ZT | September 2014
Ausgabe 29 - 09/14
Ausgabe 29 - 09/14
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29. Ausgabe — <strong>September</strong> <strong>2014</strong><br />
Z U K U N F T - T R A I N I N G<br />
DAS ONLINE-MAGAZIN FÜR AUS- UND WEITERBILDUNG<br />
NUR WER ABSCHLIESST, HAT<br />
VERKAUFT<br />
DIE INNERE ANGST DES VERKÄUFERS<br />
VOR DEM ABSCHLUSS<br />
STEFAN DEDERICHS
DAS ONLINE-MAGAZIN FÜR AUS- UND WEITERBILDUNG<br />
JET<strong>ZT</strong> KOSTENLOS ABONNIEREN<br />
ZUKUNFT-TRAINING<br />
2<br />
Zukunft-Training — 08/14
Ein Wort des Herausgebers<br />
Zuhören, statt bloß hinhören<br />
Mark Twain wollte einmal beweisen, dass auf einer New Yorker Gesellschaft niemand zuhört, weil alle aneinander<br />
vorbei statt miteinander reden. Er erschien verspätet auf der Party. Die Gastgeberin empfing ihn sogleich mit den<br />
Worten: „Kommen Sie herein, mein Lieber. Da drüben steht der Botschafter von Malaysia, ich stellen Sie gleich<br />
vor...“ Worauf Mark Twain erwiderte: „Entschuldigen Sie meine Unpünktlichkeit bitte, aber ich musste meiner<br />
alten Tante noch den Hals umdrehen und das dauerte etwas länger, als ich angenommen hatte.“ Daraufhin die<br />
Gastgeberin: „Ach wie reizend, dass Sie trotzdem gekommen sind.“<br />
Irrelevant, ob diese humoristisch-kritische Überlieferung Twain‘s tatsächlich so stattgefunden<br />
hat, charakterisiert sie auf wunderschöne Weise, was wir tagtäglich um uns herum erleben:<br />
Viele Menschen hören zwar hin, aber nicht zu.<br />
Doch warum sollten wir auch zuhören? Wir haben doch genug auf dem Herzen, was unbedingt mal raus müsste!<br />
Ein guter Zuhörer hört genau hin, um herauszufinden was sein Gegenüber ihm mitteilen möchte. Er antizipiert<br />
und schafft Verbindungen, und Verbindungen schaffen Verbundenheit.<br />
Unsere Titelpersönlichkeit Stefan Dederichs war über 20 Jahre aktiv im Vertrieb tätig und befasst sich in seinen<br />
Vorträgen und Seminaren gezielt mit dem Verkaufsabschluss. Dabei hat er entdeckt, dass viele Verkäufer zu<br />
sehr mit ihrer Verkaufsstrategie beschäftigt sind, sich deswegen nicht genug auf die Bedürfnisse ihrer Kunden<br />
einstellen und so den Abschluss verpassen. Ein spannender Beitrag mit viel Insider-Wissen.<br />
Außerdem in dieser Ausgabe:<br />
Jörg Romstötter ist zertifizierter Business-Coach und nutzt die Erfolgs-Ressource Natur um seinen Kunden die<br />
wirkungsvollsten Herangehensweisen im modernen Geschäftsleben darzulegen. Ein so naheliegender wie heute<br />
ungewöhnlicher Ansatz, der wahrhaftig zum Nachdenken einlädt.<br />
Dr. Roman Szeliga lebt, was er predigt. Denn er betrachtet »Humor« als Allzweckmittel für jegliche<br />
Herausforderungen, die im Berufsalltag auftreten können. In seinem Artikel beschreibt er, wie Humor als<br />
Erfolgsfaktor und Konfliktlöser Ihr Leben in viellerlei Situationen vereinfachen kann.<br />
Antje Heimsoeth ist Expertin für mentale Stärke und Motivation. In ihrem Beitrag zeigt sie, welche Techniken wir<br />
von Spitzensportlern lernen können, um verlässlich Höchstleistung zu bringen.<br />
Ich freue mich sehr über unsere neuen Autoren und diese exzellente Themenvielfalt. Vielen Dank für diese<br />
ausgezeichnete Zusammenarbeit an alle Beteiligten.<br />
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.<br />
Herzlichst<br />
Ihr<br />
Frederic M. Fuchs.
INHALT<br />
06<br />
Nur wer abschließt, hat Verkauft<br />
Die innere Angst des Verkäufers vor dem Abschluss<br />
von Stefan Dederichs<br />
14<br />
Immer das Beste geben!<br />
Einbicke in das Leben eines Verkaufstrainers.<br />
Zukunft-Training im Gespräch mit dem Abschluss-Experten Stefan Dederichs<br />
Erfolgs-Ressource Natur<br />
Auch im modernen Business wirken die starken Impulse der 4 Natur.<br />
18<br />
Wer schlau ist, nützt sie für seinen Erfolg<br />
Zukunft-Training — 08/14<br />
von Jörg Romstötter
29. Ausgabe — <strong>September</strong> <strong>2014</strong><br />
Humor als Erfolgsstrategie<br />
26<br />
Sie werden lachen, es ist ernst!<br />
von Dr. Roman Szeliga<br />
Erfolg ist kein Zufall sondern eine Frage der Einstellung<br />
36<br />
Mentale Stärke als Erfolgsfaktor<br />
von Antje Heimsoeth<br />
Fotocredits<br />
Die verwendeten Fotos stammen von<br />
fotolia.de, pixeden.de oder aus dem<br />
privaten Archiv unserer Autoren.<br />
Kontakt<br />
Web<br />
Redaktion<br />
Anzeigen<br />
www.zukunfttrainining.de<br />
redaktion@zukunfttraining.de<br />
anzeigen@zukunfttraining.de<br />
In Zusammenarbeit mit<br />
TAM-Edition Verlag<br />
Trainer-Akademie München<br />
Coverfoto<br />
Stefan Dederichs<br />
Copyright: Stefan Dederichs<br />
5<br />
Zukunft-Training — 08/14
6<br />
Zukunft-Training — 08/14
NUR WER ABSCHLIESST, HAT<br />
VERKAUFT<br />
DIE INNERE ANGST DES VERKÄUFERS<br />
VOR DEM ABSCHLUSS<br />
Viele Verkäufer stellen sich nicht genügend auf den Kunden ein, sie interessieren sich nicht<br />
wirklich für sein „Problem“. Diese These vertritt Stefan Dederichs und setzt sie in seinem<br />
Konzept „LuckySelling®“ um. Ein potenzieller Erfolgsweg für alle Vertriebler?<br />
Stefan Dederichs<br />
„<br />
Viele Verkäufer scheitern im Bereich des Abschlusses.<br />
Nicht wirklich verwunderlich, denn rund<br />
80% der Verkäufer fragen erst gar nicht nach<br />
dem Verkaufsabschluss! Für die meisten Verkäufer<br />
ist die bloße Nachfrage nach der Unterschrift<br />
bereits eine harte Verkaufstechnik, die sie scheuen.“ Verkaufstrainer<br />
Stefan Dederichs analysiert die Verhaltensweisen von<br />
Vertriebsspezialisten – und erkennt reichlich Verbesserungspotenzial,<br />
schon zu Beginn des Verkaufsgespräches.<br />
Nicht selten gehen Verkäufer suboptimal auf die Kundenbedürfnisse<br />
ein und haben dann große Schwierigkeiten, den<br />
Kunden zum Ziel -sprich zum Abschluss- zu bringen. Warum<br />
versäumen es ungewöhnlich viele Unternehmen, ihren Vertrieb<br />
abschlussorientiert auszurichten? Warum gibt es keine<br />
vorbereiteten Verträge und können Preise nicht direkt im Gespräch<br />
genannt werden? Weil der Verkäufer davon ausgeht,<br />
dass der Kunde das Geschäft sowieso nicht sofort unterzeichnen<br />
kann. Dabei ist gerade im Handel jeder Kunde, der das<br />
Geschäft ohne Kaufentscheidung verlässt, ein verlorener Kunde.<br />
Kauft er nicht bei mir, dann kauft er beim Wettbewerber.<br />
Ca. 70% der Kunden, die im Verkaufsgespräch nicht kaufen,<br />
7<br />
Zukunft-Training — 08/14
kaufen auch zu einem späteren Zeitpunkt<br />
nicht mehr bei diesem Anbieter.<br />
Die Aufgabe eines guten Verkäufers ist<br />
es deshalb, dem Interessenten schon im<br />
Gespräch zu einer optimalen Lösung zu<br />
verhelfen. Wie geht ein Experte diesen<br />
Weg zum Abschluss?<br />
Das ErfolgsDreieck<br />
Stefan Dederichs hat das „ErfolgsDreieck“<br />
entwickelt. Es verdeutlicht auf grafische<br />
Weise, in welchen Stufen der Abschluss<br />
vorbereitet wird. Beim Erfolgs-<br />
Dreieck beginnen der Kunde und der<br />
Verkäufer unten auf einer Linie, Kunde<br />
Links und Verkäufer rechts. Ziel ist es,<br />
dass Kunde und Verkäufer gleichzeitig<br />
an die Spitze des Dreiecks, den „Abschluss“,<br />
gelangen. Wenn der Verkäufer<br />
nun oben angelangt ist und nach dem<br />
Kaufabschluss fragt, der Kunde braucht<br />
aber noch Informationen, dann wird es<br />
nicht zum Abschluss kommen. Das trifft<br />
ebenso zu, wenn der Kunde bereits<br />
oben ist und Kaufsignale sendet, der<br />
Verkäufer aber noch weiter seine tollen<br />
Argumente loswerden möchte. Die<br />
Missverständnisse basieren auf einem<br />
Trugschluss vieler Verkäufer: Für sie<br />
beginnt der Verkaufsakt erst im oberen<br />
Bereich des Dreiecks, also an der Spitze<br />
bei der Abschlussfrage oder im Bereich<br />
der Einwand-Vorwandbehandlung. Das<br />
ist jedoch nicht richtig. Der Abschluss<br />
fängt bereits im eigentlichen Verkaufsgespräch<br />
an und sogar noch vorher: bei<br />
der inneren Einstellung des Verkäufers.<br />
Abschlusschance nicht versenken<br />
Vertriebsprofi Dederichs hat oft erlebt,<br />
wie zum Greifen nahe Abschlüsse von<br />
Verkäufern verpatzt werden. Der Trainer<br />
berichtet in dem Zusammenhang<br />
gerne von einer kleinen Erfahrung.<br />
Während seiner ehemaligen Vertriebstätigkeit<br />
von Software für Reisebüros<br />
„Man verliert nie gegen bessere Produkte,<br />
sondern nur gegen bessere Verkäufer.“<br />
musste er bei einem Interessenten warten. Dederichs verfolgte<br />
ein Gespräch zwischen der Reisebüroverkäuferin und einem<br />
jungen Pärchen. Das suchte eine kurzfristige Reise nach Mallorca,<br />
war im Abflug jedoch auf einen speziellen Tag festgelegt.<br />
Es gab kein passendes Angebot nach Mallorca, das Paar<br />
schwenkte nach Empfehlung der Verkäuferin auf Tunesien um.<br />
Die Reiseexpertin konnte dort einen sehr guten Club empfehlen.<br />
Es gab passende Flüge, der Preis stimmte und den jungen<br />
Leuten gefiel der Club. Doch was machte die Verkäuferin? Statt<br />
sich auf das Angebot zu konzentrieren, suchte sie nach anderen<br />
Offerten. Nach einer Weile sagte der Mann zu seiner Frau:<br />
„Wir nehmen Tunesien“. Bei jedem Verkäufer klingeln jetzt die<br />
Glocken in den süßesten Tönen! — Nicht bei dieser Verkäuferin:<br />
Sie suchte weiter und sagte zum Ende hin: „Ich drucke<br />
Ihnen das Angebot aus, sie wollen sich das sicher noch mal zuhause<br />
in Ruhe überlegen.“ – Was gibt es denn da noch zu überlegen?<br />
Für den Kunden war alles klar und passte super. Zudem<br />
wies die Angestellte auf das Internet hin, man könne sich das<br />
Hotel ja dort noch mal ansehen. Da hätte sie auch gleich hinzufügen<br />
können: „Und buchen Sie dann auch direkt dort!“<br />
Solch ein Verkaufsakt macht niemanden glücklich, meint Stefan<br />
Dederichs: „Der Kunde hatte deutlich signalisiert, dass es<br />
eine gute Lösung für ihn gibt - dann macht man den Sack auch<br />
zu.“ Der Verkäufer hat keinen Einfluss mehr auf den Kunden,<br />
8<br />
Zukunft-Training — 08/14
sobald dieser das Geschäft verlassen hat.<br />
Wer weiß, vielleicht geht der Kunde noch<br />
zum Wettbewerber, vielleicht findet er im<br />
Internet ein besseres Angebot? Der Verkäufer<br />
braucht die richtige Einstellung zum Abschluss<br />
– nur wer abschließt, hat verkauft!<br />
LuckySelling® – Lucky day!<br />
Zusammen mit seinem Team hat Dederichs<br />
das LuckySelling® entwickelt. Was steckt<br />
hinter dem Programm? Es basiert auf der<br />
Annahme, dass Verkäufer „Glücklichmacher“<br />
sind. LuckySelling® bedeutet „Kunden glücklich<br />
machen“, ohne den Fokus auf den Abschluss<br />
zu verlieren. Abschluss hat nichts mit<br />
reinen harten Abschlusstechniken zu tun.<br />
Sondern damit, dass der Kunde zum einen<br />
eine optimale Lösung erhält und zum anderen<br />
emotional angesprochen wird.<br />
Gedankliche Basis für das LuckySelling® ist<br />
eine Studie von Dr. Michael Müller. Die Abhandlung<br />
erklärt, inwieweit kunden- und<br />
abschlussorientiertes Verhalten den Verkaufserfolg<br />
sowie die Kundenloyalität beeinflussen.<br />
Bis dahin hatte die Vertriebsforschung<br />
nur wenige gesicherte Erkenntnisse<br />
bezüglich eines effektiven Vertriebsverhaltens<br />
erzielt. Erst jetzt wurde zwischen Kundenorientierung<br />
und Abschlussorientierung<br />
differenziert. Was besagt das Ergebnis der<br />
Studie? Verkäufer, die gleichzeitig eine hohe<br />
Kundenorientiertheit und eine hohen Abschlussorientierung<br />
besitzen, erzielten den<br />
größten Verkaufserfolg und höchste Werte<br />
der Kundenloyalität. Dabei kann sich eine zu<br />
große Kundenorientierung natürlich auch<br />
vertriebshemmend auswirken. Interessant<br />
ist in jedem Fall, dass ein kunden- und abschlussorientierter<br />
Verkäufer ebenso bei der<br />
Kundenloyalität besser punktet als ein reiner<br />
Berater. Kunden- und Abschlussorientierung<br />
schließen sich also nicht gegenseitig aus,<br />
kombiniert laufen sie zur Hochform auf. Genau<br />
an diesem Punkt setzt das LuckySelling®<br />
von Stefan Dederichs an: Hier steht der Kunde<br />
im Mittelpunkt, nicht der Verkäufer und<br />
auch nicht das Produkt.<br />
Stefan Dederichs<br />
Der Abschluss Experte<br />
Stefan Dederichs ist Speaker, Trainer und Autor. Er<br />
gilt als „der“ Experte für den Verkaufsabschluss im<br />
deutschsprachigen Raum. Dederichs war über 20<br />
Jahre aktiv im Vertrieb tätig. Bereits unmittelbar<br />
nach der Ausbildung suchte er mit 21 Jahren die<br />
Selbstständigkeit und übernahm als Handelsvertreter<br />
den bundesweiten Vertrieb und den Aufbau einer<br />
Außendienststruktur für eine Softwarefirma. Er<br />
hat Erfahrung im Aufbau mehrerer Unternehmen.<br />
Unter anderem verantwortete Dederichs als Sales<br />
Director den europaweiten Gesamtvertrieb eines<br />
Softwareunternehmens und erwirtschaftete<br />
dabei acht Jahre in Folge eine jährliche Umsatzsteigerung<br />
von über 20%. Während seiner aktiven<br />
Vertriebstätigkeit galt er als erfolgreichster Verkäufer<br />
seiner Branche. Er ist ein Mann aus der Praxis<br />
für die Praxis. Zusammen mit seinem Team hat<br />
er diverse Verkaufsmethoden entwickelt, die zu<br />
höheren Abschlussquoten führen. Seine Trainings<br />
basieren alle auf dem LuckySelling®. Ziel von Stefan<br />
Dederichs ist es, mit dem Mythos aufzuräumen, dass<br />
sich abschlussorientiertes Verhalten negativ auf<br />
Kundenzufriedenheit und Kundenloyalität auswirkt.<br />
Stefan Dederichs Devise lautet „anpacken und<br />
loslegen“. Die Zuhörer sollen nach dem Vortrag und<br />
Training aktiv Handeln und zu „Machern“ werden.<br />
Verkäufer suchen häufig nach äußeren Gründen,<br />
warum der Verkaufserfolg ausbleibt, statt sich auf<br />
ihre Stärken zu konzentrieren. Dabei weiß Stefan<br />
Dederichs: „Man verliert nie gegen bessere Produkte,<br />
sondern nur gegen bessere Verkäufer.“<br />
www.stefan-dederichs.de
„Auch Weltmeister brauchen noch einen Trainer.“<br />
Ein Fass an Emotionen<br />
Ein Kunde kauft aus zwei Gründen: zum einen weil er Lösungen<br />
sucht und zum anderen weil ihn Emotionen ansprechen<br />
und überzeugen. Nur wenn das Problem des Kunden wirklich<br />
gelöst wird, wird er auch kaufen. Je passender die Lösung ist,<br />
umso größer ist die Abschlusschance. Bei den Lösungen geht<br />
es nicht um die Produkteigenschaften, sondern um den Nutzen<br />
für den Kunden. Neben der sachlichen Überzeugung ist<br />
es wichtig, die Emotion anzusprechen. Weshalb, das zeigt die<br />
Forschung. Seit Anfang dieses Jahrtausends wissen wir, dass<br />
der präfrontale Cortex (Denkhirn) keine Entscheidungen trifft.<br />
Dieser Teil des Gehirns sitzt im Stirnbereich und hier sitzt das<br />
abstrakte, planerische Denken, Mathematik und Geometrie.<br />
Eben das, was wir mit Ratio und Logik beschreiben. Bei Entscheidungen<br />
jedoch ist bereits eine Drittelsekunde vor der Reaktion<br />
des Denkhirns ein Impuls im Limbischen System messbar.<br />
Das Limbische System ist der Teil des Gehirns, in dem Gefühle,<br />
Unterbewusstsein und Erfahrungsschatz gelagert werden.<br />
Das Limbische System nutzt für seine Entscheidung alle<br />
Information, die es in der Vergangenheit gesammelt hat. Diese<br />
Ergebnisse gehen an das Denkhirn, dort werden sie rational<br />
begründet. Bei allen Entscheidungen haben die unbewussten<br />
Anteile unserer Persönlichkeit das erste und das letzte Wort,<br />
wir beschließen Maßnahmen auf Grund unserer Emotionen.<br />
Verstand und Vernunft sind lediglich Berater. Deshalb ist es im<br />
Verkaufsgespräch so wichtig, die Emotionen der Kunden anzusprechen.<br />
Verkäufer stehen unter enormem Erwartungsdruck.<br />
Sie sollen immer mehr Zeit investieren, um höhere Umsätze zu<br />
erwirtschaften. Bei diesen beruflichen Strapazen ist es extrem<br />
wichtig, dass der Verkäufer einen Ausgleich findet. Nur wenn<br />
er auch Zeit für ein schönes und relaxtes Leben findet, kann<br />
er Spitzenleistungen erbringen. Auf Basis des LuckySelling®<br />
erlernt der Verkäufer, wie er seine Effizienz steigert. Das bedeutet,<br />
er erwirtschaftet mit der gleichen Anzahl an Terminen<br />
eine deutlich höhere Abschlussquote. Er steigert seine Lebensqualität,<br />
trifft auf zufriedenere Kunden und erwirtschaftet<br />
mehr Umsatz.<br />
***<br />
Stefan Dederichs<br />
BUCH-EMPFEHLUNG<br />
Verlagshaus<br />
Monsenstein und<br />
Vannerdat OHG<br />
Hardcover, € 19,90<br />
ISBN: 978-3-95645-316-8<br />
Kleine Klappe, großer Umsatz<br />
Top-Verkäufer werden - auch ohne Akquisestar zu sein<br />
von Stefan Dederichs<br />
Drei Kalttermine zwei Unterschriften. Das war die Abschlussquote von Stefan<br />
Dederichs. Damit war er der Top-Verkäufer, mit weitem Abstand.<br />
Sein Erfolgsrezept? Hatte er die bessere Ausbildung? War er gewiefter?<br />
Fleißiger? Talentierter? – Nichts davon! Der wahre Grund für seinen Erfolg: Er<br />
hasst die Kaltakquise! – Aber er liebt es, zu verkaufen. Also spezialisierte er sich<br />
darauf, die Abschlussquote zu erhöhen: Maximaler Umsatz mit so wenigen<br />
Anrufen wie möglich.<br />
In diesem Buch zeigt er alle seine Techniken und Methoden.<br />
Bestellen unter:<br />
www.Stefan-Dederichs.de<br />
10<br />
Zukunft-Training — 08/14
Zukunft Personal, Europas größte Fachmesse für Personalmanagement,<br />
Koelnmesse, 14.-16. Oktober <strong>2014</strong><br />
Mit der HR-Community lernen<br />
Messe Zukunft Personal setzt auf mehr Interaktion<br />
Welche Trends sich aktuell in der betrieblichen Weiterbildung<br />
abzeichnen und wie Personalmanager diesen Entwicklungen<br />
begegnen können, zeigt die Zukunft Personal vom 14. bis 16.<br />
Oktober in Köln. Eine Besonderheit der Leitmesse für die Personalarbeit<br />
ist ihr Begleitprogramm mit Kongresscharakter: Mit<br />
interaktiven Formaten und neuen Themenschwerpunkten ist die<br />
Zukunft Personal <strong>2014</strong> innovativer denn je.<br />
Strahlkraft verleihen der Veranstaltung sieben Keynote-Speaker aus<br />
dem In- und Ausland. Neben den prominenten Publizisten Roger<br />
Willemsen und Bascha Mika gehören unter anderem auch Raimund<br />
Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Dr. Elke<br />
Frank, Mitglied der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland,<br />
und Business Angel Les Hayman (ehemals Vorstand der SAP AG)<br />
zu den Hauptrednern.<br />
© Zukunft Personal/Fotostudio Franz Pfluegl<br />
Nicht nur Vorträge und Diskussionen in den neun sogenannten<br />
Praxisforen drehen sich um das Thema Weiterbildung, sondern<br />
insbesondere die Präsentationen auf den Aktionsflächen Training:<br />
Trainer und Coachs geben dort Einblick in ihr aktuelles Seminarprogramm.<br />
Von MOOCs bis hin zu Gaming<br />
Wie der digitale Wandel die Personalentwicklung verändert, reflektieren<br />
Weiterbildungsexperten im E-Learning-Forum der Messe.<br />
Vortragsbeiträge liefern unter anderem die neuen Kooperationspartner<br />
GAME (Bundesverband der Computerspielindustrie) und<br />
Verband eLearning Business Norddeutschland.<br />
Das zugehörige Programm ist erstmals thematisch gegliedert:<br />
Tag 1 skizziert den Einsatz von Massive Open Online<br />
Courses (MOOCs) im betrieblichen Kontext. Tag 2 steht<br />
im Zeichen von E-Learning für Professionals. Ein Höhepunkt<br />
dieses Tages ist zudem die E-Learning-Party: Sie steigt<br />
auf Einladung von CrossKnowledge, Haufe-Akademie und<br />
Linked:HR, mit mehr als 900.000 Mitgliedern die weltweit größte<br />
Personaler-Community im Netz. Tag 3 skizziert Trends in Sachen<br />
11<br />
Zukunft-Training — 08/14<br />
Serious Games und Gamification (die Anwendung von Erkenntnissen<br />
aus der Spieltheorie).<br />
Neu: Speed-Coaching und Themenreihe<br />
„Berufliche Ausbildung“<br />
Neu ist das „Speed-Coaching“: Im E-Learning-Café coachen Experten<br />
des Bundesverbandes für Online-Bildung e.V. Interessierte<br />
an allen drei Messetagen – passend zu dem jeweiligen Schwerpunkt-Thema.<br />
In der neuen Themenreihe „Berufliche Ausbildung“<br />
geben Fachberater der Industrie- und Handelskammer zu Köln und<br />
der DIHK-Bildungs-GmbH Bonn am Dienstag, 14. Oktober <strong>2014</strong>,<br />
mit aktuellen Initiativen neue Impulse für die Ausbildungspraxis.<br />
Schirmherr der Veranstaltung ist der Personalmanagement-Vordenker<br />
Thomas Sattelberger.<br />
Zukunftslabor: Neue Formate für mehr<br />
Interaktion<br />
Auf der Zukunft Personal <strong>2014</strong> kommen verstärkt Messeformate für<br />
Networking und Interaktion zum Tragen – etwa beim „HR Solution<br />
Check“: In den moderierten Runden geben Anbieter einen kurzer<br />
Einblick in ausgewählte Produkte und Dienstleistungen – jeweils<br />
im direkten Vergleich mit zwei oder drei Mitausstellern, die ein<br />
ähnliches Angebot im Programm haben.<br />
Eine weitere Neuheit ist das „FutureLAB HR“: In Zusammenarbeit<br />
mit nextpractice präsentiert die Zukunft Personal<br />
erstmals diese dynamische Ideenbörse, die auf die kollektive<br />
Intelligenz der Besucher-Community setzt. Die Besucher<br />
können aktiv an einem gemeinsamen, softwaregestützten<br />
Diskurs über zentrale Personaler-Themen der Zukunft<br />
teilhaben. Neben dem Gemeinschaftserlebnis nehmen sie wichtige<br />
Anregungen mit in ihre Berufspraxis.<br />
Insgesamt erwartet der Veranstalter rund 650 Aussteller und 16.000<br />
Besucher. Weitere Informationen, Ausstellerliste und Registrierung:<br />
www.zukunft-personal.de<br />
© Zukunft Personal/Fotostudio Franz Pfluegl
Der Kongress für Speaker, Trainer,<br />
Manager und Leader<br />
Jetzt anmelden auf:<br />
www.tam-lernkongress.info<br />
12<br />
Zukunft-Training — 08/14
13<br />
Zukunft-Training — 08/14
IMMER<br />
DAS BESTE GEBEN!<br />
Einbicke in das Leben eines Verkaufstrainers.<br />
Zukunft-Training im Gespräch mit dem<br />
Abschluss-Experten Stefan Dederichs.<br />
Herr Dederichs, Sie sind seit dem<br />
Jahr 2000 selbständiger Trainer<br />
und Speaker und bringen nun<br />
bereits Ihr zweites Buch heraus.<br />
Was treibt Sie an?<br />
Mein Beruf macht mir einfach eine Riesenfreude.<br />
Wenn der Mensch im Leben das macht, wofür er<br />
wirklich brennt, dann kann er richtig was umsetzen.<br />
Mir macht es großen Spaß, meine Erfahrungen<br />
und mein Wissen aus 20 Jahren aktivem<br />
Vertrieb auf der Bühne, im Seminar und eben in<br />
Form von Büchern weiterzugeben.<br />
Worin unterscheiden sich Ihre beiden<br />
Bücher?<br />
In meinem ersten Buch, „Servicewüste Deutschland<br />
– Begeisternd Verkaufen“, habe ich die<br />
wichtigsten Informationen und Techniken, die<br />
ein Verkäufer als Handwerkzeug benötigt, zusammengetragen.<br />
Es ist ein grundlegendes<br />
Buch, das in den Schrank von jedem Verkäufer<br />
gehört. Locker geschrieben, schnell zu erfassen,<br />
eine leichte Kost. Mein neues Buch „Kleine<br />
Klappe, großer Umsatz! Top-Verkäufer werden<br />
– auch ohne Akquisestar zu sein!“ hatte ich länger<br />
geplant. Mir war aufgefallen, dass sich in all<br />
der Vertriebsliteratur kein Buch so richtig mit<br />
dem Verkaufsabschluss befasst. In den letzten<br />
5 Jahren habe ich mit meinem Team zahlreiche<br />
Methoden entwickelt, die dem Verkäufer dabei<br />
helfen, eine höhere Abschlussquote zu erzielen<br />
und gleichzeitig die Stornoquote zu minimieren.<br />
Das neue Buch legt somit seinen Schwerpunkt<br />
auf den Verkaufsabschluss.<br />
Ideen schnell umsetzen – das liegt Ihnen?<br />
Wenn die Ideen gut sind – ja. Nehmen wir mein<br />
erstes Buch. Ich hatte damals ein neues Seminar<br />
ausgearbeitet und deshalb viel recherchiert.<br />
Meine Frau hatte die Idee, das Material als<br />
Grundlage für ein Buch zu nehmen, als wir mit<br />
dem Flieger auf dem Weg in den Urlaub waren.<br />
Na, das war es dann mit dem Urlaub. Gleich im<br />
Flieger habe ich begonnen das Buch zu schreiben.<br />
Ich habe schon immer nach der Devise<br />
gehandelt: „Anpacken und loslegen — was<br />
du nicht innerhalb von 72 Stunden beginnst,<br />
machst du meistens nie wieder“.
Es gibt eine ganze Menge Speaker und Trainer, besonders auch zum<br />
Thema Vertrieb. Was unterscheidet Sie von den Kollegen?<br />
Meine Vorträge und Vertriebstrainings, die auf dem LuckySelling® basieren, unterscheiden<br />
sich in der Herangehens- und Denkweise von anderen. Im Vertrieb<br />
gibt es noch sehr viele Schwachstellen und damit eine Menge Arbeit für uns<br />
Verkaufstrainer. Ich bin fest davon überzeugt, dass es genug Platz für uns alle<br />
gibt. Wir müssen hier noch intensiver an die Einstellung der Verkäufer heran.<br />
Jeder Sportler weiß, dass er ohne Trainer keine Spitzenleistung erbringen kann.<br />
Das ist bei den Verkäufern häufig etwas anders, die haben von Natur aus eher<br />
ein großes Ego. Ich darf das so sagen, ich bin ja selbst Verkäufer. Da stehen viele<br />
auf dem Standpunkt – na was will der Trainer denn? Ob der das überhaupt besser<br />
kann? Ich denke, das ist gar nicht die Frage. Es fragt sich ja auch niemand, ob<br />
der Trainer von den Klitschkos besser ist als diese. Natürlich nicht, sonst wäre der<br />
Trainer ja Weltmeister. Es geht darum, dass der Trainer aus dem Einzelnen die<br />
bestmögliche Leistung heraus holt. Er schaut, an welcher Stelle der Schützling<br />
noch effektiver und erfolgreicher sein könnte. Genau da setze ich mit dem LuckySelling®<br />
an. Der Verkäufer wird nicht verbogen, er behält seine eigene Identität.<br />
Ich helfe ihm dabei, seine Abschlussquote nachhaltig zu erhöhen.<br />
Als Speaker und Trainer sind Sie viel unterwegs und haben sicher wenig<br />
Zeit für Privates. Wie finden Sie Ihren Ausgleich?<br />
Ich habe früh verstanden, dass ich Gas geben muss wenn ich arbeite. Da bin ich<br />
extrem effizient und zielstrebig. Aus dem Grund ist es meine Spezialität, aus jedem<br />
Termin das Beste herauszuholen. Genau so habe ich schon früh begonnen,<br />
ein relaxtes und ausgeglichenes Leben zu führen. Ich halte mir meine Freizeit<br />
frei für Hobbys und Familie. Wir leben nur einmal und wirklich glücklich kann<br />
man aus meiner Sicht im Leben nur werden, wenn alles in Balance ist. Ich nehme<br />
mir die Zeit zum Golf spielen und fahre gerne mit meiner Frau auf der Harley.<br />
Ganz besonders habe ich immer ein Auge für die kleinen Dinge im Leben. Wenn<br />
es ihr möglich ist, begleitet mich meine Frau auf Vortrags- und Seminar-Touren.<br />
Ich kann von mir sagen, dass ich genau das Leben führe, welches ich mir immer<br />
erträumt habe. Und bin der festen Überzeugung, dass dies jeder schaffen kann,<br />
wenn er wirklich daran glaubt und daran arbeitet – und genau dabei möchte ich<br />
andere Menschen unterstützen.<br />
***<br />
Ein schönes Schlusswort, Herr Dederichs.<br />
Herzlichen Dank für das Interview.
18<br />
Zukunft-Training — 08/14
ERFOLGS-RESSOURCE<br />
NATUR<br />
Auch im modernen Business wirken die starken Impulse<br />
der Natur. Wer schlau ist, nützt sie für seinen Erfolg<br />
Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit des Schaffens und eine Zeit des Ruhens. Eine Zeit des<br />
Aufbruchs und eine Zeit der Innenschau. Nützen wir diese Rhythmen konsequent, sind wir<br />
in der Summe produktiver. Wir Menschen sind dafür gemacht, zwischen Höchstleistung<br />
und Ruhe zu pendeln. Optimieren wir diese natürlichen Phasen, sind wir kreativ,<br />
leistungswillig und stressresistent. Die Natur als ursprünglichster, reinster, stillster Ort<br />
auf Erden ist die ideale Quelle für diese Optimierung. Jörg Romstötter ist Vortragsredner,<br />
Trainer und Coach. Er hat für sich selber schon vor langer Zeit die Erfolgs-Ressource<br />
Natur entdeckt. Er kennt die wirkungsvollsten Herangehensweisen, um die Natur auch im<br />
modernen Geschäftsleben erfolgreich zu nutzen.<br />
von Jörg Romstötter<br />
Die Tage werden merklich kürzer. Der laute<br />
Sommer mit viel Licht, Luft und Hitze ist<br />
vorbei. Der späte Herbst und der beginnende<br />
Winter veranlassen uns zu einem langsamen<br />
Rückzug. Wir benötigen Ruhe, Gemütlichkeit<br />
und Nachsinnen. Übrigens ein völlig normaler Vorgang, vor<br />
dem wir uns nicht verstecken können und sollten. Denn das<br />
Sonnenlicht steuert uns, egal wie viele elektrische Lampen<br />
wir anschalten und wie viel Kaffee wir trinken. Der Mangel an<br />
Sonnenlicht macht sich in unserem Verhalten bemerkbar. Dies<br />
zu bedauern bringt nichts. Im Gegenteil, es hat entscheidende<br />
Vorteile. Nun wissen wir meist schon genau, wie der Rest des<br />
Jahres verlaufen soll. Wir können auf zahlreiche Aktivitäten,<br />
Entwicklungen, Erfolge und Ereignisse, die uns lernen ließen,<br />
blicken. Das Jahresende zeichnet sich ab. Wie geschaffen,<br />
um unsere Schlüsse für das Kommende zu ziehen und noch<br />
einmal Kraft zu tanken. Dafür ist diese ruhigere, sonnenarme<br />
Zeit ideal.<br />
Rückschau, Lernen, Planen:<br />
Die optimale Zeit dafür nutzen<br />
19<br />
Zukunft-Training — 08/14
„Niemand kommt aus der Natur, wie er in sie gegangen ist.“<br />
Frühjahr, Sommer und Frühherbst mit<br />
ihrer satten Power für unsere Leistungsfreude<br />
haben wir hoffentlich für jene<br />
Aktivitäten genutzt, die diese Unterstützung<br />
gut gebrauchen können. Wir<br />
haben Chancen ergriffen, Neues ausprobiert,<br />
uns von Altem leicht getrennt,<br />
haben viel Energie aufgebracht, um<br />
Hürden zu überwinden oder Klippen<br />
zu umschiffen. Ab dem späteren Herbst<br />
beginnt eine andere Phase<br />
des Jahres, welche das<br />
Lernen und Vorausblicken<br />
leicht macht und produktiv<br />
gestaltet. Nutzen Sie die<br />
jetzt beginnende Zeit auch<br />
in Ihrem Unternehmen,<br />
denn diese Phase im Jahr<br />
unterstützt diese Denk- und<br />
Lernprozesse optimal!<br />
Rückschau und Lernen<br />
• Was ist in diesem Jahr besonders<br />
gut gelaufen und was lernen wir<br />
daraus?<br />
• Was ist nicht gut gelaufen und<br />
weshalb?<br />
• Welche Lehren ziehen wir daraus?<br />
• Welche konkreten Maßnahmen<br />
leiten wir ab?<br />
• Was schieben wir vor uns her und<br />
weshalb?<br />
Strategie und Planung<br />
• Wo befinden wir uns gerade? Wie<br />
stellt sich unsere aktuelle Situation<br />
dar?<br />
• Stimmt unsere aktuelle Richtung<br />
noch mit unserer Vision überein?<br />
• Welche Änderungen und Maßnahmen<br />
sind notwendig, um wieder<br />
auf Kurs zu gelangen oder um<br />
konsequenter unsere Richtung zu<br />
verfolgen?<br />
• Welche neuen Methoden und Vorgehensweisen<br />
sind dazu notwendig?<br />
• Welche der aufgeschobenen<br />
Maßnahmen packen wir in den<br />
nächsten Monaten konkret an?<br />
Es ist erwiesen: Entscheidungen<br />
in der Natur sind nachhaltiger<br />
und erweisen sich als lukrativer.<br />
Um den für diese Prozesse der Rückschau,<br />
des Lernens, der Strategie und<br />
Planung fördernden Einfluss der Natur<br />
zu nutzen, müssen nicht zwangsläufig<br />
alle Mitarbeiter hinaus in die Natur gehen.<br />
Um wichtige Meetings zu diesem<br />
Thema allerdings ideal vor- und nachzubereiten,<br />
gehen Sie als Führungskraft<br />
am Besten für ein paar Stunden allein<br />
in die Natur. Dort konfrontieren Sie<br />
sich selbst mit den später im Meeting<br />
aufkommenden Themen und Erkenntnissen.<br />
Wenn Sie in diesem Sinne in der<br />
Natur in sich gehen, werden Sie sofort<br />
erkennen, wo und wie Sie zu welchen<br />
Entwicklungen beigetragen haben.<br />
Sie erkennen, wo Sie Ihr Verhalten und<br />
auch Ihre Einstellung gegenüber anderen<br />
und gegenüber ihrem Verhalten<br />
überdenken sollten. Nehmen wir uns<br />
diese Zeit, befragen wir mit bewusstem<br />
Verstand verstärkt unser Unbewusstes.<br />
Damit greifen wir auf unser weit<br />
komplexeres Erfahrungswissen zurück.<br />
Wir gelangen aktiver und tiefer in unsere<br />
Intuition. Zudem nützen wir das Phänomen<br />
nachhaltigerer und lukrativerer<br />
Entscheidungen, die in natürlicher<br />
Umgebung leichter getroffen werden.<br />
So vorbereitet kommen Sie klarer und<br />
strukturierter ins Meeting, was nicht<br />
nur das Treffen effektiver und effizienter<br />
gestalten wird, sondern auch die nachfolgenden<br />
Umsetzungsprozesse<br />
optimiert.<br />
Kreativitäts-<br />
Booster Natur<br />
Die Natur ist für Unternehmen<br />
die größte ungenutzte<br />
Ressource der Erde. Doch<br />
wir überlassen es immer<br />
noch dem Zufall, ob Mitarbeiter<br />
die Natur aktiv nutzen<br />
oder nicht. Es ist eine gigantische<br />
Verschwendung, unsere Mitarbeiter<br />
nicht gezielt in die Natur zu senden,<br />
um Fragestellungen aus dem täglichen<br />
Business dort zu beantworten und sich<br />
durch den Einfluss der Natur Anregung<br />
und Ideen zu holen. Denn Zusammenhänge<br />
werden meist erst klar, wenn wir<br />
einen Schritt zurücktreten. Die Natur ist<br />
die Umgebung mit den größten Unterschieden<br />
zu unserer üblichen Arbeitsund<br />
Lebenswelt. Hier wird am deutlichsten<br />
offensichtlich, wo Ursachen für<br />
Probleme und Lösungsschlüssel liegen.<br />
Probleme können nur auf andere Art<br />
und Weise behoben werden, als sie<br />
entstanden sind. In der Natur ist es uns<br />
besser möglich, die Gedanken in fruchtbarere<br />
Bahnen zu lenken als dies in der<br />
gewohnten künstlichen Arbeitsumgebung<br />
der Fall sein kann. Die Potenziale<br />
eines Naturaufenthaltes nutzen, ist DAS<br />
20<br />
Zukunft-Training — 08/14
neue Credo für moderne Führungskräfte und<br />
moderne Unternehmen.<br />
Geistige Regeneration durch<br />
neues Denken<br />
Wir Menschen sind über unsere Jahrmillionen<br />
währende Entwicklungsgeschichte noch<br />
immer eng mit der Natur verbunden. Natur<br />
signalisiert unterschwellig ein starkes Gefühl<br />
von Sicherheit. Und wo wir uns sicher fühlen,<br />
da trauen wir uns auch, über Neues nachzudenken.<br />
Natur ist geistige Regeneration pur.<br />
Wo wir mental einen Gang zurückschalten,<br />
gelangen wir schnell in für unsere Gehirnaktivität<br />
optimal fruchtbare Bereiche, in welchem<br />
die rechte und die linke Gehirnhälfte<br />
am intensivsten miteinander vernetzt sind.<br />
Wir gelangen in einen das Unbewusste befragenden<br />
und besonders gut Ideen produzierenden<br />
Alpha- bis Thetazustand. So angeregt<br />
befreien wir uns leicht aus hemmenden<br />
Gedankenspiralen, können von exponierter<br />
Warte Problemen und Herausforderungen<br />
im Business eher auf die Schliche kommen.<br />
Wir können beim Aufenthalt in der Natur<br />
unseren eigenen Standpunkt und unsere<br />
Einstellungen so klar wie irgend möglich mit<br />
uns selbst glatt ziehen. Denn wo niemand ist,<br />
verhalten wir uns so, wie wir tatsächlich sind.<br />
In der Natur erkennen wir, was wichtig für<br />
uns ist. Wir helfen unserem Selbstbewusstsein<br />
und damit unserer Entscheidungsfreude<br />
und Konsequenz erheblich auf die Sprünge,<br />
genauso wie unseren Ideen.<br />
Die Kraft der Bionik nutzen<br />
Jörg Romstötter<br />
Business-Coach<br />
Jörg Romstötter ist Diplomingenieur, Betriebsökonom<br />
und zertifizierter Business-Coach und lebt mit seiner<br />
Familie im Berchtesgadener Land. Berge und Business<br />
sind seit über zwei Jahrzehnten seine beiden großen<br />
Leidenschaften. Er ist auf dem Business-Parkett<br />
ebenso trittsicher wie in der Wildnis.<br />
Als Speaker, Trainer und Coach erschließt er für jedes<br />
Business die reichste Erfolgs-Ressource der Welt - die<br />
Natur. Er inspiriert und nimmt seine Kunden mit auf<br />
eine uralte und gleichzeitig sehr aktuelle Reise. Die<br />
Natur erschloss er sich selber in über 2.000 Tagen<br />
draußen, unter anderem auf über 50 Reisen in die<br />
großen Naturräume der Erde: Gebirge, Wüsten und<br />
Tundren. Zu Fuß, mit Skiern, dem Fahrrad oder<br />
dem Boot. Er gründete federführend für eine große<br />
Agrarorganisation ein Unternehmen und führte es als<br />
Vertriebsleiter und Geschäftsführer zum Erfolg. Heute<br />
gibt er sein Wissen und seinen Erfahrungsschatz<br />
zum Thema Erfolgs-Ressource Natur in mitreißenden<br />
Keynotes, praxisnahen Trainings und individuellen<br />
Coachings weiter.<br />
www.joerg-romstoetter.com.<br />
Was liegt also näher, als gezielt Erscheinungen<br />
der Natur zu nutzen, um Situationen<br />
und Prozesse darzustellen und sie für andere<br />
schnell und einfach begreifbar zu machen?<br />
Bilder zu finden, die mehr ausdrücken als<br />
tausend Worte. Diese sind besonders wirksam,<br />
weil fast alle Menschen einen grundlegend<br />
positiven Bezug zur Natur haben. Die<br />
mit diesen Bildern verknüpften Botschaften<br />
werden damit positiver aufgenommen.
Die Potenziale eines Naturaufenthaltes zu nutzen, ist DAS neue<br />
Credo für moderne Führungskräfte und moderne Unternehmen.<br />
So kann z. B. mittels der gewaltigen doppelstämmige Eiche<br />
unmissverständlich jedem ein anstehender Fusionsprozess<br />
von zwei Unternehmen eingängig gemacht werden. Entfernt<br />
man einen Stamm, ist der Baum über kurz oder lang dem Untergang<br />
geweiht. Dank unserer Fachexpertise nehmen wir selektierend<br />
wahr, finden Gedankenstützen und machen ganz<br />
konkrete Entdeckungen, die den meisten verborgen bleiben.<br />
Wir können unsere Gedanken mit Hilfe der Natur den entscheidenden<br />
Funken Überzeugung verleihen. Nur eines müssen wir<br />
tun, damit dies auch gelingen kann – tatsächlich hinausgehen<br />
in die Natur.<br />
Gehen Sie hinaus...<br />
Die Natur zu durchstreifen ist die für den Menschen die optimalste<br />
Bewegungsform. Es ist erwiesen, dass uns Training in<br />
Räumen stresst und eine geringere positive Wirkung hat, als<br />
dasselbe Training in der Natur. Sich in Maschinen einzuspannen<br />
und vollmechanischen Bewegungsabläufen zu folgen, beeinflusst<br />
unseren Geist ebenso, wie auf vielfältige Bewegungsund<br />
Umgebungsreize beim Sport in der Natur elastisch und<br />
zunehmend geschmeidig zu reagieren. Wir Menschen werden<br />
in unseren Gedanken und Gefühlen sehr stark von unseren<br />
selbstproduzierten körpereigenen Drogen beeinflusst. In der<br />
positiv reizstärksten Umgebung, der Natur, werden insbesondere<br />
Endorphine und Dopamin ausgeschüttet, welche uns leistungsfähig,<br />
leistungswillig, in Gedanken schnell und flexibel,<br />
lebenslustig, zuversichtlich und ausgeglichen machen. Gleichfalls<br />
regen sie den Stoffwechsel an und sorgen sie für einen<br />
dann folgenden tief erholsamen Schlaf.<br />
Gehen wir in die Natur und setzen uns dort mit Themen unserer<br />
Arbeit gezielt auseinander, können wir unser Bewusstsein<br />
erweitern und unser Unbewusstes in Überlegungen, Entdeckungs-<br />
und Entscheidungsprozesse viel stärker einbeziehen<br />
als in immer gleicher Arbeits- und Alltagsumgebung. Die einzelnen<br />
Naturlandschaften beeinflussen unsere Gedanken und<br />
Gefühle dabei ganz unterschiedlich. So werden in den Bergen<br />
mehr die distanzierten und zu neuen Horizonten aufbrechenden<br />
Gedanken unterstützt als etwa an einem Gewässer, das<br />
unsere Gedanken mal spielerisch, mal mächtig um Hindernisse<br />
herum oder gerne auch zu neuen Ufern trägt. Probieren<br />
Sie es aus und nutzen Sie die Erfolgs-Ressource Natur für sich<br />
selber wie für Ihr Unternehmen. Sie werden es nicht bereuen!<br />
***<br />
Jörg Romstötter<br />
SEMINAR-EMPFEHLUNG<br />
Kontakt:<br />
joerg-romstoetter.com<br />
+49 151 15 85 51 63<br />
Exklusiv-Seminar nur zwischen Oktober und März<br />
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Der Winter ist die Zeit der Rückschau und der Einstimmung auf das Kommende.<br />
Die Natur zieht sich auf sich selbst zurück. Der Mensch zieht sich in sich selbst<br />
zurück. Der Mensch wird nur in dieser Zeit wirklich optimal in Reflexion und<br />
Planung unterstützt. Dies ist die Zeit, sich über die nahe und fernere Zukunft<br />
konkret Gedanken zu machen und einzustimmen. Jetzt ist die optimale Phase<br />
für neue, bahnbrechende strategische Überlegungen. Nutzen Sie diese kostbare<br />
Phase des Jahres, um gemeinsam mit Ihren Kollegen zu lernen, die Kräfte zu<br />
bündeln, flexibel mit Gedanken und Szenarien zu spielen und sich auf das Neue<br />
zu konzentrieren.<br />
Hier geht‘s zum Seminarangebot:<br />
http://joerg-romstoetter.com/training-workshop-seminare<br />
22<br />
Zukunft-Training — 08/14
Keynote-Speaker<br />
Budapest Genf Hamburg<br />
Köln<br />
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Global denken –<br />
regional handeln:<br />
Personalmanagement der<br />
Zukunft<br />
Foto: Becker<br />
Raimund Becker<br />
Vostandsmitglied |<br />
Bundesagentur für Arbeit<br />
The design and decay of<br />
creative cultures – How<br />
ideas die in the contemporary<br />
corporation<br />
Foto: Rehn<br />
Foto: Greenfi eld<br />
Alf Rehn<br />
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The London Speaker Bureau<br />
The future of the 21st<br />
century mind: The impact<br />
of current technology on<br />
corporate health and well<br />
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The London Speaker Bureau<br />
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Herzlichen Dank für den<br />
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24<br />
Zukunft-Training — 08/14<br />
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25<br />
Zukunft-Training — 08/14
26<br />
Zukunft-Training — 08/14
HUMOR<br />
ALS ERFOLGSSTRATEGIE<br />
SIE WERDEN LACHEN, ES IST ERNST!<br />
„Lachen ist wie Aspirin, es wirkt nur doppelt so schnell“<br />
Dieses Zitat von Groucho Marx sollten sich nicht nur viele Führungskräfte ins<br />
Auftragsbuch schreiben und nicht nur gerade jetzt, wenn ihnen die momentane<br />
Wirtschaftslage Kopfschmerzen bereitet. Humor ist ein Erfolgsfaktor. Humor ist<br />
Konfliktlöser. Humor motiviert, begeistert, verkauft. Ihre Ideen, Ihre Werte, Ihre Produkte.<br />
von Dr. Roman F. Szeliga<br />
Humor ist viel ansteckender als jedes Virus, - und<br />
ich muss es ja wissen, schließlich bin ich Arzt! Als<br />
einer der Mitbegründer der CliniClowns 1991<br />
kenne ich auch die therapeutische Seite des begeisternden,<br />
ehrlichen und authentischen Humors.<br />
Was hier mit schwerkranken Menschen - egal ob jung<br />
oder alt - auf emotionaler Ebene möglich wird, ist beeindruckend.<br />
Doch warum müssen wir alle erst krank werden, um<br />
Humor als Lebenselixier, als legales Doping für die Seele zu<br />
akzeptieren?<br />
„Kennen Sie jemanden, der beim Lachen einen Herzinfarkt bekommen<br />
hat?“ Nein? Meint auch der Professor für Psychiatrie<br />
an der Standford University William Fry selbstsicher: „Es wäre<br />
auch das erste Mal gewesen.“ So viel Beweis muss reichen - ein<br />
Beweis für die Heilkraft des Lachens.<br />
Seit mehreren Jahren lasse ich Personalverantwortliche,<br />
Führungskräfte, Marketingleute und Verkäufer großer und<br />
kleiner Unternehmen in meinen Vorträgen und Seminaren<br />
live erleben, wie Humor in der richtigen Dosis fixer Bestandsteil<br />
jeder Unternehmenskultur sein kann - nein, sein muss.<br />
27<br />
Zukunft-Training — 08/14
„Es gibt keinen Menschen, der sich zu Tode gefreut hat“<br />
Meine Philosophie: Statt „Nach der Arbeit<br />
das Vergnügen“ muss es heißen<br />
„Mit Vergnügen in die Arbeit“.<br />
Es geht hier nicht um einstudierte Witze,<br />
es geht um die grundsätzliche Einstellung,<br />
dass authentischer Humor<br />
Motivator und Problemlöser in einem<br />
sein kann. Humor ist eine Lebenseinstellung,<br />
nie Ersatz für Kompetenz, sondern<br />
die beste Ergänzung. Fest steht,<br />
dass humorvolle Menschen leistungsfähiger,<br />
flexibler, kontaktfreudiger, erfolgreicher<br />
und auch gesünder sind. In<br />
Stresssituationen erweisen sie sich als<br />
belastbarer. Wenn man es als Führungskraft<br />
zulässt, dass<br />
in Unternehmen<br />
gelacht werden<br />
kann und darf<br />
und dies vielleicht<br />
sogar proaktiv<br />
fördert, dann sind<br />
das entscheidende<br />
Erfolgsfaktoren<br />
und Marktvorteile<br />
zu Mitbewerbern.<br />
Große Unternehmen wie etwa Google,<br />
Red Bull oder Virgin Airlines haben das<br />
bereits eindrucksvoll bewiesen. Junge<br />
Start Ups und innovative Hotels setzen<br />
beispielsweise sogenannte Good<br />
Mood-Manager strategisch ein und der<br />
Erfolg, sprich die gesteigerte Mitarbeiter-<br />
und Kundenzufriedenheit geben<br />
ihnen Recht. Humor ist somit auch die<br />
beste Basis für eine gute Stimmung<br />
und ein produktives Arbeitsklima. Denn<br />
gute Stimmung bedeutet gute Leistung.<br />
Kontraproduktiv wird es, wenn man beginnt<br />
Humor zu isolieren, zu bewerten,<br />
zu analysieren und zu benchmarken.<br />
Denn dann beginnt man ihn zu vernichten,<br />
lange bevor er Früchte tragen<br />
kann. Anders ausgedrückt: Humor zu<br />
analysieren ist wie einen Frosch zu sezieren:<br />
Der einzige, der etwas davon<br />
hat, ist der Wissenschaftler, denn der<br />
Frosch ist tot!<br />
Um Humor einzusetzen, brauchen wir<br />
auch den Mut, lang benutzte Pfade zu<br />
verlassen und Neuland zu betreten.<br />
Hier brauchen wir auch Mut zum Scheitern.<br />
Denn nicht jeder Humorversuch<br />
Vom Mecker-Zirkel zur Smile-Zone!<br />
Arbeit darf, nein muss(!) Freude machen<br />
wird glücken. Dennoch muss es Motivation<br />
genug sein, die ersten Schritte<br />
zu gehen. Einen 100-Meter-Weltrekord<br />
schafft man auch nicht in einem Tag.<br />
Aber auch der beginnt mit dem ersten<br />
Schritt. Die gute Nachricht ist, wir haben<br />
alle den ansteckenden Humor in<br />
Perfektion bereits beherrscht: Denken<br />
Sie nur an das offene, herzliche und<br />
berührende Kinderlachen. Das haben<br />
wir nur leider verlernt… Dabei ist eines<br />
klar: Humor ist gratis, aber nie umsonst.<br />
Lächeln Sie früh morgens in den<br />
Spiegel und ich verspreche Ihnen, da<br />
lächelt jemand zurück!<br />
Oft sind es kleine Dinge, die Großes<br />
bewirken können. Ein paar Beispiele<br />
gefällig?<br />
• 20 Minuten gemeinsam zu Lachen<br />
ist energetisch so wertvoll,<br />
wie 1 Stunde Fitnessstudio! Das<br />
British Institute of Sports Medicine<br />
sagt es noch klarer: 1 Minute<br />
lachen = 20 Minuten mehr<br />
Lebenszeit. Wer sein Leben mit<br />
Humor nimmt, lebt länger. Was<br />
bleibt: Mehr Zeit zum Genießen<br />
und noch mehr<br />
Spaß am Tun.<br />
• Würzen<br />
Sie Ihre externen<br />
und internen Präsentationen<br />
mit<br />
humorvollen Geschichten<br />
und lassen<br />
Sie dafür die<br />
57 Daten, Zahlen,<br />
Fakten, Tabellen weg.<br />
• Überraschen Sie Ihre Kollegen<br />
mit einem kleinen, humorvollen<br />
Geschenk am Montagmorgen.<br />
• Haben Sie sich schon mal gefragt,<br />
warum nur durchschnittlich<br />
14% der Belegschaft von<br />
Unternehmen offizielle Rundschreiben,<br />
Hausordnungen<br />
etc. lesen, geschweige denn<br />
sich nachhaltig merken? Diese<br />
frustrierende Tatsache könnte<br />
28<br />
Zukunft-Training — 08/14
man durch wohldosierten Humor<br />
mit pointierten Texten und Sprachwitz<br />
an den richtigen Stellen deutlich<br />
verbessern, wohlgemerkt ohne den<br />
wichtigen Inhalt aus dem Fokus zu<br />
verlieren.<br />
• Auch Abwesenheitsnotizen müssen<br />
nicht immer 08/15 und unpersönlich<br />
sein. Hier eine Version, die ich selbst<br />
gerne verwende und dafür sehr positive<br />
Kundenreaktionen erhalten<br />
habe:<br />
Herzlichen Dank für Ihre Nachricht!<br />
Ich bin ab 3.10.<strong>2014</strong> wieder im Amt.<br />
In Würden bin ich jederzeit. :-)<br />
Unser Office ist selbstverständlich<br />
rund um die Uhr besetzt, vor allem<br />
jedoch von 9:00 - 17:00! Meine Vertretung,<br />
Fr. XY (DW XY) und die nettesten<br />
Kolleginnen dieser Welt freuen<br />
sich unter Tel: XY über Lob und Glückwünsche,<br />
charmante Komplimente<br />
und neue, coole Aufträge. Meine<br />
Emails checke ich von mäßig bis unregelmäßig,<br />
sicherlich jedoch nicht<br />
übermäßig.<br />
Mit abwesenden, dafür umso freundlicheren<br />
Grüßen, Dr. Roman F. Szeliga<br />
• Werden Sie zum Lob-iisten! Loben<br />
Sie Ihre Mitarbeiter sooft Sie können.<br />
Über ein ehrliches Kompliment zum<br />
richtigen Zeitpunkt, mit einem Lächeln<br />
serviert, freut sich jeder!<br />
• Auch das tägliche Leben ist eine<br />
Fundgruppe für humorvolle Begegnungen,<br />
wenn man sie als solche erkennt.<br />
Teilen Sie diese zum richtigen<br />
Zeitpunkt unbedingt mit Ihren Mitarbeiter,<br />
Kollegen und Kunden. Dazu<br />
haben Sie mit diesen „pointierten<br />
Zufälligkeiten des Alltags“ die beste<br />
Basis für Best Practice-Beispiele, Storytelling,<br />
Metaphern im Schulungsbereich<br />
und vieles mehr. Hier ein aktuelles<br />
Beispiel aus meinem Fundus:<br />
Dr. Roman F. Szeliga<br />
Speaker of the Year 2013<br />
Dr. Roman F. Szeliga ist seit über 25 Jahren im Infotainment-Bereich<br />
tätig, obwohl er eigentlich Facharzt für<br />
Innere Medizin ist. Als Mitbegründer der CliniClowns,<br />
den Ärzten des Lachens, sah er bereits Anfang der<br />
90er Jahre das große Potential von Humor als Therapieform.<br />
Seit einigen Jahren überträgt er nun sein<br />
großes Know How, seine Humorpower und seinen Erfahrungsschatz<br />
in die Business-Welt ein.<br />
Sei es als erfolgreicher Keynote-Speaker im Bereich<br />
Kommunikation und Motivation, als kreativer, begeisternder<br />
Trainer und Coach oder als Inhaber der innovativen<br />
Kommunikations- und Eventagentur Happy &<br />
Ness (www.happyundness.at).<br />
Der kreative Tausendsassa passt in keine Schublade,<br />
außerdem meint er, dass es da drinnen viel zu eng ist.<br />
Sein Job ist für ihn Vision und Leidenschaft zugleich.<br />
Sein Motto - Menschen nicht nur zu erreichen, sondern<br />
vor allem zu berühren - lebt er mit Engagement,<br />
Herz und Begeisterung. Viele namhafte nationale und<br />
internationale Firmen zählen seit Jahren zu seinen<br />
zufriedenen Kunden. Roman Szeliga ist Mitglied bei<br />
der GSA, Dozent an der Steinbeis-Universität Berlin<br />
und unter den Top 100 Referenten von Speakers Excellence<br />
und wurde vom renommierten Magazin<br />
TRAINING zum „Speaker of the Year 2013“ gewählt.<br />
www.roman-szeliga.com
Es war in der Woche nach dem sensationellen<br />
Sieg von Conchita Wurst<br />
beim European Song Contest. In<br />
Deutschland kam eine sehr aparte<br />
Dame nach meinem Vortrag zu mir,<br />
wir plauderten sehr nett und irgendwann<br />
sagte sie dann voller Überschwänglichkeit:<br />
„Also, diese Conchita Wurst, die<br />
kommt ja wie Sie auch aus Österreich,<br />
oder? Ich finde, sie war sensationell<br />
und ich bin ganz begeistert, wofür sie<br />
kämpft. Deswegen finde ich es auch<br />
überhaupt nicht schlimm, dass sie<br />
homöopathisch veranlagt ist“<br />
• Sammeln Sie in Ihrem Intranet diese<br />
besten humorvollen Erlebnisse mit<br />
Ihren Kunden, und stellen Sie auch<br />
mal als Führungskraft Ihre eigenen<br />
kleinen, charmanten Hoppala´s hinein.<br />
Sie verlieren hier in keiner Weise<br />
Kompetenz - Sie gewinnen Menschlichkeit.<br />
Fazit<br />
„Humor ist Stresskiller,<br />
ist Quelle für Kreativität,<br />
Motivation und<br />
Innovation in einem<br />
und gesteigerte<br />
Lebensfreude gibt es<br />
gleich gratis dazu.“<br />
Humor ist Stresskiller, ist Quelle für Kreativität,<br />
Motivation und Innovation in einem und<br />
gesteigerte Lebensfreude gibt es gleich gratis<br />
dazu. Humor ist die äußerste Freiheit des<br />
Geistes. Humor im Business ist die Basis für<br />
emotionale Intelligenz, ist ein ideales Mittel<br />
um Veränderungen zu akzeptieren und proaktiv<br />
zu gestalten und muss den Stellenwert<br />
bekommen, den er verdient hat. Allen Ernstes!<br />
Wahrer Humor ist immer souverän. Und er<br />
macht auch den Partner, Zuhörer oder Zuschauer<br />
souverän. Anders gesagt: Er macht<br />
ihn zum Menschen.<br />
Viel Spaß an der Freude!<br />
***<br />
Dr. Roman Szeliga<br />
30<br />
Zukunft-Training — 08/14
BEGNADETE FÜHRUNGSKRÄFTE<br />
FALLEN NICHT EINFACH VOM HIMMEL<br />
SIE WERDEN GEMACHT.<br />
WWW.TRAINER-AKADEMIE.DE
„Eine großartige<br />
Veranstaltung. Vielen Dank<br />
an Helmut Fuchs und sein<br />
Team für die liebevolle und<br />
familiäre Atmosphäre.“<br />
IMPRESSIONEN<br />
DES TAM-LERNKONGRESS <strong>2014</strong><br />
32<br />
Zukunft-Training — 08/14
„Lothar Seiwert, Sabine<br />
Asgodom, Stéphane Etrillard, Tiki<br />
Küstenmacher... alle waren sie<br />
da. Wahrhaftig ein Kongress der<br />
Superlative. Ich freue mich auf<br />
nächstes Jahr.“<br />
33<br />
Zukunft-Training — 08/14
„Lustig und Informativ. Ich habe selten<br />
so viel wertvollen Input auf einmal<br />
bekommen.“<br />
34<br />
Zukunft-Training — 08/14
„Der Mensch ist lenrfähig,<br />
aber unbelehrbar — diese<br />
Referenten haben es<br />
vorgemacht. Spektakulär.“<br />
Anmeldungen für 2015 unter:<br />
www.tam-lernkongress.info<br />
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Zukunft-Training — 08/14
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Zukunft-Training — 08/14
ERFOLG IST KEIN ZUFALL<br />
SONDERN EINE FRAGE DER EINSTELLUNG<br />
MENTALE STÄRKE ALS ERFOLGSFAKTOR<br />
Vom Profisport lernen Manager, wie sie mit mentalem Training Leistungsfähigkeit,<br />
Selbstvertrauen, den Glauben an sich und ihr Team sowie ihren Siegeswillen steigern<br />
können – nachhaltig, effektiv und mit erprobten Techniken. So lassen sich im<br />
entscheidenden Moment verlässlich Höchstleistungen bringen.<br />
von Antje Heimsoeth<br />
„<br />
Winners never quit and quitters never win.“<br />
Dieser Satz des US-amerikanischen Football-Coachs<br />
Vincent Thomas “Vince” Lombardi<br />
gilt noch immer. Die aus den Sechziger<br />
Jahren stammende Aussage dient bis<br />
heute vielen Spitzensportlern als Erfolgs-Credo. Ihre Strategien<br />
wiederum dienen Unternehmern zunehmend als Inspiration.<br />
Wie lassen sich Mitarbeiter zu Höchstleistungen motivieren?<br />
Und wie sorge ich als Unternehmer und/oder Führungskraft<br />
dabei für physische und psychische Stabilität der Mitarbeiter<br />
und der eigenen Person, um lange Ausfallzeiten zu vermeiden?<br />
Spitzensportler wissen längst: Die richtige Balance zwischen<br />
Höchstleistung, Erholung und Regeneration ist enorm<br />
wichtig, um dem Erfolgsdruck standzuhalten. Mentaltraining<br />
arbeitet ganzheitlich, ziel-, ressourcen- und lösungsorientiert,<br />
den Fokus auf individuelle Stärken und Ressourcen gerichtet.<br />
Denken, Wollen und Tun werden bewusst beeinflusst mit dem<br />
Ziel, Aufgaben selbstbestimmt zu bewältigen, Vorhaben erfolgreich<br />
zu verwirklichen und in die Eigenverantwortung zu<br />
kommen.<br />
Mentales Training (mens (lat.): Geist, Verstand, Intellekt) ist die<br />
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Zukunft-Training — 08/14
„Negative Einstellungen lassen sich durch positive ersetzen, und<br />
mit positiven Bildern und förderlichen Denkmustern können wir<br />
neue unterstützende Programme schreiben.“<br />
gedankliche Vorbereitung, ein geistiges Hineingehen in eine<br />
Situation im Vorfeld. Wer mental trainiert, kann Herausforderungen<br />
mit Klarheit, Motivation, Zielorientierung, Selbstbewusstsein,<br />
Selbstvertrauen, Begeisterung, Ruhe sowie Freude<br />
am Beruf und am eigenen Körper begegnen. Eine Grundausstattung,<br />
von der Manager ebenso wie Profisportler profitieren.<br />
Ein sehr gutes Selbstmanagement zeichnet sich durch<br />
mentale und emotionale Stärke aus. Mentale Stärke bedeutet,<br />
sein Leistungsspektrum ungeachtet von Widrigkeiten sowie<br />
inneren und äußeren Störfaktoren am Tag X voll ausschöpfen<br />
zu können (vgl. James E. Loehr). Wie lassen sich nun mentale<br />
Techniken für die Arbeitswelt nutzen?<br />
Den Kopfcomputer richtig programmieren<br />
Im Sport wie im Management geht es im Wesentlichen um<br />
Motivation, Wettbewerb, Zielerreichung, Erfolg, Treffen von<br />
Entscheidungen, Energiemanagement, Führung, Umsetzung<br />
von „richtigen“ Strategien bzw. Taktik und persönliche Weiterentwicklung.<br />
Techniken, um in diesen Bereichen gut, ja besser<br />
als andere zu sein, lassen sich ohne weiteres vom Sport<br />
ins Business übertragen. Unser Kopf funktioniert wie ein Bio-<br />
Computer, der weit mehr kann als herkömmliche Rechner und<br />
noch lange nicht abschließend erforscht ist. Doch eines ist<br />
schon heute gewiss: Wer seinen Bio-Computer mit der richtigen<br />
Software ausstattet, kann in Stresssituationen auf unterstützende<br />
Programme zurückgreifen. Wer seinen Kopf vorab<br />
optimal programmiert und diese mentale Software regelmäßig<br />
speist, wird in Zeiten besonderer Herausforderungen davon<br />
profitieren, dass automatisch gute, hilfreiche Programme<br />
abgerufen werden. Energie folgt den Gedanken. Wenn die Gedanken<br />
unbewusst schon in die richtige Richtung gehen, folgt<br />
auch die Energie dorthin.<br />
Wer am Abend vor einer wichtigen Präsentation denkt: „Hoffentlich<br />
scheitere ich morgen nicht.“ leistet dem Versagen Vorschub,<br />
weil sein Denken von Versagensangst beherrscht wird.<br />
Das liefert dem Gehirn Bilder von Versagen, welche es als Anweisung<br />
versteht. Damit droht die selbsterfüllende Prophezeiung<br />
(„self-fulfilling prophecy“). Stellen Sie sich hingegen vor,<br />
wie Sie bravourös Ihren Vortrag halten und die Zuhörer begeistern,<br />
hat das Schaffen solcher Bilder vor dem geistigen Auge<br />
eine enorm unterstützende Wirkung. Es wird alles tun, um Ihre<br />
Vorstellung real werden zu lassen.<br />
Dem „inneren Unterstützer“ gehört das Wort<br />
Negative Einstellungen lassen sich durch positive ersetzen,<br />
und mit positiven Bildern und förderlichen Denkmustern<br />
können wir neue unterstützende Programme schreiben. Achten<br />
Sie auf Ihren inneren Dialog. Wie oft zweifeln Sie (an sich)<br />
oder werten sich gar selbst herab? Solche Gedanken wirken<br />
wie Bremsklötze. Ist Ihr Selbstgespräch hingegen konstruktiv,<br />
anspornend und handlungsorientiert, dann sind die Weichen<br />
Richtung Erfolg gestellt - Ihre Gedanken beflügeln Sie. Sogenannte<br />
Affirmationen (positive Selbstgespräche) können<br />
Überzeugungen verändern, wenn sie oft genug laut oder innerlich<br />
wiederholt werden. Analysieren Sie Ihre inneren Dialoge<br />
vor, in und nach Stresssituationen und ermitteln Sie jene,<br />
die förderlich für Ihr Handeln waren. Daraus leiten Sie kurze,<br />
eingängige Ich-Sätze mit höchstens zehn Worten in der Gegenwartsform<br />
ab, z.B. „Ich fühle mich stark.“ Die Sätze sind<br />
stets positiv, bejahend formuliert. Atmen Sie lang und tief,<br />
wenn Sie sich die Sätze sagen und notieren Sie sie als Erinnerungshilfe<br />
auf Haftzetteln, die Sie an Ihren Computer kleben<br />
oder speichern Sie sie als Hintergrundbild beim Smartphone<br />
oder Computer ab. Das hilft Ihrem Unterbewusstsein, die Botschaft<br />
verlässlich abzuspeichern.<br />
Mit dem Kopfkino ins Ziel<br />
Eine zentrale Technik im Mentaltraining ist die Visualisierung.<br />
Die bildhafte Vorstellung beeinflusst unser Unterbewusstsein<br />
und aktiviert Erlebnisnetzwerke im Gehirn. Spitzensportler<br />
visualisieren vorab Bewegungsabläufe, um sie im Moment<br />
der Realisation optimal vollziehen zu können. Ebenso lassen<br />
sich angestrebte Ziele visualisieren. Ein Klient von mir ist Marathonläufer<br />
und beschreibt seine Zielvisualisierung für den<br />
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nächsten Wettkampf so: „Ich sehe mich über<br />
den roten Teppich am Frankfurter Römer<br />
laufen. Sobald ich dieses Bild visualisiere,<br />
steigen mir Tränen in die Augen, weil es noch<br />
nie in meinem Leben ein Ziel gab, das ich so<br />
bewusst angestrebt und auf das ich mich<br />
so lange vorbereitet habe. Bei jeder Trainingseinheit<br />
durchdenke ich Passagen des<br />
Wettkampfs.“ Das Vorweg-Erleben der Zielerreichung<br />
weckt Begeisterung und aktiviert<br />
Energien. Ziele, die in der Vorstellung bereits<br />
mehrfach erfolgreich erlebt wurden, stärken<br />
das Selbstvertrauen und die Willenskraft. Sie<br />
wirken im Sinne von „sich selbst erfüllenden<br />
Prophezeiungen“ positiv in die Zukunft.<br />
Das wiederholte Erleben der erfolgreichen<br />
Zielerreichung ist ein wesentliches Element<br />
des Mentaltrainings. Je öfter man sich in<br />
diesen Zielzustand versetzt, umso stärker<br />
wird die diesbezügliche mentale Landkarte<br />
ausgeprägt. Hier wird der Weg zum Erfolg<br />
angebahnt (Vgl. Amler/Bernatzky/Knörzer.<br />
Integratives Mentaltraining im Sport. Meyer<br />
& Meyer Sport 2006). Regelmäßiges Mentaltraining<br />
führt dazu, dass aus neuronalen<br />
„Trampelpfaden“ neuronale „Autobahnen“<br />
werden. Gehirnphysiologisch betrachtet,<br />
kommt es zur Ausbildung stabiler neuronaler<br />
Vernetzungen (Vgl. Hüther, 2004). Im Kopfkino<br />
lassen sich auch Lösungsmöglichkeiten<br />
für Probleme oder Ruhebilder zur Entspannung<br />
visualisieren. Die Macht positiver Bilder<br />
ist im Job genauso wirksam. Schreiben<br />
Sie Drehbücher für anstehende schwierige<br />
Gespräche oder eine Rede. Beziehen Sie<br />
beim Visualisieren alle Sinneskanäle (sehen,<br />
hören, fühlen, riechen, schmecken) ein und<br />
koppeln Sie Gefühle an die Bilder. Wichtig<br />
ist, die Visualisierung regelmäßig im Vorfeld<br />
zu praktizieren, um Ihr Unterbewusstsein zu<br />
programmieren. Es lohnt sich: Zweifel, Stress<br />
und Ängste reduzieren sich, positive Gefühle<br />
werden in Gang gesetzt, die Konzentration<br />
auf das Ziel steigt. In der realen Situation ist<br />
dann Ihr Kopf mit diesem Drehbuch beschäftigt<br />
und kann sich nicht gleichzeitig negativen<br />
Gedanken wie „Gleich stottere ich wieder!“<br />
widmen.<br />
Antje Heimsoeth<br />
Mental Coach & Buchautorin<br />
Antje Heimsoeth ist Diplom-Ingenieurin (FH), selbstständige<br />
Trainerin und Coach, ECA und DVNLP, Gesundheitstrainerin,<br />
Mental Coach, ECA Sport Coach<br />
(Master Competence), zert. Sport-Mentaltrainerin,<br />
zert. Business Coach, zert. Als Entspannungspädagogin<br />
und Top-Speakerin mit Olympiafaktor: Go for Gold<br />
mit eigenem Institut SportNLPAcademy® ist sie weltweit<br />
tätig<br />
www.antje-heimsoeth.com<br />
www.business-mentaltrainer.eu
Positiver Zielrahmen<br />
Spitzensportler wissen in der Regel, welche Ziele sie erreichen<br />
wollen. Klar formulierte, positive, attraktive Ziele sind ein<br />
Schlüssel zum Erfolg. Wie wichtig eine korrekte Formulierung<br />
ist, zeigt das Beispiel des FC Bayern München beim Champions<br />
League-Finale 2010. Monatelang, im Grunde zwei Jahre lang,<br />
war das erklärte Ziel ein Finale „dahoam“– und nicht der finale<br />
Sieg. Die Medien feierten bereits Wochen vorm Finale die<br />
Zielerreichung. Was den Bayern-Spielern im Finale dann fehlte,<br />
waren die Bestimmtheit und Durchsetzungskraft, um zu<br />
siegen, weil im Kopf kein Programm für das „Siegen dahoam“<br />
verankert war, das Ziel Finale war ja bereits mit dem Spiel an<br />
sich erreicht.<br />
Formulieren Sie ein Ziel nur für sich und stets eindeutig positiv<br />
(ohne Negationen), ohne Vergleiche, realistisch, sinnesspezifisch<br />
konkret (Zielvisualisierung), überprüfbar, aktiv, selbst<br />
erreichbar, interessant, individuell sowie visionär. Bauen Sie<br />
Etappenziele ein. Fragen Sie sich bei Ihrer Zielformulierung<br />
auch Folgendes: Was brauche ich noch an externen und inneren<br />
Ressourcen, damit ich mein Ziel erreiche? Gibt es in mir<br />
und in meinem Umfeld Einwände und Vorbehalte gegen das<br />
Ziel?<br />
Neben der bereits beschriebenen Zielvisualisierung können<br />
Sie z.B. auf einen digitalen Bilderrahmen Bilder laden, die<br />
Sie mit Ihrem Ziel verbinden. Auf Ihrem Schreibtisch stehend<br />
etwa, zeigt er diese in Dauerschleife. So haben Sie Ihr Ziel stets<br />
vor Augen und sowohl Unterbewusstsein als auch Bewusstsein<br />
beschäftigen sich damit.<br />
Routinen und Rituale geben Halt<br />
Was verleiht einem Golfprofi mentale Stabilität? Das Praktizieren<br />
von Routinen. Ein Ritual (lat. Ritualis, den Ritus betreffend,<br />
zum religiösen Brauch gehörend) ist eine nach festen Regeln<br />
ablaufende, gleichbleibende Handlung bzw. ein Vorgehen mit<br />
Symbolgehalt. Rituale ordnen Abläufe, verleihen dadurch Sicherheit,<br />
bieten die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen, kurz:<br />
Sie geben Kraft. Tiger Woods trägt in der Finalrunde traditionell<br />
die Farbe Rot. Andere Sportler bekreuzigen sich vor dem<br />
Start, Bobfahrer streicheln das Eis, ein Klient von mir, angehender<br />
Formel 1-Pilot, steigt immer von der linken Seite mit dem<br />
rechten Fuß zuerst ins Auto, zieht im Auto immer den rechten<br />
Handschuh und den rechten Schuh zuerst an. Für den Fußballer<br />
Franck Ribery hat das Ritual, das er vor jedem Spiel zelebriert,<br />
übrigens tatsächlich religiöse Bedeutung: Wenn er die<br />
Hände ausbreitet und in sich geht, bittet er Allah um Beistand.<br />
BUCH-EMPFEHLUNG<br />
Profiler‘s Publishing<br />
(August <strong>2014</strong>)<br />
249 Seiten<br />
Taschenbuch, € 17,90<br />
ISBN: 978-3-945112-03-8<br />
Die 7 Säulen der Macht reloaded 2<br />
7 Speaker - 7 Schlüssel zum Erfolg<br />
Co-Autorin Antje Heimsoeth<br />
Wieder laden 7 Persönlichkeiten die 7 Säulen der Macht neu auf. Hier sind<br />
es ausschließlich Frauen, die die weibliche Sicht auf die Macht zeigen und<br />
beweisen, dass sie den Männern nicht nur das Wasser der Weisheit reichen<br />
können, sondern diese direkt herausfordern. Dem Buch folgt ein Hörbuch und<br />
eine Staffel an Experten-Interviews.<br />
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http://bit.ly/7Macht<br />
40<br />
Zukunft-Training — 08/14
Vor wichtigen Präsentationen, Bewerbungsgesprächen oder Verhandlungen – also<br />
besonderen Herausforderungen im Beruf – können Manager ebenso Rituale entwickeln,<br />
um ihre innere Stabilität zu wahren. Desgleichen erleichtert ein Ritual zum<br />
Abschluss des Arbeitstages, z.B. Duschen und Wechsel der Kleidung, den Übergang<br />
vom Job in die Freizeit, sorgt für eine klare Abgrenzung und geistige Distanzierung.<br />
Übung: Mentales Momentum<br />
Distanzierung im entscheidenden Moment ist für Sportler wie Manager wichtig. Ist<br />
etwas schief gelaufen und ich brauche für den nächsten Schritt all meine Konzentration<br />
und Ruhe, darf ich mich nicht lange ärgern. Grübeln, Nachtrauern, Zweifeln<br />
oder Wut stören die Konzentration und blockieren mich. Steht im Job ein wichtiges<br />
Meeting an und Sie ärgern sich gerade noch über eine E-Mail, dann nutzen<br />
Sie die Türschwelle Ihres Büros als Linie, ab der Sie Ihren Ärger zurücklassen. Das<br />
heißt, in Ihrem Büro können Sie Ihrem Ärger Ausdruck verleihen, z. B. schimpfen<br />
oder mit dem Fuß aufstampfen. Analysieren Sie kurz, aus welchen Gründen es zu<br />
dieser E-Mail kam und was Sie daran besonders aufregt. Verlassen Sie den Raum,<br />
dann lassen Sie den Ärger zurück, er ist bereits Vergangenheit. Beim Heraustreten<br />
aus dem Raum konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung, denn sie bringt sie ins Hier<br />
und Jetzt. Nutzen Sie den Flur, um sich in einen positiven Zustand zu bringen, z. B.<br />
mittels Atemfokussierung (lang und tief atmen, das Ausatmen dauert länger als das<br />
Einatmen), Erfolgsvisualisierung (Sie erinnern sich an ein erfolgreiches Verhandeln<br />
in einem ähnlichen Meeting und stellen sich dieses Meeting im Kopfkino vor), positiven<br />
Gedanken, Affirmationen (positive Selbstgespräche) oder einer Bewegung:<br />
Ein Teilnehmer aus Russland erzählte mir in einem Workshop, dass er immer einen<br />
Luftsprung vor der Tür mache. So ist Ihr Kopf frei von negativen Emotionen und<br />
Gedanken und Sie können sich auf das anstehende Meeting konzentrieren.<br />
Misserfolge sind Wegweiser<br />
Fehler gehören zum Leben dazu. Sortiert man die Buchstaben bei „Fehler“ neu,<br />
wird „Helfer“ daraus. Genau so sollte man Niederlagen betrachten. Sie zeigen uns,<br />
wo wir stehen und geben uns die Chance zur Analyse, was wir verbessern können.<br />
Im Umgang mit Niederlagen empfehle ich das „Triple A-Prinzip“: Akzeptieren, analysieren,<br />
abhaken. Machen Sie zunächst Ihrem Ärger über sich selbst und Ihrer Enttäuschung<br />
Luft. Danach widmen Sie sich der Analyse: Was genau sorgte für den<br />
Misserfolg? Was lief dennoch gut, welche Stärken konnten Sie einsetzen? Was lässt<br />
sich wie besser machen oder verändern? Bei Ihrer Analyse hilft kein pauschales Abwerten<br />
oder Katastrophisieren, auch Formulierungen mit „muss“ sind abträglich.<br />
Nach der Analyse gilt: Abhaken! Die Niederlage gehört aus dem Kopf, sonst blockiert<br />
sie Sie, lassen Sie die Vergangenheit hinter sich, sie ist nicht mehr zu ändern.<br />
Nutzen Sie stattdessen die Zukunft – mit Herz, mit Klarheit, einer optimistischen<br />
Herangehensweise und Raum für persönliche Weiterentwicklung.<br />
***<br />
Antje Heimsoeth<br />
„Im<br />
Umgang mit<br />
Niederlagen<br />
empfehle ich<br />
das „Triple<br />
A-Prinzip“:<br />
Akzeptieren,<br />
analysieren,<br />
abhaken.“<br />
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Impressum<br />
Zukunft - Training<br />
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Autoren der namentlich gekennzeichneten redaktionellen Beiträge auf.<br />
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Lektorat Lilli Iliev Layout und Gestaltung: p5 media, Leicht+Luftig, Zukunft-Training<br />
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http://zukunfttraining.de/agb.html<br />
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