5 PLUS - Jugendserver Niedersachsen

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5 PLUS

IMPULS ZUM ANFANGEN

benötigtes Material:

„Lesehinweis“:

CD-Player, der Song „Heldenzeit“ von „Wir sind Helden“

(Wenn Ihr wider Erwarten niemanden in Eurer Nähe habt,

der die CD hat, dürft Ihr Euch- frühzeitig genug! – an

Stephan „die Zentrale“ Trillmich wenden.), pro Person ein

kleiner Zettel und ein Stift, die am Platz bereitliegen,

Liedzettel und eventuell pro Person eine Kopie des

Heldenzeit-Textes

Das, was jemand (oder mehrere) von Euch sagen soll(en),

ist in normaler Schrift gedruckt und klassisch mit „V“

gekennzeichnet. Schön wäre, Ihr würdet diese Texte als

Vorschlag oder Orientierung benutzen und Euch aber

ruhig auch eigene Gedanken machen und auch eigene

Worte finden. Das kursiv Gedruckte sind sowas wie

Regieanweisungen.

V: (langsam und eindrucksvoll und erst wenn alle wirklich leise und aufmerksam

sind) Oft gehört... (Pause!) Hinhören!

Jetzt (nicht zu leise!!) vom Band:

Wir sind Helden: Heldenzeit

Krieger führen Schurken starten solidarisch weiterraten Bomben warten

Jetten retten Städte sehn Opa nicht im Grab rumdrehn grade stehen

Heldenbrüste schwellen an Schwellenland ist abgebrannt schnell an Land

Sichern kichern weitergehen weiter bitte nichts zu sehen – nichts geschehen

Volksparteien Mittelspur Abgrenzung im Notfall nur zur Fönfrisur

Börsengang Abgesang mitgehangen mitgefangen alle bangen

Dotcomsterben doch nichts erben Brot erwerben Traum in Scherben – weiter werben

Und ein müdes Model zählt voll Frust die Haare auf der Heldenbrust – wieder keine Lust

Lassen sie uns durch lassen sie uns durch wir sind Arzt

Lassen sie uns durch lassen sie uns durch lassen sie uns durch durch durch

Willkommen in der Zeit Helden sind bereit seid ihr soweit

Heldenzeit Heldenzeit seid ihr soweit

Hat irgendwer gesagt es wäre Zeit für Helden?

Willkommen in der Zeit Helden sind bereit seid ihr soweit

Heldenzeit Heldenzeit seid ihr soweit

Wir kommen um die andern Helden abzumelden

Mit Mittermeier aufgewacht mitgemacht bis Mitternacht Schicht im Schacht

Nullhundertneunzig oder nie jeder kennt die Melodie der Onanie

Jubel Trubel Ehestreit Schmerz ist Trumpf berühmt auf Zeit bist du’s leid?

Spiel verloren kahl geschoren totgepierct und neugeboren – und von vorn

Saufen raufen Kinder taufen immer in die Traufe laufen weiter kaufen

Der Reichtum macht uns alle arm Armut macht uns handzahm – Alarm

Schick verstrickt zu dick zum Glück am Stück verschickt zu tief gebückt Geld zurück

Brauchst du das rauchst du das macht das Spaß schau ins Glas siehst du was

– sag mal siehst du was?


Lassen sie uns durch lassen sie uns durch wir sind Arzt

Lassen sie uns durch lassen sie uns durch lassen sie uns durch durch durch

Willkommen in der Zeit Helden sind bereit seid ihr soweit

Heldenzeit Heldenzeit seid ihr soweit

Hat irgendwer gesagt es wäre Zeit für Helden?

Willkommen in der Zeit Helden sind bereit seid ihr soweit

Heldenzeit Heldenzeit seid ihr soweit

Wir kommen um die andern Helden abzumelden

V: Willkommen bei 5PLUS im Namen des Vaters und des Sohnes und des

Heiligen Geistes.

Wir haben uns heute verabredet, um bei einer großen Aktion mitzumachen,

mit der Geld für den Weltjugendtag aufgetrieben werden soll – für alle

die Leute aus der ganzen Welt, die es sich sonst nicht leisten könnten, hierher

nach Deutschland zu kommen, und für uns hier zuhause, damit wir unsere

Gäste nicht nur mit offenen Herzen, sondern auch ganz praktisch gastfreundlich

empfangen und beherbergen können.

Das ist an sich und so ganz konkret schon eine gute und nützliche und

für uns als Gruppe spaßige Sache – das ist aber auch noch viel mehr.

Mit dem Motto „Aufstehn statt Sitzenbleiben“ und mit dem, was wir tun

und wofür wir das tun, machen wir uns selbst und natürlich auch anderen sehr

klar, dass wir als Christen eben nicht „den lieben Gott einen guten Mann sein“

und die Dinge in der Welt ’mal so geschehen lassen können und wollen. Als

Christ an Gott glauben geht nicht allein im stillen Kämmerlein (jedenfalls nicht

nur), sondern ist immer damit verbunden, mit offenen Augen durch die Welt zu

gehen, für ganz bestimmte Sachen einzustehen und gegen ganz bestimmte

andere Sachen aufzustehen.

Was geht und was gar nicht geht, das kann man schon auf jeder

zweiten Seite in der Bibel nachlesen: Was gar nicht geht, das sind Unterdrückung,

Gewalt, Ungerechtigkeit, Gedankenlosigkeit, Gruppenzwang – und was

gut ist und gut tut, das sind Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität, Mitgefühl, Hilfe

und – Liebe! So einfach ist das – und gar nicht selbstverständlich, früher nicht

und heute auch nicht. Zwar muss hier bei uns niemand zum Beispiel in Sklaverei

leben wie die Israeliten in Ägypten, aber dass es heute in vieler Hinsicht

nicht viel besser ist, dass der Krieg nicht tot ist und die Gier nicht und dass

sich nach wie vor viel zu viele (von uns?) an nichtsnutzigem und menschenfeindlichem

Schwachsinn orientieren, das wissen und merken wir und das

wissen und merken und beklagen die „Helden“ in dem Lied, das wir gerade

gehört haben.

Dass die Verhältnisse so sind, darüber kann man traurig oder wütend

werden. Man kann sich mit anderen darüber unterhalten und gemeinsam

traurig oder wütend werden. Wenn man sich Gott anvertraut, dann kann man

sich außerdem betend an ihn wenden, mit ihm gemeinsam traurig oder

wütend werden und ihn um seine Hilfe bitten. Und schließlich kann man auch

noch die Ärmel aufkrempeln, „mir reicht’s jetzt“ denken oder sagen, die Trauer

und die Wut verwandeln und – was machen!

Und heute ist Was-machen-Tag! Heute zeigen wir uns und anderen

’mal, wo’s lang geht und was wir begriffen haben von der Frohen Botschaft,

indem wir ganz praktisch und solidarisch tätig werden für die, die weniger

haben als wir. In diesem Sinne: „Lassen Sie uns durch. Wir sind Arzt!“


Und damit unser Handeln in diesen 24 Stunden, unser gemeinsames

und das Handeln jeder und jedes einzelnen, von einem guten Geist getragen

und begleitet ist, kann jetzt jede und jeder ihr und sein Handeln einer Sache

widmen. Wenn Schriftsteller ihr Buch einem bestimmten Menschen widmen,

dann muss dieser Mensch gar nicht unbedingt ganz konkret etwas mit dem

Buch zu tun haben – das Buch ist einfach für ihn, ihm zur Ehre verfasst, und

er kann sich darüber freuen und vielleicht daran wachsen. Und so muss auch

die Sache, der wir unser Handeln widmen, gar nicht so direkt mit unserer

Aktion zu tun haben. Es sollte eine Sache sein, die wir der Welt wünschen,

von der die Welt mehr gebrauchen könnte und für die wir uns zum Anwalt

machen wollen. Das kann eine Haltung sein, ein Handeln, ein Gefühl –

irgendetwas, von dem man glaubt, dass es dazugehört und groß werden soll,

wenn wir im Namen Gottes „kommen, um die anderen Helden abzumelden“.

Und diese eine Sache kann man sich jetzt auf den Zettel schreiben, entweder

nur als Wort oder mit einem Satz, der mit „Ich widme mein Handeln in dieser

Aktion...“ beginnt.

Ein bisschen Zeit geben zum Nachdenken und Aufschreiben, eventuell mit etwas

ruhiger Musik. In kleineren, vertrauten Gruppen (oder wenn es sich eben anbietet),

kann man nacheinander sagen, was man auf den Zettel geschrieben hat, ruhig mit

dem Satz „Ich widme mein Handeln in dieser Aktion ...“. Es ist aber bestimmt nicht

weniger wertvoll, diesen Schritt wegzulassen, wenn man das Gefühl hat, das passt

nicht zur Gruppe oder wäre manchen peinlich.

V: Und dann/jetzt kann man sich den Zettel in die Hosentasche stecken

und freundlich mit sich durch die 24 Stunden tragen.

Falls ruhige Musik lief, ist jetzt der Zeitpunkt, sie auszustellen.

V: Lasst uns jetzt Gott um seinen Segen für uns und unsere Aktion bitten.

Guter Gott!

Du hast Dein Volk aus der Sklaverei geführt,

hast uns Deinen Sohn geschenkt, uns vom Tod erlöst

und uns dazu befreit, freundlich und gemeinschaftlich so zu wirken,

dass Dein Reich in dieser Welt anbrechen kann.

Jemand hat gesagt, Du habest keine Hände außer den unsrigen.

Wir wollen - besonders in diesen 24 Stunden - Deine Hände sein

[und aufstehn für ...].

Dafür bitten wir um Deinen Segen.

Sei mit uns

In unseren Gedanken und in unserem Handeln,

in unserem Enthusiasmus und in unserer Erschöpfung,

wenn wir in Stress geraten und wenn wir zwischendurch Blödsinn machen.

Alles geschieht Dir zur Ehre.

Amen.

(Wenn Ihr Euch Eure Widmungen gesagt habt, dann könnt Ihr an der Stelle mit den

eckigen Klammern noch einmal einige davon nennen. Wenn nicht, lasst Ihr den

Halbsatz eben weg.)

Und zum Schluss ein Lied. Ihr findet als Anhang einige Liedvorschläge, die alle gut

passen. Sucht Euch aus, was Ihr besonders mögt, was Euch besonders motiviert

oder was Ihr bei der Gelegenheit gut in Euer Repertoire aufnehmen könntet.

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