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groepelingen

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Hintergrund

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EIN NETZWERK FÜR DEN

ÜBERGANG SCHULE – BERUF

Das Projekt „Zum Glück: Nah am Wasser gebaut“ ist gestartet

STECKBRIEF „ZUM GLÜCK:

NAH AM WASSER GEBAUT“

Laufzeit:

2013 bis 2016

Gefördert aus dem Programm Nationale Stadtentwicklungspolitik

des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau

und Reaktorsicherheit

Projektträger:

Kultur Vor Ort e. V.

Der Bremer Westen mit Gröpelingen, Walle, Überseestadt

und Industrie häfen ist eine Ausbildungsregion

mit mehr als 350 Ausbildungsbetrieben und einem

breiten Angebot beruflicher Schulen. Doch der Übergang

von der Schule in die berufliche Ausbildung

gelingt nicht immer problemlos. Schulen, Stadtteileinrichtungen

und Ausbildungsbetriebe arbeiten

deshalb an einem lokalen Netzwerk für Ausbildung.

STADTTEILE MIT GROSSEM POTENZIAL

Der Bremer Westen ist eine außerordentlich vielseiti ge

und hochdynamische Region der Hansestadt Bremen.

Entlang der ausgedehnten Hafengebiete liegen die

„Wirtschaft in der Stadtentwicklung sollte mit den Bildungseinrichtungen

in den Stadtteilen enger zusammenrücken – denn die

Schulen, Kultureinrichtungen und Jugendgruppen sind die Brutstätten

für die kreativen und klugen Köpfe, die die Betriebe für

die Zukunft brauchen.“

Christiane Gartner, Kultur Vor Ort e. V.

beiden urbanen Zentren Gröpelingen und Walle mit

ca. 65.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Fast

6.000 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schulen

in den Quartieren und fast 2.000 Jugendliche befinden

sich auf den berufsbildenden Schulen des Westens. Die

Stadtteile sind jung, international und urban. Hier leben

Menschen unterschiedlichster Sprache, Herkunft

und Lebensstile ganz alltäglich miteinander und begegnen

sich in den Bildungs- und Kultureinrichtungen,

den Bürgerhäusern und Jugendfreizeitheimen, den Betrieben

und Freizeiteinrichtungen.

Im Süden der Region, in der Überseestadt, wächst

ein neuer Stadtteil heran. Die ehemaligen Hafen areale

sind mit ca. 350 ha eines der größten Stadtentwicklungsgebiete

Deutschlands. Mit 660 Unter nehmen und

ca. 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die

Überseestadt ein wichtiger Wirtschaftsstandort – vor

allem der Kreativindustrie.

Im Holz- und Fabrikenhafen und den Industriehäfen

weser abwärts finden sich vor allem viele mittelständische

Betriebe, nicht nur aus der Hafenindustrie.

Auch große Industrieunternehmen produzieren in den

Hafengebieten, die mit über 1.100 Schiffsanlandungen

jährlich immer noch eine große hafenwirtschaftliche

Bedeutung haben.

Mit weit mehr als 350 Ausbildungsbetrieben und

zahlreichen allgemeinen und berufsbildenden Schulen

ist der Bremer Westen auch ein bedeutender Ausbildungsstandort

für die Metro polregion.

ÜBERGANG MIT STOLPERSTEINEN

Die Wasserflächen der Weser und der Hafen becken

verbinden diese unterschiedlichen städtischen Areale.

In dem Projekt „Zum Glück: Nah am Wasser gebaut“

nutzt Kultur Vor Ort e.V. in Kooperation mit dem

Gröpelingen Marketing e. V.

diese räumliche Nähe, um Brücken

zwischen den Schulen der

Region und den Ausbildungsbetrieben

zu schlagen.

Dies ist deshalb so wichtig,

weil Jugend liche aus Gröpelingen

und Walle zu selten zum

Zuge kommen, wenn Ausbildungsplätze

in den Betrieben

besetzt werden und oft in sogenannten

„Übergangssystemen“

bleiben, da sie keine duale Ausbildung beginnen. Die

Gründe hierfür sind vielfältig:

W Ausbildungs- und Arbeitsbiografien sind in der

modernen Wissensgesellschaft komplexer und brüchiger

geworden. Die fast zwangsläufige Abfolge

von Kindheit, Schule, Beruf ist heute nicht mehr die

Regel. Das verunsichert viele Jugendliche und führt

zu Orientierungslosigkeit und fehlender Motivation.

„Wirtschaft kann wichtige Impulse für die Stadtteilentwicklung

geben, wenn sich kleine Betriebe in den Quartieren, Start-Ups in

Transformationsgebieten, Kreativwirtschaft und Industriebetriebe

besser regional verknüpfen. Davon können alle Beteiligten nur

profitieren.“

Lars Gerhardt, Gröpelingen Marketing e. V.

Liegnitzstraße 63, 28237 Bremen, www.kultur-vor-ort.com

In Kooperation mit Gröpelingen Marketing e.V.

Ansprechpartnerin:

Dorothea Dentler

T +49 (421) 619 77 27, dentler@kultur-vor-ort.com

W Viele Familien im Stadtteil verfügen nicht über die

sozialen Netzwerke, um realistische Einblicke in

moderne Berufe vermitteln zu können, so fehlen

den Jugendlichen oft Beispiele und positive Vorbilder

aus der Arbeitswelt.

W Vielen Jugendlichen aus benachteiligten Stadtteilen

fehlt Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit, sie erleben

zu häufig Ausgrenzung und unterschwellige

Diskriminierung.

W Die Schulen können trotz

erheblicher Anstrengungen

kaum umfassende Ein blicke

in die Arbeitswelt und in

moderne Ausbildungsberufe

geben, über die konkreten

Ausbildungsbetriebe vor

Ort können sie kaum einen

Überblick gewinnen, auch

wenn zu einzelnen Betrieben

eine gute Kooperationsstruktur

aufgebaut werden

konnte.

EINE BRÜCKE ZWISCHEN BETRIEBEN

UND STADTTEIL SCHLAGEN

Mit dem Projekt „Zum Glück: Nah am Wasser gebaut“

setzen sich die Kooperationspartner gemeinsame Ziele,

um den Übergang von der Schule in die duale Ausbildung

in der Region zu verbessern:

W Schülerinnen und Schüler sollen mehr realistische

Einblicke in Ausbildungsberufe bekommen und

intensiver für die duale Ausbildung motiviert

werden.

W In der Phase der beruflichen Orientierung soll

in geeigneten Projekten Selbstwirksamkeit und

Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler gefördert

werden.

W Schulen und Betriebe sollen sich intensiver austauschen

und gemeinsame Vorhaben entwickeln,

um den Übergang von Gröpelinger Jugendlichen in

die Ausbildungsbetriebe der Region gemeinsam zu

verbessern.

Auf diese Weise will Kultur Vor Ort e. V. gemeinsam

mit dem Gröpelingen Marketing e. V. dazu beitragen,

langfristig einer wirtschaftlichen und sozialen Polarisierung

im Bremer Westen entgegenzuwirken. Im

Rahmen des Projektes „Zum Glück: Nah am Wasser

gebaut“ werden Betriebe, lokale Unternehmer, Schulen,

Kreativ branche, Bildungs- und Kulturein richtungen

ge meinsam Pilotprojekte erproben, um dieses Ziel zu

erreichen. Die Pilotprojekte des Netzwerkes „ Bildung

und Betriebe“ richten sich vornehmlich an Schülerinnen

und Schüler, Lehrpersonal und Betriebe. Die

Pilot projekte des Netzwerkes „Kreativwirtschaft und

„Gröpelingen als urbaner Stadtteil verfügt über großartige Möglichkeiten.

Aber ohne enge und systematische Beziehungen zu den

anderen städtischen Gebieten – Walle, Überseestadt, Industrie häfen –

sind diese Möglichkeiten eingeschränkt. Mit „Zum Glück: Nah am

Wasser gebaut“ wollen wir mehr Brücken über die Stadtteilgrenzen

hinweg schlagen.“

Dorothea Dentler, Projektkoordinatorin „Zum Glück: Nah am Wasser gebaut“

Transkultureller Stadtteil“ konzentrieren sich auf den

stadträumlichen Austausch von Menschen, Ideen,

Strategien und Projekten zwischen den drei ungleichen

Stadtteilen. Eine Auswertung der Projekte und Er arbeitung

von Verstetigungsperspektiven erfolgt in abschließenden

Werkstätten. Öffentlichkeitswirksame

und stadtteilübergreifende Marketingaktivitäten begleiten

die Projektlaufzeit, u. a. durch die symbolische

als auch physische Nutzung der verbindenden Wasserflächen

als Entwicklungspotenzial und -ort für gemeinsame

wirtschaftliche, soziale und kulturelle Strategien.


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Projekte 2014

PROJEKTBAUSTEINE FÜR EIN

NETZWERK SCHULE – BERUF

IM BREMER WESTEN

ANSCHAULICH

Auf dem Berufsparcour des Gröpelingen Marketing e. V. im

LICHTHAUS gewinnen alljährlich knapp 400 Schülerinnen und

Schüler Einblicke in Ausbildungsberufe der Region. Mehr als

zwanzig Berufe werden von verschiedenen Firmen vorgestellt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen den Jugendlichen für

Fragen rund um die Ausbildung zur Verfügung, zeigen anhand

von Arbeitsgeräten und Materialien, um was es in der Ausbildung

geht. Viele Jugendliche nutzen die Gelegenheit auch, um

erste Kontakte zu einer Firma zu knüpfen und sich darauf aufbauend

später für einen Ausbildungsplatz zu bewerben.

Foto: Gröpelingen Marketing e.V.

ZUM GLÜCK:

NAH AM WASSER GEBAUT

PERSPEKTIVEN FÜR EIN

NETZWERK SCHULE – BERUF

IM BREMER WESTEN

KREATIV

Die Jugendkunstprojekte von Kultur Vor Ort e.V. fordern alle Sinne. Mit Humor, Manie

und experimentellem Geist entwickeln die Jugendlichen ein Thema vom Konzept bis zur

Umsetzung. Das stärkt Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen und Kreativität. Im Kunstprojekt

„Mut zur Lücke“ untersuchten 26 Schülerinnen und Schüler aus Gröpelinger

Oberschulen Lücken im öffentlichen Raum und entwickelten anschließend eine raumgreifende

Installation im leer stehenden ehemaligen Kaufhaus C.A. Klein im Zentrum des

Stadtteils.

Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Stadtteil, mit der eigenen Person und

mit der sozialen Welt ermutigt Jugendliche auf dem Weg ins Erwachsenwerden und stärkt

junge Leute unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.

Fotos: Andrea Munjic (Kultur Vor Ort e. V.) und Jugendliche aus dem Projekt „Mut zur Lücke“

INFORMATIV

Die „Initiative Stadtbremische Häfen“ bot gemeinsam mit

Kultur Vor Ort e.V. eine Schiffsreise durch die Industriehäfen

an und informierte Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und

Schülerinnen und Schüler über Ausbildungsbetriebe und Ausbildungsberufe

in der Region.

Foto: Kultur Vor Ort e. V.


BILDUNGS- UND

AUSBILDUNGSREGION

BREMER WESTEN

NETZWERK SCHULE – BERUF IM PROJEKT

„ZUM GLÜCK: NAH AM WASSER GEBAUT“

Bildungseinrichtungen

im Westen

1 Schulzentrum des Sekundarbereichs II

an der Alwin-Lonke-Straße

Abteilung Berufliche Schulen für

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Bau technik, Baugestaltung und Agrarwirtschaft

Alwin-Lonke-Straße 71

Berufsbildende Schule für Metalltechnik

Reiherstraße 80

Ganztagsgrundschule Auf den Heuen

An der Fuchtelkuhle 15

Ganztagsgrundschule Oslebshauser

Heerstraße

Oslebshauser Heerstraße 115

Oberschule im Park

Am Oslebshauser Park 1 – 3

Bürgerhaus Oslebshausen

Am Oslebshauser Park 1 – 3

Neue Oberschule Gröpelingen

Ernst-Waldau-Straße 1 a

Grundschule Halmerweg

Halmerweg 71

Oberschule Ohlenhof

Halmerweg 71

Atelierhaus Roter Hahn &

Bremer Volkshochschule West

Gröpelinger Heerstraße 226

Lichthaus

Hermann-Prüser-Straße 4

Kultur Vor Ort e. V. &

Gröpelingen Marketing e. V.

Liegnitzstraße 63

Stadtbibliothek West

Lindenhofstraße 53

QBZ Quartiersbildungszentrum

Morgenlandstraße 2

Ganztagsgrundschule Fischerhuder Straße

Fischerhuder Straße 20

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16 Gesamtschule West

Lissaer Straße 7

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17 Schulzentrum des Sek. II am Rübekamp &

Berufliche Schulen für das Nahrungsgewerbe

Rübekamp 37 – 39

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Grundschule Pastorenweg

Pastorenweg 93

Kulturzentrum Westend

Waller Heerstraße 294

Schulzentrum des Sek. II Walle &

Berufliche Schule für Gesundheit

Lange Reihe 81

Regionales Beratungs- und

Unterstützungszentrum (ReBUZ)

Vegesacker Straße 84

Oberschule an der Helgolander Straße

Helgolander Straße 67

Brodelpott / Kulturhaus Walle

Schleswiger Straße 4

Musikschule Bremen

Schleswiger Straße 4

Ganztagsgrundschule Pulverberg

Schleswiger Straße 10

Oberschule am Waller Ring

Bremerhavener Straße 83

Grundschule an der Nordstraße

Nordstraße 349

Allgemeine Berufsschule (ABS)

Steffensweg 171

Schulzentrum des Sek. II an der Grenzstraße

& Handels- und Höhere Handelsschule,

Kaufmännische Berufsschule

für Kreditinstitute, Versicherungen und

Industrie

Grenzstraße 90

St. Marien Schule

Hauffstraße 2

Grundschule an der Melanchthonstraße

Melanchthonstraße 150

Berufsschule für Großhandel,

Außenhandel und Verkehr

Ellmerstraße 24

Schulzentrum des Sekundarbereichs II

Utbremen – Europaschule

Meta-Sattler-Straße 33

Schulzentrum des Sekundarbereichs II

Technisches Bildungszentrum Mitte (TBZ)

An der Weserbahn 4

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