Aufrufe
vor 3 Jahren

satellit EMPFANG + TECHNIK Sky-Kartentausch (Vorschau)

Empfangsergebnisse der

Empfangsergebnisse der Selfsat-Flachantenne Das Spektrum auf 19,2 Grad Ost verrät uns die hohe Qualität des in der Selfsat eingebauten LNB anliegt und so auch besser hält. Zum Einstellen der Flachantenne braucht es nur wenige Minuten. Zunächst interessiert uns der Frequenzgang auf Astra 19,2 Grad Ost. Hier zeigt die Selflat H30D einen schönen linearen Verlauf über alle Transponder. Womit die Qualität des in ihr eingebauten LNBs schon mal nicht schlecht sein kann. Per Blindscan werden bei Schönwetter 111 Transponder gefunden. Die schwächsten kommen mit 9,2 bis 9,8 dB über Grundrauschen. Sie sind nur wenige und gehören allesamt zu einem französischen Pay-TV- Paket, von dem wir hier ohnehin nichts haben. Alle anderen Transponder kommen durchweg über 10 dB. Wobei die meisten zwischen 11 und 12 dB und darüber angesiedelt sind. Der stärkste Transponder erreicht sogar beachtliche 13,3 dB. Einwandfreier Empfang ist damit auf allen Kanälen gewährleistet und auch Schlechtwetterreserven sind noch ausreichend vorhanden. Sodass uns die Selfsat auch bei starker Bewölkung oder Regen nicht in Stich lässt. Selfsat H30D verstecken Kleine Flachantennen, wie die Selfsat H30D eignen sich recht gut zur unauffälligen Montage. Mehr noch, als kleine Campingschüsseln. Die werden nämlich schneller als das identifiziert, was sie wirklich sind. Auch Flachantennen sind inzwischen nicht mehr absolut fremd. Sieht man etwa an einem Balkon ein liegendes Rechteck, deutet das auf eine Flachantenne hin. Die Selfsat kann aber auch um 90 Grad gedreht betrieben werden. Wobei sie von der Ferne nur als senkrechte schmale Tafel zu erkennen ist. Dank der flexiblen Einstellmöglichkeiten an der Rückseite der H30D lässt sie sich auch stehend perfekt auf den Satelliten ausrichten. Bei gleich bleibend guten Empfangswerten. Damit der Receiver auch mit der genau genommen falsch montierten Antenne empfängt, sind die Polarisationseinstellungen aller vorprogrammierten Transponder von horizontal auf vertikal und umgekehrt zu ändern. 35-cm-Schüssel im Test Das arbeiten mit der 35er-Schüssel erweist sich als mühsam. Zwar ist sie noch schneller als die Flachantenne auf den Satelliten ausgerichtet, aber ebenso schnell auch wieder verstellt. Was insofern ärgert, weil wir es mit deutlich geringeren Signalstärken zu tun haben. Zuerst testen wir die Miniantenne mit dem mitgelieferten Single-LNB. Das Spektrum verrät uns, dass dieser nur an den unteren Bandgrenzen, also bei 10,7 und 11,7 GHz gut Signalstärken liefert. Mit steigender Frequenz lassen die Empfangsleistungen kontinuierlich nach. Per Blindscan werden diesmal 108 Transponder Camping-Antennen Unsere 35-cm-Campingantenne kommt in einem Koffer verpackt. Die Schüssel selbst ist bereits vormontiert und verfügt über einen schwenkbaren LNB-Arm Die an der Wandhalterung montierte Campingschüssel hält nicht wirklich fest. Konstruktionsbedingt hält sie Stürmen kaum stand Bilder: Auerbach Verlag/Thomas Riegler 60 4.2014 | Installation

eingelesen. Ihre Signalstärken bewegen sich zwischen 4,7 und 10,6 dB über Grundrauschen bei wolkenlosem Himmel. Wobei die 10 dB nur selten erreicht oder gar überschritten werden. Viele Sky-Transponder, aber auch freie Kanäle, wie etwa von RTL, bewegen sich im Bereich von rund 5,5 bis 6,5 dB. Womit hier die Gefahr eines Ausfalls bereits bei heranziehender Bewölkung sehr hoch ist. Im Durchschnitt empfängt die 35er- Schüssel um rund 3 bis 4 dB schlechter als die kompakte Selfsat. Womit diese, zumindest mit der Originalausstattung, keinesfalls eine solide Grundlage für einen dauerhaften, stabilen Satellitenempfang darstellt. LNB-Tausch Herkömmliche Antennen, also auch Campingschüsseln, haben den Vorteil, dass man an ihnen auch andere Ku-Band-LNB betreiben kann. Wir haben den originalen No-Name-LNB gegen den bei DXern hoch im Kurs stehenden Inverto Black Ultra in seiner Twin-Version, ausgewechselt. Da der LNB größer und schwerer ist, neigt die Schüssel mit ihm nach vorne zu kippen. Besonders, wenn sie mit dem Saugnapf-Standfuß betrieben wird. Bereits das Spektrum überzeugt mit einem guten linearen Verlauf. Dass sich der LNB-Tausch rechnet, zeigen auch die neuen Signalstärken, die nun im Durchschnitt um etwa 1 dB höher liegen. Mit einer Bandbreite zwischen 5,7 und 11,0 dB über Grundrauschen bleibt der Empfang auf vielen Transpondern nach wie vor grenzwertig. Zumindest hat man die Gewissheit, bei Schlechtwetter etwas mehr Reserven zu haben, ehe die verfügbare Programmvielfalt merklich schwindet. Dauertest Um uns ein Bild über die Empfangsleistungen in der Praxis zu machen, haben wir sowohl die Selfsat H30D, als auch die kleine Campingschüssel über eine längere Zeit zum Fernsehen genutzt. Spaß hat uns nur die Selfsat gemacht. Nicht nur, weil wir mit ihr selbst bei Schlechtwetter keine Einbußen in der Kanalvielfalt hinnehmen mussten. Mitunter zeigten uns die Signalstärken zwar, dass wir uns hart an der Grenze des Geradenochempfangs bewegten. Aber mehr als einfach fernsehen zu können, will man ja gar nicht. Nur für starke Satelliten Besonders die sehr kleinen 35-cm-Campingantennen eignen sich nur für starke Direktempfangssatelliten. Mit Astra 19,2 Grad Ost und Hot Bird auf 13 Grad Ost kommen sie noch am besten klar. Bei anderen Sat-Positionen ist mitunter nur ein Bruchteil dessen zu bekommen, was darüber mit üblicher 80- bis 90-cm-Ware zu sehen ist. Mit den etwas größeren Campingschüsseln der 40- bis 45-cm-Klasse steigt der Erfolg. Aber auch die Zuverlässigkeit beim Astra-Empfang. Die besten Karten hat man mit der Selfsat H30D. Die macht sich übrigens auch als Drehantenne sehr gut. Gravierende Empfangseinschränkungen treten mit ihr, neben dem Verzicht auf die üblichen DX-Positionen, lediglich auf Türksat 42 Grad Ost, Eutelsat 16 Grad Ost und Amos 4 Grad West auf. Die Flachantenne begeisterte auch, weil wir sie nach der Montage nicht mehr nachzujustieren brauchten. Was auf unsere 35-cm-Campingantenne ganz und gar nicht zutraf. So eigneten sich die verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten für kaum länger als einen Tag. Lediglich die Montage an einer üblichen Wandhalterung bewährte sich halbwegs. Aber selbst hier musste die Schüssel immer wieder neu ausgerichtet werden. Abgesehen davon mussten wir mit ihr immer wieder auf Programme verzichten, die wir gerne gesehen hätten. Genau einstellen Unsere Tests mit beiden Antennen haben gezeigt, dass sie sich recht schnell auf Astra 19,2 Grad Ost ausrichten lassen. Was ihrem bauartbedingten großen Öffnungswinkel zu verdanken ist. Leider verrät ein einwandfrei zu sehendes Digitalprogramm nicht, wie gut es wirklich hereinkommt. Ist die Antenne nicht korrekt ausgerichtet, verschenkt man wertvolle dB und im Falle der 35er-Campingschüssel auch schnell mal einen Teil der über Astra ausgestrahlten Kanäle. Letztlich kommt es auch bei kleinen Antennen darauf an, sie auf Signalmaximum einzurichten. Nur dann kann man, auch unter nicht optimalen Voraussetzungen, Sat-TV genießen. THOMAS RIEGLER Empfangsergebnisse der Campingantenne Der Signalverlauf des im Lieferumfang der kleinen Schüssel enthaltenen LNBs fällt mit steigender Frequenz stark ab www.satdigital.de 61