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STUDIInfo

Magazin für Ausbildung und Karriere - Wintersemester 2011/12

Beilage der hochschulstart.de

Medizin: Alternativen zum Arztberuf

Chancen: Infos zum Medizinertest

Studienplatzabsage: Alternativen ausloten

+ Auslandsstudium: Grenzen überschreiten

Die Website von STUDIInfo: www.studentenpilot.de

+ Der Berg ruft: Studieren bei unseren Nachbarn in der Schweiz +

www.studentenpilot.de

WS 2011/12 STUDI Info 1


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2 STUDI Info WS 2011/12 www.studentenpilot.de


Editorial

Kaum ist die Hochschulreife in der Tasche, geht es für

viele Abiturienten gleich weiter an die Universitäten. In

den kommenden drei Jahren werden es so viele sein, wie

niemals zuvor: Doppelte Abiturjahrgänge und das Aussetzen

der Wehrpflicht zum Sommer erhöhen die Konkurrenz

im Bewerbungsverfahren um den Wunschstudienplatz.

In dieser Ausgabe der STUDIInfo informieren wir

darüber, welche Bewerbungsstrategie Erfolg verspricht,

welche Alternativen in Fragen kommen und was im Falle

des Super-Gaus – der Absage – getan werden kann.

Für viele von euch ist Medizin das Wunschfach Nummer

eins. Aber: Der NC ist hoch und die Wartezeit lang,

so klappt es nicht immer auf Anhieb mit dem Einstieg in

das Studium. In unserer Titelstory erklären wir, wie ihr

dennoch im Gesundheitswesen Fuß fassen könnt. Außerdem

stellen wir den freiwilligen Mediziner-Test vor, der

positive Auswirkungen auf die Bewerbung an verschiedenen

Universitäten haben kann. Nicht zuletzt geben wir

Tipps, wie lange Wartezeiten sinnvoll mit Brückenkursen,

Praktika oder einem Auslandsstudium überbrückt werden

können.

Für die persönliche und berufliche Entwicklung wird ein

Auslandsaufenthalt im internationalen Wettbewerb immer

wichtiger. In dieser Ausgabe finden Weltenbummler daher

wertvolle Informationen für die Planung eines Studiums

in der Fremde. Ein beliebtes Ziel für Wanderratten ist

beispielsweise die Schweiz. Die Universitäten haben einen

sehr guten Ruf und selbstverständlich reizt die Alpenlandschaft

– nicht nur Skifahrer. Wir sagen Euch, worauf bei

einem Studium bei den Eidgenossen zu achten ist.

Inhalt

Medizinische Berufe

4 Alternative Einstiege in die Medizin

Viele verschiedene Wege führen zu einer

erfolgreichen Karriere im Gesundheitsbereich.

7 Carpe Wartesemester!

Wer die Wartezeit sinnvoll überbrücken möchte,

hat verschiedene Möglichkeiten.

8 Aufbau des Medizinstudiums

Das kommt auf Studenten zu.

9 Chancen auf den Studienplatz erhöhen

Der freiwillige Test für medizinische Studiengänge

(TMS) kann die Vergabe der Studienplätze an

einigen Universitäten positiv beeinflussen.

Studienplatzabsage

10 Mangelware Studienplatz?

Clever bewerben und Alternativen zum

Wunschstudium erkennen.

Foto: COLOURBOX Foto: COLOURBOX

Lust auf noch mehr Wissenswertes zum Thema

Studium und Berufswahl? Dann schaut doch mal

auf unsere Website www.studentenpilot.de.

Viel Spaß beim Lesen und einen guten Start

ins Studentenleben wünscht Euch

die STUDIInfo-Redaktion.

Impressum: Das „STUDIInfo - Magazin für Ausbildung und Karriere“ ist ein

Supplement der hochschulstart.de Wintersemester 2011/12.

Verlag und Herausgeber: Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG | 48135 Münster

Telefon: 0251/690-0 | Fax: 0251/690-804 801 | E-Mail: zeitschriften@aschendorff.de

Internet: www.aschendorff.de | Hausadresse: Soester Str. 13 | 48155 Münster

Redaktion (verantwortlich): Birgitta Raulf | words and more GmbH | Münster

Redaktionsdienst: words and more GmbH | 48155 Münster Anzeigenleitung:

Herbert Eick | Telefondurchwahl: 0251/690-505 | Fax: 0251/690-805 05

E-Mail: herbert.eick@aschendorff.de Projektkoordination: Irmgard Götze, Aschendorff

Verlag, Münster | Telefon: 0251/690-574 | Layout/Titelgestaltung: Köhnemann Designbüro

48149 Münster Titelillustration: viviyan Druck: Mohn Media, 33311 Gütersloh

Für die Vollständigkeit und Richtigkeit von Terminangaben wird keine Gewähr

übernommen.

Auslandsstudium

12 Bestnoten für die Lebenserfahrung

Während des Studiums den Horizont erweitern

und neue Erfahrungen sammeln.

14 Der Berg ruft

Die Hochschulen des Alpenlandes sind bekannt

für ihr hohes Niveau.

Foto: Archiv

www.studentenpilot.de

WS 2011/12 STUDI Info 3


Foto: COLOURBOX

> Medizinische Berufe

Alternativen zum klassischen Arztberuf

Viele Wege führen in die Medizin

„Halbgötter in Weiß“ sind nicht nur im Fernsehen ein Quotengarant. Medizinische Studienplätze sind

seit Jahrzehnten akademische Bestseller – nur, dass sie nicht frei im Handel erhältlich sind. Die Stiftung

für Hochschulzulassung (SfH) verzeichnete zum Wintersemester 2010/11 mehr als viereinhalb Bewerber

auf einen der heiß begehrten Plätze. Durch die doppelten Abiturjahrgänge und das Aussetzen der

Wehrpflicht wird sich dieser Wert vermutlich noch erhöhen. Viele Studienanfänger sollten sich daher

fragen, ob es nicht attraktive Alternativen zum klassischen Arztberuf gibt.

Von Tim Lehmann

Die Suchmaschine von www.hochschulkompass.de listet

auf die Anfrage „Medizin“ über 430 Studienangebote an

deutschen Universitäten und Hochschulen: von A wie

„Advanced Physical Methods in Radiotherapy“ bis Z wie „Zahnmedizinische

Prothetik“. Viele der angezeigten Fächer sind inzwischen

Bachelor- oder Masterstudiengänge, andere scheinen

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Warten Sie auf einen Medizin-Studienplatz?

auf den ersten Blick nichts mit Medizin zu tun zu haben. Informatiker,

Juristen, Sportwissenschaftler oder Wirtschaftsingenieure

werden indes auch im Gesundheitswesen gesucht. Wer flexibel

ist, kann also auch über Umwege Karriere in seinem Wunsch-

Berufsumfeld machen. Ein ausführliches Strategiegespräch, entweder

bei der Zentralen Studienberatung (ZSB) der Hochschulen

oder bei externen Anbietern wie etwa CampusCheck, kann

bereits vor dem Studium Klarheit über den akademischen Werdegang,

Job-Alternativen und die eigene Zukunftsplanung schaffen.

Im Idealfall werden die individuellen Vorlieben und Fähigkeiten

analysiert und daraufhin das Studienangebot auf Fächer

durchsucht, die entsprechende Eigenschaften voraussetzen oder

empfehlen. Hin und wieder lohnt sich auch der Blick auf Privat-,

Fach- und nichtstaatliche Hochschulen. Die Deutsche Hochschule

für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)

etwa legt ebenso wie das Schwesterunternehmen BSA-Akademie

ihren Fokus auf aktuell populäre Themen wie Ernährungsberatung

und Fitnesstraining.

Ausbildungsberufe als Alternative

Neben den der Medizin artverwandten Studiengängen gibt es

natürlich die Ausbildungsberufe im Gesundheitswesen. Anna

Nordmann hat sich nach dem Abitur für eine Ausbildung zur

4 STUDI Info WS 2011/12 www.studentenpilot.de


Physiotherapeutin entschieden. „Als Kind

war ich selbst oft bei der Krankengymnastik.

Später habe ich mein Betriebspraktikum

in der Oberstufe in einer physiotherapeutischen

Praxis absolviert“,

blickt die 22-Jährige auf ihre ersten Berührungspunkte

mit dem Beruf zurück.

Vor allem die Arbeit mit den Patienten

und die positiven Behandlungsergebnisse

hätten sie für diese Tätigkeit begeistert.

„Schon mit kleinen Anwendungen kann

man den Menschen etwas Gutes tun und

ihre Schmerzen lindern.“ Probleme, einen

Ausbildungsplatz zu finden, hatte sie

nicht. Seit 2008 besucht sie die Timmermeister

Schule Münster. Der Lehrplan ist

dhpg_studiinfo_0211.qxd 17.02.2011

Ausbildung oder Studium?

Beides! Studium mit Gehalt

i

Studium zum Medizinassistenten

i

Die Gesundheitsberufe befinden sich

angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung

im Wandel. Eine Folge ist

etwa, dass nicht-ärztliche Berufe im

Gesundheitswesen immer wichtiger

werden. Wie in der Industrie, wird auch

dort der Ruf nach hochqualifizierten

Fachkräften lauter. In den USA, Großbritannien

und den Niederlanden etwa

ist der Medizinassistent, B.Sc. – international

als Physican Assistent bekannt –

bereits ein anerkannter Beruf, der auch

hierzulande Einzug in den Ausbildungskatalog

der Universitäten und Hochschulen

sowie spezialisierter (Privat-)

Schulen hält. Die Duale Hochschule

Baden-Württemberg (DHBW) zum Beispiel

bietet den Bachelor-Studiengang

seit Oktober 2010 an, die Mathias Hochschule

Rheine bildet erstmals zum beginnenden

Sommersemester rund 50

Medizinassistenten aus. Grundvoraussetzung

für das dreijährige Studium

Tipps vom Experten

Um in einem Gesundheitsberuf, wie

etwa der Physiotherapie, erfolgreich

und zufrieden zu sein, benötigen

Studierende und Auszubildende ein

paar entscheidende Eigenschaften.

Ute Mattfeld, stellvertretende Vorsitzende

des Deutschen Verbandes für

Physiotherapie, gibt hierzu ein paar

Tipps:

An persönlichen Kompetenzen stehen

Bewegungsfreude, Team- und Kooperationsfähigkeit

und Einfühlungsvermögen

an erster Stelle. Interesse für

medizinische Sachverhalte und wissenschaftliche

Grundlagen der Physiotherapie

sind die wesentlichen fachlichen

Kompetenzen. Physiotherapeuten arbeiten

mit und am Patienten. Studierende

der Physiotherapie sollten körperlich

wie psychisch belastbar sein.

Das Berufsfeld Physiotherapie ist vielfältig

und ermöglicht eine berufliche

Entwicklung in unterschiedliche Richtungen.

Sowohl stationär wie ambulant,

in angestellter Funktion oder in

Selbstständigkeit arbeiten Physiotherapeuten

mit Patienten und Klienten:

zum Physican Assistent ist die Hochschulzugangsberechtigung

(HZB) sowie

eine abgeschlossene Berufsausbildung

im Bereich Gesundheitsberuf, der

je nach Anbieter des Studiums genau

definiert oder eingegrenzt werden kann

– üblich sind jedoch Pflegeberufe oder

operationstechnische Ausbildungen.

Die Studienzeit wird in Theorie- und Praxisphasen

organisiert, so dass eine berufsnahe

Ausbildung gewährleistet ist.

Auf dem Lehrplan stehen Tätigkeiten,

die eigentlich Ärzten vorbehalten sind,

jedoch zu deren Entlastung delegiert

werden sollen. So gehören etwa Anamneseerhebungen,

Untersuchungsverfahren

und vorbereitende Aufklärung

und Beratung, Abrechnungssysteme,

Informationsmanagement und qualitätssicherndes

Gesundheitsmanagement

oder auch medizinische und

pharmakologische Grundlagen sowie

Gerätetechnik zu den Studieninhalten.

1.) in der Therapie von Geburt an bis

zur Betreuung Sterbender

2.) von der Prävention bis zur Rehabilitation

3.) mit dem Ziel, Funktionsstörungen

und Beeinträchtigungen von Erkrankungen

zu behandeln und positiv zu

beeinflussen

Foto: Deutscher Verband für Physiotherapie

Freie Studienplätze!

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Studium im Zukunftsmarkt

Prävention, Fitness, Gesundheit

• MAster in Gesundheitsmanagement

• MAster in Prävention und

Gesundheitsmanagement

• BAchelor in Fitnesstraining

• BAchelor in Fitnessökonomie

• BAchelor in Ernährungsberatung

• BAchelor in Gesundheitsmanagement

Duales Bachelor-Studium

Beim dualen Bachelor-Studium an der staatlich

anerkannten Hochschule sind die Studierenden

zusätzlich in einem Unternehmen beschäftigt.

Dadurch erhalten Sie schon während des Studiums

eine Vergütung in Höhe eines Azubigehalts

und sammeln wertvolle Berufserfahrung.

Studienstart jedezeit möglich!

Vorteile

• Studium mit Gehalt im Zukunftsmarkt

• Flexibles Fernstudium

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• Hoher Praxisbezug durch Festanstellung

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Österreich und der Schweiz

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WS 2011/12 STUDI Info 5


Foto: COLOURBOX

auf sechs Semester ausgelegt, in dessen erster Hälfte viel Theorie

oder Übungen an und mit den Kollegen auf dem Programm

stehen. Im daran anschließenden Jahr folgt die praktische Ausbildung

in verschiedenen Krankenhäusern, während das letzte

Semester der Wiederholung und der Vorbereitung auf das Examen

dient. Von der Fülle des Lernstoffs war sie zunächst überrascht.

„Mir war im vorhinein nicht bewusst, dass man die ganze

Anatomie und Physiologie des Körpers lernen und vor allem

verstehen muss. In dieser Hinsicht ist es wie ein Medizinstudium“,

glaubt Anna. Dennoch habe sie den richtigen Beruf für

sich gefunden. Die Dankbarkeit der Patienten entschädige für

das ganze Pauken. „Einmal kam ein Mann zu mir humpelnd in

die Behandlung, mit sehr starken Rückenschmerzen. Nach einigen

Anwendungen strahlte er und ging leichtfüßig und nahezu

schmerzfrei wieder aus dem Zimmer.“ Das seien Momente, aus

denen sie Kraft und Motivation ziehe, verrät sie. Bald ist wieder

Büffeln angesagt, schließlich stehen im Oktober die Prüfungen

an – insgesamt 30 innerhalb weniger Wochen. Und auch nach

ihrem Abschluss geht der Lernprozess weiter. Als Physiotherapeut

Karriere zu machen, vielleicht irgendwann sogar eine eigene

Praxis zu eröffnen, bedeutet, viele Fortbildungen und Weiterqualifizierungen

zu besuchen. Ein Bachelorstudiengang sei eine

weitere Option, sagt Anna. Mehr interessiert sie jedoch die Osteopathie.

„Diese Zusatzausbildung dauert allerdings fünf Jahre“,

ist sie sich der Doppelbelastung von Job und Lernen bewusst.

i

Berufsbegleitendes Fernstudium

Duale Studiengänge sind besonders attraktiv: Neben

dem theoretischen Lernstoff und der praktischen Anwendung

im Unternehmen werden die Studierenden für ihre

geleistete Arbeit außerdem vergütet. Auch im Gesundheitswesen

ist ein solches Studium möglich. An der Deutschen

Hochschule für Prävention etwa sind die Studenten

fest in der Fitness-, Präventions- oder Gesundheitsbranche

angestellt und absolvieren ein praxisnahes Fernstudium

mit speziell zusammengestellten Materialien und

unterstützenden Fernlehrern.

Zudem ist eine Präsenzphase an einem der bundesweiten

Studienzentren im Lehrplan vorgesehen. Angeboten

werden die Bachelor-Studiengänge Fitnessökonomie,

Fitnesstraining, Gesundheitsmanagement und Ernährungsberatung.

Rückkehr auf die Schulbank

Auch andere Fachkräfte im Gesundheitswesen kehren später auf

die „Schulbank“ zurück. Verschiedene Studiengänge setzen eine

abgeschlossene Berufsausbildung sogar voraus. Wer etwa den

Studiengang zum Medizinassistenten, B.Sc. (Physican Assistent)

an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg oder an der Mathias

Hochschule Rheine belegen möchte, muss vorher bereits in

einem Gesundheitsberuf tätig gewesen sein (Näheres dazu im

Infokasten). Die praktische Erfahrung ist für Studienanfänger

nur von Vorteil, oft haben sie einen Wissensvorsprung gegenüber

jenen Studenten ohne jegliche medizinische Vorbildung.

Foto: COLOURBOX

Außerdem können die Master-Studiengänge Gesundheitsmanagement

sowie Prävention und Gesundheitsmanagement

belegt werden. Ein adäquates staatlich geprüftes

und zugelassenes Lehrgangsangebot hat auch die

BSA-Akademie zusammengestellt.

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Eine gute Alternative zum Studium:

V eterinärmedizinisch-Technischen Assistent

(VMTA) oder zum

M edizinisch-Technischen Assistent für

Laboratoriumsmedizin (MTA-L)

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6 STUDI Info WS 2011/12 www.studentenpilot.de


Foto: COLOURBOX

Beginn jederzeit!

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im Gesundheitsmarkt!

Studieren Sie berufsbegleitend –

auch ohne Abitur:

Bachelor Gesundheitsökonomie (B. A.)

Bachelor Gesundheitslogistik (B. A.)

Neu: Bachelor Gesundheitstourismus (B. A.)

Diverse Hochschulzertifikatskurse!

Vorsemester-Kurse, Ausbildung oder

Auslandspraktikum

Carpe Wartesemester!

Der Beruf des Arztes hat eine ganz eigene Faszination. Schon

kleine Kinder verkleiden sich und spielen „Onkel Doktor“. Viele von

ihnen halten an diesem Traum bis zum Abitur fest und sehen in ihm

ihre berufliche Zukunft. Indes verlangt der Beginn einer ärztlichen

Karriere ein hohes Maß an Geduld: Lange Wartezeiten vor dem

Medizinstudium sind keine Seltenheit. Wer diese Phase sinnvoll mit

Vorsemesterkursen, Auslandpraktika oder gar einer Ausbildung im

medizinischen Beruf überbrückt, kann sich diese häufig im späteren

Studium anrechnen lassen.

Neben der Abi-Note sind die Wartesemester

ein wichtiges Kriterium

bei der Bewerbung um einen

Medizin-Studienplatz. Die Zählung dieser

Semester beginnt mit dem Erreichen

des Abiturs – angerechnet wird jedoch

nur die Zeit, die der Bewerber nicht an

einer deutschen (Fach-)Hochschule immatrikuliert

ist. Wer den NC für das Fach

Medizin nicht erfüllt und bei der Studienvergabe

kein Glück hatte, sollte sich

deshalb besser nicht resigniert für ein so

genanntes „Parkstudium“ einschreiben,

sondern die Wartezeit auf das Traumstudium

sinnvoll nutzen.

Vorsemester-Kurse schließen Lücken

Vorsemester- und Intensivkurse können

eine gute Vorbereitung auf ein anspruchsvolles

Studium sein. Diese Kurse werden

beispielsweise vom Institut für Biologie

und Medizin des Rheinischen Bildungszentrums

in Köln angeboten. Dieser viermonatige

Unterricht ist zwar mit Kosten

verbunden, deckt dafür aber ein breites

Spektrum ab und ist sehr umfangreich.

www.studentenpilot.de

Vorteil ist, dass eventuelle Wissenslücken

in den naturwissenschaftlichen Fächern

geschlossen werden können und

damit gute Voraussetzungen für ein zügiges

Medizinstudium geschaffen werden.

Vorkurse, die sich meist nur über

ein bis zwei Wochen erstrecken, bieten

zum Beispiel die Medizinfakultäten der

Universitäten Bochum und Frankfurt an,

Marburg entwickelt einen neuen Online-

Vorkurs, der frühestens zum WS 2011/12

live gehen soll. In diesen Intensiv-Seminaren

wird das Schulwissen in Biologie,

Mathe, Physik und Chemie aufgefrischt.

An der Ruhr-Universität in Bochum sind

ausdrücklich auch angehende Medizinstudenten

von anderen Universitäten zur

Teilnahme eingeladen.

Fordern Sie noch heute kostenlose Infos an:

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A D382

Eine Ausbildung vor dem Studium

Für alle, die länger auf ihren Studienplatz

warten müssen, empfiehlt es sich, eine

Ausbildung vorzuschalten, die sowohl

nützlich als auch anrechenbar für das

Medizinstudium ist. Zu den Klassikern

gehören Ausbildungen zum Rettungssafreecall:

0800 – 90 70 999

medizin.studienplatzklage.de

zahnmedizin.studienplatzklage.de

facebook.com/studienplatzklage

WS 2011/12 STUDI Info 7


nitäter und -assistenten sowie zum Gesundheits-

und Krankenpfleger. Die Tätigkeit

von Rettungssanitätern besteht in

erster Linie darin, Einsätze im Rahmen des

Krankentransportes und Rettungsdienstes

vorzubereiten und durchzuführen. Die

Ausbildung dauert in der Regel zwischen

drei und fünf Monate. Die Ausbildung zum

Rettungsassistenten läuft über zwei Jahre,

kann aber durch eine vorangegangene

Rettungssanitäter-Ausbildung verkürzt

werden. Der Verantwortungsbereich des

Rettungsassistenten ist größer, da er am

Notfallort Erste Hilfe und lebensrettende

Sofortmaßnahmen durchführen muss.

Die Ausbildung zum Gesundheits- und

Krankenpfleger ist in vielerlei Hinsicht eine

gute Entscheidung: Zum einen kann

der zukünftige Medizinstudent Krankenhausluft

schnuppern, den Klinikalltag

hautnah miterleben und somit in

seiner Berufswahl bestätigt werden. Hinzu

kommt, dass für den vorklinischen

Teil des Medizinstudiums ein Nachweis

über ein 90-tägiges Krankenpflegepraktikum

notwendig ist. Je nach Landesprüfungsamt,

werden Tätigkeiten wie Gesundheits-

und Krankenpflege auf das

Praktikum angerechnet, ebenso wie das

klinische Praktikum während der Ausbildung

zum Rettungsassistenten.

Seit einigen Jahren wird die Ausbildung

zum Biomedizinischen Assistenten immer

populärer. Sie kann allerdings kostenpflichtig

sein. Dieser Bildungsgang

ist speziell für Wartezeit-Überbrücker

gedacht und dauert anderthalb Jahre, inklusive

Pflegepraktikum. Auch beliebt ist

die Ausbildung zum Medizinisch-Technischen

Assistenten (MTA), die drei Jahre

dauert.

Praktikum im Ausland

Eine weitere Möglichkeit, die Wartezeit

sinnvoll zu überbrücken, Erfahrungen zu

sammeln und gleichzeitig seinen Lebenslauf

um eine interessante Facette zu ergänzen,

ist ein medizinisches Praktikum

im Ausland. Unternehmen organisieren

gegen Gebühr den lehrreichen Aufenthalt

in Krankenhäusern in China, Indien, Mexiko

und vielen anderen Ländern. In der

Regel erkennen die deutschen Universitäten

diesen Auslandsaufenthalt als Pflegepraktikum

an.

i

Was geht ab? – Aufbau des Medizinstudiums

Nach bestandenem Physikum geht es

(endlich) ins Hospital. Im klinischen

Studienabschnitt werden die klinischen

Fächer Innere Medizin, Neurologie,

Orthopädie und Chirurgie unterrichtet

– theoretisch und praktisch.

Epidemiologie, Hygiene, Psychosomatik

oder auch die Geschichte der Medizin

sind so genannte Querschnittsfächer,

die auf dem Programm stehen.

Die Approbationsordnung für Ärzte

verlangt von Medizinstudenten während

des klinischen Studienabschnitts

eine Famulatur, ein viermonatiges

Praktikum an Krankenhäusern oder

Arztpraxen.

Geschafft: Der Studienplatz im

Wunschfach Medizin ist sicher. Aber

wie geht es weiter? Was passiert eigentlich

alles in den kommenden Semestern?

Worauf müssen sich Medizinstudenten

einstellen?

Das Studium ist aufgebaut in drei Teilabschnitte.

In der Regelstudienzeit bestehen

die ersten vier Semester aus

dem vorklinischen Studienabschnitt,

auch einfach „Vorklinik“ genannt.

In dieser Phase steht vor allem die

Theorie im Fokus: Die Grundfächer

Foto: COLOURBOX

Anatomie, Biochemie, Physiologie und

Psychologie stehen ebenso auf dem

Lehrplan wie die so genannten „kleinen

Fächer“ Biologie, Chemie und Physik.

Abgeschlossen wird diese Zeit mit dem

1. Abschnitt der ärztlichen Prüfung, dem

Physikum. Außerdem ist während der

Vorklinik auch das obligatorische Krankenpflegepraktikum

zu absolvieren, das

auf drei Monate beziehungsweise auf 90

Tage festgesetzt ist. Es muss während

der vorlesungsfreien Zeit geleistet werden.

Alternativ kann es auch vor Beginn

des Studiums durchgeführt werden.

Es folgt das Praktische Jahr, kurz PJ. In

dieser Phase lernen die Studenten den

ärztlichen Alltag sowie Arbeitsabläufe

kennen. Eine spannende Zeit, denn

erstmals werden eigene Diagnosen erstellt

und Behandlungs- und Therapievorschläge

gemacht – natürlich unter

Anleitung. Dennoch: Das Gefühl, Arzt

zu sein, stellt sich ein und ein Ende der

Ausbildungszeit ist in Sicht. Nur eine

Hürde ist noch zu nehmen.

Der klinische Studienabschnitt schließt

nach dem PJ mit dem so genannten

„Hammerexamen“ ab. Früher in drei

Schritte unterteilt, werden diese Teilprüfungen

seit der neunten Novelle der

Approbationsordnung zu einem großen

Examen zusammen gefasst. In der

Regel bleiben den Studierenden nach

dem PJ drei Monate Zeit, um sich intensiv

darauf vorzubereiten. Aus einem

schriftlichen und mündlichen Prüfungsteil

wird als Mittelwert die Examensnote

errechnet. Bei bestandener Prüfung

ist das Studium abgeschlossen. Durchatmen.

Luft holen. Und dann rein ins

Berufsleben!

8 STUDI Info WS 2011/12 www.studentenpilot.de


i

Medizinertest: Chancen auf den Studienplatz erhöhen

Den Wunschstudienplatz zu bekommen,

ist in vielen Fällen nicht leicht.

Vor allem medizinische Fakultäten

werden jährlich von Bewerbungen

überschwemmt. Die Folge: eine hohe

Auswahlgrenze und lange Wartezeiten.

Der freiwillige Test für medizinische

Studiengänge (TMS) dient einigen

Universitäten als zusätzliches

Selektionskriterium – und erhöht die

Chancen auf einen begehrten Studienplatz

trotz niedrigerem NC.

Wer sich für ein Studium an den medizinischen

Fakultäten Bochum, Erlangen-Nürnberg,

Freiburg, Heidelberg,

Heidelberg/Mannheim, Leipzig,

Lübeck, Mainz, Tübingen und Ulm

oder an den zahnmedizinischen Fakultäten

der Universitäten Freiburg, Heidelberg,

Mainz und Ulm interessiert,

kann mit der Teilnahme am freiwilligen

Mediziner-Test seine Chancen

auf einen Studienplatz erhöhen. Eine

Verschlechterung für das Auswahlverfahren

der Hochschulen (AdH) ist

durch die Teilnahme am Test ausgeschlossen.

Je nach Fakultät fließen

die Leistungen mit unterschiedlicher

Gewichtung in die Vergabe der Studienplätze

ein. Mit dem Testergebnis

und der Hochschulzugangsberechtigung

bewerben sich angehende Mediziner

zunächst über hochschulstart.

de und je nach Vorgabe der einzelnen

Hochschule parallel bei der gewünschten

Universität. Grundsätzlich

müssen sich Interessierte über

hochschulstart.de für die Fächer Medizin,

Pharmazie, Tiermedizin und

Zahnmedizin bewerben. 40 Prozent

der Studienplätze werden entsprechend

der Abiturdurchschnittsnoten

Foto: Archiv

und der Wartezeiten vergeben, 60 Prozent

über das AdH.

An dem von der ITB-Consulting GmbH

entwickelten Test kann jeder teilnehmen,

der über eine Hochschulzugangsberechtigung

verfügt oder diese im

laufenden oder darauffolgenden Schuljahr

erhält. Außerdem darf der TMS

in Deutschland noch nicht absolviert

worden sein. Gefragt sind das Grundverständnis

für mathematisch-naturwissenschaftliche

Themen, räumliches

Vorstellungsvermögen, Merkfähigkeit

und eine rasche Auffassungsgabe. In

den Aufgaben müssen beispielsweise

Muster zugeordnet, medizinische oder

naturwissenschaftliche Sachverhalte

nachvollzogen oder Diagramme und

Tabellen interpretiert werden.

Klarer Vorteil durch intensive

Vorbereitung

Eine gründliche Vorbereitung lohnt

sich, denn das Testergebnis gilt dauerhaft

– auch für spätere Bewerbungen

um einen Studienplatz in Medizin. Zur

Vorbereitung empfehlen sich Bücher

mit vergleichbaren Aufgabenstellungen.

Über die Internetseite www.

tms-info.org wird unter dem Navigationspunkt

„Vorbereitung“ eine Informationsbroschüre

zum Download

angeboten, die auch Beispielaufgaben

enthält. Außerdem bietet der Medizinertest-Entwickler

ITB Consulting

mit dem Vorbereitungsportal www.

medizinertest-vorbereitung.de eine

weitere Möglichkeit, die Chancen

auf ein gutes Abschneiden zu erhöhen.

Gegen Gebühr können dort zwei

komplette Versionen früherer Tests

genutzt werden, um den Ernstfall zu

simulieren. Der Vorteil: 350 authentische

Aufgaben und im Anschluss eine

ausführliche Rückmeldung zu der

Leistung unter Berücksichtigung der

echten Bewertungskriterien.

Der Test findet einmal jährlich, in der

Regel Anfang Mai, an verschiedenen

Orten in Deutschland statt. Die Teilnahme

kostet 50 Euro. Bis Mitte Januar

laufen die Anmeldungen, Ende

Juni/Anfang Juli gibt es die Ergebnisse.

Nähere Informationen: www.tmsinfo.org

und www.hochschulstart.

de sowie auf den Internetseiten der

jeweiligen Hochschulen.

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WS 2011/12 STUDI Info 9


Clever bewerben und Alternativen

zum Wunschstudium erkennen

Foto: COLOURBOX

Heiß begehrt und

nicht auf Lager:

Mangelware

Studienplatz?

In der Marktwirtschaft regelt die „invisible hand“ Angebot und Nachfrage. Je begehrter ein Produkt ist,

umso teurer kann es verkauft werden. Ähnliches gilt für die Vergabe eines Studienplatzes: Gibt es mehr

Bewerber als verfügbare Studienplätze, wird ein Numerus Clausus (NC) gefordert. Durch die doppelten

Abiturjahrgänge und die Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht zum 1. Juli dieses Jahres wächst die

Angst der Abiturienten, keinen Studienplatz zu bekommen. Aber ist die Lage wirklich so dramatisch? Und

welche Alternativen gibt es, wenn der „worst case“ eintritt?

Von Tim Lehmann

Ein Schreckgespenst spukt durch die Öffentlichkeit. Die

Umstellung auf das achtjährige Gymnasium (G8) spüle, so

rechnet etwa das Internetportal www.abi.de vor, bis 2015

etwa 275.000 zusätzliche Studienanfänger an die Hochschulen.

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Human- und Zahnmedizin

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Nach dem Saarland (2009) und Hamburg (2010) erwarten im

Sommer die Hochschulen der bevölkerungsreichen Bundesländer

Bayern und Niedersachsen die doppelten Abiturjahrgänge. Um

drohende Engpässe zu vermeiden, investiert die Bundesregierung

mit dem Hochschulpakt II Milliarden in den Ausbau des Bildungsangebots

der Universitäten und Co. Nicht einkalkuliert war indes

die Aussetzung der Wehrpflicht, die, so schätzte Ulrich Meyer zu

Hörste, Statistik-Fachmann der Hamburger Wissenschaftsbehörde,

im September 2010 im Spiegel, 60.000 junge Männer früher zu

Studenten mache, als erwartet.

Eine Chance: hochschulstart.de

„Natürlich hat das Folgen auf die Studienplatzvergabe und macht

die Bewerbung für diejenigen, die studieren wollen, nicht einfacher.

Andererseits besteht kein Grund zur Schwarzmalerei“,

mahnt Peter Schott, Leiter der Zentralen Studienberatung (ZSB)

an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, zur Besonnenheit.

Es gebe verschiedene Wege, einer Studienplatz-Absage

vorzubeugen. Zum einen bestehe die Möglichkeit (mit Ausnahme

der Fächer Humanmedizin, Tiermedizin, Zahnmedizin und Pharmazie),

über das „dialogorientierte Verfahren“ der Studienplatz-

10 STUDI Info WS 2011/12 www.studentenpilot.de


vergabe durch hochschulstart.de bis zu

zwölf Wunsch-Studiengänge anzugeben.

„Eine Chance, die Bewerber unbedingt

wahrnehmen sollten“, rät Peter Schott.

Darüber hinaus wachse die Wahrscheinlichkeit,

einen Studienplatz zu bekommen,

wenn auch weniger bekannte und begehrte

Standorte in diese Liste aufgenommen

werden. „Das erfordert selbstverständlich

ein gewisses Maß an Flexibilität“, räumt

der Experte ein, „auch was die Wahl des

Faches angeht.“

Sollte es nach verschiedenen Entscheidungsphasen,

in der die Bewerber zusätzlich

die Chance haben, Prioritäten

innerhalb ihrer Wunschliste zu setzen,

doch nicht mit dem Wunschstudiengang

geklappt haben, ist dies lange noch kein

Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.

„Dann kann man sich immer noch direkt

an den Universitäten für zulassungsfreie

Fächer einschreiben“, verweist Peter

Schott auf ein Hintertürchen. Oft seien dies

Geisteswissenschaften, aber je nach Beliebtheit

und Bekanntheit des Standortes

könnten unter Umständen auch Chemie,

Physik oder andere Fächer, die woanders

NC-beschränkt sind, gewählt werden. Der

Vorteil: Zulassungsfreie Fächer bedeuten

quasi eine Studienplatzgarantie, sofern

eine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur)

vorliegt und die Bewerbung fristgerecht

erfolgt.

Foto: Archiv

Alternativen zum Wunschstudium

Dennoch erfüllt sich nicht (gleich) jeder

Traum vom Wunschstudium. Dann gilt es,

die Alternativen auszuloten. Die schnellste

Lösung: ein anderes Fach wählen. Wer

diesbezüglich keine Kompromisse machen

will, muss sich mit unter Umständen langen

Wartezeiten abfinden. Hier gilt die

Faustformel: Je begehrter der Studiengang,

desto höher die Zahl der Wartesemester.

Angerechnet wird die Zeit ab Bescheinigung

der Hochschulzugangsberechtigung

bis zum aktuellen Semester, abgezogen

wird lediglich bereits absolvierte Studienzeit

in Deutschland. Ein Auslandsstudium

hingegen gilt als Wartezeit, zudem werden

Prüfungen und Abschlüsse in der Regel

auch in Deutschland anerkannt. „Allerdings

sollte sich jeder vorher informieren

und individuell an den Hochschulen beraten

lassen“, empfiehlt Peter Schott. An jeder

deutschen Universität und den meisten

Fachhochschulen gäbe es eine ZSB.

Wartesemester überbrücken

Darüber hinaus können die Wartesemester

auch „klassisch“ überbrückt werden.

Für manche Fächer etwa ist eine vorherige

berufliche Ausbildung eine gute Grundlage

für das Pauken der späteren Studieninhalte.

Wer eine Fremdsprache studieren

will, kann sein Wissen durch Auslandsaufenthalte,

etwa in Verbindung mit einer Aupair-Tätigkeit,

vertiefen. Trotz Aussetzung

der Wehrpflicht besteht immer noch die

Möglichkeit, ein ökologisches oder soziales

Jahr zu absolvieren. Manche Studiengänge

erfordern Praktika, die gegebenenfalls

bereits in den Wartesemestern durchgeführt

werden können. Ebenfalls attraktiv:

Vollzeit jobben und sich so ein finanzielles

Polster für die Studienzeit schaffen.

Letztlich bleibt auch die Alternative, der

Hochschule den Rücken zu kehren und

sein Glück in der Industrie zu suchen,

schließlich beklagt die Wirtschaft einen

Fachkräftemangel – so kann die Studienplatzabsage

eine ungeahnte Chance

sein.

Mechtild Düsing

Notarin, Fachanwältin

für Verwaltungsrecht

UNSER KOMPETENZTEAM

Wilhelm Achelpöhler

Fachanwalt

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WS 2011/12 STUDI Info 11


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> Auslandsstudium

Hervorragende Berufsperspektiven

Bestnoten für die Lebenserfahrung

Der Mensch ist Abenteurer und Entdecker. Schon immer hat es ihn zum Unbekannten hingezogen.

Und als die Welt nicht mehr ausreichte, hat er die „new frontier“ kurzerhand in den Orbit verlegt und

flog zum Mond, um dort spazieren zu gehen und nach den Sternen zu greifen. Um Wissenshunger und

Fernweh zu kurieren, muss nicht gleich der nächste Touristenflug ins All gebucht werden. Gerade im

Studium gibt es viele Möglichkeiten, Grenzen zu überschreiten und den eigenen Horizont zu erweitern.

Ein Auslandsstudium oder -semester eröffnet ungeahnte Chancen und prägt sowohl die akademische als

auch die persönliche Entwicklung.

Von Tim Lehmann

Zugegeben: Zunächst mag der Gedanke,

die Sicherheit der eigenen

Kultur zu verlassen, auf manch

einen abschreckend wirken. Außerdem

sind im Studium genug andere Dinge zu

tun: Bücher wälzen, lernen, Hausarbeiten,

Bachelor- oder Masterarbeit und so

ganz nebenbei noch Geld verdienen – wo

ist da denn noch Platz, um für mehrere

Monate ins Ausland zu gehen? Aber mal

ganz ehrlich, das sind oft vorgeschobene

Gründe. In den meisten Fällen ist der

Aufenthalt in der Fremde durchführbar.

Mittlerweile gibt es genug Anlaufstellen

für Studenten, die bei der Organisation

eines Auslandsstudiums oder -semesters

helfen. Darüber hinaus sind diese ein

wichtiger Bestandteil des Curriculums

geworden. Nicht zuletzt ist im späteren

Berufsleben international erfahrenes und

sprachbegabtes Personal gefragt, da der

Arbeitsmarkt immer mehr von Internationalität

und Globalisierung geprägt ist

– beste Chancen also für jene, die sich

nicht scheuen, außerhalb Deutschlands

zu studieren.

Viele Ziele – viele Möglichkeiten

An erster Stelle steht natürlich die Frage,

in welchem Land studiert werden soll.

Vor zwei Jahrhunderten gab es für Akademiker,

Gelehrte und Dichter, wie etwa

Johann Wolfgang Goethe, meist nur ein

Ziel für ihre Bildungsreise: Italien. Auch

heute noch ist die Wiege des Altertums

ein spannendes und aufregendes Reiseziel

– aber längst nicht mehr das einzig

selig machende. USA, Kanada, England,

Australien, Neuseeland, Japan, Frankreich,

Spanien, Schweden, Schweiz oder

12 STUDI Info WS 2011/12 www.studentenpilot.de


die Niederlande gehören zu den gefragtesten

und begehrtesten Reisezielen. Argumente

für und wider ein Land sind

unter anderem abhängig von den Zielen

jedes Einzelnen. Wer eine Fremdsprache

studiert, sollte natürlich dort einen Auslandsaufenthalt

absolvieren, wo diese

Sprache gesprochen wird. Oder locken

Studiengänge, die nicht NC-beschränkt

sind, in die Fremde? Das sind Fragen, die

es zu klären gilt, um einen möglichst hohen

Nutzen zu erzielen.

Foto: COLOURBOX

Die Wahl der richtigen Universität

Als nächstes steht die Wahl der richtigen

Universität auf dem Programm und ein

Zeitplan muss erstellt werden: Möchte

ich nur ein Auslandssemester absolvieren,

oder soll das komplette Studium

bis zum Abschluss durchgezogen werden?

Erste Anlaufstelle für solche Fragen

ist das Akademische Auslandsamt

(Forgein Office) der Hochschulen. Dort

gibt es umfassende Informationen zu

den verschiedenen Möglichkeiten. Natürlich

können und sollten auch Kommilitonen

gefragt werden, die bereits

einen längeren Auslandsaufenthalt hinter

sich haben – Erfahrungsberichte

können bei der Entscheidung ungemein

hilfreich sein, ob und wo jemand im

Ausland studieren möchte. Mittlerweile

stillen auch zahlreiche Internetportale, etwa

www.daad.de (Deutscher Akademischer

Austausch Dienst), www.collage-contact.

com oder www.auslandsstudium.net, die

erste Neugier bei Fernweh. Dort gibt es

oft auch Auskünfte zu Programmen wie

Erasmus, Informationen zu Stipendien

und Studienangeboten, detaillierte Erfahrungsberichte

und Checklisten.

Bevor die Koffer gepackt werden, sollte

bereits die Unterkunft organisiert werden.

Nicht in jedem Land sind Wohngemeinschaften

üblich. Daher empfiehlt es sich,

vorher schon einmal abzuklären, welche

Möglichkeiten zur Auswahl stehen. In

den meisten Fällen sind Wohnheime die

einfachste Lösung. Die Zimmer sind in

der Regel möbliert, so dass kein Inventar

benötigt wird – und günstiger als eine eigene

Wohnung ist es allemal.

www.college-contact.com

Hilft kostenlos bei der Organisation

eines Auslandsstudiums an mehr als

200 Hochschulen in derzeit 36 Ländern:

Gratis-Beratung und Bewerbungshilfe

per Telefon oder E-Mail; zahlreiche, mit

Bildern und Videos illustrierte Hochsetzungen.

Oft gibt es allerdings die Möglichkeit,

Ausland-BaföG zu beantragen.

Wer in Deutschland BaföG bekommt,

kann seine Ansprüche in der Regel auch

im Ausland geltend machen. Das Portal

www.studis-online.de rät: „Wer im Inland

nur deshalb kein BAföG erhält, weil seine

Eltern zu viel verdienen, sollte es auf

jeden Fall mit einem Antrag auf Auslandsförderung

versuchen, weil die Förderbeträge

höher sind, als im Inland.“

Alles klar? Dann kann‘s ja losgehen. Noch

ein Tipp: Es ist immer gut, sich schon vor

Beginn der Reise mit den entsprechenden

Landesgepflogenheiten, Sitten und kulturellen

Eigenheiten vertraut zu machen.

Das kann einem so manche Peinlichkeit

ersparen.

Ausland-BAföG erleichtert das Studium

Apropos Geld: Der Aufenthalt im Ausland

muss selbstverständlich finanziert

werden. Förderprogramme und Stipendien

erleichtern das Studium in der Fremde

erheblich, aber nicht jeder erfüllt die dafür

nötigen Anforderungen und Vorausi

Weitere Informationen

Foto: COLOURBOX

www.auslandsstudium.net

Tipps zur Vorbereitung und Durchführung

des Auslandsstudiums, zu Formen

des Auslandsaufenthalts, Austauschprogrammen

und Stipendien

www.bildungsserver.de (Deutscher Bildungsserver)

Allgemeine Informationen zum Auslandsstudium

und weiterführende

Links zu speziellen Themen, wie Anerkennung

ausländischer Bildungsabschlüsse,

Auslandsstudium mit Kind

oder Berechnung der Kosten eines Auslandsstudiums

schulprofile; mit Studienführern, Erfahrungsberichten

von Studierenden,

einer Übersicht möglicher Stipendien

und Informationen zur Finanzierung

www.daad.de (Deutscher Akademischer

Austausch Dienst)

Tipps, Förderungsmöglichkeiten,

Studienmöglichkeiten, Praktika,

Sprachen lernen

www.studis-online.de

Finanzierung, Tipps, Checklisten,

Sprachtests, Versicherungen, Länderportraits,

Studienführer fürs Ausland

www.world-of-xchange.com

Plattform für berufliche Aus- und Weiterbildung

im Ausland mit Hochschul-

Suchmaschine, Bewerbungstipps,

Beratung bei Visa und Versicherungen

www.studentenpilot.de

WS 2011/12 STUDI Info 13


Studieren in der Schweiz

Foto: COLOURBOX

Studieren bei den Eidgenossen

Der Berg ruft!

Französisch, Italienisch oder doch lieber Deutsch? Wer in der Schweiz studieren will, hat in puncto

Sprache die Qual der Wahl. Zudem sind die Hochschulen des Alpenlandes bekannt für ihr hohes Niveau.

Ein Gastsemester im Alpenland

während eines Studiums in

Deutschland bedarf keiner langfristigen

Planung – anders als ein Vollzeitstudium.

Trotz der damit verbundenen

Kosten, lohnt der Aufenthalt, um

das Land kennen zu lernen. Eine weitere,

beliebte Möglichkeit ist ein Aufbaustudium

nach einem Hochschulabschluss.

In jedem Fall ist es ratsam, sich vorher

darüber zu informieren, welche Leistungen

und Abschlüsse auch in Deutschland

anerkannt werden. Geht es um Studiengänge,

die mit einer Hochschulprüfung

(Magister oder Diplom) abgeschlossen

werden, geben die Prüfungsämter

der deutschen Universitäten Auskunft.

Landesprüfungsämter sind die richtige

Adresse, wenn es um Staatsprüfungen

geht.

Verschiedene Hochschulen nehmen in

manchen Studiengängen nur eine begrenzte

Anzahl ausländischer Studenten

auf. Medizinische Studienfächer werden

derzeit allerdings nicht an ausländische

Studenten vergeben. Für die Aufnahmeverfahren

sind die einzelnen Unis selbst

zuständig. Vor der Bewerbung sollten

sich Studenten daher über die individuellen

Zugangsvoraussetzungen, zum Bei-

14 STUDI Info WS 2011/12 www.studentenpilot.de


spiel besondere Sprachanforderungen,

informieren. Da das Schweizer Abitur

mit höheren Anforderungen verbunden

ist als das deutsche, reicht einigen Unis

eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung

nicht aus. In diesem Fall kann eine

schweizerische oder kantonale Maturitätsprüfung

abgelegt werden.

Um ein Visum für die Zeit des Studiums

beantragen zu können, ist ein gültiger

Reisepass notwendig. Für eine längerfristige

Aufenthaltsbescheinigung ist

jedoch eine Aufnahmebestätigung der

Schweizer Hochschule sowie ein Nachweis

ausreichender finanzieller Mittel

notwendig. Für den Krankheitsfall sollte

eine European Health Insurance Card

(EHIC) bei der jeweiligen Krankenkasse

beantragt werden. So sind im Bedarfsfall

eine stationäre Behandlung sowie der

Medikamentenerwerb in der Schweiz gesichert.

Auch ausländische Studierende müssen

in der Schweiz Studiengebühren

bezahlen. Trotz hoher Schwankungen

zwischen den Hochschulen, sollte mit

etwa 400 Euro pro Semester gerechnet

werden. Wer nachweislich in einer

finanziell schwierigen Lage steckt, wird

an manchen Universitäten von den Studiengebühren

befreit. Außerdem können

während des Aufenthalts Teilstipendien

von Universitäten oder Organisationen,

Stiftungsgelder und Auslandsbafög aus

Deutschland beantragt oder geltend

gemacht werden, und auch über kantonale

Stipendien kann das Studium (teil-)

finanziert werden.

Aus einem anderen

Blickwinkel studieren

Berner Fachhochschule

Architektur, Holz und Bau

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i

Internettipps

Studenten sollten sich vor ihrem Aufenthalt in der Schweiz gründlich informieren.

Auskunft geben:

der Deutsche Akademische Austausch Dienst: www.daad.de

Webseiten der Schweizer Hochschulen, zum Beispiel die Fachhochschule

Nordwestschweiz unter www.fhnw.ch

Schweizer Vertretungen in Deutschland: www.eda.admin.ch/berlin

Infoseiten, wie www.studieren-in-der-schweiz.de oder

www.swissuniversity.ch

Interessiert an einem

Studium in der Schweiz?

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Teilzeitstudiengänge

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Austauschsemester.

Bachelor- und

Masterstudiengänge in

• Architektur

• Bauingenieurwesen

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www.ahb.bfh.ch

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Studienaufenthalte

im Ausland

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und Infobörsen

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