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In der frühen Kirche empfingen grundsätzlich alle Gläubigen,

die an der Liturgie teilnahmen, auch die Kommunion. Die

Nichtgetauften und die Büßer, das heißt diejenigen, welche

von der Kommunion ausgeschlossen blieben, nahmen

ohnehin an diesem Teil der Göttlichen Liturgie nicht mehr teil.

In späteren Zeiten hat man diese Trennung nicht mehr so

beachtet, dafür aber häufig die Beichte zur grundsätzlichen

Voraussetzung zur Kommunion gemacht. Die Mysterien der

Beichte und der Kommunion sind jedoch nicht in dem Sinne

verbunden, daß die Beichte immer und in jedem Falle eine

unbedingte Voraussetzung für die Kommunion ist. Es gibt

keine Norm für die Häufigkeit der Beichte. Sie sollte in jedem

Fall aber eine geistliche Auferbauung durch das

seelsorgerliche Gespräch mit dem Beichtvater sein und kein

Ritus der Kommunionvorbereitung. Für diese gibt es eigene

Gebete, welche wir zuhause, auch schon am Vorabend des

Kommunionempfanges, sprechen können und sollen.

Insgesamt kann als Richtschnur für unsere

Kommunionvorbereitung gelten, was Johannes von Damaskos

- in seiner Schrift "Vom Fasten" (Kapitel 7) - dazu meint: "... Es

ist gut, jeden Tag zu fasten, doch soll derjenige, der fastet,

denjenigen nicht verurteilen, der nicht fastet. Für solche Angelegenheiten

ziemt es nicht, Gesetze zu erlassen, zu drängen und

die anvertraute Herde unter Anwendung von Zwang zu fuhren.

Man sollte es vielmehr durch Überzeugung und Milde und durch

gute und überzeugende Worte anstreben."

Zuerst empfangen die Liturgen und dann die Gläubigen die

heiligen Mysterien. Zur Vorbereitung wird unter anderem

gebetet:

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