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125 Jahre Jubiläum

Eine Schweizer Geschichte der Zeit

N o 7

BY CARL F. BUCHERER


Insight Nº7

12

4 14

28

20

10

3 Editorial:

Sascha Moeri, CEO

Bucherer Montres S.A.

4 Feature Story:

125-Jahre-Jubiläum

10 Interview mit:

Sylvie Ritter,

Managing Director

BASELWORLD

12 Neuheiten:

Manero PowerReserve

14 zu besuch bei:

Abraham Koshy,

Group Manager

Rivoli Group LLC

18 Sponsorship:

Fashion for Floors

20 Q&A:

mit Sylvester Stallone

22 Impressions:

People

24 Im Gespräch mit:

Christian Both,

Geschäftsführer Bucherer

Berlin Kudamm

26 Im Gespräch mit:

Jacqueline Schröder,

Geschäftsführerin Bucherer

Berlin Friedrichstrasse

28 Neuheiten:

Patravi TravelTec FourX

Limited Edition

30 Standpunkt:

Daring to be different

31 Neuheiten:

Alacria RoyalRose

Impressum

Insight by Carl F. Bucherer

Ausgabe 7 | April 2013

Herausgeber

Carl F. Bucherer

a brand of Bucherer Montres S.A.

Langensandstrasse 27

CH-6002 Luzern

Tel. +41 41 369 70 70

Fax +41 41 369 70 72

insight@carl-f-bucherer.com

www.carl-f-bucherer.com

Projektmanagement und Redaktion

Bucherer Montres S.A., Luzern

Convensis Group, Stuttgart

Art Direction

Kerstin Vorwalter, Ulm

2 – Insight by Carl F. Bucherer Nº7


Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Feste soll man feiern, wie sie fallen. Deshalb freut es mich ganz besonders,

dass 125 Jahre Bucherer in ein Jahr fallen, das in der Branche

mit grosser Spannung erwartet wurde: Mit der Neukonzeption

der BASELWORLD tritt die Weltmesse für Uhren und Schmuck

nach mehreren Jahren Vorbereitungszeit 2013 ein neues Zeitalter

an. Unter dem Motto «Brilliance Meets» wurde mehr Raum für innovative

Ideen geschaffen, worüber wir in dieser Insight-Ausgabe

mit Managing Director Sylvie Ritter sprechen. Auf der BASEL-

WORLD konnte sich Carl F. Bucherer mit einem imposanten neuen

Standkonzept platzieren – ein würdiger Rahmen, um 125 Jahre

Schweizer Uhrengeschichte angemessen zu feiern und fortzuführen.

Dass Carl F. Bucherer dabei auf dem richtigen Weg ist, beweist

nicht zuletzt die besondere Auszeichnung, die die Manero

ChronoPerpetual im Oktober 2012 erhielt: Bei den «Middle East

Premier Awards for Watches, Jewellery and Pens» wurde die Uhr

im Königreich Bahrain als bester Chronograph prämiert. Dank

integriertem ewigem Kalender versinnbildlicht der Zeitmesser die

einzigartige Philosophie von Carl F. Bucherer, wertvolle Unternehmensgeschichte

zu bewahren, mit technischen Innovationen zu

verbinden und in die Zukunft weiterzutragen. Mit Hingabe und

Leidenschaft, wie sie von unseren Interviewpartnern Jacqueline

Schröder und Christian Both, den Geschäftsführern der Berliner

Bucherer-Filialen, oder Abraham Koshy, Group Manager der

Dubaier Rivoli Group, beispielhaft gelebt wird.

Doch sind es neben den Mitarbeitern auch die Träger von Carl F.

Bucherer Uhren, die den besonderen Geist der Marke zu schätzen

wissen und in die Welt hinaustragen. Als prominenter Fan gilt der

US-amerikanische Schauspieler Sylvester Stallone, der seine Begeisterung

für die Patravi TravelTec in dieser Ausgabe mit uns teilt. Ich

freue mich ausserordentlich, dass wir Ihnen die neueste Ausführung,

die Patravi TravelTec FourX Limited Edition, auf den nächsten

Seiten vorstellen dürfen – gemeinsam mit den weiteren Neuheiten

Manero PowerReserve und Alacria RoyalRose. Und auch auf

eine kleine Reise möchte ich Sie einladen: in die mannigfaltige Teppichwelt

des monegassischen Floor-Couturiers Kamyar Moghadam,

der mit FASHION FOR FLOORS die Böden der Welt charaktervoll

in Szene setzt. Denn es sind Raum und Zeit, die das Sein ausmachen.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!

Herzlichst Ihr

Sascha Moeri,

CEO Bucherer Montres S.A.

Insight by Carl F. Bucherer Nº7 – 3


Feature Story

125-Jahre-Jubiläum

Eine Schweizer

Geschichte der Zeit

4 – Insight by Carl F. Bucherer Nº7


Das Jahr 1888 ist ein aussergewöhnliches

Jahr. Es ist ein Jahr der Veränderungen, des

Aufbruchs und des Wandels. Und es ist der

Startpunkt einer neuen Ära in der Schweizer

Uhrengeschichte: Carl Friedrich Bucherer

eröffnet am Falkenplatz in Luzern gemeinsam

mit seiner Frau Luise das erste

Geschäft unter dem Namen Bucherer.

Den finanziellen Grundstock und einen besonderen

Sinn für Ästhetik hat Carl Friedrich

Bucherer von seinem Vater, der sich in

Basel bereits mit einem Spielwarengeschäft

etablierte. Die ersten Jahre des Bucherer

Geschäfts in Luzern sind geprägt von Aufschwung

und Wachstum.

Rasch erweist sich die Filiale

am Falkenplatz als zu klein,

neue Räumlichkeiten werden

am Kapellplatz und in der

Kapellgasse gefunden.

In kluger Voraussicht entscheidet

Carl Friedrich

Bucherer, seinen Söhnen eine

gute Ausbildung zu ermöglichen.

So besucht Ernst

Bucherer drei Jahre lang die

Uhrmacherschule von Saint-

Imier, während Carl Eduard

Bucherer in London die Ausbildung

zum Goldschmied geniesst. 1913,

nach abgeschlossener Ausbildung, treten die

beiden Brüder in das Familiengeschäft ein.

Ernst und Carl Eduard ergänzen sich perfekt.

Daher verwundert es wenig, dass sie

beschliessen, gemeinsam in Berlin ein

Goldschmiedeatelier zu eröffnen. Das Geschäft

im Haus Nummer 47 Unter den Linden

avanciert schnell zu einer Adresse mit

gutem Ruf, was zahlreiche Kunden anzieht

– und sogar des Kaisers Aufmerksamkeit

erregt: Die Gebrüder Bucherer dürfen sich

alsbald kaiserliche Hoflieferanten nennen.

Gekrönt werden die erfolgreichen Zeiten

von der Lancierung der ersten eigenen

Damenkollektion im Jahr 1919.

Es sind vor allem die politischen Unruhen

in Berlin, die Carl Eduard und Ernst

Bucherer dazu bewegen, das Land zu verlassen

und ihr Geschäft aufzugeben. Aber

es ist auch die Reiselust, die Ernst Bucherer

packt. Gemeinsam mit seinem Bruder Carl

Eduard und dessen Ehefrau Wilhelmina

gründet er in den 1920er-Jahren Grossistenfirmen

in Argentinien und Chile.

Doch die erfolgreichen

Jahre werden

von einem

Schicksalsschlag

jäh unterbrochen:

Wilhelmina Bucherer-Heeb

pendelt

zwischen den Kontinenten

und besorgt

in der Heimat stets den Uhren- und

Schmuckeinkauf für die südamerikanischen

Geschäfte.

Insight by Carl F. Bucherer Nº7 – 5


Feature Story

6 – Insight by Carl F. Bucherer Nº7


Auf der Überfahrt im Herbst 1927 sinkt jedoch

das Schiff – Wilhelmina und 313 weitere

Passagiere überleben das Unglück nicht.

Gepeinigt vom Schicksal kehren die Brüder

Carl Eduard und Ernst ins elterliche Geschäft

zurück. In den folgenden Jahren

wächst das Familienunternehmen – auch

dank der Erfahrung und der Aufgeschlossenheit

der beiden Brüder – weiter. Die Beliebtheit

bei den Kunden und der wirtschaftliche

Aufschwung der 1930er-Jahre

führen dazu, dass das Unternehmen Bucherer

nun das Ladengeschäft am Schwanenplatz

5 bezieht, wo es bis heute beheimatet

ist. Überschattet werden die erfolgreichen

Jahre durch den Tod des Gründers Carl

Friedrich Bucherer. Von nun an übernehmen

die Brüder Carl Eduard und Ernst die

Führung des Unternehmens. In den wirtschaftlichen

Krisenzeiten und den vom

Krieg geprägten Jahren halten die Brüder

an der Vision ihres Vaters fest. Unter dem

Anspruch des Qualitätsbewusstseins sowie

der Individualität der geführten Schmuckstücke

und Uhren festigt das Zweigespann

seine Position. In den Folgejahren etabliert

sich Bucherer gleichermassen im

Handel mit Gold- und Silberwaren

sowie im Verkauf von Uhren.

die Prosperität der 50er-Jahre und sein

unermüdlicher Fleiss tun ihr Übriges.

1966 zieht es Bucherer in die Stadt der

Gründerväter: In Basel wird eine Filiale eröffnet.

Nach und nach werden immer mehr

Filialen geschaffen. Die Fertigung in den

Bucherer Ateliers steht ganz im Zeichen der

Chronometer. Diese hochpräzisen, zertifizierten

Uhren gelten als Ikonen der Zeit.

Rund 15 000 Stück haben bis zum Jahr

1968 die Ateliers verlassen. Damit zählt

Bucherer zu den

Top 3 der Schweizer

Chronometerhersteller.

Die 1970er-Jahre

gelten als ein Jahrzehnt

des Generationenwechsels,

auch im Hause

Bucherer.

Die 1950er-Jahre beginnen mit einem

schweren Schlag für die Familie und

das Unternehmen: Am 2. Februar 1951

stirbt Carl Eduard Bucherer. Ab diesem

Zeitpunkt übernimmt Ernst Bucherer

die gesamte Verantwortung für das

Unternehmen, das zwischenzeitlich in

eine Aktiengesellschaft überführt wurde.

Doch er hält weiter an der Vision seines

Vaters fest und arbeitet mit eisernem

Willen am zukünftigen Aufbau der Firma –

Insight by Carl F. Bucherer Nº7 – 7


Feature Story

Da es im Luzerner Stammhaus am Schwanenplatz

immer enger wird, beginnt das

Unternehmen Bucherer 1970 mit dem Neubau

der Firmenzentrale im Schönbühl, die

im August 1973 bezugsfertig ist. Die neue

Zentrale steht als Symbol für den Fortschrittsglauben

und den Entwicklungswillen

der Firma Bucherer, die mittlerweile

über 800 Mitarbeiter beschäftigt. 1972 zieht

sich Ernst Bucherer aus den Firmengeschäften

zurück und übergibt die

Leitung seinem Sohn Erich und

seinem Neffen Jörg G. Bucherer.

Ernst Bucherer stirbt am 26. März

1977. Das Unternehmen bleibt in

Familienhand: Jörg G. Bucherer

tritt die Nachfolge an. Bucherer

entwickelt sich mit seinen Zeitzeigern

in den 1970er-Jahren –

trotz Quartz- und Wirtschaftskrise

– zur einer der meistgekauften

Uhrenmarken der Schweiz. Ein

technologisches Glanzlicht dieser Dekade

ist die Archimedes: Kombiniert mit einem

Weltzeitmechanismus tickt die Taucheruhr

ihrer Zeit weit voraus.

Bucherer ist in den 1980er-Jahren eines

der umsatzstärksten Unternehmen der

schweizerischen Uhren- und Schmuckbranche.

Einen grossen Kundenkreis verdankt

die Firma vor allem dem herausragenden

Service ihres Personals, aber auch die Vielseitigkeit

und die Unabhängigkeit des Unternehmens

leisten ihren Beitrag. Denn

Bucherer ist zugleich Detailist, Grossist

und Produzent und kann so dem Kunden

erstklassige und zugleich ausgefallene Ware

von höchster Qualität bieten. Unter den

zahlreichen verschiedenen Damen- und

Herrenmodellen der Marke Bucherer findet

sich auch die Grand Tonneau. Sie ist eine

eigenwillige Schöpfung aus 18-karätigem

Gold und Mitglied der Archimedes-Familie.

Zuwachs erfährt Bucherer auch in Bezug

auf die Mitarbeiter: Zum 100-jährigen

Jubiläum des Unternehmens 1988 werden

circa 840 Mitarbeiter beschäftigt. Allein 60

Uhrmacher sind lediglich für Service- und

Reparaturarbeiten zuständig. Immer stärker

kristallisiert sich bei Bucherer die Wichtigkeit

der mechanischen Armbanduhren heraus.

Aber auch weil sich die Archimedes-

Linie bei den Kunden grosser Beliebtheit

erfreut, investiert das Unternehmen in die

Forschung und Entwicklung dieser besonderen

Zeitmesser.

Mit dem Jahr 2000 beginnt auch bei

Bucherer eine neue Zeitrechnung: Als

Hommage an den Gründer und Grossvater

von Jörg G. Bucherer, Carl Friedrich

Bucherer, wird die gleichnamige Manufakturmarke

2001 repositioniert. Damit stärkt

das Unternehmen seine uhrmacherische

Kompetenz und rückt vor allem die mechanischen

Zeitzeiger in den Mittelpunkt.

Ganz im Zeichen des 125-jährigen Jubiläums

steht das Jahr 2013, in dem Carl F.

Bucherer ein herausragendes Renommee im

Uhrenmarkt geniesst. Dank seiner Innovationskraft,

die stets traditionelle Werte und

technisches Können mit Stil verbindet, ist

das Unternehmen hervorragend für die Zukunft

gerüstet.

8 – Insight by Carl F. Bucherer Nº7


Wir Schweizer sind ein bequemes Volk.

Und wir wissen auch, wie man komfortabel reist: zum Beispiel in SWISS Business. Mit Annehmlichkeiten wie

saisonal wechselnden Sterne-Menüs, viel Privatsphäre und dem Komfort eines komplett achen Bettes.

Erfahren Sie mehr über unser Flugangebot – im Reisebüro oder auf swiss.com

Insight by Carl F. Bucherer Nº7 – 9


Interview mit

Sylvie Ritter

Managing Director BASELWORLD

Im Frühjahr 2013 öffnet sich der Vorhang

für den Neubau der Messe Basel, auf der sich

jährlich rund 1 500 Unternehmen zur BASELWORLD treffen.

Im Gespräch erzählt uns Messedirektorin Sylvie Ritter

über die Neukonzeption, die Bedeutung und die Herausforderungen

des weltweit wichtigsten Branchen-

Treffs der Uhren- und Schmuckindustrie.

Insight: Frau Ritter, Sie zählen zu den

wichtigsten Personen in der weltweiten

Luxusgüterbranche. War es für Sie schon

früher ein Wunsch, in dieser Branche zu

arbeiten?

Sylvie Ritter: Es war stets mein Wunsch,

einer abwechslungsreichen Tätigkeit im

internationalen Umfeld nachzugehen.

Diesen habe ich mir längst erfüllen dürfen.

Wie vieles im Leben lässt sich auch

die berufliche Laufbahn nicht planen.

Dass ich im Messewesen aktiv bin und

hier speziell für die BASELWORLD arbeiten

darf, war und ist aber mit vielen

Zufällen verbunden. Nach bald 20 Jahren

fühle ich mich jedoch auf diesem Parkett

äusserst wohl.

Insight: Die Baselworld 2013 ist in diesem

Jahr durch den Neubau und einen neuen

Auftritt gekennzeichnet. Sind Sie mit dem

Ergebnis der neuen Konzeption und des

Um- und Neubaus zufrieden?

Sylvie Ritter: Wir können ausserordentlich

zufrieden sein. Der Neubau wurde pünktlich

und im geplanten Kostenrahmen fertig-

gestellt, und das Resultat hat uns begeistert.

Nun verfügen wir über eine zeitgemässe

und einzigartige Infrastruktur, welche den

idealen Rahmen für die BASELWORLD

und für unsere Aussteller bietet.

Insight: Gibt es eine Situation bei der Neukonzeption

der Messe, die Ihnen besonders

in Erinnerung geblieben ist?

Sylvie Ritter: Als wir vor mehreren Jahren

erstmals die Pläne für die neuen Hallen sahen,

konnten wir uns noch nicht richtig

vorstellen, was uns erwarten wird. Bei der

ersten Begehung der Baustelle im Spätherbst

durften wir die Ausmasse der neuen,

420 Meter langen Halle erstmals erleben.

Das persönliche Erleben der gewaltigen

Dimensionen war für mich wirklich sehr

eindrücklich.

Insight: Neben den Marken der grossen

Gruppen spielen unabhängige Marken wie

Carl F. Bucherer in vielen Märkten eine

mittlerweile nicht unbedeutende Rolle.

Wie wichtig sind solche Marken für die

BASELWORLD?

10 – Insight by Carl F. Bucherer Nº7


Sylvie Ritter: Die BASELWORLD hat –

seit vielen Jahren und auch in Zukunft –

den Anspruch, den gesamten Weltmarkt

abzubilden. Wir wollen und können daher

niemals ausschliesslich die grossen Gruppen

präsentieren. Denn gerade die eigenständigen

und im Markt bedeutsamen Marken

wie Carl F. Bucherer leisten durch ihren

Auftritt einen wichtigen Beitrag, um diesem

Anspruch gerecht zu werden.

Insight: Die weltweite Luxusgüterbranche

boomt seit Jahren. Auch Krisen konnten die

Nachfrage kaum beeinflussen. Wie sehen

Sie die wirtschaftliche Entwicklung in der

Branche in den nächsten Jahren?

Sylvie Ritter: Ich denke, dass die Konzentration

im Markt auch in den nächsten Jahren

weiter fortschreiten wird. Auf neue oder

junge Marken wartet somit keine leichte

Zeit. Darüber hinaus bin ich davon überzeugt,

dass Faktoren wie das Element der

«Marke», die Markenwelt sowie das Markenprodukt

weiter an Bedeutung gewinnen

werden. Und der Endkonsument wird sich

– noch mehr als in der Vergangenheit – an

Marken, und damit an verlässlichen Werten,

orientieren.

Insight: Welche persönlichen Ziele verfolgen

Sie in den nächsten Jahren?

Sylvie Ritter: Es ist uns – ohne falsche Bescheidenheit

– gelungen, die BASEL-

WORLD weltweit als wichtigsten Branchenevent

zu positionieren. Nun gilt es, diese

Stellung als Nummer 1 zu halten und weiter

auszubauen. Wir müssen und werden auch

in Zukunft die BASELWORLD laufend

verbessern, damit wir auch weiterhin deutlich

in Führung bleiben können. Mein persönliches

Ziel dabei ist es, hierfür – nach

Rücksprache mit unseren Ausstellern – die

richtigen Entscheidungen zu treffen und die

passenden Mitarbeiter auszuwählen.

Insight: Das Messegeschäft hat einerseits

mit viel Organisations- und Verkaufstalent

zu tun, andererseits sind es aber auch kreative

Ideen, die zählen. Was inspiriert Sie?

Sylvie Ritter: Wer nicht nur die Messewelt,

sondern generell das geschäftliche Umfeld

aufmerksam beobachtet und wer in Gesprächen

mit Kunden und Lieferanten aufmerksam

zuhört, findet genügend Möglichkeiten,

um sich inspirieren zu lassen. Wenn

unsere Ideen dann von anderen Uhren- und

Schmuckmessen aufgegriffen werden, dann

haben wir den Beleg dafür, dass unsere

Messe- und Gestaltungskonzepte erfolgreich

sind.

Insight: Gab es im Rahmen der BASEL-

WOLRD eine Situation, die Sie nicht vergessen

können?

Sylvie Ritter: Vor allem sind es die herausfordernden

Situationen, für welche rasch eine

Lösung gefunden werden musste, die in

Erinnerung bleiben. Aber auch viele erfreuliche

Momente waren einprägsam. Mein

absolutes persönliches Highlight jeder Messe

ist es, wenn ich nach einer anspruchsvollen

Vorbereitungszeit im Rahmen des Eröffnungsaktes

jeweils unsere Gäste aus aller

Welt, darunter viele bekannte Gesichter,

wieder in Basel begrüssen darf.

Insight: Was war in Ihrer Zeit als Verantwortliche

für die BASELWORLD das lustigste

Erlebnis?

Sylvie Ritter: Es freut mich ganz besonders,

dass auch im Rahmen einer sehr ernsthaften

Fachmesse, die die seriöse Luxusgüterindustrie

bedient, durchaus heitere

Momente möglich sind. Dabei erscheinen

zahlreiche Erlebnisse aber oftmals erst

rückblickend als lustig.

Insight: Sprechen wir über Sie als Person.

Eine gute Woche beginnt …

Sylvie Ritter: ... wenn die letzte Woche nie

aufgehört hat.

Insight: Zeit ist für mich …

Sylvie Ritter: ... noch wertvoller als für

manch anderen, denn nur dank der Dimension

Zeit gibt es auch Zeitmesser, mit welchen

ich letztendlich mein täglich Brot verdienen

darf.

Insight: Geld macht mich …

Sylvie Ritter: ... nicht glücklicher und auch

nicht unglücklicher, aber bestimmt unabhängiger.

Insight: Mein letztes Buch war …

Sylvie Ritter: … «Digitale Demenz» von

Manfred Spitzer.

Insight: Mit 60 will ich …

Sylvie Ritter: ... tiefe Lachfältchen haben.

«Mit 60

will ich tiefe

lachfältchen

haben»

Sylvie Ritter,

Managing Director

Baselworld

Insight by Carl F. Bucherer Nº7 – 11


Neuheiten

Manero PowerReserve

Den Gang

Zeit

der

im Blick

Das neuste Mitglied in der Manero-Linie

ist die Manero PowerReserve. Mit integrierter

Gangreserveanzeige und dem präzisen

Manufakturwerk CFB A1011 verbindet

der Zeitzeiger hohe Funktionalität und ausgeklügelte

Technik. Und zeigt dem Träger

immer, wie viel Energie in ihm steckt. Das

Gestaltungselement der Gangreserveanzeige

hat Tradition: Ursprünglich verwendet

wurde die Anzeige bei Marinechronometern:

Die geografische Länge konnte nur

durch ein gezieltes Aufziehen der Uhr bei

jeweils gleicher verbleibender Gangreserve

sichergestellt werden, da eine vollständig

gespannte oder entspannte Feder zu Unge-

nauigkeiten führen kann. Rasch etablierte

sich die Anzeige auch bei Armbanduhren.

Sie signalisiert bis heute den aktuellen

Spannungszustand der Zugfeder und gibt

die Restgangdauer an.

Funktionalität auf

einen Blick

Auf einer runden Anzeige bei drei Uhr informiert

ein Zeiger über die verbleibende

Kraftreserve der Manero PowerReserve.

Neigt sich diese dem Ende zu, rutscht der

Zeiger in einen rot schraffierten Bereich.

Auf einen Blick ablesen lassen sich auch der

Wochentag bei neun Uhr und das besondere

Grossdatum bei elf Uhr sowie die bei sechs

Uhr integrierte kleine Sekunde. Das silberfarbene

Zifferblatt ist in einen äusseren und

inneren Ring unterteilt, die sich farblich

voneinander absetzen. Während sich auf

dem hellen Innenkreis alle Funktionen finden,

wird der äussere, dunklere Kreis von

silbernen Indizes segmentiert. Die changierende

Optik bildet einen gelungenen Übergang

zum Edelstahlgehäuse, das einen

Durchmesser von 42 mm und eine Höhe

von 12,54 mm aufweist. Eine edle Abrundung

findet der Zeitmesser im Armband

aus braunem Alligatorleder oder Edelstahl.

Klassisch inspiriertes Werk

Herzstück der Manero PowerReserve ist das

manufaktureigene Automatikkaliber CFB

A1011, das mit diesem Modell erstmalig in

einer Manero integriert wurde. Als eine

Weiterentwicklung des Manufakturkalibers

CFB A1002 stellt das CFB A1011 die

Gangreserve über einen Zeiger dar und

greift so auf klassische Elemente der Uhrengestaltung

zurück. Eine Besonderheit

des Werks ist die peripher gelagerte und bidirektional

aufziehende Schwungmasse,

welche das Automatikgetriebe mit Energie

versorgt. Die patentierte dynamische Stosssicherung

namens Dynamic Shock Absorption

(DSA) bietet höchste Effizienz und

Zuverlässigkeit.

12 – Insight by Carl F. Bucherer Nº7


Die Manero PowerReserve verbindet

gekonnt Klassik und Moderne – und ist

damit immer auf der Höhe der Zeit.

Insight by Carl F. Bucherer Nº7 – 13


Zu besuch bei

Abraham Koshy

Group Manager Rivoli Group

«Ticktack, Ticktack. Dieser gleichmässige

Klang der Armbanduhr meines Vaters sollte

meine berufliche Laufbahn massgeblich bestimmen.

Von Kindesbeinen an faszinierte

mich alles rund um das Thema Uhr – der

Klang, die Technik und nicht zuletzt die

Schönheit von Zeitmessern in Material und

Gestalt. Die Zeit zu vergessen, empfinde

ich als etwas Wunderbares, und auch zur

richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein»,

erzählt Abraham Koshy, Group Manager

der Rivoli Group, mit Enthusiasmus. So

empfindet er auch seinen Einstieg in das

Unternehmen, das seinen Hauptsitz in der

Sheikh Zayed Road in Dubai hat und mit

über 110 internationalen Marken als Synonym

für Luxus- und Lifestylegüterhandel

auf der Arabischen Halbinsel steht. Seit

1988 betreut Koshy dort alle namhaften

Luxusmarken aus dem Uhrenbereich, unter

denen auch Carl F. Bucherer nicht fehlen

darf. Weiter reicht das edle Spektrum über

Brillen und Lederaccessoires bis hin zu

Schreibgeräten. Allein in den Vereinigten

Arabischen Emiraten, Qatar, Oman und

Bahrain finden sich 385 Fachgeschäfte, die

zur Rivoli Group zählen. Die grösste Auswahl

an Luxusuhrenmarken bietet die «Dubai

Mall», das grösste Einkaufszentrum der

Welt. Darin hat sich auch Carl F. Bucherer

mit einer Boutique positioniert, die mit

Marken wie Breguet, Glashütte Original,

Blancpain, Omega, Jaeger-LeCoultre und

Zenith eine noble Nachbarschaft geniesst.

Aber es ist nicht nur das exklusive Markenportfolio,

das die Gruppe ausmacht. Auch

ihr erfolgreiches Personalmanagement eines

1600-köpfigen Teams ist lobenswert. Darin

kommt die zentrale Idee zum Tragen, dass

jeder Mitarbeiter mit seiner persönlichen

Leidenschaft zum Gesamterfolg beiträgt

und dadurch die gesamte Unternehmensstruktur

stärkt. Darüber hinaus verbinden

das hochqualifizierte Team Grundsätze wie

Professionalität und eine stark ausgeprägte

Produktaffinität. Um der anspruchsvollen

Kundschaft mit unterschiedlichen kulturellen

Hintergründen exzellenten Service zu

bieten, wird ein hohes Mass an Empathie

gefordert und kontinuierlich geschult. So

gilt im Nahen Osten beispielsweise die Prämisse,

«dass nichts unmöglich ist, und wenn

es noch nicht möglich ist, dann wird es eben

möglich gemacht. Mit dieser vertraut zu sein

ist enorm wichtig, um die Entwicklung der

Region zu verstehen», erläutert Koshy. Als

perfekten Ausdruck dieses Grundsatzes

nennt er das Emirat Dubai selbst, weil es

Tradition und Moderne geschickt vereint.

Die harmonische Verbindung von Gegensätzen

gelingt auch den sogenannten

«Souks» – traditionellen Einkaufsgassen,

die als Geschäftszentrum einer jeden arabischen

Stadt das Gesamtbild erheblich prägen.

«Besonders hervorzuheben ist der

Gold-Souk in Dubais Stadtteil Deira, der

mit über 300 Geschäften als die bedeutendste

Goldmeile der Welt gilt und daher

zu Recht den Beinamen City of Gold

trägt», schwärmt Koshy. Was die lebendigen

Gassen des Einzelhandels und des

Handwerks allesamt auszeichnet, ist eine

Philosophie, in der moderne Geschäftigkeit

ebenso eine Rolle spielt wie traditionelles

Flair. Eine Verbindung, die auch den Charakter

der Marke Carl F. Bucherer prägt.

Unter stetiger Berücksichtigung der wertvollen

schweizerischen Wurzeln verbindet

sie Tradition und Moderne auf stimmige

Weise.

14 – Insight by Carl F. Bucherer Nº7


Einen spannenden Kontrast zu Dubais

quirligen Souks bildet die beeindruckende

Kulisse an neu geschaffenen Bauten, die extravagante

futuristische Architektur zur

Schau stellen. Als funktionale Einheiten

und «Hot Spots» für Besucher aus aller

Welt ragen Dubais monumentale Meisterwerke

hoch hinaus in den Himmel und versprühen

den Charme einer «High-End-

Weltstadt». Der wohl jüngste Coup ist das

«At.mosphere», das Koshy als besonderen

Insidertipp nennt. «Neben kulinarischem

Weitblick verspricht es eine himmlische

Aussicht», erzählt er begeistert. In der 122.

Etage des 442 Meter hohen «Burj Khalifa»

gelegen, hat es sich den Weltrang als höchstes

Gourmetrestaurant gesichert. Im vergangenen

Jahr eröffnete Modedesigner

Giorgio Armani im selben Gebäude sein

erstes Hotel. Wie auch seine acht Restaurants

weltweit, darunter das legendäre «Peck

Deli» in Mailand, wurde das Interieur

vom Designer persönlich gestaltet.

Alle 160 luxuriös ausgestatteten Hotelzimmer

greifen die modische Philosophie

des Designers auf und sind

somit architektonische Abbilder seiner

Stilnote. Dieses Können schätzt Koshy

auch an Carl F. Bucherer. «Das eigenständige

Design der Uhren steht symbolhaft für

ihre inneren Werte: für eine hauseigene,

ausgeklügelte und intelligente Technik, die

einen würdigen optischen Rahmen verdient.»

Neben dem Armani-Hotel gibt es auch viele

andere traumhafte Übernachtungsmöglichkeiten

auf der künstlich geschaffenen Palm

Island. Ihr Konzept zeigt, dass Dubai nicht

nur ein Platz für eine Nacht ist. «Immer

mehr entwickelt es sich zu einem der exklusivsten

Freizeit- und Ferienzentren der

Welt», schildert Koshy, «was die Tourismusbranche

vor Ort zu einem immer wichtiger

werdenden Wirtschaftszweig macht.»

Bestehend aus einem fünf Kilometer langen

«Stamm» und insgesamt 17 «Wedeln» erfährt

die Kunstwelt «Jumeirah» durch einen

halbmondförmigen Wellenbrecher Schutz

und bietet Platz für ein besonders exklusives

Wohngebiet.

Dass die Inseln symbolisch für die Wirtschaftslage

Dubais stehen, findet Koshy naheliegend.

«Der positive Trend, der sich aktuell

abzeichnet, zeigt, dass der Nahe Osten

auch weiterhin ein sehr wichtiger Absatzmarkt

für die Luxusindustrie darstellen

wird, denn die Zahlen sprechen eindeutig

für sich», stellt er fest. «Es ist schön, wenn

man mit einer zukunftsträchtigen Industrie

wie dieser seine eigene Leidenschaft verbinden

kann. In meinem Fall sind es Uhren.

Hinter jeder Uhr steht eine Geschichte, die

sich mit der eigenen Lebenssituation verbindet

und dadurch zu einem wertvollen

Erinnerungsstück auf Lebzeiten wird»,

schwelgt Koshy. «Dieses immaterielle Gut

inspiriert mich, und es erfüllt mich, dass ich

es als Teil meines Berufes Tag für Tag an

internationale Kunden weitergeben kann.

Und die wiederum tragen es hinaus in alle

Welt.»

Insight by Carl F. Bucherer Nº7 – 15


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Sponsorship

Fashion for Floors

Haute Couture für

Fussböden

Ob im monegassischen Fürstenpalast, in der

Saatchi Gallery London, auf Luxusyachten

oder in den Penthäusern und Suiten rund

um den Globus: FASHION FOR

FLOORS erobert die Böden der Welt. Kreativer

Kopf hinter der Marke ist Kamyar

Moghadam, den wir im imposanten Frankfurter

Flagshipstore zum Gespräch treffen.

Mit leuchtenden Augen und sprudelnd vor

Energie lädt er uns ein, in die über 500

Quadratmeter grosse, opulente Wohnwelt

einzutauchen. «Das hier ist ein dynamisches

Storekonzept, fühlen ist erlaubt», witzelt

der gebürtige Hanauer, der sich mit FA-

SHION FOR FLOORS im Jahr 2006 einen

lang gehegten Traum erfüllt hat.

Seine leidenschaftliche Verbindung zu

Teppichen wurde bereits in früher Kindheit

geknüpft. Als Sohn von Alexander Moghadam,

der seit 1970 eine persische Teppichboutique

in Monaco führt und von Grace

Kelly zum offiziellen Ausstatter des Fürstenhauses

ernannt worden war, legte der

Selfmademan mit einem Studium an der

Parsons School in Paris neben Tom Ford die

Grundlage für seinen späteren Erfolg. Über

viele Jahre hinweg trug er auf der ganzen

Welt Inspirationen zusammen, um zurück

in Monaco ab 2006 die Moghadam-Tradition

mit FASHION FOR FLOORS fortzusetzen.

Schnell etabliert sich die neu gegründete

Marke, deren Matrix eine tief emotional

verwurzelte Beziehung zum Objekt Teppich

ist, zum offiziellen Hofausstatter des fürstlichen

Palastes. Diese Partnerschaft erlebt

am 2. Juli 2011 ihre Krönung. Als sich

Fürst Albert II. und Charlene Wittstock in

Monaco das Jawort geben, beginnen sie ihren

gemeinsamen Weg auf einem aussergewöhnlichen

Geschenk: einer insgesamt 103

Meter langen individuellen Teppichmassanfertigung

aus dem Hause FASHION FOR

FLOORS. Das aus feinster Seide gefertigte

Kunstwerk spiegelt nicht nur die monegassischen

Nationalfarben wider, sondern revolutioniert

das Konzept des roten Teppichs

massgeblich.

Das noble Gesamtkunstwerk ist nur eine

von vielen beeindruckenden Teppichkreationen,

die der Floor-Couturier hervorbringt.

Im Store in Frankfurt wie auch in der ursprünglichen

Boutique in Monaco inszenieren

Vintage-Patchworks, Teppiche im

3-D-Look mit Bienenwabenstrukturen,

kunterbunte Flauschkissen und luxuriöse

Kaschmirdecken eine pulsierende Fashion.

Wer seine eigene Idee zum Leben erwachen

lassen will, der kann sich im hauseigenen

Color Lab kreativ austoben und eigene

Massanfertigungen kreieren. Um das per-

18 – Insight by Carl F. Bucherer Nº7


fekte Outfit für den Boden zu garantieren,

bietet FASHION FOR FLOORS darüber

hinaus einen einzigartigen Vor-Ort-Service.

«Unsere Teppichdesigner kommen auf

Wunsch ins eigene Haus, um Mass zu nehmen

und sich ein Bild von den Räumen zu

verschaffen, die neu bekleidet werden sollen»,

erklärt Moghadam. «Ausserdem können

Teppiche gerne auch ‹zum Anprobieren›

mitgenommen werden. Zudem dürfen

alle handgeknüpften

Teppiche innerhalb

von einem Jahr nach

dem Kauf gegen den

vollen Verkaufspreis

umgetauscht werden.

Denn individuelle

Einrichtungsstile

können sich schnell

ändern.»

Zu den Spezialitäten des Hauses

zählt Moghadam seine Vintage-Patchworks

aus alten Persern. In ihnen finden sich Lebensspuren

wieder, die die Teppiche zu begehrten

Einzelstücken machen und welche

die Nostalgie der Vergangenheit in der Gegenwart

reflektieren. «Die Themen Zeit,

Wirklichkeitsebenen und Grenzen spielen

für mein Konzept eine grosse Rolle», erklärt

Moghadam seine Markenvision. «In

der Storekulisse verschmelzen Realität und

Traum und paaren sich mit Sehnsucht und

Begehrlichkeit. Ein Besuch bei uns ist wie

eine Reise in ein zauberhaftes Märchen

oder in die Welten von ‹1001 Nacht›. Darüber

hinaus sind unsere Objekte so kreiert,

dass sie für ihren Besitzer zum treuen Lebensbegleiter

werden.» Auch verschiedene

zeitgeschichtliche Epochen inspirieren das

Design von FASHION FOR

FLOORS. So greifen die knalligen

Teppiche mit plakativen Motiven

beispielsweise die Pop-Art-Kultur

der 1960er- und 1970er-Jahre auf,

und damit die Utopie einer heiteren

Welt. Auch stimulieren sie die Sinne und

schaffen eine farbenfrohe Supernatur.

Besondere Blickfänge sind auch die im

3-D-Look gestalteten Teppiche mit filigranen

Waben- und Netzstrukturen, die wie

multidimensionale Skulpturen im Wohnraum

wirken und Raumgefühl und Grenzen

neu definieren: Destruktion und erneute

Konstruktion werden zum zentralen

Gestaltungsmerkmal. Eleganz und Wertigkeit

des Materials symbolisieren auch jene

Teppiche, in denen Querschnitte aus Edelsteinen

verarbeitet wurden sowie hochwertige

Pelzdecken mit Kaschmirfutter. «Sie

bieten den unbezahlbaren Luxus, dass man

sich in sie hüllen und darin einfach nur verweilen

kann», schwärmt Moghadam hingebungsvoll.

«In einer Zeit, in der Dynamik

unser Lebensgefühl mehr denn je bestimmt,

empfinde ich immaterielle Güter

wie ‹Zeit haben› oder ‹Geborgenheit empfinden›

als etwas ganz Besonders. Und es

ist wunderbar, wenn ein materielles Gut

diese mitliefern kann.»

Im Hinblick auf die Grösse seiner Marke

will Moghadam aber nicht verweilen und

vielmehr seiner Mission, die Böden der

Welt zu erobern, treu bleiben. Nach den

Stores in Monaco und Frankfurt, die 2011

eröffnet wurden, sind weitere Boutiquen in

München, Hamburg, Genf, Mailand und

London in Planung. Und auch dort soll eine

neue Sicht auf den Teppich entstehen.

FASHION FOR FLOORS

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Einsendeschluss: 31. Juli 2013

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Gerne steht Ihnen Kamyar Moghadam

und das Team von FASHION FOR

FLOORS zur Seite:

Fashion For Floors

Hanauer Landstrasse 196

60314 Frankfurt • Germany

Fon +49 (0) 69 43 05 87 06

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Mitarbeiter von FASHION FOR FLOORS

und der Bucherer Montres S.A. sind von der

Wettbewerbsteilnahme ausgeschlossen.

Die Verlosung findet unter notarieller Aufsicht statt.

Der Preis kann nicht in bar ausbezahlt werden.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Pro Person gilt nur eine Einsendung.

Insight by Carl F. Bucherer Nº7 – 19


Q&A

Q&A mit

Sylvester Stallone

Der Schauspieler Michael Sylvester «Sly»

Gardenzio Stallone gehört zu den Grössen

Hollywoods. Mit Figuren wie dem aufstrebenden

Boxer Rocky Balboa oder dem Vietnamveteranen

John Rambo hat er Filmgeschichte

geschrieben.

Stallone ist aber nicht nur Darsteller, sondern

auch Regisseur, Drehbuchautor und

Unternehmer. Bei seinem aktuellsten Projekt

handelt es sich um die Neuinszenierung

der legendären «Rocky»-Spielfilme in

Form eines Musicals, für das er die Buchvorlage

schrieb. In der Bühnenshow erwarten

die Zuschauer klassische Rocky-Hymnen

wie «Eye Of The Tiger» oder «Gonna

Fly Now», aber auch viele neue Songs.

Zudem gibt es ein Wiedersehen mit Kultcharakteren

aus den Originalfilmen. Aber

auch die Performance kommt nicht zu kurz.

So wurden extra für das Musical aufwendige

Boxchoreografien entworfen, die an packende

filmische Action-Szenen erinnern.

Dabei profitierten die Macher von der professionellen

Erfahrung der Boxbrüder Vitali

und Wladimir Klitschko, die als Co-Produzenten

mit an Bord sind. Im November

2012 feierte das Musical seine Weltpremiere

in Hamburg.

Wir sprachen mit Sylvester Stallone über

«Rocky – das Musical», Privates und natürlich

die Uhren von Carl F. Bucherer, die er

selbst trägt.

Das Musical

Herr Stallone, was fasziniert Sie an

Musicals?

Was mich an Musicals besonders fasziniert,

ist, dass man die Seele der Charaktere

durch ihre Musik hören kann.

Welche Beziehung haben Sie zu «Rocky»?

Die Figur «Rocky» erlaubt mir wie keine

andere, meine Lebensphilosophie im Entertainment

auszudrücken. Darüber hinaus reflektiert

der biografische Ansatz des Musicals

die Höhen und Tiefen meines eigenen

Lebens.

Wie war es, mit Wladimir und Vitali

Klitschko zusammenzuarbeiten?

20 – Insight by Carl F. Bucherer Nº7


Carl F. Bucherer Uhren

Die beiden sind wahre Champions.

Sie wurden in ihrer Jugend übrigens von

den «Rocky»-Filmen beeinflusst.

Was war Ihnen beim Casting der Rollen

für das Musical wichtig?

Es war weniger entscheidend, ob die Charaktere

mit jenen der Filme möglichst identisch

sind. Wichtig war für mich, dass die

Schauspieler eine gewisse Leidenschaft sowie

eine Nähe zur jeweiligen Rolle mitbringen,

damit sie in der Lage sind, das Publikum

zu fesseln.

Persönliches

Welchen Berufswunsch hatten Sie als

kleiner Junge?

Zuerst wollte ich Athlet werden, dann professioneller

Reiter, bis ich schliesslich die

Schauspielerei für mich entdeckt habe.

Was waren Ihre ersten Jobs?

Lastwagen fahren in Philadelphia, beim

Entladen von Schiffen helfen und sogar Löwenkäfige

des New Yorker Zoos reinigen.

Wie definieren Sie Erfolg? Und wie

kommt man zu einem starken Willen?

Erfolg ist ein Mittel, um Gefühle auszudrücken

und diese anderen Menschen nahezu

bringen. Ein starker Wille beginnt für mich

damit, nicht auf andere, sondern einzig auf

das zu hören, was das eigene Herz sagt.

Was tun Sie in Ihrer Freizeit?

Ich male sehr gerne und fertige Skulpturen.

Welches ist Ihr Lieblingsmodell der

Carl F. Bucherer Kollektion?

Die Patravi TravelTec ist eine unglaubliche

Uhr und ich liebe es, wie sie aussieht und

sich anfühlt.

Welches war Ihre erste Uhr? War sie ein

Geschenk?

Meine erste richtig gute Uhr war eine goldene

Rolex Submariner, die ich zum Jubiläum

von «Rocky» bekam.

Wie kam es dazu, dass Sie beim Besuch

der Europapremiere von «The Expendables

II» in London eine Uhr von Carl F.

Bucherer trugen?

Sascha Moeri, ein toller Typ, und ich teilen

nicht nur dieselbe Leidenschaft für Uhren,

sondern auch für unsere jeweilige Arbeit.

Als wir uns auf der Premiere von «The

Expendables II» in London trafen, sagte

Sascha, dass ein so fantastischer Film auch

eine fantastische Uhr verdient.

Fotos: Getty Images (2), Stage Press (2), Daniel Bernhardt (1)

Insight by Carl F. Bucherer Nº7 – 21


Impressions People

China lädt zur Gala:

Carl F. Bucherer

unterstützt Filmpremieren

von

«Spiderman» und

«1911» mit einer

Charity-Gala für die

Dragon Foundation.

Zu den zahlreichen

Besuchern zählt

auch Schauspiellegende

Jackie Chan.

1 (von links nach rechts) Dr. Peter Tsoi, Präsident der Hong Kong Federation of

Youth Groups; Jerry Tsang, CEO Bucherer Hong Kong Limited; Jackie Chan,

Schauspieler und Produzent; Dr. Rosanna Wong, Direktorin der «Dragon Foundation»

und Direktorin der «Hong Kong Federation of Youth Groups»; Wang Zhimin,

stellvertretender Direktor des Verbindungsbüros der zentralen Volksregierung

der Sonderverwaltungszone Hongkong; Henry Tang, Chefsekretär der

Administration der Sonderverwaltungszone Hongkong; Lu Xinhua, Mitglied der

Kommission des Aussenministeriums der Volksrepublik China und der Sonderverwaltungszone

Hongkong; Lee Bing Bing, Hauptdarstellerin im Film «1911»; Peter

Lam, Vorsitzender der Media Asia Entertainment Group; Winston Chao, Hauptdarsteller

im Film «1911»; Shelley Lee; Nina Lam, Vize-Vorsitzende des Organisationskommittes

der Charity Premiere von «1911».

2 Carl F. Bucherer überreicht den Spendenscheck für die «Dragon Foundation»,

vertreten durch Dr. Rosanna Wong, Direktorin der «Dragon Foundation» und

Direktorin der «Hong Kong Federation of Youth Groups» (links), sowie Shelley

Lee, «Direktorin der Dragon Foundation».

3 Chong Chan-yau, Präsident der Hong Kong Blind Union.

4 John Tsang Chun-wah, Finanzsekretär der Sonderverwaltungszone Hongkong,

mit Jerry Tsang, CEO Bucherer Hong Kong Limited.

5 Die Veranstaltung «Leader of the Year» fand in einem prunkvollen Ballsaal statt.

1 2

3 5

4

22 – Insight by Carl F. Bucherer Nº7


1 2

3 4

Internationales PR Meeting,

Luzern: Vom 16. Bis 21. Oktober

2012 trafen sich die internationalen

PR-Vertreter von Carl F.

Bucherer in Luzern.

1 Auch eine Stadtführung durch Luzern mit Halt vor der Kapellbrücke,

dem Wahrzeichen der Stadt, stand auf dem Programm.

2 In einem historischen Bus ging es auf eine Zeitreise zurück

ins Gründungsjahr des ersten Bucherer Geschäfts 1888.

3 Die Carl F. Bucherer-PR-Familie.

4 Yashika Kumar Agarwal (Dubai) und Léa Peterselle (Frankreich).

Manero ChronoPerpetual:

Auszeichnung als bester

Chronograph bei den

«Middle East Premier

Awards for Watches,

Jewellery and Pens»

im Königreich Bahrain.

1

2

1 Die Manero ChronoPerpetual besticht durch einen

ewigen Kalender mit korrekturfreier Anzeige von Datum,

Wochentag, Monat sowie Mondphase, dessen

Mechanismus die unterschiedlichen Monatslängen

kennt und weiss, wann das nächste Schaltjahr ansteht.

2 Die Preisverleihung fand am 16. Oktober 2012 im Königreich

Bahrain statt. 300 Gäste, darunter königliche Hoheiten,

Würdenträger, Berühmtheiten, Diplomaten sowie Journalisten

und Experten aus den Bereichen Uhren und Schmuck, waren zu

der glanzvollen Gala eingeladen.

Insight by Carl F. Bucherer Nº7 – 23


Im Gespräch mit

Christian Both

Geschäftsführer Bucherer Berlin Kudamm

Als Lebensader des Berliner Westens gehört

der Kurfürstendamm, kurz Kudamm, zu

den berühmtesten Einkaufsstrassen der

Welt. Mitte des 16. Jahrhunderts als Reitweg

in den Grunewald für die Kurfürsten

angelegt und ab 1886 von Reichskanzler

Otto von Bismarck zu einem breiten Boulevard

nach französischem Vorbild ausgebaut,

gilt er heute als angesagte Bummelmeile

mit Bauboom. Seine weitläufigen Gehwege,

die von den eleganten Schaufenstern des

weltbekannten KaDeWes, von noblen Markenboutiquen,

Warenhäusern und Mono-

Stores gesäumt werden, ziehen Touristen

wie Einheimische beinahe magisch an. Seit

1996 findet sich in dieser pulsierenden Kulisse

das erste Bucherer Geschäft der Stadt

wieder, das in seiner Geschichte bereits einen

Umzug hinter sich hat: 2006 zog die

Boutique von Nr. 26 in Nr. 45 und hielt damit

dem Kudamm die Treue.

Im Jahr 2010 hat Christian Both die Geschäftsführung

übernommen. Als wir das

ca. 100 Quadratmeter grosse Geschäft betreten,

ist er gerade im Verkaufsgespräch.

Kundennähe und -service liegen ihm ganz

besonders am Herzen, wie er uns später im

Gespräch verraten wird. «Wir

definieren uns nicht über den

Preis, sondern über den Service

und über das aussergewöhnliche

Erlebnis.» Als gelernter Elektriker

und Computertechniker

widmet er sich erst in dritter

Ausbildung dem Schmuck und macht eine

Lehre zum Goldschmied. Gemeinsam mit

seiner Frau, in fünfter Generation Goldschmiedin

bei Juwelier Both in Saarbrücken,

führt er das Geschäft weiter, bevor er

in München ein eigenes Juweliergeschäft

eröffnet. Einige Jahre später wird es ihn zu

Juwelier Hansen nach Hamburg ziehen.

Zuvor folgen sechs eindrucksvolle Jahre auf

den Bermudas, wo er der Schmuckbranche

treu bleibt und in zwei Juweliergeschäften

tätig ist. Von Hamburg führt ihn sein Weg

nach Bremen in die Silberwarenmanufaktur

Koch & Bergfeld. Als Marketing- und Vertriebsleiter

baut er dort die gläserne Manufaktur

mit auf. Dann holt ihn Tiffany &

Co. ins Berliner KaDeWe. Mit seinem

Wechsel zu Bucherer kommt er erstmals in

Kontakt mit hochwertigen Uhren, ein Gebiet,

das ihn ebenso fasziniert wie die Welt

des Schmucks. Die möchte er als Gold-

schmied nicht missen. Dass die Filiale am

Kudamm prozentual den höchsten Schmuckumsatz

von allen Bucherer Geschäften in

Deutschland verzeichnet, freut ihn daher

ganz besonders.

Mit seinem Kommen brachte er nicht nur

mehr Kundenservice in das Geschäft am

Kudamm, sondern änderte auch den Fokus

auf den Schmuck. Neben mehreren Bucherer

Eigenschmuckmarken finden sich auch

zwei Fremdmarken und exklusiv für Bucherer

angefertigter Schmuck im glanzvollen

24 – Insight by Carl F. Bucherer Nº7


Sortiment. Besonders wichtig sind ihm die

Eigenmarken, die er auch in Zukunft aktiv

bewerben möchte, beispielsweise im Rahmen

von Events. «Unsere Marken sind auf

einem tollen Weg», freut sich Both, der sich

zudem vorstellen könnte, seine exklusiven

Kunden in Zukunft nicht nur zu Manufakturreisen

zu den Schweizer Uhrenherstellern

aus dem Portfolio einzuladen, sondern

dies auch im Rahmen des Schmuckumfeldes

anzubieten.

Was sein Uhrensortiment anbelangt, so fasziniert

ihn Carl F. Bucherer ganz besonders.

«Die Marke ist einfach frisch, anders,

sehr innovativ», schwärmt der Geschäftsführer.

«Sie hat es geschafft, sich von den

Zwangserfindungen zu befreien, die jedes

Jahr auf der Messe stattfinden. Carl F.

Bucherer steht für geniale technische Ideen,

und auch vom Design her gehen die Modelle

in die absolut richtige Richtung.» An

Boths Handgelenk hat seine Manero RetroGrade,

die er «wunderschön» findet, einen

festen Platz. Zum Interview trägt er die

Patravi EvoTec DayDate, ein «Statement

am Arm», wie er findet. Ganz besonders

hat es ihm auch die Manero MoonPhase

angetan. «Sie ist ein Volltreffer.» Und auch

hinter der Patravi TravelTec steckt seiner

Meinung nach eine «geniale Idee». Damen

legt er die eigenständige Manero Mono-

Graph sowie alle Adamavi-Modelle, an denen

er das exzellente Preis-Leistungs-Verhältnis

schätzt, ans Herz. Einen typischen

Carl F. Bucherer Kunden gibt es laut Both

aber nicht. «Die Marke ist zu vielfältig, das

Angebot breit gefächert», lobt er die aktuelle

Kollektion. «Fest steht, dass der klassische

Käufer von Carl F. Bucherer Uhren etwas

von Uhren versteht. Er hat meist schon

eine Uhr, sucht aber noch etwas ganz Besonderes.

Etwas, was man bei anderen Uhrenmarken

nicht findet.»

Es ist ihm eine Freude, dass er und sein

14-köpfiges Team dieses Besondere konstant

bieten können. Stolz macht ihn die zur

Boutique zählende, zertifizierte Uhrenwerkstatt,

in der zwei Uhrmacher professionellen

Service vor Ort bieten. Erstklassige

Schmuckanfertigungen werden von einem

externen Goldschmied erledigt. Die damit

gewährleistete hohe Servicequalität wissen

vor allem die lokalen Kunden zu schätzen,

die einen grossen Anteil der Gesamtkundschaft

ausmachen. «Sie kommen zu uns,

weil die Bucherer Filiale eine geschätzte

feste Instanz am Kudamm ist», freut sich

Both. Ausländische Kunden machen im

Geschäft am Kudamm noch die Unterzahl

aus. Überwiegend sind es Touristen aus

Asien oder Russland, die das Geschäft besuchen.

Der direkte Kundenkontakt bereitet Both

selbst grosse Freude. Und manchmal auch

kuriose Momente. Er berichtet uns von einem

Herren, der mit einem riesigen Gemälde

unterm Arm den Laden betritt, um

es als Zahlungsmittel für eine Uhr zu verwenden.

Weil er der Annahme ist, dass die

Uhr weniger Wert sei, will er den Rest bar

ausbezahlt haben. Both nimmt diese Situation

mit Humor: «Es tut mir leid, aber das

Bild passt leider nicht in unsere Kasse.»

Both legt Wert darauf, alle Ressourcen zur

Verfügung zu haben, um die relativ grossen

Massen, die den Kudamm und damit das

Geschäft besuchen, erstklassig zu bedienen.

Auch das Vertrauen, dass die Kunden ihm

und seinem Team entgegenbringen, will er

wahren. «Ich wünsche mir, dass wir der

Platz am Ort bleiben, der wir heute sind.

Ein Platz, an dem der Kunde erstklassigen

Service bekommt.»

Im Sommer 2013 wird Christian Booth das

Unternehmen verlassen. Wir danken Christian

Both sehr für seinen Einsatz und seine

Leistungen und wünschen ihm in seiner neuen

Tätigkeit viel Erfolg und Befriedigung.

«Wir definieren uns

nicht über den Preis,

sondern über den

Service und über das

aussergewöhnliche

Erlebnis»

Insight by Carl F. Bucherer Nº7 – 25


Im Gespräch mit

Jacqueline Schröder

Geschäftsführerin Bucherer Berlin Friedrichstrasse

Inmitten Berlins jüngster

ShoppingMeile, der

Friedrichstrasse, wurde

vor fünf Jahren das

zweite Bucherer Fachgeschäft

in der deutschen

Hauptstadt eröffnet.

«Davon spricht noch

heute ganz Berlin»,

schwärmt Jacqueline

Schröder, die im Juli 2012

die Geschäftsführung

übernommen hat.

Mit Häusern wie Galeries Lafayette und

Quartier 205 liegt die Boutique in nobler

Nachbarschaft und zieht neben prominenten

Kunden auch Touristen aus aller Welt

an. Aber auch «echte Berliner» kommen regelmässig

in die Boutique in Bestlage, wo

wir Jacqueline Schröder einen Tag vor Beginn

der Fashion Week in diesem Januar

zum Gespräch treffen. «Ich fühle mich hier

wohl», sagt sie, «es ist ein schöner Platz.

Ich bin gerne hier.»

In diesen Tagen hat sie alle Hände voll zu

tun. Zum lebendigen Tagesgeschäft kommt

die Ausstattung der Guido Maria Kretschmer

Schau mit Bucherer Juwelen, ein von

Schröder initiiertes Projekt, das neben einer

koordinativen Meisterleistung auch ein ausgeklügeltes

Sicherheitskonzept erfordert.

Trotzdem glänzen ihre Augen, als sie von

der Idee berichtet. «Ich bin ein Mensch, der

Begeisterung liebt. Bewegungen jeglicher

Art, vor allem fliegen, hochwertige Materialien,

Oldtimer – es gibt viele Dinge, die

mich begeistern. Und ich suche das Faszinierende

auch immer wieder aktiv.» So auch

im November, erst knapp fünf Monate nach

ihrem Einstand. Unter dem Motto «Magic

Luxury» lud sie «Berlin zu einem glanzvollen

Event». Bei dieser Begrüssungsfeier präsentierten

sie und ihr Team das komplette

Portfolio von Bucherer und lösten damit

unter den anwesenden Gästen

den einen oder anderen Aha-

Effekt aus: «‹Ich wusste

nicht, dass Bucherer

das hat!› Diesen Satz

der Begeisterung hörte

ich an jenem Abend

immer wieder.»

Seit ihrem Einstieg sind

bereits einige Monate

vergangen. Davor war die

gebürtige Berlinerin und

Mutter von zwei Söhnen

drei Jahre lang in der

Hauptstadt und international

für MEISSEN tätig.

Dank ihres Marketing- und PR-Backgrounds

wirkte sie nicht nur an der Neulancierung

der Marke mit, sondern war auch

an der Einführung der ersten Schmuckkollektion

beteiligt. Ein Schritt, der sie zur

Baselworld führte, wo sie deshalb genau

zum richtigen Zeitpunkt war. Ihren ersten

Monat im Unternehmen verbrachte sie in

der Zentrale in Luzern, bevor es dann auf

Deutschland-Tour und schliesslich nach

Berlin in die Friedrichstrasse ging. Dort hat

sie einen Ankerpunkt gefunden, und das ist

heutzutage ein seltenes Gut, wie sie findet.

«Nicht nur dass mich Boote im Allgemeinen

faszinieren, und dass der Stil des La-

dens dem Interieur eines Bootes gleicht»,

bekennt Schröder mit Freude, «Bucherer als

Marke ist, was der Name verspricht. Es

steht für Familientradition und für Werte.

Als Marke wie als Retailer werden alle

Kompetenzen vereint – das gefällt mir.»

Mit ihrem Team bediente Schröder im Dezember

60 Prozent lokale und 40 Prozent

ausländische Kunden. Dass sie den lokalen

Anteil seit Juli um zehn Prozent steigern

konnte, freut sie ganz besonders. Am Herzen

liegt ihr exzellenter Service, beispielsweise

auch Vor-Ort-Service für prominente

Gäste in Hotels, die ein privates, zurückge-

26 – Insight by Carl F. Bucherer Nº7


zogenes Einkaufserlebnis wünschen. Zu

den typischen Kunden in der Boutique zählen

neben Rechtsanwälten, Ärzten, Gästen

von Premium-Hotels und Geschäftsleuten

vor allem auch kulturell Interessierte – «das

aufstrebende Berlin mit vielen Zugezogenen»,

wie Schröder ihren Kundenstamm

zusammenfasst. «Unser klassischer Kunde

ist anspruchsvoll. Er möchte seine Ruhe haben

und gut beraten sein, aber auch über

Kultur und Reisen plaudern können.» Diesem

Anspruch müssen auch ihre Mitarbeiter

gerecht werden. Von ihnen fordert sie

neben einem Sinn für Kultur und Werte

vor allem Fachwissen, Kompetenz und

Flexibilität. «Bei Anruf müssen sie loslegen

können,» erzählt sie. Ausserdem sind

Schröder Fremdsprachen sehr wichtig. Jeder

einzelne Mitarbeiter spricht für die Verkaufsabwicklung

relevantes Standard-

Chinesisch, das sich das Team in einem internen

Chinesischkurs angeeignet hat.

Als wir sie nach einer Anekdote zur Boutique

fragen, schildert sie uns eines ihrer

schönsten Verkaufserlebnisse: «Es war ein

grauer Montag, irgendwie passierte an diesem

Morgen wenig. Irgendwann betrat ein

Mann den Laden. Ich war in diesem Moment

mit einem anderen Kunden beschäftigt,

nahm also nur seine tiefe, rockige

Stimme wahr und dachte

‹Wow!›. Als ich auf ihn zuging,

faszinierte mich auch

sein Erscheinungsbild, das

dem eines Rockstars glich.

Er suchte eine Uhr, wie ich im

Gespräch erfuhr. Vor allem Carl

F. Bucherer hatte es ihm angetan.

Am Ende nahm er nur ein

Uhrenband mit, versprach aber,

wiederzukommen. Erst später erfuhr

ich, dass er ein weltbekannter

Jazz-Musiker ist.»

Mit der Welt des Schmuckes vertraut, ist

das Thema Uhren für Schröder Neuland.

Aber auch hier ist es wieder die Faszination,

die sie schnell in den Bann reisst. Besonders

die Marken Carl F. Bucherer, Patek Philippe,

Omega und Rolex liegen ihr am Herzen, da

die Marken den Werten von Bucherer am

nächsten kommen. An Carl F. Bucherer

schätzt sie die Eigenständigkeit und Werthaltigkeit

der Marke ganz besonders. Diese

Merkmale sind es auch, die ihrer Meinung

nach den typischen Kunden der Luzerner

Manufakturmarke überzeugen. In seltenen

Fällen handle es sich um Erstkäufer, so

Schröder, und bei denen steige sie im Verkaufsgespräch

grundsätzlich über die Werte

der Marke Carl F. Bucherer ein.

Für 2013, das Jubiläumsjahr von Bucherer,

hat Schröder grosse Ziele. Dass die Jubiläums-Roadshow

anlässlich 125 Jahre Bucherer

vom 11. bis 15. März in der Friedrichstrasse

startet, freut sie ganz besonders. Ihre

5-Jahres-Vision ist schlicht, aber gehaltvoll:

«Ich möchte den guten Ruf dieser Filiale

konstant wahren.» Darüber hinaus träumt

sie davon, dass sich die Friedrichstrasse bis

dahin zu einer «prachtvollen Meile ohne

Baustellen» entwickelt hat. Und davon,

Berlins erste Uhrenlounge zu installieren.

Dafür möchte sie Bedientische von der Verkaufsfläche

nehmen und mehr Lichtquellen

schaffen, um eine angenehme Hotel- oder

Loungeatmosphäre zu kreieren. «Der Kunde

soll erst mal ankommen», erklärt sie.

2013 wird sie zum ersten Mal sogenannte

«Markenlounges» mit Sonderdekoration zu

den jeweiligen Marken organisieren. In

kleiner Runde sollen Vertreter und Kunden

der Marken zusammenkommen, um sich

bei Häppchen und Drinks auszutauschen.

«Das soll keine grosse, sondern eine effiziente

Geschichte werden», wünscht sich

Schröder. Für Juni plant sie einen Abend

zur Marke Carl F. Bucherer. Dank ihrer engen

Kontakte zu sehr guten Reiseveranstaltern

kommen auch regelmässig exklusive

Reisegruppen in die Boutique. Das verspricht

sie sich auch für die Zukunft. In den

Lounges, so Schröder, werden sie sich, genauso

wie die lokalen Kunden, wohlfühlen

können. Und insbesondere auch jener Kunde,

der in privater Atmosphäre das individuelle

Kauferlebnis sucht, wie beispielsweise

ein Mann, der mit funkelnden Augen den

Laden betritt, um ein besonderes Geschenk

für seine Liebste zu finden. Diese Art von

Verkaufserlebnis bereitet ihr am meisten

Freude, denn Schröder liebt «die Märchen,

die sich hier noch finden lassen – wenn ein

Mann eine Frau von Herzen begeistern

kann.»

Bei der Guido Maria Kretschmer Show im

Rahmen der Berlin Fashion Week im Januar 2013

wurden die Outfits durch Juwelen von Bucherer vollendet.

«Ich bin

ein Mensch, der

Begeisterung liebt»

Insight by Carl F. Bucherer Nº7 – 27


Neuheiten

Patravi TravelTec FourX

Limited Edition

Die Zeit in

einer neuen

Dimension

Mit dem Modell Patravi TravelTec FourX

Limited Edition bringen die Uhrmacher

von Carl F. Bucherer nicht nur verschiedene

Zeit zonen, sondern auch verschiedene Welten

auf einen gemein samen Nenner – die

Welten exquisiter Materialien. Erlesenes

Rotgold 18 K, gepaart mit robuster Hightechkeramik,

die in der aufwendigen Verarbeitung

zur Lünette höchsten Ansprüchen

gerecht wird. Aber auch hoch wertiges Titan

und widerstandsfähiger Kautschuk tragen

ihren Teil zu einem aussergewöhnlichen

Gesamtkonzept bei. Diese ausgewählten

Werkstoffe machen das Uhrgesamtwerk

zum 125-jährigen Jubiläum von Bucherer

zum Talking-Piece für Uhrenliebhaber.

Erstmalige Integration

von Werk und Gehäuse

Die Konzeption der im Jahr 2006 erstmals

lancierten Patravi TravelTec stellte Ingenieure,

Uhrmacher und Designer vor völlig

neue Herausforderungen. Da das Pflichtenheft

die übersichtliche Anzeige von gleichzeitig

drei Zeitzonen verlangte, war eine

nie da gewesene Integration von Uhrwerk

und Gehäuse erforderlich. Bei der Patravi

TravelTec enthält das Gehäuse einen Teil

des für die Selektion der Zeitzone notwendigen

Mechanismus, der über einen einzigartigen

Monodrücker in zwei Richtungen

ge steuert wird. Durch ein seitlich eingelassenes

Fenster lässt sich der Vorgang sogar

beobachten.

Für Vielflieger und

Weltenbummler

Der bei der Konstruktion betriebene Aufwand

steht ganz und gar im Zeichen der

einfachen Bedienung. So kann am multifunktionalen

Monodrücker bei 10 Uhr die

Reiserichtung, Ost oder West, vorgewählt

und mit jedem Knopfdruck eine Zeit zone

übersprungen werden. Dabei dreht sich der

Rehaut mit aufgedruckter 24-Stunden-Skala

in beide Richtungen und garantiert, dass

der rote Stundenzeiger stets die korrekte

Lokalzeit anzeigt.

Im Gegensatz zu anderen «Weltzeit-Uhren»

eignet sich die Patravi TravelTec sowohl für

Vielflieger als auch für Menschen, die mit

der ganzen Welt kommunizieren. Wer sich

selbst in eine andere Zeitzone begibt, wird

es vorziehen, den pfeilförmigen Stundenzeiger

blitzschnell stundenweise vor- oder

zurück zustellen. Wer oft in andere Zeitzonen

telefoniert, wird den 24-Stunden-

Zeiger in Verbindung mit dem patentierten

Patravi TravelTec-Mechanismus schätzen,

denn dieser erlaubt es, die Zeitzone des Gesprächspartners

zu selektieren und mit einem

Blick zu erkennen, ob dort Tag oder

Nacht ist.

Verbindung von Luxus

und Hightech

In ihrem Instrumentenlook hat die Patravi

TravelTec FourX Limited Edition nichts zu

verbergen. Deshalb versahen die Uhrmacher

sie mit einem skelettierten Zifferblatt, das

den Blick auf das Räder werk des aufwendig

dekorierten Automatikwerks freigibt.

28 – Insight by Carl F. Bucherer Nº7


Ein Eyecatcher ist die raffinierte

Datumsanzeige unter einer

wirksamen Lupe: Die Ziffern

sind aus dem Datumsreif ausgefräst

und bleiben unsichtbar, bis

sie rot unterlegt im Datumsfenster

erscheinen. Der technische Look des

totalen Durchblicks wird durch die Farbgebung

verstärkt. Mattes Schwarz kontrastiert

mit edlem Rotgold, kräftiges Rot markiert

wichtige Informationen auf dem Zifferblatt.

Das neue, auf 125 Exemplare limitierte

Modell Patravi TravelTec FourX Limited

Edition würdigt das Unternehmen Bucherer

in seiner Tradition, Innovation und Vielschichtigkeit.

Das Gründungsjahr des ersten

Bucherer Geschäftes ist in den Boden

des Modells graviert. So kann die Reise

durch die Zeit(zonen) beginnen.

Insight by Carl F. Bucherer Nº7 – 29


Standpunkt

Es wagen,

anders zu sein

Von Phillip Ng L.K.

Renommierter Uhrenexperte und

Gründer von Watch Report

Beim Zerteilen eines Apfels beginnen die

meisten oben am Stiel und schneiden von

dort aus der Länge nach nach unten. Wenn

Sie den Apfel jedoch auf die Seite legen und

ihn quer durch die Mitte durchschneiden,

finden Sie auf der Schnittfläche ein sternförmiges

Muster. Das mag überraschen,

weil sie niemals erwartet hätten, in einem

Apfel ein sternförmiges Muster zu finden.

Die blosse Änderung der Schnittrichtung

bietet ihnen völlig neue Möglichkeiten,

Dinge zu betrachten. Diese Fähigkeit, die

Perspektive zu ändern – «über den Tellerrand

zu schauen», wie es in der modernen

Businesssprache heisst, ist eines der zentralen

Prinzipien von Kreativität und Innovation.

Es gilt für viele unterschiedliche Bereiche

unseres Alltags.

Wenn man Erfolg haben möchte, geht es

oft darum, neue Möglichkeiten zu entdecken,

um das identische Produkt zu präsentieren

und zu vermarkten. Nehmen wir als

Beispiel den Inhaber eines Cafés in Tokio,

der die Suggestivkraft von Farbe als Mittel

zur Verringerung der Menge an Kaffee, die

für jede Tasse benötigt wird, nutzte, um

seinen Gewinn zu maximieren. Er lud 30

Freunde zur Verkostung von vier Kaffeesorten

ein, die in vier Tassen unterschiedlicher

Farbe serviert wurden: rot, braun, cyan und

gelb. Jede Tasse enthielt die gleiche Menge

der gleichen Mischung frisch gemahlenen

Kaffees, der auf genau die gleiche Art und

Weise zubereitet worden war. Seinen Freunden

sagte er dies natürlich nicht. Nachdem

sie den Kaffee probiert hatten, gaben sie ihr

Urteil ab. Viele hielten den Kaffee in der

cyanfarbenen Tasse für zu mild. Andere

fanden die Stärke des Kaffees in den gelben

Tassen akzeptabel, der in den roten und

braunen Tassen servierte Kaffee jedoch

wurde als der kräftigste beurteilt, wobei

über 90 % der Tester darin übereinstimmten,

dass der Kaffee in der roten Tasse am

vollsten schmeckte. Von da an servierte das

Café den Kaffee ausschliesslich in roten

Tassen. So konnte der Inhaber ein tolles

Produkt mit geringeren Kosten anbieten.

Das Ergebnis? Eine Win-win-Situation:

zufriedene Kunden und ein äusserst zufriedener

Unternehmer.

Ein anderer cleverer Geschäftsmann sah im

Fernsehen einen Bericht über ein Museum.

Darin wurde ein Waschbecken mit einem

Bronzedrachen aus der Ming-Dynastie gezeigt.

Wenn der Griff des Beckens von

Hand gedreht wurde, verspritzte er Wasser.

Das Verspritzen von Wasser ist ein bedeutender

Teil vieler chinesischer Rituale und

Feste. Der Unternehmer sah also eine goldene

Gelegenheit. Nach entsprechender

Marktanalyse und -forschung liess er die

Becken nachbauen und an beliebten Touristenorten

aufstellen. Die Besucher bezahlten

tatsächlich dafür, dass sie den Griff drehen

und Wasser verspritzen konnten. Die Erlöse

übertrafen alle Erwartungen, und der Geschäftsmann

profitierte einfach davon, dass

er Dinge aus einem anderen Blickwinkel

sah. Während andere nur die ästhetischen

und dekorativen Aspekte des Beckens sahen,

erkannte unser Unternehmer sein wirtschaftliches

und geschäftliches Potenzial.

Die aus diesen zwei alltäglichen Beispielen zu

ziehenden Schlüsse liegen auf der Hand. Wenn

wir immer auf den gleichen ausgetretenen Pfaden

wandeln, bleiben wir in der Vergangenheit

stecken und schaffen niemals etwas Neues.

Oder wie ein amerikanischer Erfinder sagte:

«Wenn Sie etwas in den letzten zehn Jahren

immer gleich gemacht haben, ist die Wahrscheinlichkeit

gross, dass Sie es falsch gemacht

haben.» Innovation bedeutet, eine feste Denkweise

zu durchbrechen und einen Schritt in eine

neue Richtung zu unternehmen. Ein perfektes

Beispiel ist das Zerschneiden des Apfels auf

eine Art und Weise, die das unerwartete sternförmige

Muster hervorbringt.

Und damit kommen wir zu Carl F. Bucherer

und der Philosophie hinter der Marke. Wie

schon der Slogan des Unternehmens besagt,

werden seine Uhren ausdrücklich «für Leute,

die nicht mit der Zeit gehen» hergestellt, für

Individuen, die ausgetretene Pfade verlassen

und es wagen, anders zu sein, für Menschen,

die ihre eigene Zukunft formen. Um dies zu

erreichen, muss eine Unternehmenskultur

und Denk- und Handlungsweisen gepflegt

werden, bei denen alle Mitarbeiter Unternehmer

sind, die für den Erfolg des Unternehmens

und seiner Produkte arbeiten. Dies

spornt Carl F. Bucherer und seine Mitarbeiter

jeden Tag und bei jedem Modell an.

Zwölf Jahre nach dem Entscheid, die Marke

international zu lancieren, ist Carl F. Bucherer

eindeutig auf dem richtigen Weg, die ehrgeizigen

Ziele zu erreichen.

«Für Leute, die nicht

mit der Zeit gehen»

30 – Insight by Carl F. Bucherer Nº7


Neuheiten

Alacria RoyalRose

Majestätischer Charme

im Zeichen der Rose

In ihrer Eleganz und Anmut steht die Rose

als Zeichen für Schönheit, Lebensfreude

und Liebe. Seit Jahrhunderten wird ihr als

göttlichem Phänomen gehuldigt, wird sie

von Poeten besungen und von Liebespaaren

als Zeugnis ewiger Verbundenheit gewertet.

Bereits die Mythen und Sagen der Antike

sind von der Magie dieser Blume beseelt.

Als Überbleibsel der Morgenröte auf der

Erde oder als Geschöpf aus Adonis’ Blut

wird die Rose dort beschrieben. Doch auch

in den irdischen Gärten der frühen Hochkulturen

gewinnt die Königin unter den

Blumen Gefallen: Ob in Persien, China

oder Babylon – die Rose wird weltweit wegen

ihrer Schönheit und ihres faszinierenden

Duftes geschätzt. Mit der Produktion

von Rosenöl wurde vor allem von den Persern

der Versuch unternommen, das betörende

Parfum zu konservieren. Rasch avancierte

die Blume auch zum Liebling an

herrschaftlichen Höfen, wo sie Zeichen und

Wappenpflanze von Kaisern und Königen

wurde. Inspiriert von der majestätischen

Pracht und Symbolkraft der Rose kreierte

Carl F. Bucherer einen Zeitzeiger, von dem

eine besondere Strahlkraft ausgeht: die

Alacria RoyalRose. Eleganz und Schönheit

der Rose sind dabei gekonnt aufgegriffen,

ziert doch ein blütenumranktes Zifferblatt

das Modell.

Ornamentale Eleganz

Die klassische Form der Alacria wurde bei

diesem Modell beibehalten: Konkav gebogene

Flanken unterstreichen die feminine

Linienführung der stilvollen Uhr. Das edle

Gehäuse, gefasst mit je 137 schillernden roten

Saphiren und Brillanten, ist aus 18 karätigem

Weissgold gefertigt. Die silbernen

Zeiger betonen die Eleganz des aparten

Zeitmessers. Das Schweizer Präzisionswerk

CFB 1850 tickt als Herz der Alacria Royal-

Rose. Vollendet wird das Schmuckstück

durch die reliefartigen, floralen Elemente,

die das gesamte Zifferblatt überziehen: Die

in 89 Saphiren und 26 Brillanten abgesetzten

Blüten harmonieren perfekt mit dem

Perlmutt des Zifferblatts. Eine stimmige

Abrundung erfährt das Modell durch das

hochwertige verzierte Armband aus exquisitem

Kalbsleder. Gefertigt aus diesen edlen

Materialien ist eine Uhr entstanden, die die

Zeit zum Blühen bringt.

Zeichen der Zeit

Blumen als Metapher des farbenprächtigen

Lebens erblühen in der Alacria RoyalRose

zur Unvergänglichkeit. Und umranken damit

das Handgelenk auf erfrischende und

elegante Weise. Ein Schmuckstück, das einer

Königin würdig ist. Und ein Liebesschwur,

dessen Wirkung auf ewig gelten

mag.

Insight by Carl F. Bucherer Nº7 – 31


32 – Insight by Carl F. Bucherer Nº7

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