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Uetersener Nachrichten Ausgabe vom 22.08.2014 (Vorschau)

8 Kultur & Szene

8 Kultur & Szene UETERSENER NACHRICHTEN FREITAG, 22. AUGUST 2014 Kulturelles in Kürze 15.FOSSILIENTAGE Vom Goldwaschen & Steine schürfen Uetersen (fmm). Zu den beliebten Fossilien- und Mineralientagen (23. 8., 14-18 Uhr und 24.8., 11-18 Uhr) in Langes Tannen, Heidgrabener Straße, wird eingeladen. 23 AusstellerInnen präsentieren neben Fossilien und Mineralien aus aller Welt Kristalle, Opale, Schmuck-Unikate, Zimmerbrunnen, versteinertes Holz u.v.a.m. Der Eintritt ist frei. WOCHENENDTIPP Der Hauptmann von Köpenick Elmshorn (fmm). Das satirische Theaterstück „Der Hauptmann von Köpenick“ wird im „Forum Baltikum – Dittchenbühne“ am heutigen Freitag, um 20 Uhr, in der Regie von Raimar Neufeldt mit einer Premiere gefeiert. (Eintritt: 20 Euro). Der Schriftsteller Carl Zuckmayer nahm sich den Bürokratismus, Militarismus und vor allem die deutsche Obrigkeitsgläubigkeit in diesem Stück vor. Wilhelm Voigt will als Haftentlassener 1906 ein ordentliches Leben beginnen, aber ohne Papiere geht nichts, also greift er nach eigenen Mitteln. Aufführungen sind am 24. August (16 Uhr), 29. August (20 Uhr) und 31. August (16 Uhr). Der Eintritt kostet 12 Euro. Karten unter Telefon: 04121/ 89 7130. KONZERT DES SHMF Kunst & Musik in der Carlshütte Büdelsdorf (fmm). Wer sich die internationale Ausstellung „NordArt 2014“ – sie gehört zu den größten Schauen zeitgenössischer Kunst in Europa – noch nicht angesehen hat, kann das mit einem Konzertereignis im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals verbinden. Am 27. August spielt das „Freiburger Barockorchester“ um 20 Uhr in der ACO Thormannhalle auf dem Gelände des „Kunstwerks Carlshütte, Vorwerkshalle. Gottfried von der Goltz spielt Violine und hat die Leitung. Kristian Bezuidenhout ist am Hammerklavier. Geöffnet: Di.-So. 11-19 Uhr. Info: www.shmf.de Komödie:„Jakes Frauen“ FORUM THEATER: Bemerkenswertes Stück von Simon Neil Von Friederike Mackeprang-Meyer Pinneberg. Das „Forum Theater“ beendet bereits jetzt die spielfreie Zeit und lädt die Zuschauer am Sonnabend, 23. August, zu ihrer neuen Inszenierung „Jackes Frauen“ von Neil Simon herzlich ein. Die Komödie wird-wie immer-in der Ernst- Paasch-Halle, Lindenstraße 10, vom achtköpfigen Ensemble unter der Regie von Lutz Hatje aufgeführt. „Jakes Frauen“ ist ein originelles, ungewöhnliches Stück und handelt von den Tagträumen des erfolglosen Schriftstellers Jake. Die Frauen, mit denen sich Jake gern auseinandersetzt, spielen in seinem Leben eine bedeutende Rolle. Werden seine Avancen auch erwidert? In früheren Jahren war Jake ein prominenter Autor, doch nun hat er lange nichts mehr veröffentlicht und auch privat läuft es nicht rund, seine Ehe mit Maggie (Eveline Düstersiek) droht zu scheitern. Der Regisseur hat in diesem Zweiakter viele fantasievolle Akzente eingebaut, denn Jake zieht sich immer mehr in sein kleines Arbeitszimmer zurück und „erträumt“ sich seine eigene Welt. Das geht so weit, dass er seine Fantasien nicht mehr von der Realität unterscheiden kann. Seine Wohnung entwickelt sich zum Tummelplatz und die Frauen nehmen Jake, gespielt von Hans Molenda, ist Schriftsteller. NACH SIEBEN JAHREN WIEDER IN HAMBURG „Stomp“ – ein Phänomen Hamburg (fmm). „Stomp“ – die furiose, witzigste und originellste Rhythmus-Show kommt nach sieben Jahren wieder nach Hamburg und gastiert vom 2. bis 21. September auf Kampnagel, Jarrestraße 20. Die neu entwickelten Showszenen, wie „Trolleys“ mit unbekannten Klangtiefen, die an vollbepackte Einkaufswagen erinnern und „Frogs“, die mit ihren bizarren Klängen, „organisch“ und „schräg“ klingen. „Stomp“ war bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele 2012 in London dabei und versetzte 80.000 Zuschauer in Bewegung. Die kreativen Köpfe der Gruppe, Luke Cresswell und Steve McNicholas, arbeiten an der „hohen Kunst“ der Klangperformance, die über das Fingerschnipsen, Besenschwingen und Mülltonnenschepperns hinaus geht. Die vielen Fans von „Stomp“ sind fasziniert, mit welcher Energie und Geschwindigkeit das Ensemble auf der Bühne hüpft, springt, rutscht und hämmert. K&S hat für die Vorstellung am 3. 9. Freikarten für die Vorstellung im K6 bekommen. Bei Interesse schreiben Sie mit dem Stichwort: „Stomp“ eine Postkarte mit ihrem Namen und Die Gruppe „Stomp“– in Aktion. Telefonnummer an die UeNa, Großer Sand 3, in 25436 Uetersen. Einsendeschluß ist Mittwoch, der 27. August. Gestalt an. Ärgerlich stimmt es Jake allerdings, dass diese Damen ein Eigenleben führen. Obwohl sich Jake Rollen für seine Schwester Karen (Gudrun Göller), seine Psychologin Edith (Hanne Schellwald), seine verstorbene Frau Julie (Anja Beeck) und seine Tochter Molly (in der Doppelrolle Anna Bonkewitz als 21 jährige und Franziska Rarey als 12 jährige) erdenkt, fangen sie an, ihn zu nerven. Sie widersprechen ihm und beschweren sich. Die realen Besuche seiner Frau Maggie und Sheila, Jakes Geliebten (Nicola Heubach) reißen ihn nochmal aus seiner Fantasiewelt heraus. Sonst haben die „scheinbaren“ Frauen längst von Jakes Leben Besitz ergriffen. In dem Stück „Jakes Frauen“ verschwimmen die Ebenen zwischen Realität und SONNTAGSFÜHRUNG Fußmann- Keramiken Cismar (fmm). Idyllisch gelegen im kleinen Ort Cismar, steht in der Bäderstraße 42 in der Nä he von Grömitz das Kloster Cismar. Hier werden Ausstellungen durch das Landesmuseum Schloss Gottorf organisiert. In diesem Sommer sind bemalte Keramiken von Klaus Fußmann zu sehen. Seit 2007 entwickelt der bekannte Maler seine Kunst fort, die er „auf der Leinwand schon zur Meisterschaft gebracht hat“. Vasen, Kannen und Teller bieten Raum für klassische Motive, die sich aus blühender Vegetation und fabelähnlichen Wesen zusammensetzen. Klaus Fußmann zählt zu den wichtigsten Vertretern der Gegenwartskunst. Auch sind Arbeiten des Malers Manfred Besser zu sehen. Am Sonntag, 31. August, lädt Dr. Thomas Gädeke ab 15 Uhr zur Sonntagsführung durch die Ausstellung im Kloster Cismar ein. Kosten: 2 Euro zuzüglich Eintritt. Was ist los in der Region? Freitag, 22. August Wedel Kleinkunstfestival–Kabarett & Comedy: „Vibratoren schnarchen nicht!“ mit Peter Vollmer. Er präsentiert seine besten und neuesten Ideen zu aktuellen Themen. Pikanter Titel – seriöse Unterhaltung! 20.30 Uhr (auch am 23. August). Eintritt: jeweils 16 Euro. Theaterschiff Batavia, Brooksdamm Kartentelefon: 04103/85836 Elmshorn Freilichtaufführung: Premiere „Der Hauptmann von Köpenick“ von Carl Zuckmayer in der Dittchenbühne, Hermann-Sudermann-Allee 50 (Text siehe unter Wochenendtipp) Barmstedt „The Gregorian Voices“ ist der Chor, der 2011 in die Fußstapfen des Männerchores „Gloria Dei“ stieg. Seitdem sind die acht Solisten auf Tourneen durch Europa. Sie präsentieren klassisch-gregorianische Choräle, orthodoxe Kirchengesänge und ausgewählte Klassiker der Popmusik. Sie treten um 19.30 Uhr in der Heiligen- Szenenfoto: Jakes Exfrau Julie (Anja Beeck). Geist-Kirche auf. Der Eintritt beträgt 19.90 Euro. Karten gibt es bei Musik-Hofer, Elmshorn und der Buchhandlung Lenz in Barmstedt Sonnabend, 23. August Heist/Uetersen 5. Tower Festival auf dem Gelände des Flugplatzes Heist/Uetersen. Ab 14.45 Uhr treten verschiedene Bands auf, die für Musik für jeden Geschmack sorgen. Mit dabei ist Andreas Kümmert, der Gewinner von „The Voice of Germany 2013“. Weitere Infos unter www.towerevents.de Glückstadt „Felix und Fanny“, Kristian Bezuidenhout spielt auf dem Hammerklavier um 20 Uhr im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musik-Festival in der Stadtkirche. Der Eintritt kostet zwischen 12 und 39 Euro Sonntag, 24. August Wedel Open Air Kindertheater: „Pippi Langstrumpf`s Abenteuer“, 16 Uhr auf der „Batavia“, Brooksdamm. Bei Regen findet Fantasie immer wieder, wobei die Übergänge fließend sind. Hier liegt der besondere Reiz des Stückes. Für die Vorstellungen, die am Sonnabend, 23. August um 19.30 Uhr beginnen und am Sonntag, 24. August, um 18 Uhr, sowie Freitag, 29. und Sonnabend, 30. August, jeweils um 19.30 Uhr und letzmalig am Sonntag, 31. August wieder um 18 Uhr stattfinden, wurde eine spezielle Bühnenform gebaut. Einlass ist jeweils 30 Minuten vor Aufführungsbeginn. Eintrittskarten gibt es zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 7,50) im „Bücherwurm, Dingstätte 24. Telefon: 04101/23211 oder an der Abendkasse. Info: www.forumtheater.derandreas Musical „Spamalot“ ST. PAULI THEATER Verlosungsaktion Hamburg (fmm). Das preisgekrönte „Monty Pythons“ Musical von Eric Idie und JohnDu Prez mit „Raubgut“ aus dem Kult-Film „Die Ritter der Kokosnuss“ wird noch bis zum 14. September im St. Pauli Theater, Spielbudenplatz, aufgeführt. Die erfolgreiche Uraufführung ist nach dem New Yorker Broadway via London nun das erste Mal in Hamburg und in deutscher Sprache zu erleben. Der liebenswert-schrullige König ist auf der Suche nach dem heiligen Gral, unterstützt von seinem Diener „Patsy“ und den Rittern der Tafelrunde, die er sich aber erst auf einer ereignisreichen Reise durch das Königreich mit höchst witzigen Zwischenfällen und Einlagen suchen muß. Showgirls mischen die Truppe auf, die Tafelrunde findet sich im Las Vegas-Casino wieder und der Ritter Lancelot wird zum leidenschaftlichen Copacabana-Tänzer. Wild und schräg geht es in den unendlichen Wäldern um Camelot zu (K&S berichtete). Nun konnten wir für den 26. August (20 Uhr), 3x2 Freikarten für unsere Leser bekommen. Sie werden am Freitag, 22. August, telefonisch unter der Nummer 04122/925019 um 17 Uhr verlost. Tickets gibt es unter 040/47110666. Die lustige „Spamalottruppe“. (Foto: Christian Knecht) die Vorstellung im Schiff statt. Eintritt: 8 Euro für Kinder, Erwachsene zahlen 10 Euro (auch am 31. August) Vorschau Dienstag, 26. August Hamburg Kabarett im Lustspielhaus mit „Alma Hoppe-Team “ –Jan-Peter Petersen und Nils Loenicker „Männer mit Blackout –Total Amnesie zu spät ist nie zu früh“, 20 Uhr (Einlass: 19 Uhr) Ludolfstraße 53 Kartentelefon: 040/555 6 555 6 Mittwoch 27. August Büdelsdorf Schleswig-Holstein Musik-Festival Konzert in der ACO Thormannhalle (Text siehe linken Kasten) Elmshorn (Fotos: Birte Hatje) Zusatzkonzert: Unplugged – Auftritt der A-Capella-Gruppe „Wise Guys“ aus Köln mit Vokal Pop Musik, selbstkomponierte Lieder, ganz ohne Instrumente in deutscher Sprache, 20 Uhr, in der Thomaskirche, Breslauer Straße 3

UETERSENER NACHRICHTEN FREITAG, 22. AUGUST 2014 | Politik 9 NSU:Siewarenzustoppen Befreiungsaktion der US-Armee gescheitert ABSCHLUSSBERICHT Untersuchungsausschuss knallhart: „Fehlleistungen in erschreckendem Ausmaß“ ERFURT Die Mordserie der rechten Terrorzelle NSU hätte nach Einschätzung des Thüringer Untersuchungsausschusses verhindert werdenkönnen, wenn die Ermittlungsbehörden nicht so gravierende Fehler begangen hätten. Es habe Ende der 1990er-Jahre „Fehlleistungen in erschreckendem Ausmaß“ bei der Fahndung nach den drei Hauptverdächtigen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) gegeben. Sie hätten das Untertauchen der mutmaßlichen Haupttäter1998 begünstigt, sagtedie Vorsitzende des Thüringer Landtagsausschusses, Dorothea Marx (SPD), gestern. Sie sprach bei der Vorstellung des 1800 Seiten starken Abschlussberichts von einem Desaster und umfassendem Versagen.„Dasistdieschwere Schuld, die auf Thüringenlastet.“ Die drei mutmaßlichen Haupttäter Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe stammen aus Thüringen. „Es ist ein Skandal, dasssichandereBehördendamit abgefunden haben. Hinweise hätten weitergegeben werden müssen“,sagte Marx. Wenn die Ermittler bereits nach einemSprengstoff-Fund 1998 in Jena richtig gehandelt hätten, wäre„derweitereVerlauf mit hoher Wahrscheinlichkeit anders gewesen“,sagtedieSPD-Politikerin.SiehättenBöhnhardt bei derDurchsuchung aber ziehen lassen. DieErgebnisse im Einzelnen: Uwe Böhnhardt im Jahr 2004 mit Beate Zschäpe. 3Bundesamt für Verfassungsschutz: Dubios erscheint dem Untersuchungsausschuss die Rolle des Bundesamts. Die Abgeordneten habenfestgestellt, dass ein V- Mann des Bundesamtes „als Kontakt auf der Garagenliste des UweMundlos“ gestanden habe. Die Liste mit Kontaktdaten mutmaßlicher Unterstützerwar in einervon dem NSU-Trio genutzten Garage in Jena entdeckt worden. 3Thüringisches Landesamt für Verfassungsschutz: Beim Landesamt sieht der Untersuchungsausschuss eine zentrale Verantwortung für das Behördenversagen. Sondersitzung zum Irak nächste Woche BERLIN DerBundestagwirdineiner Sondersitzung voraussichtlich schon kommende Woche über die Waffenlieferungen inden Irak debattieren. Das meldet die Nachrichtenagentur DPA unter Berufung auf Mitgliederder Koalitionsfraktionen. Dies hatte die Opposition gefordert. DieSondersitzung soll erst nach derfür denkommenden Mittwoch geplanten endgültigen Entscheidung der Bundesregierung zu den Waffenexporten erfolgen. Der GeschäftsführerderUnionsfraktion, Michael Grosse-Brömer (Foto, CDU), erklärte, dieUnionsfraktionhaltediese Reihenfolge für richtig. Die Bundesregierung habe das Parlament zur Krisensituation im Irak stets umfangreich und zeitnah informiert und dessen Anregungen aufgenommen. dpa Kiew hofft auf Hilfe aus dem Westen DONEZK/KIEW Kurz vor Krisengesprächen von Kanzlerin Angela Merkel in Kiewsind bei erbitterten Kämpfen in der Ostukraine fast 40 Soldaten getötet worden. Allein in der für den Bahnverkehr wichtigen Stadt Ilowaisk kamen 32 Kämpfer ums Leben, wie das Innenministerium gestern mitteilte. Über mögliche Unterstützung will Merkel amSonnabend in Kiew mit Präsident Petro Poroschenko (Foto) sprechen. Militärische Hilfe für die ukrainische „Anti-Terror- Operation“ im Osten des Landes hat die Bundesregierung jedoch ausgeschlossen. Bewegung kam unterdessen indie Abfertigung des russischen Hilfskonvois für das Krisengebiet: Zöllner beiderLänderbegannenmit der Kontrolle der Waren in Russland. dpa Zentrale Figuren der Neonazi-Szene seienals V-Leutemit „übermäßig hohen Prämien“ finanziert worden. Wichtige InfosseiennichtandiePolizei weitergegebenworden. 3Polizei: DiePolizei war der Ermittlungsarbeit nach Überzeugung des Ausschusses weitgehend nicht gewachsen. Der damalige Innenminister Richard Dewes (SPD) wird mit der Aussage zitiert, 90 Prozent der Thüringer Polizisten seien ehemalige DDR- Volkspolizisten gewesen. Die Beamten hätten zunächst „in den Stand versetzt werden müssen, erkennenzukönnen, was rechtsradikal ist“. Verfassungsschutz sieht die größte Gefahr in radikalisierten Rückkehrern HAMBURG/KIEL Mehr als 50 Salafisten aus Hamburg und Schleswig-Holstein sind nach Angaben des Verfassungsschutzes bislang ins syrischeKriegsgebietaufgebrochen. Neun von ihnen sind nach Erkenntnissen der Behörden getötet worden. Allein aus Schleswig-Holstein reisten in den vergangenen anderthalb Jahren 23 radikale Islamisten in die Region. „Viervon ihnensind im Ausland getötet worden“, sagte der Leiter des Kieler Verfassungsschutzes, Dieter Büddefeld, gestern der Deutschen Presse-Agentur. Neun Salafisten sind demnach in den Norden zurückgekehrt, die übrigen zehn befinden sich noch im Kriegsgebiet. Konkrete Erkenntnisse über mögliche terroristische Aufträge lägen zwar nicht vor. „Das größere Risiko sehen wir darin, dass es Rückkehrer gibt, die einerseits ideologisch gefestigt sind und andererseits eine militärische odergar terroristische Ausbildung in Syrien genossen haben“, so Büddefeld. Aus Hamburg reisten mehr als 30 Salafisten nach Syrien. „Gut die Hälftedavon hat die BKA 3Staatsanwaltschaft: Die zuständige Staatsanwaltschaft Gera wirdals zu passiv kritisiert. Ihr früherer Chef Arndt Koeppenklagtezudem, die in seinem Auftrag tätigen Zielfahnderseienimmerwieder„verraten worden“. 3 Landeskriminalamt: Das LKA soll zwar fachlich bestensqualifiziertgewesensein, wurde aber nach Überzeugung des Ausschusses von wichtigen Informationen abgekoppelt. Ein Zielfahnder sagteals Zeuge vor demAusschuss, er habe etwa die besagte Liste mit den Namen von Unterstützern nie zur Verfügung gehabt. dpa Warnung vor Salafisten Der nach Hamburg-Wilhelmsburg gezogene PierreVogel (vorn) gilt als einer der Wortführer der Hamburger Salafisten-Szene. DPA Grenze überquert. Mindestens fünf wurden getötet“, sagte Verfassungsschutzchef Torsten Voß in einem Interview mit einer Hamburger Tageszeitung. Voß erklärte weiter:„Wirstellenfest, dass sich manche religiös motivierte Extremisten viel schneller radikalisieren als früher.“ Eine entscheidende Rolle spiele dabei das Internet. Abseits davon sei der wichtigste Anlaufpunkt der salafistischenSzene die Taqwa-Moschee im Hamburger Stadtteil Harburg. Eine wichtige Figurdortsei Imam Abdelhak Setti. „Öf- DAMASKUS Eine geheime Kommandoaktion derUS-Armee in Syrien zur Befreiung amerikanischer Geiseln aus derGewalt derTerrormilizIslamischer Staat ist gescheitert. Spezialeinheiten hätten bei demEinsatz kürzlich keine Geiseln gefunden, teilte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, John Kirby, mit. Ziel war es unter anderem,denvondenExtremisten später enthaupteten US- Journalisten James Foley zusammenmit anderenGeiseln zu befreien. Die fehlgeschlagene Aktion habe „in diesem Sommer“ stattgefunden, berichtete die „Washington Post“unter Berufung auf Regierungskreise. Als möglicher Ort wird die Extremistenhochburg Al- Rakkagenannt.ImVerlaufder Operation wurden die eingesetzten Elitesoldaten in ein Feuergefecht mit den Terroristen verwickelt. Die Regierungsvertreter gingen davon aus, dass dabei mehrereMilitante getötet wurden. Mit Blick auf die Enthauptung des US-Journalisten FoleysignalisierteKirby, dass die USAfür die verbliebenenGeiseln weitere Rettungsversuche unternehmenkönnten.Die IS–Terroristen hattenein Video veröffentlicht, das den Tod des seit 2012 in Syrienvermissten Reporters zeigt. Die IslamistendrohenmitneuenMorden an Amerikanern –etwa dem Journalisten Steven Sotloff, der seit 2013 in Syrien vermisst wird. lno/sh:z fentlichhältersichzurück,er duldet aber offensichtlich Personen der dschihadistisch-salafistischen Szene in derMoschee“, sagteVoß der „Bild“-Zeitung. Dazu zähle auch der Salafist Pierre Vogel, derdortvor seinemUmzug nach Hamburg-Wilhelmsburg übernachtet habe. „Inzwischen hat er dort auch schon gepredigt und zur Solidarität mit Mounir El Motassadeq aufgerufen, einemIslamisten aus demUmfeld von 9/11, der zurzeit im Gefängnissitzt.“Motassadeq war 2007 zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. dpa 3Nachrichten Sachsen: CDU unter 40 Prozent DRESDEN Gut eine Woche vor derLandtagswahl in Sachsenbüßtdie CDU einerUmfragezufolge in der Wählergunst ein, bleibt aberstärksteKraft.Laut ZDF-„Politbarometer“käme die Partei von Ministerpräsident StanislawTillich auf nurnoch 39 Prozent. Im Frühjahr war derCDU noch die absoluteMehrheit vorausgesagtworden. Sächsische Landtagswahl ist am 31. August. dpa Fotografin im Iran freigelassen TEHERAN Eine amerikanisch-iranische Fotografin ist nach fast einemMonat Haft im Iran freigelassen worden. MiteinemKorrespondenten der„WashingtonPost“und dessenFrau wardieFotografinvormehr als vier Wochenverhaftet worden. Eine Erklärung gab es bislang nicht. dpa Israel beruft Reservisten ein TEL AVIV/GAZA Israel will nach Medienberichten im Gaza-Krieg erneut 10000 Reservisten einberufen. Währendder Bodenoffensive in demPalästinensergebiet hatte die Armee 82000 Reservisten im Einsatz. Viele wurden nach demAbzug derTruppenzu Monatsbeginnwiedernach Hause geschickt. dpa Lebenszeichen von Fidel Castro HAVANNA Eine Woche nach seinem88. Geburtstaghat die kubanische Regierung aktuelle Bilder vom Ex-Staatschef Fidel Castroveröffentlicht.Er habe kürzlich denvenezolanischenPräsidenten Nicolás Maduro in seinem Haus in Havanna empfangen, schrieb Castroselbst in einemBeitrag für die Parteizeitung „Granma“. Seit seinerErkrankung im Jahr 2006 ist Castronur noch selten in derÖffentlichkeit zu sehen. dpa Afghanistan: Helfer wieder frei KABUL Nach einerWoche Geiselhaft sind fünf afghanische Mitarbeiter des Komitees des Internationalen RotenKreuzes(IKRK)wiederinFreiheit.Ein Polizeisprechersagte gestern, die in derwestafghanischen ProvinzHerat verschlepptenHelfer seienamVorabend unverletzt und ohne Bedingungenfreigelassen worden. Unklar blieb weiterhin,werdieMännerentführte. dpa