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ersten Mal im Jahre 325 erwähnt; im 6. Jahrhundert war

seine Feier auch in Rom bekannt.

Das dem Andenken der Verklärung Christi auf dem Berge

Tabor geweihte Fest (6. August) wurde im Osten bereits im

5. Jahrhundert gefeiert; in der lateinischen Kirche wurde es

erst 1457 allgemein vorgeschrieben.

Schon im 4. Jahrhundert feierte man in Jerusalem am

14. September das Fest der Kreuzerhöhung zum Andenken

an die Auffindung des heiligen Kreuzes durch die Kaiserin

Helena im Jahre 326. Später verband sich mit diesem Tag

auch das Andenken an den feierlichen Triumphzug, in dem

Kaiser Heraklius 628 das heilige Kreuz, das 614 von den

Persern geraubt worden war, zurückbrachte. Im Abendland

kam dieses Fest erst ziemlich spät in öbung.

Das Fest der Begegnung des Herrn (mit dem greisen

Simeon; 2. Februar) wurde schon im 4. Jahrhundert in Jerusalem

gefeiert und ging im 6. Jahrhundert auch in das Abendland

über, wo es den Charakter eines Muttergottesfestes erhielt.

Das älteste Marienfest der Kirche ist wohl das Fest des

Entschlafens (Himmelfahrt) Mariä, das schon bald nach dem

Konzil von Ephesus (431) gefeiert wurde, von Kaiser Mauritius

(582—602) für den 15. August vorgeschrieben und in

Rom um das Jahr 700 durch Papst Sergius eingeführt wurde.

In Gallien ist es schon im 6. Jahrhundert, das ist früher als

in Rom, nachweisbar.

Das Fest Mariä Verkündigung (25. März) war im Osten

schon im 5. Jahrhundert bekannt, in der lateinischen Kirche

wurde es schon vor Gregor dem Großen gefeiert. Das Fest

Mariä Einführung in den Tempel (Mariä Opferung; 21. November)

wurde ebenfalls zuerst im Osten gefeiert, wo es im

8. Jahrhundert nachweisbar ist und von wo es im 11. Jahrhundert

nach dem Abendland kam. Erst 1585 wurde dieses

Fest für die ganze lateinische Kirche vorgeschrieben.

In der orthodoxen Kirche des Ostens wird seit dem

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