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'Heiteres Licht

heiliger Glorie

des unsterblichen Vaters,

des himmlischen, heiligen, seligen,

Jesus Christus;

angelangt am Sonnenuntergang

schauend das Abendlicht,

preisen wir

Vater, Sohn und Heiligen Geist,

Gott!

Würdig, dich zu aller Zeit

zu preisen mit frohen Stimmen,

Sohn Gottes,

der du das Leben schenkst;

darum verherrlicht dich das Weltall."

An einigen Tagen endet die Vesper mit der Segnung der

Grundnahrungsmittel Öl, Weizen, Wein und Brot. Es handelt

sich dabei um einen schon in der alttestamentlichen und

jüdischen Sabbatfeier geübten Brauch, der auch in den

Liebesmählern, den Agapen, der ersten Christengemeinden

seine Fortsetzung fand. Diese Segnung und Brotbrechung

(griech. Artoklasia) soll uns an die fürsorgende Liebe Gottes

erinnern, der einst das Volk Israel mit dem himmlischen

Manna speiste (vgl. Ex 16,4-35) und ebenso die hungernden

Fünftausend in der Wüste mit fünf Broten gesättigt hat. Das

Brot, das wir jetzt segnen, soll uns stärken im Vertrauen

darauf, daß der Herr unsere Bitte um das tägliche Brot

erhören wird; gleichzeitig verweist es auf das himmlische Brot

des Neuen Bundes, die heilige Eucharistie.

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