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CHRISTEN VERSAMMELN

SICH

"An dem Tage aber, den man Sonntag nennt, findet eine

Versammlung aller statt, die in Stadt oder Land weilen.

Dabei werden dann die Schriften der Apostel oder der

Propheten vorgelesen, wie es angemessen erscheint. Wenn

dann der Vorleser aitfgehört hat, so hält der Vorsteher

eine Ansprache, in der er ermahnt und auffordert, diesen

guten Lehren nachzueifern. Darairf erheben wir uns alle

und beten. Sodann werden nach dem Gebete Brot, Wein

und Wasser hergebracht, der Vorsteher sendet Gebete

und Danksagungen [zu Gott] empor, wie er es vermag,

und das Volk stimmt bei mit seinem 'AmenV. Darauf

erfolgt die Austeilung, und jeder empfängt von den

geweihten Gaben; den Abwesenden werden sie durch die

Diakone gebracht."

So beschreibt der heilige Ioustinos um 150 (In seiner ersten

"Apologie", Kap. 67) die sonntägliche Versammlung der frühen

Christengemeinde. Damals kamen die Christen meist noch in

Privathäusern zusammen. Die Versammlungsräume wurden

später besonders gestaltet, wie uns einige Ausgrabungen

solcher Häuser zeigen.

Bis in das 4. Jahrhundert hinein wurden die Christen im

römischen Reich Immer wieder verfolgt. In den Zeiten der

Verfolgung versammelten sie sich zu ihren Gottesdiensten an

geheimen Orten, z.B. in Verstecken und unterirdischen

Grabanlagen, den Katakomben. Sie zeigen uns heute, wie

frühchristliche Gottesdienststätten ausgestaltet waren. Schon

in den ältesten dieser Katakomben, die etwa um das Jahr 220

entstanden sind, findet man viele Malereien. Viele Themen der

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