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Hamburger Morgenpost Ausgabe vom 22.08.2014 (Vorschau)

54 PANORAMA Freitag, 22.

54 PANORAMA Freitag, 22. August 2014 DiekrankeSex-Masche des BambergerChefarztes Dr.Heinz W. (48) missbrauchteFrauen unter Narkoseund machteFotos davon Bamberg – Er zählt zu den Top-Ärzten Deutschlands, war bei seinen Kollegen im Bamberger Klinikum geschätzt, ist Vater zweier Kinder. Jetzt sitzt Heinz W. (48) in U-Haft. Der Chefarzt soll seine Position ausgenutzt haben, um mehrere Frauen unter Narkose zu setzen und sie zu missbrauchen. Der jetzt verhaftete Heinz W. leitetedas Gefäßzentrum im Klinikum Bamberg (Bayern). Er gilt als Top-Mediziner, ist einer der besten Gefäßchirurgen Deutschlands. Eine Medizinstudentin brachtedie üble Sex-Masche von Heinz W. ans Licht. Die 26-Jährige war seine Praktikantin und nahm an einer angeblichen Studie des 48-Jährigen teil. Doch: „Diese Studie hat esnie gegeben“, sagt Xaver Frauenknecht, Vorstandschef der Sozialstiftung Bamberg, zu der das Klinikum gehört. Der Chefarzt spritzteder jungen Frau ohne Aufklärung, gegen ihren Willen ein starkes Beruhigungsmittel, das sie kurzzeitig bewusstlos machte. In dieser Zeit soll er sich an ihr vergangen und Fotos davon gemacht haben. Das war der Studentin zunächst nicht klar, als sie, Foto:dpa,zvg misstrauisch geworden, ihr Blut untersuchen ließ. Nach Nachweis des Narkosemittels erstattete sie Anzeige wegen Körperverletzung. Vondem Missbrauch erfuhr sie erst durch die weiteren Ermittlungen: Bei der Hausdurchsuchung bei W. wurden Hunderte Fotos sichergestellt, die sexuelle Handlungen dokumentierten, wie Oberstaatsanwalt Bardo Backert sagt. „Wir sind jetzt dabei, die Fotos auszuwerten und die Geschädigten zu identifizieren.“ Vier Frauen konnten bislang als Opfer ausgemacht werden, jedoch weiß man noch nicht, wersie sind. Und die Ermittler gehen vonnoch mehr Betroffenen aus. Der gebürtige Coburger Heinz W. war2005 nach Bamberg gekommen, kurz darauf zum Chefarzt befördert worden. Einer der Top-Gefäßchirurgen des Landes mit internationalem Renommee. Die Klinikleitung zeigte sich bestürzt, Hinweise auf die Tatenvon W. soll es nicht gegeben haben. „Wir haben, nachdem wir über den Fall informiert wurden, alle Mitarbeiter befragt“, sagt Xaver Frauenknecht. „Es gabkeinen Verdacht, keine Auffälligkeiten.“ Die Betroffenheit unter den Kollegen sei sehr groß. „Wenn es den eigenen Chef betrifft, der erfolgreich gewirkt hat, kann man das erst mal nicht glauben. Da gab es auch Tränen.“ Silberrücken kämpftmit Super-Lineal London – Da mussten sich die Pfleger bei ihrer jährlichen Wiege- und Messaktion für ihre 16000 Tiere im Londoner Zoo ganz schön auf die Lauer legen. Um zu ermitteln, wie groß Kumbuka ist, stellten sie dem Westlichen Flachlandgorilla eine Messlatte ins Gehege und hofften, dass er sich auch mal lang macht. Nachdem er erst mal eine Runde mit dem Super-Lineal spielte, zeigteder Silberrücken endlich, dassernun sieben Fuß (entspricht 2,13 Meter) misst. Foto:dpa

Freitag, 22. August 2014 PANORAMA 55 TV-Küchenstar Johann Lafer So kochteerseine Haushälterin ab Bad Kreuznach – Johann Lafer (56) gilt als Spitzenkoch. Doch nicht allen schmecken seine Kreationen. Seine ehemalige Haushaltshilfe fühlt sich von ihm abgekocht. Dabei schien der 57-Jährigen die Gehaltsabrechnung anfangszuschmecken. Lydia D. behauptet, dass der „Lafer! Lichter! Lecker!“-Star zwischen 2011 und 2014 ihr Gehalt über zwei Firmen abgerechnet habe –und zwar einen Minijob auf 400-Euro-Basis und einen sozialversicherungspflichtigen Jobüber 500 Euro. Der Star-Koch hätte so Sozialabgaben gespart, die Haushälterin brutto etwasmehr gehabt. Das böse Erwachen kam mit der Rentenberechnung. Lydia D. reichteKlagegegen ihren berühmten Ex-Chef ein. Die Haushälterin warf ihm nun vor, seinetwegen zuwenig Rente zu bekommen. Im Mai gabesden ersten Gütetermin bei Gericht, das Gehalt wurde neu berechnet und Lafer überwies danach rund 8000 Euro an Lydia D. Doch die wolltemehr, zog vors Arbeitsgericht Bad Kreuznach. Dort wurdeihreKlage gestern mit der Begründung abgewiesen, dass alle finanziellen Ansprüche der Klägerin erfüllt worden seien. LafersAnwalt Christian Schertz zeigte sich zufrieden: „Wie erwartet, wurde die Klage abgewiesen, womit wir von Anfang an gerechnet haben, da die Ansprüche unberechtigt sind.“ Ganz ausgelöffelt ist die Suppe für den TV-Koch aber immer noch nicht. Denn sozialversicherungsrechtlich war die Abrechnung nicht korrekt. Gerichts-Sprecherin Dorothee Feldmeier: „Ob das strafrechtliche Konsequenzen haben wird, prüft jetzt die Staatsanwaltschaft.“ Foto:OTS,KurtKnaudt/Rhein-Zeitung Lydia D. (kl. F.) klagte gegen ihren berühmten Chef Johann Lafer. Der kam vorerst mit einem blauen Auge davon. Deutscher im Ferienparadies KohSamui erstochen Koh Samui – Tödliches Drama auf der thailändischen Ferieninsel KohSamui: Ein 17-Jähriger rammte dem Düsseldorfer Volker Sch. eine zerbrochene Bierflasche in den Hals. Der 46- Jährige, der auf KohSamui die „Bar 99“ betrieb, verblutete. Minuten später konnte die Polizei am Chaweng- Strand drei Jugendliche verhaften, von denen einer sofort ein Geständnis ablegte. Waswar passiert? Beim Verlassen einer Bar in Begleitung seiner Freundin Jariya K. (39) hatte der Auswanderer zwei Jugendliche (14/15) zurechtweisen wollen, weil sie auf seinem Motorrad saßen und Bier tranken. Die Auseinandersetzung eskalierte – die Jugendlichen schlugen auf Volker Sch. ein. Dann kam der 17-Jährige hinzu, stach sofort mit einer kaputten Bierflasche zu. Dabei durchtrennte er dem Opferdie Halsschlagader. Entsetzen in der Düsseldorfer Altstadt. Dort kannte man das Opfer, Sch. hatte früher hier ein Weinlokal. Ein Nachbar: „Er war noch vor zwei Wochen hier, betriebüber Ebay einen Elektronik-Versandhandel.“ Koh Samui ist eines der beliebtesten Touristenziele. Viele Deutsche besuchen dort die berühmten „Vollmondpartys“. Hier wollte sich der umtriebige Deutsche mit der Bar eine neue Existenz aufbauen. Polizei-Oberleutnant Pana Saenathip: „Gegen das Trio wird eine Mordanklage erhoben. Der 17-Jährige hatte auch ein langes Messer dabei.“ Foto:zvg Volker Sch. (†46) mit seiner thailändischen Freundin Jariya (39)