Skitour-Magazin 3.10

skitourmagazin

Das E-Magazin für Tourengeher und Telemarker

DAS E-MAGAZIN FÜR TOURENGEHER UND TELEMArker

skit

0ur

3.10

Telemark

Das Festival in Bayrischzell

Tourentipp

Das Lechtal bietet

Touren der Extraklasse

ISPO-NEWS

Typen auf Tour

Typen auf Tour

Extremskifahrer Axel

Naglich aus Kitzbühel

Rennszene

Palzer siegt beim Jennerstier

– Weltcup am Ätna

Die Tourentrends für nächsten Winter

Neue Serie: Unser WEg zur PDG 2010 / Sicherheitsausrüstung


Das härteste Rennen im Skibergsteigen in den Ostalpen!

Das Dachstein Xtreme ist ein Tourenski- Event in Schladming-Dachstein / Ramsau am Dachstein in Österreich. Alpine Erfahrung und Leistungsfähigkeit sind für die

Teilnahme diesem Wettkampf Voraussetzung. Auf der Langdistanz “A” wir der geübte Umgang mit Klettergurt/Klettersteigset und mit Steigeisen erwartet.

Achtung: der Wettkampf kann wetterbedingt auf 28.3.2010 verschoben werden!

A

A

A, B

A, B

A

A

A

Start

A, B

Trennung Strecke “A”

und Strecke “B”

A, B

präsentier t von PIEPS

A, B

Ziel

Distanz “A”: 1.750 hm Aufstieg, 2.670 hm Abfahrt, 17,1 km

A, B

Distanz “B”: 1.130 hm Aufstieg, 2.050 hm Abfahrt, 11,3 km

Langdistanz: hochalpines Rennen mit langen

Klettersteigpassagen und Steigeisenverwendung

Normaldistanz: hochalpines Rennen mit kurzen

Einhängepassagen

Einzelrennen Langdistanz (A)

Einzelrennen Normaldistanz (B)

Rennen Offene ASTC-Klassen ab 21 Jahren Offene ASTC-Klassen ab 15 Jahren

Datum Samstag, 27.3.2010

Startzeit

Startort

10:00 Uhr

Nahe der Bergstation der Dachstein Südwand- Seilbahn

Renndaten 1.750 hm Aufstieg, 2.670 hm Abfahrt, 17,1 km 1.130 hm Aufstieg, 2.050 hm Abfahrt, 11,3 km

Startgeld EUR 40,--

Zeitlimits

Zeitlimit 2 Stunden beim Einstieg zum Dachstein Klettersteig

(nach ca. 1.200 hm und 8,7 km)

präsentier t von PIEPS

Preise Ehrenpreise, Preisgeld gesamt EUR 5.500,-- Ehrenpreise, Sachpreise

Akkreditierung

Briefing

Siegerehrung

Anmeldung

Unterkunft

keine

Freitag, 26.3.2010 ab 12:00 Uhr bis 19:00 Uhr in der Hohenhaus Tenne Schladming

Samstag 27.3.2010 ab 7:00 Uhr bis 9:00 Uhr bei der Talstation der Südwand- Seilbahn

Freitag, 27.3.2009 ab 19:00 Uhr in der Hohenhaus Tenne in Schladming

ca. 15:00 Uhr

Samstag, 27. März 2010

Schladming-Dachstein

Ramsau am Dachstein

www.astc.at

Internet- Seite www.astc.at, E-Mail an info@astc.at, telefonisch unter +43 (660) 4113091 oder mit umseitigen Faxformular

TVB Schladming/Rohrmoos, Frau Birgit Schrempf, Tel.: +43 (3687) 22777, Mail: birgit@schladming.at

TVB Ramsau, Frau Monika Klee, Tel.: +43 (3687) 81833, Mail: monika@ramsau.com


Editorial

Alpenstoff meets Leichtbau:

Am Sonntagabend verwandelte

sich der Dynafit-Messestand

zur Party-Location.

Drei Tage ISPO: Erlebnisse aus dem Messe-Dschungel

Man nehme: Die körperliche Anstrengung einer mittelschweren Mehrtagestour,

den terminlichen Druck einer Expedition am anderen Ende der Welt und die

Informationsflut einer kompletten Ausbildungswoche. Dann kann man sich in

etwa vorstellen, wie sich unsere drei Tage Messebesuch auf der ISPO 2010 in München

angefühlt haben.

Jede halbe Stunden zwang uns ein anderer Termin, von Halle zu

Halle zu eilen: von A3 in B5, zurück in A5... Dazwischen noch schnell

in eine unerwartete Pressekonferenz und das Ganze in Verbindung

mit Häppchen, Süßigkeiten und Kaffee. Wenn man die Besucher

beobachtet, erkennt man sofort zwei Spezies: auf der einen Seite

Leute, die durch die Hallen hetzen, Termine wahrnehmen und arbeiten.

Andererseits gemütlich, schlendernde Besucher, die ungezielt

durch die Stände spazieren, um nach schöner Ausrüstung für

ihre Freizeitaktivität zu stöbern.

Erst am Abend trifft man sich wieder bei den legendären ISPO-

Parties, um bei einem Bier den turbulenten Tag revue passieren zu

lassen. Am Sonntagabend feierten wir am Dynafit-Messestand mit

zahlreichen Gleichgesinnten. Die Meisten trifft man in der Regel

nur auf Tour im Gebirge. Das Ergebnis unserer Messe-Recherchen

auf der ISPO finden Sie ab Seite 11. Das Skitour-Magazin wünscht

Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Stefan Loibl

Ihr direkter Draht

in die Redaktion:

www.twitter.com/

Skitour_Magazin

www.facebook.com

Skitour-magazin.de 3.10 3


Inhalt

3.10

6/ News & Termine

Piepsercheck / Skimara Schweiz/ Karten für Freerider

11/ ISPO-News

Tourenrelevante Hardware, sowie Funktionsbekleidung auf

höchstem Niveau

21/ Typen auf Tour

Axel Naglich zieht mit seinem Film „Mount St. Elias“ durch die

österreichischen Kinos

26/ Unser Weg zur PDG

Material-Check: Die Ausrüstung für die Füße

30/ Sicherheitsausrüstung

ABS-Airbag / Avalung / Snowpulse / Lawinenball / Recco

37/ Rennszene

Snowleopard Trophy an der Kampenwand und am Blomberg /

DM beim Jennerstier in Berchtesgaden / Weltcup am Ätna

44/ Ausprobiert

Vaude „Daypack“ / Diamir „Fritschi Freeri-

Komperdell „C3“ /

de Pro“

47/ Telemark

Die Bayerische Meisterschaft im Telemarken und das erste

Telemark-Festival in Bayrischzell

4 Skitour-magazin.de 3.10


03.10

Inhalt

11 ISPO-News

Von Kaufzurückhaltung

keine Spur auf der Ispo.

Dahingehend auch keine

Entwicklungsstopps.

Neues für die Kommende

Saison stellen wir

vor.

21 Typen auf Tour

Er ist die längste Abfahrt der

Welt gefahren: Axel Naglich.

Wir waren mit ihm auf einer

„normalen“ Tour unterwegs.

UNSER WEg zur PDG 2010 26 Unser Weg zur PDG 2010

Die Ausrüstung unter den Füßen ist Komplett.

Scarpa, Dynafit und Pomoca werden wir verwenden.

Auf Leichtbau wird dabei verzichtet.

30 Sicherheitsausrüstung

Wem die Standardausrüstung nicht reicht,

bekommt hier alle relevanten Produkte erklärt

und kann sich einen Überblick verschaffen.

52/ Tourentipp Lechtal

Zwei ausgesprochen angenehme Touren stellen wir Ihnen vor.

Skitour-magazin.de 3.10 5


News & Termine

Aktuelles

News & Termine

Die MUVI-Kamera ist mit

5,5 x 2,0 x 1,6 cm die

kleinste DV Kamera

der Welt. Mit den

vielen verschiedenen

Halterungen

(rechts), die im

Lieferumfang

enthalten

sind, lässt

sie sich

vielfältig

montieren.

Handlicher Begleiter mit

Nehmer-Qualitäten

Wer kennt die atemberaubenden Abfahrtsbilder vom

Skifahren oder Mountainbiken nicht, bei denen man

aus der Perspektive des Fahrers schon beim Zuschauen

schwitzige Hände bekommt? Mit einer Muvi-Kamera

werden Sie selbst zum Hauptdarsteller Ihres Aktion-Videos.

Der britische Multimedia-Hersteller Veho hat unter dem Label

„Muvi“ mehrere verschiedene Mini-Kameras im Sortiment. Die

handlichen Muvi-Camcorder sind zwischen 5,5 und 4 Zentimeter

groß und verfügen über Zwei-Megapixel.

Die kleinste DV-Kamera der Welt hat eine weitere Funktion, die es

in sich hat: Mit einer kleinen Einstellung erreicht man es, dass die

Kamera bei einem Geräusch von mehr als 65 Dezibel beginnt, etwas

aufzunehmen. Gerade während der Abfahrt beim Skifahren ist das

praktisch. Einfach die Aufnahme auf Zuruf starten und stoppen.

Die Auflösung der Bilder liegt 640 x 480 mit 20 Frames/Sekunde. Dies alles

bei einer Größe von: 5,5 cm x 2,0 cm x 1,6 cm. Die Bilder werden auf einer

Micro SD Karte gespeichert.

Standardmäßig wird eine 2 GB-

Karte mitgeliefert. Um noch mehr aufnehmen zu

können, kann die Speicherkarte aber durch eine

8 GB-Karte ersetzt werden.

Als Special-Edition sind die Muvi „Micro DV“ und

die Muvi „Atom“ außerdem in weiß erhältlich. Der

Lithium-Ionen-Akku, der via USB-Kabel am PC

aufgeladen wird, hat eine Abspielzeit von zwei bis

drei Stunden. Mit der 2 GB-Karte kann man circa

zwei Stunden an Videomaterial speichern – eine

ganze Menge also. Mehr Infos finden Sie unter

www.veho-eu.com

Batteriecheck

Haben Sie zu Saisonbeginn die Batterien in Ihrem

LVS-Gerät gewechselt? Wenn nicht, dann sollten Sie

jetzt checken, ob Ihr „Lebensretter“ noch ausreichend

Saft hat. Beim Tracker von BCA sollten Sie die

Batterien ab einer Leistung von weniger als 80 Prozent

wechseln. Auch bei allen anderen Geräten am

Markt gilt die Regel: Lieber einmal zu oft die Batterien

getauscht, als... – Sie wissen schon. Zu Beginn

der Frühjahrssaison bietet sich ein Check an!

6 Skitour-magazin.de 3.10


News & Termine

Aktuelles

Entscheidungshilfe im Scheckkartenformat

SnowCard und Stop or Go Card bekommen Konkurrenz: Der Atzbacher Techniker

und leidenschaftliche Tourengeher Helmut Hadinger hat den „Scout“ entwickelt.

Das scheckkartengroße, flache Instrument ist Lawinenrisikomanagement für die

Hosentasche mit patentierter Hangbeurteilung. Erst Hangneigung messen oder

einstellen, dann Schieber entsprechend der

Hangbeurteilungstabelle nachjustieren und

schließlich die Risikostufe am Kreisbogen für

den entsprechenden Gefahrengrad ablesen.

Grün bedeutet geringes Risiko, gelb steht für

erhöhtes Risiko und rot bedeutet hohes Risiko.

Mehr Infos unter www.lawinenscout.at

HD-Karten fürs Gelände

Der GPS-Spezialist ppm erweitert sein Angebot an hochauflösenden Karten für die

Navigationslösungen der Magellan Triton-Serie. Die Karten Topo HD 2010 für die Länder

Deutschland und Österreich sind ab sofort im Handel und

zeichnen sich durch ihr präzises digitales Geländemodell sowie

eine extrem detaillierte Auflösung aus. Damit gewährleisten

sie eine optimale Routenführung bei sämtlichen

Outdoor-Aktivitäten.

Basierend auf aktuellem Kartenmaterial bieten die Topo

HD 2010-Karten umfassende Informationen zum Straßen-

und Wegenetz. Sämtliche Forst- und Wiesenwege

sind mit detaillierten Zustandsinformationen hinterlegt,

was die Routenplanung und Streckenauswahl für Wanderer

und Mountainbiker deutlich erleichtert. Die farbliche

Kennzeichnung von Gemeinde- oder Industriegebieten

sowie das neue, in hoher Auflösung hinterlegte

Geländemodell mit metergenauen Höhenangaben zur

Kalibrierung, ermöglichen eine einfache Orientierung.

Wesentlich erweitert wurden außerdem die vordefinierten

Points of Interest: Die Deutschland-Karte umfasst

nun 137 Kategorien mit mehr als einer Million Einträgen.

Die Karte für Österreich enthält rund 200.000 Einträge,

die in 110 Kategorien unterteilt sind. Dabei erleichtern

umfangreiche Suchfunktionen das schnelle Auffinden

bestimmter POIs wie Schutzhütten.

Die Topo HD 2010-Karten sind ab sofort im Fachhandel

erhältlich. Sie kosten 169,00 Euro für die Deutschland-

Version beziehungsweise 159,00 Euro für die Österreichkarte.

www.ppm-gps.de

Das Magellan Triton 2000

Skitour-magazin.de 3.10 7


News & Termine

Aktuelles

Später Vormarsch

Die kleine, italienische Rennschmiede ATK-

Race hat nun endlich auch einen Vertrieb für

Deutschland. Das südlich von Modena sitzende

Unternehmen bietet Leichtbau vom Feinsten

an: Von der Bindung über Stöcke bis hin

zur Carbon-Schaufel.

Viele Spitzenathleten im Weltcup sind mit Ausrüstung von ATK-Race unterwegs, unter

anderem der Schweizer Florent Troillet, die Französin Laetitia Roux und der Österreicher

Alexander Lugger. Dazu kommen noch einige italienische Skibergsteiger. Der

Prominenteste unter ihnen dürfte der italienische Meister sein. Manfred Reichegger.

Die High-Tech-Schmiede ist im Rennsport seit der Saison 2005/06 dabei und gilt als

Synonym für kompromisslos leichte Ausrüstung. Die Bindung NX World

Cup erlangte im Skitourenrennsport schnell Anerkennung und

ist inzwischen international weit verbreitet. Für den Vertrieb

ihrer Produkte in Deutschland hat sich ATKRace

einen erfahrenen Partner gesucht: den Bergsyndrom

Bergsportartikel-Vertrieb. Mehr zu den Produkten und

gesponsorten Athleten finden Sie unter www.atkrace.com

MARATHON-LUFT MIT EINEM HAUCH PATROUILLE DES GLACIERS

Der Swiss Ski Marathon, kurz Skimara, findet im einzigartigen, abwechslungsreichen und

schneesicheren Tourengebiet um Kandersteg statt. Er ist eine neue Herausforderung für alle

Teilnehmer der Patrouille des Glaciers (PDG) und jene die es noch werden wollen. Die Strecke

führt auf hohe Gipfel sowie über beeindruckende Gletscher. Die Abfahrten über stiebende Hänge

sind ein echter Genuss. Anmeldeschluss für den Swiss Ski Marathon ist der 15. März 2010,

Startplätze sind auch noch genügend frei. Der Wettkampf ist eine ideale Vorbereitung auf die

PDG 2010, da auch Dreier-Teams willkommen sind. Zudem gibt es neue Startzeiten und eine

attraktive Strecke mit über 4000 Höhenmetern, die zu bewältigen sind. Die kleine Runde

hat immerhin noch 3000 Höhenmeter und 31 Kilometer – eine Herausforderung

für jedermann. Das Ziel auf dem Sunnbüel ist schneesicher, attraktive Preise

warten auf die Sieger. Hier die wichtigsten Details auf einen Blick:

- Zweier-Teams

- Start Sonntag ab 01:00 Uhr möglich

- Kosten CHF 85.00 pro Person

- Ski Minimalbreite 60mm unter der Bindung

- Skistöcke mit Plastiktellern, Stockreiten

ist verboten

www.skimara.ch

Der höchste Punkt der kurzen

Strecke: Das Rinderhorn

mit 3243 Meter.

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Rennticker

News & Termine

Termine für März

1.-6.3. Weltmeisterschaft Skibergsteigen, Canillo (AND) www.canillo2010.org

5.3. 1. Ski Alpinisme Relais Villars, Bretaye-Villars (CH) www.skialpvillars.ch

5.3. SellaRonda Skimarathon, Arabba (ITA) www.sellaronda.it

7.3. Ski Alp Val Rendena, Pinzolo (ITA) www.alpingovalrendena.it

7.3. Sellraintaler Wildsau-Staffel, Praxmar (AUT) www.wildsaurennen.com

14.3. Preberlauf, Tamsweg (AUT) www.preberlauf.com

14.3. Hochgrat-Skirally, Oberstaufen (GER) 3.DAV-SK www.skirallye.de

14.3. Tre Refugi, Mondovi (ITA) www.trerifugi.com

14.3. Drei Zinnen Skimarathon, Sexten (ITA) www.sc-drei-zinnen.com

20.3. Skimara, Kandersteg (CH) www.skimara.ch

20.3. Ybriger Nachttourenskilauf, Oberiberg (AUT) www.tourenskilauf.ch

21.3. Marmotta Trophy, Martell (ITA) 7. ASTC www.marmotta-trophy.it

21.3. Derby 3000, Gavarnie (FRA) www.derby3000.fr

21.3. Schneeberg Tourenskilauf, Puchberg (AUT) www.blizzardcup.at

26.3. Montée du Crôt, Morzine (FRA) www.cafmorzine.com

27.3. Dachstein Xtreme, Schladming (AUT) 8. ASTC www.astc.at

28.3. La Pizolada delle Dolomiti, Moena (ITA) www.pizolada.it

Aktuelles

400 Athleten aus 20 Ländern

Für die vom 1. bis 6. März stattfindende Weltmeisterschaft

im Skibergsteigen sind bereits eine

Woche vor Beginn mehr als 400 Athleten aus 20

verschiedenen Ländern gemeldet.

Die Welttitelkämpfe werden in Canillo (Andorra)

ausgetragen. Die Wettkämpfe selbst werden in

Grau Roig, El Tarter, Soldeu and Arcalis stattfinden,

wobei alle Strecken bereits eine Woche vor

Beginn in bestem Zustand sind. Von 24 möglichen

Nationen haben sich bereits 20 registriert: darunter

Andorra, Spanien, Frankreich, Italien, Kanada,

China, Belgien, Bulgarien, Schweiz, England,

Japan, Norwegen, Schweden, USA, Österreich,

Polen, Tschechien, Slowenien, Argentinien und

Chile.

Die Favoriten bei den Damen sind die Italienerinnen

Francesca Martinelli und Roberta Pedranzini

und die Katalanin Mireia Miró. Bei den Herren zählen

Florent Troillet und Killian Jornet, genauso wie der Franzose Florent Perrier und

das italienische Team zum Favoritenkreis. Infos finden Sie unter www.canillo2010.org

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Skitour-magazin.de 3.10 9

DAV-SK= DAV-Skitourencup - WC= Weltcup - ASTC= Austrian Skitour Cup - TPTC= Tiroler Pistentourencup


News & Termine

Aktuelles

Karten für

Powderfans

Aufgepasst Freunde des Tiefschnees! Bei

der Suche nach perfekten Hängen und Abfahrten

könnt Ihr zur Freeride Map greifen. Dieses

spezielle Kartenwerk für die Fans der dicken Latten bietet

alle Abfahrtsmöglichkeiten eines Gebietes auf einen Blick.

Die Freeride Maps basieren auf den Landeskarten des Schweizerischen

Bundesamtes für Landestopografie Swisstopo und des BEV Österreich im

Massstab 1:25.000 und bieten alle nötigen Geländeinformationen, die für die Planung

und Umsetzung von Freeride-Touren erforderlich sind. Zudem sind die Freeride Maps auf

wasser- und reissfester Folie gedruckt und dadurch praktisch unzerstörbar.

Die farblich gekennzeichneten Freeride-Korridore zeigen die Bereiche, welche befahren

werden können. Sie sind in drei Schwierigkeitsstufen dargestellt: Blau für fahrtechnisch

einfaches Gelände, gelb für Abfahrtsrouten, die abschnittsweise durch anspruchsvolles

Gelände führen und rot für sehr schwieriges bis extremes Gelände.

Zur Zeit sind 12 verschiedene Gebietskarten erhältlich, davon aber nur zwei für Österreich.

Weitere Karten für Österreich folgen in Kürze.

Auf der Homepage können Sie bei einem Gewinnspiel teilnehmen und hochwertige Preise

gewinnen: www.freeride-map.com

Die Karten sind auf wasser- und reißfester Folie gedruckt – da denkt jemand mit. Jede Gebietskarte kostet 19,50

Euro, das Gesamtwerk mit zwölf Karten kostet 199 Euro.

10 Skitour-magazin.de 3.10


2010

Hochgrat-Skirallye

& DM Team

News & Termine

Aktuelles

inkl. DM/ÖM Jugend & ÖM Team

Samstag, 14. März 2010

Ort: Oberstaufen

Ausrichter: DAV-Sektion Oberstaufen-Lindenberg

Registrierung: Talstation Hochgratbahn

Start/Ziel: Talstation Hochgratbahn

Lange Strecke:

Talstation untere Lauchalpe Horbach

Staufner Haus (Tragepassage) Bergstation

Hochgratgipfel Eibele Alpe Talstation untere

Lauchalpe Ziehen Alpe Einegundkopf obere

Stiegalpe Alpe Schilpre Horbach Eibele Alpe

Talstation

Kurze Strecke:

Alpe Horbach untere Lauchalpe Horbach

Staufner Haus (Tragepassage) Bergstation

Hochgratgipfel Eibele Alpe Talstation

Höhenmeter:

ca. 1600 Hm Aufstieg/Abfahrt (lange Strecke)

ca. 1000 Hm Aufstieg/Abfahrt (kurze Strecke)

Wertungen:

Lange Strecke: Deutsche und Österreichische Meisterschaft

Team für Damen und Herren (kein Mixed!)

Kurze Strecke: Hobbywertung (Single Race/Einzelstarter),

Deutsche und Österreichische Meisterschaft

Team für Jugendklassen

Preisgelder/Sachpreise:

Tageswertung:

Herren:

Damen:

1. Platz: 400 € 1. Platz: 400 €

2. Platz: 300 € 2. Platz: 250 €

3. Platz: 200 € 3. Platz: 200 €

4. Platz: 150 € 4. Platz: 150 €

5. Platz: 100 € 5. Platz: 100 €

Jugend- & weitere Wertungen: Sachpreise

Weitere Infos:

www.skirallye.de

www.hochgrat.de

www.oberstaufen.de

www.dav-ol.de

DAV Skitourencup und

Deutsche Meisterschaft 2010

Zeitplan

Registrierung, Startnummernausgabe

Wettkampfvorbesprechung (im Startraum)

Massenstart lange Strecke

Massenstart kurze Strecke

Erste Zielankünfte

Zielschluss

Siegerehrung Festhalle Steibis

7:30 – 9:00 Uhr

9:15 Uhr

9:30 Uhr

9:45 Uhr

ca. 10:45 Uhr

12:30 Uhr

ca. 13:30 Uhr

Der DAV Skitourencup besteht 2010

erstmalig aus vier Veranstaltungen:

9. Januar 2010

Dammkarwurm

DM Vertical Race

6. Februar 2010

Jennerstier

DM Single

14. März 2010

Hochgrat-

Skirallye

DM/ ÖM Team

27. März 2010

Dachstein

Xtreme (A)

Auch 2010 gibt es bei allen Rennen wieder zwei Streckenlängen:

die Langdistanz für Kaderläufer und ambitionierte Rennläufer

Deutsche Meisterschaft 2010

Die drei deutschen Wettkämpfe des Cups werden auch als Deutsche

Meisterschaft in der jeweiligen Disziplin durchgeführt. Der Deutsche

Meister ist der schnellste Läufer bzw. die schnellste Läuferin in der

Tages-Gesamtwertung mit Wohnsitz in Deutschland/deutschem

Pass.

Veranstalter des DAV Skitourencups ist der Deutsche Alpenverein,

als Ausrichter engagieren sich die Sektionen Oberstaufen-Lindenberg,

Berchtesgaden und Mittenwald, sowie der Verein zur Förderung

von Bergsportarten in der Steiermark.

Aktuelle Berichte und Videoclips

vom DAV Skitourencup 2010

gibt es beim DAV Medienpartner

xnx auf skiinfo.de.

Skitour-magazin.de 3.10 11

2010


12 Skitour-magazin.de 3.10


News Ispo 2010

Auf der internationalen Sportartikel

Messe waren im Winter

2010 zum 70. Mal die Tore für die

Fachbesucher geöffnet.

2.045 Aussteller teilten sich den Platz der

fünfzehn Hallen mit 175.000 Quadratmeter.

Der Andrang an den Ausstellungsständen

war riesig. 64.000 Besucher aus 117

Ländern informierten sich über die Neuerungen,

sowie deren Trends und Styles für

die kommende Wintersaison 2010/2011.

Auch wir waren auf der Ispo vertreten und

haben uns einen Überblick über das neue

Material für den Touren- und Telemarkbereich

verschafft.

Innovationen gab es genügend. So kann

durchaus behauptet werden, dass entgegen

der eigentlichen Wirtschaftsstimmung,

die Bereiche Outdoor und Sport

eine exponierte Stellung in unserer Gesellschaft

einnehmen.

Auch im Tourenbereich fassen immer mehr

Hersteller Fuß und bieten neben funktioneller

Bekleidung bereits Tourenstiefel

und selbständig entwickelte Tourenbindungen

an.

Einige der Erfindungen kann man getrost

als Konzept verstehen. Fakt ist allerdings,

News

Die Outdoor-Branche boomt!

dass diese Sportart steigende Zahlen

schreibt, was die aktiven Sportler, sowie

die Zahlen der Umsätze auf diesem Sektor

angeht.

Outdoor ist in! Bereits seit einigen Jahren

zeigt sich die Tourengemeinde dem stetigen

Wachstum unterworfen. „Abschalten

und den Alltag hinter sich lassen“:

So rechtfertigen sich viele aktive Wintersportler

weit ab der Liftindustrie.

Gut, dass sich in diesem Segment natürlich

auch der Markt erweitert. So passen

viele Hersteller ihr Touren-Portfolio ganz

gezielt den Bedürfnissen des Tourengehers

an. Ob es nun beweglichere Tourenstiefel

oder spezielle Handschuhe sind,

die Palette an Ausrüstung erweitert sich

– gewaltig und rasant zugleich!

Was bisher noch als „übersichtlich“ bezeichnet

werden konnte, wird sich in den

nächsten Jahren zunehmend als Irrgarten

präsentieren. Gott sei Dank, denn so drücken

neue Innovationen auf den Markt

und beflügeln uns mit Ihren Ideen.

Bleibt natürlich nur zu hoffen, dass der

Markt nicht auch unseren Geldbeutel zu

sehr beflügeln wird.

Skitour-magazin.de 3.10 13


News Ispo 2010

Lowa: X-Alp Cross

Lowa bringt in der kommenden Saison den „X-Alp

Cross“ auf den Markt.

Die Jetzendorfer Entwickler präsentieren damit

einen abfahrtsorientierten Vierschnaller, der vorallem

die Freeride-Gemeinde ansprechen wird. Mit

den Dynafit-Inserts passt der Schuh schließlich in

alle gängigen Tourenbindungen. Er verfügt über eine

auswechselbare Vibram Sohle. Die Schnallen des X-Alp

sind aus Carbonsteel gefertigt und auf die Schale abgestimmt.

Camp: Crest

Der italienische Hersteller Camp bietet

für die kommende Saison ganz spezielles

Material für Tourenrennläufer

an. Mit der Schaufel „Crest“ ist eine

Schaufel entworfen worden, die mit

253 Gramm auch wirklich nur in einem

Rennrucksack verstaut werden

sollte. Diesen liefert Camp übrigens

auch gleich. Nämlich den

CamPack Rapid 260

Mit 20 Litern Volumen

und 260 Gramm

gehört der „Rapid

260“ zu den

leichtesten Renntourenrucksäcken

auf dem Markt.

14 Skitour-magazin.de 3.10


Mammut: All-Year

News Ispo 2010





Mit einem Mix aus Merinowolle und Mikrofasern

startet Mammut mit dem Konzept „SYMBIOS“

erstmals in die Kategorie Unterwäsche. Die

Palette reicht von kurz bis lang und wird in




zwei verschiedenen Qualitäten angeboten.

Damit bekommen sogar die kälteempfindlichen

Damen warme Unterwäsche

für draußen. Je nach Körperzone


kommt einer der drei verschiedenen

Stoffe dort zum Einsatz, wo er benötigt

• wird. So verarbeiten die Schwei-



zer Spezialisten Mikrofaser an stark

schwitzenden Körperzonen. Merino

dagegen kommt dort zum tragen, wo


Wärmeleistung gefragt ist.





Orotvox: Merino 3L

Was bisher vor allem direkt auf der Haut getragen

wurde, verarbeitet Ortovox in der kommenden

Saison in der neuen 3L Kollektion. Diese

wird hochfunktionelle 3-Lagen-Jacken und -hosen

umfassen. Auf der Innenseite der Hardshells

ist ein dünnes Merino-Lining platziert,

was die Membran der Jacke zusätzlich unterstützen

soll. Bei der setzt Ortovox auf

eine neue Alternative. Der Membran-Spezialist

Toray aus Japan hat für Ortovox

die Derimax EV Membran entwickelt, die

zusätzlich zu den bekannten Eigenschaften

einen unglaublich hohen Stretchwert

besitzt. Die neue Membran soll äußerst

pflegeleicht sein, da man sie beliebig oft

waschen kann, ohne dass Waschmittelrückstände

die Poren verkleben.

Skitour-magazin.de 3.10 15


News Ispo 2010

Uvex: Ultraguard

Wer zukünftig nur eine einzige

Sportbrille auf Tour mitnehmen

möchte, kommt an

der Ultraguard kaum mehr

vorbei. Mit abnehmbarer

Schaumauflage und wechselbarem

Kopfband bzw. Bügel,

wird die Ultraguard von

der Skibrille zur Sonnenbrille.

Da die Brille nicht so aufträgt wie

normale Schneebrillen, ist sie auch für

alle Helme kompatibel. Die speziell polarisierten

Gläser besitzen eine variomatic-Funktion, die sich automatisch den Lichtverhältnissen

anpasst und so, je nach Helligkeit, abdunkeln. Um sich dennoch

auch an wirklich alle Lichtverhältnisse anzupassen, kann bei schlechtem Wetter

noch zusätzlich ein oranges Brillenglas eingesetzt werden.

Deuter: Descentor

Für die abfahrtsorientierten Freetourer

haben die Rucksackspezialisten aus Bayern

ein neues Schutzschild entworfen. Direkt in

den Rucksack integriert ist ein Rückenprotektor

aus viskoelastischem SC-1 Schaum.

Dieser verhärtet sich je nach auftretender

Belastung. Daher bleibt der Schutz am

Rücken nicht ständig steif, sondern passt

sich bei normaler Bewegung dem Rücken

an. Die Befestigungssysteme für Ski und

Snowboard sind vielseitig. Seitlich,

quer und frontal ist das Abfahrstmaterial

zu befestigen. Der „Descentor“

kommt in zwei Ausführungen

mit 18 und 22 Litern Volumen, die

sich jeweils um vier Liter erweitern

lassen.

16 Skitour-magazin.de 3.10


News Ispo 2010

La Sportiva: Stratos

Carbon überfällt den Skitouren-Rennsport, das hat auch

La Sportiva erkannt: Beim komplett aus Carbon gefertigten

Stratos wiegt der Schuh nur 490 Gramm, der Thermofit-Innenschuh

lediglich 148 Gramm. Sohlenspezialist

Vibram hat für diesen Schuh eine spezielle Sohle entwickelt.

Die neue Vibram „Skialp“-Sohle entspricht mit ultraleichtem

Gewicht und den isolierenden Komponenten allen

Standards des ISMF, dem Internationalen Verband für

Skitourenrennen. Der Stratos glänzt mit patentierten

Schnallen und Abfahrtsarretierung und wird in Zusammenarbeit

mit Merelli-Ski in Italien per Hand

hergestellt. Momentan werden zwei Stück

pro Tag fertig. Der Rennstiefel soll ab

September lieferbar sein und für 1500

Euro im Laden stehen.

Garmont: Masterlite

Garmont, bekannt als Tourenschuhhersteller der besonderes

Augenmerk auf Performance legt, bringt zum ersten Mal einen

Schuh der richtig leicht ist. Die neue Web-Frame-Technologie

ermöglicht es, einen enorm leichten Schuh zu bauen,

der durch seine Überlappungskonstruktion ein Maximum an

Performance bietet. Die Schale ist so aufgebaut, dass die

Partien, die besonders wichtig für die Stabilität sind, verstärkt

sind. Die Stellen auf denen die Belastung nicht so

groß ist, wurden extrem dünn gestaltet, wodurch sich das

enorm leichte Gewicht ergibt. Die High-Overlap-Konstruktion

(bekannt von Radium, Helium, Sugar) kommt auch hier zum

Einsatz. Durch diese Technologie bleiben die Modelle

Masterlite (1090 gr) und Literider (1290 gr) Tourenschuhe,

die nicht nur für das Thema Aufstieg und Race

geeignet sind, sondern eine perfekte Performance

in der Abfahrt gewährleisten. Masterlite

und Literider sind die leichtesten

Tourenschuhe bei denen kein Carbon

zum Einsatz kommt, sondern nur mit einer

Kunststoffschale gearbeitet wird.

Skitour-magazin.de 3.10 17


News Ispo 2010

Hagan: Z01

In mehr als dreijähriger Entwicklungsarbeit

wurde in

Zusammenarbeit mit Ingenieuren,

die ein

l a n g j ä h r i g e s

Know-how in

der Entwicklung

von Skibindungen eingebracht

haben, die Hagan

Z01 konstruiert. Hagan Z01 steht für eine

reinrassige Tourenbindung mit hohem Gehkomfort und

Sicherheit. Die in den Funktionselementen integrierte „Double

Force“-Technology macht die Bindung sicherer, leichter und komfortabler.

Besonders hervorzuheben sind der Auslösemechanismus in den Vorderbacken, das

Carbon Trittgestell, der Soft-Step-in und die besonders anwenderfreundliche Verriegelung

bzw. Steighilfe. Die Bindung wird in drei Größen – S, M und L – angeboten.

18 Skitour-magazin.de 3.10

Black Diamond: Efficient Series

Aufbauend auf der Einführung der Power

Series-Skischuhe im Jahr 2008 bringt Black

Diamond für die Wintersaison 2010 vier neue

Skitourenschuhe auf den Markt. Die neuen Skitourenschuhe

sind ein Meilenstein in der Verbindung

von Skiperformance und Tourentauglichkeit.

Black Diamond’s Ski und Skischuhe werden unter dem

Motto “It’s All About The Down” entwickelt. Daher lag

auch bei der neuen Skitourenschuh-Linie der Fokus darauf,

den Schuhen neben einer exzellenten Tourentauglichkeit

im Aufstieg auch ein neues Level an

Abfahrtskontrolle zu verleihen. Der komplett

überarbeitete Guru-Tourenski ist der leichteste

Ski, den Black Diamond jemals hergestellt hat.

Bergauf fällt er mit 2,47 kg (167cm) kaum ins

Gewicht, bergab belohnt er mit 75mm unter

der Bindung mit solidem Kantengriff und stabilen

Carving-Turns. Im Vergleich zum Vorgängermodell

wurde seine Form mit einer kurzen

Schaufel und einem flachen Skiende für mehr

effektive Kantenlänge im Schnee optimiert.

Zusammen mit der 3D Dual Torsion Bow Technologie

bietet diese Konstruktion eine optimale

Kraftübertragung auf den Ski und eine maximale

Torsionssteifigkeit.


News Ispo 2010

Pieps: Global Finder

Der Pieps Global Finder ist ein

neuartiges Outdoor-Gerät zur Navigation,

Nachrichtenübermittlung und Kameradenrettung

– ganz ohne GSM Netzwerk. Der Einsatzbereich erstreckt

sich bis hin zu allen Outdoor-Aktivitäten abseits

gesicherter und frequentierter Wege. Neben der GPS-Basisfunktionalität

(Positionsbestimmung, Trackaufzeichnung,

Wegpunkt-Navigation) versendet der Global Finder regelmäßig

seine aktuelle Position über das kostenfreie 800-MHz-ISM-Band.

Dieses Signal kann von anderen PIEPS Global Finder Geräten nicht nur

empfangen, sondern direkt in die eigene GPS Navigation übernommen werden.

Durch eine spezielle Notruf-Funktion wird dieses Signal mit einer vielfach höheren

Leistung abgestrahlt und kann über weite Strecken empfangen werden.

Zusätzlich ist ein Satelliten-Modem integriert, mit welchem ein gesichertes Absetzen

eines Notrufs über das PIEPS/OrbComm Low-Orbit Satelliten System

ermöglicht wird – und das von jedem Punkt der Erde aus.

Dynafit: TLT 5

Mit dem TLT 5 setzt Dynafit einmal mehr

neue Maßstäbe im Speed-Touring-Schuh-

Bereich. Die Fakten: kurze Sohle, perfekte

Steigeisen-Kompatibilität für extreme

Aufstiege, zwei Schnallen, Ultra Lock

System für das sekundenschnelle Umstellen

in den Abfahrtsmodus, Pebax-

Schaft für Leichtigkeit ohne Kompromisse

in der Abfahrt.

Die Performance-Version (Bild) steht

mit ihrem Schaft aus Carbonfaser

für ein Höchstmaß an Leichtigkeit

und Abfahrtsleistung. Die Mountain-

Version kommt mit einem Schaft

aus Pebax nur knapp hinter den

Leistungswerten des Performance

und richtet sich mit verschiedenen

Liner-Ausführungen an eine breitere

Nutzergruppe.

Skitour-magazin.de 3.10 19


News Ispo 2010

And the Winner is ...

Dalbello: V.i.r.u.s. LITE

Der Gewinner im Bereich Footwear kommt aus dem

Hause Dalbello. Mit dem „V.i.r.u.s Lite“ ist den italienischen

Schuhspezialisten ein wahres Meisterwerk

gelungen. Der Tourenstiefel soll vor allem Fahrer

breiter Powderski ansprechen, da er mit den neuen

„Quadrablock Stability Pylons“ eine optimierte Verbindung

zwischen Schuh und Bindung aufbauen soll,

um so das Kräfteverhältnis Breiter Ski und Stiefel auszugleichen.

Dieser farbenfroh gestaltete Boot ist

mit einer zwei geteilten Zunge ausgestattet um

je nach Einstellung, Bewegungsfreiheit oder

Stabilität zu bieten.

Silva: X-Trail

In der Kategorie Technics/Electronics

hat sich die Stirnlampe „X-Trail“ abgesetzt.

Mit einer Reichweite von

75 Metern und einem weitwinkligen

Flutlicht fokussiert sie alles, was ihr

in den Weg kommt. Daher eignet

sich die X-Trail besonders für schnelle

Sportarten im Dunklen, wie zum

Beispiel Skiabfahrten. Das externe

Batteriefach für vier AA-Batterien kann

problemlos in die Jacke gesteckt werden. So

bleibt die Stromversorgung auch bei Kälte länger

erhalten. Die Lampe erreicht ein Leuchtkraft von 145

Lumen und ist mit einem nur 100 Gramm schweren

Li-Ion-Akku ausgestattet.

20 Skitour-magazin.de 3.10


News Ispo 2010

Arc‘teryx: Alpha SV Glove

Für Innovationen ist Arc‘teryx ja bekannt.

Wenn man für einen Handschuh allerdings

einen Award bekommen möchte,

muss man sich aber wirklich was einfallen

lassen. In der Kategorie „Others“

hat der „Alpa SV Glove“ voll gepunktet.

Durch perfekte Verarbeitung qualitativ

hochwertigster Materialien und einem

Schnittteil für jeden einzelnen Finger,

lassen den Handschuh in seiner Passform

einzigartig erscheinen. Ausgestattet ist

Alpha SV mit Gore-Tex Pro Shell Laminat

und Lezanova Leder, somit ist er wasserdicht

und atmungsaktiv. Durch das neue

Schnittmuster, gibt es an den Fingerkuppen

keine Nähte mehr.

Klättermusen: Bilskirner Jacket

Nachhaltige Produktion hält immer mehr Einzug. Auch

im Bereich funktionelle Bekleidung ist dieses Thema

bereits bei einigen Herstellern angekommen.

Klättermusen stellt die „Bilskirner“ aus pestizidfreier

Baumwolle und recycelten Polyester-Materialien

her. Das Ergebnis kann sich

sehen lassen: Eine funktionelle Jacke mit

ansprechendem Design, obwohl sie keine

Membran besitzt. Dem umweltbewussten

Tourengeher wird diese Jacke wohl

besonders gefallen.

Skitour-magazin.de 3.10 21


News Ispo 2010

The Norht Face: Men‘s Kishtwar Jacket

Hardocore-Jacke mit neuem Material. So lässt sich

die „Kishtwar“ bezeichnen. Verarbeitet wurde

das neue Polartec Power Shield Pro, welches

zu 99 % Prozent windabweisend ist. Der

Kleine Anteil von einem Prozent zirkuliert

dagegen in der Membran und unterstützt

den Feuchtigkeitsaustausch. Das Obermaterial

ist äußerst robust, abriebfest

und wasserdicht. Die hochgesetzen Taschen

erlauben einen leichten Eingriff,

auch wenn der Sitzgurt angelegt ist. Für

den Abenteuerer und den Tourengeher

sicherlich eine Non-Plus-Ultra-Jacke.

Ptagonia: W‘s R3 HiLoft Hoody

Patagonia setzt wieder einmal Zeichen in Sachen

Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit. Die

Kanadier, welche für Ihren hohen Anspruch an

den Umweltschutz bekannt sind, haben daher

auch nicht umsonst den „Eco Responsibility

Award“ abgeräumt. Die Erfinder der

Fleecejacke erhalten mit dem „R3 HiLoft

Hoddy“ den Preis für das nachhaltige Gesamtkonzept

der gesamten Produktionsreihe

von Patagonia. Die neuen Fleecejacken

mit Polartec-Material wird

es in den unterschiedlichsten Ausführungen

und Materialstärken geben. So

ist für kalte, wie für warme Tage alles

abgedeckt. Schick und hochfunktionell

was unter anderem aus alten Plastikflaschen

alles hergestellt werden kann!

22 Skitour-magazin.de 3.10


HÖHENMETER

SAMMELN

News

FÜR DEN SCHNEELEOPARDEN

20. MÄRZ 2010

12 Stunden Skitourengehen in Praxmar/Sellrain

6. 00 Uhr bis 18. 00 Uhr

After-SkiTouring-Party mit „The Dibss“

und Alpenstoff ab 18. 00 Uhr

Dynafit wandelt jeden gelaufenen Höhenmeter in eine Spende an

Snowleopard Trust um. Denn der vom Aussterben bedrohte Schneeleopard

ist für uns nicht nur ein Markenzeichen – er vereint mit seiner

Schnelligkeit, Ausdauer und enormen Kraft unsere Werte und Einstellungen,

für deren Erhalt es sich einzusetzen lohnt!

Teilnahmegebühr: 15,– (inkl. Pasta-Buffet)

Anmeldung und weitere Infos unter www.dynafit.com

Teste die neuesten Dynafit Modelle,

bevor sie im Handel erhältlich sind!

Skitour-magazin.de 3.10 23


Typen auf Tour

Axel Naglich

Der Bulle vor seinem gezähmten

Berg: Axel Naglich

vor dem Panorama des

Mount St. Elias, der 5489

Meter über dem Meer thront.

24 Skitour-magazin.de 3.10

Foto: Vitek Ludvik / Red Bull


Typen auf Tour

Axel Naglich

Kitzbüheler

Typen auf Tour

Abfahrtsbulle

Neue Serie

Spätestens seit seinem Kinofilm „Mount St. Elias“ ist

Steilwandfahrer Axel Naglich den meisten ein Begriff.

Neue Serie: Typen auf Tour

Bei unserer neu ins Leben gerufenen

Serie begleiten wir spannende Persönlichkeiten

der Tourenszene. Während

einer Skitour unterhalten wir uns in einer

lockeren Atmosphäre über interessante

Projekte, spannende Tourenerlebnisse

und Geschichten aus dem Leben der

vorgestellten Person.

Den Anfang macht der lässige Kitzbüheler

Extremskifahrer Axel Naglich.

Durch seinen Kinofilm „Mount St. Elias“

wurde der 42-jährige bekannt.

Als ich am vereinbarten Treffpunkt

bei strahlendem Sonnenschein

in Kitzbühel aus meinem

Auto steige, wird mir eines sofort

bewusst: Dieser Mann konnte gar

nicht anders. Er musste Skifahrer werden.

Warum? Einen Steinwurf entfernt zieht

der mörderische Zielhang der legendären

„Streif“ von Hahnenkamm herunter.

In der kleinen Garage unter Axel Naglichs

Hanghaus am Schattberg stapeln sich die

Skier. Alle von derselben Marke, seinem

Sponsor: von schmal bis kurz, von breit

bis lang, manche sind noch unbenutzt, ja

sogar noch verpackt. In der Ecke daneben

reihen sich dutzende Paar Skistöcke aneinander,

ein Paradies für Materialfetischisten.

Als wir wenig später unseren Startpunkt

der Skitour erreichen, schlürft Axel erst

noch eine Dose des süßen Bullensaftes.

Danach kann es losgehen, der 2067 Meter

hohe Schützkogel bei Jochberg ist unser

Ziel. „Abends bin ich oft am Hahnenkamm,

bei mir vor der Haustür unterwegs“, sagt

Naglich in seinem lässigen Dialekt. Neben

dem geliebten Skifahren ist der Kitzbüheler

Architekt oft beim Drachenfliegen unterwegs.

„Und wenn ich so richtig kaputt

bin, dann spiele ich am liebsten Golf“, erklärt

Naglich, dem man es im ersten Moment

nicht abnimmt, dass er hin und wieder

den Golfschläger schwingt.

Wir steigen weiter auf, die Sonne brennt

herunter, der Föhn bläst angenehm um

die Ohren und Axel stapft im T-Shirt und

mit Baseball-Cap voran. Dass die Berge

seine große Leidenschaft sind, merkt man

umso mehr, je länger das Gespräch dauert.

Doch sein i-Phone erinnert Axel immer

wieder an seinen Job als Architekt: Mehrmals

klingelt während der Tour das Handy.

Worte wie „Bauherr, Pläne und Termine“

prägen die Gespräche. Doch davon lässt

sich Axel, der verheiratet ist und stets einen

lockeren Spruch auf den Lippen hat,

Skitour-magazin.de 3.10 25


Typen auf Tour

Axel Naglich

nicht aus der Ruhe bringen. Mit seinem

Trainingspartner und Freund – Bergführer

Markus Noichl – trainiert Naglich regelmäßig

für Triathlons. „Wir nehmen das Training

ernst, aber nicht zu ernst“, erzählt

der Extremskifahrer mit einem Grinsen

in Richtung Markus. Der Spaß darf dem

42-jährigen nie zu kurz kommen. Sein trockener

und spontaner Humor macht ihn

authentisch.

So kennen ihn auch die meisten auf der

Leinwand: Als besessenen Skibergsteiger,

der mit seinem Kumpel Peter Ressmann

den vierthöchsten Berg Nordamerikas besteigt,

um im Anschluss vom 5489 Meter

hohen Gipfel des Mount St. Elias bis zum

Meer abzufahren. Solche Herausforderungen

sind es, die Naglich braucht und

die ihn fordern. „Dieses Jahr im Mai geht

es hoch hinaus, richtig hoch. Aber ich will

noch nicht zu viel verraten“, kündigt Naglich

zu seinen nächsten Projekten an. Im

Job würde er sich am liebsten etwas zurücknehmen.

Mit seinen Berg-Abenteuern

und dem roten Bullen im Rücken verdient

der Tiroler schließlich nicht schlecht. „Bei

so großen Projekten nehmen sie mir die

Planung ab. Die Zeit dafür habe ich gar

nicht“, sagt Naglich zu seinem Sponsor,

der den sympathischen Freeskier zudem

lebenslang mit Brauselimonade versorgt.

Am Gipfel angekommen hat sich der warme

Föhnwind zu stürmischen Böen verstärkt.

Kein Grund für Naglich nicht erst

einmal eine blau-silberne Dose zu öffnen

und einen kräftigen Schluck zu nehmen

– und zwar im T-Shirt! Nach einem „nach

dem Sport schmeckt´s mir besonders gut“

treten wir die Abfahrt an. Das Schneebrett,

das der Kitzbüheler bei der Querung

eines Hangs auslöst, entwickelt sich zu einer

stattlichen Lawine. Mitten im Staunen

lockert ein Axel die Stimmung auf: „Schau

was wir uns für Euch einfallen haben lassen.“

Dann schwingt der Kitzbüheler Abfahrtsbulle

geschmeidig den Hang hinab,

auch wenn es nicht die Streif ist.

Wohlfühl-Atmosphäre

beim Interview: Nach

der Tour plaudern Axel

und Redakteur Stefan.

26 Skitour-magazin.de 3.10


Typen auf Tour

Axel Naglich

Die Kappe als Markenzeichen:

Axel auf dem Weg

zum Schützkogel. Das Skilager

(unten) in Naglichs

Garage kann es mit jedem

Sportgeschäft aufnehmen.


Typen auf Tour

Axel Naglich

Kurz vor der längsten

Abfahrt der Welt:

Auf dem Gipfel des

Mount St. Elias

(oben).

Bei der Abfahrt vom

Schützkogel, unten

links im Hintergrund

die Lawine.

Foto: Günther Göberl / Red Bull

Steckbrief

Name: Axel Naglich

Alter: 42 Jahre

Wohnort: Kitzbühel

Beruf: Architekt

Tourenvorliebe: Steile, rasante

Abfahrten; Erstbefahrungen am Ende

der Welt

Hausberg: Hahnenkamm

Bevorzugtes Tourengebiet: Pass

Thurn

Härteste Tour: Mount St. Elias

28 Skitour-magazin.de 3.10


skitour 3.10 29


Unser Weg zur PDG

Erster Teil

UNSER WEg zur PDG 2010

Der Ausrüstungspoker und seine Probleme

Wie bereits in

der Februar-

Ausgabe vorab

angekündigt, starten

UNSER WEg zur PDG 2010

wir nun mit unserer neuen

Serie: „Unser Weg zur Patrouille

des Glaciers (PDG)

2010“.

Dabei geben wir unsere Erfahrungen,

Planungen und

Vorbereitungen zum größten Tourenskirennen der Welt an Sie weiter. Sie können unser

Training verfolgen, lernen unsere Ausrüstung kennen, erfahren spannende Details über

die weltweit einzigartige Veranstaltung der Schweizer Armee und lesen von unserem Abschneiden

beim Rennen Ende April. Monat für Monat informieren wir Sie über entstandene

Probleme bei der Vorbereitung. Tag der Abrechung wird der 23. April abends um zehn

Uhr sein. Dann nämlich wird unsere Dreier-Patrouille von Zermatt starten, um sich in maximal

16 Stunden nach Verbier zu kämpfen: Eine Herausforderung der besonderen Art!

Zu Beginn einige Informationen zu unserer Patrouille mit der Nummer 2304: Wir sind drei

Hobbysportler, die seit mehreren Jahren gemeinsam auf Skitouren unterwegs sind. Im

Sommer fahren wir viel Rennrad und Mountainbike, daneben sind wir regelmäßig in den

Bergen auf Tour. Wir sind 23, 26 und 29 Jahre alt und leben alle im Herzen Niederbayerns,

also ein ganzes Stück von den Bergen entfernt. Erst im vergangenen Jahr haben wir unsere

ersten kleinen Skitourenrennen absolviert. Die meiste Zeit sind wir aber ohne Stoppuhr

auf Skitour. Auch bei der Ausrüstung haben wir in der

Vergangenheit eher auf Robust- und Alltagstauglichkeit

statt auf Leichtbau geachtet.

Genau aus diesem Grund haben wir uns eines zum

Ziel gesetzt: Wir wollen mit unserer Teilnahme zeigen,

dass man als ambitionierter Hobbysportler die

PDG auch mit „Alltagsausrüstung“ bewältigen kann

– ohne Rennanzug und Hightech-Material.

Was unseren Trainingsstand angeht, sind wir bisher

mit der Ausbeute dieses Winters im Großen und Ganzen

zufrieden: Fast jedes Wochenende sind wir einen,

oft sogar zwei Tage beim Skitourengehen in den Bergen

unterwegs. Meist bewältigen wir dabei zwischen

1200-2000 Höhenmeter pro Tour. Die Kitzbüheler Alpen

waren in den vergangenen Wochen oft unser Ziel.

Foto: Faltermeier

Fritschi-Klasse: Mit unserer schweren Bindung waren

wir unter den knapp 300 Startern beim Nachtaufstieg zur

Kampenwand einsame Exoten. Mit gut 51 Minuten Gehzeit

sind Johannes (links) und Stefan aber zufrieden.

30 Skitour-magazin.de 3.10


Unser Weg zur PDG

Erster Teil

Aber auch in den bayerischen Voralpen trainieren wir regelmäßig. Dreimal haben

wir uns diese Saison bereits mit unserem „übergewichtigen“ Material unter die

Rennläufer gemischt: Beim Dammkarwurm in Mittenwald waren wir genauso in

der Hobbyklasse unterwegs wie beim Nachaufstieg zur Kampenwand Anfang Februar.

Beim Aufstieg auf die Sonnenalm haben wir dabei unsere Zeit aus dem Vorjahr um

fünf Minuten verbessert. Ausschlaggebend waren die perfekten Bedingungen.

Bei der zweiten Station der Snowleopard Trophy am Blomberg waren wir auch am Start:

38 Minuten für die 650 Höhenmeter von der Talstation zum Blomberghaus können sich

sehen lassen – vor allem in Anbetracht des Materials.

Allen anderen PDG-Teilnehmern und Lesern wünschen wir viel Spaß beim Trainieren.

UNSER WEg zur PDG 2010

Unsere Ausrüstung im Detail

Um unserem Grundsatz nach alltagstauglichem Material gerecht zu werden, haben wir

den gesamten Hersteller-Markt nach der perfekten Ausrüstung für unser Vorhaben geprüft.

Um die 4000 Höhenmeter der PDG-Strecke zu schaffen, muss die Ausrüstung leicht

sein. Zudem soll sie in den nächsten Jahren die wöchentlichen Touren unbeschadet und

ohne Defekte überstehen. Dazu sollte das Material nicht an der oberen Grenze der Preisskala

zu finden sein und pflegeleicht sein.

Diese Kriterien unter einen Hut zu bringen, stellte uns vor eine Herausforderung. Auf den

folgenden Seiten sehen Sie, für welche Ausrüstung wir uns entschieden haben. Damit

werden wir am 23. April bei der PDG 2010 an den Start gehen.

Bindung - dynafit TLT Vertical ST

Symbiose aus richtungsweisendem Design und Leichtbau-Technologie. Den hohen diametralen

Anforderungen gerecht werdend, gelang es in wichtigen Details wie Skistopper-Einheit und

Rotations-Bedieneinheit noch besser und leichter zu werden. Die hohen Festigkeitsanforderungen

in der Vorderbackenarretierung und Steigeisenfixierung erforderten zudem neue strukturelle

Berechnungen sowie eine exakte Justierung der selektierten Materialien.

Das Ergebnis ist verblüffend: 20% höhere Festigkeit, höherer Bedien-

Komfort bei extremer Leichtigkeit und präziser Kraftübertragung. Mit

einem Gewicht von 520 Gramm mit Stoppern (400 ohne) und

einem einstellbaren Z-Wert von 5-10 ist diese Bindung die

optimale Lösung für unser Vorhaben.

Skitour-magazin.de 3.10 31


Unser Weg zur PDG

Erster Teil

UNSER WEg zur PDG 2010

Ski - dynafit Se7en

Summits Superlight

Der Se7en Summits hat die Skiwelt für Dynafit verändert und im

vergangenen Jahr jede Menge Testsiege errungen. Jetzt hat Dynafit

die Erfolgsgeschichte weiterentwickelt. Der Superlight vereint alle

Qualitäten des Se7en Summits, aber das Gewicht wurde noch einmal

reduziert. Damit ist der Se7en Summits Superlight der leichteste in

seiner Klasse.

Außerdem ist er mit dem patentierten Dynafit Insert System

ausgestattet. Der Superlight setzt neue Maßstäbe im Skitouren-

Breitensport mit maximaler Performance sowohl im Aufstieg und als

auch bei der Abfahrt.

Wir werden den „7S“ Superlight in einer Länge von 163 cm bei

der PDG 2010 laufen. Das offizielle Schweizer Wettlaufreglement

schreibt vor: - Es dürfen nur Skis verwendet werden

- Minimallänge 150 cm

- Minimalbreite: 60 mm

Bei Körpergrößen von ca. 180 cm bei allen Mitgliedern unserer

Dreier-Patrouille sind 163 cm die perfekte Skilänge.

Hier noch einige technische Daten zu unseren „Rennlatten“:

Länge: 163 cm

Taillierung: 113-78-100

Radius: 20.75/16.75 m

Gewicht: 1200 g

Kernkonstruktion: Isocore Paulownia Ultralight mit

Buchenstringern

Laminat: Biaxial Gelege mit Carbonverstärkung im Untergurt sowie

Quadrax im Obergurt mit Glasfaserverstärkung

Lauffläche: Gesinterter Graphit Rennbelag – robust mit verbesserten

Gleiteigenschaften und besserer Wachsaufnahme

32 Skitour-magazin.de 3.10


Unser Weg zur PDG

Erster Teil

UNSER WEg zur PDG 2010

schuhe - SCARPA F3

Bei Skitourenwettkämpfen dominiert die Farbe grün! Schaut man

den Athleten aufs Schuhwerk, erkennt man schnell: Die Mehrheit

im Rennsport vertraut dem Scarpa F1. Der eine mit Tuning Marke

Eigenbau, der andere mit der Carbon-Version. Deshalb haben wir

uns bei unserer PDG-Ausrüstung für einen Scarpa entschieden.

Da der F1 der Renngemeinde vorbehalten und recht teuer ist, fiel

unsere Wahl auf den F3, den orangen Tourenstiefel aus Pebax.

Der F3 wurde gebaut, um die überlegene Performance

eines Tourenskischuh mit Flexfalte auch Skifahrern ohne

Rennambitionen zu beweisen und zugänglich zu machen.

Gegenüber dem Rennschuh hat der F3 deutlich

verbesserte Abfahrtsqualitäten und mit Hilfe des

überlappenden Schaftes eine noch nie

dagewesene Passform.

Das Gewicht des F3 Thermo liegt bei

unter 1500 Gramm und konnte im

Vergleich zum normalen F3 nochmals

um mehr als 100 Gramm gesenkt

werden.

Felle - Pomoca adventure Glide

Dieses Steigfell ist ideal für mehrtägige Skidurchquerungen bei denen

gesteigerte Leistung und optimales Gleiten eine wichtige Rolle

spielen. Für das Mischgewebefell (70 % Mohair, 30 % Nylon)

haben wir uns entschieden, um sicher zu gehen, dass die Felle

nicht stollen. Dank des patentierten Antistollenbildungsverfahrens

„Ever Dry“ und der speziellen „Glide“-Behandlung verfügt das

Adventure Glide von Pomoca über leistungsstärkere

Gleiteigenschaften. Zudem sorgt die

„Safer Skin“-Technologie für perfekte

Wasserundurchlässigkeit – ein

weiterer Pluspunkt auf lagen Touren.

Abschließend kann man sagen: Das

Adventure Glide verbindet ausgezeichnete

Gleit- und Steigeigenschaften mit

absoluter Widerstandsfähigkeit. Der große

Anwendungsbereich, vom Wettkampf bis zur

mehrtägigen Skidurchquerung, ist einzigartig.

Skitour-magazin.de 3.10 33


S a f e t y F i r s t !


Sicherheitsausrüstung

Test & Teile

Zusätzliche Lawinennotfallsysteme

Wer heutzutage ohne die Grundausrüstung

(LVS-Gerät, Schaufel

und Sonde) unterwegs ist, der darf

durchaus als leichtsinnig, wenn

nicht sogar als grob fahrlässig eingestuft

werden – vor allem wenn es

dabei um die Rettung verschütteter

Kameraden geht. Auch bei Gerichtsverfahren

wird diese Ausrüstung als

Standard betrachtet und fließt bei

der Beurteilung von Lawinenunfällen

mit ein.

Vielen Tourengehern ist ihr Leben

aber noch mehr wert und sie verlassen

sich im Ernstfall nicht nur auf

die Kameraden- oder professionelle

Bergrettung mit Hilfe der Standardausrüstung.

Moderne Lawinennotfallsysteme

bieten zusätzliche Hilfe beim Auffinden

des Verunglückten.

Wir wollen Ihnen hier einen Überblick

über die am Markt erhältlichen

Systeme geben. Zusätzlich zeigen

wir Ihnen, wie sie im Ernstfall wirken.


Sicherheitsausrüstung

Test & Teile

ABS-Lawinenairbag

Der Lawinenairbag verhindert, dass man

in der Lawine einsinkt. Das Prinzip funktioniert

ähnlich dem Schütteln einer Zuckerdose.

Nachdem das spezifische Gewicht des

Skifahrers größer ist als das des fließenden

Lawinenschnees, geschieht beim

Abgang einer Lawine die sog. Segregation.

Dabei findet

eine Entmischung

statt, bei der die

großen Partikel

eher an die Oberfläche

gleiten. Der

Lawinenairbag unterstützt

dabei diesen

Effekt, indem

er mit seinen 170

Litern Volumen,

das Volumen des

W i n t e r s p o r t l e r s

zusätzlich erhöht.

Der Vorteil dieses

Systems ist, dass

eine Verschüttung

nahezu vermieden

wird. Die Statistiken

des Eidgenössischen Instituts für

Schnee- und Lawinenforschung (SLF)

in Davos belegen, dass von 226 erfassten

Personen mit aufgeblähtem ABS-

Lawinenairbag lediglich drei Personen

starben.

Der Nachteil dieses Systems ist, dass

bei mehrtätigen Touren lediglich eine

Auslösung möglich

ist, oder weitere

Patronen mitgenommen

werden

müssen. Außerdem

entweicht

die Luft nach dem

Auslösen wieder

langsam aus dem

A i r b a g - S y s t e m .

Das heißt durch

eine Nachlawine ist

eine Verschüttung

wieder möglich.

Die Kontrolle, ob

die Gaskartusche

noch einsatzfähig

ist, erfolgt durch

Nachwiegen.

Ist ein spezieller Rucksack nötig? Ja, jedoch kann die Base Unit an versch ABS-

Rucksäcke angedockt werden.

Preis: Ca. 778,00 EUR (ABS Vario 30)

Gewicht:

Ca. 3.300 g

Wie oft ist das System

Einmal, danach muss die Patrone gewechselt werden.

verwendbar?

Was geschieht bei einem

Lawinenabgang?

Wird Verschüttung verhindert?

Durch aktives Eingreiffen muss der Auslösegriff

gezogen werden. Die beiden Airbags befüllen sich mit

Gas.

Ja, eine Verschüttung wird durch Aufschwimmen

verhindert.

Skitour-magazin.de 3.10 36


Sicherheitsausrüstung

Test & Teile

Avalanche Ball

Seit zehn Jahren gibt es nun den Avalanche

Ball. Er dient bei einer Verschüttung

dazu, dass man sofort und unmittelbar

ein sichtbares Zeichen im Schnee hinterlässt,

indem der Lawinenball nach dem

Stillstand der Schneemassen oben liegen

bleibt.

Die Suchzeit mit Hilfe des Balles wird

dadurch erheblich verkürzt.

Der Ball funktioniert

folgendermaßen:

Durch das Ziehen

eines Griffes

wird der mit

einer Spannfeder

versehene Ball einfach

ausgelöst. Der Ball

springt sofort aus seiner

Hülle, die am Rucksack

befestigt ist.

Der Vorteil dieses Systems ist die beliebige

Zahl an Auslösevorgängen, da keine

Patrone verwendet werden muss. Der Ball

ist mit einer Federspannung versehen und

in einer Hülle verstaut. Diese kann individuell

an jedem beliebigen Rucksack angebracht

werden.

Nachteil

dieses

Systems ist die

Verschütt

u n g .

Der Ball

s c h ü t z t

den Wintersportler

nicht davor

unter den

Schnee zu

kommen.

Die aktuellen

Zahlen

des SLF belegen

sechzehn Verschüttungen

mit geöffnetem Ball. Davon

wurde niemand getötet.

Ist ein spezieller Rucksack nötig? Nein, das System kann universell an jedem Rucksack

angebracht werden.

Preis:

Ca. 219,00 EUR

Gewicht:

Ca. 980 g (ohne Rucksack)

Wie oft ist das System

Immer wieder. Es muss lediglich der Ball wieder in der

verwendbar?

Hülle verstaut werden.

Was geschieht bei einem Durch aktives Eingreiffen muss der

Lawinenabgang?

Auslösemechanismus gezogen werden. Der

Ball springt aus der Hülle und schwimmt auf der

Schneedecke auf.

Wird Verschüttung verhindert? Nein, eine Verschüttung wird nicht verhindert. Die

Suchzeit verringert sich aber erheblich.

37 Skitour-magazin.de 3.10


Sicherheitsausrüstung

Test & Teile

Avalung

Die Avalung funktioniert nach dem

Prinzip der Trennung von eingeatmeter

und ausgeatmeter Luft.

Die soll in erster Linie verhindern,

dass der Verschüttete

an seinem eigen ausgeatmeten

Kohlendioxid erstickt.

Da die Überlebenswahrscheinlichkeit

unter

einer Lawine nach 15 Minuten

rapide abnimmt, wird

mit der Avalung das vorzeitige

Einfrieren der Atemhöhle

und der Erstickungstot verzögert.

Über ein Mundstück, das

mit einem Schnorchel verbunden

ist, wird die Luft zum einatmen

direkt aus dem Schnee

gesaugt, die verbrauchte Luft wird

nach hinten bzw. zur Seite nach unten

abgegeben. Das System ist einzeln,

oder bereits in verschiedenen

Rucksäcken integriert, erhältlich.

Auch dieses System hat den Nachteil,

dass eine Verschüttung nicht

verhindert wird. Allerdings ist es vor

allem bei Mehrfachverschüttung von

Vorteil, wenn man etwas mehr Zeit

zum Atmen unter der Schneedecke

besitzt. Da Schnee sehr viel Luft

einschließt, soll es laut Hersteller

möglich sein, bis zu einer

Stunde oder sogar noch

länger unter einer Lawine

atmen zu können.

Ist ein spezieller Rucksack nötig?

Preis:

Gewicht:

Wie oft ist das System

verwendbar?

Was geschieht bei einem

Lawinenabgang?

Wird Verschüttung verhindert?

Nein, die Avalung kann auch ohne speziellen

Rucksack benutzt werden.

Ca. 139,00 EUR

Ca. 290 g (ohne Rucksack)

Immer wieder.

Sobald man unter dem Schnee liegt, muss durch das

Mundstück und den Schnorchel geatmet werden.

Nein, eine Verschüttung wird nicht verhindert. Das

Atmen unter dem Schnee wird aber ermöglicht.

Skitour-magazin.de 3.10 38


Sicherheitsausrüstung

Test & Teile

Snowpulse Lawinenairbag

Ähnlich wie der ABS-Lawinenairbag

funktioniert das System

des Snowpulse-Airbags. Der Unterschied

liegt allerdings darin,

dass sich der Airbag nicht über

zwei Flügel entfaltet, sondern

ein durchgehendes Kissen

aufblasen wird. Dadurch

fühlt es

sich an, als hätte

man eine

Schwimmweste

um

den Hals.

Dies soll

nach Herstellerangaben

mehr Schutz vor

m e c h a n i s c h e n

Verletzungen im

Bereich des Kopfes

und des Brustkorbes gewährleisten.

Die Auslösung erfolgt

ebenfalls durch Ziehen eines

Griffes. Dadurch wird Luft aus einer

Kartusche in den Airbag gepresst.

Das Volumen des Airbags

ist mit 150 Litern angegeben.

Auch beim

Snowpulse-

System ist die

Verschüttung

durch eine

Nachlawine

gegeben. Die

K a r t u s c h e

kann zwar

selbst befüllt

werden, aber

erst nach einer

Schulung. Ob die

Kartusche noch genügend

Luft beinhaltet,

kann mit

Hilfe einer Anzeige an der Kartusche

leicht überprüft werden.

Ist ein spezieller Rucksack nötig? Ja, das System ist bereits in spezielle Rucksäcke

integriert.

Preis: Ca. 769,00 EUR (Liefebag 30)

Gewicht:

Ca. 2.900 g

Wie oft ist das System

Einmal, danach muss die Kartusche gewechselt oder

verwendbar?

erneut befüllt werden.

Was geschieht bei einem

Durch aktives Eingreiffen muss der Auslösegriff

Lawinenabgang?

gezogen werden. Der Airbag befüllt sich mit Luft.

Wird Verschüttung verhindert? Ja, eine Verschüttung wird durch Aufschwimmen

verhindert.

39 Skitour-magazin.de 3.10


Sicherheitsausrüstung

Test & Teile

Recco Reflektor

Im Gegensatz zu allen vorangegangen

Sicherheitssystemen, stellt das Recco-

System ein rein passives Sicherheitssystem

dar. Voraussetzung für ein Auffinden

ist, dass die organisierte Bergrettung mit

dem Recco-Detektor ausgestattet ist.

Zahlreiche Hersteller von Wintersportkleidung

nähen den Reflektor bereits in die

Kleidung ein. Leider wird der Reflektor

hauptsächlich in Kleidung für Skifahrer

und Snowboarder integriert, nicht aber in

Bekleidung für Tourengeher.

Fazit

Nur wer mindestens die Standardausrüstung

auf Touren im Rucksack hat, ist mit

einem Minimum gesichert. Wer sich eingenverantwortlich

zusätzlich schützen

möchte, kommt an einem der aufgeführten

Notfallsysteme nicht vorbei. Für welches

man sich entscheidet, bleibt wohl

jedem selbst überlassen. Die Einen setzen

auf Systeme, die nicht allzu schwer sind,

die Anderen wiederum darauf, nicht verschüttet

zu werden. Eines muss allerdings

gesagt werden: Wer oft alleine unterwegs

ist, sollte auf jeden Fall ein System bevorzugen,

dass eine Verschüttung vermeidet.

Denn was bringt die beste Sicherheitsausrüstung

wenn niemand da ist, der mich

findet.

Erfreulicher Weise ist die Dunkelziffer

„positiv“. Was bedeutet, dass nicht alle

Verschüttungen gemeldet werden, bei

denen niemand verletzt oder verschüttet

wurde.

Je nachdem, für was man sich entscheidet:

Alle Systeme sind eine Investition für

das eigene Leben und die eigene Sicherheit.

Sollte der Ernstfall einmal eintreten,

wird man froh sein, nicht nur mit der Standardausrüstung

ausgestattet gewesen zu

sein. Dennoch ist es für alle Tourengeher

unerlässlich, sich mit der Standardausrüstung

vertraut zu machen und regelmäßig

zu üben. Die Piepsersuche und der Umgang

mit der Lawinensonde müssen regelmäßig

trainiert werden. Nur so ist ein

Maximum an Sicherheit für die Kameraden

gewährleistet.

Leider kann keines der Systeme den Tod,

vor allem durch Verletzungen, verhindern.

Um so wichtiger ist es die Verhältnisse

richtig einzuschätzen und nicht leichtsinnig

unterwegs zu sein. Denn in eine Lawine

zu geraten bedeutet IMMER Lebensgefahr.

Skitour-magazin.de 3.10 40


Rennszene

Ergebnisse

6. Februar

Jennerstier

Die Wachablösung durch die „jungen Wilden“ hat einen neuen Höhepunkt erreicht:

Der 16-jährige Toni Palzer hat sich den Deutschen Meistertitel bei seinem

Heimrennen in Berchtesgaden gesichert. Auf den zwei Runden und 2000 Höhenmetern

bei schlechter Sicht und Schneefall war das Nachwuchstalent von Beginn an der

Schnellste. Bis zur Mittelstation (600 Hm) brauchte Palzer nur 23 Minuten! Aber auch

danach vergrößerte der Jugend-Europameister aus dem Vorjahr seinen Vorsprung

stetig und erreichte als Erster den letzten Wechsel am Jennergipfel. Die Abfahrt war

Routine und so holte sich Palzer als jüngster Deutscher Meister aller Zeiten in 1:42:43

Stunden den Sieg beim Jennerstier. Das Podium um die Deutsche Meisterschaft komplettierten

der Gangkofener Konrad Lex und Martin Echtler aus Peiting. Vor einigen

Wochen hatte Lex den jungen Palzer noch in Schach gehalten: beim Dammkarwurm.

Der Rest der Jugend-Nationalmannschaft um Sepp Rottmoser und Philipp Reiter fehlte,

da am selben Tag der Junioren-Weltcup in der Schweiz Station machte.

Bei den Frauen feierte die Mountain-Attack-Gewinnerin Barbara Gruber einen ungefährdeten

Start-Ziel-Sieg. Claudia Till folgte als Zweitplatzierte mit einem Abstand

von zwölf Minuten. Die perfekte Organisation lässt die Veranstalter auf eine deutsche

Weltcup-Station im kommenden Jahr hoffen.

Deutsche MEister Single

Fotos: Matthias Keller

Sie hat sogar noch Zeit

zum Lachen: Barbara Gruber

allein auf weiter Flur.

KLICKEN SIE!

Das 6-minütige

Video zum

Rennen!

Der überragende Rennläufer

beim Jennerstier: Toni

Palzer. Das nächste große

Ziel ist die Weltmeisterschaft

im März in Andorra.

Skitour-magazin.de 3.10 41


Rennszene

Ergebnisse

Bereits am Start zeigte der junge Ramsauer, wo

es lang geht: Toni Palzer im orangen Rennanzug

vor dem restlichen Feld.

Trotz der widrigen

Bedingungen waren

knapp 100 Athleten

am Start.

Neben dem DAV-

Skitourencup zählte

der Jennerstier auch

zum Austria Skitour

Cup. Zudem wurde

wie in den vergangenen

Jahren die Belgische

Meisterschaft

ausgetragen.

ERGEBNISSE DM SINGLE

Foto: Karl Posch

Herren: 1. Palzer Anton 1:42:43,90; 2. Lex Konrad 1:45:25,90; 3. Echtler Martin 1:46:31,30; 4. Graßl

Franz 1:47:40,20; 5. Klinger Stefan 1:49:18,10.

Damen: 1. Gruber Barbara 2:03:30,10; 2. Till Claudia 2:15:33,90; 3. Graßl Judith 2:19:09,50; 4. Mühlhuber

Anna 2:31:47,60; 5. Hoff Kathrin Fabienne 2:36:38,40.

42 Skitour-magazin.de 3.10


Rennszene

Ergebnisse

7. Februar

Trophée des Gastlosen

Während ihr Mannschaftskollege Toni Palzer beim Jennerstier die Seniorenklasse

dominierte, mühten sich Sepp Rottmoser und Philipp Reiter beim Jugend-

Team-Weltcup in schweizerischen Jaun. Mit mehr als 1000 Skibergsteigern ist die

Trophée des Gastlosen eines der größten Rennen überhaupt. Leider erwischte der

18-jährige Reiter nicht seinen besten Tag: Trotz der Probleme und schlecht präparierter

Ski landeten das junge Duo auf dem vierten Platz, hinter zwei italienischen

und einem schweizer Paar. Ein Problem mit dem Schuh kostete im Schlusssprint

den Bronzerang. Das zweite DAV-Duo um Maximilian Seebeck und Jonas Schlachte

erreichte einen passablen

neunten Platz. Für die Weltmeisterschaft

im März in Andorra

rechnen sich die Jungen einiges

aus – man darf gespannt sein.

ERGEBNISSE

Junioren: 1. Antonioli Robert/Boscacci

Michele 1:27:14.2 Stunden; 2.

Righi Filippo/Cazzanelli François

1:30:06.6; 3. Tissières Alan/ Salamin

David 1:30:57.1; 4. Reiter Philipp/

Rottmoser Josef 1:31:04.4; 5. Jacquemoud

Mathéo/Philipp Romain

1:32:26.6; ... 9. Seebeck Maximilian/

Schlachter Jonas 1:38:56.6.

Die deutsche Jugend-Nationalmannschaft: Seebeck,

Schlachter, Rottmoser und Reiter (von links).

Vorne der Rosenheimer,

hinten

Philipp Reiter aus

Bad Reichenhall:

Die Runde, die

gelaufen werden

musste, hatte

1400 Höhenmeter

zu bieten.

Skitour-magazin.de 3.10 43


Rennszene

Ergebnisse

4. Februar

3. Nachtaufstieg auf

die Kampenwand

Bei deutlich besseren Verhältnissen als im Vorjahr fand Anfang Februar

wieder der Nachtaufstieg von Aschau auf die Sonnenalm statt. Einzige

Neuerung: Das Rennen bildete den Auftakt zur dreiteiligen „Snowleopard

Trophy“. Was sich aber an diesem Donnerstagabend abspielte,

übertraf sogar die Erwartungen von Organisator Georg Steigenberger:

„Wahnsinn. Wir haben die 300er-Marke übertroffen. Wir hoffen, dass

es im nächsten Jahr noch steigerungsfähig ist.“ Folge der regen

Teilnahme war ein Spendenscheck in Höhe von 2720 Euro, der an

die Fördergruppe der Kinderklink in Aschau geht.

Sportlich lief es für den Rosenheimer Josef Rottmoser nach Maß: Während

sich der 19-Jährige im Vorjahr noch mit dem siebten Platz

begnügen musste, triumphierte Rottmoser auf seinem Trainingsberg.

In 35 Minuten legte er die 890 Höhenmeter zurück!

Mit einer riesigen Ausrüstungsverlosung vor der Siegerehrung kamen

auch die zahlreichen Hobbyläufer auf ihre Kosten. Ein gelungener

Abend, der zeigt: Die Szene der ambitionierten Hobby-Rennläufer

wächst! Zudem bietet diese Veranstaltung ideale Bedingungen,

um das erste Mal ins Renngeschehen hineinzuschnuppern.

Fotos: Faltermaier

Mit 300 Skibergsteigern war der Nachtaufstieg das

größte Skitourenrennen in Deutschland. Josef Rottmoser

(rechts) war der Schnellste von allen.

ERGEBNISSE

Herren: 1. Rottmoser Josef 35:10 Minuten; 2. Grasegger Hans 36:44; 3. Jäger Joachim 37:32; 4.

Deisenberger Franz 37:37; 5. Wibmer Ingemar 37:44.

Damen: 1. Till Claudia 42:55; Gruber Barbara 42:55; 3. Posch Doris 46:32; 4. Bachmann Susanna

49:36; 5. Berghammer Sylvia 50:01.

44 Skitour-magazin.de 3.10


Rennszene

Ergebnisse

19. Februar

3. Gamsrenna

Anders als im Vorjahr wurde die „Gams“ dieses Jahr am Blomberg

bei Bad Tölz ausgelaufen. Trotz „Sauwetters“ (Veranstalter

Sepp Willibald), das den gut 100 Rennläufern am Start Regen und weiter

oben starken Schneefall bescherte, ging der Wettbewerb ohne große

Probleme über die Bühne. Die Zahl der Hobbyläufer hielt sich zwar

in Grenzen, aber dafür waren drei Teilnehmer aus Südtirol am Start.

Dies nicht ohne Grund: Ihr Freund hatte in den vergangenen Jahren das

Gamsrenna gewonnen und den „Wanderpokal“ mit nach Hause nehmen

dürfen. Sie sollten ihn zurückbringen, vergaßen ihn aber im Hotel.

Nichtsdestotrotz darf sich der Deutsche Meister im Vertical Race,

Konrad Lex, auf diese Gamstrophäe freuen. Weniger als 27 Minuten

benötigte der Mountain-Attack-Sieger für die 650 Höhenmeter.

Immerhin knapp 120 Teilnehmer machten sich bei

Schneeregen auf den Weg in Richtung Blomberghaus.

Kurz vor dem Start um 19 Uhr begann es zu regnen.

ERGEBNISSE

Herren: 1. Lex Konrad 26:53 Minuten; 2. Strobel Markus 27:11;

3. Reiter Philipp 27:25; 4. Bliemsrieder Bernhard 28:28; 5. Mahn

Mario 28:41.

Damen: 1. Till Claudia 31:54; 2. Schleich Christine 34:23; 3. Posch

Doris 35:37; 4. Häsch Barbara 35:53; 5. Berghammer Silvia

36:05.

GESAMT (nach 2 von 3 Rennen)

Herren: 1. Strobl Marcus 65:06 Minuten; 2. Wibmer Ingemar

66:48; 3. Koller Thomas 68:00; 4. Mahn Mario 68:22; 5. Jahn

Rainer 68:48.

Damen: 1. Till Claudia 74:49 Minuten; 2. Posch Doris 82:09; 3.

Berghammer Sylvia 86:06; 4. Konstanczak Sabina 125:48.

Der Tagesschnellste Konrad Lex im

dichten Schneetreiben.

Skitour-magazin.de 3.10 45


Rennszene

Ergebnisse

20. Februar

Weltcup: Trofeo dell‘ Etna

Am vergangenen Wochenende versammelte sich die Welt-Elite der Skibergsteiger

an einem exotischen Ort. Der Weltcup gastierte auf Sizilien, am 3.300 Meter

hohen Vulkan Ätna. Die Trofeo dell‘ Etna findet seit 60 Jahren an den Hängen des

gigantischen Vulkans statt, der direkt an der Küste in die Höhe wächst. Die österreichische

Nationalmannschaft entsendete bei der Weltcup- Premiere des Klassikers

vier Athleten auf die Mittelmeer-Insel, die Deutschen waren mit drei Rennläufern

am Start. Die Gastgeber-Stadt Nicolosi am Fuß des Berges bot einen überaus würdigen

Rahmen für die Weltelite der Skibergsteiger. Das Rennen konnte wegen eines

Höhensturms zwar nicht bis an den Rand des Hauptkraters geführt werden, die Kulisse

für die Strecke war zwischen den unzähligen Nebenkratern dennoch mehr als

beeindru-ckend. Die Qualität des Schnees überzeugte trotz brauner Asche-Schicht,

sowohl die Anstiege als auch die Abfahrten brauchen einen Vergleich mit alpinen

Frühlingsbedingungen

nicht

scheuen.

Die erst 21-jährige

Michaela Essl aus

Abtenau konnte

einen fünften

Platz einfahren,

bei dem sie sich

trotz eines kapitalen

Sturzes

auf der zweiten

von sechs Abfahrten

gegen

starke Konkurrenz

durchsetzen

konnte. Die

Erfolgsserie von

Essl, die erst letzte

Woche den

Österreichischen

Meistertitel im

ERGEBNISSE

Die 21-jährige Michaela Essl glänzte mit einem fünften Platz bei den

Damen. Auf ihr ruhen die rot-weiß-roten Hoffnungen bei der WM.

Herren: 1. Kilian Jornet Borgada (ESP) 1:19,30 Stunden; 2. Manfred Reichegger (ITA) 1:19,53; 3.

Florend Perrier (FRA) 1:20,35; 4. Florent Troillet (SUI) 1:21,27; 5. William Bon Mardion 1:21,40; ...

16. Alexander Fasser (AUT) 1:25,30; 21. Wolfgang Klocker (AUT) 1:27,30; 30. Andreas Strobel (GER)

1:32,41; . Damen: 1. Roberta Pedranzini (ITA) 1:33,03 Stunden; 2. Francesca Martinelli (ITA) 1:34,01;

3. Mireia Miro (ESP) 1:35,22; 3. 4. Sophie Dusautoir (AND) 1:39,53; 5. Michaela Essl (AUT) 1:41,45;

... 12. Anna Mühlhuber (GER) 2:06,03.

46 Skitour-magazin.de 3.10


Rennszene

Ergebnisse

Einzelwettbewerb erringen konnte, setzt sich damit fort. Die beiden Tiroler

Alexander Fasser und Wolfgang Klocker waren ebenfalls auf Erfolgskurs

unterwegs. Fasser, ebenfalls frisch gebackener Österreichischer Meister,

legte von Anfang an ein scharfes Tempo vor, konnte vor allem auch auf den

Abfahrten punkten. Am Ende des Rennens war schließlich ein sehr guter 16. Platz

für ihn der Lohn für eine ausgesprochen starke Leistung. Klocker war lange mit Fasser

gleichauf, verlor jedoch auf den letzten beiden Anstiegen an Boden. Schließlich konnte

er jedoch im 120 Athleten starken

Feld den 21. Rang belegen.

Für das kleine deutsche Team um

Andreas Strobel, Alexander Schuster

und Anna Mühlhuber lief es

nicht optimal: Strobel wurde 30.,

der 22-jährige Schuster kam nicht

ins Ziel und Mühlhuber belegte

den 12. Platz bei den Frauen.

Das Weltcuprennen am Ätna galt

als der letzte Test im internationalen

Umfeld vor dem Beginn

der WM der Skibergsteiger, die in

der ersten Märzwoche in Andorra

stattfindet.

Alex Fasser belegte als bester Österreicher den 16. Platz.

Alexander Lugger

(rechts)

war durch eine

Trainingsverletzung

gehandicapt.

Daneben läuft

mit der Nummer

34 Andreas

Stobel vom

d e u t s c h e n

DAV-Team.

Fotos: Karl Posch & Alfred Ruff

Skitour-magazin.de 3.10 47


Rennszene

Ergebnisse

16. Februar

Achensee Xtreme

Perfekte Bedingungen und Kaiserwetter machten dieses Rennen zur perfekten

Werbung für den Skitourenrennsport. Die Austragung der Österreichischen

Meisterschaft zog zudem das ORF an, das einen Beitrag produzierte. Außerdem war

die Deutsche Meisterschaft der Jugend ausgeschrieben.

Der größte Teil der 140 Skibergsteiger machte sich an die drei Runden und 1600 Höhenmeter

im Rofangebirge. Bei den Herren verbuchte Alex Fasser vom Rennteam-

Alpbachtal einen Start-Ziel-Sieg. Martin Bader hielt lange mit, brach aber nach zwei

Dritteln ein. Auch der amtierende Meister Alexander Lugger hat Fasser nichts entgegenzusetzen.

Bei den Damen siegte

trotz Problemen die junge Abtenauerin

Michaela Essl. Am Ende der gelungenen

Veranstaltung kamen die Organisatoren

zu dem Resümee: Im Rofan

wurde etwas geboten, das den internationalen

Vergleich nicht mehr scheuen

muss!

Das Treppchen und

gleichzeitig Österreichische

Meister:

Wolfgang Klocker,

Alex Fasser und Alexander

Lugger (von

links)

Fotos: Oswin Sporer

KLICKEN SIE!

Das Video

zum

Rennen!

ERGEBNISSE

Josef Rottmoser (Startnummer 18) sicherte sich mit einer starken Vorstellung

den Titel des Deutschen Jugendmeisters.

Herren: 1. FASSER Alexander 1:48:20,39 Stunden; 2. KLOCKER Wolfgang 1:49:55,39; 3. LUGGER

Alexander 1:52:20,04; 4. STOCK Markus 1:54:27,95; 5. ECHTLER Martin 1:55:14,57.

Damen: 1. EßL Michaela 2:15:48,87 Stunden; 2. PRUGGER Lydia 2:18:20,63; 3. SWIDRAK Veronika

2:19:40,72; 4. STRASSER Maria 2:43:56,75; 5. MÜHLHUBER Anna 2:48:23,89.

Junioren: 1. ROTTMOSER Josef 1:17:08,63 Stunden; 2. REITER Philipp 1:21:18,69; 3. SEEBECK

Maximilian 1:23:54,94. Juniorinnen: 1. ABLER Barbara 1:01:51,23 Studen.

48 Skitour-magazin.de 3.10


Ausprobiert

Materialcheck

Ausprobiert

Komperdell C3 Carbon Power Lock Men

Gelungener Stockeinsatz

Seit Beginn dieses Winters ist dieser

universelle Tourenstock mein stetiger

Begleiter im Schnee: Egal ob Rennen,

gemütliche Tagestour oder Mehrtageseinsatz,

der C3 Carbon lässt sich durch seinen

Power Lock-Verschluss immer schließen.

Auch bei kalten Temperaturen ist

der Platik-Hebel mit dicken Handschuhen

gut zu bedienen. Mit einem Gewicht von

254 Gramm ohne Teller und einer speziellen,

rutschfesten Grifffläche (G´Reptile)

für Querungen liegt der Stock angenehm

in der Hand. Auch die im Vergleich zum

Vorgängermodell vergrößerten Handgriffe

hinerlassen einen handlichen Eindruck.

Die mit Klettverschluss verstellbare

Handschlaufe erwies sich als praktisch

und schnell anpassbar. Die Einprägungen

für rechts und links sind allerdings überflüssig.

Ein weiterer Vorteil im Vergleich zu anderen

Modellen ist die Dreiteiligkeit: So

lässt sich der Stock zu einem geringen

Packmaß zusammenschieben.

Die G´Reptile-Griffzone dürfte ruhig

ein wenig dicker sein, ähnlich wie die

Schaumstoff-Zonen früherer Modelle. Bezüglich

der Spitzen und Teller gab es keine

Auffälligkeiten, jedoch würde ich die

Tiefschneeteller als Standardausrüstung

wählen. Gesamt für 129,95 € zu haben.

Auch nach 30 Tourentagen

und zehntausenden

Höhenmetern ohne Probleme:

Der C3 Carbon

Power Lock Men

Unsere Bewertung:

000000

Fazit: Der Mercedes unter den Skitourenstöcken

in der Carbon-Klasse.

Skitour-magazin.de 3.10 49


Ausprobiert

Materialcheck

Ausprobiert

Diamir Fritschi Freeride Pro

Stabiles Spielzeug für Freeride Mountaineers

Die Bindungsspezialisten aus Reichenbach springen mit der ab nächstem Winter

erhältlichen Freeride Pro auf den Freeride Mountaineering-Trend an. Im Vergleich

zur Freeride Plus besitzt das neue Modell eine verbesserte Abfahrtsperformance

durch noch mehr Stabilität. Mit Einstellwerten bis DIN 12 und dem

TÜV-geprüften Sicherheitsstandard einer Alpinbindung füllt die Freeride

Pro die Lücke zwischen Touren- und Alpinbindung

perfekt aus – egal ob für Schuhe mit oder ohne

Gummisohlen. Bei einem einigermaßen erträglichen

Gewicht von 2190 Gramm/ Paar bietet die Neuentwicklung

den gleichen Drehpunkt wie die im Vorjahr

erschienene Eagle und das bekannt simple Handling

aller Fritschi-Modelle. Gemäß dem Trend zu

immer breiteren Skiern wird eine

Skibreite von 90 mm empfohlen.

Für klassische Tourengeher ist

diese Bindung zu schwer, für den

Gelegenheitsgeher mit Abfahrtsorientierung

genau das Richtige.

Unsere Bewertung:

000000

Fazit: Unzerstörbare Freeridebindung

in schweizerischer Qualität, oder?

Ihre Stärken spielt die Freeride

Pro ganz klar in der

Abfahrt aus. Für den Aufstieg

ist sie etwas schwer.

50 Skitour-magazin.de 3.10


Ausprobiert

Materialcheck

Vaude Daytour 26

Sportlich verpackt

Tagesrucksäcke für Skitouren gibt es

wie Sand am Meer. Die Preise sind in

den vergangenen Jahren kontinuierlich

gestiegen. Da gehört der Daytour

26 von Vaude mit unter 100 Euro

zu den günstigen Skitour-Daypacks.

Der Frontlader ist in drei Fächer aufgeteilt:

Das Hauptfach mit weitem,

stabilem Reißverschluss, das sich

auch mit seitlich befestigten Skiern

gut öffnen lässt. Ein kleines Zwischenfach

samt integrierten Befestigungsbändern

und vorne ein weiteres

geräumiges Fach.

Eine Besonderheit: Die abnehmbare

Helmhalterung mit Netztasche zum

Aufbewahren der nassen Felle. Dabei

haben die Tettnanger mitgedacht: die

Innenseite der Tasche ist gummiert,

so dass ein Herausrutschen des Helmes

fast unmöglich ist.

Die Halterungen für Ski und Eisgeräte

sind robust und kommen auch bei

schweren Latten nicht an ihre Grenzen.

Einzig die obere Seitenhalterung

mit den beiden Klipps ist etwas

gewöhnungsbedürftig.

Im großen Hauptfach lassen sich Erste-Hilfe-Set

und flache Dokumente

wie Karten in abgetrennten Fächern

verstauen, das schafft Ordnung.

Das Rückensystem ist nichts Spektakuläres,

erwies sich aber auch nicht

als unangenehm. Der gesamte Rucksack

ist top verarbeitet und ist in drei

verschiedenen Farben erhältlich –

grau (Bild), rot und blau.

Unsere Bewertung:

000000

Fazit: Günstiger Tagesrucksack mit der

Prämisse: Funktionalität vor Style!

Hat bei der Hausrunde

noch Reserven:

26 Liter fasst

der Daytour

Skitour-magazin.de 3.10 51


Telemark

Festival Bayrischzell

1. Telemark Festiv

Das 1.Telemarkfestival Bayrischzell mit Bayerischer

Meisterschaft im Telemark-Cross fand vom 29. bis

31. Januar am Sudelfeld (Waldkopf Lifte) statt.

Wer bekommt die Innenbahn?

Positionskämpfe

bestimmen das Renngeschehen

beim Telemark-Cross.

Beim Telemark-Cross starten vier Fahrer gleichzeitig:

Nach dem Startschuss heißt es Mann gegen Mann.

52 Skitour-magazin.de 3.10


Telemark

Festival Bayrischzell

al in Bayrischzell

Am Samstag fand um 12 Uhr die erste bayerische

Meisterschaft im Telemark- Cross

am Sudelfeld statt. Die Strecke konnte

am Waldkopflift dank Neuschnees problemlos

mit Wellen und Sprüngen ausgebaut

werden. Das Starterfeld bestand

aus elf Frauen und 22 Männern zwischen

neun und 65 Jahren.

Kurz einige Infos zum Modus. Genauso

wie beim Boardercross starten beim Telemark-Cross

immer vier Fahrer gleichzeitig

– Mann gegen Mann oder Frau

gegen Frau im K.o.-System. Das heißt es

kommen immer die besten zwei weiter in

den nächsten Lauf, bis im Finale der Sieger

gekürt wird.

Die Lokalmatadorin Sophie Leitner aus

Schliersee und Susi Klewar von Schneestolz

konnten sich fürs Finale qualifizieren.

Sie mussten sich nur Aurelia Bittner

aus Peiting geschlagen geben. Sophie

Leitner erreichte den zweiten Rang. Brigitte

Blasisker aus Tirol fuhr auf den dritten

Platz. Die neugekürte bayerische Telemark-Cross-Siegerin

Aurelia Bittner ist eigentlich

erst kürzlich zum Telemarksport

gewechselt – ein Kurs vor wenigen Wochen

vermittelte ihr bereits alle Fähigkeiten,

um den Meistertitel zu erringen. Bei

den Männern sicherte sich Josef Darburger

vor Michael Sieber von Schneestolz

und dem amtierenden Freeheel-Worldmaster

Marc Künkele den Sieg.

Die Siegerehrung fand im Rahmen der

Telemarkparty in der Sportalm Bayrischzell

statt. Dabei wurden Siegerpokale der

Schmiede Astner aus Fischbachau von

Sprünge, Steilkurven

und

Bodenwellen:

Diese Zutaten

machen Cross-

Wettbewerbe so

spannend.


Telemark

Festival Bayrischzell

3, 2, 1, los! Wer am Start

die Nase vorne hat, kann

das Rennen als Führender

kontrollieren.

Harry Gmeiner, Tourismusbeauftragter

der Gemeinde Bayrischzell, und Bürgermeister

Helmut Limbrunner überreicht.

Ebenfalls erhielten alle Sieger Preise

der Firmen Wild Roses, Crispi, Rottefella,

Maloja und Amplid. Ermöglicht werden

konnte das erste Telemarkfestival in

Bayrischzell durch die Unterstützung der

Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee.

Im Rahmen des Telemarkfestivals bot

Die ersten bayerischen Meister im

Telemark-Cross: Aurelia Bittner und

Josef Darburger stehen ganz oben

auf dem Stockerl.

54 Skitour-magazin.de 3.10


Telemark

Festival Bayrischzell

die Schneesportschule Schneestolz

Workshops für Einsteiger und Fortgeschrittene

an. Schneestolz ist eine kleine

Schneesportschule in den bayerischen

Voralpen. Das Team besteht ausschließlich

aus qualifizierten Lehrern, die allesamt

erstklassige Telemarker sind.

An den Workshops nahmen insgesamt

60 Telemarker teil, um die aus Skandinavien

stammende Sportart zu erlernen

oder ihre Technik zu verbessern. Unter

ihnen die Skilegende Fuzzy Garhammer.

Dank der zahlreich vertretenen Firmen

Garmont, Scarpa, Rottefella, K2, Kessler,

Crispi und Atomic konnten alle Teilnehmer

des Festivals das neueste Equipment

testen.

An den verschiedenen

Workshops für Anfänger

und Fortgeschrittene nahmen

60 Interessierte teil.

Nächstes Jahr soll die Veranstaltung

auf jeden Fall

ein zweites Mal stattfinden.

Eine einmalige Chance

für Umsteiger...

An den Ständen wartet das

neueste Testmaterial: Wann

hat man schon die Möglichkeit

verschiedene Schuhe

zu testen?

Skitour-magazin.de 3.10 55


Hintere Steinkarspitze

Tourentipp

Hintere Steinka

Höhenmeter:

Aufstiegszeit:

Länge:

850 hm

ca. 2:30 Std.

4 km

Anreise:

Über Garmisch-Partenkirchen und Lermoos

nach Berwang, weiter nach Kelmen

(1365m). Oder über Reutte nach Stanzach

im Lechtal, weiter über Namlos nach Kelmen.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

schlecht erreichbar.

Exposition:

Gebiet:

Schwierigkeit:

Kondition:

Günstigste

Jahreszeit:

Ost

Lechtaler Alpen

00000

00000

Hochwinter,

Frühjahr

zeitiges

Ausgangspunkt:

Parkmöglichkeit an der Straße östlich

von Kelmen.

Kartenmaterial:

Ausrüstung:

Österreichische Karte

Blatt 115 Reutte

(1:25000). Skitourenführer

Lechtal, Panico

Alpinverlag

Skitourenausrüstung

An dem Image der Skitouren im Lechtal

ist schon etwas dran. Zum großen Teil

sind sie durchaus anspruchsvoll, auch

lang und die Bedingungen sollten stimmen.

Vielleicht ist dies ja auch mit ein

Grund dafür, dass es hier noch etwas ruhiger

zu geht. Aber auch dort gibt es „gemäßigtere“

Ziele.

Die Tour auf die Hintere Steinkarspitze

ist ein Beispiel dafür: kurz, jedoch absolut

lohnend, mit einem sehr schönen Osthang.

56 Skitour-magazin.de 3.10


Hintere Steinkarspitze

Tourentipp

rspitze 2215 m

Tour:

Nach Norden zum Waldrand und durch

lichten Wald hinauf zum Kelmer Jöchl

(1852 m). Nun weiter nach Norden, scharf

an den steilen Hängen/Wänden linker

Hand vorbei, ins Steinkar. Hinüber zur

ostseitigen Flanke der Steinkarspitze und

am östlichen Rand hinauf zum Gipfel.

Abfahrt wie Aufstieg.

Aussicht:

Man hat fast eine Rundumsicht. Von Westen

im Uhrzeigersinn: Hornbachgruppe,

Tannheimer Berge, Ammergauer Berge

und die östlichen Lechtaler.

Hütten/Bewirtung

Einige Gasthäuser in Kelmen, Namlos und

Berwang.

GPS-Track

Skitour-magazin.de 3.10 57


Elmer Muttekopf

Tourentipp

Elmer Mutte

58 Skitour-magazin.de 3.10


Elmer Muttekopf

Tourentipp

kopf 2350 m

Höhenmeter:

Aufstiegszeit:

1200 hm

ca. 3:30 Std.

Scharfe Linkskehre ca. 3 km nach Stanzach,

wo die Straße den Karbach überquert

(1156 m). Oder auch Kehre kurz vorher.

Länge:

Exposition:

Gebiet:

Schwierigkeit:

Kondition:

Günstigste

Jahreszeit:

Kartenmaterial:

4 km

Nord und Ost

Lechtaler Alpen

00000

00000

Hochwinter, Frühjahr

AV-Karte Blatt 3/4

Lechtaler Alpen – Heiterwand

und Muttekopfgebiet

(Weg und

Ski). Skitourenführer

Lechtal, Panico Alpinverlag

Ausrüstung: Skitourenausrüstung

Zwei steile Hänge prägen diese Tour.

Der Eine ist rein nordseitig, der Andere

noch steiler und ostseitig. Typisch für die

Lechtaler ist dabei die Karschwelle, über

die man die „obere Etage erreicht“. Untypisch

ist der kurze Zustieg zu den eigentlichen

Hängen.

Anreise:

Über Reutte nach Stanzach im Lechtal,

weiter Richtung Namlos.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht

erreichbar.

Ausgangspunkt:

Tour:

Nach Süden durch den Wald hinauf (zum

Teil über Weg), bis der Karbach sich ausdehnt

und das breite Schafkar sichtbar

wird. Hier am besten auf der östlichen

Seite des Baches bis zum Talschluss.

Den steilen Hang geht man am besten

von rechts/Westen an. Bei 1900 m wird

der ebene Karboden erreicht. Hier nach

rechts/Westen abbiegen und hinüber unter

den steilen Osthang des Muttekopfes.

Über diesen hinauf bis etwa 2300 m.

Entweder dort Skidepot oder bei guten

Bedingungen mit Skiern weiter Richtung

NO zum Gipfel. Abfahrt wie Aufstieg.

Alternative: ab dem Karboden nach links/

Osten abbiegen und über den steilen

Westhang die Täuberspitze (2298 m) besteigen.

Aussicht:

Schöne Sicht in die Tannheimer und

Lechtaler Berge. Im Westen sieht man

sehr schön das breite Tal des oberen

Lech, einer der letzten Wildflüsse im Alpenraum.

Aber auch dieser Abschnitt ist

gefährdet durch Begehrlichkeiten der

Wasserwirtschaft.

Hütten/Bewirtung

Gasthäuser in Stanzach. Zum Beispiel das

Café Jambo mit Sonnenterrasse, gleich

am Ortseingang.

GPS-Track


4.10

skit

0ur

Vorschau für die April-Ausgabe

WM in Andorra

Ausgabe 4 erscheint Anfang April

Alle Resultate und Fakten

zur Weltmeisterschaft

der Skibergsteiger.

Dazu stellen wir

Impressum

Ausgabe 2 - Februar 2010

Ihnen mit Toni Palzer

und Michaela Essl zwei

Herausgeber

Goldmedaillengewinner

Andreas Poschenrieder

etwas genauer vor.

Kellnauweg 7 a

93326 Abensberg

Stefan Loibl

Aumühlstr. 69

93326 Abensberg

Typen auf Tour

Im zweiten Teil unserer Erscheinungsweise

Serie stellen wir Ihnen Das Skitour-Magazin erscheint monatlich

von Oktober bis Mai, kostenfrei

Stefan Widauer vom

„Rennteam Alpbachtal“

vor. Der Tiroler Redaktion

Andreas Poschenrieder

überlebte Anfang Februar

einen Lawinenun-

+49 (0) 174 - 3220675

a.poschenrieder@skitour-magazin.de

fall beim Training.

Stefan Loibl

s.loibl@skitour-magazin.de

+49 (0) 163 - 2756253

Skitour-Magazin im Web

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Unser Weg zur PDG 2010

... er geht weiter. Wir geben

Ihnen einen Einblick in unser

tägliches Training und

stellen Ihnen die Einzelheiten

der Schweizer Traditionsveranstaltung

vor.

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