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SMARTPHONES Akkupacks

SMARTPHONES Akkupacks DIE VON DER STROMSTELLE Zwei Stunden Youtube, gechattet, fotografiert, telefoniert und gesurft – da wird der Strom knapp. Gut, wenn man ein Akkupack dabeihat! Doch leider gibt es da jede Menge Schrott zu kaufen. VON DIRK WAASEN Fotos: © Zygotehaasnobrain – shutterstock.de Dass es oft nur graue Theorie ist, was die Hersteller ihren Smartphones an Ausdauer bescheinigen, weiß connect seit jeher. Deshalb ermitteln wir auf Basis eigener Messungen, wie lange ein Smartphone im normalen Stresstest durchhält. Das können bei den Top- Phones rund sechs (Samsung Galaxy S4) oder auch fast zehn Stunden (LG G Flex) sein. An Regentagen mit viel Zeit fürs Smartphone macht der Akku oft sogar noch früher schlapp. Was tun, wenn jetzt keine Steckdose zur Hand ist? Zum Akkupack greifen, das müde Smartphones munter macht – vertraut man wiederum den Herstellern. Wir wollten bei sechs Modellen, die zwischen 2000 und 50 000 mAh Kapazität zur Verfügung stellen sollten, genauer wissen, was sie bringen. Die Saftspender kosten zwischen 25 und 75 Euro. KEIN VERTRAUEN IN DIE ANGABEN Schon beim Bestellen beim Onlinehändler fiel uns auf, dass einige Produkte direkt aus Fernost kamen – viel Spaß im Garantiefall. Und so vollmundig die Versprechen, so schwachbrüstig war manches Produkt und erreichte gerade mal ein Viertel der versprochenen Kapazität. Es gilt auch zu beachten, dass stets nur 74 Prozent der aufgedruckten Kapazität erreicht werden können. Ein 10000er-Akku lädt ein Phone mit 2500er-Akku also nicht vier-, sondern nur dreimal auf. 28

Freestyle 4/2014 GOOBAY MIPOW PINENG Outdoor Powerbank 9.0 um 40 Euro Power Cube 8000L um 72 Euro PN-919 um 25 Euro Dem Goobay verblüffend ähnliche Produkte findet man auch unter den Namen Easy Acc oder Technet. Allen gemein ist das robuste Design und die Kapazitätsangabe von 9000 mAh. Tatsächlich erreicht hat der gut verarbeitete und wassergeschützte Outdoorakku im Mittel 5875 mAh, was noch ok ist. Der Ladestatus wird von vier LEDs angezeigt, als einziger im Test verweist Goobay auf die real nutzbare Leistung. Dank 2100 mA Ladestrom ist das Smartphone auch recht flott wieder fit. Insgesamt ein guter Akku, nicht nur für unterwegs. GUT Wer ein iPhone hat, der hat auch Geld, muss sich Mipow gedacht haben und verlangt gesalzene 72 Euro für den schicken Akku 8000L, wobei L für einen Lightning-Adapter steht, der als integriertes Kabel herausgeführt wird. Damit ist dann aber schon Schluss mit lustig. Nachdem 2494 mAh genutzt sind, schaltet der Mipow an Micro-USB ab und lädt dann nur noch am Lightning-Adapter mit müden 380 mA gemächlich weiter. Über die geringe nutzbare Kapazität kann uns am Ende auch die ordentliche Verarbeitung nicht hinwegtrösten. AUSR. Dass Pineng keine Marke aus Südschweden sein kann, hatten wir uns fast gedacht: Auch hier haben sich Chinesen ins Zeug gelegt. Aber ordentlich. Der mit 8400 mAh angegebene portable Akku ist gut verarbeitet, zudem liegen ein Netzteil und eine Handvoll Adapter für Handys längst vergangener Tage bei. Nett sind das schmucke Display, das den Ladestand in fünf Segmenten anzeigt und die Möglichkeit, zwei Smartphones gleichzeitig zu laden. 4735 mAh gemessene Kapazität sind zwar nicht die Welt, gehen für den Preis jedoch in BEFR. Ordnung. RAIKKO RAIKKO UNIVERSAL USB Accupack 6000 um 25 Euro USB 2000 Business Line um 30 Euro Power 50000 um 28 Euro Raikko sitzt in Deutschland, der Service ist ebenfalls hierzulande angesiedelt, die Produkte sind pfiffig. Etwa der USB Accupack 6000, der mit einem schönen Schutzbeutelchen ausgeliefert wird und über zwei integrierte Kabel (USB, Micro- USB) sowie zwei USB-Outs verfügt. Mit 4173 mAh und 2,5 A Ausgangsstrom holt der Raikko nicht nur schnell viel Saft aus dem kleinen Gehäuse, sondern erreicht auch 94 Prozent der theoretisch möglichen Leistung. Wer’s nicht so mit der Technik hat, der freut sich über die deutsche Bedienungsanleitung. SEHR GUT Der Hang zu ungewöhnlichen Lösungen zeigt sich beim Akkupack der Businessline von Raikko. Das Ding ist nicht nur so groß wie eine Kreditkarte, sondern auch beinahe so leicht und flach. Zudem legt Raikko ein schickes Etui bei, das den in edlem Metallfinish gehaltenen Akku schützt und adelt. Helle LEDs an der Ecke machen Eindruck und signalisieren den Ladestand. Dass die vier Leuchtdioden angesichts von 1178 mAh rasch erlöschen, ist klar. Für drei bis fünf weitere Stunden Smartphone-Fun reicht’s, für mehr aber auch BEFR. nicht. Was ist das? Aus einem Briefumschlag plumpst ein weißes in Luftpolsterfolie verpacktes Etwas, sonst nichts. Aha, ein Akkupack. 50 000 mAh Kapazität?! Uns beschleichen Zweifel. Tatsächlich bringt der weiße Block (immerhin) 10459 mAh auf die Waage, Freude kommt trotzdem nicht auf. Er lädt mit maximal 500 mA, schaltet dauernd ab, verweigert die gleichzeitige Nutzung beider Ausgangsbuchsen und braucht selbst 15 Stunden, um sich mit Strom vollzusaugen. Nein, rechten Spaß macht das nicht, auch wenn der Preis soweit AUSR. passt. 29