Orang-Utan-Poster! Aussengehege für Meer ... - Starke Pfoten

starke.pfoten.at

Orang-Utan-Poster! Aussengehege für Meer ... - Starke Pfoten

Das kostenlose Jugendmagazin von VIER PFOTEN

Sommer | 2009

Orang-Utan-Poster!

Seite 8/9

Aussengehege für Meerschweinchen

und Kaninchen

Seite 14/15


Wissenswertes:

Tierversuche

In unserer neuen Rubrik „Wissenswertes“ stellen wir dir

verschiedenste Tierschutzthemen kurz vor. Los geht’s mit

dem brisanten Thema Tierversuche!

Tierversuche werden unter anderem an Kaninchen, Hunden

und Affen durchgeführt, um Stoffe auf ihre Verträglichkeit

hin zu testen. Für fast alles womit Menschen in Berührung

kommen, müssen mehr als 12 Millionen Tiere in Europa unendliche

Qualen ertragen. Sie werden z. B. vergiftet oder mit

Krankheiten infiziert.

Foto: creativecommons.cc

Foto: sputnik

Foto: BUAV

Das Kaninchen ist das

Versuchstier des Jahres

Tristes Leben im

Labor

Angst, enge Käfige,

künstliches Licht,

völlige Dunkelheit,

keine Beschäftigung

und keine Artgenossen

bestimmen den Alltag

der Tiere.

Aktuelles

Seit März 2009 ist das Testen kosmetischer Inhaltsstoffe an

Tieren in der EU verboten! Auch der Verkauf solcher Produkte

ist untersagt. Das ist ein super Erfolg, doch es gibt immer noch

viele Lücken im Gesetz, die das Testen bestimmter kosmetischer

Stoffe weiterhin erlauben.

Was kannst du tun?

Um ganz sicher zu gehen, achte beim Kauf von Kosmetika auf

folgende Siegel:

Sind Tierversuche sinnvoll?

Nein! Die mit Tierversuchen erzielten Ergebnisse

lassen sich nur schwer auf Menschen übertragen.

So führten schon viele für Tiere unschädliche

Stoffe bei Menschen zu schweren Krankheiten,

Verletzungen und sogar zum

Tode. Dennoch sind die meisten Versuche

gesetzlich vorgeschrieben, da

es noch nicht genügend anerkannte

Alternativmethoden gibt.

Alternativen verhindern

Tierleid

Informiere andere, indem du z. B. ein Referat in

deiner Klasse hältst, eine Projektwoche in deiner

Schule organisierst oder Freunde und Verwandte

aufklärst.

Foto: Eric Isselée – Fotolia.com

Per Computer und „in vitro“ (= im

Reagenzglas)-Versuchen können die

Reaktionen eines Menschen auf einen Stoff

berechnet werden. Hier werden die Auswirkungen

von Stoffen an menschlichen Zellen

getestet und führen so zu absolut zuverlässigen

Ergebnissen.

2 S O M M E R 2 0 0 9


Liebe starke pfote,

Foto: privat

die Sommerferien rücken immer näher und als kleine Ferienlektüre

darf dein persönlicher pfotenabdruck natürlich nicht

fehlen. Viele aktuelle Themen warten auf dich. In dieser Ausgabe

findest du diesmal auch ein süßes Orang-Utan-Poster.

Wie die Affenwaisen in der Waldschule darauf vorbereitet

werden, später in der Wildnis überleben zu können, kannst du

auf der Seite 13 nachlesen.

Was in unserem BÄRENWALD Arbesbach so los war und die

Siegerbilder unseres BÄREN-TÜFTELRÄTSEL-Wettbewerbes

findest du auf den Seiten 4 und 5. Unter anderem berichten

wir darüber, was Legehennen in Käfigen alles ertragen müssen,

welche Berufe rund ums Pferd existieren und wir zeigen

dir, wie eine optimale Checkliste für geeignete Reiterhöfe aussehen

sollte. Die Rückseite – unsere Pinwand – ist den aktiven

TIERSCHÜTZERINNEN vorbehalten. Diese starke pfoten haben

ihre eigene Meinung und stellen diese sehr kreativ unter

Beweis.

Wenn du auch eine Meinung zum Tierschutz hast, dann

hinterlasse deinen eigenen Pfotenabdruck und schreibe mir

einfach ein E-Mail unter kirsten.hagner@vier-pfoten.org –

vielleicht können wir in der nächsten Ausgabe über deine

Aktion berichten.

Inhalt

Wissenswertes: Tierversuche 2

Editorial/ Hannahs bester Freund 3

Die Bären waren los 4/5

Käfigeier – verstecktes Tierleid 6/7

Orang-Utan-Poster zum Raustrennen 8/9

Ein Leben mit Pferden 10

Checkliste für empfehlenswerte Reiterhöfe 11

Rätselspaß 12

Die Waldschule der Orang-Utans 13

Außengehege für Meerschweinchen und Kaninchen 14/15

Clubleben/Tierportrait 16

Wunderschöne Ferien wünscht dir

Deine Kirsten

Impressum

Herausgeber/ Medieneigentümer: VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, Johnstraße 4,

1150 Wien, Tel.: 01/895 02 02-0, Fax: -99, office@vier-pfoten.at, www.vier-pfoten.at

HG Wien: FN 184126 z Redaktion: Kirsten Hagner, Anna-Lena Krebs Gestaltung:

sputnik kommunikations.satellit, www.sputnik-kommunikation.com Druck: jork printmanagement

gmbh, www.jorkprintmanagement.com Coverfoto: Lee O‘Dell/Fotolia.com

Heini – der allerbeste Freund

von Hannah D. (10) aus Linz

Heini ist ein dreijähriger Dackel (Jagdterrier-Mix) und ein richtiges

Muskelpaket. Er vergnügt sich am liebsten mit Hannah, sie raufen

und kuscheln miteinander. Mäuse jagt Heini auch sehr gerne – denn

schließlich ist er ein Jagdhund.

Bevor Heini zu seiner Hannah kam, hatte er es sehr schwer, denn durch

schlechte Haltung war er völlig verängstigt und eigentlich gehörte

er nirgendwo wirklich dazu. Er attackierte jeden Hund und jeden

Menschen, der zu wenig Distanz zu ihm hielt. Mit viel Liebe und

Respekt hat die Familie es geschafft, aus Heini einen liebenswerten

Hund zu machen. Aufgrund dieser Erfahrung wurde

starke pfote Hannah D.

aus Linz

Hannahs Interesse am Tierschutz geweckt. Am Beispiel von Heini hat sie hautnah miterlebt,

was Menschen den Tieren antun können.

3

Fotos: privat


DIE BÄREN

WAREN LOS!

Fotos: VIER PFOTEN/Stefan Knöpfer (u.), Alexander Hagner (o.)

Am 16. Mai 2009 wurde im BÄRENWALD Arbesbach mit dem „Tag der offenen

Tür“ die neue Saison eröffnet. Es konnte nicht nur das vergrößerte Areal

unserer sechs Bären bestaunt werden, sondern auch das frisch ausgebaute Besucherzentrum

mit viel Lern- und Spaßfaktor für kleine und große TierfreundInnen.

Die vorbereiteten Workshops fanden viele Interessenten und die Make-Up-Künstler leisteten „bärige“ Arbeit.

BÄREN-TÜFTELRÄTSEL-Wettbewerb

Im Zuge dieses Events wurden natürlich auch die drei

GewinnerInnen unseres Wettbewerbes mit einer Urkunde

ausgezeichnet, persönlich geehrt und mit einem kuscheligem

Plüschbären überrascht. Der Hauptgewinn, ein bäriger Tagesaufenthalt

mit Spezialprogramm in unserem Bärenschutzzentrum,

ging an die VS Ehrwald mit dem „bärigen“ Würfelspiel

von Johanna P.

Wir möchten uns bei allen TeilnehmerInnen

für das rege Interesse

und die wunderbaren Einsendungen

rund um die Bärenwelt

ganz herzlich bedanken. Alle tüfteligen Einsendungen

kann man unter www.starke-pfoten.at bestaunen.

Wenn du unseren BÄRENWALD Arbesbach kennen lernen

möchtest – vielleicht auch zusammen mit deiner Schulklasse

– dann findest du alle notwendigen Informationen dazu unter

www.baerenwald.at

Die VS Arbesbach bei der Siegerehrung

Fotos: VIER PFOTEN/Dieter Nagl

4 S O M M E R 2 0 0 9


Fotos: VIER PFOTEN/Dieter Nagl (o. u. r.)

Ameli erzählte Bärengeschichten in

der Bärenhöhle

1. Platz VS Ehrwald mit dem bärigen Würfelspiel

Fotos: VIER PFOTEN

3. Platz VS Arbesbach mit dem Bärenrätselspiel

2. Platz Hannah D., 10 Jahre aus Linz

5


Null, EINS oder KEINS

Kampagne gegen versteckte Käfigeier

Vorstellung und Wirklichkeit

Es gibt verschiedene Methoden Hennen zu halten, die Eier

legen. Spontan denken wir meist an einen kleinen Bauernhof,

auf dem die Hennen frei herum laufen. Ein prächtiger

Hahn kräht am Morgen und passt auf seine Hennen auf. Zum

Legen ihrer Eier haben die fleißigen Tiere irgendwo einen

geschützten Platz im Stroh.

Augen auf beim Eierkauf!

Auch wenn es kleine Bauernhöfe immer noch gibt, entspricht

unsere Vorstellung leider ganz selten der Realität. Denn fast

alle Legehennen vegetieren in so genannter „Intensivhaltung“

dahin. Dort leben sie eng zusammen gepfercht mit Tausenden

anderen Legehennen. Von einem ruhigen Plätzchen können

sie nur träumen.

Kennzeichnung ermöglicht Tierschutz

Seit dem 1. Januar 2004 existiert eine EU-weite Kennzeichnungspflicht

nach der Haltungsform der Legehennen. Jedes Ei

muss seither einen „Herkunftsstempel“ tragen. An der ersten

Nummer des Stempels ist eindeutig zu erkennen, aus welcher

Haltungsform das Ei stammt.

VIER PFOTEN klärt auf.

0 = Bio-Freilandhaltung

1 = Freilandhaltung

2 = Bodenhaltung

3 = Käfighaltung

Betriebsnummer

des Bauern

Herkunftsland:

AT = Österreich

Die grausame Käfighaltung

Hier werden die Hennen in kleine,

übereinander gestapelte Käfige

gesperrt. Diese schrecklichen Bedingungen

halten selbst die kräftigsten

Ein schreckliches Leben im Käfig

6 S Ow Mi nM tEe R r 22 00 00 98


Hennen nur circa ein Jahr durch. Sobald die Hennen krank

werden und nicht mehr die geforderte Eieranzahl legen

können, enden sie großteils als Suppenhuhn und werden

durch jüngere Hennen ersetzt. Seit dem 1. Januar 2009 ist die

Käfighaltung in Österreich verboten – leider werden immer

noch sehr viele Käfigeier aus dem Ausland eingeführt.

Versteckte Käfigeier

Ob die Frisch-Eier im Supermarkt aus Käfighaltung stammen,

ist dank dem Herkunftsstempel auf der Schale klar zu erkennen.

Was ist aber, wenn Eier in Kuchen, Nudeln oder anderen

Lebensmitteln enthalten sind?

Bei verarbeiteten Lebensmitteln in Supermärkten, Bäckereien

oder Restaurants können wir nicht erkennen aus welcher Haltungsform

die Eier stammen. Nur ganz selten befindet sich auf

der Verpackung oder Speisekarte ein Hinweis auf die Herkunft

der Eier.

Die meisten Menschen möchten keine Tiere quälen, wenn sie

die Wahl haben. Daher wird bei Fertigprodukten die Herkunft

der Eier nur dann erwähnt, wenn es sich um Freilandeier oder

um Bodenhaltungseier handelt.

Bei den Produkten, wo keine genaue Beschreibung zu finden

ist, werden ziemlich sicher Käfigeier verwendet.

Kennzeichnungspflicht von Fertigprodukten

Nudeln, Kuchen und andere verarbeitete Lebensmittel enthalten

meist Eier. Es werden in diesen Produkten sehr oft Käfigeier

verwendet. Damit wir beim Einkauf nicht unabsichtlich

Tierqual fördern, brauchen wir eine klare Kennzeichnung. Nur

eine verpflichtende Kennzeichnung nach Haltungsform der

verwendeten Eier verschafft Klarheit über die Herkunft der

Eier. Erst wenn wir erkennen können welche Eier in Fertigprodukten

enthalten sind, können wir uns für den Kauf tierfreundlicher

Alternativen entscheiden.

Daher setzt sich VIER PFOTEN für eine Kennzeichnungspflicht

in verarbeiteten Lebensmitteln ein.

Gewinnfrage

Woran kannst du erkennen, ob ein

Huhn braune oder weiße Eier legt?

Schicke die Lösung bis zum 30. September 2009 per Post an:

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz | Kennwort: Eierfarben

| Johnstaße 4 | A- 1150 Wien und gewinne das tolle

Buch „Works for Vier Pfoten“ und einen Kuschelbären.

Die richtige Antwort geben wir nach dem Einsendeschluss

auf www.starke-pfoten.at bekannt.

Legehennen

in Legebatterien:

• wird der Schnabel gekürzt, weil

sie auf dem engen Raum aggressiv werden

und sich blutig hacken

• haben keinen Auslauf ins Freie, wo sie sonnenbaden

und nach Futter scharren können

• werden nicht von einem Hahn beschützt, der ihnen

Nahrung sucht und für Ordnung sorgt.

• können ihrer Lieblingsbeschäftigung

dem Sandbaden – um Schmutz und Ungeziefer

loszuwerden – nicht nachgehen

• haben kein strukturiertes Sozialleben

mit einer geregelten Rangordnung

• müssen ihr ganzes Leben auf harten,

Schmerz verursachenden Gitterböden ohne

Einstreu fristen

• besitzen während des Eierlegens kein

ruhiges Nest, in dem sie sich geborgen fühlen

• lernen ihre Küken nie kennen, um sie

umsorgen zu können

• müssen fast jeden Tag ein Ei legen –

ansonsten werden sie entsorgt

Diese aufgeführten Punkte und noch

viele andere sprechen gegen die Intensivhaltung

von Legehennen.

Foto: VIER PFOTEN

Foto: Tonis Freilandeier

7


Rettet die

Orang-Utans

www.orang-utans.org


Foto: BOS F/Agnes Ferisa

Nothilfe für Orang-Utans – eine Kooperation von VIER PFOTEN und der Borneo Orangutan Survival Foundation (BOS) .


Ein Leben mit Pferden

Interview mit Conny aus unserer PFOTENHILFE Lochen

Hi Conny, du bist Tierpflegerin im Großtierbereich der

PFOTENHILFE Lochen. Warum hast du dich für diesen Beruf

entschieden?

C.: Tierpflegerin zu sein ist für mich nicht nur ein Beruf, sondern

eine Berufung. Es hat mich schon immer zu Pferden hingezogen,

daher bin ich sehr glücklich, bei der PFOTENHILFE

Lochen für die Betreuung der Großtiere zuständig zu sein.

Wie sieht ein ganz normaler Tag als Pferdepflegerin bei der

PFOTENHILFE aus?

C.: Er beginnt mit einem Kontrollgang übers Gelände. Ich

wünsche meinen Schützlingen einen wunderschönen guten

Morgen und vergewissere mich,dass es ihnen gut geht. Nach

der Grundversorgung beginnt mein abwechslungsreicher Tag,

z. B. die Arbeit mit dem Pferd.

entscheidet das gesamte Team darüber, ob dieser Platz eine

gute Wahl für unseren Schützling ist.

Was war dein spannendstes Erlebnis?

C.: Das war, als wir in einer Nacht- und Nebelaktion drei

Ponys von einem Händler retteten. Am nächsten Morgen warf

ich einen Blick in die Box und traute meinen Augen kaum.

Vor mir stand auf wackeligen Beinen ein frisch geborenes

Fohlen, welches über Nacht von einer der Ponystuten geboren

wurde.

Berufe rund ums Pferd

Fotos: VIER PTFOTEN/Frank Jeziorski

Wie sieht dein Trainingsplan aus?

C.: Bei unseren Pferden entscheiden wir – je nach Gesundheitszustand

– welche Arbeit für das Pferd am Besten geeignet

ist. Unser Lucka z. B. ist 13 Jahre alt und ein Frechdachs. Bei

ihm beginne ich mit Longier-Training auf unserem Reitplatz.

Wenn er sich ausgepowert hat, ist er entspannt genug für

einen Ausritt.

Wie kann ich mir eine Pferdevergabe bei der PFOTENHILFE

vorstellen?

C.: Die Tierfreunde werden auf unserer Webseite

www.pfotenhilfe.at auf die Vergabepferde aufmerksam

gemacht. Bei Interesse melden sie sich und besuchen uns in

Lochen. Wir statten dann einen Gegenbesuch ab und danach

Der Pferdewirt kümmert sich um Haltung, Fütterung, Training

und vor allem um das Wohlbefinden der Pferde. Die Ausbildung

zum Pferdewirt umfasst eine dreijährige Ausbildung.

Körperlich sollte man fit sein, da in einem Stall viel Arbeit

anfällt.

Der Reitlehrer hat das Pferd zum Kollegen. Gemeinsam bringen

die beiden den Schülern das Reiten bei. Der Reitlehrer

benötigt ein gutes Einfühlungsvermögen für Pferd und Reiter.

Um Tierarzt zu werden muss man ein Studium abschließen. Als

Pferdefreund kann man sich später auf Pferde spezialisieren.

Z.B. werden Physiotherapie und Homöopathie auch für Pferde

immer gefragter.

Der Hufschmied weiß jede Menge über Beine und Hufe.

Er kürzt die Pferdehufe und beschlägt sie mit Eisen. Fachwissen

über den Bewegungsablauf und das Wissen über

verschiedenste Huf-Krankheiten sind erforderlich.

Der Sattler beherrscht sein Handwerk mit dem Leder. Er

hat Kenntnisse rund um das Reiten und Fahren mit Pferden.

Er passt Geschirre, Sättel und Zaumzeuge an das

Pferd an, damit es sich bequem bewegen kann.

1 0 S O M M E R 2 0 0 9

Bei konkreten

Fragen zu Berufen

rund ums Pferd wendet

euch bitte an:

info@pfotenhilfe.at

Foto: VIER PTFOTEN/ Mihai Vasile

Fotos: VIER PTFOTEN International


Sina &

ihre Freunde…

… wollen Ferien auf einem Reiterhof machen

Sina und Sarah sind schon ganz aufgeregt. Sie möchten in

den Ferien auf einen Reiterhof fahren. „Ich werde auf jeden

Fall lange Ausritte machen“, sagt Sina. „Und ich würde gerne

wieder ein bisschen Springen üben“, stimmt Sarah ein. „Das

Wichtigste ist aber, dass wir auf einen Reiterhof fahren, wo es

den Pferden gut geht und sie genügend Auslauf haben. Und

natürlich wäre ein Pflegepony ganz schön, dass ich ganz viel

striegeln kann“, findet Sina. „Dann lass uns doch nachschauen,

ob wir deine Checkliste für Reiterhöfe wieder finden.

Die wird uns sicherlich bei der Suche nach dem geeigneten

Reiterhof helfen“, meint Sarah.

Nach kurzer Zeit haben die Mädchen die Checkliste gefunden

und gehen sie Punkt für Punkt durch.

Checkliste für empfehlenswerte

Reiterhöfe

Das Fell der Pferde und

Ponys glänzt. Die Rippen

zeichnen sich nicht sichtbar

im Fell ab und es sind

keine Druckstellen zu sehen.

Die Tiere haben klare Augen und saubere Nüstern.

Die Hufe aller Pferde und Ponys sind gut gepflegt: sie

sind fest, nicht zu lang und nicht rissig.

Die Box für die Zeit nach dem täglichen Weidegang

ist groß, hell und staubfrei.

Im Stall ist viel frische Luft – aber keine Zugluft.

Die Pferde haben jederzeit Zugang zu frischem Wasser

und Raufutter.

Die Boxen werden täglich ausgemistet.

Die Weiden und der Paddock werden regelmäßig

abgeäppelt.

Sättel und Zaumzeuge sind gut gepflegt.

Jedes Tier verfügt über passenden Sattel und Zaumzeug.

Die Tiere sind nicht kopfscheu oder schreckhaft.

Die Ferienkinder werden nach reiterlichem Können in

Gruppen eingeteilt; geritten wird nur mit Sicherheitshelm.

Eine Aufsichtsperson ist immer in der Nähe wenn

geputzt, aufgesattelt oder aufgetrenst wird.

Das Ausreiten ist nur für fortgeschrittene

Kinder mit Reitlehrer erlaubt.

Foto: privat

Foto: Regina Kaute/pixelio.de

Foto:VIER PTFOTEN/ R&D

1 1


Rätselecke

(Lösungen auf der Rückseite)

Kreuzworträtsel

1. Das Kaninchen ist das …

des Jahres

2. Wo solltest Du keine Kleintiere

kaufen?

3. Welche Zahl auf dem Ei steht für die

Käfighaltung bei Legehennen?

4. Für wen ist die Auffangstation

in Indonesien lebensrettend?

5. Seit März 2009 gilt europaweit ein

Tierversuchsverbot im Bereich … ?

6. Was stoßen Fledermäuse zur Orientierung

in der dunklen Nacht aus?

7. Womit werden Pferde beschlagen?

8. Fledermäuse halten Winterschlaf,

Bären halten … ?

9. Wie heißt das VIER PFOTEN-

Tierheim in Österreich?

10. Nach welchem See ist der

deutsche Bärenwald benannt?

Buchstabensalat

Witz des Sommers

Gehen zwei Zahnstocher durch

den Wald, kommt ein Igel vorbei.

Sagt der eine Zahnstocher:

„Du ich wusste gar nicht, dass

hier Busse fahren.“

Sandra H. (13) aus Hamburg

Lösungswort

Bilderrätsel mit einem versteckten

„tierischen Sprichwort”

1. 2.

3, 4, 5

4, 5, 6

3. 4.

5 = t

1, 5

Hier haben sich sechs Wildtiere versteckt, die aufgrund

ihrer spezialisierten Lebensweise für eine Heimtierhaltung

nicht geeignet sind!

d a l h g d e h k F t q

k b v x C a g y o R g a

m p S C H L A N G E h y

l o a q I w f z r T n x

f w q p N l s e b T l c

e r w E C H S E x C t v

s t u i H p r v y H r b

a r q w I o p f D E G U

m c f g L k j a s N r m

S C H I L D K R o e t e

h s d y A a e r x n r i

1 2 S Ow Mi nM tEe R r 22 00 00 98

6.

5.

b , 1, 2, 3, 4, 5, 6

(ein Nachbarland von Österreich!)

1, 2, 3

7.

1 = H

Lösung: ––––––– ––– ––– ––––––

––––.


Warum in Samboja die

Orang-Utans zur Schule gehen

Jeder weiß, dass Orang-Utans Menschenaffen sind und zu unseren

nächsten Verwandten zählen; etwa wie Cousinen zweiten Grades. Wir

Menschen gehen zur Schule, um zu lernen selbstständig zu werden und

später einmal eine eigene Familie ernähren zu können. Bei den Orang-Utans

ist das genauso.

Orang-Utan-Mütter sind

unglaublich liebevoll

Im normalen Leben hat ein Orang-Utan-

Kind einen „Privatlehrer“, nämlich

die Mutter. Von der Mama kann

sich ein Orang-Utan-Kind alles

abschauen, was es später

zum Überleben braucht.

Orang-Utan-Mütter

sind geduldig und

liebevoll – und die

Kinder beobachten

ihre Mama genau.

Die sagt nämlich

nicht „Tu dies, lass

jenes…“, sondern

die tut einfach, was

notwendig ist: z. B.

Essbares suchen,

Nüsse knacken oder

einen Sonnenhut

herstellen. Die Mama

weiß, wann im Wald die

Früchte reif sind

und sie verläuft

sich nie. Das Orang-

Utan-Kind imitiert die

Mama und lernt dadurch

spielerisch wie das Überleben

funktioniert.

Die Orang-Utan-Babys wissen,

dass sie eine Ersatzmama brauchen

Unsere Orang-Utans in Samboja sind Waisenkinder und müssen

deshalb in die Waldschule gehen. Man kann sich vorstellen,

wie schlimm es ist, wenn eine Orang-Utan-Mama stirbt

und das Baby plötzlich allein ist! Plötzlich soll es Menschen

vertrauen, wo es doch Menschen waren, die die Mama umgebracht

haben. Aber die Babys wissen, dass sie eine Ersatzmama

brauchen. Früher oder später öffnen sie ihr Herz, denn

sonst sterben sie vor Kummer.

Was die Orang-Utan-Kinder

in der Waldschule so treiben

In der Waldschule lernen die Waisenkinder voneinander und

ihren menschlichen Pflegeeltern. Sie verbringen dort eine

glückliche Kindheit mit vielen Spielkameraden und „Geschwistern“.

Sie erleben Abenteuer, zeigen sich gegenseitig, was

gefährlich ist, plantschen am Bach, lernen was essbar ist, beschützen

einander und manch einer knüpft eine Freundschaft

fürs Leben.

Fotos:VIER PFOTEN / Signe Preuschoft

Regenwaldprotokoll

starke pfote Anna-Maria H. hat eine spannende Facharbeit über den Regenwald vorbereitet und in

ihrer Schule präsentiert. Ein wichtiger Anstoß für ihre Arbeit war die zunehmende Zerstörung des

Regenwaldes. Ihrer Meinung nach sollte jeder einen Beitrag dazu leisten dieses Naturwunder – ein

Lebensraum für viele Arten – zu erhalten.

Foto: privat

Auf www.starke-pfoten.at unter Club-Forum-Referate/Berichte hast du

die Möglichkeit die Facharbeit nachzulesen. 1000 Dank Anna-Maria für

das tolle Werk.

1 3


Außengehege für Meerschweinchen

und Kaninchen

Bestimmt weißt du, dass ein Außengehege in der freien Natur für

deine Freunde das Allerschönste ist. Ganz klar, dass Einiges zu beachten

ist, wenn die Kleinsäuger von einem Käfig in ein artgerechtes

Zuhause ins Freie umziehen. Hier findest du einige Tipps und auch eine

Bauanleitung für das neue Zuhause deiner Lieblinge:

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Umzug

ins Freie?

Der Umzug sollte nicht vor Ende Mai stattfinden, da vorher die

Nächte noch zu kalt sind. Ab Juni können sie ohne Probleme

ihr Winterfell entwickeln und somit auch die kalte Jahreszeit

draußen verbringen. Besitzt du kein winterfestes Quartier,

solltest du sie im Herbst wieder ins Haus holen.

Die optimale Vorbereitung zur Haltung im

Freien

Schon Wochen bevor der Umzug ansteht, solltest du den

Tieren weiterhin Heu, aber auch frisches Gras zufüttern, damit

sie sich daran gewöhnen können.

Kaninchen die draußen gehalten werden, müssen vorher

gegen Myxomatose und die gefährliche Chinaseuche (RDH)

geimpft werden.

Darf ich nur ein einzelnes Tier halten?

Niemals! Meerschweinchen und auch Kaninchen müssen

mindestens einen Artgenossen haben, damit sie sich untereinander

verständigen können.

große Rohre zum Durchkriechen

und eine erhöhte Liegemöglichkeit

für Kaninchen.

• Ein Kaninchenbau muss mehrere Ausgänge

haben, da die Tiere sich im Falle eines

Angriffs sonst in die Enge getrieben fühlen.

• Mehrere Schlafhäuschen und Versteckmöglichkeiten

sind auch für Meerschweinchen unerlässlich.

• Weidenzweige sind für Kaninchen gesundheitsfördernd

und gut zur Abnutzung der Zähne.

Was du für den Bau alles benötigst:

• ausreichend Maschendrahtzaun aus dem Baumarkt (max.

2 cm Maschenweite) für Boden, Seitenwände und Dach

• mehrere Holzpfosten in ca. 1 Meter Länge (ca. 40 cm im

Boden und 60 cm über dem Boden)

• Holzlatten als obere Querverstrebungen für Gehege und

Dach

• eine Plane als Regen-, Harz- und Sonnenschutz

• Rindenmulch

Wichtige Tipps für das Gehege:

• Es muss ganztägig Schattenplätze und

Regenschutz bieten.

• Deine Freunde haben viele Feinde (Greifvögel, Katzen

usw.), daher sollte das Gehege gut abgesichert sein.

• Ein wetterfester Stall mit isoliertem Boden und

ohne direkten Bodenkontakt muss vorhanden sein.

Meerschweinchen und Co. sind sehr empfindlich,

was Zugluft und Nässe angeht.

• Da Kaninchen sehr gerne graben, sollte das

Gehege ein- und ausbruchssicher sein.

• Abwechslung im Gehege ist das A und O

für deine Kleinsäuger. Super sind immer

Versteckmöglichkeiten, Plätze zum Graben

Foto: Natascha Schuhen

Die ganze Familie hilft beim Bau des

neuen Geheges.

1 4 S O M M E R 2 0 0 9


Foto:Michaela Heintz

Foto: wave111/pixelio.de

Kaninchen lieben erhöhte

Liegeplätze.

Das Dach: Befestige den Zaun am Holzrahmen und fixiere

die eine Seite per Scharnier zum Aufklappen, die andere mit

einem sicheren Verschluss.

Der Gehegebau

Als Faustregel gilt: Je größer, desto besser!

Für zwei bis drei Kaninchen brauchst du mindestens sechs bis

zehn Quadratmeter Platz. Für zwei bis vier Meerschweinchen

mindestens vier bis acht Quadratmeter.

Wenn du das Areal ausgemessen hast, dann gehe

mit den Maßen zum Baumarkt und lasse dich dort

von einem Mitarbeiter beraten. Er wird mit dir

zusammen berechnen, wie viele Laufmeter Zaun

du benötigst.

Beginne dann den Boden abzugraben (ca. 50

cm) und zu ebnen. Lege großflächig Maschendraht

auf und streue als erste Schicht Rindenmulch

und dann Erde darüber. Beginne

dann den Zaun aufzustellen; die Enden des

Bodengitters müssen rundherum gut mit

dem Zaun verknüpft werden. Die Holzlatten

dienen zur Stabilisierung und als Auflagefläche

für das Dach.

Fertig ist das neue Heim: Wenn das neue Zuhause für deine

Lieblinge fertig ist, kannst du stolz auf dich sein. Behalte sie

aber immer im Auge und vergiss nicht, dass sie auf deine

Pflege angewiesen sind und täglich frisches Wasser und Heu

benötigen.

Wenn du noch Fragen zu unserer Bauanleitung hast, kannst

du gerne eine Mail schicken an heimtier@vier-pfoten.at

Foto: Ruth Morgenegg

Ein neues und artgerechtes Zuhause an

der frischen Luft.

1 5

Foto: Rainer Sturm/pixelio.de


Hannah D.,

10 Jahre aus Linz (A)

Hannah hat eine abenteuerliche

Geschichte über einen Hasen

geschrieben, der ganz viele Hühner

aus einer Legebatterie befreit.

Nachzulesen ist dieser spannende

Bericht auf www.starke-pfoten.at

Club-Forum-Referate/Berichte.

Viel Spaß beim Lesen.

Lena B.,9 Jahre aus Linz

(A), hat ein wunderbares

Bild von Hühnern in

Freilandhaltung gezeichnet.

Schnappschuss-Wettbewerb

Alle starke pfoten an die

Kamera! Gesucht wird der

lustigste Haustier-Schnappschuss

mit einem passenden

Spruch dazu.

Sende dein Photo bis zum

31. Oktober 2009 an VIER

PFOTEN – Stiftung für Tierschutz,

Johnstraße 4, 1150

Wien ein. Die originellsten

Einsendungen werden im

nächsten pfotenabdruck

veröffentlicht!

So, und jetzt

auf „senden“...

Lösungen Rätselecke/Seite 12

Kreuzworträtsel

1. Versuchstier, 2. Tierhandlung, 3. Drei, 4. OrangUtanwaisen,

5. Kosmetik, 6. Ultraschallwellen, 7. Hufeisen, 8. Winterruhe,

9. PFOTENHILFE, 10. Mueritz – Lösungswort: Tierschutz

Bilderrätsel

Lösungswort: Bekannt wie ein bunter Hund

Buchstabensalat

Schlange, Echse, Degu, Schildkröte, Chinchilla, Frettchen

TIERPORTRÄT

Steckbrief: Fledermaus

VIER PFOTEN–Infotisch in der

Steiermark (A) von Sandra, Fabienne,

Sarah und Anja (v.l.)

Klasse: Säugetiere

Ordnung: Sie gehören zu den Fledertieren mit mehr

als 900 Arten.

Verbreitung: fast überall auf der Welt

Nahrung: überwiegend Früchte oder Insekten.

Größere Tiere fressen auch Mäuse oder

Frösche. Nur drei in Amerika lebende

Arten ernähren sich ausschließlich vom

Blut größerer Wirbeltiere.

Größe: artenabhängig,

Flügelspannweite von 16 cm bis 100 cm

Gewicht: artenabhängig, 1,9 g bis 190 g

Fellfarbe: braun, grau, schwarz

Orientierung: Ultraschallwellen helfen ihnen, sich auch

bei völliger Dunkelheit zurechtzufinden.

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