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Lagebericht 65

Risikomanagementsystem

Risikoreiche Energiemärkte/Änderung des Ordnungsrahmens

Nach dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG)

werden nach dem bei den Stadtwerken bestehenden Risikomanagement system (RMS)

bestehende und potenzielle Risiken beurteilt und bewertet. Danach sollen alle den Fortbestand

des Unternehmens gefährdenden Entwicklungen frühzeitig erkannt werden,

um rechtzeitig notwendige Gegenmaßnahmen einzuleiten. Zudem sollen mit diesem

System regelmäßige und koordinierte Informationsflüsse zwischen den Unternehmensbereichen

und der Geschäftsführung sichergestellt werden. Außerdem sind die operativen

Beteiligungsgesellschaften in dieses Informations- und Kontrollsystem eingebunden.

Die für das Berichtsjahr vorliegende Aktualisierung des Risikoinventars basiert auf den

in den Vorjahren identifizierten und analysierten Risiken sowie den darüber hinaus erkannten

Risiken, die nach Einschätzung der risikoverantwortlichen Führungskräfte ein

konkretes Risikopotenzial für die Stadtwerke darstellen.

In der vorliegenden Risikoanalyse werden gleichzeitig auch die für die kommenden

Geschäftsjahre erkennbaren Risiken bewertet. Schwerpunkte in der Risikobeurteilung

waren im Berichtsjahr die Risiken, die sich aus der sprunghaften Preisentwicklung

auf den internationalen Energiemärkten sowie den Folgerungen für die Beschaffungsund

Verkaufspreise der Stadtwerke ergeben. Bei zum Teil widersprüchlichen Urteilen

verschiedener deutscher Gerichte zur Billigkeitskontrolle der Energiepreise sowie zur

Gültigkeit von Preisanpassungsklauseln ist das Risiko einer gerichtlich angeordneten

Preisreduzierung, insbesondere von Gaspreisen, weiterhin latent.

Im Fokus standen ebenfalls technische und preisliche Risiken in der Strom- und Wärmeerzeugung.

Die bisherige Schadensbilanz der GuD-Anlage zeigt, dass auch nach

mehrjährigem Betrieb unvorhersehbare Störfälle nicht ausgeschlossen werden können.

Die bisherigen Erfahrungen aber zeigen, dass die Versorgungssicherheit in der Wärmeerzeugung

jederzeit gewährleistet war. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Produktionsausfalls

in der Stromerzeugung können durch Versicherungsleistungen angemessen

reduziert werden. Gegenstand der Risikoanalyse waren ebenfalls notwendige

Restrukturierungsvorgaben zur Optimierung der Geschäftsprozesse und Senkung der

operativen Kosten im Versorgungs- und Verkehrsbereich. Die Geschäftsführung sieht

als Hauptrisiken die sich abzeichnenden Veränderungen in den liberalisierten Energiemärkten,

insbesondere die noch nicht quantifizierbaren Preisrisiken aus der weiteren

Festsetzung der Netzentgelte für Strom und Gas im Rahmen der Anreizregulierung.

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