Leben & erziehen Die Erziehungs-Trickkiste (Vorschau)

103726.44zcr

September 9/2014 Deutschland 2,95 €

Österreich 3,30 € · Schweiz 5,50 sfr · BeNeLux 3,40 €

Italien 3,50 € · Spanien 3,50 €

Nähen • Häkeln • Basteln

Die Eulen

sind los!

Seite 70

Das Elternmagazin

Wer

betreut

unser

ZU GEWINNEN!

• Kinderbett

• Schrank

• Wickelkommode

Seite 58

Gesamtwert:

1 650 Euro

Baby?

Wie Sie die Lösung finden,

die zu Ihrer Familie passt

SEITE 46

Putzplan

Tipps zur richtigen

Zahnpflege

Seite 28

Die Erziehungs-

Trickkiste

Trödeln, aufräumen, trotzen:

So können Eltern kleine Konflikte

umschiffen und lösen

SEITE 18

PROMI-KÖCHIN

Sarah Wiener

Essen macht Familien glücklich

Seite 60


Typisch Wochenende:

alle in Bewegung

Typisch Ford:

bewegt alle

DER FORD TOURNEO COURIER

DER FORD TOURNEO CONNECT

EcoBoost-Motorentechnologie

Zwei Neue, die sich abheben und dabei nicht die Bodenhaftung verlieren:

Der Ford Tourneo Courier und der Ford Tourneo Connect spielen in Sachen

Sicherheit und Komfort ganz oben mit, während ihre EcoBoost-Technologie

die Verbrauchswerte angenehm niedrig hält. Eben ideal für aktive Familien!

Kraftstoffverbrauch (in l/100 km nach VO (EG) 715/2007 und VO (EG) 692/2008 in

der jeweils geltenden Fassung): Ford Tourneo Courier 5,4 (kombiniert); CO 2

-Emissionen:

124 g/km (kombiniert). Ford Tourneo Connect 8,0–5,6 (kombiniert); CO 2

-Emissionen:

184–129 g/km (kombiniert).

Abbildung zeigt Wunschausstattung.


Wie Sie gelassen am Boden

bleiben, finden Sie in unserer

Erziehungs-Trickkiste

Erziehung?

Kunststück!

34 Erziehungstricks,

mit denen Sie Ihre

Kinder verzaubern

[18 ]

Was Kinder uns wert sind

Martina Kaiser

Chefredakteurin

Seit August 2013 haben Eltern,

deren Kind ein Jahr alt ist,

Anspruch auf eine Betreuung –

bei einer Kita oder einer Tagesmutter.

Und die meisten finden

auch einen Platz für ihr Kind –

außer in einigen Großstädten.

Was die Qualität der Kitas

angeht, gibt es jedoch noch

viel zu verbessern: Zu große Gruppen und

zu viel Personalwechsel machen es Kleinkindern

schwer, eine gute Bindung zu den Erzie herin nen

aufzu bauen. Doch das ist die Voraussetzung,

damit Kinder sich wohlfühlen und gesund

entwickeln. Die Politik muss also nachlegen und

in die Qualität der Betreuung investieren:

Dazu gehört eine bessere Ausbildung der Erzieher

und ein angemessenes Gehalt. Schließlich

kümmern sie sich um das Wertvollste, was wir

haben – unsere Kinder.

Was Erzieherinnen und Tagesmütter leisten,

lesen Sie ab Seite 46.

Nur wenn die Kinder gut betreut sind,

können Eltern beruhigt arbeiten

[46]

ELTERNGELD &

BETREUUNGSGELD

Sie haben eine Frage?

Dann rufen Sie an!

Unser Experte Erwin Manger

berät Sie kostenlos am Telefon.

Mehr auf Seite 50

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie

eine gute Zeit!

Ihre

FOTOS: DANIEL GERST, HERSTELLER (2), WWW.SUSALI.COM; ILLUSTRATION: STEPHANIE WUNDERLICH

martina.kaiser@bayard-media.de

Mit einem Abo haben Sie jede Ausgabe von Leben & erziehen pünktlich im Briefkasten.

Infos finden Sie auf Seite 26.

Abonnenten-Service Telefon 0 83 82/277 57 - 925 (Mo – Fr von 8 – 18 Uhr), Fax 0 83 82/277 57 - 777

Redaktion Leben & erziehen | Böheimstraße 8 | 86153 Augsburg | Telefon 08 21/45 54 81 - 51

Fax 08 21/45 54 81 - 12 | E-Mail-Adresse: redaktion@bayard-media.de

Fesche Buam

und Madln

Tracht ist in!

Unsere Lieblingsteile

[ 10 ]

Leben & erziehen 9/2014 3


Fingerspiele

Die Hände sind für Babys

ein wunderbares Spielzeug:

Sie können daran saugen,

lutschen, nesteln,

mit ihnen picken ...

[ 16 ]

AUSGABE 9

Kindheit 2.0

Handy und Tablet:

Chance oder Gefahr?

Was Medienpädagogen

sagen

[ 64 ]

Sarah Wiener:

Kochen ist eine Liebeserklärung

Die Promi-Köchin verrät, warum Essen

die Familie glücklich und die Welt

ein bisschen besser macht

[ 60 ]

TITELFOTOS: MARINA RAITH, THOMAS LADENBURGER, PAIDI, WESTEND61; ILLUSTRATIONEN: ISTOCKPHOTO.COM

FOTOS: DANIEL GERST (4), GETTY IMAGES, HERSTELLER (3), THOMAS LADENBURGER

LEBEN MIT KINDERN

16 Handarbeit

Warum Babys sich

so gern mit ihren

Fingern beschäftigen

18 Die Erziehungs-

Trickkiste

Trödeln, trotzen, toben:

Mit diesen Zaubertricks

lösen Sie kleine

Konflikte ganz einfach

64 Wischen, gucken,

tippen

Dürfen schon

die Kleinen mit Handy

und Tablet spielen? Was

Medienpädagogen raten

+ Tablets für Einsteiger

GESUNDHEIT

& ERNÄHRUNG

28 Putzplan

Schon Babys Zähne

brauchen gute Pflege

36 Hoch die Tassen!

Vom Fläschchen

zum Becher – so klappt

der Wechsel

40 Geborene Gourmets

Babys sind Feinschmecker.

Was

sie mögen und wie

Abwechslung in ihren

Speiseplan kommt

SCHWANGERSCHAFT

& GEBURT

44 Ultraschall

Wann? Wie oft?

Was kos tet er? Zwei

Experten antworten

Das sind unsere

Titelthemen


INHALT

Lustige Vögel

Total im Trend: Eulen zum Kuscheln,

Spielen und Anschauen —

natürlich zum Selbermachen

[ 70 ]

FAMILIE

& PARTNERSCHAFT

46 Gut betreut

Kita, Tagesmutter,

Au-pair: So finden Sie

die Betreuung, die

zu Ihrem Kind passt

+ Telefon-Sprechstunde

60 Essen macht glücklich

Interview mit Promi-

Köchin Sarah Wiener

70 Die Eulen sind los

Kissen, Kuscheltier

und Fensterbild – alles

zum Selbermachen

GELD, TEST & SERVICE

54 Mein erstes Reich

Schöne Möbel und

kreative Ideen

fürs Kinderzimmer

+ Gewinnspiel

RUBRIKEN

24 Kindermund

Wir verlosen:

3 x Wickeltasche und

Babypflege von

sebamed

63 Kreuzworträtsel

Zu gewinnen:

10 Paar Lurchi-

Kinderschuhe

68 Die Seite für Kinder

Der Bär hat Hunger

72 Community

Aktuelles von

leben-und-erziehen.de

73 Glosse

Die Soundmaschine

74 Impressum, Vorschau

Mitmachen

Wer betreut

unser Kind?

Drei Familien

erzählen, wie's

bei ihnen läuft

[ 46 ]

Ultraschall

Spannend:

das erste Date

mit dem Baby

[ 44 ]

Hokus-Pokus

Erziehungs-

Zaubertricks

von Eltern

[ 18 ]

& gewinnen!

Der große

Ratgeber

6 Leben mit Kindern 0 – 1

• Kind und Hund –

so geht das gut

• Schutz vor Mücken

10 Leben mit Kindern 1 – 3

• Tracht ist Trumpf:

Mode für die Kleinen

• Dialekt oder

Hochdeutsch?

14 Leben mit Kindern 3 – 6

• Wenn der Berg ruft –

wandern mit Kindern

• Fit für die Urlaubsfahrt

34 Gesundheit & Pflege

• Babys erste Maniküre

• Lieber baden

oder duschen?

38 Ernährung

• Experten verraten,

was ihre Kinder

naschen dürfen

• Leser-Sprechstunde

zur Baby-Ernährung

52 Elternleben

• Mehr Fülle fürs Haar

• Unsere Lieblings-Blogs

Wickelkommode, Kinderbett und

Kleiderschrank von Paidi warten

auf die glück lichen Gewinner

[ 58 ]

KINDERZIMMER

IM WERT VON 1650 EURO

Mit anderen Eltern quatschen,

Erfahrungen austauschen,

Freunde finden:

www.leben-und-erziehen.de

Leben & erziehen 9/2014 5


MIT KI

Fotografin Grace Chon liebt

Hund Zoey und Baby Jasper.

Und wir die Fotos der beiden.

Noch mehr davon unter

zoeyandjasper.tumblr.com

und auf

leben-und-erziehen.de/bello

Bello und Baby

Wie werden aus Hund und Kind Freunde? Kann das überhaupt

gut gehen? Natürlich. Wenn die Eltern wissen, wie ihr Tier tickt

Der Nachwuchs ist da. Und

steht sofort im Mittelpunkt.

Da, wo bisher der Hund war.

„In dieser Situation machen

die meisten Eltern einen

großen Fehler“, sagt Tierpsychologe

Jürgen Seidel aus

Ravensburg, Hundebesitzer

und Vater von drei Kindern.

„Sie haben dem Tier gegenüber

ein schlechtes Gewissen

und widmen sich ihm

ganz intensiv, wenn das

Kind schläft.“ Ist das Baby

wach, wird der Hund wieder

links liegen gelassen.

Die Botschaft, die dieses

Verhalten dem Tier vermittelt,

ist: „Es geht mir gut,

wenn das Kind weg ist. Ist es

da, ist das schlecht für mich.“

Und schlecht für die Beziehung

zum Baby.

Der Hundetrainer rät deshalb,

den Hund von Anfang

an miteinzubeziehen. Er

wird anfangs nur noch gefüttert,

bespielt und bespaßt,

wenn das Kind dabei ist. Ist

das Baby nicht mit von der

Partie, wird auch der Hund

nicht oder zumindest nicht

groß beachtet. „Kinder werden

nicht als ranghöher angesehen,

deshalb muss der

Hund positive Erfahrungen

mit dem Baby verknüpfen.“

Er soll keinen Grund haben,

eifersüchtig zu sein. Gleichzeitig

soll auch das Kind

schon früh lernen, dass ein

Tier kein Spielzeug ist. Es tut

dem Hund weh, wenn man

an seinem Fell zieht, ihn in

die Nase oder ins Ohr zwickt.

Er will in Ruhe fressen und

schlafen.

Dass Kinder sich an diese

Regeln halten, ist allerdings

in diesem Alter nicht zu

erwarten. Viel zu schnell

kommen Tier und Baby in

Situationen, in denen selbst

der liebste Hund – vielleicht

nur aus Selbstschutz – nach

dem Kind schnappt. Deshalb

der dringende Appell

von Jürgen Seidel: „Nie, auch

nicht nur für wenige Sekunden,

Kind und Hund alleine

lassen!“

Vogel, Eule und

Eichhörnchen

machen

ordentlich Rabatz.

Sie quietschen,

rattern, rascheln

in ihrem Häuschen

von Silly U, in dem

sich auch noch

Hupe und Spiegel

verstecken.

Baby-Activity

Haus bei

www.pinkmilk.de;

29,90 Euro

6

Leben & erziehen 9/2014


R A T G E B E R

NDERN0–1Jahr

Sanfte Klänge

Einmal anregend,

einmal entspannend:

Die passende Musik

für jede Stimmung gibt

es auf der Doppel-CD

„Baby Klassik“ mit

Werken für die

Kleinsten. Von Sony

Music; 9,99 Euro

Einhand-Schmieren

Das Baby ist da? Dann müssen Sie jetzt

5 (6, 7, 8) Dinge einhändig können, weil

Sie mit der anderen das Kind fest im Griff

haben. Ach ja, mit etwas Übung ist

von der zweiten Hand eventuell noch eine

Fingerspitze nutzbar, das hilft ungemein.

1. Fleisch schneiden

2. Den Kinderwagen einklappen

3. Münzen aus dem Geldbeutel fischen

4. Kochen

5. Ein Butterbrot schmieren

6. Eine Banane schälen

7. Schuhe anziehen

8. Schreiben und tippen

Für Sicheren Babyschlaf

und ruhige Nächte.

Der passt zu dir

Für Babys besser Schlafsack statt Decke: Da sind

sich die Experten einig. Darauf kommt es an

Größe | Die Formel für den

perfekten Schlafsack: Körperlänge

minus Kopflänge plus

zehn Zentimeter. Ist der

Schlafsack zu groß, kann das

Baby in den Schlafsack hineinrutschen

und kühlt leichter

aus. Ist der Schlafsack zu

klein, kann er am Hals und

Arm zu eng sein und das Baby

einschneiden. Können Sie

Ihren Finger gut zwischen

Hals und Halsausschnitt stecken?

Dann stimmt die Größe.

Material | Je nach Raumtemperatur

und Jahreszeit brauchen

Kinder unterschiedliche

Schlafsäcke. Ideal im Sommer

sind atmungsaktive Materialien,

die die Feuchtigkeit von

der Haut wegleiten. Besonders

praktisch ist ein mitwachsender

Schlafsack, der aus mehreren

Teilen besteht: einem

Sommerschlafsack und einer

warmen Hülle für den Winter.

Verschlüsse | Am schnellsten

lassen sich Schlafsäcke mit

Reißverschluss öffnen. Ist er

in der Mitte, sollte er sich Richtung

Füße öffnen lassen, bei

seitlichem Reißverschluss

kann der Schlafsack zum Wickeln

besser „weggeklappt“

werden. Für die Schultern

werden meist Knöpfe oder

Druckknöpfe verwendet.

Klettverschlüsse müssen sehr

robust sein, damit das Baby sie

nicht öffnen kann.








SCHLAF-SPRECHSTUNDE

Sie haben eine Frage zum Thema Schlafen? Dann rufen

Sie unsere Expertin Dr. Daniela Dotzauer

(www.dr-dotzauer.de) an. Montag, 25. August 2014,

von 12 bis 14 Uhr unter Telefon 08 21/45 54 81 - 52

Die komplette Schlafumgebung

von Alvi:




www.alvi.de


R A T G E B E R

MIT KINDERN

Leben0-1Jahr

Wickelauflage

Mit Baumwollbezug im Design „Funky Apples“ von millemarille über

www.DaWanda.com; 56,90 Euro

Lieblings-Obst

APFEL

Strampler

Aus Baumwoll-

Feinripp. Bei

www.bodendirect.de;

ab 18 Euro

Kuschel-Igel

Mit einer Tasche für

kleine Schätze. Igel

Paul, www.kaethekruse.de;

24,95 Euro

Lätzchen

Aus Baumwolle mit

Klettverschluss. Bei

www.vertbaudet.de;

9,95 Euro (3er-Pack)

Fütterlöffel

Aus Melamin. Von

Arty Frog Paris über

www.mein-teller.de;

1,99 Euro

Sendeschluss

Läuft der

Fernseher im

Hintergrund,

sprechen Eltern

weniger mit ihrem

Kind — mit

negativen Folgen

für dessen

Sprachentwicklung.

QUELLE: JOURNAL OF

CHILDREN AND MEDIA

99 %

meiner Zeit

ist für das

Baby,

1 %

für mich.

Und bei

diesem 1 %

habe ich

sogar

noch ein

schlechtes

Gewissen!“

DREW BARRYMORE,

MAMA VON

FRANKIE (4 MONATE)

UND OLIVE (2 JAHRE)

FRAGE AN DEN EXPERTEN

Schutz vor

Mücken

Wir fahren mit Maren

(7 Monate) in den

Ferien an die Küste.

Angeblich gibt es dort

viele Mücken. Kann ich

für Maren Mückenspray

verwenden oder

ist sie dafür zu klein?

Hautarzt Dr. Hans-Georg

Dauer aus Köln antwortet:

W

enn Sie nicht gerade

ins Malaria-

Gebiet fahren, rate ich

Ihnen von Mückenspray

ab: Unter Umständen

können die giftigen

Substanzen vom Körper

aufgenommen werden.

Testen Sie lieber natürliche

Repellents wie eine

Kampfer- oder Lavendeltinktur,

die Sie auf die

Kleidung tupfen. Ziehen

Sie Maren dünne, lange

Sachen an. Ein Moskitonetz

über Kinderwagen

und Bett schützt sie

beim Schlafen. Meiden

Sie Plätze an Blumenbeeten

oder parfümierte

Babyseifen ebenso wie

Lichtquellen, wenn Sie

abends draußen sitzen.

Sollte doch mal eine

Mücke zustechen,

reiben Sie den Stich mit

einem kühlen Zwiebelextrakt

ein, das hilft.

FOTOS: GRACE CHON (3), HERSTELLER (6), PRIVAT (12)

Diese Experten stehen unserer Redaktion zur Seite

Schwangerschaft Dr. Hiltrud Kessler, Frauenärztin, und Irene Gruber, Hebamme | Stillen Brigitte Benkert, Stillberaterin | Ernährung Dr. Ute Alexy, Ernährungsberaterin |

Entwicklung Prof. Dr. Sabina Pauen, Entwicklungspsychologin | Schlafen Dr. Daniela Dotzauer, Baby-Coach | Kindergesundheit Dr. Herbert Renz-Polster,

Kinderarzt | Homöopathie Dr. Patrick Kreisberger, Homöopath und Kinderarzt | Erziehen Dr. Anita Schächter, Kinderpsychologin | Fernsehen & Co. Elisabeth

Schallhart, Medienpädagogin | Kindergarten Martina Bentenrieder, Erzieherin | Familienpolitik Claudia Hagen, Familienbund der Katholiken

8

Leben & erziehen 9/2014


1

Stufe

mit

Schritt für Schritt die passende

Entwicklung für Ihr Baby

Stufe 3

STAGES

Stufe 2


Hündchens Lernspaß Zug fährt ganz von alleine und spielt Lieder. Dabei “wächst” er

im gleichen Tempo wie Ihr Baby. Denn mit der neuen Smart-Stages Technologie schalten

Sie die nächste Stufe frei, wann immer Ihr Kind so weit ist.

Fisher-Price. Entdecke auf deine Weise.

Stufe

1

Stufe

2

Stufe

3

Lass uns

Spaß haben!

Zeit zum Entdecken – Die

natürliche Neugier wird

mit Musik, Geräuschen und

Bewegungen unterstützt und die

ersten Wirkungszusammenhänge

werden erkannt.

Lass uns

Neues

entdecken!

Zeit zum Mitmachen – Bei der

Interaktion mit Hündchens

Lernspaß Zug werden Buchstaben,

Farben und vieles mehr wiederholt,

und ganz nebenbei werden erste

Aufgaben gelöst.

Lass uns

spielen!

Zeit fürs Rollenspiel – Sind alle

an Bord des Zuges? Durch die

eigene Vorstellungskraft beginnt

der kreative Umgang mit dem

Spielzeug.

facebook.com/FisherPriceDE

Teilen Sie Ihre Erfahrungen

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Der Hut steht ihm sicher gut! Aus

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„I bin a Lausbub.“

Auf welchen kleinen Kerl

trifft das nicht zu? Für sie

alle ist dieses Tuch.

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Eine optische Täuschung

sind die Kinderbodys im

Lederhosen- und

Dirndl-Look. Von

Sanetta; je 17,95 Euro

Ziegenvelours-Leder hose

mit Stickereien von

Almsach und dazu ein

klassisches Hemd von

Isar Trachten. Beides

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15,90 Euro (Hemd)

Ein Lebkuchenherz

schmückt den Teller;

aus Melamin und

personalisierbar.

Von www.mein-teller.de;

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Hui,

So aufgebrezelt geht‘s

auf die Wiesn. Lederschuh

„Brezel“ mit

Gummisohle. Bei

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guat aus

Madl im Dirndl, Buam in

der Lederhosen: Tracht ist in

Der Hosenträger mit

Wildleder peppt jede

Jeans auf. Bei www.

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„Oktoberfest“ heißt die

Kindergartentasche mit

Brotbox und Karabinerhaken.

Von www.kaethekruse.de;

29,95 Euro

Rüschen und Blümchen

zieren das pinke Dirndl

inklusive weißer Bluse.

Von Isar Trachten.

Bei www.kidstracht.de;

59,90 Euro

10

Leben & erziehen 9/2014


R A T G E B E R

1-3Jahre

6 Gründe, 6 Minuten

eher loszugehen

Mit einem kleinen Kind dauert es immer

länger als gedacht, weil

die Schnecke auf dem Bürgersteig

gerettet werden muss

Kuschi unbedingt mit muss,

aber im Schuhregal vergessen wurde

eine Schaukel auf dem Weg lockt

der Ausruf „Windel voll“ genau dann erfolgt,

wenn das Kind angeschnallt

und der Motor angelassen wurde

der kleine Begleiter unbedingt den Kinderwagen

schieben will, statt sich reinzusetzen

ein Trotzanfall schon mal sechs ewige Minuten

dauern kann

FRAGE AN DEN EXPERTEN

Dialekt oder Hochdeutsch?

Mein Mann und ich sind aus Oberbayern und

sprechen Dialekt. Ist es ein Problem, wenn wir

Lisa (18 Monate) nicht von Anfang an korrektes

Hochdeutsch beibringen?

Professor Dr. Anthony Rowley, Sprachwissenschaftler

in München, antwortet:

Ü

berhaupt nicht. Im

Gegenteil, Sie tun

Ihrer Tochter Gutes,

denn diese Form der

„Zweisprachigkeit“

wirkt sich positiv auf

die geistige Entwicklung,

auf Lisas sprachliche

Kompetenz und

ihre Ausdrucksfähigkeit

aus. Wenn Sie in

Ihrer Familie und mit

Freunden Dialekt

sprechen, sollten Sie

das unbedingt auch

mit Ihrem Kind tun.

Die Sprache vermittelt

Ihrer Tochter das Gefühl

dazuzugehören.

Wenn Sie dagegen

ins Schriftdeutsche

wechseln, könnte das

falsch klingen oder

sehr gestelzt. Und

machen Sie sich keine

Sorgen, dass Lisa so

kein Hochdeutsch

lernt: Durch Einflüsse

von außen, vor allem

durch die Medien,

erwerben Kinder das

passiv, ganz ohne

Ihr Zutun. Bleiben Sie

einfach bei Ihrem

Dialekt und reden Sie

mit Ihrem Kind, wie

Ihnen der Schnabel

gewachsen ist!


Die neue Freiheit

für kleine Kinderfüße

ist ganz kuschelig.

„Extra weiches Leder

und kuschelige Details.“

gespiegelt

Wenn es draußen kalt wird, müssen kleine Füße gut

gerüstet sein. Unsere Elefanten Free Schuhe schenken

Kinderfüßen den richtigen Halt ohne sie einzuengen.

Sie passen sich durch ihre fl exible Sohle jeder

Bewegung in alle Richtungen perfekt an. Damit sich

Kinder jederzeit optimal entwickeln können.

Kinderfüße in besten Händen

gespiegelt

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Leben

MIT KINDERN

R A T G E B E R

1-3Jahre

la,la,la

Die neue Freiheit

für kleine Füße.

Tanz, Marie!

Sie wippen und wackeln, klatschen und

hüpfen. Was so putzig aussieht, ist

eine komplizierte Angelegenheit:

Beim Tanzen trainieren Kinder ihre Sinne

K

aum ist die Musik an, bewegen die Kinder

sich im Takt dazu. Das passiert schon bei

den Kleinen ganz automatisch: „Die Musik

spiegelt sich in ihrer Körperbewegung wider“, so

Prof. Dr. Renate Zimmer, Professorin für Sportund

Bewegungswissenschaft an der Universität

Osnabrück. Dabei werden viele zentrale Fähigkeiten

des Kindes angeregt, zum Beispiel das

Gleichgewichtsempfinden und die Körperwahrnehmung.

„Beim Tanzen greifen viele Reize

ineinander, das wirkt sich positiv auf die Sinnesentwicklung

des Kindes aus.“

Schon Babys reagieren auf Musik. Unter einer

Voraussetzung. „Kinder brauchen harmonische

Musik, die einen Rhythmus erkennen lässt“,

erklärt die Expertin. Wilde Technobeats oder

Heavy Metal also eher nicht, „das Kind soll ja nicht

irritiert sein“. Doch bei gut strukturierter Musik

sind die Kleinen nicht wählerisch, von Klassik bis

Rolf Zuckowski werden sie mitschunkeln.

Am liebsten mit Mama oder Papa. Denn zusammen

durchs Zimmer zu hotten, bringt mehr als

nur Spaß. Prof. Zimmer: „Der intensive körperliche

Kontakt, das liebevolle Miteinander ist ganz

wichtig für die Bindung des Kindes zu den Eltern.“

Dafür kann das Kind auf Mamas Arm mitwiegen,

aber auch an ihrer Hand springen. Wie Eltern mit

ihrem Kleinen tanzen, ist egal, Hauptsache, sie

entfachen die Freude am Bewegen. Wie herrlich

ansteckend diese Freude ist, zeigt Pampers in der

Sommerinitiative 2014 „Mit Tanzen spielend

Babys gesunde Entwicklung fördern“ im Internet

unter www.pampers.de und auf www.facebook.

com/PampersDeutschland.

FOTOS: ISTOCKPHOTO.COM (2), HERSTELLER (12)

Querrillen

machen die Sohle

noch biegsamer.

Durch die Aussparung

in der

Mittelsohle kann

sich der Fuß in jede

Richtung bewegen.

Der abgerundete

Absatz unterstützt

das

Abrollen.

1. Der Fuß fi ndet die

natürliche Abrollbewegung

über

den großen Zeh.

2. Beim Abrollen

kann der Fuß

sich in jede Richtung

bewegen.

3. Die Abrollbewegung

wird im

Zehenbereich

unterstützt.

Kinderfüße in besten Händen

www.elefanten.de


Wenn der Berg ruft

Dann kommt die ganze Familie.

Wie Wandern für alle zum Abenteuer wird

K

inder wandern anders.

Sie nehmen die Umgebung

anders wahr, sie haben

andere Interessen, sie haben

andere Ziele. Wenn Eltern

das bei der Vorbereitung beachten,

wird der gemeinsame

Ausflug in die Berge für

alle ein spannendes Erlebnis.

„Entscheidend ist die Wahl

der Route“, sagt Caroline

Chaillié, beim Deutschen

Alpenverein zuständig für

Familienbergsteigen. „Suchen

Sie zum Beispiel einen

abwechslungsreichen Steig

aus, mit einer Alm mit Tieren,

mit einem Bach, einem

Wasserfall.“ Insgesamt sollte

die Gesamt-Gehzeit pro Tag

Ideal für kurze Beine

x MONTELINO‘S

ERLEBNISWEG

(Saalbach

Hinterglemm)

Mit Spielstationen

und vielen Rätseln

x MÄRCHEN-

WANDERMEILE

(Trebesing)

Hexe Kniesebein

wartet schon im

Märchenwald

bei Kindergartenkindern

höchstens vier Stunden sein,

je nachdem, wie fit der Nachwuchs

ist.

Gut ausgestattet sind die

Kinder mit Wanderschuhen,

reichlich Essen und Trinken,

Sonnen- und Regenschutz

sowie einer warmen Jacke.

„Zusätzlich sollten Eltern

eine Reiseapotheke dabei

haben und ihr Handy“, empfiehlt

Caroline Chaillié.

Ist der Weg dann voller kleiner

Entdeckungen (das kann

auch nur ein Ameisenhügel

sein) und locken Attraktionen

wie eine Burgruine,

bleiben die Kleinen sicher

begeistert bei der Sache.

x WASSER-

WANDERWEG

(Hittisau)

Quellen, Sümpfe,

Wasserfälle: Alles

rund ums Wasser

Die Broschüre

„Wandern und

Bergsteigen mit

Kindern“ gibt es

beim Deutschen

Alpenverein

kostenlos als

Download (www.

alpenverein.de)

FRAGE AN DEN EXPERTEN

Schon

wieder weg?

Anna (4) verliert ständig

Dinge: Jacke, Spielsachen,

Sportbeutel. Allerdings

scheint sie das nicht weiter

zu stören. Wie bringe ich

ihr bei, besser auf ihre

Sachen aufzupassen?

Diplompädagoge und Erziehungsberater

Thomas Rupf

aus Wittenborn antwortet:

ndem Sie ihr zeigen, dass

I diese Sachen wichtig sind.

Anna lernt das aber nur,

wenn Sie nicht zu schnell

eingreifen und für Abhilfe

sorgen. Ich habe die Erfahrung

gemacht, dass Eltern

dazu neigen, alles gleich

selbst zu regeln. Für

das Kind hat das Vergessen

keine Konsequenzen. Hat

Anna etwas verloren, muss

sie natürlich mitsuchen und

(soweit sie das kann) das

Problem klären. Diese Verantwortung

gibt den Dingen

eine andere Gewichtung.

Geht ein Spielzeug verloren,

gibt es auch nicht gleich Ersatz.

Wenn Anna lange auf

ein neues Teil warten muss,

vielleicht sogar selbst etwas

dazu beisteuert, wird dieses

Spielzeug für sie gleich viel

wertvoller.

Das Küken kriegt ein Geweih, die

Raupe einen Schnauzer. Mit den

über 120 Stickern in „Fratzen

machen ... mit Pipa!“ werden

aus Obst und Gemüse, Mensch

und Tier skurrile Gestalten.

(Ab 5) Coppenrath; 7,95 Euro

FOTOS: HERSTELLER (4), MASTERFILE

14

Leben & erziehen 9/2014


R A T G E B E R

3-6Jahre

Fit auf

der Fahrt

Manchen Kindern

wird bei der Autofahrt

in den Urlaub

leicht schlecht.

Auf das Essen ganz

verzichten sollen sie

aber deshalb nicht,

rät Dr. Monika

Niehaus vom Berufsverband

der Kinderund

Jugendärzte

in Thüringen. Denn

der leere Magen

verstärkt die Übelkeit

oft zusätzlich.

Am besten etwas

Leichtes wie Zwieback,

ein Stück Brot

oder Salzstangen

anbieten — keine

fettigen Sachen oder

Milchprodukte.

Von uns

getestet

Bastel-

Box

Nichts fehlt. Das ist das Tollste: Wenn die Filibox ins Haus

flattert, kann das Basteln sofort losgehen. Alles, wirklich

alles, was benötigt wird, steckt in der Schachtel.

Zu einem bestimmten Thema wie Zaubern oder Wetter

sind verschiedene Projekte im Karton, immer mit einer

verständlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung und hochwertigem

Zubehör. Für Kinder von drei bis acht.

Bei www.filibox.de; Box einzeln erhältlich (22,90 Euro)

oder als Abo (ab 18,90 Euro pro Monat)

Zeit ist relativ

Kinder leben im Hier und Jetzt. Ein

Dreijähriger kann mit Begriffen wie

„gestern“ ebenso wenig anfangen

wie mit „in drei Stunden“. Deshalb

hilft es den Kleinen, die Zeit in für

sie verständliche Einheiten einzuteilen.

Übersetzen Sie Zeitspannen

für Ihr Kind deshalb doch einfach:

• drei Minuten: fünfmal von

der hohen Rutsche rutschen

• zehn Minuten: eine Folge

vom Sandmännchen

• eine halbe Stunde: das Eisbär-

Puzzle fertig machen

• zwei Stunden: die Fahrt zu Oma

• übermorgen: noch zweimal

schlafen

LEGO, das LEGO Logo und DUPLO sind Marken der LEGO Gruppe. ©2014 The LEGO Group. 110015 DE

TOLLE ABENTEUER

FÜR MUTIGE

RITTER

10577

Große Schlossburg

10569

Schatzraub

10568

Ritterturnier

LEGO.com/DUPLO


LEBEN MIT KINDERN Entwicklung

arbeit

Säuglinge lieben ihre Hände: Sie

können so schön an ihnen saugen,

lutschen, nesteln. Deshalb: Daumen

hoch für Babys Fingerspiele!

Schon in Mamas

Bauch lutschen Babys

gern am Daumen

Mein Sohn Valentin,

zwölf Wochen alt,

rudert ziellos mit

den Armen in der Luft, bis

sich seine Hände treffen. In

aller Ruhe betasten sie sich

gegenseitig. Die Finger der

einen Hand nesteln an

denen der anderen, bis sie

verknotet sind. Dann löst

Valentin sie wieder, formt

die Hände zu Fäustchen und

will sie in den Mund schieben.

Geht nicht, also nuckelt

Valentin an den Handballen

und saugt die Finger ein.

Höchst vergnügt sieht er

dabei aus.

„Hände sind das ideale Spielzeug

für Säuglinge, die sich

gerade selbst kennenlernen“,

sagt Kathinka Löb, Hebamme

aus Bamberg. „Indem sie

ihre Hände betrachten und

ausgiebig betasten, lernen

Babys, wo am Körper die

Hände sind. Die Kinder erkennen,

dass die Hände zu

ihnen gehören und zu etwas

zu gebrauchen sind.“

Doch Babys Handarbeit ist

mehr als Lernen: Wenn sie

ihre Finger in den Mund stecken,

beruhigen sich die

Der Mund ist toll, um

die Welt zu erforschen

Kleinen oft selbst, ohne die

Hilfe von Mama oder Papa.

Zum Daumenlutscher werden

sie deshalb nicht gleich:

„Das Saugen und Erkunden

der Hände mit dem Mund ist

ein normaler Entwicklungsschritt“,

sagt Kathinka Löb.

Haben Babys ihre Hände erforscht,

sind irgendwann

andere Dinge oder Körperteile

dran, die sie mithilfe

des Mundes studieren. „Vielleicht

steckt bald ein Zeh in

Babys Mund!“

Erste Fingerspiele machen

Säuglinge schon in Mamas

Bauch – der Tastsinn an den

Händen ist gegen Ende des

dritten Schwangerschaftsmonats

ausgebildet. Deshalb

können viele Mütter

ihre ungeborenen Kinder bei

den Ultraschalluntersuchungen

beim Daumenlutschen

beobachten.

Ihre Welt so zu be-greifen

und be-tasten, ist wichtig für

die Entwicklung der Kleinen.

Deshalb ziehen ihnen Eltern

besser keine Handschuhe

an; falls sie sich mal im Gesicht

kratzen, ist das ja nicht

schlimm.

Nachdem Valentin seine

Finger ausgiebig abgelutscht

hat, rudert er wieder mit den

Armen in der Luft. Bis sein

Blick eine Hand einfängt.

„Hoppla, was ist das denn?“,

scheint er zu fragen. Fasziniert

bestaunt mein Sohn

die Hand. Dann lässt er sie

wieder fallen. „Hm, wo ist

das interessante Ding denn

hin?“ Bald, lieber Valentin,

wirst du es wiederfinden!

nadine luck

FOTOS: ISTOCKPHOTO.COM

16

Leben & erziehen 9/2014


Die eigenen Finger

sind ein ideales

Spielzeug für Babys.

Sie bestaunen ihre

Händchen, als wären

sie ein Feuerwerk

Leben & erziehen 9/2014 17


LEBEN MIT KINDERN Erziehung

Simsalabim!

Erziehung ist ein echtes Kunststück –

schade, dass Eltern nicht zaubern können.

Oder doch? 34 Tricks von und für Eltern

Unsere

Expertin

Kunststück 1

Die ewige Trödelei

oder: der Trick

mit der Vorspultaste“

trick 1:

„Ich will zum Bus, meine Tochter (3)

will noch spielen. Ich sage: Kein Problem,

spiel in Ruhe fertig. Dann fährt

der Bus eben ohne uns und wir nehmen

das Auto. Und schwupps! – steht

sie an der Tür. Wirkt nur, weil sie Busfahren

so liebt.“

Daniela, eine Tochter (3)

trick 2:

Ersetzen Sie „Beeil dich!“ durch „Jetzt

aber Vollgas!“. Oder verwandeln Sie

Ihr Kind – Simsalabim! – in eine Rakete!

trick 3:

Wer gewinnt gegen die Zeit und ist

fertig, bevor die Eieruhr läutet?

Magister Helga

Kernstock-Redl

ist Psychologin,

Psychotherapeutin,

Emotions-Coach

und Buchautorin.

Ihr Spezialgebiet ist

der achtsame

Umgang mit starken

Gefühlen. Sie hat

ihre Praxis in Wien

18

Leben & erziehen 9/2014


Kunststück 2

„Der tägliche

Kampf im Bad oder:

Erste Hilfe beim

Zähneputzen, Kämmen

und Eincremen“

trick 1:

Erzählen Sie eine Zahnputzgeschichte:

„In der Höhle gab es eine wilde Bärenparty!

Mach mal den Mund weit auf,

damit ich saubermachen kann. Oh!

Da liegt noch einer, der hat wohl zu

viel Kakao getrunken. Raus mit dir,

die Party ist vorbei! Oh! Und was

haben wir denn da? Lass mich mal

sehen! Huch! Noch ein Rest Schokolade.

Und wer versteckt sich da

zwischen den Vorderzähnen? ...“

Und morgen wird der Mund zum

Freibad und die Zunge ist die Rutsche.

trick 2:

„Wir haben zwei Bürsten und drei

Zahnpasten. Meine Tochter verkauft

mir jeden Tag die Utensilien zum

Putzen. Seitdem macht ihr die Zahnpflege

Spaß.“

Tina, eine Tochter (2 ½)

trick 3:

Zuerst Zähneputzen oder den Schlafanzug

anziehen? Wer die Wahl hat,

macht Mama und Papa meist weniger

Stress.

trick 4:

Hat Ihre Tochter schon gewusst, dass

Prinzessinnen und Balletttänzerinnen

ihre Haare kämmen, bis sie glänzen?

trick 5:

Frisieren tut weniger weh, wenn man

es selbst versuchen darf.

trick 6:

Eröffnen Sie jeden Morgen Ihren

Friseursalon! Stuhl vor den großen

Spiegel stellen, die junge Kundschaft

begrüßen: „Was darf ich heute für Sie

tun? Flechtfrisur? Oder lieber Pferdeschwanz?“

Zum Abschied gibt es ein

Gummibärchen für die Kundin.

trick 7:

Stillhalten beim Anziehen fällt

Babys leichter, wenn Mama dabei

den lustigen Hut aufsetzt, an dem

die Federn und Holzperlen hängen.

trick 8:

Schmusen statt eincremen? Mama

schmiert sich Creme auf die Backen,

das Kind wird geherzt und die Creme

verteilt sich von selbst.

trick 9:

Pflege-Spiel: Rate mal, was ich dir mit

der Creme auf den Bauch male? Einen

Fisch? Ein Auto? Jetzt müssen wir die

Tafel wischen, damit das nächste Bild

Platz hat.

trick 10:

Sonnencreme aus der Tube? Langweilig!

Zum Glück gibt’s Sprühflaschen.

Kind aufstellen, einen halben Meter

zurückgehen, zielen und spritzen.

Danach ist Ihr Kind an der Reihe.

Kleiner Tipp

am Rande

Ein Rollentausch wirkt Wunder.

Lassen Sie sich mal von

Ihrem Mann die Augentropfen

verabreichen, vom Kind

die Haare kämmen. Dann

verstehen Sie, warum es

so schwer ist, dabei

ruhig zu bleiben.

Leben & erziehen 9/2014 19


LEBEN MIT KINDERN Erziehung

Kleiner Tipp

am Rande:

Erwähnen Sie

nie – niemals! –

das Wort

„Aufräumen“ in

Gegenwart

Ihrer Kinder.

Nennen Sie es

Bodenpolizei,

Suche-und-

Finde-Spiel,

Tabula rasa,

Müllabfuhr oder

sonst wie, wenn

Sie nicht alleine

auf dem Chaos

sitzenbleiben

möchten.

Kunststück 3

Die Chaos-Theorie

oder: Ordnung ist das

halbe Leben

trick 1:

„Als Zweijähriger hat unser Sohn gern

im Haushalt geholfen. Jetzt lässt die

Motivation stark nach. Er will lieber

spielen und ist genervt, dass wir

beschäftigt sind. Jetzt küren wir ihn

zum Tischkönig. Den Job gibt es auch

im Kindergarten: Er darf den Tisch

decken, abräumen und wischen.

Seitdem klappt’s!“

Bernhard, ein Sohn (4)

trick 2:

Machen Sie ein Geheimnis aus

der Sache! Flüstern Sie Ihrem Kind

ins Ohr: „Lass uns heimlich den Müll

rausbringen ... Mal sehen, wann Mama

es merkt!“

trick 3:

„Eigentlich eine tolle Idee: Wir hatten

einen Würfel und das Wohnzimmer

voller Spielsachen. Ich schlug vor:

So viele Augen, wie der Würfel zeigt,

sammeln wir Sachen vom Boden auf

und werfen sie in die Kiste. Wer eine

Sechs hat, muss sechs Teile aufräumen.

Dummerweise würfelte

ich zuerst die Sechs …“ Tipp fürs

nächste Mal: Wer eine Sechs würfelt,

darf eine Runde pausieren.

Marlene, eine Tochter (3)

Kunststück 4

„Der Hungerstreik oder:

1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 – guten

Appetit ihr Lieben!“

trick 1:

Wie bringt man die Kleinen dazu,

Neues zu probieren? Vielleicht mit

diesem Satz: „Ich weiß nicht, ob du

dich das probieren traust, aber ich

wäre auf deine Meinung gespannt.“

trick 2:

Mit jedem Bissen verändert sich

das Brot. Was ist es diesmal?

Ein Dinosaurier?

trick 3:

Wurstbrote sehen für Kinder appetitlicher

aus, wenn sie mit einer Plätzchenform

ausgestochen wurden.

trick 4:

Reis mit buntem Gemüse? Bäh!

Regenbogenreis? Klingt nicht schlecht!

Fisch? Pfui! Meerfleisch? Kann man

mal probieren!

trick 5:

Wussten Ihre Jungs, dass man besser

Tore schießen kann, wenn man Äpfel

isst? Und Mädchen bekommen davon

glänzendes Haar!

trick 6:

Kindern tut man einen Gefallen, wenn

man abends frühzeitig isst – je müder,

desto kleiner der Appetit, desto größer

das Theater.

Kleiner Tipp

am Rande:

Jeden Tag

Nudeln?

Vertrauen

Sie darauf,

dass auch

diese Phase

vorbeigeht, und

genießen Sie

Ihr Essen!

Früher oder

später kommen

die Kleinen von

selbst auf den

Geschmack.

20

Leben & erziehen 9/2014


Morgens

schon Lust zu

tanzen?

Bis

zu trockener

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LEBEN MIT KINDERN Erziehung

Kleiner Tipp

am Rande:

Strategien

entwickeln!

Wenn‘s klemmt,

in die Trickkiste

greifen und

auswählen,

was helfen

könnte: dem

Kind die Wahl

lassen, seinen

Ehrgeiz

wecken, die

Dinge

schönreden,

Märchen

erzählen,

vorwarnen ...

Kunststück 5

„Ab durch die Mitte

oder: 1 geteilt durch 2

ist nicht so einfach“

trick 1:

Gerecht teilen geht einfacher, wenn

einer halbieren darf und der andere

aussuchen.

trick 2:

„Wenn wir Besuch bekommen, dürfen

die Kinder vorher ihre Lieblingsspielsachen

in Sicherheit bringen. Dafür

dürfen die Gäste mit allen anderen

Dingen spielen.“

Monika, ein Zwillingspärchen (4)

Kunststück 6

„Zugabe!, Zugabe!

Oder: Jetzt ist

Schluss mit lustig!“

trick 1:

Aufhören, wenn es am schönsten ist,

fällt schwer, vor allem im Karussell.

„Wir bringen den aktuellen Lieblingshelden

ins Spiel: Prinzessin Lillifee hat

auch mal so lange geschaukelt und

dann wurde ihr soooo schlecht, dass

sie eine Woche im Bett liegen musste.“

Verena, zwei Töchter (1 und 3)

trick 2:

Vorwarnungen verkraften Kinder

besser als ein abruptes Ende. Beim

Schaukeln/Spielen/Scherzen den

Countdown runterzählen. Einmal

noch. Und. Dann. Ist. Schluss! Und

dabei bleibt es.

trick 3:

Ein Anreiz auf etwas Neues lenkt ab:

„Oh, du wolltest doch noch Eis essen.

Also wenn wir da nicht gleich hingehen,

dann macht der Laden zu.“ –

„Komm, lass uns mal nachsehen,

ob der Papa schon zu Hause ist.“

trick 4:

„Bei uns hilft Empathie: Ich zeige

meinem Sohn das Mädchen, das an

der Schaukel wartet. Und erinnere ihn

daran, wie lange er zuletzt warten

musste, weil ein Kind endlos geschaukelt

hat. Das macht es ihm leicht,

seinen Platz aufzugeben.“

Katrin, ein Sohn (4)

trick 5:

Verteilen Sie Gutscheine! So ist

die Bildschirmzeit wöchentlich

begrenzt und die Fragerei hat ein Ende.

Funktioniert auch am Karussell: Wir

haben drei Chips, danach ist Schluss!

trick 6:

„Jeden Tag drei Folgen ,Feuerwehrmann

Sam‘. Das versteht mein Sohn

besser, als wenn ich sage: Nach einer

halben Stunde ist Schluss.“

Silvia, ein Sohn (5)

ILLUSTRATIONEN: STEPHANIE WUNDERLICH; FOTO: PRIVAT

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Leben & erziehen 9/2014


Kunststück 7

Die Süßigkeitenfalle

oder: home, sweet

home!“

schweden-trick:

In Schweden bekommen Kinder am

Wochenende eine Süßigkeitentüte.

Den Inhalt dürfen Sie sich über

die Woche selbst einteilen. Falls

Ihre Kinder noch kleiner sind, packen

Sie Tagesrationen.

Kunststück 8

„Pippi-Kacka-Pups

oder: Ich hab mich

wohl verhört“

weghör-trick:

Die Pippi-Kacka-Wörter werden umso

uninteressanter, je öfter Eltern sie

überhören. Wenn’s zu bunt wird, hilft

eine Auszeit: Fünf Minuten dürfen die

Wörter rausgelassen werden, die sonst

verboten sind. Dann ist Schluss damit.

Kunststück 9

„Wenn alles nichts

hilft, dann sollte man

was essen!“

ess-trick:

Egal, was der Auslöser ist: Hinter

den meisten Krisen junger Menschen

steckt Hunger oder Müdigkeit. Da

wirkt ein Stück Brezel oft Wunder.

Kunststück 10

„Hau den Lukas

oder: Wohin mit

meiner Wut?“

haudrauf-trick:

Statt „Hauen ist verboten!“, sollten

Eltern sagen: „Du darfst niemandem

wehtun!“ In der Wut auf ein Kissen

einschlagen oder mit dem Fuß aufstampfen

darf aber mal sein. Danach

kann man in Ruhe über die Sache

sprechen.

silke weiher

Atmungsaktive Windel

ohne atmungsaktive Creme?

Ziemlich sinnlos.

Höchste Zeit für den atmungsaktiven Linola Schutz-Balsam

Papierwindeln sind heutzutage kleine technologische

Wunderwerke. Hinter ihren atmungsaktiven

Eigenschaften stecken engagierte Forscher. Bei

den Baby-Cremes allerdings hat sich nicht viel

getan. Sie wirken vielfach „ok klusiv“ (abschließend),

sagen die Hautärzte.

Ganz anders der neue Schutz-Balsam von

Linola. Er hält Reizstoffe wie Harn oder Stuhlreste

nachhaltig von der Haut und aus den Hautfalten

fern. Trotzdem kann die Haut weiter atmen.

Er ist frei von Mineralfetten (z. B. Vaseline), frei

von Silikonen und Duftstoffen. Er enthält auch

keine mineralischen Partikel (z. B. Zinkoxid).

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Die Babyhaut wird

geschützt und kann

zugleich atmen

Ganz nebenbei:

69 % aller Eltern in einer Vierwochen-Studie*

haben erklärt,

Linola Schutz-Balsam ließe sich

leichter entfernen als ihre herkömmliche

Creme.

* Proderm, Hamburg 2013, Data on file,

Dr. August Wolff

Apotheken-Merkzettel:

Atmungsaktiver

Linola Schutz-Balsam

für den Baby-Popo

PZN 10017585


Was Kindern so alles durch den Kopf geht – zum Staunen und Schmunzeln

„Also,

ich bin bereit

fürs Traktorenrennen!


Julian (1) freut sich,

dass er schon

richtig Traktor

fahren kann.

[ Antje Kurbel,

Burladingen ]

Mama zieht morgens

das Rollo hoch.

Die Sonne scheint

aufs dreckige

Fenster. Levke (3)

ruft begeistert:

„Ui,

das Sandmännchen

hat

Sternenstaub

auf

mein Fenster

gemacht!“

[ Simone Gerhardt,

Fulda ]

„Ist das jetzt

zum Lachen

oder

Weinen?“

Wenn Mama singt, ist sich

Theresa (3 Monate) da

noch nicht so sicher.

[ Anne Krieckhaus,

Mettmann ]

Ich erkläre meiner Tochter, dass

ihr Papa arbeiten muss, um Geld

zu verdienen, damit wir zum

Beispiel Kleidung kaufen können.

Isabella (3) kontert:

„Papa muss nicht

mehr arbeiten

gehen! Ich habe

genug T-Shirts

im Schrank!“

[ Annett Göpfert, Stollberg ]

Luke

(11 Monate)

Wir sind

Weltmeister!

[ Christine Schmitteck, Otterwisch ]

Satz des Monats

Nachdem ich mich geschminkt habe,

stellt unser Sohn Malte (3) fest:

Mama,

du siehst aus

wie eine Frau!

[ Nadine Schratz, Osnabrück ]

FOTOS: HERSTELLER, PRIVAT (3)

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Bitte geben Sie Ihre Adresse und Telefonnummer an. Für die Rücksendung der Fotos bitte einen frankierten Rückumschlag beilegen.

24

Leben & erziehen 9/2014


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86153 Augsburg, HRA 15029 Augsburg, Geschäftsführung: Horst Ohligschläger.


GESUNDHEIT Zähne

Putz

Zum Anbeißen süß, wenn Babys zum

ersten Mal beim Lächeln ihre Zähnchen

zeigen! Damit das so bleibt, ist die richtige

Pflege wichtig. So klappt’s von Anfang an

Räumen wir doch erst mal mit

einem Mythos auf: Milchzähne heißen

nicht so, weil Babys vor allem

Milch trinken, sondern weil sie aussehen

wie Milch – weiß, mit einem

bläulichen Schimmer. Sie werden

gern unterschätzt, weil sie aufs

ganze Leben gesehen nur eine

kurze Zeit im Mund bleiben. Aber

sie haben wichtige Funktionen: Mit

ihnen übt das Baby das Kauen und

Beißen. Und sie dienen als Platzhalter,

damit die bleibenden Zähne

nicht schief wachsen. Fest steht

auch: Kinder mit fehlenden Milchzähnen

lernen schlechter sprechen.

Darüber hinaus schwächen kranke

Zähne das Immunsystem.

Nicht alle Milchzähne halten durch,

bis ihre Nachfolger in Stellung sind.

Kariesbakterien sind ihre größten

Feinde. Und die – sorry, liebe Eltern

– übertragen Mama und Papa auf

ihre Kinder: beim Küssen und beim

Ablecken des Schnullers oder des

Breilöffels. Denn alle Babys kommen

ohne schädliche Keime im

Mundraum zur Welt.

Wenn die Bakterien sich erst mal in

der Mundhöhle eingenistet haben,

bleiben sie lebenslang dort. Und

warten nur darauf, dass sie Zuckerbestandteile

in Säuren umwandeln

können. Diese wiederum zerstören

den Zahnschmelz, der ja eigentlich

ein Schutz gegen die Bakterien sein

soll. Er ist ohnehin bei den Milchzähnen

dünner als bei den bleibenden.

Doch das Karies-Risiko

lässt sich sehr gut begrenzen.

Gesunde, schöne Zähne:

Drei Säulen sind entscheidend

gesunde, zahnfreundliche Ernährung

gründliche Zahnpflege

regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

beim Zahnarzt

28

Leben & erziehen 9/2014


plan

Unsere

Experten

Katrin

Schimmelpfennig

ist Kinderzahnärztin

und Mitinhaberin

einer Kinderzahnpraxis

in München

Ernährung

Ein „gefundenes Fressen“ für die

Kariesbakterien sind Saft- und Teegetränke

im Fläschchen. Wenn das

Kind daran nuckelt, umspülen die

Getränke ständig die oberen Schneidezähne

– für Zuckernachschub ist

also gesorgt. Deshalb macht die

Milchzahnkaries den Fachleuten

Sorgen: „Obwohl Deutschland bei

der Mundgesundheit von Kindern

im internationalen Vergleich einen

Spitzenplatz einnimmt, ist die

Nuckelflaschenkaries in den letzten

Jahren nicht zurückgegangen“,

sagt die Kinderzahnärztin Katrin

Schimmelpfennig aus München.

Karies gilt inzwischen als häufigste

chronische Erkrankung bei Kindern

im Vorschulalter. Bei Früherkennungsuntersuchungen

in Erfurt

Dr. Christian

Splieth

ist Professor für

Kinderzahnheilkunde

an der Universität

Greifswald und

Präsident der

Deutschen

Gesellschaft für

Kinderzahnheilkunde

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Anwendung von

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Kinderarzt konsultieren. Zur korrekten Anwendung

Gebrauchs anweisung lesen.

Nicht anwenden bei Gesichtswarzen, Warzen im Genitalbereich,

Dellwarzen, Hühneraugen oder anderen Hautveränderungen

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GESUNDHEIT Zähne

stellten Zahnärzte bei 17 Prozent

der Kinder ab zweieinhalb Jahren

Karies fest. In sozialen Brennpunkten

haben sogar bis zu 40 Prozent

Milchkaries. Appell der Experten:

keine süßen Getränke ins Fläschchen

geben.

Später geht es um Süßigkeiten, Eis

und Schokolade. Ganz verbieten ist

keine Lösung. Aber besser, als über

den Tag verteilt zu naschen, ist es,

dem Kind die Süßigkeit nach dem

Mittagessen zu geben und eine

halbe Stunde später die Zähne zu

putzen.

Zahnpflege

Je früher sie beginnt, desto besser.

Schon vor dem Durchbruch der ersten

Zähne können Eltern zweimal

täglich mit einem Gummifingerling

sanft über den Kieferkamm ihres

Babys streichen. Dann wird die

Zahnpflege zum Ritual, an das die

Kleinen sich von Anfang an gewöhnen.

Und die sanfte Massage lindert

das Druckgefühl beim Durchbrechen.

Sobald der erste Zahn herausspitzelt,

wird geputzt. „Einmal täglich

– am besten abends – mit einer

Finger- oder Kinderzahnbürste und

einem erbsengroßen Klacks Fluorid-Kinderzahnpasta

(500 ppm) putzen

und morgens nur mit Wasser

oder einer Babyzahncreme ohne

Fluorid“, empfiehlt Katrin Schimmelpfennig.

„Am besten klappt es,

wenn das Baby dabei auf dem Wi-

Ich bin ein Milchzahn.

Weil ich weiß bin wie

Milch und einen leicht

bläulichen Schimmer

habe

So geht KAI

Kauflächen mit kurzen Vor- und Rückbewegungen bearbeiten, dann

die Außenflächen mit kleinen Kreisbewegungen und zum Schluss

die Innenflächen mit der senkrecht gehaltenen Bürste.

ckeltisch liegt oder auf Mamas

Schoß sitzt.“ Prima ist das Vorbild

der Eltern. Wenn Babys sehen, dass

Papa morgens und abends die Zähne

putzt, lernen sie: Es gehört zum Alltag

wie die Frühstückssemmel und

der Gutenachtkuss.

Bei der Zahnpflege ist von Anfang

an Fluorid wichtig, denn es hemmt

die Kariesbildung. Kinderärzte empfehlen

ab der zweiten Lebenswoche

und dann zwei Jahre lang täglich

eine Fluoridtablette. Zahnärzte wie

Professor Christian Splieth, Präsident

der Deutschen Gesellschaft für

Kinderzahnheilkunde, hingegen

raten Eltern, ihrem Kind nur bis zum

Durchbruch des ersten Zähnchens

Fluoridtabletten zu geben. „Fluorid

wirkt lokal an den Zähnen. Karies

bildet sich unter dem Zahnbelag.

Deshalb bringt das Schlucken von

Tabletten hier kaum etwas. Der

Belag muss weg und das klappt nur,

wenn die Zähne gründlich mit einer

Fluoridzahnpasta geputzt werden.“

Beides zusammen – Tabletten und

Zahncreme – ist eindeutig zu viel.

Denn eine Überdosierung mit Fluorid

kann zu weißen Flecken auf den

Zähnen führen. Und die machen

den Zahnschmelz weich.

Am besten ist es, die Kinderzahncreme

vor dem Putzen in die Borsten

zu drücken, damit das Fluorid auch

dort hinkommt, wo es hingehört.

Kleine Kinder verschlucken nämlich

auch mal Zahnpasta – vor allem,

wenn sie gut schmeckt. Zahnärzte

empfehlen deshalb geschmacksneutrale

Zahncremes. Richtig ausspucken

können Kinder übrigens

erst ab etwa vier Jahren. Deshalb,

die Zahnpasta schnell mit der Bürste

auf allen Zähnen verteilen.

In den ersten sechs Lebensjahren –

so die gängige Empfehlung – reicht

eine Zahnpasta mit 500 ppm Fluorid.

Ab dem Grundschulalter sollten es

1 000 bis 1 500 ppm sein. „Bei einer

frühkindlichen Karies empfehlen

Kinderzahnärzte zum Teil schon

höhere Dosen Fluorid ab zwei Jahren“,

sagt Prof. Splieth. Drohen

Langzeitfolgen durch eine mögliche

Überdosierung? „Keinesfalls“, so der

Experte, „sonst hätte die Europäische

Akademie für Kinderzahnheilkunde

nicht 1 000 ppm in Zahncremes

für alle Kinder ab zwei Jahren

empfohlen. Nur Deutschland ist

hier noch etwas zögerlicher.“

Ab dem zweiten Lebensjahr heißt

es: mindestens zweimal täglich

Zähne putzen. „Noch besser dreimal:

morgens, mittags und abends

nach dem Essen – und zwar jeweils

mit einem erbsengroßen Klacks

Kinderzahncreme“, sagt Katrin

Schimmelpfennig. Die Kinderzahnbürste

sollte einen kurzen Kopf,

weiche Borsten und einen bauchigen,

rutschfesten Griff haben.

Etwa alle vier Wochen ist eine neue

fällig. Denn die Borsten müssen

immer gerade stehen, damit auch

die Zahnzwischenräume gut erreicht

werden. Tipp: das Kaufdatum

mit einem wasserfesten Stift auf die

Bürste schreiben. Geputzt wird

mindestens zwei Minuten lang in

der KAI-Technik (s. Kasten).

Wenn die Milchzähne nach und

nach durch bleibende Zähne ersetzt

FOTOS: MAURITIUS, PRIVAT (2); ILLUSTRATION: SHUTTERSTOCK.COM

30

Leben & erziehen 9/2014


werden, empfiehlt sich zusätzlich

Zahnseide. Denn gerade in den

Zahnzwischenräumen lagern sich

Nahrungsreste ab. Für Kinder gibt

es spezielle Zahnseide, die auch in

enge Zwischenräume passt.

Am besten ab dem ersten Zahn auch

die Zunge mit einem Läppchen abreiben

und ab einem Jahr eine spezielle

Kinder-Zungenbürste benutzen.

Es gibt Modelle mit einer Borstenund

einer Schaberseite. Die Borsten

lösen die Beläge, die dann mit dem

Schaber vom Zungenrücken gezogen

werden.

Schön, wenn das Zähneputzen mit

Ritualen verbunden ist, etwa einem

Reim oder einer Geschichte (s. S. 19).

Dazu gehören hübsche Utensilien

wie ein Prinzessinnen-Zahnbecher

oder eine Dino-Zahnbürste.

Die Zähne selbst zu putzen, schaffen

Kinder erst ab etwa acht Jahren,

wenn sie schreiben können. Dann

ist die Feinmotorik der Hand so weit

ausgereift, dass sie die Putzbewegungen

schafft. Gründliches Nachputzen

ist bis dahin Elternsache.

Wenn Mama und Papa ihre Zähne

elektrisch putzen, möchte der

Nachwuchs das meist auch. Kinder

lieben das leise Surren und das

sanfte Prickeln auf der Zunge. Schon

für Dreijährige gibt es elektrische

Zahnbürsten mit Bürstenköpfen,

die dem Kindermund angepasst

sind. Wichtig sind verkürzte, extra

weiche Borsten. Elektrische Zahnbürsten

erleichtern auch den Eltern

das Nachputzen der Kinderzähne.

Vorsorge

Tipps zur richtigen Zahnpflege bekommen

junge Eltern vom Kinderarzt

bei den Früherkennungsuntersuchungen

im ersten Lebensjahr

des Babys. Ab 2 ½ Jahren bis zum

6. Geburtstag gibt es noch drei

zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen

beim Zahnarzt. „Wichtig

ist, die Eltern über richtige Mundhygiene

und über zahnfreundliche

Ernährung aufzuklären“, betont

Katrin Schimmelpfennig. „Das ist

die beste Chance, schon die Kleinsten

vor Karies zu schützen.“

margret nussbaum

Bettnässen? Nichts schützt besser als DryNites ®

Bettnässen kommt häufiger vor, als viele glauben. Bei den betroffenen

Kindern und deren Eltern führt es oft zu Stress, Traurigkeit und

Verzweiflung. Schützen Sie Ihr Kind und sich vor nächtlichen Pannen.

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• sind diskret und sitzen wie normale Unterhosen.

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• bieten unübertroffenen Schutz

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für Jungs und Mädchen

(4–7 und 8–15 Jahren) sowie

als absorbierende Betteinlage.

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RATGEBER GESUNDHEIT & PFLEGE

GesundLEBEN

Babys erste

Maniküre

Die Nägel sind winzig – aber das Baby kann

sich trotzdem damit kratzen, wenn sie nicht

geschnitten werden. Mit diesen Tipps klappt’s

Wann zum ersten Mal?

Nach ca. sechs Wochen –

vorher sind die Nägel zu

weich. Ein Anhaltspunkt:

Wenn Sie Babys Nägel bei

leichtem Druck mit der

Fingerkuppe deutlich

spüren, ist es Zeit für die

erste Maniküre.

Wie oft?

Das ist von Kind zu Kind

verschieden. Im Durchschnitt

alle vier Wochen.

Womit?

Wenn Sie eine spezielle

Babynagelschere mit abgerundeter

Spitze verwenden,

können Sie Ihr

Kind nicht verletzen. Alternativ

können Sie die

Nägel auch feilen.

Wann?

Am einfachsten geht es,

während Ihr Kind schläft

oder gerade gestillt wird.

Gut, wenn beim ersten

Mal der Partner hilft:

Einer hält Babys Hand,

der andere schneidet. Ihr

Kind ist putzmunter?

Geben Sie ihm ein Spielzeug

in die andere Hand.

Ab etwa 10 Monaten können

sie das Nägelkürzen

auch in ein lustiges Fingerspiel

verpacken.

Wie?

Nehmen Sie Babys Hand

fest in Ihre und spreizen

Sie den Finger, den Sie

schneiden wollen, etwas

von den anderen ab. Am

besten stützen Sie sich

dabei auf eine Unterlage

– so vermeiden Sie unkontrollierte

Bewegun -

gen. Fingernägel leicht

rund und nicht zu kurz

schneiden, damit es

keine Entzündungen

gibt. Die Fußnägel gerade

schneiden.

„Ich geh gern

zur U — weil die

Eulen auf der

Hülle fürs

Vorsorgeheft

lustig sind.“ Bei

lafraiserouge.

de; 16,90 Euro

Pünktlich

impfen

Viele Eltern glauben,

dass ihr Kind

Impfungen besser

verträgt, je später

es sie bekommt.

Falsch! Daten von

320 000 Kindern,

die Forscher in

Denver/USA auswerteten,

zeigen:

Vor allem nach der

Masern-Mumps-

Röteln-Impfung

bekommen Kinder

deutlich mehr

Fieberkrämpfe,

wenn Eltern sie

hinauszögern.

20 %

der deutschen

Kinder leiden

unter Einschlafstörungen,

Kopf- und

Bauchweh oder

Schwindel

QUELLE:

AOK-FAMILIENSTUDIE

Neue Kuren

für Papa

Das ist Rekord: Mehr als

1000 Männer haben 2013

eine Vater-Kind-Kur beim

Müttergenesungswerk

gemacht. Die Zahl der kurbedürftigen

Väter wird mit

235000 allerdings weitaus

höher geschätzt. Für sie

gibt es jetzt ein neues

Kurkonzept, das sechs

Kliniken schon umsetzen.

Die wichtigsten Punkte:

Angesprochen sind Väter,

die sich wegen einer

besonderen familiären

Belastung ausgebrannt

fühlen und z. B. an Schlaf -

störungen, Gereiztheit,

Rückenproblemen, Allergien

leiden. Ein Arzt

muss bestätigen, dass

die Kur nötig ist.

Die sechs Kliniken sind auf

Norderney und auf

Pellworm sowie in Bad

Wörishofen, Oy-Mittelberg,

Plön und St. Ingbert.

Neben der medizinischen

Therapie umfasst das

Kurkonzept Bewegungsund

Freizeitangebote

speziell für Männer, einen

regen Austausch mit

anderen Vätern und die

Erarbeitung von Strategien,

die ihnen helfen, trotz

ihrer Belastungen im Alltag

gesund zu bleiben.

Infos: Tel. 0 30/33 00 29-29;

muettergenesungswerk.de/

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32

Leben & erziehen 9/2014


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beruhigender Schutz.

Für uns immer wieder ein

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RATGEBER GESUNDHEIT & PFLEGE

GesundLEBEN

Premiere unter

der Dusche

Viele Einjährige baden gerne. Eltern dagegen

hätten’s manchmal gern einfacher und schneller.

Steht der Nachwuchs fest auf den Beinen, überlegen

sie deshalb: Tut’s eine Dusche nicht auch?

„Für die Haut der Kinder macht

das keinen wissenschaftlich

nachgewiesenen Unterschied“,

erklärt Dr. Natalie Garcia-Bartels

vom Forschungszentrum der

Hautklinik in der Berliner Charité.

Und wenn Eltern und Geschwister

die Kleinen öfter beim Duschen

zuschauen lassen und sie auf

Mamas oder Papas Arm sind, legt

sich die Scheu meist schnell.

Hauptsache, die Eltern

sorgen für die richtige

Wassertemperatur

(37 – 38 Grad),

schützen ihr Kind vor

dem Ausrutschen,

verwenden zum Waschen

nur spezielle Babyprodukte,

reinigen das Gesicht

ihres Kindes mit einem

Wasch lappen statt mit

dem Duschstrahl,

drehen nach fünf bis zehn

Minuten das Wasser ab.

Hinterher ist (wie nach

dem Baden) Eincremen

angesagt. Je häufiger Eltern

ihr Kind duschen, desto

mehr trocknet dessen Haut

aus und braucht deshalb

eine gute Pflege mit viel Fett

und Feuchtigkeit.

FRAGE AN DEN EXPERTEN

Medikamente

ohne Reue?

Die 80 besten Medikamente

für Kinder“ hat die Stiftung

Warentest vorgestellt (test.de).

Heißt das, dass ich Marcel (4)

diese Mittel bei Husten, Durchfall

und anderen Beschwerden

ohne Bedenken geben kann?

Dr. Herbert Renz-Polster,

Kinderarzt, antwortet:

Vorsicht! Gerade bei Kindern

gibt es keine 1:1-Entsprechung

zwischen Symptom und

Medikament. Bei Husten zum

Beispiel brauche ich eine ganze

Reihe weiterer Informationen,

bevor ich weiß: Das steckt

dahinter und das kann helfen.

Dafür müssen Eltern mit ihrem

Kind zum Kinderarzt. Deshalb

greifen sie besser nicht vorschnell

zu Medikamenten, auch

nicht zu rezeptfreien Mitteln wie

in der Zusammenstellung der

Tester. Zumal bei manchen

Beschwerden, zum Beispiel bei

Erbrechen, oft schon Ruhe und

Zuwendung den Kindern helfen.

Selbst zu Medikamenten greifen

sollten Eltern nur, wenn sie

die Beschwerden ihrer Kinder

aus Erfahrung genau kennen

und wissen, was dagegen hilft.

Andernfalls sollten sie sich

wenigstens durch einen Anruf

beim Kinderarzt rückversichern.

Fürs Hallenbad so gut

wie fürs Badezimmer:

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34

Leben & erziehen 9/2014


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Geborgenheit und unterstützen ihre natürliche Widerstandskraft. So fördern Sie

die Entwicklung einer gesunden Haut vom ersten Lebenstag an – im Einklang

mit Mensch und Natur.


ERNÄHRUNG Trinken

Vom Saugen zum Trinken: Auch bei dieser

Umstellung macht Übung den kleinen Meister

Im Mund? Bei den ersten Versuchen

mit dem Becher landen nur

wenige Tropfen dort, wo sie hin

sollen. Dafür sind Shirt und Hose,

Tisch und Boden nass. Aber deshalb

muss niemand sein Kind zum Trinken

in die Badewanne setzen oder noch

abwarten. Sondern einfach nur – wie

eben bei allem anderen auch – es weiter

probieren lassen und ihm dabei helfen.

Denn: „Wie schnell und gut Kinder das

Trinken aus Tasse und Becher lernen,

hängt viel weniger von ihrem Alter als

vom beständigen Üben ab“, erklärt

Dr. Nicole Hübl, Logopädin an der Düsseldorfer

Universitäts-Kinderklinik.

Voraussetzung: Die Kleinen halten den

Kopf sicher, sie sitzen (mit Unterstützung)

stabil und können einen Becher

zuverlässig heben. Ungefähr mit einem

halben Jahr ist es so weit, um die gleiche

Zeit also, zu der die meisten Eltern

ihrem Kind den ersten Brei füttern.

Für die ersten Versuche mit dem Becher

rät die Expertin zu:

kleinen Gefäßen in der Größe von Espresso-Tassen.

Prima sind zum Beispiel

die Plastik-Abdeckungen vieler

Saugerflaschen. „Eine hilfreiche Alternative

sind auch Lernbecher mit

einer Nasenaussparung. Sie erleichtern

es den Kindern, beim Trinken

den Kopf aufrecht zu halten“, weiß

Dr. Nicole Hübl.

Wasser. Nicht nur, weil die Ernährungsexperten

es als idealen Durstlöscher

empfehlen. Sondern auch aus

praktischen Gründen: Geht etwas daneben,

bleibt kein Fleck.

Am besten füllen Eltern Babys Becher

bei den ersten Versuchen fast bis zum

Rand. Dann muss das Kleine ihn zum

Trinken nur wenig neigen. Bei einem

halbvollen Becher steigt dagegen die

Gefahr von Überschwemmungen, weil

es dann gleich zu stark kippt.

Bei den ersten Versuchen kommt nur

wenig vom Getränk im Bauch an. Erstaunlich,

schließlich kann das Baby ja

schon trinken, zumindest an Mamas

Brust oder aus dem Fläschchen funktioniert

es einwandfrei. Doch bei diesem

Saugen werden Zunge und Mundmuskeln

ganz anders eingesetzt:

„An der Brust formt Babys Zunge eine

Art Schüssel, die die Brustwarze umschließt,

und erzeugt einen Unterdruck,

der zusammen mit einer wellenartigen

Ausmelkbewegung die

Milch ansaugt“, erklärt Dr. Hübl. Und

diese Saugbewegung haben die Kleinen

schon im Bauch der Mutter geübt,

Trinken mit Programm:

Das Easy Learning 1-2-3

System Cup Set hilft mit

verschiedenen Aufsätzen

beim Lernen – bis es zum

richtigen Trinkbecher

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Trinken wie die

Großen — am

gesamten Rand: Beim

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trotzdem kein

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Trinkschnabel, große

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36

Leben & erziehen 9/2014


Unsere

Expertin

bringen sie also mit zur Welt. Ähnlich

funktioniert auch das Trinken an der

Flasche, allerdings müssen die Babys

die Milch dabei nicht so angestrengt

„ausmelken“.

Beim Trinken aus dem Becher sorgt

dagegen nicht die Zunge für den

„Nachschub“. Diese Aufgabe übernehmen

jetzt die Hände, die den Becher

mehr oder weniger stark kippen. Die

notwendige Feinmotorik müssen

Babys erst trainieren. Mama oder

Papa halten deshalb anfangs den Becher

mit fest. Dass die Zunge hinten

im Mund bleibt, ist für das Baby ungewohnt.

Doch sie hat jetzt eine andere

Aufgabe: Statt zu saugen, portioniert

sie die Flüssigkeit in Schlucke.

Daheim können Eltern auf einen

Trinklernbecher auch verzichten.

„Denn dabei saugt das Kind

mit der Zunge an der

Tülle, sie wandert

beim Trinken

nach vorne“, erklärt

Dr. Hübl.

„Außerdem verführen

Trinklernbecher

viele Kinder

dazu, den Kopf in

den Nacken zu

legen. Beim Trinken

aus dem normalen

Becher erhöht das

die Gefahr, sich zu

verschlucken.“ Sind

Sie unterwegs oder

haben keine Zeit,

dem Kind immer

beim Trinken zu

helfen, ist ein auslaufsicherer

Becher

aber praktisch.

Dr. Nicole Hübl

ist Diplom-Logopädin.

Sie arbeitet an der

Universitäts-Kinderklinik

in Düsseldorf und

ist spezialisiert auf

die Behandlung von

Frühgeborenen, Babys

und Kindern mit

Ernährungsstörungen

TEXT: JOSEF PÜTZ; FOTOS: FOTOLIA.COM, HERSTELLER (6), PRIVAT

Ideal für zu Hause:

Der Easy Learning

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Soft-Trinkhalm

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Halm oder Tülle?

Lerntassen und -becher bieten die Hersteller mit

verschiedenen Mundstücken an

Becher mit einer breiten

Becher mit einem

Tülle knüpfen an Babys

flexiblen Silikon-Trinkhalm

Saugerfahrungen mit Mamas (zum Wegklappen oder

Brust oder dem Fläschchen -drehen) erfordern eine

an – auch wenn das Trinken andere Mundmotorik.

selbst anders funktioniert.

Die Kinder neigen den Kopf

Für die Kleinen sind

über den Becher, die Zunge

große Griffe sehr praktisch. bleibt hinten. Außerdem

Geeignet ab dem siebten,

muss das Gefäß hier nicht

achten Monat.

gekippt werden.

Für Kinder etwa

ab dem zwölften Monat.

Leben & erziehen 9/2014 37


Gesund

RATGEBER ERNÄHRUNG

Ganz entspannt

beim Naschen

Drei Profis verraten ihre persönlichen Strategien

1

Sina Peters hat zwei Töchter (Lotta, 4, und Leni,

10 Monate). Sie arbeitet für Weight Watchers

Nachmittags gibt es meistens Obst als süßen Snack,

aber ab und zu auch Schokolade, Kekse oder Eis.

Außerdem haben wir ein paar Süßigkeiten auf Vorrat

wie Gummibärchen oder Riegel in Mini-Portionen.

Davon darf Lotta auf Nachfrage oder bei Ausflügen

naschen. Das und die üblichen Ausnahmen zum

Geburtstag, an Ostern und Weihnachten reichen ihr.

Vom Osternest waren Anfang Juni noch Teile übrig.

2

Isabelle Keller hat zwei Kinder (Hannah, 8, und Ole, 4).

Sie arbeitet bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

Beide Kinder haben eine Dose für Naschereien, die

wir einigermaßen regelmäßig füllen. Auch Mitbringsel

der Großeltern oder von Geburtstagen kommen

hinein. Daraus dürfen die beiden sich bedienen. Aber

eine Regel gilt: Eine Stunde vor den Mahlzeiten ist

Süßes tabu. Und sie überlegen mittlerweile genau,

wie viel sie essen und was sie sich aufheben …

3

Dunja Rieber hat zwei Töchter (Maila, 4, und

Greta, 11 Wochen). Sie ist Autorin mehrerer Kochbücher

(u. a. Eins, zwei – Kinderschlemmerei, Trias; 14,99 Euro)

Maila darf einmal am Tag eine kleine Portion naschen,

etwa einen Schokoriegel oder zehn Gummibärchen,

im Sommer auch mal eine Kugel Eis. Dazu

kommen hin und wieder süße Hauptmahlzeiten wie

Pfannkuchen aus Vollkornmehl mit Obst oder Kompott

und die Ausnahmen an Geburts- und Feiertagen.

368

Rezepte von Sterneund

Hobbyköchen

verraten Eltern, was

sie aus Lebensmittel-

Resten zaubern

können. Einfach

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Auch als Gratis-App im

AppStore und bei

Google Play.

Lecker und

gesund?

Geht nicht, Mama! Was

blau ist, kann nicht rot

sein. „Kleine Kinder

glauben, dass

Nahrungsmittel nicht

gleichzeitig zwei

Aufgaben erfüllen

können“, haben

Wissenschaftler in

Chicago festgestellt.

Ihr Rat: Bloß nicht mit

dem Argument

„gesund“ fürs Essen

werben. Das einzige,

was zieht, ist „lecker“.

Wessen Glas

war das jetzt?

Die Silikon-Glasmarker

„Dino-Freunde“

lassen bei der

nächsten Kinderparty

keine Zweifel

mehr aufkommen.

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FRAGE AN DIE EXPERTIN

Gläschen-

Menüs kalt

füttern?

Bei schönem Wetter bin

ich mit Joel (6 Monate)

oft über Mittag unterwegs.

Kann ich ihm sein

Menü dann kalt füttern?

Oder gebe ich es ihm

am Abend warm?

Dr. Ute Alexy, Forschungsinstitut

für Kinderernährung

in Dortmund, antwortet:

us ernährungswissenschaftlicher

Sicht geht A

beides. Die Zusammensetzung

der Gläschen-Breie

verändert sich durch

das Erwärmen ja nicht.

Die Frage ist nur, ob die

Mahlzeit Joel kalt so gut

schmeckt wie warm. Auf

keinen Fall würde ich sie

ihm direkt aus dem Kühlschrank

servieren, sondern

bei Zimmertemperatur.

Oder Sie geben Joel als

Alternative unterwegs

einen Getreide-Obst-Brei

oder Milch-Getreide-Brei

aus dem Glas. Die Gemüsemahlzeit

können Sie dann

wie gewohnt erwärmen,

wenn Sie wieder mit ihm

zu Hause sind.

LESER-

SPRECHSTUNDE

Sie haben Fragen

zum Thema

Ernährung? Rufen

Sie unsere Expertin

an, die Ernährungs wissenschaftlerin

Dr. Ute Alexy

(Forschungsinstitut für

Kinder ernährung in Dortmund).

Sie erreichen sie am

27. August, 10 bis 12 Uhr,

Tel. 08 21/45 54 81-52

FOTOS: BMEL, HERSTELLER (2), MASTERFILE, PRIVAT

38

Leben & erziehen 9/2014


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ERNÄHRUNG Geschmack

ERBSEN

KÜRBIS

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Geboren als

Unsere

Expertin

Babys haben von Geburt an einen feinen Gaumen.

Auch wenn sich die Mini-Feinschmecker

in ihren Vorlieben einig sind: Neue Geschmacksrichtungen

zu entdecken lohnt sich für

den Nachwuchs genauso wie für die Eltern

Dr. Andrea Maier

ist Leiterin

für Konsumentenforschung,

Sensorik

und Ernährungswissenschaften

beim

Nestlé-Forschungszentrum

und beratend

für das Forschungsinstitut

für Kinderernährung

(FKE) tätig

Im Gegensatz zu Erwachsenen sind

Babys richtige „Superschmecker“: So

nennen Experten Menschen, die

auch besonders feine Nuancen

wahrnehmen. Zu verdanken haben

Neugeborene das einer Vielzahl von

Geschmacksknospen auf Zunge, Wangen

und Rachen, die sich bereits im

Mutterleib entwickeln. Mit dem Alter

reduziert sich die Zahl der Knospen

immer mehr und unser Talent zum

Feinschmecker geht uns zunehmend

verloren: Von den 10 000 Geschmacksknospen,

mit denen ein Kind zur Welt

kommt, bleiben einem Erwachsenen

gerade mal 2000 bis 5000. Beim Schmecken

sind uns Babys also haushoch

überlegen. Kein Wunder, dass sie vieles,

was uns fad vorkommt, sehr intensiv

wahrnehmen. Den Brei nachzuwürzen

ist nicht nötig: Salz, Zucker und Gewürze

sind ohnehin nichts für Babys – und

auch dem sensiblen Gaumen nicht zuträglich.

„Kinder gewöhnen sich schnell

Gewürztes Essen ist

nichts für Superschmecker

an starke Geschmackseindrücke wie

gesüßtes oder gesalzenes Essen. Die

Intensität wieder zurückzunehmen ist

im Nachhinein schwierig“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin

Dr. Andrea

Maier, die sich auf das Essverhalten von

Kindern spezialisiert hat.

40

Leben & erziehen 9/2014


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Die größte Freude für kleine Feinschmecker:

Mit Bebivita Menüs steht immer guter Geschmack

auf dem Speiseplan. Da ist das Glas schneller leer,

als Mama „guten Appetit“ sagen kann.

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ERNÄHRUNG Geschmack

Gemüse zu mögen,

kann man lernen

In einem sind sich die kleinen Feinschmecker

einig: Sie haben ein Faible

für Süßes. „Alle Babys kommen mit

einer angeborenen Abneigung gegen

Bitteres und Vorliebe für Süßes zur

Welt“, weiß Dr. Maier. Dass auch bittere

Lebensmittel lecker sein können,

erfahren Kinder erst mit der Zeit. Aber

Geschmack erlernen, geht das überhaupt?

Ja, sagt die Expertin, schmecken kann

man trainieren. Und Kinder können

lernen, Gemüse zu mögen. Ihr Rezept,

um die Kleinen zu genussvollen Essern

zu erziehen: Abwechslung ab Beginn

der Beikost. Geben Sie Ihrem Nachwuchs

zum Beispiel mal einen Löffel

Zucchini-Brei zum Probieren. Und lassen

Sie sich nicht gleich entmutigen,

wenn Ihr Kind erst mal den Mund verzieht,

rät Dr. Maier: „Wenn das Baby

eine bestimmte Gemüsesorte nicht isst,

dann heißt das nicht, dass es sie nicht

mag. Es lehnt sie zunächst ab, weil es

sie nicht kennt.“

In Studien zum Essverhalten von Kindern

konnte die Wissenschaftlerin

nachweisen, dass es sich lohnt, nicht

gleich nach dem ersten Versuch aufzugeben.

Bis zu achtmal hintereinander,

so der Rat der Expertin, sollten Eltern

das Gemüse anbieten. Dabei reichen

schon zwei bis drei Löffel pro Tag,

damit sich Kinder an den Geschmack

gewöhnen. Der Rest des Essens kann

dann wie gewohnt etwa aus dem geliebten

süßen Karottenbrei bestehen.

Bei 70 Prozent der Säuglinge aus Maiers

Studie zahlte sich die Geduld aus: Die

Kinder probierten das Gemüse nicht

nur einmal, sondern mochten es einige

Monate lang. Schließlich aßen sie insgesamt

mehr Gemüse – weil es ihnen

jetzt schmeckte. „Wir vermuten, dass

solche früh erlernten Geschmacksvorlieben

bis zum Ende der Kindheit

oder sogar ein Leben lang erhalten

bleiben.“

Um den Geschmack der kleinen Gourmets

zu verfeinern, ist eines besonders

wichtig: Abwechslung. Erst nur Karotte

und Kürbis, dann Kartoffeln, das sei ein

deutsches Phänomen, sagt die Wissenschaftlerin.

In Frankreich etwa essen

Babys vielseitiger. Dort schulen Eltern

die Gaumen ihrer Kinder mit Artischocken-Brei,

grünen Bohnen und Fischmenüs

ab dem fünften Monat. Gut so,

findet Andrea Maier. Dank abwechslungsreicher

Kost lernen schon die

Kleinsten verschiedene Geschmacksrichtungen

kennen. Die Erfahrung der

Expertin zeigt: Babys, die viel Abwechslung

auf dem Speiseplan haben, sind

bessere und unkompliziertere Esser als

Kinder, die immer das gleiche Gemüse

bekommen. Die Vielfalt auf dem Teller

macht Kinder zu aufgeschlossenen

Essern. Und lässt aus kleinen Feinschmeckern

große Genießer werden.

elisabeth göpel

„Alle Babys

kommen

mit einer

Abneigung

gegen

Bitteres und

Vorliebe

für Süßes

zur Welt“

Dr. Andrea Maier

DIE VIELFALT

AUF DEM TELLER

SCHULT DEN GAUMEN

FOTOS: DEPOSITPHOTOS.COM (2), ISTOCKPHOTO.COM (2), PRIVAT, SHUTTERSTOCK.COM (2)

42

Leben & erziehen 9/2014


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SCHWANGERSCHAFT Ultraschall

Hallo,

Ultraschall-Untersuchungen sind

die ersten Dates, die Eltern mit ihrem

Baby haben, und die Lieblingstermine von

Schwangeren. Hier finden Sie Antworten

auf die wichtigsten Fragen

Unsere

Experten

Prof. Dr.

Eberhard Merz

ist Leiter des

Zentrums für Ultraschalldiagnostik

und Pränatalmedizin

am

Krankenhaus

Nordwest,

Frankfurt. Er war

von 2006 bis 2008

Präsident der

DEGUM und macht

seit 25 Jahren

3-D-Ultraschall-

Untersuchungen

Dr. Silvia

Suttner

ist Oberärztin in

der Klinik für

Geburtshilfe und

Frauenheilkunde

St. Hedwig

im Krankenhaus

Barmherzige

Brüder in

Regensburg

Welche Vorteile hat

der Ultraschall?

Kaum zu glauben, dass

Frauen früher oft erst

im Kreißsaal erfahren

haben, dass sie Zwillinge

bekommen. „Heute

werden Besonderheiten

wie Steißlagen oder eine

tiefliegende Plazenta

dank Ultraschall früh

erkannt. Das Risiko bei

den Geburten wird so

verringert“, sagt

Dr. Silvia Suttner, Oberärztin

der Frauenklinik

St. Hedwig in Regensburg.

Ärzte können

Komplikationen schon

im Bauch diagnostizieren

oder das Ungeborene

sogar behandeln.

Und die Nachteile?

Diese Untersuchungen

sind keine Garantie für

ein gesundes Baby“,

so Prof. Eberhard Merz,

ehemaliger Präsident der

Deutschen Gesellschaft

für Ultraschall in der

Medizin (DEGUM).

Und sie können Eltern

in schwere Gewissenskonflikte

bringen. Etwa,

wenn diese erfahren,

dass ihr Kind krank oder

behindert sein wird.

Wie viele Ultraschall-

Untersuchungen macht

der Arzt?

Gesunde Schwangere

unter 35 Jahren haben

Anspruch auf drei

Basis-Ultraschall-Untersuchungen.

In jedem

Schwangerschaftsdrittel

wird einmal geschaut,

ob sich das Kind zeitgerecht

entwickelt und

auch sonst alles in Ordnung

ist (s. Kasten). Zum

Glück ist das die Regel:

97 von 100 Schwangeren

bringen ein gesundes

Baby zur Welt. Trotzdem

werden in der Praxis

heute mehr Ultraschalle

gemacht – laut Prof.

Merz im Durchschnitt

acht. Die meisten Frauen

gehen nach Ausbleiben

der Regel das erste Mal

zum Arzt, etwa in der

5. oder 6. Schwangerschaftswoche

(SSW).

„Wohl kein Gynäkologe

wird bis zum offiziellen

Termin in der 9. Woche

warten, um zu kontrollieren,

ob das Baby in

der Gebärmutter sitzt“,

so Dr. Suttner. Auch am

Ende der Schwangerschaft

wird häufiger

geschallt, um Fruchtwassermenge

oder

Mutterkuchenfunktion

zu kontrollieren.

FOTOS: ISTOCKPHOTO.COM, PRIVAT (2), UNIVERSITÄTSKLINIKUM BONN (2)


Baby!

Wann sind zusätzliche

Screenings sinnvoll?

Bei Mehrlingsschwangerschaften,

wenn das

Kind kleiner ist als normal,

ein Ergebnis unklar

ist oder es sonst einen

Grund zur Sorge gibt,

z. B. bei Schwangerschaftsdiabetes

oder

wenn die werdende

Mutter Medikamente

nehmen muss, das Baby

oder die Plazenta

ungünstig liegt. „Bei

gesunden Schwangeren,

in deren Familie es

keine Krankheiten gibt,

reichen die drei Routine-

Untersuchungen aus“,

so Dr. Silvia Suttner.

Was zahlen

die Krankenkassen?

Die gesetzlichen Kassen

zahlen die drei Basis-

Screenings. Bei medizinischen

Gründen auch

weitere Untersuchungen

(beim Spezialisten).

Private Kassen erstatten

in der Regel mehr

Aufnahmen, auch in 3-D

und 4-D (dreidimensionale

Bilder in Echtzeit),

sogar spezielle Untersuchungen

wie die

Nackentransparenz-

Messung, die sonst

zwischen 80 und 200

Euro kostet. Der Preis

für eine normale Ultraschalluntersuchung

liegt zwischen 35 und

100 Euro – je nachdem,

ob 2-D oder 4-D-Aufnahmen

gemacht werden.

Spürt das Baby etwas?

Es ist ein Märchen, dass

Ungeborene den Schall

hören können – die Frequenzen

sind viel zu

hoch. Auch sonst gilt

Ultraschall laut DEGUM

als ungefährlich. Nur

beim gepulsten Doppler-

Ultraschall ist man

vorsichtiger: Er misst

den Blutstrom in den

Gefäßen des Babys und

in der Nabelschnur.

„Weil dazu eine vielfach

höhere Energie eingesetzt

wird, wird das

sicherheitshalber erst

nach der 12. Schwangerschaftswoche

gemacht,

wenn die sensiblen

Phasen der Organentwicklung

abgeschlossen

sind“, erklärt Prof. Merz.

Warum dann kein Ultraschall

nur zum Spaß?

Das hat nichts mit dem

Risiko fürs Baby zu tun.

Es geht vielmehr um die

Eltern: „Einerseits verunsichern

viele Untersuchungen

eher, statt zu

beruhigen. Andererseits

besteht die Gefahr, dass

trotz allem etwas übersehen

wird. Oder Eltern

machen sich monatelang

wegen eines Verdachts

Sorgen, obwohl alles

in Ordnung ist“, sagt

Dr. Suttner.

Über 3-D-Bilder freuen

Eltern sich besonders.

Haben sie auch einen

medizinischen Nutzen?

Der 3-D-Ultraschall zeigt

das Baby in Farbe und

fast greifbar. Im 4-D-

Ultraschall werden Bewegungen

in Echtzeit

übertragen – spannend

für die Eltern, hilfreich

für die Ärzte: „Der Arzt

hat unterschiedliche

Darstellungsmöglichkeiten

und erkennt

vieles deutlicher.

Dadurch werden die

Diagnosen genauer und

auffällige Befunde

können den Eltern

anschaulicher demonstriert

werden“, so Prof.

Merz. Tatsächlich wird

das Baby beim 3-D-Ultraschall

sogar weniger

als bei einem herkömmlichen

2-D-Ultraschall

beschallt.

Kann ich auf den Ultraschall

verzichten?

Ja. Schwangere haben

ein Recht auf Nichtwissen.

Darauf muss

der Gynäkologe vor dem

ersten Ultraschall hinweisen.

Sie können auch

nur einem Teil der Untersuchungen

zustimmen

– der Arzt muss

das akzeptieren. Die

Entscheidung hat keine

Folgen für den Versicherungsschutz.

Ärzte

bitten Schwangere aber

oft um ihre Unterschrift,

damit sie von ihrer

Informationspflicht

entbunden werden.

silke weiher

Was passiert

bei den drei

Screenings?

Bei allen drei Untersuchungen

wird der Herzschlag

kontrolliert und das Baby

vermessen. Zusätzlich checkt

der Arzt Folgendes:

9. - 12. SSW:

Hat sich die befruchtete Eizelle in

der Gebärmutter eingenistet oder

handelt es sich z. B. um eine Eileiterschwangerschaft?

Ist es ein Kind

oder sind es mehrere? Wann ist

der voraussichtliche Geburtstermin?

19. - 22. SSW:

Die Schwangere kann zwischen zwei

Untersuchungen wählen – beide

werden von der Kasse bezahlt:

1. Basisuntersuchung

Wie groß sind Kopf und Bauch, wie

lang ist der Oberschenkelknochen?

Liegt die Plazenta richtig?

Stimmt die Fruchtwassermenge?

Gibt es Hinweise auf eine Infektion?

Auf Wunsch: Wird es ein Junge

oder Mädchen?

2. Erweiterte

Basisuntersuchung

Auf Wunsch der Mutter werden

auch die Organe angesehen. Sind

Kopfform, Hirnkammern, Kleinhirn,

Herz, Hals, Rücken, Brustkorb,

Bauch, Magen und Harnblase

zeitgerecht entwickelt? Oder gibt es

Auffälligkeiten? In diesem Fall

überweist der Arzt die Schwangere

zum Spezialisten für weitere

Untersuchungen.

29. - 32. SSW:

Liegt das Kind mit dem Kopf nach

unten? Stimmt die Fruchtwassermenge?

Liegt die Plazenta richtig oder

muss ein Kaiserschnitt gemacht

werden, um das Leben von Mutter

und Kind nicht zu gefährden?

Leben & erziehen 9/2014 45


FAMILIE Betreuung

Die Tagesmutter

Tina Klein (45) ist für

Mara (2) und vier andere

Kleinkinder da. Die Kinder

kommen zu ihr in

die 160-Quadratmeter-

Wohnung in Nürnberg.

Kosten monatlich:

255 Euro

(30 – 35 Stunden/Woche)

46

Leben & erziehen 9/2014


Wer

betreut

unser

Kind?

Wer Großeltern in der Nähe hat, ist fein raus.

Doch alle anderen Mütter müssen erst

eine Betreuung für ihr Kind finden,

ehe sie wieder in den Job zurückkehren können

An einem Tag im September trat eine neue

Frau in Tils Leben: Stefanie, 25 Jahre alt,

strahlte ihn an. Es funkte sofort. Til stieg

von seinem Bobby-Car, Stefanie nahm ihn an der

Hand, gemeinsam gingen sie in den Morgen. Sie

setzten sich zu den anderen Kindern in den Kreis,

begrüßten die Handpuppe Herrn Frosch, zündeten

eine Kerze an und sangen das Zappelfingerlied.

Tils Mutter war dabei und schaute zu.

Es war Tag eins der Eingewöhnung in der Kita Abt

Maurus im fränkischen Pleinfeld. Andrea Schubert,

Tils Mutter, ist Grundschullehrerin. Als ihr

Sohn ein Jahr alt war, wollte sie wieder unterrichten.

Wie viele andere Frauen stand sie vor der

Frage: Wer betreut mein Kind?

Die Suche nach der richtigen Antwort ist schwer

und von Unbehagen begleitet. Wer sein Kind abgibt,

den überkommt eine diffuse Verlustangst;

ein ungutes Gefühl, begleitet von der Furcht, dass

die Beziehung zum Kind schlechter wird. Dabei

sind Betreuerinnen nie ein Ersatz für Eltern.


FAMILIE Betreuung

„Mütter, entspannt euch“, sagt die Entwicklungspsychologin

Lieselotte Ahnert. Allein das

Feingefühl der Mutter bestimme die Qualität der

Mutter-Kind-Bindung; es spiele keine Rolle, ab

wann, wie lange und von wem das Kind sonst betreut

werde. Die Professorin an der Universität

Wien hat die Forschungsergebnisse rund um das

Erzieher sorgen für Anregung und

wecken die Entdeckerlust

Thema Bindung, Bildung und Betreuung von Kleinkindern

ausgewertet und darüber ein Buch geschrieben

(„Wieviel Mutter braucht ein Kind?“).

Während die Eltern-Kind-Beziehung wichtig sei

für Trost und Sicherheit, stehe die Erzieher-Kind-

Beziehung für Anregung und Entdeckerlust.

Andrea Schubert hat genau das für ihren Sohn gesucht.

Til ist ihr einziges Kind, eher Denkernatur

als Draufgängertyp. Im September 2013 öffnete

drei Fußminuten von ihrem Zuhause entfernt

eine Krippe: Im Flur parken Marienkäfer auf Rädern,

im Gruppenraum kuscheln die Kinder auf

einem Froschsofa, klettern über einen Holzparcours

oder kochen in der Kinderküche.

Etwa eine halbe Million Kinder werden in Deutschland

in einer Kita betreut. Seit August 2013 haben

Eltern ab dem ersten Geburtstag ihres Kindes per

Gesetz Anspruch auf einen Betreuungsplatz: in

einer Kita oder bei einer Tagesmutter. In ländlichen

Regionen klappt das gut, in Großstädten

noch nicht. Die Kitas werden daher weiter ausgebaut,

der Bund unterstützt die Länder in den kommenden

vier Jahren mit bis zu einer Milliarde Euro.

Es genügt aber nicht, dass Räume entstehen mit

Kinderbettchen und Bällebad. Frühe Bildung

hängt von Bindung ab. „Kinder lernen vor allem

von Menschen, in sozialen Interaktionen und

durch emotionale Beziehungen zu ihnen“, schreibt

Ahnert. Das Wichtigste für die Kleinen sind Menschen,

die einfühlsam sind und auf sie eingehen

können. Jemand wie Stefanie.

Stefanie Winter arbeitet in der Froschgruppe der

Kita Abt Maurus. Mit einer Kollegin betreut sie

zwölf Kinder zwischen zehn Monaten und drei

Jahren. Sie lernte erst Kinderpflegerin, danach Erzieherin.

Sie bildete sich fort zur Krippenerzieherin

und kümmert sich seither um Babys und

Kleinkinder. Ihre Berufung.

Die Eltern spüren diese Freude. Die Erzieherin

nimmt sich Zeit, wenn Mutter mal reden muss,

selbst nach Dienstschluss. Es ist diese Dreiecksbeziehung

aus Erzieherin, Eltern und Kind, die garantiert,

dass frühe Betreuung gelingt. Die Mutter

sagt: „Steffi und ich verstehen uns sehr gut. Ich

bin mir sicher, dass sich Til in der Krippe nur so

gut entwickelt hat, weil seine Erzieherin das einfach

prima macht.“ Til trällert Lieder, die seine Eltern

nicht kennen, bringt Bilder und neue Wörter

nach Hause. Und doch war es nicht immer leicht.

Tils Eingewöhnung dauerte von September bis

Weihnachten. Immer wieder lag er mit Fieber im

Bett. Wer sein Kind in die Krippe gibt, muss sich

darauf einstellen, dass es oft krank ist. Was Eltern

anstrengt, macht die Kleinen stark. In Kindergarten

und Schule sind Krippenkinder deutlich seltener

krank als andere.

Die Erzieherin

Stefanie Winter (25)

betreut Til (2) in der

Kita Abt Maurus im

fränkischen Pleinfeld.

Mit einer Kollegin

kümmert sie sich um

zwölf Kinder

zwischen

zehn Monaten und

drei Jahren.

Kosten monatlich:

230 Euro plus ca.

40 Euro Essensgeld

(30 – 35 Stunden/

Woche)

Das Au-pair

Nora Moland (20) aus

Norwegen lebt für ein

Jahr bei Familie Steen

in Bad Homburg. Sie

betreut Jacob (2) oder

hilft täglich sechs

Stunden im Haushalt.

Danach wird sie in

London International

Business studieren.

Kosten monatlich:

260 Euro Taschengeld,

30 Euro Versiche -

rungen, 50 bis

100 Euro Sprachkurs

48

Leben & erziehen 9/2014


Ein echtes Problem in vielen Krippen ist der Personalmangel

(siehe Interview). Die Betreuungsschlüssel

sind knapp bemessen, sobald eine Mitarbeiterin

fehlt, verlieren einige Kinder ihre Bindungsperson.

Ersatz wird kurzfristig organisiert,

die Kinder müssen sich umstellen, was in diesem

Alter schwierig ist. Sozialverbände fordern ein

Kita-Qualitätsgesetz, mit dem bundesweit Mindeststandards

erreicht werden sollen. In Sicht ist

es nicht; es wäre teuer. Bislang herrschen in jedem

Bundesland, in jeder Kommune und bei jedem

Träger andere Richtlinien.

Manche Eltern entscheiden sich deswegen von

vornherein gegen eine Krippe. Die Krankenpflegerin

Katrin Guib empfand jene Kitas, die sie besichtigte,

als zu groß und zu unpersönlich. Ihre beiden

Töchter sollten bei einer Tagesmutter familiärer

betreut werden. Die Gruppen sind mit drei bis fünf

Kindern klein. Das erleichtert es, eine Bindung

aufzubauen. Besonders Babys und sensible Kinder

können davon profitieren.

Gute Tagesmütter lassen sich für

ihre wichtige Aufgabe qualifizieren

44 000 Tagesmütter arbeiten in Deutschland, eine

von ihnen ist Tina Klein aus Nürnberg. Sie begann

im Februar 2009, da war ihre Tochter anderthalb

Jahre alt und die Mutter wollte sie selbst zu Hause

betreuen. Eine Freundin sagte: „Du hast Pädagogik

studiert, werd Tagesmutter!“ Und Tina Klein qualifizierte

sich in einem fünfmonatigen Kurs für

diese Aufgabe. Katrin Guib lässt bereits ihre zweite

Tochter, die kleine Mara, von ihr betreuen.

„Ein bisschen

auf Kinder aufpassen

kann nicht jeder!“

Jörg Maywald, Psychologe und

Geschäftsführer der Deutschen Liga für

das Kind, zum Thema Frühpädagogik

Ich lasse meine Tochter (2)

pro Woche 35 Stunden

in der Krippe betreuen.

Schadet ihr das?

Normalerweise profitiert

ein Kind davon. Ganz

wichtig ist, wie Sie als

Eltern die Betreuung sehen.

Wenn Sie offen sind, öffnet

sich auch Ihr Kind.

Viele Eltern sind verunsichert.

Manche plagt

ein schlechtes Gewissen,

dass sie ihr Kind fremdbetreuen

lassen.

Ich sehe die Krippe nicht als

„Fremdbetreuung“. Es ist

eine Institution, doch vor

allem sind es Menschen, die

für das Kind zu vertrauten

Bezugspersonen werden.

Sollten diese Rolle nicht

die Eltern einnehmen?

Eltern haben zwei- bis dreimal

so viel Einfluss wie eine

Krippe haben kann. Die

Forschung hat aber gezeigt,

dass Kinder von Beginn an

zu mehreren Menschen Bindungen

aufbauen können.

Es dürfen nur nicht zu viele

sein. Wie Oma und Opa zu

Vertrauten werden können,

gilt das für Fachkräfte im

Bereich der Frühpädagogik.

Wie gelingt das?

Es beginnt mit dem

berühmten Bauchgefühl.

Es muss Klick machen

zwischen Ihnen und der

Erzieherin sowie der Erzieherin

und dem Kind. Natürlich

gibt es auch objektive

Kriterien, aber man sollte

dieses Bauchgefühl nicht

als unwichtig abtun.

Und welche sind

die objektiven Kriterien?

Besonders kommt es an auf:

die Gruppengröße, den Erzieher-Kind-Schlüssel

und

das Ausbildungsniveau des

Personals. Je kleiner die

Gruppe, desto besser. Empfohlen

wird ein Betreuungsschlüssel

von 1 : 3 für Kinder

im Alter zwischen ein

und zwei Jahren und von

1 : 5 für Kinder von zwei

und drei Jahren. Die Realität

sieht leider anders aus.

Woran liegt das?

Das ist eine politische

Frage, das kostet Geld. Wir

haben kein bundesweites

Qualitätsgesetz in diesem

Bereich. Und es fehlt an

gutem Personal.

Warum? Man hört oft

den Satz: „Ein bisschen

auf Kinder aufpassen, das

kann doch jeder.“

Eltern brauchen keinen

Führerschein, um ihre Kinder

zu erziehen. Das geht

meist intuitiv. Aber es ist

doch etwas völlig anderes,

die Kinder anderer Leute zu

betreuen und zu fördern!

Das ist eine komplexe

Aufgabe. Der Erzieherberuf

wird zu wenig wertgeschätzt

und deswegen

entscheiden sich viele

dagegen, obwohl sie

geeignet wären.

Leben & erziehen 9/2014 49


FAMILIE Betreuung

„Nora gehört zur Familie.

Für meine beiden

älteren Kinder ist sie wie

eine große Schwester.

Wir vertrauen ihr“

Claudia Steen über ihr Au-pair aus Norwegen

Die Wohnung der Tagesmutter liegt im Norden

Nürnbergs, 160 Quadratmeter, Erdgeschoss, hinterm

Haus ein Spielplatz. Tina Klein nennt ihre

Rasselbande „Zauberkinder“. Deren Tag hat sie gut

durchstrukturiert: Es gibt einen Morgenkreis und

eine pädagogische Kernzeit sowie feste Essensund

Schlafenszeiten. Nach dem Mittagessen marschieren

alle ins Badezimmer, lassen sich die

Zähnchen putzen, gehen weiter ins Schlafzimmer

und kuscheln sich mit Teddy ins Bett. Durch die

Wohnung hallt „Lalelu“, dann wird es still. Während

die Zauberkinder träumen, setzt sich Tina

Klein an ihren Rechner und lädt Fotos auf USB-

Sticks. Die Eltern sollen wissen, was los war, das

schafft Vertrauen.

Ist ihr Job nicht sehr anstrengend? Kein Thema.

Die Tagesmutter findet es schwieriger, zwei eigene

Kinder zu betreuen als fünf andere. Bei Mutter

und Vater testen die Kleinen aus, was geht, was

nicht, mal sind die Großen weich, mal streng, sagt

Tina Klein. Bei Bezugspersonen, die nicht die Eltern

sind, würden die Grenzen klarer verlaufen.

Was bei Mama großes Theater auslöst, ist bei ihr

kein Problem. Zucchini essen beispielsweise oder

mittags alleine einschlafen.

Wieder stimmt die Bindung. Die Tagesmutter ist

der Tagestochter Mara nah und deren Mutter sagt:

„Tina und ich haben keine Geheimnisse, was die

Erziehung angeht. Und wir lachen über dieselben

Dinge. Das verbindet uns.“

Katrin Guib ist dankbar für einen weiteren Vorteil,

den eine Krippe so nicht bietet: Je nach Arbeitszeit

darf sie ihre Tochter auch mal früher bringen oder

später abholen, eine SMS genügt.

Betreuung auch am Wochenende und

abends? Ein Au-pair kann helfen

Andere Familien brauchen noch mehr Flexibilität:

Claudia Steen (36) hat drei Kinder, ihr Ehemann

arbeitet als Finanzvorstand in einem Pharmakonzern,

sie selbst managt Marketingprojekte. Die

großen Kinder gehen in Kindergarten und Schule,

der kleinste, Jacob, ist heute zwei Jahre alt. Er war

anfangs häufig krank. Seine Mutter wollte ihn

deshalb weder in eine Krippe noch zu einer Tagesmutter

geben. Steen überlegte lange, wie sie ihren

Familienalltag meistern könnte. Die Großeltern

mehr einspannen? Eine Haushaltshilfe engagieren?

Wegen ihres Jobs benötigte sie gerade am

Wochenende und abends mehr Freiräume. Sie

brauchte jemand, der im Haus lebte. Im Herbst 2013

zog Nora Moland (20) aus Norwegen ein.

Das Au-pair hatte gerade Abitur gemacht, während

der Schulzeit als Babysitterin gejobbt und

auch einen schwerbehinderten Jungen betreut.

Nun wollte Nora ins Ausland und Deutsch lernen.

Eine Agentur vermittelte das Au-pair an Familie

Steen nach Bad Homburg. Zwei Skype-Dates und

vierzehn Tage später landete Nora am Frankfurter

Flughafen. Es war ein Mittwoch.

Übers kommende Wochenende musste ihre Gastmutter

verreisen. Die Norwegerin sollte sich um

Jacob kümmern, der damals ein knappes Jahr alt

war. Sie lernte schnell, Jacob zu beruhigen, fütterte

ihn, spielte und schmuste mit dem Kleinen.

Jacob weckte Muttergefühle in der 20-Jährigen

und für die beiden älteren Kinder ist sie wie eine

große Schwester. „Klar haben wir auch mal Streit“,

erzählt Claudia Steen. „Nora ist ja noch jung, aber

mit Jacob geht sie ganz wunderbar um, ich habe

vollstes Vertrauen zu ihr.“ Das Au-pair ist das

sechste Familienmitglied geworden.

susanne faschingbauer

SPRECHSTUNDE

Sie betreuen Ihr Kind selbst

und wollen Betreuungsgeld beantragen?

Oder Sie haben eine Frage zum Elterngeld?

Dann rufen Sie unseren Experten Erwin Manger an.

Dienstag, 26. August 2014, von 10 bis 13 Uhr unter

Telefon 08 21/45 54 81 - 52

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50

Leben & erziehen 9/2014


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Den Sommer genießen mit

frischer Luft bei Tag und bei

Nacht ohne lästige Insekten.

Leichte Montage und

Bedienung.

Zu viele

Mücken

unterm

Dach?

Insektenschutz-Rollos

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1. 7. – 31. 8. 14

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Rollos vom Typ ZIL im Aktionszeitraum (1. 7. – 31. 8. 2014). Einfach Aktionskarte

und Kaufbeleg an VELUX senden (Einsendeschluss 30. 9. 2014).

Die Aktion gilt nur für Endverbraucher. Weitere Infos und Aktionskarte

unter www.velux.de


ElternL

Für Hülle

und Fülle

Wenn’s um die Frisur geht, wollen

wir alle mehr. Mehr Volumen,

mehr Schwung, mehr Glanz,

mehr Haare. Bitteschön:

Hier sind 7 Retter für den Schopf

1. Power von innen

Stress? Falsche Ernährung?

Das sieht man den Haaren an.

Die brauchen Vitamine, Zink,

Eisen und Omega-3-Fettsäuren,

um gesund zu wachsen.

Die wichtigsten Nährstoffe

gibt es auch als Kapseln

(z. B. innéov Haarfülle+).

2. Fülle reinwaschen

Koffein macht munter – auch die Haarwurzeln.

Das nutzen Shampoos, die durch

die Zugabe von Koffein das Haarwachstum

anregen (z. B. Plantur 21).

3. Alles muss raus

Manchmal macht das, was

ihm Schwung geben soll, das

Haar stumpf. Weil bestimmte

Stylingrückstände sich nicht

vollständig rauswaschen und

damit auf Dauer die Haare

beschweren. Mit einem tiefenreinigenden

Shampoo oder

einem Peeling-Shampoo ab

und zu wird dieses Problem

behoben (z. B. Balea Professional

Tiefenreinigung Shampoo).

4. Farbe fürs Volumen

Strähnchen rauen die Schuppenschicht

etwas auf, das sorgt für Fülle (z. B. Garnier

Nutrisse Creme Highlights-Set).

5. Pflege an die richtige Stelle

Conditioner gibt den Haaren Pflege

und Feuchtigkeit, aber er gehört

nur in die Längen und Spitzen.

An den Ansatz kommt Volumenspray,

-mousse oder -puder (z. B.

Schwarzkopf got2be Hochkaräter

volumen + glanz Creme Mousse).

6. Föhnen wie der Profi

Beim Friseur sah es doch so gut aus, wieso

kriegt man es nur daheim nicht mehr hin?

Weil ein dritter Arm fehlt. Den ersetzt

eine Warmluftbürste, die gleichzeitig

föhnt, stylt und für haltbaren Schwung

sorgt (z. B. Braun Satin Hair 5 Multistyler).

7. Schützen statt reizen

Autsch, zu heiß! Autsch, zu ruppig! Haare

reagieren empfindlich, wenn ihnen

etwas nicht passt. Deshalb nicht zu heiß

waschen und föhnen, nicht trocken

rubbeln, sondern tupfen und die Pflege

immer passend zum Haartyp wählen.

FOTOS: GETTY IMAGES, HERSTELLER, SHUTTERSTOCK.COM, THINKSTOCKPHOTOS.DE

52

Leben & erziehen 9/2014


R A T G E B E R

EBEN

Warum Kochen viel mehr ist,

als die Familie

einfach nur satt zu machen,

erklärt Promi-Köchin

Sarah Wiener im Interview auf

Seite 60

FRAGE AN DIE EXPERTIN

Weniger Stress

im Büro

Frauen stresst

die Arbeit im Haushalt

mehr als die im Job,

behaupten Forscher

der Pennsylvania

State University.

Ihre Erklärung:

Im Beruf gibt es

Anerkennung,

daheim leider nicht.

Rauchverbot

schützt Kinder

Daten aus USA und

Europa zeigen: Bereits

ein Jahr nach dem

Rauchverbot in öffentlichen

Gebäuden

vermelden Ärzte

ein Minus von rund

zehn Prozent bei Frühgeburten

und bei kleinen

Asthma-Patienten.

Zensur

Wäre die Welt ohne

diese Worte besser?

Wir glauben: ja!

After-Baby-Body

Winke-Arm

Problemzone

Thigh Gap

Size Zero

Intim-OP

Kate kann’s

Wenn jemand

weiß, wie Mode

funktioniert,

dann Kate Moss.

In der australischen

Vogue

verrät das Model

Fashion-Tipps

wie diese:

Bleistift-Rock

tragen. Am

besten gleich

in Schwarz.

Peppt auf, steht

fast jeder Frau.

Accessoires

müssen sein:

Sonnenbrillen,

Schals, Hüte

gehören in jeden

Schrank.

Seinem Stil

treu bleiben.

Den Lieblings -

look einfach in

verschiedenen

Varianten immer

neu stylen.

Man kann nie

zu viel Schmuck

haben.

Insiderwissen

Danke, liebe Blogger!

Ihr tüftelt, probiert und

sucht – und erspart uns

so das Tüfteln, Probieren

und Suchen. Hier lohnt

es sich reinzuschauen:

1. carrotsforclaire.com

(Kochen und Backen)

2. diylove.de (alles rund

ums Selbermachen)

3. wasfuermich.de

(Kreativ mit Kindern)

3. reisemeisterei.de

(Urlaub mit Kindern)

9,86 Euro

in der Stunde

zahlen Eltern in

Deutschland im

Schnitt für einen

Babysitter.

QUELLE: WWW.KINDERFEE.DE

Liebes

Brautpaar ...

Endlich: ein Gästebuch, in das

alle gerne schreiben. Weil es

hier kein „Mir fällt nichts ein“

gibt. Denn statt leerer Seiten

finden die Hochzeitsgäste

darin hilfreiche Texte und

Zeichnungen zum Ausfüllen,

Ankreuzen, Reinschreiben,

Fertigmalen.

„Liebes Brautpaar ...“,

von arsEdition; 19,99 Euro

Wer kümmert

sich um

die Kinder?

Was passiert eigentlich,

wenn meinem Mann und

mir etwas zustößt?

Kommen unsere zwei

Söhne dann automatisch

zu den nächsten Verwandten

oder können wir einen

Vormund bestimmen?

Lucia Motte, Rechtsanwältin

aus Gerlingen, antwortet:

J

a, mit einer Sorgerechtsverfügung

bestimmen Sie

selbst den Vormund. Sollte

nichts gegen diese Person

sprechen, richtet sich das

Familiengericht im Normalfall

nach Ihrem Wunsch.

Achten Sie darauf, dass Sie

die Erklärung vollständig

handschriftlich schreiben

und alle Formalitäten

(Datum, Ort, Unterschriften)

erfüllen. Ich rate Ihnen

aber, sich von einem

Anwalt, im Idealfall einem

Spezialisten auf diesem

Gebiet, beraten zu lassen,

damit die Verfügung hiebund

stichfest ist. Sinnvoll

sind zwei Verfügungen: für

den Todesfall in Kombination

mit dem Testament

und für den Fall, dass Sie

sich aus anderen Gründen

nicht mehr um die Kinder

kümmern können, zum Beispiel

weil Sie zum Pflegefall

werden. Dieses Szenario

durchzudenken ist schrecklich,

aber trotzdem sollten

Sie vorsorgen: Auch für Sie

ist es beruhigend zu wissen,

dass die Kinder gut aufgehoben

sind, wenn Ihnen

etwas passiert.

Leben & erziehen 9/2014 53


SERVICE Kinderzimmer

Unsere

Expertin

Jessica Stuckstätte

ist Innenarchitektin und

Gründerin des Labels

„Kinnertied“. Sie hat

sich auf das Gestalten

von Kinderzimmern

spezialisiert. Von ihr

erschienen ist unter

anderem das Buch

„Kinderzimmer

gestalten, renovieren,

einrichten“ (Haupt;

24,90 Euro)

Komm in

mein Reich

Eulenzimmer, Räuberhöhle, Prinzessinnentraum:

Wenn es ans Einrichten von

Babys erstem Zimmer geht, wollen Eltern

alles richtig machen. Was sie wirklich

brauchen, auf was sie beim Einkauf achten

können und welche Möbel mitwachsen

Beim Kauf haben Eltern am

besten die Maße des Bettgestells

dabei.

Für Kissen und Decke ist es

jetzt noch zu früh, stattdessen

kommt ein Schlafsack

mit in Babys Bett. Kuscheltiere

bleiben zum Schlafen

aber besser draußen.

Ist für den Schlaf gesorgt,

folgt Basic Nummer 2: die Wickelkommode.

Was Eltern

beim Wickeln brauchen, finden

sie hier mit einem Griff.

Die Schubladen bieten genügend

Stauraum für Kleidung

und Windeln. Auf der Kommode

haben Feuchttücher

und Pflegelotion Platz. Wer

mag, bringt über dem Wickelplatz

einen Heizstrahler

an, so hat es das Kind immer

wohlig warm.

Achten Sie darauf, dass die

Kommode stabil und die Auflage

wasch- oder abwaschbar

ist. Hat sie die richtige Höhe

und stehen Sie beim Wickeln

gerade? Ihr Rücken wird es

Ihnen danken!

Praktisch sind abnehmbare

Wickelauflagen. So wird aus

der Wickelkommode später

ein hübsches Möbelstück

fürs Kinderzimmer. Vielleicht

haben Sie ja auch noch

ein Erbstück, das Sie auf-

Sie richten zum ersten

Mal ein Kinderzimmer

ein? Dann

machen Sie es wie

ein Zen-Meister:

Konzentrieren Sie sich auf

das Wesentliche!

Die Basics sind Babybett und

Wickelkommode“, weiß Innenarchitektin

Jessica Stuckstätte.

Für die ersten Monate

ist ein eigenes Zimmer kein

Muss. Viele Mütter empfinden

es als angenehm, wenn

sie nachts zum Stillen nicht

aufstehen müssen. Deshalb

legen sie ihr Baby in ein

Anstellbettchen neben dem

Elternbett. So schlummert es

direkt bei Mama und Papa;

gleichzeitig schläft es sicherer

als im Bett der Eltern.

In einer Wiege oder einem

Stubenwagen mit Rollen

kann das Kleine da sein, wo

die Eltern gerade sind – das

Bettchen lässt sich auch mal

schnell ins Wohnzimmer

schieben.

Vorteil von Stubenwagen und

Wiege: Sie sehen hübsch aus

und betten das Baby in einen

Für guten Schlaf sorgt

die richtige Matratze

begrenzten und kuschligen

Raum. Nach etwa vier bis

sechs Monaten ist das Kind

dafür allerdings zu groß und

braucht ein Kinderbett.

Ein Modell, das von Anfang

an mitwächst, ist das Gitterbett.

Eltern können es von

Geburt an bis etwa zum fünften

Lebensjahr ihres Kindes

nutzen – mit herausnehmbaren

Stäben und höhenverstellbarem

Lattenrost wird

das Babybett ganz einfach

zum Kinderbett. Einrichtungsexpertin

Jessica Stuckstätte

ist ein Fan der mobilen

Variante: „Auch viele Gitterbettchen

haben inzwischen

Rollen. Es müssen aber auch

Stopper integriert sein, damit

das Bett stabil steht.“

Die meiste Zeit des Tages verbringen

Babys schlafend. Gut,

wenn Eltern in eine hochwertige

Matratze für ihr Kind investieren.

Ob Schaumstoff

oder Latex ist Geschmackssache

– Hauptsache, sie ist

atmungsaktiv. Wichtig ist der

richtige Härtegrad: Mehr als

zwei Zentimeter sollte das

Baby nicht einsinken. Das

können Sie testen, indem Sie

mit der flachen Hand leicht

auf die Matratze drücken.

Gute Qualität erkennen Sie

außerdem an einem belüfteten

Kern, einer trittfesten

Kante und einem abnehmsowie

waschbaren Überzug.

Ein Schmuckstück:

die Wickelkommode

54

Leben & erziehen 9/2014


Wie kleine Planeten:

Das Filzkugel-Mobile ist

ein Blickfang fürs Baby.

Von nanajuu über www.

DaWanda.com; 29 Euro

Der Tapetenbaum

„April“ bringt jedes

Zimmer zum Erblühen.

Äste und Blätter sind

aus Retro-Designertapeten

geschnitten.

www.inkeheiland.de;

195 Euro

Heute Gitterbettchen,

morgen Juniorbett:

mit diesem Modell ein

Kinderspiel. Von Paidi

inkl. Airwell Comfort

Federleistenrost;

ca. 404 Euro

(ohne Textilien)

Hier hat alles seine

Ordnung: 2-türiger

Kleiderschrank mit

Schublade von Paidi,

Kollektion

Frida & Anton;

ca. 637 Euro

(inkl. Griffset)

Zeitlos schön:

Die zart lackierte

Wickelkommode aus

der Kollektion Frida

& Anton kann man

später als Sideboard

verwenden.

Paidi; ca. 618 Euro

Die Griffe aus Filz

sind ein Hingucker

Diese Möbel

gibt’s zu

gewinnen!

[ siehe S. 58 ]

Leben & erziehen 9/2014 55


SERVICE Kinderzimmer

Willkommen im

Märchenwald!

Tapetenbaum

„Augustus“.

www.inkeheiland.de;

195 Euro

Alles erleuchtet:

hübscher Lampenschirm

„Hafen“,

www.vertbaudet.de;

34,95 Euro

Matilda bringt Farbe in den Raum.

Die Kinderzimmerkollektion

gibt es in Himmelblau, Himbeere

und Limette. Von Paidi;

Kleiderschrank ca. 560 Euro,

Kommode ca. 395 Euro

So reisen Kinder sanft

ins Land der Träume:

Das Steckdosenlicht

„Waldeule“ von Haba

geht im Dunkeln

automatisch an. www.

jako-o.de; 9,95 Euro

Tipp:

Eine gute Idee

sind Steckdosenlichter

mit Bewegungsmelder.

In der Nähe

der Tür angebracht,

spenden

die Lampen

sanftes Licht,

wenn Eltern

nachts nach

ihrem Kleinen

schauen.

Haben Sie damit

gerechnet? „Maths

mini“ ist Schlaf- und

Wickelplatz in einem.

Später kann man die

Kombi zu Jugendbett

und Kommode

umbauen. www.

my-fantasyroom.de;

1 260 Euro

Den „Lümmel“ lieben

alle: Mama zum Stillen,

Kinder zum Spielen

und Kraxeln. Speichelecht

und abwaschbar,

www.myluemmel.de;

129 Euro

Gute Aussichten

haben Kinder

mit dem Mini-

Hochbett „Willi“.

Von Taube;

ca. 500 Euro

Nah bei den Eltern

und trotzdem im

eigenen Bettchen

sind die Kleinen im

Anstellbett „Betty“.

Geuther; 199 Euro

(inkl. Matratze)

56

Leben & erziehen 9/2014


MANGO,

peppen möchten? Mit einem neuen Anstrich

aus speichelfestem Lack und einer

separaten Wickelauflage wird daraus ein

Liebhaberstück, das Sie noch nutzen können,

wenn Ihr Kind groß ist.

Einen Kleiderschrank für Ihr Baby brauchen

Sie jetzt noch nicht. Wenn Sie trotzdem

gleich einen kaufen wollen, dann besser ein

schlichtes Modell. „Ich würde einen einfachen

Schrank wählen, der dem Kind auch

später noch gefällt. Wer mag, peppt ihn mit

Dekofolie auf, die man später wieder abziehen

kann“, rät die Innenarchitektin.

Für alle Möbel gilt: Sie müssen stabil stehen

und dürfen keine scharfen Kanten oder

Ecken haben. In ein paar Jahren wird Ihr

Kind vermutlich auch in seinem Zimmer auf

Klettertour gehen. „Deshalb am besten alles

eine der original Trendfarben

von SCHÖNER WOHNEN-FARBE

Mit selbst gemalten Bildern macht

Ordnung Spaß

zusätzlich an der Wand festschrauben und

lieber ein niedriges Sideboard kaufen als ein

hohes Regal.“

Spätestens, wenn Ihr Kind in den Kindergarten

kommt, ist ein Sideboard eine gute

Investition. In Kisten finden darin die Spielsachen

Platz – und mit einem kleinen Trick

können Eltern auch gleich den Sinn für Ordnung

wecken. Jessica Stuckstätte, die Kindertagesstätten

gestaltet, weiß wie: „Machen

Sie ein Eltern-Kind-Projekt daraus.

Malen Sie kleine Bilder für alles, was in die

Kisten rein soll, und kleben sie diese vorne

drauf. Das geht natürlich auch mit Bildern

von T-Shirts und Hosen für die Schubladen

der Kommode.“

Bis zur Geburt ist noch viele

Wochen Zeit, aber das Babyzimmer

ist schon eingerichtet?

Prima, so haben die Möbel

noch genügend Zeit zu atmen.

„Packen Sie alles, was Sie für

das Kinderzimmer neu kaufen,

zu Hause aus und lassen Sie es

bei gekipptem Fenster zwei bis

drei Wochen lang auslüften“,

rät die Architektin.

Das gilt auch, wenn Sie das

Zimmer neu streichen oder

einen Boden verlegen. Achten

Sie dabei auch auf die Schadstofffreiheit.

Diese erkennen

Sie an Öko-Siegeln wie EC1 und

dem Blauen Engel. „Bei der Farbe

des Bodens würde ich neutral bleiben

Mit den original SCHÖNER WOHNEN Trendfarben können Sie Ihren

eigenen Wohnstil verwirklichen. Wählen Sie unter zahlreichen Farbtönen

Ihre Favoriten und verschönern Sie Ihre Wohnung ganz individuell.

Erhältlich z. B. bei BAUHAUS, bauSpezi, BayWa Bau & Garten, Do it + Garden MIGROS,

hagebaumarkt, HELLWEG, Knauber, OBI, toom Baumarkt, V-MARKT und Werkers

Welt. Weitere Infos unter www.schoener-wohnen-farbe.com.

SCHÖNER WOHNEN-FARBE ist ein Teil der SCHÖNER WOHNEN-KOLLEKTION.

Streich Dir die Welt, wie sie Dir gefällt!


SERVICE Kinderzimmer

Kinder freuen sich

über einen Hingucker

an der Decke.

Besonders schön

sind die Wabenbälle

aus Papier. www.

my-fantasyroom.de;

10,95 Euro (4er-Set)

Die Wickelauflage

„juicy jungle“ ist aus

Baumwolle und zum

Waschen schnell

abgezogen. Von

millemarille über

www.DaWanda.com;

56,90 Euro

Genau richtig

zum Einkuscheln

ist die Bettwäsche

„little animals“ von

bellybutton by Alvi;

ca. 34,95 Euro,

Kuschelkissen

14,50 Euro

Tipp:

Verzichten Sie

auf Energiesparlampen.

Sie enthalten

Quecksilber.

Zerbricht eine

Birne, kann

das Einatmen

der Dämpfe

gefährlich

werden.

Sicherer sind

Halogen- oder

LED-Lampen.

und dafür mehr bei den Wänden machen“,

sagt die Einrichtungsexpertin.

Erinnern Sie sich an den Zen-Meister: Weniger

ist mehr! Schaffen Sie bewusst einen

Blickfang und gestalten Sie den Rest des

Raums eher zurückhaltend. Kleine Kinder,

die viel im Bett liegen, freuen sich über einen

Hingucker an der Decke. Zusätzlich zu

einem schönen Mobile können das bunte

Sterne sein, die man mit Masking-Tape an

der Decke anbringt. Kindern gefällt es, wenn

sie was zum Schauen haben, weiß Jessica

Stuckstätte: „Schön finde ich, wenn eine

Wand mit einer aufwendigen Tapete gestaltet

ist.“ Weil Babys in den ersten Monaten

Pastelltöne noch nicht wahrnehmen können,

dafür aber Rot und starke Kontraste lieben,

könnte diese zum Beispiel rot-weißkariert

sein, aber auch große Sterne oder

Punkte eignen sich gut. Bleiben die restlichen

Wände weiß, kann die Tapete wirken

und der Raum strahlt trotzdem Ruhe aus.

Eltern rät die Architektin, nicht jeden Winkel

im Raum durchzuplanen. Solche Freiräume

fördern die Kreativität der Kinder.

elisabeth göpel

Viele tolle Produkte für Ihr Kind finden Sie in den Shops

unserer Partner auf www.leben-und-erziehen.de

Auf welche Gütesiegel Sie sich beim

Möbel- und Matratzenkauf verlassen

können, lesen Sie auf www.lebenund-erziehen.de/babymoebel

MITMACHEN & GEWINNEN

Sie gestalten gerade das Babyzimmer

für Ihren Nachwuchs?

Dann haben wir genau das Richtige

für Sie: Wir verlosen zeitlos

schöne Möbel aus der Kollektion

Frida & Anton − bellybutton by

Paidi (s. S. 55). Die Einrichtung,

bestehend aus Wickelkommode,

2-türigem Kleiderschrank und

mitwachsendem Gitterbett inkl.

Airwell Comfort Federleistenrost,

hat einen Wert von ca. 1 659 Euro.

Beantworten Sie dafür einfach

die folgende Frage:

Schicken Sie die Lösung mit Ihrem Namen, Ihrer Adresse, Ihrer Telefonnummer (für Rückfragen)

bis zum 3. September 2014 an folgende Adresse: Redaktion Leben & erziehen | Kennwort: Kinderzimmer

Böheimstraße 8 | 86153 Augsburg | Fax: 08 21/45 54 81-13 | E-Mail: redaktion@bayard-media.de

Was sollte Babys Matratze auf

jeden Fall haben?

A) Einen superweichen Kern

B) Einen belüfteten Kern

C) Eine Komfort-Massage-

Funktion

Wir drücken Ihnen die Daumen!

FOTOS: HERSTELLER (18), PRIVAT

58

Leben & erziehen 9/2014


… ist Vertrauen … ist Fantasie …

ist Abenteuer … ist Zukunft … ist

kreativ … ist Liebe … ist Wohlgefühl

… ist Glück … ist der Raum, den

Ihr Kind braucht, um sich zu entfalten

Den ersten Lebensraum eines Kindes mitzugestalten, ist eine der schönsten

Aufgaben, die ein Möbelhersteller haben kann. Mit unserem ganzen Wissen,

unserer jahrzehntelangen Erfahrung und all unserer Liebe schaffen wir

Babyträume, das Komplett-Programm für Babys erstes Zimmer. Basis jeder

unserer inzwischen 20 Linien ist das PAIDI Babybettchen, mit dem vor über

75 Jahren alles begann und in dem schon Generationen von Babys jeden

Morgen aufs Neue die Welt entdeckt haben. Entdecken auch Sie PAIDI –

auf www.paidi.de

PAIDI ist Geborgenheit ...


FAMILIE Interview

Essen macht

glücklich

Kochen

für und

mit den Kindern:

Warum Sie so

die Familie gesund

ernähren und auch

noch ein Stück die

Welt verbessern,

sagt Promi-Köchin

Sarah Wiener

im Interview

60

Leben & erziehen 9/2014


K

eine Zeit, keine Lust, keine

Ahnung: In vielen Familien

wird nicht mehr gekocht. Was

läuft da falsch?

Alles. Unser Essen ist doch das Wichtigste

überhaupt. Lebensmittel ernähren

uns, sie machen uns satt, glücklich

und gesund. Und trotzdem gehen viele

gedankenlos mit Essen um. Lebensmittel

sind ja überall verfügbar,

scheinbar nichts mehr wert. Und um

keine kostbare Zeit am Herd zu vergeuden,

gibt es eben Fertigpfannkuchen.

Furchtbar. Viele Eltern wollen

Promi-Köchin

Sarah Wiener zeigt,

was man aus

Kürbis, Mangold

und Zucchini

kochen kann.

Und wenn

die Kinder dabei

helfen dürfen,

dann schmeckt

sogar Gemüse!

oder können nicht mehr kochen. Dabei

ist es so einfach und auch so befriedigend.

Kochen macht Spaß, es verbindet

uns. Damit sage ich meinem Kind:

„Ich liebe dich, du sollst stark, gesund,

glücklich sein und deshalb gebe ich dir

das Beste.“

Sie nehmen in Ihrer Stiftung Kinder

mit auf den Bauernhof, zeigen ihnen,

wie man Getreide anbaut. Warum

sollen Kinder wissen, wo ihr Essen

herkommt?

Wenn das Kind versteht, dass die

Milch von der Kuh kommt und wie

diese Kuh lebt, respektiert es sein

Essen, ist viel verwurzelter mit der

Natur. Nur Kinder, die diese Zusammenhänge

kennen, gehen achtsam

mit Lebensmitteln um. Bauen Sie

Kräuter an, schauen Sie ihnen beim

Wachsen zu. Lassen Sie Ihr Kind riechen,

schmecken, fühlen: Hier geben

Sie ihm wirklich etwas fürs Leben mit.

Auch wenn es erfährt, dass

sein Schnitzel auf dem Teller mal

ein Tier war?

Aber natürlich. Sie wollen Ihr Kind

doch nicht anlügen! Fleisch kommt

nicht steril aus der Fabrik, sondern

Den

Grundstein

legen

Die Sarah Wiener

Stiftung engagiert

sich seit 2007 „für

gesunde Kinder und

was Vernünftiges zu

essen“. In Schulen,

Kindergärten und

anderen Einrichtungen

lernen

Kinder kochen, sie

entdecken neue

Lebensmittel, Kräuter,

Geschmacksrichtungen.

Und

erfahren, welche

Auswirkungen es

auf die Natur hat,

was sie essen. Infos

unter www.sarahwiener-stiftung.org

Säen und

ernten

In einem Gewächshaus

pflanzen Kinder

unterschiedliche

Samen und Kerne

von Gemüse und

Obst, das sie gegessen

haben. Welche

Sorte wächst besonders

gut? Was brauchen

die Pflänzchen,

um zu wachsen?

Leben & erziehen 9/2014 61


FAMILIE Interview

war mal ein lebendiges Tier. Und

diesem Tier soll es bitte gut gehen,

solange es lebt.

Trotzdem landet täglich kiloweise

abgelaufenes Essen im Müll.

Müssten Sie deshalb nicht eher

die Eltern aufklären?

Das würde ich gerne, nicht nur Eltern,

auch Senioren, alle. Mit meiner Stiftung

habe ich aber nur die Möglichkeit,

die Kinder zu erreichen. Sie sind

unsere Zukunft, ihnen möglichst viel

zu zeigen und beizubringen, ist

sehr wichtig.

Woher

kommen

die Kräuter

für den Salat?

Schmeckt er

auch der

Schnecke?

Wer sorgt

eigentlich für

die frische

Milch? Schön,

wenn Kinder

das hautnah

erleben

Wie schaffe ich es, dass mein

mäkeliges Kind viel probiert?

Indem Sie ihm alles anbieten. Und

nicht fragen: Was magst du, was soll

ich für dich kochen? Sie entscheiden,

was es gibt. Kann sein, dass Sie sich

auch mal unbeliebt machen. Egal. So

funktioniert Erziehung, das ist Ihre

Verantwortung. Natürlich sollen Sie

Ihr Kind nicht zum Essen zwingen.

Aber konsequent bleiben. Selbst wenn

es nur Reis löffelt, es verhungert nicht.

Und was wirklich immer funktioniert:

Was Kinder selber kochen, essen sie

auch. Sie sind so stolz auf ihr Werk,

da beißen sie mit Freude rein. So entdecken

und schmecken sie natürliche

Lebensmittel, keine künstlichen

Aromen und Geschmacksverstärker.

Vernünftige Ernährung klingt so anstrengend,

kostet viel Zeit, ist teuer.

Ach was. Vernünftig ernähren ist ganz

einfach: Kaufen Sie frische Sachen

möglichst aus der Region, die gerade

Saison haben. Und kochen Sie selber.

Das ist günstiger als in Folien eingeschweißte

Industrieprodukte, es ist

gesünder, es ist besser für die Umwelt.

Welches Fast Food kommt denn bei

Ihnen auf den Tisch?

Heute vielleicht ein Kohlrabi-Carpaccio

mit Sesam. Oder, ganz unkompliziert,

gutes Brot mit einem Stückerl

Rohmilchkäse und Radieschen.

silvia schmid

Sarah

Wieners

Rezept-

Tipp

Das kriegen schon

die Kleinen hin:

Kartoffeln

waschen, in Achtel

schneiden und in

einer Schüssel

mit etwas Öl und

Gewürzen (z. B. Cayennepfeffer,

Salz,

Rosmarin) würzen.

Im Ofen auf Backpapier

bei 200 Grad

knusprig braun

backen. Dazu ein Tomatendip:

3 Tomaten

(klein gewürfelt) mit

125 g Magerquark,

3 TL Tomatenmark

und einem halben

Becher Schmand

vermischen, gehacktes

Basilikum, 1 TL

Olivenöl, Salz und

Pfeffer unterheben.

Das Rezept wurde

abgewandelt dem

Buch entnommen:

„Landschaft schmeckt.

Nachhaltig kochen

mit Kindern“ der

Sarah Wiener Stiftung

(Beltz; 17,95 Euro).

Ein Buch, doch darin

stecken eigentlich ganz

viele: Es ist ein Koch-,

ein Wissens-, ein Spiel-,

ein Experimente- und

gleichzeitig ein Aufklärungsbuch

für alle, die

mit ihrem Kind nicht

nur Essen zubereiten

wollen, sondern auch

hinterfragen, wo dieses

Essen eigentlich herkommt.

Denn nachhaltige

Ernährung beginnt

nicht erst am Herd.

FOTOS: DEPOSITPHOTOS.COM (4), ISTOCKPHOTO.COM (4), THOMAS LADENBURGER (5)

62

Leben & erziehen 9/2014


RÄTSEL

VERLOSUNG

10 Paar Lurchi-Kinderschuhe

Die Schuhe aus der neuen Lurchi-

Kollektion bringen Pep an kleine Füße:

Mit coolen Nietenapplikationen punktet

der knöchelhohe Schnürer Cali bei den

Mädchen. Er ist schön warm, atmungsaktiv

und hat eine rutschfeste Sohle.

Für sicheren Halt sorgt auch der sportliche

Jungenschuh Barney. Dank des

Texilfutters wärmt er an kalten Tagen

und ist dabei gleichzeitig atmungsaktiv.

Leben & erziehen und Salamander

verlosen 10 Paar Kinderschuhe aus

der neuen Lurchi-Herbstkollektion

(5 Jungs- und 5 Mädchenmodelle) in

den Größen 24 bis 29 im Gesamtwert

von ca. 650 Euro. Bitte schreiben Sie

uns, welches der beiden Modelle und

welche Größe Sie gewinnen wollen.

Schicken Sie uns die Lösung des Rätsels bis zum 3. September 2014. Bitte geben Sie für Rückfragen Ihre Telefon nummer und Ihre Adresse an.

Redaktion Leben & erziehen | Kennwort: Rätsel | Böheimstr. 8 | 86153 Augsburg | Fax: 08 21/45 54 81-13 | E-Mail: redaktion@bayard-media.de

Ganz bequem geht’s im Internet: www.leben-und-erziehen.de/gewinnspiele

gefallsüchtig

Brotaufstrich

schnell

Signalinstrument

Frucht

e. asiat.

Nutzbaumes

Kfz-Z.

Emden

Kfz-Z.

Senegal

ugs.:

pragmat.

Politiker

(Mz.)

Gurkenkraut

verhängnisvoll

Beinkleid

rudern

Handlung,

Aktion

Gottesleugner

Abk.: Informationstechnologie

junger

Hund

kelt.

Priester

braten

Kleidersaum

Rauschgift

einer

Sache

Würde

verleihen

Riemen

uneingeschränkt

Elbe-

Zufluss

in

Hamburg

mit

Garn befestigen

Laubbaum

Schild

des Zeus

beeindrucken

Silvesterkracher

Initialen

Einsteins

† 1955

Initialen

des Supermodels

Campbell

glatt,

glänzend

Festkleid,

Hoftracht

Fürstenname

Abk.: Landeskriminalamt

Tasteninstrument

Ausruf

Abk.:

angeblich

Lösung

Gegenteil

von

kurz

Pyrenäenstaat

Zuschnitt

italienisch:

Berg

Teil

Großbritanniens

Einbringen

der

Früchte

Kolbenschubstange

Schöpfer,

Initiator

Mitbesitz

weibliches

Huftier

Berliner

Spitzname

(Arthur)

falscher

Weg (in

die ...

gehen)

Blumenpflanzgefäß

Warthe-

Zufluss

Abk. für

einen

Bibelteil

Entwurf,

Gestaltgebung

(engl.)

EU-Bei-

tritts-

Staat

2004

männl.

Vorname

svd1816.34-67

Auflösung aus Leben & erziehen 08/14: Planschen

®

2 4 6 7 8

3 9

2

5 6 8 2 9 4

8 2 3 1

3 9

4 5 8 3

5 6 1 7 9 4

9 2 5

2 8 9 3 6

Leben & erziehen 9/2014 63


LEBEN MIT KINDERN Spielen & fördern

WISCHEN

TIPPEN

GUCKEN

64

Leben & erziehen 9/2014

Lerntablet Storio 3S

Text-, Bild- und

Sprachnachrichten verschicken,

kein Problem! Wenn Eltern

die Kontakte freischalten.

Für Kinder von 4 bis 9.

Von VTech; 119,99 Euro*

Lerntablet Storio 3 Junior

Besonders robust

für kleine Kinderhände.

15 vorinstallierte Apps,

Digitalkamera, Mediaplayer ...

Für Kinder von 2 bis 9.

Von VTech; 99,99 Euro*


Viele Kinder bedienen Handy und Tablet,

bevor sie sprechen können. Sind die digitalen

Medien eine Chance? Oder eine Gefahr?

Meine Tochter spielte

zum ersten Mal mit

einem Smartphone, da

war sie kein Jahr alt.

Sie hatte oft gesehen,

wie ich in das Ding hineingeredet,

darauf getippt oder es angestarrt

hatte. Eines Tages ergriff sie die

Chance, es selbst zu erkunden: tippen,

wischen, gucken. Noch bevor

meine Tochter laufen konnte,

hatte sie das Handling drauf. Heute

ist sie zweieinhalb und fordert ihre

tägliche Dosis Smartphone. Das

Handy als Spielzeug: Kann das gut

gehen?

Es ist eine Frage, die sich noch

keine Elterngeneration vor uns

stellen musste. Wir waren die ersten

mit Mail@, Facebookprofil und

dem Internet in der Hosentasche.

Wie aber geht Erziehung in

einer digitalen Gesellschaft?

Eine mögliche Antwort lautet: in

Panik geraten! Digitale Medien,

egal ob Handy, Tablet oder Internet,

machen unsere Kinder dumm

und dick, behauptet etwa der Psychiater

Manfred Spitzer in seinem

Buch „Digitale Demenz“. Er und

andere Autoren – Pädagogen, Hirnforscher,

Kinderärzte – fordern

eine medienfreie Kindheit.

Doch wenn Eltern googeln und

glotzen, können Kinder nicht nur

im Sand buddeln und auf Bäume

klettern. Wohin sie blicken, entdecken

sie Bildschirme. Der Aufruf

ist deshalb als Provokation zu verstehen,

aber auch dann problematisch.

Eine Kindheit ohne Medien

sei nicht nur realitätsfern, sondern

auch nicht erstrebenswert, sagt

Kathrin Demmler, Direktorin des

JFF – Institut für Medienpädagogik

in München.

Eine andere Antwort lautet daher:

Schau hin, was dein Kind mit Medien

macht! Dies ist der Slogan

einer Internetplattform, die Eltern

über den Umgang mit neuen Medien

informiert. „Kinder wollen

die Welt erkunden. Dazu gehören

die digitalen Medien“, sagt Demmler.

Wir dürften sie ihnen nicht

vorenthalten, denn es gebe nicht

nur Risiken, sondern auch eine

Menge zu lernen. Die Großen müssten

die Kleinen begleiten. Dazu

gibt die Medienpädagogin Tipps:

Tablets & mehr für Einsteiger

Samsung Galaxy Tab 3 Kids

Vielfältiger Lernspa für Kinder, sinnvolle

Funktionen für Eltern. Mit buntem Design

und robustem Gehäuse. Für Kinder ab 3.

Von Samsung; 229 Euro (mit Hülle)

Spielzeug-Tablet

Mit „Mein allererstes Tablet“

entdecken schon Babys

neben Tiergeräuschen und

Lichteffekten eine Vielzahl

an Spielfunktionen.

Ab 9 Monaten.

Von Ravensburger;

28Euro*

Create & Learn Case für iPad

Die durchsichtige Displayabdeckung

des robusten Halters

schützt das iPad. Ab 3 Jahren.

Von Fisher-Price; 49,99 Euro

* AB SEPTEMBER IM HANDEL

Leben & erziehen 9/2014

65


LEBEN MIT KINDERN Spielen & fördern

1 2 3 4 5

Erinnern Sie sich an

Ihre Kindheitshelden

Wenn Medienexpertin

Kathrin Demmler

vor besorgten Eltern

spricht, fängt sie

gerne mit Pippi Langstrumpf

an. Wer hat

als Kind nicht davon

geträumt, so wie sie

zu sein? Pippilotta

Viktualia Rollgardina

Pfefferminz Efraimstochter

Langstrumpf

war unsere Freundin.

Nichts anderes

sind Feuerwehrmann

Sam und

Lauras Stern für

Kinder heute; nur

lernen sich Kind und

Held auf Youtube

kennen. „Was heißt

hier digital? Es geht

um Geschichten, es

geht um Fantasie!“

Alles zu seiner Zeit

Das Medium muss

zum Alter passen.

Für Kleinkinder z. B.

lassen sich Fotos

nutzen; sie wecken

Erinnerungen und

werden auch in

der Kinderkrippe

eingesetzt. Dabei ist

es egal, wo Kinder

die Fotos sehen:

im Album, am Tablet

oder Smartphone.

Kindergartenkinder

können mit Medien

schon Dinge gestalten,

etwa Geschichten

auf Band erzählen

und diese mit

den Erziehern mit

Musik hinterlegen.

Sie lernen dabei:

Medien sind selber

gemacht und nur ein

Abbild der Wirklichkeit.

Für jedes Alter

gibt es Lernapps und

Kinderwebsites.

Empfehlungen auf

www.schau-hin.info

Sie sind der Chef

Es gibt klare Altersgrenzen

für Medienkonsum:

Kinder

unter drei Jahren

dürfen ab und zu

altersgerechte Filme

anschauen, Drei- bis

Fünfjährige sollten

täglich nicht länger

als eine halbe Stunde

Medien nutzen,

Sechsjährige maximal

fünf Stunden

pro Woche – das sind

Richtlinien von Medienpsychologen

der

Zürcher Hochschule

für Angewandte

Wissenschaften. „Es

sind weiche Regeln,

die Sie an Ihre Familie

anpassen können“,

so Demmler.

Wichtig: Sie und

nicht die Medien bestimmen

den Alltag!

Sie sind das Vorbild

Kinder kriegen sehr

früh mit, ob Sie sich

mit Ihrem Handy

beschäftigen oder

ob Sie sich ganz

einem Gespräch widmen.

Wenn Sie sich

selbst im Umgang

mit Medien disziplinieren,

werden es

auch Ihre Kinder

leichter können.

Flimmert der Fernseher

den ganzen

Tag? Twittern Sie

beim Abendessen?

Erst wenn Sie solche

Fragen für sich selbst

beantwortet haben,

können Sie andere

anleiten. Wenn

Kathrin Demmler

beispielsweise mit

ihren beiden Töchtern

am Esstisch

sitzt, sind Handy,

Fernseher und Internet

tabu.

Digitale Medien sind

eine Chance, aber

keine Pflicht

Wir können in

der Erziehung viel

machen, aber wir

können (zum Glück!)

die Vorlieben unserer

Kinder nicht bestimmen.

Werden sie

später ihre sozialen

Kontakte vor allem

übers Netz pflegen?

Oder stellen sie

irgendwann fest: Das

ist nichts für mich?

Wir wissen es nicht.

Aber wir sollten unsere

Kinder auf eine

digitale Gesellschaft

vorbereiten, an der

sie teilhaben können,

wenn sie wollen.

Das ist eine Chance,

keine Pflicht. Eltern

dürfen natürlich

skeptisch gegenüber

neuen Technologien

sein, aber ein Fehler

wäre es, die eigene

Kindheit zu idealisieren.

Die jüngste Generation

erlebt eben

gerade ihre eigene,

genauso spannende

Kindheit 2.0.

susanne

faschingbauer

Mit klaren Regeln

statt strikten Verboten

bereiten wir unsere Kinder

am besten

auf die digitale Welt vor

FOTOS: HERSTELLER (7), ISTOCKPHOTO.COM (3), SHUTTERSTOCK.COM

66

Leben & erziehen 9/2014


luke, 13 monate

rasender reporter

"WOW! PS,

ABER RiCHTiG

ViEL Serien-

AUSSTATTUNG!“

Auch in Pink

erhältlich.

Spiel- und Laufwagen

Mit dem kunterbunten Spiel- und Laufwagen lernen die Kleinsten auf spielerische Art sicheres

Laufen, da die Rollgeschwindigkeit den individuellen Lauffähigkeiten angepasst werden kann.

Über zahlreiche Tasten, Knöpfe und bewegliche Elemente auf dem abnehmbaren Spielboard

erlernen sie erste Wörter und Zahlen. Viele unterschiedliche Melodien sowie das Telefon fördern

die Musikalität und Kommunikationsfähigkeit. Mit diesem Spiel- und Laufwagen kommt das

Spielvergnügen nicht zu kurz!

Für rasende Reporter im Alter von 12-36 Monaten geeignet.

www.vtech.de

VTech Lernspielzeug

macht klein ganz groß


BÄRENHUNGER

Der kleine Bär stapft durch den Wald. Er ist

sauer, denn seine Mama hat ihm verboten,

vor dem Abendbrot Bonbons zu naschen. Nun

knurrt sein Bäuchlein so laut, dass es der Vogel

auf dem Baumstumpf hört. Er zwitschert: „Du

armer kleiner Bär hast ja einen Bärenhunger!

Ich teile meinen Regenwurm mit dir.“

Der Bär freut sich: „Danke, lieber Vogel!“ Aber

igitt! Der Regenwurm ist so eklig und glitschig.

Da stapft der kleine Bär weiter. Auf der Weide

grast ein Schäfchen. Es lädt seinen Bärenfreund

zum Grasmenü ein. Der Bär langt tüchtig zu.

Aber satt wird er wieder nicht. Er läuft bis zum

großen Walnussbaum. Das Bärenbäuchlein

knurrt so laut, dass es das Eichhörnchen hoch

oben in den Zweigen hört. Schnell flitzt es

den dicken Baumstamm hinunter: „Du armer

kleiner Bär hast ja einen Bärenhunger!“

Das Eichhörnchen teilt seine Walnüsse mit ihm,

und der kleine Bär freut sich. Aber satt wird er

nicht. Traurig stapft er weiter – und spitzt seine

Bärenohren: taps-taps-taps! Seine Bärenmama

stapft durch den Wald. Sie sucht ihr Kind und

hört schon von Weitem sein Bäuchlein knurren.

Schnell läuft sie zum kleinen Bären, nimmt

ihn in den Arm und zaubert – hast-du-nichtgesehen

– ein großes Honigbrot aus ihrem

Rucksack. Mmh! Das schmeckt dem kleinen

Bären. Und dann gibt er seiner Mama noch

einen dicken klebrigen Honigkuss.

68

Leben & erziehen 9/2014


Das Kind ist

beschäftigt –

1o Minuten Pause

für die Eltern

So viele Süßigkeiten! Welche gehören zusammen?

ILLUSTRATIONEN: NINA TAKATA; TEXT: MARGRET NUSSBAUM

Eichhörnchen, Vogel und Schaf sind hungrig. Errätst du,

was jedem am besten schmeckt?

Leben & erziehen 9/2014 69


FAMILIE Kreativ

Die Eulen

Diese Vögel schmücken jedes Kinderzimmer –

und sind auch prima zum Kuscheln!

Kissen

Sie brauchen:

Bunten Baumwollstoff;

Körper 50 cm, Bauch 30 cm,

Flügel 15 cm – bei einer

Stoffbreite von ca. 155 cm

Stoffreste für Augen,

Schnabel, Krallen, Pupillen

Füllwatte für Stofftiere

Nähgarn in passenden

Farben

bei 40 Grad

waschbar!

So geht’s:

Nach Vorlagen (s. Internet-

Tipp) zuschneiden: 2 x Körper,

1 x Bauch, 2 x Flügel,

2 x Krallen, 1 x Schnabel,

2 x Augen, 2 x Pupillen –

jeweils ohne Nahtzugabe

Körper & Bauch: Stoff

doppelt legen, rechte Seite

innen. Schnitt mit der geraden

Kante auf den Stoffbruch

(Faltkante) legen, mit

einem Stift abpausen und

ausschneiden.

Kleinere Stoffteile:

Schnitte für Augen, Pupil-

... für Babys: Aus einem Bratschlauch (aus

der Küche) Stücke in Form der Flügel

ausschneiden und zusammen mit

dem Flügelstoff aufnähen. Knistert schön!

len, Schnabel, Flügel und

Krallen auf die linke Stoffseite

legen, so oft wie

benötigt abpausen und

ausschneiden.

Die ausgeschnittenen

Pupillen mit einem Steppstich

(Länge 1) auf die Herzaugen

aufnähen.

Alle übrigen Applikationen

werden mit breitem,

kurzem Zickzackstich

aufgenäht.

Ausgeschnittene

Applikationen

nicht mit Stecknadeln,

sondern mit Bügelvlies

oder Stoffkleber

(gleichmä ig dünn auftragen)

auf dem Stoff fixieren

Zickzackstich relativ breit

(Breite 2 – 3) und sehr kurz

(Länge knapp über 0) einstellen.

Reihenfolge

der Applikationen: Bauch,

zwei Flügel, Schnabel,

Augen, Krallen.

So wird’s noch spannender

Uhuuu!

Uhuuu!

sind los!

Zum Nähen der Kissenhülle

beide Körperteile mit

der rechten Seite nach

innen aufeinanderlegen.

Danach mit Stecknadeln

ringsherum zusammenstecken.

In Füßchenbreite

einmal ringsherum absteppen.

Eine gute Handbreit als

Wendeöffnung unten am

Eulenkörper offen lassen.

Kissenhülle umdrehen,

einen Kochlöffel in die Hülle

stecken und alle Kanten

nachfahren. Zum Schluss

Kissenhülle bügeln.

Kissenhülle so mit Füllwatte

ausstopfen, dass ein

kuscheliges Eulenkissen

entsteht. Dabei immer

wieder mit dem Kochlöffel

nachstopfen.

Die Wendeöffnung mit

der Hand oder mit einem

einfachen Steppstich vernähen.

Hübsch: mit dem

sehr schmalen Zickzackstich

versiegeln.

... für Kinder ab 3 Jahren: Schellenglöckchen

statt der Pupillen aufnähen. Mit Buchstabenknöpfen

können Sie den Namen des Kissen-

Besitzers auf den Bauch der Eule nähen.

Ausführliche Anleitungen im Netz! Die Schnittvorlagen und Schablonen

für das Kissen sowie die Anleitung für die Häkel-Eule und die Papierbilder

finden Sie unter www.leben-und-erziehen.de/eulen

Aus Papier

schnell

gebastelt:

Die Eulen

sind toll als

Girlande,

Fensterbild,

Mobile ...

BUCH-TIPP

Auf Tüchern,

auf Steinen,

auf T-Shirts,

auf Taschen,

ge backen,

gehäkelt, genäht:

Eulen können sich

überall tummeln.

40 Ideen für Deko,

Schmuck, Kleidung

und Geschenke

gibt‘s in „Die Eulen -

werkstatt“, Knaur;

14,99 Euro

70

Leben & erziehen 9/2014


Das ist mein

Lieblings-

kissen

Und die

nehm ich

immer zum

Schmusen

IDEE UND ENTWURF: KRISTINA JUNKER;

FOTOS: DANIEL GERST

Leben & erziehen 9/2014

71


community

www.leben-und-erziehen.de

Jetzt ist

Antonia

eine gro e

Schwester

MARTINAS

TAGEBUCH

Martina

Dankof-Decker ist

eure Ansprechpartnerin

im Netz

[Username:

Redaktion]. In ihrem

Blog erzählt sie

von ihren Kindern

Benjamin (9)

und Anna-Carolin (6)

NADINES BABY-

VERRÜCKTE WELT

Bei Familie Luck haben

Baby Valentin und

Kleinkind Antonia

den Alltag fest im Griff.

Im Blog erzählt

Nadine Luck Episoden,

die das Leben

schreibt

Leben & erziehen

Umfrage

Dürfen andere Eltern

euer Kind schimpfen?

7 %

Nein, das

geht gar

nicht!

47 %

Das kommt

auf die

Situation

an.

MEIN SOHN SPIELT

IMMER ALLEIN

katti80 Unser Sohn (4)

spielt im Kindergarten nie

mit anderen. Er sagt, er

kann dann spielen, was er

will. Aber ich möchte nicht,

dass er ein Einzelgänger

wird. Was können wir tun?

TiniMama Dass er nicht

immer Lust hat, das zu machen,

was andere wollen,

und lieber alleine spielt,

kann ich mir gut vorstellen.

Ich würde die Erzieherinnen

fragen, was sie dazu sagen.

miatinka Könnt ihr mal

ein Kindergartenkind zum

Spielen nach Hause einladen?

Vielleicht traut sich

dein Sohn danach auch im

Kindergarten eher. Und du

kannst deinen Kinderarzt

darauf ansprechen.

Sonnenstern83 Einen

Spielkameraden einzuladen,

ist eine gute Idee! Es kann ja

sein, dass dein Sohn sich im

Kindergarten nicht traut, es

aber nicht zugeben möchte.

URLAUB MIT DEN GROSSELTERN?

November12 Fahren eure Kinder alleine mit Oma und Opa

in den Urlaub? Und macht ihr Vorgaben wie zum Beispiel

„keine langen Autofahrten“?

1.

+ LESER-ECHO +

Tolle Kombi !

„KNOTENKLEID UND

SOMMERHOSE“, HEFT

6/2014, UND „SCHÖN

BEHÜTET“, HEFT 7/2014

1. Ich nähe sehr gerne

für Greta (1 ½). Das

Kleid ist zwar etwas

groß geraten, aber so

passt es länger.

Christin Friedrich,

Essen

2. Das Kleidchennähen

für meine Enkelin Ruth

(4 Monate) hat so viel

Spaß gemacht, dass

auch der Hut drankam.

Dorothea Flämig,

Augsburg

3. Ich habe das Kleid

sofort genäht und mir

die Anleitung für

den Hut ausgedruckt.

Manuela Günther

mit Emilia (9 Monate),

Fulda

2.

FOTOS: DANIEL GERST, ISTOCKPHOTO.COM, PRIVAT (4)

17 %

Ja, wenn

wir uns gut

kennen.

29 %

Ja, ich

schimpfe

auch mit

fremden

Kindern,

wenn es

sein muss.

JoniMum Unser Sohn (7) fährt schon das dritte Mal mit den Großeltern

in Urlaub. Da wir knapp 500 Kilometer von ihnen entfernt

wohnen, genießen alle die gemeinsame Zeit sehr. Er war auch

schon für eine Woche bei ihnen zu Besuch – wir vertrauen

den Großeltern zu 100 Prozent und freuen uns auf Zeit zu zweit.

AnnaMax Unsere Tochter war schon übers Wochenende alleine

bei Oma und Opa, aber verreist ist sie mit ihnen noch nicht. Ich

weiß nicht, ob ich es ihnen zutrauen würde.

Steffi L&e Warum nicht? Wenn die Großeltern noch fit sind und

die Kinder gut mit ihnen klarkommen! Am besten, ihr probiert es

mal für ein paar Tage und wenn das klappt, auch länger.

3.

Aktuelle Schnittmuster

und Handarbeits-

Anleitungen finden Sie

auf www.leben-underziehen.de/downloads

72

Leben & erziehen 9/2014


GLOSSE

Die

Sound

maschine

Ist es nicht wunderbar, ein musikalisches Kind zu haben?

Ruth Wenger kommen da manchmal leise Zweifel

ILLUSTRATION: MASCHA GREUNE; FOTO: PRIVAT

Haben Sie schon mal einen

All-inclusive-Urlaub

gemacht? Ich schon: Mit

16 Jahren bin ich zum ersten

Mal ohne elterliche Aufpasser verreist.

Fürs mühsam ersparte Geld

gab es einen Hotelbunker auf Ibiza

mit abendlicher Buffet-Fütterung

und Stimmungsmachern am Pool,

Animateure genannt. Karaoke,

Polonaise zwischen den Sonnenschirmen

– den leicht peinlichen

Mitmachaktionen waren keine

Grenzen gesetzt.

Für diese Art der, ähm, Unterhaltung

muss ich inzwischen keinen

Cluburlaub mehr buchen. Denn

mein Zweijähriger hat selbst das

Potenzial zum gnadenlosen

Alleinunterhalter. Beispiel

gefällig? Wir sitzen mit unserem

Besuch gemütlich

im Wohnzimmer, da

kommt der Junior mit seiner

Blockflöte an und ruft

„Musika“. Das heißt so viel

wie: Jetzt wird’s laut und

niemand kann sich aus dem

Staub machen. Er räumt so lange in

seiner Spielzeugkiste, bis jeder ein

Instrument hat. Und davon haben

wir viele: Glockenspiel, Trommel,

Rassel, Ratsche, Mundharmonika.

Danke dafür, liebe Omas! Die Gäste

werden mit einem Gehörschaden

verabschiedet. Julius ist selig.

Auch im Auto kennt er kein Erbarmen.

Kaum springt der Motor an,

ruft Julius „Musika“. Dabei hat er

einen ausgewählten Geschmack:

Läuft das falsche Lied, gibt’s Terror.

„Katze tanzt allein“, verlangt er.

Oder: „Schwuppdiwupp die Leni“.

Und das in Endlosschleife. Wer

denkt, wir könnten uns dann endlich

zurücklehnen, liegt falsch.

„Mama, Papa, singen!“, kommt es im

Befehlston vom Rücksitz. Ich?

Kenne die zwei Lieder längst auswendig.

Schwierig wird es, wenn er

die mir unbekannten Songs von der

Tagesmutter hören will und seine

Titelansage höchst lückenhaft ist.

Aber auch hier mache ich Fortschritte.

Inzwischen weiß ich, dass

mit „Oller Busch“ der Holderbusch

in „Ringel, Ringel, Reihe“ gemeint

ist. Und mit „Wimoweh“ schlichtweg

„The Lion sleeps tonight“.

Textsicherheit verlangt Julius aber

auch bei den Kinderliedern, die er

von seinem Papa beigebracht bekommt.

Zu erwähnen wäre: Die

sind alle aus den

Niederlanden.

Singe ich zur Melodie

nur unsicher

„lalala“, kommt

gleich die Abmahnung:

„Nicht lalala

singen!“, verlangt

der Knirps.

Seit Kurzem hat Julius

auch eine Orgel. Da dreht

er richtig auf. Er haut in die

Tasten, steckt sich das Mikrofon

in den Mund, ruft begeistert „Yeah,

yeah, Musika“, und gibt zwischendurch

dem Publikum Anweisungen:

klatschen, hüpfen, drehen.

Manche sagen, wenn er so ausgelassen

singt und springt: „Der Kleine

ist aber musikalisch.“ Ich fürchte

jedoch, dass er mit 16 Jahren nicht

zum „Jugend musiziert“-Wettbewerb

fährt, sondern nach Ibiza

fliegt. Zu seinem ersten Job.

Na dann: Musika!

Ruth Wenger ist Journalistin

und Mutter von Julius (2).

Sie lebt in München

Leben & erziehen 9/2014 73


IMPRESSUM

erscheint in der Bayard Media GmbH & Co. KG, Augsburg

www.bayard-media.de

Anschrift Verlag und Redaktion:

Böheimstraße 8, 86153 Augsburg, Tel. 08 21/45 54 81-51,

Fax 08 21/45 54 81-10 (Verlag), -12 (Redaktion)

E-Mail: redaktion@bayard-media.de, www.leben-und-erziehen.de

ISSN 0047-4274

Chefredakteurin:

Martina Kaiser (verantwortlich)

Redaktion und Mitarbeiter:

Martina Dankof-Decker,

Elisabeth Göpel, Gitta Hopp,

Gerda Klier, Margret Nußbaum,

Josef Pütz, Silvia Schmid,

Andrea Schmidt-Forth,

Beate Spindler, Silke Weiher

Grafik:

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Laura Hermann,

Verena Kernstein, Sabine Meyer

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und Versand, im Einzelverkauf kostet das Heft 2,70 €,

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FOTOS: STEFANIE AUMILLER, GETTY IMAGES, HERSTELLER; ILLUSTRATIONEN: ISTOCKPHOTO.COM

Wie

gerecht

müssen

Eltern

sein?

Warum es gut ist, dass

wir unsere Kinder nicht

alle gleich behandeln

B

Glitzer

am Schuh

Metallic-Chic und Nieten

sind im Trend. Wir stellen

die neuen Kinderstiefel vor

74

Leben & erziehen 9/2014


Liebesgrüße

per

Smartphone!

VORSCHAU

abys

— wunderbar

und

voller Rätsel

Wir lüften ein paar

Geheimnisse,

damit Sie Ihr Kind

besser verstehen

Lebe lieber

unperfekt!

Eltern, die nach

diesem Motto

leben, sind einfach

glücklicher

IM RATGEBER

Was unser Leben

leichter macht

Herbst-Spiele

Ideen zum Basteln, Forschen,

Entdecken

Was Babys Haut guttut

Die besten Wirkstoffe

aus der Natur

Bilderbücher

Wir stellen die schönsten

Neuerscheinungen vor

Judo oder Fußball?

Welcher Sport zu Ihrem Kind

passt

Partner-

Look

Modisch in den Herbst:

Die Fleecejacken für

Mama und Kind können

Sie selber nähen

Das

Geheimnis

der Babys

DAS NEUE

HEFT IST AB

10.9.

IM HANDEL

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sich mit Eltern austauschen,

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Leben & erziehen 9/2014 75


Wichtiger Hinweis: Stillen ist das Beste für Ihr Baby.

Wenn Sie eine Säuglingsanfangsnahrung verwenden

wollen, sprechen Sie bitte mit Ihrer Klinik, Ihrer Hebamme

oder Ihrem Kinderarzt.

Vom ersten Tag an

weißt Du, dass ich nur

das Beste für Dich will.

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FÜR EIN GESUNDES WACHSTUM

Wussten Sie schon, dass Eiweiß als Bausteinlieferant für Muskeln in hohem

Maße zur Entwicklung und zum Wachstum Ihres Babys beiträgt? Damit dieses

Wachstum optimal verläuft, muss das Eiweiß in der Säuglingsmilch von

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Brands, B., Koletzko, B.: Frühe Ernährung und langfristiges Adipositasrisiko.

Monatsschrift Kinderheilkunde 2012; 160: 1096-1102.

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