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Faktenblatt: Busverkehr

Stand: November 2013

Inhaltsverzeichnis

1. Zahlen, Daten und Fakten zu den Stadtwerke-Bussen...........................................2

2. Koordination des Busverkehrs...............................................................................2

2.1 Verkehrsleitstelle......................................................................................................... 2

2.2 FIS-Säulen................................................................................................................... 3

2.3 Onlineservices: Minutengenauer Fahrplan auf dem Handy....................................... 3

2.3.1 „FIS to go“.................................................................................................................... 3

2.3.2 „Fahrplan MS“-App...................................................................................................... 4

3. Personal.................................................................................................................5

3.1 Qualifikationen der Busfahrerinnen und Busfahrer................................................... 5

3.2 Weibliches Fahrpersonal in Münster.......................................................................... 5

4. Umweltschutz........................................................................................................6

4.1 Hybridbusse ................................................................................................................ 6

4.2 Elektrobusse................................................................................................................ 7

5. Busse im Einsatz der Stadtwerke Münster............................................................7

6. Sicherheit...............................................................................................................8

6.1 Sicherheitstraining für Fahrgäste aller Altersgruppen ............................................. 8

6.2 Busfahrdiplom für Kita-Kinder.................................................................................... 9

6.3 Busbegleiter................................................................................................................. 9

6.4 Sicherheitskameras..................................................................................................... 9

7. Besonderer Kundenservice....................................................................................9

7.1 Service-Zentrum mobilé.............................................................................................. 9

7.2 Besonderer Service für mobil eingeschränkte Kunden.............................................10

7.3 Servicegarantien ........................................................................................................10

8. Stadtwerke-Produkte rund ums Busfahren ........................................................ 11

8.1 Tages- und MehrfahrtenTickets.................................................................................11

8.2 Abos ............................................................................................................................11

8.3 FirmenAbo .................................................................................................................11

8.4 HandyTicket................................................................................................................11

8.5 eTicket.........................................................................................................................11

9. Verkehrsgemeinschaft Münsterland.................................................................... 12

Faktenblatt: Busverkehr Seite 1


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1. Zahlen, Daten, Fakten zu den Stadtwerke-Bussen

• Täglich sind in Spitzenzeiten bis zu 170 Busse im Stadtwerke-Einsatz. Sie steuern

in Münster über 1.000 Haltestellen an.

• Rund 38 Millionen Fahrgäste nutzen das Linienbusangebot der Stadtwerke

pro Jahr.

• Im rund 400 Kilometer Linienlänge umfassenden Liniennetz legt das Fahr personal

jährlich rund neun Millionen Kilometer zurück.

• 305 Busfahrerinnen und Busfahrer steuern die Stadtwerke-Busse.

• Die Stadtwerke Münster betreiben 18 Stadtbuslinien und sechs Nachtbuslinien.

• Täglich gibt es etwa 100.000 An- und Abfahrten an den münsterschen Halte stellen.

• Die Stadtwerke Münster verkaufen über 41.000 Abonnements im Jahr.

2. Koordination des Busverkehrs

2.1 Verkehrsleitstelle

Die Verkehrsleitstelle der Stadtwerke Münster, angesiedelt an der Rösnerstraße

im Gewerbegebiet Loddenheide, koordiniert den Busverkehr der Stadtwerke und

der Regionalbusse. Sie sorgt dafür, dass der Busverkehr trotz Baustellen, Großveranstaltungen

sowie unvorhersehbaren Ereignissen wie Unfällen und Unwetter

möglichst reibungslos läuft.

Das Herzstück der Leitstelle ist das rechnergestützte Betriebsleitsystem (ITCS).

Hier laufen rund um die Uhr alle Informationen der in die Stadtbusse eingebauten

Bordrechner zusammen.

Durch die in den Bordrechner eingespeicherte Wegstrecke ist jederzeit nachvollziehbar,

wo sich das Fahrzeug gerade befindet. Sollte eine Abweichung, zum Beispiel

eine Umleitung, diese Berechnung verändern, geben an der Fahrstrecke installierte

Ortsbaken – das sind kleine Infrarotsender – diese Information an die Leitstelle

weiter. Alle 15 Sekunden wird auf diese Weise die Position aller Stadtbusse automatisch

per Datenfunk an die Rechner der Funkleitstelle durchgegeben. Somit ist der

Leitstellenmitarbeiter über die Standorte aller Busse immer aktuell informiert.

Das System ermöglicht auch die automatisch gesteuerte Anzeige und Durchsage der

Haltestellen. Kurz nach Verlassen einer Haltestelle wird der nächste Halt auf der

Innenanzeige des Busses bekannt gegeben. Auch die Ampelvorrangschaltungen sind

rechnergesteuert. Die Ortsbaken an der Fahrbahn geben dem Bordrechner permanent

die Entfernung zur entsprechend ausgerüsteten Ampel durch. Der Bordrechner

informiert mittels eines Funktelegramms die Ampel und beschleunigt so den ÖPNV.

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2.2 FIS-Säulen

Es ist ein Service, wie er eigentlich

nur in Großstädten bei U-, S- oder

Stadtbahn systemen zum Einsatz

kommt: Auf den Displays des Fahrgast

informationssystems (FIS) können

die Busnutzer in Münster sehen, in wie

vielen Minuten die Busse der jeweiligen

Linien an der Haltestelle abfahren

werden. Alle 20 Sekunden senden die

Busse über Funk ein Signal aus, das

die Position an einen Zentralcomputer bei der Leitstelle meldet. Dort werden die

Informationen verarbeitet und über DSL-Leitungen an die FIS-Anzeige übermittelt.

Mit Aufbau und Netzanschluss kostet eine Säule zwischen 15.000 und 20.000 Euro.

Einstiegshaltestellen mit hoher Frequenz werden mit dieser aufwendigen Technik

ausgerüstet. Seit dem Start im Jahr 2003 bis heute sind über 70 FIS-Säulen im

Stadtgebiet installiert worden. Die Stadtwerke Münster verfolgen das Ziel, bis 2014

mit 100 FIS-Säulen 80 Prozent der täglich mehr als 100.000 Fahrgäste aktuell per

FIS an den Haltestellen zu informieren. Der QR-Code macht diese Auskunft auch für

die Haltestellen verfügbar, die aus Kostengründen nicht mit FIS-Säulen ausgestattet

werden.

Bei den seit Anfang 2011 aufgestellten

FIS-Anlagen ist die LED-Schrift der

Anzeigen wegen besserer Lesbarkeit

gelb statt rot.

2.3 Onlineservices: Minutengenauer

Fahrplan auf dem Handy

2.3.1 „FIS to go“

Reicht die Zeit noch für eine schnelle

Tasse Kaffee und den kurzen Blick in

den Sportteil oder fährt der Bus gleich

ab? Diese Frage beantworten die neuen

Onlineservices der Stadtwerke auf

einen Blick.

Seit dem 9. Januar 2012 sind alle

Haltestellen, die genug Platz bieten,

mit QR-Codes ausgestattet. Fahrgäste

können diesen zweidimensionalen

Code mit Hilfe einer Lese-Software

(QR-Reader) mit dem internetfähigen

Handy abfotografieren. Die Software

stellt dann automatisch eine Verbin-

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dung zum mobilen Internetangebot „FIS to go“ der Stadtwerke her und zeigt die

nächsten Abfahrtszeiten auf dem Display. So erfährt der Fahrgast direkt an der

Haltestelle, in wie vielen Minuten der nächste Bus fährt.

Die Anzeige ist optisch den elektronischen Fahrplananzeigen nachempfunden.

Über eine Suchfunktion können alle Haltestellen im Stadtgebiet unabhängig vom

Aufenthaltsort eingegeben werden. Außerdem sind Links zu weiteren Services, wie

zum Beispiel dem Handyticket, hinterlegt. Die Anwendung kann über die Adresse

http://www.stadtwerke-muenster.de/fis/ am PC wie auch am Smartphone aufgerufen

werden

2.3.2 „Fahrplan MS“-App

Seit Anfang 2012 gibt es für das iPhone

und das iPad und Smartphones mit

dem Betriebssystem Android die kostenlose

Fahrplan-App der Stadtwerke.

Damit können schnell und einfach

alle Funktionen der elektronischen

Fahrplanauskunft abgerufen werden:

von Münsters Stadtbussen, vom Regionalverkehr

sowie dem Fernverkehr

der DB.

Die „Fahrplan MS“-App ist im Apple

App Store und Android-Market zum

Herunterladen verfügbar. Zu finden

ist sie über eine Stichwortsuche

nach „Fahrplan“ oder „Münster“ bzw.

„Fahrplan MS“. Sie wurde bereits

über 90.000 Mal heruntergeladen.

Ist die App installiert, macht sie es

dem Nutzer einfach. Die Eingabe von

Orten und Haltestellen wird durch die

GPS-Ortungsfunktion des Smartphones

unterstützt, die nächstgelegenen

ÖPNV-Haltestellen können direkt angewählt werden.

Aber auch die Eingabe eines Ortes, einer Adresse oder Haltestelle wird stark erleichtert.

Während der Eingabe der ersten Buchstaben sucht die App schon nach

passenden Einträgen. Außerdem müssen Orte nicht ausgeschrieben werden. Eine

einfache Eingabe des Kennzeichens reicht, damit das System den Ort erkennt – so

kann man zum Beispiel „ms“ für Münster schreiben. Neben Haltestellen können

Adressen, Sehenswürdigkeiten oder öffentliche Einrichtungen als Start und Ziel

ausgewählt werden. Und auch diese Suche gestaltet sich einfach. Sucht der Fahrgast

nach einem Bahnhof reicht die Eingabe „h+Kennzeichen“ (HBF Münster wird

zu „hms“), für Straßen die ersten Buchstaben und die Hausnummer (Westfalenstraße

102 wird zu „Westf 102“). Durch die Nummer am Ende weiß das System,

dass es sich um eine Straße handelt. Bereits eingegebene Ziele können markiert

werden und stehen so dauerhaft zur Verfügung

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Während die Anwendung „FIS to go“, die über den QR-Code abgerufen werden kann,

die Abfahrzeiten einer Haltestelle zeigt, steht über die App die komplette Start/Ziel-

Information der elektronischen Fahrplanauskunft zur Verfügung.

3. Personal

3.1 Qualifikationen der Busfahrerinnen und Busfahrer

Die 305 Fahrerinnen und Fahrer der Stadtwerke Münster verfügen – neben ihrer

Fahrerlaubnis Klasse D mit Zusatzqualifikation zur Personenbeförderung – in

der Regel über langjährige Fahrpraxis und werden regelmäßig durch interne und

externe Schulungen weitergebildet. Dabei werden neben dem Berufskraftfahrerwissen

Inhalte zur Kundenorientierung und zur Deeskalation in schwierigen

Verkehrssituationen geschult sowie die wirtschaftliche Fahrweise trainiert.

3.2 Weibliches Fahrpersonal in Münster

Bereits am 1. April 1915 wurden

erstmalig Frauen im Fahrdienst der

Straßenbahn in Münster tätig. Dieser

Einsatz war aus der Not geboren:

Schließlich war Krieg und die meisten

Männer eingezogen. Zunächst

kamen die Frauen als Schaffnerinnen

zum Einsatz, ab 1917 dann auch als

Wagen führerinnen.

Heute gehören Frauen am Steuer der

Stadtwerke-Busse längst zum Alltag.

Mittlerweile beträgt der Anteil des

weiblichen Fahrpersonals bei den

Stadtwerken rund 17 Prozent.

Um möglichst vielen Frauen den Umstieg ans Bussteuer zu ermöglichen, wurde

im Fahrdienst die Teilzeit eingeführt. Dies war ein erster Schritt hin zum heute

praktizierten flexiblen Dienstplan im Verkehrsbetrieb. Auf diese Weise ermöglichen

die Stadtwerke Münster den Fahrerinnen und Fahrern, ihre Arbeitszeiten mit den

Bedürfnissen ihrer Familien zu koordinieren.

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4. Umweltschutz

Als kommunales Unternehmen sehen sich die Stadtwerke klar in der Verantwortung

für die Luftreinhaltung in Münster. Der Busverkehr ist wesent licher Bestandteil des

Klimakonzeptes der Stadt Münster.

Auch wenn schon das Busfahren an sich ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz

ist, sollten natürlich auch die Fahrzeuge selbst hohen Umweltanforderungen

genügen. Die neuen Gelenkbusse der Stadtwerke Münster über treffen die strengste

Umweltnorm Euro V. Derzeit gehören bereits 36 dieser EEV-Busse zum Stadtwerke-

Fuhrpark. EEV bedeutet „Enhanced Environmentally Friendly Vehicle“, zu Deutsch:

besonders umweltfreundliches Fahrzeug. Die Abgas reinigung erfolgt hier mittels

modernster Umwelttechnik, per BlueTec. Die über 300 PS starken Gelenkbusse

haben sogenannte SCR-Katalysatoren (SCR=Selective Catalyst Reduction) an

Bord. Die Abgasreinigung erfolgt über die Zugabe einer ungiftigen Harnstofflösung.

Neben radikaler Vermeidung von Feinstaub werden vor allem Stickoxide um bis

zu 85 Prozent reduziert. BlueTec ist seit 2006 bei den Stadtwerken im Einsatz.

Der Umwelt zuliebe sind die Busse der Stadtwerke Münster zusätzlich mit Ruß filtern

des sogenannten CRT-Systems (CRT= Continuosly regenerating trap) ausgestattet.

Außerdem haben die Stadtwerke Münster für ihre gesamte Stadtbusflotte das

„Faktor-Plus-CO 2

-System“ eingeführt. Dieses System vereint verschie dene Einsparpotenziale:

Die Busse verbrauchen weniger Kraftstoff und stoßen somit weniger

CO 2

und NO X

aus. Schon heute tragen rund 90 Prozent aller Stadtwerke Busse eine

grüne Umweltplakette. An der Stadtwerke-eigenen Tankstelle auf dem Betriebshof

werden die Fahrzeuge mit speziellen Diesel-Additiven betankt, die die Effizienz

der Motorleistung und die Langlebigkeit der Verschleißteile erhöhen.

4.1. Hybridbusse

Um die Umweltbilanz des Busverkehrs

in Münster weiter zu verbessern,

haben die Stadtwerke im September

2012 ihre Busflotte um zwei moderne

Hybridbusse erweitert. In 2013 kamen

drei besonders sparsame und damit

auch umweltfreundliche VDL-Leichtbaubusse

dazu. Für die Stadtwerke ist

die Einführung sparsamer, umweltfreundlicher

Fahrzeuge ein wichtiger

Baustein in ihrer Strategie für umweltschonende

Mobilität.

Die Niederflur-Gelenkbusse des Herstellers Mercedes-Benz sind mit einem seriellen

Diesel-Hybrid-Antrieb ausgestattet, der bis zu 30 Prozent weniger Kraftstoff

verbraucht. Das System besteht aus einem Dieselmotor, vier elektrischen Radnabenmotoren

und einem System zur Bremsenergierückgewinnung. Der Dieselmotor

dient lediglich als Generator für die Stromerzeugung, den die Elektromotoren in

Vortrieb umwandeln. Diese Energie kann in einer der weltweit größten mobilen

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Lithium-Ionen-Batterien gespeichert werden. So sind rein elektronische Fahrstrecken

von bis zu fünf Kilometern möglich. Da Elektromotoren keine schaltbare

Übersetzung benötigen, beschleunigen die Hybridbusse ruckfrei und ohne die sonst

typischen Beschleunigungsgeräusche von Dieselbussen. Die Busse schonen daher

an Kreuzungen, Ampeln und in den Haltestellenbereichen ihre Umwelt, da sie weniger

Schadstoffe ausstoßen und gegenüber einem konventionellen Dieselantrieb

leiser sind. Für die Fahrgäste ist die Technik direkt sichtbar: Auf Monitoren im Bus

erhalten sie laufend Informationen über den momentanen Kraftfluss zwischen Batterie,

Generator und den Elektro-Motoren.

4.2. Elektrobusse

Ab 2014 setzen die Stadtwerke voraussichtlich auch einen Elektro-Bus auf der Linie

14 ein. Da die bisherigen Reichweiten und Ladegeschwindigkeiten der Batterien

nicht die im ÖPNV üblichen Einsatzzeiten und Entfernungen abdecken, müssen die

Energiespeicher in sehr kurzer Zeit wieder aufgeladen werden. Andernfalls werden

die Energiespeicher zu groß, zu schwer und zu teuer und die Ladezeiten zu lang. Ein

effizienter Betrieb und eine hohe Fahrgastakzeptanz wären somit nicht praktikabel.

Daher beteiligen sich die Stadtwerke an dem Verbundprojekt „Schnellladesysteme

für Elektrobusse im ÖPNV (SEB)“. Ein Pilotprojekt, das vom Bundesministerium für

Bildung und Forschung im Rahmen der Förderbekanntmachung „Schlüsseltechnologien

für die Elektromobilität (STROM)“ gefördert wird und an dem auch die RWTH-

Aachen und das Frauenhofer-Institut beteiligt sind. In dem auf drei Jahre angelegten

Vorhaben sollen bis 2015 für den elektrischen Liniendienst entscheidende Komponenten

in Form von elektrischen Energiespeichern, Energieübertragungssystemen

sowie angepassten Antriebskomponenten entwickelt werden. Am Ende des Projektes

werden die entwickelten technischen Komponenten im Liniendienst in Münster

und Dresden erprobt.

5. Busse im Einsatz der Stadtwerke Münster

Das Busangebot der Stadtwerke in

Münster und Umgebung ist vielfältig:

• StadtBus

Dieses Angebot ist das Standard-

Linienbusangebot in alle Stadtteile.

Die 18 StadtBus-Linien fahren im TagesNetz,

das heißt montags bis freitags

zwischen 6 und 21 Uhr und am

Wochenende zwischen 8 und 21 Uhr,

überwiegend im 20-Minuten-Takt.

Auf den Hauptverkehrsachsen des

Stadtgebiets gilt der CityTakt, das heißt, die Busse fahren alle zehn Minuten.

Dies ist durch die Bündelung von zwei StadtBus-Linien möglich.

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• NachtBus

Sechs NachtBus-Linien sind täglich ab

21 Uhr im Nachtnetz unterwegs. Bis

24 Uhr fahren sie halbstündlich vom

Hauptbahnhof in die Stadtteile und

zurück. Nach Mitternacht gibt es an

Wochenenden Abfahrten ab Hauptbahnhof

rund um die Uhr, bis um 8:00 Uhr

wieder das Tagesnetz beginnt. Für die

Nachtbusse bezahlen Fahrgäste im

Stadtgebiet keinen Aufpreis.

• TaxiBus

Als Ergänzung zum Linienbusangebot gibt es den Linienverkehr nach Anruf.

Mit Taxi oder Kleinbus werden Fahrgäste an gekennzeichneten Haltestellen

nach Fahrplan abgeholt, wenn sie sich mindestens 30 Minuten vor planmäßiger

Abfahrtszeit telefonisch angemeldet haben.

• FrauenNachtTaxi

Für alle weiblichen Fahrgäste ab 14 Jahren gibt es abends einen besonderen Service

– das FrauenNachtTaxi. Es kann beim Einstieg in den Bus bestellt werden und

bringt die Fahrgäste von der Ausstiegshaltestelle bis zur eigenen Haustür. Die Anfahrtskosten

des Taxis übernehmen die Stadtwerke. Die Kundin bezahlt lediglich

die Strecke zwischen Haltestelle und Ziel. Dieser Service gilt vom 1. Oktober bis

31. März ab 18 Uhr, ansonsten ab 20 Uhr.

6. Sicherheit

6.1 Sicherheitstraining für Fahrgäste

aller Altersgruppen

Seit zwölf Jahren bieten die Stadtwerke

Münster für Fahrgäste – von jung

bis alt – Sicherheitstrainings an. Das

Programm wird auf die Bedürfnisse

der Teilnehmer abgestimmt, seien es

Senioren, Fahrgäste mit Behinderung

oder junge Familien, die mit dem

Kinderwagen im Bus manövrieren

müssen.

Besonders Schüler wissen häufig

nicht, welchen Gefahren sie sich durch

unbedachtes Verhalten an Haltestellen

und im Bus aussetzen. Stadtwerke-

Mitarbeiter bieten deswegen zusätzliche

Sicherheitstrainings gemeinsam

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mit der Polizei und der Stadt Münster an. In jedem Jahr nehmen an den Angeboten

rund 3.000 Kinder und Jugendliche teil – vom Kindergartenkind bis zum Teenager.

6.2 Busfahrdiplom für Kita-Kinder

Bei diesem Angebot lernen Kita-Kinder im Verkehrsbetrieb auf spielerische Weise

„richtiges“ Busfahren (Ein- und Aussteigen, sicher den Platz suchen etc.). Seit 2005

haben über 3.500 Kinder das Angebot der Stadtwerke wahrgenommen.

6.3 Schul- und Busbegleiter

„Schulbusbegleiter“ sind speziell ausgebildete Schüler und Schülerinnen aus den

Jahrgangsstufen 8 bis 10. Seit 12 Jahren bilden die Stadtwerke die Schulbusbegleiter

aus, die sich für ein gutes Miteinander der Schüler in den Bussen einsetzen. Die

Begleiter kommen aus der Schülerschaft und fahren in ihrem jeweiligen Schulbus.

„Busbegleiter“ ist ein gemeinsames Projekt der Stadt und der Stadtwerke Münster.

Es bietet gemeinnützige und zusätzliche Arbeit für Empfängerinnen und Empfänger

von Arbeitslosengeld II.

Seit dem Projektstart 2009 bieten Busbegleiter den Fahrgästen in Stadtwerke-

Bussen vielerlei Unterstützung an – beispielsweise älteren Mitbürgern, Rollstuhlfahrern

und -fahrerinnen oder Eltern mit Kinderwagen beim Einsteigen in den Bus.

6.4 Sicherheitskameras

Seit 2009 setzen die Stadtwerke Münster Sicherheitskameras in allen Nachtbussen

und auf verschiedenen Linien im Tagesbetrieb ein. Insgesamt sind bereits knapp

die Hälfte der Stadtbusse mit Kameras ausgerüstet. Die Videotechnik hilft nicht nur

bei der Aufklärung, sondern auch bei der Vorbeugung: Potenzielle Täter fühlen sich

durch die Kameras, auf die an der Bustür hingewiesen wird, abgeschreckt.

Die Kameras geben den Fahrgästen ein gutes Gefühl, wenn sie mit den Stadtbussen

unterwegs sind. Umfragen der Stadtwerke belegen das hohe Sicherheitsgefühl

der Passagiere. Außerdem erleichtern sie den Fahrerinnen und Fahrern die Arbeit:

Mit Videotechnik haben sie eine wesentlich bessere Übersicht über das Geschehen

im gesamten Bus. Der Persönlichkeitsschutz der Fahrgäste bleibt dabei sichergestellt:

Sämtliche Videoaufnahmen werden nach 72 Stunden wieder überschrieben.

Nur bei Straftaten wird das Bildmaterial gespeichert und der Polizei zur Verfügung

gestellt.

7. Besonderer Kundenservice

7.1 Service-Zentrum mobilé

Ob Abos, Tickets oder Fahrplanauskunft: Das Team des Service-Zentrums mobilé

am Berliner Platz 22 berät zu allen Themen rund um Mobilität in Münster und

im Münsterland. Dazu gehört auch eine Beratung zum Thema Stadtteilauto, die

zweimal in der Woche im mobilé stattfindet. Im ÖPNV-Kundenbarometer 2009 und

2010 bewerteten die Befragten das mobilé bundesweit als bestes Service-Zentrum

„Verkehr“.

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7.2 Besonderer Service für mobil eingeschränkte Kunden

Die Stadtwerke Münster möchten Münsters Nahverkehr für mobil eingeschränkte

Personen möglichst barrierefrei anbieten. Aus diesem Grund besteht die gesamte

Busflotte vollständig aus Niederflurfahrzeugen. Durch das Absenken der Fahrzeuge

an den Haltestellen ist ein nahezu stufenloser Ein- und Ausstieg möglich.

Ein weiterer Service sind die „Sprechenden Bushaltestellen“. Blinde und Sehbehinderte

erhalten dort Abfahrtsinformationen per Sprachansage, denn die Fahrgastinformationssysteme

(FIS) sind mit einer Vorleseeinrichtung ausgestattet. Dabei

werden die Inhalte der dynamischen Informationstafel in akustische Informationen

umgewandelt. Die Bedienung erfolgt auf Anforderung per Tastendruck.

Als Blindenleitsysteme gibt es darüber hinaus eine taktile Leitlinie aus Natursteinpflaster

mit 90 Zentimeter Breite sowie ein akustisches Signal, wie es auch bei

Ampelanlagen zu finden ist. Dieses bietet Orientierungshilfe, um den Taster an der

Fahrgastinformationsanzeige zu finden.

Die „Sprechenden Bushaltestellen“ waren im Jahr 2008 ein ausgewählter Ort im

Wettbewerb Land der Ideen. Diese gemeinsame Initiative der Bundesregierung und

der deutschen Wirtschaft zeichnet innovative und zukunftsfähige Projekte aus.

7.3 Servicegarantien

Kundenfreundlichkeit steht beim Busverkehr der Stadtwerke im Mittelpunkt.

Deshalb wurden in den vergangenen Jahren vier Servicegarantien eingeführt.

• Die PünktlichkeitsGarantie: Sollte ein Bus an einer Haltstelle mehr als 20 Minuten

Verspätung haben und kann das Ziel mit keinem anderen Bus erreicht werden,

erstatten die Stadtwerke den Fahrgästen zwischen 5 und 20 Uhr Taxikosten bis 25

Euro und von 20 bis 5 Uhr Taxikosten bis 50 Euro. Für Kunden, die ein Abo für das

Stadtgebiet Münster besitzen, gilt diese Erstattung sogar schon ab zehn Minuten

Verzögerung. Verspätungen aufgrund von extremer Witterung und höherer Gewalt

wie Sperrungen durch Unfälle sind von dieser Garantieleistung ausgenommen.

• Die AnschlussGarantie: Ab 21 Uhr bieten die Stadtwerke eine Anschlussgarantie

für alle Rundum-Anschlüsse am Hauptbahnhof. Sollte der Anschluss nicht möglich

sein, erhalten die Fahrgäste vom Busfahrer einen Taxi-Gutschein.

• Die SaubereSachenGarantie: Die Stadtwerke-Busse werden täglich gründlich

gereinigt. Sollte dennoch die Verantwortung für verschmutzte Kleidung auf einen

Mangel an Sauberkeit im Bus zurückzuführen sein, übernehmen die Stadtwerke

die Reinigungskosten.

• Die AntwortGarantie: Fahrgäste können Kritik und Anregungen schriftlich oder telefonisch

über die „Schlaue Nummer für Bus & Bahn“ (01 80.3 50 40 30, 9 Ct./Min.

im dt. Festnetz, Mobilfunk kann abweichen) vermitteln. Die Stadtwerke Münster

antworten möglichst schnell – spätestens innerhalb von zehn Tagen.

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8. Stadtwerke-Produkte rund ums Busfahren

Die Busticketpalette der Stadtwerke Münster ist breit gefächert. Sie reicht von

Tages- und GruppenTickets über MehrfahrtenTickets hin zu Zeitfahrscheinen.

8.1 Tages- und MehrfahrtenTickets

Es gibt in Münster eine Besonderheit: Tickets für das Stadtgebiet Münster sind

im Vorverkauf günstiger als im Bus. Die Stadtwerke wollen auf diesem Weg den

Ticketverkauf aus dem Bus herausverlagern. So sollen die Standzeiten verringert,

unnötige Wartezeit eingespart und das Fahrpersonal entlastet werden. Der Vorverkauf

läuft über das Kundenzentrum mobilé, mehr als 20 Automaten und rund

60 externe Stellen wie Lottoläden, Schreibwarengeschäfte und Bäckereien im

gesamten Stadtgebiet.

8.2 Abos

Abos sind die Mobil-Flatrates für Münster und sorgen dafür, dass die Fahrgäste

Monat für Monat Geld sparen können. Für die unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse

der Privatkunden stehen verschiedene Abotypen zur Verfügung:

das MünsterAbo, das 9-Uhr-MünsterAbo, das 60plusAbo mit 60plusPartnerAbo,

das Azubi-Abo, das goCardAbo für Schule und Freizeit und das FahrradAbo. MünsterAbo

und 9-Uhr-MünsterAbo bieten dabei 20 Prozent Rabatt im Vergleich zu frei

käuflichen MonatsTickets. Die Stadtwerke Münster verkaufen über 41.000 Abonnements

im Jahr.

8.3 FirmenAbo

Eine Besonderheit ist das FirmenAbo: Wenn ein Arbeitgeber mit den Stadtwerken

einen entsprechenden Vertrag über mindestens ein Jahr abschließt und mindestens

30 Personen aus der Belegschaft das FirmenAbo abnehmen, können Monatsfahrkarten

im Münsterlandtarif als FirmenAbo mit einem Rabatt von mindestens 30 Prozent

erstellt werden.

8.4 HandyTicket

Der Ticketkauf ist in Münster für das Stadtgebiet auch per Handy möglich. Nach

einer Erstregistrierung können Fahrgäste das Ticket per SMS, Telefonanruf oder

im Internet bestellen. Das HandyTicket ist gültig, sobald der Fahrgast es per SMS

erhalten hat. Bezahlt wird der Service per Lastschrift, Kreditkarte oder Prepaid-

Guthaben. Bei einer Fahrkartenkontrolle wird einfach das Handy mit dem Ticket

im Display vorgezeigt.

8.5 eTicket

Mehr als 10.000 Kunden haben sich bislang für die PlusCard mit elektronischem

90-MinutenTicket entschieden. Fahrgäste, die am schnellen, einfachen und bargeldlosen

Bezahlsystem teilnehmen, erhalten das eTicket in Form einer Kunststoffkarte.

Im Bus halten sie diese an einen elektronischen Entwerter, der den Fahrtantritt umgehend

bucht. Damit wird in Sekundenschnelle geprüft, ob der Fahrgast ein gültiges

Ticket hat. Die Bezahlung der einzelnen Fahrten geschieht im Nachhinein durch Abbuchung

vom Kundenkonto. Eine Prepaid-Variante ist in Vorbereitung. Die Stadtwerke

Münster haben die Karte nun mit einem weiteren Service bestückt: dem FlexAbo.

Für 29,50 Euro im Monat können Kunden damit jeden Tag ab acht Uhr beliebig oft in

Münster Bus und Bahn benutzen. Wer an einem Werktag vor acht Uhr startet, zahlt

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einen Euro zusätzlich – aber nur bis zu einer Höchstgrenze von monatlich 45,50

Euro. Das entspricht dem Preis für ein MünsterAbo. Beim elektronischen Check-In,

dem Vorhalten der Karte vor das Lesegerät, wird dem Kunden der zusätzliche Euro

berechnet. Er entfällt an Samstagen, Sonn- und Feiertagen.

9. Verkehrsgemeinschaft Münsterland

Der Öffentliche Personennahverkehr in Münster und dem Münsterland wird im

Rahmen der Verkehrsgemeinschaft Münsterland (VGM) betrieben von den folgenden

Gemeinschaftspartnern:

Stadtwerke Münster GmbH

• DB Regio NRW GmbH

• Kraftverkehr Münsterland C. Weilke GmbH & Co. KG

• Regionalverkehr Münsterland GmbH

• StadtBus Bocholt GmbH

• Verkehrsbetriebe Schäpers GmbH & Co. KG

• Westfalen Bus GmbH

• Zweckverband SPNV Münsterland

Alle VGM-Partner wenden den Gemeinschaftstarif für Bus & Bahn an, der neben

einheitlichen Fahrkarten und Fahrpreisen auch die freie Nutzung aller Linienbusse

und Nahverkehrszüge im Verkehrsgebiet ermöglicht. Auch das Umsteigen zwischen

Bussen und Bahnen der Partnerbetriebe ist dank des Gemeinschaftstarifes ohne

Mehrkosten möglich.

Weitere Informationen

Unternehmenskommunikation

Stadtwerke Münster GmbH

Hafenplatz 1

48155 Münster

Telefon 02 51.6 94-20 12

Fax 02 51.6 94-20 42

Mail dialog@stadtwerke-muenster.de

www.stadtwerke-muenster.de

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