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in der SALZBURGER ALTSTADT - Fokus-Media

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<strong>SALZBURGER</strong><br />

<strong>ALTSTADT</strong><br />

Seite 38<br />

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gewerblichen Immobilienwirtschaft


EDITORIAL<br />

LIEBE LESER!<br />

LEITMESSEN. FOKUS ist auch 2013 wie<strong>der</strong> Medienpartner und Aussteller auf zahlreichen<br />

nationalen und <strong>in</strong>ternationalen Messen. Neben den aktuellen Berichten von e<strong>in</strong>schlägigen Bauund<br />

Wohnmessen <strong>in</strong> Österreich – wie beispielsweise <strong>der</strong> Bauen & Energie, <strong>der</strong> Wohnen & Interieur,<br />

<strong>der</strong> Wiener Immobilienmesse – sowie den <strong>in</strong>ternationalen Gewerbeimmobilienmessen<br />

MIPIM <strong>in</strong> Cannes und EXPO REAL <strong>in</strong> München werden <strong>in</strong> bewährter Form Son<strong>der</strong>publikationen<br />

und spezielle Ausgaben zu diesen Messen herausgegeben. Die Relevanz von bedeutenden Schauplätzen<br />

als Begegnungsplattform zum Netzwerken br<strong>in</strong>gen wir auf den Seiten 48 bis 50.<br />

„Die Zeit mag Wunden<br />

heilen, aber sie ist e<strong>in</strong>e<br />

miserable Kosmetiker<strong>in</strong>.“<br />

Mark Twa<strong>in</strong><br />

UNERHÖRTE VISIONEN. Die aktuelle FOKUS-Story <strong>in</strong> <strong>der</strong> Rubrik Immobilien widmet sich<br />

diesmal dem Kampf <strong>der</strong> Zukunftsarchitektur und den Visionen und Plänen von Stararchitekten,<br />

<strong>der</strong>en Projekte abgelehnt o<strong>der</strong> nur „schubladiert“ wurden. Welche Chancen und Fortschritte s<strong>in</strong>d<br />

<strong>der</strong> Welt dadurch vielleicht entgangen? Lesen Sie mehr ab Seite 20.<br />

LEISTBARES WOHNEN. Wiewohl sich die erwähnten architektonischen Spitzenleistungen auf<br />

gewerbliche Projekte beziehen, stehen Architektur und Gestaltungswille häufig im Wohnbereich<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>em nicht unbeträchtlichen Spannungsfeld mit Kosteneffizienz und <strong>der</strong> Schaffung leistbarer<br />

Wohnungen. Diesem Thema werden wir uns <strong>in</strong> <strong>der</strong> kommenden Ausgabe widmen, nebst<br />

e<strong>in</strong>er Beleuchtung <strong>der</strong> immer wichtigeren Thematik von Wohnen und Leben im Alter.<br />

STANDORT SALZBURG. Unser traditioneller Regionsschwerpunkt führt uns diesmal <strong>in</strong> das<br />

Bundesland Salzburg als Wirtschafts- und Immobilienstandort. Neben wirtschaftlichen Marktberichten<br />

und Gesprächen mit lokalen Immobilienprofis laden wir Sie als Abrundung auch<br />

zu e<strong>in</strong>em persönlichen Gespräch mit dem kürzlich goldgekrönten Salzburger Skistar und Weltmeister<br />

Marcel Hirscher e<strong>in</strong>.<br />

Viel Vergnügen beim Lesen dieser Ausgabe wünscht Ihnen Ihr<br />

Dr. Alexan<strong>der</strong> Scheuch<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 3


INHALT<br />

IMMOBILIEN<br />

06 News & Infos<br />

Kurznachrichten aus dem Immobilienbereich.<br />

20 Unerhörte Visionen<br />

Das harte Los <strong>der</strong> Stararchitekten.<br />

28 Z<strong>in</strong>shaussanierung<br />

Zunehmend wird von den gewerblichen Bauträgern und<br />

Immobilienentwicklern die Z<strong>in</strong>shaussanierung professionalisiert.<br />

WIRTSCHAFTSSTANDORT SBG.<br />

36 Mietwohnung statt Eigentum<br />

Fast je<strong>der</strong> zweite Salzburger sucht e<strong>in</strong>e Mietwohnung.<br />

20<br />

40 Gehobene Vielfalt<br />

Salzburgs Luxusimmobilien s<strong>in</strong>d vielfältig wie die Landschaft.<br />

44 Goldgekrönt<br />

Österreichs bester Skiläufer Marcel Hirscher im Porträt.<br />

BUSINESS<br />

48 Dabeise<strong>in</strong> ist alles<br />

Die Immobilienbranche lässt kaum Gelegenheiten aus,<br />

um sich zu treffen.<br />

52 BAU 2013<br />

Die Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme fand<br />

<strong>in</strong> München statt.<br />

54 Energiefalle Büro<br />

Steigende Energiekosten machen sich beson<strong>der</strong>s<br />

im Office bemerkbar.<br />

44<br />

58 Im <strong>Fokus</strong><br />

FOKUS immer hautnah am Geschehen ...<br />

WIRTSCHAFT & FINANZEN<br />

66 News<br />

Kurznachrichten aus <strong>der</strong> Welt <strong>der</strong> Wirtschaft.<br />

68 Mehr Service, mehr Geld<br />

Für nachhaltig bessere Kundenorientierung würden<br />

Verbraucher mehr bezahlen.<br />

70 Die Aktiengesellschaft<br />

Der wesentliche Unterschied zu eigentümerlosen Rechtsgebilden.<br />

72 Steuerrecht<br />

Das Stabilitätsgesetz 2012 hat auch Neuerungen im Bereich<br />

<strong>der</strong> Umsatzsteuer im H<strong>in</strong>blick auf Immobilien gebracht.<br />

4 FOKUS 48<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


LIVING & LIFESTYLE<br />

74 News<br />

Neues und Interessantes auf dem Markt.<br />

78 Ankleiden nach Maß<br />

Platz für die Gar<strong>der</strong>obe – <strong>der</strong> Traum je<strong>der</strong> Frau.<br />

82 Düfte für unser Wohlbef<strong>in</strong>den<br />

Der richtige Raumduft entscheidet, ob wir uns an<br />

e<strong>in</strong>em Ort heimelig fühlen.<br />

16<br />

84 Gartenarbeit als Therapie<br />

Der eigene Garten wird zur Wohlfühloase im<br />

hektischen Alltag.<br />

90<br />

90 E<strong>in</strong>e Limous<strong>in</strong>e wird sportlich<br />

Der neue Jaguar XF Sportbrake übernimmt die<br />

vornehmsten Tugenden <strong>der</strong> coupéartig geformten<br />

Limous<strong>in</strong>e und erweitert sie um die Stärken Praktikabilität<br />

und Vielseitigkeit.<br />

94 W<strong>in</strong>terpause<br />

Teneriffa hat viel Reizvolles für eilige W<strong>in</strong>terflüchtl<strong>in</strong>ge<br />

zu bieten.<br />

97 Familienurlaub<br />

Im Falkenste<strong>in</strong>er Hotel Cristallo am Katschberg gibt<br />

es zu fe<strong>in</strong>en Neuerungen im Angebot auch noch e<strong>in</strong>en<br />

reizvollen Frühbucherbonus.<br />

98 Gew<strong>in</strong>nspiel<br />

FOKUS verlost tolle Urlaubspreise.<br />

94<br />

Medieneigentümer, Herausgeber- und Chefredaktionsanschrift ÖWG Werbeagentur und Verlags GmbH, Bergmillergasse 5/Stiege 2/2. DG, A-1140 Wien,<br />

Tel. +43 (0)1/813 03 46-0, office@fokus-media.at, www.fokus-media.at Herausgeber und Geschäftsführer Dr. Alexan<strong>der</strong> Scheuch Verlagsleitung Walter Thomas<br />

Chef<strong>in</strong> vom Dienst Ingeborg Zauner Grafik MG, André Unger, Leopold Engelmann Office Ingeborg Zauner, Sab<strong>in</strong>e Reiterer Mitarbeiter dieser Ausgabe Hansjörg<br />

Preims, Dr. Alexan<strong>der</strong> Scheuch, Walter Thomas, Dipl.-Ing. Peter Matzanetz, Mag. Andreas Besenböck, Ingeborg Zauner, Gabriella Mühlbauer, Rosemarie Liermann,<br />

Mag. Elfi Oberhuber, Dr. Stephan R. Eberhardt, Christian Prenger, Mag. Gerhard Schill<strong>in</strong>ger, Dr. Gerhard Gangelberger, Margot R. Dimi Anzeigen Wolfgang Schebek,<br />

Sylvia Kal<strong>in</strong>ka, Sonja Auer, Renate Hofbauer Coverfoto F<strong>in</strong>est Homes/UBM Vertrieb Medien für Med Freier Vertrieb und Messen Medien für Med, Post AG, FOKUS,<br />

Reed Messe Wien, Wohnen und Interieur 2013, Wiener Immobilienmesse 2013, MIPIM 2013<br />

OFFENLEGUNG NACH § 25 MEDIENGESETZ<br />

Medien<strong>in</strong>haber und Herausgeber: ÖWG Werbeagentur und Verlags GmbH. Sitz <strong>der</strong> Gesellschaft: Bergmillergasse 5/Stiege 2/2. DG,<br />

A-1140 Wien, FN 259322g, HG Wien, Tel. +43 (0)1/813 03 46-0, Fax +43 (0)1/813 03 46-160, E-Mail: office@fokus-media.at; www.fokusmedia.at<br />

Geschäftsführer: Dr. Alexan<strong>der</strong> Scheuch Gesellschafter: RA Dr. Anton Draskovits und RA Dr. Richard Köhler, beide Amerl<strong>in</strong>gstraße 19, A-1060 Wien<br />

Unternehmensgegenstand: a) Die Herausgabe von periodischen Druckwerken und Büchern sowie die vertragliche Erbr<strong>in</strong>gung von Verlagsfunktionen gegenüber<br />

Dritten e<strong>in</strong>schließlich <strong>der</strong> Gestaltung von Medien und an<strong>der</strong>en Druckwerken, <strong>der</strong>en Anzeigenverwaltung und Anzeigenakquisition, des Druckes und des Vertriebes,<br />

b) <strong>der</strong> Buch-, Kunst- und Musikalienhandel sowie die Verwertung von Urheberrechten und jedweden Lizenzrechten, die geeignet s<strong>in</strong>d, dem Geschäftsgegenstand<br />

dienlich zu se<strong>in</strong>, <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e an Verlagen und Medienunternehmen. Erklärung über die grundlegende Richtung: Unabhängige Zeitschrift zur Information <strong>der</strong> Leser<br />

zum Thema Immobilien, Wohnen, Bus<strong>in</strong>ess, Lifestyle und F<strong>in</strong>anzen. Copyright <strong>der</strong> namentlich genannten Artikel bei den Autoren. Namentlich gezeichnete Beiträge<br />

müssen sich nicht mit <strong>der</strong> Me<strong>in</strong>ung <strong>der</strong> Redaktion decken. Für unverlangt e<strong>in</strong>gesandte Manuskripte und Bil<strong>der</strong> kann ke<strong>in</strong>e Haftung übernommen werden bzw. entfallen<br />

sämtliche Honoraransprüche.<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013 FOKUS 5


IMMOBILIEN<br />

Text Hansjörg Preims<br />

NEWS<br />

TRENDS<br />

HOMESTAGING UND IMMOSTYLING<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

Zwei Trends aus den USA, Homestag<strong>in</strong>g und Immostyl<strong>in</strong>g,<br />

s<strong>in</strong>d nun auch <strong>in</strong> Österreich angekommen – auf <strong>der</strong> „WIM –<br />

Wiener Immobilienmesse“ am 16. und 17. März 2013 im Congress<br />

Center <strong>der</strong> Messe Wien. Beim Homestag<strong>in</strong>g gilt es, Immobilien<br />

gezielt für den Verkauf o<strong>der</strong> die Vermietung aufzubereiten<br />

bzw. sie so optimal, behaglich o<strong>der</strong> trendig wie möglich umzugestalten,<br />

um möglichst rasch e<strong>in</strong>en guten Verkaufs- o<strong>der</strong> Mietpreis<br />

zu erzielen. Dabei werden Themen wie Dekorieren, Lichtund<br />

Farbgestaltung ebenso beachtet wie bloßes Entrümpeln<br />

o<strong>der</strong> Re<strong>in</strong>igen. Beim Immostyl<strong>in</strong>g werden Liegenschaften je nach<br />

Kundenwunsch für die Vermietung möbliert: elegant und exklusiv<br />

o<strong>der</strong> auch m<strong>in</strong>imalistisch und preisbewusst. Der f<strong>in</strong>anzielle<br />

Vorteil für die Eigentümer liegt auf <strong>der</strong> Hand, denn <strong>der</strong>art aufbereitete<br />

Liegenschaften können gew<strong>in</strong>nbr<strong>in</strong>gen<strong>der</strong> vermietet<br />

werden. Interessierte können sich bei <strong>der</strong> Firma Arsdecora am<br />

Messestand C01d <strong>der</strong> „WIM“ e<strong>in</strong>en Überblick über die vielen<br />

Möglichkeiten des Umgestaltens verschaffen.<br />

„GREENHOUSE“ IN ASPERN<br />

PLATZ FÜR 305 STUDIERENDE<br />

FOTO: AAP/LARS OBERWINTER<br />

In Aspern Die Seestadt Wiens wird 305 Studierenden ab September<br />

2015 e<strong>in</strong> neues Studentenwohnheim mit e<strong>in</strong>er Nutzfläche<br />

von rund 9.700 m 2 zur Verfügung stehen. Die WBV-GPA errichtet<br />

das von <strong>der</strong> aap.architekten ZT-Gmbh geplante Passivhaus<br />

mit e<strong>in</strong>em Heizwärmebedarf von 15 kWH/m² und Jahr. „Die Errichtung<br />

dieses Studierendenheims wird bei Gesamtbaukosten<br />

von 11,49 Millionen Euro mit Wohnbauför<strong>der</strong>mitteln <strong>in</strong> Höhe<br />

von über vier Millionen Euro unterstützt“, so Wiens Wohnbaustadtrat<br />

Michael Ludwig. E<strong>in</strong> wesentliches Augenmerk liegt<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> hohen ökologischen Qualität, die sich auch im Namen<br />

„GreenHouse“ wi<strong>der</strong>spiegelt. Es soll se<strong>in</strong>en Energieverbrauch<br />

aus erneuerbaren Energiequellen, etwa Sonnenenergie, decken.<br />

6 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


INNOVATION<br />

DIE 4. DIMENSION DER INNENARCHITEKTUR<br />

FOTO: LICHTENEGGER INTERIOR<br />

Das Kärntner Unternehmen Lichtenegger Interior, auf hochwertiges<br />

Shop-, Hotel- und Wohnungsdesign spezialisiert, hat mit<br />

„Interior Cave“ die laut eigenen Angaben weltweit erste vierdimensionale<br />

virtuelle Realität dieser Art von Raumgestaltung entwickelt.<br />

Shopbesitzer, Hoteliers und Architekten sowie auch Privatkunden<br />

können im „Interior Cave“ mit Unterstützung e<strong>in</strong>er Polarisationsbrille<br />

durch ihre geplanten, aber noch nicht um gesetzten Lebenswelten<br />

schlen<strong>der</strong>n und bei Bedarf aktiv <strong>in</strong> den Planungsprozess<br />

e<strong>in</strong>greifen. Der 4-D-Kubus projiziert auf <strong>in</strong>s gesamt vier Wandbzw.<br />

Fußbodenflächen Räume, E<strong>in</strong>richtung und vieles mehr.<br />

Österreichs größte Immobilienplattform<br />

*Österreichweite Befragung<br />

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EINZELHANDELSIMMOBILIEN<br />

INVESTITIONSTÄTIGKEIT STABIL<br />

Die neueste Studie von CBRE ergab im 4. Quartal 2012<br />

e<strong>in</strong>en Anstieg <strong>der</strong> Investitionstätigkeit <strong>in</strong> europäische E<strong>in</strong>zelhandelsimmobilien<br />

auf 13,5 Mrd. Euro. Das entspricht e<strong>in</strong>er<br />

50-prozentigen Steigerung des dreijährigen Quartalsdurchschnitts<br />

von 9 Mrd. Euro und stellt e<strong>in</strong>e extrem starke Steigerung<br />

von 90 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2012 dar.<br />

Die starken Zahlen des 4. Quartals 2012 wurden erheblich<br />

durch den Jahresendeffekt bee<strong>in</strong>flusst, <strong>der</strong> im vergangenen<br />

Jahr bei den E<strong>in</strong>zelhandelsimmobilien stärker als auf dem<br />

europäischen Investmentmarkt für gewerbliche Immobilien<br />

<strong>in</strong>sgesamt ausgeprägt war. Der Umsatz im Bereich E<strong>in</strong>zelhandelsimmobilien<br />

stieg im vierten Quartal 2012 im Vergleich zum<br />

Vorjahreszeitraum 2011 um 36 Prozent. Beson<strong>der</strong>s West europa<br />

– und hier vor allem Deutschland und Skand<strong>in</strong>avien – konnte<br />

den Großteil <strong>der</strong> Investitionen verbuchen. Am österreichischen<br />

Immobilienmarkt wurden <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em starken vierten Quartal<br />

2012 <strong>in</strong>sgesamt 196 Mio. Euro <strong>in</strong> E<strong>in</strong>zelhandels immobilien <strong>in</strong>vestiert,<br />

was e<strong>in</strong>e Steigerung von etwa 50 Prozent gegenüber<br />

dem Vorjahreszeitraum 2011 darstellt. Im Gesamtjahr 2012<br />

wurden 665 Mio. Euro <strong>in</strong> diese Assetklasse <strong>in</strong>vestiert, was<br />

e<strong>in</strong>em Anteil von zirka 41 Prozent des Investmentvolumens <strong>in</strong><br />

Gewerbeimmobilien <strong>in</strong> Österreich entspricht.<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

BÜROHAUS RÜDENGASSE<br />

EHL VERMITTELT AN<br />

PRIVATINVESTOR<br />

EURO GRUNDINVEST<br />

WELCHER WOHNTYP<br />

SIND SIE?<br />

FOTOS: ARCHIV, SHUTTERSTOCK<br />

E<strong>in</strong> privater Investor aus Tirol hat Anfang<br />

2013 das Bürohaus Rüdengasse 11<br />

<strong>in</strong> Wien 3 erworben. Verkäufer ist e<strong>in</strong><br />

<strong>in</strong>stitutioneller österreichischer Investor,<br />

vermittelt wurde die Transak tion<br />

von EHL Immobilien. Das Objekt umfasst<br />

4.660 m² Bürofläche und ist zur<br />

Gänze langfristig an die Magistratsabteilung<br />

11 (Amt für Jugend und<br />

Familie) vermietet. 1997 wurde das<br />

Haus umfassend saniert und mo<strong>der</strong>nisiert sowie für die spezifischen<br />

Ansprüche des Gesamtmieters adaptiert. Durch die unmittelbare<br />

Nähe zur U3-Station Kard<strong>in</strong>al-Nagl-Platz ist e<strong>in</strong>e ausgezeichnete<br />

Anb<strong>in</strong>dung an das öffentliche Verkehrsnetz gegeben. Die sehr gute<br />

Erreichbarkeit für den Individualverkehr garantiert auch e<strong>in</strong>e hervorragende<br />

Verb<strong>in</strong>dung zu den wichtigsten Autobahnachsen sowie<br />

dem Flughafen Wien. Der Verkauf dieses Objekts sei e<strong>in</strong> weiteres<br />

Indiz für den stetigen Aufschwung des österreichischen Immobilien<strong>in</strong>vestmentmarkts,<br />

so EHL-Geschäftsführer Michael Ehlmaier. Auch<br />

für das erste Halbjahr 2013 erwarte er weiterh<strong>in</strong> steigende Transaktionsvolum<strong>in</strong>a.<br />

Die Privat<strong>in</strong>vestoren konzentrierten sich nicht<br />

mehr ausschließlich auf Wohnimmobilien, son<strong>der</strong>n hätten auch die<br />

gewerblich genutzten Immobilien wie<strong>der</strong>entdeckt.<br />

Ob Apartment, E<strong>in</strong>familienhaus o<strong>der</strong><br />

Reihenhaus: Beim Immobilien erwerb<br />

sollten Käufer weniger das Angebot an<br />

Objekten als Auswahlkrite rium ansetzen,<br />

son<strong>der</strong>n vor allem die eigenen Bedürfnisse.<br />

„Die hohe Nachfrage führt<br />

vermehrt dazu, dass sich Käufer nicht<br />

fragen, welche Anfor<strong>der</strong>ungen ihr Objekt<br />

eigentlich erfüllen muss“, sagt Michael<br />

Balek, Chefentwickler des Münchner<br />

Bauträgers Euro Grund<strong>in</strong>vest. Dabei entscheide die Wahl <strong>der</strong><br />

Wohnform über die künftige Lebensqualität und das Wertentwicklungspotenzial.<br />

Euro Grund<strong>in</strong>vest rät Immobilienkäufern zu e<strong>in</strong>er<br />

Checkliste, <strong>in</strong> <strong>der</strong> sie ihre aktuellen und künftigen Bedürfnisse systematisch<br />

erfassen: Anzahl <strong>der</strong> Zimmer und <strong>der</strong>en Größen, Balkon,<br />

Keller, Waschküche, Garage. Da sich die Bedürfnisse im Lauf des<br />

Lebens än<strong>der</strong>n, sollten Immobilienkäufer auch 20 o<strong>der</strong> 30 Jahre <strong>in</strong><br />

die Zukunft blicken. Wem die aktuelle Wohnform nicht mehr zusagt,<br />

dem eröffnet das aktuelle Markt umfeld laut Euro Grund<strong>in</strong>vest<br />

Chancen. Der Zeitpunkt ist günstig, sich von Bestands immobilien zu<br />

trennen, die nicht mehr <strong>in</strong>s eigene Lebenskonzept passen. Gerade<br />

nicht optimales Immobilieneigentum f<strong>in</strong>de <strong>der</strong>zeit Käufer und<br />

könne im Gegenzug neu <strong>in</strong>vestiert werden.<br />

8 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


BAUPROJEKT TRIIIPLE<br />

NEUES LEBEN FÜR EHEMALIGES ZOLLAMT<br />

FOTO: APA-FOTOSERVICE<br />

FOTO: DAVID BOHMANN / PID<br />

Der Architekturwettbewerb zum ehemaligen Zollamt<br />

<strong>in</strong> Wien Landstraße, jetzt Triiiple, e<strong>in</strong>em Geme<strong>in</strong>schaftsprojekt<br />

von ARE Development und <strong>der</strong><br />

Soravia Group, ist abgeschlossen. Die Architekten<br />

Dieter Henke und Marta Schreieck haben sich mit<br />

ihrem Projekt gegen sieben weitere Entwürfe durchgesetzt.<br />

Insgesamt bilden drei Türme mit stilvollen<br />

Wohnungen, Büro- und Gewerbeflächen e<strong>in</strong> unverwechselbares<br />

Hochhausensemble. Künftige Bewohner<br />

sollen von <strong>der</strong> Top-Lage und <strong>der</strong> perfekten Infrastruktur<br />

profitieren. Bei optimalem Projektverlauf<br />

könnte Ende 2014 mit <strong>der</strong> etappenweisen Errichtung<br />

von rund 70.000 m 2 Nutzfläche begonnen werden.<br />

Der Projektname wurde aus dem Englischen entlehnt,<br />

wo Triiiple für „dreifach“ steht – drei Türme im<br />

3. Wiener Geme<strong>in</strong>debezirk.<br />

DI Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer ARE Development<br />

(l<strong>in</strong>ks), Mag. Erw<strong>in</strong> Soravia, Vorstand Soravia Group<br />

OTTO IMMOBILIEN vermarktet <strong>in</strong> Wien:<br />

Mehr als 200.000 m² Lager- und Produktionsflächen.<br />

Mehr als 400.000 m² Industriebaugrund.<br />

Mehr als 600.000 m² Büroflächen.<br />

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EXPANSION NACH USA<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

Loxone, Erf<strong>in</strong><strong>der</strong> <strong>der</strong> M<strong>in</strong>iserver-basierten Smart Home-<br />

Lösung, setzt den e<strong>in</strong>geschlagenen Expansionskurs weiter fort<br />

und gründet e<strong>in</strong>e fünfte Auslandsnie<strong>der</strong>lassung. Das Hightech-<br />

Unternehmen aus Kollerschlag <strong>in</strong> Oberösterreich will jetzt auch<br />

auf dem amerikanischen Markt durchstarten und Ende des Jahres<br />

bereits bis zu 20 Mitarbeiter <strong>in</strong> Übersee beschäftigen.<br />

Wir denken an<br />

Ihre Zukunft.<br />

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AUF DER SCHMELZ<br />

KOSTENGÜNSTIGES WOHNEN FÜR 320 STUDIERENDE<br />

FOTO: MIGRA<br />

In unmittelbarer Nähe zum Zentrum für Sportwissenschaft und<br />

Universitätssport <strong>der</strong> Universität Wien errichtet <strong>der</strong> Bauträger<br />

MIGRA Auf <strong>der</strong> Schmelz 10–12 im 15. Bezirk e<strong>in</strong> Studentenwohnheim<br />

mit 74 Apartments und 206 Zimmern für rund 320 Studierende,<br />

das mit För<strong>der</strong>mitteln <strong>der</strong> Stadt Wien errichtet wird.<br />

Der Heimbetrieb startet mit Beg<strong>in</strong>n des W<strong>in</strong>tersemesters 2013.<br />

das<br />

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Eugendorf/Salzburg<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 11


GEWERBEIMMOBILIEN<br />

STABILISIERUNG BEI MIETEN UND RENDITEN<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

Während schwache Wirtschaftsdaten <strong>in</strong> e<strong>in</strong>igen Län<strong>der</strong>n Europas<br />

das Marktgeschehen weiterh<strong>in</strong> bee<strong>in</strong>flussen, zeigte die aktuelle<br />

Quartalserhebung von CBRE für Mieten und Renditen <strong>in</strong> Europa<br />

e<strong>in</strong>e gewisse Stabilität im oberen Marktsegment. Demnach stiegen<br />

im vierten Quartal 2012 <strong>in</strong> Europa die Mieten im E<strong>in</strong>zelhandel und<br />

verliefen im Büro- und Lager-/Logistikbereich auf flachem Niveau,<br />

während die Renditen für E<strong>in</strong>zelhandels- und Büroimmobilien e<strong>in</strong>e<br />

Abwärtsbewegung erlebten. Insgesamt verzeichneten mehr Standorte<br />

im Top-Segment <strong>der</strong> jeweiligen Immobilienmärkte Mieterhöhungen<br />

als -rückgänge. Aufgrund <strong>der</strong> hohen Nachfrage nach Core-<br />

Immobilien g<strong>in</strong>gen an mehr Standorten die Spitzenrenditen weiter<br />

zurück, als Renditeanstiege gemeldet wurden. Die Verbesserungen<br />

zeigten sich beson<strong>der</strong>s deutlich an Standorten mit soliden Wirtschaftsdaten<br />

– allen voran <strong>in</strong> Deutschland (o<strong>der</strong> Österreich) und<br />

den skand<strong>in</strong>avischen Län<strong>der</strong>n – o<strong>der</strong> an solchen, die sich für Immobilien<strong>in</strong>vestoren<br />

als höchst attraktiv erweisen. Im Gegensatz dazu<br />

konzentrierte sich die Vielzahl <strong>der</strong> schwächeren Entwicklung auf<br />

Südeuropa, kle<strong>in</strong>ere Märkte <strong>in</strong> Mittel- und Osteuropa sowie Teile<br />

von Großbritannien.<br />

AÖB<br />

BAUSPAREN: BEEINDRUCKENDES COMEBACK<br />

FOTO: S BAUSPARKASSE<br />

Dr. Josef Schmid<strong>in</strong>ger, Vorsitzen<strong>der</strong> des AÖB und Generaldirektor <strong>der</strong><br />

s Bausparkasse.<br />

Verbunden mit dem nach wie vor sehr niedrigen Z<strong>in</strong>sniveau,<br />

das laut Expertenme<strong>in</strong>ung auch noch e<strong>in</strong>ige Zeit so<br />

bleiben wird, hat Bausparen <strong>in</strong> <strong>der</strong> zweiten Jahreshälfte 2012<br />

e<strong>in</strong> bee<strong>in</strong>druckendes Comeback h<strong>in</strong>gelegt. Nach <strong>der</strong> Prämiendiskussion<br />

im ersten Quartal, die e<strong>in</strong>en E<strong>in</strong>schnitt von rund<br />

16 % brachte, erholte sich das Neugeschäft im Laufe des Jahres<br />

außergewöhnlich gut, was <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Plus von 7 % im letzten<br />

Quartal 2012 gipfelte. Insgesamt wurden bei den vier österreichischen<br />

Bausparkassen im abgeschlossenen Geschäftsjahr<br />

907.702 Verträge neu eröffnet (–7,2 % gegenüber 2011). „Aufgrund<br />

des historisch tiefen Z<strong>in</strong>sniveaus gibt es eigentlich zum<br />

Bausparen ke<strong>in</strong>e Alternative“, sagt Dr. Josef Schmid<strong>in</strong>ger, <strong>der</strong><br />

<strong>der</strong>zeitige Vorsitzende des Arbeitsforums Österreichischer<br />

Bausparkassen AÖB und Generaldirektor <strong>der</strong> s Bausparkasse.<br />

Hier gehe es nicht um die Veranlagung des Privatvermögens,<br />

son<strong>der</strong>n um den Aufbau e<strong>in</strong>er f<strong>in</strong>anziellen Basis für e<strong>in</strong>en<br />

Großteil <strong>der</strong> Bevölkerung. Dazu gehörten die eigenen vier<br />

Wände genauso wie angespartes Kapital für größere und kle<strong>in</strong>ere<br />

Investitionen. Die Bauspare<strong>in</strong>lagen <strong>der</strong> Bausparkassen<br />

stiegen 2012 dem Trend folgend um 3,6 % auf nahezu 20 Mrd.<br />

Euro und haben damit e<strong>in</strong>en neuen historischen Höchststand<br />

erreicht. Die vier Bausparkassen betreuten Ende des Jahres<br />

5.124.684 Sparkonten (–1,2 %). Auch im Aktivgeschäft gab es<br />

e<strong>in</strong> Plus für die Bausparkassen: Der Ausleihungsbestand stieg<br />

im Jahresvergleich um gut 3 % bzw. etwas mehr als 600 Mio.<br />

auf 19,3 Mrd. Euro. Damit stehen bereits fast 97 % <strong>der</strong> E<strong>in</strong>lagen<br />

Ausleihungen gegenüber. Im Jahr 2012 stellten die<br />

österreichischen Bausparkassen <strong>der</strong> Bauwirtschaft e<strong>in</strong>e F<strong>in</strong>anzierungsleistung<br />

von 3.070 Mio. Euro zur Verfügung. „Wenn<br />

man dem die staatliche Aufwendung <strong>der</strong> Bausparprämie von<br />

67 Millionen Euro gegenüberstellt, ergibt sich e<strong>in</strong> Hebel mit<br />

45-facher Wirkung, <strong>der</strong> als <strong>in</strong>ländische Wertschöpfung die<br />

Bauwirtschaft ankurbelt“, so Schmid<strong>in</strong>ger.<br />

12 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


IMMOBILIEN FORUM WEST<br />

DIE ZUKUNFT DER<br />

INNENSTÄDTE<br />

FOTOS: MICHELLE WILDERDOM, SHUTTERSTOCK<br />

Experte. Kees<br />

Christiaanse von<br />

<strong>der</strong> ETH Zürich ist<br />

Keynote-Speaker<br />

beim Immobilien<br />

Forum West am<br />

7. März <strong>in</strong> Innsbruck.<br />

Nationale und <strong>in</strong>ternationale Experten gehen beim Immobilien<br />

Forum West am 7. März 2013 im Congress Innsbruck <strong>der</strong><br />

Frage nach, wie die Herausfor<strong>der</strong>ungen des mo<strong>der</strong>nen Städtebaus<br />

gemeistert werden können. Eröffnet wird das Forum von<br />

Landesrat Johannes Tratter: „Nur rund 13 Prozent <strong>der</strong> Gesamtfläche<br />

des Landes Tirol kann als Dauersiedlungsraum genutzt<br />

werden. Die Landesregierung setzt <strong>in</strong> <strong>der</strong> Raumordnung verstärkt<br />

auf e<strong>in</strong>e Verdichtung nach <strong>in</strong>nen.“ Lebendige und attraktive<br />

Ortskerne mit guter Infrastruktur seien heute mehr denn<br />

je e<strong>in</strong>e notwendige Alternative zum Flächenverbrauch auf <strong>der</strong><br />

grünen Wiese. Das Programm: Der renommierte Architekt und<br />

Universitätsprofessor Kees Christiaanse von <strong>der</strong> ETH Zürich<br />

wird <strong>in</strong> se<strong>in</strong>er Keynote nachhaltige Strategien für die Städtebaupraxis<br />

aufzeigen. Raumplaner Gerhard Doblhamer, Vorstand<br />

a. D. <strong>der</strong> Abteilung für Raumplanung und Verkehr <strong>in</strong> <strong>der</strong> Stadt<br />

Salzburg, wird das Zusammenspiel von Innenstadt und Peripherie<br />

analysieren.Universitätsprofessor Bart Lootsma wird die<br />

Frage beantworten, ob die Mo<strong>der</strong>nisierung <strong>der</strong> Innenstädte den<br />

Verlust des Stadtbildes bedeutet. Wie E<strong>in</strong>kaufszentren <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

Innenstadt wirken, erörtert Christian Huttenloher, Generalsekretär<br />

des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau<br />

und Raumordnung e. V. Ekazent-Geschäftsführer Kurt<br />

Schnei<strong>der</strong> thematisiert die Belebung <strong>der</strong> Innenstädte durch E<strong>in</strong>kaufszentren.<br />

E<strong>in</strong> weiterer <strong>in</strong>haltlicher Schwerpunkt greift die<br />

Energieversorgung von Städten auf. Wolfgang Streicher von <strong>der</strong><br />

Universität Innsbruck spricht über Energieeffizienz für die<br />

Innenstadt. Das Projekt „Morgenstadt – Impulse für e<strong>in</strong>e lebenswerte<br />

Stadt <strong>der</strong> Zukunft“ stellt Steffen Braun vom Fraunhofer-<br />

Institut <strong>in</strong> Stuttgart vor. www.immoforumwest.at<br />

Schüco AWS 112.IC<br />

Schüco Fenster AWS<br />

Energieeffizienz auf höchstem Niveau.<br />

ALUKÖNIGSTAHL setzt mit <strong>der</strong> <strong>in</strong>novativen, hochwärmegedämmten<br />

Fenstergeneration Schüco AWS neue Wärmedämmstandards für Alum<strong>in</strong>iumfenster<br />

– bis h<strong>in</strong> zu Passivhausniveau. Das umfangreiche Systemprogramm<br />

schafft architektonische Gestaltungsmöglichkeiten für nachhaltige<br />

Immobilienwerte h<strong>in</strong>sichtlich Qualität, Komfort, Langlebigkeit, Umwelt,<br />

Energieeffizienz und Kostenoptimierung. In Komb<strong>in</strong>ation mit <strong>der</strong> dezentralen,<br />

fenster<strong>in</strong>tegrierten Lüftung VentoTherm und dem mechatronischen<br />

Beschlag Schüco TipTronic lassen sich zusätzliche energetische Potenziale<br />

<strong>in</strong> Gebäuden erschließen.<br />

Für nähere Informationen bzw. Unterstützung kontaktieren Sie<br />

Ing. Stephan Messner: s.messner@alukoenigstahl.com, tel 01/98 130-266<br />

o<strong>der</strong> www.alukoenigstahl.com<br />

Schüco AWS 90.SI +<br />

Automation<br />

PASSIVHAUS<br />

INSTITUT<br />

Dr. Wolfgang Feist<br />

VentoTherm<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


NHK<br />

BERATUNG FÜR AIK –<br />

TOP-TRANSAKTION<br />

6B47 REAL ESTATE INVESTOR<br />

NEUES LEBENSGEFÜHL<br />

IM ZWEITEN<br />

6B47 REAL ESTATE INVESTORS überrascht mit dem Bau<br />

e<strong>in</strong>es Wohnprojekts im ZWEITEN. Außergewöhnliche Apartments,<br />

geprägt von mo<strong>der</strong>ner Urbanität, entstehen <strong>in</strong> unmittelbarer<br />

Nähe zum Prater und <strong>der</strong> Donau<strong>in</strong>sel.<br />

FOTO: PHILIPP HORAK<br />

Alexandra Huber, Nemetschke Huber Koloseus (NHK), hat<br />

die aik Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbH beim Ankauf<br />

des Büro- und Geschäftshauses <strong>in</strong> Wien, Gaudenzdorfer Gürtel<br />

67, beraten. Verkäufer des Büro- und Geschäftshauses war e<strong>in</strong>e<br />

Objektgesellschaft <strong>der</strong> Immof<strong>in</strong>anz Group. Die Transaktion hatte<br />

e<strong>in</strong>en Gesamtwert von 12 Millionen Euro. Alexandra Huber:<br />

„Die Transaktion zeigt uns, dass die <strong>in</strong>ternationalen Fonds den<br />

Wiener Markt trotz <strong>der</strong> Preissteigerung <strong>in</strong> den vergangenen Jahren<br />

nach wie vor attraktiv f<strong>in</strong>den.“<br />

„FIFTY FOUR easy apartments“: Die 54 E<strong>in</strong>heiten haben Wohnnutzflächen<br />

zwischen 34 und 141 m² und werden bis Anfang<br />

2014 schlüsselfertig an die Käufer übergeben. Mit Raumhöhen<br />

bis zu drei Metern, e<strong>in</strong>em Tageslicht durchfluteten Stiegenhaus,<br />

zwei Aufzügen, Fußbodenheizung, kontrollierter Wohnraumlüftung,<br />

eigenem Tiefgaragen-Stellplatz und begrüntem Innenhof,<br />

erfüllen die Wohnungen auch die gehobenen Ansprüche an mo<strong>der</strong>nes<br />

Wohnen. Von 2- bis 3-Zimmer-Wohnungen bis zum luxuriösen<br />

Penthouse ist für jeden Geschmack etwas dabei.<br />

Das Gebäude bef<strong>in</strong>det sich <strong>in</strong> <strong>der</strong> Hausste<strong>in</strong>straße im 2. Bezirk.<br />

Dieser hat sich aufgrund se<strong>in</strong>er guten Infrastruktur und <strong>der</strong><br />

hervorragenden Anb<strong>in</strong>dung an das öffentliche Verkehrsnetz<br />

(U1-Station) sowie se<strong>in</strong>er zentralen Lage zu e<strong>in</strong>em <strong>der</strong> nachgefragtesten<br />

Wohnbezirke <strong>in</strong> Wien entwickelt. Darüber h<strong>in</strong>aus<br />

ist <strong>der</strong> Prater e<strong>in</strong> ideales Naherholungsgebiet.<br />

„Unsere Kunden und Partner profitieren von unserer langjährigen<br />

Erfahrung und <strong>der</strong> gebündelten Kompetenz. Und für uns als<br />

Wiener Immobilienentwickler s<strong>in</strong>d unsere neuen Projekte sicher<br />

<strong>der</strong> beste Beweis, dass man qualitativ hochwertige Projekte zu<br />

leistbaren Preisen für die Nutzer bauen kann“, so Mag. Peter<br />

Ulm, CEO 6B47 REAL ESTATE INVESTORS.<br />

Sie suchen o<strong>der</strong> bieten?<br />

Häuschen im Grünen, Loft <strong>in</strong> <strong>der</strong> City, Familienwohnung <strong>in</strong> <strong>der</strong> Vorstadt, schmuckes Reihenhaus,<br />

Apartment im Studentenviertel, elegante Altersresidenz,<br />

Mietshaus, Vorsorgewohnung o<strong>der</strong> e<strong>in</strong>e F<strong>in</strong>anzierung? Dann s<strong>in</strong>d Sie hier richtig!<br />

16.–17. März 2013<br />

Messe Wien Congress Center<br />

Sa 10-18, So 10-17<br />

U2-Station: Messe-Prater<br />

w w w.wiener-immobilienmesse.at<br />

facebook/immobilienmesse<br />

Ticket gilt auch für die<br />

14 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


ARCHITEKTUR UND NACHHALTIGKEIT<br />

ANSPRUCHSVOLLE ARCHITEKTUR UND<br />

RESSOURCENSCHONENDE BAUWEISE PRÄMIERT<br />

„Nie<strong>der</strong>österreichhaus“ <strong>in</strong> Krems. Der<br />

Gebäudekomplex mit Passivhauskonzept<br />

schafft souverän die Balance zwischen<br />

Neubau und historischer Bausubstanz.<br />

FOTO: LUKAS SCHALLER<br />

Anspruchsvolle Architektur vere<strong>in</strong>t mit ressourcenschonen<strong>der</strong><br />

Bauweise zeichnet jene fünf Projekte aus, die am 14. Februar<br />

2013 mit dem Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit prämiert<br />

wurden.<br />

Umweltm<strong>in</strong>ister Niki Berlakovich verlieh die diesjährigen<br />

Staatspreise an:<br />

das Energiespar-Wohngebäude U 31 <strong>in</strong> Wien, das Bestwerte <strong>in</strong><br />

Energieeffizienz und Klimaschutz erreicht. Bauherr<strong>in</strong>: He<strong>in</strong>dl-<br />

Hold<strong>in</strong>g GmbH. Architekten: Querkraft Architekten ZT GmbH<br />

das Verwaltungsgebäude „Nie<strong>der</strong>österreichhaus“ <strong>in</strong> Krems mit<br />

ganzheitlichem Passivhauskonzept. Bauherr<strong>in</strong>: NÖ Landesimmobilien<br />

GmbH. Architekten: ARGE NÖHK; AllesWirdGut<br />

Architektur ZT GmbH; feld72 Architekten ZT GmbH; FCP –<br />

Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH<br />

die Wohnanlage im Messequartier Graz, die im Zuge <strong>der</strong><br />

Restrukturierung des Grazer Messegeländes errichtet wurde.<br />

Bauherr<strong>in</strong>: ENW – Geme<strong>in</strong>nützige Wohnungsgesellschaft<br />

mbH. Architekt: DI Markus Pernthaler Architekt ZT GmbH<br />

die Allgeme<strong>in</strong>e Son<strong>der</strong>schule 4 <strong>in</strong> L<strong>in</strong>z, e<strong>in</strong> Sanierungsprojekt,<br />

bei dem es beispielhaft gelang, e<strong>in</strong> gesamtheitliches Architektur-,<br />

Raum-, Gebäude- und Materialkonzept umzusetzen.<br />

Bauherr<strong>in</strong>: Immobilien L<strong>in</strong>z GmbH & Co KG. Architekten:<br />

grundste<strong>in</strong> Architektur<br />

das AgrarBildungsZentrum Salzkammergut <strong>in</strong> Altmünster, bei<br />

dem Tradition und Mo<strong>der</strong>ne gekonnt mite<strong>in</strong>an<strong>der</strong> vere<strong>in</strong>t<br />

wurden. Bauherr<strong>in</strong>: Landes-Immobilien GmbH. Architekten:<br />

F<strong>in</strong>k Thurnher Architekten<br />

BETRIEBSGEBIET EBREICHSDORF NORD<br />

GESAMTFLÄCHE: 94.689m 2<br />

AUFSCHLIESSUNG: FRÜHJAHR 2013<br />

ATTRAKTIVE<br />

BETRIEBSGRÜNDE<br />

ZU VERKAUFEN<br />

A3<br />

B16<br />

ÖBB - Pottendorfer L<strong>in</strong>ie<br />

Betriebsgrundstücke ab rund 2.000m²<br />

Beste Lage - B 16, direkt an <strong>der</strong> A3<br />

Ausfahrt Ebreichsdorf Nord.<br />

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:<br />

BGM Wolfgang Kocevar Tel. 0664 / 1100001<br />

STR Peter Jungmeister Tel. 0676 / 88775511<br />

ca. 9.094m 2<br />

4.240m 2 18.472m 2<br />

noch frei<br />

verkauft<br />

www.ebreichsdorf.at


NACHHALTIGKEIT<br />

VIW & ÖGNI<br />

KOOPERIEREN<br />

VERSTÄRKUNG<br />

EVERSHEEDS ÖSTERREICH<br />

MIT NEUEM PARTNER<br />

FOTO: VEREIN INTELLIGENTES WOHNEN<br />

Im Gespräch. MMag. Philipp Kaufmann und Thomas Kozak (rechts).<br />

FOTO: BEIGESTELLT<br />

Der Vere<strong>in</strong> Intelligentes Wohnen (VIW) kooperiert ab sofort<br />

mit <strong>der</strong> Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft<br />

(ÖGNI). Anfang Februar haben die Präsidenten<br />

bei<strong>der</strong> Vere<strong>in</strong>e, Thomas Kozak (VIW) und Philipp<br />

Kaufmann (ÖGNI), den Kooperationsvertrag unterschrieben. Die<br />

Vere<strong>in</strong>barung wurde auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Beide<br />

Kooperationspartner s<strong>in</strong>d geme<strong>in</strong>nützige Vere<strong>in</strong>e und verfolgen<br />

die gleiche Zielsetzung: den Paradigmenwechsel <strong>der</strong> Bau- und Immobilienwirtschaft<br />

h<strong>in</strong> zu Nachhaltigkeit ermöglichen und för<strong>der</strong>n.<br />

Der VIW wird bei <strong>der</strong> ÖGNI als außerordentliches Mitglied<br />

geführt und erhält Sitz und Stimme im Partnerforum <strong>der</strong> ÖGNI.<br />

Aurelius Freytag (48) wurde mit Jahresanfang Partner bei<br />

Eversheds <strong>in</strong> Österreich. Der erfahrene Rechtsanwalt ist Experte im<br />

Wettbewerbs-, Kartell- und Immaterialgüterrecht sowie F<strong>in</strong>anzund<br />

Bankrecht. Aufgrund se<strong>in</strong>er langjährigen Vertretung von Unternehmen<br />

<strong>der</strong> Erdöl- und Erdgas<strong>in</strong>dustrie erlangte er detaillierte<br />

Kenntnisse <strong>in</strong> dieser Branche. Eversheds International zählt weltweit<br />

zu den größten Anwaltsgruppen und wird <strong>in</strong> Österreich exklusiv<br />

durch Stolitzka & Partner Rechtsanwälte OG vertreten. Unter<br />

<strong>der</strong> Marke „Eversheds“ s<strong>in</strong>d rund 4.500 Experten, davon 3.100 Juristen<br />

<strong>in</strong> 27 Län<strong>der</strong>n, <strong>in</strong> Europa, dem Nahen Osten, Asien und Afrika<br />

tätig. Die Anwaltsgruppe bietet Beratungsleistungen <strong>in</strong> 44 Büros an.<br />

FLUGHAFEN WIEN<br />

NEUER STANDORTEXPERTE<br />

FOTO: BEIGESTELLT<br />

Die Flughafen Wien AG setzt ihre Strategie zur Immobilienentwicklung<br />

und Standortvermarktung weiter fort und holt e<strong>in</strong>en<br />

erfahrenen Experten an Bord: Mag. Wolfgang Scheibenpflug ist ab<br />

15. Februar 2013 als Standortmanager für die Entwicklung und<br />

Vermarktung des Flughafens Wien als Immobilienstandort zuständig.<br />

Damit wird das Team unter <strong>der</strong> Leitung von Bereichsleiter<br />

DI Werner Hackenberg um e<strong>in</strong>en erfahrenen Experten erweitert.<br />

Scheibenpflug ist seit über 15 Jahren <strong>in</strong> <strong>der</strong> Immobilienbranche<br />

tätig, zuletzt bei <strong>der</strong> EHL Immobilien GmbH als Abteilungsleiter<br />

für den Bereich Gewerbeimmobilien, und verfügt somit über umfassendes<br />

praktisches Fachwissen <strong>in</strong> <strong>der</strong> Entwicklung und Vermarktung<br />

von Gewerbeimmobilien sowie über genaue Fachkenntnis<br />

des Wiener Immobilienmarktes und dessen Anfor<strong>der</strong>ungen.<br />

Im Zuge se<strong>in</strong>er Funktion am Flughafen Wien wird Scheibenpflug<br />

vor allem die Positionierung des Flughafens als Immobilienstandort<br />

und die Entwicklung und Vermarktung <strong>der</strong> Gewerbeimmobilien<br />

am Flughafenareal vorantreiben.<br />

16 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


BETTENBOOM<br />

BAU PROFITIERT,<br />

HOTELLERIE LEIDET<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

Hotellerie. Umjubelte Rekorde an Übernachtungen stehen manchmal<br />

auf tönernen Füßen, da viele neue Hotels ohne Zukunftszenario errichtet<br />

werden und dann oft e<strong>in</strong>e Umwandlung <strong>in</strong> Wohnungen erfolgt.<br />

Nächtigungsrekorde wie zuletzt vor allem <strong>in</strong> Wien und den<br />

meisten Landeshauptstädten werden von <strong>der</strong> Hotellerie zurückhaltend<br />

aufgenommen. Denn die Investitionsbereitschaft <strong>der</strong><br />

Mitgliedsbetriebe <strong>der</strong> Österreichischen Hoteliervere<strong>in</strong>igung<br />

(ÖHV) geht seit Jahren zurück. Für 2012 bestätigt die Österreichische<br />

Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) diese Planungszahlen<br />

konkret als Fakt für die gesamte Branche. Wobei <strong>in</strong> diesen<br />

Zahlen komplette Hotelneubauten externer Investoren nicht<br />

<strong>in</strong>kludiert s<strong>in</strong>d – und somit e<strong>in</strong> wesentliches Element des Wiener<br />

Bettenbooms fehlt. Doch auch <strong>in</strong> o<strong>der</strong> noch lieber am Rande von<br />

Tourismuszentren – auf <strong>der</strong> grünen Wiese – wird weiterh<strong>in</strong><br />

gerne gebaut. „Lei<strong>der</strong> werden neue Hotels ohne Zukunftsszenario<br />

errichtet, nur weil die Bau<strong>in</strong>dustrie Bürgermeister dazu verführt“,<br />

beklagte ÖHV-Vizepräsident Walter Veit, selbst Hotelier<br />

<strong>in</strong> Obertauern, im Rahmen <strong>der</strong> ÖHV-Jubiläumstagung <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

Wiener Hofburg. Zur F<strong>in</strong>anzierung werde schon zu Beg<strong>in</strong>n e<strong>in</strong><br />

Drittel <strong>der</strong> Kapazität als Ferienwohnungen gewidmet. Funktioniere<br />

das Hotel nicht, erfolge nach und nach die Umwandlung <strong>in</strong><br />

Wohnungen. „Die Bauwirtschaft profitiert, doch <strong>der</strong> Tourismus<br />

leidet, weil <strong>der</strong> neue Konkurrent <strong>in</strong> dieser Zeit die Preise ru<strong>in</strong>iert“,<br />

so Veit. Der geme<strong>in</strong>sam mit Michaela Reitterer neu gewählte<br />

ÖHV-Präsident Gregor Hoch me<strong>in</strong>t dennoch, man könne<br />

niemandem verbieten, e<strong>in</strong> schlechtes Geschäft zu machen. „Natürlich<br />

wäre es toll, wenn wir künftig als Privathoteliers externes<br />

Eigenkapital kontrolliert <strong>in</strong> unsere Betriebe holen könnten. Die<br />

neue Tourismusanleihe erweist sich da als cleverer Ansatz.“ Hoch<br />

hofft, dass die Produkte f<strong>in</strong>anzkräftiger Neo-Hoteliers <strong>in</strong>telligent<br />

genug s<strong>in</strong>d, um nicht über Preisdump<strong>in</strong>g verkauft werden<br />

zu müssen. Generell neue Bettenkapazitäten zu verh<strong>in</strong><strong>der</strong>n sei<br />

aber we<strong>der</strong> erwünscht noch machbar.<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 17


CORESTATE<br />

PORTFOLIO FÜR 250 MIO.<br />

EURO VERKAUFT<br />

WIEN-PENZING<br />

BESSER BERATEN<br />

„VORORT“<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

Penz<strong>in</strong>gs<br />

Bezirksvorsteher<strong>in</strong><br />

Andrea<br />

Kalchbrenner<br />

und<br />

Wohnbaustadtrat<br />

Michael<br />

Ludwig<br />

FOTO: BEIGESTELLT<br />

CORESTATE Capital, e<strong>in</strong> Immobilien<strong>in</strong>vestor mit Unternehmenssitz<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Schweiz und Partnerbüros <strong>in</strong> Frankfurt, Essen,<br />

London und Luxemburg, gibt den Verkauf e<strong>in</strong>es Wohn- und Gewerbeimmobilienportfolios<br />

an mehrere deutsche Käufer bekannt. Der<br />

Kaufpreis beläuft sich auf 250 Mio. Euro. Das zum Erwerbszeitpunkt<br />

notleidende Portfolio wurde durch Zuführung von Eigenkapital<br />

für Sanierungsmaßnahmen und mit aktivem Management<br />

erfolgreich repositioniert. Im Zuge dieses Prozesses <strong>in</strong>vestierte<br />

CORESTATE 10 Mio. Euro <strong>in</strong> die Verbesserung <strong>der</strong> Objektqualität<br />

<strong>der</strong> Gebäude. Das Portfolio umfasst rund 3.700 Gewerbe- und<br />

Wohne<strong>in</strong>heiten <strong>in</strong> Nordrhe<strong>in</strong>-Westfalen, Hessen und Berl<strong>in</strong>.<br />

Die Gebietsbetreuung Stadterneuerung im 6., 14. und 15. Wiener<br />

Bezirk ist ab sofort mit <strong>der</strong> Außenstelle „vorOrt“ im 14. Bezirk<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> L<strong>in</strong>zer Straße 61 vertreten. Wohnbaustadtrat Michael<br />

Ludwig und Penz<strong>in</strong>gs Bezirksvorsteher<strong>in</strong> Andrea Kalchbrenner<br />

eröffneten vor Kurzem diese neue Außenstelle <strong>der</strong> Gebietsbetreuung.<br />

Das Beratungslokal ist Anlaufstelle und Treffpunkt<br />

für BewohnerInnen und AkteurInnen <strong>in</strong> Penz<strong>in</strong>g, das kostenlose<br />

Serviceangebot umfasst Mietrechtsberatungen und Informationen<br />

zu Entwicklungen rund um die L<strong>in</strong>zer Straße. Die neuen<br />

Räumlichkeiten bieten auch Platz für lokale Veranstaltungen<br />

und temporäre Interventionen.<br />

FIANO IMMOBILIEN<br />

GRÜNOASE IM 14. BEZIRK<br />

FOTO: BEIGESTELLT<br />

Der auf kle<strong>in</strong>e Bauvorhaben spezialisierte Bauträger FIANO<br />

ImmobiliengmbH errrichtet hier <strong>in</strong> absoluter Grünruhelage zwölf<br />

3- bis 4-Zimmer-Wohnungen mit jeweils großen südgelagerten<br />

Balkonen und durchgehend französischen Fenstern, die jedes<br />

Zimmer freundlich und hell ersche<strong>in</strong>en lassen. Vier Wohnungen<br />

wurde e<strong>in</strong> eigener, direkt begehbarer Garten zugeordnet. Die an<strong>der</strong>en<br />

Wohnungseigenentümer können noch e<strong>in</strong>e weitere Grünfläche<br />

zum Gemüsepflanzen o<strong>der</strong> e<strong>in</strong>fach zum Verweilen anteilig<br />

erwerben – für Familien e<strong>in</strong> wahres Eldorado. Es wurden zwei<br />

Stiegen e<strong>in</strong>es Altbaus entkernt, sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen<br />

neu verlegt, weiters werden Lifte errichtet und Kellerabteile<br />

übergeben. Dazu Geschäftsführer Dr. Norbert Nowak:<br />

„Wir blieben hier bei unserem bewährten Konzept und erhielten<br />

den Altbaucharakter verbunden mit mo<strong>der</strong>ner Bau- und Ausstattungstechnik,<br />

es entstand somit e<strong>in</strong> Neubau <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Altbau.“<br />

Die Vermarktung erfolgt exklusiv durch Immofair, e<strong>in</strong> auf diesen<br />

Bereich spezialisiertes Maklerbüro. Infos: www.immofair.at<br />

18 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


KÖNIG SONNENSCHUTZ<br />

SCHUTZ UND KOMFORT<br />

AUF DER TERRASSE<br />

DIE ETWAS ANDERE ART,<br />

PROJEKTE ZU ENTWICKELN.<br />

WOHNIMMOBILIEN WEITERDENKEN. Jedes Projekt ist an<strong>der</strong>s, deshalb<br />

genießt jedes Projekt die gleiche Aufmerksamkeit. 6B47 ist <strong>der</strong> Immobilienentwickler<br />

mit lokaler Kompetenz <strong>in</strong> Österreich und Deutschland.<br />

Unsere Teams vor Ort verfügen über langjährige Erfahrung und stets<br />

aktuelle Expertisen. www.6B47.com<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

Wer wünscht sich nicht, so viel Zeit wie möglich auf <strong>der</strong> Terrasse<br />

zu verbr<strong>in</strong>gen, unabhängig von W<strong>in</strong>d und Wetter. Mit dem<br />

neuen Lamellendachsystem <strong>der</strong> König Sonnenschutz GmbH<br />

wird dieser Wunsch erfüllt. Permanenten Wetterschutz mit<br />

freiem Blick <strong>in</strong> den Himmel o<strong>der</strong> mit schattenspendendem Sonnenschutz,<br />

Atmosphäre, Komfort und Lebensfreude bieten die<br />

Terrassendachsysteme von König Sonnenschutz. Die unkomplizierte,<br />

flexible Montage gibt <strong>der</strong> Kreativität e<strong>in</strong> Höchstmaß an<br />

Spielraum und meistert auch außergewöhnliche Vor-Ort-Situationen<br />

mit Leichtigkeit. E<strong>in</strong>e spätere Erweiterung um Glasseitenteile,<br />

die vor W<strong>in</strong>d schützen, o<strong>der</strong> Markisen für Sonnenschutz<br />

ist je<strong>der</strong>zeit möglich. Ebenso für jedes Wetter optimal<br />

gerüstet ist man mit dem Glasdachsystem von König Sonnenschutz.<br />

Die robuste und pulverbeschichtete Alum<strong>in</strong>iumkonstruktion<br />

bietet dank <strong>in</strong>tegriertem Verbund-Sicherheitsglas<br />

(VSG) ganzjährigen Schutz gegen Regen o<strong>der</strong> Schnee. Wenn die<br />

Sonne brennt, spendet die optional <strong>in</strong>tegrierbare Markise auf<br />

Knopfdruck kühlen Schatten. Je nach ästhetischem Gesichtspunkt<br />

und Montagesituation kann zwischen drei verschiedenen<br />

Varianten gewählt werden. E<strong>in</strong>e lange Lebensdauer durch hochwertig<br />

verarbeitetes Alum<strong>in</strong>ium und die präzise Komplettlackierung<br />

aller Teile garantiert das Markisensystem Bayonne. Im<br />

komplett verschlossenen Kasten s<strong>in</strong>d Tuch und Gestell optimal<br />

geschützt. Die Gelenkarme mit zwei o<strong>der</strong> vier Seilen s<strong>in</strong>d sehr<br />

robust. Maximale Breite: 18 m. Maximale Ausladung: 4 m. Auf<br />

<strong>der</strong> Wohnen & Interieur vom 9. bis 17. März 2013 f<strong>in</strong>den Sie die<br />

König Sonnenschutz GmbH <strong>in</strong> Halle C, Stand C0224.<br />

Exklusivverkauf:<br />

Tel. +43 1 512 12 27<br />

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Hochwertige Ausstattung mit<br />

Balkonen und Terrassen<br />

Ab 34 m 2 Wohnfläche<br />

Penthousewohnungen mit<br />

Terrassen auf Wohnebene<br />

Tiefgarage im Haus<br />

Bezugsfertig Frühjahr 2014<br />

FIFTY FOUR easy apartments<br />

1020 Wien, Hausste<strong>in</strong>straße 2<br />

Topsanierter Altbau von 45 m 2<br />

bis 85 m 2 , teilweise mit Loggia<br />

Mo<strong>der</strong>ne Dachgeschoßwohnungen<br />

von 86 m 2 bis 115 m 2 ,<br />

zzgl. Terrassen<br />

Bezugsfertig Dezember 2013<br />

FünfundZwanzig classic apartments<br />

1200 Wien, Karajangasse 19<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 19


IMMOBILIEN<br />

Text Elfi Oberhuber<br />

Fotos David Plakke, Zaha Hadid Architects, Cas<strong>in</strong>o-Gesellschaft Basel, Rupert Ste<strong>in</strong>er, COOP HIMMELB(L)AU, Iwan Baan<br />

Delugan Meissl Associated Architects, Lukas Beck<br />

ZUKUNFTSARCHITEKTUR<br />

UNERHÖRTE VISIONEN<br />

Das harte Los <strong>der</strong> Stararchitekten: Nach langer Überzeugungsarbeit und Wettbewerbssiegen hört <strong>der</strong> Kampf<br />

ums Bauen nie auf – die spektakulären Debatten um Coop Himmelb(l)au, Zaha Hadid und Delugan Meissl.<br />

20 FOKUS<br />

VISIONÄR. „Es gibt Leute wie Raimund<br />

Abraham, die nur für die Schublade arbeiten,<br />

um dar<strong>in</strong> ihre entwerferische Freiheit<br />

auszuleben. Für mich haben unveröffentlichte<br />

Werke ke<strong>in</strong>en Wert“, me<strong>in</strong>t Grafikdesigner<br />

Stefan Sagmeister anlässlich se<strong>in</strong>er<br />

Personale im Wiener Museum für<br />

angewandte Kunst 2002. Kurz davor<br />

hatte Abraham nach zehnjähriger Planungs-<br />

und Bauzeit <strong>in</strong> <strong>der</strong> 52. Straße New<br />

Yorks se<strong>in</strong>e architektonische Weltsensation<br />

von e<strong>in</strong>em „Österreichischen Kulturforum“<br />

eröffnet, <strong>in</strong> jener Stadt, wo auch<br />

<strong>der</strong> für se<strong>in</strong>e Plattencover berühmte Bregenzer<br />

Sagmeister lebt. Theoriefanatiker<br />

Abraham, <strong>der</strong> <strong>in</strong> Graz, Deutschland, Belgien<br />

und <strong>der</strong> Schweiz studiert hatte, zog<br />

mit 31 <strong>in</strong> die USA, um dort an diversen<br />

Instituten zu unterrichten und erst mit<br />

knapp 40 e<strong>in</strong> Architekturbüro <strong>in</strong> New<br />

York zu eröffnen. 2010 verunglückte er<br />

tödlich. Das Kulturforum gilt als se<strong>in</strong> e<strong>in</strong>ziges,<br />

für alle Ewigkeiten erhaltenswertes<br />

Bauobjekt. Se<strong>in</strong> Natur und Kunst verb<strong>in</strong>dendes<br />

„Haus für Musik“ im deutschen<br />

Hombroich – e<strong>in</strong> gekippter, im Gras versunkener<br />

Kegelstumpf aus fugenlosem<br />

Beton – verbleibt seit 2006 im Rohbau, als<br />

Auftraggeber Karl-He<strong>in</strong>rich Müller stirbt.<br />

Dessen Nachfolger lässt dieses Frühjahr<br />

zum<strong>in</strong>dest die Fenster und alle an<strong>der</strong>en<br />

Öffnungen schließen. Das Manhattan-<br />

Aushängeschild für zeitgenössische andel’s Krea-<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


Im alten Europa werden Visionen nur durch den Willen mutiger Auftraggeber wahr.<br />

Nur so überlebt Geschichte.<br />

Raimund Abraham. Der theoriefanatische<br />

Architekt emigrierte 1964 <strong>in</strong> die USA. 2002<br />

zahlte <strong>der</strong> Staat Österreich aus Imagegründen<br />

29 Millionen Dollar für se<strong>in</strong> „Österreichisches<br />

Kulturforum“, das bei 84 Metern Höhe <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er<br />

7,5 Meter breiten Baulücke steckt.<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 21


tivität Österreichs gilt dafür jenseits von<br />

„Sound of Music“ als „signifikanteste mo<strong>der</strong>ne<br />

Architektur seit dem Guggenheim<br />

Museum“: Abrahams dramatische, Gefahr<br />

signalisierende Anspielung auf die großen<br />

Persönlichkeiten <strong>der</strong> Wiener Mo<strong>der</strong>ne<br />

Adolf Loos und Otto Wagner steckt bei<br />

84 Metern Höhe <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er 7,5 Meter breiten<br />

Baulücke und ist mit steil durchschnittener<br />

Glasfassade nicht nur e<strong>in</strong> Gradmesser<br />

für viele solche mittelmäßige<br />

Appartement-Splitter-Gebäude, son<strong>der</strong>n<br />

auch e<strong>in</strong> Fixpunkt für Tourismusführungen<br />

aus aller Welt. Der Staat Österreich<br />

gab die zuletzt auf 29 Millionen gestiegenen<br />

Dollar aber auch nur unter Zähneknirschen<br />

und Protest zur Aufpolierung des<br />

Images aus, das gerade <strong>der</strong> Fall Kurt Waldheim<br />

und dessen enthüllte NS-Vergangenheit<br />

versaut hatte. „Bauen ist irgendwie<br />

doch e<strong>in</strong> Verdummungsprozess“, war für<br />

den persönlich nicht leicht umgänglichen<br />

und schon gar nicht kompromissbereiten<br />

Charakter Abraham <strong>der</strong> Leitspruch, weshalb<br />

er bei den großen Wettbewerben<br />

meist nur Zweiter wurde. Mit e<strong>in</strong>em Projektverständnis<br />

über alle Regeln und Standards<br />

h<strong>in</strong>aus bee<strong>in</strong>flusste er lieber den<br />

Geist Hun<strong>der</strong>ter Architekten. Mit diesem<br />

Zugang ist Abraham eigentlich eher <strong>der</strong><br />

bildende Künstler als Sagmeister, <strong>in</strong>dem er<br />

für Utopien und an<strong>der</strong>e Blicke auf Realitäten<br />

arbeitet, die vielleicht e<strong>in</strong>mal <strong>in</strong> die<br />

haptischen Lebensbereiche des Menschen<br />

e<strong>in</strong>fließen. Selbst wenn diese Alternative<br />

hauptsächlich aus Frust und Angst vor <strong>der</strong><br />

tatsächlichen Umsetzungspraxis herrühren<br />

mag: „Lieber gute imag<strong>in</strong>äre Architektur<br />

als gebaute, die schlecht ist“, sagte er,<br />

22 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


Zweitplatzierte <strong>in</strong> Wien. Im Augarten<br />

hätte 2012 nicht <strong>der</strong> Sängerknaben-Konzertkristall<br />

„Muth“<br />

von Archipel (oben) stehen sollen,<br />

son<strong>der</strong>n das Filmkulturzentrum.<br />

L<strong>in</strong>ks: 2017 ke<strong>in</strong> Umbau <strong>der</strong><br />

„Universität für Angewandte Kunst“<br />

nach Coop Himmelb(l)au.<br />

„H<strong>in</strong>ter dem<br />

Tschapeller-Umbau <strong>der</strong><br />

Angewandten steckt die<br />

E<strong>in</strong>sparungspolitik.“<br />

Wolf D. Prix<br />

wissend, dass das Proze<strong>der</strong>e „Wettbewerb,<br />

Vergabe und Akzeptanz“ für e<strong>in</strong>en visionären<br />

Architekten <strong>in</strong> <strong>der</strong> Regel e<strong>in</strong> Roulettespiel<br />

ist o<strong>der</strong> e<strong>in</strong> Gang <strong>in</strong> die Waschtrommel,<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> er manchmal über Jahrzehnte<br />

geschleu<strong>der</strong>t wird, bis se<strong>in</strong> Projekt am<br />

Ende doch „ungebaut“ bleibt. O<strong>der</strong> es<br />

wird falsch errichtet, obwohl es den Wettbewerb<br />

exakt wegen se<strong>in</strong>er Orig<strong>in</strong>alität<br />

gewonnen hat.<br />

KÄMPFER. Davon können die Architekturbüros<br />

Coop Himmelb(l)au, Zaha Hadid<br />

Architects und Delugan Meissl Associated<br />

Architects e<strong>in</strong> Lied s<strong>in</strong>gen. Die beiden<br />

Erstgenannten machten – wie Abraham –<br />

lange Durststrecken <strong>der</strong> lehrenden beziehungsweise<br />

öffentlichen Theorie- und<br />

Kunstdemonstration durch, um ihre utopischen<br />

Ideen erst e<strong>in</strong>mal zu „rechtfertigen“,<br />

bevor sie e<strong>in</strong>en Wettbewerb für sich<br />

entscheiden und bauen durften. Die sich<br />

an den russischen Suprematisten und<br />

Konstruktivisten orientierende Hadid,<br />

die postmo<strong>der</strong>ne Architektur für e<strong>in</strong>e<br />

<strong>in</strong>tellektuelle Katastrophe hält, verdankt<br />

dieses kle<strong>in</strong>e Wun<strong>der</strong> <strong>der</strong> Innovationsfreude<br />

von Vitra-Geschäftsführer Rolf<br />

Fehlbaum. Allen an<strong>der</strong>en waren ihre Siegerprojekte<br />

zu kühn, zu dekonstruktivistisch,<br />

zu mo<strong>der</strong>n. Die Überzeugungsarbeit<br />

bei den richtigen Leuten sche<strong>in</strong>t überhaupt<br />

das Wichtigste im Immobiliengeschäft<br />

zu se<strong>in</strong>. Beson<strong>der</strong>s für Architekten,<br />

die fast dogmatisch <strong>in</strong> neuen, mit Erfahrung<br />

und Fachwissen reflektierten persönlichen<br />

Städtekonzepten denken wie<br />

Hadid und Coop Himmelb(l)au. Und da<br />

ist die „Welterbekultur“ im Weg: die Alt-<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 23


Zaha Hadid. Das schwebende „Stadtcas<strong>in</strong>o Basel“ mit se<strong>in</strong>em e<strong>in</strong>zigartigen<br />

Ausblick <strong>in</strong> die Stadt im Konzertsaal fanden die Basler zu „kolossartig“.<br />

Sie renovieren lieber das alte (rechts). Heuer noch kommt Hadids „Kommodhaus“,<br />

nur etwas dezenter (oben).<br />

24 FOKUS DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Ronacher. Günther Domenig baute 2008 e<strong>in</strong> braves Dach, nachdem jenes von Wettbewerbssieger 1988 Coop Himmelb(l)au für Wi<strong>der</strong>stand<br />

gesorgt hatte. Wäre <strong>in</strong> jenem multifunktionalen Hightech-Theater e<strong>in</strong> geistreiches Musical wie „The Producers“ erfolgreicher gewesen?<br />

städte und die Barockbauten Europas, die<br />

Alte<strong>in</strong>gesessene mit Händen und Füßen<br />

verteidigen. Sie trauen ihrer Vorstellung<br />

nichts an<strong>der</strong>es zu und s<strong>in</strong>d für e<strong>in</strong>e Erweiterung<br />

ihres räumlichen und geistigen<br />

Horizonts vielleicht auch zu faul. O<strong>der</strong> <strong>der</strong><br />

Mensch ist – und etwa <strong>der</strong> Österreicher<br />

mehr noch als <strong>der</strong> Deutsche – <strong>in</strong> Sachen<br />

vertrauter Heimat e<strong>in</strong>fach nur treu. Das<br />

ist auch <strong>der</strong> Grund, warum alle großen<br />

Geister e<strong>in</strong>e Zeitlang <strong>in</strong> den USA werken.<br />

RÜCKSCHRITT. Die sich <strong>in</strong> ihrem Zugang<br />

auf die 68er-Jahre und später auf das<br />

digitale Zeitalter berufenden Wiener<br />

Coop Himmelb(l)au erlebten 1988, nach<br />

gewonnenem Restaurierungswettbewerb<br />

des Ronacher, genau wegen dieser Treue<br />

e<strong>in</strong>en K. O.-Schlag, obwohl sie zeit -<br />

gleich ihren ersten, <strong>in</strong>ternational beachteten<br />

Dachausbau für die Anwaltskanzlei<br />

Schuppich Sporn & W<strong>in</strong>ischhofer bauten,<br />

wo e<strong>in</strong> gespannter Bogen wie e<strong>in</strong> Blitz das<br />

Dach „öffnet“. Wer weiß, vielleicht wäre<br />

unter ihrem zeitgemäßen multimedialen<br />

und -funktionalen, sprich bis zur Freiluftbühne<br />

wandelbaren Theater mit experimentellem<br />

Dachaufbau samt Terrasse, e<strong>in</strong><br />

geistreich provokantes Musical wie „The<br />

Producers“ von Mel Brooks e<strong>in</strong> größerer<br />

Erfolg <strong>in</strong> Wien gewesen. 2008 (!) rief es<br />

nach <strong>der</strong> letztendlich um 46,9 Millionen<br />

Euro mit dezentem Glasdach braven Restauration<br />

von Günther Domenig zur Wie<strong>der</strong>öffnung.<br />

Seitdem läuft dort unfe<strong>in</strong>er<br />

Musicalkommerz. Die irakisch-britische<br />

Hadid hat sich <strong>der</strong>zeit trotz ihres heutigen<br />

Weltruhms wegen zweier Projekte zu<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 25


Delugan Meissl. Die Sängerknaben gewannen – aber Wien hätte mit dem<br />

„Filmkulturzentrum“ im Augarten (Modell 2007) e<strong>in</strong> ebenso parkverwobenes<br />

Baujuwel haben können wie Amsterdam. Dort baute das Architektenehepaar 2012<br />

das „Eye Film Institut Nie<strong>der</strong>lande“ am Wasser (kle<strong>in</strong>es Bild).<br />

ärgern: nach gewonnenem Wettbewerb<br />

2005 am 65 Millionen Euro schweren Umund<br />

Neubau des Stadtcas<strong>in</strong>o Basel, wo nur<br />

<strong>der</strong> für se<strong>in</strong>e Akustik weltbekannte Musiksaal<br />

von 1876 erhalten bleiben hätte<br />

sollen. An ihn sollte sich e<strong>in</strong> gewissermaßen<br />

schweben<strong>der</strong> Baukörper aus Glas und<br />

Stahl anschmiegen, <strong>der</strong> e<strong>in</strong>en neuen Musiksaal<br />

beherbergt hätte. Hätte, weil das<br />

Vorhaben 2007 vom Basler Stimmvolk abgelehnt<br />

wurde, was vom Schweizer Architekten<br />

und Unternehmer Matthias Eckenste<strong>in</strong>-Geigy<br />

angeschürt worden war, <strong>der</strong><br />

„<strong>in</strong> dem überteuerten Kolossbau e<strong>in</strong>en<br />

„E<strong>in</strong> Wettbewerbsgew<strong>in</strong>n ist e<strong>in</strong> Gang <strong>in</strong> die<br />

Waschtrommel, wo <strong>der</strong> Sieger geschleu<strong>der</strong>t wird.“<br />

Schädl<strong>in</strong>g für die Innenstadt“ sah. Das<br />

Hadid-Konzerthaus wäre von politischer<br />

und kultureller Seite her unterstützt und<br />

neben staatlichen Subventionen vor allem<br />

durch private Spenden f<strong>in</strong>anziert gewesen.<br />

Seitdem r<strong>in</strong>gt die Cas<strong>in</strong>o-Gesellschaft<br />

Basel um die F<strong>in</strong>anzierung zur dr<strong>in</strong>gend<br />

nötigen Teilsanierung, wo 2012 zum<strong>in</strong>dest<br />

12 Millionen CHF zugesagt wurden.<br />

HOFFNUNG. Nicht ganz so traurig ist die<br />

Entwicklung bei Hadids Wettbewerbsgew<strong>in</strong>n<br />

2004, dem neuen Kommodhaus<br />

für Graz. Das alte, e<strong>in</strong> Bie<strong>der</strong>meierhaus<br />

aus dem Jahr 1819 und beliebtes Künstlerlokal<br />

<strong>in</strong>mitten <strong>der</strong> Welterbe-geschützten<br />

Altstadt, war wegen se<strong>in</strong>er hoffnungslosen<br />

Verfassung unter heftigen Protesten<br />

2003 abgerissen worden. Eigentümer<br />

Wegraz musste noch bis 2011 mit e<strong>in</strong>em<br />

m<strong>in</strong>imalen Miteigentümer prozessieren,<br />

<strong>der</strong> e<strong>in</strong>en Wie<strong>der</strong>aufbau for<strong>der</strong>te, bis 2013<br />

endlich die Baubewilligung für das „Board<strong>in</strong>g-House“<br />

mit Gastro-Nutzung steht.<br />

Dafür mussten allerd<strong>in</strong>gs – auf Vorwürfe<br />

wie „überdimensional“ und „Strudelauflauf<br />

mit Fettaugen“ h<strong>in</strong> – Än<strong>der</strong>ungen<br />

zugesichert werden: kle<strong>in</strong>ere, hervortretende<br />

Fenster und e<strong>in</strong> dezenteres E<strong>in</strong>fügung<br />

<strong>in</strong>s Ensemble. Gebaut werden soll<br />

noch heuer. Die Stadtführung erhofft sich<br />

mit dem Projekt <strong>der</strong> prom<strong>in</strong>enten Architekt<strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>e Aufpolierung des zuletzt umstrittenen<br />

Images als City of Design.<br />

26 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


REALISIERUNG. Die mit nutzer<strong>in</strong>dividualisiertem<br />

Sozialbau und raumflüssigem<br />

Eigenheim groß gewordenen Delugan<br />

Meissl Associated Architects realisierten<br />

dafür 2012 das am Wasser<br />

e<strong>in</strong>ladende Eye Film Institute Netherlands,<br />

das 2013 Anwärter für den Amsterdam<br />

Architecture Prize ist. Das österreichische<br />

Filmkulturzentrum gibt es<br />

<strong>in</strong>dessen als Kle<strong>in</strong>spurvariante: Es soll<br />

im umgebauten Wiener Metro K<strong>in</strong>o Platz<br />

f<strong>in</strong>den, geplante Eröffnung bei <strong>der</strong><br />

Viennale 2013.<br />

PECH. Dass das protestierende „Anra<strong>in</strong>ervolk“<br />

auch e<strong>in</strong>mal für den Fortschritt<br />

se<strong>in</strong> kann, zeigte sich 2007 beim Fall<br />

„Augarten“, als das Filmarchiv Austria<br />

e<strong>in</strong>en spektakulären Gegenentwurf zum<br />

letztlich 2012 von Archipel erbauten<br />

„Konzertkristall“ <strong>der</strong> Wiener Sängerknaben<br />

präsentierte. Heute heißt er Jugendtheater-<br />

und -musikzentrum „Muth“. Das<br />

Projekt „Filmkulturzentrum“ von Wettbewerbssieger<br />

Delugan Meissl wäre kulturpolitisch<br />

schon wegen <strong>der</strong> Ausrichtung<br />

nötiger gewesen, weil es das heimische<br />

Filmland bis zur Studienmöglichkeit repräsentiert<br />

und gleichzeitig anspruchsvolle<br />

Filme im K<strong>in</strong>o mit Freiluftmöglichkeit<br />

gezeigt hätte – die e<strong>in</strong>st große<br />

Filmwirtschaft wäre belebt worden. Ganz<br />

zu schweigen von <strong>der</strong> subtil-eleganten<br />

und ökologisch verantwortungsbewussten<br />

Architektur, die sich mit Terrassencafé<br />

praktisch fließend <strong>in</strong> den für Erholungssuchende<br />

frei zugänglichen Park<br />

e<strong>in</strong>fügte und dennoch alle Hightech-<br />

Extras spielte. Selbst e<strong>in</strong> Geldgeber-Ehepaar<br />

Re<strong>der</strong> wurde für die veranschlagten<br />

6 Millionen Euro gefunden; doch 12 Millionen<br />

waren für den Sängerknaben-<br />

Sponsor und Grundeigner POK Pühr<strong>in</strong>ger<br />

Privatstiftung auch ke<strong>in</strong> Problem, den <strong>der</strong><br />

zuständige Bund favorisierte.<br />

STRATEGIE. Manch e<strong>in</strong>er könnte glauben,<br />

es gehe bis zur endgültigen Auftragsvergabe<br />

im Architekturgeschäft zu wie<br />

im Fußball – brutal. Deshalb bezeichnet<br />

sich Wolf D. Prix von Coop Himmelb(l)au<br />

im „Falter“ 2012 als Anhänger des FC Barcelona,<br />

zunächst <strong>in</strong> Sachen Wettbewerb:<br />

„Das System Barcelona beruht auf e<strong>in</strong>em<br />

Kurzpassspiel. Der <strong>in</strong> die Schnittstellen<br />

des Spiels h<strong>in</strong>e<strong>in</strong>platzierte Pass ähnelt<br />

dem Konzept unserer Architektur. Auch<br />

wir versuchen, konservative Verteidigungssysteme<br />

zu überspielen.“ Bezogen<br />

auf den Umbau <strong>der</strong> Wiener Universität<br />

für Angewandte Kunst, wo er als langjähriger<br />

Architekturvorstand des Hauses<br />

mit se<strong>in</strong>em Projekt Zweiter h<strong>in</strong>ter dem<br />

exzentrischen 46-Millionen-Euro-Fassadenzubau<br />

im 60er-Look des Biennalegehypten<br />

Wolfgang Tschapeller wurde,<br />

<strong>der</strong> seit 2012 auch noch Institutsvorstand<br />

für Kunst und Architektur von <strong>der</strong> Konkurrenz<br />

<strong>in</strong> Wien, Akademie <strong>der</strong> Bildenden<br />

Künste, ist, erörtert er se<strong>in</strong>en „Pass“<br />

etwas genauer. Denn Prix glaubt, dass<br />

sich die <strong>in</strong> <strong>der</strong> Jury überwiegenden Beamten<br />

e<strong>in</strong>e sparsame „Verteidigungsl<strong>in</strong>ie“<br />

ersonnen hätten: die geplante Zusammenlegung<br />

<strong>der</strong> beiden Kunstuniversitäten,<br />

zunächst bis zur Wie<strong>der</strong>eröffnung<br />

<strong>der</strong> Angewandten 2017 <strong>in</strong> <strong>der</strong> alten<br />

WU – und dann endgültig. „Dieses Interview<br />

ist me<strong>in</strong> Pass <strong>in</strong> die Schnittstelle.<br />

Es braucht jetzt nur noch e<strong>in</strong>en Andrés<br />

Iniesta, <strong>der</strong> den Ball aufnimmt.“ Kurz<br />

davor gab Prix se<strong>in</strong>en Rücktritt als Vorstand<br />

bekannt ...<br />

•<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 27


IMMOBILIEN<br />

Text Hansjörg Preims<br />

Fotos Shutterstock. Beigestellt<br />

28 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


Die Sanierung von Altbauten birgt viel Potenzial.<br />

WENIG ANREIZE<br />

ZINSHAUS-<br />

SANIERUNG<br />

Es s<strong>in</strong>d zunehmend die gewerblichen Bauträger und Immobilienentwickler,<br />

welche die Z<strong>in</strong>shaussanierung professionalisieren –<br />

und die Häuser parifizieren.<br />

VIEL POTENZIAL. Das Wiener Z<strong>in</strong>shaus<br />

ist <strong>in</strong>sofern e<strong>in</strong>e Beson<strong>der</strong>heit am Immobilienmarkt,<br />

als es e<strong>in</strong>e klar def<strong>in</strong>ierte und<br />

nicht vermehrbare historische Immobiliengattung<br />

ist. Der Bestand wird also<br />

nicht mehr, sodass es hier darum geht,<br />

den nutzbaren Bestand nicht nur nicht<br />

weniger werden zu lassen, son<strong>der</strong>n ihn<br />

durch Sanierung aufzuwerten und durch<br />

Dachgeschoßausbauten zusätzliches Wohnpotenzial<br />

entstehen zu lassen. Erst etwa<br />

20 Prozent <strong>der</strong> Dachböden <strong>in</strong> Wiener<br />

Grün<strong>der</strong>zeithäusern s<strong>in</strong>d ausgebaut, im<br />

1. Bezirk fast zur Gänze, <strong>in</strong>nerhalb des<br />

Gürtels etwa 30 Prozent, außerhalb des<br />

Gürtels 10 Prozent. Von den rund 30.000<br />

Grün<strong>der</strong>zeithäusern, die vor dem Ersten<br />

Weltkrieg gebaut wurden, s<strong>in</strong>d etwa<br />

15.000 noch echte Mietz<strong>in</strong>shäuser, die<br />

an<strong>der</strong>e Hälfte ist bereits im Wohnungseigentum<br />

(„parifiziert“).<br />

MUTLOSE STADTPOLITIK? Zum Ausbauen<br />

gebe es jedenfalls noch sehr viel,<br />

sagt Hans Jörg Ulreich von <strong>der</strong> gleichnamigen<br />

Bauträger GmbH. Und das wäre<br />

auch dr<strong>in</strong>gend notwendig, Stichwort <strong>in</strong>nerstädtische<br />

Nachverdichtung, vor allem<br />

im H<strong>in</strong>blick darauf, dass Wien laut Bevölkerungsprognose<br />

bis 2030 auf zwei Millionen<br />

E<strong>in</strong>wohner anwachsen soll. Den<br />

entsprechend erfor<strong>der</strong>lichen Nachverdichtungsmaßnahmen<br />

stünden die Wiener<br />

Stadtverantwortlichen aber nicht gerade<br />

för<strong>der</strong>lich gegenüber, so Ulreich.<br />

Man sei noch im Flächenwidmungsplan<br />

<strong>der</strong> 70er-, 80er-Jahre verhaftet – e<strong>in</strong>er<br />

Zeit, als es e<strong>in</strong>e Stadtflucht gab und deshalb<br />

<strong>in</strong> den Wiener Flächenwidmungsplänen<br />

überall Dichte reduziert worden sei.<br />

Die Ausbaureserven habe man weggewidmet<br />

und damit auch attraktive Möglichkeiten<br />

zum Beispiel für Dachausbauten.<br />

Und man habe we<strong>der</strong> den Mut, an <strong>der</strong><br />

Widmung etwas zu än<strong>der</strong>n, noch Ausnahmen<br />

zu gewähren, man fürchte sich auch<br />

vor sich aufregenden Anra<strong>in</strong>ern.<br />

ABSCHRECKUNG MIETRECHT. Unter<br />

diesen sehr bedächtigen stadtpolitischen<br />

Umständen f<strong>in</strong>den Dachgeschoßausbauten<br />

zwar dennoch gelegentlich statt, aber<br />

<strong>der</strong> Ausbau des Dachbodens ist noch ke<strong>in</strong>e<br />

thermische Sanierung des Hauses. „Dabei<br />

kann auch e<strong>in</strong> Grün<strong>der</strong>zeithaus mit e<strong>in</strong>er<br />

historischen Fassade <strong>in</strong> e<strong>in</strong> Niedrigenergiehaus<br />

verwandelt, sprich: <strong>der</strong> Heizwärmebedarf<br />

(kWh/m 2 ) von 150 bis 180<br />

auf unter 50 gesenkt werden“, so Ulreich,<br />

„<strong>in</strong>dem man Fenster und Türen tauscht<br />

sowie hofseitig, das Dach und den Keller<br />

dämmt.“ Das sei also machbar, nur gehe<br />

es kaum e<strong>in</strong>er an, die Z<strong>in</strong>shaussanierung<br />

stehe <strong>der</strong>zeit. Man könne zwar mit hohem<br />

Kostenaufwand e<strong>in</strong>en Altbau quasi <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>en Neubau verwandeln, dürfe dann<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 29


aber, dem Mietrecht „sei Dank“, zur Ref<strong>in</strong>anzierung<br />

nicht zum marktüblichen<br />

Neubauz<strong>in</strong>s vermieten.<br />

FÖRDERUNG – QUO VADIS? Kaum<br />

Interesse für die Z<strong>in</strong>shaussanierung<br />

sche<strong>in</strong>t es auch auf För<strong>der</strong>seite zu geben.<br />

Laut Standesvertretung <strong>der</strong> Immobilienund<br />

Vermögenstreuhän<strong>der</strong> <strong>in</strong> <strong>der</strong> Wirtschaftskammer<br />

ist die Wohnbauför<strong>der</strong>ung<br />

<strong>in</strong> Wien sogar „am Ende“. 2010 sei<br />

die Sanierungsför<strong>der</strong>ung attraktiver gemacht<br />

worden – zum<strong>in</strong>dest am Papier, tatsächlich<br />

aber sei das För<strong>der</strong>wesen „komplett<br />

zusammengebrochen und das Vertrauen<br />

<strong>in</strong> den Wiener Wohnfonds, <strong>der</strong> die<br />

För<strong>der</strong>ungen adm<strong>in</strong>istriert, erschüttert“,<br />

heißt es. Von den 30.000 sanierungsbedürftigen<br />

Z<strong>in</strong>shäusern würden pro Jahr<br />

gerade e<strong>in</strong>mal 30 von <strong>der</strong> Stadt geför<strong>der</strong>t.<br />

Mit den vorhandenen F<strong>in</strong>anzen bediene<br />

die Stadt fast ausschließlich sich selbst,<br />

sprich: „Wiener Wohnen“ und Wohnbaugenossenschaften,<br />

sodass für die Privaten<br />

nichts mehr übrig bleibe.<br />

„NOCH TAUSEND JAHRE.“ Ohne För<strong>der</strong>ungen<br />

aber ke<strong>in</strong>e Sanierungen. Zum<br />

Unterschied von den Wohnhäusern <strong>der</strong><br />

Stadt Wien würden För<strong>der</strong>ansuchen für<br />

Private nur weiterbearbeitet, wenn diese<br />

auf e<strong>in</strong>en Teil <strong>der</strong> För<strong>der</strong>ungen, nämlich<br />

die Landesdarlehen, verzichteten. Aber<br />

auch Bankkredite, die durch Annuitätenzuschüsse<br />

geför<strong>der</strong>t werden, seien ihnen<br />

<strong>der</strong>zeit verwehrt. Fazit <strong>der</strong> Standesvertretung:<br />

„Bei <strong>der</strong> aktuellen Vorgehensweise<br />

braucht Wien noch tausend Jahre, um alle<br />

se<strong>in</strong>e sanierungsbedürftigen Immobilien<br />

zu mo<strong>der</strong>nisieren.“ Betroffen seien vor<br />

allem sehr viele schöne Grün<strong>der</strong>zeithäuser,<br />

für die grundsätzlich e<strong>in</strong>e hohe<br />

Sanierungsbereitschaft <strong>der</strong> Eigentümer<br />

bestehe, wo aber <strong>der</strong> entsprechend notwendige<br />

Anreiz entwe<strong>der</strong> durch För<strong>der</strong>ungen<br />

o<strong>der</strong> durch e<strong>in</strong>e Mietrechtsreform<br />

nicht geschaffen werde.<br />

ZINSHAUSMARKT BOOMT. Nichtsdestotrotz<br />

boomt <strong>der</strong> Z<strong>in</strong>shausmarkt <strong>in</strong> Wien.<br />

Auf <strong>der</strong> Suche nach sicheren Veranlagungen<br />

steht bei Investoren das Z<strong>in</strong>shaus<br />

noch immer ganz oben. Im Vorjahr stieg<br />

das Transaktionsvolumen am Wiener<br />

Z<strong>in</strong>shausmarkt laut aktuellem Marktbericht<br />

des Immobiliendienstleisters EHL<br />

um 15 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro,<br />

wobei <strong>der</strong> Anteil an Z<strong>in</strong>shäusern im<br />

„Alle<strong>in</strong>eigentum“ überproportional gestiegen<br />

ist. Die durchschnittlichen Kaufpreise<br />

für ganze Häuser stiegen dem EHL-<br />

Bericht zufolge auf rund 4.800 Euro pro<br />

Quadratmeter – auch <strong>in</strong> Folge hochwertig<br />

renovierter Altbauflächen und ausgebauter<br />

Dachgeschoße. Wer s<strong>in</strong>d nun die, welche<br />

diese hochwertig renovierten Altbauflächen<br />

bereitstellen? Private und Privatstiftungen<br />

<strong>in</strong>teressieren sich zwar auch<br />

für sehr Z<strong>in</strong>shäuser, aber hauptsächlich<br />

aus Veranlagungsgründen und ohne sich<br />

mit dem vermieteten Objekt dah<strong>in</strong>gehend<br />

groß beschäftigen zu wollen, Ausbaupotenziale<br />

umzusetzen. Auch <strong>in</strong> jener –<br />

langsam aussterbenden – Gruppe klassischer<br />

Z<strong>in</strong>shausbesitzer, die zum Beispiel<br />

als Enkel des Erbauers e<strong>in</strong> Z<strong>in</strong>shaus erben<br />

– <strong>in</strong> <strong>der</strong> Regel über 60-Jährige, denn <strong>der</strong><br />

statistisch durchschnittliche Z<strong>in</strong>shauserbe<br />

ist 58 –, ist kaum Know-how und<br />

auch nicht das Geld vorhanden, um wirklich<br />

e<strong>in</strong>e tiefgreifende Generalsanierung<br />

durchführen zu lssen.<br />

DIE PARIFIZIERER. Es s<strong>in</strong>d zunehmend<br />

die gewerblichen Bauträger und Immobilienentwickler,<br />

welche die Sanierung – sofern<br />

sie überhaupt passiert – sukzessive<br />

professionalisieren. Indem sie Z<strong>in</strong>shäuser<br />

kaufen, <strong>in</strong> e<strong>in</strong>zelne Nutzwerte zerlegen<br />

und nach <strong>der</strong> Renovierung Wohnung im<br />

Eigentum abverkaufen. „Der Trend <strong>der</strong><br />

Parifizierung boomt enorm“, sagt denn<br />

auch Gerhard Hudej, Geschäftsführer <strong>der</strong><br />

Hudej Z<strong>in</strong>shausmakler GmbH. „Viele Immobilienfirmen<br />

versuchen, diesen Markt<br />

zu erobern und damit Geld zu verdienen.<br />

Da werden <strong>in</strong> erster L<strong>in</strong>ie eben Häuser gesucht,<br />

wo es viel Leerflächen und viel<br />

Sanierungsbedarf gibt und <strong>der</strong> Quadratmeterpreis<br />

natürlich entsprechend günstig<br />

ist. Und es f<strong>in</strong>den sich auch genügend<br />

solche Häuser <strong>in</strong> Wien.“ Hätten sich die<br />

klassischen Investoren, die am Markt<br />

Z<strong>in</strong>shäuser suchten, um ihr Geld veranlagen<br />

zu können, und Parifizierer immer<br />

<strong>in</strong> etwa die Waage gehalten, so habe sich<br />

das Verhältnis <strong>in</strong> den letzten drei Jahren<br />

schon h<strong>in</strong> zu 70:30 zu Gunsten <strong>der</strong> Parifizierer<br />

verschoben, schätzt Hudej.<br />

GEWINNHEBEL. Von diesem Trend weiß<br />

natürlich auch Hans Jörg Ulreich: „Parifizierung<br />

ist die e<strong>in</strong>zige Art und Weise, legal<br />

mit <strong>der</strong> Z<strong>in</strong>shaussanierung Geld zu verdienen.“<br />

Und Franz Pöltl, Geschäftsführer<br />

<strong>der</strong> EHL Investment Consult<strong>in</strong>g GmbH:<br />

„Potenziale heben heißt <strong>der</strong>zeit Parifizierung<br />

und Abverkauf von Wohnungseigentum.<br />

Damit kann man <strong>in</strong> <strong>der</strong> Regel den<br />

größten Schnitt machen.“ Vorausgesetzt<br />

natürlich, man bekomme den Altbestand<br />

zu vernünftigen Konditionen. „Aber wenn<br />

man davon ausgeht, dass <strong>in</strong> guten Lagen<br />

30 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


Mangel. Bild oben: Für e<strong>in</strong>e Generalsanierung <strong>in</strong>klusive Dachausbau fehlen dem klassischen<br />

Z<strong>in</strong>shausbesitzer meistens das Know-how und die Mittel.<br />

Gut für Parifizierer. Bild l<strong>in</strong>ks: Es gibt noch genügend sanierungsbedürftige<br />

Grün<strong>der</strong>zeithäuser <strong>in</strong> Wien.<br />

die Wohnungen im Durchschnitt um<br />

4.000 bis 5.000 Euro pro Quadratmeter<br />

verkauft werden können, und man weiters<br />

unterstellt, dass 1.500 Euro pro Quadratmeter<br />

<strong>in</strong> die Sanierung <strong>in</strong>vestiert<br />

wird, ist hier e<strong>in</strong> enormer Gew<strong>in</strong>nhebel<br />

vorhanden“, so Pöltl. Zumal <strong>in</strong> <strong>der</strong> Innenstadt,<br />

wo die Quadratmeterpreise weit<br />

über 5.000 Euro lägen, aber auch <strong>in</strong> den<br />

umliegenden Bezirken. „Und nachdem <strong>der</strong><br />

Büromarkt ja kaum Zuzug hat, ziehen bestehende<br />

Nutzer aus alten Gebäuden <strong>in</strong><br />

neue um“, so Pöltl, „e<strong>in</strong>e <strong>der</strong> Möglichkeiten,<br />

wie man für die alten Gebäude e<strong>in</strong>e<br />

neue Nutzung f<strong>in</strong>den kann.“ E<strong>in</strong>e Möglichkeit,<br />

die durchaus auch von <strong>der</strong> Raumplanungspolitik<br />

sehr goutiert werde. Auch<br />

gebe es beispielsweise Objekte, „die <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

Vergangenheit zwar Wohnhäuser waren,<br />

vor 20 o<strong>der</strong> 40 Jahren aber <strong>in</strong> Büroobjekte<br />

umgewandelt wurden und jetzt wie<strong>der</strong> <strong>in</strong><br />

Wohnraum zurückgedreht werden.“<br />

SUBSTANZ VERBESSERT. Im Rückblick<br />

auf die letzten Jahre stellt Pöltl aber als<br />

Positivum fest, dass sich die Substanz<br />

<strong>der</strong> österreichischen Z<strong>in</strong>shäuser doch<br />

signifikant verbessert habe, es sei e<strong>in</strong>iges<br />

<strong>in</strong> die Häuser <strong>in</strong>vestiert worden. „Es gibt<br />

auch e<strong>in</strong>e Gruppe von Investoren, die<br />

nach Bauherren modellen vorgehen und<br />

sozusagen die Sanierungsaufwendungen<br />

ihren Anlegern steuerlich zukommen lassen<br />

– und die haben durchaus Mühe,<br />

geeignete Objekte zu f<strong>in</strong>den.“ Objekte<br />

mit diesem Sanierungsbedarf gebe es<br />

ganz wenige am Markt sowie auch ganz<br />

selten welche, die preislich dafür <strong>in</strong> Frage<br />

kämen. Denn <strong>in</strong> den guten Lagen hätten<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Vergangenheit schon an<strong>der</strong>e Eigentümer<br />

die Sanierungsmaßnahmen<br />

durchgeführt und das Mietpotenzial realisiert.<br />

Beispielhaft dafür sei <strong>der</strong> Weg,<br />

wie – damals noch unter e<strong>in</strong>em an<strong>der</strong>en<br />

Steuerregime – <strong>der</strong> Spittelberg wie<strong>der</strong><br />

revitalisiert wurde, so Pöltl. Und solche<br />

Modell gebe es <strong>in</strong> an<strong>der</strong>en Bezirken jetzt<br />

auch, zwar bei Weitem nicht mehr mit<br />

den steuerlichen Vorteilen von damals,<br />

aber es sei schwierig, an <strong>der</strong>artige Objekte<br />

zu kommen.<br />

<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 31


IMMOBILIEN<br />

Text Alexan<strong>der</strong> Scheuch<br />

Fotos Rustler Gruppe<br />

RUSTLER-DIE MAKLER<br />

DIENSTLEISTUNGEN FÜR<br />

IMMOBILIENSUCHENDE<br />

Das vor über 20 Jahren gegründete Immobilienmaklerunternehmen erweitert kont<strong>in</strong>uierlich das Leistungsspektrum<br />

durch optimale Synergien <strong>in</strong> <strong>der</strong> Firmengruppe und expandiert auch bei den Standorten.<br />

Standort Mödl<strong>in</strong>g. Das dynamische Team wird<br />

von Sab<strong>in</strong>e Buchner-Rohr<strong>in</strong>ger (2 v. r.) geleitet.<br />

WIEN UND MEHR. Mit dem Namen Rustler<br />

und <strong>der</strong> Immobilienvermittlung verb<strong>in</strong>det<br />

man Tradition und Know-how <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e<br />

am Wiener Immobilienmarkt. Das<br />

Maklerunternehmen Rustler-Die Makler<br />

hat es sich im Rahmen <strong>der</strong> Unternehmensgruppe<br />

zur Aufgabe gemacht, anhand exzellenter<br />

Fach- und Marktkenntnisse den passenden<br />

Immobilien<strong>in</strong>teressenten mit dem<br />

passenden Anbieter zusammenzuführen.<br />

Neben <strong>der</strong> Kompetenz am Wiener Markt<br />

hat das Team um Mag. Natascha Casar-<br />

Olbrich aber stets auch örtliche Expansionsstrategien<br />

verfolgt. Der erste wesentliche<br />

Schritt stellte dabei die Eröffnung e<strong>in</strong>es<br />

neuen Standorts <strong>in</strong> Mödl<strong>in</strong>g Ende 2011 dar.<br />

Das Team, welches von Sab<strong>in</strong>e Buchner-<br />

Rohr<strong>in</strong>ger geleitet wird, die bereits über<br />

langjährige Erfahrung <strong>in</strong> <strong>der</strong> Rustler Gruppe<br />

32 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


Die Maklerexperten betreuen jeweils e<strong>in</strong> Spezialgebiet.<br />

verfügt, besteht aus drei dynamischen, vor<br />

Ort bestens vernetzten und erfahrenen<br />

Makler<strong>in</strong>nen, die sich schwerpunktmäßig<br />

mit dem Gebiet südlich von Wien befassen,<br />

wie <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e Mödl<strong>in</strong>g, Baden, aber auch<br />

die weitere Umgebung bis Schwechat und <strong>in</strong>s<br />

Nordburgenland. „Der <strong>Fokus</strong> liegt auf dem<br />

Bereich Privatimmobilien, <strong>in</strong>s beson<strong>der</strong>e<br />

Eigentums- und Mietwohnungen sowie E<strong>in</strong>familienhäuser<br />

und Grundstücke“, erläutert<br />

Mag. Natascha Casar-Olbrich die Ausrichtung<br />

des Mödl<strong>in</strong>ger Standorts und zeigt sich<br />

nach etwas mehr als e<strong>in</strong>em Jahr an Erfahrungswert<br />

mit <strong>der</strong> Etablierung <strong>der</strong> Filiale <strong>in</strong><br />

<strong>der</strong> Region sehr zufrieden. Ebenso habe sich<br />

die Erweiterung des Angebots um den Bereich<br />

<strong>der</strong> Immobilienbewertung bewährt.<br />

SYNERGIEN IN DER GRUPPE. E<strong>in</strong> wesentliches<br />

Kriterium von Rustler-Die Makler besteht<br />

dar<strong>in</strong>, dass an den Standorten Wien,<br />

Mödl<strong>in</strong>g und bald auch Graz sämtliche<br />

Dienstleistungen rund um die Immobilie<br />

aufgrund <strong>der</strong> engen Zusammenarbeit mit<br />

den Kollegen <strong>der</strong> Rustler Gruppe angeboten<br />

werden können. Neben <strong>der</strong> oben erwähnten<br />

Bewertung s<strong>in</strong>d dabei auch Aspekte wie die<br />

technische Bestandsaufnahme wichtig. So<br />

wurde anlässlich <strong>der</strong> Eröffnung <strong>der</strong> Filiale <strong>in</strong><br />

Mödl<strong>in</strong>g <strong>der</strong> „Rustler Immocheck“ präsentiert.<br />

Neben <strong>der</strong> Marktwerte<strong>in</strong>schätzung<br />

e<strong>in</strong>er Immobilie werden beim Immocheck<br />

auch e<strong>in</strong>e Prüfung <strong>der</strong> baurechtlichen Bed<strong>in</strong>gungen<br />

und e<strong>in</strong>e E<strong>in</strong>schätzung <strong>der</strong> zu<br />

erwartenden Sanierungskosten durchgeführt.<br />

Diese Bereiche s<strong>in</strong>d <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e für<br />

das Segment Z<strong>in</strong>shäuser und Investment<br />

maßgeblich, welches gerade am Wiener<br />

Markt und Standort verstärkt werden soll.<br />

Hierbei profitieren die Kunden von den<br />

Synergien <strong>in</strong> <strong>der</strong> Rustler Gruppe durch das<br />

Know-how <strong>der</strong> ebenfalls zur Gruppe gehörenden<br />

ASPEKT Bauplanung und Projektmanagement<br />

GmbH, auf welches zurückgegriffen<br />

werden kann. Die Leistungsbereiche<br />

dieser Sparte haben wir <strong>in</strong> <strong>der</strong> FOKUS-Son<strong>der</strong>ausgabe<br />

„Visionen 2013“ näher vorgestellt.<br />

GRAZ. Bereits im kommenden Monat wird<br />

e<strong>in</strong> weiterer Standort <strong>in</strong> Graz eröffnet, an<br />

dem – neben <strong>der</strong> Immobilienvermittlung –<br />

das gesamte Leistungsspektrum <strong>der</strong> Rustler<br />

Gruppe angeboten wird. Von diesem Standort<br />

aus wird das Team um Georg Habersatter<br />

den Bereich <strong>der</strong> Südachse bis nach Klagenfurt<br />

betreuen. Mit den unterschiedlichen<br />

Ausrichtungen an den Standorten wird<br />

auch auf das jeweilige Marktumfeld und den<br />

nachgefragten „Immobilientypus“ Bedacht<br />

genommen. Während – wie oben dargestellt<br />

– im Süden von Wien Privatimmobilen wesentlicher<br />

Bestandteil <strong>der</strong> Geschäftstätigkeit<br />

s<strong>in</strong>d, stellen am Wiener Markt bed<strong>in</strong>gt<br />

durch die historische Gebäudestruktur auch<br />

die Bereiche Z<strong>in</strong>shäuser und die Sanierung<br />

e<strong>in</strong>e wichtige Rolle dar.<br />

•<br />

Die Rustler Immobilientreuhand ist<br />

<strong>in</strong> folgenden Sparten tätig:<br />

Mietwohnungen<br />

Eigentumswohnungen<br />

E<strong>in</strong>familienhäuser<br />

Grundstücke<br />

Büroflächen<br />

Gewerbeobjekte<br />

Z<strong>in</strong>shäuser<br />

Investment<br />

Retail <br />

KONTAKT<br />

Rustler Immobilientreuhand GmbH<br />

1150 Wien, Mariahilfer Straße 196<br />

Tel. +43 1 894 97 49<br />

Fax +43 1 894 97 49-900<br />

Standort Mödl<strong>in</strong>g<br />

2340 Mödl<strong>in</strong>g, Hauptstraße 36<br />

Tel. +43 2236 908 100<br />

office@makler.rustler.eu<br />

www.makler.rustler.eu<br />

Mag. Natascha<br />

Casar-Olbrich<br />

Mitglied des ÖVI, Mitglied des<br />

Immobilienr<strong>in</strong>gs Wien/Nie<strong>der</strong>österreich<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 33


WIRTSCHAFTSSTANDORT SALZBURG<br />

Text Hansjörg Preims<br />

EUROPARK SALZBURG<br />

PARFOIS NEUER<br />

TRENDMIETER?<br />

NEUGRÜNDUNGEN<br />

AUF KONSTANT<br />

HOHEM NIVEAU<br />

FOTO: PARFOIS<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

Parfois, e<strong>in</strong>e <strong>der</strong> führenden Marken im Mode-Accessoires-<br />

Bereich aus Portugal eröffnete am 28. Februar se<strong>in</strong>en ersten<br />

Store <strong>in</strong> Österreich im EUROPARK Salzburg. SES Spar European<br />

Shopp<strong>in</strong>g Centers als Betreiber des EUROPARK ist es gelungen,<br />

die erste Parfois-Filiale nach Österreich zu br<strong>in</strong>gen. Der Markte<strong>in</strong>tritt<br />

nach Österreich ist für Parfois – e<strong>in</strong>es <strong>der</strong> <strong>der</strong>zeit meistbegehrten<br />

Design-Taschen- und Accessoires-Konzepte – e<strong>in</strong><br />

wichtiger strategischer Schritt. Parfois Manag<strong>in</strong>g Director Sergio<br />

Marques: „Dies ist e<strong>in</strong> wichtiger Standort für uns. Salzburg wird<br />

jedes Jahr von Millionen Menschen besucht und wir freuen uns,<br />

die Marke nun erstmals <strong>in</strong> Österreich präsentieren zu können.“<br />

Laut Wirtschaftskammer ist und bleibt Salzburg das Land<br />

<strong>der</strong> Unternehmer<strong>in</strong>nen und Unternehmer. In ke<strong>in</strong>em an<strong>der</strong>en<br />

Bundesland gab es 2012 pro 1.000 E<strong>in</strong>wohner mehr Unternehmer.<br />

Die Unternehmer quote liegt <strong>in</strong> Salzburg bei 60,7. Pro Tag<br />

werden vier bis fünf neue Betriebe gegründet, mehr als die Hälfte<br />

davon von Frauen. Alle<strong>in</strong> 2012 wurden mehr als 1.760 Betriebe<br />

neu gegründet. „Wir konnten damit das hohe Niveau <strong>der</strong> vergangenen<br />

Jahre halten“, so WKS-Präsident KommR Julius Schmalz.<br />

Mit Stand 31. Dezember 2012 zählte die Wirtschaftskammer<br />

Salzburg 32.520 Mitglie<strong>der</strong> (ohne selbstständige Personenbetreuer),<br />

5,4 Prozent davon fallen unter Neugründungen.<br />

VORSCHLAG<br />

OMBUDSMANN FÜR BAUVERFAHREN<br />

Wenn <strong>der</strong> Nachbar e<strong>in</strong> Haus baut o<strong>der</strong> die Baugesellschaft e<strong>in</strong>en Wohnblock auf dem Nebengrundstück errichtet, ist man als<br />

Anra<strong>in</strong>er nicht immer erfreut. Beson<strong>der</strong>s wenn man glaubt, dass man <strong>in</strong> se<strong>in</strong>en Rechten beschnitten wird, Abstände o<strong>der</strong> Bauhöhen<br />

nicht e<strong>in</strong>gehalten werden. Um Ärger und rechtliche Probleme schon im Vorfeld abzufangen, schlägt die Initiative Lebenswertes<br />

Seekirchen (LeSe) nach e<strong>in</strong>em Bericht <strong>der</strong> „Salzburger Nachrichten“ die E<strong>in</strong>richtung e<strong>in</strong>es Ombudsmannes vor. „Man kann fast von<br />

e<strong>in</strong>em Drama des Bauverfahrens sprechen. Das liegt an den Vorschriften, aber <strong>in</strong> Seekirchen auch an <strong>der</strong>en Handhabung“, kritisiert<br />

<strong>der</strong> Jurist Alois Fe<strong>der</strong>sel. Erste Bau<strong>in</strong>stanz ist <strong>in</strong> den Geme<strong>in</strong>den <strong>der</strong> Bürgermeister – <strong>in</strong> Seekirchen ist diese Aufgabe an den Ressortleiter<br />

übertragen. Fe<strong>der</strong>sel: „E<strong>in</strong>e Berufung gegen e<strong>in</strong>en Baubescheid geht an die Geme<strong>in</strong>devertretung, <strong>in</strong> <strong>der</strong> die Bürgermeisterpartei<br />

meist über die Mehrheit verfügt. Die Entscheidung erfolgt auf Basis e<strong>in</strong>es Amtsberichts, den die erste Instanz verfasst hat.<br />

Kontrolle sieht an<strong>der</strong>s aus.“ Der Gesetzgeber hat aber <strong>in</strong>zwischen reagiert: Ab 2014 werden im Bauverfahren die Verwaltungsgerichte<br />

<strong>der</strong> Län<strong>der</strong> als zweite Instanz fungieren. Generell seien die Anra<strong>in</strong>errechte jedoch sehr e<strong>in</strong>geschränkt. Wer nicht rechtzeitig und<br />

gesetzeskonform E<strong>in</strong>spruch erhebe, habe ke<strong>in</strong>e rechtlichen Möglichkeiten mehr, hält Alois Fe<strong>der</strong>sel fest: „Lei<strong>der</strong> kommt es immer<br />

wie<strong>der</strong> vor, dass sich Bürger ungerecht behandelt fühlen. Optimal wäre es, wenn die Geme<strong>in</strong>de e<strong>in</strong>en Ombudsmann anbieten würde.<br />

Wenn nicht, würden wir uns von <strong>der</strong> LeSe zur Verfügung stellen.“<br />

34 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


„MITTELSTAND TRÄGT DAS LAND“<br />

WKS UND WIRTSCHAFTSTREUHÄNDER:<br />

KOOPERATIONSABKOMMEN<br />

FOTO: BEIGESTELLT<br />

(v. l.): WKS-Vizepräsident Dr. Peter<br />

Unterkofler, WKS-Rechtsexperte Dr.<br />

Franz Hirnsperger, WKS-Präsident<br />

KommR Julius Schmalz, Mag. Monika<br />

Tschoner, GF <strong>der</strong> Kammer <strong>der</strong><br />

Wirtschaftstreuhän<strong>der</strong> Salzburg,<br />

WKS-Direktor Dr. Johann Bachleitner,<br />

Dr. Johannes Pira, Präsident <strong>der</strong><br />

Kammer <strong>der</strong> Wirtschaftstreuhän<strong>der</strong> <strong>in</strong><br />

Salzburg.<br />

Zwei starke Kammern – die WKS und die Kammer <strong>der</strong> Wirtschaftstreuhän<strong>der</strong><br />

<strong>in</strong> Salzburg – ziehen noch <strong>in</strong>tensiver an e<strong>in</strong>em Strang,<br />

um das Service und die Beratung für heimische Unternehmen abzustimmen<br />

und geme<strong>in</strong>sam zu verstärken. Zu diesem Zweck wurde<br />

kürzlich <strong>in</strong> <strong>der</strong> WKS e<strong>in</strong> Kooperationsabkommen unterzeichnet.<br />

„Beide Kammern vertreten die Interessen des Mittelstandes. Die<br />

WKS jene <strong>der</strong> gewerblichen Unternehmen, die Wirtschaftstreuhän<strong>der</strong><br />

zusätzlich e<strong>in</strong>en wesentlichen Teil <strong>der</strong> freiberuflichen Selbstständigen.<br />

Beide betreuen die Salzburger Unternehmer<strong>in</strong>nen und Unternehmer.<br />

„E<strong>in</strong>e engere Kooperation schafft daher für Salzburgs<br />

Wirtschaft nur Vorteile“, freut sich WKS-Präsident KommR Julius<br />

Schmalz. „Wir wissen, wo bei den Betrieben <strong>der</strong> Schuh drückt. Beide<br />

Kammern werden daher <strong>in</strong> Zukunft e<strong>in</strong>en engeren Austausch über<br />

die Rahmenbed<strong>in</strong>gungen für die Wirtschaft pflegen“, betont Landesstellenpräsident<br />

Dr. Johannes Pira, KWT. Zu diesem Zweck wird e<strong>in</strong><br />

geme<strong>in</strong>samer „Probleme-Monitor“ e<strong>in</strong>geführt, um die sich <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

Praxis ergebenden Probleme durch Steuergesetzgebung o<strong>der</strong> an<strong>der</strong>e<br />

Vorschriften schneller identifizieren zu können. „Damit lassen sich<br />

zügiger Anliegen und For<strong>der</strong>ungen an die Politik formulieren, wobei<br />

auch hier die beiden Kammern <strong>in</strong> Zukunft gegebenenfalls geme<strong>in</strong>sam<br />

vorgehen“, betonen die beiden Präsidenten. Regelmäßig werden<br />

auch die <strong>in</strong>teressenpolitischen Themen im Bereich Steuerrecht besprochen<br />

werden, um über die jeweiligen Kontaktgremien schneller<br />

zu e<strong>in</strong>em Ergebnis im Interesse <strong>der</strong> Mitglie<strong>der</strong> zu kommen. Grün<strong>der</strong>n,<br />

die <strong>in</strong> <strong>der</strong> WKS Rat und Service <strong>in</strong> Anspruch nehmen, wird <strong>der</strong><br />

Zugang zu den steuerlichen Grün<strong>der</strong>beratungen <strong>der</strong> Wirtschaftstreuhän<strong>der</strong>kammer<br />

vermittelt. Geme<strong>in</strong>sam sollen auch kostenlose<br />

Steuerberatungstage angeboten werden. Darüber h<strong>in</strong>aus wird es geme<strong>in</strong>same<br />

Veranstaltungen zu Fragen <strong>der</strong> Unternehmensnachfolge<br />

geben. WKS und Wirtschafts treuhän<strong>der</strong>kammer leisten somit e<strong>in</strong>en<br />

weiteren geme<strong>in</strong>samen Beitrag zum Erfolg <strong>der</strong> heimischen Wirtschaft.<br />

„Mittelstand trägt das Land“, so lautet <strong>der</strong> Slogan <strong>der</strong> WKS –<br />

„e<strong>in</strong>e Überzeugung, die beide Kammern zutiefst teilen und <strong>in</strong> konkrete<br />

Zusammenarbeit ummünzen werden“, betonen KommR Julius<br />

Schmalz und Dr. Johannes Pira.<br />

<br />

<br />

Langjährige Erfahrung, qualifizierte Mitarbeiter, hohe Marktpräsenz sowie<br />

laufende Marktanalyse bilden die Grundlage für unsere Dienstleistung.<br />

<br />

Verkauf von Gewerbe-, Industrie-, Anlageobjekten und Grundstücken<br />

Vermietung von Büros, Geschäftslokalen, Ord<strong>in</strong>ationsflächen,<br />

Gastronomie, Gewerbeobjekten und Wohnungen<br />

Investmentberatung und Marktanalysen<br />

Beratung <strong>in</strong> Fragen <strong>der</strong> Standortwahl, Standortanalysen<br />

Abwicklung von Kauf- und Bestandsverträgen<br />

Projektentwicklung<br />

Hölzl & Hubner Immobilien GmbH<br />

Innsbrucker Bundesstr. 67<br />

5020 Salzburg<br />

Tel.: 0662/83 00 43<br />

www.hh-immo.at<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 35


WIRTSCHAFTSSTANDORT SALZBURG<br />

Text Andreas Besenböck<br />

Fotos Shutterstock<br />

<strong>SALZBURGER</strong> WOLLEN MIETEN<br />

FAST JEDER ZWEITE<br />

SUCHT EINE<br />

MIETWOHNUNG<br />

Durch die hohen Anschaffungskosten<br />

für Eigentumswohnungen<br />

<strong>in</strong> Salzburg geht <strong>der</strong> Trend<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Landeshauptstadt<br />

e<strong>in</strong>deutig zur Miete.<br />

NACHFRAGE: In Salzburg gibt es seit Anfang<br />

2010 e<strong>in</strong>en starken Trend zur Mietwohnung.<br />

Mittlerweile erreicht die Nachfrage knapp<br />

50 Prozent. H<strong>in</strong>tergrund dafür s<strong>in</strong>d die<br />

im österreichweiten Vergleich relativ hohen<br />

Eigentumspreise. Deutlich weniger gefragt<br />

s<strong>in</strong>d Eigentumswohnungen mit 26 Prozent<br />

an zweiter Stelle. Noch weiter abgeschlagen<br />

s<strong>in</strong>d E<strong>in</strong>familienhäuser – nur 14 Prozent <strong>der</strong><br />

Wohnraumsuchenden <strong>in</strong> Salzburg suchen<br />

vier Wände auf dem eigenen Grundstück.<br />

Auch die Baulust ist <strong>in</strong> Mozarts Geburtsland<br />

relativ ger<strong>in</strong>g ausgeprägt – nur drei Prozent<br />

suchen aktuell nach e<strong>in</strong>em Grundstück.<br />

HOHE KOSTEN. „In Salzburg geht <strong>der</strong><br />

Wohntrend e<strong>in</strong>deutig zur Miete. Be<strong>in</strong>ahe<br />

je<strong>der</strong> Zweite sucht aktuell nach e<strong>in</strong>er Mietwohnung.<br />

Grund dafür s<strong>in</strong>d vor allem die<br />

hohen Anschaffungskosten für Eigentumswohnungen.<br />

Auch <strong>in</strong> Salzburg hat die Suche<br />

nach e<strong>in</strong>er sicheren Geldanlage <strong>in</strong> den ver-<br />

36 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


Mozartstadt Salzburg.<br />

Wertvoll und teuer. Eigentumswohnungen und<br />

E<strong>in</strong>familienhäuser liegen <strong>in</strong> Salzburg landesweit<br />

über dem österreichischen Durchschnitt.<br />

PREISE – FAKTEN. Die Preise für Eigentumswohnungen<br />

s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> den vergangenen<br />

zwölf Monaten relativ stark gestiegen, <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e<br />

<strong>in</strong> den Bezirken Halle<strong>in</strong> und Salzburg<br />

Stadt. Bei gebrauchten Wohnungen gab<br />

es e<strong>in</strong>en durchschnittlichen Anstieg von<br />

knapp neun Prozent auf über 2.700 Euro pro<br />

Quadratmeter. Bei neuwertigen Wohnungen<br />

lag <strong>der</strong> Preisanstieg bei knapp drei Prozent,<br />

<strong>der</strong> auch durch das bereits hohe Preisniveau<br />

zu erklären ist. Für e<strong>in</strong>e neuwertige Wohnung<br />

zahlt man im ganzen Salzburger Land<br />

im Schnitt knapp 3.800 Euro für den Quadratmeter.<br />

Die Preise für E<strong>in</strong>familienhäuser<br />

liegen nur knapp über denen von gebrauchten<br />

Eigentumswohnungen. Für die eigenen<br />

vier Wände mit Grundstück zahlt man, nach<br />

e<strong>in</strong>em Anstieg von 5,4 Prozent im vergangenen<br />

Jahr, im Schnitt 3.000 Euro. Auch<br />

Grundstücke s<strong>in</strong>d im österreichweiten Vergleich<br />

relativ teuer. Nach e<strong>in</strong>em ger<strong>in</strong>gen<br />

Anstieg von 2,2 Prozent kostet <strong>der</strong> Quadratmeter<br />

<strong>in</strong> Salzburg ungefähr 220 Euro. Gute<br />

Nachrichten gibt es für Mieter: Auf dem<br />

freien Mietwohnungsmarkt gab es e<strong>in</strong>en<br />

leichten Rückgang <strong>der</strong> Preise um 1,8 Prozent.<br />

Im Schnitt bezahlt man aber immer noch<br />

9,8 Euro exklusive Betriebskosten und Steuer<br />

für den Quadratmeter.<br />

gangenen Jahren die Immobilienpreise hochgetrieben.<br />

Es gibt zwar e<strong>in</strong>e leichte Entspannung<br />

auf <strong>der</strong> Angebotsseite, mit e<strong>in</strong>er<br />

Trendumkehr bei den Preissteigerungen ist<br />

<strong>der</strong>zeit aber nicht zu rechnen“, so Alexan<strong>der</strong><br />

Ertler von IMMOBILIEN.NET.<br />

PREISE – HINTERGRUNDINFOS. Salzburg<br />

gehört traditionell zu den teuren Bundeslän<strong>der</strong>n.<br />

Sowohl bei E<strong>in</strong>familienhäusern als<br />

auch bei Eigentumswohnungen liegt das<br />

westliche Bundesland mit zirka 3.000 Euro<br />

pro Quadratmeter deutlich über dem<br />

österreichischen Durchschnitt. Mit beson<strong>der</strong>s<br />

hohen Preisen muss man <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

Landeshauptstadt und <strong>in</strong> den Tourismusregionen<br />

rechnen.<br />

ANSTEIGEND. „Die Preise für Eigentum<br />

s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> Salzburg vor allem <strong>in</strong> <strong>der</strong> Landeshauptstadt<br />

und <strong>in</strong> den Tourismuszentren<br />

stark angestiegen. Neben Salzburg Stadt<br />

steht hier vor allem Halle<strong>in</strong>, woh<strong>in</strong> viele Bewohner<br />

von Salzburg Stadt ausweichen, an<br />

<strong>der</strong> Spitze“, erklärt Alexan<strong>der</strong> Ertler. „Die<br />

hohen Preise für Eigentum machen den<br />

Haus- und Wohnungskauf für die Salzburger<br />

immer schwieriger. Unter 3.000 Euro pro<br />

Quadratmeter bekommt man kaum noch<br />

gute Immobilien <strong>in</strong> zentralen Lagen. Das<br />

stößt natürlich bei vielen an die Budgetgrenze<br />

und erklärt auch die hohe Nachfrage<br />

nach Mietobjekten.“<br />

<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 37


WIRTSCHAFTSSTANDORT SALZBURG<br />

Text Walter Thomas<br />

Foto f<strong>in</strong>est-homes.com<br />

IMMOBILIEN-HOTSPOT SALZBURG<br />

STERNBRAUEREI<br />

Können Sie sich noch an die ehemalige Sternbrauerei <strong>in</strong> Salzburg er<strong>in</strong>nern? Jetzt stehen an diesem<br />

legendären Standort „State of the Art“-Wohnungen kurz vor Fertigstellung. Die Sternbrauerei gilt<br />

als das <strong>der</strong>zeit spannendste Wohnprojekt <strong>in</strong> <strong>der</strong> Landeshauptstadt. Und – e<strong>in</strong>ige wenige Wohnungen<br />

s<strong>in</strong>d noch zu haben.<br />

VERGESSEN UND WIEDERENTDECKT.<br />

Vor 50 Jahren wurde die Sternbrauerei im<br />

Salzburger Stadtteil Riedenburg geschlossen.<br />

Obwohl direkt neben dem Sigmundstor und<br />

nur fünf Gehm<strong>in</strong>uten vom Festspielhaus<br />

entfernt, verirrten sich lediglich Spaziergänger<br />

<strong>in</strong> diese Gegend. Vor wenigen Jahren<br />

wurde diese Grünruhelage am Rand <strong>der</strong><br />

Altstadt wie<strong>der</strong>entdeckt und ganz behutsam<br />

mit <strong>der</strong> Verwertung <strong>der</strong> letzten großen Freifläche<br />

<strong>in</strong> unmittelbarer Nähe des weltberühmten<br />

barocken Stadtkerns begonnen.<br />

w<br />

PREISGEKRÖNTE INTERNATIONALE<br />

ARCHITEKTUR. Grundlage des heutigen<br />

Projekts war e<strong>in</strong> <strong>in</strong>ternationaler Wettbewerb,<br />

an dem 18 Architekturbüros aus<br />

Österreich, USA, Großbritannien, Norwegen,<br />

Portugal, Spanien, Deutschland und<br />

Japan teilgenommen haben. Der Entwurf<br />

38 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


Wohnen am Tor<br />

zur Salzburger Altstadt<br />

Absolut zentral, auf e<strong>in</strong>em <strong>der</strong> letzten bebaubaren Areale <strong>in</strong>mitten <strong>der</strong><br />

historischen Altstadtzone – nur 542 Meter <strong>in</strong> die berühmte Getreidegasse<br />

– entstehen exklusive Eigentumswohnungen mit kompromisslosem<br />

Lifestyle. Der erstklassige Standort am Fuße des Ra<strong>in</strong>bergs verb<strong>in</strong>det<br />

absolute Ruhelage mit pulsierendem, urbanem Lebensgefühl.<br />

Stadtwohnungen<br />

High-End Penthouses<br />

Wohnnutzfläche<br />

60 – 120 m<br />

133 – 276 m<br />

Kaufpreis<br />

ab288.000,–<br />

ab<br />

1.205.000,–<br />

„70 Prozent <strong>der</strong> Wohnungen wurden bereits<br />

verkauft – <strong>der</strong> erste Bauabschnitt kann schon<br />

im<br />

Sommer 2013 bezogen werden.” en.”<br />

Elisabeth Rauscher<br />

Geschäftsführer<strong>in</strong><br />

F<strong>in</strong>est Homes Immobilien<br />

<strong>der</strong> New Yorker Architekt<strong>in</strong>nen Gisue und<br />

Mojgan Hariri fand die ungeteilte Zustimmung<br />

von Politik und Altstadtkommission.<br />

Insgesamt sechs Baukörper mit e<strong>in</strong>er<br />

markanten Kalkste<strong>in</strong>-Glas-Fassade stellen<br />

e<strong>in</strong>en reizvollen Übergang vom Cottage zu<br />

den Felsen des Ra<strong>in</strong>bergs dar. Zusätzlich<br />

wird auch <strong>der</strong> Altbestand für Wohnzwecke<br />

revitalisiert. Für die Errichtung <strong>der</strong> e<strong>in</strong>zigartigen<br />

Eigentumswohnungen <strong>in</strong> <strong>der</strong> Red<br />

Carpet-Zone des historischen Stadtkerns<br />

zeichnet UBM Realitätenentwicklung AG<br />

verantwortlich. Der Bauherr ist ebenso außergewöhnlich<br />

wie das Projekt, denn UBM<br />

entwickelt Immobilien bereits seit 1873.<br />

LIFESTYLE – KOMPROMISSLOS, ABER<br />

NICHT ABGEHOBEN. Die Sternbrauerei<br />

ist zurzeit nicht nur das spannendste,<br />

son<strong>der</strong>n auch vielfältigste Wohnbauvorhaben<br />

<strong>in</strong> Salzburg. Das Gestaltungsprogramm<br />

reicht von 60 m² großen Stadtwohnungen<br />

bis zu 276 m² großen<br />

High-End Penthouses – allesamt hochwertig<br />

ausgestattet und mit großzügigen<br />

Balkonen o<strong>der</strong> Terrassen. Die Häuser werden<br />

beson<strong>der</strong>s solid ausgeführt. UBM verb<strong>in</strong>det<br />

bestes Handwerk mit höchster<br />

Bautechnik und erfüllt alle ökologischen<br />

Ansprüche. Spektakulär ist auch <strong>der</strong> Ausblick<br />

auf den altehrwürdigen Stadtteil<br />

Riedenburg. Die beson<strong>der</strong>e Lage garantiert<br />

Lebensqualität. Grün prägt das nahe<br />

Wohnumfeld – <strong>der</strong> Ra<strong>in</strong>berg ist e<strong>in</strong> Naherholungsgebiet<br />

ersten Ranges. Trotzdem<br />

fehlt es nicht an Infrastruktur. Alle Geschäfte<br />

des täglichen Bedarfs f<strong>in</strong>den sich<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Gehdistanz von 100 Metern, auch<br />

preisgekrönte Hauben-Restaurants s<strong>in</strong>d<br />

<strong>in</strong> fußläufiger Entfernung.<br />

EINZIGARTIG UND WERTHALTIG. Grund<br />

und Boden s<strong>in</strong>d nicht beliebig vermehrbar.<br />

Nicht e<strong>in</strong>mal durch Umwidmung<br />

kann <strong>in</strong> <strong>der</strong> Stadt Salzburg mit <strong>der</strong> Sternbrauerei<br />

vergleichbares Bauland geschaffen<br />

werden. In Salzburg kennt <strong>der</strong> Wohnungsmarkt<br />

ke<strong>in</strong>e Krise, auch wegen des<br />

<strong>in</strong>ternationalen Interesses. Die preisgekrönte<br />

Architektur an e<strong>in</strong>er <strong>der</strong> ersten<br />

Adressen Salzburgs verspricht Wertsicherung.<br />

Sollte es nicht ums Wohnen, son<strong>der</strong>n<br />

Veranlagen gehen, bietet F<strong>in</strong>est Homes e<strong>in</strong><br />

kostenloses Vermietungsservice an. <br />

KONTAKT<br />

F<strong>in</strong>est Homes Immobilien<br />

Am Residenzplatz 2<br />

A-5020 Salzburg<br />

Tel. +43 (0)662 84 11 94<br />

www.f<strong>in</strong>est-homes.com<br />

Ihre erste Adresse für Luxusimmobilien<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Mozartstadt<br />

Salzburg, dem Salzkammergut<br />

und dem Salzburger Seenland.<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 39


WIRTSCHAFTSSTANDORT SALZBURG<br />

Text Hansjörg Preims<br />

Fotos F<strong>in</strong>est Homes Immobilien, Marlies Muhr Immobilien<br />

Erste Adresse. Penthouse Festungsberg,<br />

Salzburg-Nonntal.<br />

SALZBURGS LUXUSIMMOBILIEN<br />

GEHOBENE VIELFALT<br />

So unterschiedlich, wie sich das Bundesland Salzburg landschaftlich präsentiert, so vielfältig ist<br />

auch se<strong>in</strong>e Immobilienlandschaft, zumal im gehobenen Marktsegment.<br />

<strong>ALTSTADT</strong>FLAIR. Der Bogen <strong>der</strong> Vielfalt<br />

reicht von <strong>der</strong> exklusiven Stadtwohnung<br />

<strong>in</strong> Salzburg über die Immobilie im Salzburger<br />

Seengebiet mit Seezugang bis h<strong>in</strong><br />

zum bestlagigen Ferienwohnsitz <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er<br />

Skiregion. Und alle haben wie<strong>der</strong>um<br />

e<strong>in</strong>es geme<strong>in</strong>sam: sehr begehrt, sehr<br />

schwer zu bekommen – daher entsprechend<br />

teuer. Elisabeth Rauscher von<br />

F<strong>in</strong>est Homes Immobilien beobachtet<br />

jedenfalls, dass es ihre Interessenten<br />

verstärkt <strong>in</strong>s pulsierende Herz <strong>der</strong> Salzburger<br />

Altstadt zieht. Ganz oben auf <strong>der</strong><br />

Wunschliste steht dabei hochwertig ausgestatteter<br />

Wohnraum <strong>in</strong> traditionellen<br />

Bestlagen. Wobei die Trendwende, wie<strong>der</strong><br />

mitten im Zentrum leben zu wollen,<br />

für sie auch leicht erklärbar ist: „Die Altstadt<br />

mit ihrem e<strong>in</strong>zigartigen Flair, <strong>der</strong><br />

Grünmarkt, charmante Cafés, die historischen<br />

Gassen, auch das An gebot an<br />

Nahversorgern hat sich <strong>in</strong> den letzten<br />

Jahren stark verbessert.“<br />

BEST AGER. Sehr oft s<strong>in</strong>d es die sogenannten<br />

Best Ager, die ihr Haus an <strong>der</strong><br />

Peripherie verkaufen, weil es zu groß<br />

wird, und sich e<strong>in</strong>e Wohnung <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

Stadt Salzburg kaufen. E<strong>in</strong>e großzügige<br />

Stadtimmobilie mit Lift, schönem Blick<br />

auf die Stadt, guten Lichtverhältnissen<br />

und wo sie auch möglichst une<strong>in</strong>sehbar<br />

wohnen können. Zur erweiterten Beschaffenheit<br />

e<strong>in</strong>er luxuriösen Stadtwohnung<br />

gehören natürlich auch e<strong>in</strong> schönes<br />

Entree, e<strong>in</strong> großzügiger Wohnbereich,<br />

m<strong>in</strong>destens zwei Schlafzimmer, e<strong>in</strong>e Ankleide,<br />

zwei Bä<strong>der</strong> und möglichst noch<br />

e<strong>in</strong> Gästezimmer mit Gästebad. „So<br />

stellt man sich das vor“, sagt Elisabeth<br />

Rauscher. Nicht alle, die sich das so vorstellen,<br />

werden aber auch fündig. Denn<br />

40 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


Die Grundstückspreise <strong>in</strong> Salzburg s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> den letzten<br />

fünf Jahren um bis zu 50 Prozent gestiegen.<br />

bei Wohnungen im gehobenen Segment<br />

bis zu 1 Million Euro ist laut Elisabeth<br />

Rauscher die Nachfrage <strong>in</strong> <strong>der</strong> Stadt<br />

Salzburg höher als das Angebot. In <strong>der</strong><br />

Preislage von 1 bis 1,5 Millionen funktioniere<br />

<strong>der</strong> Markt noch gut, sprich:<br />

Nachfrage und Angebot würden sich die<br />

Waage halten, so Rauscher, über 1,5 Millionen<br />

werde die Nachfrage aber schon<br />

merklich weniger.<br />

FUSSLÄUFIG IN DIE <strong>ALTSTADT</strong>. Bei<br />

Häusern ist Salzburg ebenfalls sehr<br />

hochpreisig, und trotzdem ist die Nachfrage<br />

höher als das Angebot – die Nachfrage<br />

nach e<strong>in</strong>em Haus am liebsten <strong>in</strong><br />

etwas erhabener Lage, auf e<strong>in</strong>em <strong>der</strong><br />

Salzburger Stadtberge mit Blick auf die<br />

Stadt, aber trotzdem zentral und auch<br />

ruhig. Wobei sich am vorhandenem<br />

knappen Angebot auch kaum etwas<br />

än<strong>der</strong>n dürfte, denn es gibt kaum noch<br />

verbaubare Grundstücke <strong>in</strong> Salzburgs<br />

Bestlagen. Elisabeth Rauscher: „Die sehr<br />

begehrten Stadtviertel wie Riedenburg<br />

o<strong>der</strong> das Nonntal, wo man fußläufig <strong>in</strong><br />

die Altstadt gehen kann, s<strong>in</strong>d schon verbaut,<br />

da gibt es so gut wie ke<strong>in</strong>e freien<br />

Areale mehr.“ Es sei denn, es werde e<strong>in</strong><br />

altes Gebäude – sofern es nicht unter<br />

Denkmalschutz steht o<strong>der</strong> ensemblegeschützt<br />

ist – abgerissen und etwas Neues<br />

h<strong>in</strong>gebaut. Auf diese Weise entstünden<br />

– wenn auch selten – dann doch immer<br />

wie<strong>der</strong> neue Wohnungen auch <strong>in</strong> den<br />

Stadtvierteln, <strong>in</strong> denen es sonst eigentlich<br />

nichts mehr gebe.<br />

ZEITGENÖSSISCH EXKLUSIV. Nichtsdestotrotz<br />

wird <strong>in</strong> Salzburg punktuell<br />

nach wie vor auch Baugeschichte geschrieben:<br />

etwa am Tor zum barocken<br />

Stadtzentrum, wo auf historischem Boden<br />

(Sternbrauerei), e<strong>in</strong>em <strong>der</strong> raren<br />

letzten bebaubaren Areale <strong>in</strong> <strong>der</strong> Altstadtzone,<br />

vier anspruchsvolle Baukörper<br />

entstehen, entworfen von den New<br />

Yorker Architekt<strong>in</strong>nen Hariri & Hariri.<br />

Der Stadtteil Riedenburg wird durch dieses<br />

zeitgenössische Bauwerk neu geprägt.<br />

Das Beson<strong>der</strong>e an dieser Lage ist<br />

die oft gewünschte und begehrte fußläufige<br />

Nähe zum historischen Salzburger<br />

Stadtkern. Die Grundstückpreise <strong>in</strong><br />

Salzburg s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> den letzten fünf Jahren<br />

jedenfalls ordentlich gestiegen – um bis<br />

zu 50 Prozent. Aber auch bei Immobilien<br />

<strong>in</strong> Top-Lagen gab es teilweise e<strong>in</strong>en<br />

Preisanstieg bis zu 50 Prozent – also<br />

10 Prozent pro Jahr. „Derzeit gehen<br />

die Preise zwar immer noch nach oben,<br />

aber etwas mo<strong>der</strong>ater als <strong>in</strong> den vergangenen<br />

Jahren“, sagt Rauscher. Für den<br />

Anlegermarkt gelte die gleiche Entwicklung:<br />

„Es gibt zwar nach wie vor e<strong>in</strong>e<br />

starke Nachfrage nach Anlegerwohnungen,<br />

aber dieser Markt boomt nicht<br />

mehr so wie 2010 und 2011.“<br />

„Es gibt kaum noch verbaubare Grundstücke<br />

<strong>in</strong> Salzburgs Bestlagen.“<br />

Elisabeth Rauscher (F<strong>in</strong>est Homes Immobilien)<br />

FANTASIEPREISE. Jens Schonsnovski,<br />

Engel & Völkers Salzburg, spezialisiert<br />

auf das mittlere und gehobene Segment,<br />

sieht die Preise gar stagnieren: „Penthouse-Wohnungen<br />

zum Beispiel s<strong>in</strong>d <strong>in</strong><br />

Salzburg zu den <strong>der</strong>zeitigen Marktpreisen<br />

nicht veräußerbar, es s<strong>in</strong>d Fantasiepreise,<br />

die dafür verlangt werden, und<br />

die werden nicht bezahlt.“ Schließlich sei<br />

auch nicht alles, was e<strong>in</strong>e Dachgeschoßwohnung<br />

ist, e<strong>in</strong>e Penthouse-Wohnung.<br />

Hier sei die Grenze 2012 <strong>in</strong> Salzburg<br />

jedenfalls erreicht worden, seitdem stagnierten<br />

die Preise. Im mittleren Preissegment<br />

würden sie sogar zurückgehen,<br />

denn nach e<strong>in</strong>er sehr guten Marktlage<br />

2011 hätten viele geglaubt, sie könnten<br />

ihre Immobilien so teuer verkaufen, wie<br />

sie wollten. Im Jahr 2012 habe <strong>der</strong> Markt<br />

aber gezeigt, „wo erst e<strong>in</strong>mal Schluss<br />

ist“, sprich: dass man nicht alles verlangen<br />

könne und irgendwo die Grenze erreicht<br />

sei. „Und man geht auch wie<strong>der</strong><br />

runter mit den Preisen“, so Schonsnovski.<br />

„Wir merken das auch bei uns –<br />

die Umsätze s<strong>in</strong>d im Jänner 2013 schon<br />

wie<strong>der</strong> gestiegen.“ Michaela Wirnsberger,<br />

Schnell<strong>in</strong>ger Immobilientreuhän<strong>der</strong><br />

GmbH: „Hochpreisiges Angebot gibt es<br />

genug, <strong>in</strong> <strong>der</strong> Stadt Salzburg und dem<br />

Mediterran. Villa<br />

<strong>in</strong> Köstendorf nahe<br />

von Salzburg.<br />

Wohlfühloase.<br />

Wohnzimmer <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

Villa Köstendorf.<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 41


direkten Umland stehen an die 80 Penthouse-Wohnungen<br />

im Preissegment<br />

zwischen 600.000 und 1 Million Euro<br />

schon seit längerer Zeit zum Verkauf –<br />

und es gibt kaum Nachfrage dafür.“<br />

LEISTUNG NICHT ENTSPRECHEND.<br />

Schonsnovski bemängelt aber auch die<br />

Leistung, die man für stolze Preise an den<br />

Mann br<strong>in</strong>gen möchte: „In Salzburg ist die<br />

Dichte an Luxusimmobilien natürlich<br />

nicht so groß wie <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Großstadt, dementsprechend<br />

schwierig ist es, etwas zu<br />

f<strong>in</strong>den. Und die Klientel, die wirklich Luxus<br />

sucht, hat auch Luxusansprüche, das<br />

heißt, im High-End-Bereich. Dementsprechend<br />

müssen auch die Ausstattung und<br />

die Lage se<strong>in</strong>, mit Aufzug direkt <strong>in</strong> die<br />

Wohnung, m<strong>in</strong>destens zwei Tiefgaragenstellplätzen<br />

und <strong>der</strong>gleichen mehr. Und<br />

das ist <strong>in</strong> Salzburg schwer. Es werden zwar<br />

hohe Preise verlangt, aber die Leistung ist<br />

im Moment nicht o<strong>der</strong> nur selten entsprechend.“<br />

Am leichtesten zu verkaufen seien<br />

die klassischen Anlegerwohnungen bis<br />

350.000 Euro, aber auch bis zu 750.000<br />

Euro bewege sich noch viel. „Wenn die Liegenschaft<br />

gut e<strong>in</strong>gepreist ist, gibt es e<strong>in</strong>e<br />

starke Nachfrage und auch e<strong>in</strong> gutes Angebot“,<br />

so Schonsnovski. „Wer zwischen<br />

200.000 und 500.000 etwas sucht, f<strong>in</strong>det<br />

regelmäßig etwas, auch Neubauprojekte.<br />

Weil dieser Markt auch relativ transparent<br />

ist.“ An<strong>der</strong>s bei Häusern: Hier gebe es<br />

kaum Neubau beziehungsweise die Häuser<br />

hätten alle e<strong>in</strong> gewisses Alter und sehr<br />

hohe Preise. Und bei allem, was über<br />

750.000 Euro h<strong>in</strong>ausgehe, sei es sehr zäh<br />

Zeitgenössisch. Villa nahe dem<br />

Leopoldskroner Weiher.<br />

Nähe zum historischen Stadtkern.<br />

Penthouse La Bohéme (Sternbrauerei)<br />

im Salzburger Stadtteil Riedenburg.<br />

SEHR GUTE NACHFRAGE. „Grundsätzlich<br />

aber ist <strong>der</strong> Markt für Immobilien<br />

im gehobenen Segment <strong>in</strong> Salzburg noch<br />

sehr gut“, sagt Marlies Muhr von <strong>der</strong><br />

gleichnamigen Immobilien GmbH. „Weil<br />

wir auch immer Zuzug vom Ausland<br />

„Der Markt für Immobilien im gehobenen Segment<br />

ist <strong>in</strong> Salzburg noch sehr gut.“<br />

Marlies Muhr (Marlies Muhr Immobilien)<br />

auf dem Markt. „In Salzburg gibt es auch<br />

nicht unbed<strong>in</strong>gt die Klientel dafür, dass<br />

man jeden Monat solche Immobilien verkaufen<br />

könnte“, so Schonsnovski, „da<br />

braucht man Zeit und auch den richtigen<br />

Partner, <strong>der</strong> sich <strong>in</strong> diesem Segment auskennt.<br />

Wir verkaufen regelmäßig solche<br />

Immobilien, aber das bedarf doch sehr<br />

viel Arbeit, und man muss schon sehr gut<br />

aufgestellt se<strong>in</strong>, um <strong>in</strong>nerhalb von Salzburg<br />

so etwas zu verkaufen.“<br />

haben, vor allem aus Deutschland, aber<br />

auch von Leuten aus an<strong>der</strong>en Län<strong>der</strong>n,<br />

welche die hiesige Lebensqualität beson<strong>der</strong>s<br />

schätzen.“ Nachdem die Flugverb<strong>in</strong>dungen<br />

zwischen Salzburg und verschie-<br />

42 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


Lichtgaube mit Ausblick. Dachgeschoß-<br />

Maisonette im Salzburger Kaiviertel.<br />

denen Regionen Deutschlands nun viel<br />

besser seien als <strong>in</strong> den letzten Jahren,<br />

spüren man, dass auch die Tendenz <strong>der</strong><br />

Deutschen, hier Immobilien zu kaufen,<br />

wesentlich gestiegen sei – auch was<br />

Ferienimmobilien betreffe, zum Beispiel<br />

zum Skifahren am Wochenende. „Es<br />

übersiedeln auch e<strong>in</strong>ige mit <strong>der</strong> Familie<br />

hierher, weil sie die Lebensqualität hier<br />

<strong>in</strong> Österreich suchen. Wir haben <strong>in</strong>zwischen<br />

auch <strong>in</strong>ternationale Schulen<br />

hier, nicht nur die International School<br />

St. Gilgen, son<strong>der</strong>n auch – worum ich<br />

sehr lange gekämpft habe – e<strong>in</strong>e <strong>in</strong>ternationale<br />

Volksschulklasse, die englischsprachig<br />

geführt wird“, so Muhr. Auch<br />

diese positive Entwicklung trage dazu<br />

bei, dass immer mehr zuzögen, um<br />

Seezauber. Landhaus am<br />

Mattsee bei Salzburg.<br />

neben <strong>der</strong> Lebensqualität auch den<br />

<strong>in</strong>ternationalen Anschluss ihrer K<strong>in</strong><strong>der</strong><br />

zu haben. Beson<strong>der</strong>s hoch sei die Nachfrage<br />

<strong>in</strong> zentralen Stadtlagen, denn:„Gab<br />

es vorher e<strong>in</strong>e Stadt-Land-Flucht, so ist<br />

jetzt vermehrt wie<strong>der</strong> e<strong>in</strong>e Land-Stadt-<br />

Flucht <strong>in</strong> unserer Region zu spüren.“<br />

Bezüglich Preisentwicklung habe Salzburg<br />

noch steigendes Potenzial bei unbebauten<br />

Grundstücken – weil es kaum<br />

unbebaute Grundstücke gebe. Wenn,<br />

dann sei es meistens so, dass alte Liegenschaften<br />

abgerissen würden, um überhaupt<br />

etwas Neues h<strong>in</strong>bauen zu können.<br />

WOHNEN AM SEE. Historisch ist auch<br />

die Anziehungskraft <strong>der</strong> Salzburger<br />

Seen. Zog es seit <strong>der</strong> zweiten Hälfte des<br />

19. Jahrhun<strong>der</strong>ts vor allem die Wiener<br />

High-Society dorth<strong>in</strong>, so haben neuerd<strong>in</strong>gs<br />

auch Wohlbetuchte aus L<strong>in</strong>z und<br />

Umgebung diese malerische Gegend für<br />

e<strong>in</strong> ruhiges Plätzchen entdeckt. Sehr<br />

beliebt s<strong>in</strong>d die Attersee-Geme<strong>in</strong>den<br />

Seewalchen, Weyregg und Attersee sowie<br />

Schwarz<strong>in</strong>dien am Mondsee.<br />

Realisierbar ist <strong>der</strong> Traum vom Wohnen<br />

am See, wenn überhaupt, aber nur für<br />

die ganz Wenigen, die für hochwertige<br />

Immobilien auch e<strong>in</strong> entsprechend üppiges<br />

Budget zur Verfügung haben. Denn<br />

exklusive Immobilien mit Seezugang<br />

im Salzkammergut o<strong>der</strong> im Salzburger<br />

Seengebiet werden immer rarer. Und<br />

s<strong>in</strong>d dementsprechend teuer. „E<strong>in</strong> schönes<br />

Haus direkt am See kostet gleich mal<br />

drei Millionen Euro“, sagt Michaela<br />

Wirnsberger, „und da halten sich Anfragen<br />

natürlich sehr <strong>in</strong> Grenzen.“ Sie wisse<br />

von e<strong>in</strong>em Büro, das so e<strong>in</strong> Objekt schon<br />

seit zwei Jahren im Angebot habe. Leistbarer<br />

wird Wohnen am See nur, wenn<br />

man auf e<strong>in</strong>en direkten Seezugang verzichtet.<br />

Elisabeth Rauscher, F<strong>in</strong>est Homes:<br />

„In zweiten bis vierten Reihe, etwas<br />

erhaben auf e<strong>in</strong>em Hügel mit schönem,<br />

unverbaubarem Seeblick, bekommt man<br />

durchaus schöne Häuser zu attraktiven<br />

Preisen.“ Zum Beispiel am Mattsee o<strong>der</strong><br />

Obertrumer See sei die Nachfrage bei<br />

Häusern <strong>in</strong> <strong>der</strong> Preislage von etwa 1 bis<br />

1,5 Millionen sehr gut. Alles was 1,5 Millionen<br />

übersteige, werde merklich weniger<br />

nachgefragt.<br />

WOHNSITZ MIT SEEZUGANG. Jens<br />

Schonsnovski, Engel & Völkers: „Wer<br />

e<strong>in</strong>e Seeimmobilie sucht, kann ke<strong>in</strong>e<br />

großen Ansprüche stellen, es kommen<br />

vielleicht jedes Jahr zwei bis vier Liegenschaften<br />

auf den Markt, und die s<strong>in</strong>d<br />

natürlich sehr teuer.“ Aber auch hier<br />

gebe es Grenzen, „und wenn diese überschritten<br />

werden, s<strong>in</strong>d diese Liegenschaften<br />

längere Zeit auf dem Markt und<br />

können nicht verkauft werden“. – „E<strong>in</strong><br />

Haus am See wünschen sich viele, diese<br />

Immobilie kommt aber eher selten auf<br />

den Markt“, sagt auch Marlies Muhr.<br />

Weil die meistens im Familienbesitz<br />

seien und <strong>in</strong> den Generationen weitergegeben<br />

würden.<br />

<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 43


WIRTSCHAFTSSTANDORT SALZBURG<br />

Text Rosemarie Liermann<br />

Fotos GEPA pictures/Wolfgang Grebien<br />

MARCEL HIRSCHER<br />

DER FLINKE HIRSCH<br />

AUS SALZBURG<br />

Das Wort „Star“ hört Österreichs zurzeit bester Skiläufer gar nicht gerne. Der vielseitige, weltoffene<br />

Allroun<strong>der</strong> startete se<strong>in</strong>e Karriere <strong>in</strong> <strong>der</strong> Schweiz – und krönte sich <strong>in</strong> Schladm<strong>in</strong>g zum Doppel-Weltmeister.<br />

BODENSTÄNDIG. Wenn er so dasitzt im<br />

Kurzhaarschnitt mit Jeans, Sakko und offenem<br />

Hemdkragen, wirkt er nicht wie e<strong>in</strong><br />

Pistenartist, son<strong>der</strong>n eher wie e<strong>in</strong> bescheidener<br />

Anti-Star o<strong>der</strong> das, was er e<strong>in</strong>mal<br />

war – Hotelfachschüler, <strong>der</strong> auch auf <strong>der</strong><br />

(Stuhl-)Alm manch deftiges Schmankerl<br />

servierte! Aber wenn es e<strong>in</strong>mal aus ihm<br />

sprudelt, dann spürt man se<strong>in</strong> Temperament,<br />

das Witzigkeit versprüht, aber auch<br />

Schlagfertigkeit mit Nachdenklichkeit verb<strong>in</strong>det.<br />

Ob auf Pisten, ob vor Mikrofonen,<br />

ob auf glattem Parkett o<strong>der</strong> <strong>in</strong> rustikalen<br />

Berghütten, <strong>in</strong> allen Lagen wird er allen<br />

Sätteln gerecht. Bodenständig und familienbezogen,<br />

aber weltoffen und (trotz<br />

Kurzsichtigkeit) weitblickend. Selbstbewusst,<br />

aber nie großmaulig. Hochtalentiert,<br />

aber bienenfleißig. Reaktionsschnell.<br />

Geistesgegenwärtig. Blitzgescheit. E<strong>in</strong><br />

cooler Hund. E<strong>in</strong> fl<strong>in</strong>ker Hirsch aus Anna-<br />

44 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


„Man darf den Glauben an sich selbst nie verlieren.“<br />

Top Speed. Marcel Hirscher, wie man ihn<br />

kennt – stets am Limit!<br />

berg, Dachste<strong>in</strong>-West, Salzburg. EIN IDOL.<br />

Die Rede ist von Marcel Hirscher, 23, seit<br />

Mitte März vorigen Jahres zweitjüngster<br />

Weltcup-Gesamtsieger <strong>der</strong> Skigeschichte.<br />

Noch so jung und doch schon mehr als e<strong>in</strong><br />

Idol, fast schon e<strong>in</strong>e rotweißrote Ikone, die<br />

auch als neue (Raiffeisen-)Werbefigur auf<br />

des Herm<strong>in</strong>ators Spuren wandelt. Aber<br />

Starallüren? E<strong>in</strong> Fremdwort für Marcel,<br />

<strong>der</strong> die rhetorische Frage stellt: „Wo fängt<br />

<strong>der</strong> Star an, wo Luxus? Ich halt den Brad<br />

Pitt, die Jolie, den Beckham und an<strong>der</strong>e<br />

dafür, aber nicht mich!“ Er weiß, dass die<br />

Popularität von Skigrößen nicht nur regional<br />

limitiert ist, auch wenn e<strong>in</strong>en Hermann<br />

Maier Nagano-Salto, Motorrad-Crash und<br />

Sensations-Comeback weltberühmt machten.<br />

War <strong>der</strong> Herm<strong>in</strong>ator e<strong>in</strong> großes Vorbild?<br />

Eher je<strong>in</strong>! „Ich wollte schon immer<br />

Skirennläufer werden, schon als Zweijähriger.<br />

Und da war’s normal, dass du e<strong>in</strong>en<br />

Maier, Eberharter, Raich, später auch<br />

e<strong>in</strong>en Miller im Schlafzimmer als Poster<br />

überm Bett hängen hast haben müssen!“<br />

IN DER SCHWEIZ HAT ALLES BEGON-<br />

NEN. Und <strong>in</strong> <strong>der</strong> Er<strong>in</strong>nerung haften blieben<br />

auch die Meilenste<strong>in</strong>e <strong>der</strong> Karriere, die<br />

Marcel mit <strong>der</strong> Schweiz verb<strong>in</strong>den. Für immer,<br />

auch wenn’s wegen e<strong>in</strong>es Doch-nicht-<br />

E<strong>in</strong>fädlers <strong>in</strong> Zagreb und e<strong>in</strong>es Doch-E<strong>in</strong>fädlers<br />

<strong>in</strong> Kitzbühel unüberhörbar laute<br />

Dissonanzen gab im (Fan- und Medien-)<br />

Verhältnis mit den Eidgenossen – nicht zuletzt<br />

wegen des Weltcupduells mit Beat<br />

Feuz, se<strong>in</strong>em langjährigen Wegbegleiter,<br />

<strong>der</strong> ihm mit e<strong>in</strong>em arg ramponierten Knie<br />

abhanden gekommen ist. „In <strong>der</strong> Schweiz“,<br />

er<strong>in</strong>nert Hirscher an die Anfänge se<strong>in</strong>er<br />

Weltkarriere, „hat alles begonnen. Hier b<strong>in</strong><br />

ich me<strong>in</strong> erstes Weltcuprennen gefahren<br />

beim F<strong>in</strong>ale 2007 <strong>in</strong> Lenzerheide, hier hab<br />

ich me<strong>in</strong> erstes Top-10-Resultat gehabt,<br />

hier hab ich als erster Läufer überhaupt<br />

den Adelboden-Doppelpack geschafft. Und<br />

auch <strong>in</strong> Wengen war ich schon Zweiter, da<br />

fehlt mir nur noch e<strong>in</strong> Sieg!“<br />

DER ALLROUNDSPORTLER. Kommt<br />

Zeit, kommt Tat. Schließlich ist das Pistenquecksilber<br />

immer noch e<strong>in</strong> Jung-Twen,<br />

aber dafür mit allen Wassern gewaschen,<br />

sprich: als Allroundsportler universell ausgebildet,<br />

nicht e<strong>in</strong>seitig auf Ski, Schnee<br />

und Schwünge getrimmt. Von K<strong>in</strong>desbe<strong>in</strong>en<br />

an tanzte Marcel, geführt vom Herrn<br />

Papa, auf vielen Hochzeiten. Der, selbst<br />

Turner, g<strong>in</strong>g zum Beispiel mit ihm <strong>in</strong> den<br />

örtlichen Turnsaal, um dort an allen Geräten<br />

mehrmals die Woche die Körperbeherrschung<br />

zu optimieren. Marcel stellt<br />

se<strong>in</strong> Licht eher unter den Scheffel. „Außer<br />

am Barren, vielleicht noch Reck, hab ich<br />

nicht viel zusammengebracht.“ Zu wenig<br />

für e<strong>in</strong>e Turnkarriere, mehr als genug für<br />

Balanceakte auf Skiern<br />

WIE DER VATER, SO DER SOHN. Se<strong>in</strong><br />

Gleichgewichtsgefühl hat Skiprofi Marcel<br />

nicht nur als eifriger Turnamateur perfektioniert.<br />

Auch beim Wildwasserpaddeln <strong>in</strong><br />

reißenden Bächen, Eskimorollen <strong>in</strong>klusive,<br />

beim Klettern, Seiltanzen und Motocross-<br />

Rattern hat er sich den nötigen Schliff<br />

samt bester Balance geholt. Apropos Motocross:<br />

Im gleichen Jahr 2012, <strong>in</strong> dem<br />

Marcel Hirscher die große Kristallkugel<br />

gewann, nur sechs Monate später, wurde<br />

mit Matthias Walkner aus Kuchl <strong>in</strong> Salzburg<br />

e<strong>in</strong>er se<strong>in</strong>er besten Freunde auch<br />

Österreichs erster Motocross-Weltmeister<br />

seit 27 Jahren (He<strong>in</strong>z K<strong>in</strong>igadner<br />

1984/85). Und wer betreute und beriet so<br />

nebenbei den Senkechtstarter, <strong>der</strong> im<br />

Sattel e<strong>in</strong>es Zweirads stets volles Risiko<br />

mit Vollgas nimmt? Erraten, Ferd<strong>in</strong>and<br />

Hirscher, auch dort Vater des Erfolgs,<br />

obwohl er bis vor zwei, drei Jahren ke<strong>in</strong>e<br />

Ahnung von diesem Sport hatte. Aber Marcels<br />

Vater kniete sich <strong>in</strong> die Materie so<br />

h<strong>in</strong>e<strong>in</strong>, bis er sich damit identifizierte. Und<br />

so mithalf, dass sich <strong>der</strong> Hias so krönte wie<br />

Marcel. Wissbegierig, lernwillig, lerneifrig.<br />

Letztlich fast alles dem Erfolg unterordnend.<br />

Und wie <strong>der</strong> Vater, so <strong>der</strong> Sohn –<br />

getreu dem Sprichwort, das <strong>in</strong> diesem Fall<br />

für sich spricht.<br />

DER <strong>SALZBURGER</strong> AUS DEN BERGEN.<br />

Jawohl! Horizonterweiterung statt Engstirnigkeit!<br />

Stets e<strong>in</strong> Motto von Marcel,<br />

dem echten Salzburger aus den Bergen und<br />

halben Hollän<strong>der</strong> aus den Dünen, weil Frau<br />

Mama Sylvia aus dem Land <strong>der</strong> Tulpen<br />

stammt. Er spricht beide Sprachen, besitzt<br />

beide Pässe, lässt sich von Oma und Tanten<br />

auch holländische Storys schicken, <strong>in</strong> denen<br />

er („Das ist echt cool!“) als Ersatz-<br />

Oranje <strong>in</strong> den Skihimmel gehoben wird.<br />

War eigentlich, ehe er zur fixen Größe im<br />

Austria-Team avancierte, jemals e<strong>in</strong> Nationenwechsel<br />

und Start für Holland als erfolgreiche<br />

Solonummer à la Girardelli für<br />

Teamwork.. Marcel Hirscher und Laura Moisl<br />

- seit fünf Jahren e<strong>in</strong> Paar. Wenn er um den<br />

Sieg kämpft, steht sie meist im Zielraum.<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013 FOKUS 45


Luxemburg e<strong>in</strong> (Familien-)Thema gewesen?<br />

An<strong>der</strong>s als Vater Ferd<strong>in</strong>and, <strong>der</strong> e<strong>in</strong>st solche<br />

Überlegungen zum<strong>in</strong>dest <strong>in</strong>sgeheim gewälzt<br />

hatte, sche<strong>in</strong>t’s Marcel kaum <strong>in</strong> den<br />

S<strong>in</strong>n gekommen zu se<strong>in</strong>. „Ne<strong>in</strong>, so richtig<br />

Gedanken hab ich mir darüber nie gemacht,<br />

weil ja bis jetzt eh alles gepasst hat, auch im<br />

Moment alles passt“, wiegelt Hirscher ab,<br />

kann sich aber e<strong>in</strong>en gar nicht kryptischen<br />

Nachsatz nicht verkneifen: „Wären unüberbrückbare<br />

Probleme aufgetreten, würd’s<br />

welche geben, dann könnten s’ mir den<br />

Buckel runterrutschen!“<br />

VERTRAUEN ZUM VATER. Das Hemd ist<br />

Marcel eben näher als <strong>der</strong> Rock, sprich:<br />

erst Freund<strong>in</strong> Laura und Familie mit Papa<br />

Ferdl als wichtigste Bezugsperson im Weltcup,<br />

dann Team und Tra<strong>in</strong>er. Die engsten<br />

Bande hält er stets hoch, die Familie ist<br />

ihm heilig. „Sie ist sehr, sehr wichtig für<br />

mich“, sagt Marcel. „Wenn’s e<strong>in</strong>mal hart<br />

auf hart geht, muss man Leute haben, auf<br />

die Verlass ist, an denen man sich anhalten<br />

kann. Beim Vater weiß ich, dass er zu tausend<br />

Prozent das Beste für mich will!“ Er<br />

weiß, wovon er spricht – nicht aus eigener<br />

Erfahrung wie <strong>der</strong> Sturzverletzung von<br />

H<strong>in</strong>tersto<strong>der</strong>, die ihn aus <strong>der</strong> WM 2011 geworfen<br />

hatte, vielmehr aus nächster, familiärer<br />

Nähe. „Wenn du dir das Be<strong>in</strong> brichst,<br />

wächst das wie<strong>der</strong> zusammen. Schlimm ist<br />

nur, wenn man unheilbar krank ist.“ Wie<br />

se<strong>in</strong> Onkel, <strong>der</strong> seit Jahren im Koma liegt,<br />

mehrmals bei Tag und Nacht umgebettet<br />

werden muss – e<strong>in</strong> Schrecken ohne Ende.<br />

DEMUT STATT WEHMUT. Dagegen hört<br />

sich das Schicksal halb so schlimm an, das<br />

se<strong>in</strong>em Bru<strong>der</strong> übel mitgespielt hat. Kürzerer<br />

Fuß, ke<strong>in</strong>e Skikarriere, wie noch als Bub<br />

erträumt. „Dafür“, wirft Vater Ferdi nand<br />

voll Stolz e<strong>in</strong>, „dafür spielt er umso besser<br />

mit dem Schlagzeug!“ Musikalischer Trommelwirbel<br />

als Antwort auf unerbittliche<br />

höhere Gewalt. Und Demut statt Wehmut,<br />

die nichts br<strong>in</strong>gt. Auch da rum relativieren<br />

Marcel und se<strong>in</strong> väterlicher Mentor Ferd<strong>in</strong>and<br />

auch Heldenstatus und Stargekreische<br />

auf und neben den Pisten. „Die wahren<br />

Stars s<strong>in</strong>d Helden des Alltags – wie Krankenschwestern,<br />

die ihre Pflicht erfüllen …“<br />

Er stand und steht, was auch Papa betont,<br />

mit beiden Be<strong>in</strong>en im Leben und auf dem<br />

Boden. Der Rummel, <strong>der</strong> <strong>in</strong> Schladm<strong>in</strong>g<br />

ausbrach, als er sich bei Kaiserwetter zum<br />

zweitjüngsten Weltcupkönig aller Zeiten<br />

krönte, hat Marcel den Kopf nicht verdreht.<br />

Auch die vielen weiblichen Teenieund<br />

Twen-Fans, die nach dem Popstar <strong>der</strong><br />

Skiszene kreischen, haben se<strong>in</strong>er Beziehung<br />

nichts anhaben können. Alles okay<br />

mit <strong>der</strong> Freund<strong>in</strong>, was macht Laura? Marcel<br />

antwortet auf diese Frage sarkastisch:<br />

„Wo sie grad ist und wie es ihr geht, kann<br />

ich dir nicht sagen, weil sie nicht mit ist <strong>in</strong><br />

Wien. Aber wenn du willst, kann ich sie anrufen.<br />

Das kannst auch re<strong>in</strong>schreiben <strong>in</strong> die<br />

Story!“ Der Schalk sitzt Mr. Schlagfertig<br />

zum<strong>in</strong>dest so oft im Nacken wie mancher<br />

Gegner auf den Rennpisten.<br />

DER MENSCH DENKT UND GOTT<br />

LENKT. Marcel gewann zwar Anfang Dezember<br />

<strong>in</strong> Val d’Isère (RTL) als erster und<br />

e<strong>in</strong>ziger Österreicher e<strong>in</strong> Rennen , aber<br />

davor und danach hatte er wie alle an<strong>der</strong>en<br />

an <strong>der</strong> eklatanten Über legenheit des<br />

US-Stars Ted Ligety zu knabbern. „Es gibt<br />

den Weltcup und die Ligety-Liga“, me<strong>in</strong>e<br />

er sarkastisch nach Platz zwei mit 2,04<br />

Sekunden Rückstand auf den Ami, <strong>der</strong><br />

mit den weniger taillierten Skiern besser<br />

als alle an<strong>der</strong>en zurechtkommt. Irgendwie<br />

hatte er es schon im September geahnt,<br />

„dass die Karten neu gemischt werden,<br />

so ist <strong>der</strong> Lauf <strong>der</strong> Welt auch im<br />

Skirennsport!“ Hirschers großes Saisonziel<br />

lag fast vor <strong>der</strong> Haustür –Heim-WM<br />

auf dem nahen „Hausberg“ Planai <strong>in</strong> Schladm<strong>in</strong>g.<br />

Was hat für ihn Priorität – Weltcup<br />

o<strong>der</strong> e<strong>in</strong>e WM, <strong>in</strong> <strong>der</strong> er nach Platz 4<br />

<strong>in</strong> Val d’Isère 2009 sowie dem Verletzungspech<br />

vor Garmisch 2011 (und Platz<br />

4 bei Olympia 2010) se<strong>in</strong>e ersten Medaillen<br />

holte. Da w<strong>in</strong>kt Hirscher gelassen ab.<br />

„Das kannst nicht planen. Aber e<strong>in</strong>es ist<br />

klar – <strong>der</strong> Erfolg da führt zum Erfolg dort.<br />

Man muss von Anfang an Vollgas geben!“<br />

Was er ja mit zwei Siegen und neun Podestplätzen<br />

sowie WM-Medaillen e<strong>in</strong>drucksvoll<br />

bestätigte. Typisch Marcel, <strong>der</strong><br />

– Ligety h<strong>in</strong>, Gegner her – nie gegen Namen<br />

fährt, „son<strong>der</strong>n für und gegen mich.<br />

Und letztlich gegen e<strong>in</strong>e Richtzeit, die ich<br />

schlagen muss.“<br />

GOLD UND SILBER. Er konzentrierte sich<br />

voll auf den Slalom und Riesentorlauf, im<br />

Super G durfte er ja lei<strong>der</strong> nicht mitfahren,<br />

bei <strong>der</strong> WM-Kombi startete er auch nicht ...<br />

Hirscher: „Es wäre super gewesen, hätte ich<br />

bei <strong>der</strong> WM den Super G fahren können,<br />

die Piste ist wie maßgeschnei<strong>der</strong>t für mich.<br />

Schade!“ Aber er hat die immense Genugtuung,<br />

im Teambewerb se<strong>in</strong> erstes WM-<br />

Gold zu holen. Doch auch hier gibt er sich<br />

bescheiden: „Ich b<strong>in</strong> sehr froh, dass ich Teil<br />

<strong>der</strong> Mannschaft war und die e<strong>in</strong>malige<br />

Atmosphäre genießen durfte!“ Darum wird<br />

er geliebt – nicht als Skigott, son<strong>der</strong>n<br />

„Pisten-Popstar“, den es here<strong>in</strong>geschneit<br />

hat. Und im Riesentorlauf wurde er den<br />

Erwartungen vollauf gerecht: Silbermedaille!<br />

Unglaublich se<strong>in</strong>e Leistung im Slalom.<br />

Mit Nerven aus Stahl, kührte er sich<br />

zum Doppel-Weltmeister.<br />

Wir gratulieren Marcel Hirscher, dem Ausnahmetalent<br />

im alp<strong>in</strong>en Skisport!<br />

<br />

46 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


DIE ZUKUNFT<br />

DER ARKTIS?<br />

PROBEBOHRUNGEN GEFÄHRDEN GERADE DIE ARKTIS.<br />

GEMEINSAM KÖNNEN WIR DIE ÖLKONZERNE NOCH STOPPEN:<br />

SaveTheArctic.org


BUSINESS<br />

Text Peter Matzanetz<br />

Fotos Messe München International, Shutterstock, MIPIM<br />

BRANCHENTREFF<br />

IMMOBILIEN-MEETINGS<br />

ALS „GET-TOGETHER“<br />

Die Immobilienbranche lässt kaum Gelegenheiten aus, um sich zu treffen. Gelegenheiten, um<br />

vone<strong>in</strong>an<strong>der</strong> zu lernen o<strong>der</strong> auch nur um mite<strong>in</strong>an<strong>der</strong> <strong>in</strong> Kontakt zu kommen, machen das Leben des<br />

Immobilienmanagers leichter. Immerh<strong>in</strong> ergeben sich nicht wenige Kooperationen und Geschäfte<br />

aus dem Zusammenkommen <strong>der</strong> „richtigen Leute“.<br />

DABEISEIN IST ALLES. Wo und Wie? Geme<strong>in</strong>t<br />

ist dabei nicht alle<strong>in</strong> <strong>der</strong> gewählte<br />

Ort und <strong>in</strong> wessen Hause das Ganze stattf<strong>in</strong>det.<br />

Auch das fachliche Publikum variiert<br />

von Mal zu Mal im Detail. Beson<strong>der</strong>s<br />

was die Größe und die Geschlossenheit <strong>der</strong><br />

Veranstaltungen betrifft, ist Unterschiedlichstes<br />

auszumachen. Je nachdem, ob zum<br />

Beispiel e<strong>in</strong>e Immobi lienmesse o<strong>der</strong> e<strong>in</strong>e<br />

Tagung am Programm steht, sieht die Sache<br />

da ganz an<strong>der</strong>s aus. Manches ist exklusiv<br />

und auf E<strong>in</strong>ladung, während wie<strong>der</strong> an<strong>der</strong>es<br />

für jeden zahlenden Gast zugänglich ist.<br />

Was das Inhalt liche betrifft, kann vom kle<strong>in</strong>en<br />

Trend gespräch bis zum großen Branchenbarometer<br />

<strong>der</strong> <strong>Fokus</strong> e<strong>in</strong>mal weiter<br />

und e<strong>in</strong>mal enger ausfallen. Welche Teilnehmer<br />

angesagt s<strong>in</strong>d und wer <strong>der</strong> Veranstalter<br />

ist, s<strong>in</strong>d weitere Kriterien, die sich<br />

<strong>der</strong> gewiefte Immobilienmanager zu Gemüte<br />

führt, bevor er das Tagungsentgelt zur<br />

Überweisung br<strong>in</strong>gt. Oftmals s<strong>in</strong>d die Stars<br />

<strong>der</strong> Branche als polyglotte Trendsetter geladen<br />

und dann wie<strong>der</strong> s<strong>in</strong>d die führenden<br />

Unternehmen ganz „nonchalant“ selber<br />

Veranstalter. Nicht zuletzt ist dabei auch<br />

von Interesse, ob <strong>der</strong> Interessentenkreis e<strong>in</strong><br />

48 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


Mehrwert von Veranstaltungen im FOKUS.<br />

größerer ist o<strong>der</strong> doch „nur“ die altbekannten<br />

Kenner <strong>der</strong> Szene sich guten Tag sagen.<br />

MESSEZEIT. Die gern besuchten Klassiker<br />

unter den Veranstaltungen s<strong>in</strong>d ja die<br />

Messen. Auf e<strong>in</strong>er Immobilienmesse lässt<br />

sich so mancher Kontakt herstellen und<br />

die Vorzüge des eigenen Angebots herausstreichen.<br />

E<strong>in</strong> Vertreter <strong>der</strong> heimischen<br />

Politik, <strong>der</strong> <strong>in</strong>ternational zuletzt immer<br />

wie<strong>der</strong> Präsenz zeigte, war <strong>der</strong> St. Pöltner<br />

Bürgermeister Mag. Matthias Stadler. Er<br />

repräsentiert bewußt und gezielt die Landeshauptstadt<br />

St. Pölten: „Hier kann man<br />

mit allen auf e<strong>in</strong>em Fleck kommunizieren,<br />

und das eben auch im <strong>in</strong>ternationalen Zusammenhang.“<br />

Je<strong>der</strong> Besucher hat dabei<br />

liegt <strong>der</strong> Mehrwert e<strong>in</strong>es Messebesuchs<br />

dar<strong>in</strong>, die Marktrends aus nächster Nähe<br />

mitzubekommen“, me<strong>in</strong>t Alois Aigner,<br />

Prokurist <strong>der</strong> BIG Entwicklungs- und Verwertungs<br />

GmbH, zur Besuchspolitik. Gerade<br />

für e<strong>in</strong> Unternehmen, das den direkten<br />

Marktbezug nicht so hätte, sei es von<br />

Bedeutung, die aktuellen Trends dort<br />

mitzubekommen. Immerh<strong>in</strong> müsse das<br />

Unternehmen bundeseigene Immobilienbestände,<br />

die ke<strong>in</strong>er <strong>in</strong>ternen Nachnutzung<br />

zugeführt werden, für neue Nutzungsformen<br />

adaptieren.<br />

HOTELTAGUNG. Der Messerummel ist<br />

etwas Ungeordnetes, <strong>in</strong> das je<strong>der</strong> Teilnehmer<br />

so se<strong>in</strong>e eigene Struktur br<strong>in</strong>gen<br />

muss. An<strong>der</strong>s geht es da bei Tagungen zu,<br />

die ja hauptsächlich Vorträge und geregelte<br />

Pausen be<strong>in</strong>halten. Hierfür eignet<br />

sich dann e<strong>in</strong> beson<strong>der</strong>es Ambiente, um<br />

sich entspannt an e<strong>in</strong>em Ort e<strong>in</strong>em bestimmten<br />

Thema voll und ganz widmen<br />

zu können. Sem<strong>in</strong>ar- und Konferenzhotels<br />

s<strong>in</strong>d hierfür im Normalfall die richtigen<br />

Plätze mit entsprechendem Raumangebot<br />

<strong>in</strong> passen<strong>der</strong> Größe. Kürzere<br />

Aus- und Fortbildundsveranstaltungen<br />

können von e<strong>in</strong>em außergewöhnlichen<br />

Rahmen profitieren, und das am besten<br />

auch noch <strong>in</strong> relativer Abgeschiedenheit.<br />

Wo nichts ablenkt, dort ist man eben auf<br />

die zu transportierenden Sach<strong>in</strong>halte<br />

konzentriert.<br />

VERANSTALTUNGS-ROUND-UP. Ob Messe,<br />

Symposium o<strong>der</strong> Tagung, so gehört jedenfalls<br />

auch e<strong>in</strong>e ergänzende, umfassende<br />

begleitende Information rund um das<br />

Immobilienthema zum unverzichtbaren<br />

Rahmen <strong>der</strong> e<strong>in</strong>schlägigen Events. Der<br />

FOKUS als das etablierte Leitmedium <strong>in</strong><br />

<strong>der</strong> Branche ist hier e<strong>in</strong> äußerst beliebter<br />

so se<strong>in</strong>en Interessenschwerpunkt. Mal<br />

geht es um das Erkunden <strong>der</strong> Marktlage,<br />

dann wie<strong>der</strong> um die Kontaktpflege mit<br />

Kunden aus dem In- und Ausland und<br />

„last“, aber sicher nicht „least“ eben um<br />

das F<strong>in</strong>den von Möglichkeiten zu e<strong>in</strong>er<br />

Geschäfts anbahnung. Je<strong>der</strong> Branchenvertreter<br />

verfolgt auch so se<strong>in</strong>e eigenen Strategien<br />

auf <strong>der</strong> Messeplattform. „Für uns<br />

und gefragter Medienpartner bei nationalen<br />

und <strong>in</strong>ternationalen Veranstaltungen.<br />

WER FÜR WELCHE VERANSTALTUNG?<br />

Unterschiedliche Player können Abwechslung<br />

für die Szene br<strong>in</strong>gen. Wenn<br />

nun die Teilnehmer aus mehreren verwandten<br />

Branchen zusammenkommen,<br />

ist das e<strong>in</strong> weiterführendes Asset für ei-<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 49


nen facettereichen Event. Architekten<br />

beispielsweise s<strong>in</strong>d bei den Messen ja<br />

auch manchmal <strong>in</strong>volviert, und Büroleiter<br />

Christoph M. Achammer erklärte<br />

e<strong>in</strong>mal, warum das für ihn <strong>in</strong>teressant<br />

ist: „Das Aufgabengebiet, <strong>in</strong> dem wir für<br />

die Immobilien<strong>in</strong>dustrie tätig s<strong>in</strong>d, ist<br />

e<strong>in</strong> umfassendes, und zwar mit e<strong>in</strong>em<br />

sehr großen Hebel für den nachhaltigen<br />

Erfolg <strong>der</strong> Immobilie. Deshalb ist e<strong>in</strong>e<br />

Teilnahme an Veranstaltungen, bei denen<br />

vorrangig <strong>der</strong> F<strong>in</strong>anzdeal im Vor<strong>der</strong>grund<br />

steht, ke<strong>in</strong> Wi<strong>der</strong>spruch für uns.“<br />

Manchmal wird man aber eher unter sich<br />

bleiben, wie zum Beispiel im Fachbereich<br />

des Facility-Managements, wo ja immer<br />

eher nur die e<strong>in</strong>gefleischten Spezialisten<br />

anzutreffen s<strong>in</strong>d. Trotzdem s<strong>in</strong>d die vorhandenen<br />

Großveranstaltungen des FM<br />

nicht über e<strong>in</strong>en Kamm zu scheren. Drei<br />

nennenswerte gibt es davon <strong>in</strong> Österreich,<br />

und jede weist e<strong>in</strong> etwas an<strong>der</strong>es<br />

Profil auf. Zuletzt g<strong>in</strong>g <strong>der</strong> International<br />

FM Congress <strong>der</strong> FH Kufste<strong>in</strong> über die<br />

Bühne, und <strong>der</strong> war beispielsweise ganz<br />

auf <strong>in</strong>ternationale Hotelthemen fokussiert.<br />

Der IFM-Kongress an <strong>der</strong> TU-Wien<br />

ist h<strong>in</strong>gegen auf den <strong>in</strong>ternationalen Forschungsaspekt<br />

h<strong>in</strong> orientiert. „Wir versuchen,<br />

mit dem Kongress nicht nur auf<br />

den österreichischen Markt konzentriert<br />

zu se<strong>in</strong> und mit den wissenschaftlichen<br />

Betrachtungen die Facility-Leistungen<br />

messbar zu machen“, me<strong>in</strong>t Organisator<br />

Alexan<strong>der</strong> Redle<strong>in</strong> zur Ausrichtung. Der<br />

dritte große Branchenevent, <strong>der</strong> ATGA<br />

Facility Kongress, steht generell mehr im<br />

Zeichen des Aufe<strong>in</strong>an<strong>der</strong>treffens von Serviceunternehmern<br />

mit den eigentlichen<br />

Facility-Managern. „Vertreter von großen<br />

Häusern, wie Telekommunikationsunternehmen,<br />

Banken o<strong>der</strong> öffentliche Verwaltungen,<br />

s<strong>in</strong>d ebenso hier wie wichtige<br />

Komplettanbieter im Facility-Management“,<br />

beschreibt <strong>der</strong> geschäftsführende<br />

Gesellschafter Markus Aschauer des Veranstalters<br />

ATGA Market<strong>in</strong>g GmbH das<br />

Umfeld.<br />

So wird je nach Veranstaltungsschwerpunkt<br />

um die Teilnehmer oft richtiggehend<br />

gebuhlt. Der Veran staltungsort<br />

spielt dabei bei <strong>der</strong> Planung und Ausrichtung<br />

nicht nur <strong>in</strong> <strong>der</strong> Immobilienbranche<br />

e<strong>in</strong>e wichtige Rolle.<br />

<br />

50 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


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... weil Sie den meisten Umsatz mit Ihrem Bestand machen!<br />

best[and]IMMO<br />

Sanierung, Optimierung und Nachhaltigkeit des Immobilienbestands<br />

16. April 2013 | Naturhistorisches Museum Wien<br />

Was tun mit dem Immobilienbestand?<br />

Zahlen, Daten, Fakten zu Bestandsimmobilien<br />

Rechtsfragen <br />

und Denkmalschutz<br />

Innovation bei Bauen und Sanieren<br />

Lebenszyklus: <br />

Lebenszykluskosten (LCC) und Lebenszyklusrendite<br />

Energieeffizienz <br />

und Nachhaltigkeit bei Bestandsimmobilien<br />

Unsere Referenten:<br />

PLUS Workshop:<br />

Rechtssicherheit im Umgang<br />

mit Bestandsimmobilien<br />

17. April 2013, Wien<br />

Ihr Referent:<br />

Horst Fössl, Partner,<br />

S<strong>in</strong>ger Fössl Rechtsanwälte OG, Wien<br />

Dr. Thomas Beyerle<br />

IVG Immobilien AG<br />

Mag. Michael Ehlmaier<br />

EHL Immobilien GmbH<br />

Mag. Gernot Essl<br />

Palmers Aktiengesellschaft<br />

MMag. Philipp Kaufmann<br />

ÖGNI<br />

Mag. Gerhard Prammer<br />

VIVAG<br />

DI Mart<strong>in</strong> Roth<br />

Immobilien Rat<strong>in</strong>g GmbH<br />

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… weil Nachhaltigkeit zum MUSS wird!<br />

4.<br />

Wir zeichnen nachhaltige Projekte, Produkte und VordenkerInnen aus!<br />

26. September 2013 | COLOSSEUM XXI | Wien<br />

Sozial, ökologisch und ökonomisch:<br />

Der <strong>in</strong>ternationale Immobilienmarkt<br />

Projektentwicklung<br />

Innovation bei Bauen und Sanieren:<br />

Lebenszyklus:<br />

Lebenszykluskosten (LCC) und Lebenszyklusrendite<br />

Energieeffizientes Bauen und Bewirtschaften:<br />

Ökobilanz, EPD<br />

Corporate Governance und CSR<br />

Rechtliche Grundlagen und gesetzliche Än<strong>der</strong>ungen<br />

Smart Cities – Stadtplanung <strong>der</strong> Zukunft<br />

Unsere Referenten:<br />

Franz Beyeler<br />

MINERGIE<br />

Mag. Daniel Joachim Riedl<br />

IMMOFINANZ AG<br />

Dr. Thomas Beyerle<br />

IVG Immobilien AG<br />

DI Mart<strong>in</strong> Roth<br />

Immobilien Rat<strong>in</strong>g GmbH<br />

MMag. Philipp Kaufmann<br />

ÖGNI<br />

a.O. Univ.-Prof. Dr. DI<br />

Wolfgang Streicher<br />

Universität Innsbruck<br />

Bmst DI Hubert Rhomberg<br />

Rhomberg Bau GmbH<br />

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BUSINESS<br />

Text AFI, Alexan<strong>der</strong> Scheuch<br />

Fotos FOKUS<br />

IM FOKUS<br />

ENERGIEEFFIZIENZ<br />

Vom 14. bis 19. Jänner 2013 fand <strong>in</strong> München die BAU 2013 statt. Sie ist die Weltleitmesse für<br />

Architektur, Materialien und Systeme. Den mehr als 235.000 Besuchern wurden Innovationen mit dem<br />

Schwerpunkt Nachhaltigkeit präsentiert. Die Alum<strong>in</strong>ium-Profilsystem-Anbieter, die <strong>in</strong> Österreich die<br />

Geme<strong>in</strong>schaftsmarke ALU-FENSTER führen, stellten auf dieser Messe ihre Innovationen im Bereich von<br />

Fenstern, Türen und Fassaden vor.<br />

HUECK – Fenster- und Türsystem mit höchster<br />

Energieeffizienz: Eduard Hueck GmbH<br />

& Co. KG – <strong>in</strong> Österreich durch HUECK<br />

+RICHTER ALUMINIUM GMBH vertreten<br />

– präsentierte das neue Fenster- und Türsystem<br />

Lambda duo. Dieses System zeichnet<br />

sich aus durch höchste Energieeffizienz bis<br />

zur Passivhaustauglichkeit, architektonische<br />

Eleganz durch ger<strong>in</strong>ge Bautiefe und schmale<br />

Profilansichtsflächen sowie leichte Verarbeitung<br />

durch e<strong>in</strong>en fertigungsoptimierten Systembaukasten.<br />

www.hueckrichter.at<br />

SCHÜCO – Fenstersystem AWS energetisch<br />

optimiert: Mit dem komplettierten<br />

und energetisch optimierten Fenstersystem<br />

AWS zeigte SCHÜCO – <strong>in</strong> Österreich<br />

durch die ALUKÖNIGSTAHL GMBH<br />

vertreten – Lösungen für e<strong>in</strong>e zeitsparende<br />

und simplifizierte Verarbeitung<br />

und Montage. Die Schüco AWS Systempalette<br />

wurde durch passivhaustaugliche<br />

Block- und Verbundfensterserien erweitert.<br />

Schüco AWS 90.SI+ Green setzt im<br />

Dichtungs- und Isolierbereich sowie bei<br />

den Verbundstegen auf nachwachsende<br />

Rohstoffe.<br />

Das passivhauszertifizierte robuste und<br />

langlebige Fenster- und Türensystem<br />

SCHÜCO AWS/ADS 112.IC sowie die<br />

neue komplett verdeckt liegende Beschlagsgeneration<br />

„AvanTec Simply Smart“<br />

mit e<strong>in</strong>em Öffnungsw<strong>in</strong>kel von 180 Grad<br />

runden die Innovationen ab.<br />

www.alukoenigstahl.com<br />

WICONA – Fenstersystem für barrierefreie<br />

Ausführungen: Die Marke WICONA<br />

– <strong>in</strong> Österreich durch HYDRO BUILDING<br />

SYSTEMS GMBH vertreten – stellte den<br />

Messebesuchern Ergänzungen zum Fenstersystem<br />

WICLINE evo vor. Diese ermöglichen<br />

die Ausführung von Fenstertüren<br />

mit barrierefreien Schwellen für e<strong>in</strong>und<br />

zweiflügelige Stulpvarianten e<strong>in</strong>- und<br />

auswärts öffnend. Zudem wurde e<strong>in</strong><br />

Fensterbeschlag, <strong>der</strong> maximale Flügelgewichte<br />

bis 300 kg und schlanke Optik<br />

vere<strong>in</strong>t, vorgestellt.<br />

www.wicona.at<br />

Wir danken Dr. Hanna Brugger-Dengg<br />

und dem AFI für e<strong>in</strong>e spannende Pressereise<br />

zur BAU 2013 (siehe auch rechts). <br />

52 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


Xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx<br />

Alu-Fenster-Institut mit Medienvertretern und Testimonials auf <strong>der</strong> BAU 2013. AFI-Geschäftsführer Mag. Harald Greger und<br />

Dr. Hanna Brugger-Dengg (AFI-Pressestelle) führten <strong>in</strong> bewährter Weise und professionell organisiert durch den geme<strong>in</strong>samen Tag <strong>in</strong><br />

München und ermöglichten <strong>der</strong> <strong>in</strong>teressierten Runde aktuelle E<strong>in</strong>blicke <strong>in</strong> die Innovationen <strong>der</strong> Alum<strong>in</strong>ium-Profilsystem-Anbieter.<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 53


BUSINESS<br />

Text Gabriella Mühlbauer<br />

Fotos Shutterstock, Apple, Gigaset<br />

KOSTEN SENKEN IM BÜRO<br />

ENERGIEFALLE BÜRO<br />

Steigende Energiekosten machen sich beson<strong>der</strong>s <strong>in</strong> Büros bemerkbar. Nämlich dort, wo PCs,<br />

Monitore, Drucker, Kopierer, Faxgeräte etc. unerlässlich s<strong>in</strong>d.<br />

STROMFRESSER. Elektrische Geräte <strong>der</strong><br />

Bürotechnik verbrauchen Strom. Und zwar<br />

auch dann, wenn schon alle längst nach<br />

Hause gegangen s<strong>in</strong>d. E<strong>in</strong>erseits weil manche<br />

Kollegen darauf vergessen haben, Drucker<br />

& Co. abzuschalten, aber auch weil die<br />

meisten Geräte nicht vollständig vom Netz<br />

getrennt werden. Grund dafür s<strong>in</strong>d die Herstellungskosten,<br />

weshalb <strong>in</strong> vielen Geräten<br />

<strong>der</strong> Netzschalter erst nach dem Transformator<br />

e<strong>in</strong>gebaut ist. So ist das Gerät zwar<br />

abgeschaltet, aber <strong>der</strong> Strom läuft trotzdem.<br />

E<strong>in</strong>ziges Gegenmittel ist hier nur das<br />

gezielte Ziehen des Steckers o<strong>der</strong> die Montage<br />

e<strong>in</strong>es eigenen Netztrennschalters.<br />

AUS ALT MACH NEU. Genauso wie alte<br />

Eiskästen verbrauchen auch Computer,<br />

die schon etliche Jährchen auf dem Buckel<br />

haben, mehr Strom als neuere Modelle.<br />

Diese haben nicht nur e<strong>in</strong>e stärkere Prozessorleistung,<br />

son<strong>der</strong>n benötigen nur<br />

mehr etwa e<strong>in</strong> Viertel <strong>der</strong> Energie e<strong>in</strong>es<br />

alten Gerätes. Notebooks gelten zwar als<br />

Sparmeister, s<strong>in</strong>d jedoch lei<strong>der</strong> auch<br />

manchmal reparaturanfällig. Bef<strong>in</strong>det<br />

sich e<strong>in</strong> PC <strong>in</strong> Standby, wurde er also <strong>in</strong><br />

54 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


Apropos hoher Energieverbrauch – mit oft e<strong>in</strong>fachen Lösungen kann viel e<strong>in</strong>gespart werden.<br />

ENERGIESPARTIPPS<br />

<br />

bewusst ausgeschalten werden – so<br />

wird <strong>der</strong> Stromverbrauch auf null<br />

reduziert.<br />

<br />

Energiesparen. Mo<strong>der</strong>ne Computer wie etwa<br />

jene von Apple s<strong>in</strong>d Energiesparmeister.<br />

e<strong>in</strong>en energiesparenden Modus versetzt,<br />

benötigt er jedoch weiterh<strong>in</strong> zwischen<br />

zwei bis zehn Prozent se<strong>in</strong>es normalen<br />

Stromverbrauchs. Im sogenannten Ruhezustand<br />

h<strong>in</strong>gegen wurde er <strong>in</strong> e<strong>in</strong>en<br />

stromlosen Zustand versetzt. Allerd<strong>in</strong>gs<br />

besitzen nur mo<strong>der</strong>ne PCs diese Funktion.<br />

Apropos mo<strong>der</strong>n: Auch die LCDbzw.<br />

TFT-Flachbildschirme benötigen nur<br />

mehr e<strong>in</strong> Drittel des Verbrauchs von CTR-<br />

Röhrenbildschirmen. Ganz wichtig ist es<br />

jedoch – genauso wie beim PC –, das Energiemanagementsystem<br />

zu aktivieren. Es<br />

schaltet den Monitor nach e<strong>in</strong>er gewissen<br />

Nutzungs pause automatisch ab, wodurch<br />

<strong>der</strong> Stromverbrauch m<strong>in</strong>imiert wird. E<strong>in</strong><br />

Bildschirmschoner spart übrigens ke<strong>in</strong>en<br />

Strom – besser ist es, den Bildschirm ganz<br />

auszuschalten.<br />

ES DARF GEDRUCKT WERDEN. Drucker<br />

können ganz schöne Stromfresser se<strong>in</strong>,<br />

wobei die Farblaserdrucker am meisten<br />

Energie benötigen. Aus diesem Grund ist<br />

es beson<strong>der</strong>s wichtig, wenn gerade nicht<br />

gedruckt wird, das Gerät vom Netz neh-<br />

E<strong>in</strong> Bildschirmschoner spart übrigens ke<strong>in</strong>en Strom<br />

– besser ist es, den Bildschirm ganz auszuschalten.<br />

men o<strong>der</strong> zum<strong>in</strong>dest auf „Standby“ schalten.<br />

Aber auch T<strong>in</strong>tenstrahldrucker s<strong>in</strong>d<br />

sehr verschwen<strong>der</strong>isch, allerd<strong>in</strong>gs auf e<strong>in</strong>e<br />

völlig an<strong>der</strong>e Art und Weise. Der Grund<br />

ist, dass sie nach jedem Wie<strong>der</strong>anschalten<br />

ihre Farb düsen re<strong>in</strong>igen. Und das kostet<br />

viel T<strong>in</strong>te und damit viel Geld, denn die<br />

Patronen leeren sich sehr schnell. Lässt<br />

man die Geräte jedoch im Standby-Modus<br />

laufen, um nicht andauernd Ersatzpatronen<br />

kaufen zu müssen, wird Energie verbraucht.<br />

Aus diesem Grund ist es – trotz<br />

höherer Stromkosten – e<strong>in</strong>e Überlegung<br />

wert, auf Laserdrucker umzusteigen und<br />

so auf Dauer Geld zu sparen.<br />

VERBUNDEN SEIN. Faxgeräte und Anrufbeantworter<br />

werden rund um die Uhr<br />

benötigt. Sie bef<strong>in</strong>den sich zwar die meiste<br />

Zeit <strong>in</strong> Bereitschaft und warten auf e<strong>in</strong>gehende<br />

Nachrichten, verbrauchen <strong>in</strong> dieser<br />

Zeit jedoch trotzdem Strom. Neue,<br />

beson<strong>der</strong>s effiziente Faxgeräte s<strong>in</strong>d mit<br />

e<strong>in</strong>em sogenannten Sleep-Modus ausgestattet,<br />

<strong>in</strong> dem <strong>der</strong> Energieverbrauch<br />

drastisch reduziert wird.<br />

<br />

<br />

nehmen zu müssen, legen Sie sich<br />

e<strong>in</strong>en Mehrfachstecker mit e<strong>in</strong>gebautem<br />

Ausschalter zu. So können mit e<strong>in</strong>em<br />

e<strong>in</strong>zigen Klick mehrere Geräte e<strong>in</strong>fach<br />

von <strong>der</strong> Energiequelle getrennt werden.<br />

<br />

Stromsparfunktionen. Diese müssen<br />

jedoch erst aktiviert werden. Viele User<br />

me<strong>in</strong>en nun, dass oftmaliges E<strong>in</strong>- und<br />

Ausschalten dem Gerät mehr schadet,<br />

als es im Standby-Modus e<strong>in</strong>fach laufen<br />

zu lassen. Das ist jedoch Uns<strong>in</strong>n, denn<br />

die Festplatten s<strong>in</strong>d für etliche 10.000<br />

Start- und Stoppvorgänge ausgelegt.<br />

Und ehrlich gesagt – bevor Sie diese<br />

ausgenützt haben, ist Ihr Computer<br />

schon längst schrottreif.<br />

<br />

warm. Diese Abwärme kann auch<br />

positiv und zum Energiesparen genutzt<br />

werden. Etwa um Büroräume, Produktionshallen<br />

o<strong>der</strong> Nebengebäude zu<br />

heizen. Heutzutage wird bereits bei <strong>der</strong><br />

Planung von neuen Rechenzentren<br />

berücksichtigt, wie diese Abwärme<br />

möglichst gut ausgenützt wird.<br />

<br />

niemals e<strong>in</strong>fach wegwerfen, denn sie<br />

müssen wegen <strong>der</strong> giftigen Substanzen<br />

geson<strong>der</strong>t entsorgt werden. Und sehr<br />

oft können sche<strong>in</strong>bar leere Batterien<br />

zumeist noch <strong>in</strong> Fernbedienungen<br />

e<strong>in</strong>gesetzt werden, bis sie auch wirklich<br />

völlig leer s<strong>in</strong>d.<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 55


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DIE WISAG GEHÖRT ZU DEN FÜHRENDEN FACILITY MANAGEMENT UNTERNEHMEN IM DEUTSCH-<br />

SPRACHIGEN RAUM. Philosophie und gleichzeitig Erfolgsrezept des Unternehmens ist es, alle <strong>in</strong>frastrukturellen<br />

und technischen Dienstleistungen rund um das Gebäude mit eigenen Mitarbeitern zu erbr<strong>in</strong>gen – e<strong>in</strong> wesentliches<br />

Alle<strong>in</strong>stellungsmerkmal im Vergleich zu an<strong>der</strong>en vergleichbaren Anbietern.<br />

Seit 1995 am österreichischen Markt tätig, beschäftigt die WISAG Service Hold<strong>in</strong>g Austria GmbH rund 1.000<br />

Mitarbeiter. Die von <strong>der</strong> WISAG angebotenen Dienstleistungen s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> fünf Bereiche unterteilt: Facility Management,<br />

Gebäude- und Betriebstechnik, Re<strong>in</strong>igung, Sicherheit und Inhouse Logistik. Der Hauptsitz bef<strong>in</strong>det sich <strong>in</strong><br />

Wien. Weitere Nie<strong>der</strong>lassungen gibt es <strong>in</strong> Innsbruck, Salzburg, Graz und L<strong>in</strong>z.<br />

Wisag Gebäude- und Betriebstechnik Gmbh & CoKG, Landstraßer Hauptstraße 99/3A, 1030 Wien,<br />

Tel. +43 1 7154102, DI Ingo L<strong>in</strong>ke, Nie<strong>der</strong>lassungsleiter Österreich, Tel. +43 664 235 46 49, <strong>in</strong>go.l<strong>in</strong>ke@wisag.at, www.wisag.at<br />

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optischen Kunststoffkabel können e<strong>in</strong>fach mit <strong>der</strong> Elektro<strong>in</strong>stallation mitverlegt o<strong>der</strong> nach<strong>in</strong>stalliert werden.<br />

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56 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


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xComfort ist das drahtlose System von Eaton zur Gebäudeautomation und ist im Wohn gebäude vielseitig<br />

e<strong>in</strong>setzbar: zum Schalten, Dimmen Jalousien o<strong>der</strong> Rollläden öffnen und schließen,<br />

für die zentrale Steuerung von Heizung o<strong>der</strong> Lüftung bis h<strong>in</strong> zur funkgesteuerten Bedienung von Gefahrenwarnanlagen.<br />

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zu sparen. In e<strong>in</strong>em sicheren Heim den Wohnkomfort zu verbessern und dabei Energie zu sparen<br />

ist <strong>der</strong> Anspruch von Eaton-Lösungen.<br />

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heutigen und kommenden Anwendungen. Ob xDSL, Highspeed-Internet, EDV-Netzwerk, TV/SAT/Radio,<br />

ISDN, Telefon, Fax, B&O, Audio o<strong>der</strong> Video. E<strong>in</strong>e E<strong>in</strong>fachdose offeriert bis zu vier Anwendungen und damit<br />

e<strong>in</strong> enormes E<strong>in</strong>sparungspotenzial. Die Leistungsreserven dieses Systems werden für die nächsten Jahre<br />

ausreichen. Motiviert durch diese Erfolge werden neue Innovationen entwickelt, erprobt und bahnbrechende<br />

Wege im Multimediabereich beschritten. Die BKS sieht sich als Entwickler, Handelspartner sowie Beratungsstelle<br />

für Architekten und Planer.<br />

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PC-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff, die seit fast drei Jahrzehnten <strong>in</strong> allen Bereichen <strong>in</strong>dustrieller<br />

Automatisierung erfolgreich e<strong>in</strong>gesetzt wird, ist heute zum festen Bestandteil <strong>in</strong>telligenter Gebäudeautomatisierung<br />

geworden. Die Anfor<strong>der</strong>ungen an die Intelligenz e<strong>in</strong>es Gebäudes s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> den letzten Jahren stetig<br />

gestiegen, wobei die Energieeffizienz sowie e<strong>in</strong> gutes „Return of Investment“ im Vor<strong>der</strong>grund stehen. Mit<br />

<strong>in</strong>telligenter, gewerkeübergreifen<strong>der</strong> Gebäudeautomation ist die Idee des „Green Build<strong>in</strong>g“, des nachhaltigen,<br />

energieeffizienten Bauens und Wohnens, realisierbar. Für die Gebäudeautomation bietet Beckhoff e<strong>in</strong><br />

durchgängiges, skalierbares Steuerungssystem: von <strong>der</strong> PC- und Ethernet-basierten Steuerung bis zum<br />

modularen I/O-System zur Erfassung sämtlicher Datenpunkte im Gebäude.<br />

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<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 57


BUSINESS<br />

Texte Alexan<strong>der</strong> Scheuch, Walter Thomas, Gabriella Mühlbauer<br />

Fotos APCOA, ORFG, Heimo Ruschitz, margitschmid.com, ©WK Wien_Peter Provaznik, Otto Immobilien, Foto Fischer<br />

EIN ÜBERBLICK DER VERANSTALTUNGEN<br />

IM FOKUS<br />

FOKUS immer mit dabei ...<br />

BEI DER APCOA CONVENTION TRAFEN SICH DIE FÜHRUNGSKRÄFTE DES UNTERNEHMENS<br />

ZU EINEM GEMEINSAMEN ERFAHRUNGSAUSTAUSCH IM PARKHOTEL SCHÖNBRUNN<br />

APCOA PARKING GROUP – MEETINGPOINT VIENNA<br />

APCOA CEO Ralf Ben<strong>der</strong> (li.) und Österreich-GF<br />

Ing. James Toal, MBA<br />

Im Rahmen e<strong>in</strong>er eigens angesetzten APCOA Convention wurden<br />

zum ersten Mal seit langer Zeit die Führungskräfte sämtlicher<br />

APCOA-Landesgesellschaften <strong>in</strong> Wien zusammengebracht. Gerade<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> heutigen Zeit s<strong>in</strong>d solche Meet<strong>in</strong>gs beson<strong>der</strong>s wichtig, da<br />

dabei die wichtigsten Fakten e<strong>in</strong>es Unternehmenserfolgs optimal<br />

diskutiert und verbessert werden können. Aus diesem Grund<br />

nahmen trotz <strong>der</strong> <strong>der</strong>zeit großen Arbeitsbelastung so gut wie alle<br />

Führungskräfte an <strong>der</strong> Tagung teil. Die wichtigsten Themen kamen<br />

aus den Bereichen Market<strong>in</strong>g und E-Commerce. Aber auch über das<br />

Betriebsmodell, die IT-Strategie und die zugehörigen technischen<br />

Schritte wurde genauso diskutiert wie über die <strong>in</strong>ternen Kontrollund<br />

Beschaffungsprozesse und die grundlegenden Werte <strong>der</strong> Firma.<br />

Ralf Ben<strong>der</strong>, <strong>der</strong> CEO <strong>der</strong> APCOA, eröffnete die Convention mit<br />

e<strong>in</strong>er kompetenten, aber auch bewegenden Rede und die anschließenden<br />

Workshops vertieften das Verständnis <strong>der</strong> Teilnehmer<br />

58 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


APCOA Meet<strong>in</strong>gpo<strong>in</strong>t<br />

„Wir segeln als e<strong>in</strong> Team <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em<br />

Boot, unter <strong>der</strong> Flagge e<strong>in</strong>es neuen<br />

geme<strong>in</strong>samen Logos, angetrieben<br />

von geme<strong>in</strong>samen Werten!“<br />

Ralf Ben<strong>der</strong><br />

für die fachspezifischen Thematiken. Das Ziel <strong>der</strong> Veranstaltung<br />

war es, die Beschleunigung des Gew<strong>in</strong>nwachstums und die<br />

Marktführerschaft <strong>in</strong> <strong>der</strong> europäischen Parkierungsbranche auszubauen.<br />

Dazu me<strong>in</strong>t Ralf Ben<strong>der</strong>: „Um den Immobilieneignern,<br />

Partnern, Endkunden und Stakehol<strong>der</strong>n konstant e<strong>in</strong>e hervorragende<br />

Leistung bieten und nachhaltiges Wachstum erreichen zu<br />

können, müssen wir unser Geschäftsmodell weiter strukturieren<br />

und standardisieren. Kernelemente s<strong>in</strong>d dabei mit Sicherheit standardisierte<br />

IT-Anwendungen und Produktlösungen. Unser Wiener<br />

Treffen hat deutlich gezeigt, dass verbesserte Strukturen und e<strong>in</strong>e<br />

verbesserte Organisation Schlüsselelemente s<strong>in</strong>d, um <strong>in</strong> unserer<br />

Branche die Kostenführerschaft zu übernehmen. Wobei echte<br />

Kostenführerschaft bedeutet, sie <strong>in</strong> allen Geschäftsbereichen – das<br />

heißt sowohl <strong>in</strong> <strong>der</strong> Verwaltung als auch im operativen Geschäft –<br />

zu realisieren.“<br />

Erfahrung ist <strong>in</strong> je<strong>der</strong> Branche wichtig. Bei APCOA beträgt <strong>der</strong><br />

Zeitraum, <strong>in</strong> dem Wissen gesammelt wurde, mittlerweile 40 Jahre.<br />

E<strong>in</strong> Vorteil, den nur wenige Unternehmen für sich beanspruchen<br />

können und <strong>der</strong> <strong>in</strong> den <strong>in</strong>tensiven Debatten auch erkannt und<br />

ausgebaut wurde. So soll <strong>in</strong> Zukunft die Leistungsbereitschaft<br />

mehr gefor<strong>der</strong>t und auch geför<strong>der</strong>t und Teams aufgebaut<br />

werden. Und natürlich muss auch die Verantwortung für die<br />

Mitarbeiter<strong>in</strong>nen und Mitarbeiter übernommen werden. Die<br />

Schlagwörter dabei s<strong>in</strong>d Respekt, Zielorientierung, Integrität,<br />

Ehrlichkeit, Offenheit und Verantwortung. Denn nur damit kann<br />

e<strong>in</strong> langfristiger Erfolg erzielt werden. Dazu Ben<strong>der</strong>: „Unsere<br />

Mitarbeiter<strong>in</strong>nen und Mitarbeiter können nur dann unsere<br />

Ideen, unsere Grundüberzeugung und unsere Regeln mittragen,<br />

wenn sie sich mit dem Unternehmen identifizieren. Aus diesem<br />

Grund haben wir bei <strong>der</strong> APCOA PARKING Group e<strong>in</strong> zentrales<br />

Personalmanagement geschaffen, wo die Talente gezielt geför<strong>der</strong>t<br />

und entwickelt werden. Unser Wissen ist unsere Stärke, aber wir<br />

müssen dieses Know-how auch optimal austauschen.“<br />

Sicherheit zählt: Verantwortung trägt die APCOA PARKING Group<br />

auch ihren Vertragspartnern gegenüber, die das Unternehmen<br />

mit e<strong>in</strong>em durchdachten Produktportfolio mit vielseitigen<br />

Lösungen und Services, die weit über das Parken h<strong>in</strong>ausgehen,<br />

erfüllt. So wird etwa mit spezifischen Market<strong>in</strong>g-Maßnahmen die<br />

Parkraum-Auslastung erhöht. Dazu gehören <strong>der</strong> Onl<strong>in</strong>e-Verkauf<br />

von Dauerparker- und Prepaid-Tickets, e<strong>in</strong>e suchmasch<strong>in</strong>enoptimierte<br />

Internetseite für jedes Parkhaus, die Darstellung<br />

aller Parkhäuser <strong>in</strong> Navigationsgeräten, Fassadenwerbung,<br />

Gutsche<strong>in</strong>aktionen, mobile Werbeträger und Give-away-Aktionen<br />

mit Kooperationspartnern. Zudem wurde e<strong>in</strong> eigenes Leitsystem<br />

und Designkonzept für Parkräume entwickelt, <strong>in</strong> dem sich <strong>der</strong><br />

Autofahrer wohlfühlt – wie übersichtliche Parkierungszonen,<br />

helle Beleuchtung, ausgewiesene Fußgängerwege und e<strong>in</strong> <strong>in</strong>novatives<br />

Leitsystem.<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013 FOKUS 59


NEUJAHRSEMPFANG 2013<br />

GET TOGETHER AM GRAZER SCHLOSSBERG<br />

Gastgeber und Laudator Ing. Gerald Gollenz bei <strong>der</strong> Begrüßung <strong>der</strong> zahlreich erschienenen Gäste.<br />

Trotz für Grazer Verhältnisse<br />

starken Schneefalls folgten<br />

rund 300 Vertreter <strong>der</strong> steirischen<br />

Immobilienszene <strong>der</strong><br />

E<strong>in</strong>ladung von Fachgruppenobmann<br />

Ing. Gerald Gollenz zum<br />

diesjährigen Neujahrsempfang<br />

auf den Grazer Schlossberg.<br />

Neben Informationen über die<br />

anstehende Immobilien Road<br />

Show 2013 (www.immo707.at/<br />

Veranstaltungen) und aktuellen<br />

Themen konnten <strong>in</strong> angeregter<br />

Atmosphäre Gespräche<br />

mit Kollegen geführt werden.<br />

55 Kandidaten bekamen ihre<br />

Urkunden für die bestandene<br />

Zertifizierungsprüfung<br />

des Makler- und Hausverwaltermitarbeiters,<br />

drei langjährige<br />

Mitgliedsbetriebe wurden von<br />

Ing. Gollenz mit Ehrenurkunden<br />

ausgezeichnet. Bis <strong>in</strong> die frühen<br />

Morgenstunden genossen die<br />

Gäste den schönen Ausblick auf<br />

die verschneite Stadt und auch<br />

das e<strong>in</strong>e o<strong>der</strong> an<strong>der</strong>e Glas steirischen<br />

We<strong>in</strong>.<br />

60 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


VON SCHLADMING 2013 NACH SOCHI 2014<br />

ÖSV-CHEF PROF. SCHRÖCKSNADEL ALS IMPULSGEBER<br />

li.: Präsident Prof. Peter Schröcksnadel re.: FOKUS-Verlagsleiter Walter Thomas, Mag. Wolfgang Krug, Leiter ORFG-Repräsentanz Steiermark,<br />

Ölbaron Konsul Mag. Rudi Roth, Gesandter <strong>der</strong> russischen Botschaft <strong>in</strong> Wien Oleg N. Tyapk<strong>in</strong>, ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, Direktor Flug hafen<br />

Graz Mag. Gerhard Widmann, Anna Polz, ORFG<br />

Als Gastredner beim ersten Jour Fixe <strong>der</strong> steirischen Repräsentanz<br />

<strong>der</strong> Österreichisch-Russischen Freundschaftsgesellschaft (ORFG)<br />

konnte ÖSV-Chef Peter Schröcksnadel am Flughafen Graz begrüßt<br />

werden. Prof. Schröcksnadel, <strong>der</strong> die Ski-WM <strong>in</strong> Schladm<strong>in</strong>g als<br />

Impulsgeber für weitere Kooperationen im Technologiesektor<br />

und Know-how-Transfer Österreichs für die Olympiade 2014 <strong>in</strong><br />

Sochi sieht, unterstrich die große Anziehungskraft Österreichs für<br />

Investoren und russische Urlauber am Beispiel <strong>der</strong> Positionierung<br />

des obersteirischen WM-Ortes Schladm<strong>in</strong>g: „Wenn Schladm<strong>in</strong>g für<br />

die Russen so kl<strong>in</strong>gt wie Gucci, Armani o<strong>der</strong> Prada, dann ist es gut<br />

positioniert. Kann se<strong>in</strong>, dass Put<strong>in</strong> sich für Sochi was abschauen<br />

will“, scherzte er. Für Wolfgang Krug, Leiter <strong>der</strong> ORFG Steiermark,<br />

stehen die Kooperationschancen für österreichische Firmen bei den<br />

Olympischen W<strong>in</strong>terspielen 2014 im Vor<strong>der</strong>grund und er freut sich<br />

über e<strong>in</strong>e gelungene Auftaktveranstaltung. Für die professionelle<br />

Organisation zeichnete Anna Polz, ORFG, verantwortlich.<br />

NEUJAHRSEMPFANG<br />

EUGEN OTTO BLICKT AUF ERFOLGREICHES<br />

IMMOBILIENJAHR ZURÜCK<br />

Es ist traditionell das erste große Branchenevent im Jahr:<br />

Bereits zum 14. Mal hatte <strong>der</strong> Wiener Immobilienunternehmer<br />

Eugen Otto <strong>in</strong>s „Hotel Sacher“ zu se<strong>in</strong>em Neujahrscocktail geladen,<br />

rund 300 Gäste aus Immobilienbranche und Wirtschaft<br />

waren se<strong>in</strong>er E<strong>in</strong>ladung gefolgt. Wetterbed<strong>in</strong>gt verh<strong>in</strong><strong>der</strong>t waren<br />

e<strong>in</strong>ige ausländische Gäste – sie mussten wegen <strong>der</strong> vorüberge-<br />

henden Schließung des Wiener Flughafens <strong>in</strong> letzter M<strong>in</strong>ute<br />

absagen. O<strong>der</strong> wie Eugen Otto es formulierte: „Wien – an diesem<br />

Tag Zentrum des urbanen W<strong>in</strong>tersports – ist heute fest <strong>in</strong> Wiener<br />

Hand …“ – „E<strong>in</strong> gutes und erfolgreiches Immobilienjahr liegt trotz<br />

e<strong>in</strong>es schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes h<strong>in</strong>ter uns“, so Eugen<br />

Otto <strong>in</strong> se<strong>in</strong>er Ansprache. Se<strong>in</strong> Unternehmen mit <strong>in</strong>sgesamt 70<br />

Mitarbeitern konnte <strong>in</strong> allen Abteilungen die hohen Ziele nicht nur<br />

erreichen, son<strong>der</strong>n sogar übertreffen. „Im Wohnbereich etwa wurden<br />

bei Z<strong>in</strong>shäusern und Eigentumswohnungen mehr als 55.000<br />

Quadratmeter verkauft – also etwa 16 Mal die Grundfläche des<br />

Wiener Stephansdoms. Und bei den Büroflächen konnte das<br />

Büromaklerteam unter <strong>der</strong> neuen Führung von Mag. Alexan<strong>der</strong><br />

Fenzl mehr als 60.000 Quadratmeter vermieten. Dies entspricht<br />

ungefähr 20 Prozent des gesamten Vermietungsvolumens, das<br />

<strong>in</strong> Wien über Makler erzielt wurde“, so Otto. E<strong>in</strong>e <strong>der</strong>artige<br />

Entwicklung sei aber nur mit sachverständigen und begeisterten<br />

Mitarbeitern möglich, sie seien das Kapital jedes Unternehmens.<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013 FOKUS 61


DIE ZUKUNFT DES BAUENS<br />

WELTLEITMESSE BAU 2013 IN MÜNCHEN<br />

München war sechs Tage lang Schauplatz <strong>der</strong> Weltleitmesse für<br />

BAU, Architektur, Materialien und Systeme und versammelte alle,<br />

die <strong>in</strong>ternational am Planen, Bauen und Gestalten von Gebäuden<br />

beteiligt s<strong>in</strong>d. Marktführer <strong>der</strong> Branchen sowie viele <strong>in</strong>novative<br />

Newcomer – <strong>in</strong>sgesamt mehr als 2.000 Aussteller aus über 40<br />

Län<strong>der</strong>n – präsentierten sich hochkarätig und wegweisend auf <strong>der</strong><br />

diesjährigen BAU. Neben Prefa, dem Fassadenspezialisten, und<br />

dem österreichischen Familienunternehmen und Panelenhersteller<br />

Brucha präsentierte sich erstmalig auch Austrotherm, <strong>der</strong><br />

Dämmstoffpionier, auf <strong>der</strong> Messe. FOKUS besuchte die Österreich-<br />

Vertreter auf <strong>der</strong> BAU 2013, <strong>der</strong> wichtigsten Informations- und<br />

Inspirationsplattform für die gesamte Branche. Die BAU 2013 ist<br />

noch <strong>in</strong>ternationaler, hochkarätiger und professioneller geworden.<br />

Auf diesen Nenner lassen sich sechs erfolgreiche Messetage<br />

br<strong>in</strong>gen, die <strong>der</strong> Branchenplattform Nummer 1 erneut volle Hallen<br />

mit begeisterten Ausstellern und Besuchern gebracht haben. Die<br />

nächste BAU f<strong>in</strong>det vom 19. bis 24. Jänner 2015 wie<strong>der</strong> auf dem<br />

Gelände <strong>der</strong> Messe München statt.<br />

62 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


BEST<br />

IMMY-PREISTRÄGER 2012 GEKÜRT<br />

v.l.n.r.: Mag. Dietmar Hofbauer/MSc MRICS/IMMY-Projektleiter, KR Michael Pisecky/Obmann Immobilien- und Vermögenstreuhän<strong>der</strong> – FG Wien,<br />

Verk.-Dir. Norbert Porumb/UNIQA Versicherungen AG, Michael Pfeifer/MP Immobilien, Mag. Rudolf North/GF Immobilien- & Vermögenstreuhän<strong>der</strong> –<br />

FG Wien, Werner Wun<strong>der</strong>lich/GF Wun<strong>der</strong>lich Immobilien-Treuhand GmbH, Mag. Roman Eisenmagen/Erste Bank, Mag. Elisabeth Rohr/Elisabeth Rohr<br />

Real Estate e.U., Roland Schmid/GF IMMOunited, Christian Hawlicek/GF Impact Immobilien, Judith Kössner/Ltg. Immobilien willhaben.at, Mag.<br />

Johannes Endl/Vorstand ÖRAG-Immobilien Vermittlungsgesellschaft m.b.H., Dr. Michael Umfahrer/Vorsitzen<strong>der</strong> IMMY-Jury<br />

Bereits zum 7. Mal zeichnete die Wiener Fachgruppe <strong>der</strong><br />

Immobilien- und Vermögenstreuhän<strong>der</strong> die besten Makler <strong>der</strong> Stadt<br />

aus. 190 Wiener Immobilienmaklern wurde durch e<strong>in</strong> umfangreiches<br />

Mystery Shopp<strong>in</strong>g auf den Zahn gefühlt, ob Fachkenntnis und<br />

Beratung den Anfor<strong>der</strong>ungen anspruchsvoller Kunden standhalten.<br />

„Seit <strong>der</strong> E<strong>in</strong>führung des Qualitätspreises haben sich Kunden- und<br />

Qualitätsorientierung <strong>der</strong> Wiener Makler nachweislich gesteigert“,<br />

bestätigt Fachgruppenobmann Michael Pisecky den zusehends auch<br />

<strong>in</strong> den Medien spürbaren Imagewandel <strong>der</strong> Branche. „Servicequalität<br />

und Fachkompetenz s<strong>in</strong>d heute für unsere Branchenmitglie<strong>der</strong><br />

durchwegs selbstverständlich, Maklerkunden wissen den Professionalisierungsschub<br />

zu schätzen. Der IMMY darf darum nur zwei<br />

Jahre ab Verleihung für die Eigenwerbung genutzt werden. Das<br />

IMMY-Gütesiegel zeigt, wann <strong>der</strong> Makler mit Top-Service überzeugt<br />

hat. Nach detaillierter Auswertung aller verdeckten Anfragen durch<br />

das unabhängige Beratungsunternehmen comito hat die IMMY-<br />

Jury unter Leitung von Notar Dr. Michael Umfahrer, Präsident <strong>der</strong><br />

österreichischen Notariatsakademie, die besten Wiener Maklerbüros<br />

2012 gekürt: Top-Immobilienmakler erkennt man am IMMY und <strong>der</strong><br />

Immobiliencard. „Die Auszeichnung vorbildlicher Immobilienmakler<br />

mit dem IMMY soll Kunden die Orientierung erleichtern, professionelle<br />

Maklerunternehmen zu erkennen, und gleichzeitig<br />

Maßstäbe für die Branche setzen“, umreißt <strong>der</strong> Geschäftsführer <strong>der</strong><br />

FG Wien Mag. Rudolf North den Zweck des IMMY-Qualitätspreises.<br />

Geme<strong>in</strong>sam mit <strong>der</strong> Immobiliencard, dem Berufsausweis für Makler<br />

mit Fachausbildung, garantiert er fachkundige Beratung und qualifizierten<br />

Service.<br />

PREISTRÄGER 2012<br />

PREISTRÄGER 2012 – IMMY IN GOLD<br />

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FEBRUAR/MÄRZ 2013 FOKUS 63


FOKUS ALS MEDIENPARTNER UND AUSSTELLER AUF DER<br />

BAU & ENERGIE WIEN 2013<br />

64 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


Die<br />

österreichische<br />

Suchmasch<strong>in</strong>e.<br />

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WIRTSCHAFT & FINANZEN<br />

Text Christian Prenger<br />

Fotos JWT Wien, www.cleverkaufen.at, T-Mobile, Unilever Austria, Shutterstock<br />

NEWS<br />

MANAGEMENT-STRATEGIE<br />

NEBENSACHE SERVICE<br />

E<strong>in</strong>e Studie <strong>der</strong> IT-Firma Oracle zeigt erstaunliche Perspektiven:<br />

Unternehmen wissen zwar, wie wichtig Kundenservice für ihren<br />

Umsatz ist, dennoch haben nur wenige von ihnen Verbesserungs-<br />

Initiativen gestartet. Die Befragten aus den europäischen Län<strong>der</strong>n<br />

schätzen, dass <strong>der</strong> durchschnittliche Umsatzverlust durch schlechte,<br />

<strong>in</strong>konsistente und markenferne Kundenorientierung 18 Prozent<br />

beträgt. Trotz <strong>der</strong> Auswirkungen auf den Kassastand haben<br />

nur 36 Prozent e<strong>in</strong> entsprechendes Projekt zur Qualitätssteigerung<br />

auf Schiene gebracht. Lediglich 20 Prozent wie<strong>der</strong>um schätzen ihre<br />

bestehenden Initiativen<br />

als zukunftsträchtig e<strong>in</strong>.<br />

Für bessere Resultate<br />

setzen Manager zuerst<br />

auf e<strong>in</strong>e Verbesserung<br />

<strong>der</strong> Cross Channel- und<br />

Onl<strong>in</strong>e-Kundenunterstützung<br />

sowie das E<strong>in</strong>kaufserlebnis.<br />

Hoffnung<br />

existiert: Die Befragten<br />

gaben an, ihre Ausgaben<br />

für wirksame Technologien<br />

um rund 15 Prozent<br />

<strong>in</strong> den nächsten<br />

beiden Jahren steigern<br />

zu wollen.<br />

MOBILFUNK-MARKT<br />

AKTIVE TEILNAHME<br />

Der Wettbewerb am Moblfunkmarkt<br />

ist enorm, die Macher<br />

müssen auf <strong>der</strong> Suche<br />

nach dem Kunden immer neue<br />

spektakuläre Ideen f<strong>in</strong>den. T-<br />

Mobile erprobt werbliche Effekte<br />

mit e<strong>in</strong>em von Film-Fans<br />

mitgestalteten Streifen namens<br />

"Move On": Im Roadmovie<br />

reist Mads Mikkelsen als<br />

Geheimagent durch acht Län<strong>der</strong><br />

und muss e<strong>in</strong>en mysteriösen<br />

Koffer zu e<strong>in</strong>em unbekannten<br />

Ort br<strong>in</strong>gen. Von <strong>der</strong><br />

Vorproduktion bis zu den<br />

Dreharbeiten hatten C<strong>in</strong>easten<br />

aus Europa die Chance zur aktiven Teilnahme. Von Plakatmotiven<br />

über kle<strong>in</strong>e Neben- und Statistenrollen bis h<strong>in</strong> zur Musik<br />

konnten sie sich e<strong>in</strong>br<strong>in</strong>gen. Onl<strong>in</strong>e bewarben sich auch mehrere<br />

Tausend mit Bild und Ton. Das Resultat ist onl<strong>in</strong>e unter www.move-on-film.at<br />

abrufbar und entspricht dem allgeme<strong>in</strong>en Zug <strong>in</strong><br />

Richtung Mitmach-Kundenb<strong>in</strong>dung, auf die Experten immer stärker<br />

h<strong>in</strong>weisen. Denn die E<strong>in</strong>beziehung von Konsumenten stellt<br />

stärkere Identifikation mit Marken ebenso <strong>in</strong> Aussicht wie stärkere<br />

Loyalität von Ziegruppen - für die tägliche Action am Markt.<br />

RETRO-UMSATZ<br />

EISIGES GESCHÄFT<br />

Nostalgie bleibt e<strong>in</strong>e stabile Bus<strong>in</strong>esswährung.<br />

Denn Retrostrategien punkten immer<br />

wie<strong>der</strong>, <strong>der</strong> Emotionskäufer br<strong>in</strong>gt Geld, wie<br />

auch das Beispiel Schwedenbomben zeigt.<br />

Jetzt sorgen über 80.000 Facebook-Fans für<br />

das große Comeback e<strong>in</strong>er Eis-Legende: Tschisi<br />

kehrt zurück. Eskimo br<strong>in</strong>gt diesen kühlen<br />

Darl<strong>in</strong>g ab Anfang März wie<strong>der</strong> <strong>in</strong>s Regal. Alles<br />

begann im Oktober 2012 mit e<strong>in</strong>er Wette des<br />

Salzburger Radio-Journalisten Peter Brandlmayr<br />

mit e<strong>in</strong>em Freund, dass er es schaffen<br />

würde, mittels se<strong>in</strong>er eigens gegründeten Facebook-Seite<br />

"Wir wollen das Tschisi-Eis zurück"<br />

100.000 Fans zu gew<strong>in</strong>nen. Rebecca Wi<strong>der</strong><strong>in</strong>,<br />

Strategische Leitung bei Eskimo: "Wir<br />

haben die Gruppe und alle damit verbundenen<br />

Aktivitäten laufend verfolgt. Wahns<strong>in</strong>n,<br />

was da passiert“. Es gibt nur e<strong>in</strong>en e<strong>in</strong>zigen<br />

Wermutstropfen - aufgrund des massiven<br />

Wunsches e<strong>in</strong>er Wie<strong>der</strong>e<strong>in</strong>führung noch <strong>in</strong><br />

dieser Saison muss <strong>der</strong> Konsument auf die<br />

kultigen Löcher im Eis verzichten. Denn jene<br />

Masch<strong>in</strong>e, mit <strong>der</strong> <strong>in</strong> den 1990er Jahren produziert<br />

wurde, existiert <strong>in</strong>zwischen nicht<br />

mehr.<br />

Imke Keicher,<br />

Capgem<strong>in</strong>i Consult<strong>in</strong>g<br />

66 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


FINANZ-BERATUNG<br />

SOZIAL RENTABEL<br />

MEGA-TRENDS<br />

GESUNDER SPIELTRIEB<br />

"Die FiNUM Private F<strong>in</strong>ance AG soll <strong>in</strong> 200 Jahren immer noch<br />

bestehen", erklärte CEO Ali Eralp se<strong>in</strong>e Vision bei <strong>der</strong> Unternehmenspräsentation.<br />

Der Anspruch ist nicht ohne: Dienstleistung,<br />

Werte und berufliche Ethik sollen vere<strong>in</strong>t werden und gleichzeitig<br />

sozial sowie rentabel se<strong>in</strong>. E<strong>in</strong>e Absage erteilt wird dem Trend zur<br />

Ich-AG gemäß dem Credo: "Wenn je<strong>der</strong> auf sich schaut, ist für alle<br />

gesorgt". Der unternehmerische <strong>Fokus</strong> liegt daher gemäß den Verantwortlichen<br />

nicht auf e<strong>in</strong>seitiger F<strong>in</strong>anz-, son<strong>der</strong>n auf möglichst<br />

umfassen<strong>der</strong> ganzheitlicher Lebensberatung. Diese Perspektive<br />

manifestiert sich im Maßnahmenpaket "Lebensretter 360Grad",<br />

bei dem sich FiNUM im Rahmen se<strong>in</strong>er Zielgruppenstrategie für<br />

die Bewusstse<strong>in</strong>sschaffung und Bekämpfung aktueller gesellschaftlicher<br />

Problembereiche e<strong>in</strong>setzt, frei nach dem Motto: "Wir<br />

schaffen Vorteile für Menschen und die Gesellschaft".<br />

Das Agentur-<br />

Network JWT<br />

verweist auf<br />

Schlüsseltrends<br />

2013. E<strong>in</strong>e betrifft<br />

das Smartphone<br />

als Universalgerät:<br />

Die<br />

technologische<br />

Entwicklung<br />

macht aus dem<br />

Telefon e<strong>in</strong>en<br />

„persönlichen<br />

Jörg Spreitzer, JWT Wien F<strong>in</strong>gerabdruck“,<br />

<strong>der</strong> als Kommunikator,<br />

Organisator<br />

und Navigator ebenso dient wie als Ausweis, Schlüssel o<strong>der</strong><br />

Geldtasche. Verstärkt wird jene Option noch von <strong>der</strong> Ausbreitung<br />

<strong>in</strong>telligenter Alltagsgegenstände. Mit Uhren, Brillen o<strong>der</strong><br />

Laufschuhen lässt sich künftig via Smartphone <strong>in</strong>teragieren.<br />

Dies ermöglicht völlig neue Möglichkeiten im Alltag, wie etwa<br />

e<strong>in</strong>e Verschmelzung von unterschiedlichen Verkaufskanälen.<br />

Über mobile Technologien wird Shopp<strong>in</strong>g immer und überall<br />

möglich. Weiter soll das Bewusstse<strong>in</strong> für Stress wachsen. Regierungen<br />

und Betriebe erkennen die mediz<strong>in</strong>ischen und f<strong>in</strong>anziellen<br />

Folgen und müssen Gegenstrategien entwickeln, Umgekehrt<br />

orten Menschen stärker den Konnex von Gesundheit und Glück.<br />

E<strong>in</strong>e Erkenntniss ist das Anerkennen von „Spielen“ als Wettbewerbsvorteil.<br />

Chefs und Personal sehen die Chance nicht zielgerichteter<br />

Tätigkeiten für Phantasie, Kreativität und Innovation.<br />

LEBENSMITTEL-HANDEL<br />

OPTIMIERTER AUFTRITT<br />

Responsive Webdesign beschäftigt momentan die Strategen.<br />

Dabei geht es um die Fähigkeit, e<strong>in</strong>e Site an verschiedene Geräte<br />

grafisch anzupassen - egal ob iPad, Tablet, Computer o<strong>der</strong> Handy.<br />

Das Design muss überall stimmen, die Bedienung <strong>der</strong> Homepge<br />

soll problemlos funktionieren ohne Entwicklung spezieller Versionen.<br />

clever, die Eigenmarke <strong>der</strong> REWE International AG, geht jenen<br />

Weg bei se<strong>in</strong>er Internetpräsentation cleverkaufen.at, realisiert<br />

durch die Spezialisten von elements.at. Die H<strong>in</strong>tergründe s<strong>in</strong>d<br />

klar: Benutzer auf Informationssuche zeigen sich wenig erfreut,<br />

wenn auf ihrem Monitor die Seite nicht passt – was ke<strong>in</strong>eswegs<br />

imageför<strong>der</strong>nd se<strong>in</strong> dürfte. Deshalb reagieren viele Firmmen und setzen so auf e<strong>in</strong>en zusätzlichen Servicefaktor. Melissa Scherr,<br />

Markenleitung clever: "Das unsere Inhalte nicht <strong>in</strong>dividuell für die unterschiedlichen Endgeräte aufbereitet, gewartet und gefüllt<br />

werden müssen, sorgt für e<strong>in</strong>e e<strong>in</strong>heitliche L<strong>in</strong>ie des Onl<strong>in</strong>e-Auftritts und ergibt zugleich wertvolle Zeitersparnis."<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 67


WIRTSCHAFT & FINANZEN<br />

Text Christian Prenger<br />

Fotos Oracle, Shutterstock<br />

NEUE VERBRAUCHERSTRATEGIEN<br />

MEHR SERVICE,<br />

MEHR GELD<br />

Für nachhaltig bessere Kundenorientierung würden 81 Prozent <strong>der</strong> europäischen<br />

Verbraucher mehr bezahlen, verkündet e<strong>in</strong>e Studie. Matte Kauferlebnisse werden<br />

h<strong>in</strong>gegen mit <strong>der</strong> Abwan<strong>der</strong>ung zur Konkurrenz bestraft.<br />

SPENDABLE KÄUFER. Klassische Leitpr<strong>in</strong>zipien<br />

dürften sich <strong>in</strong> <strong>der</strong> Wirtschaft<br />

noch rentieren, zum<strong>in</strong>dest was den Stehsatz<br />

vom „König Kunden“ betrifft. E<strong>in</strong>e<br />

Studie des IT-Konzerns Oracle namens<br />

„Why Costumer Satisfaction is No Longer<br />

Good Enough“ zeigt, dass 81 Prozent aller<br />

europäischen Verbraucher bereit s<strong>in</strong>d, für<br />

e<strong>in</strong> herausragendes E<strong>in</strong>kaufserlebnis<br />

mehr zu bezahlen. 44 Prozent würden sogar<br />

e<strong>in</strong>en Aufschlag von über fünf Prozent<br />

akzeptieren. Für diese Untersuchung wur-<br />

den durch das unabhängige Marktforschungsunternehmen<br />

Loudhouse 1.400<br />

Onl<strong>in</strong>e-Shopper am alten Kont<strong>in</strong>ent befragt,<br />

die sich <strong>in</strong> jüngster Vergangenheit<br />

mit e<strong>in</strong>er Anfrage o<strong>der</strong> Beschwerde an<br />

e<strong>in</strong>e Servicestelle von Unternehmen gewandt<br />

haben. Die Essenz lässt kaum Fragen<br />

offen: Kundenorientierung kann zu<br />

e<strong>in</strong>em wesentlichen Treiber werden, um<br />

sich als Marke vom Wettbewerb zu differenzieren,<br />

<strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er globalisierten<br />

Wirtschaft, <strong>in</strong> <strong>der</strong> Waren und Services<br />

zunehmend vergleichbarer werden,<br />

lautet das Credo. Die Verbraucher wissen<br />

gleichzeitig, wo <strong>der</strong> strategische Hebel anzusetzen<br />

ist. Für den tieferen Griff <strong>in</strong> die<br />

Geldbörse s<strong>in</strong>d aus Sicht <strong>der</strong> Akteure e<strong>in</strong>e<br />

grundlegende Verbesserung des gesamten<br />

E<strong>in</strong>kaufserlebnisses sowie schneller Zugang<br />

zu wichtiger Information erfor<strong>der</strong>lich.<br />

Für Manager ergeben sich Perspektiven<br />

wie optimierte Nutzung <strong>der</strong> ansonsten<br />

gefürchteten Wan<strong>der</strong>bewegung: Außer<br />

für neuen Umsatz sorgt gute Beziehungs-<br />

68 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


Die Mühe lohnt sich – bessere Kundenorientierung hilft dem Umsatz.<br />

pflege auch dafür, dass bestehende<br />

E<strong>in</strong>nahmekanäle erhalten bleiben. Denn<br />

70 Prozent s<strong>in</strong>d nach dem Shopp<strong>in</strong>g nicht<br />

mehr zurückgekehrt – aufgrund e<strong>in</strong>er negativen<br />

Erfahrung. 92 Prozent <strong>der</strong> Unzufriedenen<br />

beehrten dann gleich direkt die<br />

Konkurrenz mit ihrem jeweiligen Haushaltsbudget.<br />

Was gerne als mangelnde<br />

Loyalität <strong>in</strong>terpretiert wird, sche<strong>in</strong>t aber<br />

oft hausgemacht zu se<strong>in</strong>. Nur knapp e<strong>in</strong><br />

Viertel gab an, jedes Mal positive Gefühle<br />

beim Shopp<strong>in</strong>g verspürt zu haben. Was<br />

jedoch als relevante Chance für Marken<br />

gilt, Mitbewerbern durch bessere Kundenerfahrung<br />

hart umkämpfte Marktanteile<br />

entsprechend abzuluchsen.<br />

LEICHTE KOMMUNIKATION. Die Teilnehmer<br />

knüpfen ihre Investitionsfreudigkeit<br />

jedoch an die Erfüllung bestimmter<br />

nicht ganz unbekannter Bedürfnisse wie<br />

e<strong>in</strong>e generelle Verbesserung <strong>der</strong> Shopp<strong>in</strong>g-Erfahrung.<br />

E<strong>in</strong> weiterer Punkt betrifft<br />

die Möglichkeit, Fragen leicht stellen<br />

zu können und problemlosen Zugang<br />

zu Informationen vor dem Erwerb. E<strong>in</strong>fache<br />

Regeln für Rückgabe und Umtausch,<br />

umfassende Verbesserung <strong>der</strong> Benutzerführung<br />

von Websites samt Suchfunktionen<br />

sowie das personalisierte<br />

E<strong>in</strong>kaufserlebnis runden die Zielgruppen-<br />

Wunschliste ab.<br />

Handlungsbedarf dürfte ohneh<strong>in</strong> gegeben<br />

se<strong>in</strong>. 82 Prozent <strong>der</strong> Befragten vermerkten,<br />

dass es für sie e<strong>in</strong>e negative Erfahrung<br />

war, mit dem Unternehmen <strong>in</strong> Kontakt<br />

zu treten. Daraus schließen die<br />

Autoren, dass Loyalität zur Marke und<br />

e<strong>in</strong>fache Kommunikation sehr eng mite<strong>in</strong>an<strong>der</strong><br />

verbunden s<strong>in</strong>d. Für ihre Problemlösung<br />

mussten 26 Prozent auf verschiedenen<br />

Wegen den Kontakt suchen.<br />

24 Prozent benötigten mehrfach unterschiedliche<br />

Kanäle – somit sche<strong>in</strong>t es<br />

nötig, Hürden gezielt zu beseitigen.<br />

SOZIALE DEFIZITE, Die Studie enthüllt<br />

außerdem, dass viele Macher Social <strong>Media</strong><br />

trotz des allgeme<strong>in</strong>en Hypes noch immer<br />

nicht richtig e<strong>in</strong>setzen, um die Klientel<br />

bei Laune zu halten. Nur 46 Prozent <strong>der</strong><br />

Befragten gaben an, auf e<strong>in</strong>e Veröffentlichung<br />

im Web 2.0. auch e<strong>in</strong>e Antwort<br />

erhalten zu haben. 79 Prozent waren sehr<br />

ungehalten, als die Reaktion überhaupt<br />

nicht zur Problemlösung beitrug. Danny<br />

Rippon, CRM Bus<strong>in</strong>ess Solutions Director<br />

bei Oracle: „Richtige Kundenorientierung<br />

hilft dabei, den Umsatz zu steigern und<br />

Marktanteile von Mitbewerbern zu gew<strong>in</strong>nen.<br />

Mit e<strong>in</strong>er durchgängigen und<br />

vernetzten Erfahrung über alle Kontaktpunkte<br />

h<strong>in</strong>weg, e<strong>in</strong>schließlich soziale Medien,<br />

können sich Firmen unterscheidbar<br />

machen und unbezahlbares Markenkapital<br />

aufbauen.“ Warnende Stimmen speziell<br />

<strong>in</strong> Richtung des Mitmach-Netzes waren<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Vergangenheit ohneh<strong>in</strong> nicht<br />

selten – so wie jene <strong>der</strong> Unternehmensberatung<br />

A.T. Kearney mit e<strong>in</strong>er Analyse:<br />

Die meisten <strong>in</strong>ternationalen Marken nutzen<br />

Facebook primär für E<strong>in</strong>wegkommunikation<br />

und vergeuden die Möglichkeiten<br />

für Kundenbeziehungen. So blieben<br />

89 Prozent aller Nutzere<strong>in</strong>träge auf den<br />

Seiten führen<strong>der</strong> Marken unbeantwortet.<br />

Mit e<strong>in</strong>er Ausnahme hatten sogar sämtliche<br />

Top-Brands ihre P<strong>in</strong>nwand via Filter<br />

gesperrt. Als wesentlichen Grund nannten<br />

die Spezialisten die latente Sorge vor<br />

dem Kontrollverlust. Positive Resonanz<br />

ernten auf <strong>der</strong> Plattform h<strong>in</strong>gegen jene,<br />

die e<strong>in</strong>e emotionale Verb<strong>in</strong>dung zum<br />

Benutzer aufbauen – was nicht nur die<br />

Bereitstellung von Budget und Personal<br />

erfor<strong>der</strong>t, son<strong>der</strong>n gleichermaßen e<strong>in</strong>e<br />

ganzheitliche Sichtweise. Rippon: „Absolut<br />

grundlegend ist es, dass Systeme, die<br />

für Kundenorientierung sorgen, sowohl<br />

die Auftragsabwicklung als auch den Service<br />

unterstützen, so wie es gefor<strong>der</strong>t<br />

wird. Zu je<strong>der</strong> Zeit muss es Kunden so<br />

e<strong>in</strong>fach wie möglich gemacht werden, mit<br />

e<strong>in</strong>em Betrieb zu kommunizieren. Das ist<br />

<strong>der</strong> Schlüssel, um neue Käufer zu gew<strong>in</strong>nen<br />

und ebenfalls bestehende langfristig<br />

zu b<strong>in</strong>den.“<br />

Offen bleibt die Frage nach <strong>der</strong> Bewusstse<strong>in</strong>sbildung.<br />

E<strong>in</strong>e weitere Oracle-Analyse<br />

unter europäischen Führungskräften<br />

zeigt nämlich, dass <strong>der</strong> durchschnittliche<br />

Umsatzverlust durch e<strong>in</strong>e schlechte Kundenorientierung<br />

18 Prozent beträgt.<br />

Trotz <strong>der</strong> Auswirkungen haben nur 36<br />

Prozent <strong>der</strong> Befragten e<strong>in</strong> Projekt zur<br />

Kundenorientierung <strong>in</strong> die Wege geleitet.<br />

Lediglich 20 Prozent schätzen ihre Initiativen<br />

für e<strong>in</strong>e Optimierung als zukunftsträchtig<br />

e<strong>in</strong>. Generell hat das große Nachdenken<br />

begonnen, wie man mit dem<br />

Kunden umgeht <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er rasant verän<strong>der</strong>ten<br />

Welt. Smartphones, Tablets, Facebook<br />

– neue Kontaktkanäle setzen Manager<br />

unter Druck. E<strong>in</strong>e Kernfrage betrifft die<br />

wachsende Zahl sogenannter Touchpo<strong>in</strong>ts,<br />

die reale und digitalen Berührungspunkte<br />

mit den Kunden verknüpfen<br />

– nicht zuletzt h<strong>in</strong>sichtlich <strong>der</strong> effizienten<br />

Monetarisierung. Antworten liefern<br />

möchte etwa das Buch „Touchpo<strong>in</strong>ts“ von<br />

Anne M. Schüller, Expert<strong>in</strong> für Loyalitätsmarket<strong>in</strong>g.<br />

Dabei wird auch erläutert, wie<br />

Social Networks funktionieren und wie<br />

Führungskräfte e<strong>in</strong>e neue völlig Verkaufsmannschaft<br />

aus Fans, Multiplikatoren<br />

und Mundpropagandisten für ihr Geschäft<br />

kreieren können. Da nehmen wohl<br />

auch toughe Manager sehr gerne e<strong>in</strong>e<br />

kundenfreundliche Position e<strong>in</strong> ... <br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013 FOKUS 69


WIRTSCHAFT & FINANZEN<br />

Text Gerhard Gangelberger<br />

Fotos Shutterstock<br />

AKTIENGESELLSCHAFT<br />

IM VORDERGRUND<br />

STEHT DIE KAPITAL-<br />

SAMMELFUNKTION<br />

Die Aktiengesellschaft unterscheidet sich wesentlich von eigentümerlosen Rechtsgebilden.<br />

DIE AKTIENGESELLSCHAFT ALS KAPI-<br />

TALGESELLSCHAFT. Die Aktiengesellschaft<br />

ist e<strong>in</strong>e Kapitalgesellschaft. Gesellschaften<br />

haben m<strong>in</strong>destens e<strong>in</strong>en Eigentümer.<br />

Dies gilt allerd<strong>in</strong>gs nur für Kapitalgesellschaften,<br />

nämlich Gesellschaft mit<br />

beschränkter Haftung (GmbH, früher Ges.<br />

m. b. H.) und Aktiengesellschaft (AG), da<br />

hier an<strong>der</strong>s als bei Personengesellschaften<br />

auch E<strong>in</strong>manngesellschaften zulässig s<strong>in</strong>d.<br />

Dies unterscheidet sie wesentlich von eigentümerlosen<br />

Rechtsgebilden wie Privatstiftung<br />

und Sparkasse. Alle Gesellschaften<br />

s<strong>in</strong>d durch geme<strong>in</strong>sames zielorientiertes<br />

Handeln gekennzeichnet. Dies unterscheidet<br />

sie von schlichten Rechtsgeme<strong>in</strong>schaften,<br />

wie Erbengeme<strong>in</strong>schaft, Hauseigen-<br />

tümergeme<strong>in</strong>schaft etc., welche durch<br />

bloßes „Haben“ ohne „geme<strong>in</strong>sames Wirken“<br />

gekennzeichnet s<strong>in</strong>d. Kapitalgesellschaften<br />

s<strong>in</strong>d Körperschaften und daher<br />

juristische Personen. Sie s<strong>in</strong>d auch Unternehmer<br />

kraft Rechtsform. Dieser Artikel<br />

bezieht sich, wenn nicht an<strong>der</strong>s erwähnt,<br />

auf die österreichische AG, die deutsche AG<br />

kommt dieser sehr nahe, das Kapitalgesellschaftsrecht<br />

an<strong>der</strong>er Staaten weicht oft<br />

erheblich ab.<br />

GESCHICHTE. Schon <strong>in</strong> <strong>der</strong> Antike gab es<br />

wirtschaftliche Zusammenschlüsse. Im<br />

Mittelalter gab es im Bergbau frühe Formen<br />

von Kapitalgesellschaften. Als erste<br />

echte Aktiengesellschaft sehen Wirtschaftshistoriker<br />

vielfach die am 20. März<br />

1602 gegründete Nie<strong>der</strong>ländische Ost<strong>in</strong>dien-Handelsgesellschaft<br />

VOC. Der gewaltige<br />

Kapitalbedarf für Erwerb und<br />

Unterhalt e<strong>in</strong>er großen Handelsflotte, für<br />

Errichtung und Unterhalt von Häfen und<br />

Stützpunkten, für den Unterhalt von<br />

Kriegsflotte und Landtruppen, für die<br />

teils kriegerische, teils friedliche Inbesitznahme<br />

weiter Län<strong>der</strong> wie Kapkolonie,<br />

Ceylon, Nie<strong>der</strong>ländisch Indien, heute Indonesien,<br />

legte die Aktiengesellschaft<br />

nahe. Die <strong>in</strong>dustrielle Revolution, <strong>der</strong> Bau<br />

von Eisenbahnen, Schiffsbau, die Gründung<br />

neuer Banken führten zu e<strong>in</strong>er starken<br />

Zunahme dieser Gesellschaftsform.<br />

An <strong>der</strong> Wiener Börse notierte als erste<br />

70 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


Die erste Aktiengesellschaft war die 1602 gegründete Nie<strong>der</strong>ländische Ost<strong>in</strong>dien-Handelsgesellschaft VOC.<br />

Aktiengesellschaft 1818 die Oesterreichische<br />

Nationalbank. Viele als E<strong>in</strong>zelunternehmen<br />

gegründete Großbetriebe wurden<br />

<strong>in</strong> Aktiengesellschaften umgewandelt,<br />

um Expansionen zu f<strong>in</strong>anzieren.<br />

RECHTLICHE GRUNDLAGEN. Die wesentliche<br />

rechtliche Grundlage bildet das<br />

Bundesgesetz über Aktiengesellschaften<br />

(Aktiengesetz – AktG). Da die Aktiengesellschaft<br />

Unternehmer kraft Rechtsform ist,<br />

kommt auch dem Unternehmensgesetzbuch<br />

Bedeutung zu. Für öffentlich angebotene<br />

und gehandelte Aktien gelten Kapitalmarktgesetz,<br />

Wertpapieraufsichtsgesetz und<br />

F<strong>in</strong>anzmarktaufsichtsbehördengesetz, für<br />

börsenotierte Aktien weiters das Börsegesetz<br />

und das Übernahmegesetz. Die Entsendung<br />

von Arbeitnehmervertretern <strong>in</strong><br />

den Aufsichtsrat ist im Arbeitsverfassungsgesetz<br />

geregelt. Den Ausschluss von M<strong>in</strong><strong>der</strong>heitsgesellschaftern<br />

regelt das Gesellschafterausschlussgesetz.<br />

Natürlich gilt<br />

auch das ABGB.<br />

AKTIEN. § 1 AktG def<strong>in</strong>iert: „Die Aktiengesellschaft<br />

ist e<strong>in</strong>e Gesellschaft mit eigener<br />

Rechtspersönlichkeit, <strong>der</strong>en Gesellschafter<br />

mit E<strong>in</strong>lagen auf das <strong>in</strong> Aktien zerlegte<br />

Grundkapital beteiligt s<strong>in</strong>d, ohne persönlich<br />

für die Verb<strong>in</strong>dlichkeiten <strong>der</strong> Gesellschaft<br />

zu haften.“ Hier wird Aktie als Anteil<br />

am Grundkapital def<strong>in</strong>iert. Möglich s<strong>in</strong>d<br />

Nennbetrags- und Stückaktien. Letztere<br />

haben ke<strong>in</strong>en Nennbetrag <strong>in</strong> Geld, son<strong>der</strong>n<br />

jede Stückaktie ist <strong>in</strong> gleichem Umfang am<br />

Grundkapital beteiligt. Zweitens bedeutet<br />

Aktie die Mitgliedschaft an <strong>der</strong> Aktiengesellschaft<br />

im S<strong>in</strong>ne <strong>der</strong> damit verbundenen<br />

Aktionärsrechte und -pflichten. Hier lassen<br />

sich verschiedene Aktiengattungen unterscheiden,<br />

mit denen unterschiedliche<br />

Rechte und Pflichten verbunden s<strong>in</strong>d, etwa<br />

wie Stamm- und Vorzugsaktien. Drittens<br />

bedeutet Aktie das Wertpapier im engeren<br />

S<strong>in</strong>n, also die Aktienurkunde. Hier wird<br />

nach Aktientypen unterschieden, die ke<strong>in</strong>e<br />

unterschiedliche Rechtsstellung begründen,<br />

wie etwa Inhaber- und Namensaktien.<br />

GRÜNDUNG. Die AG als juristische Person<br />

entsteht mit <strong>der</strong> E<strong>in</strong>tragung <strong>in</strong>s Firmenbuch.<br />

Die Gründung selbst ist e<strong>in</strong> mehrstufiger,<br />

gesetzlich genau geregelter Vorgang.<br />

Fakultativ kann e<strong>in</strong> Vorgründungsvertrag<br />

abgeschlossen werden. Zw<strong>in</strong>gend vorgeschrieben<br />

ist die Feststellung <strong>der</strong> Satzung<br />

durch die o<strong>der</strong> den Grün<strong>der</strong> <strong>in</strong> Form e<strong>in</strong>es<br />

Notariatsakts. Bei mehreren Grün<strong>der</strong>n ist<br />

die Satzung <strong>der</strong> Gesellschaftsvertrag, bei<br />

e<strong>in</strong>er E<strong>in</strong>manngründung kommt es an stelle<br />

des Vertrags zu e<strong>in</strong>er Errichtungs erklärung.<br />

Notwendige Inhalte <strong>der</strong> Satzung s<strong>in</strong>d: Firma<br />

und Sitz <strong>der</strong> Gesellschaft; Unternehmensgegenstand;<br />

Höhe des Grundkapitals;<br />

Informationen darüber, ob das Grundkapital<br />

<strong>in</strong> Nennbetrags- o<strong>der</strong> Stückaktien zerlegt<br />

ist (bei Nennbetragsaktien zusätzlich<br />

die Nennbeträge <strong>der</strong> e<strong>in</strong>zelnen Aktien, bei<br />

Stückaktien <strong>der</strong>en Zahl) und weiters, ob Inhaber-<br />

o<strong>der</strong> Namensaktien ausgegeben<br />

werden (die gleichzeitige Ausgabe bei<strong>der</strong><br />

Aktientypen ist zulässig); die Art <strong>der</strong> Zusammensetzung<br />

das Vorstandes; die Namen<br />

<strong>der</strong> Grün<strong>der</strong>. Dann folgt die Übernahme<br />

<strong>der</strong> Aktien durch die o<strong>der</strong> den Grün<strong>der</strong><br />

als E<strong>in</strong>heitsgründung. Das heißt, die o<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> Grün<strong>der</strong> übernehmen alle Aktien und<br />

sichern so die Aufbr<strong>in</strong>gung des gesamten<br />

Grundkapitals. Mit <strong>der</strong> Feststellung <strong>der</strong><br />

Satzung und <strong>der</strong> Übernahme <strong>der</strong> Aktien<br />

entsteht die Vorgesellschaft. Der nächste<br />

Schritt ist die Bestellung des ersten Aufsichtsrates<br />

und des ersten Abschlussprüfers<br />

durch die Grün<strong>der</strong>. Der Aufsichtsrat<br />

bestellt den ersten Vorstand. Die Grün<strong>der</strong><br />

erstatten e<strong>in</strong>en Gründungsbericht, <strong>der</strong> von<br />

Vorstand und Aufsichtsrat geprüft wird.<br />

Nach Stellung des Antrags auf Bemessung<br />

<strong>der</strong> Gesellschaftssteuer (Kapitalverkehrssteuer)<br />

und E<strong>in</strong>holung <strong>der</strong> steuerlichen Unbedenklichkeitsbesche<strong>in</strong>igung<br />

erfolgt die<br />

Anmeldung <strong>der</strong> AG zur E<strong>in</strong>tragung <strong>in</strong>s Firmenbuch<br />

durch alle Grün<strong>der</strong>, Vorstandsund<br />

Aufsichtsratsmitglie<strong>der</strong>. Nach positiver<br />

Prüfung durch das Firmenbuchgericht<br />

erfolgt die E<strong>in</strong>tragung <strong>in</strong>s Firmenbuch, darauf<br />

die Ver öffentlichung <strong>der</strong> E<strong>in</strong>tragung im<br />

„Amtsblatt <strong>der</strong> Wiener Zeitung“.<br />

ORGANE DER AG. Die AG kennt vier obligatorische<br />

Organe: Vorstand, Aufsichtsrat,<br />

Hauptversammlung und Abschlussprüfer.<br />

Dem Vorstand obliegt die Geschäftsführung<br />

und Vertretung, wobei er<br />

gegenüber den Gesellschaftern weisungsfrei<br />

und <strong>in</strong> <strong>der</strong> Regel Drittorgan ist. Der<br />

Aufsichtsrat ist für die Bestellung, Abberufung<br />

und Kontrolle des Vorstandes sowie<br />

für die Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses,<br />

des Lageberichts und des<br />

Gew<strong>in</strong>nverteilungsvorschlags zuständig.<br />

Weiters hat er die Zustimmungsbefugnis<br />

für bestimmte Geschäfte, wie Erwerb und<br />

Veräußerung von Beteiligungen und Liegenschaften.<br />

Die Hauptversammlung ist<br />

für Bestellung und Abberufung des Aufsichtsrats<br />

und des Abschlussprüfers zuständig.<br />

Weitere Aufgaben s<strong>in</strong>d die Beschlussfassung<br />

über Satzungsän<strong>der</strong>ungen<br />

(etwa Kapitalerhöhung und -herabsetzung)<br />

und Gew<strong>in</strong>nverteilung. Der Abschlussprüfer<br />

ist für die Prüfung des Jahresabschlusses<br />

und des Lageberichtes<br />

zuständig, die sich darauf zu erstrecken<br />

hat, ob die gesetzlichen Vorschriften für<br />

die Rechnungslegung und die Bestimmungen<br />

<strong>der</strong> Satzung beachtet worden<br />

s<strong>in</strong>d. Die Abschlussprüfung endet mit <strong>der</strong><br />

Vorlage e<strong>in</strong>es schriftlichen Prüfungsberichts<br />

und <strong>der</strong> Erteilung des Bestätigungsvermerks.<br />

Abschlussprüfer können Wirtschaftsprüfer<br />

o<strong>der</strong> Wirtschaftsprüfungsgesellschaften<br />

se<strong>in</strong>.<br />

SPERRMINORITÄT, SQUEEZE-OUT, FORM-<br />

ÄNDERNDE UMWANDLUNG UND LIQUI-<br />

DATION. Beschlüsse betreffend Satzungsän<strong>der</strong>ungen,<br />

zum Beispiel Kapitalerhöhung<br />

und Kapitalherabsetzung, bedürfen<br />

im Regelfall e<strong>in</strong>er Dreiviertelmehrheit.<br />

Somit können alle diese Beschlüsse mit<br />

e<strong>in</strong>em Aktienanteil von e<strong>in</strong>em Viertel plus<br />

e<strong>in</strong>er Aktie verh<strong>in</strong><strong>der</strong>t werden. Daher<br />

spricht man hier von e<strong>in</strong>er Sperrm<strong>in</strong>orität.<br />

Auf Verlangen e<strong>in</strong>es Hauptgesellschafters<br />

– Beteiligung von m<strong>in</strong>destens<br />

90 Prozent – kann die Hauptversammlung<br />

die Übertragung <strong>der</strong> Anteile <strong>der</strong> übrigen<br />

Gesellschafter auf den Hauptgesellschafter<br />

gegen Gewährung e<strong>in</strong>er angemessenen<br />

Barabf<strong>in</strong>dung beschließen –<br />

„Squeeze-out“. Formän<strong>der</strong>nde Umwandlung<br />

bedeutet die Än<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Rechtsform<br />

von <strong>der</strong> AG <strong>in</strong> e<strong>in</strong>e GmbH. Durch<br />

Beschluss <strong>der</strong> Hauptversammlung o<strong>der</strong> <strong>in</strong><br />

<strong>der</strong> Satzung vorgesehen Zeitablauf kann<br />

die AG liquidiert und <strong>der</strong> Erlös anteilsmäßig<br />

an die Aktionäre verteilt werden.<br />

STEUERLICHE BEHANDLUNG. Der als<br />

Dividende bezeichnete Gew<strong>in</strong>nanteil ist<br />

mit 25 Prozent KESt zu versteuern. Dies<br />

gilt auch unabhängig von je<strong>der</strong> Behaltedauer<br />

für lukrierte Kursgew<strong>in</strong>ne. <br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 71


WIRTSCHAFT & FINANZEN<br />

Text Stephan Eberhardt<br />

Foto Shutterstock<br />

STEUERRECHT FÜR IMMOBILIEN NEU<br />

ÄNDERUNG<br />

DER UMSATZSTEUER-<br />

REGELUNG<br />

Das Stabilitätsgesetz 2012 hat auch Neuerungen im Bereich <strong>der</strong> Umsatzsteuer im H<strong>in</strong>blick auf<br />

Immobilien gebracht. Der Vorsteuerberichtigungszeitraum wurde auf 20 Jahre ausgedehnt und die<br />

Option zur Regelbesteuerung von Grundstücksumsätzen neu gestaltet. Die praktischen Auswirkungen<br />

<strong>der</strong> Neuregelungen bleiben abzuwarten.<br />

EINFÜHRUNG. Durch das Stabilitätsgesetz<br />

wurden nicht nur alle Veräußerungsvorgänge<br />

von Liegenschaften e<strong>in</strong>er neu gestalteten<br />

Steuerpflicht, <strong>der</strong> Immobilienertragsteuer,<br />

unterzogen. Mit <strong>der</strong> Erweiterung<br />

des Vorsteuerberichtigungszeitraums für<br />

Grundstücke von bisher 10 auf 20 Jahre<br />

und damit e<strong>in</strong>hergehend <strong>der</strong> Verlängerung<br />

<strong>der</strong> Aufbewahrungspflicht für grundstücksbezogene<br />

Aufzeichnungen auf 22<br />

Jahre sowie dem künftigen Abstellen bei<br />

zehn Jahren für auf die Anschaffungs-/<br />

Herstellungskosten, nachträgliche Anschaffungs-/Herstellungskosten,<br />

aktivierungspflichtige<br />

Aufwendungen und Großreparaturen<br />

entfallende Vorsteuerbeträge<br />

waren bisher bei Än<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> für den Vorsteuerabzug<br />

betreffenden Verhältnisse die<br />

geltend gemachten Vorsteuern pro rata zu<br />

berichtigen. Nach Ablauf dieses 10-Jahres-<br />

Zeitraums entfiel diese Berichtigungspflicht,<br />

unabhängig von <strong>der</strong> Gebäudenut<strong>der</strong><br />

Optionsregelung zur Regelbesteuerung<br />

für die Vermietung von Grundstücken<br />

bzw. Geschäftsräumen durch dessen Vermieter<br />

auf die Verwendung durch den Mieter<br />

als Leistungsempfänger wurden mit<br />

Wirkung ab dem 1. September 2012 auch<br />

wesentliche weitere Än<strong>der</strong>ungen e<strong>in</strong>geführt.<br />

VERLÄNGERUNG DES VORSTEUER-<br />

BERICHTIGUNGSZEITRAUMS. Innerhalb<br />

des Vorsteuerberichtigungszeitraums von<br />

72 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


Neue Umsatzsteuerregelung mit Erweiterung des Vorsteuerberichtigungszeitraums und Neuregelung <strong>der</strong> Regelbesteuerungsoption<br />

für Grundstücksumsätze br<strong>in</strong>gen weitere e<strong>in</strong>schneidende immobiliensteuerliche Än<strong>der</strong>ungen.<br />

zung (zum Beispiel steuerfreie Umsatzerzielung<br />

o<strong>der</strong> steuerfreier Verkauf). Dieser<br />

Vorsteuerberichtigungszeitraum wurde<br />

nunmehr auf 20 Jahre verlängert. Die neue<br />

Regelung gilt für Berichtigungen von Vorsteuerbeträgen<br />

betreffend nach dem 31.<br />

März 2012 zum ersten Mal im Unternehmen<br />

als Anlagevermögen verwendete o<strong>der</strong><br />

genutzte Grundstücke sowie bei Vermietung<br />

für Wohnzwecke mit Vere<strong>in</strong>barung<br />

über die Nutzungsüberlassung nach dem<br />

31. März 2012. Die Altregelung, das heißt<br />

<strong>der</strong> 10-Jahres-Vorsteuerberichtigungszeitraum,<br />

gilt für alle vor dem 1. April 2012 verwendeten<br />

o<strong>der</strong> genutzten Liegenschaften<br />

bzw. vere<strong>in</strong>barten Nutzungsüberlassungen<br />

für Wohnzwecke – „verwenden“ bzw. „nutzen“<br />

bedeutet <strong>in</strong> diesem Zusammenhang<br />

umsatzsteuerlich e<strong>in</strong>e faktische Innutzungsnahme.<br />

Ist dies vor dem 1. April 2012<br />

<strong>der</strong> Fall, so gilt für die auf Anschaffung bzw.<br />

Herstellung entfallenden Vorsteuern noch<br />

die Altregelung, und zwar ebenfalls bei späterem<br />

Mieterwechsel. Bei Verwendung<br />

bzw. Nutzung nach dem 31. März 2012 gilt<br />

dagegen die Neuregelung, es sei denn bei<br />

Nutzungsvere<strong>in</strong>barung für Wohnzwecke<br />

betreffend das Gebäude vor dem 1. April<br />

2012 (nicht jedoch wie<strong>der</strong>um bei späterem<br />

Mieterwechsel, mit <strong>der</strong> Folge <strong>der</strong> Geltung<br />

des 20-Jahres-Vorsteuerberichtigungszeitraums<br />

für den neuen Mietvertrag). Letztgenannte<br />

Privilegierung f<strong>in</strong>det für Geschäftsraummieten<br />

ke<strong>in</strong>e Anwendung.<br />

NEUREGELUNG DER OPTION ZUR UM-<br />

SATZSTEUERPFLICHT. E<strong>in</strong>e weitere wesentliche<br />

Neuerung än<strong>der</strong>t die Möglichkeit<br />

des Vermieters im H<strong>in</strong>blick auf die Option<br />

<strong>der</strong> umsatzsteuerpflichtigen Behandlung<br />

e<strong>in</strong>es Mietumsatzes. Bisher konnte <strong>der</strong> Vermieter<br />

die Option zur Regelbesteuerung<br />

ohne zeitliche B<strong>in</strong>dung ausüben, <strong>in</strong>dem er<br />

für den Vorsteuerabzug von den Anschaffungs-<br />

bzw. Errichtungskosten nur nachwies,<br />

dass e<strong>in</strong>e umsatzsteuerpflichtige Vermietung<br />

beabsichtigt ist. Nach <strong>der</strong><br />

Neuregelung geht dies bei Nachweis des<br />

Vermieters nur mehr, sofern <strong>der</strong> Mieter als<br />

Leistungsempfänger die Liegenschaft bzw.<br />

e<strong>in</strong>en baulich abgeschlossenen, selbstständigen<br />

Teil <strong>der</strong>selben nahezu ausschließlich<br />

für Umsätze verwendet, die gerade den<br />

Vorsteuerabzug nicht ausschließen. Die<br />

Optionsausübung ist daher abhängig von<br />

<strong>der</strong> Tätigkeit sowie damit verbundenen<br />

Umsätzen des Mieters. Die Neuregelung<br />

gilt aber im Wesentlichen nur für die Vermietung<br />

von Geschäftsräumlichkeiten. Die<br />

Vermietung von Grundstücken für Wohnzwecke<br />

(zum Beispiel Vorsorgewohnungen,<br />

zw<strong>in</strong>gend 10 % USt.), von Garagen etc.<br />

(zw<strong>in</strong>gend 20 % USt.) o<strong>der</strong> die Umsatzsteueroption<br />

bei Grundstücksumsätzen<br />

(Grundstücksverkauf) bleibt unberührt.<br />

E<strong>in</strong>e nahezu ausschließliche Verwendung<br />

bedeutet, dass die auf den Mietz<strong>in</strong>s entfallende<br />

Umsatzsteuer höchstens zu 5 %<br />

vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen wäre.<br />

Kann also im Ergebnis die Option nicht<br />

ausgeübt werden, so ist <strong>der</strong> Mietz<strong>in</strong>s ohne<br />

Umsatzsteuer bei gleichzeitiger Versagung<br />

des Vorsteuerabzugs anzusetzen. Es ist anzunehmen,<br />

dass Entsprechendes auch für<br />

Untermietverhältnisse gilt. H<strong>in</strong>sichtlich<br />

<strong>der</strong> Nachweispflicht muss <strong>der</strong> Vermieter<br />

wohl nicht laufend die Bücher bzw. monatlichen<br />

Umsatzsteuervoranmeldungen se<strong>in</strong>es<br />

Mieters kontrollieren. E<strong>in</strong>e klare Regelung<br />

erschwert hier praktisch die Kontrollmechanismen.<br />

In <strong>der</strong> Praxis <strong>der</strong> Vertragsgestaltung<br />

sieht man – wie zum Beispiel <strong>in</strong><br />

Deutschland –, dass Mietverträge Schadloshaltungspflichten<br />

<strong>der</strong> Mieter für den Fall<br />

enthalten, soweit Mieter unecht umsatzsteuerbefreite<br />

Umsätze tätigen sollten. Die<br />

Neuregelung ist auf Miet- und Pachtverhältnisse<br />

anzuwenden, die nach 31. August<br />

2012 beg<strong>in</strong>nen, wenn mit <strong>der</strong> Errichtung<br />

des Gebäudes durch den Unternehmer<br />

nicht bereits vor dem 1. September 2012<br />

begonnen wurde, und auf Wohnungseigentum,<br />

das nach dem 31. August 2012 erworben<br />

wurde. Als Beg<strong>in</strong>n <strong>der</strong> Errichtung<br />

gilt <strong>der</strong> Zeitpunkt, <strong>in</strong> dem bei erlangter<br />

Bau bewilligung mit <strong>der</strong> Bauausführung<br />

tatsächlich begonnen wird. Miet- und<br />

Pachtverhältnisse mit Beg<strong>in</strong>n vor dem<br />

1. September 2012 gelten als Altfall; Mietund<br />

Pachtverhältnisse mit Beg<strong>in</strong>n nach<br />

dem 31. August 2012 s<strong>in</strong>d dem gleichzuhalten,<br />

wenn mit <strong>der</strong> Errichtung des Gebäudes<br />

bis zum 31. August 2012 begonnen wurde,<br />

sonst gilt grundsätzlich die Neuregelung.<br />

AUFBEWAHRUNGSPFLICHT. H<strong>in</strong>zuweisen<br />

ist auch auf die Än<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Frist <strong>der</strong><br />

Belegaufbewahrungspflicht auf e<strong>in</strong>en Zeit-<br />

raum von 22 Jahren. Die Immobilien betreffende<br />

Dokumentation zur Geltendmachung<br />

des Vorsteuerabzugs wurde daher<br />

um zehn Jahre verlängert.<br />

AUSBLICK. Bedeutet bereits die Immobilienertragsteuer<br />

für Steuerpflichtige die<br />

Zurückführung nicht steuerverfangenen<br />

Immobilienvermögens <strong>in</strong> e<strong>in</strong>e Steuerpflicht,<br />

so br<strong>in</strong>gt die neue Umsatzsteuerregelung<br />

mit <strong>der</strong> Vorsteuerberichtigungszeitraumserweiterung<br />

auf 20 Jahre und <strong>der</strong><br />

Neuregelung <strong>der</strong> Regelbesteuerungsoption<br />

für Grundstücksumsätze weitere e<strong>in</strong>schneidende<br />

immobiliensteuerliche Än<strong>der</strong>ungen.<br />

Es bleibt abzuwarten, wie sich dies<br />

praktisch – auch auf die österreichische<br />

Immobilienwirtschaft – auswirken wird. <br />

DER AUTOR<br />

Dr. Stephan R. Eberhardt ist Rechtsanwalt<br />

(RAK Wien; RAK Nürnberg) und Head of<br />

Real Estate bei LANSKY, GANZGER +<br />

partner Rechtsanwälte GmbH. Er ist auf<br />

Immobilienrecht und Immobiliensteuerrecht<br />

spezialisiert.<br />

Dr. Stephan R. Eberhardt<br />

Rechtsanwalt und Head of Real Estate<br />

bei LANSKY, GANZGER + partner<br />

Rechtsanwälte GmbH<br />

A-1010 Wien, Biberstraße 5<br />

Tel. +43 (1) 533 33 30-0<br />

eberhardt@lansky.at<br />

www.lansky.at<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 73


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Rosemarie Liermann<br />

Fotos Beigestellt<br />

DEDON-KOLLEKTION<br />

TRIBECA<br />

NEWS<br />

Die jüngste Kollektion von Richard<br />

Fr<strong>in</strong>ier ist nach e<strong>in</strong>er <strong>der</strong> heute legendärsten<br />

Gegenden von Manhattan<br />

benannt, dem Dreieck <strong>der</strong> Lower<br />

West Side südlich <strong>der</strong> Canal Street:<br />

TRIBECA. www.dedon.de<br />

01 > LA PRAIRIE Das Herzstück <strong>der</strong> Sk<strong>in</strong> Caviar Collection von La Prairie bildet<br />

<strong>der</strong> Caviar-Extrakt, e<strong>in</strong> seltener und kostbarer Rohstoff. Er verleiht <strong>der</strong> Haut Schutz,<br />

Feuchtigkeit und Energie. www.laprairie.com<br />

02 > MUELLER HANDCRAFT Echte edle Ste<strong>in</strong>e aus Asien, Afrika und Südamerika werden<br />

zu exquisiten Schmuckkreationen verarbeitet. www.muellerhandcraft.com<br />

03 > DEPOT Das märchenhafte Interieur bei Depot ist weiß wie Schnee,<br />

rot wie Blut und schwarz wie Ebenholz (Abb.). www.depot-onl<strong>in</strong>e.at<br />

1<br />

3<br />

2


ERMENEGILDO ZEGNA<br />

PASSION FOR SILK<br />

Die kommende ERMENEGILDO ZEGNA-<br />

Kampagne zeigt <strong>in</strong> eleganter Maskul<strong>in</strong>ität das<br />

re<strong>in</strong>e, edle Material Seide – <strong>der</strong> Grundstoff <strong>der</strong><br />

aktuellen Modekollektion. www.zegna.com<br />

SUPPAN & SUPPAN<br />

LEUCHTEN<br />

VIVIENNE WESTWOOD<br />

TARTAN<br />

Diese Tartan-Tasche präsentiert sich <strong>in</strong><br />

den Farben P<strong>in</strong>k, Violett und Rot mit goldfarbigem<br />

Kettenhenkel und ist aus Le<strong>der</strong><br />

gefertigt. Erhältlich im neuen<br />

Vivienne Westwood Store.<br />

MATIS<br />

WUNDERELIXIER<br />

Jede Lampe und jede<br />

Leuchte ist e<strong>in</strong> von Hand<br />

gefertigtes Unikat.<br />

www.suppanundsuppan.at<br />

SWAROVSKI<br />

TROPICAL<br />

PARADISE<br />

Die Rundum-Halskette ist<br />

<strong>in</strong>spiriert von <strong>der</strong> tropischen<br />

Flora, mit rhod<strong>in</strong>ierten Ketten<br />

<strong>in</strong> allen Größenordnungen.<br />

Antique Green Kristall im<br />

neuen, exklusiven Pleated<br />

Round-Schliff von Swarovski.<br />

www.swarovski.com<br />

Das Aktivwirkstoffkonzentrat morgens<br />

und abends vor Verwendung des täglichen<br />

Pflegeprodukts auf die gere<strong>in</strong>igte Haut<br />

auftragen. Nur e<strong>in</strong> Tropfen reicht für das<br />

ganze Gesicht. www.matis-paris.fr


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Ingeborg Zauner<br />

Fotos Beigestellt<br />

LOŠINJ<br />

KINDERFREUNDLICH<br />

Das Family Hotel Vespera**** <strong>in</strong> Mali Loš<strong>in</strong>j ist das erste<br />

kroatische Mitglied <strong>der</strong> K<strong>in</strong><strong>der</strong>hotels Europ und das e<strong>in</strong>zige<br />

an <strong>der</strong> gesamten Adria. Es liegt <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er wun<strong>der</strong>schönen<br />

Sonnenbucht, nur 50 Meter vom Meer entfernt. Die vielen<br />

All-<strong>in</strong>-Leistungen machen den Familienurlaub herrlich<br />

unkompliziert. www.los<strong>in</strong>j-hotels.com<br />

ZELL AM SEE<br />

SEE-AUSSICHTEN<br />

Ob Schwimmen, Planschen, Ru<strong>der</strong>n, Surfen o<strong>der</strong> e<strong>in</strong> Picknick am See –<br />

das Grand Hotel Zell am See bietet Aktivitäten im und am Wasser vor <strong>der</strong><br />

Haustür. Sogar genussvoll untergehen lässt es sich im Zeller See … bei<br />

Süßwasser-Tauchkursen mit Experten. Und jene, die das Badevergnügen<br />

nicht mehr erwarten können, wagen nach e<strong>in</strong>em ausgiebigen Besuch<br />

<strong>der</strong> Saunalandschaft schon im Frühl<strong>in</strong>g e<strong>in</strong>en Sprung <strong>in</strong> das seidig-kühle<br />

Seewasser. www.grandhotel-zellamsee.at<br />

ACHENKIRCH<br />

MIT HAUBE<br />

Reiter’s Posthotel Achenkirch*****<br />

wird von unabhängigen Wellness- und<br />

Restaurantkritikern immer wie<strong>der</strong> mit<br />

Auszeichnungen bedacht. Ausgezeichnet<br />

ist auch das kul<strong>in</strong>arische Angebot.<br />

Regionale und saisonale Produkte aus <strong>der</strong><br />

hoteleigenen biologischen Landwirtschaft<br />

stehen im Mittelpunkt, was <strong>in</strong> <strong>der</strong> „Gault<br />

Millau“-Ausgabe 2012 wie<strong>der</strong>um mit<br />

e<strong>in</strong>er Haube bewertet wurde. Auch diese<br />

Auszeichnung bestärkt Karl C. Reiter,<br />

dass er mit se<strong>in</strong>em Konzept auf dem<br />

richtigen Weg ist. www.posthotel.at<br />

MÜNCHEN<br />

DESIGNHOTEL<br />

Das angelo Westpark Hotel ist bereits das zweite<br />

Haus dieser Marke <strong>in</strong> München. Bereits drei Wochen<br />

nach <strong>der</strong> Eröffnung wurden mehr als 3.333 Betten<br />

belegt. Im Münchner Süden fehlte bis dato e<strong>in</strong> großes<br />

mo<strong>der</strong>nes Hotel mit e<strong>in</strong>em größeren Tagungsangebot.<br />

www.vi.hotels.com<br />

SAALFELDEN<br />

GOLF & HUND<br />

Im Hotel und Golfclub Gut Brandlhof wurde<br />

die Golf-Platzreife für Hunde entwickelt – das ist<br />

auch <strong>in</strong>ternational e<strong>in</strong>zigartig. Hier wird sie mit<br />

Beg<strong>in</strong>n <strong>der</strong> Saison 2013, ab Mitte April, exklusiv<br />

angeboten. Ab dann dürfen alle Hunde mit Golf-<br />

Platzreife auf die Golfrunde am 18-Loch-Championship<br />

Course mitgenommen werden. Während<br />

Golfer für ihre Platzreife spielerisches Können<br />

und Wissen um die Golfregeln beweisen müssen,<br />

liegen die Kriterien für die Hundeplatzreife im<br />

Bereich <strong>der</strong> Etikette. www.brandlhof.com<br />

76 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


GEWÜRZINSEL ZANZIBAR<br />

AUTHENTISCHES AFRIKA<br />

In <strong>der</strong> GREEN AND BLUE Zanzibar Ocean Lodge haben<br />

Österreicher e<strong>in</strong> Hotel geschaffen, das auf ganzer L<strong>in</strong>ie die<br />

S<strong>in</strong>nlichkeit betört. Gäste dürfen alles zwanglos genießen,<br />

geschlemmt wird ohne Dresscode direkt über dem Ozean. Hier<br />

kann man beobachten, wie <strong>der</strong> Mond über dem Meer aufgeht<br />

– Romatik pur! Die gesamte Anlage ist geprägt von schlichter<br />

Eleganz und sehr authentisch. www.greenandblue-zanzibar.com<br />

ATTERSEE<br />

NEUE KLIMT-AUSSTELLUNG<br />

Im Schörfl<strong>in</strong>g am Attersee wurde <strong>in</strong> Kooperation mit dem Leopold Museum<br />

Wien das Gustav-Klimt-Zentrum eröffnet. Die multimediale Ausstellung <strong>in</strong>formiert<br />

über Klimts Aufenthalte <strong>in</strong> Litzlberg, Kammer und Weißenbach. Klimts<br />

Spuren kann man auch bei geführten Spaziergängen und Streifzügen mit e<strong>in</strong>em<br />

Audioguide o<strong>der</strong> e<strong>in</strong>er Fahrt mit dem „Klimt-Schiff“ folgen. So wird Klimts<br />

Leidenschaft für den Attersee nachvollziehbar. ww.salzkammergut.at<br />

ST. MORITZ<br />

DE-LUXE-AMBIENTE<br />

Im Art Boutique Hotel Monopol im mondänen<br />

St. Moritz kann man den bekannten eleganten<br />

und exklusiven Ferienort richtig genießen. Alle<br />

Zimmer s<strong>in</strong>d neu renoviert, das ebenfalls neue<br />

Mono-Restaurant besticht durch gediegenes alp<strong>in</strong>es<br />

Ambiente. www.monopol.ch<br />

REGION KVARNER<br />

INSELWELT<br />

Wer Stil hat, hat ihn auch im Schlaf.<br />

Gerade kle<strong>in</strong>e Boutique-Hotels s<strong>in</strong>d ideale<br />

Oasen für kle<strong>in</strong>e Alltagsfluchten, für e<strong>in</strong> paar<br />

Tage und Nächte luxuriöse Auszeit – am<br />

besten <strong>in</strong> <strong>der</strong> neuen kroatischen Trendregion<br />

Kvarner an e<strong>in</strong>em <strong>der</strong> abwechslungsreichsten<br />

Küstenabschnitte <strong>der</strong> Adria. „Schöner schlafen“<br />

heißt das Motto und wer sich nach e<strong>in</strong>em<br />

genussvollen D<strong>in</strong>ner auf noble Kissen betten<br />

möchte, hat auch hier die Qual <strong>der</strong> Wahl.<br />

Viele <strong>der</strong> kle<strong>in</strong>en, fe<strong>in</strong>en Häuser blicken auf<br />

e<strong>in</strong>e lange Geschichte zurück.<br />

www.kvarner.hr<br />

CHINA<br />

NEUES LUXUSHOTEL<br />

Das Mandar<strong>in</strong> Oriental <strong>in</strong> <strong>der</strong> Handelsstadt<br />

Guangzhou eröffnete im Herzstück des Geschäftszentrums<br />

<strong>der</strong> Stadt. Neben <strong>der</strong> Luxusherberge wurden<br />

Luxusgeschäfte <strong>der</strong> renommiertesten Labels <strong>der</strong><br />

Welt platziert. 233 perfekt ausgestattete Zimmer<br />

und 30 Suiten sowie 24 Appartements bieten<br />

Wohlfühl-Ambiente mit erstklassigem Service.<br />

Die Standard-Zimmer mit 60 m 2 s<strong>in</strong>d die größten<br />

<strong>der</strong> Stadt und das Badezimmer er<strong>in</strong>nert an e<strong>in</strong> Spa.<br />

Fünf exklusive Restaurants lassen ke<strong>in</strong>e kul<strong>in</strong>arischen<br />

Wünsche offen. www.manadr<strong>in</strong>oriental.com<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013 FOKUS 77


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Gabriella Mühlbauer<br />

Fotos Hülsta, Skloib<br />

Optimal. Begehbare Gar<strong>der</strong>oben müssen<br />

<strong>in</strong>dividuell abgestimmt werden.<br />

Gesehen bei Hülsta, Preis auf Anfrage.<br />

PLATZ FÜR DIE GARDEROBE<br />

ANKLEIDEN<br />

NACH MASS<br />

Viele Frauen träumen von ihm – vom begehbaren Klei<strong>der</strong>schrank. Von ihm, den man schlechth<strong>in</strong> als<br />

Luxus pur und als Turbo unter den Klei<strong>der</strong>schränken bezeichnen kann, da er nicht nur genügend Platz<br />

für Kleidung, Schuhe und Accessoires bietet, son<strong>der</strong>n auch als Ankleidezimmer genutzt werden kann.<br />

EINFACH OPTIMAL. Klei<strong>der</strong>schränke gehören<br />

zu den wichtigsten Gegenständen<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Wohnung. Und das ist ke<strong>in</strong> Wun<strong>der</strong>,<br />

denn zum<strong>in</strong>dest e<strong>in</strong>mal am Tag müssen<br />

sie benutzt werden. Wer genügend<br />

Platz <strong>in</strong> se<strong>in</strong>en eigenen vier Wänden hat,<br />

wird sich meistens für e<strong>in</strong>e begehbare<br />

Gar<strong>der</strong>obe entschließen, denn ihre Vorteile<br />

sprechen für sich. Da wäre e<strong>in</strong>mal<br />

<strong>der</strong> Überblick. In kürzester Zeit kann<br />

man die Kleidung durchsehen und dann<br />

die passenden Stücke herausnehmen.<br />

Kurzum, es ist praktisch und auch<br />

zeitsparend, wenn alles an e<strong>in</strong>em Platz<br />

verstaut ist und man sich quasi mit<br />

wenigen Handgriffen jeden Tag neu<br />

erf<strong>in</strong>den kann. Und e<strong>in</strong>es kommt dazu –<br />

da nach Gebrauch e<strong>in</strong>fach die Tür geschlossen<br />

wird, sieht die Wohnung auch<br />

immer aufgeräumt aus.<br />

78 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


E<strong>in</strong> Wandschrank o<strong>der</strong> e<strong>in</strong>e begehbare Gar<strong>der</strong>obe br<strong>in</strong>gt Ordnung <strong>in</strong> Ihr Leben.<br />

Übersichtlich. Attraktive, <strong>in</strong>novative<br />

Lösungen werten die Gar<strong>der</strong>obe auf.<br />

Gesehen bei Skloib, Preis auf Anfrage.


Aufgeräumt. Stauraum für alle Gelegenheiten.<br />

Gesehen bei Hülsta, Preis auf Anfrage.<br />

EIN RAUM FÜR ALLE FÄLLE. In vielen<br />

Wohnungen und <strong>in</strong> den meisten Häusern<br />

f<strong>in</strong>det sich e<strong>in</strong> geeignetes Plätzchen für die<br />

begehbare Gar<strong>der</strong>obe. So können etwa ehemalige<br />

K<strong>in</strong><strong>der</strong>zimmer o<strong>der</strong> auch Arbeitszimmer<br />

genützt werden, auch Abstellräume<br />

eignen sich bestens, um dort die Klamotten<br />

aufzubewahren. Selbst wenn man ke<strong>in</strong>en<br />

eigenen Raum erübrigen kann, muss noch<br />

lange nicht auf e<strong>in</strong>en begehbaren Klei<strong>der</strong>schrank<br />

verzichtet werden. So können etwa<br />

große Räume mittels Wand- bzw. Türsysteme<br />

e<strong>in</strong>fach abgeteilt werden. Beson<strong>der</strong>s geeignet<br />

s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> so e<strong>in</strong>em Fall platzsparende<br />

Schiebetüren, die sich mit sanftem Gleiten<br />

öffnen und schließen lassen. Dafür sorgen<br />

Schienen, die im Boden e<strong>in</strong>gesetzt werden.<br />

Bei Montage durch e<strong>in</strong>en Fachmann wird<br />

hierbei auch e<strong>in</strong>e etwaige Stolpergefahr<br />

ausgeschlossen. Zumeist s<strong>in</strong>d Schranksysteme<br />

<strong>in</strong> Endlosbauweise konzipiert, bei denen<br />

sich die Grund- und Anbauelemente <strong>in</strong><br />

beliebiger Breite und zumeist auch übers<br />

Eck reihen lassen. Extra Türen s<strong>in</strong>d bei <strong>der</strong><br />

begehbaren Gar<strong>der</strong>obe nicht unbed<strong>in</strong>gt<br />

notwendig, bei beson<strong>der</strong>s empf<strong>in</strong>dlichen<br />

Kleidungsstücken s<strong>in</strong>d sie jedoch empfehlenswert.<br />

Hier kann zwischen Dreh- und<br />

Schiebetüren gewählt werden, die optimalerweise<br />

mit e<strong>in</strong>e Spiegel ausgestattet s<strong>in</strong>d.<br />

WOHLFÜHLFAKTOR IM KLEIDER-<br />

SCHRANK. E<strong>in</strong>es ist aber ganz wichtig:<br />

E<strong>in</strong>e begehbare Gar<strong>der</strong>obe muss gemütlich<br />

und hell se<strong>in</strong> und darf auf ke<strong>in</strong>en Fall<br />

das Flair e<strong>in</strong>es Abstellraums ausstrahlen.<br />

Mit farb lichen Akzenten, kle<strong>in</strong>en Teppichen<br />

o<strong>der</strong> e<strong>in</strong>em Läufer, e<strong>in</strong>er gemütlichen<br />

Sitzgelegenheit und passenden<br />

Schachteln und Boxen schaffen Sie e<strong>in</strong>en<br />

Raum, <strong>in</strong> dem Sie sich auch wohlfühlen.<br />

Optimal angebrachte Lichtquellen, etwa<br />

LED-Lampen mit automatischer E<strong>in</strong>- bzw.<br />

Ausschaltung per Bewegungsmel<strong>der</strong> und<br />

diverse Spiegel erleichtern die Auswahl<br />

und Komb<strong>in</strong>ation <strong>der</strong> diversen Kleidungsstücke.<br />

Ganz egal ob Sie sich für e<strong>in</strong> Bus<strong>in</strong>ess-Outfit,<br />

Freizeitkleidung o<strong>der</strong> die<br />

Abendgar<strong>der</strong>obe entschließen möchten,<br />

e<strong>in</strong>e begehbare Gar<strong>der</strong>obe macht e<strong>in</strong>fach<br />

Spaß und ist immens praktisch.<br />

EIN INNENLEBEN MIT STIL. E<strong>in</strong>er <strong>der</strong><br />

Vorteile e<strong>in</strong>es begehbaren Klei<strong>der</strong>schranks<br />

ist <strong>der</strong> großzügige Stauraum. Mit wohldurchdachter<br />

und geschickter Innene<strong>in</strong>richtung<br />

kann er <strong>in</strong>dividuell und ganz<br />

nach Bedarf ausgestattet werden. Es bleibt<br />

ganz Ihrem persönlichen Geschmack und<br />

Ihrer Kleidung überlassen, ob Sie sich<br />

für viele Schubladen, offene Fächer und<br />

Regale, E<strong>in</strong>schubkästen, Auszüge o<strong>der</strong><br />

Klei<strong>der</strong>stangen entscheiden. Der Fachhandel<br />

hält e<strong>in</strong>e Unzahl an Systemen bereit,<br />

die mit Garantie allen Ansprüchen – auch<br />

ganz speziellen – gerecht werden. Im Trend<br />

liegen etwa Schubladen mit bedarfsgerechter<br />

E<strong>in</strong>teilung, Glasblenden <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

ganz persönlichen Liebl<strong>in</strong>gsfarbe, verschiedenste<br />

Griffe, geräuschlose Auszüge,<br />

Hänger für Hosen, Korbauszüge und last<br />

but not least Klei<strong>der</strong>lifte. Verschiedenste<br />

Hölzer <strong>in</strong> unzähligen Farben können genauso<br />

zum E<strong>in</strong>satz kommen wie künstliche<br />

Oberflächenmaterialien.<br />

OJE – LEIDER ZU WENIG PLATZ! Beson<strong>der</strong>s<br />

<strong>in</strong> kle<strong>in</strong>en Großstadtwohnungen<br />

bietet sich oft ke<strong>in</strong>e Möglichkeit für e<strong>in</strong>en<br />

begehbaren Klei<strong>der</strong>schrank. Aber auch hier<br />

gibt es raff<strong>in</strong>ierte und vor allem platzsparende<br />

Lösungen, wenn das Raumangebot<br />

selbst für e<strong>in</strong>en sperrigen Kasten zu<br />

ger<strong>in</strong>g ist. So ist etwa <strong>der</strong> Klei<strong>der</strong>wagen –<br />

fahrbare Klei<strong>der</strong>stangen wie <strong>in</strong> den Geschäften<br />

– beson<strong>der</strong>s bei jungen Menschen<br />

beliebt. Er kann ganz e<strong>in</strong>fach h<strong>in</strong>ter e<strong>in</strong>em<br />

Vorhang versteckt werden. So wird die<br />

Kleidung vor Staub geschützt und die Wohnung<br />

macht stets e<strong>in</strong>en aufgeräumten und<br />

e<strong>in</strong>ladenden E<strong>in</strong>druck.<br />

<br />

80 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


Ihr Wohnstil wartet auf Sie!<br />

Österreichs größte Messe für Wohn(t)räume, Design,<br />

Accessoires, Home Enterta<strong>in</strong>ment und Garten<br />

Seidenbluse, Weste, Le<strong>der</strong>rock by MANGO. Schmuck by JONES.<br />

9. – 17. März 2013<br />

Messe Wien<br />

täglich ab 10 Uhr<br />

U2-Stationen: Messe-Prater + Krieau<br />

Messe-Highlights:<br />

• Design_Raum_Kunst<br />

• GartenDesign<br />

• GenussMarkt<br />

• Liv<strong>in</strong>g.Trends.International<br />

• UnikateWelt<br />

www.wohnen-<strong>in</strong>terieur.at<br />

/ wohnenmesse<br />

Ticket gilt am<br />

16. und 17. März<br />

auch für:


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Gabriella Mühlbauer<br />

Fotos Annick Goutal, www.CosmeticExpress.com, Floris, Abahna,<br />

Puressentiel, St Barth, tiziana terenzi, Le Parfum<br />

1<br />

2<br />

1. Die exotischen Kerzen von St Barth wurden von <strong>der</strong><br />

Karibik <strong>in</strong>spiriert. Gesehen bei Le Parfum um 30 Euro.<br />

2. Abahna Luxury Reed Diffuser, Frangipani & Orange Blossom,<br />

gesehen um 50 Euro. 3. Duftste<strong>in</strong> von tiziana terenzi,<br />

<strong>der</strong> etwa e<strong>in</strong> Jahr lang herrliche Duftnoten verströmt. Gesehen<br />

bei Le Parfum um 180 Euro. 4. Floris Raumduft Hyac<strong>in</strong>th &<br />

Bluebell, gesehen um 38 Euro auf CosmeticExpress.com.<br />

5. Luftre<strong>in</strong>iger von Puressentiel mit vier ätherischen Ölen,<br />

gesehen um 24,90 Euro. 6. Duftkerze *La Rose* von Annick<br />

Goutal, gesehen um 44,60 Euro auf CosmeticExpress.com<br />

GLÜCKSMOMENTE<br />

DÜFTE FÜR UNSER<br />

WOHLBEFINDEN<br />

E<strong>in</strong>er unserer wichtigsten S<strong>in</strong>ne ist <strong>der</strong> Geruchss<strong>in</strong>n. Er entscheidet, ob wir uns an e<strong>in</strong>em Ort heimelig und<br />

wohlfühlen o<strong>der</strong> nicht. Aus diesem Grund ist <strong>der</strong> Geruch <strong>in</strong> unseren vier Wänden von größter Wichtigkeit.<br />

3<br />

EINFACH WOHLTUEND. Düfte haben es<br />

<strong>in</strong> sich. Sie können schöne Er<strong>in</strong>nerungen<br />

wecken, unseren Geist beleben, anregend<br />

wirken o<strong>der</strong> auch E<strong>in</strong>fluss auf unsere<br />

Gesundheit haben und bei Krankheiten<br />

l<strong>in</strong><strong>der</strong>nd wirken. Aus diesen Gründen<br />

werden gerne Raumdüfte <strong>in</strong> <strong>der</strong> Wohnung<br />

o<strong>der</strong> im Büro e<strong>in</strong>gesetzt, um gegen<br />

schlechte Gerüche, aber auch Empf<strong>in</strong>dungen<br />

zu wirken. Egal ob man nun Duft-<br />

Diffuser, Duftlampen, Räucherstäbchen,<br />

Kerzen o<strong>der</strong> Duftsprays verwendet, sie<br />

haben alle e<strong>in</strong>en e<strong>in</strong>zigen Zweck: nämlich<br />

82 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


Düfte br<strong>in</strong>gen Wohlgefühl <strong>in</strong> unser Leben und bereichern unsere S<strong>in</strong>ne.<br />

5<br />

6<br />

4<br />

e<strong>in</strong> harmonisches Raumklima zu schaffen.<br />

Die Lehre <strong>der</strong> Düfte, die aus den<br />

verschiedensten natürlichen Stoffen wie<br />

etwa Blüten, Hölzern, Kräutern, Gräsern<br />

o<strong>der</strong> Früchten hergestellt werden, wird<br />

auch Aromatherapie genannt. Sie zeigt<br />

wie mittels Düften Emotionen erzeugt<br />

werden können. So kann etwa gezielt mit<br />

fruchtigen Düften e<strong>in</strong> Gefühl <strong>der</strong> Heiterkeit<br />

hervorgerufen werden. Und wer an<br />

Schlafstörungen leidet, dem hilft zumeist<br />

e<strong>in</strong> Duftspen<strong>der</strong> mit entspannendem<br />

Lavendelaroma. E<strong>in</strong> sanfter holziger Duft<br />

wirkt ausgleichend, Eukalyptus stimulierend<br />

und Sandelholz beflügelt die Fantasie.<br />

Speziell mit Räucherdüften kann die<br />

Luft auch gere<strong>in</strong>igt werden. Unangenehme<br />

Düfte werden durch sie nicht nur<br />

übertüncht, son<strong>der</strong>n vollkommen beseitigt.<br />

E<strong>in</strong>es ist jedoch ganz wichtig – damit<br />

e<strong>in</strong> Duft angenehm wirkt, darf er niemals<br />

zu stark dosiert werden.<br />

DIFFUSOREN, KERZEN, SPRAYS & CO.<br />

Es gibt kaum e<strong>in</strong>en Interieurladen, <strong>in</strong> dem<br />

ke<strong>in</strong>e Raumdüfte angeboten werden –<br />

und zwar meist <strong>in</strong> Form von Diffusoren.<br />

Dabei wird mittels dünner Holzstäbchen<br />

<strong>der</strong> Duft kont<strong>in</strong>uierlich <strong>in</strong> die Luft abgegeben.<br />

Je mehr Sticks nun verwendet werden,<br />

umso <strong>in</strong>tensiver ist <strong>der</strong> Geruch. Und<br />

so ganz nebenbei macht die Flasche auch<br />

so e<strong>in</strong>iges her und gilt als attraktives<br />

Wohnaccessoire. Manche Menschen bevorzugen<br />

Kerzen, da sie auch optisch e<strong>in</strong>e<br />

gemütliche Atmosphäre schaffen. Bei<br />

ihnen wurde das Wachs mit Duftstoffen<br />

versetzt, die dann mittels brennenden<br />

Dochts an die Umwelt abgegeben werden.<br />

Auch hier werden – genauso wie bei den<br />

Diffusoren – die verschiedensten Aromen<br />

angeboten. Der Preis kann je nach Hersteller<br />

jedoch stark variieren, denn auch<br />

etliche hochpreisige Kosmetikmarken<br />

bieten exklusive Raumdüfte an. Wenn<br />

ätherisches Öl mit Wasser versetzt und <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>e Schale gefüllt wird, unter <strong>der</strong> e<strong>in</strong> Teelicht<br />

brennt, spricht man von e<strong>in</strong>er Aromalampe.<br />

Der Duft entsteht, <strong>in</strong>dem die<br />

Flüssigkeit samt dem ätherischen Öl verdampft<br />

– er kann sehr stark se<strong>in</strong>. Auch<br />

hier hängt die Intensität von <strong>der</strong> Menge<br />

des verwendeten Öls ab. Wenn man spontan<br />

e<strong>in</strong>en bestimmten Duft verbreiten<br />

möchte, dann ist e<strong>in</strong> Spray die beste Wahl.<br />

Beson<strong>der</strong>s <strong>in</strong> <strong>der</strong> Küche, auf <strong>der</strong> Toilette<br />

o<strong>der</strong> im Bad wird gerne damit gearbeitet.<br />

E<strong>in</strong>e optische Augenweide ist das sogenannte<br />

Potpourri, also e<strong>in</strong>e Schale, die mit<br />

duftenden getrockneten Blüten, Früchten,<br />

Kräutern o<strong>der</strong> Hölzern gefüllt und mit<br />

ätherischen Ölen beträufelt wird. Beson<strong>der</strong>s<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Nähe e<strong>in</strong>er Heizung aufgestellt,<br />

erfüllt es den ganzen Raum mit e<strong>in</strong>em angenehmen<br />

Duft. Aber bitte Vorsicht, wenn<br />

Sie Haustiere haben. Denn dann f<strong>in</strong>den Sie<br />

zumeist die Hölzer o<strong>der</strong> Blüten <strong>in</strong> <strong>der</strong> ganzen<br />

Wohnung auf dem Boden verteilt. Wer<br />

duftende Wäsche liebt, <strong>der</strong> hat sicher<br />

e<strong>in</strong>ige Duftsäckchen aus Le<strong>in</strong>en o<strong>der</strong> Seide<br />

im Klei<strong>der</strong>schrank, die mit Blüten o<strong>der</strong><br />

auch Gewürzen gefüllt s<strong>in</strong>d. Sie können<br />

auch Motten vertreiben, sollen aber <strong>in</strong><br />

erster L<strong>in</strong>ie die Textilien aromatisieren.<br />

RÄUCHERN, ABER RICHTIG. E<strong>in</strong>e <strong>der</strong><br />

ältesten Methoden, die Raumluft zu verbessern,<br />

ist das Räuchern – nämlich seit<br />

<strong>der</strong> Mensch das Feuer entdeckt hat. Wenn<br />

Sie das erste Mal Ihre Wohnung ausräuchern,<br />

sollten Sie dieses Ritual beson<strong>der</strong>s<br />

genießen. Dazu <strong>in</strong> e<strong>in</strong> feuerfestes Gefäß<br />

mit etwas Sand füllen, darauf e<strong>in</strong>e Räucherkohletablette<br />

legen und sie am Rand<br />

anzünden. B<strong>in</strong>nen kurzer Zeit ist sie durchgeglüht<br />

und e<strong>in</strong> weißer Ascheüberzug hat<br />

sich gebildet. Nun die Räuchermischung<br />

o<strong>der</strong> den Weihrauch auf die Kohle legen.<br />

Den Rauch nicht <strong>in</strong>halieren, son<strong>der</strong>n ihn<br />

e<strong>in</strong>fach aufsteigen lassen. Räucherwerk<br />

wirkt – genauso wie ätherische Öle – ganzheitlich<br />

auf uns e<strong>in</strong> und man fühlt sich<br />

nach dieser kle<strong>in</strong>en Zeremonie e<strong>in</strong>fach<br />

gut. Anschließend sollten die Fenster<br />

geöffnet werden, damit alles Negative abziehen<br />

kann und die Wünsche und Hoffnungen<br />

<strong>in</strong> höhere Sphären gelangen. <br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 83


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Margot Dimi<br />

Fotos Shutterstock<br />

84 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


„Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen <strong>in</strong> den Garten.“ (Rab<strong>in</strong>dranath Tagore)<br />

HEILKRAFT VON PFLANZEN – EINMAL ANDERS<br />

GARTENARBEIT<br />

ALS THERAPIE<br />

GEGEN BURNOUT<br />

Intensive Gartenarbeit wird schon mal mit Rückenschmerzen o<strong>der</strong> Schwielen an den Händen <strong>in</strong><br />

Verb<strong>in</strong>dung gebracht – wer sich nicht zu viel Arbeit aufbürden will, umrahmt se<strong>in</strong>en Garten mit<br />

Thujenhecken und hat dazwischen nur grünen Rasen. Wer es sich ganz e<strong>in</strong>fach machen will, lässt die<br />

Hecke e<strong>in</strong>mal im Jahr schneiden und gönnt sich e<strong>in</strong> „Elektroschaf“, e<strong>in</strong>en Mähroboter, für den<br />

gepflegten Rasen. Bei vielen Neubauten besteht <strong>der</strong> Garten ohneh<strong>in</strong> nur mehr aus den drei Metern<br />

Sicherheitsabstand zum Nachbarn. Doch seit e<strong>in</strong> paar Jahren schlägt das Gartenpendel wie<strong>der</strong> <strong>in</strong><br />

die Gegenrichtung aus: Der eigene Garten wird zur Wohlfühloase im hektischen Alltag und Erdreste<br />

unter den F<strong>in</strong>gernägeln werden mit Stolz getragen – man „gartelt“ und ist stolz darauf.<br />

an <strong>der</strong> Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik<br />

<strong>in</strong> Wien angeboten und<br />

dauert vier Semester. Die Voraussetzungen<br />

dafür s<strong>in</strong>d durchaus gehoben. Wer<br />

den Universitätslehrgang abgeschlossen<br />

hat, f<strong>in</strong>det e<strong>in</strong> weites Betätigungsfeld:<br />

Als ganzheitliche und auch kostengünstige<br />

Therapieform f<strong>in</strong>det die Gartentherapie<br />

bei mediz<strong>in</strong>ischen Therapiegründen<br />

wie Demenz und Morbus Alzheimer<br />

genauso Anwendung wie bei gesellschaftlich/sozial<br />

bed<strong>in</strong>gten Krankheiten wie<br />

Traumatisierungen und Burnout.<br />

GARTENARBEIT IST GESUND. Inzwischen<br />

ist die positive Wirkung gärtnerischer<br />

Tätigkeit auch wissenschaftlich<br />

untersucht, bestätigt und anerkannt.<br />

Seit e<strong>in</strong>igen Jahren kann man sich <strong>in</strong><br />

Österreich zum akademischen Experten<br />

für Gartentherapie weiterbilden. Der berufsbegleitende<br />

Lehrgang wird seit 2008<br />

ALTES WISSEN ERNEUT BESTÄTIGT.<br />

Was schon die alten Ch<strong>in</strong>esen wussten<br />

und auch <strong>in</strong> neuzeitlichen Umfragen bestätigt<br />

wird, nämlich dass Gärtner se<strong>in</strong><br />

glücklich macht, kommt <strong>in</strong> diesem Fall<br />

auch den Therapeuten selbst zugute. Beson<strong>der</strong>s<br />

<strong>in</strong> Pflegeberufen ist die Gefahr<br />

sehr hoch, selbst auszubrennen. Das<br />

wirkt sich wie<strong>der</strong>um negativ auf die betreuten<br />

Personen aus. Die Gartenarbeit<br />

wirkt auch ausgleichend und positiv auf<br />

die Therapeuten selbst, damit steigt die<br />

Arbeitszufriedenheit <strong>der</strong> Betreuer und <strong>in</strong><br />

direkter Folge haben auch die betreuten<br />

Personen was davon. Da diese Weiterbildungsmöglichkeit<br />

noch sehr neu ist, s<strong>in</strong>d<br />

die Absolventen <strong>der</strong> Lehrgänge fast ausschließlich<br />

<strong>in</strong> Institutionen tätig, wer<br />

sich gartentherapeutisch betreuen las-<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 85


sen möchte, muss also meistens noch<br />

nach entsprechenden Institutionen suchen.<br />

Es ist aber wohl nur e<strong>in</strong>e Frage <strong>der</strong><br />

„Der kürzeste Weg zur<br />

Gesundheit ist <strong>der</strong><br />

Weg <strong>in</strong> den Garten.“<br />

Gärtner Pötschke<br />

Zeit, bis Therapiegärten als Unterstützung<br />

auch bei Coaches und Co. zum<br />

E<strong>in</strong>satz kommen. Auch am Buchsektor<br />

gibt es bislang nur Fachbücher für die<br />

Weiterbildung, aber lei<strong>der</strong> noch immer<br />

ke<strong>in</strong>e zur Selbsthilfe. Wer Interesse an<br />

beruf licher Verän<strong>der</strong>ung und Erweiterung<br />

hat: Der nächste Lehrgang <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

Hochschule für Agrar und Umweltpädagogik<br />

<strong>in</strong> Wien startet im November<br />

2013, also genug Zeit, sich vorzubereiten.<br />

www.agrarumweltpaedagogik.ac.at<br />

SELBSTHILFE ZUR STRESSREDUK-<br />

TION. Wer gar ke<strong>in</strong>en Bedarf an Therapie<br />

hat, kann das Wissen dazu nützen, es<br />

auch weiterh<strong>in</strong> gar nicht erst zu Burnout<br />

o<strong>der</strong> an<strong>der</strong>en Krankheitsbil<strong>der</strong>n kommen<br />

zu lassen. Um den eigenen Garten<br />

zu genießen, braucht es nämlich ke<strong>in</strong>e<br />

akademische Ausbildung. Gehen Sie e<strong>in</strong>mal<br />

<strong>in</strong> Ruhe durch Ihren Garten, stellen<br />

Sie all Ihre S<strong>in</strong>ne auf Empfang und lassen<br />

<strong>der</strong> Fantasie freien Lauf! Es ist vollkommen<br />

egal, ob vor Ihrem geistigen Auge<br />

e<strong>in</strong> Garten voller Obst und Gemüse auftaucht<br />

o<strong>der</strong> e<strong>in</strong>e Blumenwiese. Wichtig<br />

ist, dass Sie Freude an <strong>der</strong> Umsetzung<br />

dieser Fantasien bekommen! Der nächste<br />

Schritt ist dann <strong>in</strong> e<strong>in</strong> Gartencenter, wo<br />

Sie sich mit dem notwendigen Zubehör<br />

ausstatten. Wenn Sie dann im Frühl<strong>in</strong>g<br />

selbstvergessen <strong>in</strong> Gartenerde wühlen,<br />

haben Sie e<strong>in</strong>en ganz großen Schritt zur<br />

Stressvermeidung getan. Scheuen Sie<br />

sich auch nicht, den Pflanzen Ihren Frust<br />

86 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


zu erzählen, Pflanzen waren immer<br />

schon geduldige Zuhörer, die garantiert<br />

nicht zurückreden. Manche behaupten<br />

ja sogar, man müsse mit den Pflanzen<br />

unbed<strong>in</strong>gt reden, damit sie beson<strong>der</strong>s<br />

gut gedeihen.<br />

DER MINIGARTEN AM FENSTERBRETT.<br />

Wer ke<strong>in</strong>en Garten zur Verfügung hat,<br />

kann sich auch Balkon o<strong>der</strong> Zimmer begrünen.<br />

Sogar im Büro machen sich Zimmerpflanzen<br />

positiv bemerkbar: Ficus<br />

benjam<strong>in</strong>a, Drachenbaum, Dieffenbacchia,<br />

Gummibaum, Osterkaktus & Co. produzieren<br />

nicht nur Sauerstoff, erhöhen die<br />

Luftfeuchtigkeit und filtern die Luft, sie<br />

wirken auch positiv auf die Psyche und<br />

sorgen mit ihrem Pflegebedarf dafür,<br />

dass man ab und zu e<strong>in</strong>e Bildschirmpause<br />

machen muss. So wird die Gießkanne<br />

zur gesundheitsför<strong>der</strong>nden Alternative<br />

zur Zigarettenschachtel. Gut<br />

gepflegte Pflanzen gedeihen und blühen<br />

und sorgen so für Erfolgserlebnisse. Sie<br />

sorgen für entspannenden, neutralen<br />

Gesprächsstoff mit Kollegen und sorgen<br />

nicht zuletzt auch für optischen Aufputz<br />

des Arbeitsplatzes. E<strong>in</strong>er Untersuchung<br />

des norwegischen Instituts für Gartenbau<br />

zufolge haben Büroangestellte <strong>in</strong><br />

Büros mit Pflanzen weniger Gesundheitsbeschwerden<br />

und die Anzahl <strong>der</strong><br />

Krankschreibungen reduzierte sich um<br />

e<strong>in</strong> Drittel! E<strong>in</strong>e zweite Untersuchung an<br />

e<strong>in</strong>er Grundschule zeigte, dass sich zwei<br />

Drittel <strong>der</strong> Schüler <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er begrünten<br />

Klasse wohler fühlten und die Konzentrationsfähigkeit<br />

stieg um knapp e<strong>in</strong><br />

Viertel. Das Wissen um die wohltuende<br />

Wirkung von Pflanzen erfährt ganz<br />

offensichtlich gerade wie<strong>der</strong> e<strong>in</strong>e Renaissance,<br />

aber wirklich neu ist die Erkenntnis<br />

absolut nicht. Schon die alten Ch<strong>in</strong>esen<br />

wussten: „Wenn du für e<strong>in</strong>e Stunde<br />

glücklich se<strong>in</strong> willst, betr<strong>in</strong>ke dich. Willst<br />

du drei Tage glücklich se<strong>in</strong>, dann heirate.<br />

Wenn du aber für immer glücklich se<strong>in</strong><br />

willst, werde Gärtner.“<br />

<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 87


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Ingeborg Zauner<br />

Fotos Beigestellt<br />

SKICIRCUS<br />

SONNE UND<br />

SKILAUFEN<br />

Wenn <strong>der</strong> Schnee butterweich und die Sonne herzerwärmend ist, zeigt sich <strong>der</strong><br />

Skicircus Saalbach H<strong>in</strong>terglemm Leongang von se<strong>in</strong>er schwungvollen Seite.<br />

FAMILY-HIT. Bis 14. April 2013 garantiert<br />

<strong>der</strong> Skicircus Saalbach H<strong>in</strong>terglemm Leongang<br />

Familienspaß. In dem Wochenpaket<br />

s<strong>in</strong>d Unterkunft und Skipass für zwei K<strong>in</strong><strong>der</strong><br />

von 6 bis 15 Jahren gratis! Mit über 200<br />

Pistenkilometern sowie 55 hochmo<strong>der</strong>nen<br />

Seilbahn- und Liftanlagen wird perfektes<br />

Skivergnügen garantiert!<br />

Bis Mitte April gibt es <strong>in</strong> dieser Region<br />

Action, Schnee und Pistenspaß! Sonnenskilauf<br />

heißt das Zauberwort: Von<br />

sanften Hängen über weite Carv<strong>in</strong>gpisten<br />

bis h<strong>in</strong> zu schwarzen WM-Abfahrten, von<br />

top geshapten Funparks über glitzernde<br />

Variantenabfahrten bis zu Buckelpisten<br />

ist dort alles zu f<strong>in</strong>den.<br />

ZEIT ERLEBEN. Wer neben Skispaß auch<br />

noch gepflegte Gastlichkeit erleben will, ist<br />

im Kirchenwirt <strong>in</strong> Leongang richtig. 1326<br />

das erste Mal urkundlich erwähnt, ist er das<br />

älteste Gasthaus im Salzburger Land. Seit<br />

fast 700 Jahren wird im altehrwürdigen<br />

denkmalgeschützten Gemäuer Gastlichkeit<br />

gepflegt. E<strong>in</strong>e Tradition, die seit 1888 die<br />

Familie Unterra<strong>in</strong>er <strong>in</strong> <strong>der</strong> mittlerweile<br />

fünften Generation fortführt. Dabei s<strong>in</strong>d<br />

Qualität und Niveau oberstes Gebot! Von<br />

dieser Beständigkeit zeugt die seit mehr als<br />

20 Jahren mit Gault Millau-Hauben ausgezeichnete<br />

Küche des Hauses, die unter an<strong>der</strong>em<br />

auch mit e<strong>in</strong>er Gabel des Falstaff<br />

Gourmet Clubs sowie mit zwei Sternen von<br />

„á la carte“ prämiert wurde. Berühmt s<strong>in</strong>d<br />

die exzellenten Fleischgerichte, beson<strong>der</strong>s<br />

die Wildgerichte, die Seniorchef Hannes<br />

Unterra<strong>in</strong>er zum Großteils selbst von se<strong>in</strong>en<br />

Pirschgängen aus <strong>der</strong> Eigenjagd am<br />

Spielberg <strong>in</strong> Leogang mitbr<strong>in</strong>gt, haben den<br />

Kirchenwirt weit über die Landesgrenzen<br />

h<strong>in</strong>aus bekannt gemacht.<br />

In den historischen Gemäuern des Leoganger<br />

Gourmetwirtshauses wird Genuss für<br />

alle S<strong>in</strong>ne geboten. Der exzellent bestückte<br />

alte We<strong>in</strong>keller mit natürlichem Erdboden<br />

hält edle Tropfen aus den besten Anbaugebieten<br />

Europas bereit. Nach e<strong>in</strong>er behutsamen<br />

und gründlichen Restaurierung vere<strong>in</strong>t<br />

<strong>der</strong> geschichtsträchtige Bau heute den<br />

Charme e<strong>in</strong>es Dorfwirtshauses mit Zeitgeist.<br />

Im Laufe <strong>der</strong> Jahrhun<strong>der</strong>te nächtigten<br />

Kaiser und Könige im Kirchenwirt, heute<br />

fühlt sich je<strong>der</strong> Gast <strong>in</strong> den 17 Zimmern<br />

und 5 Appartements wie e<strong>in</strong> Kaiser! <br />

INFORMATION<br />

Der Kirchenwirt seit 1326<br />

A-5771 Leogang<br />

Dorf 3<br />

Tel. +43 (0)6583/82 16<br />

<strong>in</strong>fo@k1326.com<br />

www.k1326.com<br />

www.saalfelden-leogang.com<br />

88 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


Text Ingeborg Zauner<br />

Fotos TVB<br />

Text Ingeborg Zauner<br />

LIVING & LIFESTYLE<br />

Fotos Beigestellt<br />

DAS GOLDENE TAL DER ALPEN<br />

KRAFTPLATZ<br />

RAURISERTAL<br />

Im Raurisertal, das im Nationalpark Hohe Tauern liegt, gibt es<br />

Urlaubsfreuden für die ganze Familie.<br />

NATURJUWELE. Im Raurisertal, dem „geheimen<br />

Juwel“ des Nationalparks Hohe<br />

Tauern, erlebt man e<strong>in</strong>en spannenden und<br />

erholsamen Urlaub im Salzburger Land. So<br />

ziemlich alles, was im 1.800 km 2 großen<br />

Nationalpark Hohe Tauern entdeckt werden<br />

kann, f<strong>in</strong>det man im Raurisertal auf<br />

„kle<strong>in</strong>em Raum“. Im „Tal <strong>der</strong> Geier“ kann<br />

man neben Adlern auch die seltenen Bartund<br />

Gänsegeier beobachten, beim Goldwaschen<br />

an drei Goldwaschplätzen se<strong>in</strong><br />

Glück versuchen und am Rauriser Urquell<br />

und den zahlreichen Wasserfällen die Kraft<br />

des frischen, klaren Quellwassers spüren!<br />

WANDERPARADIES. 295 km markierte<br />

Wan<strong>der</strong>wege, davon zahlreiche Themenwan<strong>der</strong>wege,<br />

saftige Almwiesen und mächtige<br />

3000er versprechen genussvolle und<br />

<strong>in</strong>teressante Bergerlebnisse für die ganze<br />

Familie. Ob gemütliche Almwan<strong>der</strong>ungen<br />

o<strong>der</strong> e<strong>in</strong>e Besteigung des Sonnblicks, auf<br />

dessen Gipfel seit 126 Jahren Europas<br />

höchste Wetterarte thront – hier kommt<br />

je<strong>der</strong> auf se<strong>in</strong>e Kosten. Auf den rund 40 bewirtschafteten<br />

Almhütten kann man sich<br />

regionale Schmankerln schmecken lassen.<br />

DAS GOLDENE TAL DER ALPEN. Spürbar<br />

wird die Geschichte <strong>der</strong> Goldgräber beson<strong>der</strong>s<br />

im h<strong>in</strong>teren Hüttw<strong>in</strong>kltal und <strong>in</strong><br />

Kolm-Saigurn, e<strong>in</strong>em <strong>der</strong> schönsten Talschlüsse<br />

Europas. Dort entdeckt man auf<br />

dem „Tauerngold-Lehrweg“ heute noch bee<strong>in</strong>druckende<br />

Zeugnisse <strong>der</strong> vergangenen<br />

Zeit wie alte Stollen und Knappenhäuser.<br />

An den drei Goldwaschplätzen <strong>in</strong> Rauris<br />

kann man se<strong>in</strong> Glück als Goldwäscher selber<br />

versuchen. Gefundene Goldflitter dürfen<br />

als Souvenir mit nach Hause genommen<br />

werden. E<strong>in</strong> tolles Erlebnis beson<strong>der</strong>s<br />

auch für die kle<strong>in</strong>en Gäste!<br />

HOCH HINAUS. Bei e<strong>in</strong>er Fahrt mit <strong>der</strong><br />

Rauriser Hochalmbahn, e<strong>in</strong>e von Österreichs<br />

ausgezeichneten Sommerbergbahnen,<br />

werden Bergerlebnis, Goldwaschen<br />

und die „Könige <strong>der</strong> Lüfte“ geme<strong>in</strong>sam geboten.<br />

Mühelos br<strong>in</strong>gt e<strong>in</strong>e Gondelbahn die<br />

Besucher auf 1.800 m, wo man von <strong>der</strong><br />

Hochalm aus e<strong>in</strong>en atemberaubenden Ausblick<br />

auf die 3000er <strong>der</strong> Goldberggruppe<br />

genießen kann. In <strong>der</strong> Greifvogelstation<br />

kann man die sonst doch sehr scheuen<br />

Vögel aus nächster Nähe erleben. <br />

INFORMATION<br />

Tourismusverband Rauris<br />

A-5661 Rauris<br />

Sportstraße 2<br />

Tel. +43 (0)6544/200 22<br />

<strong>in</strong>fo@raurisertal.at<br />

www.raurisertal.at<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 89


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Ingeborg Zauner<br />

Fotos Jaguar<br />

JAGUAR XF SPORTBRAKE<br />

EINE LIMOUSINE<br />

WIRD SPORTLICH<br />

Der neue Jaguar XF Sportbrake übernimmt die vornehmsten Tugenden <strong>der</strong> coupéartig geformten<br />

Limous<strong>in</strong>e und erweitert sie um die Stärken Praktikabilität und Vielseitigkeit.<br />

VIEL PLATZ. Der Sportkombi übernimmt<br />

den Radstand und die Abmessungen <strong>der</strong><br />

Limous<strong>in</strong>e, kann aber nach Umklappen<br />

<strong>der</strong> h<strong>in</strong>teren Sitzbank se<strong>in</strong> Ladevolumen<br />

auf bis zu 1.675 Liter erweitern. Also viel<br />

Platz für K<strong>in</strong>d und Kegel. Alle Dieselmotoren<br />

s<strong>in</strong>d mit e<strong>in</strong>er 8-Stufen-Automatik<br />

und dem Jaguar Intelligent Stop/Start-<br />

System gekoppelt. Die an <strong>der</strong> H<strong>in</strong>terachse<br />

speziell für den XF Sportbrake entwickelte<br />

Luft fe<strong>der</strong>ung verbessert den Komfort<br />

beson<strong>der</strong>s bei voller Beladung. Die weiter<br />

durchgezogene Dachl<strong>in</strong>ie br<strong>in</strong>gt den Fond<strong>in</strong>sassen<br />

48 Millimeter mehr Kopffreiheit.<br />

Die Praxistauglichkeit des La<strong>der</strong>aums<br />

wird zusätzlich durch e<strong>in</strong>e serien-<br />

90 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


Die Komb<strong>in</strong>ationsfreudigkeit des Jaguar XF Sportbrake lässt ke<strong>in</strong>e Wünsche offen.<br />

Vielseitig. Optisch weicht<br />

<strong>der</strong> Sportkombi erst ab <strong>der</strong><br />

B-Säule vom Genspen<strong>der</strong> ab.<br />

Die für e<strong>in</strong>en Jaguar typischen<br />

Seitenfenster-Grafik stellt sich<br />

beim Jaguar XF Sportbrake<br />

<strong>in</strong> ihrer elegantesten, weil<br />

gestrecktesten Form zur Schau.<br />

mäßige Dachrel<strong>in</strong>g und e<strong>in</strong> System von<br />

La<strong>der</strong>aumschienen erweitert. Die Heckklappe<br />

verfügt über e<strong>in</strong>e Zuziehautomatik,<br />

auf Wunsch ist e<strong>in</strong>e elektrische Öffnungs-<br />

und Schließfunktion erhältlich.<br />

ELEGANT UND KRAFTVOLL. Das Cockpit<br />

präsentiert sich <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Mischung aus<br />

cool-sportlicher Eleganz und hoher Funktionalität.<br />

Die Bedientasten gefallen<br />

durch e<strong>in</strong> mattschwarzes F<strong>in</strong>ish <strong>in</strong> „softtouch“-Anmutung<br />

sowie e<strong>in</strong>er Beleuchtung<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>em weichen Phosphorblau. Das<br />

Metallic-Aurora-F<strong>in</strong>ish für die Mehrheit<br />

<strong>der</strong> Zierelemente wird um Paneele <strong>in</strong><br />

Alum<strong>in</strong>ium o<strong>der</strong> Holz ergänzt. Die stark<br />

ausgeformten Vor<strong>der</strong>sitze er<strong>in</strong>nern an<br />

hautenge Rennschalensitze. Für die standesgemäße<br />

Motorisierung des Jaguar XF<br />

Sportbrake s<strong>in</strong>d drei kraftvolle Turbodieselmotoren<br />

zuständig. Der Vierzyl<strong>in</strong><strong>der</strong><br />

im Model 2.2 D ist wie auch die beiden<br />

V6-Selbstzün<strong>der</strong> mit e<strong>in</strong>em Intelligent<br />

Stop/Start-System gekoppelt, das entscheidend<br />

zum extrem niedrigen Verbrauch<br />

von 5,1 Litern beiträgt. Neben <strong>der</strong><br />

Variante mit 177 kW (240 PS) glänzt <strong>der</strong><br />

Top-Diesel 3.0 mit e<strong>in</strong>er Leistung von<br />

202 kW (275 PS). Der stärkste Jaguar XF<br />

Sportbrake beschleunigt <strong>in</strong> sagenhaften<br />

6,6 Sekunden auf 100 km/h. So macht<br />

auch e<strong>in</strong> Kombi Spaß.<br />

<br />

PREISE<br />

Angeboten wird <strong>der</strong> Jaguar XF Sportbrake<br />

mit drei Dieselantrieben, jeweils mit<br />

e<strong>in</strong>er 8-Gang-Automatik. Der Aufpreis zur<br />

XF Limous<strong>in</strong>e beträgt 2.500 Euro.<br />

Jaguar XF Sportbrake 2,2D<br />

(200 PS, 420 Nm) ab 51.500 Euro<br />

Jaguar XF Sportbrake 3,0D<br />

(240 PS, 500 Nm) ab 57.300 Euro<br />

Jaguar XF Sportbrake 3,0D S<br />

(275 PS, 600 Nm) ab 61.700 Euro<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 91


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Ingeborg Zauner<br />

Fotos Beigestellt<br />

SALZKAMMERGUT<br />

DER GIPFEL DES<br />

WOHLGEFÜHLS<br />

Das führende Wellnesshotel im Salzkammergut, <strong>der</strong> Ebner’s Waldhof am Fuschlsee, bietet als erstes<br />

österreichisches Haus die Praktiken des renommierten Mei-Wellness-Programms. Spa Treatments mit<br />

Heilkräutern, Bewegung und ausgewogene Ernährung s<strong>in</strong>d die Zutaten <strong>der</strong> Ebner’s Waldhof-Wellness.<br />

WASSERREICH IST DAS SALZKAMMER-<br />

GUT, wo <strong>in</strong>sgesamt 76 Seen zum Schwimmen<br />

und Planschen e<strong>in</strong>laden. E<strong>in</strong>zigartig<br />

<strong>der</strong> Fuschlsee, <strong>der</strong> e<strong>in</strong>st die Salzburger<br />

Erzbischöfe <strong>in</strong> die Region zog und Schauplatz<br />

e<strong>in</strong>er <strong>der</strong> bekanntesten deutschsprachigen<br />

Filmproduktionen war – den<br />

legendären „Sissi“-Filmen. Die Fuschlseeregion<br />

wurde als angemessene Kulisse für<br />

die Szenen des elterlichen Schlosses am<br />

Starnberger See erkoren. Dank Motorbootverbot<br />

und kaum bebauten Ufern ist<br />

das Seengebiet ruhig und lieblich wie e<strong>in</strong>st<br />

zu Sissis Zeiten. E<strong>in</strong> idyllischer Wald- und<br />

Wiesenweg führt Jogger und Spaziergänger<br />

etwa zwölf Kilometer am Seeufer entlang.<br />

In <strong>der</strong> schönen Jahreszeit br<strong>in</strong>gt<br />

Familie Ebner persönlich täglich per hauseigener<br />

Zille, <strong>der</strong> „Fuschler<strong>in</strong>“, die Gäste<br />

zum gegenüberliegenenden Ufer des Sees.<br />

Angelegt wird bei <strong>der</strong> Schlossfischerei, wo<br />

Fischermeister Gerhard Langmayr frisch<br />

geräucherte Re<strong>in</strong>anken und Saib l<strong>in</strong>ge serviert.<br />

Vor <strong>der</strong> Haustür von Ebner’s Waldhof<br />

warten auf Romantiker kle<strong>in</strong>e Ru<strong>der</strong>boote<br />

samt Picknickkorb, gefüllt mit<br />

Gebäck, Sekt und Obst.<br />

„WIR HABEN MIT MEI EINEN PARTNER<br />

GEFUNDEN, <strong>der</strong> perfekt zu unserer Wellnessphilosophie<br />

mit <strong>der</strong> Konzentration<br />

auf Nachhaltigkeit und Qualität passt“, so<br />

Seniorchef Herbert Ebner. Prof. Giuseppe<br />

Mazzocco führt die Spa-MitarbeiterInnen<br />

von Ebner’s Waldhof persönlich <strong>in</strong> die<br />

Kunst des Mei-Wellness-Programms e<strong>in</strong>.<br />

„Wellness from Feet Academy“ heißt die<br />

wissenschaftlich fundierte E<strong>in</strong>richtung<br />

mit Sitz <strong>in</strong> Padua/Italien. Beste Produkte<br />

mit natürlichen Heilpflanzen bietet das<br />

italienische Familienunternehmen Mei<br />

und versorgt bereits seit 20 Jahren Institute<br />

und Spitzenhotels. Persönlich und<br />

<strong>in</strong>dividuell geführt ist auch <strong>der</strong> Ebner’s<br />

Waldhof, <strong>der</strong> mit <strong>der</strong> begehrten „Wellness<br />

Aphrodite“ <strong>in</strong> <strong>der</strong> Kategorie „Nachhaltigkeit“<br />

ausgezeichnet wurde.<br />

GÄSTE DES 4-STERNE HOTELS entspannen<br />

ab Ostern bei Ritualen von Anti Age-<br />

Gesichtsbehandlung bis zur klassischen<br />

PMP-Fußanwendung. Die PHYTOMAS-<br />

SOPODIA®-Methode (kurz PMP) gilt als<br />

Ausgangspunkt zur Verbesserung und<br />

Erhaltung <strong>der</strong> Resultate auf lange Zeit.<br />

Nachhaltig s<strong>in</strong>d auch <strong>in</strong>dividuelle Tipps<br />

und Bewegungsangebote mit den beiden<br />

Expert<strong>in</strong>nen Fitness-Coach Conny<br />

Schramm-Sulzer und Sportwissenschaftler<strong>in</strong><br />

Mag. Silvia Weigl, die Teil des Wellness-Programms<br />

s<strong>in</strong>d. E<strong>in</strong>e ausgewogene,<br />

bekömmliche und wohltuende Ernährung<br />

anstatt Verzicht ist das Motto von<br />

Küchenchef Alexan<strong>der</strong> Ebner, <strong>der</strong> regionale<br />

Produkte mit frischen Kräutern und<br />

Gewürzen aus dem hauseigenen Garten<br />

verarbeitet.<br />

<br />

MEI-RITUAL-TAG<br />

5 Übernachtungem im DZ <strong>in</strong>kl. Genießerarrangement<br />

sowie Massageritual<br />

„Die Tore des Wohlbef<strong>in</strong>dens“<br />

(45 M<strong>in</strong>.) o<strong>der</strong> mit dem kosmetischen<br />

Ritual „Sauerstoffbehandlung“<br />

(50 M<strong>in</strong>.) ab 599 Euro pro Person.<br />

26.04 – 14.07.2013<br />

01.09 – 22.12.2013<br />

06.01 – 16.03.2014<br />

EBNER’S WALDHOF AM SEE****<br />

Familie Ebner<br />

A-5330 Fuschl am See, Seestraße 30<br />

Tel. +43 (0)62 26/82 64<br />

<strong>in</strong>fo@ebners-waldhof.at<br />

www.ebners-waldhof.at<br />

92 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


Text Rosemarie Liermann<br />

Text Ingeborg Zauner<br />

Fotos AVIVA, Shutterstock LIVING & LIFESTYLE<br />

Fotos Beigestellt<br />

AVIVA BRINGT SINGLES AUF TOUREN<br />

ACTION,SPASS<br />

... und jede Menge Sport & Party.<br />

ANSCHLUSS, WENN GEWÜNSCHT. E<strong>in</strong>e<br />

Freund<strong>in</strong> me<strong>in</strong>te: „Du musst unbed<strong>in</strong>gt <strong>in</strong><br />

das Hotel AVIVA, da bist du alle<strong>in</strong>, wenn du<br />

es willst, und f<strong>in</strong>dest sofort Anschluss, wenn<br />

dir danach ist!“ AVIVA****make friends ist<br />

Europas erste S<strong>in</strong>glewelt und geht <strong>in</strong> Sachen<br />

Urlaubsphilosophie und Lebensfreude neue<br />

Wege. Das mo<strong>der</strong>n ausgestattete Hotel <strong>in</strong><br />

St. Stefan im oberösterreichischen Mühlviertel<br />

ist ganz auf die Urlaubsbedürfnisse<br />

von Alle<strong>in</strong>reisenden ausgerichtet. Beson<strong>der</strong>s<br />

<strong>der</strong> Sommer zeigt sich mit viel Spaß<br />

und Action <strong>in</strong> Hochform. Beach-Volleyball<br />

am Schwimmteich und e<strong>in</strong>e Beach-Party<br />

heizen Nimmermüden mit tollen Hits und<br />

coolen Dr<strong>in</strong>ks e<strong>in</strong>. Samstag und Sonntag<br />

mixen DJs die Gäste gut durch.<br />

AUCH GOLFER KOMMEN AUF IHRE<br />

RECHNUNG. Vier traumhafte Golfplätze<br />

s<strong>in</strong>d maximal e<strong>in</strong>e halbe Autostunde entfernt.<br />

Mehr Tempo <strong>in</strong>s Spiel br<strong>in</strong>gen die drei<br />

Sportwagen und zwei Motorrä<strong>der</strong> <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

AVIVA-Garage. So s<strong>in</strong>d attraktive Ziele wie<br />

Freistadt, L<strong>in</strong>z, das Weltkulturerbe Krumau<br />

o<strong>der</strong> <strong>der</strong> Moldausee geme<strong>in</strong>sam erreichbar.<br />

GAUMENFREUDEN. AVIVA ist auch e<strong>in</strong><br />

idealer Rahmen für Feste, Feiern o<strong>der</strong> Klassentreffen.<br />

Das Restaurant und die V<strong>in</strong>othek<br />

br<strong>in</strong>gen Köstliches aus <strong>der</strong> (ober-)<br />

österreichischen und <strong>in</strong>ternationalen Küche<br />

auf den Tisch. E<strong>in</strong> 5-Gänge-D<strong>in</strong>ner mit<br />

passen<strong>der</strong> We<strong>in</strong>begleitung macht jeden Geburtstag<br />

und jedes Sommerfest auch zum<br />

kul<strong>in</strong>arischen Erlebnis. Zum Abfeiern geht<br />

es danach <strong>in</strong> den Danceclub, wo bis <strong>in</strong> die<br />

Morgenstunden Partylaune herrscht. Aber<br />

auch zum Relaxen f<strong>in</strong>den Urlauber genug<br />

Möglichkeiten im 2.000 m 2 großen –Wellness-<br />

und Spa-Bereich mit Saunen, Pools<br />

und Fitnesscenter. Man kann wirklich sagen:<br />

In diesem Hotel ist für jedes Bedürfnis<br />

etwas speziell Geeignetes vorhanden! <br />

HOTEL AVIVA****make friends<br />

A-4170 St. Stefan am Walde<br />

Höhenweg 1<br />

Tel. +43 (0)7216/376 00<br />

www.hotel-aviva.at<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 93


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Gerhard Schill<strong>in</strong>ger<br />

Fotos TUI, Shutterstock<br />

TENERIFFA<br />

KURZE PAUSE VOM<br />

WINTER GEFÄLLIG?<br />

Frühl<strong>in</strong>g und Badetemperaturen statt Schneematsch nach nur vier Flugstunden – Teneriffa hat trotz<br />

Massentourismus noch viel Reizvolles für eilige W<strong>in</strong>terflüchtl<strong>in</strong>ge zu bieten.<br />

SONNIGE NÄHE. E<strong>in</strong>e Woche Sonne tanken,<br />

Baden im Meer und das w<strong>in</strong>terliche<br />

Grau <strong>der</strong> Stadt für e<strong>in</strong> paar Tage vergessen.<br />

Nicht zu weit sollte es se<strong>in</strong>, ohne<br />

kraftraubenden Jetlag. Wer mit <strong>der</strong>artigen<br />

Vorgaben zu dieser Jahreszeit <strong>in</strong>s<br />

Reisebüro geht, bekommt meist e<strong>in</strong>e<br />

Empfehlung: Kanarische Inseln – und da<br />

beson<strong>der</strong>s Teneriffa.<br />

BADEORT AUS DER RETORTE. E<strong>in</strong>es<br />

gleich vorweg: Die ersten Kontakte mit<br />

dem Urlaubserlebnis Teneriffa werden<br />

vielleicht vorhandene Vorurteile zunächst<br />

eher bestätigen denn entkräften. Beim<br />

Abflug herrscht dichtes Gedränge, das<br />

sich nach <strong>der</strong> Landung am Flughafen fortsetzt.<br />

Perfekt organisiert geht es dann<br />

über die vierspurige Autobahn gegen<br />

Süden. Die Landschaft ist karg und straft<br />

zunächst die bunten Bil<strong>der</strong> <strong>der</strong> Reisekataloge<br />

Lügen. In Playa de las Americas als<br />

ersten großen Ferienort tummeln sich alljährlich<br />

Hun<strong>der</strong>ttausende Urlauber <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>er eher künstlichen Ferienwelt. Richtig<br />

ruhige Ferien s<strong>in</strong>d dagegen weiter im Norden,<br />

vor allem <strong>in</strong> <strong>der</strong> neuesten Urbanisation<br />

Fanabe möglich. Erst <strong>in</strong> den letzten<br />

Jahren entstanden, erkennt man hier<br />

die wie<strong>der</strong>gewonnene Vernunft <strong>der</strong> Architekten.<br />

In Niedrigbauweise errichtete<br />

Aparthotels mit viel Grün und fantasievolle<br />

Luxushotels prägen die Atmosphäre.<br />

Die Straßen s<strong>in</strong>d mit prächtigen Palmen<br />

gesäumt und lautere Lokale f<strong>in</strong>den sich<br />

nur entlang des Strandes. Noch stilvoller<br />

präsentiert sich Puerto de la Cruz als<br />

zweiter großer Urlaubsort auf <strong>der</strong> Nordseite<br />

<strong>der</strong> Insel. Bereits gegen Ende des 19.<br />

Jahrhun<strong>der</strong>ts kamen die ersten Urlauber<br />

auf <strong>der</strong> Suche nach dem ewigen Frühl<strong>in</strong>g<br />

hierher. Grandhotels im klassischen Stil<br />

wurden errichtet, e<strong>in</strong>e Kuranstalt gebaut<br />

und prachtvoll begrünte Promenaden und<br />

Parks angelegt. Dieser Tradition folgend<br />

ist die Bebauung hier lockerer und die Atmosphäre<br />

ruhiger als <strong>in</strong> Playa de las Americas.<br />

Im Zentrum gibt es noch viel koloniales<br />

Flair und mit den vom kanarischen<br />

Künstler Cesar Manrique <strong>in</strong> E<strong>in</strong>klang mit<br />

<strong>der</strong> Vulkanlandschaft angelegten Meeres-<br />

94 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


Teneriffa, die größte <strong>der</strong> Kanarischen Inseln, hat viel zu bieten.<br />

schwimmbä<strong>der</strong>n von Lago Martianez verfügt<br />

„El Puerto“ über e<strong>in</strong>e <strong>der</strong> imposantesten<br />

Attraktionen <strong>der</strong> Insel.<br />

EXOTISCHE VULKANLANDSCHAFTEN.<br />

Die Konzentration des Tourismus <strong>in</strong> wenigen<br />

großen Urlaubszentren sichert umgekehrt<br />

e<strong>in</strong>e großteils unberührte Landschaft<br />

im Rest <strong>der</strong> Insel – und hier wird<br />

unverfälschte Exotik geboten. Vor rund<br />

600.000 Jahren kam es auf <strong>der</strong> Insel zu<br />

den stärksten Vulkanausbrüchen <strong>der</strong> jüngeren<br />

Geschichte. Die Eruptionen waren<br />

so heftig, dass das gesamte Landschaftsbild<br />

verän<strong>der</strong>t wurde. Im Zentrum entstand<br />

<strong>der</strong> 12 mal 17 Kilometer große Krater<br />

Las Canadas, aus dessen Mitte <strong>der</strong> alles<br />

dom<strong>in</strong>ierende und 3.718 Meter hohe Pico<br />

de Teide ragt. Als Folge dieser Gebirgsbildung<br />

verfügt Teneriffa über e<strong>in</strong>e Vielzahl<br />

an Mikroklimaten und drei verschiedenen<br />

Vegetationsstufen <strong>in</strong>nerhalb kürzester<br />

Distanzen. Die feuchten Atlantikw<strong>in</strong>de ermöglichen<br />

im Nordteil dichte Wäl<strong>der</strong> und<br />

üppige subtropische Flora und schaffen<br />

ideale Bed<strong>in</strong>gungen für den Bananenanbau.<br />

Die quer über die Insel verlaufenden<br />

Gebirgszüge sorgen allerd<strong>in</strong>gs als<br />

natürliche Barriere für die Feuchtigkeit<br />

des Ozeans <strong>in</strong> diesem Teil Teneriffas für<br />

stärkere Bewölkung und mehr Regenfälle.<br />

Sonnengarantie gibt es daher nur im<br />

Süden. Der Krater mit dem Teide-Gipfel<br />

wurde bereits 1954 zum Nationalpark<br />

erklärt und ist e<strong>in</strong> Muss während e<strong>in</strong>es<br />

Teneriffa-Aufenthalts. Bereits die Anreise<br />

über die serpent<strong>in</strong>enreichen Bergstraßen<br />

bietet e<strong>in</strong> beson<strong>der</strong>es Naturerlebnis.<br />

GANZJÄHRIG WANDERN. Generell lässt<br />

sich die Schönheit Teneriffas beim Wan<strong>der</strong>n<br />

am <strong>in</strong>tensivsten und mit allen<br />

S<strong>in</strong>nen erleben. Wer sich auf e<strong>in</strong>e Tour<br />

durch die bewaldete Bergwelt e<strong>in</strong>lässt,<br />

wird pralle Farben sehen, <strong>in</strong>tensive Düfte<br />

aufnehmen und Exotisches aus <strong>der</strong> Tierwelt<br />

hören. Reviere dafür gibt es viele –<br />

zum sanften Start empfiehlt sich etwa <strong>der</strong><br />

Barranco del Infierno bei Adeje. Bequeme<br />

zehn Kilometer von den Hotels Playa de<br />

las Americas’ gelegen, bietet die Höllenschlucht<br />

während e<strong>in</strong>er dreistündigen<br />

Wan<strong>der</strong>ung enge Flussläufe, steile Felswände<br />

und auch e<strong>in</strong>en Wasserfall <strong>in</strong>mitten<br />

wuchern<strong>der</strong> Pflanzen. Derart auf den<br />

Geschmack gekommen, lockt die wilde<br />

Gebirgslandschaft des Teno zu weiteren<br />

Entdeckungen. Von den Lavamassen blieb<br />

dieser Teil <strong>der</strong> Insel verschont und zeigt<br />

sich daher noch wie zu Zeiten vor den großen<br />

Vulkaneruptionen. Das zerfurchte<br />

Bergmassiv mit engen Schluchten und<br />

steilen Hängen endet bei Los Gigantes abrupt<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>er 600 Meter hohen Steilküste<br />

über dem Atlantik. Dazwischen liegen die<br />

weißgetünchten Gehöfte von Masca, die<br />

noch vor wenigen Jahren ohne Straßenverb<strong>in</strong>dung<br />

und damit von <strong>der</strong> Außenwelt<br />

abgeschlossen waren.<br />

KOLONIALES FLAIR UND KARNEVAL.<br />

Auch wenn es zunächst kaum vorstellbar<br />

ist: Gerade im touristisch hochentwickelten<br />

Teneriffa lässt sich das alte koloniale<br />

Flair Spaniens beson<strong>der</strong>s gut erleben. Millionen<br />

ausländischer Urlauber konnten<br />

etwa La Orotava nichts von se<strong>in</strong>er e<strong>in</strong>zigartigen<br />

Atmosphäre nehmen. Das Städtchen<br />

versprüht mit se<strong>in</strong>en gepflasterten<br />

Gassen und kunstvoll verzierten Klöstern,<br />

Palästen und Herrenhäusern e<strong>in</strong>e längst<br />

vergessen geglaubte koloniale Stimmung.<br />

Diese wird ganz beson<strong>der</strong>s um Fronleichnam<br />

spürbar, wenn die Straßenzüge Orotavas<br />

mit bunten Blumenteppichen ausgelegt<br />

werden. Ähnlich unverfälschte<br />

kanarische Architektur ist auch <strong>in</strong> Garachico,<br />

Icod o<strong>der</strong> La Laguna zu spüren.<br />

Selbst die mo<strong>der</strong>ne Hauptstadt Santa<br />

Cruz de Tenerife hält rund um die Flanier-<br />

meile Calle de Castillo e<strong>in</strong>ige architektonische<br />

Er<strong>in</strong>nerungen aus <strong>der</strong> Blütezeit Spaniens<br />

bereit. Vor allem aber steht ihr<br />

Name für den wohl impulsivsten Karneval<br />

nach jenem Rio de Janeiros’. Noch unter<br />

General Franco war er streng verboten,<br />

doch seit dem Tod des Diktators erlebt<br />

dieser ständig steigende Teilnehmerzahlen.<br />

Das ganze Jahr über arbeiten die Bewohner<br />

Teneriffas an den Kostümen und<br />

Vorführungen, die alljährlich im Februar<br />

die Stadt <strong>in</strong> e<strong>in</strong>en brodelnden Salsa-Hexenkessel<br />

verwandeln. Rund 20.000 Menschen<br />

nehmen aktiv an den Tanzumzügen<br />

teil, fast 200.000 feuern sie dabei tagelang<br />

an. Spätestens nach diesen E<strong>in</strong>drücken<br />

wird man die pauschalen Vorurteile gegenüber<br />

<strong>der</strong> Insel <strong>in</strong>s rechte Licht rücken<br />

können – und immer wie<strong>der</strong> gerne für<br />

e<strong>in</strong>e o<strong>der</strong> zwei Wochen Pause vom W<strong>in</strong>ter<br />

nach Teneriffa zurückkehren. <br />

INFORMATION<br />

E<strong>in</strong> auf österreichische Urlaubsbedürfnisse<br />

zugeschnittenes Hotelprogramm auf<br />

Teneriffa gibt es bei Gulet Touristik im<br />

Spanienkatalog. E<strong>in</strong>e große Auswahl an<br />

guten Hotels und Rundreiseprogrammen<br />

f<strong>in</strong>det sich zudem bei TUI im Katalog.<br />

Und wer gerne wan<strong>der</strong>t, sollte sich die<br />

Angebote <strong>der</strong> Alp<strong>in</strong>schule Innsbruck ASI<br />

im Reisebüro besorgen.<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

FOKUS 95


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Gabriella Mühlbauer<br />

Fotos Beigestellt<br />

ERHOLUNG PUR<br />

AUSZEIT NEHMEN<br />

Tirol ist e<strong>in</strong>e Reise wert – und nicht nur im W<strong>in</strong>ter. So lässt es sich etwa im Berghof am H<strong>in</strong>tertuxer<br />

Gletscher gut mit <strong>der</strong> Seele baumeln, aber auch Sport und Kulikarik vom Fe<strong>in</strong>sten werden geboten.<br />

NATUR PUR. Wenn man die kurvenreiche<br />

Bergstraße <strong>in</strong> Richtung H<strong>in</strong>tertux h<strong>in</strong>auffährt,<br />

dann ahnt man schon, dass die<br />

Mühen des Alltags e<strong>in</strong>fach h<strong>in</strong>ter sich gelassen<br />

werden können. Dafür sorgt die<br />

atemberaubende Naturkulisse mit e<strong>in</strong>em<br />

Waldklima, wo man <strong>in</strong> <strong>der</strong> re<strong>in</strong>en und<br />

kristallklaren Bergluft im wahrsten S<strong>in</strong>ne<br />

des Wortes frei durch atmen kann. Hier<br />

ist das 4-Sterne-Hotel Berghof Crystal<br />

Spa & Sports beheimatet, <strong>in</strong> dem das<br />

Motto „Den Gast e<strong>in</strong>s werden lassen mit<br />

<strong>der</strong> Natur“ gilt. Erreicht wird dieses Lifestyle-Konzept<br />

mit alpenländischem Design,<br />

hochwertigen Naturmaterialien aus<br />

Holz, Loden und Ste<strong>in</strong> sowie e<strong>in</strong>er harmonische<br />

Farbgebung. Beson<strong>der</strong>s die Suiten<br />

haben es <strong>in</strong> sich, s<strong>in</strong>d sie doch e<strong>in</strong> herrlicher<br />

Logenplatz mit Ausblick zum H<strong>in</strong>tertuxer<br />

Gletscher.<br />

SPA, SPORT UND REGENERATION. So<br />

könnte man die drei Säulen des Berghofs<br />

bezeichnen. Dem Himmel ganz nah ist<br />

man im neuen Crystal Spa & Sports, das<br />

man zutreffend als e<strong>in</strong>e Oase des Wohlbef<strong>in</strong>dens<br />

mit direktem Blick <strong>in</strong> die Welt des<br />

ewigen Eises bezeichnen kann. Hier gibt<br />

es etwa im Kristallquell sage und schreibe<br />

25 Meter Schwimmvergnügen. Und umrahmt<br />

von riesigen Glaswänden schließt<br />

das Hallenbad direkt an den ganzjährig<br />

beheizten Außenpool an und lässt den<br />

Gast tief <strong>in</strong> die Naturkulisse <strong>der</strong> Umgebung<br />

e<strong>in</strong>tauchen. Die Textilsauna – e<strong>in</strong><br />

wohlig warmer Traum aus Holz und Ste<strong>in</strong><br />

– verspricht mit Zirbensauna, Crystaldampfbad<br />

und Erlebnisduschen angenehme<br />

Entspannungsmomente. Und im<br />

Saunanacktbereich <strong>der</strong> Vitalwelt kann<br />

man Schwitz- und Entschlackungsbä<strong>der</strong><br />

bei Temperaturen von etwa 45 bis 90 Grad<br />

Celsius genießen. Apropos Sport – <strong>der</strong><br />

Naturpark Zillertaler Alpen lockt mit 350<br />

Kilometern ausgeschil<strong>der</strong>ten Wan<strong>der</strong>routen<br />

und 150 Kilometern Nordic-Walk<strong>in</strong>g-<br />

Strecken – und auch mit dem Bike kommt<br />

man bestens voran. Wer auch im Sommer<br />

nicht auf herrlichen Skigenuss verzichten<br />

möchte, <strong>der</strong> kommt <strong>in</strong> H<strong>in</strong>tertux eben-<br />

falls voll auf se<strong>in</strong>e Kosten. Der H<strong>in</strong>tertuxer<br />

Gletscher ist nämlich Österreichs<br />

e<strong>in</strong>ziges ganzjähriges Gletscherskigebiet.<br />

VERWÖHNMOMENTE. Herausfor<strong>der</strong>nde<br />

Sporterlebnisse beanspruchen Muskeln und<br />

Gelenke, auch die starke Höhensonne hat<br />

es manchmal <strong>in</strong> sich. Im Berghof kann man<br />

sich jedoch mit herrlichen „After-Workout-<br />

Treatments“ für alle Anstrengungen belohnen<br />

lassen. Die wirkungsvollen Anwendungen<br />

s<strong>in</strong>d ganz dem Chi, <strong>der</strong> Lebensenergie,<br />

verpflichtet und verstehen den Menschen<br />

als E<strong>in</strong>heit von Körper, Geist und Seele. Um<br />

ganz e<strong>in</strong>s mit sich selbst zu se<strong>in</strong>, bedarf es<br />

jedoch auch e<strong>in</strong>er ausgezeichneten Kul<strong>in</strong>arik.<br />

Hier wird <strong>der</strong> Gaumen mit traditioneller<br />

Tiroler Küche verwöhnt, die gerne auch<br />

Ausflüge <strong>in</strong> <strong>in</strong>ternationale Gefilde macht.<br />

Die Gourmet-Halbpension lässt ke<strong>in</strong>e<br />

Wünsche offen: Vom reichhaltigen Frühstücksbuffet<br />

bis h<strong>in</strong> zum 5-Gang-Gourmetmenü<br />

am Abend und dem darauffolgenden<br />

Dessertbuffet reicht die Reise <strong>der</strong> lukullischen<br />

Köstlichkeiten im Berghof. <br />

HOTEL BERGHOF****<br />

A-6293 H<strong>in</strong>tertux – Zillertal<br />

Tel. +43 (0)5287/85 85<br />

Fax +43 (0)5287/873 21<br />

<strong>in</strong>fo@berghof.at<br />

www.berghof.at<br />

96 FOKUS<br />

FEBRUAR/MÄRZ 2013


Text Ingeborg Zauner<br />

Fotos Beigestellt<br />

LIVING & LIFESTYLE<br />

FAMILIENURLAUB IN DEN FALKENSTEINER HOTELS KATSCHBERG<br />

FRÜHBUCHERBONUS<br />

IM CRISTALLO<br />

Damit die Sommersaison gut anläuft, hat das Falkenste<strong>in</strong>er Hotel Cristallo am Katschberg<br />

fe<strong>in</strong>e Neuerungen im Angebot. Nützen Sie den Frühbucherbonus bis zum 30. April 2013, um<br />

die neuen charmanten Details zu genießen.<br />

WELCOME HOME. Das Falkenste<strong>in</strong>er<br />

Hotel Cristallo liegt auf rund 1.600 Metern<br />

Seehöhe am Katschberg, Kärntens „Familienberg“.<br />

Das Spiel- und Freizeitangebot im<br />

Falky-Land lässt K<strong>in</strong><strong>der</strong>herzen höher schlagen.<br />

Im attraktiven Familienangeboten s<strong>in</strong>d<br />

zahlreiche Inklusivleistungen und Extras<br />

bereits enthalten – das macht den Urlaub <strong>in</strong><br />

dem 4-Sterne-Hotel so wertvoll. Anspruchsvolle,<br />

von regionalen Produkten geprägte<br />

Kul<strong>in</strong>arik mit All Inclusive light steht im<br />

Hotel Cristallo im <strong>Fokus</strong>.<br />

<br />

FRÜHBUCHERBONUS<br />

NEU! Die wohl auffälligste Än<strong>der</strong>ung ist die<br />

kul<strong>in</strong>arische Umstellung von Vollpension<br />

auf All Inclusive Light. Dies bedeutet, dass<br />

die Getränke im Restaurant <strong>in</strong>kludiert s<strong>in</strong>d.<br />

Dies schont Ihre Brieftasche und Sie können<br />

Ihr Urlaubsbudget genauer kalkulieren.<br />

ERHOLUNG FÜR GROSS UND KLEIN<br />

IM ACQUAPURA SPA. Im 4-Sterne-Hotel<br />

Cristallo steht Wellness für die ganze Familie<br />

am Programm. Erwachsene gönnen sich<br />

im 2.000 m 2 Acquapura-SPA Beauty- und<br />

Körperbehandlungen o<strong>der</strong> entspannen <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>er <strong>der</strong> Saunen. Im Falky-K<strong>in</strong><strong>der</strong>SPA stehen<br />

die Kle<strong>in</strong>en im Mittelpunkt: Das neue<br />

Falky-Wellness-Konzept wurde zusammen<br />

mit PINO als e<strong>in</strong>zigartiges Erlebnis für<br />

Eltern und K<strong>in</strong><strong>der</strong> entwickelt. Die Anwendungen<br />

s<strong>in</strong>d liebevoll und speziell für kle<strong>in</strong>e<br />

Genießer zusammengestellt. Welche Massage<br />

für welches K<strong>in</strong>d die richtige ist, wird<br />

im persönlichen Gespräch mit unserem<br />

SPA-Therapeuten und mithilfe von Falkys<br />

Wohlfühldreieck im Hotel erarbeitet. Im<br />

Hotel Cristallo kann man unter kundiger<br />

e<strong>in</strong>heimischer Führung die Wan<strong>der</strong>wege<br />

des Katschbergs entdecken: E<strong>in</strong> engagierter<br />

Gästebetreuer sorgt für unvergessliche<br />

Wan<strong>der</strong>erlebnisse. So vielfältig wie die Tourismusregion<br />

Katschberg s<strong>in</strong>d auch die<br />

Möglichkeiten, die Gegend zu erkunden:<br />

Wan<strong>der</strong>n, Mounta<strong>in</strong>biken, Trekk<strong>in</strong>greiten,<br />

Nordic Walken o<strong>der</strong> „Segway“-Fahren – jede<br />

Art <strong>der</strong> Fortbewegung hat ihren Reiz und<br />

eröffnet e<strong>in</strong>e an<strong>der</strong>e Perspektive auf die<br />

Berglandschaft. Die Pony Alm sowie das<br />

Alp<strong>in</strong>e Pferdezentrum, <strong>der</strong> Erlebnisspielplatz<br />

Katschhausen und <strong>der</strong> größte Adventurepark<br />

Österreichs mit über 170 Stationen<br />

runden das Familienangebot am<br />

Katschberg ab und lassen den Urlaub viel zu<br />

kurz werden.<br />

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Familienurlaub braucht:<br />

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* Gültig nur bei Buchung bis 30.4.13,<br />

Reisezeitraum vom 02.06.–22.06.13 und<br />

07.09.–28.09.13<br />

** K<strong>in</strong><strong>der</strong> bis 6,9 Jahre im Zimmer mit<br />

2 Erwachsenen frei, K<strong>in</strong><strong>der</strong>betreuung ab 3 Jahren.<br />

Saison B: 17.05.–02.06.13 und<br />

22.06.–29.06.13 und 28.09.–25.10.13<br />

ab 192 Euro p. P. statt 213 Euro p. P.,<br />

Verlängerungsnacht nur 64 Euro p. P.<br />

Information & Reservierung:<br />

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Tel. +43 (0) 4734/319-802<br />

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FEBRUAR/MÄRZ 2013<br />

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Im 4-Sterne-Hotel Cristallo steht Wellness für die ganze Familie auf dem<br />

Programm. Das neue Falky-Wellness-Konzept wurde zusammen mit PINO<br />

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Goldwaschen, Geifvogelstation, Bergbahn – all das bietet das Raurisertal<br />

und ist zudem noch e<strong>in</strong> Wan<strong>der</strong>paradies für die ganze Familie. Verbr<strong>in</strong>gen<br />

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Tal <strong>der</strong> Alpen. www.raurisertal.at<br />

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GEPFLEGTE GASTLICHKEIT<br />

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Im Kirchenwirt <strong>in</strong> Leogang wird seit fast 700 Jahren Gastlichkeit gelebt.<br />

Verbr<strong>in</strong>gen Sie drei Nächte <strong>in</strong>klusive Halbpension für zwei Personen und<br />

genießen Sie die Kul<strong>in</strong>arik des Leoganger Gourmetwirtshauses. Erholen Sie<br />

sich bei Spaziergängen <strong>in</strong> <strong>der</strong> wun<strong>der</strong>baren Region und schöpfen Sie neue<br />

Kraft für den Alltag. www.saalfelden-leogang.com – www.k1326.com<br />

WINTER-GEWINNSPIEL: GRATULATION DEN GEWINNER(INNEN)!<br />

Unvergessliche Urlaubstage im Trattlerhof hat Mag. Daniela Landl aus 5021 Salzburg gewonnen.<br />

E<strong>in</strong>en Kurzurlaub im Hotel Martha verbr<strong>in</strong>gt Marianne Kühtreiber aus 3435 Erpersdorf.<br />

Wellness pur im Hotel Schwarzbrunn wird Eva Holterbe<strong>in</strong> aus 8020 Graz erleben.<br />

98 FOKUS FEBRUAR/MÄRZ 2013


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