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Nach dem Vorbild der Hagia Sophia von Konstantinopel

wurden seitdem überall In der Welt orthodoxe Kirchengebäude

errichtet, z.B. in Thessaloniki, in Ochrid, Kiev und Novgorod

und in jüngster Zeit auch in Westeuropa und Amerika.

Hauptmerkmal vieler dieser Kirchen ist die große Kuppel über

dem kreuzförmigen Grundriß. Selbst der Name der

Hauptstadt Bulgariens Sofia geht auf eine gleichnamige Kirche

zurück.

Doch ist dieser byzantinische Stil keineswegs die einzig mögliche

Gestaltung eines orthodoxen Gotteshauses. Schon die

älteren Kirchen, die unter Kaiser Konstanünos und seiner

Mutter Helene erbaut worden sind, weisen eine andere Form

auf, nämlich die der Basilika (vgl. S. 6), wie z.B. die

Geburtskirche in Bethlehem oder die Friedenskirche (griech.

Hagia Eirene) in Konstantinopel.

Ebenso wie es in den verschiedenen orthodoxen Ländern unterschiedliche

Kirchenbauformen und Stilelemente gibt, in

Rußland beispielsweise die charakteristischen

"Zwiebelkuppeln", hat sich auch in der Westkirche der Stil der

Kirchenbauten unterschiedlich entwickelt. Die meisten

römisch-katholischen und evangelischen Kirchen in

Deutschland weisen einen romanischen oder gotischen Stil

auf. Wo heute in der Diaspora orthodoxe Gemeinden ein

solches Kirchengebäude benutzen und für ihre Gottesdienste

umgestaltet haben, bleibt doch die westeuropäische Form

unverkennbar.

In jüngster Zeit hat man auch einige orthodoxe Kirchen in

neuem Stil errichtet. Man benutzt dabei neue Baumaterialien

(z.B. Beton) und errichtet neue oder auch neubelebte alte Formen

wie etwa die Rundkirche (Rotunde). Ein Beispiel für einen

modernen orthodoxen Kirchenbau stellt die Kirche des hl.

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