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Sonderthema 27

Technische Innovation:

Smart Metering

Was beim Telefonieren mit dem Nachweis der Einzelverbindungen schon lange gilt, wird

künftig auch in der Energieversorgung Einzug halten: Intelligente Zähler bereiten die

Verbrauchsverläufe der Kunden zeit- und punktgenau auf und machen den persönlichen

Verbrauch transparenter. Der Fachbegriff für die Zähler der Zukunft lautet: „Smart

Meter“. Jeder Kunde kann künftig auf dem Display seines Zählers seinen Verbrauch

detailliert nachvollziehen.

Die Stadtwerke Münster sind bei dieser Zählerrevolution ganz vorn dabei, drei zukunftsweisende

Schritte sind schon getan.

Bereits im Jahre 2007 wurden die Stadtwerke Münster vom Fraunhofer-Institut für eine

umfassende Studie zum Thema Smart Metering als Projektpartner ausgesucht. Die

Kompetenzen im Bereich Mess- und Zählwesen der Stromversorgung der Stadtwerke

überzeugten und so haben sich die Stadtwerke in 2008 am Projekt Intelliekon des

Fraunhofer-Institutes beteiligt. In einem großangelegten bundesweiten Feldversuch wer -

den ab 2009 Erfahrungen mit dem Einsatz von intelligenten Zählern zur Transparenz

und Steuerung des Energieverbrauchs gemacht. Ziel ist es, mit dem vom Gesetzgeber

im Energiewirtschaftsrecht vorgegebenen bundesweiten Ziel der Energieeinsparung

um fassende Informationen, auch für Münster, zu erhalten. Anfang 2009 wurden in

Münster 800 intelligente Zähler in drei unterschiedlichen Stadtteilen mit unterschiedlicher

Struktur eingebaut. Rund 400 von den 800 per Zufallsstichprobe ausgesuchten

Münsteranern haben dann die Möglichkeit, aktiv bei dem Projekt mitzuwirken und so

eigene Erfahrungen mit den technischen Potenzialen eines intelligenten Zählers zu machen.

Erste Zwischenergebnisse des Projektes werden Ende 2009 erwartet.

Parallel dazu haben die Stadtwerke Osnabrück und die Stadtwerke Münster eine zukunftsweisende

Entscheidung in 2008 getroffen: die Gründung einer gemeinsamen Tochtergesellschaft

für Messdienstleistungen namens smartOPTIMO GmbH & Co. KG mit dem

Ziel, Kompetenzen zu bündeln und konsequent auszubauen und so auf diesem Gebiet

eine Innovationsschmiede zu werden. Das zum 1. Januar 2009 gegründete Unternehmen

soll eine Vorreiterrolle auf dem innovativen Markt der Messdienstleistungen einnehmen,

neue Lösungen und Dienstleistungen entwicklen und diese anderen Energieversorgern

und Stadtwerken anbieten. Die neue „Smart Metering“-Technologie wird nicht nur 2010

bei Stromzählern in gewissen Bereichen vorgeschrieben, auch bei Erdgaszählern sowie

in naher Zukunft auch bei Wasser- und Wärmezählern wird diese Technologie eingeführt.

Aus diesem Grund wird das neue Unternehmen smartOPTIMO spartenübergreifende

Lösungen anbieten, die insbesondere für Stadtwerke interessant sind.

Der dritte wichtige Meilenstein betrifft die Kunden direkt: intelligente Produkte für den

intelligenten Zähler: Für die Entwicklung attraktiver Angebote rund um den Smart Meter

werden aus dem Intelliekon-Projekt wichtige Hinweise auf die Kundenbedürfnisse

erwartet. Ab Herbst 2009 werden die Stadtwerke den interessierten, energiesparenden

Kunden attraktive Produkte und Preise für den Einsatz eines intelligenten Zählers

anbieten.

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