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ZT | September 2014

Ausgabe 29 - 09/14

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29. Ausgabe — <strong>September</strong> <strong>2014</strong><br />

Z U K U N F T - T R A I N I N G<br />

DAS ONLINE-MAGAZIN FÜR AUS- UND WEITERBILDUNG<br />

NUR WER ABSCHLIESST, HAT<br />

VERKAUFT<br />

DIE INNERE ANGST DES VERKÄUFERS<br />

VOR DEM ABSCHLUSS<br />

STEFAN DEDERICHS


DAS ONLINE-MAGAZIN FÜR AUS- UND WEITERBILDUNG<br />

JET<strong>ZT</strong> KOSTENLOS ABONNIEREN<br />

ZUKUNFT-TRAINING<br />

2<br />

Zukunft-Training — 08/14


Ein Wort des Herausgebers<br />

Zuhören, statt bloß hinhören<br />

Mark Twain wollte einmal beweisen, dass auf einer New Yorker Gesellschaft niemand zuhört, weil alle aneinander<br />

vorbei statt miteinander reden. Er erschien verspätet auf der Party. Die Gastgeberin empfing ihn sogleich mit den<br />

Worten: „Kommen Sie herein, mein Lieber. Da drüben steht der Botschafter von Malaysia, ich stellen Sie gleich<br />

vor...“ Worauf Mark Twain erwiderte: „Entschuldigen Sie meine Unpünktlichkeit bitte, aber ich musste meiner<br />

alten Tante noch den Hals umdrehen und das dauerte etwas länger, als ich angenommen hatte.“ Daraufhin die<br />

Gastgeberin: „Ach wie reizend, dass Sie trotzdem gekommen sind.“<br />

Irrelevant, ob diese humoristisch-kritische Überlieferung Twain‘s tatsächlich so stattgefunden<br />

hat, charakterisiert sie auf wunderschöne Weise, was wir tagtäglich um uns herum erleben:<br />

Viele Menschen hören zwar hin, aber nicht zu.<br />

Doch warum sollten wir auch zuhören? Wir haben doch genug auf dem Herzen, was unbedingt mal raus müsste!<br />

Ein guter Zuhörer hört genau hin, um herauszufinden was sein Gegenüber ihm mitteilen möchte. Er antizipiert<br />

und schafft Verbindungen, und Verbindungen schaffen Verbundenheit.<br />

Unsere Titelpersönlichkeit Stefan Dederichs war über 20 Jahre aktiv im Vertrieb tätig und befasst sich in seinen<br />

Vorträgen und Seminaren gezielt mit dem Verkaufsabschluss. Dabei hat er entdeckt, dass viele Verkäufer zu<br />

sehr mit ihrer Verkaufsstrategie beschäftigt sind, sich deswegen nicht genug auf die Bedürfnisse ihrer Kunden<br />

einstellen und so den Abschluss verpassen. Ein spannender Beitrag mit viel Insider-Wissen.<br />

Außerdem in dieser Ausgabe:<br />

Jörg Romstötter ist zertifizierter Business-Coach und nutzt die Erfolgs-Ressource Natur um seinen Kunden die<br />

wirkungsvollsten Herangehensweisen im modernen Geschäftsleben darzulegen. Ein so naheliegender wie heute<br />

ungewöhnlicher Ansatz, der wahrhaftig zum Nachdenken einlädt.<br />

Dr. Roman Szeliga lebt, was er predigt. Denn er betrachtet »Humor« als Allzweckmittel für jegliche<br />

Herausforderungen, die im Berufsalltag auftreten können. In seinem Artikel beschreibt er, wie Humor als<br />

Erfolgsfaktor und Konfliktlöser Ihr Leben in viellerlei Situationen vereinfachen kann.<br />

Antje Heimsoeth ist Expertin für mentale Stärke und Motivation. In ihrem Beitrag zeigt sie, welche Techniken wir<br />

von Spitzensportlern lernen können, um verlässlich Höchstleistung zu bringen.<br />

Ich freue mich sehr über unsere neuen Autoren und diese exzellente Themenvielfalt. Vielen Dank für diese<br />

ausgezeichnete Zusammenarbeit an alle Beteiligten.<br />

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.<br />

Herzlichst<br />

Ihr<br />

Frederic M. Fuchs.


INHALT<br />

06<br />

Nur wer abschließt, hat Verkauft<br />

Die innere Angst des Verkäufers vor dem Abschluss<br />

von Stefan Dederichs<br />

14<br />

Immer das Beste geben!<br />

Einbicke in das Leben eines Verkaufstrainers.<br />

Zukunft-Training im Gespräch mit dem Abschluss-Experten Stefan Dederichs<br />

Erfolgs-Ressource Natur<br />

Auch im modernen Business wirken die starken Impulse der 4 Natur.<br />

18<br />

Wer schlau ist, nützt sie für seinen Erfolg<br />

Zukunft-Training — 08/14<br />

von Jörg Romstötter


29. Ausgabe — <strong>September</strong> <strong>2014</strong><br />

Humor als Erfolgsstrategie<br />

26<br />

Sie werden lachen, es ist ernst!<br />

von Dr. Roman Szeliga<br />

Erfolg ist kein Zufall sondern eine Frage der Einstellung<br />

36<br />

Mentale Stärke als Erfolgsfaktor<br />

von Antje Heimsoeth<br />

Fotocredits<br />

Die verwendeten Fotos stammen von<br />

fotolia.de, pixeden.de oder aus dem<br />

privaten Archiv unserer Autoren.<br />

Kontakt<br />

Web<br />

Redaktion<br />

Anzeigen<br />

www.zukunfttrainining.de<br />

redaktion@zukunfttraining.de<br />

anzeigen@zukunfttraining.de<br />

In Zusammenarbeit mit<br />

TAM-Edition Verlag<br />

Trainer-Akademie München<br />

Coverfoto<br />

Stefan Dederichs<br />

Copyright: Stefan Dederichs<br />

5<br />

Zukunft-Training — 08/14


6<br />

Zukunft-Training — 08/14


NUR WER ABSCHLIESST, HAT<br />

VERKAUFT<br />

DIE INNERE ANGST DES VERKÄUFERS<br />

VOR DEM ABSCHLUSS<br />

Viele Verkäufer stellen sich nicht genügend auf den Kunden ein, sie interessieren sich nicht<br />

wirklich für sein „Problem“. Diese These vertritt Stefan Dederichs und setzt sie in seinem<br />

Konzept „LuckySelling®“ um. Ein potenzieller Erfolgsweg für alle Vertriebler?<br />

Stefan Dederichs<br />

„<br />

Viele Verkäufer scheitern im Bereich des Abschlusses.<br />

Nicht wirklich verwunderlich, denn rund<br />

80% der Verkäufer fragen erst gar nicht nach<br />

dem Verkaufsabschluss! Für die meisten Verkäufer<br />

ist die bloße Nachfrage nach der Unterschrift<br />

bereits eine harte Verkaufstechnik, die sie scheuen.“ Verkaufstrainer<br />

Stefan Dederichs analysiert die Verhaltensweisen von<br />

Vertriebsspezialisten – und erkennt reichlich Verbesserungspotenzial,<br />

schon zu Beginn des Verkaufsgespräches.<br />

Nicht selten gehen Verkäufer suboptimal auf die Kundenbedürfnisse<br />

ein und haben dann große Schwierigkeiten, den<br />

Kunden zum Ziel -sprich zum Abschluss- zu bringen. Warum<br />

versäumen es ungewöhnlich viele Unternehmen, ihren Vertrieb<br />

abschlussorientiert auszurichten? Warum gibt es keine<br />

vorbereiteten Verträge und können Preise nicht direkt im Gespräch<br />

genannt werden? Weil der Verkäufer davon ausgeht,<br />

dass der Kunde das Geschäft sowieso nicht sofort unterzeichnen<br />

kann. Dabei ist gerade im Handel jeder Kunde, der das<br />

Geschäft ohne Kaufentscheidung verlässt, ein verlorener Kunde.<br />

Kauft er nicht bei mir, dann kauft er beim Wettbewerber.<br />

Ca. 70% der Kunden, die im Verkaufsgespräch nicht kaufen,<br />

7<br />

Zukunft-Training — 08/14


kaufen auch zu einem späteren Zeitpunkt<br />

nicht mehr bei diesem Anbieter.<br />

Die Aufgabe eines guten Verkäufers ist<br />

es deshalb, dem Interessenten schon im<br />

Gespräch zu einer optimalen Lösung zu<br />

verhelfen. Wie geht ein Experte diesen<br />

Weg zum Abschluss?<br />

Das ErfolgsDreieck<br />

Stefan Dederichs hat das „ErfolgsDreieck“<br />

entwickelt. Es verdeutlicht auf grafische<br />

Weise, in welchen Stufen der Abschluss<br />

vorbereitet wird. Beim Erfolgs-<br />

Dreieck beginnen der Kunde und der<br />

Verkäufer unten auf einer Linie, Kunde<br />

Links und Verkäufer rechts. Ziel ist es,<br />

dass Kunde und Verkäufer gleichzeitig<br />

an die Spitze des Dreiecks, den „Abschluss“,<br />

gelangen. Wenn der Verkäufer<br />

nun oben angelangt ist und nach dem<br />

Kaufabschluss fragt, der Kunde braucht<br />

aber noch Informationen, dann wird es<br />

nicht zum Abschluss kommen. Das trifft<br />

ebenso zu, wenn der Kunde bereits<br />

oben ist und Kaufsignale sendet, der<br />

Verkäufer aber noch weiter seine tollen<br />

Argumente loswerden möchte. Die<br />

Missverständnisse basieren auf einem<br />

Trugschluss vieler Verkäufer: Für sie<br />

beginnt der Verkaufsakt erst im oberen<br />

Bereich des Dreiecks, also an der Spitze<br />

bei der Abschlussfrage oder im Bereich<br />

der Einwand-Vorwandbehandlung. Das<br />

ist jedoch nicht richtig. Der Abschluss<br />

fängt bereits im eigentlichen Verkaufsgespräch<br />

an und sogar noch vorher: bei<br />

der inneren Einstellung des Verkäufers.<br />

Abschlusschance nicht versenken<br />

Vertriebsprofi Dederichs hat oft erlebt,<br />

wie zum Greifen nahe Abschlüsse von<br />

Verkäufern verpatzt werden. Der Trainer<br />

berichtet in dem Zusammenhang<br />

gerne von einer kleinen Erfahrung.<br />

Während seiner ehemaligen Vertriebstätigkeit<br />

von Software für Reisebüros<br />

„Man verliert nie gegen bessere Produkte,<br />

sondern nur gegen bessere Verkäufer.“<br />

musste er bei einem Interessenten warten. Dederichs verfolgte<br />

ein Gespräch zwischen der Reisebüroverkäuferin und einem<br />

jungen Pärchen. Das suchte eine kurzfristige Reise nach Mallorca,<br />

war im Abflug jedoch auf einen speziellen Tag festgelegt.<br />

Es gab kein passendes Angebot nach Mallorca, das Paar<br />

schwenkte nach Empfehlung der Verkäuferin auf Tunesien um.<br />

Die Reiseexpertin konnte dort einen sehr guten Club empfehlen.<br />

Es gab passende Flüge, der Preis stimmte und den jungen<br />

Leuten gefiel der Club. Doch was machte die Verkäuferin? Statt<br />

sich auf das Angebot zu konzentrieren, suchte sie nach anderen<br />

Offerten. Nach einer Weile sagte der Mann zu seiner Frau:<br />

„Wir nehmen Tunesien“. Bei jedem Verkäufer klingeln jetzt die<br />

Glocken in den süßesten Tönen! — Nicht bei dieser Verkäuferin:<br />

Sie suchte weiter und sagte zum Ende hin: „Ich drucke<br />

Ihnen das Angebot aus, sie wollen sich das sicher noch mal zuhause<br />

in Ruhe überlegen.“ – Was gibt es denn da noch zu überlegen?<br />

Für den Kunden war alles klar und passte super. Zudem<br />

wies die Angestellte auf das Internet hin, man könne sich das<br />

Hotel ja dort noch mal ansehen. Da hätte sie auch gleich hinzufügen<br />

können: „Und buchen Sie dann auch direkt dort!“<br />

Solch ein Verkaufsakt macht niemanden glücklich, meint Stefan<br />

Dederichs: „Der Kunde hatte deutlich signalisiert, dass es<br />

eine gute Lösung für ihn gibt - dann macht man den Sack auch<br />

zu.“ Der Verkäufer hat keinen Einfluss mehr auf den Kunden,<br />

8<br />

Zukunft-Training — 08/14


sobald dieser das Geschäft verlassen hat.<br />

Wer weiß, vielleicht geht der Kunde noch<br />

zum Wettbewerber, vielleicht findet er im<br />

Internet ein besseres Angebot? Der Verkäufer<br />

braucht die richtige Einstellung zum Abschluss<br />

– nur wer abschließt, hat verkauft!<br />

LuckySelling® – Lucky day!<br />

Zusammen mit seinem Team hat Dederichs<br />

das LuckySelling® entwickelt. Was steckt<br />

hinter dem Programm? Es basiert auf der<br />

Annahme, dass Verkäufer „Glücklichmacher“<br />

sind. LuckySelling® bedeutet „Kunden glücklich<br />

machen“, ohne den Fokus auf den Abschluss<br />

zu verlieren. Abschluss hat nichts mit<br />

reinen harten Abschlusstechniken zu tun.<br />

Sondern damit, dass der Kunde zum einen<br />

eine optimale Lösung erhält und zum anderen<br />

emotional angesprochen wird.<br />

Gedankliche Basis für das LuckySelling® ist<br />

eine Studie von Dr. Michael Müller. Die Abhandlung<br />

erklärt, inwieweit kunden- und<br />

abschlussorientiertes Verhalten den Verkaufserfolg<br />

sowie die Kundenloyalität beeinflussen.<br />

Bis dahin hatte die Vertriebsforschung<br />

nur wenige gesicherte Erkenntnisse<br />

bezüglich eines effektiven Vertriebsverhaltens<br />

erzielt. Erst jetzt wurde zwischen Kundenorientierung<br />

und Abschlussorientierung<br />

differenziert. Was besagt das Ergebnis der<br />

Studie? Verkäufer, die gleichzeitig eine hohe<br />

Kundenorientiertheit und eine hohen Abschlussorientierung<br />

besitzen, erzielten den<br />

größten Verkaufserfolg und höchste Werte<br />

der Kundenloyalität. Dabei kann sich eine zu<br />

große Kundenorientierung natürlich auch<br />

vertriebshemmend auswirken. Interessant<br />

ist in jedem Fall, dass ein kunden- und abschlussorientierter<br />

Verkäufer ebenso bei der<br />

Kundenloyalität besser punktet als ein reiner<br />

Berater. Kunden- und Abschlussorientierung<br />

schließen sich also nicht gegenseitig aus,<br />

kombiniert laufen sie zur Hochform auf. Genau<br />

an diesem Punkt setzt das LuckySelling®<br />

von Stefan Dederichs an: Hier steht der Kunde<br />

im Mittelpunkt, nicht der Verkäufer und<br />

auch nicht das Produkt.<br />

Stefan Dederichs<br />

Der Abschluss Experte<br />

Stefan Dederichs ist Speaker, Trainer und Autor. Er<br />

gilt als „der“ Experte für den Verkaufsabschluss im<br />

deutschsprachigen Raum. Dederichs war über 20<br />

Jahre aktiv im Vertrieb tätig. Bereits unmittelbar<br />

nach der Ausbildung suchte er mit 21 Jahren die<br />

Selbstständigkeit und übernahm als Handelsvertreter<br />

den bundesweiten Vertrieb und den Aufbau einer<br />

Außendienststruktur für eine Softwarefirma. Er<br />

hat Erfahrung im Aufbau mehrerer Unternehmen.<br />

Unter anderem verantwortete Dederichs als Sales<br />

Director den europaweiten Gesamtvertrieb eines<br />

Softwareunternehmens und erwirtschaftete<br />

dabei acht Jahre in Folge eine jährliche Umsatzsteigerung<br />

von über 20%. Während seiner aktiven<br />

Vertriebstätigkeit galt er als erfolgreichster Verkäufer<br />

seiner Branche. Er ist ein Mann aus der Praxis<br />

für die Praxis. Zusammen mit seinem Team hat<br />

er diverse Verkaufsmethoden entwickelt, die zu<br />

höheren Abschlussquoten führen. Seine Trainings<br />

basieren alle auf dem LuckySelling®. Ziel von Stefan<br />

Dederichs ist es, mit dem Mythos aufzuräumen, dass<br />

sich abschlussorientiertes Verhalten negativ auf<br />

Kundenzufriedenheit und Kundenloyalität auswirkt.<br />

Stefan Dederichs Devise lautet „anpacken und<br />

loslegen“. Die Zuhörer sollen nach dem Vortrag und<br />

Training aktiv Handeln und zu „Machern“ werden.<br />

Verkäufer suchen häufig nach äußeren Gründen,<br />

warum der Verkaufserfolg ausbleibt, statt sich auf<br />

ihre Stärken zu konzentrieren. Dabei weiß Stefan<br />

Dederichs: „Man verliert nie gegen bessere Produkte,<br />

sondern nur gegen bessere Verkäufer.“<br />

www.stefan-dederichs.de


„Auch Weltmeister brauchen noch einen Trainer.“<br />

Ein Fass an Emotionen<br />

Ein Kunde kauft aus zwei Gründen: zum einen weil er Lösungen<br />

sucht und zum anderen weil ihn Emotionen ansprechen<br />

und überzeugen. Nur wenn das Problem des Kunden wirklich<br />

gelöst wird, wird er auch kaufen. Je passender die Lösung ist,<br />

umso größer ist die Abschlusschance. Bei den Lösungen geht<br />

es nicht um die Produkteigenschaften, sondern um den Nutzen<br />

für den Kunden. Neben der sachlichen Überzeugung ist<br />

es wichtig, die Emotion anzusprechen. Weshalb, das zeigt die<br />

Forschung. Seit Anfang dieses Jahrtausends wissen wir, dass<br />

der präfrontale Cortex (Denkhirn) keine Entscheidungen trifft.<br />

Dieser Teil des Gehirns sitzt im Stirnbereich und hier sitzt das<br />

abstrakte, planerische Denken, Mathematik und Geometrie.<br />

Eben das, was wir mit Ratio und Logik beschreiben. Bei Entscheidungen<br />

jedoch ist bereits eine Drittelsekunde vor der Reaktion<br />

des Denkhirns ein Impuls im Limbischen System messbar.<br />

Das Limbische System ist der Teil des Gehirns, in dem Gefühle,<br />

Unterbewusstsein und Erfahrungsschatz gelagert werden.<br />

Das Limbische System nutzt für seine Entscheidung alle<br />

Information, die es in der Vergangenheit gesammelt hat. Diese<br />

Ergebnisse gehen an das Denkhirn, dort werden sie rational<br />

begründet. Bei allen Entscheidungen haben die unbewussten<br />

Anteile unserer Persönlichkeit das erste und das letzte Wort,<br />

wir beschließen Maßnahmen auf Grund unserer Emotionen.<br />

Verstand und Vernunft sind lediglich Berater. Deshalb ist es im<br />

Verkaufsgespräch so wichtig, die Emotionen der Kunden anzusprechen.<br />

Verkäufer stehen unter enormem Erwartungsdruck.<br />

Sie sollen immer mehr Zeit investieren, um höhere Umsätze zu<br />

erwirtschaften. Bei diesen beruflichen Strapazen ist es extrem<br />

wichtig, dass der Verkäufer einen Ausgleich findet. Nur wenn<br />

er auch Zeit für ein schönes und relaxtes Leben findet, kann<br />

er Spitzenleistungen erbringen. Auf Basis des LuckySelling®<br />

erlernt der Verkäufer, wie er seine Effizienz steigert. Das bedeutet,<br />

er erwirtschaftet mit der gleichen Anzahl an Terminen<br />

eine deutlich höhere Abschlussquote. Er steigert seine Lebensqualität,<br />

trifft auf zufriedenere Kunden und erwirtschaftet<br />

mehr Umsatz.<br />

***<br />

Stefan Dederichs<br />

BUCH-EMPFEHLUNG<br />

Verlagshaus<br />

Monsenstein und<br />

Vannerdat OHG<br />

Hardcover, € 19,90<br />

ISBN: 978-3-95645-316-8<br />

Kleine Klappe, großer Umsatz<br />

Top-Verkäufer werden - auch ohne Akquisestar zu sein<br />

von Stefan Dederichs<br />

Drei Kalttermine zwei Unterschriften. Das war die Abschlussquote von Stefan<br />

Dederichs. Damit war er der Top-Verkäufer, mit weitem Abstand.<br />

Sein Erfolgsrezept? Hatte er die bessere Ausbildung? War er gewiefter?<br />

Fleißiger? Talentierter? – Nichts davon! Der wahre Grund für seinen Erfolg: Er<br />

hasst die Kaltakquise! – Aber er liebt es, zu verkaufen. Also spezialisierte er sich<br />

darauf, die Abschlussquote zu erhöhen: Maximaler Umsatz mit so wenigen<br />

Anrufen wie möglich.<br />

In diesem Buch zeigt er alle seine Techniken und Methoden.<br />

Bestellen unter:<br />

www.Stefan-Dederichs.de<br />

10<br />

Zukunft-Training — 08/14


Zukunft Personal, Europas größte Fachmesse für Personalmanagement,<br />

Koelnmesse, 14.-16. Oktober <strong>2014</strong><br />

Mit der HR-Community lernen<br />

Messe Zukunft Personal setzt auf mehr Interaktion<br />

Welche Trends sich aktuell in der betrieblichen Weiterbildung<br />

abzeichnen und wie Personalmanager diesen Entwicklungen<br />

begegnen können, zeigt die Zukunft Personal vom 14. bis 16.<br />

Oktober in Köln. Eine Besonderheit der Leitmesse für die Personalarbeit<br />

ist ihr Begleitprogramm mit Kongresscharakter: Mit<br />

interaktiven Formaten und neuen Themenschwerpunkten ist die<br />

Zukunft Personal <strong>2014</strong> innovativer denn je.<br />

Strahlkraft verleihen der Veranstaltung sieben Keynote-Speaker aus<br />

dem In- und Ausland. Neben den prominenten Publizisten Roger<br />

Willemsen und Bascha Mika gehören unter anderem auch Raimund<br />

Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Dr. Elke<br />

Frank, Mitglied der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland,<br />

und Business Angel Les Hayman (ehemals Vorstand der SAP AG)<br />

zu den Hauptrednern.<br />

© Zukunft Personal/Fotostudio Franz Pfluegl<br />

Nicht nur Vorträge und Diskussionen in den neun sogenannten<br />

Praxisforen drehen sich um das Thema Weiterbildung, sondern<br />

insbesondere die Präsentationen auf den Aktionsflächen Training:<br />

Trainer und Coachs geben dort Einblick in ihr aktuelles Seminarprogramm.<br />

Von MOOCs bis hin zu Gaming<br />

Wie der digitale Wandel die Personalentwicklung verändert, reflektieren<br />

Weiterbildungsexperten im E-Learning-Forum der Messe.<br />

Vortragsbeiträge liefern unter anderem die neuen Kooperationspartner<br />

GAME (Bundesverband der Computerspielindustrie) und<br />

Verband eLearning Business Norddeutschland.<br />

Das zugehörige Programm ist erstmals thematisch gegliedert:<br />

Tag 1 skizziert den Einsatz von Massive Open Online<br />

Courses (MOOCs) im betrieblichen Kontext. Tag 2 steht<br />

im Zeichen von E-Learning für Professionals. Ein Höhepunkt<br />

dieses Tages ist zudem die E-Learning-Party: Sie steigt<br />

auf Einladung von CrossKnowledge, Haufe-Akademie und<br />

Linked:HR, mit mehr als 900.000 Mitgliedern die weltweit größte<br />

Personaler-Community im Netz. Tag 3 skizziert Trends in Sachen<br />

11<br />

Zukunft-Training — 08/14<br />

Serious Games und Gamification (die Anwendung von Erkenntnissen<br />

aus der Spieltheorie).<br />

Neu: Speed-Coaching und Themenreihe<br />

„Berufliche Ausbildung“<br />

Neu ist das „Speed-Coaching“: Im E-Learning-Café coachen Experten<br />

des Bundesverbandes für Online-Bildung e.V. Interessierte<br />

an allen drei Messetagen – passend zu dem jeweiligen Schwerpunkt-Thema.<br />

In der neuen Themenreihe „Berufliche Ausbildung“<br />

geben Fachberater der Industrie- und Handelskammer zu Köln und<br />

der DIHK-Bildungs-GmbH Bonn am Dienstag, 14. Oktober <strong>2014</strong>,<br />

mit aktuellen Initiativen neue Impulse für die Ausbildungspraxis.<br />

Schirmherr der Veranstaltung ist der Personalmanagement-Vordenker<br />

Thomas Sattelberger.<br />

Zukunftslabor: Neue Formate für mehr<br />

Interaktion<br />

Auf der Zukunft Personal <strong>2014</strong> kommen verstärkt Messeformate für<br />

Networking und Interaktion zum Tragen – etwa beim „HR Solution<br />

Check“: In den moderierten Runden geben Anbieter einen kurzer<br />

Einblick in ausgewählte Produkte und Dienstleistungen – jeweils<br />

im direkten Vergleich mit zwei oder drei Mitausstellern, die ein<br />

ähnliches Angebot im Programm haben.<br />

Eine weitere Neuheit ist das „FutureLAB HR“: In Zusammenarbeit<br />

mit nextpractice präsentiert die Zukunft Personal<br />

erstmals diese dynamische Ideenbörse, die auf die kollektive<br />

Intelligenz der Besucher-Community setzt. Die Besucher<br />

können aktiv an einem gemeinsamen, softwaregestützten<br />

Diskurs über zentrale Personaler-Themen der Zukunft<br />

teilhaben. Neben dem Gemeinschaftserlebnis nehmen sie wichtige<br />

Anregungen mit in ihre Berufspraxis.<br />

Insgesamt erwartet der Veranstalter rund 650 Aussteller und 16.000<br />

Besucher. Weitere Informationen, Ausstellerliste und Registrierung:<br />

www.zukunft-personal.de<br />

© Zukunft Personal/Fotostudio Franz Pfluegl


Der Kongress für Speaker, Trainer,<br />

Manager und Leader<br />

Jetzt anmelden auf:<br />

www.tam-lernkongress.info<br />

12<br />

Zukunft-Training — 08/14


13<br />

Zukunft-Training — 08/14


IMMER<br />

DAS BESTE GEBEN!<br />

Einbicke in das Leben eines Verkaufstrainers.<br />

Zukunft-Training im Gespräch mit dem<br />

Abschluss-Experten Stefan Dederichs.<br />

Herr Dederichs, Sie sind seit dem<br />

Jahr 2000 selbständiger Trainer<br />

und Speaker und bringen nun<br />

bereits Ihr zweites Buch heraus.<br />

Was treibt Sie an?<br />

Mein Beruf macht mir einfach eine Riesenfreude.<br />

Wenn der Mensch im Leben das macht, wofür er<br />

wirklich brennt, dann kann er richtig was umsetzen.<br />

Mir macht es großen Spaß, meine Erfahrungen<br />

und mein Wissen aus 20 Jahren aktivem<br />

Vertrieb auf der Bühne, im Seminar und eben in<br />

Form von Büchern weiterzugeben.<br />

Worin unterscheiden sich Ihre beiden<br />

Bücher?<br />

In meinem ersten Buch, „Servicewüste Deutschland<br />

– Begeisternd Verkaufen“, habe ich die<br />

wichtigsten Informationen und Techniken, die<br />

ein Verkäufer als Handwerkzeug benötigt, zusammengetragen.<br />

Es ist ein grundlegendes<br />

Buch, das in den Schrank von jedem Verkäufer<br />

gehört. Locker geschrieben, schnell zu erfassen,<br />

eine leichte Kost. Mein neues Buch „Kleine<br />

Klappe, großer Umsatz! Top-Verkäufer werden<br />

– auch ohne Akquisestar zu sein!“ hatte ich länger<br />

geplant. Mir war aufgefallen, dass sich in all<br />

der Vertriebsliteratur kein Buch so richtig mit<br />

dem Verkaufsabschluss befasst. In den letzten<br />

5 Jahren habe ich mit meinem Team zahlreiche<br />

Methoden entwickelt, die dem Verkäufer dabei<br />

helfen, eine höhere Abschlussquote zu erzielen<br />

und gleichzeitig die Stornoquote zu minimieren.<br />

Das neue Buch legt somit seinen Schwerpunkt<br />

auf den Verkaufsabschluss.<br />

Ideen schnell umsetzen – das liegt Ihnen?<br />

Wenn die Ideen gut sind – ja. Nehmen wir mein<br />

erstes Buch. Ich hatte damals ein neues Seminar<br />

ausgearbeitet und deshalb viel recherchiert.<br />

Meine Frau hatte die Idee, das Material als<br />

Grundlage für ein Buch zu nehmen, als wir mit<br />

dem Flieger auf dem Weg in den Urlaub waren.<br />

Na, das war es dann mit dem Urlaub. Gleich im<br />

Flieger habe ich begonnen das Buch zu schreiben.<br />

Ich habe schon immer nach der Devise<br />

gehandelt: „Anpacken und loslegen — was<br />

du nicht innerhalb von 72 Stunden beginnst,<br />

machst du meistens nie wieder“.


Es gibt eine ganze Menge Speaker und Trainer, besonders auch zum<br />

Thema Vertrieb. Was unterscheidet Sie von den Kollegen?<br />

Meine Vorträge und Vertriebstrainings, die auf dem LuckySelling® basieren, unterscheiden<br />

sich in der Herangehens- und Denkweise von anderen. Im Vertrieb<br />

gibt es noch sehr viele Schwachstellen und damit eine Menge Arbeit für uns<br />

Verkaufstrainer. Ich bin fest davon überzeugt, dass es genug Platz für uns alle<br />

gibt. Wir müssen hier noch intensiver an die Einstellung der Verkäufer heran.<br />

Jeder Sportler weiß, dass er ohne Trainer keine Spitzenleistung erbringen kann.<br />

Das ist bei den Verkäufern häufig etwas anders, die haben von Natur aus eher<br />

ein großes Ego. Ich darf das so sagen, ich bin ja selbst Verkäufer. Da stehen viele<br />

auf dem Standpunkt – na was will der Trainer denn? Ob der das überhaupt besser<br />

kann? Ich denke, das ist gar nicht die Frage. Es fragt sich ja auch niemand, ob<br />

der Trainer von den Klitschkos besser ist als diese. Natürlich nicht, sonst wäre der<br />

Trainer ja Weltmeister. Es geht darum, dass der Trainer aus dem Einzelnen die<br />

bestmögliche Leistung heraus holt. Er schaut, an welcher Stelle der Schützling<br />

noch effektiver und erfolgreicher sein könnte. Genau da setze ich mit dem LuckySelling®<br />

an. Der Verkäufer wird nicht verbogen, er behält seine eigene Identität.<br />

Ich helfe ihm dabei, seine Abschlussquote nachhaltig zu erhöhen.<br />

Als Speaker und Trainer sind Sie viel unterwegs und haben sicher wenig<br />

Zeit für Privates. Wie finden Sie Ihren Ausgleich?<br />

Ich habe früh verstanden, dass ich Gas geben muss wenn ich arbeite. Da bin ich<br />

extrem effizient und zielstrebig. Aus dem Grund ist es meine Spezialität, aus jedem<br />

Termin das Beste herauszuholen. Genau so habe ich schon früh begonnen,<br />

ein relaxtes und ausgeglichenes Leben zu führen. Ich halte mir meine Freizeit<br />

frei für Hobbys und Familie. Wir leben nur einmal und wirklich glücklich kann<br />

man aus meiner Sicht im Leben nur werden, wenn alles in Balance ist. Ich nehme<br />

mir die Zeit zum Golf spielen und fahre gerne mit meiner Frau auf der Harley.<br />

Ganz besonders habe ich immer ein Auge für die kleinen Dinge im Leben. Wenn<br />

es ihr möglich ist, begleitet mich meine Frau auf Vortrags- und Seminar-Touren.<br />

Ich kann von mir sagen, dass ich genau das Leben führe, welches ich mir immer<br />

erträumt habe. Und bin der festen Überzeugung, dass dies jeder schaffen kann,<br />

wenn er wirklich daran glaubt und daran arbeitet – und genau dabei möchte ich<br />

andere Menschen unterstützen.<br />

***<br />

Ein schönes Schlusswort, Herr Dederichs.<br />

Herzlichen Dank für das Interview.


18<br />

Zukunft-Training — 08/14


ERFOLGS-RESSOURCE<br />

NATUR<br />

Auch im modernen Business wirken die starken Impulse<br />

der Natur. Wer schlau ist, nützt sie für seinen Erfolg<br />

Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit des Schaffens und eine Zeit des Ruhens. Eine Zeit des<br />

Aufbruchs und eine Zeit der Innenschau. Nützen wir diese Rhythmen konsequent, sind wir<br />

in der Summe produktiver. Wir Menschen sind dafür gemacht, zwischen Höchstleistung<br />

und Ruhe zu pendeln. Optimieren wir diese natürlichen Phasen, sind wir kreativ,<br />

leistungswillig und stressresistent. Die Natur als ursprünglichster, reinster, stillster Ort<br />

auf Erden ist die ideale Quelle für diese Optimierung. Jörg Romstötter ist Vortragsredner,<br />

Trainer und Coach. Er hat für sich selber schon vor langer Zeit die Erfolgs-Ressource<br />

Natur entdeckt. Er kennt die wirkungsvollsten Herangehensweisen, um die Natur auch im<br />

modernen Geschäftsleben erfolgreich zu nutzen.<br />

von Jörg Romstötter<br />

Die Tage werden merklich kürzer. Der laute<br />

Sommer mit viel Licht, Luft und Hitze ist<br />

vorbei. Der späte Herbst und der beginnende<br />

Winter veranlassen uns zu einem langsamen<br />

Rückzug. Wir benötigen Ruhe, Gemütlichkeit<br />

und Nachsinnen. Übrigens ein völlig normaler Vorgang, vor<br />

dem wir uns nicht verstecken können und sollten. Denn das<br />

Sonnenlicht steuert uns, egal wie viele elektrische Lampen<br />

wir anschalten und wie viel Kaffee wir trinken. Der Mangel an<br />

Sonnenlicht macht sich in unserem Verhalten bemerkbar. Dies<br />

zu bedauern bringt nichts. Im Gegenteil, es hat entscheidende<br />

Vorteile. Nun wissen wir meist schon genau, wie der Rest des<br />

Jahres verlaufen soll. Wir können auf zahlreiche Aktivitäten,<br />

Entwicklungen, Erfolge und Ereignisse, die uns lernen ließen,<br />

blicken. Das Jahresende zeichnet sich ab. Wie geschaffen,<br />

um unsere Schlüsse für das Kommende zu ziehen und noch<br />

einmal Kraft zu tanken. Dafür ist diese ruhigere, sonnenarme<br />

Zeit ideal.<br />

Rückschau, Lernen, Planen:<br />

Die optimale Zeit dafür nutzen<br />

19<br />

Zukunft-Training — 08/14


„Niemand kommt aus der Natur, wie er in sie gegangen ist.“<br />

Frühjahr, Sommer und Frühherbst mit<br />

ihrer satten Power für unsere Leistungsfreude<br />

haben wir hoffentlich für jene<br />

Aktivitäten genutzt, die diese Unterstützung<br />

gut gebrauchen können. Wir<br />

haben Chancen ergriffen, Neues ausprobiert,<br />

uns von Altem leicht getrennt,<br />

haben viel Energie aufgebracht, um<br />

Hürden zu überwinden oder Klippen<br />

zu umschiffen. Ab dem späteren Herbst<br />

beginnt eine andere Phase<br />

des Jahres, welche das<br />

Lernen und Vorausblicken<br />

leicht macht und produktiv<br />

gestaltet. Nutzen Sie die<br />

jetzt beginnende Zeit auch<br />

in Ihrem Unternehmen,<br />

denn diese Phase im Jahr<br />

unterstützt diese Denk- und<br />

Lernprozesse optimal!<br />

Rückschau und Lernen<br />

• Was ist in diesem Jahr besonders<br />

gut gelaufen und was lernen wir<br />

daraus?<br />

• Was ist nicht gut gelaufen und<br />

weshalb?<br />

• Welche Lehren ziehen wir daraus?<br />

• Welche konkreten Maßnahmen<br />

leiten wir ab?<br />

• Was schieben wir vor uns her und<br />

weshalb?<br />

Strategie und Planung<br />

• Wo befinden wir uns gerade? Wie<br />

stellt sich unsere aktuelle Situation<br />

dar?<br />

• Stimmt unsere aktuelle Richtung<br />

noch mit unserer Vision überein?<br />

• Welche Änderungen und Maßnahmen<br />

sind notwendig, um wieder<br />

auf Kurs zu gelangen oder um<br />

konsequenter unsere Richtung zu<br />

verfolgen?<br />

• Welche neuen Methoden und Vorgehensweisen<br />

sind dazu notwendig?<br />

• Welche der aufgeschobenen<br />

Maßnahmen packen wir in den<br />

nächsten Monaten konkret an?<br />

Es ist erwiesen: Entscheidungen<br />

in der Natur sind nachhaltiger<br />

und erweisen sich als lukrativer.<br />

Um den für diese Prozesse der Rückschau,<br />

des Lernens, der Strategie und<br />

Planung fördernden Einfluss der Natur<br />

zu nutzen, müssen nicht zwangsläufig<br />

alle Mitarbeiter hinaus in die Natur gehen.<br />

Um wichtige Meetings zu diesem<br />

Thema allerdings ideal vor- und nachzubereiten,<br />

gehen Sie als Führungskraft<br />

am Besten für ein paar Stunden allein<br />

in die Natur. Dort konfrontieren Sie<br />

sich selbst mit den später im Meeting<br />

aufkommenden Themen und Erkenntnissen.<br />

Wenn Sie in diesem Sinne in der<br />

Natur in sich gehen, werden Sie sofort<br />

erkennen, wo und wie Sie zu welchen<br />

Entwicklungen beigetragen haben.<br />

Sie erkennen, wo Sie Ihr Verhalten und<br />

auch Ihre Einstellung gegenüber anderen<br />

und gegenüber ihrem Verhalten<br />

überdenken sollten. Nehmen wir uns<br />

diese Zeit, befragen wir mit bewusstem<br />

Verstand verstärkt unser Unbewusstes.<br />

Damit greifen wir auf unser weit<br />

komplexeres Erfahrungswissen zurück.<br />

Wir gelangen aktiver und tiefer in unsere<br />

Intuition. Zudem nützen wir das Phänomen<br />

nachhaltigerer und lukrativerer<br />

Entscheidungen, die in natürlicher<br />

Umgebung leichter getroffen werden.<br />

So vorbereitet kommen Sie klarer und<br />

strukturierter ins Meeting, was nicht<br />

nur das Treffen effektiver und effizienter<br />

gestalten wird, sondern auch die nachfolgenden<br />

Umsetzungsprozesse<br />

optimiert.<br />

Kreativitäts-<br />

Booster Natur<br />

Die Natur ist für Unternehmen<br />

die größte ungenutzte<br />

Ressource der Erde. Doch<br />

wir überlassen es immer<br />

noch dem Zufall, ob Mitarbeiter<br />

die Natur aktiv nutzen<br />

oder nicht. Es ist eine gigantische<br />

Verschwendung, unsere Mitarbeiter<br />

nicht gezielt in die Natur zu senden,<br />

um Fragestellungen aus dem täglichen<br />

Business dort zu beantworten und sich<br />

durch den Einfluss der Natur Anregung<br />

und Ideen zu holen. Denn Zusammenhänge<br />

werden meist erst klar, wenn wir<br />

einen Schritt zurücktreten. Die Natur ist<br />

die Umgebung mit den größten Unterschieden<br />

zu unserer üblichen Arbeitsund<br />

Lebenswelt. Hier wird am deutlichsten<br />

offensichtlich, wo Ursachen für<br />

Probleme und Lösungsschlüssel liegen.<br />

Probleme können nur auf andere Art<br />

und Weise behoben werden, als sie<br />

entstanden sind. In der Natur ist es uns<br />

besser möglich, die Gedanken in fruchtbarere<br />

Bahnen zu lenken als dies in der<br />

gewohnten künstlichen Arbeitsumgebung<br />

der Fall sein kann. Die Potenziale<br />

eines Naturaufenthaltes nutzen, ist DAS<br />

20<br />

Zukunft-Training — 08/14


neue Credo für moderne Führungskräfte und<br />

moderne Unternehmen.<br />

Geistige Regeneration durch<br />

neues Denken<br />

Wir Menschen sind über unsere Jahrmillionen<br />

währende Entwicklungsgeschichte noch<br />

immer eng mit der Natur verbunden. Natur<br />

signalisiert unterschwellig ein starkes Gefühl<br />

von Sicherheit. Und wo wir uns sicher fühlen,<br />

da trauen wir uns auch, über Neues nachzudenken.<br />

Natur ist geistige Regeneration pur.<br />

Wo wir mental einen Gang zurückschalten,<br />

gelangen wir schnell in für unsere Gehirnaktivität<br />

optimal fruchtbare Bereiche, in welchem<br />

die rechte und die linke Gehirnhälfte<br />

am intensivsten miteinander vernetzt sind.<br />

Wir gelangen in einen das Unbewusste befragenden<br />

und besonders gut Ideen produzierenden<br />

Alpha- bis Thetazustand. So angeregt<br />

befreien wir uns leicht aus hemmenden<br />

Gedankenspiralen, können von exponierter<br />

Warte Problemen und Herausforderungen<br />

im Business eher auf die Schliche kommen.<br />

Wir können beim Aufenthalt in der Natur<br />

unseren eigenen Standpunkt und unsere<br />

Einstellungen so klar wie irgend möglich mit<br />

uns selbst glatt ziehen. Denn wo niemand ist,<br />

verhalten wir uns so, wie wir tatsächlich sind.<br />

In der Natur erkennen wir, was wichtig für<br />

uns ist. Wir helfen unserem Selbstbewusstsein<br />

und damit unserer Entscheidungsfreude<br />

und Konsequenz erheblich auf die Sprünge,<br />

genauso wie unseren Ideen.<br />

Die Kraft der Bionik nutzen<br />

Jörg Romstötter<br />

Business-Coach<br />

Jörg Romstötter ist Diplomingenieur, Betriebsökonom<br />

und zertifizierter Business-Coach und lebt mit seiner<br />

Familie im Berchtesgadener Land. Berge und Business<br />

sind seit über zwei Jahrzehnten seine beiden großen<br />

Leidenschaften. Er ist auf dem Business-Parkett<br />

ebenso trittsicher wie in der Wildnis.<br />

Als Speaker, Trainer und Coach erschließt er für jedes<br />

Business die reichste Erfolgs-Ressource der Welt - die<br />

Natur. Er inspiriert und nimmt seine Kunden mit auf<br />

eine uralte und gleichzeitig sehr aktuelle Reise. Die<br />

Natur erschloss er sich selber in über 2.000 Tagen<br />

draußen, unter anderem auf über 50 Reisen in die<br />

großen Naturräume der Erde: Gebirge, Wüsten und<br />

Tundren. Zu Fuß, mit Skiern, dem Fahrrad oder<br />

dem Boot. Er gründete federführend für eine große<br />

Agrarorganisation ein Unternehmen und führte es als<br />

Vertriebsleiter und Geschäftsführer zum Erfolg. Heute<br />

gibt er sein Wissen und seinen Erfahrungsschatz<br />

zum Thema Erfolgs-Ressource Natur in mitreißenden<br />

Keynotes, praxisnahen Trainings und individuellen<br />

Coachings weiter.<br />

www.joerg-romstoetter.com.<br />

Was liegt also näher, als gezielt Erscheinungen<br />

der Natur zu nutzen, um Situationen<br />

und Prozesse darzustellen und sie für andere<br />

schnell und einfach begreifbar zu machen?<br />

Bilder zu finden, die mehr ausdrücken als<br />

tausend Worte. Diese sind besonders wirksam,<br />

weil fast alle Menschen einen grundlegend<br />

positiven Bezug zur Natur haben. Die<br />

mit diesen Bildern verknüpften Botschaften<br />

werden damit positiver aufgenommen.


Die Potenziale eines Naturaufenthaltes zu nutzen, ist DAS neue<br />

Credo für moderne Führungskräfte und moderne Unternehmen.<br />

So kann z. B. mittels der gewaltigen doppelstämmige Eiche<br />

unmissverständlich jedem ein anstehender Fusionsprozess<br />

von zwei Unternehmen eingängig gemacht werden. Entfernt<br />

man einen Stamm, ist der Baum über kurz oder lang dem Untergang<br />

geweiht. Dank unserer Fachexpertise nehmen wir selektierend<br />

wahr, finden Gedankenstützen und machen ganz<br />

konkrete Entdeckungen, die den meisten verborgen bleiben.<br />

Wir können unsere Gedanken mit Hilfe der Natur den entscheidenden<br />

Funken Überzeugung verleihen. Nur eines müssen wir<br />

tun, damit dies auch gelingen kann – tatsächlich hinausgehen<br />

in die Natur.<br />

Gehen Sie hinaus...<br />

Die Natur zu durchstreifen ist die für den Menschen die optimalste<br />

Bewegungsform. Es ist erwiesen, dass uns Training in<br />

Räumen stresst und eine geringere positive Wirkung hat, als<br />

dasselbe Training in der Natur. Sich in Maschinen einzuspannen<br />

und vollmechanischen Bewegungsabläufen zu folgen, beeinflusst<br />

unseren Geist ebenso, wie auf vielfältige Bewegungsund<br />

Umgebungsreize beim Sport in der Natur elastisch und<br />

zunehmend geschmeidig zu reagieren. Wir Menschen werden<br />

in unseren Gedanken und Gefühlen sehr stark von unseren<br />

selbstproduzierten körpereigenen Drogen beeinflusst. In der<br />

positiv reizstärksten Umgebung, der Natur, werden insbesondere<br />

Endorphine und Dopamin ausgeschüttet, welche uns leistungsfähig,<br />

leistungswillig, in Gedanken schnell und flexibel,<br />

lebenslustig, zuversichtlich und ausgeglichen machen. Gleichfalls<br />

regen sie den Stoffwechsel an und sorgen sie für einen<br />

dann folgenden tief erholsamen Schlaf.<br />

Gehen wir in die Natur und setzen uns dort mit Themen unserer<br />

Arbeit gezielt auseinander, können wir unser Bewusstsein<br />

erweitern und unser Unbewusstes in Überlegungen, Entdeckungs-<br />

und Entscheidungsprozesse viel stärker einbeziehen<br />

als in immer gleicher Arbeits- und Alltagsumgebung. Die einzelnen<br />

Naturlandschaften beeinflussen unsere Gedanken und<br />

Gefühle dabei ganz unterschiedlich. So werden in den Bergen<br />

mehr die distanzierten und zu neuen Horizonten aufbrechenden<br />

Gedanken unterstützt als etwa an einem Gewässer, das<br />

unsere Gedanken mal spielerisch, mal mächtig um Hindernisse<br />

herum oder gerne auch zu neuen Ufern trägt. Probieren<br />

Sie es aus und nutzen Sie die Erfolgs-Ressource Natur für sich<br />

selber wie für Ihr Unternehmen. Sie werden es nicht bereuen!<br />

***<br />

Jörg Romstötter<br />

SEMINAR-EMPFEHLUNG<br />

Kontakt:<br />

joerg-romstoetter.com<br />

+49 151 15 85 51 63<br />

Exklusiv-Seminar nur zwischen Oktober und März<br />

Performance Incentive für Teams<br />

Der Winter ist die Zeit der Rückschau und der Einstimmung auf das Kommende.<br />

Die Natur zieht sich auf sich selbst zurück. Der Mensch zieht sich in sich selbst<br />

zurück. Der Mensch wird nur in dieser Zeit wirklich optimal in Reflexion und<br />

Planung unterstützt. Dies ist die Zeit, sich über die nahe und fernere Zukunft<br />

konkret Gedanken zu machen und einzustimmen. Jetzt ist die optimale Phase<br />

für neue, bahnbrechende strategische Überlegungen. Nutzen Sie diese kostbare<br />

Phase des Jahres, um gemeinsam mit Ihren Kollegen zu lernen, die Kräfte zu<br />

bündeln, flexibel mit Gedanken und Szenarien zu spielen und sich auf das Neue<br />

zu konzentrieren.<br />

Hier geht‘s zum Seminarangebot:<br />

http://joerg-romstoetter.com/training-workshop-seminare<br />

22<br />

Zukunft-Training — 08/14


Keynote-Speaker<br />

Budapest Genf Hamburg<br />

Köln<br />

Lyon Moskau Stuttgart Wien Zürich<br />

Global denken –<br />

regional handeln:<br />

Personalmanagement der<br />

Zukunft<br />

Foto: Becker<br />

Raimund Becker<br />

Vostandsmitglied |<br />

Bundesagentur für Arbeit<br />

The design and decay of<br />

creative cultures – How<br />

ideas die in the contemporary<br />

corporation<br />

Foto: Rehn<br />

Foto: Greenfi eld<br />

Alf Rehn<br />

Business Thinker | powered by<br />

The London Speaker Bureau<br />

The future of the 21st<br />

century mind: The impact<br />

of current technology on<br />

corporate health and well<br />

being<br />

Baroness<br />

Susan Greenfield CBE<br />

Neuroscientist | powered by<br />

The London Speaker Bureau<br />

Are you ready for<br />

workplace democracy?<br />

14.-16. Oktober <strong>2014</strong><br />

koelnmesse | Eingang Süd<br />

Foto: Hayman<br />

Les Hayman<br />

Chairman | Hunite, NL |<br />

powered by Haufe Gruppe<br />

Männer, Machos, Machtrituale.<br />

Können Frauen die<br />

Arbeitswelt verändern?<br />

Foto: Mika<br />

twitter.com/zukunftpersonal #ZP14<br />

www.zukunft-personal.de<br />

Weitere Informationen:<br />

Bascha Mika<br />

Chefredakteurin |<br />

Frankfurter Rundschau<br />

Keynotes und Vorträge sind<br />

im Eintrittspreis enthalten.<br />

Europas größte Fachmesse<br />

für Personalmanagement<br />

Hallen 2.1, 2.2, 3.1 und 3.2<br />

• mehr als 16.000 Fachbesucher<br />

• mehr als 650 Aussteller<br />

• mehr als 220 Vorträge & Diskussionen<br />

• 6 Themenreihen<br />

Sponsor<br />

Hauptmedienpartner<br />

Partner


!<br />

Buchautor und Leistungsforscher<br />

Mag. Gabriel Schandl, CSP*<br />

wird gebucht für:<br />


<br />

‣ Führungskräftetagungen
<br />

‣ Innungstagungen
<br />

‣ Intensiv-Seminare
<br />

‣ Kick-Off-Veranstaltungen
<br />

‣ Kongresse
<br />

‣ Kundenveranstaltungen<br />

!<br />

‣ Vorträge & Events<br />

‣ Vertriebsmeetings<br />

‣ Messen<br />

‣ Mitarbeiterveranstaltungen<br />

‣ Tagungen<br />

‣ Verbandstreffen<br />

‣ Kreuzfahrten<br />

!<br />

* Certified Speaking Professional<br />

"Sehr geehrter<br />

Herr Mag. Schandl!<br />

Herzlichen Dank für den<br />

ausgezeichneten<br />

Vortrag gestern Abend,<br />

war sehr beeindruckend!“
<br />

!<br />

Dipl. Ing. 
<br />

Michael Sterneck,<br />

Geschäftsführer<br />

Schwarzenberg Holding<br />

GmbH<br />

Foto: Philip Reichwein<br />

Gabriel Schandl<br />

LIVE erleben:<br />

!<br />

26.8. Berlin<br />

2.9. Salzburg<br />

28.10. Wien<br />

30.10. Salzburg<br />

7.11. Salzburg<br />

21.11. Wien<br />

25.11. Zürich<br />

24<br />

Zukunft-Training — 08/14<br />

www.gabrielschandl.com


Gutes Design macht nicht bloß einen Unterschied —<br />

Es macht DEN Unterschied.<br />

Lassen Sie sich Ihre Seminarunterlagen bei Zukunft-Training anfertigen.<br />

Qualität zahlt sich immer aus.<br />

www.zukunfttraining.de/design<br />

25<br />

Zukunft-Training — 08/14


26<br />

Zukunft-Training — 08/14


HUMOR<br />

ALS ERFOLGSSTRATEGIE<br />

SIE WERDEN LACHEN, ES IST ERNST!<br />

„Lachen ist wie Aspirin, es wirkt nur doppelt so schnell“<br />

Dieses Zitat von Groucho Marx sollten sich nicht nur viele Führungskräfte ins<br />

Auftragsbuch schreiben und nicht nur gerade jetzt, wenn ihnen die momentane<br />

Wirtschaftslage Kopfschmerzen bereitet. Humor ist ein Erfolgsfaktor. Humor ist<br />

Konfliktlöser. Humor motiviert, begeistert, verkauft. Ihre Ideen, Ihre Werte, Ihre Produkte.<br />

von Dr. Roman F. Szeliga<br />

Humor ist viel ansteckender als jedes Virus, - und<br />

ich muss es ja wissen, schließlich bin ich Arzt! Als<br />

einer der Mitbegründer der CliniClowns 1991<br />

kenne ich auch die therapeutische Seite des begeisternden,<br />

ehrlichen und authentischen Humors.<br />

Was hier mit schwerkranken Menschen - egal ob jung<br />

oder alt - auf emotionaler Ebene möglich wird, ist beeindruckend.<br />

Doch warum müssen wir alle erst krank werden, um<br />

Humor als Lebenselixier, als legales Doping für die Seele zu<br />

akzeptieren?<br />

„Kennen Sie jemanden, der beim Lachen einen Herzinfarkt bekommen<br />

hat?“ Nein? Meint auch der Professor für Psychiatrie<br />

an der Standford University William Fry selbstsicher: „Es wäre<br />

auch das erste Mal gewesen.“ So viel Beweis muss reichen - ein<br />

Beweis für die Heilkraft des Lachens.<br />

Seit mehreren Jahren lasse ich Personalverantwortliche,<br />

Führungskräfte, Marketingleute und Verkäufer großer und<br />

kleiner Unternehmen in meinen Vorträgen und Seminaren<br />

live erleben, wie Humor in der richtigen Dosis fixer Bestandsteil<br />

jeder Unternehmenskultur sein kann - nein, sein muss.<br />

27<br />

Zukunft-Training — 08/14


„Es gibt keinen Menschen, der sich zu Tode gefreut hat“<br />

Meine Philosophie: Statt „Nach der Arbeit<br />

das Vergnügen“ muss es heißen<br />

„Mit Vergnügen in die Arbeit“.<br />

Es geht hier nicht um einstudierte Witze,<br />

es geht um die grundsätzliche Einstellung,<br />

dass authentischer Humor<br />

Motivator und Problemlöser in einem<br />

sein kann. Humor ist eine Lebenseinstellung,<br />

nie Ersatz für Kompetenz, sondern<br />

die beste Ergänzung. Fest steht,<br />

dass humorvolle Menschen leistungsfähiger,<br />

flexibler, kontaktfreudiger, erfolgreicher<br />

und auch gesünder sind. In<br />

Stresssituationen erweisen sie sich als<br />

belastbarer. Wenn man es als Führungskraft<br />

zulässt, dass<br />

in Unternehmen<br />

gelacht werden<br />

kann und darf<br />

und dies vielleicht<br />

sogar proaktiv<br />

fördert, dann sind<br />

das entscheidende<br />

Erfolgsfaktoren<br />

und Marktvorteile<br />

zu Mitbewerbern.<br />

Große Unternehmen wie etwa Google,<br />

Red Bull oder Virgin Airlines haben das<br />

bereits eindrucksvoll bewiesen. Junge<br />

Start Ups und innovative Hotels setzen<br />

beispielsweise sogenannte Good<br />

Mood-Manager strategisch ein und der<br />

Erfolg, sprich die gesteigerte Mitarbeiter-<br />

und Kundenzufriedenheit geben<br />

ihnen Recht. Humor ist somit auch die<br />

beste Basis für eine gute Stimmung<br />

und ein produktives Arbeitsklima. Denn<br />

gute Stimmung bedeutet gute Leistung.<br />

Kontraproduktiv wird es, wenn man beginnt<br />

Humor zu isolieren, zu bewerten,<br />

zu analysieren und zu benchmarken.<br />

Denn dann beginnt man ihn zu vernichten,<br />

lange bevor er Früchte tragen<br />

kann. Anders ausgedrückt: Humor zu<br />

analysieren ist wie einen Frosch zu sezieren:<br />

Der einzige, der etwas davon<br />

hat, ist der Wissenschaftler, denn der<br />

Frosch ist tot!<br />

Um Humor einzusetzen, brauchen wir<br />

auch den Mut, lang benutzte Pfade zu<br />

verlassen und Neuland zu betreten.<br />

Hier brauchen wir auch Mut zum Scheitern.<br />

Denn nicht jeder Humorversuch<br />

Vom Mecker-Zirkel zur Smile-Zone!<br />

Arbeit darf, nein muss(!) Freude machen<br />

wird glücken. Dennoch muss es Motivation<br />

genug sein, die ersten Schritte<br />

zu gehen. Einen 100-Meter-Weltrekord<br />

schafft man auch nicht in einem Tag.<br />

Aber auch der beginnt mit dem ersten<br />

Schritt. Die gute Nachricht ist, wir haben<br />

alle den ansteckenden Humor in<br />

Perfektion bereits beherrscht: Denken<br />

Sie nur an das offene, herzliche und<br />

berührende Kinderlachen. Das haben<br />

wir nur leider verlernt… Dabei ist eines<br />

klar: Humor ist gratis, aber nie umsonst.<br />

Lächeln Sie früh morgens in den<br />

Spiegel und ich verspreche Ihnen, da<br />

lächelt jemand zurück!<br />

Oft sind es kleine Dinge, die Großes<br />

bewirken können. Ein paar Beispiele<br />

gefällig?<br />

• 20 Minuten gemeinsam zu Lachen<br />

ist energetisch so wertvoll,<br />

wie 1 Stunde Fitnessstudio! Das<br />

British Institute of Sports Medicine<br />

sagt es noch klarer: 1 Minute<br />

lachen = 20 Minuten mehr<br />

Lebenszeit. Wer sein Leben mit<br />

Humor nimmt, lebt länger. Was<br />

bleibt: Mehr Zeit zum Genießen<br />

und noch mehr<br />

Spaß am Tun.<br />

• Würzen<br />

Sie Ihre externen<br />

und internen Präsentationen<br />

mit<br />

humorvollen Geschichten<br />

und lassen<br />

Sie dafür die<br />

57 Daten, Zahlen,<br />

Fakten, Tabellen weg.<br />

• Überraschen Sie Ihre Kollegen<br />

mit einem kleinen, humorvollen<br />

Geschenk am Montagmorgen.<br />

• Haben Sie sich schon mal gefragt,<br />

warum nur durchschnittlich<br />

14% der Belegschaft von<br />

Unternehmen offizielle Rundschreiben,<br />

Hausordnungen<br />

etc. lesen, geschweige denn<br />

sich nachhaltig merken? Diese<br />

frustrierende Tatsache könnte<br />

28<br />

Zukunft-Training — 08/14


man durch wohldosierten Humor<br />

mit pointierten Texten und Sprachwitz<br />

an den richtigen Stellen deutlich<br />

verbessern, wohlgemerkt ohne den<br />

wichtigen Inhalt aus dem Fokus zu<br />

verlieren.<br />

• Auch Abwesenheitsnotizen müssen<br />

nicht immer 08/15 und unpersönlich<br />

sein. Hier eine Version, die ich selbst<br />

gerne verwende und dafür sehr positive<br />

Kundenreaktionen erhalten<br />

habe:<br />

Herzlichen Dank für Ihre Nachricht!<br />

Ich bin ab 3.10.<strong>2014</strong> wieder im Amt.<br />

In Würden bin ich jederzeit. :-)<br />

Unser Office ist selbstverständlich<br />

rund um die Uhr besetzt, vor allem<br />

jedoch von 9:00 - 17:00! Meine Vertretung,<br />

Fr. XY (DW XY) und die nettesten<br />

Kolleginnen dieser Welt freuen<br />

sich unter Tel: XY über Lob und Glückwünsche,<br />

charmante Komplimente<br />

und neue, coole Aufträge. Meine<br />

Emails checke ich von mäßig bis unregelmäßig,<br />

sicherlich jedoch nicht<br />

übermäßig.<br />

Mit abwesenden, dafür umso freundlicheren<br />

Grüßen, Dr. Roman F. Szeliga<br />

• Werden Sie zum Lob-iisten! Loben<br />

Sie Ihre Mitarbeiter sooft Sie können.<br />

Über ein ehrliches Kompliment zum<br />

richtigen Zeitpunkt, mit einem Lächeln<br />

serviert, freut sich jeder!<br />

• Auch das tägliche Leben ist eine<br />

Fundgruppe für humorvolle Begegnungen,<br />

wenn man sie als solche erkennt.<br />

Teilen Sie diese zum richtigen<br />

Zeitpunkt unbedingt mit Ihren Mitarbeiter,<br />

Kollegen und Kunden. Dazu<br />

haben Sie mit diesen „pointierten<br />

Zufälligkeiten des Alltags“ die beste<br />

Basis für Best Practice-Beispiele, Storytelling,<br />

Metaphern im Schulungsbereich<br />

und vieles mehr. Hier ein aktuelles<br />

Beispiel aus meinem Fundus:<br />

Dr. Roman F. Szeliga<br />

Speaker of the Year 2013<br />

Dr. Roman F. Szeliga ist seit über 25 Jahren im Infotainment-Bereich<br />

tätig, obwohl er eigentlich Facharzt für<br />

Innere Medizin ist. Als Mitbegründer der CliniClowns,<br />

den Ärzten des Lachens, sah er bereits Anfang der<br />

90er Jahre das große Potential von Humor als Therapieform.<br />

Seit einigen Jahren überträgt er nun sein<br />

großes Know How, seine Humorpower und seinen Erfahrungsschatz<br />

in die Business-Welt ein.<br />

Sei es als erfolgreicher Keynote-Speaker im Bereich<br />

Kommunikation und Motivation, als kreativer, begeisternder<br />

Trainer und Coach oder als Inhaber der innovativen<br />

Kommunikations- und Eventagentur Happy &<br />

Ness (www.happyundness.at).<br />

Der kreative Tausendsassa passt in keine Schublade,<br />

außerdem meint er, dass es da drinnen viel zu eng ist.<br />

Sein Job ist für ihn Vision und Leidenschaft zugleich.<br />

Sein Motto - Menschen nicht nur zu erreichen, sondern<br />

vor allem zu berühren - lebt er mit Engagement,<br />

Herz und Begeisterung. Viele namhafte nationale und<br />

internationale Firmen zählen seit Jahren zu seinen<br />

zufriedenen Kunden. Roman Szeliga ist Mitglied bei<br />

der GSA, Dozent an der Steinbeis-Universität Berlin<br />

und unter den Top 100 Referenten von Speakers Excellence<br />

und wurde vom renommierten Magazin<br />

TRAINING zum „Speaker of the Year 2013“ gewählt.<br />

www.roman-szeliga.com


Es war in der Woche nach dem sensationellen<br />

Sieg von Conchita Wurst<br />

beim European Song Contest. In<br />

Deutschland kam eine sehr aparte<br />

Dame nach meinem Vortrag zu mir,<br />

wir plauderten sehr nett und irgendwann<br />

sagte sie dann voller Überschwänglichkeit:<br />

„Also, diese Conchita Wurst, die<br />

kommt ja wie Sie auch aus Österreich,<br />

oder? Ich finde, sie war sensationell<br />

und ich bin ganz begeistert, wofür sie<br />

kämpft. Deswegen finde ich es auch<br />

überhaupt nicht schlimm, dass sie<br />

homöopathisch veranlagt ist“<br />

• Sammeln Sie in Ihrem Intranet diese<br />

besten humorvollen Erlebnisse mit<br />

Ihren Kunden, und stellen Sie auch<br />

mal als Führungskraft Ihre eigenen<br />

kleinen, charmanten Hoppala´s hinein.<br />

Sie verlieren hier in keiner Weise<br />

Kompetenz - Sie gewinnen Menschlichkeit.<br />

Fazit<br />

„Humor ist Stresskiller,<br />

ist Quelle für Kreativität,<br />

Motivation und<br />

Innovation in einem<br />

und gesteigerte<br />

Lebensfreude gibt es<br />

gleich gratis dazu.“<br />

Humor ist Stresskiller, ist Quelle für Kreativität,<br />

Motivation und Innovation in einem und<br />

gesteigerte Lebensfreude gibt es gleich gratis<br />

dazu. Humor ist die äußerste Freiheit des<br />

Geistes. Humor im Business ist die Basis für<br />

emotionale Intelligenz, ist ein ideales Mittel<br />

um Veränderungen zu akzeptieren und proaktiv<br />

zu gestalten und muss den Stellenwert<br />

bekommen, den er verdient hat. Allen Ernstes!<br />

Wahrer Humor ist immer souverän. Und er<br />

macht auch den Partner, Zuhörer oder Zuschauer<br />

souverän. Anders gesagt: Er macht<br />

ihn zum Menschen.<br />

Viel Spaß an der Freude!<br />

***<br />

Dr. Roman Szeliga<br />

30<br />

Zukunft-Training — 08/14


BEGNADETE FÜHRUNGSKRÄFTE<br />

FALLEN NICHT EINFACH VOM HIMMEL<br />

SIE WERDEN GEMACHT.<br />

WWW.TRAINER-AKADEMIE.DE


„Eine großartige<br />

Veranstaltung. Vielen Dank<br />

an Helmut Fuchs und sein<br />

Team für die liebevolle und<br />

familiäre Atmosphäre.“<br />

IMPRESSIONEN<br />

DES TAM-LERNKONGRESS <strong>2014</strong><br />

32<br />

Zukunft-Training — 08/14


„Lothar Seiwert, Sabine<br />

Asgodom, Stéphane Etrillard, Tiki<br />

Küstenmacher... alle waren sie<br />

da. Wahrhaftig ein Kongress der<br />

Superlative. Ich freue mich auf<br />

nächstes Jahr.“<br />

33<br />

Zukunft-Training — 08/14


„Lustig und Informativ. Ich habe selten<br />

so viel wertvollen Input auf einmal<br />

bekommen.“<br />

34<br />

Zukunft-Training — 08/14


„Der Mensch ist lenrfähig,<br />

aber unbelehrbar — diese<br />

Referenten haben es<br />

vorgemacht. Spektakulär.“<br />

Anmeldungen für 2015 unter:<br />

www.tam-lernkongress.info<br />

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Zukunft-Training — 08/14


ERFOLG IST KEIN ZUFALL<br />

SONDERN EINE FRAGE DER EINSTELLUNG<br />

MENTALE STÄRKE ALS ERFOLGSFAKTOR<br />

Vom Profisport lernen Manager, wie sie mit mentalem Training Leistungsfähigkeit,<br />

Selbstvertrauen, den Glauben an sich und ihr Team sowie ihren Siegeswillen steigern<br />

können – nachhaltig, effektiv und mit erprobten Techniken. So lassen sich im<br />

entscheidenden Moment verlässlich Höchstleistungen bringen.<br />

von Antje Heimsoeth<br />

„<br />

Winners never quit and quitters never win.“<br />

Dieser Satz des US-amerikanischen Football-Coachs<br />

Vincent Thomas “Vince” Lombardi<br />

gilt noch immer. Die aus den Sechziger<br />

Jahren stammende Aussage dient bis<br />

heute vielen Spitzensportlern als Erfolgs-Credo. Ihre Strategien<br />

wiederum dienen Unternehmern zunehmend als Inspiration.<br />

Wie lassen sich Mitarbeiter zu Höchstleistungen motivieren?<br />

Und wie sorge ich als Unternehmer und/oder Führungskraft<br />

dabei für physische und psychische Stabilität der Mitarbeiter<br />

und der eigenen Person, um lange Ausfallzeiten zu vermeiden?<br />

Spitzensportler wissen längst: Die richtige Balance zwischen<br />

Höchstleistung, Erholung und Regeneration ist enorm<br />

wichtig, um dem Erfolgsdruck standzuhalten. Mentaltraining<br />

arbeitet ganzheitlich, ziel-, ressourcen- und lösungsorientiert,<br />

den Fokus auf individuelle Stärken und Ressourcen gerichtet.<br />

Denken, Wollen und Tun werden bewusst beeinflusst mit dem<br />

Ziel, Aufgaben selbstbestimmt zu bewältigen, Vorhaben erfolgreich<br />

zu verwirklichen und in die Eigenverantwortung zu<br />

kommen.<br />

Mentales Training (mens (lat.): Geist, Verstand, Intellekt) ist die<br />

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„Negative Einstellungen lassen sich durch positive ersetzen, und<br />

mit positiven Bildern und förderlichen Denkmustern können wir<br />

neue unterstützende Programme schreiben.“<br />

gedankliche Vorbereitung, ein geistiges Hineingehen in eine<br />

Situation im Vorfeld. Wer mental trainiert, kann Herausforderungen<br />

mit Klarheit, Motivation, Zielorientierung, Selbstbewusstsein,<br />

Selbstvertrauen, Begeisterung, Ruhe sowie Freude<br />

am Beruf und am eigenen Körper begegnen. Eine Grundausstattung,<br />

von der Manager ebenso wie Profisportler profitieren.<br />

Ein sehr gutes Selbstmanagement zeichnet sich durch<br />

mentale und emotionale Stärke aus. Mentale Stärke bedeutet,<br />

sein Leistungsspektrum ungeachtet von Widrigkeiten sowie<br />

inneren und äußeren Störfaktoren am Tag X voll ausschöpfen<br />

zu können (vgl. James E. Loehr). Wie lassen sich nun mentale<br />

Techniken für die Arbeitswelt nutzen?<br />

Den Kopfcomputer richtig programmieren<br />

Im Sport wie im Management geht es im Wesentlichen um<br />

Motivation, Wettbewerb, Zielerreichung, Erfolg, Treffen von<br />

Entscheidungen, Energiemanagement, Führung, Umsetzung<br />

von „richtigen“ Strategien bzw. Taktik und persönliche Weiterentwicklung.<br />

Techniken, um in diesen Bereichen gut, ja besser<br />

als andere zu sein, lassen sich ohne weiteres vom Sport<br />

ins Business übertragen. Unser Kopf funktioniert wie ein Bio-<br />

Computer, der weit mehr kann als herkömmliche Rechner und<br />

noch lange nicht abschließend erforscht ist. Doch eines ist<br />

schon heute gewiss: Wer seinen Bio-Computer mit der richtigen<br />

Software ausstattet, kann in Stresssituationen auf unterstützende<br />

Programme zurückgreifen. Wer seinen Kopf vorab<br />

optimal programmiert und diese mentale Software regelmäßig<br />

speist, wird in Zeiten besonderer Herausforderungen davon<br />

profitieren, dass automatisch gute, hilfreiche Programme<br />

abgerufen werden. Energie folgt den Gedanken. Wenn die Gedanken<br />

unbewusst schon in die richtige Richtung gehen, folgt<br />

auch die Energie dorthin.<br />

Wer am Abend vor einer wichtigen Präsentation denkt: „Hoffentlich<br />

scheitere ich morgen nicht.“ leistet dem Versagen Vorschub,<br />

weil sein Denken von Versagensangst beherrscht wird.<br />

Das liefert dem Gehirn Bilder von Versagen, welche es als Anweisung<br />

versteht. Damit droht die selbsterfüllende Prophezeiung<br />

(„self-fulfilling prophecy“). Stellen Sie sich hingegen vor,<br />

wie Sie bravourös Ihren Vortrag halten und die Zuhörer begeistern,<br />

hat das Schaffen solcher Bilder vor dem geistigen Auge<br />

eine enorm unterstützende Wirkung. Es wird alles tun, um Ihre<br />

Vorstellung real werden zu lassen.<br />

Dem „inneren Unterstützer“ gehört das Wort<br />

Negative Einstellungen lassen sich durch positive ersetzen,<br />

und mit positiven Bildern und förderlichen Denkmustern<br />

können wir neue unterstützende Programme schreiben. Achten<br />

Sie auf Ihren inneren Dialog. Wie oft zweifeln Sie (an sich)<br />

oder werten sich gar selbst herab? Solche Gedanken wirken<br />

wie Bremsklötze. Ist Ihr Selbstgespräch hingegen konstruktiv,<br />

anspornend und handlungsorientiert, dann sind die Weichen<br />

Richtung Erfolg gestellt - Ihre Gedanken beflügeln Sie. Sogenannte<br />

Affirmationen (positive Selbstgespräche) können<br />

Überzeugungen verändern, wenn sie oft genug laut oder innerlich<br />

wiederholt werden. Analysieren Sie Ihre inneren Dialoge<br />

vor, in und nach Stresssituationen und ermitteln Sie jene,<br />

die förderlich für Ihr Handeln waren. Daraus leiten Sie kurze,<br />

eingängige Ich-Sätze mit höchstens zehn Worten in der Gegenwartsform<br />

ab, z.B. „Ich fühle mich stark.“ Die Sätze sind<br />

stets positiv, bejahend formuliert. Atmen Sie lang und tief,<br />

wenn Sie sich die Sätze sagen und notieren Sie sie als Erinnerungshilfe<br />

auf Haftzetteln, die Sie an Ihren Computer kleben<br />

oder speichern Sie sie als Hintergrundbild beim Smartphone<br />

oder Computer ab. Das hilft Ihrem Unterbewusstsein, die Botschaft<br />

verlässlich abzuspeichern.<br />

Mit dem Kopfkino ins Ziel<br />

Eine zentrale Technik im Mentaltraining ist die Visualisierung.<br />

Die bildhafte Vorstellung beeinflusst unser Unterbewusstsein<br />

und aktiviert Erlebnisnetzwerke im Gehirn. Spitzensportler<br />

visualisieren vorab Bewegungsabläufe, um sie im Moment<br />

der Realisation optimal vollziehen zu können. Ebenso lassen<br />

sich angestrebte Ziele visualisieren. Ein Klient von mir ist Marathonläufer<br />

und beschreibt seine Zielvisualisierung für den<br />

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nächsten Wettkampf so: „Ich sehe mich über<br />

den roten Teppich am Frankfurter Römer<br />

laufen. Sobald ich dieses Bild visualisiere,<br />

steigen mir Tränen in die Augen, weil es noch<br />

nie in meinem Leben ein Ziel gab, das ich so<br />

bewusst angestrebt und auf das ich mich<br />

so lange vorbereitet habe. Bei jeder Trainingseinheit<br />

durchdenke ich Passagen des<br />

Wettkampfs.“ Das Vorweg-Erleben der Zielerreichung<br />

weckt Begeisterung und aktiviert<br />

Energien. Ziele, die in der Vorstellung bereits<br />

mehrfach erfolgreich erlebt wurden, stärken<br />

das Selbstvertrauen und die Willenskraft. Sie<br />

wirken im Sinne von „sich selbst erfüllenden<br />

Prophezeiungen“ positiv in die Zukunft.<br />

Das wiederholte Erleben der erfolgreichen<br />

Zielerreichung ist ein wesentliches Element<br />

des Mentaltrainings. Je öfter man sich in<br />

diesen Zielzustand versetzt, umso stärker<br />

wird die diesbezügliche mentale Landkarte<br />

ausgeprägt. Hier wird der Weg zum Erfolg<br />

angebahnt (Vgl. Amler/Bernatzky/Knörzer.<br />

Integratives Mentaltraining im Sport. Meyer<br />

& Meyer Sport 2006). Regelmäßiges Mentaltraining<br />

führt dazu, dass aus neuronalen<br />

„Trampelpfaden“ neuronale „Autobahnen“<br />

werden. Gehirnphysiologisch betrachtet,<br />

kommt es zur Ausbildung stabiler neuronaler<br />

Vernetzungen (Vgl. Hüther, 2004). Im Kopfkino<br />

lassen sich auch Lösungsmöglichkeiten<br />

für Probleme oder Ruhebilder zur Entspannung<br />

visualisieren. Die Macht positiver Bilder<br />

ist im Job genauso wirksam. Schreiben<br />

Sie Drehbücher für anstehende schwierige<br />

Gespräche oder eine Rede. Beziehen Sie<br />

beim Visualisieren alle Sinneskanäle (sehen,<br />

hören, fühlen, riechen, schmecken) ein und<br />

koppeln Sie Gefühle an die Bilder. Wichtig<br />

ist, die Visualisierung regelmäßig im Vorfeld<br />

zu praktizieren, um Ihr Unterbewusstsein zu<br />

programmieren. Es lohnt sich: Zweifel, Stress<br />

und Ängste reduzieren sich, positive Gefühle<br />

werden in Gang gesetzt, die Konzentration<br />

auf das Ziel steigt. In der realen Situation ist<br />

dann Ihr Kopf mit diesem Drehbuch beschäftigt<br />

und kann sich nicht gleichzeitig negativen<br />

Gedanken wie „Gleich stottere ich wieder!“<br />

widmen.<br />

Antje Heimsoeth<br />

Mental Coach & Buchautorin<br />

Antje Heimsoeth ist Diplom-Ingenieurin (FH), selbstständige<br />

Trainerin und Coach, ECA und DVNLP, Gesundheitstrainerin,<br />

Mental Coach, ECA Sport Coach<br />

(Master Competence), zert. Sport-Mentaltrainerin,<br />

zert. Business Coach, zert. Als Entspannungspädagogin<br />

und Top-Speakerin mit Olympiafaktor: Go for Gold<br />

mit eigenem Institut SportNLPAcademy® ist sie weltweit<br />

tätig<br />

www.antje-heimsoeth.com<br />

www.business-mentaltrainer.eu


Positiver Zielrahmen<br />

Spitzensportler wissen in der Regel, welche Ziele sie erreichen<br />

wollen. Klar formulierte, positive, attraktive Ziele sind ein<br />

Schlüssel zum Erfolg. Wie wichtig eine korrekte Formulierung<br />

ist, zeigt das Beispiel des FC Bayern München beim Champions<br />

League-Finale 2010. Monatelang, im Grunde zwei Jahre lang,<br />

war das erklärte Ziel ein Finale „dahoam“– und nicht der finale<br />

Sieg. Die Medien feierten bereits Wochen vorm Finale die<br />

Zielerreichung. Was den Bayern-Spielern im Finale dann fehlte,<br />

waren die Bestimmtheit und Durchsetzungskraft, um zu<br />

siegen, weil im Kopf kein Programm für das „Siegen dahoam“<br />

verankert war, das Ziel Finale war ja bereits mit dem Spiel an<br />

sich erreicht.<br />

Formulieren Sie ein Ziel nur für sich und stets eindeutig positiv<br />

(ohne Negationen), ohne Vergleiche, realistisch, sinnesspezifisch<br />

konkret (Zielvisualisierung), überprüfbar, aktiv, selbst<br />

erreichbar, interessant, individuell sowie visionär. Bauen Sie<br />

Etappenziele ein. Fragen Sie sich bei Ihrer Zielformulierung<br />

auch Folgendes: Was brauche ich noch an externen und inneren<br />

Ressourcen, damit ich mein Ziel erreiche? Gibt es in mir<br />

und in meinem Umfeld Einwände und Vorbehalte gegen das<br />

Ziel?<br />

Neben der bereits beschriebenen Zielvisualisierung können<br />

Sie z.B. auf einen digitalen Bilderrahmen Bilder laden, die<br />

Sie mit Ihrem Ziel verbinden. Auf Ihrem Schreibtisch stehend<br />

etwa, zeigt er diese in Dauerschleife. So haben Sie Ihr Ziel stets<br />

vor Augen und sowohl Unterbewusstsein als auch Bewusstsein<br />

beschäftigen sich damit.<br />

Routinen und Rituale geben Halt<br />

Was verleiht einem Golfprofi mentale Stabilität? Das Praktizieren<br />

von Routinen. Ein Ritual (lat. Ritualis, den Ritus betreffend,<br />

zum religiösen Brauch gehörend) ist eine nach festen Regeln<br />

ablaufende, gleichbleibende Handlung bzw. ein Vorgehen mit<br />

Symbolgehalt. Rituale ordnen Abläufe, verleihen dadurch Sicherheit,<br />

bieten die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen, kurz:<br />

Sie geben Kraft. Tiger Woods trägt in der Finalrunde traditionell<br />

die Farbe Rot. Andere Sportler bekreuzigen sich vor dem<br />

Start, Bobfahrer streicheln das Eis, ein Klient von mir, angehender<br />

Formel 1-Pilot, steigt immer von der linken Seite mit dem<br />

rechten Fuß zuerst ins Auto, zieht im Auto immer den rechten<br />

Handschuh und den rechten Schuh zuerst an. Für den Fußballer<br />

Franck Ribery hat das Ritual, das er vor jedem Spiel zelebriert,<br />

übrigens tatsächlich religiöse Bedeutung: Wenn er die<br />

Hände ausbreitet und in sich geht, bittet er Allah um Beistand.<br />

BUCH-EMPFEHLUNG<br />

Profiler‘s Publishing<br />

(August <strong>2014</strong>)<br />

249 Seiten<br />

Taschenbuch, € 17,90<br />

ISBN: 978-3-945112-03-8<br />

Die 7 Säulen der Macht reloaded 2<br />

7 Speaker - 7 Schlüssel zum Erfolg<br />

Co-Autorin Antje Heimsoeth<br />

Wieder laden 7 Persönlichkeiten die 7 Säulen der Macht neu auf. Hier sind<br />

es ausschließlich Frauen, die die weibliche Sicht auf die Macht zeigen und<br />

beweisen, dass sie den Männern nicht nur das Wasser der Weisheit reichen<br />

können, sondern diese direkt herausfordern. Dem Buch folgt ein Hörbuch und<br />

eine Staffel an Experten-Interviews.<br />

Bestellen unter:<br />

http://bit.ly/7Macht<br />

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Vor wichtigen Präsentationen, Bewerbungsgesprächen oder Verhandlungen – also<br />

besonderen Herausforderungen im Beruf – können Manager ebenso Rituale entwickeln,<br />

um ihre innere Stabilität zu wahren. Desgleichen erleichtert ein Ritual zum<br />

Abschluss des Arbeitstages, z.B. Duschen und Wechsel der Kleidung, den Übergang<br />

vom Job in die Freizeit, sorgt für eine klare Abgrenzung und geistige Distanzierung.<br />

Übung: Mentales Momentum<br />

Distanzierung im entscheidenden Moment ist für Sportler wie Manager wichtig. Ist<br />

etwas schief gelaufen und ich brauche für den nächsten Schritt all meine Konzentration<br />

und Ruhe, darf ich mich nicht lange ärgern. Grübeln, Nachtrauern, Zweifeln<br />

oder Wut stören die Konzentration und blockieren mich. Steht im Job ein wichtiges<br />

Meeting an und Sie ärgern sich gerade noch über eine E-Mail, dann nutzen<br />

Sie die Türschwelle Ihres Büros als Linie, ab der Sie Ihren Ärger zurücklassen. Das<br />

heißt, in Ihrem Büro können Sie Ihrem Ärger Ausdruck verleihen, z. B. schimpfen<br />

oder mit dem Fuß aufstampfen. Analysieren Sie kurz, aus welchen Gründen es zu<br />

dieser E-Mail kam und was Sie daran besonders aufregt. Verlassen Sie den Raum,<br />

dann lassen Sie den Ärger zurück, er ist bereits Vergangenheit. Beim Heraustreten<br />

aus dem Raum konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung, denn sie bringt sie ins Hier<br />

und Jetzt. Nutzen Sie den Flur, um sich in einen positiven Zustand zu bringen, z. B.<br />

mittels Atemfokussierung (lang und tief atmen, das Ausatmen dauert länger als das<br />

Einatmen), Erfolgsvisualisierung (Sie erinnern sich an ein erfolgreiches Verhandeln<br />

in einem ähnlichen Meeting und stellen sich dieses Meeting im Kopfkino vor), positiven<br />

Gedanken, Affirmationen (positive Selbstgespräche) oder einer Bewegung:<br />

Ein Teilnehmer aus Russland erzählte mir in einem Workshop, dass er immer einen<br />

Luftsprung vor der Tür mache. So ist Ihr Kopf frei von negativen Emotionen und<br />

Gedanken und Sie können sich auf das anstehende Meeting konzentrieren.<br />

Misserfolge sind Wegweiser<br />

Fehler gehören zum Leben dazu. Sortiert man die Buchstaben bei „Fehler“ neu,<br />

wird „Helfer“ daraus. Genau so sollte man Niederlagen betrachten. Sie zeigen uns,<br />

wo wir stehen und geben uns die Chance zur Analyse, was wir verbessern können.<br />

Im Umgang mit Niederlagen empfehle ich das „Triple A-Prinzip“: Akzeptieren, analysieren,<br />

abhaken. Machen Sie zunächst Ihrem Ärger über sich selbst und Ihrer Enttäuschung<br />

Luft. Danach widmen Sie sich der Analyse: Was genau sorgte für den<br />

Misserfolg? Was lief dennoch gut, welche Stärken konnten Sie einsetzen? Was lässt<br />

sich wie besser machen oder verändern? Bei Ihrer Analyse hilft kein pauschales Abwerten<br />

oder Katastrophisieren, auch Formulierungen mit „muss“ sind abträglich.<br />

Nach der Analyse gilt: Abhaken! Die Niederlage gehört aus dem Kopf, sonst blockiert<br />

sie Sie, lassen Sie die Vergangenheit hinter sich, sie ist nicht mehr zu ändern.<br />

Nutzen Sie stattdessen die Zukunft – mit Herz, mit Klarheit, einer optimistischen<br />

Herangehensweise und Raum für persönliche Weiterentwicklung.<br />

***<br />

Antje Heimsoeth<br />

„Im<br />

Umgang mit<br />

Niederlagen<br />

empfehle ich<br />

das „Triple<br />

A-Prinzip“:<br />

Akzeptieren,<br />

analysieren,<br />

abhaken.“<br />

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Impressum<br />

Zukunft - Training<br />

TAM-Edition Verlag in Zusammenarbeit mit der Trainer-Akademie München. Als Mitherausgeber treten die<br />

Autoren der namentlich gekennzeichneten redaktionellen Beiträge auf.<br />

Die Redaktion kann trotz sorgfältiger Recherchen und Überprüfung der zugrunde liegenden Quellen keine Gewähr für den Inhalt<br />

übernehmen. Jegliche Haftung für aus der Berichterstattung entstandene Schäden ist ausgeschlossen.<br />

Torstraße 37, 10119 Berlin, Telefon +49 151 511 84312, redaktion@zukunfttraining.de,<br />

anzeigen@zukunfttraining.de, Herausgeber: Frederic M. Fuchs Chefredaktion: Dr. Helmut Fuchs<br />

Lektorat Lilli Iliev Layout und Gestaltung: p5 media, Leicht+Luftig, Zukunft-Training<br />

42<br />

http://zukunfttraining.de/agb.html<br />

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www.trainer-akademie.de

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