Den Geschäftsbericht 2008 als PDF herunterladen. - Stadtwerke ...

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Sonderthema 37 Soziale Innovation: Die sprechende Haltestelle „Stellen Sie sich vor, Sie sind blind und wollen Busfahren – in Münster ist dies kein Pro blem mehr“ – so moderierte der bekannte TV-Moderator Cherno Jobatey das im Jahre 2008 ausgezeichnete Projekt der Stadtwerke Münster auf dem Jahresempfang von Bundespräsident Horst Köhler am 31. März 2009 in Berlin. Ein Blick zurück: 2008 war das Jahr des öffentlichen Personennahverkehrs. Die Stadtwerke feierten nicht nur das 120-Jahre-Jubiläum, sondern wurden zudem für eine soziale Innovation in der gemeinsamen Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet. Ein Jubiläumsgeschenk, das Münster stolz macht, zumal Münster der 1.000. ausgezeichnete Ort im bundesweiten Innovationswettbewerb „Land der Ideen“ war. Am 26. September 2008 wurde den Stadtwerken Münster mit dem Konzept der „Sprechenden Haltestelle“ der Preis überreicht. Auswahlkriterium: Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit Die „Sprechende Haltestelle“ wurde für ihre Zukunftsfähigkeit ausgezeichnet. Hinter den sprechenden Haltestellen steckt ein hochintegratives und soziales Ansinnen: Zen trale Bushaltestellen wurden mit einer Vorleseeinrichtung ausgestattet, die es Seh - behinderten und Blinden ermöglicht, den Bus zu nutzen. Durch dieses technisch anspruchsvolle Konzept werden Barrieren für Menschen mit Handicap abgebaut und Mobilität sichergestellt. Diese Innovation ist ein Beispiel dafür, was in der gesellschaftlichen Zukunft bewegt werden kann. Ausschlaggebend für die Stadtwerke Münster für die Entscheidung pro „Sprechende Haltestelle“ war, dass den Fahrgästen mit Handicap der Zugang zum modernen Stadtbus-System erleichtert wird. Der integrative Ansatz zeigt sich auch in der Kommunikation dieser Innovation. Die Stadtwerke ermöglichten Menschen ohne Sehbehinderungen in einem Ausstellungsraum, die Idee und den Nutzen selbst zu erleben. Mit der Ausstellung „ErlebnisRaum“ öffnete sich ein dunkler Container mit integrierter Haltestelle den Sehenden, die so einen klaren Eindruck von der Realität Sehbehinderter bekamen. In zwei Wochen nutzten rund 1.700 Menschen die Gelegenheit, diese Erfahrung zu machen. Der „ErlebnisRaum“ trug somit zur besseren Verständigung von Menschen bei. In 2008 wurden bereits elf Haltestellen zu einer sprechenden Haltestelle umgerüstet. In 2009 sollen insgesamt 48 Haltestellen den Sehbehinderten und Blinden Mobilität ermöglichen. Per Knopfdruck bekommt der Sehbehinderte die aktuellen Zeit- und Verbindungsangaben angesagt, ist unabhängig von weiteren Fahrgästen und bleibt mobil. Die Stadtwerke sehen in der Mobilität ein hohes Gut, gerade für Menschen mit Behinderungen.

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