594.036,90 27.238.608,45 28.344

Energie AG Iserlohn - Menden | Anlagenspiegel

5.23


Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter

Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Energie Aktiengesellschaft Iserlohn-Menden für das

Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Nach § 10 Abs. 4 EnWG umfasste die Prüfung

auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG. Die

Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen

Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands

der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung

über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die interne

Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer

(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die

Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des

durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den

Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender

Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach

§ 10 Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden

die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft

sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit

des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung,

Jahresabschluss und Lagebericht und in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG überwiegend auf der

Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze

und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses

und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen

Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der

Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für

unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen

Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss

den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der

Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG

hat zu keinen Einwendungen geführt.

Düsseldorf, den 03. Juni 2011

EversheimStuible Treuberater GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Hausmann

Wirtschaftsprüfer

Kempf

Wirtschaftsprüfer

5.24 Energie AG Iserlohn - Menden | Bestätigungsvermerk


Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH

6


Das verbindende


Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH

Lagebericht und Jahresabschluss 2010

Inhalt

Bericht des Aufsichtsrates ................................................................................... 6.04

Lagebericht .......................................................................................... 6.05 – 6.08

Gewinn- und Verlustrechnung .............................................................................. 6.09

Bilanz .................................................................................................. 6.10 – 6.11

Anhang ................................................................................................ 6.12 – 6.15

Anlagenspiegel ....................................................................................... 6.16 – 6.17

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers ................................................................ 6.18

Element sind Wir.

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Inhalt

6.03


Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2010 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Er hat sich in zwei Sitzungen sowie durch mündliche und schriftliche Berichte der Geschäftsführung

regelmäßig über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft unterrichten lassen.

Bei allen Beschlüssen war es für die Aufsichtsratsmitglieder oberstes Gebot, sowohl die Wirtschaftlichkeit des

Unternehmens als auch die Interessen der Gesellschafter zu beachten.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2010 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 sind von Südwestfalen-

Revision GmbH, Lüdenscheid, geprüft worden.

Der Bestätigungsvermerk wurde ohne Einschränkungen erteilt. Der Aufsichtsrat hat zustimmend von dem Ergebnis

der Prüfung Kenntnis genommen.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung billigt der Aufsichtsrat den von der Geschäftsführung aufgestellten

Jahresabschluss zum 31.12.2010 sowie den Lagebericht und legt den geprüften Jahresabschluss zu

seiner Feststellung der Gesellschafterversammlung vor.

Für die im Geschäftsjahr 2010 geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat der Geschäftsführung, den Mitarbeitern

und dem Betriebsrat der Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH seinen Dank aus.

Lüdenscheid, im Mai 2011

Der Aufsichtsrat

Metzger

Vorsitzender

6.04 Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Bericht des Aufsichtsrates


Lagebericht

Darstellung des Geschäftsverlaufs

An der Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH, Lüdenscheid, sind die Energie AG Iserlohn-

Menden (56 %) und die Stadtwerke Lüdenscheid GmbH (44 %) beteiligt.

Gegenstand des Unternehmens sind die zentrale Steuerung, die Planung, der Bau, die Nutzung sowie der

Betrieb der Telekommunikationsinfrastruktur der Gesellschaft und die Erbringung von Telekommunikationsdienstleistungen

für Gesellschafter und Drittkunden.

In 2010 konnten verschiedene namhafte Kunden wie die Eduard Hueck GmbH & Co. KG, die Universität Siegen,

die F.W. Oventrop GmbH & Co. KG in Olsberg und andere Unternehmen als Kunden für TK Systeme gewonnen

werden (siehe Referenzbericht Eduard Hueck). Auch im Bereich des Netzes konnten neue Partner gewonnen

werden, die nun als Multiplikator für die Vermarktung von Netzprodukten agieren. Dies waren die Unitymedia

GmbH im Netzgebiet Menden, die Versatel West GmbH & Co. KG in den Netzgebieten Menden und Iserlohn,

sowie die Helinet GmbH als strategischer Partner für die Vermarktung von aktiven Vorleistungsprodukten in

Iserlohn und Menden. Das langjährige Geschäftsmodell der Vermietung von Glasfaserinfrastrukturen wurde

weiter forciert und Umsätze und Investitionen hier wirtschaftlich gesteigert. Die mit Unterstützung des

Beratungsunternehmens SBR Yuconomy Consulting AG vorgenommene Analyse und Erarbeitung eines Geschäftsplans

zum Vollausbau des Märkischen Kreises mit Glasfaserinfrastrukturen bis zu jedem Wohn- und

Geschäftshaus hat sich als wesentliche Grundlage für alle operativen und strategischen Planungen in diesem

Bereich herausgestellt. So zeigen die Planungen und die zahlreichen Fach- und Kooperationsgespräche im

Markt, dass der von uns geplante Ausbau des Märkischen Kreises langfristig unumgänglich für die Region

ist. Allerdings muss hier Rechnung getragen werden, dass die dafür notwendigen Geschäfts- und Kooperationsmodelle

im Markt hierfür noch nicht vollständig entwickelt sind. Aus diesem Grund haben wir uns

im Jahr 2010 entschieden, zunächst nur die weniger risikoreichen Nischen in den Gewerbegebieten unseres

Netz gebietes weiter zu versorgen und dort sogenannte „Bitstream Vorleistungsprodukte“ an die möglichen

Kooperationspartner anzubieten. Hierbei deckt die Telemark eine deutlich höhere Wertschöpfungstiefe ab, als

dies bei der Vermietung von Glasfasern der Fall ist. Die Telemark hat sich mit dieser Vorgehensweise und den

umgesetzten Pilotprojekten einen angesehenen Ruf in der deutschen Telekommunikationsbranche erarbeitet

und wird regelmäßig als Referent für „best practice“ Vorträge auf dem Weg zum Breitbandausbau eingeladen.

Um diese Weiterentwicklung des Unternehmens umsetzen zu können, haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr

deutlich in die Qualifizierung von Mitarbeitern investiert. Das Zusammenwachsen von IT und TK

erfordert ein zunehmendes IT Fachwissen der Mitarbeiter und spezielle Kenntnisse der Glasfasertechnologie,

um die eigene Wertschöpfung steigern zu können.

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Lagebericht

6.05


Darstellung der Lage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um 0,1 Mio. € gestiegen; die Eigenkapitalquote (vor Gewinnverwendung) ist rechnerisch

von rd. 73 % auf 72 % gesunken.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt unverändert rd. 90 %.

Finanzlage

Das Anlagevermögen ist zu rd. 79 % durch Eigenkapital (nach Gewinnverwendung) finanziert (i. Vj. 80 %). Die

finanziellen Verpflichtungen wurden stets durch termingerechte Zahlung erfüllt.

Der Cash-flow nach DVFA/SG hat sich wie folgt entwickelt: 2010 2009

T € T €

Jahresüberschuss 77 45

Abschreibungen 990 1.076

Veränderung Rückstellungen 52 10

1.119 1.131

6.06

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Lagebericht


Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft stiegen im Geschäftsjahr 2010 von 3,35 Mio. € auf 3,64 Mio. €. Hierin sind

Telekommunikationserlöse in Höhe von rd. 2,93 Mio. € (Vj. 2,79 Mio. €) enthalten.

Der größte Teil der Telekommunikationserlöse resultiert aus der Vermietung der Fernmelde- und Datenleitungen

sowie der Fernmelde- und Funkeinrichtungen an die Energie AG Iserlohn-Menden, die Stadtwerke Lüdenscheid

GmbH, die Stadtwerke Iserlohn GmbH und die Stadtwerke Menden GmbH. Den Unternehmen werden

die Kosten berechnet, die für die Unterhaltung und den Betrieb der Netze und Anlagen anfallen.

Zum 31. Dezember 2010 bestanden 37 (Vj. 33) Mietverträge über kabelgebundene Datendirektverbindungen mit

Drittkunden. Über Breitbandkabel wurden 321 (Vj. 320) Anschlüsse mit 579 (Vj. 587) Wohneinheiten versorgt.

Außerdem betreibt die Telemark die Telefonanlage im Entwicklungs- und Gründercentrum Lüdenscheid GmbH

mit 38 (Vj. 41) Nebenanschlüssen.

Aus Netznutzung wurden Erlöse in Höhe von rd. T€ 69 mit der Deutsche Telekom AG erzielt.

Aus der Vermietung der Leitungsinfrastruktur an DOKOM 21 sowie der anteiligen Erlöse aus der Weitervermietung

an Carrier erzielte die Gesellschaft in 2010 rd. T€ 337 (Vj. T€ 323) Umsatzerlöse.

Für den Betrieb und die Unterhaltung der Betriebsanlagen der Gesellschafter, Stadtwerke und Drittkunden hat

die Gesellschaft Installationserlöse in Höhe von 0, 71 Mio. € (Vj. 0,55 Mio. €) erwirtschaftet.

Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,11 Mio. € erhöht.

Die Telemark weist für 2010 einen Jahresüberschuss von T€ 77 (Vj. 45 T€) aus.

Personalbereich

Zum 31.12.2010 hatte die Gesellschaft 24 (Vj. 23) Mitarbeiter. Hierin enthalten ist ein Auszubildender. Der

Personalaufwand liegt um rd. 15 % über dem Vorjahresniveau. Für die Mitarbeiter-/innen findet der Tarifvertrag

für Versorgungsbetriebe Anwendung.

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Lagebericht

6.07


Risikobericht

Die bestehenden Verträge mit der Energie AG Iserlohn-Menden, der Stadtwerke Lüdenscheid GmbH, der Stadtwerke

Iserlohn GmbH und der Stadtwerke Menden GmbH sind für die Ertragskraft der Gesellschaft von grundlegender

Bedeutung. Der inhaltliche Fortbestand dieser Verträge schließt bestandsgefährdende Ertragsrisiken

für die Gesellschaft nahezu aus. Zusätzlich für die Ertragskraft der Gesellschaft bedeutend sind die mit verschiedenen

Carriern bestehenden langfristigen Mietverträge.

Eine Überprüfung der gegenwärtigen Lage der Gesellschaft hat ergeben, dass derzeit keine den Fortbestand

gefährdenden Risiken bestehen.

Voraussichtliche Entwicklung

Die Gesellschaft strebt weiterhin eine Erweiterung des Drittkundengeschäftes an. In 2011 wird hierzu ein

weiterer Servicetechniker seine Aufgabe aufnehmen. Zusätzlich ist die Einstellung eines Projektleiters geplant,

der die wirtschaftliche Abwicklung von Großprojekten sicherstellen soll und hier für einen begrenzten Zeitraum

das Know How an andere Mitarbeiter übertragen soll.

Als weiteres Geschäftsfeld untersucht die Telemark derzeit den Betrieb eines Rechenzentrums, welches ggfls. für

andere Unternehmen und Einrichtungen betrieben werden soll. Im Märkischen Kreis besteht eine Nachfrage

nach Rechenzentren, die durch Lokationen vor Ort derzeit nur unzureichend bedient wird. Weiterhin entsteht

durch ein Rechenzentrum in der Region Nachfrage nach Breitbandnetzen, was die Absatzziele der Telemark unterstützen

soll.

Für das Geschäftsjahr 2011 wird wiederum ein positives Ergebnis erwartet.

Weitere gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB berichtspflichtige Vorgänge sind nicht eingetreten.

Lüdenscheid, den 10. Mai 2011

Telemark

Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH

Griehl

6.08

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Lagebericht


Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010

2010 2009

€ T €

1. Umsatzerlöse 3.636.110,56 3.351

2. Andere aktivierte Eigenleistungen 101.041,50 89

3. Sonstige betriebliche Erträge 6.282,25 10

3.743.434,31 3.450

4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und

Betriebsstoffe und für bezogene Waren -264.948,06 -172

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -367.724,68 -353

-632.672,74 -525

5. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter -1.173.500,07 -1.028

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

Altersversorgung und für die Unterstützung -332.000,05 -284

(davon für Altersvorsogung) (-82.509,42) (-69)

-1.505.500,12 -1.312

6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen -990.409,79 -1.076

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -445.743,09 -400

8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen

des Finanzanlagevermögens 133,03

9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 882,76 1

10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -56.622,52

(davon an verbundene Unternehmen) (-2.850,75) (-14)

-55.606,73 -70

11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 113.501,84 68

12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -35.503,53 -22

13. Sonstige Steuern -1.495,96 -1

14. Jahresüberschuss 76.502,35 45

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Gewinn- und Verlustrechnung

6.09


Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktivseite 31.12.2010 31.12.2009

€ € T €

A

I

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen

Rechten und Werten 33.854,00 50

II

Sachanlagen

1. Grundstücke und Gebäude 14.697,00 15

2. Verteilungsanlagen 5.017.985,00 4.994

3. Technische Anlagen und Maschinen 690.061,00 754

4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 467.569,00 441

5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 182.394,11 3

6.372.706,11 6.207

III

Finanzanlagen

Sonstige Ausleihungen 15.300,00 0

B

I

Umlaufvermögen

Vorräte

6.421.860,11 6.257

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 48.059,79 0

II

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 369.942,48 354

2. Forderungen gegen Gesellschafter 137.978,26 0

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.657,08 2

4. Sonstige Vermögensgegenstände 0,00 18

515.577,82 374

III Guthaben bei Kreditinstituten 114.242,90 319

677.880,51 693

7.099.740,62 6.950

6.10

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Bilanz


Passivseite 31.12.2010 31.12.2009

€ T €

A

Eigenkapital

I Gezeichnetes Kapital 3.630.172,36 3.630

II Gewinnrücklage 1.428.815,90 1.429

III Jahresüberschuss 76.502,35 45

5.135.490,61 5.104

B Empfangene Ertragszuschüsse 72.152,00 79

C

Rückstellungen

1. Steuerrückstellungen 13.899,00 2

2. Sonstige Rückstellungen 151.538,00 100

165.437,00 102

D

Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.153.248,56 1.214

2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 10

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 323.419,33 153

4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 158

5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen 0,00 22

6. Sonstige Verbindlichkeiten

(davon aus Steuern: € 44.034,90 (i. Vj. T € 16) 49.904,95 25

1.526.572,84 1.582

E Rechnungsabgrenzungsposten 200.088,17 83

7.099.740,62 6.950

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Bilanz

6.11


Anhang

Allgemeine Informationen

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 ist entsprechend dem Gesellschaftsvertrag nach den für große

Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches

(HGB) aufgestellt worden.

Die Gliederung der Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB bzw. § 42 Abs. 3 GmbH um folgende Posten erweitert:

Verteilungsanlagen

Forderungen gegen Gesellschafter

Empfangene Ertragszuschüsse

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten,

vermindert um planmäßige Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen drei und zwanzig Jahren), bilanziert.

Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten angemessene Gemeinkostenanteile.

Die von den Gesellschaftern wirtschaftlich zum 01. Juli 1998 eingebrachten Sachanlagen werden ebenso

wie die immateriellen Vermögensgegenstände nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Abschreibungen

der jeweils laufenden Zugänge zum Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Nicht mehr als werthaltig

beurteilte Ansprüche sind wertberichtigt.

Die bis einschließlich 2002 empfangenen Ertragszuschüsse werden jährlich mit 5 % ihres Ursprungsbetrages

aufgelöst; seit 2003 werden diese entsprechend der Nutzungsdauer und der Abschreibungsmethode der bezuschussten

Wirtschaftsgüter aufgelöst. Die Bewertungsauswirkung ist unwesentlich.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages

angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr im Übrigen unverändert.

6.12 Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Anhang


Erläuterungen zur Bilanz

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der dem

Anhang als Anlage beigefügt ist.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ausschließlich Ansprüche aus Lieferungen und

Leistungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr.

Das Stammkapital von € 3.630.172,36 entspricht § 3 des Gesellschaftsvertrages.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: 2010

T €

Personalbereich 123

Übrige ungewisse Verbindlichkeiten 29

152

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben T€ 65,5 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr;

T€ 804 haben eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Die Kreditverbindlichkeiten sind durch Stützungserklärungen (Patronatserklärungen) der Gesellschafter gesichert.

Im Übrigen sind die Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres fällig.

Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen gegenüber der Energie AG Iserlohn-Menden, der Stadtwerke

Iserlohn GmbH und der Stadtwerke Menden GmbH aus Geschäftsbesorgung; sie belaufen sich derzeit

insgesamt auf rd. T€ 200 jährlich.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse beinhalten mit T€ 2.925 Telekommunikationserlöse, mit T€ 703 Installationserlöse und mit

T€ 8 Auflösungen von Ertragszuschüssen.

Nach dem Vorschlag der Geschäftsführung soll der Jahresüberschuss in Höhe von € 76.502,35 in die Gewinnrücklage

eingestellt werden.

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Anhang

6.13


Ergänzende Angaben

Gesellschaftsorgane

Geschäftsführer war Herr Andreas Griehl, Dortmund.

Der Aufsichtsrat setzte sich 2010 wie folgt zusammen:

Harald Metzger

Dipl.-Ingenieur, Vorsitzender

Rolf Kramer

Ratsmitglied, stv. Vorsitzender

Heinz-Dieter Budde Ratsmitglied, stv. Vorsitzender (bis 15.05.2010)

Dr. Peter Paul Ahrens

Bürgermeister

Michael Barth Ratsmitglied, Fachbereichsleiter (ab 01.06.2010)

Karl-Heinz Blasweiler

Stadtkämmerer

Helmut Heidenbluth Geschäftsführer (ab 01.03.2011)

Ralf-Peter Jacobs

Elektroinstallateur

Ralf Langner

Ratsmitglied, Gerichtsvollzieher

Heinz-Rüdiger Ochel

Ratsmitglied, Industriekaufmann

Oliver Petrosch

Ratsmitglied, Kriminalbeamter

Alfred Schmidt

Leiter Zentraler Service

Wolfgang Struwe

Geschäftsführer

Dr. Klaus Weimer

Geschäftsführer

Günther Wroblewski Ratsmitglied, Technischer Angestellter (bis 27.12.2010)

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2 T € vergütet.

Anzahl der Arbeitnehmer

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 22 (Vj. 20) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 5 (Vj. 4) Angestellte und

17 (Vj. 16) gewerbliche Mitarbeiter. Außerdem war am Bilanzstichtag 1 Auszubildender beschäftigt.

6.14

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Anhang


Zusatzversorgung

Die Mitarbeiter der Gesellschaft haben durch ihre Anstellungsverträge mittelbare Pensionszusagen durch die

Gesellschaft erhalten. Die Gesellschaft ist Mitglied der Kommunalen Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe

(zkw), Münster. Der Umlagesatz für 2010 betrug 4,5 % der umlagepflichtigen Löhne und Gehälter. Die Summe

der umlagepflichtigen Löhne und Gehälter betrug 2010 T€ 668. Zusätzlich wird ein Sanierungsgeld für 2010 in

Höhe von 3 % berechnet.

Da die Finanzierung der Versorgungsleistungen der zkw im sogenannten Umlageverfahren (Abschnittsdeckungsverfahren)

erfolgt, bestehen Unterdeckungen für zukünftige Versorgungslasten. Nach Auffassung des

HFA des IDW liegt bei dieser Art der Zusatzversorgung eine mittelbare Pensionsverpflichtung vor, für die nach

Art. 28 Abs. 1 EGHGB ein Passivierungswahlrecht be-steht.

Konzernverhältnis

Der Jahresabschluss der Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH, Lüdenscheid, wird in den

Konzernabschluß der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH, Iserlohn, einbezogen. Der Konzernabschluss

wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Gesellschaft für Kommunalwirtschaft

Iserlohn mbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter der Nr. HRB 1312 eingetragen.

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Anhang

6.15


Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010

Anlagevermögen

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand

01.01.10

Zugänge Abgänge Um buchungen Stand

31.12.10

€ € € € €

I

Immaterielle

Vermögensgegenstände

Konzessionen, Rechte und

ähnliche Werte 325.732,71 8.139,51 0,00 0,00 333.872,22

II Sachanlagen

1. Grundstücke und Gebäude 14.697,00 0,00 0,00 0,00 14.697,00

2. Verteilungsanlagen 14.091.389,64 695.201,72 11.942,39 0,00 14.774.648,97

3. Technische Anlagen

und Maschinen 2.660.055,75 58.742,37 97.175,14 2.895,69 2.624.518,67

4. Betriebs- und Geschäftsausstattung

2.862.822,50 197.778,50 8.072,81 0,00 3.052.528,19

5. Anlagen im Bau 2.895,69 182.394,11 0,00 -2.895,69 182.394,11

19.631.860,58 1.134.116,70 117.190,34 0,00 20.648.786,94

III Finanzanlagen

Sonstige Ausleihungen 0,00 15.300,00 0,00 0,00 15.300,00

Gesamt 19.957.593,29 1.157.556,21 117.190,34 0,00 20.997.959,16

6.16

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Anlagenspiegel


Abschreibungen

Buchwerte

Stand

01.01.10

Zugänge Abgänge Stand

31.12.10

Stand

31.12.10

Stand

31.12.09

€ € € € € T €

275.987,71 24.030,51 0,00 300.018,22 33.854,00 50

0,00 0,00 0,00 0,00 14.697,00 15

9.097.185,64 668.727,72 9.249,39 9.756.663,97 5.017.985,00 4.994

1.905.918,75 125.714,06 97.175,14 1.934.457,67 690.061,00 754

2.421.094,50 171.937,50 8.072,81 2.584.959,19 467.569,00 441

0,00 0,00 0,00 0,00 182.394,11 3

13.424.198,89 966.379,28 114.497,34 14.276.080,83 6.372.706,11 6.207

0,00 0,00 0,00 0,00 15.300,00 0

13.700.186,60 990.409,79 114.497,34 14.576.099,05 6.421.860,11 6.257

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Anlagenspiegel

6.17


Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter

Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH Lüdenscheid

für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss

und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen

des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe

ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss

unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer

(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach

ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung

des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den

Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender

Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die

Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen

über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen

internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und

Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten

Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie

die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung,

dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss

den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt

unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen

entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang

mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Lüdenscheid, den 12. Mai 2011

Südwestfalen-Revision GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stolz

Wirtschaftsprüfer

Engels

Wirtschaftsprüfer

6.18 Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH | Bestätigungsvermerk


Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH

Stadtwerke Iserlohn GmbH

Bädergesellschaft Iserlohn mbH

Energie AG Iserlohn-Menden

Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH

Stefanstraße 4–8 · 58638 Iserlohn

Telefon: 0 23 71 / 807 -0 · Fax 0 23 71 / 807 -1495

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