Veranstaltungskalender 2013/2 - Stiftung "Erinnerung ...

stiftung.evz.de

Veranstaltungskalender 2013/2 - Stiftung "Erinnerung ...

AuseinAndersetzung

mit der geschichte

hAndeln für menschenrechte

engAgement für Opfer des

nAtiOnAlsOziAlismus

veranstaltUngen

2. halBjahr 2013


aUsstellUngseröFFnUngen

Samstag, 10. August 2013

Soziokulturelles Zentrum

Ratz-Fatz e.V.

Schnellerstraße 81

12439 Berlin

Dienstag, 27. August 2013

Prora-Zentrum

Mukraner Straße 12

18609 Prora

Bedrängte existenz. ÜBerleBende roma des ns-terrors

in der Ukraine

Sechzehn Roma, die die deutsche Gewaltherrschaft in der Ukraine während des Zweiten Weltkrieges

überlebten, berichten von ihrem wechselvollen Lebensweg im Krieg, der Nachkriegszeit und über

ihren Alltag heute. Die Fotografin Birgit Meixner porträtierte im Mai 2012 Roma in der Ukraine,

die an Projekten der Stiftung EVZ teilhaben. Meixners Porträts sind Momentaufnahmen aus dem

Leben einer auch heute noch bedrängten ethnischen Minderheit. Die Projekte zu Gunsten Not leidender

Roma werden durch das EVZ-Programm „Spenden für NS-Opfer“ gefördert, dass aufgrund

einer Spende der Deutschen Bahn AG mit fünf Millionen Euro ausgestattet wurde. So konnte die

Stiftung EVZ ihr humanitäres Engagement für NS-Opfer in Mittel- und Osteuropa seit 2011 deutlich

ausweiten.

Das Soziokulturelle Zentrum Ratz-Fatz in Berlin zeigt die Ausstellung vom 10. bis 23. August 2013.

Freitag, 15. November 2013

Studienzentrum der

KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Jean-Dolidier-Weg 75

21039 Hamburg


projektvorstellUng

Donnerstag, 22. August 2013

20.15 Uhr

Babylon

Rosa-Luxemburg-Straße 30

10178 Berlin

Film gegen rechtsextremismUs

Die Amadeu-Antonio-Stiftung stellt ein von der Stiftung EVZ geförderters Filmheft für die Auseinandersetzung

mit der radikalen Rechten im Schulunterricht und der außerschulischen Bildungsarbeit

vor. Zwölf Dokumentar- und Spielfilme werden vorgestellt, die aktuelle rechte Strukturen und

den zivilgesellschaftlichen Widerstand thematisieren, an die rassistischen Pogrome der 1990er Jahre

und die medialen und politischen Kampagnen erinnern. Ein Schwerpunkt bei der Filmauswahl lag

auf Produktionen, die die Perspektive der von rechter Gewalt Betroffenen einnehmen. Basierend

auf einem menschenrechtspädagogischen Ansatz wurden Arbeitsblätter zu den einzelnen Filmen

entwickelt. Nach der Projektvorstellung wird die Dokumentation „Nach dem Brand“ gezeigt. Die

Regisseurin Malou Berlin und der Protagonist Ibrahim Arslan sowie das Filmheftteam stehen für

eine Diskussion zur Verfügung.

inFostand

Samstag, 24. August–

Sonntag 25. August 2013

10–18 Uhr

Bundespresseamt

tag der oFFenen tÜr der BUndesregierUng 2013:

„einladUng zUm staatsBesUch“

Die Stiftung EVZ beteiligt sich am Tag der offenen Tür der Bundesregierung 2013 mit einem Infostand

im Presse- und Informationszentrum des Bundespresseamtes. Das Motto „Einladung zum

Staatsbesuch“ nimmt die von der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft initiierte Stiftung

EVZ zum Anlass, ihr Förderengagement zu präsentieren.


Bundespresseamt

Dorotheenstraße 84

10117 Berlin

tung EVZ zum Anlass, ihr Förderengagement zu präsentieren.

vernissage

Dienstag, 27. August 2013

19 Uhr

Stiftung EVZ

Lindenstraße 20–25

10969 Berlin

lass mich dir von meinem WarschaU erzählen …

Polnische Überlebende des Zweiten Weltkrieges haben mit jungen Ehrenamtlichen anhand alter

Familienfotos ihre Lebensgeschichten erzählt. Gemeinsam haben sie wichtige Erlebnisse aus der

Kriegs- und Nachkriegszeit aufgeschrieben und mit den Fotos dokumentiert. Daraus entstand eine

berührende Ausstellung über das Leben der Bewohner Warschaus vor, während und nach dem

Zweiten Weltkrieg, aber auch zur Lebenssituation älterer Menschen und NS-Opfer im heutigen

Warschau. Zur Ausstellungseröffnung werden zwei der Porträtierten zugegen sein.

projektpräsentation

mit lesUng

Donnerstag, 29. August 2013

19 Uhr

zUsammenleBen von verschiedenen

Der Weddinger Jugendclub Karame e. V. präsentiert sein Projekt „Zusammenleben von Verschiedenen“.

Das Projekt brachte Angehörige von verschiedenen Generationen aus dem Umfeld des arabischen

Vereins ins Gespräch: über den Nahost-Konflikt, über die Geschichte des Nahen Ostens, des


Donnerstag, 29. August 2013

19 Uhr

Stiftung EVZ

Lindenstraße 20–25

10969 Berlin

denen“. Das Projekt brachte Angehörige von verschiedenen Generationen aus dem Umfeld des arabischen

Vereins ins Gespräch: über den Nahost-Konflikt, über die Geschichte des Nahen Ostens, des

Holocausts und der Migration, über Gedächtnis und Identität. Die Annäherung erfolgte über literarische

Zeugnisse des 20. Jahrhunderts. Aus einem Film zum Projekt werden Ausschnitte gezeigt.

konFerenz

Mittwoch, 4. September –

Freitag, 6. September 2013

Falstad, Norwegen

crossing Borders – conFerence on hUman rights edUcation

and historical learning

Zusammen mit der Universität Trondheim und dem European Wergeland Centre führt das Falstad

Centre eine internationale Konferenz für Bildungsexperten zur Verbindung von Menschenrechtsbildung

mit historischen Lernen zur NS-Geschichte durch, an der geförderte Projekte aus dem Programm

„Menschen Rechte Bilden“ mitwirken. Auf der Konferenz soll untersucht werden, wie Lernprozesse

an historischen Orten wie Museen und Gedenkstätten zusammen mit Menschenrechtsprinzipien

und -werten Solidarität, gegenseitigen Respekt und den Schutz der Menschenwürde befördern

können. Die Konferenz wird von der Stiftung EVZ gefördert.

Das Falstad Centre ist ein Bildungs- und Dokumentationszentrum in Norwegen mit den Schwerpunkten

Geschichte des II. Weltkrieges, insbesondere von Inhaftierung sowie Menschenrechtsbildung.

Es befindet sich in einem Gebäude, das von 1941–1945 als SS-Strafgefangenenlager diente.


Es befindet sich in einem Gebäude, das von 1941–1945 als SS-Strafgefangenenlager diente.

tagUng

Montag, 9. September –

Dienstag, 10. September 2013

Caritas Pirckheimer Haus Nürnberg

Königstraße 64

90402 Nürnberg

BlickWinkel. antisemitismUs in der migrationsgesellschaFt –

BezUg nahostkonFlikt

Kaum ein Konflikt wird in Deutschland so häufig, intensiv und emotional diskutiert wie der Nahost-

Konflikt. Es mischen sich vielfältige Motive und Perspektiven: Anerkennungskämpfe, konkurrierende

Narrationen, postkoloniale Diskurse, Fragen nach Identitäten, Beziehungen von Mehr- und

Minderheiten, ebenso wie Schuldabwehr, Zuschreibungen und Projektionen.

Die vierte Tagung der Reihe „Blickwinkel. Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft“ befragt

das Verhältnis von Antisemitismus und Nahostkonflikt in Deutschland im Spiegel von Wissenschaft

und Bildungspraxis. Sie will Anstöße geben für einen qualifizierten Umgang mit Inhalten und mit

Mustern von Kommunikation. Die Reihe wird von der Stiftung EVZ, dem Zentrum für Antisemitismusforschung

der TU Berlin und der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e. V. veranstaltet.

Die vierte Tagung findet in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut statt.

podiUmsdiskUssion

Donnerstag, 12. September 2013

19 Uhr

racheakte – vom verBÜndeten zUm geFangenen.

das schicksal italienischer militärinternierter. zUr zUkUnFt

einer gemeinsam deUtsch-italienischen erinnerUngskUltUr

In den Monaten nach dem Waffenstillstand zwischen Italien und den Alliierten vom 8. September 1943


Dokumentationszentrum

NS-Zwangsarbeit

Britzer Straße 5

12439 Berlin

In den Monaten nach dem Waffenstillstand zwischen Italien und den Alliierten vom 8. September 1943

nahmen deutsche Truppen ihre ehemaligen italienischen Verbündeten, die jetzt als „Verräter“

gesehen wurden, fest und entwaffneten sie. Durch einen Erlass Hitlers wurde ihnen als italienische

Militärinternierte der Status Kriegsgefangene aberkannt. Ohne den Schutz der Genfer Konvention

mussten sowohl Mannschaften als auch Offiziere unter schwersten Bedingungen Zwangsarbeit

im Deutschen Reich wie in den besetzten Gebieten leisten. Von ca. 600.000 Inhaftierten überlebten

etwa 45.000 Militärinternierte die Gefangenschaft nicht. Insbesondere gegen Kriegsende starben

zahlreiche Militärinternierte bei Massakern in den Lagern.

BUchpräsentation

Donnerstag, 19. September 2013

19 Uhr

Stiftung EVZ

Lindenstraße 20–25

10969 Berlin

zWangsarBeit in hitlers eUropa. BesatzUng, arBeit, Folgen

Die Herausgeber Dieter Pohl und Tanja Sebta stellen ihr Buch „Zwangsarbeit in Hitlers Europa. Besatzung,

Arbeit, Folgen“ vor. Sie geben einen Überblick über aktuelle Forschungsarbeiten zur NS-

Zwangsarbeit außerhalb des Deutschen Reiches. Auf einem Podium diskutieren die Herausgeber

über die Dimensionen der rassistischen Arbeitseinsatzpolitik in Europa, deren Nachwirkungen und

den Stand der Forschung zum Thema.

konFerenz

gedenken an den holocaUst Und aktUeller antisemitismUs


konFerenz

gedenken an den holocaUst Und aktUeller antisemitismUs

Mittwoch 25. September–

Donnerstag, 26. September 2013

Moskau

Die Erinnerung an den Holocaust ist in den Ländern Europas in unterschiedlichem Maß Teil des

kulturellen Gedächtnisses. Was wird erinnert und wie? Hat das Auswirkungen auf die demokratische

Kultur unserer Gesellschaften heute? Und wenn ja, welche? Wer erinnert sich? Gibt es einen

Zusammenhang zu aktuellem Antisemitismus? Anhand verschiedener Länder soll dies exemplarisch

diskutiert werden.

Die von Memorial veranstaltete Konferenz ist ein Projekt im Rahmen des Petersburger Dialogs

unter Schirmherrschaft von Andreas Schockenhoff und Michail Fedotow und gefördert von der

Stiftung EVZ.

FilmvorFÜhrUng

Im Oktober

Stiftung EVZ

Lindenstraße 20–25

10969 Berlin

keine kameraden. dokUmentarFilm von Beate lehr-metzger

Erschossen, verhungert, erfroren: Allein von den 3,5 Millionen sowjetischen Gefangenen aus dem

Jahre 1941 waren bis zum Frühjahr zwei Millionen tot. Sie wurden Opfer der NS-Vernichtungsmaschinerie,

die im Sommer 1941 die Sowjetunion überfallen hatte.

„[...] der Kommunist ist vorher kein Kamerad und nachher kein Kamerad […]“ lautete Hitlers Devise

über den Umgang mit sowjetischen Kriegsgefangenen. Die Bestimmungen der Genfer Konvention

wurden für den Ostfeldzug weitgehend ausgesetzt. Insgesamt fallen im Zweiten Weltkrieg von 5,7 Millionen

sowjetischen Kriegsgefangenen 3,5 Millionen Hunger, Kälte und Misshandlung zum Opfer.


infostand

Mittwoch, 2. Oktober–

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Stuttgart, Innenstadt

Bürgerfest anlässlich der zentralen feierlichkeiten

zum tag der deutschen einheit

Die Stiftung EVZ präsentiert ihr Förderengagement auf dem Bürgerfest anlässlich der Zentralen

Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in der Stuttgarter Innenstadt.

lesung

Dienstag, 8. Oktober 2013

19 Uhr

Stiftung EVZ

Lindenstraße 20–25

10969 Berlin

zivilcourage und mut. Wie emilie und oskar schindler

1.200 menschen vor der gaskammer retteten. eine zeitzeugin

der zWeiten generation Berichtet

Professorin Erika Rosenberg (*1951) ist Tochter von nach Argentinien geflohenen Juden. Als Freundin,

Vertraute und Biographin von Emilie Schindler, der Frau des durch den Film „Schindlers Liste“ weltbekannt

gewordenen Retters von 1.200 Menschen vor der Gaskammer, ist sie Zeitzeugin der zweiten

Generation. Frau Rosenberg veröffentlichte die überarbeiteten Biografien von Emilie und Oskar

Schindler „Ich, Emilie Schindler“ und „Ich, Oskar Schindler“. 2012 erschien ihr neues Werk „Oskar

Schindler. Seine unbekannten Helfer und Gegner“. Frau Rosenberg liest auf ihrer Lesereise in Berlin

einmalig in der Stiftung EVZ aus ihren Werken.


deBattierWettBeWerB

Freitag, 18. Oktober 2013

11–13.15 Uhr

Music Center

Mátyás utca 8

1093 Budapest

Ungarn

7. internationales finale von Jugend deBattiert international 2013

Jugend debattiert international ist ein Debattierwettbewerb für Jugendliche aus acht mittel- und osteuropäischen

Ländern. Der Wettbewerb will zur Auseinandersetzung mit Menschenrechten und

ihren geschichtlichen Hintergründen anregen und das Debattieren als Medium politischer Kultur

und demokratischer Auseinandersetzung stärken. Um zugleich die Deutschkenntnisse in den beteiligten

Ländern und die bilateralen Kulturbeziehungen zu fördern, findet das Projekt in deutscher

Sprache statt. Insgesamt werden mehr als 1.900 Schüler an über 160 Schulen teilnehmen.

Als Höhepunkt eines Wettbewerbsjahres treten die Besten jeden Landes im internationalen Finale

von Jugend debattiert international an. Das diesjährige 7. Internationale Finale findet in Budapest

statt.

proJektvorstellung

Dienstag, 22. Oktober 2013,

16–18 Uhr

Stiftung Neue Synagoge –

nicht in die schultüte gelegt …

Das Bildungsmaterial für Grundschulkinder „Nicht in die Schultüte gelegt... Schicksale jüdischer

Kinder 1933–1942 in Berlin. Menschenrechtsbildung durch historisches Lernen“ wurde vom Anne

Frank Zentrum gemeinsam mit Dr. Detlef Pech herausgegeben. Pech ist Professor für Grundschuldidaktik

an der der Humboldt Universität Berlin. Nach der Präsentation des Anne Frank Zentrums


Stiftung Neue Synagoge –

Centrum Judaicum

Oranienburger Straße 28/30

10117 Berlin

didaktik an der der Humboldt Universität Berlin. Nach der Präsentation des Anne Frank Zentrums

wird es ein Gespräch mit Zeitzeugen und einen Bericht aus der Praxis einer Grundschule geben.

konferenz

Freitag, 8. November–

Samstag, 9. November 2013

Akademie des Jüdischen

Museums Berlin

Lindenstraße 9–14

10969 Berlin

antisemitismus in europa heute – phänomene,

manifestationen, konflikte

Europäische Experten kommen mit einer interessierten Fachöffentlichkeit ins Gespräch, um eine

Bestandsaufnahme des Phänomens Antisemitismus vorzunehmen. Auf verschiedenen Panels werden

aktuelle Phänomene des Antisemitismus in Europa diskutiert. „Klassischer Antisemitismus“, „Neuer

Antisemitismus“, Antijudaismus und Religion und Antisemitismus im Kontext von Rassismus und

Fremdenfeindlichkeit gegenüber anderen Minderheiten werden erörtert.

Am Abend des ersten Konferenztages ist eine öffentliche Veranstaltung im Jüdischen Museum

geplant.

Die Konferenz wird gemeinsam vom Jüdischen Museum Berlin, dem Zentrum für Antisemitismusforschung

an der TU Berlin und der Stiftung EVZ ausgerichtet.


Buchvorstellung

Dienstag, 19. November 2013

19 Uhr

Deutsche Kinemathek – Museum

kriegsgefangenschaft im europäischen spielfilm

Die Publikation zeigt die Ergebnisse des Projektes „Kriegsgefangenschaft und Heimkehr im europäischen

Spielfilm nach dem Zweiten Weltkrieg“, das durch das Geisteswissenschaftliche Zentrum

Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig und Universität Moskau durchgeführt

wurde. Die Erinnerung an eine „vergessene Opfergruppe“ – sowjetische Kriegsgefangene


Deutsche Kinemathek – Museum

für Film und Fernsehen

Potsdamer Straße 2

10785 Berlin

Veranstaltungsraum in der 4. Etage

Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig und Universität Moskau durchgeführt

wurde. Die Erinnerung an eine „vergessene Opfergruppe“ – sowjetische Kriegsgefangene

– wird anhand exemplarischer Filmbeispiele diskutiert. Zusammen mit den Projektbeteiligten, Historikern

und Filmwissenschaftlern wird erörtert, wie individuelle und kollektive Erfahrungen von

Kriegsgefangenschaft filmisch inszeniert und in den jeweiligen Gesellschaften reflektiert wurden.

podiumsdiskussion

Donnerstag, 28. November 2013

19 Uhr

Stiftung EVZ

Lindenstraße 20–25

12049 Berlin

aufenthalt, entschädigung, rechtszugang: neue perspektiven zur

verWirklichung der rechte von menschenhandel-Betroffenen?

Betroffene von Menschenhandel sind RechteinhaberInnen – z. B. Anspruch auf entgangenen Lohn

und Schadensersatz. Doch der Weg zu einer effektiven Rechtsdurchsetzung ist noch weit. Das

2013 abgeschlossene Projekt „Zwangsarbeit heute“ des Deutschen Instituts für Menschenrechte

und der Stiftung EVZ hat die Herausforderungen klar benannt: Betroffene brauchen einen Aufenthaltstitel

unabhängig von ihrer Kooperation in Strafverfahren. Es muss ein Zugang zu staatlicher

Entschädigung gewährleistet sein. Um Betroffene überhaupt zu ihrer Rechtsdurchsetzung zu verhelfen,

ist eine rechte-basierte Beratung unumgänglich. Anlässlich des Internationalen Tages für

die Abschaffung der Sklaverei am 2. Dezember klären FachpolitikerInnen, welche Impulse die Betroffenen

von der neuen Bundesregierung erwarten können.

seminar

akademie „erinnerung und menschenrechte“


seminar

Sonntag, 1. Dezember 2013

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Internationale Jugendbegegnungsstätte

in Oświęcim/Auschwitz

ul. Legionów 11

32-600 Oświęcim

Polen

akademie „erinnerung und menschenrechte“

Qualifizierungs- und vernetzungstreffen für

polnische proJektträger

Auf einem fünftägigen Seminar treffen sich 25 polnische Bildungsexperten zu einem Erfahrungsaustausch

über zwei Fragen: Wie lassen sich Menschenrechtsbildung und Erinnerung an NS-Verbrechen

in Bildungsprojekten verbinden? Und welche landesspezifische Fragestellungen sind dafür

relevant? Ein Augenmerk gilt dabei den Möglichkeiten und Grenzen der Menschenrechtsbildung

an authentischen, historischen Orten wie in Oswiecim/Auschwitz. Die Veranstaltung wird im Programm

„Menschen Rechte Bilden“ gefördert.

vernissage

Dienstag, 3. Dezember 2013

19 Uhr

Stiftung EVZ

Lindenstraße 20–25

10969 Berlin

spurensuche. die todesmärsche in den unterlagen des

internationalen suchdienstes

Die Todesmärsche gelten als das letzte organisierte Massenverbrechen des nationalsozialistischen

Deutschlands. Durch das ganze Land trieben SS und andere Wachleute die Häftlinge aus Konzentrations-

und Vernichtungslagern sowie Gefängnissen auf diesen Räumungstransporten in den

letzten Monaten des Krieges . Ein großer Teil der Bevölkerungen wurde Zeuge dieses Verbrechens.

Tausende Häftlinge überlebten die Todesmärsche nicht.

Die Wanderausstellung „Spurensuche – Die Todesmärsche in den Dokumenten des International


Die Wanderausstellung „Spurensuche – Die Todesmärsche in den Dokumenten des International

Tracing Service (ITS)“ gibt Einblicke in die Bestände, Einzelschicksale und das Empfinden Überlebender.

podiumsgespräch

Donnerstag, 5. Dezember 2013

19 Uhr

Botschaft der

Russischen Föderation

Unter den Linden 63–65

10117 Berlin

gräBer in deutschland. letzte ruhestätten soWJetischer

zWangsarBeiter und kriegsgefangener

Die genaue Zahl der auf deutschem Boden gestorbenen sowjetischen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen

ist bis heute nicht bekannt. Für die meisten verstorbenen Kriegsgefangenen gab es nur

anonyme Massengräber. Für viele in Konzentrationslagern oder in Gestapo-Haft ermordete Zwangsarbeiter

und Kriegsgefangene existiert keine Grabstelle. Bei dieser Veranstaltung des Deutsch-

Russischen Museums Berlin-Karlshorst wird das Projekt zur Dokumentation dieser vergessenen

Gräber vorgestellt – eine deutsch-russische Kooperation. Darüber hinaus wird über die Geschichte

und Pflege dieser Gräber berichtet. Es diskutieren Dr. Lutz Prieß, Deutsch-Russisches Museum

Berlin-Karlshorst; Vladimir V. Kukin, Botschaft der Russischen Föderation und Oliver Nickel, Dokumentationsstätte

Stalag 326 (VI K) Senne. Es moderiert Dr. Ralf Possekel, Stiftung EVZ.


die stiftung „erinnerung, verantWortung und zukunft“ (evz)

In Erinnerung an die Opfer nationalsozialistischen Unrechts setzt sich die Stiftung EVZ für die Stärkung der Menschenrechte und für Völkerverständigung

ein. Sie engagiert sich weiterhin auch für die Überlebenden. Die Stiftung EVZ ist damit Ausdruck der fortbestehenden politischen

und moralischen Verantwor tung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft für das nationalsozialistische Unrecht.

Die Stiftung EVZ fördert internationale Projekte in den Bereichen:

▪ Auseinandersetzung mit der Geschichte

▪ Handeln für Menschenrechte

▪ Engagement für Opfer des Nationalsozialismus

StiftungErinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ)

Lindenstraße 20–25 ⋅ 10969 Berlin ⋅ Tel.: +49 (0)30 25 92 97-0 ⋅ Fax: +49 (0)30 25 92 97-11

info@stiftung-evz.de ⋅ www.stiftung-evz.de ⋅ www.facebook.com/stiftungevz

Alle Fotos © StiftungErinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ)

Programmänderungen vorbehalten.

Nähere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage oder bei Veronika Sellner, Veranstaltungsmanagement.

Tel.: +49 (0)30 25 92 97-49 ⋅ Fax: +49 (0)30 25 92 97-11 ⋅ E-Mail: sellner@stiftung-evz.de

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