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Uetersener Nachrichten Ausgabe vom 22.08.2014 (Vorschau)

10 | Politik und Meinung

10 | Politik und Meinung UETERSENER NACHRICHTEN FREITAG, 22. AUGUST 2014 ! MOMENT MAL... .......................................................... Job für Heiler Als es noch die echteSklavereigab, verlief sie so: Agenten fingenMenschen ein und brachten sie in ein fernes Land. Dort wurden sie zumKauf angeboten. Zuvorließsiederpotenzielle Käufer auf ihren Gesundheitszustand untersuchen. Verlief derCheck positiv, wurdedie menschliche Ware in einerUmgebung eingesetzt,derenBewohnerihnenfremd waren,deren Sprache sie nicht verstanden.DieseFormderSklavereigibt es nicht mehr.Menschenhandel dagegenja. Besonders im Fußball. Der NationalspielerChristoph Kramerhat in einemSpiegel-Interview die moderne Form des Menschenhandels kritisiert.Das hat ihm mächtigenÄrgereingebracht.BesondersvomehemaligenNationaltrainer Völler. Daraufhin ist Kramereingeknickt und hat erklärt, er habe das mit dem Menschenhandel nicht so gemeint.Ein Schlaggegen denKopf, wie ihn Kramer im Spiel gegenArgentinien erlitt, hat Auswirkungenauf das Denkvermögen. Meistens nachteiligerArt.Im vorliegendenFall muss bei demOpfer die Eckedes Gehirns, in derdie Wahrheit ruht, wachgerüttelt worden sein. Allerdings nurkurzfristig.Mit Hilfeerfahrener Wunderheilerwie Völler konnteder beruhigende alte Zustand rechtzeitig zum Saisonbeginnwiederhergestellt werden. em Gründlichkeit vor Schnelligkeit IRAK-HILFE ÜberjedenbewaffnetenBundeswehreinsatzentscheidetderBundestag/Wasist,wennDeutschland„nur“Waffenschickt? BERLIN In Italien ging alles ganz schnell. Verteidigungsministerin Roberta Pinotti verkündeteamMittwoch vor denzuständigenParlamentsausschüssen, dass die italienische Armee Panzerabwehrraketen,leichteMaschinengewehreund Munition in denIrakliefernwerde. Ohne lange Debatte stimmten die Fachpolitiker mit großer Mehrheit der Waffenlieferung für denKampf gegendie Terrorgruppe Islamischer Staat zu.Notwendig wäredas nicht gewesen. Die Regierung wollte aber ein Zeichenmöglichst großer Entschlossenheit und Geschlossenheit setzen. Deutschland ist komplizierter als Italien. In Fragen von Krieg und Friedenist es sogar so kompliziertwie kein anderer Nato-Bündnispartner – und das aus gutem Grund. Wegen der Erfahrungen aus zwei WeltkriegenimvergangenJahrhundert sind hierzulande die politischenHürden für Militäreinsätze im Ausland besonders hoch. Über jeden bewaffneten Einsatz der Bundeswehr im Ausland stimmt der Bundestag namentlich ab. In der Nato sorgt das immer wieder für Unmut, weil damit auch In der Politik bewegt sich was Bündnisoperationen aufgehalten werden können. Dass die Bundeswehr eine „Parlamentsarmee“ ist, zählt aberzuden Grundfesten der deutschenDemokratie. „Parlamentswaffen“ gibt es dagegennoch nicht.ÜberWaffenlieferungen inKrisengebiete kann die Bundesregierung im Alleingang und ohne parlamentarische Kontrolle entscheiden, obwohl Deutschland damit zurKonfliktpartei wird. Nun wird darüber diskutiert, obdas so richtig ist. Denn die Lieferung von Waffen inden Irak gilt als Tabubruch, als eine Zäsur inder deutschen Außenpolitik. Eine Sondersitzung des Parlaments haben die Koalitionsfraktionen bereits zugesagt. Dem Grünen-Außenexperten Jürgen Trittin geht das aber nicht weit genug. Ob man sich mit Waffen oder Soldaten an einem Konflikt beteiligt, ist aus seiner Sicht egal. DerBundestagmüsse in beiden Fällen zustimmen. Trittin erinnerte imRBB-Inforadio an eine Rede Merkels aus dem Jahr 2012. Damals hatte die Kanzlerin vor Bundeswehr-Kommandeuren dafür plädiert, lieber Waffen an vertrauenswürdige Partner zuliefern als eigene Soldaten ins Ausland zu schicken. „Wenndas auf dergleichen Ebene ist, dann muss für die Zustimmung beziehungsweise für die Genehmigung von solchenExportenselbstverständlich das gelten, was auch für die Entsendung von Soldaten gilt, nämlich die Zustimmung des Bundestags“, sagt Trittin. Um die Regierung zu einer Befragung des TOMICEK Parlaments zu verpflichten, müssteesallerdings ein neues Gesetz oder eine Änderung des sogenannten Parlamentsbeteiligungsgesetzes über die Bundeswehreinsätze geben. Oder die Regierung bittet das Parlament freiwillig um Zustimmung,umsich einenbreiten Rückhalt zuholen. Ob sie diesen breiten Rückhalt auch bekommen würde, ist aber äußerst fraglich. In denvergangenenJahren gab es kein außenpolitisches Thema, das querdurch alle Fraktionensokontrovers diskutiert wurde. So ist in der CDU ausgerechnet der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen, gegenWaffenlieferungen. In der CSU zählt Entwicklungsminister Gerd Müller zuden Skeptikern. Der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripourwürde dagegensogar die Bundeswehr in den Irak schicken, um die US-Militäroperation zu unterstützen, zu derauch Luftangriffe gehören. Inder SPD kommt vom linken Flügel Widerstand gegen Waffenlieferungen, während Linksfraktionschef Gregor Gysi sich dafür ausgesprochenhat.Nach Protesten aus seinerFraktion ruderteerallerdings wieder zurück. Schon wegen dieser unübersichtlichen Gemengelage erscheint eine Regierungserklärung der Kanzlerin sinnvoll. Merkel hat die Sicherheitspolitik bisher weitgehend ihren Ministern für Auswärtiges und Verteidigung überlassen. Die Entscheidung über Waffenlieferungeninden Irak verkündetenFrank-Walter Steinmeier (SPD) und Ursula von der Leyen(CDU)ohne die Kanzlerin. Die letzte sicherheitspolitische Grundsatzrede Merkels liegt lange zurück. Und die „neue deutsche Außenpolitik“, nach der Deutschland mehr Verantwortung in der Welt übernehmen soll, wurde bisher nur von Steinmeier, von der Leyen und Bundespräsident Joachim Gauck erklärt. Vonder Regierungschefin war dazu noch nichts zu hören. Michael Fischer JOBS.sh Kostengünstig inserieren –die Anzeigen-Flatrate ✔ Flatrate für Inserate WOCHENANALYSEN DAX 9450 9350 9250 9150 9050 9092,60 RTL GROUP 82,0 79,5 77,0 74,5 79,59 9245,33 80,18 72,0 EUROINDOLLAR 1,342 1,3388 1,337 1,3383 1,332 1,327 1,322 WÄHRUNGEN 9334,28 9314,57 80,42 80,45 1,3354 9401,53 Quelle: Finanzen Verlag 74,81 Quelle: Finanzen Verlag 1,3284 1,3262 Fr Mo Di Mi Do Sorten Devisen 21.08.14 Ank. Verk. Geld Brief Australien (A-$) 1,33 1,54 1,4281 1,4283 Dänemark (dkr) 7,11 7,86 7,4552 7,4555 Großbritannien (£) 0,76 0,83 0,8006 0,8006 Japan (Yen) 132,23 146,23 137,82 137,87 Kanada (kan.$) 1,38 1,54 1,4524 1,4564 Norwegen (nkr) 7,78 8,78 8,1668 8,1682 Polen (Zloty) 3,74 5,03 4,1844 4,1916 Schweden (skr) 8,72 9,87 9,1543 9,1555 Schweiz (sfr) 1,17 1,25 1,2107 1,2107 Tschechien (czk) 24,15 30,55 27,7776 27,8068 Türkei (try) 2,74 3,04 2,8876 2,8887 USA ($) 1,26 1,39 1,3278 1,3279 INVESTMENTFONDS Ausg. Rückn. Rückn Deka 21.08. 21.08. 20.08. AriDeka 64,67 61,44 61,14 Converg.Aktien CF 156,54 150,88 150,38 Converg.Renten CF 53,28 51,35 51,19 CorporateBond CF 56,61 54,96 54,94 DekaFonds 90,44 85,92 85,40 DekaLux-Gl.Res. CF 85,59 82,50 83,17 DekaRent Intern. 18,72 18,17 18,19 DekaStrukt.5 Chance 140,89 138,13 137,15 ✔ Alle Branchen ✔ In Ihrer Region Quelle: Finanzen Verlag MÜNZEN&METALLE TAGESANALYSEN DAX FESTER RTL Group bricht ein. Positiv aufgenommene Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA haben den Dax gestern angetrieben. Der deutsche Leitindex setzte somit nach einer Verschnaufpause vom Vortag seine jüngste Erholung fort. Zum Handelsschluss gewann das Barometer 0,93 Prozent auf 9.401,53 Punkte. Die Sendergruppe RTL Group schockte ihre Anleger mit einer überraschend gesenkten Jahresprognose und enttäuschenden Halbjahreszahlen. Die Papiere sackten als größter Verlierer im MDax massiv ab. DieAktien der GEA Group zogen dagegen an der Indexspitze signifikant an. Der Anlagenbauer treibt seinen Umbauweiter voranund will mit einer neuen Unternehmensstruktur kräftig sparen. MARKTDATEN GEWINNER UND VERLIERER 21.08.14 Veränderung in % auf Basis Schlusskurse 1. GEA Group + 3,85 2. Drillisch + 3,20 3. LPKF + 3,17 4. SMA Solar Techn. + 3,05 5. Wincor Nixdorf + 2,47 6. CompuGroup + 2,11 7. Siemens + 2,04 8. Bechtle + 2,01 1. RTL Group – 7,01 2. K+S – 1,99 3. SGL Carbon – 1,90 4. Nordex – 1,58 5. Manz – 1,51 6. ThyssenKrupp – 1,40 7. QSC – 1,26 8. Adidas – 1,06 Münzen Ank. Verk. Zinssätze in % Krüger Rand 940,10 1005,10 Basiszinssatz -0,73 % Philharmoniker 940,10 1005,10 Hauptreinanzierungssatz 0,15 % Tscherwonez 235,50 363,75 Spitzenreinanzierungssatz 0,40 % Wilhelm II. 218,81 274,01 Umlaufrendite 0,83 % Vreneli 169,52 201,55 Staatsanleihen Rendite 10 Jahre Edelmetalle Deutschland 0,99 % Goldbarren (1kg) 30764,50 31435,25 Grossbritannien 2,40 % Silberbarren 1kg 463,40 509,10 Italien 2,59 % Silber (Ind/1 kg) – 546,80 Platinbarren 100g 3342,00 3638,00 Japan 0,53 % Kupfer (Del-Notiz) 537,59 539,79 Schweiz 0,469 % NE-Metalle von bis Spanien 2,397 % Kupfer (MK Notiz) – 631,17 USA 2,419 % *Alle Angaben ohne Gewähr. Kurse: SIX Telekurs/ Finanzen Verlag; Texte: dpa; Sortenkurse: Reisebank DekaStrukt.5 Chance+ 178,40 174,90 173,19 DekaStrukt.5 Ertrag 108,30 106,18 106,12 DekaStrukt.5 Ertrag+ 108,55 106,42 106,29 DekaStrukt.5 Wachst. 115,31 113,05 112,80 Euro Stocks CF 34,28 33,04 33,10 Gl.Converg.RentCF 43,79 42,21 42,06 GlobalChampions CF 128,77 124,12 123,36 ImmobilienEuropa 48,28 45,87 45,87 ImmobilienGlobal 57,88 54,99 54,98 MegaTrends CF 54,94 52,95 52,70 RenditDeka 23,73 23,04 23,04 RentenReal 43,47 42,20 42,25 UmweltInvest CF 91,30 88,00 87,64 DWS DWS Akkumula 780,96 743,77 741,63 DWS Convertibles 131,62 127,78 127,69 DWS Deutschland 166,65 158,71 157,55 DWS Geldmarkt Plus 68,66 68,66 68,65 DWS Gold Plus 1549 1504 1505 DWS Inv. Global E.M. 194,16 184,45 184,06 DAX 9.401,53 +0,93% MDAX 15.998,36 +0,57% EUR-USD 1,3278 –0,09% ROHÖL 101,98 –0,01% p p q q q DAX Schluss Veränd. 52-Wochen- Div. 21.08. 20.08. in % Hoch Tief Adidas 1,50 59,70 60,34 –1,06 92,92 55,50 Allianz 5,30 128,70 127,50 +0,94 133,90 108,40 BASF 2,70 77,40 76,21 +1,56 87,36 66,13 Bayer 2,10 100,05 98,96 +1,10 106,60 82,01 Beiersdorf 0,70 66,77 66,65 +0,18 76,93 64,13 BMW 2,60 89,78 88,61 +1,32 95,51 71,29 Commerzbank – 11,05 10,88 +1,52 14,42 8,13 Continental 2,50 165,10 162,25 +1,76 183,00 112,00 Daimler 2,25 62,20 61,33 +1,42 71,14 51,79 Deutsche Bank 0,75 25,04 24,82 +0,89 38,11 24,43 Deutsche Börse 2,10 54,88 54,99 –0,20 63,14 51,73 Deutsche Post 0,80 24,51 24,30 +0,88 28,43 21,62 Deutsche Telekom 0,50 11,31 11,15 +1,43 13,12 9,56 E.ON 0,60 13,86 13,82 +0,25 15,31 11,98 Fresenius 0,42 37,14 36,88 +0,69 39,90 29,09 MDAX Schluss Veränd. 52-Wochen- Div. 21.08. 20.08. in % Hoch Tief Aareal Bank 0,75 34,70 34,09 +1,79 36,49 20,50 Airbus Group 0,75 44,73 44,60 +0,29 57,18 42,16 Aurubis 1,10 38,00 38,24 –0,63 49,49 36,19 Axel Springer 1,80 45,42 44,85 +1,26 51,27 36,86 Bilinger 3,00 55,69 55,50 +0,34 92,72 52,64 Brenntag 0,87 40,38 39,68 +1,75 47,05 37,30 Celesio 0,30 25,68 25,56 +0,47 26,25 15,77 DMG Mori Seiki 0,50 22,34 22,18 +0,77 26,82 15,64 Dt.Euroshop 1,25 35,91 35,73 +0,49 37,84 30,50 Dt. Wohnen Inh. 0,34 16,65 16,41 +1,46 16,65 12,82 Dürr 1,45 59,15 58,75 +0,68 67,74 49,27 ElringKlinger 0,50 26,08 26,05 +0,10 35,13 24,85 Evonik 1,00 27,52 27,25 +0,97 30,45 25,70 Fielmann 2,90 97,40 96,81 +0,61 107,00 76,86 Fraport 1,25 51,65 51,12 +1,04 57,77 47,19 Fuchs Vz. 0,70 31,52 31,57 –0,14 37,28 29,27 GAGFAH – 14,58 14,35 +1,60 14,59 9,22 GEA Group 0,60 34,76 33,47 +3,85 35,91 30,05 Gerresheimer 0,70 53,99 53,16 +1,56 53,99 43,00 Gerry Weber 0,75 34,55 34,45 +0,28 39,23 28,76 Hannover Rück 3,00 63,28 62,99 +0,46 67,96 52,42 Hochtief 1,50 58,56 58,02 +0,93 69,94 53,68 Hugo Boss 3,34 105,35 105,00 +0,33 113,55 90,79 Kabel Dtld. 2,50 108,00 107,90 +0,09 110,60 85,10 Klöckner &Co – 10,21 10,15 +0,49 12,66 9,49 DWS Rendite Opt. 4S. 102,94 102,94 102,94 DWS Rendite Optima 74,20 74,20 74,20 DWS Top 50 Asien 125,17 120,36 120,52 DWS Top 50 Europa 124,13 119,35 118,68 DWS Top Dividende 106,84 101,75 101,41 Eurorenta 56,03 54,39 54,41 Inter-Renta 15,61 15,15 15,15 Investa 142,17 135,40 134,40 Top50Welt 76,46 73,52 73,22 Vermög.bild.fonds R 19,67 19,09 19,09 Vermögensbildg. f. I 117,56 111,96 111,61 Union Investment Uni21.Jahrhundert net 27,38 27,38 27,05 UniAsiaPaciic 112,94 108,60 107,47 UniDeutschland 166,08 159,69 158,23 UniDividendenAss 56,30 54,13 53,86 UniDyn.: Europa 68,41 65,78 65,38 UniEuroAktien 57,23 54,50 54,11 UniEuroAspirant 51,27 49,78 49,69 UniEuroKapital 70,04 68,67 68,64 GOLD 1.275,05 –1,41% Schluss Veränd. 52-Wochen- Div. 21.08. 20.08. in % Hoch Tief Fres.Med.Care 0,77 52,45 52,16 +0,56 54,05 47,00 Heidelbg.Cement 0,60 56,71 56,33 +0,67 66,66 52,03 Henkel Vz. 1,22 80,14 79,61 +0,67 86,52 72,22 Inineon 0,12 8,58 8,60 –0,20 9,42 6,76 K+S 0,25 23,84 24,32 –1,99 26,60 18,36 Lanxess 0,50 46,83 46,51 +0,70 55,81 44,35 Linde 3,00 148,90 150,20 –0,87 157,30 139,15 Lufthansa 0,45 13,21 13,13 +0,61 20,26 12,16 Merck 0,95 64,40 64,23 +0,26 67,72 55,50 Münchener Rück 7,25 149,95 148,95 +0,67 169,95 135,05 RWE 1,00 29,71 29,80 –0,30 32,83 20,74 SAP 1,00 58,69 58,27 +0,72 62,55 52,20 Siemens 3,00 94,88 92,98 +2,04 101,35 80,09 ThyssenKrupp – 21,14 21,43 –1,40 22,71 15,63 VW Vz. 4,06 172,75 171,60 +0,67 204,15 165,50 Schluss Veränd. 52-Wochen- Div. 21.08. 20.08. in % Hoch Tief Krones 2,00 71,11 70,23 +1,25 75,50 57,50 KUKA 0,30 45,78 45,77 +0,03 46,31 31,50 LEG Immobilien 1,73 55,40 54,90 +0,91 55,59 40,26 Leoni 1,00 49,06 48,62 +0,92 60,66 40,95 MAN 3,07 90,08 89,99 +0,10 93,80 86,20 Metro – 27,07 26,63 +1,67 37,28 25,00 MTU Aero Engines 1,35 63,87 63,70 +0,27 75,21 60,94 NORMA Group 0,70 37,95 37,32 +1,69 43,31 30,22 Osram – 32,03 32,02 +0,02 50,46 29,18 Pro7SAT.1 1,47 30,91 30,93 –0,10 36,00 29,59 Rational 6,00 253,00 253,75 –0,30 267,75 208,20 Rheinmetall 0,40 41,80 41,46 +0,83 57,87 37,10 Rhön-Klinikum 0,25 23,64 23,18 +1,96 24,77 17,31 RTL Group 4,50 74,81 80,45 –7,01 99,34 66,16 Salzgitter 0,20 26,88 26,64 +0,88 33,81 25,64 SGL Carbon – 23,23 23,68 –1,90 31,23 22,12 Sky Deutschland – 6,69 6,70 –0,07 8,13 5,77 Stada 0,66 29,56 29,53 +0,10 42,41 28,16 Südzucker 0,50 13,08 13,01 +0,54 24,94 12,51 Symrise 0,70 40,20 40,41 –0,52 41,09 30,20 TAGImmobilien 0,35 8,78 8,78 +0,01 9,65 8,38 Talanx 1,20 26,65 26,41 +0,89 27,85 23,51 TUI 0,15 11,26 11,19 +0,58 13,88 8,72 Wacker Chemie 0,50 89,29 89,65 –0,40 103,65 65,00 Wincor Nixdorf 1,48 41,03 40,04 +2,47 58,07 37,80 UniEuropa 1670 1590 1580 UniEuropaRenta 49,64 48,19 48,22 UniFavorit: Aktien 98,09 93,42 92,59 UniFonds 46,62 44,40 43,99 UniGlobal 162,20 154,48 153,11 UniImmo: Deutschland 94,84 90,32 90,32 UniImmo: Europa 58,51 55,72 55,72 UniKapital 115,02 112,76 112,73 UnionGeldmarktFonds 49,57 49,57 49,57 UniOpti4 101,16 101,16 101,16 UniRenta 19,90 19,32 19,30

UETERSENER NACHRICHTEN FREITAG, 22. AUGUST 2014 | Wirtschaft 11 3Nachrichten Grünes Licht für Karstadt-Verkauf BONN Derösterreichische Immobilieninvestor René Benkokann mit demUmbau von Karstadt beginnen. DasBundeskartellamt gab gesterngrünes Licht für die Übernahme von 88 Karstadt-Warenhäusern durchdie Signa-Holding des Österreichers.Die FreigabeerfolgteohneAuflagenund Bedingungen, wie die Wettbewerbsbehörde mitteilte. Benko übernimmt die Warenhausgruppe von Nicolas Berggruen. dpa Optimismus bei Air Berlin BERLIN Diezweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin will 2016 wieder ein positives Jahresergebnis erzielen. „2016 ist für uns das Schlüsseljahr“, sagteVorstandschef Wolfgang Prock-Schauergestern bei Vorstellung der ZahlenfürszweiteQuartal. Im vergangenenJahr hatte Air Berlin einenVerlust von 315 MillionenEuro ausgewiesen. Im zweiten Quartal 2014 erzieltedas Unternehmendank eines besserenFinanzergebnisses einenGewinn von 8,6 MillionenEuro. dpa Windkraft-Order für Siemens MÜNCHEN Auch beim Elektrokonzern Siemens legt die Windkraftsparte einenZahn zu.Von den norwegischenEnergieversorgern Statoil und Statkraft erhielten die MünchenereinenAuftrag über Lieferung von 67 Windkraftturbinenmit einer Leistung von jeweils sechs Megawatt, wie derDax- Konzerngesternmitteilte. Volumen: 650 Millionen Euro. dpa Azubi-Suche mit Extra-Anreizen So teuer baut der Norden IMMOBILIENMARKT Häuslebauer in Schleswig-Holstein müssen besonders viel zahlen KIEL Die Flucht ins sogenannteBetongold ist seit Monaten in aller Munde. Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank lässt Investoren und Privatleute gleichermaßen nach Alternativenfür das Ersparte suchen. Und nur wenig erscheint dabei derzeit so attraktiv wie der Immobilienmarkt. Die Norddeutschen bauen wie verrückt, wie auch Zahlen des Statistischen Bundesamts jüngst belegt haben. Nur: Kaum irgendwo in Deutschland müssenBauherren in relativer Hinsicht so tief in die Tasche greifen wie in Schleswig-Holstein, um sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Dasunterstreicht auch eine aktuelle Auswertung des Vergleichsportals Immobilienscout24. Miteinemeffektiven Jahreszins ab 1,38 Prozent bei fünf Jahren Zinsbindung und ab 1,84 Prozent bei 10 Jahren Zinsbindung gehören Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg demnachzudenRegionenmitden höheren Bauzinsen und sind fast 0,3 Prozentpunkteteurer als andere Regionen. DenAngaben zufolge liegen die Angebote bei mindestens fünf Kreditinstituten sogar noch überdiesenWerten. Hohe Kaufnebenkosten Für die Auswertung hat das Portal nach eigener Darstellung die tagesaktuellen Konditionen von rund 1200 Bankenund Sparkassenherangezogen. Für die Beispielrechnung wurdeein Kaufpreis von 200000 Euro mit 30 Prozent Eigenkapital angenommen. Doch selbst wer die Finanzierung seines künftigen Eigenheims umgehen kann, muss in Schleswig-Holstein noch immerdeutlich tiefer in die Tasche greifen als Menschen inanderen Regionen – in relativer Hinsicht. Denn auch wenn Bauland vielerorts BERLIN DieSituation auf dem Ausbildungsmarkt spitzt sich zu.UmangeeigneteBewerber zu kommen, setzt laut Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) inzwischenfast jederzehnteBetrieb bei derAzubi-Suche auch auf materielle oderfinanzielle Anreize –etwa Zuschüsse zum Nahverkehr oderzum Führerschein. „Goodies für Azubis“ könnten darüber hinaus Prämienzahlungen, Wohnungszuschüsse, Büchergeld oder Geld fürsFitness-Studio sein. Manche Betriebe böten sogar ein Smartphone oder einen Dienstwagen. Mit gutem Grund: Einer Umfrage des DIHK zufolge bliebenimvergangenen Jahr 80000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Allein in Schleswig-Holstein waren es nach Angaben des Ausbildungsexperten bei derIndustrie- und Handelskammer zu Kiel, Hans Joachim Beckers, 2500. Hätten in 2012 noch 19 Prozent der von der Kammer befragten Betriebe im Norden überfreie Lehrstellen geklagt, waren es ihm zufolge imvergangenenJahrbereits23 Prozent. Für Ende Juli dieses Jahres zählte die Regionaldirektion Nord derBundesagenturfürArbeitinKielnoch5000 freie Stellen. DIHK-Präsident Eric Schweitzerzufolge werdeweiter die mangelnde Ausbildungsreife von Schulabgängern beklagt. dpa zwischen Nord- und Ostsee günstiger sein mag als in anderen Teilen der Republik. DieKaufnebenkosten sind es mitnichten. Das zeigen Zahlendes BaufinanzierersInterhyp.DieGrunderwerbssteuer in Schleswig-Holstein ist demnach bundesweit mit 6,5 Prozent die höchste. Zu den Kaufnebenkosten zählt Interhypimweiteren auch die maximal fällige Maklerprovision und pauschale Notarkosten vonzweiProzent.InderSumme liegt Schleswig-Holstein mit 12,07 Prozent an vierter Stelle in ganz Westdeutschland –nach Hamburg (12,75), Bremen (12,95) und Hessen (13,95). In den drei letztgenannten Bundesländern sind esvorallemdiemeistdeutlich höherenMaklergebühren,die denPreis in die Höhe treiben. Insgesamt stellt Immobilienscout24 fest, dass WerinSchleswig-Holstein bauen lässt, muss mehr Geld für die Finanzierung ausgeben. PICTURE ALLIANCE sich die Zinsenseit einerfrüherenAuswertungdesPortals im Juli 2014 nochmals vergünstigthaben.DieZinsenfür Kreditebeifünfjähriger, zehnund fünfzehnjähriger Zinsbindung befändensich damit auf dem niedrigsten Stand seit Jahresbeginn, schreibt das Vergleichsportal. til Stark für C. BECHSTEIN Stark für Unternehmer Immobilienkredit: Zinsvergleich kann sichlohnen KIEL DieZinsenfür Immobilienkredite sind derzeit auf Rekordtief. Nur noch 2,08 Prozent beträgt der durchschnittliche Effektiv- Zinssatz für Annuitätendarlehenmit zehnjährigerLaufzeit, hat das Verbraucherfinanzportal Biallo ermittelt. „Es ist ein neues historisches Tief“, sagt Biallo-Experte Wolfgang Walter.„Topanbieterverlangenfür zehnjährige Darlehen derzeit sogar nur um die 1,9 Prozent effektiv.“ Trotzdemmahnt die Stiftung Warentest, sich genau zu informieren. Die Forderungen bei günstigenund teuren Anbietern klaffen nämlich weit auseinander. „Für ein Darlehen von 200000 Euro mit 20 Jahren Zinsbindung summiert sich der Unterschied auf über40000 Euro“, hat ein aktueller Zinsvergleich der Tester („Finanztest“9/2014) ergeben. kim