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"Abgeleuchtet ist der Wahrheit Gnade:

was einst in Schattenrissen angedeutet war,

ist jetzt hell strahlend erfüllt.

Denn siehe,

es bekleidet sich die Kirche mit Christi

körperlichem Bild

wie mit einem kosmischen Glanz,

der die Welt überragt."

Wir verehren an den Ikonen nicht das Holz, die Farbe und

letztlich alles Sichtbare, sondern durch sie das in ihnen Dargestellte.

Der Kirchenvater Basileios der Große (ca. 330-379),

Erzbischof von Kaisareia in Kappadokien, erklärt in seiner

Schrift "Über den Heiligen Geist" (Kap. hierzu: "Die dem J* -

Abbild erwiesene Ehre geht auf das Urbild über". Daher kann

Johannes von Damaskos in seiner "Verteidigungsrede für die

Ikonen" den Bilderfeinden entgegenhalten:

'Du verehrst keine Ikone, also verehrst du auch nicht

Gottes Sohn, der das lebendige Bild des unsichtbaren

Gottes und sein unwandelbares Zeichen ist."

Dieses Bekenntnis gehört zum orthodoxen Glauben, daher

gibt es in jedem orthodoxen Haus Ikonen, die mit Blumen

geschmückt werden und vor denen eine Öllampe oder eine

Kerze brennt. Die Liebe zu den Bildern wird besonders dort

deutlich, wo alte und berühmte Ikonen Mittelpunkt von

Wallfahrtsstätten sind und eine ganz besondere Verehrung

genießen. Sie tragen dann oft einen eigenen Namen, und ihre

Geschichte zeigt, wie Gott den Menschen durch die Ikonen

sein Heil zukommen läßt. Hierzu gehören z.B. die Ikone der

Verkündigung an die Gottesmutter auf der griechischen Insel

Tinos oder die Ikone "Wahrhaft wür-

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