Dokument in neuem Fenster öffnen. - Orthodoxe Bibliothek

bibliothek.orthpedia.de

Dokument in neuem Fenster öffnen. - Orthodoxe Bibliothek

98

Weil wir um diese Bedeutung der Auferstehung Christi für

unser Leben und unsere Zukunft wissen, feiern wir das heilige

Pascha jedes Jahr in unseren Kirchen mit großer Freude und

besonderer Festlichkeit und bereiten uns darauf in einer viele

Wochen umfassenden Fastenzeit vor. Wir gedenken auch das

ganze Jahr hindurch an einem jeden Sonntag immer wieder

eben dieser Auferstehung, der Grundlage unseres Heils. Das

Wissen um die Kraft der Auferstehung Christi ist der Grund,

weshalb wir uns in der österlichen Zeit nicht wie sonst einen

"Guten Tag!" wünschen, sondern uns mit den Worten

begrüßen: "Christus ist auferstanden!" (griech. Christos

anesti!, slav. Christos voskrese!) und darauf bestätigend

antworten: "Er ist wahrhaft auferstanden!" (griech. Altthos

anesti!, slav. Vo istinu voskrese!)

Das Sterben Christi offenbart die Härte unseres eigenen

Todes, doch seine Auferstehung gibt uns Hoffnung über den

Tod hinaus. Sie verändert unser Leben und nimmt unseren

Sünden ihren Schrecken; der Tod bedeutet den Durchgang zu

einem Leben in Christus, nicht das Ende, kein "Aus", sondern

ein "Anderswerden". Unsere Sorgen und Nöte, unsere Leiden

und Beschwernisse verlieren nicht ihre Kraft, aber wir wissen,

daß mit diesem irdischen Leben nicht alles zu Ende ist,

sondern daß uns ein ewiges Leben bei Gott erwartet. Dieser

Gedanke, daß die Auferstehung Sieg und Freude für alle bedeutet,

Ist in einer Predigt treffend ausgedrückt, die in allen

Kirchen Jahr für Jahr in der Osternacht verlesen und dem hl.

Johannes Chrysostomos zugeschrieben wird:

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine