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Ostens und des Westens eine so große Zahl von Heiligen

gemeinsam verehrt wird, ist neben der schon genannten

gemeinsamen apostolischen Sukzession, neben der gleichen

hl. Schrift und der engen Verwandtschaft in der Spendung

der hl. Sakramente ein weiteres tröstliches Zeichen dafür,

daß die innere Einheit beider Kirchen trotz aller äußeren

Trennung nie ganz verloren gegangen ist.

Die Gemeinsamkeit der Kirche des Ostens und des

Westens wird endlich auch in der orthodoxen und katholischen

Volksfrömmigkeit offenbar, die sich im Laufe der Geschichte

herausgebildet hat und die in der Muttergottes- und

Heiligenverehrung, der Verehrung der heiligen Bilder und

Reliquien, in Fasten und Wallfahrten, in der Hochschätzung

kirchlicher Weihungen und Segnungen bei beiden Kirchen

in gleicher Weise zum Ausdruck kommt.

DIE GROSSE TRENNUNG. VERSUCHE ZUR

WIEDERVEREINIGUNG

(Das Patriardhalsystem, die römische Primatsidee, »Tiliocjue«,

Papst Nikolaus I. und Patr. Pbotius, Patr. Michael

Kerularius, Die Vnionskonzilien von Lyon und [Florenz:

Knionsboffnungen)

Die größte und gefährlichste Irrlehre, der Arianismus,

wurde von der Kirche des Ostens und des Westens in gemeinsamem

hartem Kampfe überwunden. Die Kirche in Ostsyrien

und Persien erkannte die Entscheidung des Konzils von

Ephesus (431) nicht an und blieb seitdem als »nestorianische«

Kirche von der Gesamtkirche getrennt. Die Verwerfung der

monophysitischen Lehre durch das Konzil von Chalcedon

(451) führte zur Bildung monophysitischer Eigenkirchen in

Armenien, Syrien, Ägypten und Äthiopien. Politische Gründe

hatten bei diesen Spaltungen eine wichtige Rolle gespielt.

Am verhängnisvollsten aber für die Gesamtkirche wurde

das große Schisma, das die abendländische von der morgen-

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