Dokument in neuem Fenster öffnen. - Orthodoxe Bibliothek

bibliothek.orthpedia.de

Dokument in neuem Fenster öffnen. - Orthodoxe Bibliothek

Abendland in Berührung; er rief geradezu den Papst um seine

Entscheidung an.

Ephram der Syrer (+ 373) steht als größter Theologe der

syrischen Kirche heute noch in hohem Ansehen in der Ostkirche.

Basilius der Große rettete durch die Macht seines Geistes

die Kirche des Ostens vor dem unter Kaiser Valens mächtigen

Arianismus und übte auch als »Vater des morgenländischen

Mönchtums« einen nicht geringen Einfluß auf das

Abendland aus.

Gregor von Nazianz (+ 390) wurde von Kaiser Theodosius

dem Großen zum Patriarchen von Konstantinopel berufen.

Sein Werk war es, daß die Hauptstadt damals nicht dem

Arianismus anheimfiel. Die berühmten fünf theologischen

Reden über die Gottheit des Logos, die er in der Anastasis-

Kirche hielt, haben ihm den Ehrennamen des »Theologen«

eingebracht.

Kyrill von Jerusalem (+ 386) wurde besonders durch seine

Katechesen über die Mysterien des Christentums berühmt.

Johannes Chrysostomus (t 407), Patriarch von Konstantinopel,

ist der größte Prediger, der »Goldmund« der Ostkirche.

Kyrill von Alexandrien (t 444) ist als der große Bekämpfet

des Nestorianismus, besonders auf dem dritten ökumenischen

Konzil zu Ephesus, bekannt.

Johannes von Damaskus (t 749) ist der große Dogmatiker

der orthodoxen Kirche und der Verteidiger der kirchlichen

Lehre von der Bilderverehrung, die er theologisch begründet

hat. Das römische Brevier sagt von ihm, daß er »dem hl. Thomas

von Aquin den Weg bereitet hat zur Behandlung der

Theologie nach einer so vortrefflichen Methode«.

Diese bedeutendsten Väter der morgenländischen Kirche

haben als Begründer und Verteidiger der kirchlichen Glaubenslehre

auf die Theologie der abendländischen Kirche einen

großen und nachhaltigen Einfluß ausgeübt. Die Bedeutung der

9 Seraphim, Ostkirche

129

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine