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4.2014 gut

4.2014 gut www.satdigital.de Smart CX Flat: Mini HD-Receiver Kaum größer als eine Zigarettenschachtel verspricht der HD-Digitalreceiver CX Flat von Smart dennoch fast den vollen Komfort eines „normalen“ Digitalreceivers. Wir haben dem Kleinen im Testlabor einmal ganz genau unter die Haube geschaut... Praktisch jeder aktuelle Flachbildfernseher verfügt über einen Triple-Tuner und damit die Möglichkeit, das Gerät ganz ohne extra Digitalreceiver an fast allen Empfangsanlagen zu betreiben. Das dennoch weiter externe Geräte verkauft werden, liegt jedoch nicht nur an Haushalten mit älteren TV-Geräten. Auch der teilweise deutlich höhere Komfort mit Twin-, Triple- oder Quad-Tunern und integrierte Festplatten sprechen weiter für ein externes Gerät. Mit dem CX Flat allerdings bietet Smart einen FTA-Minimalreceiver an, der weder über einen Netzwerkanschluss noch einen zweiten Tuner verfügt. Zudem gibt es kein Display – Der Receiver ist so kompakt gebaut, dass er bequem hinter einem Flachbildfernseher montiert werden kann. Doch braucht heute noch jemand so ein Gerät? Smarter Fernsehen Die Frage ist schwierig und nicht in einem Satz zu beantworten. Unserer Meinung nach sind die Tage für Einfachreceiver ohne Hybrid- und weitere Komfortfunktionen gezählt. Jedoch gibt es ein Argument, welches selbst Käufer aktuellster TV-Geräte gelegentlich noch zu externen Receivern greifen lässt und das ist das teilweise haarsträubend komplizierte Handling beim Sortieren der Kanalliste. Genau in diesen wunden Punkt, den es übrigens auch bei vielen Digitalreceivern gibt, sticht smart mit dem CX Flat und bietet mit dem Receiver-Automatik-Programmierungs-System (RAPS) eine nahezu perfekte Alternative. Erster Eindruck Die Verpackung zum Gerät mutet fast ein wenig wie eine Mogelpackung an. Denn der CX Flat ist kaum größer als eine Zigarettenschachtel und es würden locker drei Geräte in den Karton passen. Aber Smart legt dem Gerät ja auch noch einiges an Zubehör bei. Hierzu gehört das 12-Volt-Netzteil, eine Fernbedienung, ein externer Infrarot-Sensor sowie – man höre und staune – ein HDMI-Kabel! Leider eignet sich das Kabel aber nur bei sehr naher Montage am TV-Gerät, denn es ist mit 50 Zentimetern Länge relativ kurz geraten. Allerdings gibt es auch keinen Grund, den Receiver weiter weg vom TV-Gerät zu betreiben. Hinter dem Fernseher wird der Kleinstreceiver mittels beigelegtem doppelseitigem Klebeband befestigt. Zur Wandmontage liegen zudem Schrauben und Dübel bei. Anschlüsse Der CX Flat verfügt trotz seiner Größe über die wichtigsten Anschlüsse. Neben dem obligatorischen Antenneneingang sind dies: HDMI, ein koaxialer Digitalausgang, dem Anschluss für den Infrarotsensor sowie ein USB-Anschluss. Daneben gibt es noch eine mit „Service“ bezeichnete Buchse, einen analogen Audio/Videoausgang als 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss (Anschlusskabel muss extra erworben werden) und natürlich der Buchse für das Netzteil. Praktischerweise funktioniert das Gerät mit 12 Volt, so dass ein mobiler Bilder: © Iakov Kalinin - Fotolia.com, Auerbach Verlag 46 4.2014 | Test

Dank der integrierten USB-Schnittstelle kann der CXFlat auch als Mediaplayer eingesetzt werden. Eine Aufnahmefunktion wurde allerdings nicht integriert und auch hybride Dienste sind aufgrund der fehlenden Netzwerkschnittstelle nicht möglich Betrieb im PKW, Caravan oder LKW (ggf. mit zusätzlichen 24- auf 12-Volt-Wandler) möglich ist. Ein Anschlusskabel für den Zigarettenanzünder bietet smart als Sonderzubehör an. Erstinstallation Beim ersten Start wird der Nutzer durch das smarttypische Installationsmenü geführt. Neben der Landessprache werden hier auch grundsätzliche Einstellungen zum Empfangssystem vorgenommen. Eine automatische DiSEqC-Erkennung erleichtert dem Nutzer hierbei die Einrichtung. Anschließend folgt die RAPS-Konfiguration. Hier wird das zu empfangende Regionalprogramm der Öffentlich-Rechtlichen Sender angewählt. Außerdem können auf Wunsch Erotik- Sender und Call-TV-Programme ausgeblendet werden. Einige Sekunden später steht der Receiver schon betriebsbereit zur Verfügung. Eine Bildeinrichtung ist während der Installation übrigens nicht vorgesehen. Wer andere Formate als das voreingestellte 1080i benötigt, muss dies im Anschluss selber über das Systemmenü ändern. Handling Im Betrieb störte uns ein wenig die Fernbedienung. Auch wenn der Receiver selber aus praktischen Gründen sehr klein geraten ist, muss dies nicht zwingend auch für den Signalgeber gelten. Leider trifft man bei der kleinen Fernbedienung nicht immer auf Anhieb die richtige Taste und das dürfte für Menschen mit größeren Händen zu einem noch ärgerlichen Problem werden. Funktionsmäßig gibt es aber nichts zu meckern: Die Fernbedienung wartet mit dem üblichen Steuerkreuz auf und bietet auch diverse Sondertasten insbesondere für die Multimediasteuerung. Übrigens: Eine Bedienbarkeit des Gerätes ist nur gegeben, wenn der beiliegende Infrarot-Sensor am Gerät angeschlossen ist, da am Receiver selber keine Infrarot-Diode verbaut wurde. Menüführung Hier gibt es nichts zu meckern. Der Receiver verfügt über das smart-typische Menü mit der schon von anderen aktuellen Receivern des Herstellers bekannten Struktur. Die Menüpunkte sind selbsterklärend und lassen sich so intuitiv bedienen. Etwas nervig ist die Tatsache, dass der Receiver in der Werkseinstellung bei systemrelevanten Menüs stets nach einem PIN (Werkseinstellung 0000) verlangt. Glücklicherweise lässt sich diese Kindersicherung aber in den Systemeinstellungen deaktivieren. Etwas simpel finden wir nach wie vor das OSD, welches beim Kanalwechsel oder dem Druck auf die Info-Taste erscheint. Aber das ist natürlich nur ein subjektiver Eindruck eines von Enigma 2 verwöhnten Redakteurs. Für den normalen Fernsehalltag reicht es natürlich vollkommen aus. Erfreulich ist der flinke Kanalwechsel. Im Schnitt 2,5 Sekunden messen wir beim Wechsel HD auf HD (inkl. Transponderwechsel). Der CX Flat ist übrigens ein reiner FTA-Receiver. Tuner Auch hier kann der Kleine begeistern: Unterstützt werden Anlagen mit normalen LNB, DiSEqC 1.0, DiSEqC 1.1, DiSEqC 1.2 sowie USALS und Unicable-Systeme. Wie von smart-Receivern gewöhnt gibt es beim CX Flat auch einen Blindscan. Besonders für exotische Positionen ist diese Art Suchlauf zu empfehlen, da der Receiver hier die belegten Transponder selber erkennt und entsprechend absucht. Einfacher kann man momentan keinen Suchlauf durchführen. Der normale Astra-Nutzer wird aber ohnehin auf häufige Suchläu- Screenshots Alle Informationen zum Sender und zur Sendung gibt es nur über das OSD, denn der CXFlat hat kein Display Der EPG wirkt aufgeräumt und übersichtlich - Auch dank der integrierten Bild-in-Bild-Funktion www.satdigital.de 47