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APPS Radfahrer-Spezial

APPS Radfahrer-Spezial APPS FÜR RADTOUREN KOMOOT FÜR ANDROID UND iOS Der Tourenplaner und Rad-Navigator ist nicht ganz billig. Dafür fand er im Praxistest die besten Routen für alle Fahrrad-Arten. Komoot plant Wander- und Radtouren von A nach B oder als Rundkurse mit Zwischenstationen. Komoot schlägt dir auch Touren vor, wenn du die gewünschte Dauer angibst, den Fahrradtyp und deinen Fitnessstand. Dann zeigt dir Komoot ein paar mögliche Strecken an, in der Regel zu Sehenswürdigkeiten im Umkreis. Bei der Auswahl eines Ziels werden alternativ zur direkten Route auch lohnende Abstecher vorgeschlagen. Komoot besteht aus der App und einem Onlineportal. Man registriert sich per Facebook- Login oder E-Mail-Adresse und verbindet so die Webseite mit dem Smartphone. Die App und die Nutzung des Routenplaner- Tools auf der Webseite gibt’s gratis, doch nur zusammen mit kostenpflichtigen Freischaltungen für eine oder mehrere Regionen (je 3,99 bis 8,99 Euro; ganz Deutschland 29,99 Euro) ist beides voll funktions fähig – erst dann kannst du am PC geplante Touren aufs Smartphone schicken und dort abfahren. Die Regionenpakete aktivieren in der jeweiligen Gegend die Fahrrad- und Wander-Naviga tion mit Sprachansagen und automatischer Neuberechnung, wenn du deine geplante Tour verlässt. Das Routing hat es tatsächlich in sich. Komoot ist der einzige getestete Dienst, der Touren für Rennradler auch tatsächlich voll auf Asphalt plante – mit ganz seltenen Ausflügen auf allzu große Straßen. Das Re-Routing bei Abweichungen von der Strecke klappte unterwegs flott und auch die Umplanung berechneter Touren klappte am Computer wie auch in der App zügig und intuitiv. Die Routenführung per Pfeil angabe und Sprachbefehl – sogar mit Straßennamen – war weitgehend mustergültig, nur Kreisverkehre teilte Komoot etwas gewöhnungsbedürftig in mehrere Abzweigungen auf. Größter Nachteil: Komoot saugt mächtig am Akku, für Touren über zwei Stunden ist ein Powerpack Pflicht. Die beste Radtourenplaner- und Navi-App Fahrradtyp und Tourendauer eingeben, die Strecke mit Zwischen zielen verfeinern und sprachgesteuert nachfahren: Komoot ist die optimale App, um eine Region per Fahrrad zu erkunden. BIKECITYGUIDE FÜR ANDROID UND iOS Diese App verspricht Fahrradnavigation mit dem Wissen von Radkurieren und anderen Bikeprofis – mit Erfolg. Die Pfade im Grünen sind nicht das Terrain dieses Navis, es findet fahrradtaugliche Routen durch Städte und schlägt hier auch Touren vor. Bikecityguide ist für immer mehr europäische Städte verfügbar, darunter bislang 15 in Deutschland sowie je fünf in Österreich und in der Schweiz; sie lassen sich in der App zum Preis von jeweils 4,49 Euro herunterladen. Den Praxistest bestritt die App mit der Stuttgarter Betaversion. Trotz laufender Optimierung überraschte die sprachgestützte Navigation mit tollen Routen, die so kein anderes Fahrradnavi kannte. Nebenstraßen und erlaubte Einbahnstraßen wurden gut genutzt, die Auswahl des Fahrradtyps (City-, Rennrad oder Mountainbike) und einer Sicherheitsstufe variierten den Weg sinnvoll. Es fehlt aber eine Vorabplanung – man kann Routen nicht für später abspeichern. Perfektes Radnavi für Städtereisen in Europa Per Mountainbike ans andere Ende der Stadt? Bike cityguide sucht nicht unbedingt die wildesten Trails, aber eine zügige, verkehrsarme Fahrradstrecke. Das Routing ist dabei vorbildlich. 38

DIESE APPS ERLEDIGEN DIE TOURENPLANUNG FÜRS FAHRRAD. ALLERDINGS IST DAS KOMPLEXER ALS IM AUTO – SCHLIESSLICH GIBT ES GANZ UNTERSCHIEDLICHE RAD- UND FAHRERTYPEN. Freestyle 4/2014 FÜR ANDROID UND iOS ADAC FAHRRAD TOUREN NAVIGATOR 2014 Der Automobilclub weist auch Radlern den Weg. Der Fahrrad-Tourenplaner des ADAC bietet für 5,49 Euro jede Menge Funktionen. Er listet Hunderte Fahrradstrecken aus dem Angebot der Tourenplattform outdooractive.com, geordnet nach Tourenarten und Regionen. Daneben errechnet er auch individuelle Rundfahrten oder Strecken mit einem oder mehreren Zielen. Bei der Planung zeigt die App Details zu jeder Strecke, etwa Entfernung, Schwierigkeit und Höhenprofil. Geplante Touren lassen sich in der App speichern, die Kartendaten rings um die Tour werden auf Wunsch heruntergeladen, sodass unterwegs keine Internetverbindung notwendig ist. Vorgegebene wie selbst geplante Strecken kann die App auch navigieren. Die Touren sind auf Freizeitradler optimiert, Mountainbikeoder Rennradstrecken sind in der Minderzahl. Ähnlich verhält sich auch die individuelle Planung: Auf einer Testfahrt mit dem Rennrad – und der entsprechenden Einstellung in den Navi-Vorgaben – schickte die App uns immer wieder auf geschotterte Radwege, meist unweit von gut fahrbaren Nebenstraßen. Auch Mountainbike-typische Wegführungen sind eher selten. Weiterer Minuspunkt: Die App berechnet die Strecke nicht automatisch neu, wenn man vom Weg abweicht. Eine ähnliche Routenplanung, mehr sportliche Touren, etwas Werbung, dafür aber keine aktive Navigation bietet übrigens die App „RadonNav“ vom selben Entwickler. Günstige, gute App für Tourenradler – mit Navi- Schwächen Bei der Routen planung zeigt dir der ADAC-Tourenplaner auch gleich das Höhenprofil mit an. Verfährst du dich, plant die App allerdings nicht auto matisch um. BBYBIKE FÜR iOS Wen du in Berlin unterwegs bist, kommst du um diese App kaum herum. Sie ist aber auch anderswo hilfreich. Ähnlich wie Bikecityguide ist BBYBike eine Rad-App für die Stadt. Sie stammt aus Berlin, kennt 67 deutsche Städte und jede Menge Metropolen weltweit. In der Basisversion ist BBYBike gratis, für 3,59 Euro kannst du auf die Pro-Version aufrüsten und bekommst dann neben Routenplanung auch Navigation – mit Sprachausgabe, aber ohne automatische Neuberechnung. Gut: Ziele kannst du aus dem Adressbuch wählen. Die Spezialität der App sind detaillierte Einstellungen nach Fahrradtypen oder Straßenbelag – zum Beispiel „Kein Kopfsteinpflaster“. In Berlin klappte die Routenführung sehr gut, in Stuttgart schickte BBYBike die Testfahrer aber auch mal einen Treppenweg runter. Günstige iOS-Option zu Bikecityguide NAVIKI FÜR ANDROID UND iOS Naviki ist ein EU-Projekt zur Förderung des Radverkehrs und entwickelt sich zu einem Fahrrad-Navi-Service. In der Basisversion ist die App gratis und recht spartanisch aufgebaut. Du kannst Start- und Ziel - adressen eingeben, auch aus dem Adressbuch, und zwei Routenvarianten (Kurz, Alltag) abrufen. Unter Android gibt’s für je 3,79 bis 4,79 Euro Routingoptionen für Mountainbike, Rennrad oder Radwege sowie sprachgesteuerte Routenführung. Strecken kannst du auch auf der Webseite naviki. org planen; hier sind die Auswahloptionen nach Fahrradtypen sogar gratis. So geplante Touren kannst du über einen Naviki- Account auf die App übertragen und bekommst die flexiblere Routenplanung damit auch gratis. Naviki bot im Test recht gute Rennradund Mountainbike- Routen. Ausbaufähige Fahrrad-Navigation 39