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Theodosij von Tirnowo (f 1362) und sein Schüler, der

hl. Jeftimij, der zuerst Mönch in der großen Laura des

hl. Athanasius auf dem Berg Athos war und später Patriarch

von Bulgarien wurde — der letzte Patriarch, der in Tirnowo

residierte und 1404 in der Verbannung starb; ferner eine

Reihe von Märtyrern, die während der Türkenherrschaft für

ihren christlichen Glauben ihr Leben opferten. Mehrere Heilige

werden sowohl in der bulgarischen wie auch in der serbischen

Kirche verehrt.

Ungefähr gleichzeitig mit den Bulgaren, ja teilweise noch

früher, nahmen auch die Serben den christlichen Glauben an.

Von großer Bedeutung für die Gewinnung der Serben war

die von den Slawenaposteln und ihren Schülern eingeführte

slawische Liturgie. Schon die Methodius-Schüler Kliment und

Naum hatten im Jahre 890 bzw. 905 Klöster in und bei

Ochrid gegründet. Von dem autokephalen Erzbistum Ochrid

war auch das erste serbische Bistum in Ras abhängig. Ein

selbständiger serbischer Staat entstand erst 1183, als es dem

Fürsten Stephan Nemanja (1151—95) gelang, sein Land zu

vergrößern und von der byzantinischen Oberhoheit zu lösen.

Stephan wurde 1196 Mönch auf dem hl. Berg Athos und

erhielt den Namen Simeon. Zusammen mit seinem zweiten

Sohn Sava, der ebenfalls Mönch wurde, gründete er das

Athos-Kloster Chilandar. Der hl. Sava wurde 1219 von dem

Patriarchen Manuel in Nicäa — Konstantinopel war von den

Lateinern besetzt — zum Erzbischof von Serbien geweiht

und krönte 1222 seinen älteren Bruder Stephan, der später

den Beinamen »der Erstgekrönte« erhielt, im Kloster 2ica

zum König. Dann begann der hl. Sava durch die Errichtung

von 12 Bistümern und die Gründung von Klöstern der serbischen

Nationalkirche eine feste Organisation zu geben. Er

starb 1235 in Tirnowo auf der Rückreise vom Heiligen Land;

seine Gebeine wurden in das Kloster Milesewo überführt, im

Jahre 1595 aber von den Türken in Belgrad verbrannt. Als

Gründer und Organisator der serbischen Kirche und Patron

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