Psychische Probleme und Erkrankungen - Hansestadt Stralsund

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Psychische Probleme und Erkrankungen - Hansestadt Stralsund

Psychische Probleme und Erkrankungen

Inhalt

Editorial

Selbsthilfe in Aktion

Nachgehakt

- Suchtartiges Glücksspiel

- Demenzerkrankungen

- Essstörungen

Hinterfragt

- Servicehäuser

- Hilfen für Kinder und Jugendliche

- Angebote für Demenzkranke

- SHG “SED-Opfer”

- Ambulant-Geriatrische Komplexbehandlung

- Online-Beratung

Ausblick

- “Woche der Gemeindepsychiatrie”

Seite 3

Seite 4

Seite 6

Seite 10

Seite 13

Seite 17

Seite 21

Seite 27

Seite 31

Seite 34

Seite 36

Seite 38

Impressum

Herausgeber: Hansestadt Stralsund

Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS),

Mönchstraße 17, 18439 Stralsund, Telefon: 0 38 31/29 26 45,

Fax: 0 38 31/29 15 19, Email: kiss@stralsund.de

Internet: www.stralsund.de/kiss

Redaktion, Satz & Layout: Susanne Senneke

Redaktionsschluss: Oktober 2009

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Editorial

“Das Leben ist wie

Fahrrad

fahren.

Man muss sich ständig

vorwärts

bewegen,

um nicht das Gleichgewicht

zu

verlieren."

(Albert Schweitzer)

Der Begriff Selbsthilfe und Eigenverantwortung hat

in den letzten Jahren eine neue Bedeutung be -

kommen. Bislang wurde damit eine soziale Be wegung

mit den Themen Selbstbestimmung und Au -

to nomie im Mittelpunkt beschrieben. Neben dem

Moment der Autonomie gibt es zunehmend auch

die gesellschaftliche Forderung nach Übernahme

von Verantwortung für sich selbst.

Selbsthilfegruppen sind heute individuelle Stütze

bei zunehmender Vereinzelung und Orientierungshilfe

im unüberschaubarer gewordenen System.

Sie bieten Wissensvermittlung hinsichtlich Krankheitsbewältigung,

Entscheidungshilfe zu Angeboten

und vermitteln Sicherheit durch neue soziale

Bindungen. Nicht weniger wichtig ist die gemeinsame

Interessenvertretung jenseits politischer und

gesellschaftlicher Institutionen. Auch und gerade

im Bereich der psychischen Probleme und Erkrankungen

haben sich in den vergangenen Jahren

unter Beteiligung der Selbsthilfe (die der Betroffenen

und Angehörigen) gute Versorgungsstrukturen

in unserer Region entwickelt.

Mit der 2. Ausgabe zu diesem Thema wollen wir

neue Angebote vorstellen und bei bereits bestehenden

den Stand hinterfragen. “Nachgehakt”

haben wir u. a. bei An ge hörigen von Demenzerkrankten

oder beim Bundesmodellprojekt “Frühe

Intervention bei pathologischem Glücksspiel”.

Vorstellen wollen wir neue Angebote aus der

Uhlenhaus GmbH und der Klinik für Psychiatrie

und Psychotherapie.

Monika Westphal, Leiterin KISS

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Rückblick - Sebsthilfe in Aktion

Umwelt- und Gesundheitsmarkt in Stralsund

Fotos:KISS

Selbsthilfetag in Grimmen

Sommerfest im Krankenhaus West

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Rückblick - Sebsthilfe in Aktion

Umwelt- und Gesundheitsmarkt in Stralsund

Sommerfest im Klinikum

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Nachgehakt - Suchtartiges Glücksspiel

Für Brunhilde Jarling von der DRK Sucht- und

Drogenberatungsstelle in Stralsund begann am

1. November 2007 die Arbeit in dem Bundesmodellprojekt

“Frühe Intervention bei pathologischem

Glücksspiel”. Nach zwei Jahren als erste

auf Spielsucht spezialisierte Beraterin im

Bundesland zog sie zusammen mit KISS ein

Resümee:

Was hat sich seit unserem letzten Gespräch in

Ihrer Beratungsstelle getan?

Brunhilde Jarling: Mit den ortsansässigen Kliniken,

der Schuldnerberatung und der ARGE haben

wir ein funktionierendes flächendeckendes Netzwerk

im Umgang mit der Krankheit "Pathologisches

Glücksspiel" aufgebaut. Aber auch die Spielbanken

und -hallen selbst wissen inzwischen von

unserer Existenz und legen - zumindest diskret -

unsere Flyer aus.

Ich betreue gegenwärtig 34 pathologische Spieler

- vom Beamten über den Hartz IV-Empfänger bis

hin zum Geschäftsführer. Drei meiner Klienten

befinden sich zurzeit in der stationären Therapie

in Lübsdorf. Das ist für uns ein großer Schritt in

die richtige Richtung. Leider gibt es in Mecklen -

burg Vorpommern für einen Therapieplatz lange

Wartezeiten. Je nach Rentenversicherungsträger

kann die Bewilligung bis zu zwölf Wochen dauern.

Kontakt:

Deutsches Rotes

Kreuz

Kreisverband

Sucht- und Drogenberatung

Wallensteinstraße 7a

18435 Stralsund

Tel.:

0 38 31/39 00 96

oder 31 15 74

Email: DRK.Suchtberatung.Jarling@web.de

Ansprechpartnerin:

Brunhilde Jarling

Ein weiteres Ziel war der Aufbau einer Selbsthilfegruppe

- wie ist hier der Stand der Dinge?

Brunhilde Jarling: Die Selbsthilfegruppe für

pathologische Spieler hat sich bereits vor einem

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Nachgehakt - Suchtartiges Glücksspiel

Jahr gegründet und trifft sich jeweils montags um 16 Uhr im Kontaktcafé unserer

Beratungsstelle. Nachdem der Treff anfangs richtig super lief, hapert es

gegenwärtig etwas. Das liegt vor allem daran, dass die aktiveren Gruppenmitglieder

in die Therapie gegangen sind oder Arbeit außerhalb der Region

gefunden haben.

Aber so schnell geben wir nicht auf, dafür hängt unser Herz viel zu sehr an

den Spielern. So sind wir gegenwärtig auf intensiver Suche nach jemandem,

der sich den Hut aufsetzt und die Ziele der Selbsthilfegruppe energisch verfolgt.

Neue Ziele wie das Rauchverbot oder die Zutrittskontrollen zu den Automaten

führten bundesweit dazu, dass die Casinos 2008 bei einem Brutttospielertrag

- Spielgelder minus ausgezahlter Gewinne - von 723 Mio.

Euro einen Rückgang von 21,7 Prozent verbuchten. Führt diese Entwikklung

nun zwangsläufig zu weniger pathologischen Glücksspielern?

Brunhilde Jarling: Leider nicht. Die Spieler meiden zwar auf Grund der neuen

Gesetze die Casinos, aber sie weichen nur in die Spielhallen aus. Hier gibt

es keine Ausweiskontrollen, hier darf man rauchen und bekommt sogar

Getränke umsonst. Darüber hinaus gelten die Automaten in Spielhallen als

“Unterhaltungsgeräte mit Gewinnmöglichkeit” und nicht als Glücksspiel. Sie

fallen unter das Gewerberecht und es gibt kaum Auflagen zu Jugend- und

Spielschutz oder gar Prävention. Allein in Stralsund haben wir 14 Spielhallen

oder Spielotheken.

Das Land sieht bei dieser Entwicklung nicht tatenlos zu - was tut sich

hier aktuell?

Brunhilde Jarling: Um den Forderungen des Staatsvertrages zum Glücksspielwesen

nachzukommen, wurden im Sommer dieses Jahres drei Beratungsstellen

mit dem Schwerpunkt “Pathologisches Glücksspiel” aufgebaut.

Sie befinden sich in Schwerin, Neubrandenburg und Rostock. Darüber hinaus

wurde bei der Landesstelle für Suchtfragen Mecklenburg-Vorpommern e.V.

eine Koordinierungsstelle Glücksspielsucht (kgss - siehe Seite 9) eingerichtet.

Letztere unterstützt nicht nur die Beratungsstellen im Kampf um die Vermei-

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Nachgehakt - Suchtartiges Glücksspiel

dung von Glücksspielsucht, sondern ist auch um

eine Vernetzung und Unterstützung aller relevan -

ten Gruppen im Land bemüht und organisiert darüber

hinaus Schulungsangebote.

Noch in diesem Jahr soll eine Online-Beratung

angeschoben werden, deren Beratungssoftware

auch schon bei uns vor Ort in Stralsund vorgestellt

wurde. Überhaupt arbeiten alle Beratungsstellen

sehr eng mit uns zusammen und es besteht die

Hoffnung, dass das Land nach dem Auslaufen des

Bundesmodellprojektes weiter an der DRK-Suchtberatungsstelle

in Stralsund festhält, um eine flächendeckende

Beratung in Mecklenburg-Vorpommern

zu gewährleisten.

Brunhilde Jarling im Beratungsgespräch

Foto: DRK

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Nachgehakt - Suchtartiges Glücksspiel

Die “kgss” ist die Koordinierungstelle Glücksspielsucht bei der Landes -

stelle für Suchtfragen M-V e.V.. Ihre Aufgabe ist es, das “Konzept Glückssspielsucht

in Mecklenburg-Vorpommern” umzusetzen und die Aufgaben und

Forderungen aus dem Glücksspielstaatsvertrag zu verwirklichen. Auch in

Mecklenburg-Vorpommern trat, wie in den anderen Bundesländern, der neue

Staatsvertrag zum Glücksspielwesen mit seinem Ausführungsgesetz zum

01.01.2008 in Kraft. Ziel des Staatsvertrages ist es u. a., in allen Bundesländern

ein abgestimmtes Präventions- und Frühinterventionsangebot bereit zu

halten und eine Eindämmung und Kanalisierung der Wett- und Spielsucht

sowie die Bekämpfung von Folge- und Begleitkriminalität zu erreichen. Um

das Angebot an Beratungsmöglichkeiten im Bereich pathologisches Glückssspiel

in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu verbessern und die Ziele des

Staatsvertrages zu realisieren, wurden in einer ersten Phase folgende Schwerpunktberatungsstellen

"Pathologisches Glücksspiel" aufgebaut:

Caritas Suchtberatung Neubrandenburg

Evangelische Sucht- und Drogenberatungsstelle Schwerin

Suchtberatung der Volkssolidarität Rostock

Aufgaben der kgss:

Ausbau der Prävention

Entwicklung neuer Zugangswege zur Beratung

Unterstützung der Schwerpunktberatungsstellen

Erarbeitung und Durchführung eines Schulungskonzeptes

Erarbeitung und Durchführung eines Konzeptes: "Öffentlichkeitsarbeit"

Aufbau eines Hilfe- und Beratungsnetzwerkes

Aufbau einer Internetberatung "Glücksspielsucht"

Aufbau eines einheitlichen Dokumentationsverfahrens

Unterstützung der Selbsthilfe

Evaluation des Projektes

Kontakt:

Andreas Rihl, Projektkoordinator,

Tel.: 03 85/71 29 53

Fax: 03 85/7 5891 95

E-Mail: rihl@lsmv.de

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Nachgehakt - Demenzerkrankungen

Dieter Lehmann, Leiter der Selbsthilfegruppe

“Demenz/Alzheimer” schlägt Alarm: “Immer mehr

Angehörige verdrängen die Krankheit Demenz.”

Seit längerem beobachte er, “dass betroffene

Angehörige nur einmal die Selbsthilfegruppe besuchen

- und dann nie wieder kommen.” Auf die

Frage nach dem Warum höre er dann immer die

gleiche Antwort: “Wir wollen das nicht hören.”

“Sicher, die Anfänge einer Demenz sind durchaus

noch erträglich. Da will man auch nicht hören, was

bei der Pflege eines Demenzkranken über kurz

oder lang auf jeden Angehörigen zukommt.

Schließlich reicht da keine Vorstellungskraft aus”,

sagt Dieter Lehmann und appelliert gerade aus

diesem Grund daran, die Krankheit zu akzeptie -

ren, sich frühzeitig mit ihr auseinander zu setzen

und vorauszuplanen. Denn bereits mit der Pflegestufe

2 oder 3 ändere sich alles grundlegend -

“Dann beginnen die Probleme so richtig”, weiß er

aus der ganz persönlichen Pflege-Erfahrung seiner

Frau. Jeder Schritt müsse erklärt oder vorgemacht

werden und Hilfestellung sei unablässig -

und zwar rund um die Uhr. “Am besten ist man

der Krankheit immer einen Schritt voraus”, sagt er

und wünscht sich mehr Offenheit im Umgang mit

der Krankheit, bei der nach statistischen Vorhersagen

der Anteil der über 65-jährigen Menschen

in Deutschland von heute 13,4 Millionen Erkrankten

auf 22 Millionen im Jahre 2040 ansteigt.

Haben Sie Interesse

an der Selbsthilfegruppe,

dann melden

Sie sich bei der:

Kontakt- und Informationsstelle

für

Selbsthilfegruppen

(KISS)

Mönchstraße 17

18439 Stralsund

Tel.

0 38 31/29 26 45

Fax:

0 38 31/29 15 19

Email:

kiss@stralsund.de

oder shgdemenz@lehdie.de

Internet:

www.stralsund.de/kiss

Ansprechpartnerin:

Monika Westphal

In “seiner” Selbsthilfegruppe treffen sich derzeit

sieben Frauen und Männer jeden zweiten Freitag

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Nachgehakt - Demenzerkrankungen

im Monat um 9.30 Uhr in den Räumen der Kontakt-

und Informationsstelle, Mönchstraße 17.

Dieter Lehmann

Foto: SuSe

“Viele Probleme lassen sich schneller lösen, wenn

Frau oder Mann darüber sprechen kann”, meint

Dieter Lehmann und versteht seinen Treff deshalb

auch als Erfahrungsaustausch. Das Gespräch

untereinander sei das Wichtigste, die hilfreichen

Tipps und Hinweise aus den Erfahrungen vieler

Betroffener der beste Ratgeber im Umgang mit der

Krankheit. “Und natürlich geben wir uns in der

Gruppe auch Halt”, beschreibt er einen weiteren

ganz wesentlichen Aspekt der Arbeit in der Selbsthilfegruppe.

Last but not least lade man außerdem

Fachleute zu bestimmten Themen ein oder

besuche, wie erst kürzlich, die Pflegeeinrichtungen

der Hansestadt. “Wir müssen schließlich für alles

gewappnet sein. Verdrängen hilft uns dabei nicht

weiter, besser ist es, zu wissen was auf einen

zukommt und vorbereitet zu sein”, lautet sein ganz

persönliches Credo.

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Nachgehakt - Demenzerkrankungen

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht - die

meisten Menschen setzen sich nur ungern mit dieser

Thematik auseinander und ahnen nicht, welche

Probleme daraus für sie selbst oder ihnen

nahe stehende Personen erwachsen können. Es

gibt gute Gründe, Vorsorge für den Fall einer plötzlichen

schweren Erkrankung oder zunehmenden

Gebrechlichkeit und Entscheidungsunfähigkeit zu

treffen, denn Nutznießer ist nicht nur der unmittelbar

betroffene Bürger. Auch Ärzte und Angehörige

erhalten durch eine Patientenverfügung mehr

Rechtssicherheit in schwierigen Entscheidungssituationen

und Vorsorgevollmachten garantieren

Familienangehörigen oder sonstigen Vertrauenspersonen

die Unterschrifts- und Entscheidungsbefugnis

für den schwer Erkrankten. Gerichtliche

Betreuungsverfahren mit anschließender Abhängigkeit

und Auskunftspflicht gegenüber dem Gericht

bleiben ihnen erspart.

Ansprechpartner:

Hansestadt Stralsund

Amt für Jugend,

Familie und Soziales/

Betreuungsbehörde

Frankendamm 5

18439 Stralsund

Tel.: 0 38 31/25 44 12

oder 25 44 67 oder

25 44 76

Landkreis

Nordvorpommern

FG Soziales/Betreuungsbehörde

Bahnhofstraße 12-13,

18507 Grimmen

Tel.: 03 83 26/5 94 27

oder 5 94 29

Landkreis Rügen

Amt für Soziales,

Jugend und Sport/

Betreuungsbehörde

Störtebekerstraße 30,

18528 Bergen

Tel.: 0 38 38/81 35 60

oder 81 35 28

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Nachgehakt - Essstörungen

Susanne Seewe

Foto: SuSe

Was macht die Krankheit mit meinem Kind?

Wie kann ich mein Kind unterstützen?

Wie gehe ich mit meiner Angst um?

Was muss ich an Verantwortung tragen, was kann

ich abgeben?

Fragen über Fragen, auf die Eltern, deren Kinder

an einer Essstörung leiden, gemeinsam in einer

Selbsthilfegruppe Antworten suchen. Seit knapp

einem Jahr treffen sie sich in regelmäßigen Abständen.

“Meistens alle 14 Tage”, weiß Susanne

Seewe, Leiterin der Wohngruppe NeLe - einem landesweit

einmaligen Projekt für essgestörte Jugendliche

und junge Erwachsene - ganz genau. Als

Eltern, deren Kinder in der Wohngruppe leben,

Gesprächsbedarf signalisierten, wurde sie aktiv

und initiierte die Selbsthilfegruppe. “Anfangs war

ich noch als Moderatorin tätig, mittlerweile funktioniert

es auch ohne mich”, erzählt Susanne Seewe

weiter. Heute tritt sie bei den Treffen “nur” noch

auf den Plan, wenn ihre Hilfe als Expertin gefragt

ist.

Hilf- und Ratlosigkeit sind es schließlich auch, die

die Angehörigen letztendlich zur Selbsthilfegruppe

führen, ist Susanne Seewe überzeugt. “Obwohl es

nach wie vor ein sehr schwieriger Schritt ist.” In

der Gesellschaft seien Essstörungen immer noch

sehr tabuisiert, oftmals gehe man nicht aktiv mit

diesem Thema um.

“Ich denke, gerade aus diesen Gründen besteht

in der Gruppe auch ein enormes Redebedürfnis”,

so die Sozialarbeiterin.

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Nachgehakt - Essstörungen

Über das gegenseitige Erzählen lernen die Angehörigen

schließlich verstehen, “wie ihre Kinder ticken”.

Die gemeinsamen Erfahrungen und der

gegenseitige Zuspruch verbinden und stärken sie,

machen wieder Mut. “Wichtig ist in diesem

Zusammenhang auch, dass die Gruppenmitglieder

an sich selbst arbeiten - schließlich verändern

Suchtstrukturen auch die Familie”, sagt Susanne

Seewe und ist überzeugt, dass sich die Gruppe

gut tut. “Der Beweis dafür ist, dass sie sich immer

wieder treffen.”

Wer mitmachen

möchte, meldet sich

bitte beim:

Christlichen Jugenddorfwerk

Deutschlands

gemeinnütziger e.V.

(CJD)

CJD Garz

Wohngruppe NeLe

H.-Heyden-Weg 9-11

18435 Stralsund

Tel.:

0 38 31/35 54 15

Fax:

0 38 31/35 58 19

Email:

nele@cjd-garz.de

Internet:

www.wg-nele.de

www.cjd-garz.de

Ansprechpartnerin:

Susanne Seewe

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Nachgehakt - Essstörungen

Yvonne Meyer

Foto: SuSe

Ein Jahr lang gingen sie sozusagen zusammen

durch “dick und dünn”: Die Betroffnen von Adipositas

(Fettsucht) und Anorexie (Magersucht) trafen

sich bis zum Frühjahr 2009 in einer gemischten

Selbsthilfegruppe. Bis dato 27-mal und durchschnittlich

neun Frauen. Ihre Themen: Das persönliche

Befinden, Veränderungen im Alltag und in der

Familie, der Austausch von Erfahrungen und das

Gewicht. “Gerade letzteres war als Erfahrung insofern

wichtig, dass sowohl ein Zuviel als auch ein

Zuwenig an Gewicht für Betroffene Probleme mit

sich bringen kann”, weiß Diplom-Sozialpädagogin

Yvonne Meyer aus den zahlreichen Treffen, die sie

als Moderatorin leitete.

“Die Frauen haben sich gegenseitig strukturiert und

die Erfahrung erlebt, dass es andere gibt, die es

auch betrifft.” Darüber hinaus hätte es in den Trefffen

mal eine andere Gesprächsstruktur gegeben,

als aus den gewohnten therapeutischen Gesprächen

bekannt und die Zusammenkünfte hätten oft

auch einen Gegenpol zur Familie dargestellt. “Während

wir uns anfangs noch 14-tägig trafen, setzten

wir uns später sogar wöchentlich zusammen”,

berichtet Yvonne Meyer weiter.

Seit März 2009 ist die Selbsthilfegruppe nicht mehr

aktiv. Das Scheitern dafür sieht Yvonne Meyer zum

einen am Ausscheiden einiger Gruppenmitglieder.

“Eine Gruppe steht und fällt mit ihren Mitgliedern.

Und wenn aktivere Mitglieder wegen ihrer Ausbildung

oder Arbeit ausscheiden, haben es die weniger

aktiven schwerer, sich gegenseitig zu mobili-

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Nachgehakt - Essstörungen

sieren und motivieren”, sagt die 34-jährige. Andererseits

sei es auch gerade typisch für das Krankheitsbild

“Essstörungen”, dass sich die Betroffenen

wieder zurückziehen und “einigeln” - “oft aus

Angst oder Scham, geoutet zu werden”. “Obwohl

der Datenschutz in unserer Gruppe klar besprochen

wurde”, bedauert sie umso mehr.

Yvonne Meyer wünscht sich einen Neuanfang für

die Gruppe: “Es wäre eine gute Sache, die Grupppe

wieder neu zu beleben. Und wenn es Betroffene

gibt, die sich treffen wollen, mache ich auch

weiter. Es scheitert nicht an mir”, appelliert die

junge Frau eindringlich.

Wer also Lust hat,

wieder oder neu mitzumachen,

meldet

sich bitte beim:

Christlichen Jugenddorfwerk

Deutschlands

gemeinnütziger e.V.

(CJD)

CJD Garz

Wohngruppe NeLe

H.-Heyden-Weg 9-11

18435 Stralsund

Tel.:

0 38 31/35 54 15

Fax:

0 38 31/35 58 19

Email:

nele@cjd-garz.de

Internet:

www.wg-nele.de

www.cjd-garz.de

Ansprechpartnerin:

Susanne Seewe

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Servicehäuser

Die Bedürfnisse regeln den Markt - davon ist der

Direktor der am Hanse-Klinikum Stralsund ausgelagerten

Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Prof. Dr. med. Harald Freyberger überzeugt.

Und manchmal dauere es eben zwölf Jahre, bevor

ein Bedarf Formen annimmt…

Prof. Dr. med.

Harald J. Freyberger

Foto: SuSe

Zwölf Jahre ist es jedenfalls her, seit der Profess -

sor von der Uniklinik Bonn an den Sund kam. “Zu

diesem Zeitpunkt haben wir das erste Mal über

Psychiatrische Tageskliniken gesprochen, die es

hier noch nicht gab”, erinnert sich der Mediziner

noch sehr genau. Kliniken also, in denen als teilstationäre

Therapieform Patienten mit Depressionen,

Angst- und Persönlichkeitsstörungen sowie

weiteren psychosomatischen Erkrankungen an fünf

Tagen in der Woche geholfen werden kann. “Diese

Therapieform richtet sich an Betroffene, für die eine

ambulante Therapie durch einen niedergelassenen

Therapeuten nicht mehr ausreicht und eine vollstationäre

Behandlung nicht oder nicht mehr notwendig

ist”, erklärt Professor Freyberger. Vorteile dieser

Behandlungsform seien, dass die Patienten

während der Therapie in ihrem sozialen Umfeld

bleiben können. Bei Tageskliniken, die sich außerhalb

des klassischen Krankenhausgeländes befinden,

können darüber hinaus auch ambulante

Sprechstunden angeboten werden. Ein zusätzlicher

Nebeneffekt: “Viele verbinden das Krankenhaus

West nach wie vor mit der Klapse”, redet Professsor

Freyberger Klartext. Mit Hilfe der Tageskliniken

außerhalb des Krankenhausgeländes werde den

Betroffenen die Behandlungsmöglichkeit leichter zu-

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Servicehäuser

gänglich gemacht und das Krankenhaus entsprechend

entstigmatisiert.

“Wissenschaftliche Untersuchungen haben

gezeigt, dass in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern

die Erreichbarkeit von psychischen

Behandlungsmöglichkeiten bei Kindern

maximal 20 Minuten und bei Erwachsenen maximal

30 Minuten nicht überschreiten darf”, so der

Klinikchef weiter. “Und da jeder Betroffene ein

Recht auf Behandlung hat, müssen wir uns an seinen

Bedürfnissen ausrichten und gehen mit unseren

Kapazitäten in die Fläche.”

Nach der Eröffnung einer Psychiatrischen Tagesklinik

mit Institutsambulanz in Bergen (10 Plätze)

im Jahre 2002 folgte im Frühjahr dieses Jahres

eine gleichartige Klinik im Stralsunder Knieperdamm

2 (z. Z. 10 Plätze, 20 Plätze ab 1. Dezember

2009). Mitte Dezember folgen weitere Servicehäuser

in Grimmen mit 15 Plätzen und zum

1. Januar 2010 in Ribnitz-Damgarten mit 15 Tagesklinik-Plätzen.

Die Leistungen im Krankenkassen

finanzierten Sinne sind in allen Häusern eng verbunden

mit Hilfen zur Tagesstrukturierung und Hilfen

zur Arbeit. Sowohl in Bergen als auch in Stralsund

hat sich hier die enge Zusammenarbeit mit

dem “Gartenhaus-Verein” bewährt - leider funktioniert

dieses Netzwerk bisher nur in Bergen konkret

unter einem Dach. “Oftmals scheitert diese Form

der direkten Zusammenarbeit leider noch an der

passenden Immobilie”. bedauert der 52-Jährige.

Kontakt:

Klinik und Poliklinik

für Psychiatrie und

Psychotherapie der

Ernst-Moritz-Arndt

Universität Greifswald

am Hanse-Klinikum

Stralsund

Rostocker Chaussee 70

18437 Stralsund

Direktor:

Prof. Dr. med.

Harald J. Freyberger

Tel:

0 38 31/45 21 00

Fax:

0 38 31/45 21 05

E-Mail: freyberg@unigreifswald.de

Die auch aus seiner Sicht zum Teil unzumutbar lan-

18


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Servicehäuser

Service-Angebote:

Tagesklinik für Psychiatrie

und Psychotherapie

am Standort

des Krankenhauses

West in Stralsund

Rostocker Chaussee 70

18437 Stralsund

Tel. 0 38 31/45 21 81

Fax. 0 38 31/45 21 85

Haus 11:

Schwerpunkt

Depression und Angst

Haus 1,

Erdgeschoss:

Schwerpunkt

Suchterkrankungen

Haus 1, 1. Stock:

Schwerpunkt

Psychotische

Störungen

Psychiatrische

Tagesklinik

mit Institutsambulanz

Stralsund

Knieperdamm 2

18435 Stralsund

Tel. 0 38 31/28 64 17

Fax. 0 38 31/28 65 27

gen Wartezeiten bei psychischen Erkrankungen

resultieren seiner Ansicht nach aus einem Mehrbedarf

an Versorgungsleistungen, die das jetzige

System nicht abdecken kann. “In Mecklenburg-Vorpommern

nehmen derzeit etwa 2,5 Prozent der

Bevölkerung Leistungen im psychischen Bereich

in Anspruch. Zusätzliche sechs Prozent haben

aber laut einer repräsentativen Untersuchung in

unserem Bundesland eine psychische Behandlungsindikation”,

sagt der Professor. Das erkläre

den Druck, der im System liege und die damit

verbundenen langen Wartezeiten. Alternative dazu

ist für ihn ein effizientes Arbeiten. “Anfang der 90er

Jahre lag die mittlere Liegezeit bei durchschnittlich

30 Tagen, heute liegt der Patient deutlich unter

20 Tagen in unserer Klinik. Aber irgendwann sind

wir mit unserer Effizienz am Ende”, lässt er keine

Zweifel und legt aus diesen Gründen seinen Fokus

auf ambulante und tagesklinische Behandlungsformen

sowie neue Versorgungsformen.

Solchen Versorgungsformen, wie sie z.B. ab 2010

in einem von deutschlandweit acht Modell-

Demenzzentren an den Unikliniken Rostock und

Greifswald erprobt werden.

Angesichts der demografischen Entwicklung (1990

war M-V das Bundesland mit dem jüngsten Altersdurchschnitt,

2020 wird es das Bundesland mit

dem ältesten Bundesdurchschnitt sein) und der

daraus resultierenden Zunahme an psychischen

Alterserkrankungen bei weniger niedergelassenen

Fachärzten kommen innerhalb dieses Forschungsprojektes

Experten in Hausarztpraxen zum Einsatz,

19


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Servicehäuser

die Demenzerkrankung rechtzeitig diagnostizieren

und behandeln. “Darüber hinaus wird ein so

genanntes Psychomobil, eine Art mobile, regionale

Sprechstunde, getestet”, informiert der Facharzt

weiter. Mit besagtem Auto wolle man auch auf die

Entwicklung reagieren, dass zukünftig immer weniger

alte Menschen mobil sein werden. “Wir brauchen

diese mobilen Einsatzkommandos und eine

bessere Vernetzung untereinander, um ärztliche

Behandlungen dort zu applizieren, wo sie notwendig

sind”, ist Professor Freyberger überzeugt und

weiß ganz sicher, dass auch in diesem Fall die

Bedürfnisse wieder den Markt regeln werden…

“Ich bin mir sicher, in zehn Jahren gehören die

Psychomobile in unserem Flächenland zum Alltag.”

Psychiatrische

Tagesklinik und

Poliklinik Bergen

Billrothstraße 21

18528 Bergen

Tel. 0 38 38/40 41 54

Fax. 0 38 38/40 47 10

Tagesklinik

Greifswald

Ellernholzstraße 1-2

17475 Greifswald

Tel.: 0 38 34/86 68 93

Fax: 0 38 34/86 68 86

Institutsambulanz

Greifswald

Ellernholzstraße 1-2

17475 Greifswald

Tel.: 0 38 34/86 69 16

Fax: 0 38 34/86 68 89

Beratungsstelle

RÜCKENWIND -

Ein Angebot

für psychisch

belastete Eltern

Ellernholzstraße 1-2

17475 Greifswald

Tel.: 0 38 34/86 69 06

Fax: 0 38 34/86 68 89

Email:rueckenwind@

uni-greifswald.de

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Hilfen für Kinder und Jugendliche

Dr. med.

Martin Herberhold

Foto: Klinik

Der Anteil psychischer Erkrankungen von Kindern

und Jugendlichen nimmt aktuellen Studien zufolge

leicht zu. “Heute sind in Deutschland in dieser

Altersgruppe etwa 15 bis 20 Prozent aller Mädchen

und Jungen betroffen. Hinzu kommen 10

Prozent psychosomatische Erkrankungen. Die Hälfte

der Betroffenen ist auch dringend behandlungsbedürftig”,

nennt Dr. Martin Herberhold, Chefarzt

in der Stralsunder Klinik für Kinder- und

Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik,

die aktuellen Zahlen. Und je früher man

diese Mädchen und Jungen behandle, desto besser

könne die Entwicklung schwerer seelischer Störungen

verhindert werden, ermutigt er im gleichen

Atemzug zu einer frühen Behandlung.

In die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie,

Psychotherapie und Psychosomatik kommen Kinder

mit unterschiedlichen seelischen Problemen.

Ursachen sind u.a. akute Belastungen oder unverarbeitete

Erlebnisse. “Diese psychischen Nöte drücken

sich zunächst in ungewöhnlichem Verhalten

aus”, erklärt der 46-jährige Mediziner. Zu besag -

ten ungewöhnlichen Verhaltensweisen können

neben Schulangst und Leistungsversagen auch

depressive Entwicklungen, Ängste und Zwänge,

Essstörungen, Drogengebrauch und Suchtverhalten

oder selbstverletzendes Verhalten sowie emotionale

Auffälligkeiten gehören.

“Die Klinik verfügt über ein breites Spektrum diagnostischer

und therapeutischer Möglichkeiten”,

führt der Chefarzt fort. Ambulanten Gesprächen

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Hilfen für Kinder und Jugendliche

zur Problemstellung und zum Anliegen der Betrofffenen

folgen diagnostische Abklärung und ein Auswertungsgespräch.

Erst danach werde gemeinsam

mit den Familien entschieden, ob eine ambulante,

tagesklinische oder stationäre Behandlung (siehe

Spalte) erfolgt. “Die Zusammenarbeit mit den

Eltern beziehungsweise den Betreuungspersonen

ist uns ein besonderes Anliegen. Nachhaltige

Lösungen können wir nur gemeinsam mit ihnen

erzielen”, hebt der Facharzt für Kinder- und

Erwachsenpsychiatrie einen wichtigen Schwerpunkt

aus dem Behandlungskonzept seiner Klinik

hervor.

In die individuellen Therapiepläne seien dann

neben tiefenpsychologischen und verhaltenstherapeutischen

insbesondere familientherapeutische

Aspekte integriert. Zusätzliche Ergotherapie,

Musiktherapie, Logopädie, Tanz- und Bewegungstherapie,

Physiotherapie, Theatertherapie, Arbeitstherapie,

Entspannungstherapie, sowie tiergestützte

Therapien würden Entwicklungsprozesse und

nachhaltige Erfolge fördern und das Behandlungskonzept

abrunden. “Darüber hinaus haben unsere

Patienten die Möglichkeit, während ihres Aufenthaltes

den Unterricht in unserer eigenen Klinikschule

fortzusetzen, die eine Beschulung in allen

Schulformen gewährleistet. Das ist besonders

wichtig, weil sich fast alle psychischen Probleme

auch in der Schule abbilden und schulischer Erfolg

für die weitere Entwicklung oft weichenstellend ist”,

so Dr. Martin Herberhold. Die Ernst-von-Haselberg-

Schule und die Klinik erproben z.B. seit einem hal-

22


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Hilfen für Kinder und Jugendliche

Kontakt

Klinik für Kinderund

Jugendpsychiatrie,

Psychotherapie

und Psychosomatik

Rostocker Chaussee 70

18437 Stralsund

Tel.: 0 38 31/45 26 00

Fax: 0 38 31/45 26 05

Email:

kinder-jugend-psychiatrie@klinikum-hst.de

Ambulanzanmeldung,

Terminvereinbarung:

0 38 31/45 26 55

Chefarzt:

Dr. Martin Herberhold

Tel.: 0 38 31/45 26 00

Email:

m.herberhold@klinikum-hst.de

ben Jahr das Projekt “Familie in Schule”. Im kommenden

Jahr wird zudem eine Familientagesklinik

eröffnet.

Ebenfalls noch in diesem Jahr erfolgt auf dem jetzigen

Gelände der erste Spatenstich für einen

kompletten Klinik-Neubau. In der 7 Mio. Euro teuren,

modernen Klinik sollen ab Januar 2011 insgesamt

61 Behandlungsplätze für Kinder und

Jugendliche mit seelischen Nöten zur Verfügung

stehen - die landesweit 20 einzigen Plätze im

Behandlungszentrum Modellprojekt Sucht inbegrifffen.

“Dann werden wir mehr Möglichkeiten haben,

Eltern mitaufzunehmen. Die Behandlungsmöglichkeiten

werden sich noch einmal erweitern”, ist Dr.

Martin Herberhold überzeugt, dem bei seiner jetzigen

umfangreichen Arbeit ein kompetentes Team

aus knapp 100 Ärzten, Psychologen, Fachtherapeuten,

Pflegedienstmitarbeitern und Lehrern zur

Seite steht.

23


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Hilfen für Kinder und Jugendliche

Institutsambulanz

Die Institutsambulanz ist die zentrale Anlaufstelle für Eltern, Jugendliche

oder Jugendhilfeeinrichtungen.

Es bestehen Spezialsprechstunden für folgende Bereiche:

Suchtgefährdung

Schulbezogene Probleme

Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen

Traumabedingte Störungen

Eltern-Baby-Beratung (Schreien, Schlafen, Füttern)

Lern- und Leistungsstörungen

Kinder psychisch kranker Eltern

Terminvergabe: Frau Bergmann (Arzthelferin), Tel.: 0 38 31/45 26 55

Kinderstationen

Die Station 62 verfügt über 10 Behandlungsplätze in Ein-, Zwei- und

Dreibettzimmern. Auf dieser Station werden Schulkinder bis zum 10.

Lebensjahr behandelt, wobei Verhaltensauffälligkeiten, Aufmerksamkeits-

Defizit-Störungen (ADHS), emotionale Problemstellungen, Teilleistungsstörungen,

neurologische und psychosomatische Leiden diagnostiziert

und behandelt werden. Die Station 62 bietet auch Behandlungsplätze

für Vorschulkinder mit der Möglichkeit einer Abklärung von Ent -

wic klungsverzögerungen in motorischer, sprachlicher oder leistungsmäßiger

Hinsicht.

Die Station 63 bietet 10 Behandlungsplätze für Kinder und Jugendliche

zwischen 11 und maximal 15 Jahren. Auch hier sind die Kinder/Jugendlichen

in Ein-, Zwei- und Dreibettzimmern untergebracht, ein großes

Zimmer kann als Familienzimmer genutzt werden. Sehr häufig kommt es

zur stationären Aufnahme aufgrund von Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwierigkeiten

mit erheblichen Folgeerkrankungen, die zu einer

psychosozialen Belastung der gesamten Familie führen und Einbrüche

in der Zukunftsperspektive/Schulkarriere der Kinder und Jugendlichen

hervorrufen. In dieser Altersgruppe ist aber ebenfalls häufig eine Fülle

24


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Hilfen für Kinder und Jugendliche

emotionaler Probleme zu sehen, die sich aus den entwicklungspsychologischen

Besonderheiten dieser Altersgruppe erklären, aber auch Ausdruck

der mitunter hohen Belastung der Kinder und Jugendlichen durch

traumatisierende Erfahrungen darstellen.

Jugendstationen

Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren werden auf den Stationen 61,

64, 65 und der Tagesklinik II behandelt. Insgesamt stehen 35 Therapieplätze

zur Verfügung. Auf der Station 61 stehen 10 Behandlungsplätze

in Ein- und Zweibettzimmern zur Verfügung. Zwei Gruppenräume,

ein Kreativraum sowie zwei Sporträume bieten Platz für Aktivitäten und

Rückzug. Auf der Station 61 werden Jugendliche mit unterschiedlichen

emotionalen Problematiken behandelt. Auf dieser Station können alle

Erkrankungen des Jugendalters behandelt werden. Ausgenommen davon

sind Jugendliche mit einer Suchtproblematik für die Behandlungsplätze

auf Station 64 und 65 im Behandlungszentrum Modellprojekt Sucht zur

Verfügung stehen.

Tageskliniken Stralsund

Tagesklinik I (Kinder)

Kinder kommen in die Tagesklinik, wenn ambulante Behandlungsmöglichkeiten

ausgeschöpft sind und eine stationäre Aufnahme nicht notwendig

ist. Es werden bis zu sechs Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren

in einer kleinen Gruppen betreut. Aufnahmegründe sind Entwicklungsstörungen

und psychiatrische Krankheiten.

Tagesklinik II (Jugendliche)

Jugendliche kommen in die Tagesklinik, wenn sich bei Schulproblemen,

sozialem Rückzug, familiären Beziehungsschwierigkeiten u.a. Problemen

eine ambulante Behandlung als nicht (mehr) ausreichend zeigt, das vollstationäre

Setting aber nicht oder nicht mehr erforderlich ist. Die Tagesklinik

II verfügt über 6 Behandlungsplätze für Kinder und Jugendliche im

Alter von ca. 12- 18 Jahren.

25


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Hilfen für Kinder und Jugendliche

Behandlungsgzentrum für Kinder und Jugendliche

mit Suchterkrankungen

Aufgenommen werden im vollstationären Bereich 20 Kinder und Jugendliche

auf zwei Stationen sowie in der Tagesklinik 5 Patienten im Alter bis

zu 18 Jahren. Die Unterbringung erfolgt in 1- bis 2-Bettzimmern mit

Dusche/WC. Die Station 64 spricht Familien aus der Versorgungsregion

des gesamten Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern an.

Ernst-von-Haselberg-Schule

Schule für Schüler aller Schularten (Förderschule bis Gymnasium), die

in der Klinik oder Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie therapeutisch

betreut werden.

Für ausgeschulte Schüler besteht eine Berufsschulgruppe. Angegliedert

sind darüber hinaus zwei integrative Schulprojekte in der Stadt.

Förderverein

Der Förderverein “Sturmvogel e.V.” kümmert sich in enger Zusammenarbeit

mit der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomatik des Hanse-Klinikums Stralsund um seelisch belastete

Kinder, Jugendliche und deren Familien und möchte ihnen Angebote

zur Begegnung, zum Gespräch und Integration außerhalb einer Therapie

machen.

Kontakt:

“Sturmvogel” - Verein zur Unterstützung

seelisch belasteter Kinder und Jugendlicher e.V.

18437 Stralsund

Rostocker Chaussee 70

Tel.: 0 38 31/45 26 00

26


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Angebote für Demenzkranke

In Stralsund gibt es

zwei Einrichtungen,

die sich besonders

auf die Bedürfnisse

von Menschen mit

Demenzerkrankungen

eingestellt haben

das Pflegeheim “Am

Mühlgraben” und die

Memo Clinic Stralsund.

KISS befragte

die Betreiber, Sabine

Schwanz, Geschäftsführerin

der Wohlfahrtseinrichtungen

der Hansestadt Stralsund

gemeinnützige

GmbH, und Dr.

Ronald Zabel von

der Uhlenhaus Group

nach den Besonderheiten

und Leistungen

ihrer Häuser:

Was ist das Charakteristische an Ihrer Einrichtung?

Sabine Schwanz: Wir haben uns in dieser Einrichtung

bewusst für das Wohngruppenprinzip entschieden,

das heißt, hier leben die unterschiedlich

pflegebedürftigen Bewohner in kleinen Wohngruppen

zusammen. In zugehörigen Gruppenräumen

kann der Tag bei Aktivitäten in der Gemeinschaft

erlebt werden. Orientiert an den Bedürfnissen

der Bewohner und der Normalität des Tagesablaufes

werden die Mahlzeiten gemeinsam vorbereitet

und eingenommen. Darüber hinaus gehen

wir auch auf viele andere Interessen ein.

Im Vordergrund unserer Arbeit steht nicht allein die

Pflege, sondern die körperliche und soziale Aktivierung,

um die Selbständigkeit und die Selbstbestimmung

unserer Bewohner so lange wie möglich

zu erhalten und zu fördern. Die Gestaltung des Alltags

wird dabei durch speziell geschulte Mitarbeiter

unterstützt und begleitet.

Dr. Ronald Zabel: Schon rein äußerlich unterscheiden

wir uns mit einem ringförmigen Baukörper

von anderen Einrichtungen. Insbesondere für

Demenzkranke hat sich diese Bauform zur besseren

Orientierung bewährt. Durch diese Architektur

bietet die Freifläche im Innenhof darüber hinaus

verschiedene Möglichkeiten zum Beisammensein

und Verweilen und ist dabei stets einsehbar. So

sind die Bewohner geschützt, jedoch nicht

geschlossen untergebracht.

Ziel unserer Versorgung ist es, den speziellen

Bedürfnissen von Menschen mit Gedächtnisstörun-

27


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Angebote für Demenzkranke

gen, Demenz oder anderen fortschreitenden Hirnerkrankungen

zu entsprechen und notwendige

Angebote unter einem Dach zu vereinen. In der

Memo Clinic, abgeleitet von ”memory clinic”

(Gedächtnisklinik), stehen Wohnen, Pflege, Betreuung,

Therapie und Rehabilitation in der Wertigkeit

gleichberechtigt nebeneinander.

Hierfür halten wir entsprechendes Personal und die

Fachkräfte sowie Therapieräume vor und sind

dabei noch sehr flexibel. Eine Intensivbetreuung in

dieser Form gibt es bisher so nicht.

Welche Versorgungsleistungen bieten Sie an?

Sabine Schwanz: Zu unseren Leistungs- und Serviceangeboten

gehören neben der erforderlichen

professionellen Pflege durch gut ausgebildetes

Personal auch die sinnvolle und strukturierte

Tagesgestaltung. Nach dem biografischen Ansatz

orientieren wir uns an deren lebensgeschichtlich

verankerten Gewohnheiten und fördern die noch

vorhandenen Fähigkeiten der Bewohner.

Darüber hinaus kommen die Hausärzte und auch

Fachärzte regelmäßig zur Visite in die Einrichtung.

So gibt es zum Beispiel regelmäßig neurologische

und psychiatrische Sprechstunden sowie bei

Notwendigkeit auch beispielsweise Haut- und

Zahnarztbehandlungen vor Ort.

Ambulante Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden

und Podologen versorgen unsere Bewohner

entsprechend der ärztlichen Anordnungen. Ziel ist

eine besonders gut aufeinander abgestimmte Pflege

und Therapieunterstützung.

Außerdem kommen Frisör und Fußpflege nach Ver-

Plegeheim

“Am Mühlgraben”

Eröffnung:

1. Juni 2008

Versorgungsleistungen:

stationäre Betreuung

und Pflege

120 Pflegeheimplätze

auf zwei Wohnebenen

Unterbringung in 6

Wohngruppen für je

10 Bewohner

8 rollstuhlgerechte

Einzelzimmer, 88 Einzelzimmer

und 12

Doppelzimmer zur

individuellen Gestaltung

und Möblierung

12 Gemeinschaftsräume

Betreiber: Wohlfahrtseinrichtungen

der

Hansestadt Stralsund

gemeinnützige GmbH

Kontakt:

Pflegeheim

“Am Mühlgraben”

Grünhufer Bogen 1b

18437 Stralsund

Tel.: 0 38 31/35 58 90

28


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Angebote für Demenzkranke

GerontoPsychiatrisches

Zentrum

Memo Clinic

Stralsund

Eröffnung:

1. Juli 2009

Versorgungsleistungen:

Gerontopsychiatrische

Ambulanz

Gedächtnissprechstunde

Therapie- und Pflegezentrum

Tagespflegeeinrichtung

für 16 Klienten

Wohnpflegeeinrichtung

mit 36 Wohnungen, die

3 Wohngemeinschaften

zugeordnet sind

Schwerstpflegeeinrichtung

1 Wohnbereich mit 8

individuell gestaltbaren

Wohnungen und Palliative

Care Team

Betreiber:

Uhlenhaus Group

Kontakt:

Memo Clinic

Rotdornweg 12

18439 Stralsund

Tel.: 0 38 31/35 69 00

einbarung zu uns in die Einrichtung. Besonders

wichtig ist uns die Zusammenarbeit mit den Angehörigen

- hier finden regelmäßig, teilweise themenbezogene,

Angehörigennachmittage statt.

Dr. Ronald Zabel: Wir bieten alle Leistungen rund

um das Thema Demenz an. Dazu zählen diagnostische,

therapeutische, rehabilitative und pflegerische

Aspekte ebenso wie die Betreuung, Schulung

und Aufklärung der Betroffenen und deren

Angehörige. Auch die Hausärzte besuchen ihre

Patienten weiter vor Ort - dadurch haben wir keine

Schnittstellenprobleme. Zudem besteht ein ständiger

und regelmäßiger Kontakt zum ärztlichen Leiter

der Memo Clinic. Selbstverständlich ist, dass

Gewohnheiten und Bedürfnisse der Mieter nicht

von starrer betriebsbedingter Routine dominiert

werden. So ist z.B. das Halten von Haustieren

möglich, was im Übrigen auch schon genutzt wird.

Wie setzen sich die Kosten für einen Platz in

Ihrer Einrichtung zusammen?

Sabine Schwanz: Die Kosten setzten sich aus

den Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Pflege

zusammen.

Diese Kosten sind Ergebnis von Pflegesatzverhandlungen,

die wir mit den Kostenträgern, das

sind die Pflegekassen und der Sozialhilfeträger,

verhandeln. Hinzu kommen in jeder Einrichtung

die Investitionskosten, die bei uns im Vergleich zu

den anderen Einrichtungen der Wohlfahrtseinrichtungen

der Hansestadt Stralsund gGmbH

besonders hoch ausfallen. Der Grund dafür ist die

29


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Angebote für Demenzkranke

seit einigen Jahren veränderte Landesgesetzgebung,

die keine Objektförderung

mehr zulässt. Während in den

anderen Einrichtungen Investitionskosten

von ca. 3 Euro je Tag gezahlt werden

müssen, werden bei uns im Pflegeheim

“Am Mühlgraben” täglich 15,66 Euro als

Investitionskosten in Rechnung gestellt -

wobei aber jeder Bewohner das Recht

hat, Landespflegegeld zu beantragen.

Die höheren Kosten in unserer Einrichtung

haben also nichts mit dem besonderen

neuen Konzept zu tun - keiner

muss für die Pflege und Betreuung mehr

zahlen als in anderen Einrichtungen.

Dr. Ronald Zabel: In die Kosten fließen

die Miete und Nebenkosten, das Essen

und die Versorgung, die Reinigung und

der Wäscheservice sowie eine monatliche

Betreuungspauschale, die sich entsprechend

der Pflegestufen staffelt, ein.

So belaufen sich die Gesamtkosten bei

der Pflegestufe 1 auf 850 Euro im Monat

und bei der Pflegestufe 3 monatlich auf

1.050 Euro. Da es sich bei der Memo

Clinic um einen eigenfinanzierten Bau

der Uhlenhaus GmbH ohne Fördermitttelzuschüsse

handelt, werden bei uns

keine darüber hinaus gehenden Investitionskosten

auf die Bewohner umgelegt.

“Kompetente Pflege und Menschlichkeit

sind unsere Leitmotive -

Pflege mit Herz ist unsere Stärke.”

Pflegeheim “Am Mühlgraben”

Fotos: SuSe

“Dem Vergessen

ein Zuhause geben!”

Memo Clinic Stralsund

30


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Selbsthilfegruppe “SED-Opfer”

Haben Sie Interesse

an der Selbsthilfegruppe,

dann melden

Sie sich bei der:

Kontakt- und Informationsstelle

für

Selbsthilfegruppen

(KISS)

Mönchstraße 17

18439 Stralsund

Tel.

0 38 31/29 26 45

Fax:

0 38 31/29 15 19

Email:

kiss@stralsund.de

oder shg-demenz@

lehdie.de

Internet:

www.stralsund.de/kiss

Ansprechpartnerin:

Monika Westphal

Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall haben sich

Betroffene von DDR-Unrecht und Opfer der

Staatssicherheit zu einer Initiative zusammengeschlossen.

Der unbefriedigende Umgang mit Opfern aus dieser

Zeit, fehlende Aufmerksamkeit, Achtung und

Kenntnisnahme hinterlassen nach wie vor offene

Wunden.

Für viele hat sich die Benachteiligung fortgesetzt,

zumal die kleine Opferrente erst spät, für manche

zu spät, kam.

Ziel der Gruppe ist es, über erlebtes Unrecht zu

reden und einander bei der Durchsetzung von

Rehabilitationsansprüchen zu unterstützen.

Gleichzeitig möchte sich die Initiative für eine

bessere öffentliche Wahrnehmung dieser Facetten

der Vergangenheit einsetzen.

Gerade jetzt, wo immer wieder der Einsatz für

Demokratie und Toleranz gefordert wird, kann man

diejenigen, die für gerade diesen Einsatz in einer

Diktatur bittere Folgen trugen, nicht an den Rand

der Gesellschaft drängen.

Menschen, die das auch so sehen oder in irgendeiner

Weise betroffen waren und helfen wollen, dieses

Unrecht aufzuarbeiten, sind ebenso willkommmen

wie Menschen, die Vergangenheit und erlebtes

Unrecht nicht loslässt.

(Presseartikel zur Gruppengründung)

31


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Selbsthilfegruppe “SED-Opfer”

Thomas Nitz ist ein SED-Opfer. Als unbequemer

Student erhält er nach seinem Studium Berufsverbot.

Als 1989 das gesellschaftliche System

der DDR zerbricht, beginnt er nicht nur die eigene

Vergangenheit aufzuarbeiten, sondern engagiert

sich auch für andere und bringt sich aktiv

in die Opferarbeit ein. Eine Arbeit, die für ihn

auch 20 Jahre nach der Wende notwendiger

denn je ist. In diesem Jahr gehörte Thomas Nitz

zu den ersten Aktiven bei der Gründung der

Selbsthilfegruppe "Stasiopfer":

Wie geht es den SED-Opfern heute?

Thomas Nitz: Seit der Wende habe ich viele SED-

Opfer gesehen, die seelisch an der Vergangenheit

und dem Umgang damit zerbrochen sind - viele

sind inzwischen tot. Die Wunden sitzen bis heute

noch sehr tief. Viele Opfer sind verbittert und traumatisiert

von dem DDR-Unrecht, der Willkür dieses

Regimes und den Untaten der Handlanger bei

der Staatssicherheit. Hinzu kommt, dass sie sich

auch heute noch benachteiligt fühlen.

Thomas Nitz

Foto: SuSe

Inwiefern?

Thomas Nitz: Beispielsweise, wenn Opfer laut

Auskünften der Hilfsorganisation "Help" nur die

Hälfte der Rente beziehen, die die Täter bekommen.

Wenn sie bis heute um ihre Rehabilitation

kämpfen müssen und ihnen teilweise sogar unterstellt

wird, etwas Kriminelles angestellt zu haben

oder wenn man angesichts mancher Probleme

heute oft von dem nicht so schlimmen SED-Regime

spricht, indem schließlich nicht alles schlecht

32


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Selbsthilfegruppe “SED-Opfer”

war. Viele der Opfer hadern deshalb bis heute mit sich, der Gesellschaft

und mit Freunden und fühlen sich gebrandmarkt.

Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass sie die Mutigen in der DDR

waren.

Apropos vergessen - was kann man dagegen tun?

Thomas Nitz: Opfer politischer Gewalt nicht zu würdigen, zu verschweigen

und zu vergessen heißt, die Gefahr der Wiederholung geradezu herauf

zu beschwören. Dabei ist es wichtig, Lehren aus der Geschichte zu

ziehen. Stattdessen wird dieses Thema vielfach nur oberflächlich aufgearbeitet,

in den Schulen oft schnell und widerwillig abgehandelt.

Deshalb werden die Menschen, die den DDR-Oberen ein Dorn im Auge

waren und denen deshalb oft Furchtbares widerfuhr, nicht aufhören, auf

ihr Schicksal hinzuweisen.

Wie kann die Selbsthilfegruppe dazu beitragen?

Thomas Nitz: Die Selbsthilfegruppe kann dazu beitragen, Betroffene aus

der Isolation zu holen, soziale Kontakte zu vermitteln und neu zu motivieren.

Sie soll dazu beitragen, auf das Schicksal der SED-Opfer aufmerksam

zu machen und die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren.

Wir verstehen die Selbsthilfegruppe also nicht nur, dank einer

Einrichtung, wie es die KISS ist, als zwanglose und unbürokratische Möglichkeit,

die Vergangenheit aufzuarbeiten, Hilfsangebote zu ordnen und

zu strukturieren, sondern auch als ein Ventil für Emotionen und als

Sprachrohr, damit Opfer eine gewichtigere Stimme bekommen; Achtung,

Respekt auch Verständnis. Denn die Tränen sind noch längst nicht

getrocknet…

33


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Ambulant-geriatrische Komplexbehandlung

Ein Modellprojekt macht Schule: Nach dem erfolgreichen

Start in Waren etabliert sich nun auch in

Stralsund die ambulant-geriatrische Komplexbehandlung.

Ende September unterzeichneten die

AOK Mecklenburg-Vorpommern, die Kassenärztliche

Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern und

Dr. Ronald Zabel von der Uhlenhaus Group einen

entsprechenden Versorgungsvertrag. Analog zum

Modellprojekt in der Müritzregion, das seit dem 1.

Oktober 2008 läuft, sollen damit neue Wege in der

Versorgung von älteren Menschen gegangen werden.

“Durch dieses neuartige qualifizierte Behandlungs-

und Betreuungsangebot sollen mobile geriatrische

Patienten mittels strukturierter ineinander

greifender medizinischer, therapeutischer, pflegerischer

und sozialer Leistungsbereiche an einem

zentralen Ort wohnortnah versorgt werden”, freut

sich Dr. Ronald Zabel über die damit erheblich

verbesserten Versorgungsstrukturen.

Ziele der Vertragspartner seien in erster Linie der

Erhalt der Selbstständigkeit älterer Menschen in

ihrer häuslichen Umgebung, die Vermeidung oder

Verminderung von Pflegebedürftigkeit und die Verbesserung

der Gesundheit und der Lebensqualität

unserer älteren Mitbürger.

Unter der Leitung von speziell geriatrisch fortgebildeten

Ärzten werden in der Ambulanz der Memo

Clinic in Stralsund Andershof eine Eingangsuntersuchung

(sog. Assessment) bei der die Defizite

und Behandlungsziele definiert werden und im

Rehazentrum des Uhlenhauses eine qualifizierte,

Begriffsklärung:

“Geriatrische Medizin

ist eine medizinische

Spezialdisziplin, die

sich mit den körperlichen,

mentalen, funktionellen

und sozialen

Bedingungen der akuten,

chronischen, rehabilitativen,

präventiven

Behandlung und Pflege

- auch am Lebens ende

- befasst. Die Gruppe

der Patienten wird mit

einem hohen Grad von

Gebrechlichkeit und

aktiven Mehrfach-

Erkrankungen as -

soziiert, die einen

ganzheitlichen Be hand -

lungsansatz er fordern.

Das Hauptziel ist es,

den funktionellen Status

einer älteren Person

zu optimieren

sowie Lebensqualität

und Autonomie zu verbessern.

Geriatrische

Medizin ist nicht spezifisch

altersdefiniert, sie

behandelt jedoch die

typische Morbidität

älterer Patienten.

34


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Ambulant-geriatrische Komplexbehandlung

Kontakt:

Geriatrisches

Versorgungsteam

Stralsund

Tel.:

0 38 31/3 56 90 61

Fax:

0 38 31/3 56 90 99

Standort -

Geriatrisches

Assessment

Memo Clinic

Rotdornweg 12

18439 Stralsund

Standort -

Behandlungen

Rehazentrum am

Uhlenhaus

Knieperdamm 7a

18435 Stralsund

Internet:

www.uhlenhaus.de

wohnortnahe Behandlung älterer Patienten mit geriatrietypischer

Multimorbidität durchgeführt. Die

enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Angehörigen

anderer Gesundheitsberufe als sogenanntes

Geriatrisches Versorgungsteam (Ergo-, Physiotherapeuten,

Psychologen, Krankenschwestern,

Sozialarbeiter) sei ein wesentliches Kernstück des

Vertrages. “Das Konzept sieht außerdem vor, dass

der Hausarzt erster Ansprechpartner für den

Patienten bleibt”, erklärt Dr. Ronald Zabel weiter.

Die ambulante geriatrische Komplexbehandlung

erfolge für Versicherte der AOK Mecklenburg-Vorpommern

regelmäßig an zwei bis sechs Tagen in

der Woche. Grundsätzlich werden an 20 Behandlungstagen

jeweils zwei bis drei Therapiemaßnahmen

á 30 Minuten pro Patient erbracht. Die

Anwendungen zur ganzheitlichen Mobilisierung helfen

etwa bei der Vermeidung von Klinikeinweisungen

und beim Erhalt der Unabhängigkeit im Alter.

Die teilnehmenden Mediziner und Therapeuten

müssen sich fortbilden und bestimmte Qualifikationen

vorweisen. Sämtliche Maßnahmen erfolgen

ambulant, sodass die Patienten in ihrer vertrauten

Umgebung bleiben können.

35


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Online-Beratung

selbsthilfe-mv.de

In unserer letzten Ausgabe haben wir dieses Informationsangebot rund

um die Selbsthilfe in Mecklenburg-Vorpommern schon einmal vorgestellt.

Über dieses Portal ist ein direkter Weg in die Email-Beratung und für

Einzelgespräche im Chat möglich. Ein weiterer Schwerpunkt sind die

regelmäßigen Themenchats. Hier stehen gesundheitliche, psychosoziale

und selbsthilferelevante Themen im Mittelpunkt, sowohl zum kommunikativen

Austausch der Betroffenen untereinander als auch mit Experten.

In den Internetberatungen und Chats wird ein hohes Sicherheitsniveau

gewährleistet. Das System wird durch die erfahrene Berliner Firma “beranet”

betreut.

Die Jahrestagung der DAG Selbsthilfe e. V. hat sich in diesem Jahr mit

einer Arbeitsgruppe dieses Themas angenommen. Unter dem Titel

Selbsthilfe und neue Medien diskutierten die Teilnehmer die Wirkungen

der neuen Medien auf die Arbeit von Selbsthilfegruppen und der Selbsthilfeunterstützung.

Zunehmend nutzen Menschen das Internet, um sich über persönliche

Probleme, Krankheiten und Sorgen miteinander auszutauschen - eine Art

eigene Selbsthilfekultur entwickelt sich. Die Vor- und Nachteile dieses

Austausches von teilweise sehr persönlichen Informationen im virtuellen

Raum sind schwer einzuschätzen:






Wie vertrauenswürdig sind verschiedene Angebote?

Welche Bedingungen braucht ein Austausch?

Sind diese Internetgemeinschaften Selbsthilfegruppen?

Können sie auf Dauer den persönlichen Austausch ersetzen?

Welche Rolle haben dabei die Selbsthilfekontaktstellen?

36


Psychische Probleme und Erkrankungen

Hinterfragt - Online-Beratung

Termine

IV. Quartal 2009

Themenchat-Serie

"Wenn die

Seele weint"

Mit der Trauer leben

22.10. 2009,

19.30-20.30 Uhr

Macht Angst kreativ?

12.11. 2009,

19.30-20.30 Uhr

Können Krisen auch

positive Seiten

haben?

26.11. 2009,

19.30-20.30 Uhr

Unser Angebot in Mecklenburg-Vorpommern sehen

wir als einen Beitrag zur besseren Versorgung in

Gebieten mit geringer Selbsthilfe- und Beratungsangebotsdichte.

Die weiteren dort vorgestellten

Angebote entkräften auch einen Teil der Bedenken

hinsichtlich der Internetkommunikation.

Bei www.hun grig-online.de und der Plattform der

DCCV (Deutschen Colitis und Morbus Crohn Vereinigung)

sorgen ehrenamtlich arbeitende Moderatoren

für themenbezogene Diskussionen und einen

guten Umgangston.

Konsens ist bei allen Teilnehmern die virtuelle Form

der Selbsthilfe und Selbsthilfeunterstützung nicht

als Konkurrenz, sondern als Ergänzung anzusehen.

Aber ebenso sind Angebote im Internet kritisch zu

hinterfragen, sich auch vor Augen zu halten, wer

welche Plattform aus welchem Grund anbietet und

vor allem ist nicht leichtfertig mit persönlichen

Daten im Internet umzugehen.

Aus der Reihe tanzen

will gelernt sein

10.12. 2009,

19.30-20.30 Uhr

Weihnachtszeit -

fröhliche Zeit?

22.12. 2009,

19.30-20.30 Uhr

www.selbsthilfe-mv.de

37


Psychische Probleme und Erkrankungen

Ausblick - Woche der Gemeindepsychiatrie

THEATER

KONZERT

“Die Eckigen” - Zum Gedenken an die Aktion T4

Anlässlich des 70jährigen Gedenktages der Aktion T4,

dem Euthanasiebeschluss 1939, dem im Stralsunder

Krankenhaus West 1285 geistig - und körperlich behinderte

Patienten zum Opfer fielen, greift das GeistigBehinderten

Theater “Die Eckigen” unter der Regie von Dr.

Franz Triebenecker auf eine der bekanntesten Geschichten

Stralsunds, die der “MARIA FLINT”, zurück. Mit

“Maria Flint” erzählen “Die Eckigen” nicht nur eine Tragödie

zwischen Unschuld und schuldhafter Verstrickung,

Sühne und Opfer, sondern entdecken im Motiv der Kindsmörderin

Maria Flint die Spuren der Weltliteratur auf Stralsunder

Boden. Begleitet wird diese Spurensuche von

zwei Puppenspielern und dem Percussionisten Wieland

Möller (Utrecht/NL-Stralsund)

Redebeitrag von Herrn Prof. Dr. Freyberger

Mittwoch, 28.10.2009, 20 Uhr

Klinikumskirche, Betriebsteil West, Rostocker Chaussee 70

Eintritt: frei

Konzert “20 Jahre Mauerfall”

Ost- und westdeutsche Musiker feiern 20 Jahre friedliche

Revolution 1989 mit Streichoktetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy,

D. Schostakowitsch u.a.

Einführungsvortrag: Pastor Frieder Jelen, Rügen

Violinen: Prof. Elisabeth Weber, Eduard Tachalow, Henja

Semmler, Daniela Braun

Violas: Pauline Sachse, Prof. Thomas Selditz

Violoncelli: Mischa Meyer, Friederike Fechner

Schirmherrschaft des Konzerts: Dr. Alexander Badrow

Freitag, 13.11.2009, 20 Uhr

Klinikumskirche, Betriebsteil West, Rostocker Chaussee 70

Eintritt: 17,50 Euro (Schüler und Studenten 5 Euro)

38


Psychische Probleme und Erkrankungen

Ausblick - Woche der Gemeindepsychiatrie

THEATER

BEGEGNUNGEN

BEGEGNUNGEN

Trotz…..

Ergebnisse eines Theaterworkshop des Integrationsprojektes

in der Kulturkirche St. Jakobi als Kooperationsarbeit

zwischen dem Kreisdiakonischen Werk Stralsund

und Jugendlichen der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie,

Psychotherapie und Psychosomatik der Hanse-

Klinikum Stralsund GmbH

Mittwoch, 11.11.2009, 16 Uhr

Gustav Adolf Saal, Kulturkirche

“Tag der offenen Tür “

Das Therapiezentrum Psychose und Sucht - Stralsund

11.00 Uhr Besichtigung / Führungen

ca. 12.30 Uhr Buffet

ab ca. 13.30 Uhr Kasuistik ( 2 Klienten + Bezugsbetreuer,

Arztmoderation), Vorstellung Statistik + Konzept mit

Diskussion, anschließend Kaffee und Kuchen

ca.16.00 Uhr - Ende

Donnerstag, 29.10.2009, 11-16 Uhr

Tribseer Straße 12, 18439 Stralsund

“Tag der offenen Tür “

in der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen

(KISS) mit Präsentation der Selbsthilfezeitung

Psychische Probleme und Erkrankungen”, Nr. 2;

Gesprächsangebot der Selbsthilfegruppe Angehörige

Psychisch Kranker für Angehörige und Interessierte;

Vortrag von Frau Noack, Rehapsychologin im Uhlenhaus,

zur Unterstützung Angehöriger

KISS

Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen

Mittwoch, 28.10.2009, 13-18 Uhr

Mönchstraße 17, 18439 Stralsund

39


Psychische Probleme und Erkrankungen

Ausblick - Woche der Gemeindepsychiatrie

FILM

KUNST

TAGUNG

"Die Kunst des negativen Denkens"

(Gruppentherapie wird nie mehr sein wie zuvor…)

Im Anschluss wird es Gelegenheit geben, über den Film

und über eigene Erfahrungen zu reden.

Donnerstag, 29.10.2009, 16 Uhr

MehrGenerationenHaus Stralsund, Katharinenberg 35

Eintritt: frei

“A Beautiful Mind“

Genie und Wahnsinn ist ein US-amerikanischer Kinofilm

aus dem Jahre 2001. Er skizziert die reale Lebensgeschichte

des hochbegabten Mathematikers John Forbes

Nash.

Dienstag, 3.11.2009, 14.30 Uhr

Kulturhaus, Betriebsteil West, Rostocker Chaussee 70

Eintritt: frei

KünstlerInnen des Gartenhaus e.V. stellen aus

Bilder von KünstlerInnen des Gartenhaus e.V.

26.10. - 06.11.2009, 10-15 Uhr

Ausstellungseröffnung: Montag, 26.10.2009, 10 Uhr

Café Lebensmitte(l) Fährstr. 6, 18439 Stralsund

68. Jahrestagung

der Gesellschaft für Nervenheilkunde

des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Leitthema:

“Trauma in der Psychiatrie und Neurologie”

mit “State-of-the-Art”-Präsentationen, verschiedenen Referaten

und vielen freien Vorträgen

Termin: 30.10. - 01.11.2009

Rathaus der Hansestadt Stralsund

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Ausblick - Woche der Gemeindepsychiatrie

“Schweinehundtraining”

Was kann ich tun, um mich zu verändern? Wir zeigen im

"Schweinehundtraining" Motivations- und Veränderungstechniken

an Themen, die Sie als TeilnehmerInnen mitbringen.

PD Dr. M. Lucht und Dr. G. Schomerus

Montag, 26.10.2009, 11 Uhr

Café Lebensmitte(l), Fährstr. 6, 18439 Stralsund

"Suchtgefährdung bei Jugendlichen - Ursachen-Therapie"

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomatik der Hanse-Klinikum Stralsund GmbH

Mittwoch, 28.10.2009, 14.30-16.30 Uhr

Haus 2, Station 65, Krankenhaus West

WORKSHOPS

“Das Grollen des demographischen Tsunami”

Die demografische Entwicklung und die damit verbundenen

Folgen

Herr Dr. Karl Otto Richter, Rostock

Mittwoch, 28.10.2009, 14.30 Uhr

Seniorenhaus “Am Stadtwald”, Grünhufer Bogen 1,

18437 Stralsund

Eintritt: frei

“Psychose-Tag im Klinikum West”

Vorträge von Frau Dipl. Psychologin Sägler / Herr Hippe,

Arzt, Diskussionen, Workshops, Film, Führung über die

Station 52/51 und der Tagesklinik für Psychosekranke

Dienstag, 3.11.2009, 10-17 Uhr

Kulturhaus, Betriebsteil West, Rostocker Chaussee 70

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Ausblick - Woche der Gemeindepsychiatrie

“Wer SUCHT, der findet in der WALLI 7...”

Aktionen

“Mond-SÜCHTIG” - Die etwas andere Fotoausstellung

“Kreativ statt Kater - Was wäre, wenn du dein inneres

Kind findest und du könntest es leiden?”

“Spielst du noch oder lebst du schon?” - Wenn Spielen

das Leben bestimmt

Dienstag, 03.11.2009, 10-15 Uhr, Platzkapazität: 25

Sucht- und Drogenberatungsstelle des DRK Stralsund,

Wallensteinstraße 7a

WORKSHOPS

“Der Umgang mit Menschen mit Demenz und innovative

Versorgungsmöglichkeiten”

Bereich Tagespflege

Referent: René Klüber, Pflegedienstleiter Uhlenhaus Pflegedienst

Mittwoch, 04.11.09, 15.30 Uhr

Uhlenhaus MemoClinic, Rotdornweg 12, 18439 Stralsund

“AURYN” -

Präventive Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern

Frau Birgit Borchert, Heilpädagogin des "tragbar e.V." &

Sozialpsychiatrische Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Dr. K. Rösing

Mittwoch, 04.11.09, 15.30 Uhr

MehrGenerationenHaus, Katharinenberg 35, Stralsund

“Menschlich leben”

Vorstellung des Ablösekonzeptes/Betreiberkonzeptes des

Pflegeheimes Franziska Tiburtius

Donnerstag, 05.11.2009, 16 Uhr

Kedingshägener Str. 94, 18435 Stralsund

Eintritt: frei

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Psychische Probleme und Erkrankungen

Ausblick - Woche der Gemeindepsychiatrie

“Einführung in die Musiktherapie” -

Workshop mit Selbsterfahrungsanteil

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomatik der Hanse-Klinikum Stralsund GmbH

C. Zindel, Musiktherapeutin

Da begrenzte Kapazität, bitte Anmeldung unter

Tel.: 0 38 31/45 26 00.

Freitag, 06.11.2009, 13-14 Uhr

Musiktherapieraum, Haus 8, Krankenhaus West

WORKSHOPS

"Wenn Kinder trauern"

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomatik der Hanse-Klinikum Stralsund GmbH

Dr. med. M. Herberhold, Chefarzt

Dienstag, 10.11.2009, 18-19.30 Uhr

Institutsambulanz Haus 9, Krankenhaus West

Kasuistik der allgemeinpsychiatrischen Station 51

Mittwoch, den 11.11.2009, 15.30-17.30 Uhr

Konferenzraum Haus 3, Dachgeschoss der Klinik und

Poliklinik für Psychiatrie- und Psychotherapie der Ernst-

Moritz-Arndt Universität Greifswald am Hanse-Klinikum

Stralsund GmbH

“Computersucht bei Jugendlichen - Gefahr oder

Hysterie”

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomatik der Hanse-Klinikum Stralsund GmbH

Dr. med. M. Herberhold, Chefarzt

Donnerstag, 12.11.2009, 14-15.30 Uhr

Institutsambulanz Haus 9, Krankenhaus West

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