DEGEMED News Sonderausgabe Kampagne August 2014

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DEGEMED News Sonderausgabe August 2014 zur Kampagne "Meine Reha - Mein Leben!"

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Sonderausgabe August 2014

Eberhard Gienger MdB (o.) und DEGEMED-Mitarbeiter verteilten Äpfel am Reichstag.

»Den ganzen Apfel – nicht nur ein Stück!«

Kampagne der DEGEMED fordert, die Rehabilitation als Komplexleistung zu erhalten

Berlin. Patienten sollen auch weiterhin das

gesamte Spektrum der Reha erhalten und

nicht nur einen Teil der Leistungen – das

ist die Botschaft der zweiten Etappe der

Kampagne »Meine Reha – Mein Leben«. Die

Reha als einrichtungsgebundene Komplexleistung

zu erhalten heißt, dass Leistungen

der medizinischen Rehabilitation ohne

Abstriche aus einer Hand erbracht werden

– in einer stationären oder ambulanten

Rehabilitation und nicht zeitversetzt und

gestückelt.

Reichstag im Zeichen des Apfels

Mit einer Aktion vor dem Reichstag machte

die DEGEMED zusammen mit Unterstützer

Eberhard Gienger MdB am 20. August auf

diese Forderung eindrucksvoll aufmerksam.

Dazu übergaben die Mitarbeiter der

Geschäftsstelle grüne Äpfel – symbolisch

für das gesunde Potenzial der Rehabilitation

– an Passanten und erläuterten

die bedrohte Lage der Reha-Medizin in

Deutschland. »Reha-Leistungen werden

inzwischen oftmals nur noch zu Teilen

bewilligt, sodass Patienten nicht alles

erhalten, was sie für ihre Rehabilitation

benötigen und was ihnen zusteht«, erläuterte

Christof Lawall, Geschäftsführer der

DEGEMED, die Aktion, »das wollen wir nicht

länger hinnehmen.« Eberhard Gienger,

ehemaliger deutscher Meister im Turnen

und Weltmeister am Reck, war in Berlin

mit dabei. »Reha wird immer noch eher mit

Krankheit und eingeschränkter Leistungsfähigkeit

in Verbindung gebracht, dabei ist

das Gegenteil richtig«, sagte er. »Reha sorgt

schließlich dafür, dass Menschen ihr Leben

nach einer Operation, einer Erkrankung

oder einem Unfall wieder in vollem Umfang

selbst gestalten können.« Im Rahmen der

zweiten Etappe der Aktion »Meine Reha –

Mein Leben« beteiligten sich erneut auch

zahlreiche Kliniken – zum Teil mit außergewöhnlichen

Ideen. Einige davon stellt der

DEGEMED Newsletter auf den nächsten

zwei Seiten vor. Wer sich ein aktuelles Bild

vom Verlauf der Kampagne machen will,

kann sich unter www.meinereha-meinleben.de

informieren oder auf Facebook die

Kampagnenseite anwählen. Unterstützer

sind herzlich willkommen.

www.meinereha-meinleben.de


99 Luftballons steigen in den Himmel

Patienten und Mitarbeiter der Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl schicken Kampagnen-Botschaft per Luftpost.

Mit einer ungewöhnlichen Aktion

machte am 26. Juni die Rehaklinik

Heidelberg-Königstuhl zusammen

mit der DEGEMED auf die

Bedeutung der medizinischen

Rehabilitation und ihre

Aufgabe in der Gesellschaft

aufmerksam. Patienten und

Mitarbeiter ließen vor der Klinik die symbolische

Zahl von 99 Luftballons steigen. Befestigt

daran war die Karte »Meine Reha – Mein Leben« mit der Bitte, die Finder

sollten sich damit fotografieren und das Foto auf Facebook posten.

»Es würde uns sehr freuen, wenn uns die Heidelberger bei der Aktion

unterstützen würden«, bemerkt Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin

der RehaZentren und Erste Stellvertretende Vorstandsvorsitzende

der DEGEMED, »denn Reha braucht den Einsatz der breiten

Öffentlichkeit, damit ihre Forderungen auch von der Politik wahrgenommen

und umgesetzt werden.« Für den 26. Juni hatten die

Klinikmitarbeiter neben den Luftballons noch mehrere Aktionen

vorgesehen.

Komplizierte Reha-Anträge landen in der Tonne

Reha-Klinik Miriquidi und die Klinik am Haussee beteiligen sich an der Aktion »Bürokratie ist für die Tonne«

Die Reha-Klinik Miriquidi unterstützte als erste der rund 45 Mitgliedseinrichtungen

der DEGEMED die Aktion »Bürokratie ist für die

Tonne«. Mit dabei: Bürgermeisterin Berit Schiefer (3. v. r.)

Unter dem Motto »Bürokratie ist

für die Tonne« landeten im Rahmen

der DEGEMED-Kampagne

symbolisch die zu komplizierten

Rehabilitationsanträge in großen

roten Mülltonnen. Bereits am 27.

Juni setzte die Reha-Klinik Miriquidi

Thermalbad Wiesenbad in Sachsen

mit der Aktion ein Zeichen. Am

25. Juli machte auch die Fachklinik

Feldberg GmbH – Klinik am Haussee

mit. Beide Kliniken wollten

damit darauf hinweisen, dass der

Zugang zur Reha für Patienten

immer noch durch bürokratische

Hürden erschwert ist. »Wir wollen

Auch an der Fachklinik Feldberg – Klinik am

Haussee warfen Klinikmitarbeiter und Rehabilitanden

symbolisch die komplizierten Reha-

Anträge in die Tonne.

Kostenträger und Politiker mit dieser Aktion zum Umdenken bewegen«,

so Anja Nestler von der Reha-Klinik Miriquidi, »der Zugang zu Rehabilitationsmaßnahmen

muss jetzt endlich vereinfacht werden.« »Vielen

Menschen bleibt die Möglichkeit einer medizinisch notwendigen Rehabilitation

verwehrt«, so Susan Schäfer, Geschäftsführerin der Fachklinik

Feldberg GmbH – Klinik am Haussee. »Wir möchten darauf aufmerksam

machen, dass es zu viele Patienten gibt, die durch die bürokratischen

Strukturen nicht die notwendigen Reha-Leistungen erhalten.«


Mitarbeiter zeigen der Bürokratie die Rote Karte

Klinik Höhenried und AWO Gesundheitsdienste verteilen »Rot« gegen bürokratische Hürden

Gegen komplexe Genehmigungsverfahren, die Rehabilitanden eher abschrecken

als sie in eine erforderliche Reha-Maßnahme zu leiten, wendeten

sich im Juli die Klinik Höhenried in Bernried (Foto r. oben) und die

AWO Gesundheitsdienste gGmbH (AWO GSD) in Bad Münder (Foto r.

unten). »Wir unterstützen diese Aktion ausdrücklich«, betonte Robert

Zucker, der Geschäftsführer der Klinik Höhenried, auf der DEGEMED-

Sommerakademie 2014, die gerade auf Schloss Höhenried stattfand.

»Komplizierte Antragsverfahren und Sparzwang machen es uns Reha-

Kliniken immer schwerer.« Bei der Aktion der AWO Gesundheitsdienste

in Bad Münder schloss sich sogar Bürgermeister Hartmut Büttner den

Forderungen der Kliniken und der Rehabilitation an. »Aktuell ist der

Zugang zu wichtigen Reha-Leistungen für Patienten durch intransparente

Strukturen und bürokratische Hürden erschwert«, meinte Thomas

Heiming, Geschäftsführer der Gesundheitsdienste Präventions- und

Rehabilitationsgesellschaft mbH. »Die Genehmigungsverfahren schrecken

Rehabilitanden eher ab, als sie in die erforderliche Reha-Maßnahme

zu leiten.« Grund genug für eine Rote Karte und für den Aufruf an

alle, die noch nicht aktiv sind: »Reha braucht Dich!«

Viele lokale Aktionen für die Reha

Reha-Kliniken im ganzen Land beteiligten sich an der Kampagne

Rund 80 Kliniken beteiligten sich in den vergangenen

Wochen an der DEGEMED-Kampagne. In der

Maternus-Klinik Bad Oeynhausen machten Plakate

und Postkarten Rehabilitanden, Angehörige

und Mitarbeiter auf die Kampagne aufmerksam

(Foto r.) . Zusätzliche Hinweise standen im Newsletter

»MATERNUS aktuell« sowie auf Briefbögen,

Informationsmaterialien und in E-Mails.

Unter dem Motto »Gemeinsam können wir

etwas für die Reha bewegen« veranstaltete das

RehaKlinikum Bad Säckingen am 7. August eine

Unterschriftenaktion (Foto r.). »Die Aktion fand

großen Anklang bei unseren Patienten«, berichtet

Simone Calabrese, Assis tentin der Geschäftsführung.

»Als sie hörten, dass es um Bürokratieabbau

geht, standen sie Schlange, um zu unterschreiben.«

In der Rehaklinik saludis in Bamberg unterstützten

Chefärzte, Geschäftsführung und Belegschaft gemeinsam

die Kampagne mit ihrer Unterschrift

(Foto l). »Den Bekenntnissen zur Rehabilitation

müssen Taten folgen«, so Heike Riedel, Geschäftsführerin

der saludis gGmbH. »Deshalb haben wir

unter unseren Beschäftigten Unterschriften gesammelt.«

Besuch im BMG: (v. l.) DEGEMED-Geschäftsführer

Christof Lawall, Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz,

DEGEMED-Vorstandsmitglied Dr.

Constanze Schaal und DEGEMED-Vorstandsvorsitzender

Prof. Bernd Petri.

BMG aufgeschlossen

für Reha-Kampagne

Viel Interesse und Aufgeschlossenheit für

die Belange der Reha und für die Kampagne

»Meine Reha – Mein Leben« zeigte die

Staatssekretärin im Bundesministerium

für Gesundheit (BMG), Annette Widmann-

Mauz, gegenüber der DEGEMED. Vertreter

der DEGEMED stellten in einem gemeinsamen

Gespräch am 13. August die Kampagne

vor und erörterten zusätzlich aktuelle

politische Vorhaben wie das bevorstehende

Präventionsgesetz.


Noch mehr Unterschriften sammeln – drei Wege zum Mitmachen

Jede Stimme zählt für die Rehabilitation. Bisher haben schon mehr als

4.000 Unterstützer mit ihrer Unterschrift ein Votum für die Reha abgegeben.

Und die DEGEMED sammelt weiter – je mehr Unterschriften, desto

besser. Zum Schluss der Kampagne sollen sie öffentlichkeitswirksam an

die politisch Verantwortlichen in Berlin übergeben werden.

Um mitzumachen, gibt es drei Wege:

Weg 1:

Weg 2:

Weg 3:

Online unterschreiben unter www.meinereha-meinleben.de

Aktionspostkarten bestellen – unterschrieben in der Klinik

einsammeln und an die DEGEMED-Geschäftsstelle senden

Unterschriftenlisten als PDF unter www.meinereha-meinleben.de

herunterladen, Unterschriften sammeln und an die DEGEMED-

Geschäftsstelle senden.

Wenn Sie Fragen zum Sammeln der Unterschriften haben, wenden Sie sich

einfach an die DEGEMED-Geschäftsstelle unter degemed@degemed.de

oder Telefon 030 2844966.

Wo gibt’s Material?

So geht es weiter

Kampagnenmaterial können Sie am einfachsten im

Internetauftritt www.meinereha-meinleben.de unter

Mitmachen/Material anfordern. Dort finden Sie auch

das kostenlose Online-Banner und die Unterschriftenliste

als PDF zum Download.

Das Kampagnen-Aktionsset mit

• 100 Flyern,

• 4 x 100 Postkarten mit den

Forderungen der Kampagne,

• 5 Postern DIN A1,

• 2 x 100 Aufklebern »Reha braucht Dich«

und Kampagnenlogo

kostet 100 Euro inkl. MwSt. (Schutzgebühr) zzgl. 15,90

Euro Versandkosten.

Das Kampagnen-Roll-up

80 x 200 cm groß, mit stabilem Fuß und einer praktischen Transporttasche

kostet 200 Euro inkl. MwSt. (Schutzgebühr) zzgl. 19,95 Euro Versandkosten.

Eine Bestellung ist auch per E-Mail an degemed@degemed.de und per Fax

möglich. Das Faxformular finden Sie als Download im Internetauftritt. Wenn Sie

Sonderwünsche haben, steht Ihnen das Kampagnenteam unter

info@meinereha-meinleben.de gern zur Verfügung.

Einladung: DEGEMED-Dialog

»Erhaltung der Reha als Komplexleistung«

am 9. September 2014

von 18:30 bis 21:00 Uhr

Im Atrium des Quadriga-Forums, Werderscher Markt 13,

10117 Berlin, werden unter anderem Statements erwartet von:

• Joscha Brunßen, Geschäftsführer der Medica-Klinik

für ambulante Rehabilitation und Sportmedizin

• Dr. med. Manju Guha, Präsidentin der Deutschen

Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von

Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) e.V.

• Dana Glöß, inoges AG

• Dr. Roy Kühne MdB, Ausschuss für Gesundheit

Im Anschluss lädt die DEGEMED zu Buffet und Gesprächen

ein. Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldungen bitte

telefonisch bis zum 08.09.2014 an die Geschäftsstelle der

DEGEMED oder über degemed@degemed.de

Impressum

DEGEMED – Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.

Vorstand: Prof. Bernd Petri (Vorsitzender); Dr. Constanze Schaal

(1. stellv. Vorsitzende); Thomas Heiming; Petra Schraml-Dussle;

Horst Gollée; Thomas Bold

Geschäftsführer:

Christof Lawall (V.i.S.d.P.) • Fasanenstraße 5, 10623 Berlin

Tel.: 030 284496-6 • Fax: 030 284496-70

E-Mail: degemed@degemed.de • Internet: www.degemed.de

Realisation und Verlag:

müller:kommunikation,

Eichhoffstr. 36, 44229 Dortmund

Tel.: 0231 477988-30 • www.muellerkom.de

Redaktionsschluss: 26.08.2014

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung der Autoren

wieder.

Zum Herbst geht die Kampagne »Meine Reha – Mein Leben«

in ihre dritte Etappe »Bedarfsgerechte Finanzierung der

Reha«. Im Mittelpunkt steht erneut ein DEGEMED-Dialog:

4. November 2014: DEGEMED-

Dialog III »Bedarfsgerechte

Finanzierung« im Otto Bock

Science Center Berlin

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