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oho #1 - Das Magazin des Fürstentums Liechtenstein

Das neue Liechtenstein-Magazin nimmt Sie mit auf eine Entdeckungsreise. In den Rubriken Staat/Fürstenhaus, Natur/Freizeit, Kultur/Genuss sowie Wirtschaft/Bildung gewähren wir Ihnen Einblick in die kleinen und grossen Geschichten des Mikrokosmos Liechtenstein.

Das neue Liechtenstein-Magazin nimmt Sie mit auf eine Entdeckungsreise. In den Rubriken Staat/Fürstenhaus, Natur/Freizeit, Kultur/Genuss sowie Wirtschaft/Bildung gewähren wir Ihnen Einblick in die kleinen und grossen Geschichten des Mikrokosmos Liechtenstein.

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<strong>oho</strong><br />

<strong>Das</strong> <strong>Magazin</strong> <strong>des</strong><br />

<strong>Fürstentums</strong> <strong>Liechtenstein</strong><br />

<strong>#1</strong> 2014/15<br />

Staat/Fürstenhaus<br />

Natur/Freizeit<br />

Kultur/Genuss<br />

Wirtschaft/Bildung<br />

25 Jahre<br />

Thronjubiläum<br />

So weit,<br />

so klein<br />

Kultur mit<br />

Grossstadtflair<br />

Kleines Land,<br />

grosse Ideen


Helfen zu wachsen.<br />

„ Der Sämann sagt dem Samen nicht, was er zu werden hat.<br />

Er gibt ihm durch sein Tun die Möglichkeit zu wachsen, das zu werden,<br />

was bereits in ihm ist.“<br />

www.handinhand.li


<strong>oho</strong>?!<br />

Liebe Leserin, lieber Leser<br />

«<strong>oho</strong>» ist gemäss Duden ein Ausruf <strong>des</strong> Erstaunens. Und genau<br />

das ist es, was wir mit dem neuen <strong>Liechtenstein</strong>-<strong>Magazin</strong><br />

erreichen möchten. Wir möchten Sie zum Staunen bringen.<br />

<strong>Liechtenstein</strong> ist wie ein Buch. Wer anfängt darin zu lesen,<br />

hält bis zum letzten Wort den Atem an. Denn <strong>Liechtenstein</strong><br />

ist traditionell und modern, überschaubar und weltoffen,<br />

sportlich und sinnlich. <strong>Liechtenstein</strong> verströmt Atmosphäre.<br />

Es sind die kleinen Dinge, die Sie staunen lassen.<br />

<strong>Das</strong> <strong>Liechtenstein</strong>-<strong>Magazin</strong> «<strong>oho</strong>» nimmt Sie mit auf eine Entdeckungsreise<br />

durch 160 Quadratkilometer. Die kleinen und<br />

grossen Geschichten gewähren Ihnen einen Einblick in den<br />

Mikrokosmos <strong>Liechtenstein</strong>.<br />

Zugegeben, das Land ist nicht gross. Erweitern Sie Ihr Bild<br />

von <strong>Liechtenstein</strong>, denn <strong>Liechtenstein</strong> ist mehr. Es ist klein<br />

und <strong>oho</strong> – und hat viel zu bieten!<br />

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre.<br />

Ernst Risch<br />

Geschäftsführer <strong>Liechtenstein</strong> Marketing<br />

Herausgeber<br />

P.S. Über Ihr Feedback freuen wir uns.<br />

www.liechtenstein.li/feedback<br />

<strong>Liechtenstein</strong> hat viel zu bieten<br />

<strong>Liechtenstein</strong> – das ist Grösse auf kleinstem Raum. Oder, um<br />

es mit den Worten eines Reisejournalisten auszudrücken:<br />

«Geniessen Sie ein Glas Wein und einen Teller Käseknöpfle,<br />

und dieser Ort fühlt sich alles andere als klein an.»<br />

Wer in <strong>Liechtenstein</strong> lebt und arbeitet, schätzt die Überschaubarkeit,<br />

die Verlässlichkeit, die Lebensqualität. Ein Garant für<br />

das Wohlergehen von Land und Leuten ist <strong>Liechtenstein</strong>s florierende<br />

Wirtschaft.<br />

Im Buch der Wirtschaftsförderung wurde kürzlich ein neues<br />

Kapitel aufgeschlagen: Die Standortförderung wurde ins<br />

Blickfeld gerückt. <strong>Liechtenstein</strong> will sich als attraktive Destination<br />

für innovative Unternehmen und als ideales Reiseziel<br />

positionieren.<br />

Denn <strong>Liechtenstein</strong> hat viel zu bieten, seinen Gästen ebenso<br />

wie seinen Unternehmen. Die Gäste finden Ruhe und Erholung,<br />

aber auch Spass und Unterhaltung. Die Unternehmen<br />

schätzen die liberale Wirtschaftspolitik, das Steuerklima und<br />

die unbürokratisch kurzen Wege.<br />

Es lohnt sich, nach <strong>Liechtenstein</strong> zu kommen!<br />

Dr. Thomas Zwiefelhofer<br />

Regierungschef-Stellvertreter<br />

Minister für Inneres, Justiz und Wirtschaft


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Staat/Fürstenhaus<br />

Natur/Freizeit<br />

25 Jahre<br />

Thronjubiläum<br />

So weit,<br />

so klein<br />

4 20<br />

<strong>Das</strong> Interview 6<br />

Erlebbare Zeitreise 10<br />

Moderner Kleinstaat 14<br />

Ein Land – 11 Gemeinden 16<br />

Der Blick aus Washington 18<br />

Sport- und Freizeitparadies 24<br />

Wild und schön 28<br />

Urafrika in <strong>Liechtenstein</strong> 32<br />

Fürstliche Winteridylle Malbun 36<br />

Mein kleines Paradies 38<br />

2


Kultur/Genuss<br />

Wirtschaft/Bildung<br />

Kultur mit<br />

Grossstadtflair<br />

Kleines Land,<br />

grosse Ideen<br />

42 66<br />

Sarahs Bühne 46<br />

Der gesellige <strong>Liechtenstein</strong>er 50<br />

Kulturmeile Vaduz 52<br />

Weingenuss 54<br />

Demeter-Wein in Sicht 56<br />

Die Kunst <strong>des</strong> Geniessens 58<br />

Made in <strong>Liechtenstein</strong> 64<br />

Top-Wirtschaftsstandort 68<br />

Tradition & Innovation 70<br />

Von der Spinnerei zur Universität 72<br />

Finanzplatz 2.0 77<br />

Mit internationaler Stimme 79<br />

Fürstlich tagen 83<br />

3


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Staat/Fürstenhaus<br />

25 Jahre<br />

Thronjubiläum<br />

<strong>Liechtenstein</strong> ist eine Erbmonarchie, die im Jahr<br />

2014 ein besonderes Jubiläum feiert: <strong>Das</strong> 25-jährige<br />

Thronjubiläum <strong>des</strong> Lan<strong>des</strong>fürsten Hans-Adam II.<br />

von und zu <strong>Liechtenstein</strong>. Interview: Johannes Kaiser<br />

Fotos: Roland Korner<br />

5


Staat/Fürstenhaus<br />

Am 1. Juli 1983 kündigte Fürst Franz Josef II. anlässlich<br />

seines 45. Regierungsjubiläums an, dass er im<br />

Frühjahr 1984 seinen Sohn Erbprinz Hans-Adam II.<br />

mit den Regierungsgeschäften betrauen werde. «Ich<br />

bin sicher, dass er die Zuneigung und Mitarbeit aller<br />

so erfahren wird, wie ich dies in all den vergangenen<br />

Jahren erlebte. Die Einheit von Fürst, Fürstenhaus<br />

und Volk ist der wichtigste Garant für eine hoffungsvolle<br />

Zukunft <strong>des</strong> Lan<strong>des</strong>.» Nach dem Tod von Fürst<br />

Franz Josef II. am 13. November 1989 erfolgte die Regierungsübernahme<br />

durch Fürst Hans-Adam II.<br />

So begeht <strong>Liechtenstein</strong> am 13. November 2014 die grosse Feier <strong>des</strong><br />

25-jährigen Thronjubiläums seines Lan<strong>des</strong>fürsten Hans-Adam II.<br />

Erbprinz Alois wurde von seinem Vater am 15. August 2004 als Stellvertreter<br />

mit der Wahrnehmung der nationalen und internationalen<br />

Aufgaben <strong>des</strong> Staatsoberhauptes <strong>des</strong> <strong>Fürstentums</strong> <strong>Liechtenstein</strong> betraut.<br />

<strong>Das</strong> 25-jährige Thronjubiläum von Lan<strong>des</strong>fürst Hans-Adam II.<br />

und das 10-jährige Jubiläum von Erbprinz Alois sind Anlass, um<br />

mit den drei Generationen der Fürstenfamilie – Lan<strong>des</strong>fürst Hans-<br />

Adam II., Erbprinz Alois und dem 19-jährigen Prinz Wenzel – dieses<br />

Interview zu führen.<br />

Durchlaucht, ist ein Kleinstaat wie <strong>Liechtenstein</strong> im Konzert der<br />

grossen Staatengemeinschaft ein Erfolgsrezept?<br />

S.D. Fürst Hans-Adam II.: Nicht nur der Erfolg, sondern auch das<br />

Überleben eines Kleinstaates in Europa hängt massgeblich vom politischen<br />

Umfeld in Europa ab sowie von der politischen Führung im<br />

Kleinstaat. Seit dem Ende <strong>des</strong> Mittelalters bis zur Mitte <strong>des</strong> 20. Jahrhunderts<br />

war das politische Umfeld für Kleinstaaten in Europa ungünstig.<br />

In dieser Zeit sind fast alle Kleinstaaten <strong>des</strong> Mittelalters verschwunden.<br />

<strong>Das</strong>s das Fürstentum <strong>Liechtenstein</strong> überlebt hat, verdankt<br />

es im Wesentlichen der starken Stellung <strong>des</strong> Fürstenhauses in Europa<br />

– sei es in der Politik, der Wirtschaft oder im militärischen Bereich. Erst<br />

die politische Konsolidierung in Europa nach dem zweiten Weltkrieg,<br />

der Untergang <strong>des</strong> expansiven sowjetischen Imperiums und die Errichtung<br />

von Freihandelszonen hat die Bedingungen für Kleinstaaten,<br />

S.D. Erbprinz Alois<br />

von <strong>Liechtenstein</strong><br />

6


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

S.D. Fürst Hans-Adam II.<br />

von <strong>Liechtenstein</strong><br />

S.D. Prinz Wenzel<br />

von <strong>Liechtenstein</strong><br />

7


Staat/Fürstenhaus<br />

zumin<strong>des</strong>t in Europa, entscheidend verbessert. Allerdings<br />

braucht es dann immer noch eine politische Führung, die<br />

willens und in der Lage ist, die Möglichkeiten zu nutzen, die<br />

sich aus den verbesserten Rahmenbedingungen ergeben.<br />

S.D. Erbprinz Alois: Ein KIeinstaat ist nicht per se ein Erfolgsrezept.<br />

Ein Kleinstaat hat im Vergleich zu grossen Staaten<br />

Vor- und Nachteile. Zu den Nachteilen gehören vor allem<br />

die fehlende wirtschaftliche und militärische Macht, der<br />

kleine Heimmarkt sowie die fehlenden «economies of scale».<br />

Diese wirken unterschiedlich stark, je nachdem welchen<br />

politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der<br />

Kleinstaat regional und international ausgesetzt ist. Zu den<br />

Vorteilen gehören insbesondere die kurzen Wege zwischen<br />

Politik und Bevölkerung, die sich daraus ergebende grosse<br />

Transparenz über die Abläufe im Staat und die Tatsache,<br />

dass sich ein Kleinstaat eine grosse Bürokratie sowie eine<br />

problematische Wirtschaftspolitik mit hohen Subventionen<br />

gar nicht leisten kann. Vor allem die Vorteile, die sich aus<br />

den kurzen Wegen ergeben können, müssen aber auch genutzt<br />

werden. Dazu zähle ich ein schnelles Reagieren auf<br />

sich ändernde Rahmenbedingungen, eine breite Abstützung<br />

der Entscheidungsfindung in der Bevölkerung und ein Nutzen<br />

der Synergien, die eine weniger komplexe Verwaltung<br />

bietet.<br />

<strong>Liechtenstein</strong> befindet sich in einem Strukturwandel.<br />

Wo sehen Sie Risiken? Wo Chancen?<br />

S.D. Fürst Hans-Adam II.: Jeder moderne Staat befindet<br />

sich in einem ständigen Strukturwandel. Branchen<br />

schrumpfen, andere wachsen. <strong>Das</strong> Schrumpfen in einer<br />

Branche oder in einem Betrieb, der nicht mehr konkurrenzfähig<br />

ist, können Sie auf Dauer nicht verhindern. Entscheidend<br />

ist, dass ein Staat möglichst günstige Bedingungen<br />

bietet für neue Unternehmen oder veränderte Strukturen in<br />

Unternehmen, damit die Gesamtwirtschaft weiter wächst<br />

und dadurch Arbeitsplatzverluste ausgeglichen werden. Zu<br />

den günstigen Bedingungen gehören u.a. niedrige Steuern,<br />

eine gute Infrastruktur – nicht zuletzt im Bereich Kommunikation<br />

– und eine gut ausgebildete Bevölkerung. <strong>Liechtenstein</strong><br />

bietet diesbezüglich hervorragende Rahmenbedingungen,<br />

aber die Konkurrenz schläft nicht, und <strong>des</strong>halb<br />

müssen wir ständig daran arbeiten, unser System weiter zu<br />

verbessern.<br />

Rechts der antike Empfangsraum,<br />

unten der Innenhof auf Schloss Vaduz<br />

8


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Ich glaube aber nicht, dass es Aufgabe <strong>des</strong> Staates ist, mit<br />

Subventionen oder anderen Massnahmen gewisse Branchen<br />

zu fördern oder andere zu behindern.<br />

S.D. Erbprinz Alois: Ich teile diese Sicht über den Strukturwandel.<br />

Die Risiken beim Strukturwandel liegen vor allem<br />

darin, dass man versucht, ihn aufzuhalten, anstatt, dass<br />

man die Chancen nutzt, die der Strukturwandel bietet.<br />

Wohin, glauben Sie, wird sich <strong>Liechtenstein</strong> entwickeln?<br />

S.D. Fürst Hans-Adam II.: Für <strong>Liechtenstein</strong> ist das politische<br />

und wirtschaftliche Umfeld in Europa entscheidend.<br />

Dieses hat sich im politischen Bereich nach dem Zusammenbruch<br />

<strong>des</strong> sowjetischen Imperiums einigermassen<br />

stabilisiert, wobei die Entwicklung in der Ukraine ein Unsicherheitsfaktor<br />

ist. Im wirtschaftlichen Bereich ist die hohe<br />

Verschuldung der europäischen Staaten ein Unsicherheitsfaktor.<br />

Ich glaube, dass selbst wenn es in der Ukraine zu<br />

einem Bürgerkrieg kommt oder einige europäische Staaten<br />

zahlungsunfähig werden, dies nur eine begrenzte Auswirkung<br />

auf <strong>Liechtenstein</strong> haben wird. Die liechtensteinische<br />

Industrie und unser Dienstleistungssektor sind auch ausserhalb<br />

Europas konkurrenzfähig und können dadurch<br />

Rückschläge in Europa einigermassen abfangen.<br />

Erbprinz Alois, wie bereiten Sie Ihren Sohn auf seine wichtige<br />

Aufgabe <strong>des</strong> künftigen Fürsten vor?<br />

S.D. Erbprinz Alois: Neben der üblichen Erziehung, die<br />

man seinen Kindern mitzugeben versucht, erzähle ich ihm<br />

von den Aufgaben <strong>des</strong> Staatsoberhauptes und berate ihn,<br />

wie er sich am besten darauf vorbereiten kann. Dabei geht<br />

es auch darum, welche Fächer in der Schule, welche Praktika,<br />

welche Studien und Berufserfahrung ihm helfen können.<br />

<strong>Das</strong> Schloss: Warum darf es nicht besichtigt werden?<br />

Könnten Sie sich eine Öffnung vorstellen?<br />

S.D. Fürst Hans-Adam II.: Ein Museumsbetrieb <strong>des</strong> Schlosses<br />

wäre nur möglich, wenn wir aus dem Schloss ausziehen.<br />

Als mein Vater 1938 nach <strong>Liechtenstein</strong> zog, war es der<br />

allgemeine Wunsch der Bevölkerung, dass er im Schloss<br />

wohnt. Vor rund 40 Jahren habe ich den Vorschlag gemacht,<br />

dass wir aus dem Schloss ausziehen und dieses wieder zu<br />

einem Museum machen, um Kosten zu sparen. Mein Vorschlag<br />

stiess damals auf erheblichen Widerstand und ich<br />

glaube, daran hat sich auch heute nichts geändert.<br />

S.D. Erbprinz Alois: <strong>Liechtenstein</strong> wird in den nächsten Jahren<br />

weiterhin mit einem Umfeld rechnen müssen, das<br />

schwieriger ist als die 30 Jahre vor 2008. <strong>Liechtenstein</strong> hat<br />

aber im internationalen Vergleich immer noch eine sehr<br />

gute Position und sollte sich weiterhin gut entwickeln können,<br />

wenn es in den nächsten Monaten die richtigen Reformschritte<br />

setzt.<br />

S.D. Prinz Wenzel: Ich bin zuversichtlich, dass auch meine<br />

Generation zu einer positiven Entwicklung <strong>Liechtenstein</strong>s<br />

beitragen wird.<br />

Fakten<br />

<strong>Das</strong> viel beachtete Buch «Der Staat<br />

im dritten Jahrtausend» von S.D.<br />

Fürst Hans-Adam II. wurde bereits<br />

in 12 Sprachen übersetzt.<br />

www.fuerstenhaus.li<br />

One Princely House –<br />

three generations<br />

<strong>Liechtenstein</strong> is a hereditary monarchy and this<br />

year is celebrating two special anniversaries:<br />

the 25th anniversary of Prince Hans-Adam II<br />

von und zu <strong>Liechtenstein</strong> acceding to the throne<br />

and the 10th anniversary of Hereditary<br />

Prince Alois being named his representative.<br />

Following the death of Prince Franz Josef II on<br />

13 November 1989, Prince Hans-Adam II became<br />

Reigning Prince of the Principality of <strong>Liechtenstein</strong>.<br />

On 15 August 2004 he appointed his<br />

son, Hereditary Prince Alois, as his representative<br />

and entrusted to him all national and international<br />

duties inherent to the head of state.<br />

Since then Hereditary Prince Alois has exercised<br />

all sovereign rights. The next in line to<br />

the throne is his son, Prince Wenzel. For more<br />

information visit www.fuerstenhaus.li<br />

9


Staat/Fürstenhaus<br />

Erlebbare Zeitreise<br />

<strong>Liechtenstein</strong> ist eine konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratischer und<br />

parlamentarischer Grundlage – eine Staatsform, die in dieser Art weltweit einzigartig<br />

ist: <strong>Das</strong> duale Zusammenwirken von Fürst und Volk. Die Zeitreise in<br />

die politische Geschichte <strong>Liechtenstein</strong>s ist mit Leander Schädler ein Erlebnis –<br />

originell und informativ. Anhand der historischen Gebäude von Vaduz erklärt er<br />

unterhaltsam die geschichtlichen Hintergründe und Meilensteine <strong>des</strong> Lan<strong>des</strong>.<br />

Text: Rebecca Testi-Marogg · Fotos: Paul Trummer<br />

<strong>Das</strong> Landtagsgebäude auf dem Peter-Kaiser-Platz<br />

und oben Schloss Vaduz. In <strong>Liechtenstein</strong> ist<br />

die Staatsgewalt auf Fürst und Volk aufgeteilt.<br />

10


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Nachdem Fürst Johann Adam Andreas<br />

1699 die Grafschaft Schellenberg<br />

erwarb, erfolgte 1712 der Kauf der<br />

Grafschaft Vaduz. 1719 wurde<br />

das Gebiet zum Reichsfürstentum<br />

<strong>Liechtenstein</strong> erhoben.<br />

he<br />

tip<br />

<strong>Das</strong> Lan<strong>des</strong>museum ist für den Start der Zeitreise ideal: Ein Teil<br />

dieses geschichtsträchtigen Gebäu<strong>des</strong> bildete das ehemalige «Verweserhaus»,<br />

in dem der verlängerte Arm <strong>des</strong> Fürsten, der zu dieser<br />

Zeit in Wien residierte, die Geschicke <strong>des</strong> Lan<strong>des</strong> in <strong>des</strong>sen Sinne<br />

lenkte. Heute legen dort die historischen Sammlungen Zeugnis der<br />

bewegten Geschichte <strong>Liechtenstein</strong>s ab. Sowohl das Gebäude wie<br />

auch die Ausstellungen mit ihren faszinierenden Exponaten, u.a.<br />

Bilder, Urkunden und Münzen, sind einen Besuch wert.<br />

Fürstlicher Erwerb der Herrschaft Schellenberg<br />

und Grafschaft Vaduz<br />

<strong>Das</strong> Rathaus von Vaduz ist die nächste Station: Majestätisch, mit<br />

künstlicher Lockenpracht und fürstlichen Orden ausgestattet, blicken<br />

die Adeligen im rustikalen Saal den Betrachtern entgegen.<br />

<strong>Das</strong> Geschlecht der <strong>Liechtenstein</strong>er wurde mit Hugo von <strong>Liechtenstein</strong><br />

erstmals ab 1130 urkundlich erwähnt. Vor dem Porträt eines<br />

Mannes, der die Geschichte <strong>Liechtenstein</strong>s besonders nachhaltig geprägt<br />

hat, bleibt Leander Schädler stehen: Johann Adam Andreas I.<br />

Von den früheren Eigentümern, den Grafen von Hohenems, erwarb<br />

er 1699 die Herrschaft Schellenberg und 1712 die Grafschaft Vaduz.<br />

So rühmen sich die Unterländer heute noch damit, die Ur-<br />

<strong>Liechtenstein</strong>er zu sein, was sie anlässlich der 300-Jahrfeier im<br />

Jahre 1999 mit einer Reihe von Feierlichkeiten zelebrierten.<br />

«Weshalb erwarb die Familie von <strong>Liechtenstein</strong> diese Ländereien,<br />

<strong>des</strong>sen Bevölkerung arm und keine prosperierenden wirtschaftlichen<br />

Anreize vorhanden waren?» Die rhetorische Frage stellt Leander<br />

Schädler gern. Die Antwort: Die Grafen von Hohenems brauchten<br />

Geld. Für Johann Adam Andreas war ein strategischer Grund<br />

entscheidend: Die Reichsunmittelbarkeit der Herrschaft Schellenberg<br />

und der Grafschaft Vaduz ermöglichten dem Hause <strong>Liechtenstein</strong><br />

den Einzug in den Reichstag und damit Sitz und Stimme im<br />

Reichsfürstenrat.<br />

Je näher dem Landtagsgebäude, <strong>des</strong>to mehr Demokratie<br />

Nächste Station: <strong>Das</strong> Regierungsgebäude und der Peter-Kaiser-<br />

Platz. <strong>Das</strong> erste landständische Parlament wurde 1818 ins Leben<br />

gerufen, weil die Mitgliedschaft im deutschen Bund dies vorschrieb.<br />

1842 war Fürst Alois II. der erste Regent, der sein Land<br />

besuchte. Zu dieser Zeit war <strong>Liechtenstein</strong> bereits ein souveräner<br />

Staat. Demokratische Strukturen wurden von Peter Kaiser, dem<br />

Namensgeber <strong>des</strong> Platzes, ab 1849 eingefordert. In dieser Zeit deuteten<br />

die Zeichen in Europa auf Umbruch. Diese Entwicklung ging<br />

auch an <strong>Liechtenstein</strong> nicht spurlos vorbei.<br />

«Ab 1862 entwickelte sich unter Fürst Johann II. die Demokratisierung.<br />

Ein Parteiwesen – im heutigen Sinne – gab es noch nicht.<br />

Erst ab Anfang <strong>des</strong> 20. Jahrhundert wurde dieses eingeführt. Die<br />

Christlich-Soziale Volkspartei und die Fortschrittliche Bürgerpartei<br />

wurden 1918 aus der Taufe gehoben, 1921 entstand die neue<br />

Verfassung und so gewann das Parlament an Bedeutung», so Lean-<br />

11


Staat/Fürstenhaus<br />

der Schädler. Auf dem Weg in den Landtag erklärt er:<br />

«Rund eine Million Ziegelsteine zählt das Hohe Haus und<br />

das Lange Haus inklusive dem Peter-Kaiser-Platz mit dem<br />

idyllischen Baumgarten.» Betritt man das Landtagsgebäude,<br />

so geht es zuerst an der Säulenhalle vorbei und eine<br />

Stiege empor in den eindrucksvollen Plenumssaal, in dem<br />

heute 25 Parlamentarier in kreisförmig angeordneter Sitzordnung<br />

die Volksvertretung bilden.<br />

Franz Josef II. – der erste Fürst mit Wohnsitz im<br />

Schloss Vaduz<br />

Der erste Regent, der in <strong>Liechtenstein</strong> auf Schloss Vaduz<br />

seinen Wohnsitz nahm, war Fürst Franz Josef II. 1938 zog<br />

er nach <strong>Liechtenstein</strong>. <strong>Das</strong> düstere Kapitel <strong>des</strong> Nationalsozialismus<br />

griff um sich, Österreich wurde kampflos an<br />

Deutschland angeschlossen und so gab es auch in <strong>Liechtenstein</strong><br />

nationalsozialistische Bewegungen. Die Anwesenheit<br />

<strong>des</strong> Fürsten ermöglichte eine gewisse Sicherheit und<br />

förderte die innenpolitische Stabilität. «Während der<br />

Kriegszeit lenkte der junge Fürst Franz Josef II. die aussenpolitischen<br />

Geschäfte sehr umsichtig. Auch die Regierung,<br />

der Landtag und die Parteien trugen dazu bei, dass <strong>Liechtenstein</strong><br />

selbstständig blieb», erklärt Leander Schädler an<br />

dieser Stelle.<br />

Fürst und Volk<br />

Gern stellt Leander Schädler die Frage: «In welchem Land<br />

hat das gesamte Parlament in einem runden Plenum<br />

Platz?» Natürlich in <strong>Liechtenstein</strong>. Anfangs tagte die<br />

Volksvertretung übrigens an verschiedenen Orten – volksnah<br />

sogar im Gasthaus Kirchthaler, wo heute der Vaduzerhof<br />

steht. 2012 wurde das 150-jährige Jubiläum «<strong>Liechtenstein</strong>er<br />

Landtag» gefeiert und erst seit 2008 besitzt die<br />

Legislative ein eigenes Haus. Bis dahin war es ein langer<br />

Weg, auf dem viel geschah – was genau, verrät Leander<br />

Schädler während der Führung... Die Staatsgewalt liegt<br />

gleichermassen in den Händen von Fürst und Volk. Inspiriert<br />

von der Atmosphäre <strong>des</strong> Hohen Hauses hält Leander<br />

Schädler am Ende seiner Zeitreise inne und meint: «Dieses<br />

duale System ist das Erfolgsrezept, das das Fürstentum<br />

<strong>Liechtenstein</strong> prägt und den Menschen diese Heimat gibt,<br />

auf die sie stolz sind.»<br />

Fakten<br />

<strong>Das</strong> Parlament, der «Landtag»,<br />

besteht aus 25 Abgeordneten.<br />

Politisch gliedert sich <strong>Liechtenstein</strong><br />

in die zwei Wahlkreise<br />

Oberland und Unterland.<br />

www.landtag.li<br />

«<strong>Das</strong> duale System ist das<br />

Erfolgsrezept», erklärt<br />

Leander Schädler auf seiner<br />

Führung durch Vaduz.<br />

12


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Geschichte im Überblick<br />

<strong>Das</strong> Gebiet <strong>des</strong> heutigen <strong>Fürstentums</strong> ist seit der Jungsteinzeit besiedelt. 15 v. Chr. eroberten<br />

die Römer die Region und gliederten sie in die römische Provinz Raetia ein. Nach der<br />

römischen Herrschaft wurde das rätoromanische Gebiet unter fränkischer Verwaltung<br />

und die Zuwanderung von Alemannen germanisiert. Der heutige Staat wurde von den<br />

Fürsten von <strong>Liechtenstein</strong> durch den Kauf der Grafschaft Vaduz (1712) und der Herrschaft<br />

Schellenberg (1699) gegründet. 1719 wurden die beiden Gebiete vereint und zum Reichsfürstentum<br />

erhoben. Seitdem ist es ein souveränes Land und einer der wenigen Staaten,<br />

der als Kleinstaat bis heute erfolgreich besteht. Aufgrund der historischen Zweiteilung in<br />

Oberland (Süden) und Unterland (Norden) ist das Land noch heute in zwei politische Wahlkreise<br />

geteilt.<br />

1342 Die Grafschaft Vaduz entsteht<br />

1396 Die Grafschaft Vaduz wird reichsunmittelbar<br />

1699 Fürst Johann Adam Andreas kauft die Herrschaft Schellenberg<br />

1712 Fürst Johann Adam Andreas kauft die Grafschaft Vaduz<br />

1719 Erhebung zum Reichsfürstentum <strong>Liechtenstein</strong><br />

1806 Souveränität durch Aufnahme in den Rheinbund<br />

1815 Beitritt zum Deutschen Bund<br />

1852 Zollvertrag mit Österreich<br />

1862 Die konstitutionelle Verfassung tritt in Kraft<br />

1868 Aufhebung <strong>des</strong> liechtensteinischen Militärs<br />

1919 Auflösung <strong>des</strong> Zollvertrags mit Österreich<br />

1921 Die neue Verfassung tritt in Kraft<br />

1924 Zollvertrag mit der Schweiz, Einführung <strong>des</strong> Schweizer Frankens<br />

1950 Mitglied beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag<br />

1978 Mitglied <strong>des</strong> Europarates<br />

1990 <strong>Liechtenstein</strong> wird 160. Mitglied der UNO<br />

1991 Mitglied der EFTA<br />

1995 Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)<br />

1995 Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO)<br />

1997 Errichtung der Erzdiözese Vaduz<br />

1999 300 Jahre <strong>Liechtenstein</strong>er Unterland<br />

2003 Neue Verfassung tritt in Kraft<br />

2004 Erbprinz Alois wird Stellvertreter von Fürst Hans-Adam II.<br />

2006 200 Jahre Souveränität<br />

2012 300 Jahre <strong>Liechtenstein</strong>er Oberland<br />

2014 25-jähriges Thronjubiläum von Fürst Hans-Adam II.<br />

13


Staat/Fürstenhaus<br />

Moderner Kleinstaat<br />

Klein zu sein birgt Chancen, aber auch Gefahren. Wenn «klein» mit<br />

dynamisch, entscheidungsfreudig, individuell, innovativ und verlässlich<br />

verbunden wird, dann sind es die Vorteile, die das Fürstentum<br />

<strong>Liechtenstein</strong> ausspielen kann. Was heisst es «klein und <strong>oho</strong>» zu sein,<br />

Herr Regierungschef? Interview: Johannes Kaiser · Foto: Martin Walser<br />

Ist ein Kleinstaat wie <strong>Liechtenstein</strong> ein Erfolgsrezept?<br />

Regierungschef Adrian Hasler: <strong>Liechtenstein</strong> existiert seit<br />

über 300 Jahren erfolgreich. Ein Kleinstaat zu sein, führt<br />

jedoch nicht per se zum Erfolg. Ich denke, es hängt davon<br />

ab, was man aus dieser besonderen Ausganglage macht.<br />

Nach einem enormen Aufschwung in den vergangenen<br />

Jahrzehnten stehen jetzt grosse Strukturveränderungen<br />

an. Aufgrund der Kleinheit sind die Wege kürzer und die<br />

Entscheidungen oft schneller als in grossen Staaten. Wenn<br />

wir diese Vorteile auch künftig nutzen, dann sind wir im<br />

Wettbewerb der Regionen erfolgreich.<br />

Wenn Sie in <strong>Liechtenstein</strong> eine Sache auf der Stelle verändern<br />

könnten – was würden Sie ändern?<br />

Die Sanierung <strong>des</strong> Staatshaushaltes steht ganz oben auf<br />

meiner Liste. Denn damit würden sich einige weitere<br />

Punkte in der Folge auch gleich erledigen.<br />

<strong>Liechtenstein</strong> befindet sich in einem Strukturwandel.<br />

Wo sehen Sie die Risiken – wo die Chancen?<br />

Wir sind aufgrund unserer Grösse in der Lage, uns schnell<br />

auf neue Begebenheiten einzustellen und Nischen zu besetzen.<br />

Die kurzen Wege sind dabei sehr hilfreich. Als Risiko<br />

im Wege stehen könnte uns da nur die Angst vor dem<br />

eigenen Mut.<br />

Was ist ihr oberstes Ziel?<br />

<strong>Liechtenstein</strong> muss auch in Zukunft aus einer starken Position<br />

heraus handeln können. Dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit<br />

ist daher ein wesentliches Ziel.<br />

<strong>Liechtenstein</strong> grenzt an drei Wirtschaftsräume. Ist diese<br />

Grenzlage ein Vor- oder Nachteil?<br />

Die EWR-Mitgliedschaft – unter gleichzeitiger Aufrechterhaltung<br />

<strong>des</strong> Zollvertrags mit der Schweiz – ist für uns ein<br />

wesentlicher Faktor unserer Erfolgsgeschichte. Über das<br />

EWR-Abkommen haben wir den Zugang zum EU-Binnenmarkt<br />

und dieser Zugang ist für unsere exportorientierte<br />

Wirtschaft entscheidend.<br />

Welche «Geheimtipps» empfehlen Sie einem Besucher,<br />

der erstmals nach <strong>Liechtenstein</strong> kommt?<br />

Einen Besuch unserer wunderschönen Alpenregion. Nach<br />

einer kurzen Fahrt ist man in einer völlig anderen Welt<br />

und kann das herrliche Bergpanorama, saubere Luft, kristallklares<br />

Wasser und herzhafte Speisen geniessen. <strong>Das</strong> ist<br />

Lebensqualität pur.<br />

Sind Sie stolz, der Regierungschef von <strong>Liechtenstein</strong> zu<br />

sein?<br />

Selbstverständlich. Würde ich diese Frage nicht mehr mit<br />

JA beantworten können, würde ich mein Amt niederlegen.<br />

<strong>Liechtenstein</strong> hat als so kleines Land im Konzert der grossen<br />

viele Höhepunkte. An welche denken Sie spontan?<br />

Spontan denke ich an unsere wunderschöne Landschaft,<br />

aber auch an die vielen Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen<br />

oder die vielfältige Kultur zu geniessen. Ich lade<br />

die Leser dieses <strong>Magazin</strong>s herzlich dazu ein, die Einzigartigkeit<br />

<strong>Liechtenstein</strong>s vor Ort zu entdecken.<br />

14


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Modern small state<br />

Being a small state brings with it both opportunities<br />

and risks. Through dynamism,<br />

decisiveness, individuality, innovation and<br />

reliability, <strong>Liechtenstein</strong> is able to reap the<br />

benefits. The Principality has existed and<br />

flourished for over 300 years. Its small surface<br />

area makes for simpler and quicker<br />

decision-making than in many larger countries.<br />

Providing <strong>Liechtenstein</strong> continues to<br />

use the advantage its size and location<br />

bring, the Principality will continue to<br />

compete successfully. For more information<br />

visit www.liechtenstein.li<br />

Fakten<br />

Der Regierungschef und vier<br />

Regierungsräte bilden das<br />

oberste Exekutivorgan. Die Regierung<br />

ist sowohl dem Landtag<br />

als auch dem Lan<strong>des</strong>fürsten<br />

verantwortlich.<br />

www.regierung.li<br />

Welchen Wert hat für Sie...?<br />

Freiheit: Lebe deinen Traum<br />

Geld: Mittel zum Zweck<br />

Privatheit: Raum zum Aufladen<br />

Ehrlichkeit: Grundlage für Vertrauen<br />

Familie: Quelle <strong>des</strong> Antriebes<br />

Politik: Einsatz für alle<br />

Ernährung: Vorstufe zum Genuss<br />

Sport: Opfer <strong>des</strong> Terminplans<br />

Lebensqualität: Ziel allen Bestrebens<br />

<strong>Liechtenstein</strong>: Meine Heimat<br />

«Aufgrund der Kleinheit<br />

sind die Wege kürzer und die<br />

Entscheidungen oft schneller<br />

als in grossen Staaten», so<br />

Regierungschef Adrian Hasler.<br />

15


Staat/Fürstenhaus<br />

Ein Land – 11 Gemeinden<br />

1<br />

Ruggell (2’092 Einwohner)<br />

Blaues Blütenmeer: Einzigartig ist die Blütezeit<br />

der Schwertlilien im Ruggeller Riet<br />

im Frühsommer. <strong>Das</strong> Naturschutzgebiet ist<br />

gleichzeitig Heimat von Störchen, Reihern,<br />

Bibern u.v.m. www.ruggell.li<br />

5<br />

Eschen (4’295 Einwohner)<br />

1<br />

9<br />

Triesenberg (2’621 Einwohner)<br />

Die Einwohner der Walser Gemeinde unterscheiden<br />

sich nicht nur in ihrem Dialekt.<br />

<strong>Das</strong> Museum zeigt die Herkunft und Lebensweise<br />

der Walser. Am WalserSagenWeg<br />

werden Gespenster, Hexen und Ungeheuer<br />

wieder lebendig.<br />

www.triesenberg.li<br />

Zeitreise: Wandern am historischen Höhenweg<br />

am Eschner Berg – ein Ausflug in die<br />

Vergangenheit mit faszinierenden Ein- und<br />

Ausblicken. Tipp: Die älteste Gerichtsstätte<br />

befindet sich bei der Kapelle Rofenburg,<br />

heute ein idyllischer Ort mit einzigartiger<br />

Panoramaaussicht. www.eschen.li<br />

6<br />

3<br />

5<br />

Malbun<br />

Bergort und Familienparadies (1’600<br />

m.ü.M.): Im Sommer ein exzellentes Wandergebiet<br />

mit einer im Alpenraum einzigartigen<br />

Flora und Fauna. Im Winter ein Eldorado<br />

für Skifahrer, Snowboarder,<br />

Schneeschuhläufer, Eiskletterer und Spaziergänger.<br />

Ortsteil von Triesenberg.<br />

www.malbun.li<br />

7<br />

Planken (421 Einwohner)<br />

Startort für Wanderungen: Von Planken<br />

geht es auf die Gafadura mit einer Top-Aussicht.<br />

Die «Drei Schwestern» laden zur<br />

hochalpinen Wanderung ein.<br />

www.planken.li<br />

8<br />

10<br />

Steg<br />

Ebenfalls Ortsteil von Triesenberg (1’200<br />

m.ü.M.): Langlaufparadies, 15 km gespurte<br />

Loipen, davon sind 3 km beleuchtet.<br />

11<br />

11<br />

Balzers (4’592 Einwohner)<br />

Wein und Wirtschaft: Inmitten von Balzers<br />

ragt die Burg Gutenberg empor, umgeben<br />

von Weinbergen. Bedeutender Gewerbestandort.<br />

www.balzers.li<br />

16


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

3<br />

Gamprin (1’649 Einwohner)<br />

2<br />

4<br />

4<br />

Der Schwurplatz auf dem Kirchhügel in Bendern<br />

symbolisiert den Beginn <strong>des</strong> heutigen<br />

<strong>Liechtenstein</strong>s (1699 Huldigung). Die Freizeitanlage<br />

mit dem Naturba<strong>des</strong>ee «Grossabünt»<br />

ist ein Magnet im Sommer. www.gamprin.li<br />

Mauren (4’142 Einwohner)<br />

Ausflugsziel: Ein besonderer Anziehungspunkt<br />

ist die Freizeitanlage mit Beachvolleyball,<br />

Boccia, Bewegungspark, Vogelparadies<br />

u.v.m. www.mauren.li<br />

2<br />

Schellenberg (1’032 Einwohner)<br />

Wie im Dornröschenschlaf: Die Burgruine<br />

Schellenberg. Jeden September erwacht sie<br />

beim «Princely <strong>Liechtenstein</strong> Tattoo» mit<br />

dem faszinierenden Musik-Show-Event<br />

zum Leben... Informativ und unterhaltsam:<br />

Der neu ausgeschilderte Höhenweg.<br />

www.schellenberg.li<br />

7<br />

8<br />

Vaduz (5’372 Einwohner)<br />

Hauptstadt und kulturelles Zentrum <strong>des</strong><br />

<strong>Fürstentums</strong>. Kunst, Kultur, Briefmarken,<br />

Schloss, Fürstliche Hofkellerei und Shopping<br />

laden zum Verweilen und Relaxen ein.<br />

Je<strong>des</strong> Jahr am 15. August: Staatsfeiertag<br />

mit Feuerwerk und rauschendem Volksfest.<br />

www.vaduz.li<br />

6<br />

Schaan (5’927 Einwohner)<br />

Auf Expansion: In der grössten Gemeinde<br />

<strong>des</strong> Lan<strong>des</strong> ist mit Theater, Strassencafés<br />

und Events immer etwas los. Starker Wirtschaftsstandort.<br />

www.schaan.li<br />

9<br />

www.liechtenstein.li<br />

10<br />

Triesen (4’989 Einwohner)<br />

Spoerry und Gasometer: Der Gasometer als<br />

Kultur- und das Spoerryareal als Bildungs-,<br />

Kommunikations- und Freizeitzentrum<br />

prägen die Gemeinde. Einziger Campingplatz<br />

<strong>des</strong> Lan<strong>des</strong>. Besondere Augenblicke<br />

und Erlebnisse bietet der Hochseilpark<br />

im Forst. www.triesen.li<br />

<strong>Liechtenstein</strong> in Kürze<br />

Fläche: 160 km 2<br />

Einwohnerzahl: 37’132<br />

Staatsform: Konstitutionelle Erbmonarchie auf<br />

demokratischer und parlamentarischer Grundlage<br />

Gemeinden: 11<br />

Topografie: Tiefster Punkt: Ruggeller Riet<br />

430 m.ü.M., höchste Erhebung: Grauspitz<br />

2’599 m.ü.M., Grösste Ausdehnung: 24.6 km<br />

lang und 12.4 km breit<br />

Hauptstadt: Vaduz<br />

Staatsfeiertag: 15. August<br />

www.staatsfeiertag.li<br />

Telefon-Vorwahl: +423<br />

Religion: 79 % römisch-katholisch, 8 % protestantisch,<br />

13 % andere<br />

Währung: Die in <strong>Liechtenstein</strong> gültige Währung<br />

ist der Schweizer Franken (CHF). Euros werden<br />

an den meisten Orten akzeptiert.<br />

Einwohnerzahlen gemäss Bevölkerungsstatistik 31.12.2013<br />

17


Staat/Fürstenhaus<br />

Der Blick<br />

aus Washington<br />

Seit 1997 bestehen direkte diplomatische Beziehungen zwischen <strong>Liechtenstein</strong> und den<br />

Vereinigten Staaten von Amerika. Die USA sind für <strong>Liechtenstein</strong> einer der wichtigsten<br />

Handelspartner, der Markt birgt grosses Entwicklungspotential. Verschiedene liechtensteinische<br />

Unternehmen sind in amerikanischen Bun<strong>des</strong>staaten angesiedelt. Die Bekanntmachung<br />

und Förderung <strong>Liechtenstein</strong>s als attraktiver Wirtschaftsstandort hat<br />

demzufolge hohe Priorität. Kulturaustausch, die Zusammenarbeit im akademischen Bereich<br />

und Tourismus sind weitere Prioritäten. Interview: Johannes Kaiser · Fotos: Meridian Center<br />

Claudia Fritsche vertritt <strong>Liechtenstein</strong> seit 24 Jahren in den<br />

USA. Von 1990 bis 2002 war sie liechtensteinische UNO-<br />

Botschafterin in New York. Seither ist sie residierende Botschafterin<br />

<strong>Liechtenstein</strong>s in Washington. Ein kleines Land<br />

inmitten einer riesigen Nation: Wie erlebt Botschafterin<br />

Claudia Fritsche diese sehr spezielle Situation? <strong>Das</strong> Interview<br />

mit Botschafterin Claudia Fritsche für «<strong>oho</strong>» führte<br />

Johannes Kaiser.<br />

Wie sehen Sie das Fürstentum <strong>Liechtenstein</strong> aus Ihrer<br />

Distanz von 6’700 km Luftlinie?<br />

Botschafterin Claudia Fritsche: <strong>Liechtenstein</strong> hat sich<br />

sehr verändert. Ich bin ein Produkt jener Zeit, in der sich<br />

das Land zum Industriestandort und Finanzzentrum entwickelte,<br />

kann mich also noch sehr gut an die Zeit «vorher»<br />

erinnern. Die wirtschaftliche Entwicklung hat uns sehr<br />

nach aussen exponiert. Diese Veränderungen verlangen<br />

uns einiges ab.<br />

Die Grössenunterschiede sind enorm – wie erklären Sie<br />

das Fürstentum <strong>Liechtenstein</strong> in den USA?<br />

<strong>Liechtenstein</strong> ist nicht unbekannt, aber oft nur als Alpenland<br />

und Monarchie. Unsere Geschichte beeindruckt immer<br />

wieder, auch die Tatsache, dass wir nicht von Tourismus und<br />

Briefmarken leben. Es gilt also immer wieder, das <strong>Liechtenstein</strong>-Image<br />

entweder zu schaffen oder zu korrigieren.<br />

Ihre Mission in Washington?<br />

Hauptaufgabe ist es, die liechtensteinischen Interessen<br />

wirkungsvoll zu vertreten, die Zusammenarbeit mit den<br />

USA auf möglichst vielen Gebieten zu stärken, neue Bereiche<br />

zu erschliessen und ein optimales Netzwerk zu unterhalten.<br />

18


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Botschafterin Claudia Fritsche<br />

pflegt das Netzwerk <strong>Liechtenstein</strong>s<br />

in den USA. Hier bei<br />

einem Besuch im Weissen Haus<br />

mit Präsident Barack Obama<br />

und First Lady Michelle Obama.<br />

<strong>Liechtenstein</strong> befindet sich in einem Strukturwandel.<br />

Wo sehen Sie die Risiken, wo die Chancen?<br />

Weiterentwicklung und Prosperität mit ihren Konsequenzen<br />

stehen der Ablehnung einer weiteren Öffnung gegenüber.<br />

Wollen wir Stagnation? Dies wird eine sehr<br />

schwierige politische Entscheidung sein.<br />

Welche Tipps würden Sie einem erstmaligen Besucher<br />

geben?<br />

Nebst den bekannten Sehenswürdigkeiten schlage ich immer<br />

eine Wanderung in den <strong>Liechtenstein</strong>er Alpen vor, <strong>des</strong><br />

Weiteren einen Besuch im Unterland, Käsknöpfle gehören<br />

dazu.<br />

Was bedeutet es für Sie persönlich, <strong>Liechtenstein</strong> als<br />

Botschafterin in den USA zu vertreten?<br />

Ich bin in der glücklichen Lage, meinen Beruf als Berufung<br />

zu empfinden. Was man gerne tut, fühlt sich nicht wie Arbeit<br />

an. So geht es mir. Es ist ein grosses Privileg, dass ich<br />

zwei unserer acht Aussenvertretungen aufbauen durfte.<br />

Welchen Wert hat für Sie...?<br />

Freiheit: Kann nicht hoch genug eingestuft werden<br />

Geld: Man kann damit nicht alles kaufen<br />

Privatheit: Wichtig, aber mehr Transparenz ist auch o.k.<br />

Ehrlichkeit: Bitte immer!<br />

Familie: Wichtige Zelle der Gesellschaft<br />

Politik: Aussenpolitik ist Innenpolitik und umgekehrt<br />

Ernährung: Lieber ausgewogene Ernährung als Vitamintabletten<br />

Sport: Ich betreibe regelmässig Fitness<br />

Lebensqualität: Beeinflusst mein Wohlbefinden sehr<br />

<strong>Liechtenstein</strong>: Klein und <strong>oho</strong><br />

The view from Washington: small<br />

but strong<br />

The Principality of <strong>Liechtenstein</strong> and its population<br />

of around 37’000 is represented by embassies in cities<br />

including Berlin, Brussels, Vienna, Berne, Washington<br />

and the United Nations in New York. Claudia<br />

Fritsche has been <strong>Liechtenstein</strong>’s Representative<br />

in the United States for 24 years. From 1990 until<br />

2002 she acted as <strong>Liechtenstein</strong>’s Ambassador to<br />

the United Nations in New York; since 2002 she has<br />

been Residing Ambassador of the Principality of<br />

<strong>Liechtenstein</strong> in Washington. Closer cooperation<br />

between the US and <strong>Liechtenstein</strong> in recent years,<br />

particularly in the field of financial services, has led<br />

to a series of important bilateral agreements. So<br />

what is it like representing a small country at an<br />

international level?<br />

For the interview with Ambassador Claudia Fritsche<br />

and more information visit www.liechtenstein.li<br />

19


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Natur/Freizeit<br />

So weit,<br />

so klein<br />

Angeschmiegt an die Berge und den blauen<br />

Himmel als Dach – das ist <strong>Liechtenstein</strong>. Es ist<br />

die natürliche Schönheit, die das Fürstentum<br />

prägt. Diese vollkommene Kombination aus<br />

Ruhe, erfrischender Höhenluft, saftig-grünen<br />

Wiesen, kristallklarem Wasser und der Magie<br />

ästhetischer Landschaften. Hier wird echte<br />

Lebensqualität spürbar ...<br />

Text: Verena Cortés · Fotos: Martin Walser und Franz J. Meier<br />

21


Natur/Freizeit<br />

Ob Berg oder Tal, ob Unter- oder Oberland – überall gibt<br />

es Kleinode zu entdecken, die alle in kurzen Distanzen<br />

erreichbar sind. Egal, wo man sich in <strong>Liechtenstein</strong> befindet<br />

– die natürlichen Erholungsoasen sind nah. Wer Orte<br />

der Ruhe sucht, der fährt in die nahen Berge oder sucht<br />

sich einen kraftspendenden Platz direkt am Alpenrhein.<br />

Die Freizeitmöglichkeiten sind unerschöpflich – und das<br />

zu jeder Jahreszeit.<br />

«Hoi» in luftigen Höhen<br />

Wenn man an lauen Sommerabenden nur wenige <strong>Liechtenstein</strong>er<br />

durch die Orte flanieren sieht, dann ist man<br />

als Besucher am falschen Fleck. Denn wer sportlich aktiv<br />

ist, der ist am frühen Abend auf dem Weg nach Gaflei<br />

oder zum spektakulären Fürstensteig. Dort zeigt sich<br />

<strong>Liechtenstein</strong> von seiner schönsten Seite. Wenn die Sonne<br />

die majestätischen Felswände gelb-rot erleuchtet, dann<br />

ist der Alltag vergessen und Ruhe und Gelassenheit<br />

stellen sich bald ein. Die Panoramaaussicht lässt den<br />

Blick ruhen und Probleme werden ganz klein.<br />

Kreuzen sich die Wege der Wanderer, so hört man schon<br />

bald ein grüssen<strong>des</strong>, sympathisches «Hoi» oder auch ein<br />

«Gell, schö do?». Teilweise kommt das typische Grusswort<br />

auch aus der Luft, denn die <strong>Liechtenstein</strong>er nutzen ihre<br />

Berge auch gerne als Ausgangspunkt für einen abendlichen<br />

Höhenflug mit dem Gleitschirm. Dabei sind die warmen<br />

Aufwinde entlang <strong>des</strong> Fürstensteigs ein Paradies für<br />

Paragleiter. Auch Mountainbiker schwärmen von den exzellenten<br />

Routen und einzigartigen Touren.<br />

Von Brätelpausen und Hirschgesängen<br />

<strong>Liechtenstein</strong>s Alpengebiet ist nicht nur ein Natur- und<br />

Erlebnisparadies, es verleiht dem kleinen Land auch eine<br />

An die Grenze zwischen <strong>Liechtenstein</strong> und Österreich<br />

gebaut und ein beliebtes Ziel für Wanderer<br />

und Mountainbiker:<br />

Die Pfälzerhütte (2’108 m.ü.M.)<br />

22


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

ungeahnte Grösse: 32 Gipfel (bis zu 2’600 Meter hoch)<br />

und 400 km Wanderwege sprechen für sich. Aber auch in<br />

tieferen Lagen kommen Flora- und Fauna-Liebhaber auf<br />

ihre Kosten. Zahlreiche Burgruinen, beispielsweise in<br />

Schellenberg, sind wunderbare Ausflugsziele für Familien.<br />

Alle sind gut zu Fuss oder mit dem Fahrrad zu erreichen<br />

und bieten eine zauberhafte Kulisse für eine<br />

«Wurst-Brätel-Pause». Wer noch einen kurzen Schwenk<br />

durch das Naturschutzgebiet «Ruggeller Riet» (tiefster<br />

Punkt <strong>Liechtenstein</strong>s mit 430 m.ü.M.) einplant, den erwarten<br />

überraschende Perspektiven und magische Lichtspiele<br />

am Abend. Üppige Wälder, naturbelassene Rietgebiete<br />

und ein grosses Alpengebiet prägen den kleinen<br />

Alpenstaat und seine intakte Tierwelt. Mit etwas Glück<br />

sind Biber, Störche, Weissrückenspechte, der vom Aussterben<br />

bedrohte Wachtelkönig und im alpinen Gebiet<br />

Gämsen, Murmeltiere und Steinböcke zu beobachten. Eindrucksvolle<br />

«Wildlife»-Erlebnisse ermöglicht am Ende <strong>des</strong><br />

Sommers das Valorschtal, wenn die brünftigen Hirsche<br />

bis zur Erschöpfung röhren. Die Hirschgesänge lassen<br />

sich zur vorgerückten Stunde auch im Ortsteil Steg erleben.<br />

Diese Augenblicke sind einzigartig und ein echtes<br />

Erlebnis, das man nie vergisst.<br />

Fakten<br />

Ein grosses Land für Wanderer:<br />

Über 400 km beschilderte Wanderwege<br />

auf 160 km 2 von der<br />

Talebene bis ins alpine Gelände.<br />

www.wanderbar.li<br />

Übrigens: <strong>Liechtenstein</strong> steht für einen sanften, nachhaltigen<br />

Tourismus. Naturexkursionen, Hüttenwanderungen,<br />

Winterwandern, Naturrodelstrecken u.v.m. erwarten die<br />

Besucher. Der legendäre Fürstensteig, der blumige Fürstin-<br />

Gina-Weg und das idyllische Valünatal sind nur einige der<br />

einzigartigen Erlebnis-Touren, die hier möglich sind. Fürstliche<br />

Momente inklusive.<br />

So small, so good<br />

<strong>Das</strong> idyllische Valünatal ermöglicht den Blick<br />

auf die höchsten Berge <strong>Liechtenstein</strong>s<br />

There are few places where just a ten-minute<br />

journey can transport you to a whole<br />

new world. From the high mountains to the<br />

valley floor, the Oberland in the south to<br />

the Unterland in the north – wherever you<br />

go in <strong>Liechtenstein</strong> you will discover natural<br />

gems that are hidden away yet easy to<br />

reach. The Principality is an oasis of relaxation.<br />

Those looking for a little peace and<br />

quiet can simply head for the nearby mountains<br />

or find a quiet spot on the banks of<br />

the Rhine, while sports enthusiasts can enjoy<br />

countless activities throughout the<br />

year. Popular sports include inline-skating,<br />

cycling, riding, swimming, paragliding<br />

and archery in summer as well as skiing,<br />

snowboarding, ice climbing, tobogganing,<br />

winter hiking, cross-country skiing and<br />

ski touring in winter. For more information<br />

visit www.tourismus.li<br />

23


Natur/Freizeit<br />

Sport- und Freizeitparadies<br />

Im Sommer wandern, biken, paragleiten, reiten, klettern und vieles mehr.<br />

32 Gipfel (bis zu 2’600 Meter hoch) und 400 km Wanderwege sprechen<br />

für sich. Im Winter skifahren, snowboarden, tourengehen, winterwandern<br />

oder rodeln. Neben den Outdooraktivitäten ermöglichen Kraftorte am<br />

Rhein und zahlreiche Freizeitanlagen vielfältige Entspannung. <strong>Das</strong> Besondere:<br />

Egal in welcher Gemeinde man sich im Fürstentum befindet – in<br />

zehn Minuten ist man in der faszinierenden, erholsamen Natur...<br />

Text: Barbara Schneider · Fotos: <strong>Liechtenstein</strong> Marketing<br />

24


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

In der Mittagpause joggen in den Bergen oder entlang <strong>des</strong> Alpenrheins,<br />

abends mit dem Mountainbike eine Tour auf Gaflei, das<br />

Sareiser Joch oder ins Ruggeller Riet – stets hat man hier die beeindruckende<br />

Kulisse der Alpen vor Augen. Doch das Schönste ist<br />

danach der gesellige «Hock» in einer der rustikalen Hütten oder<br />

Restaurants.<br />

Eingebettet und umringt von viel Natur – <strong>Liechtenstein</strong> ist mittendrin.<br />

Wasser, Tal und Berge bieten unzählige Möglichkeiten, sich<br />

sportlich zu betätigen. Und der Freizeitsport hat in <strong>Liechtenstein</strong><br />

einen hohen Stellenwert: Denn diese Lebensqualität und Lebensfreude<br />

sind wesentliche Säulen der Gesellschaft. Talentierte werden<br />

bereits von Jugend auf in der Sportschule und in den Sportverbänden<br />

gefördert. Freude an der Bewegung und an der Fitness<br />

sind oft die Triebfedern und so ist die Grenze zwischen Sport, Freizeit<br />

und Geselligkeit fliessend. Gemütliche Bergbeizen wie die Lawena,<br />

die Pfälzer Hütte oder die Gafadura Hütte laden unterwegs<br />

auf feine «Plättli» und kühle Getränke ein.<br />

Bike erklimmen oder den LGT Alpin Marathon vom Tal ins Malbun<br />

in grösster Eile bewältigen. Es ist viel Raum, sich auszutoben,<br />

Grenzen kennenzulernen – oder sich einfach nur zu erholen, zu<br />

geniessen und den Blick schweifen zu lassen.<br />

Gleitschirm- und Drachenfliegen, Klettern im alpinen Gelände<br />

oder am Eisturm – die Möglichkeiten, einen Per spektivwechsel<br />

vorzunehmen, sind hier an vielen Stellen schier unerschöpflich.<br />

Auch Wanderungen – beispielsweise über den legendären Fürstensteig<br />

oder den blumigen Fürstin-Gina-Weg – bringen Gelassenheit<br />

und vielfältige Erholung. Bei sommerlichen Temperaturen oder<br />

wenn das Tal dem Berg vorgezogen wird, gibt es verschiedene<br />

Möglichkeiten der Abkühlung: Baden im Alpenrhein, in einem der<br />

Vom Wasser über die Berge bis hoch in die Lüfte<br />

Es gibt natürlich auch die Wilden, die von Alp zu Alp, von Gipfel<br />

zu Gipfel wandern, Berge bis ganz nach oben mit dem Mountain-<br />

25


Natur/Freizeit<br />

Freibäder oder dem beliebten Ba<strong>des</strong>ee «Grossabünt» inklusive<br />

herrlichem Bergpanorama. Alle Bade- und Freizeitanlagen bieten<br />

weitere Sportarten an, beispielsweise Beachvolleyball.<br />

Ausgefallenes und Abenteuerliches<br />

Inlineskaten auf dem Rheindamm – auf feinem Strassenbelag und<br />

mit Panoramablick auf die Alpen – ist Kino für die Seele und körperliches<br />

Training zugleich. Flache, exzellente Radwege verbinden<br />

das Dreiländereck <strong>Liechtenstein</strong>, Österreich und die Schweiz – und<br />

natürlich den Bodensee. Vom Hochseilpark im Forst über Abenteuerspielplätze<br />

und «Ridamm City» – einer Erlebnis-Ranch mit Büffeln,<br />

Maislabyrinth und Fussballgolf – bis hin zu zahlreichen Fussballplätzen,<br />

Minigolfanlage und Driving-Range reicht das Angebot. Neu<br />

ist übrigens die Polo-Schule in Vaduz.<br />

Fakten<br />

25 Attraktionen, 1 Preis:<br />

Entdecken Sie das Fürstentum<br />

mit dem Erlebnispass<br />

«<strong>Liechtenstein</strong> all inclusive».<br />

<strong>Liechtenstein</strong> – a haven for<br />

leisure and sports<br />

<strong>Liechtenstein</strong>’s stunning natural landscape<br />

is the country’s greatest asset and the<br />

backdrop for many leisure and sports activities<br />

throughout the year. In summer it<br />

offers hiking, biking, paragliding, horse<br />

riding, rock climbing and much more besi<strong>des</strong>.<br />

With a total of 32 summits (up to<br />

2’600 m altitude) and 400 km of marked hiking<br />

trails, outdoor enthusiasts have plenty<br />

to explore. During the winter months there<br />

is skiing, snowboarding, ski touring, winter<br />

hiking, tobogganing and plenty of other<br />

outdoor activities available. Those looking<br />

to relax can stroll down to the Rhine or pay<br />

a visit to one of the many indoor leisure facilities.<br />

What’s so special about <strong>Liechtenstein</strong><br />

is that whichever municipality you<br />

are in, within the space of just ten minutes<br />

you can be in untouched nature. For more<br />

information visit www.tourismus.li<br />

www.erlebnispass.li<br />

<strong>Liechtenstein</strong> ist ein sportverrücktes Land.<br />

<strong>Das</strong> beweisen auch die zahlreichen Sportveranstaltungen.<br />

Zwei Highlights in jedem Jahr sind das<br />

Beachvolleyball-Turnier in Vaduz (links) und der LGT<br />

Alpin Marathon (unten), bei dem man nahezu das<br />

gesamte Land durchläuft.<br />

26


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Atemberaubende Aussichten: Für erfahrene<br />

und schwindelfreie Wanderer ist die Tour über<br />

die Drei Schwestern ein Genuss.<br />

Dynamisch und faszinierend<br />

– der Sport hoch zu<br />

Ross. Alle Informationen<br />

zur ersten Poloschule<br />

<strong>Liechtenstein</strong>s:<br />

T +41 79 433 64 53<br />

www.polo.li<br />

Foto: Daniel Ospelt<br />

27


Natur/Freizeit<br />

28


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Wild und schön<br />

Rau, wild, mystisch – das Lawenatal gilt als<br />

Geheimtipp in der Vierländerregion: Steil<br />

fallen seine Hänge ab, dunkel ist der Wald<br />

und geheimnisvoll erhebt sich der Falknis<br />

hinter der Alp Lawena. Wer den engen Weg<br />

hinein beschreitet, der versteht schnell, warum<br />

sich viele Geschichten um dieses Tobel<br />

ranken: Die Wanderung ist ein ganz besonderes<br />

Erlebnis; manchmal fühlt es sich an,<br />

als würde man in das Bergmassiv hinein<br />

schreiten. Schroff und faszinierend zugleich<br />

– eine ganz eigene Atmosphäre herrscht in<br />

diesem Tal. In Tuass angekommen, empfängt<br />

ein idyllisches Bergdorf die Wanderer.<br />

Text: Rebecca Testi-Marogg · Fotos: Franz J. Meier,<br />

Werner Legler und Paul Trummer<br />

«Seit 34 Sommern bin ich hier in der Lawena. <strong>Das</strong> ist noch<br />

ursprüngliche, echte Natur für mich», sagt Giusep Dermon,<br />

Alpwirt in der Lawena. Wir treffen ihn auf dem Weg hinein<br />

ins Tal, als er dabei ist, den Weg zum Hang zu sichern. Wir<br />

begleiten ihn ein Stück und als wir die «Wegmacherhütte»<br />

erreichen, zeigt er uns einen Felsbrocken, der bizarr zwischen<br />

den Stämmen einer Buche gelandet ist und dort festhängt.<br />

«Für mich ist das hier <strong>Liechtenstein</strong>s inoffizieller Nationalpark.<br />

So natürlich und unentdeckt. Wanderer, die von<br />

unten nur heraufschauen, sehen gar nicht, was hier noch<br />

kommt.» Dabei lohnt sich der Weg ins atemberaubende<br />

«Zwergendörfchen» oben am Berg: Die intakte Natur, die<br />

manchmal an einen Zauberwald erinnert, die blühenden<br />

Bergwiesen und das ferne Läuten der Kuhglocken lassen<br />

eine besondere Romantik aufkommen. Rund 30 Hütten umfasst<br />

das Dorf. Übrigens richten sich ein Mal pro Jahr alle<br />

Blicke auf die Triesner Heuberge: Am Staatsfeiertag wird<br />

hier die weit über die Grenzen hinaus sichtbare Krone entzündet.<br />

<strong>Das</strong> Lawental bietet Ausblicke in<br />

eine unberührte Natur.<br />

29


Natur/Freizeit<br />

Die ehemaligen Heuhütten auf «Tuass»<br />

werden heute von den Besitzern als<br />

Freizeit-Domizile genutzt. An den<br />

steilen Berghängen wird am Staatsfeiertag<br />

eine Krone entzündet, die von<br />

Vaduz aus sichtbar ist.<br />

www.formen-der-natur.ch<br />

Der Weg in die Heuberge<br />

<strong>Das</strong> Lawenatal hat eine lange Tradition als Kulturlandschaft: Anton<br />

Frommelt (1895–1975), der ehemalige Pfarrer der Gemeinde<br />

Triesen, beschrieb den Weg einst als «guten Fahrweg» zu den<br />

wichtigen Bergwiesen. Die Triesner stiegen im Sommer für einige<br />

Wochen hinauf, um die «Heuberge» auf Tuass zu erreichen und das<br />

wertvolle Wildheu einzubringen. Im Winter holten sie es dann mit<br />

Schlitten – in oft halsbrecherischen Aktionen – aus den Hütten ins<br />

Tal. Kreuze am Wegrand bezeugen, dass das nicht immer unfallfrei<br />

geschah...<br />

Alpwirt Giusep Dermon: «Für<br />

mich ist das hier <strong>Liechtenstein</strong>s<br />

inoffizieller Nationalpark. So natürlich<br />

und unentdeckt. Wanderer,<br />

die von unten nur heraufschauen,<br />

sehen gar nicht, was<br />

hier noch kommt.»<br />

30


Die <strong>Liechtenstein</strong>er<br />

Hüttentour<br />

In vier Tagen alle Berghütten im Alpengebiet <strong>des</strong> <strong>Fürstentums</strong><br />

<strong>Liechtenstein</strong> erleben: Die geführte Tour auf<br />

dem «Dach <strong>des</strong> <strong>Fürstentums</strong>» ermöglicht einzigartige<br />

Einblicke in die alpine Kulturlandschaft <strong>Liechtenstein</strong>s<br />

– mit vielen Hintergrundinformationen. Mit ein wenig<br />

Glück können wilde Gämse, Steinböcke, Murmeltiere<br />

und Steinadler bei dieser Tour beobachtet werden. Die<br />

Hütten sind urig, einzigartig und einen Besuch wert.<br />

Endstation für die «Tobelhocker»<br />

<strong>Das</strong> schluchtartige Tal mit seiner besonderen Atmosphäre<br />

bot schon früher viel Stoff für Legenden: Hierher<br />

wurden die «Tobelhocker» verbannt. Es waren<br />

die Mitglieder der Familien, die zur Zeit der Hexenverbrennungen<br />

für den Tod von Mitmenschen verantwortlich<br />

waren. In der Regel hatten sie Unschuldige<br />

vorher der Hexerei beschuldigt. Ihre Familien<br />

sollen – der Sage nach – verflucht sein und nach<br />

dem Tod weder in den Himmel noch in die Hölle<br />

kommen. Als Strafe haben sie im Lawenatobel versteinert<br />

an Tischen zu sitzen und können sich weder<br />

rühren noch sprechen.<br />

Die Sagenwelt <strong>Liechtenstein</strong>s<br />

In <strong>Liechtenstein</strong> gibt es in Bezug auf die Sagen eine<br />

lange Erzähltradition. Literarisch fassbar sind sie<br />

seit der Mitte <strong>des</strong> 19. Jahrhundert. Die Themen der<br />

Sagen gehören zur Tradition <strong>des</strong> Alpengebiets.<br />

Einige Sagen gehen auf die Zeit der Hexenverbrennungen<br />

zurück. Weitere Informationen zu den<br />

Sagen unter www.tourismus.li<br />

Auge in Auge<br />

mit dem Steinadler<br />

Weltweit einzigartig: Eine informative Wanderung der<br />

besonderen Art für Gruppen bietet der Falkner Norman<br />

Vögeli. Los geht es mit einer Sesselbahnfahrt auf den<br />

Malbuner «Hausberg», das Sareiserjoch, von wo die<br />

Teilnehmer hinunter nach Malbun wandern. Dabei stets<br />

begleitet von einem Steinadler, der mal hoch über den<br />

Wanderern seine Kreise zieht oder ganz<br />

nah auf die Faust <strong>des</strong> Falkners fliegt.<br />

Tipp: Neu im Angebot ist<br />

«Pfeil und Falke»!<br />

@<br />

www.tourismus.li/huettentour<br />

31<br />

www.tourismus.li/<br />

adlerwanderung


Natur/Freizeit<br />

Urafrika in <strong>Liechtenstein</strong><br />

Ostalpine Schichten aus dem südlichen,<br />

urafrikanischen Küstenbereich (vor rund<br />

240 Mio. Jahren)<br />

Helvetikum<br />

Flysch-Ablagerungen – vor rund 70 Mio.<br />

Jahren in der Tiefsee (Urmittelmeer Tethys)<br />

sedimentiert – gelangten während<br />

der Deckenüberschiebung zwischen die<br />

ostalpinen und helvetischen Decken<br />

Hangrutschungen und vom Rhein seit<br />

der letzten Gletscherzeit (10’000 Jahre)<br />

geschaffene Talauffüllungen<br />

Drei Schwestern-Massiv<br />

Helvetikum – entstanden vor rund 120<br />

Mio. Jahren im ureuropäischen Küstenbereich<br />

der Tethys<br />

Blick vom Eschner Berg in Richtung Drei Schwestern-Massiv<br />

Quelle: 32 Geologie <strong>Liechtenstein</strong>s, Daniel Miescher, 2014


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Wer vom Eschner Berg über den Maurerberg zu den Dolomittürmen der Drei Schwestern wandert,<br />

überschreitet in wenigen Stunden Meeressedimente aus Ureuropa und Urafrika. Sie entstanden vor<br />

100 bis 250 Millionen Jahren im Urmittelmeer Tethys. Durch die Kontinentalverschiebung und die<br />

Alpenfaltung wurden alle Hauptelemente der damaligen Meeresablagerungen in den Aufbau der<br />

<strong>Liechtenstein</strong>er Berge eingebaut. Weitere, bis zu 500 Millionen Jahre alte Elemente der Erdkruste <strong>des</strong><br />

Erdaltertums, sind in <strong>Liechtenstein</strong> als Absplitterungen ebenfalls zu finden. Diese geologische Vielfalt<br />

auf so kleinem Raum ist einzigartig in den Alpen. Sie ist die Ursache für die grosse landschaftliche<br />

und biologische Vielfalt <strong>des</strong> Lan<strong>des</strong>. Text: Michael Fasel · Fotos: Paul Trummer, Michael Fasel und Martin Walser<br />

Wo der geologische Untergrund vielfältig ist, bilden sich unterschiedliche<br />

Geländeformen. <strong>Das</strong> führt zu einer Vielzahl von unterschiedlichen<br />

Biotoptypen, die eine entsprechende Menge von<br />

verschiedenen Pflanzenarten und Kleinlebewesen beherbergen.<br />

Diese ernähren zahlreiche Insektenarten oder bilden eine vielfältige<br />

Nahrung für grössere Tierarten. Neben der geologischen und landschaftlichen<br />

Vielfältigkeit fördert das milde, wechselhafte Klima und<br />

das stark strukturierte Höhenrelief (430 bis 2’600 Meter über Meer)<br />

die biologische Vielfalt <strong>Liechtenstein</strong>s auf kleinstem Raum. <strong>Das</strong> Land<br />

ist naturkundlich einer der am dichtesten erforschten Landstriche<br />

Europas. Unter anderem wurden 410 wildlebende Bienen- und Wespenarten,<br />

knapp 1’600 Gefässpflanzenarten, 136 Brutvogelarten<br />

und 70 Säugetierarten nachgewiesen.<br />

Der älteste Waldtyp in <strong>Liechtenstein</strong><br />

Die Vielfalt ist zum Beispiel bei einer Wanderung über den Eschner<br />

Berg zu bewundern. Der Eichen-Föhren-Mischwald hier ist einer der<br />

ältesten Waldtypen in <strong>Liechtenstein</strong>. Es handelt sich grösstenteils<br />

um trockene, flachgründige Waldstandorte, die vor allem wärmeliebende<br />

Pflanzen beherbergen. Seine Besonderheit liegt darin, dass<br />

die Baumkronen viel Licht auf den Boden durchlassen und sich so<br />

eine vielfältige Kraut- und Strauchvegetation entwickeln kann. Die<br />

geringe Wuchskraft macht diese Wälder für die Holzproduktion uninteressant.<br />

Dafür stehen bei der Bewirtschaftung dieses Waldtyps<br />

vor allem Naturschutzaspekte im Vordergrund. Charakterpflanzen<br />

sind die Eibe und die Stechpalme oder die Pimpernuss, eine wärmeliebende<br />

Strauchart, die in <strong>Liechtenstein</strong> nur am Eschner Berg vorkommt<br />

und unter Naturschutz steht. Der Name stammt von ihren<br />

Fruchtkapseln, in denen nach der Reife zwei bis drei erbsengrosse<br />

Nüsse klappern. Der Gantenstein, einer der beliebtesten Wanderwege<br />

am östlichen Rand <strong>des</strong> Eschner Bergs, beherbergt zudem besonders<br />

seltene Gefässpflanzen-Arten wie die Knöllchentragende Zahnwurz.<br />

Der Echte Fichtenspargel ist eine parasitisch lebende Pflanze<br />

unter Fichten. Statt Blättern trägt sie Schuppen am Stengel, da sie<br />

als Parasit kein Blattgrün benötigt. Der Flurname «Gantenstein»<br />

stammt vom Wort Ganda ab, welches alemannischen Ursprungs ist<br />

und Steinhaufen oder Geröllhalde bedeutet.<br />

ist. Er muss wie viele andere Gneis- und Granitfindlinge in Graubünden<br />

auf einen Gletscher gefallen und mit dem sich bewegenden<br />

Eis in unser Gebiet transportiert worden sein. Nach dem Abschmelzen<br />

der Gletscher blieb er hier vor rund 14’000 Jahren liegen. Solche<br />

«erratische Blöcke» geben wichtige Hinweise auf das Herkunftsgebiet<br />

und die Fliesswege der Gletscher.<br />

Rund eintausend Meter hoch überdeckte der Eiszeitgletscher den<br />

Eschner Berg und hinterliess hier seine Spuren. So am Kirchhügel<br />

bei Bendern, wo er den Kalkfelsen, eine Gesteinsabfolge der Aubrig-<br />

Knollenschichten, gut sichtbar in Fliessrichtung abgeschliffen hat.<br />

Von hier aus wird ein traumhafter Blick Richtung Süden auf das<br />

Rheintal frei, das in seiner Ausdehnung und mit den hohen umrandenden<br />

Bergketten eines der einzigartigsten Quertäler <strong>des</strong> Alpenbogens<br />

bildet. Vor rund 10’000 Jahren hatte sich der Gletscher bis an<br />

den südlichsten Rand <strong>Liechtenstein</strong>s zurückgezogen. Er hinterliess<br />

eine Sumpf- und Seelandschaft. Der Bodensee war mit dem Walensee<br />

und dem Zürichsee verbunden. Hangrutschungen, Moränenablagerungen<br />

und die Geschiebefrachten <strong>des</strong> Rheins füllten den See<br />

allmählich auf und ebneten den heutigen Talboden aus. Der Felsuntergrund<br />

<strong>des</strong> Tals liegt etwa 450 bis 500 Meter unter der heutigen<br />

Taloberfläche, wie Bodenbohrungen im Rheintal gezeigt haben.<br />

Imposanter geologischer Zeuge: Der<br />

15-Tonnen-Findling am Eschner Berg.<br />

Auf dem Rücken <strong>des</strong> Eisgletschers<br />

Ein riesiger Gesteinsblock mitten im Wald zeugt von der Zeit der<br />

Eiszeitgletscher. Es handelt sich um einen «Hellglimmergneis» der<br />

rund 15 Tonnen wiegt und der grösste bekannte Findling <strong>des</strong> Lan<strong>des</strong><br />

33


Natur/Freizeit<br />

Drei Reste <strong>des</strong> Rheintalsees blieben übrig und verlandeten mit der Zeit zu Flachmooren.<br />

Sie befinden sich rund um den Eschner Berg im Ruggeller, im Maurer und im Schaaner<br />

Riet. 1978 stellte die Regierung <strong>des</strong> <strong>Fürstentums</strong> dort eine Fläche von 94 Hektaren <strong>des</strong><br />

Ruggeller Rietes unter Naturschutz. Es ist das grösste von insgesamt zehn liechtensteinischen<br />

Naturschutzgebieten. <strong>Das</strong> Flachmoor mit seinen über 400 Pflanzenarten weist eine<br />

maximale Torfmächtigkeit von rund neun Metern auf. Die offenen Pfeifengraswiesen und<br />

Kopfbinsenrieder beherbergen seltene Pflanzenarten wie Wohlriechender Lauch, Kammfarn,<br />

Sumpfgladiole und die Sibirische Schwertlilie. Die Geschichte und die natürlichen<br />

Besonderheiten <strong>des</strong> Naturschutzgebietes liegen in einer Naturmonographie zusammengefasst<br />

vor.<br />

Journey back in time:<br />

Ancient Africa in<br />

<strong>Liechtenstein</strong><br />

Within the space of just a few hours, hikers<br />

walking from Eschnerberg via Maurerberg<br />

to the dolomite towers of the Three Sisters<br />

will pass through areas of ocean sediment<br />

from Ancient Europe and Ancient Africa.<br />

These sediments were created 100 to 250<br />

million years ago in the Tethys Ocean. As<br />

the continents drifted and the tectonic plates<br />

pushed together to form the Alps, the<br />

different sediments were trapped in the<br />

rocks that today make up <strong>Liechtenstein</strong>’s<br />

mountains. This geological diversity is<br />

matched by the diversity of flora and fauna<br />

found in the country. The Historic Eschnerberg<br />

Trail gives walkers the chance to embark<br />

on a journey back in time through<br />

this fascinating landscape. For more information<br />

visit www.tourismus.li<br />

Die Schwertlilien verwandeln<br />

das Ruggeller<br />

Riet im Frühsommer in<br />

ein blaues Blütenmeer.<br />

4’000 Jahre alte Getreidekörner<br />

In einer Talmulde <strong>des</strong> Eschner Bergs liegt das «Rietle». In prähistorischer Zeit war hier ein<br />

See. Den früheren Siedlern (seit 4500 v. Chr.) und den Bewohnern der nahe liegenden<br />

«Oberen Burg» diente er vermutlich für die Wasserversorgung. In den letzten Jahrhunderten<br />

verlandete das Seelein und wird heute als Landwirtschaftsfläche genutzt. Schwertlilie,<br />

Trollblume und Igelkolben sind Pflanzenarten, die auf den ehemaligen See hinweisen. <strong>Das</strong><br />

«Rietle» wurde nie von einem Bach durchflossen und damit die Bodenablagerungen auch<br />

nicht von Überschwemmungen beeinflusst. Die ungestörte Verlandung hat Zeugen früherer<br />

Vegetationsepochen konserviert. Pflanzenpollen, die 1995 aus Bodenbohrungen gewonnen<br />

wurden, zeigen in einer Tiefe von zehn bis acht Metern eine Lehmschicht, auf der<br />

eine bewaldete Landschaft mit Kiefer, Birke und Hasel stand. Zwischen acht und sieben<br />

Metern Tiefe wurde Torf mit Pollen von Ulmen und Linden gefunden. Ein Röhricht mit Erlenwald<br />

auf sechs Metern Tiefe zeigt, dass der Wald damals gerodet wurde. 4’000 Jahre<br />

alte Getreidekörner belegen die damalige ackerbauliche Tätigkeit.<br />

Fakten<br />

Der Historische Höhenweg gibt<br />

interessante Einblicke in die Geschichte<br />

und führt an prähistorischen<br />

Stätten vorbei, die von<br />

einer rund 7’000-jährigen<br />

Besiedlung zeugen.<br />

www.hoehenweg.li<br />

Entlang <strong>des</strong> neugestalteten und mit Informationstafeln versehenen «Historischen Höhenwegs»<br />

entdecken Wanderer die typische Natur <strong>des</strong> <strong>Liechtenstein</strong>er Talraums und erhalten<br />

in allen Himmelsrichtungen Ausblick auf die Rheintallandschaft. Zahlreiche historische<br />

Objekte zeugen von der menschlichen Besiedelung <strong>des</strong> Gebietes seit rund 4’500 Jahren.<br />

34


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Dafür arbeiten wir.<br />

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35


Natur/Freizeit<br />

Fürstliche Winteridylle<br />

Malbun<br />

Schneesicher, familiär, idyllisch – der kleine Bergort Malbun lädt auf rund 1’600<br />

Metern ü.M. zum fürstlichen Urlauben ein. <strong>Das</strong> höchste Dorf <strong>des</strong> <strong>Fürstentums</strong><br />

<strong>Liechtenstein</strong> liegt in einem überschaubaren Talkessel, bietet 23 km exzellente<br />

Pisten und gilt als Schneeparadies. Text: Eric Thiel · Fotos: Martin Walser<br />

Von einfach bis anspruchsvoll: Carven, Wedeln oder einfach<br />

nur Geniessen – diese perfekt präparierten Pisten laden<br />

dazu ein. Ohne Warteschlangen, Skibusse oder Schlepperei.<br />

Und die Wege sind kurz: Im verkehrsberuhigten<br />

Malbun liegen die Hotels direkt an der Piste.<br />

Idyllische Täler, majestätische Berge: Die atemberaubende<br />

Winterlandschaft lässt sich ideal beim Wandern, bei Skitouren<br />

oder beim Langlauf erleben. Rund 15 Kilometer<br />

Loipen (davon drei beleuchtet) erwarten den Besucher,<br />

beispielsweise im Langlaufmekka Steg. Und wer gerne ro-<br />

delt, dem stehen rasante Schlittenabfahrten zur Verfügung.<br />

Beim erstmals organisierten «Princess Day» stehen die Damen<br />

im Mittelpunkt: Morgens ein Skikurs unter fachkundiger<br />

Leitung, am Mittag unter der Anleitung von Ex-Skirennfahrerin<br />

Martha Bühler Käsknöpfle kochen und<br />

geniessen. Danach am Nachmittag den Skitag individuell<br />

auf der Skipiste oder an der geselligen Schneebar ausklingen<br />

lassen. Neu ist übrigens auch die Möglichkeit, abends<br />

an einer Fahrt mit der Pistenraupe teilzunehmen. Ein wei-<br />

36


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

teres Erlebnis sind die Schnuppertage für Wiedereinsteiger:<br />

Wer lange nicht Ski gefahren ist, hat zu einem Spezialpreis<br />

die Möglichkeit, seine «angerosteten» Fähigkeiten mit<br />

einem Skilehrer und einem Skipass an einem Vormittag in<br />

aller Ruhe aufzufrischen. Die Übungshänge sind dafür<br />

perfekt.<br />

Familien willkommen<br />

Der neue, grosse Eislaufplatz lädt zum Schlittschuhlaufen<br />

mit der Familie ein. Die Skischule und die Infrastruktur<br />

(malbi-park mit Skikarussel, Zauberteppich etc.) sind ideal<br />

auf Kinder eingestellt. Schweiz Tourismus hat daher Malbun<br />

mit dem Qualitätssiegel «Familien willkommen» ausgezeichnet.<br />

Insgesamt ist das Winterprogramm u.a. mit Fackelabfahrten,<br />

Eisklettern, Rodeln, Schneeschuhwandern,<br />

geführten Skitouren u.v.m. abwechslungsreich für alle, die<br />

im Winter mehr als Skifahren erleben möchten. Gemütliche<br />

Restaurants – in der Regel mit Sonnenterrassen –<br />

erwarten die Gäste, von der urigen Hütte bis zum gepflegten<br />

Gasthof. Von herzhaft bis edel-kreativ reicht das<br />

Angebot der heimischen Küche.<br />

Die Kombination aus familiärer Atmosphäre, erholsamer<br />

Ruhe, kristallklarer Luft, tief verschneiter Winterlandschaft<br />

und gemeinsamen Outdoor-Aktivitäten macht Malbun<br />

so liebenswert. Vor Ort verfliegt die Hektik <strong>des</strong> Alltages<br />

und erholsame Momente <strong>des</strong> Glücks stellen sich ein.<br />

<strong>Das</strong> ist sanfter Winterurlaub im Fürstentum <strong>Liechtenstein</strong>.<br />

Ideal für eine erholsame Auszeit mit der Familie oder<br />

auch für Wiedereinsteiger: Malbun ist ein echtes, winterliches<br />

Juwel. Einfach ankommen, durchatmen und sich<br />

fürstlich gut erholen.<br />

Tipp: Gleich zwei neue Filme gibt es für die neue Saison.<br />

Einmal steht das Familienangebot im Vordergrund, einmal<br />

die «Schnuppertage für Wiedereinsteiger». Lust auf den<br />

Winter? Dann einfach anklicken www.tourismus.li,<br />

www.bergbahnen.li oder www.malbun.li.<br />

37


Natur/Freizeit<br />

Mein kleines Paradies<br />

Als Bub brachte ich meine Eltern hin<br />

und wieder an den Rand eines Nervenzusammenbruchs.<br />

Mein Energiespeicher<br />

war immer randvoll und drohte jederzeit<br />

überzulaufen. Ein Ventil musste<br />

her, um diese ganze Energie loszuwerden.<br />

Playstation war noch nicht erfunden<br />

und unser Fernsehapparat war mit<br />

seinen fünf Sendern auch keine Alternative.<br />

Text: Marco «Büxi» Büchel · Foto: ZDF<br />

In meiner Heimatgemeinde Balzers trat ich daher zunächst<br />

jedem Sportverein bei, verliess aber einen nach<br />

dem anderen wieder, weil mich die jeweilige Sportart bald<br />

doch zu wenig faszinierte. Bis ich eines Tages den Skiclub<br />

für mich entdeckte. Und mit ihm das dazugehörige Trainingsgebiet:<br />

Malbun. So oft wie möglich fuhr ich fortan<br />

mit dem Postauto in dieses kleine Skigebiet, das mir die<br />

Welt eröffnete. Malbun bedeutete für mich vom ersten<br />

Moment Freiheit, Kameradschaft, Bewegung und Spass.<br />

Es gab so viel zu entdecken: Perfekte Pisten, kleine versteckte<br />

Schluchten, Steilhänge, Wellen, Schanzen. Malbun<br />

war mein eigenes kleines Paradies, mein unbegrenzter<br />

Spielplatz.<br />

Von der Piste aufs Po<strong>des</strong>t<br />

In Malbun legte ich in den folgenden Jahren den Grundstein<br />

meiner Karriere. Die Pisten am Sareishang sowie bei<br />

der Hochegg wurden zu meinen Trainingsgebieten. Ich<br />

fuhr unzählige Tore und verbrachte endlose Stunden mit<br />

Technikübungen und wurde immer erfolgreicher. Von hier<br />

aus bin ich dann auf die Siegerpo<strong>des</strong>te der gesamten Welt<br />

gefahren. Seit meinem Rücktritt vom aktiven Skirennsport<br />

habe ich Malbun auf neue Weise wiederentdeckt.<br />

Heute trifft man mich nicht mehr allzu oft auf den perfekt<br />

präparierten Kunstschneepisten an. Dafür erkunde ich mit<br />

den Tourenski die Hügel und Berge rund um diesen wunderschönen<br />

Talkessel und geniesse im Sommer die Bergwelt<br />

bei ausgiebigen Wanderungen oder mit den Laufschuhen.<br />

Egal, auf welcher Bergspitze ich stehe, egal, zu<br />

welcher Jahreszeit, mein Blick schweift immer zurück in<br />

diese wohlbehaltene Skistation Malbun, die in vergangenen<br />

Jahren kontinuierlich erneuert wurde.<br />

Einkehrschwung und Genuss<br />

Es gibt für mich nichts Schöneres, als den Einkehrschwung<br />

nach einer Skitour oder Wanderung. Mich<br />

mit Freunden in der heimeligen Bergstation Sareis zu treffen<br />

oder das Aben<strong>des</strong>sen in einem der vielen ausgezeichneten<br />

Restaurants zu geniessen, das ist für mich der wahre<br />

Luxus. Auch meine Frau Doris hat sich längst in<br />

Malbun verliebt und so lag es für uns auf der Hand, dass<br />

wir für unsere Hochzeit vor etwas mehr als zwölf Jahren<br />

die kleine Kappelle in Malbun aussuchten. Durch meinen<br />

Beruf als Skirennfahrer durfte ich viele grosse und kleine<br />

Skistationen auf der ganzen Welt kennenlernen. Einige<br />

davon zählen gar zu den schönsten der Welt. Doch mein<br />

Malbun ist und bleibt mein kleines Paradies, mein ganz<br />

spezielles Stück Heimat.<br />

Zur Person<br />

Marco Büchel (43) war von 1991 bis 2010 aktiver Rennläufer<br />

im Ski-Weltcup. Den grössten Erfolg seiner Karriere<br />

landete er bei der alpinen Skiweltmeisterschaft 1999 in<br />

Vail/Beaver Creek, als er im Riesenslalom hinter dem Norweger<br />

Lasse Kjus Vizeweltmeister wurde. Er gewann vier<br />

Weltcuprennen. In der Saison 2002/03 erreichte Büchel<br />

den zweiten Platz im Super-G-Weltcup. 2006/07 wurde er<br />

Zweiter im Abfahrts-Weltcup und erreichte als Siebter sein<br />

bestes Ergebnis im Gesamtweltcup. Seit der Saison 2010/11<br />

ist er beim ZDF als Rennanalyst und Co-Kommentator tätig.<br />

Zudem ist er seit 2012 Goodwill-Botschafter <strong>Liechtenstein</strong>s.<br />

www.marco-buechel.com<br />

38


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Alles begann in Malbun...<br />

<strong>Das</strong> derzeitige Aushängeschild <strong>Liechtenstein</strong>s im Ski-<br />

Weltcup ist die 25-jährige Tina Weirather. Sie ist die<br />

Tochter der beiden ehemaligen Skirennläufer Harti Weirather<br />

und Hanni Wenzel. Im Alter von zwei Jahren<br />

machte Tina Weirather ihre ersten Gehversuche auf Skiern<br />

im Skigebiet Malbun. Bereits zwei Jahre später gab<br />

es für die kleine Tina die ersten Renneinsätze auf der<br />

Piste Hochegg…<br />

Mittlerweile sind die Rennpisten auf der ganzen Welt<br />

ihr Zuhause. 2003 konnte sie im Super-G in Garmisch-<br />

Partenkirchen ihren ersten Weltcupsieg feiern. Damit<br />

konnte Tina Weirather als erste Tochter einer ehemaligen<br />

Weltcupsiegerin ebenfalls einen Weltcupsieg feiern.<br />

Zwischenzeitlich hat sie 16 Po<strong>des</strong>tplatzierungen im Ski-<br />

Weltcup, davon drei Siege, in ihrer Biografie stehen.<br />

<strong>Das</strong> nächste grosse Ziel von Tina Weirather sind die<br />

Weltmeisterschaften im Februar 2015 in Vail/Beaver<br />

Creek (USA). Dann wird ihr wieder ganz <strong>Liechtenstein</strong><br />

die Daumen drücken.<br />

@<br />

www.tina-weirather.com<br />

39


Ihre Medienagentur in <strong>Liechtenstein</strong>.<br />

Unser Know-How in der Medienbranche. Ihre Ressourceneinsparung in der Medienplanung.<br />

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40


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Drei Generationen – ein<br />

Traditionsunternehmen<br />

Bergbahnen Malbun<br />

Einsteigen, abheben und geniessen: Schweben Sie mit der<br />

Vierersesselbahn Malbun-Sareis in sieben Minuten vom<br />

Zentrum Malbun 400 Meter hinauf auf das 2’000 m.ü.M.<br />

gelegene Sareis.<br />

Oben auf dem Berggrat erwartet Sie ein herrliches Panorama<br />

mit Blick weit über <strong>Liechtenstein</strong>s Lan<strong>des</strong>grenzen hinaus in<br />

die benachbarten Schweizer und Österreicher Alpen. Zum<br />

Verweilen oder als Ausgangspunkt für genussvolle Wanderungen<br />

lädt das gemütliche Bergrestaurant «Sareis» mit seiner<br />

Sonnenterrasse und der heimeligen Gaststube ein. Ein<br />

echtes Naturerlebnis im Sommer und im Winter.<br />

www.bergbahnen.li<br />

Familienunternehmen haben in <strong>Liechtenstein</strong> eine<br />

lange Tradition: <strong>Das</strong> Alpenhotel in Malbun, auf<br />

1’600 Metern ü.M. gelegen, blickt beispielsweise<br />

auf eine über hundertjährige, erfolgreiche Geschichte<br />

zurück und fasziniert bis heute seine Gäste.<br />

Es ist die Symbiose aus dem Bewährten und<br />

dem Modernen. Der Familienbetrieb besteht aus<br />

dem ursprünglichen Alpenhotel, dem Haus Ochsenkopf<br />

und dem modernen Haus Schönberg. Die<br />

Familie Vögeli führt das Hotel seit vier Generationen<br />

und zelebriert die Gastlichkeit. Drei Generationen<br />

arbeiten bis heute im Betrieb: Elsi und Jakob<br />

(«Köbi») Vögeli, eigentlich bereits beide in Pension,<br />

sind regelmässig im Alpenhotel anzutreffen und<br />

übernehmen die Vertretung, wenn ihr Sohn und<br />

ihre Schwiegertochter unterwegs sind.<br />

Langlaufparadies Steg-Valüna<br />

Auf 1’300 Metern Höhe, auf der Zufahrtsstrecke ins beliebte Alpin-Skigebiet<br />

Malbun, liegt das Langlaufparadies Steg-Valüna. Es bietet 15 Kilometer<br />

gespurte Loipen und das auch bei Dunkelheit: Denn drei Kilometer der<br />

Loipenstrecke sind am Abend beleuchtet. www.valuenalopp.li<br />

Karlheinz Vögeli und seine Frau Vibeke führen heute<br />

das Hotel und das Restaurant – er als Küchenchef,<br />

sie «an der Front», d.h. im Empfang, der Gästebetreuung,<br />

der Buchhaltung und im Marketing.<br />

Martin und Simon, die Söhne, bereiten sich bereits<br />

jetzt auf die Übernahme in ein paar Jahren vor:<br />

Während Martin seine Lehre als Hotelfachmann<br />

im Alpenhotel absolviert, ist Simon dabei, seine<br />

Kochlehre in Vaduz zu beenden. Bevor die beiden<br />

den heimischen Betrieb übernehmen, sollen sie<br />

eigene Erfahrungen in der weiten Welt der Gastronomie<br />

sammeln. «<strong>Das</strong> Geheimnis unseres Familienunternehmens<br />

liegt darin, dass wir immer auf<br />

sanfte Übergänge geachtet haben und dass die<br />

Verantwortung Schritt für Schritt an die nächste<br />

Generation übergeben wird. So werden Konflikte<br />

vermieden und vor allem können wir uns alle<br />

gewiss sein, dass das wichtigste Element<br />

unserer Arbeit, echtes Herzblut,<br />

mit dabei ist», so «Köbi»<br />

Vögeli.<br />

@<br />

Text: Verena Cortés<br />

www.alpenhotel.li<br />

41


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Kultur/Genuss<br />

Kultur<br />

mit Grossstadtflair<br />

Kultur in <strong>Liechtenstein</strong> ist die fruchtbare Kombination aus<br />

Kleinheit und innovativer Kunstszene. Sie berührt, entspannt,<br />

überrascht, erfindet sich neu und hinterlässt eindeutige<br />

Spuren. Text: Barbara Schneider · Fotos: <strong>Liechtenstein</strong> Marketing<br />

und Kunstmuseum <strong>Liechtenstein</strong><br />

43


Kultur/Genuss<br />

Klein und <strong>oho</strong>: <strong>Das</strong> Fürstentum beherbergt unter anderem ein<br />

Dutzend Museen, drei Theater, zwei Operetten- und Musicalbühnen,<br />

zwei Kultur-Kinos, zwei Symphonieorchester, den<br />

Jazzclub «Tangente», mehrere Galerien und zahlreiche temporäre<br />

Kulturveranstaltungen wie das Filmfest Vaduz, die Musikfestivals<br />

«Life», «Jazz und Blues im Hof» oder die <strong>Liechtenstein</strong>er<br />

Gitarrentage und die Internationalen Meisterkurse,<br />

die hochkarätige Musiker aus der ganzen Welt zusammenbringen.<br />

So liegt oft ein gewisses Grossstadtflair in der Luft.<br />

Es ist die Mischung aus lokalen, regionalen und internationalen<br />

Künstlern und Veranstaltungen, die fasziniert.<br />

Modern und zeitgenössisch<br />

Kulturelle Grossstadtluft kann vor allem im Theater am<br />

Kirchplatz (TAK) oder im Kunstmuseum geschnuppert werden.<br />

Von Shakespeare bis Russisches Staatsballett, von Monet<br />

bis Picasso gibt es hier regelmässig internationale Aufführungen<br />

und Werke zu sehen. <strong>Das</strong> TAK widmet sich<br />

neben dem Bühnenspiel auch dem Tanz und der Musik. Produktionen<br />

und Orchester von Weltrang sowie künstlerisch<br />

anspruchsvolle Stücke aus Eigenregie werden dort gezeigt.<br />

«Selber denken» heisst das Spielzeitmotto <strong>des</strong> TAK für die<br />

Saison 2014/15, das ein erstklassiges Programm aus den<br />

Bereichen Schauspiel, klassische Konzerte, Comedy, Kabarett,<br />

Literatur, Tanz und Weltmusik beinhaltet.<br />

<strong>Das</strong> junge Museum für moderne und zeitgenössische Kunst<br />

mit seinem unverkennbaren schwarzen Kubus steht im Zentrum<br />

von Vaduz. Mit seinem Ausstellungsprogramm, das in<br />

engem Bezug zur eigenen Sammlung steht, hat sich das<br />

Kunstmuseum <strong>Liechtenstein</strong> international einen Namen gemacht.<br />

Durch die Doppelrolle als Nationalgalerie und Bildungseinrichtung<br />

werden neue inhaltliche Perspektiven<br />

entwickelt, die Bekanntes und Unbekanntes, Altes und Neues,<br />

Regionales und Internationales kombinieren und in<br />

einem neuen Licht erscheinen lassen. Und das <strong>Liechtenstein</strong>ische<br />

Lan<strong>des</strong>museum überrascht die internationale Szene<br />

– neben den Dauerausstellungen – regelmässig mit aussergewöhnlichen<br />

Sonderausstellungen.<br />

Vital und charmant<br />

Ergänzend zu den grösseren Kultureinrichtungen und Veranstaltungen<br />

lebt eine vitale Szene: Die ausgeprägte, bunte<br />

Vereinslandschaft, die in <strong>Liechtenstein</strong> zum Alltag gehört.<br />

Trachtengruppen, Harmoniemusiken aber auch moderne,<br />

alternative Kunst- und Kulturvereine sowie Galerien bereichern<br />

das kulturelle Angebot mit viel Farbe und Passion.<br />

Geburtstag und Jubiläum<br />

Übrigens wird dieses Jahr der 175. Geburtstag von Josef Gabriel<br />

Rheinberger gefeiert, der als musikalisches Wunderkind<br />

galt. Der liechtensteinische Komponist, Pädagoge sowie<br />

Hofkapellmeister <strong>des</strong> Bayernkönigs Ludwig II. wurde 1839<br />

in Vaduz geboren. Mit zwölf Jahren ging er zur Ausbildung<br />

an das Münchner Konservatorium. Bis zu seinem Tod schuf<br />

er rund 200 Werke für Klavier, Orgel sowie Kammermusik<br />

und Sinfonien. Übrigens gibt es eine spannende, geführte<br />

Tour zu diesem Thema, die zum Schluss mit einem kleinen<br />

Orgelkonzert gekrönt wird. Mehr Informationen unter<br />

www.tourismus.li<br />

<strong>Das</strong> Kunstmuseum <strong>Liechtenstein</strong><br />

zeigt internationale<br />

moderne und zeitgenössische<br />

Kunst.<br />

44


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Vaduzer Konzerte Weltklassik<br />

Krystian Zimmermann (Klavier) und das Nationale<br />

Sinfonieorchester <strong>des</strong> Polnischen Rundfunks, Leitung<br />

Alexander Liebreich<br />

17. September 2014, 20.00 Uhr, Vaduzer Saal, www.tak.li<br />

Ausstellung Garry Kuehn, between Sex and Geometry<br />

Produktion <strong>des</strong> Kunstmuseums <strong>Liechtenstein</strong><br />

19. September 2014–25. Januar 2015<br />

www.kunstmuseum.li<br />

Jazztage Eschen<br />

Konzerte mit Kahiba, John Abercrombie Organ Trio und<br />

Snow Owl<br />

8. November–14. November 2014<br />

Jeweils 20.15 Uhr, Tangente Eschen, www.tangente.li<br />

Konzert zum 175. Geburtstag von<br />

Josef Gabriel Rheinberger<br />

Sinfonieorchester <strong>Liechtenstein</strong> und Madrigalchor der<br />

Hochschule für Musik und Theater München<br />

26. November 2014, 19.00 Uhr, SAL, Schaan<br />

Schauspiel: Mein Name sei Gantenbein<br />

Nach dem Roman von Max Frisch, Schauspielhaus Zürich<br />

27. November 2014, 20.09 Uhr, TAK, Schaan, www.tak.li<br />

Konzert: Balkan Grooves<br />

Martin Grubinger (Perkussion), John Axelrod und die<br />

Camerata Salzburg<br />

3. Dezember 2014, 20.00 Uhr, Vaduzer Saal, www.tak.li<br />

6. Triennale «Bad RagARTz»<br />

Europas grösste Skulpturenausstellung unter freiem<br />

Himmel in Bad Ragaz und Vaduz<br />

10. Mai–3. November 2015<br />

täglich, Vaduz und Bad Ragaz, www.badragartz.ch<br />

<strong>Liechtenstein</strong> Festival<br />

<strong>Das</strong> <strong>Liechtenstein</strong> Festival (Life) findet zum sechsten Mal<br />

statt und verbindet Musik, Kultur und Kunstperformance<br />

auf höchstem Niveau.<br />

3. Juli–4. Juli 2015, SAL, Schaan, www.yourlife.li<br />

23. Int. <strong>Liechtenstein</strong>er Gitarrentage<br />

Einer der wichtigsten Events für klassische Gitarre<br />

in Europa<br />

4. Juli–11. Juli 2015, www.ligita.li<br />

Kulturhighlights 2014/15<br />

45


46<br />

Sarahs Bühne<br />

ist das Burgtheater


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Szene im Stück «Maria<br />

Magdalena»: Sarah Viktoria<br />

Frick gehört seit 2009<br />

zum Ensemble <strong>des</strong> Wiener<br />

Burgtheaters.<br />

Die liechtensteinische Schauspielerin Sarah Viktoria Frick fühlt sich in der über<br />

800 km entfernten Weltstadt Wien sehr wohl. Ihre Bühne ist das Burgtheater,<br />

eine der prominentesten Schauspielbühnen in Österreich und das grösste Sprechtheater<br />

in Europa. Mehr als 430’000 Zuseher besuchen über 850 Vorstellungen<br />

pro Spielzeit – eine die immer wieder im Fokus steht, ist Sarah Viktoria Frick.<br />

Text: Barbara Schneider · Fotos: Reinhard Werner und Georg Soulek<br />

Du bist gebürtige <strong>Liechtenstein</strong>erin, in<br />

Balzers aufgewachsen, lebst nun im Ausland.<br />

Fühlst du dich noch verbunden mit<br />

deiner Heimat?<br />

Sarah Viktoria Frick: Wenn ich nach <strong>Liechtenstein</strong><br />

fahre, sag ich: «I gang haam». Daran<br />

hat sich bis heute nichts geändert. Die<br />

Heimat bleibt.<br />

Stadt oder Land?<br />

Land, wenn ich in der Stadt bin. Stadt,<br />

wenn ich auf dem Land bin.<br />

Seit 2009 spielst du im Ensemble <strong>des</strong><br />

Burgtheaters in Wien, einer sehr bekannten<br />

und renommierten Institution. Wohin<br />

soll deine Reise noch gehen?<br />

Im besten Fall kann ich wahrscheinlich erst<br />

in fünfzig Jahren sagen, wohin meine Reise<br />

gegangen ist. Derzeit will ich das auch gar<br />

nicht wissen. Eigentlich stehe ich ja solchen<br />

Phrasen eher kritisch gegenüber, aber in<br />

diesem Fall komm ich mit meiner Antwort<br />

leider nicht über die Poesiealbum-Philosophie<br />

hinaus. Also ist der Weg, wenn man so<br />

will, doch gewissermassen das Ziel...<br />

Was ist/war deine absolute Lieblingsrolle?<br />

Ich muss in jede meiner Figuren verliebt<br />

sein. So verstehe ich meinen Beruf. Also<br />

sind da lauter kleine Lieblinge. Manche<br />

lieb und manche nicht so lieb, ein paar einsame<br />

und ein paar böse sind da auch. Darum<br />

gibt es für mich die Kategorie «Lieblingsrolle»<br />

nicht – weil jede Arbeit für sich<br />

steht.<br />

Schauspielerin – ein Traumberuf?<br />

Gerne zur Arbeit zu gehen und sich selten<br />

zu langweilen, kommt einem Traumberuf<br />

schon sehr nahe. Aber wenn’s kein Theater<br />

gäbe oder ich aus irgendeinem Grund nie<br />

erfahren hätte, dass es Theater gibt oder<br />

einfach, wenn der Zufall es anders gewollt<br />

hätte, wäre ich wahrscheinlich etwas anderes<br />

geworden.<br />

Was wärst du auf keinen Fall geworden?<br />

Sicher keine Mathematikerin.<br />

Schauspielerin inside: Was beschäftigt<br />

Sarah Viktoria Frick?<br />

Mich beschäftigt die Masslosigkeit der<br />

Menschen. Ich habe vor kurzem im Internet<br />

meinen ökologischen Fussabdruck ausgerechnet.<br />

Obwohl ich kein Auto habe und<br />

nur, wenn es wirklich sein muss das Flugzeug<br />

nehme, bräuchte es mehrere Welten,<br />

wenn alle so leben würden wie ich. <strong>Das</strong> hat<br />

mich erschreckt. Ich verzichte seither auf<br />

Fleisch. <strong>Das</strong> macht es ein bisschen besser.<br />

Aber im grossen Ganzen bin ich ziemlich<br />

pessimistisch, was die Zukunft unseres<br />

Planeten angeht.<br />

Wie sieht dein Tagesablauf aus?<br />

Mein Tagesablauf sieht fast jeden Tag anders<br />

aus, ausser dass ich fast immer zwischen<br />

halb sieben und sieben aufstehe und<br />

selten vor ein Uhr nachts ins Bett gehe.<br />

47


Kultur/Genuss<br />

2011 wurde Sarah Viktoria<br />

Frick mit dem Nestroy-Theaterpreis<br />

als beste Schauspielerin<br />

ausgezeichnet.<br />

Dazwischen liegen meine Familie, Proben, meine Familie,<br />

Einkaufen, meine Familie, Kochen, oder beim Kochen zuschauen,<br />

meine Familie, Proben oder grad probenfrei haben,<br />

Text lernen, Rechnungen aus dem Briefkasten holen,<br />

um sie dann irgendwo hinzulegen und hoffen, dass sie<br />

dann von selber geöffnet und erledigt werden, Spielplatz,<br />

Wohnung wieder mal putzen, meine Familie, Vorstellungen,<br />

ein Bier, vielleicht ein zweites Bier... dann ist dann<br />

aber auch sicher schon ein Uhr... Schlafen.<br />

Kulturszene <strong>Liechtenstein</strong>s – was gefällt dir, was sollte<br />

sich ändern?<br />

Mir gefällt, dass es hier die Mittel gibt, der Bevölkerung<br />

Kultur zu bieten. <strong>Das</strong> ist enorm wichtig. Man kann in<br />

Deutschland beobachten, wie die wunderbare Tatsache,<br />

dass es in jeder mittelgrossen Stadt ein Theater gibt, immer<br />

mehr in Frage gestellt wird. <strong>Das</strong> ist sehr traurig.<br />

Hochkultur wird sich niemals finanziell auszahlen. Sie<br />

muss subventioniert sein, damit sie nicht gezwungen ist,<br />

in den Mainstream zu rutschen.<br />

Welche «Geheimtipps» gibst du einem Besucher, der<br />

noch nie in <strong>Liechtenstein</strong> war?<br />

Milchbrötchen aus der Bäckerei Kaufmann. Schloss Gutenberg.<br />

Der Rhein. Einen Film und ein Raketen-Eis im<br />

Schlosskino Balzers – gleichzeitig natürlich. Diverse<br />

Schaukelbäume auf der Balzner Almend. Alp Bargella.<br />

Was bedeutet für dich?<br />

Lebensglück: Punkt vier<br />

Freiheit: Selbst entscheiden zu dürfen, wie es weiter geht<br />

Wien: Könnte ein zweites Zuhause werden<br />

Familie: Punkt eins<br />

Burgtheater: Ich arbeite gerne dort<br />

Natur: Gilt es jetzt endlich mal zu beschützen<br />

Freizeit: Punkt vier<br />

<strong>Liechtenstein</strong>: Da geh ich hin, wenn ich «haam» will<br />

Sarah Viktoria Frick (Jahrgang 1982)<br />

ist zusammen mit ihren drei älteren Geschwistern in<br />

Balzers aufgewachsen. Sie spielte schon früh in diversen<br />

Laientheatern mit und bewarb sich im Alter von<br />

17 Jahren an verschiedenen Schauspielschulen. Ihre<br />

Ausbildung absolvierte sie schliesslich an der Hochschule<br />

für Musik und Theater in Zürich. Nach zahlreichen<br />

Engagements und Auszeichnungen in der<br />

Schweiz und Deutschland wechselte sie 2009 als festes<br />

Mitglied <strong>des</strong> Ensembles an das renommierte Burgtheater<br />

Wien.<br />

48


© 2013 SWAROVSKI AG<br />

<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Miranda Kerr<br />

49


Kultur/Genuss<br />

Der gesellige<br />

<strong>Liechtenstein</strong>er<br />

Wer kennt sie nicht, die klassischen Vereine wie Musik, Gesang, Trachten,<br />

Funkenzunft – darüber hinaus mischen zahlreiche exotische Ideen das Vereinsleben<br />

<strong>Liechtenstein</strong>s auf, beispielsweise der Heiratsmuffel-Club oder<br />

der Presidents-Club. <strong>Das</strong> Vereinswesen geniesst eine tiefverwurzelte und<br />

leidenschaftliche Tradition. Text: Verena Cortés · Fotos: <strong>Liechtenstein</strong> Marketing, Paul Trummer<br />

Mit rund 500 Vereinen und insgesamt 15’000 Mitgliedern<br />

zeigen die <strong>Liechtenstein</strong>er im Vergleich mit anderen Ländern<br />

ein überdurchschnittliches Engagement. Warum ist<br />

das so? Ganz einfach. Weil es Freude bereitet. Vereine<br />

schaffen eine Abwechslung zum Alltag, sie stärken das Zusammenleben<br />

und ermöglichen ein spassiges Miteinander.<br />

Zudem ist das Vereinswesen ein wesentlicher Pfeiler im<br />

gesellschaftlichen Leben in <strong>Liechtenstein</strong>. Die meisten<br />

grossen Veranstaltungen sind von Vereinen geprägt: Man<br />

denke an die wilde Fasnachtszeit, die von Umzügen und<br />

Guggenmusikern getragen wird oder an das jährliche<br />

Fürstenfest, wo verschiedenste Vereine für kulinarische<br />

Abwechslung im Städtle sorgen.<br />

Sportvereine an der Spitze<br />

Besonders im Sport spielen Vereine eine wichtige Rolle,<br />

denn seit jeher sind die <strong>Liechtenstein</strong>er ein sportbegeistertes<br />

Volk. Es gibt praktisch für jede Sportart einen Verein<br />

und an der gebotenen Infrastruktur lässt sich gut erkennen,<br />

welchen Stellenwert die liechtensteinische Sportleidenschaft<br />

hat. Grosszügige Sportanlagen mit Fussball- und<br />

Tennisplätzen sind in fast jeder Gemeinde zu finden. Doch<br />

kein Verein ist so beliebt wie der <strong>Liechtenstein</strong>er Alpenverein<br />

(LAV). Er gehört zu den ältesten Vereinigungen <strong>des</strong><br />

Lan<strong>des</strong> und ist mit über 2’600 Mitgliedern der grösste<br />

Verein in <strong>Liechtenstein</strong>.<br />

An festlichen Anlässen gehören die «Trachtenfrauen» immer dazu.<br />

50


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Eine Auswahl an Exoten näher betrachtet:<br />

Heiratsmuffel-Club: Vor 30 Jahren hatten 21 Freunde eine<br />

Idee: Die jungen Männer schlossen sich zum «Heiratsmuffel<br />

Club» zusammen, um gemeinsam ihre Freiheit zu<br />

geniessen. Heute sind die meisten «Muffler» verheiratet<br />

und es besteht ein Aufnahmestopp.<br />

Entenanstalt: Der Verein ist vor mehr als 30 Jahren aus<br />

Jux entstanden. Die Entenanstalt schafft seit vielen Jahren<br />

optimale Bedingungen für die Zucht «glücklicher Enten»<br />

im Stausee in Steg.<br />

Gaudinoggal’n: Ziel ist es, das alpenländische Brauchtum,<br />

die Geselligkeit, die Gemeinsamkeit und die Gemütlichkeit<br />

zu pflegen sowie Festivitäten jeglicher Art durchzuführen.<br />

Musik spielt in der<br />

Freizeit der Liechtenteiner<br />

eine grosse<br />

Rolle.<br />

Drei Generationen –<br />

eine Leidenschaft<br />

Aus Tradition begeistert: Die drei Generationen<br />

der Familie Hasler aus Gamprin-Bendern machen<br />

sich gemeinsam auf zu den Proben und offiziellen<br />

Auftritten <strong>des</strong> Musikvereins Konkordia Gamprin,<br />

musizieren leidenschaftlich und zeigen, dass Musik<br />

mehr ist als nur ein Hobby...<br />

Grossvater Kuno ist Paukist, Sohn Norbert Fähnrich,<br />

Enkelin Julia spielt Waldhorn und Enkel Sebastian<br />

hat sich – wie sein Grossvater – für das<br />

Schlagzeug entschieden. Gemeinsam macht man<br />

sich auf zu Musikproben, Auftritten und Ausflügen.<br />

Ganz besonders gefällt Kuno Hasler, dass er<br />

mit Enkel Sebastian in der gleichen Reihe steht<br />

und ihm das eine oder andere rund um’s Schlagzeug<br />

beibringen kann. Auch sein Sohn Norbert<br />

Hasler ist mit Begeisterung dabei: «Ein Verein bedeutet<br />

Gemeinschaft und die fördert den Zusammenhalt.<br />

Nach 25 Jahren musizieren, habe ich<br />

mich entschieden, die Fahne zu schwenken und<br />

ich freue mich nach wie vor, dazuzugehören.» Seine<br />

Zwillinge Julia und Sebastian unterstützen<br />

ihn: «Wir sind stolz, dass Papa wieder als Fähnrich<br />

tätig ist. Vor allem die Auftritte und Ausflüge<br />

mit allen drei Generationen machen riesigen<br />

Spass! Wenn unsere Mama auch noch dabei wäre,<br />

wäre das das Tüpfchen auf dem i!»<br />

Musik verbindet: Generationen und Regionen. In<br />

<strong>Liechtenstein</strong> ist sie Teil der gelebten Gemeinschaft<br />

und Geselligkeit.<br />

Text: Marion Kranz<br />

@<br />

Die fünfte Jahreszeit wird in <strong>Liechtenstein</strong> ausgiebig zelebriert:<br />

In Schaan findet einer der grössten Fasnachtsumzüge der Region statt.<br />

<strong>Liechtenstein</strong>er<br />

Blasmusikverband<br />

51<br />

www.blasmusik.li


Kultur/Genuss<br />

Kulturmeile Vaduz<br />

Von schwarzen und weissen Würfeln: In der Hauptstadt Vaduz<br />

tummeln sich die Museen beinahe Wand an Wand. Die Architektur<br />

in <strong>Liechtenstein</strong> ist eine spannende Mixtur aus Tradition und<br />

Moderne. Text: Verena Cortés · Fotos: Kunstmuseum, Lan<strong>des</strong>museum<br />

Der schwarze Kubus mitten in Vaduz sticht gleich ins<br />

Auge. Der architektonische Blickfang wurde von dem<br />

Architektenteam Meinrad Morger, Heinrich Degelo und<br />

Christian Kerez entworfen und beherbergt das Kunstmuseum<br />

<strong>Liechtenstein</strong>. <strong>Das</strong> junge Museum für moderne<br />

und zeitgenössische Kunst hat sich mit seinem Ausstellungsprogramm,<br />

das in engem Bezug zur eigenen Sammlung<br />

steht, international einen Namen gemacht. <strong>Das</strong> Café<br />

im Kunstmuseum lädt zudem zu einer Pause ein, die sich<br />

für Sushi-Liebhaber ganz besonders lohnt.<br />

Kulturelle Schwergewichte<br />

Nur wenige Schritte vom schwarzen Kubus entfernt, steht<br />

ein weiteres Schwergewicht der kulturellen Häuser. Während<br />

die Aussenhaut <strong>des</strong> Kunstmuseums mit moderner<br />

Eleganz wirbt, besticht das Gebäude <strong>des</strong> <strong>Liechtenstein</strong>ischen<br />

Lan<strong>des</strong>museums durch seine bewegte Geschichte.<br />

Die Grundsubstanz <strong>des</strong> Hauses geht auf das Jahr 1438 zurück.<br />

Dementsprechend vielschichtig gestaltete sich auch<br />

sein Innenleben. Herrschaftliche Taverne, Zollstation und<br />

dann Regierungssitz sind im Lebenslauf <strong>des</strong> Gebäu<strong>des</strong> zu<br />

finden. Heute ist es das prachtvolle Lan<strong>des</strong>museum, das<br />

die wechselvolle Geschichte <strong>Liechtenstein</strong>s beinhaltet und<br />

zudem eine grosse naturkundliche Sammlung beherbergt.<br />

Neben dem Kunst- und Lan<strong>des</strong>museum finden sich in<br />

<strong>Liechtenstein</strong> noch zehn weitere Kulturhäuser, beispielsweise<br />

das Walser-, oder Postmuseum. Kleinere Themenmuseen<br />

sind verstreut in den verschiedenen Gemeinden<br />

beheimatet. Eine kulturelle Entdeckungsreise quer durch<br />

das Land bietet sich daher an.<br />

Spannende Aussichten<br />

Die vorhandenen zwölf Museen bekommen 2015 Nachwuchs.<br />

Mit dem Weissen Würfel entsteht direkt neben dem<br />

Kunstmuseum, dem Schwarzen Würfel, ein aussergewöhnlicher<br />

Ort. Am ehemaligen Standort <strong>des</strong> Huber Stammhau-<br />

<strong>Das</strong> Kunstmuseum <strong>Liechtenstein</strong><br />

ist in Vaduz im «Schwarzen<br />

Würfel» beheimatet.<br />

Im Lan<strong>des</strong>museum gibt es auch für<br />

Kinder viel Spannen<strong>des</strong> zu <strong>Liechtenstein</strong><br />

zu entdecken.<br />

52


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Kultur-Highlights 2015<br />

ses wurde in den vergangenen Jahren intensiv an dem<br />

weissen Kubus nach den Plänen der Architekten Morger +<br />

Dettli gearbeitet. Ab Frühjahr 2015 werden im Weissen<br />

Würfel wertvolle Uhren und Schmuck von Huber Watches<br />

Jewellery sowie die Welt der Kunst mit den Sammlungen<br />

der Hilti Art Foundation eine spannende Symbiose eingehen<br />

– europaweit einmalig.<br />

Mit der Skulpturenausstellung in Zusammenarbeit mit Bad<br />

Ragaz wird Vaduz 2015 zudem mit einer einzigartigen<br />

Open-Air-Ausstellung bereichert. Ein weiteres Highlight<br />

wird die Eröffnung der neuen Schatzkammer im Städtle<br />

sein, deren Eröffnung zu Ostern 2015 geplant ist. Neben<br />

dem Fürstenhut wird dort unter anderem echtes Mondgestein<br />

und das weltgrösste Fabergé-Ei zu sehen sein.<br />

Neu ab Ostern 2015 geplant: Die Schatzkammer<br />

mit Fürstenhut, echtem Mondgestein, dem grössten<br />

Fabergé-Ei der Welt u.v.m. Weitere Informationen<br />

www.lan<strong>des</strong>museum.li<br />

Culture in the heart of<br />

<strong>Liechtenstein</strong><br />

<strong>Liechtenstein</strong> may be small in size but it is<br />

big on culture. The Principality offers an<br />

exciting mixture of traditional and modern<br />

architecture, with the black cube in the<br />

centre of Vaduz immediately catching the<br />

attention of many visitors. Just a few metres<br />

away, a new museum is currently under<br />

construction. This White Cube will house<br />

the contemporary works of the Hilti Art<br />

Foundation. Plans are also underway to<br />

build a new Treasure Chamber, set to open<br />

in 2015. The National Museum counts<br />

among the more traditional buildings in<br />

Vaduz, while the modern architecture of<br />

the new parliament building constructed<br />

using over one million bricks will grab the<br />

attention of visitors crossing the Peter-Kaiser-Platz<br />

square. For more information visit<br />

www.tourismus.li<br />

Der Weisse Würfel ergänzt den Schwarzen Würfel<br />

im Herzen von Vaduz. Er beherbergt ab dem Frühjahr<br />

2015 die öffentlich zugängliche Sammlung der<br />

Hilti Art Foundation sowie das exklusive Uhren- und<br />

Schmuckfachgeschäft von Huber Watches Jewellery.<br />

www.kunstmusem.li, www.huber.li<br />

Mit der Skulpturenausstellung «BadRagartz»<br />

kommt 2015 eine einzigartige Open-Air-Ausstellung<br />

mit über vierzig Top-Werken internationaler Künstler<br />

nach Vaduz. www.badragartz.ch<br />

53


Weingenuss<br />

im Fürstentum<br />

54


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Edle Tropfen, die es nur im Fürstentum <strong>Liechtenstein</strong> gibt: <strong>Das</strong> kleine<br />

Land zwischen Alpenrhein und Rätikon – nur rund 50 Kilometer vom<br />

östlichen Bodenseeufer entfernt – ist ein viel versprechen<strong>des</strong> Gebiet<br />

für die Jäger <strong>des</strong> gehobenen Genusses. Denn rund 100 Winzer – einschliesslich<br />

der Fürstlichen Hofkellerei – widmen sich hier seit Jahrhunderten<br />

der Kultivierung der einzigartigen Reben.<br />

Text: Eric Thiel · Foto: Martin Walser<br />

Im klimatisch begünstigten Rheintal, eingebettet zwischen<br />

Österreich und der Schweiz, lässt der Föhn an den Südhängen<br />

der Berge ausgezeichnete Weine reifen. Jeweils zur<br />

Herbstzeit präsentieren die <strong>Liechtenstein</strong>er Winzer stolz<br />

ihre guten Tropfen, die übrigens nicht exportiert werden.<br />

Denn einerseits ist die Anbaumenge begrenzt und andererseits<br />

trinken die <strong>Liechtenstein</strong>er ihren exzellenten Wein<br />

am liebsten selbst...<br />

Genussvolle Degustationen<br />

Fürstlicher Weingenuss ist daher nur vor Ort möglich: So<br />

bietet beispielsweise die Fürstliche Hofkellerei in Vaduz<br />

sowohl einen guten Überblick wie auch önologische Raritäten,<br />

die verkostet und erworben werden können. Degustationen<br />

bieten darüber hinaus das Weingut Castellum in<br />

Eschen und Harry Zechs Weinbau Cantina in Schaanwald<br />

an. Auch viele Winzer, die im Nebenerwerb kleine Flächen<br />

bewirtschaften und ihre eigenen Weine keltern, tragen zur<br />

kleinen, feinen Weinkultur <strong>des</strong> Lan<strong>des</strong> bei.<br />

<strong>Liechtenstein</strong>er Winzerfeste<br />

Herbstzeit ist Winzerzeit. Die <strong>Liechtenstein</strong>er Winzer präsentieren<br />

zu verschiedenen Anlässen ihre guten Tropfen:<br />

Beispielsweise beim Weinfest der Winzergenossenschaft<br />

Triesen bei der historischen Kapelle St. Mamerten, am Unterländer<br />

Winzerfest mit der Krönung der Weinkönigin<br />

und beim traditionellen <strong>Liechtenstein</strong>er Winzerfest im Vaduzer<br />

«Städtle». Die besten Weinbauer <strong>des</strong> Lan<strong>des</strong> stellen<br />

dann ihre Eigenproduktionen vor, wobei das grosse Angebot<br />

die Besucher oft überrascht. Wo sonst bietet sich eine<br />

solche Vielzahl von roten und weissen «Einheimischen»<br />

zur Probe an? Der Blauburgunder und der Müller-Thurgau<br />

bilden lan<strong>des</strong>weit die Hauptsorten. Zusammen machen sie<br />

rund 75 Prozent der Erntemenge aus. Zweigelt und Blaufränkisch<br />

sind neben Regent, Maréchal Foch und Léon Millot<br />

weitere rote Rebsorten. Chardonnay, Sauvignon Blanc<br />

und Weiss- und Grauburgunder bringen ausgezeichnete<br />

sortentypische Weine hervor. Für den kleinen Hunger zwischendurch<br />

warten würzige Winzerwürste und Winzerkäse<br />

auf die Besucher. Ebenso ein Stück <strong>Liechtenstein</strong>er<br />

Lebensqualität: Die feinen bis würzigen Käse vom Bangshof<br />

oder der Bergkäse von den heimischen Almen. Zusammen<br />

mit einem guten Glas Wein ergibt dies einen fürstlichen<br />

Genuss, den bisher nur wenige Besucher ausserhalb<br />

<strong>des</strong> kleinen Alpenstaats kennen…<br />

Destillate<br />

Edle Tropfen nochmals verfeinert: Destillate aus <strong>Liechtenstein</strong>er<br />

Obst und Getreide reichen vom Traubentresterbrand<br />

über verschiedene Obstbrände bis hin zum «fürstlichen»<br />

Whiskey. Doch das ist eine andere<br />

Geschichte…<br />

Weitere Infos unter<br />

www.weine.li<br />

www.hofkellerei.li<br />

www.winzer-am-eschnerberg.li<br />

www.balzner-winzer.li<br />

Fakten<br />

Auf dem Gebiet <strong>Liechtenstein</strong>s<br />

wird, dank den Römern, seit<br />

über 2’000 Jahren Wein angebaut.<br />

Der «Föhn», ein warmer<br />

Südwind, sorgt für optimale klimatische<br />

Bedingungen.<br />

www.tourismus.li<br />

Fine wine from <strong>Liechtenstein</strong><br />

<strong>Liechtenstein</strong> has a long and successful<br />

winemaking tradition. The Principality’s<br />

position between the banks of the Rhine<br />

and the mountains of the Rätikon Chain –<br />

around 50 km from the eastern shores of<br />

Lake Constance – provi<strong>des</strong> excellent conditions<br />

for producing fine wines. More than<br />

100 winemakers, among them four professional<br />

growers including the Prince of<br />

<strong>Liechtenstein</strong> Winery, today continue the<br />

centuries-old tradition in the region. Hikes<br />

and tasting sessions are an excellent way<br />

to experience <strong>Liechtenstein</strong>’s many<br />

vineyards. For more information visit<br />

www.tourismus.li<br />

55


Demeter-Wein<br />

in Sicht<br />

Dem Traditionellen verpflichtet und zugleich offen für Neues – diese Einstellung prägt<br />

insbesondere die Profiwinzer in <strong>Liechtenstein</strong>. Sie sind stolz auf ihre edlen Tropfen<br />

und die lange Weinbaukultur prägt mit ihren Weingärten an sonnigen Lagen das<br />

Landschaftsbild bis heute. Einer der vier Berufswinzer ist Harry Zech aus dem <strong>Liechtenstein</strong>er<br />

Unterland. Interview: Verena Cortés · Fotos: Harry Zech Weinbau<br />

Nomen est omen. Die lateinischen Worte auf den Etiketten<br />

sind nicht nur typisch für die Weine von Harry Zech, sie<br />

stehen auch für den Inhalt: göttlich, leidenschaftlich und<br />

liebevoll. Der Winzer und Önologe bewirtschaftet eine Rebfläche<br />

von rund drei Hektaren, wobei sich die einzelnen<br />

Rebberge an hervorragenden Lagen in Vaduz und Mauren<br />

befinden. Oberstes Ziel auf dem Weingut Zech ist es, einen<br />

persönlichen Wein mit höchster Qualität herzustellen. Und<br />

um das zu erreichen, geht Harry Zech auch unkonventionelle<br />

Wege.<br />

Sie haben schon seit Beginn Ihrer Winzerkarriere auf<br />

naturnahe Produktionsmethoden gesetzt. Nun gehen<br />

Sie einen Schritt weiter?<br />

Harry Zech: Seit Beginn dieses Jahres stelle ich auf biodynamischen<br />

Weinbau nach den «Demeter»-Richtlinien um.<br />

<strong>Das</strong> Markenzeichen «Demeter» ist noch höher qualifiziert<br />

als die Bio-Marke. <strong>Das</strong> heisst, in der Bewirtschaftung wird<br />

komplett auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel,<br />

auf Herbizide und auf Kunstdünger verzichtet.<br />

56


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Welche Vorzüge hat der biodynamische<br />

Anbau für die Reben?<br />

Mit der biodynamischen Bewirtschaftung wird ein<br />

aktiveres Bodenleben gefördert. Die Weinbergböden<br />

sind das gesamte Jahr begrünt, damit die Nützlinge<br />

einen Lebensraum und ein ständiges Nahrungsangebot<br />

haben. Auch schützt die Begrünung vor Erosion<br />

und Bodenverdichtung. Die Reben können mehr Nährstoffe<br />

aufnehmen und der Boden bleibt fruchtbarer.<br />

Die Auswirkung dieser Umstellung auf den Wein?<br />

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Herbiziden<br />

werden komplett vermieden. Da die Reben<br />

mehr Nährstoffe aufnehmen können, wird<br />

der Wein vermehrt vom Boden beeinflusst. <strong>Das</strong><br />

spiegelt sich im Weincharakter wider und verbessert<br />

die Qualität.<br />

Wann präsentieren Sie Ihren ersten Demeter-<br />

Wein?<br />

Sowohl Boden wie Reben müssen sich erst umstellen<br />

und dazu braucht es ungefähr drei Jahre.<br />

Der erste Bio-Wein wird Jahrgang 2016 und der<br />

erste Demeter-Wein wird den Jahrgang 2017 tragen.<br />

Welche Kelterei-Geheimnisse können Sie aus<br />

Ihrem Keller verraten?<br />

Auch bei der Verarbeitung gilt: «Jede Behandlung ist eine<br />

Belastung für den Wein». Deshalb verarbeiten wir die Trauben<br />

sehr schonend mit möglichst geringer Einflussnahme.<br />

Gelesen wird von Hand mit Kisten, die «Rotwein-Maische»<br />

wird noch von Hand in den Bottichen (Standen) gestösselt,<br />

die Maische wird mit geringem Druck ausgepresst und<br />

die Weine werden unfiltriert abgefüllt, damit sich die Inhaltsstoffe<br />

authentisch entfalten können.<br />

Welchen Wein von Harry Zech muss man unbedingt<br />

kredenzen?<br />

Alle! (lacht). Für die heissen Tage kann ich besonders<br />

den Riesling-Sylvaner empfehlen, der ist frisch und<br />

fruchtig. Wer es lieber kräftiger und südländisch<br />

mag, dem stelle ich gerne meinen Neuling «Le Rendez-vous»<br />

vor. <strong>Das</strong> ist ein Cuvée aus Gamaret, Merlot<br />

und Cabernet Sauvignon, der – wie alle meine<br />

Rotweine – im Holzfass ausgebaut ist.<br />

Wein aus <strong>Liechtenstein</strong> ist...<br />

...etwas ganz Besonderes, das man sich nicht entgehen<br />

lassen sollte. Die Qualität unserer Weine hat sich<br />

in den letzten Jahren enorm gesteigert und die Auswahl<br />

beschränkt sich schon lange nicht mehr nur auf<br />

leichte Landweine.<br />

Mehr Informationen<br />

www.hz-weinbau.li<br />

57


Kultur/Genuss<br />

Die Kunst <strong>des</strong> Geniessens<br />

Einheimischer Bergkäse, delikate Fisch- und Fleischgerichte, feine<br />

Süssspeisen – so abwechslungsreich wie die Geographie <strong>des</strong> Lan<strong>des</strong><br />

ist auch seine Gastronomie, die eine kulinarische Brücke zwischen<br />

Tradition und Moderne schlägt. So findet man neben urigen<br />

Gasthäusern, die die bodenständige, heimische Küche pflegen,<br />

auch eine erstaunliche Dichte an Gourmetrestaurants, die im<br />

Gault&Millau und im Guide Michelin ausgezeichnet wurden. Gemessen<br />

an der Einwohnerzahl hat das Fürstentum wahrscheinlich<br />

die höchste «Genussdichte» der Welt. Text: Rebecca Testi-Marogg<br />

Hausgemachte <strong>Liechtenstein</strong>er Spezialitäten serviert man beispielsweise in<br />

der «Wirtschaft zum Löwen», die in einem 400 Jahre alten Bauernhaus in<br />

Hinterschellenberg ihre Gäste empfängt. Schwartenmagen, langsam gereifter<br />

Käse, Käsknöpfle oder im Herbst Schlachtplatten mit Krautwurst,<br />

Kesselfleisch und Sulzbraten stehen auf der Karte. Die Rezepte werden seit<br />

sechs Generationen in der Familie vererbt. Eine ebenso gute Küche bieten<br />

beispielsweise die Weinlaube in Schellenberg, der Landgasthof Rössle in<br />

Ruggell oder das «Turna» in Malbun. Übrigens ideal, um Genuss und Wandern<br />

zu kombinieren...<br />

Käsknöpfle ist das Nationalgericht<br />

der <strong>Liechtenstein</strong>er.<br />

Käsknöpflekönigin<br />

<strong>Das</strong> Nationalgericht der <strong>Liechtenstein</strong>er ist ein vegetarisches – die Käsknöpfle.<br />

Als ungekrönte Käsknöpflekönigin <strong>des</strong> Lan<strong>des</strong> gilt Martha Bühler.<br />

Die frühere, erfolgreiche Skirennfahrerin hat nach ihrer Sportkarriere eine<br />

neue Leidenschaft entwickelt – das Käsknöpflekochen. <strong>Das</strong> Kochduell im<br />

ZDF gewann sie im vergangenen Jahr souverän. Aufgrund der grossen<br />

Nachfrage bietet sie übrigens neu Kochkurse an.<br />

58


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Genussvolle Lebenskunst –<br />

der Sonnenhof in Vaduz<br />

Gaumenfreuden und Genussmomente<br />

Echte Haute Cuisine und damit Genuss pur bieten<br />

unter anderem die Restaurants «Schatzmann»<br />

(17 Gault&Millau-Punkte) in Triesen und «Sonnenhof»<br />

(16 Gault&Millau-Punkte) in Vaduz – letzteres übrigens<br />

mit direktem Blick auf das Schloss und die majestätische<br />

Kulisse der <strong>Liechtenstein</strong>er und Schweizer Alpen.<br />

Der «Torkel» (16 Gault&Millau-Punkte), idyllisch inmitten<br />

von Weinbergen gelegen, ist das Spezialitätenrestaurant<br />

<strong>des</strong> Fürsten und bietet eine ausgezeichnete<br />

Küche.<br />

Exoten<br />

Die traditionelle Küche <strong>Liechtenstein</strong>s wird durch<br />

internationale Anbieter ergänzt. Neben den typischen<br />

italienischen Restaurants überrascht das Angebot an<br />

fernöstlichen Spezialitäten: Beispielsweise japanisches<br />

Sushi im CAFE im Kunstmuseum, Indisch im Schlössle<br />

Mahal sowie thailändische und chinesische Küche in<br />

zahlreichen Gastronomiebetrieben – vom «Take away»<br />

bis zum Restaurant.<br />

Mit einem guten Wein und edlen Menü<br />

den Abend im Alpenhotel Vögeli geniessen.<br />

T +423 265 31 00, www.alpenhotel.li<br />

59


Kultur/Genuss<br />

Kaffee de Luxe<br />

Für eine Tasse guten Kaffees lohnt es sich übrigens nach Schaan<br />

in die preisgekrönte Gourmet-Kaffeerösterei Demmel zu fahren.<br />

Die sortenreinen Kaffees und Kaffeespezialitäten, die man hier<br />

probieren und kaufen kann, werden in der gläsernen Manufaktur<br />

mehrmals wöchentlich in liebevoller Handarbeit geröstet.<br />

Park Hotel Sonnenhof<br />

Im gefühlten Herzen Europas vereint<br />

eines der romantischsten Boutique-<br />

Hotels der gesamten Alpenregion alles,<br />

was man sich unter einem «Sonnigen<br />

Leben in privater Atmosphäre»<br />

vorstellt: Den kulinarischen Hochgenuss<br />

und einen sinnlichen Kosmos<br />

für die ungestörte Zweisamkeit.<br />

Und ganz nebenbei bietet das von<br />

Starkoch Hubertus Real und seiner<br />

Familie liebevollgeführte Relais &<br />

Châteaux Hotel mit eigenem Traumpark<br />

den besten Blick auf das Schloss<br />

Vaduz, die Alpen und die nahe gelegenen<br />

Weinberge.<br />

Kuchen? Kuchen!<br />

Lust auf Kuchen? <strong>Das</strong> Alpenhotel Vögeli und das Hotel-Restaurant<br />

Galina in Malbun sind für seine Torten weit über die Grenzen hinaus<br />

bekannt. Es lohnt sich schon alleine wegen eines Stückes der<br />

ausgezeichneten Schwarzwälder Torte in den Ski- und Ferienort<br />

Malbun zu fahren. Alternativ gibt es hier die Weisswälder Torte<br />

– ein echtes, schmackhaftes Unikat. Beim gedeckten Apfelkuchen<br />

gilt das Gasthaus Masescha als Geheimtipp. Egal, wofür man<br />

sich entscheidet – insgesamt bieten die Cafés und Konditoreien<br />

in <strong>Liechtenstein</strong> für Naschkatzen fürstlich gute Süssspeisen<br />

aller Art...<br />

Biergenuss<br />

<strong>Das</strong> <strong>Liechtenstein</strong>er Brauhaus und PrinzenBräu sind echte Genussbringer:<br />

Kristallklares Wasser und beste Zutaten prägen diese Biere.<br />

Vom «Alt» über «Krona», «Monarch» und «Naturblond» bis zum<br />

«Weiza» u.v.m. reicht das Angebot. Ideal, um den Abend bei einem<br />

kühlen Bier genussvoll ausklingen zu lassen…<br />

Weitere Informationen über alle Hotels und Übernachtungsmöglichkeiten<br />

unter www.tourismus.li<br />

T +423 239 02 02<br />

www.sonnenhof.li<br />

Gastlich, herzlich, urig: <strong>Das</strong> Familienhotel Turna ist für echte<br />

Gastfreundschaft und herzhaft gesun<strong>des</strong> Essen bekannt.<br />

Hotel Turna: T +423 265 50 40, www.turna.li<br />

60


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Nightlife<br />

<strong>Das</strong> Nachtleben in <strong>Liechtenstein</strong> ist<br />

ein besonderes – klein, trendig und<br />

genau <strong>des</strong>halb cool. Insider wissen<br />

genau, wo wann was los ist. Für alle<br />

anderen wird es oft erst auf den<br />

zweiten Blick sichtbar...<br />

An warmen Sommerabenden spielt sich das<br />

Nachtleben überwiegend im Freien ab, wenn die<br />

Tische im Vaduzer Städtle die Fussgängerzone in<br />

Beschlag nehmen oder in Schaan südliches Flair<br />

zum Flanieren von einem Lokal zum nächsten<br />

einlädt. Wo pulsiert das Nachtleben? Zum Beispiel<br />

in den Bars «Zwei» und «Nexus» im Zentrum von<br />

Vaduz. Clubatmosphäre gibt es u.a. auch im S<strong>oho</strong><br />

Supperclub in Schaan, der als Hotspot beliebt ist.<br />

Wilde Nächte in <strong>Liechtenstein</strong> enden oft im<br />

«Johnny’s», offiziell die «Long John Bar» genannt.<br />

<strong>Das</strong> «Bogarts» und das «Black Pearl» in Schaan<br />

sind zwei weitere beliebte Locations der Szene<br />

wie auch die «Räbabar» in Mauren. Alpenländisch-zünftig<br />

geht es beispielsweise in Malbun<br />

ab, unter anderem in der urigen «Elchbar» im Alpenhotel<br />

(insbesondere beim Aprés-Ski im Winter),<br />

der «Gitzi Höll» und der legendären kleinen<br />

«Engelburg».<br />

@<br />

Alle Veranstaltungen<br />

unter<br />

www.tourismus.li/events<br />

61


Kultur/Genuss<br />

Highlights 2014/2015<br />

Rund 500 Veranstaltungen pro Jahr: <strong>Das</strong> Fürstentum <strong>Liechtenstein</strong> bietet das gesamte<br />

Jahr eine Vielzahl an Veranstaltungen – von hochwertigen Kulturevents<br />

über Top-Sportveranstaltungen bis zu den kleinen, feinen «Fäschtle» der Vereine.<br />

Neben der folgenden Auswahl der im Juli 2014 bekannten Events finden sich alle<br />

Veranstaltungen stets aktuell unter www.tourismus.li/events.<br />

20. LIHGA<br />

5.–13. September 2014<br />

Schaan, Messeplatz im alten Riet<br />

www.lihga.li<br />

47. Bun<strong>des</strong>sängerfest<br />

12.–13. September 2014<br />

Eschen<br />

www.mcn.li<br />

The Princely <strong>Liechtenstein</strong> Tattoo<br />

12.–14. September 2014<br />

Schellenberg Burgruine<br />

www.princely-tattoo.li<br />

Beizafestival<br />

19. September 2014<br />

Schaan, Vaduz<br />

www.beizafestival.li<br />

Die letzten Romantiker<br />

175-Jahr Rheinberger-Jubiläum<br />

Bis 21. September 2014<br />

Vaduz, Lan<strong>des</strong>museum<br />

www.lan<strong>des</strong>museum.li<br />

Dresdner Sinfoniker<br />

22. Oktober 2014<br />

Vaduz, Vaduzersaal<br />

www.tak.li<br />

Vaduz on Ice<br />

11. November 2014–6. Januar 2015<br />

Vaduz, Städtle<br />

www.vaduz-on-ice.li<br />

Weihnachtsmarkt Vaduz<br />

13.–14. Dezember 2014<br />

Vaduz, Städtle<br />

Weitere Weihnachtsmärkte und Details<br />

unter www.tourismus.li<br />

Weihnachtskonzert<br />

23. Dezember 2014<br />

Vaduzer Saal, Vaduz<br />

www.tak.li<br />

Saisonstart Skigebiet Malbun<br />

13. Dezember 2014<br />

www.tourismus.li<br />

www.bergbahnen.li<br />

62


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

EYOF<br />

European Youth Olympic Festival<br />

25.–30. Januar 2015<br />

Vorarlberg/<strong>Liechtenstein</strong><br />

www.eyof2015.org<br />

Fasnacht<br />

Die Narren sind los – landauf, landab<br />

12.–17. Februar 2015<br />

<strong>Liechtenstein</strong><br />

www.fasnacht.li<br />

Ein Sommernachtstraum<br />

William Shakespeare und<br />

Felix Mendelssohn<br />

30. Juni 2015<br />

Vaduzer Saal, Vaduz<br />

Mit Klaus Maria Brandauer<br />

Musik: Kammerorchester Basel<br />

www.tak.li<br />

@<br />

<strong>Das</strong> vollständige<br />

Programm<br />

www.tourismus.li/events<br />

Fürstenwoche<br />

9.–16. August 2015<br />

<strong>Liechtenstein</strong><br />

www.tourismus.li/fuerstenwoche<br />

Staatsfeiertag<br />

15. August 2015<br />

Vaduz<br />

www.staatsfeiertag.li<br />

Schatzkammer <strong>Liechtenstein</strong><br />

Eröffnung Ostern 2015 (geplant)<br />

«Vom Fürstentum über die Welt ins Weltall»:<br />

Gezeigt werden einzigartige Objekte,<br />

u. a. das Apfelblütenei von Fabergé (grösstes<br />

Fabergé-Ei der Welt), Mondgestein von<br />

den Flügen der Apollo 11 und Apollo 17 etc.<br />

www.lan<strong>des</strong>museum.li<br />

Rubel, Riet & Rock’n’Roll<br />

TAK, 21./22. April, 7./8. Mai 2015<br />

www.tak.li<br />

Eröffnung <strong>des</strong> Weissen Würfels<br />

Juni 2015 (geplant)<br />

www.hiltifoundation.org<br />

LGT Alpin Marathon<br />

13. Juni 2015<br />

www.lgt-alpin-marathon.li<br />

The Princely <strong>Liechtenstein</strong> Tattoo<br />

4.–6. September 2015<br />

Schellenberg Burgruine<br />

www.princely-tattoo.li<br />

Saisonstart Skigebiet Malbun<br />

12. Dezember 2015<br />

www.bergbahnen.li<br />

63


Die Brennerei Telser<br />

Meister<strong>des</strong>tillate aus Tradition<br />

Exzellente Schnäpse, Gin und Whiskey: Seit über 130 Jahren<br />

verfeinert die Brennerei Telser in Triesen – als einzige<br />

ihrer Art – Obst, Getreide und vieles mehr in einzigartige<br />

Genussprodukte. Über 30 Goldmedaillen bestätigen ihre<br />

Qualität seit Jahrzehnten. Internationale Experten zeichneten<br />

den «Telsington Whisky» soeben als einen der besten<br />

Europas aus. <strong>Das</strong> Familienunternehmen bietet ganzjährig<br />

Degustationen und Brennerei-Führungen durch das denkmalgeschützte,<br />

über 500-Jahre alte Bauernhaus an.<br />

Weitere Informationen<br />

T +423 392 53 73 und www.brennerei-telser.com<br />

Souvenirstempel<br />

Sehenswert und dekorativ: Der Souvenir-Stempel<br />

dokumentiert den Aufenthalt im Fürstentum<br />

<strong>Liechtenstein</strong>. <strong>Das</strong> Tourist Office bestätigt für<br />

3 CHF (2,50 Euro) den Besuch <strong>des</strong> Gastes in<br />

<strong>Liechtenstein</strong>.<br />

Weitere Informationen<br />

T +423 239 63 63 und www.tourismus.li<br />

Made in<br />

<strong>Liechtenstein</strong><br />

Souvenirs mal anders<br />

Wie kann man <strong>Liechtenstein</strong> als tragbare, originelle Erinnerung<br />

mitbringen? Ganz einfach: Kurz im «Hoi-Laden»<br />

oder dem Lan<strong>des</strong>museum-Shop einen Stop einlegen. Spezielle,<br />

fürstliche, sinnvolle oder witzige Dinge erwarten die<br />

Besucher. Die Produkte stammen in der Regel aus der Region<br />

oder sind typisch für das Land – vom Bleistift mit<br />

Krone über den Flachmann aus Holz und historische Postkarten<br />

bis zum Fürstenhemd reicht das Angebot. In die<br />

Welt der edlen Düfte entführt zusätzlich das Lan<strong>des</strong>museum,<br />

das über einen eigenen Museumsshop verfügt – einfach<br />

mal vorbei schauen…<br />

Weitere Informationen<br />

Hoi-Laden: T +423 230 39 39 und<br />

www.hoi-laden.li<br />

Lan<strong>des</strong>museum: T +423 239 68 20 und<br />

www.lan<strong>des</strong>museum.li<br />

Ein Stück <strong>Liechtenstein</strong> aus dem<br />

«Hoi-Laden»: <strong>Das</strong> Holzbrett in Lan<strong>des</strong>form<br />

sowie das Ribel-Set mit<br />

Bio-Mehl aus der Mühle Balzers.<br />

64


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Die kleinsten Botschafter<br />

Klein, fein, faszinierend: Seit Briefmarken gedruckt werden, sind sie als<br />

Sammlerobjekt begehrt. Die Philatelie <strong>Liechtenstein</strong> überrascht regelmässig<br />

mit einzigartigen Exemplaren und Serien. Und wird dafür international<br />

ausgezeichnet. Sammler aus der gesamten Welt kommen daher nach<br />

<strong>Liechtenstein</strong>. Eine Übersicht bietet der Shop im <strong>Liechtenstein</strong> Center, dem<br />

offiziellen Tourismus Büro.<br />

Tipp: <strong>Das</strong> Postmuseum im Städtle 37 zeigt über 100 Jahre Briefmarkengeschichte<br />

hautnah. Kostenfreier Eintritt.<br />

Weitere Informationen<br />

T +423 399 44 66 und www.philatelie.li<br />

Dolce Schokolade<br />

Lecker, kreativ, exklusiv: Diese Schokolade verführt. <strong>Das</strong><br />

Dolce ist beliebt für seine köstlichen Eigenproduktionen<br />

sowie die offene Frischschokolade aus der Schweiz. Ein Paradies<br />

für Schokoladenliebhaber und auch ideal als Geschenk.<br />

Auf den Punkt gebracht: Purer Genuss für jeden.<br />

Weitere Informationen<br />

T +423 232 67 00 und www.dolce.li<br />

Ein Unikat: «Der Monarch»<br />

Hersteller: Reinhard Servello, Bobber Anstalt<br />

Gewinner <strong>des</strong> European BBO Champion 2012, Aufbau: 2012, Motor: 1972 Shovelhead<br />

Rahmen: Bobber Einarm-Starrahmen, Lack: Spezial-Lackierung mit Kohle-Skizzen by<br />

Marcus Pfeil, Gravuren: Old Style Handgravuren by Marcus Pfeil.<br />

Weitere Informationen<br />

T +423 392 24 90 und www.bobber.li<br />

65


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Wirtschaft/Bildung<br />

Kleines Land,<br />

grosse Ideen<br />

<strong>Das</strong> Fürstentum bietet Menschen mit aussergewöhnlichen<br />

Ideen einen kreativen Schaffensort.<br />

Hier lohnt sich Unternehmertum. <strong>Das</strong> Staatsoberhaupt<br />

geht als gutes Vorbild und erfolgreicher<br />

Unternehmer vorweg. Zufall ist es daher<br />

nicht, dass sich Firmen aus <strong>Liechtenstein</strong> zu<br />

globalen Top-Nischenplayern im Weltmarkt entwickeln<br />

und behaupten. <strong>Das</strong> Land bietet attraktive<br />

Rahmenbedingungen und echte Wachstumsperspektiven.<br />

Text: Markus Kaufmann · Foto: Roland Korner


WIR BAUEN EINE<br />

BESSERE ZUKUNFT.<br />

21 000 Mitarbeitende begeistern weltweit unsere Kunden. Wir identifizieren die<br />

Bedürfnisse der Bauindustrie und schaffen mit innovativen Lösungen überlegenen<br />

Mehrwert. Wir fördern ein Klima, in dem je<strong>des</strong> Teammitglied persönlich wachsen<br />

kann und handeln verantwortlich gegenüber Gesellschaft und Umwelt.<br />

Hilti Aktiengesellschaft│9494 Schaan│<strong>Liechtenstein</strong> │www.facebook.com/hiltigroup<br />

Hilti. Mehr Leistung. Mehr Zuverlässigkeit.<br />

68


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Top-Wirtschaftsstandort<br />

mit Global Playern<br />

<strong>Liechtenstein</strong> bietet Unternehmern die Möglichkeit, sich auf das<br />

zu konzentrieren, was wirklich zählt: Die Entwicklung und den<br />

Erfolg <strong>des</strong> eigenen Unternehmens.<br />

<strong>Das</strong> Fürstentum überrascht mit exzellenten Standortfaktoren:<br />

Dem Zugang zu zwei Märkten (EU und der Schweiz),<br />

der Mitgliedschaft in der EFTA und den damit verbundenen<br />

Freihandelsabkommen, der liberalen Wirtschaftsordnung<br />

mit einem attraktiven Steuersystem und den liberalen<br />

Arbeitsgesetzen. Ob Hightech-Bohrmaschinen (Hilti<br />

Aktiengesellschaft), Pizzas für Italien (Herbert Ospelt Anstalt)<br />

oder Heizsysteme für den Buckingham Palace (Hoval<br />

AG) – aus zahlreichen Bereichen kommen die Weltmarktführer<br />

direkt aus <strong>Liechtenstein</strong>.<br />

Erfolgreiche Unternehmer<br />

Leistung lohnt sich: Ein ausgeprägtes Unternehmertum<br />

vor Ort, das aktiv gelebt wird und hervorragende Rahmenbedingungen<br />

<strong>des</strong> Kleinstaates sind die Garanten für Erfolg.<br />

Namen wie Martin Hilti, Gründer <strong>des</strong> Weltkonzerns<br />

Hilti, Max Auwärter, Pionier in der Vakuumbeschichtungstechnik<br />

und Gründer der Balzers AG (heute Oerlikon<br />

Balzers) zeigen, dass in einem liberalen Umfeld Unternehmertum<br />

zum Erfolg führt. <strong>Das</strong> Gleiche gilt für die Ivoclar<br />

Vivadent AG, die von ihrem Hauptsitz in <strong>Liechtenstein</strong> aus<br />

120 Länder mit Dentalprodukten beliefert und Marktführer<br />

ist.<br />

Weltweit <strong>Liechtenstein</strong><br />

Made in <strong>Liechtenstein</strong>: Vieles, was an anderen Orten der<br />

Welt erfolgreich umgesetzt wird, hat auch einen Teil <strong>Liechtenstein</strong><br />

in sich. Ob dies die erste bemannte Mondlandung<br />

1969 war, bei der Produkte der Oerlikon Balzers im Einsatz<br />

waren (weltweit einzigartige Beschichtungen), oder ein aktuelles<br />

Konzert von Miley Cyrus, das ohne die Stecker der<br />

Neutrik AG aus Schaan nicht stattfinden würde. Ein kleines<br />

Stück <strong>Liechtenstein</strong> ist (fast) immer dabei.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.liechtenstein-business.li<br />

Fakten<br />

Über 4’000 Unternehmen haben<br />

sich in <strong>Liechtenstein</strong> niedergelassen<br />

und sorgen für eine rekordverdächtige<br />

Unternehmensdichte<br />

von 1 Unternehmen pro 9<br />

Einwohnern.<br />

Top business location home<br />

to global players<br />

<strong>Liechtenstein</strong> is an excellent place to do<br />

business. As well as offering direct access<br />

to two markets (EU and Switzerland) and<br />

being a member of the EFTA and its associated<br />

free trade agreements, the Principality<br />

pursues liberal economic and labour policies<br />

and offers an attractive fiscal system.<br />

These conditions leave entrepreneurs free<br />

to concentrate on what really matters – developing<br />

their business. For more information<br />

visit www.liechtenstein-business.li<br />

69


Wirtschaft/Bildung<br />

Tradition & Innovation<br />

Zahlreiche Standortvorteile, eine liberale, stabile Wirtschaftspolitik, ein AAA-Länder-<br />

Rating, eine hohe Zentralität in Europa und als i-Tüpfelchen noch eine exzellente<br />

Lebensqualität, die tägliche Kreativität ermöglicht: <strong>Das</strong> ist <strong>Liechtenstein</strong>.<br />

Text: Markus Kaufmann<br />

Innovativer Fahrzeugbau<br />

Die Kaiser AG aus Schaanwald ist Technologieführer bei<br />

Fahrzeugen für die Kanalreinigung und industrielle Entsorgung<br />

sowie bei Mobil-Schreitbaggern. Fünf eigene<br />

Standorte und ein Netzwerk von über 100 Vertriebs- und<br />

Servicepartnern sorgen dafür, dass diese liechtensteinischen<br />

Spezialfahrzeuge leistungsstark und zuverlässig auf<br />

fünf Kontinenten ihren Dienst verrichten. Kaiser Fahrzeuge<br />

sind für den Einsatz in extremen Einsatzgebieten konzipiert,<br />

absolut zuverlässig und einzigartig. www.kaiser.li<br />

Wärmebehandlung made in Schaan<br />

Die Bodycote Rheintal Wärmebehandlung AG ist der<br />

Marktführer der Region auf dem Gebiet der technischen<br />

Wärmebehandlung von Stahlbauteilen, die im<br />

Automobil-, Flugzeug- und Maschinenbau verwendet<br />

werden. <strong>Das</strong> Dienstleistungsunternehmen ist ein regionaler<br />

Betrieb, der sich durch Innovation, Service-Denken<br />

und Verlässlichkeit auszeichnet und ein hohes<br />

Leistungspotenzial hat. Bodycote vereint langjährige<br />

Erfahrung, hohes Fachwissen und gilt als ein attraktiver<br />

Arbeitgeber. Aktuell sind in Schaan 50 Mitarbeitende,<br />

davon neun Auszubildende, tätig.<br />

www.bodycote.li<br />

Hilti Gruppe – Tradition und Innovation<br />

Innovativ, dynamisch, erfolgreich: Dies verkörpert die<br />

Hilti Gruppe aus Schaan, ein Familienunternehmen, das<br />

1941 als mechanische Werkstatt mit fünf Mitarbeitern<br />

gegründet wurde und heute ein Weltkonzern im Bereich<br />

Befestigungs- und Abbautechnik mit über 21’000 Mitarbeitern<br />

ist. Die wesentlichen Treiber <strong>des</strong> Erfolgs waren<br />

stets ein engagiertes Team und Produktentwicklungen,<br />

die neue Standards setzen. Mit dem Innovationszentrum,<br />

das 2015 eröffnet wird, verstärkt das Unternehmen<br />

den Bereich Forschung und Entwicklung und baut<br />

den Hauptstandort weiter zu einem Kompetenzzentrum<br />

für Spitzentechnologie aus. www.hilti.com<br />

Oerlikon Balzers auf Expansionskurs<br />

Mit der Fusion von Oerlikon Balzers und Sulzer Metco<br />

ist im Juni ein globaler Technologieführer für Oberflächenlösungen<br />

entstanden. <strong>Das</strong> neue Oerlikon-Segment<br />

«Surface Solutions» beschäftigt weltweit rund 6’000<br />

Mitarbeitende, betreibt 110 Beschichtungszentren und<br />

erzielt einen Umsatz von über 1 Mrd. CHF. Die beiden<br />

Business Units Oerlikon Balzers und Oerlikon Metco<br />

sind seit Jahrzehnten an der Entwicklung von wegweisenden<br />

Beschichtungstechnologien beteiligt, u.a. Dünn-<br />

70


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Unternehmertum<br />

lohnt sich<br />

<strong>Liechtenstein</strong> ist ein ausgezeichneter Ort für Firmenansiedlungen.<br />

Unternehmertum lohnt sich.<br />

Die Vorteile <strong>des</strong> attraktiven Standorts lassen sich<br />

nicht an einer Hand abzählen:<br />

Ein Multitalent: Der Schreitbagger<br />

der Kaiser AG.<br />

schichttechnik, Plasmawärmebehandlung und Laserauftragsschweissen.<br />

Ziel ist die Optimierung von Bauteilen<br />

und Produkten. Hauptsitz <strong>des</strong> neuen Weltmarktführers<br />

ist Balzers. www.oerlikon.com<br />

Swarovski bringt das Funkeln in den Alltag<br />

Wer bei Swarovski arbeitet, ist mittendrin in einem Familienbetrieb<br />

mit vielfältigen Aufgaben und Karrierechancen<br />

in einem weltweiten Netzwerk. In Triesen beschäftigt<br />

Swarovski über 600 Mitarbeiter. Dieser<br />

Standort ist für das Supply Chain Management aller<br />

funkelnden Swarovski Artikel weltweit zuständig und<br />

betreibt dazu Zentrallager in Triesen und Singapur mit<br />

einem Logistikvolumen von über 27 Millionen Stück pro<br />

Jahr. Weitere Funktionen in Triesen sind Verkaufs- und<br />

Betriebsplanung; Entwicklung, Produktion, Beschaffung<br />

und Qualität für verschiedene Produktbereiche;<br />

Produktionszentren für Swarovski Figurinen in <strong>Liechtenstein</strong><br />

und Thailand; Vertrieb von Swarovski Kristall<br />

Produkten. Die Swarovski Gruppe erreichte 2013 mit<br />

rund 30’000 Mitarbeitenden einen Umsatz von<br />

3.02 Mrd. EUR. www.swarovskigroup.com<br />

• Hohes Mass an politischer Kontinuität und<br />

Stabilität<br />

• Breite Diversifikation <strong>des</strong> Wirtschaftsstandorts<br />

• Zwei Marktzugänge (Europa und Schweiz)<br />

• Liberale Wirtschaftspolitik<br />

• Stabile Sozial-, Rechts- und Wirtschaftsordnung<br />

• Moderate Unternehmensbesteuerung,<br />

einfaches Steuersystem (Flat-Tax)<br />

• Liberales Gesellschaftsrecht<br />

• Solide Finanzpolitik der öffentlichen Haushalte<br />

• AAA-Länder-Rating<br />

• Schweizer Franken als gesetzliches<br />

Zahlungsmittel<br />

• Sehr gute Infrastruktur<br />

• Überschaubare Grösse, die Flexibilität und<br />

kurze Entscheidungswege mit sich bringt<br />

• Grosse Kapitalkraft der öffentlichen Hand<br />

• Förderung von Forschungs- und<br />

Entwicklungstätigkeiten<br />

Ihr Ansprechpartner für Firmengründungen<br />

Einheitlicher Ansprechpartner EAP<br />

Besucheradresse: Haus der Wirtschaft<br />

Poststrasse 1<br />

9494 Schaan<br />

T +423 236 69 96<br />

eap@llv.li<br />

@<br />

Alle Informationen<br />

zum Wirtschaftsstandort<br />

www.liechtenstein-business.li<br />

71


Wirtschaft/Bildung<br />

Studieren mit Aussicht –<br />

der Panoramablick über die<br />

Alpen und das Rheintal<br />

ist faszinierend und<br />

inspirierend zugleich.<br />

Von der Spinnerei<br />

zur Universität<br />

Markant schiebt sich in leicht erhöhter<br />

Lage über Vaduz der moderne Glasanbau<br />

vor die Industriearchitektur der<br />

ehemaligen Baumwollspinnerei: Wo früher<br />

Maschinen ratterten, bietet heute<br />

die Universität <strong>Liechtenstein</strong> ihren Studierenden<br />

und Forschenden Raum zum<br />

Denken mit Leidenschaft. Bauliche Details<br />

in der «Denk-Fabrik» erinnern an<br />

die industrielle Vergangenheit, während<br />

der Campus einen dynamischen Bildungs-<br />

und Forschungsstandort <strong>Liechtenstein</strong><br />

symbolisiert. Text: Herwig Dämon<br />

Fotos: Universität <strong>Liechtenstein</strong><br />

Fakten<br />

Gründung: 1961<br />

Trägerschaft:<br />

Staat und Wirtschaft<br />

Motto: Studieren mit Aussicht<br />

Ort: Vaduz<br />

Studenten: ca. 1’200<br />

Mitarbeiter: ca. 200<br />

Netzwerke: IBH<br />

www.uni.li<br />

Die ehemalige Baumwollspinnerei Jenny, Spoerry & Cie. geht auf die Ursprünge<br />

der Industrialisierung <strong>Liechtenstein</strong>s zurück. In der Absicht, die<br />

Zollschutzmauern <strong>des</strong> österreichischen Kaiserreiches zu überwinden, hat<br />

der Fabrikant Johann Jakob Spoerry 1883 in <strong>Liechtenstein</strong> ein Allmeind-<br />

Grundstück erworben, um die Baumwollspinnerei aufzubauen, die bis<br />

1992 produzierte. Nach einem internationalen Architekturwettbewerb und<br />

dem Umbau durch das Münchner Architekturbüro Karl und Probst startete<br />

2002 der Studienbetrieb in einer neuen «Denk-Fabrik», die sich den industriellen<br />

Charakter bewahrt hat.<br />

Vom Abendtechnikum zur Universität<br />

Der Wirtschaftsaufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg verlangte nach<br />

Fachkräften für die Industrie, die im noch stark bäuerlich-gewerblich geprägten<br />

<strong>Liechtenstein</strong> nicht zu finden waren. Um diesen Mangel zu beheben,<br />

wurde 1961 ein Abendtechnikum eröffnet. In fünf Jahrzehnten einer<br />

dynamischen Entwicklung vollzog sich der Wandel von der Ingenieursausbildung<br />

für den lokalen Bedarf zu einer international ausgerichteten Universität<br />

mit regionaler Verankerung.<br />

Regionale Relevanz und internationale Reputation<br />

Heute stellt sich die Universität <strong>Liechtenstein</strong> den dringendsten Herausforderungen<br />

unserer Zeit – mit innovativen Studiengängen in der Aus- und<br />

Weiterbildung, fokussierter Forschung, dynamischem Wissenstransfer<br />

und besten Rahmenbedingungen für Studierende.<br />

72


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Von der Textil- zur Denk-<br />

Fabrik: Internationales Flair an<br />

der Universität <strong>Liechtenstein</strong><br />

73


Unsere Universität in Triesen<br />

Kluge Köpfe denken weiter<br />

Die staatlich und international anerkannte Private Universität im Fürstentum <strong>Liechtenstein</strong> (UFL) hat Modellcharakter<br />

im postgradualen und berufsbegleitenden Ausbildungs- und Forschungsbereich. Bei uns haben die<br />

Studierenden die Möglichkeit, in freundlicher, motivierender und vor allem persönlicher Atmosphäre konzentriert<br />

und effizient zu arbeiten. Wir verfügen über hochrangige Lehrkräfte, die eine herausragende Qualität in Lehre<br />

und Forschung garantieren.<br />

Unser auffälligstes Merkmal ist die persönliche Betreuung der Studierenden durch die Lehrenden und das Universitätspersonal.<br />

Anstelle eines starren Lehr- und Forschungsangebotes wird an der UFL auf die jeweiligen<br />

Bedürfnisse der Auszubildenden und Forschenden eingegangen. Die Anzahl der Studierenden ist limitiert, um<br />

so den persönlichen Charakter der Institution beibehalten zu können.<br />

Studieren an der UFL in <strong>Liechtenstein</strong><br />

• berufsbegleitende Ausbildung<br />

• staatlich und international anerkannte Abschlüsse<br />

• Teaching on demand – hochqualifizierte Lehrkräfte vor Ort<br />

• familiäre Atmosphäre, intensive und persönliche Betreuung<br />

• Internationale Kooperation und Vernetzung<br />

Rechtswissenschaftliche Fakultät<br />

• Doktoratsstudium Rechtswissenschaften mit Abschluss «Dr. iur.»<br />

• CAS Gesundheitsrecht<br />

Medizinisch-Wissenschaftliche Fakultät<br />

• Doktoratsstudium Medizinische Wissenschaft mit Abschluss «Dr. scient. med.»<br />

und «PhD»<br />

Öffentliche Veranstaltungen<br />

• Vortragsreihe «Health and Life Sciences»<br />

• Rechtswissenschaftliches Symposium zum Gesundheitsrecht<br />

74<br />

Bei uns sind Sie immer willkommen!<br />

www.ufl.li


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

<strong>Das</strong>s die Universität aussergewöhnliche Angebote bereit hält, zeigen innovative<br />

Lehrkonzepte, das ausgezeichnete Betreuungsverhältnis und der direkte<br />

persönliche Kontakt zu Dozierenden. Die vier Institute Architektur<br />

und Raumentwicklung, Entrepreneurship, Finanzdienstleistungen und<br />

Wirtschaftsinformatik setzen auf eine kreative, leistungsbetonte und internationale<br />

Lernumgebung. Der Campus bietet rund 1’200 Studierenden aus<br />

40 Nationen viel Raum, sich in anregender Atmosphäre voll zu entfalten.<br />

Forschung mündet in Innovation<br />

Die Forschungsthemen der Universität <strong>Liechtenstein</strong> in nachhaltigem Planen<br />

und Bauen, Entrepreneurship, Wealth Management und Business Process<br />

Management sind international gefragt und weisen einen starken Bezug<br />

zur regionalen Wirtschaft und Gesellschaft auf. Die Ergebnisse der<br />

Forschung werden weit über die Region hinaus beachtet und fördern die<br />

Reputation <strong>Liechtenstein</strong>s als Wissenschaftsstandort. Darüber hinaus baut<br />

die Universität ihre Leistungen im Wissens- und Technologietransfer laufend<br />

aus – und stiftet so direkten Nutzen für öffentliche sowie private Auftraggeber.<br />

Damit trägt die Universität <strong>Liechtenstein</strong> mit ihrem Campus in<br />

einem markanten Gebäuden der Industrialisierung als offene Innovationsstätte<br />

zur Zukunftsfähigkeit <strong>des</strong> Lan<strong>des</strong> bei.<br />

Eine weitere Universität in <strong>Liechtenstein</strong> – die UFL<br />

Mit der UFL (Private Universität im Fürstentum <strong>Liechtenstein</strong>) besteht<br />

eine zweite grosse Bildungseinrichtung im Land mit Vorbildcharakter. Ihr<br />

Fokus liegt im postgradualen und berufsbegleitenden Ausbildungs- und<br />

Forschungsbereich. Weitere Informationen unter www.ufl.li<br />

Businessplan-Wettbewerb<br />

Wie eng an der Universität <strong>Liechtenstein</strong><br />

Forschung, Lehre und<br />

Transfer verzahnt sind, verdeutlicht<br />

auch das KMU-Zentrum. Es<br />

ist Drehscheibe für Wissensvermittlung<br />

und andere Dienstleistungen<br />

für Klein- und Mittelbetriebe<br />

in der Region und führt den<br />

Businessplan Wettbewerb <strong>Liechtenstein</strong>/Rheintal<br />

durch. Der<br />

Wettbewerb bietet jungen Startups<br />

die Chance, einen Businessplan<br />

unter professioneller Anleitung<br />

zu erstellen und sich mit der<br />

eigenen Geschäftsidee einem kritischen<br />

Feedback zu stellen.<br />

www.businessplan.li<br />

University of <strong>Liechtenstein</strong>:<br />

from spinning cotton to forging ideas<br />

Perched slightly above Vaduz lies an eye-catching glass building in front of a former cotton<br />

mill. Today, however, the whizzing and whirring of machines has been replaced by the<br />

University of <strong>Liechtenstein</strong> with 1’200 students and researchers from around 40 countries.<br />

While some aspects of the original factory have been maintained, the modern campus is a<br />

symbol of <strong>Liechtenstein</strong>’s position as a dynamic hub of education and research. Offering a<br />

unique flair and breathtaking views of the Alps, the university is a centre of innovation for<br />

architecture, spatial planning, financial services and business IT in the region comprising<br />

<strong>Liechtenstein</strong>, Switzerland, Austria and the area around Lake Constance in southern Germany.<br />

For more information visit www.uni.li and www.liechtenstein-business.li<br />

75


Dynamik heisst,<br />

mit dem Rhythmus zu gehen.<br />

Die VP Bank ist eine flexible und schnelle Spezialistin,<br />

die immer auf dem Laufenden ist. Lassen Sie sich mitreissen.<br />

Denn nur wer sich bewegt, kommt vom Fleck. Sicher voraus.<br />

VP Bank AG · Aeulestrasse 6 · 9490 Vaduz · <strong>Liechtenstein</strong><br />

T +423 235 66 55 · F +423 235 65 00 · info@vpbank.com · www.vpbank.com<br />

Die VP Bank Gruppe ist vertreten in Vaduz, Zürich, Luxemburg, Moskau,<br />

Tortola/BVI, Hongkong und Singapur.<br />

76


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Finanzplatz 2.0<br />

Der Finanzplatz präsentiert sich heute professionell, rechtssicher und international<br />

gut vernetzt. Er gilt als attraktiver Standort für Banken, die Versicherungswirtschaft,<br />

die Fondsindustrie und die Treuhandbranche. In den letzten Jahren<br />

hat sich <strong>Liechtenstein</strong> für Finanzdienstleister erfolgreich neu positioniert.<br />

Text: Markus Biedermann · Foto: Paul Trummer<br />

<strong>Liechtenstein</strong> wird heute in internationalen Organisationen<br />

und von interessierten Marktbeobachtern als verlässlicher,<br />

vertrauenswürdiger und innovativer Partner wahrgenommen<br />

und respektiert. Die hiesigen Finanzdienstleister haben<br />

zwei Paradigmenwechsel etwas früher vollzogen als<br />

andere Finanzplätze: Sowohl die internationale Steuerkonformität<br />

ausländischer Kunden als auch das Bekenntnis<br />

zur Einführung eines automatischen Informationsaustausches<br />

mit ausländischen Steuerverwaltungen gehören zu<br />

den neuen, grundlegenden Rahmenbedingungen. Klar<br />

kommuniziert wurden sie durch eine Regierungserklärung<br />

im November 2013 sowie durch die so genannte<br />

<strong>Liechtenstein</strong>-Erklärung im März 2009. Die Abkommenspolitik<br />

der Regierung zielt auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit<br />

mit den wichtigsten Ländern der Welt ab.<br />

Klare Kundenorientierung<br />

Der konsequente Kundenfokus ist für die Dienstleister im<br />

Kleinstaat <strong>Liechtenstein</strong> zu einer Chance geworden. Der<br />

Finanzplatz ist ein auf die internationale Vermögensverwaltung<br />

spezialisierter Nischenplayer mit einer jahrzehntelangen<br />

Erfahrung. Die umfassende, professionelle Betreuung<br />

von vermögenden Kunden ist und bleibt die<br />

Kernkompetenz der liechtensteinischen Finanzdienstleister.<br />

Anspruchsvolle, komplexe Lösungen verlangen nach<br />

umfassendem Know-how. Kunden <strong>des</strong> <strong>Liechtenstein</strong>er Finanzplatzes<br />

können auch künftig von der grossen Erfahrung<br />

in den Bereichen der Vermögensstrukturierung, Vermögensverwaltung<br />

sowie der Nachfolgeplanung<br />

profitieren. Angesichts der internationalen Entwicklungen<br />

und der zunehmenden Komplexität bei der grenzüberschreitenden<br />

Vermögensplanung wird diese Expertise immer<br />

wichtiger, insbesonders für Familiy Offices.<br />

Verlässlichkeit und hohe wirtschaftliche<br />

sowie politische Stabilität<br />

Die Kunden schätzen zudem die hohe wirtschaftliche und<br />

politische Stabilität <strong>des</strong> Lan<strong>des</strong> sowie die Solidität und<br />

Verlässlichkeit unserer Institute, die liberalen Gesetze<br />

und die qualitativ hochstehenden Dienstleistungen, für<br />

die <strong>Liechtenstein</strong> international bekannt ist. In den letzten<br />

Jahren haben sich auch einige interessante Nischenplayer<br />

positioniert. Dazu zählt z.B. die Microfinance Initiative<br />

<strong>Liechtenstein</strong>. Sie leistet einen effektiven und unternehmerischen<br />

Beitrag zur Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern.<br />

Die Rating Stiftung CARLO Foundation ihrerseits<br />

soll als bislang einzige Agentur dieser Art<br />

kommerzielle und nachhaltige Finanzprodukte inte griert<br />

betrachten. Bereits eine längere Tradition hat auf dem Finanzplatz<br />

<strong>Liechtenstein</strong> die Philanthropie. Auch dort hat<br />

in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Professionalisierung<br />

und Diversifizierung stattgefunden. Grundlage<br />

dafür ist das neu formulierte, internationale Standards<br />

setzende Stiftungsrecht.<br />

77


Wirtschaft/Bildung<br />

Vorbildlich reformiert<br />

Der Finanzplatz hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich<br />

reformiert und neu aufgestellt. Sein Zukunftspotenzial<br />

liegt vor allem in der spezialisierten Vermögensverwaltung.<br />

In Zeiten regulatorischer Transformation sind Kleinheit<br />

und Flexibilität ein entscheidender Innovations- und<br />

damit Wettbewerbsvorteil. Der Finanzplatz bietet seinen<br />

Kunden diesbezüglich ein einzigartiges Zukunftspotenzial.<br />

Verwaltete Vermögen steigen<br />

Am meisten Gewicht auf dem Finanzplatz haben die<br />

derzeit 17 lizenzierten Banken. Sie sind hauptsächlich<br />

im Wealth Management tätig und haben per Ende 2013<br />

ein Kundenvermögen von 195 Milliarden Franken verwaltet.<br />

<strong>Das</strong> sind sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Darin<br />

eingeschlossen sind die Vermögen ausländischer<br />

Gruppengesellschaften. Insgesamt arbeiten im Finanzsektor<br />

rund 5’000 hochqualifizierte Personen. Dies entspricht<br />

einem Anteil von 16 Prozent aller Erwerbstätigen.<br />

Sie erwirtschaften 27 Prozent der Bruttowertschöpfung<br />

<strong>des</strong> Lan<strong>des</strong>. Damit ist die Finanzbranche hinter<br />

der Industrie der zweitgrösste Wirtschaftsfaktor.<br />

Interesse am Wirtschaftsstandort <strong>Liechtenstein</strong>?<br />

Alle Informationen unter www.liechtenstein-business.li<br />

und www.bankenverband.li<br />

<strong>Das</strong> AAA-Rating von<br />

Standard & Poor’s<br />

unterstreicht die Stabilität<br />

<strong>des</strong> Standortes<br />

<strong>Liechtenstein</strong>.<br />

Fakten<br />

AAA-Rating:<br />

Standard & Poor’s hat <strong>Liechtenstein</strong><br />

erneut die Bestnote<br />

Triple-A verliehen. Nur noch 18<br />

Länder weltweit haben diese<br />

Top-Bewertung.<br />

(März 2014)<br />

<strong>Liechtenstein</strong>’s financial<br />

centre – change as a<br />

challenge and a chance<br />

<strong>Liechtenstein</strong> is home to a professional financial<br />

services industry with a solid legal<br />

framework and strong international connections.<br />

This makes the Principality an<br />

attractive location for banks, insurance<br />

companies, funds and trusts. In recent years,<br />

<strong>Liechtenstein</strong> has succeeded in repositioning<br />

itself within the financial services<br />

industry. Today it is seen and respected as<br />

a reliable, trustworthy and innovative partner<br />

by international organisations and market<br />

observers. <strong>Liechtenstein</strong> is one of the<br />

few countries to still have an AAA credit<br />

rating.<br />

For more information visit<br />

www.liechtenstein-business.li<br />

78


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Mit internationaler Stimme<br />

<strong>Liechtenstein</strong> kann seine politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Interessen<br />

nur mit einer aktiven Aussenpolitik wahren. In einer globalisierten, stark<br />

vernetzten Welt werden immer mehr politische Entscheidungen auf internationaler<br />

Ebene gefällt. Zwischenstaatliche Verhandlungen oder Verhandlungen im<br />

Rahmen von internationalen Organisationen gehören zur Tagesordnung.<br />

Text: Günther Meier · Fotos: Brigitt Risch und ikr<br />

Der UNO-Generalsekretär,<br />

Ban Ki Moon, besuchte am<br />

1. September 2010 <strong>Liechtenstein</strong>.<br />

Sein Aufenthalt in <strong>Liechtenstein</strong><br />

stand im Zeichen der<br />

Feierlichkeiten zur 20-jährigen<br />

Mitgliedschaft <strong>Liechtenstein</strong>s<br />

bei der UNO. Dabei entstand das<br />

Bild, das Ban Ki Moon mit den<br />

UNO-Sicherheitsbeamten und<br />

den Gastgebern, Aussenministerin<br />

Aurelia Frick und dem liechtensteinischen<br />

Uno-Botschafter<br />

Christian Wenaweser, zeigt.<br />

Solidarisch, verlässlich, engagiert<br />

Die fortschreitende Internationalisierung stellt für <strong>Liechtenstein</strong><br />

und seine Aussenpolitik eine Herausforderung<br />

dar. Mit einer gezielten und fokussierten Politik ist das<br />

Fürstentum aber trotzdem erfolgreich darin, mit begrenzten<br />

Ressourcen eine auf langfristige Ziele ausgerichtete<br />

Aussenpolitik zu betreiben. Die Aussenpolitik <strong>des</strong> Lan<strong>des</strong><br />

arbeitet international aktiv als solidarischer, verlässlicher<br />

und engagierter Partner mit, um wirkungsvolle Netzwerke<br />

aufzubauen und den Anliegen <strong>des</strong> Lan<strong>des</strong> international Gehör<br />

zu verschaffen. <strong>Liechtenstein</strong> setzt sich dabei vor allem<br />

für einheitliche und schlanke rechtliche Spielregeln und<br />

den Erhalt nationaler Handlungsspielräume ein.<br />

Nachbarschaft, Integration und<br />

Aussenwirtschaftspolitik<br />

<strong>Liechtenstein</strong> versteht seine Aussenpolitik somit in erster<br />

Linie als Interessenwahrungspolitik und richtet die aussenpolitischen<br />

Prioritäten und Aktivitäten danach aus.<br />

Eine zentrale Bedeutung kommt seit jeher der Nachbarschaftspolitik<br />

zu. Mit der Schweiz und Österreich ist die<br />

rechtliche und wirtschaftliche Verflechtung besonders<br />

eng; wichtige Partner sind auch Deutschland und die USA.<br />

Die Pflege der Beziehungen mit diesen Staaten sowie mit<br />

weiteren Partnerstaaten stellt ein Schwerpunkt der liechtensteinischen<br />

Aussenpolitik dar. Unser Schicksal ist zudem<br />

eng mit dem Schicksal Europas verbunden. Besondere<br />

79


Wirtschaft/Bildung<br />

Beachtung schenkt die Aussenpolitik daher der wirtschaftlichen<br />

Integration in Europa. Der EWR, der den ungehinderten<br />

Zugang zum EU-Binnenmarkt garantiert, erweist<br />

sich weiterhin als die für <strong>Liechtenstein</strong> angemessene Integrationslösung.<br />

Neben dem EWR stellt der weitere Ausbau<br />

der EFTA-Freihandelsabkommen ein zentrales Element einer<br />

aktiven Aussenpolitik dar. Als vom Export abhängiger<br />

Standort ist <strong>Liechtenstein</strong> auf einen diskriminierungsfreien<br />

Zugang zu ausländischen Märkten angewiesen.<br />

Engagement für Menschenrechte und Demokratie<br />

<strong>Das</strong> Fürstentum hat ein ureigenes Interesse, dass die Demokratie<br />

weltweit gefördert wird, Menschenrechte und<br />

rechtsstaatliche Prinzipien eingehalten werden und Armut<br />

gelindert wird. Kriege, Konflikte, terroristische Aktivitäten<br />

oder grosse Armut können direkte Auswirkungen auf<br />

<strong>Liechtenstein</strong> haben. <strong>Liechtenstein</strong> wird sein Engagement<br />

für Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit sowie<br />

internationale Solidarität weiter aktiv betreiben und hat in<br />

der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass es in der<br />

Lage ist, einen wertvollen Beitrag zu leisten. Dies soll auch<br />

in Zukunft so bleiben.<br />

Aussenministerin Aurelia Frick bei<br />

einer Ansprache vor der UNO-<br />

Vollversammlung<br />

Diplomatische Vertretungen <strong>Liechtenstein</strong>s im Ausland<br />

Die diplomatischen Vertretungen <strong>Liechtenstein</strong>s im Ausland und<br />

das Amt für Auswärtige Angelegenheiten vertreten das Fürstentum<br />

nach aussen. Sie setzen sich mit grossem Engagement für die Interessen<br />

<strong>Liechtenstein</strong>s und seiner Bevölkerung ein und sind bestrebt,<br />

die politischen und wirtschaftlichen Anliegen <strong>des</strong> Lan<strong>des</strong> gegenüber<br />

anderen Staaten und internationalen Organisationen bestmöglich<br />

zu wahren. Die Vertretungen in der Übersicht:<br />

• <strong>Liechtenstein</strong>ische Botschaft in Bern<br />

• <strong>Liechtenstein</strong>ische Botschaft in Berlin<br />

• <strong>Liechtenstein</strong>ische Botschaft in Brüssel, <strong>Liechtenstein</strong>ische<br />

Mission bei der EU in Brüssel<br />

• <strong>Liechtenstein</strong>ische Botschaft in Washington<br />

• <strong>Liechtenstein</strong>ische Botschaft in Wien, Ständige Vertretung bei<br />

der OSZE und bei den UNO-Organisationen in Wien<br />

• Ständige Vertretung beim Europarat in Strassburg<br />

• Ständige Mission bei der UNO in New York<br />

• Ständige Mission bei der EFTA, der WTO und der UNO in Genf<br />

<strong>Liechtenstein</strong>’s international voice<br />

<strong>Liechtenstein</strong> can only defend its political, economic<br />

and cultural interests through an active foreign policy.<br />

In today’s globalised world, close connections between<br />

countries mean that more and more political decisions<br />

are taken at international level. Among the key policy<br />

areas for <strong>Liechtenstein</strong> is its relationship with neighbouring<br />

countries. The Principality enjoys particularly<br />

close legal and economic ties to Switzerland and Austria,<br />

while Germany and the US are also important partners.<br />

To find out how a small state makes its voice<br />

heard on the international stage visit<br />

www.liechtenstein.li<br />

80


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Starke Leistung für anspruchvollste<br />

Herausforderungen.<br />

KaiSer Produkte überzeugen durch Leistung, herausragende Qualität und<br />

hohe Wirtschaftlichkeit. Der antrieb dafür ist innovation. Zahlreiche Patente<br />

und bestens ausgebildete Mitarbeiter machen KaiSer zum weltweiten<br />

Technologieführer bei Fahrzeugen für die Kanalreinigung und industrielle<br />

entsorgung sowie Mobil-Schreitbaggern. Mehr unter www.kaiser.li<br />

Kaiser. Leistung zählt.<br />

KAISER<br />

81


Wirtschaft/Bildung<br />

WO ENTPUPPT SICH<br />

GANZ NEUES POTENZIAL?<br />

www.entfalten.li<br />

82


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Fürstlich tagen<br />

Kongresse, Seminare, Tagungen oder ein besonderes Event – das Fürstentum<br />

überrascht mit einzigartigen Lokalitäten, von grossen Sälen über modernste<br />

Gebäude und ruhigen Hotels bis zu historische Burgen. Eine individuelle<br />

Betreuung, ein perfekter Service vor Ort und eine fürstliche Atmosphäre<br />

erwarten die Gäste. Text: Eric Thiel<br />

Raus aus dem Büro, rein ins Vergnügen: <strong>Liechtenstein</strong> bietet<br />

vielfältige Möglichkeiten, den Teamgeist zu fördern, die<br />

Gäste positiv zu überraschen und ihnen ein besonderes Erlebnis<br />

zu ermöglichen. Arbeit und Spass können durch die<br />

vielen Outdoor-Aktivitäten optimal verbunden werden, z.B.<br />

im Hochseilpark im Forst, beim Bogenschiessen im Alpengebiet<br />

Malbun («Pfeil und Falke», Adler-Erlebniswanderung),<br />

bei den vielfältigen Themenführungen, Lan<strong>des</strong>rundfahrten<br />

oder dem Erlernen von echtem Polo in der ersten<br />

Poloschule in der Vierländerregion.<br />

Exzellent tagen und entspannt feiern<br />

Die qualitativ hochwertigen Lokalitäten sind komfortabel<br />

ausgestattet und werden zusammen mit moderner Technik<br />

allen Ansprüchen gerecht. Vielerorts sind die Gebäude rollstuhlgängig.<br />

In der Regel stehen Parkplätze oder eine Tiefgarage<br />

in unmittelbarer Nähe zur Verfügung. Einige der<br />

Lokalitäten bieten faszinierende Räume und Aussenbereiche,<br />

in denen es sich inspirierend arbeiten und danach entspannt<br />

feiern lässt, z.B. die Fürstliche Hofkellerei, der Kokon-Corporate<br />

Campus, das Veranstaltungshaus Boja 19,<br />

die Stein Egerta u.v.m. Auf Wunsch wird der Aufenthalt<br />

der Teilnehmer mit einem fürstlichen Stempel in den Tagungsunterlagen<br />

dokumentiert. <strong>Das</strong> Team von <strong>Liechtenstein</strong><br />

Marketing entwickelt gerne ein massgeschneidertes<br />

Angebot auf Anfrage und begleitet den Auftraggeber in allen<br />

Phasen der Durchführung.<br />

Top-Verkehrsanbindung und Infrastruktur<br />

Einfach, schnell und verlässlich: Vier Flughäfen (Altenrhein,<br />

Friedrichshafen, Memmingen, Zürich) im Umkreis von rund<br />

1.5 Stunden Autofahrt und die zentrale Lage in der Vierländerregion<br />

Deutschland, Österreich und der Schweiz machen<br />

<strong>Liechtenstein</strong> zum optimalen Standort für regionale sowie<br />

internationale Anlässe. Die Anbindung nach und die Infrastruktur<br />

in <strong>Liechtenstein</strong> gelten als hervorragend.<br />

Veranstaltungshaus Boja 19<br />

T +423 373 79 60 oder www.boja19.li<br />

Buchungen und Anfragen<br />

<strong>Liechtenstein</strong> Marketing<br />

T +423 239 63 63<br />

www.tourismus.li/mice<br />

83


Stein Egerta<br />

<strong>Das</strong> herrschaftliche Seminarzentrum Stein<br />

Egerta liegt am Waldrand von Schaan und<br />

verfügt über einen legendären Park, der<br />

bei schönem Wetter als Freiluftseminar-<br />

Ort genutzt werden kann.<br />

SAL Schaan<br />

<strong>Das</strong> SAL Veranstaltungszentrum ist ein<br />

Ort der Begegnung und der Kultur für die<br />

gesamte Region.<br />

Kapazität: bis zu 880 Personen<br />

Anzahl Räume: 8<br />

Caterer: frei wählbar<br />

Weitere Informationen<br />

www.sal.li<br />

Hofkellerei <strong>des</strong> Fürsten von <strong>Liechtenstein</strong><br />

<strong>Das</strong> hochwertige Ambiente <strong>des</strong> imposanten<br />

Barriquesaals und der Blick über die Reben<br />

auf das fürstliche Schloss Vaduz bieten den<br />

idealen Rahmen für private, geschäftliche<br />

oder gesellschaftliche Anlässe.<br />

Kapazität: bis zu 60 Personen<br />

Anzahl Räume: 4<br />

Caterer: eigene Bewirtschaftung<br />

Weitere Informationen<br />

www.stein-egerta.li<br />

Kapazität: bis zu 150 Personen<br />

Anzahl Räume: 2<br />

Caterer: frei wählbar<br />

Weitere Informationen<br />

www.hofkellerei.li<br />

Events fit for a prince<br />

Meetings, congresses, seminars or special occasions – the<br />

Principality of <strong>Liechtenstein</strong> has many unique locations, from<br />

large lecture theatres and modern conference centres to quiet<br />

hotels and ancient castles steeped in tradition. Made-to-measure<br />

packages, perfect service and a princely atmosphere will<br />

leave your guests with memories for a lifetime. Upon request,<br />

visitors can receive the souvenir stamp of the Principality of<br />

<strong>Liechtenstein</strong> in their passport or on their conference documents.<br />

The stunning landscape, vibrant cultural scene and<br />

many events and activities going on make <strong>Liechtenstein</strong> the<br />

ideal place for a special get-together.<br />

Vaduzer Saal<br />

Der Vaduzer Saal eignet sich für Ausstellungen, Grossanlässe,<br />

Workshops und Firmenevents. Der direkte Blick auf das Schloss ist<br />

das Besondere an diesem Saal.<br />

Kapazität: bis zu<br />

690 Personen<br />

Anzahl Räume: 6<br />

Caterer: frei wählbar<br />

Weitere Informationen<br />

www.vaduz.li<br />

For more information visit www.tourismus.li/mice and<br />

www.liechtenstein-business.li<br />

84


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

wegweisend<br />

... wenn es um Kommunikation geht.<br />

DACHCOM steht für Kommunikation, die Ihre Produkte und<br />

Dienstleistungen erfolgreich vermarktet. Auf allen medialen<br />

Ebenen — von der klassischen Anzeige, übers Radio bis zum<br />

Internet. Zielgerichtet, werbewirksam und treffsicher.<br />

DACHCOM.LI AG Communication<br />

FL-9494 Schaan | www.dachcom.li<br />

DACHCOM<br />

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www.dachcom.com<br />

85


Aus <strong>Liechtenstein</strong> in<br />

die ganze Welt.<br />

Aus der ganzen Welt<br />

nach <strong>Liechtenstein</strong>.<br />

Oerlikon Balzers ist der Technologieführer bei der Beschichtung<br />

von Hartstoffen. Durch unsere innovativen und umweltfreundlichen<br />

Beschichtungslösungen erhöhen wir die<br />

Leistungsfähigkeit von Werkzeugen und Präzisionsbauteilen<br />

und verlängern deren Lebensdauer. Davon profitieren zum<br />

Beispiel die Automobil- und Luftfahrtindustrie, aber auch die<br />

Metall- und Kunststoffverarbeitung.<br />

Als einziger Anbieter sind wir mit über 90 Beschichtungszentren<br />

in Europa, Asien und Amerika präsent. Die einheitlich<br />

hohe Qualität, für die wir weltweit stehen, erzielen wir durch<br />

standardisierte Fertigungsprozesse – auf der Basis von Forschung<br />

und Entwicklung aus <strong>Liechtenstein</strong>.<br />

Global denken, lokal handeln: Für Oerlikon Balzers von<br />

Anfang an eine Selbstverständlichkeit. So bringen wir unsere<br />

Innovationskraft aus <strong>Liechtenstein</strong> in die ganze Welt.<br />

Mehr Infos unter: www.oerlikon.com/balzers<br />

86


<strong>oho</strong><strong>#1</strong><br />

Zu guter Letzt ...<br />

Wussten Sie, dass...<br />

Wie landete das Mondgestein<br />

in <strong>Liechtenstein</strong>?<br />

Original-Mondgestein, «Mondbriefe» und zwei liechtensteinische<br />

Flaggen, die bei der ersten (Apollo 11) und letzten<br />

(Apollo 17) Mondfahrt mit dabei waren, befinden sich im<br />

<strong>Liechtenstein</strong>ischen Lan<strong>des</strong>museum. Es ist übrigens das<br />

einzige Museum ausserhalb der USA<br />

mit fünf Mondsteinen. Präsident Richard<br />

Nixon bedankte sich mit dem<br />

Mondgestein, das von den Expeditionen<br />

1970 und 1973 stammt, bei <strong>Liechtenstein</strong><br />

und der Balzers AG (heute Teil<br />

der OC Oerlikon Balzers AG) für die<br />

Unterstützung bei der bemannten<br />

Raumfahrt. <strong>Das</strong> in der Vakuumtechnik<br />

und dünnen Schutzbeschichtungen<br />

weltweit führende Unternehmen hatte<br />

wichtige Komponenten für die Apollo-<br />

Mission geliefert.<br />

Nationalhymne<br />

mit englischen Wurzeln<br />

«Oben am jungen Rhein» ist seit 1963 die Nationalhymne<br />

<strong>Liechtenstein</strong>s, die auf dem Originaltext aus den 1850er<br />

Jahren von Jakob Josef Jauch (1802–1859) basiert. Die Melodie<br />

ist identisch mit «God Save the Queen», der englischen<br />

Nationalhymne. Ursprünglich als «Oben am deutschen<br />

Rhein» benannt, wurden nach dem zweiten Weltkrieg die<br />

mit Deutschland verbindenden und verweisenden Textstellen<br />

geändert: aus «am deutschen Rhein» wurde «am jungen<br />

Rhein» und «im deutschen Vaterland» wurde zu «das teure<br />

Vaterland». Die zweite Originalstrophe mit «Auf Deutschlands<br />

Wacht» ist nicht mehr in der aktuellen Hymne enthalten.<br />

Die erste nachweisbare Aufführung vor grossem<br />

Publikum erfolgte bei der Eröffnung der Lan<strong>des</strong>ausstellung<br />

1895 in Vaduz.<br />

www.liechtenstein.li/hymne<br />

. . . <strong>Liechtenstein</strong> mit 160 Quadratkilometern und<br />

rund 37’000 Einwohnern der kleinste Alpenstaat,<br />

der viertkleinste Staat Europas und der sechstkleinste<br />

weltweit ist?<br />

. . . <strong>Liechtenstein</strong> seit 1868 ein Land ohne Militär ist?<br />

Zuvor war es das einzige Land weltweit, <strong>des</strong>sen<br />

Heer mit mehr Soldaten aus dem Krieg heimkehrte<br />

als es hinein marschiert war. 81 statt 80 Soldaten –<br />

sie hatten auf dem Schlachtfeld einen <strong>Liechtenstein</strong>er<br />

Legionär «aufgegabelt», der sich ihnen anschloss.<br />

. . . das Fürstentum ein echtes Binnenland ohne<br />

Flugplatz, ohne Hafen und ohne eigener Autobahn<br />

ist?<br />

. . . <strong>Liechtenstein</strong> keine eigene Währung besitzt<br />

und der Schweizer Franken seit 1924 offizielle<br />

Lan<strong>des</strong>währung ist?<br />

. . . rund um das Regierungsviertel in Vaduz über<br />

eine Million Klinkersteine verbaut wurden? Dies<br />

entspricht einer Länge von über 250 Kilometern<br />

oder dem dreifachen Umfang <strong>Liechtenstein</strong>s.<br />

?<br />

87<br />

. . . liechtensteinische Sportlerinnen und Sportler<br />

bereits neun Olympia-Medaillen gewonnen haben?<br />

. . . die Brennerei Telser in Triesen die einzige gewerbliche<br />

Brennerei in Europa ist, die ihre edlen<br />

Tropfen althergebracht über dem Holzfeuer brennt?<br />

. . . das älteste Handwerksunternehmen <strong>Liechtenstein</strong>s<br />

die Keramik Werkstatt Schädler in Nendeln<br />

ist? Besichtigungen sind möglich.<br />

. . . rund die Hälfte <strong>des</strong> Lan<strong>des</strong> mit Bergen bedeckt<br />

ist und <strong>Liechtenstein</strong> als einziges Land vollständig<br />

im Alpenmassiv liegt?<br />

. . . der russische Zar Alexander II. – bevor er Alaska<br />

an die USA verkaufte – erst beim Fürst von <strong>Liechtenstein</strong><br />

angefragt hatte? Hätte dieser zugesagt,<br />

würde heute Alaska zu <strong>Liechtenstein</strong> gehören.


@<br />

Ihre Meinung ist uns wichtig.<br />

Mitmachen und gewinnen!<br />

Online unter<br />

www.liechtenstein.li/feedback<br />

Stuttgart<br />

270 km<br />

Fürstentum<br />

<strong>Liechtenstein</strong><br />

Deutschland<br />

München<br />

240 km<br />

Basel<br />

190 km<br />

Bern<br />

230 km<br />

Zürich<br />

110 km<br />

Bodensee<br />

Österreich<br />

Innsbruck<br />

170 km<br />

Schweiz<br />

Italien<br />

Mailand<br />

250 km<br />

Impressum<br />

Herausgeber: <strong>Liechtenstein</strong> Marketing, Äulestrasse 30, 9490 Vaduz · Verantwortlich für den Inhalt: <strong>Liechtenstein</strong> Marketing,<br />

Ernst Risch, Geschäftsführer · Projektleiter: Eric Thiel · Redaktionskoordination/Layout: Medienbuero Oehri & Kaiser<br />

AG, Eschen, www.medienbuero.li · Konzept: <strong>Liechtenstein</strong> Marketing, Medienbuero Oehri & Kaiser AG · Autoren: Markus<br />

Biedermann, Verena Cortés, Herwig Dämon, Michael Fasel, Johannes Kaiser, Markus Kaufmann, Marion Kranz, Günther Meier,<br />

Patrik Schädler, Barbara Schneider, Eric Thiel, Rebecca Testi-Marogg · Fotos: Roland Korner, Werner Legler, Kunstmuseum<br />

<strong>Liechtenstein</strong>, <strong>Liechtenstein</strong>isches Lan<strong>des</strong>museum, <strong>Liechtenstein</strong> Marketing, Franz J. Meier, Daniel Ospelt, Brigitt Risch, Georg<br />

Soulek, Paul Trummer, Martin Walser, Reinhard Werner, TAK Theater <strong>Liechtenstein</strong>, Information und Kommunikation der<br />

Regierung · Akquise und Distribution: Allmedia AG, Schaan, www.allmedia.li · Druck: BVD Druck + Verlag AG, Schaan Auflage:<br />

25’000 Exemplare · Erscheinung: August 2014<br />

88


«Nur wer sein Ziel kennt,<br />

findet seinen Weg.»<br />

Epiktet, Philosoph (50 – 125 n. Chr.)<br />

Landstrasse 153, 9494 Schaan<br />

Niederlassung Unterland<br />

Haldenstrasse 5, 9487 Bendern<br />

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Welcome to Huber<br />

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