Schweizer Schiedsrichter L'Arbitre Suisse L'Arbitro Svizzero

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Schweizer Schiedsrichter L'Arbitre Suisse L'Arbitro Svizzero

Schweizer Schiedsrichter ● L‘Arbitre Suisse ● L‘Arbitro Svizzero

77. Jahrgang ● Année ● Anno

INFO

S a

3

i s o n 2 0 1 2 / 2 0 1 3


Inhalt

2-3

4-5 8-9

2-3 Top-Trainingsbedingungen bei der neunten SSV-Weiterbildungswoche in der Südtürkei.

4-5 Regionale Fussballverbände zeichnen Referees aus.

8-9 Schweizer Unparteiischer in Unterstützungsmission für Referees in Afrika im Einsatz.

Impressum

Chefredaktor & Gestaltung: Marcel Vollenweider, Fägswilerstrasse 57, 8630 Rüti ZH - Mail: vollenweiderm@swissonline.ch - Natel: 079 428 30 59.

Rédacteur partie française: Malik Ezzrari, Avenue Ernest-Pictet 34, 1203 Genève - Mail: malik.e@bluewin.ch - Natel: 079 212 34 85.

Redattore in italiano: Stefano Meroni, Casa Santa Lucia, 6997 Suino di Monteggio - Mail: stemeroni@bluewin.ch - Natel: 079 223 98 58.

Freier Mitarbeiter: Andreas Schluchter, Basel.

Adressänderungen, Changement d‘adresse, Cambiamento indirizzo: SSV Zentzralsekretariat, Postfach 1321, 8580 Amriswil - Secrétariat central ASA, case

postale 1321, 8580 Amriswil - Mail: ssv@football.ch. - Telefon: 071 414 04 08 - Fax: 071 4714 04 05.

Druck und Versand, Impression et envoi, Stampa ed invio: Stämpfli Publikationen AG, Postfach 8326, 3001 Bern, Telefon 031 300 66 66.

Erscheinungdatum/Parution/Pubblicazioni: 4 mal im Jahr/4 fois par an/4 volte all‘anno, jeweils im September, Dezember, März und Juni. - Jahresabonnament/Abonnement

per an/Abonamento per anno: CHF 30.-.

Auflage/Tirage/Tiraggio: 6218 Ex. (WEMF beglaubigt im April 2006). - Nachdruck wird auf Anfrage gerne gestattet/Reproduction après accord de la rédaction/Ristampa

con l‘accordo della redazione. - Die gezeichnete Artikel widerspiegeln nicht unbedingt die offiziellen Ansichten des SSV/les opinions exprimées

dans les articles signés ne reflètent pas nécessairement le point de vue officiel de l‘ASA.

Nr. 4, Redaktionsschluss/Délai de rédaction/Termine redazionale: 15. Mai 2013

Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3


3 ● 2012/13

Editorial

SSV-Weiterbildungswoche

2 In der Südtürkei trimmten sich Freiwillige

fit für die Rückrunde

Schiedsrichter des Jahres

4 Heinz Hunziker heisst der ausgezeichnete

Unparteiische im FVRZ

Fragebogen

6 Teste Deine Regelkenntnisse: Sattelfest

in den Spielregeln

Engagement in Afrika

8 Schiedsrichter Youssef Rachad setzt

sich für junge Sportler ein

Eishockey statt Fussball

10 Basler Schiris begaben sich gegen

Aargauer Kollegen auf Glatteis

Der Zentralpräsident hat das Wort

11 Der Ruf nach mehr Respekt

Auszeichnung an Schiedsrichter

12 In der Region Innerschweiz wurde

Referee Lukas Fähndrich geehrt

Schiedsrichter obere Ligen

13 Im Trainingslager auf Gran Canaria

feilten die Eliterefs an ihrer Form

SSV-Sommersportwoche in Arosa

14 Aus- und Weiterbildung vom 6. bis

13. Juli im Bündnerland

Formation d'instructeur d'arbitres

18 Séminaire des candidats instructeurs

à Loèche

Arbitrage professionnel

20 Pourquoi plus d'arbitres suisse dans

les grandes compétitions?

Titelbild

Schiedsrichterin Esther Staubli bei

der Spielvorbereitung.

Foto: Bruno Füchslin

SSV-Regionen sind

Heimat für Referees

Marcel Vollenweider

Chefredaktor

Der Schweizerische Schiedsrichterverband wird aus insgesamt 13

Regionen gebildet. Diese Regionen orientieren sich geographisch

an den Einzugsgebieten der jeweiligen regionalen Fussballverbände.

Die fachliche Ausbildung erfolgt zwar unter der Obhut der Schiedsrichterabteilungen

in den regionalen Fussballverbänden, aber der

SSV leistet bei dieser Ausbildung wichtige partnerschaftliche Arbeit.

Dies zeigt sich vor allem auch eindrücklich bei der Organisation

und Durchführung der obligatorischen Lehrabende.

Die SSV-Regionen bieten uns Schiedsrichtern eine wichtige Heimat,

gewissermassen eine zweite Basis. In den Regionen kommen

die Schiedsrichter, für die auch aus versicherungstechnischen Vernunftsgründen

eine SSV-Mitgliedschaft selbstverständlich sein

sollte, in den Genuss von ebenfalls sehr wichtigen Anlässen, die

oftmals auch eine gesellige, kameradschaftlich geprägte Zielsetzung

verfolgen. Der Schiedsrichter gehört seiner Funktion wegen

eher zu Gilde der Einzelsportler; umso bedeutender sind regelmässige

Plattformen, die dem Austausch dienen. Perfekt läuft es dann,

wenn SSV-Region und die Abteilung Schiedsrichter des jeweiligen

Fussballverbandes gemeinsam etwas auf die Beine stellen.

Die Vorstände der SSV-Regionen leisten Bemerkenswertes zum

Wohl der Schiedsrichterfamilie. Regel- und Spielabende gehören

ebenso zum Jahresprogramm wie interessante Führungen oder das

Betreiben alternativer Sportarten. All diese Aktivitäten gilt es nicht

zu unterschätzen. Deshalb: Hut ab vor dem Engagement der SSV-

Regionen!

Der «Schweizer Schiedsrichter»

präsentiert sich in einem neuen Kleid

Marcel Vollenweider

Chefredaktor

Viele, ja sehr viele Jahre sind ins Land gezogen ... Das offizielle Bulletin des Schweizerischen

Schiedsrichterverbandes ist ein Fachorgan für all seine Mitglieder, aber auch

Lektüre für viele Schweizer Fussballvereine und Adressaten im Ausland. Der «Schweizer

Schiedsrichter» sah und sieht sich seit Jahrzehnten verpflichtet, unter Nutzung

der bescheidenen zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen, stets ein möglichst

attraktives Erscheinungsbild zu bewahren.

Die Zeit ist aber auch für unser Fachorgan nicht stehen geblieben. Zeit also auch für

uns, ein bescheidenes Re-Design zu initiieren, um mit typographischen Trends auch

in Zukunft einigermassen mithalten zu können. Auch beim Zeitungsmachen gilt: Stillstand

bedeutet Rückschritt.

Nicht alles, was neu ist, muss aber auch zwingend gut oder besser sein. Unsere Qualitätsansprüche

an Inhalte, also an Text- und (möglichst viel) Bildmaterial, verändern

sich auch künftig nicht. Uns interessiert die Meinung unserer Leser über die veränderte

Aufmachung des «Schweizer Schiedsrichter». Senden Sie uns Ihre Meinung an:

vollenweiderm@swissonline.ch.

3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 1


SSV-Aktivitäten

Der Schweizerische Schiedsrichterverband führte seine Aus- und Weiterbildungswoche durch

Intensive Trainingseinheiten in der Südtürkei

Die Weiterbildungswoche in Side war wiederum ein Highlight für jeden

Schiedsrichter. Die Woche in der Südtürkei bleibt als lehr-, aber auch als

abwechslungsreich in Erinnerung.

frohen Gewürz- und Tee-Ausstellungen

sind wahre Kunstwerke der geschäftstüchtigen

Türken. So lernten wir Teesorten

kennen, die uns bis heute fremd

waren. Aber aromatisch und köstlich

haben alle geschmeckt.

Boccia-Spiel am Meer

Das nahe gelegene Meer hat nicht nur

am Morgen und am Abend seinen Reiz.

Sei es beim Boccia-Spiel, beim Beach-

Volleyball oder beim Beach-Soccer; interessant

war es alleweil.

Die Teilnehmer an der SSV-Weiterbildungswoche

in der Südtürkei

kamen bei diversen Aktivitäten

voll auf ihre Kosten.

Foto: Rolf Ritter

Rolf Ritter

Kursteilnehmer

Farbenfroh, abwechslungsreich,

spassig, aber auch lehrreich

war die Woche in der

Süd-Türkei.

Dank eines Teilnehmers

Zum vierten Mal in Folge nahm ich

an der Fortbildungswoche in der

Türkei teil. Aufgrund der optimalen

Wetterverhältnisse konnte ich mich

bestens auf die bevorstehende

Rückrunde vorbereiten.

Es waren zwei sehr interessante und

lehrreiche Wochen mit spannenden

Spielen, die ich leiten durfte.

Filipe Morais

Das Wetter zeigte seine gesamten Facetten,

doch war es meist sonnig, mit angenehmen

Temperaturen bis 20 Grad.

Beim morgendlichen Footing am Meer

entlang gab es immer wieder Neues zu

bestaunen.

Schiedsrichter-Spezifisches,

aber auch kulturelle Einblicke

Nebst den Trainingseinheiten gab es genügend

Gelegenheit, die umliegende

Landschaft zu erkunden, mit den Einheimischen

in Kontakt zu treten und allerlei

Geschäfte zu tätigen.

In Side konnte man den Fischern beim

Handwerk zuschauen oder sich am Meer

an der Vitamin-Bar den frisch gepressten

Granatapfelsaft, an der wärmenden

Sonne geniessen. Aber auch die farben-

Mit unterschiedlichen Trainingsformen

brachten sich die Kursteilnehmer

im Wochenverlauf in

Rückrundenform.

Fotos: Rolf Ritter

Regeln und Spielidee erklärte uns Roberto

Ferrari in vorbildlicher Manier.

Als Beach-Soccer-Referee der Nationalliga

A war Roberto die kompetente

Person dazu.

Und da waren noch die Einsätze der SR-

Trios bei den verschiedenen Spielen der

Mannschaften. Auf der Tribüne oder in

der VIP-Loge konnten die nicht im Einsatz

stehenden Schiedsrichter die Spiele

verfolgen. Da gab es wertvolle Diskussionen,

nicht nur über die Leistungen der

Referees.

2 Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3


SSV-Aktivitäten/Schiedsrichter obere Ligen

Zu erwähnen ist sicher auch die Zusammensetzung

der Schiedsrichter. Interessant

war zu beobachten, wie sich die

Jungen ins Zeug legten und die «ältere

Generation» es genossen hat.

Junge gingen ans Limit,

ältere Semester mit Mass

Ein grosses Dankeschön geht an Luigi

Ponte, der umsichtig und voller Elan die

Truppe auf «Trab» hielt. Wir freuen uns

schon jetzt, im nächsten Jahr wieder dabei

sein zu dürfen.

Esther Staubli an EM-Endrunde 2013 der Frauen

Grosse Ehre für Esther Staubli: Die 33-jährige Schiedsrichterin des SFV wurde

von der UEFA als eine von neun Referees für die EM-Endrunde der Frauen 2013

aufgeboten.

Staubli, die in der Schweiz unter anderem im Herrenbereich Spiele der Ersten Liga

leitet, sammelte bereits Erfahrung an diversen Juniorinnenturnieren von FIFA

und UEFA. Zuletzt war sie im August 2012 an der FIFA U-20-WM der Frauen in

Japan im Einsatz und pfiff dort den Halbfinal zwischen den USA und Nigeria

(2:0).

Die UEFA-Europameisterschaft der Frauen 2013 in Schweden wird nun ihr erstes

Turnier als Hauptschiedsrichterin auf Stufe der A-Nationalteams sein.

Gemeinsames Joggen in der Rückrundenvorbereitung

macht noch mehr Spass.

Foto: Rolf Ritter

Folgende neun Schiedsrichterinnen wurden von der UEFA für die EM-Endrunde

(10. bis 28. Juli 2013) nominiert: Kirsi Heikkinen (Finnland), Bibiana Steinhaus

(Deutschland), Thalia Mitsi (Griechenland), Katalin Kulcsar (Ungarn), Silvia Spinelli

(Italien), Teodora Albon (Rumänien), Jenny Palmqvist (Schweden), Esther

Staubli (Schweiz), Kateryna Monzul (Ukraine). (Quelle: SFV-Website)

3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 3


Aus den Regionen: Zürich

Fussballverband der Region Zürich lud zur 11. Gala des Breitensports

Heinz Hunziker Schiedsrichter des Jahres

Bereits zum elften Mal lud der Fussballverband der Region Zürich (FVRZ) zu seiner

beliebten Gala. 1000 Vereinsvertreter und geladene Gäste aus Politik und

Sportverbänden pilgerten Mitte Dezember ins Zürcher Kongresshaus, um einen

Abend in gediegenem Rahmen zu verbringen. Der 49-jährige Heinz Hunziker

wurde im Rahmen der diversen Ehrungen als Schiedsrichter geehrt.

Marcel Vollenweider

Redaktor deutschsprachiger Teil

Der «Schweizer Schiedsrichter» hat

sich mit Heinz Hunziker, der während

zwölf Jahren als Schiedsrichter

in der 2. Liga im Einsatz stand und

seit einigen Jahren auch als Inspizient

amtet, unterhalten.

«Schweizer Schiedsrichter»: Heinz

Hunziker, herzliche Gratulation zur

Auszeichnung «Schiedsrichter des Jahres».

Was bedeutet Dir diese Ehrung?

Heinz Hunziker: «Ich sehe das als

Anerkennung für zuverlässige und

gewissenhafte Schiedsrichtertätigkeit.

Der Preis hat ein schönes Plätzchen

gefunden.»

«Schweizer Schiedsrichter»: Was hat

Dich überhaupt motiviert, Schiedsrichter

zu werden?

Heinz Hunziker: «Ich trage ganz

grundsätzlich das Fussballergen in

mir. Meine Leidenschaft gehörte

deshalb der Kickerei, zuerst beim FC

Volketswil, dann beim FC Uster und

später auch noch beim FC Polizei-

Oerlikon. Als Spieler war ich sicher

nicht einfach zu führen. Ich brachte

schon mal eine etwas aggressive,

giftige Note ins Spiel - und ich war

mit den Schiedsrichtern des öftern

nicht wirklich zufrieden.

Genau dieser Umstand hat letztlich

dazu geführt, dass ich den Rollenwechsel

wagte und in der Gilde der

Unparteiischen landete. Ich wollte

beweisen, dass man es als Schiedsrichter

besser machen kann. Bei

Spielen von C-Junioren machte ich

meine ersten Erfahrungen. Dann

hat mich der Virus vollends gepackt.»

«Schweizer Schiedsrichter»: Zu bist

Schiedsrichter des FC Hinwil, wohnst

aber in Volketswil. Hast Du Kontakte

zum Verein?

Heinz Hunziker: «Ich bin damals,

vor rund 20 Jahren, dem FC Hinwil

beigetreten, weil der Verein eben eine

Frauenmannschaft des FC Weisslingen

übernommen hatte und aufgrund

Schiedsrichtermangel ein

Team aus dem Wettbewerb hätte

nehmen müssen. Das war für mich

der Grund, meine Dienste dem FC

Hinwil zur Verfügung zu stellen. Ich

interessiere mich, wie die Teams des

FC Hinwil spielen, pflege aber sonst

keine intensiven Kontakte zu anderen

Mitgliedern. Mein Verein kümmert

sich um das Wohl seiner

Schiedsrichter. Pauschal wird uns

Spielleitern zudem pro Saison ein

grosszügiger Betrag zugesprochen,

um die materiellen Aufwendungen

abdecken zu können.»

«Schweizer Schiedsrichter»: Die Rückrunde

ist dieser Tage lanciert worden.

Noch im Februar lag der Schnee fast

unerbittlich. Wie wohl fühlst Du Dich

dann jeweils auf den Plätzen?

Heinz Hunziker: «Nun, ich habe im

Verlauf des Februars einige Vorbereitungsspiele

geleitet. Doch so

wirklich Fussballwetter war das für

mich nicht, Fussballfieber kam nicht

auf. Deshalb sehnte ich schon jene

Zeit vorbei, wo die Temperaturen

Heinz Hunziker ist seit rund 20

Jahren Schiedsrichter in der Region

Zürich. In dieser Situation

posiert er auf dem Gelände des

FC Hinwil, für welchen er als

Schiedsrichter gemeldet ist.

Foto: Marcel Vollenweider


Aus den Regionen: Zürich

wieder etwas angenehmer sind.

Wirkliche Begeisterung kommt bei

mir erst dann auf, wenn der Rasen

grün ist ...»

Reporter-Legende Walter J.

Scheibli interviewt den Schiedsrichter

des Jahres nach erfolgter

Auszeichnung.

Foto: Bruno Füchslin

Drei verdienstvolle Schiedsrichter ausgezeichnet

Ilona Berger und Alfonso Devito nominiert

Marcel Vollenweider

Redaktor deutschsprachiger Teil

Auf den weiteren

Plätzen bei der Auszeichnung

«Schiedsrichter

des Jahres»

landeten Ilona Berger

und Alfonso Devito.

Die 51-jährige Ilona Berger

pfeift für den FC Rafzerfeld

und leitet seit bald 20 Jahren

Spiele. Die Bernerin qualifizierte

sich bemerkenswert

schnell für die 2. Liga, doch

dann zwang sie eine schwere

Knieverletzung, kürzerzutreten.

Im Jahr 2008 war sie die erste

Frau, die in der Region Zürich

als Inspizientin ausgebildet

wurde. Seit einigen

Jahren amtet Ilona Berger als

umtriebige Vizepräsidentin

der Schiedsrichtergruppe

Zürcher Unterland - und unterstützt

dabei ihren Gatten

René Berger wirkungsvoll.

Ilona Berger gehört auch zum

Kreis der regelmässig an der

Schweizerischen Schiedsrichter-Sportwoche

teilnehmenden

Unparteiischen.

Alfonso Devito ist 32 jährig

und arbitriert für den FC Bäretswil.

Er ist erst seit acht

Jahren Schiedsrichter, doch

versieht er diese Aufgabe mit

grosser Zuverlässigkeit.

Bereits nach kurzer Zeit, im

Jahr 2009, konnte Alfonso

zum Spielleiter in der 2. Liga

Interregional befördert werden.

Er amtet ebenfalls als

Assistent bei 2.-Lig-Spielen.

Familienvater Alfonso Devito

gehört zu jenen Referees, der

immer wieder auch kurzfristig

zu Spielleitungen aufgeboten

werden kann.

Bild oben: Die drei geehrten

Schiedsrichter

(von links nach rechts):

Alfonso Devito, Heinz

Hunziker und Ilona Berger.

Bild rechts: Satiriker Viktor

Giacobbo trat im

Rahmenprogramm auf.

Fotos: Bruno Füchslin

3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 5


Fragebogen

«Sattelfest in den Spielregeln»

Ressort Amateure

Schiedsrichterkommission

Fragebogen ZK I Instruktoren,

Saison 2012/2013.

1 Nach dem Anpfiff aber unmittelbar

vor der Ausführung des Anstosses

beleidigt ein Spieler auf dem Spielfeld

den Schiedsrichter. Welches ist die

richtige Reaktion des Schiedsrichters?

■■

A

Der Vorfall wird vom Schiedsrichter nach

dem Spiel auf der Seite 4 rapportiert, der

Spieler darf am Spiel teilnehmen.

■■

B

Der Schiedsrichter schliesst den Spieler mit

der roten Karten aus, der ausgeschlossene

Spieler kann durch einen Auswechselspieler

ersetzt werden.

■■

B

Der Schiedsrichter schliesst den Spieler mit

der roten Karten aus, der ausgeschlossene

Spieler kann nicht ersetzt werden.

2 Während der Ball im Spiel ist

macht ein Spieler der Heimmannschaft

auf dem Spielfeld beleidigende

und anstössige Gesten in Richtung

des Gästesektors. Welche Entscheidung

hat der Schiedsrichter zu treffen?

■■

A

Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel

und verweist den fehlbaren Spieler des

Feldes und entscheidet auf Schiedsrichterball

an der Stelle an der sich der Ball zum

Zeitpunkt der Spielunterbrechung befand.

■■

B

Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel

und verwarnt den fehlbaren Spieler und

entscheidet auf Freistoss direkt am Ort des

Vergehens.

■■

C

Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel

und verweist den fehlbaren Spieler des

Feldes und entscheidet auf indirekten

Freistoss an der Stelle an der sich der Spieler

befand.

3 Bei einem Laufduell geraten ein

Angreifer und ein Verteidiger ausserhalb

des Spielfeldes aneinander. Der

Ball bleibt im Spiel. Beim Versuch des

Angreifers, auf das Spielfeld zurückzukehren,

wird er vom Verteidiger am

Leibchen zurückgehalten. Welche Entscheidung

hat der SR zu treffen?

■■

A

Der SR unterbricht das Spiel mit einem

Pfiff. Er verwarnt den Verteidiger durch

otpische Signalisierung mit der gelben

Karte. Er setzt das Spiel mit einem SR-Ball

an der Stelle fort, wo sich der Ball bei der

Spielunterbrechung befunden hat.

■■

B

Der SR unterbricht das Spiel mit einem

Pfiff. Er verwarnt den Verteidiger durch

optische Signalisierung mit der gelben

Karte. Er lässt das Spiel mit einem Freistoss

direkt auf der Seitenlinie für die Mannschaft

des Angreifers fortsetzen.

■■

C

Der SR unterbricht das Spiel mit einem

Pfiff. Er verwarnt die beiden Spieler durch

optische Signalisierung mit der gelben

Karte wegen unerlaubten Verlassens des

Spielfeldes. Er lässt das Spiel mit einem

Freistoss indirekt auf der Seitenlinie für die

Mannschaft des Angreifers fortsetzen.

4 Der SR ist im Begriff, einen SR-Ball

auszuführen. Bevor der Ball den Boden

berührt, sieht er, wie ein Verteidiger,

der im eigenen Strafraum steht,

dem Angreifer einen Faustschlag versetzt.

Welche Entscheidung hat der SR

zu treffen?

■■

A

Der SR unterbricht die Ausführung des SR-

Balles und schliesst den Verteidiger durch

optische Signalisierung mit der roten Karte

vom Spiel aus. Er lässt das Spiel mit einem

Strafstoss zu Gunsten der Angreifer fortsetzen.

■■

B

Der SR hat keine Veranlassung, die Ausführung

des SR-Balles zu unterbrechen. Er

schliesst bei der nächsten Spielunterbrechung

den Verteidiger durch optische Signalisierung

mit der roten Karte vom Spiel

aus.

■■

C

Der SR unterbricht die Ausführung des SR-

Balles sofort mit einem Pfiff. Er schliesst

den Verteidiger durch optische Signalisierung

mit der roten Karte vom Spiel aus

und setzt das Spiel mit der Wiederholung

des SR-Balles fort.

5 Beim Strafstoss knallt der Ball unberührt

an den Pfosten. Im Moment

wo der gleiche Spieler den Nachschuss

ausführt, platzt der Ball beim

Schuss. Der defekte Ball geht ins Tor.

Wie hat der SR zu entscheiden?

■■

A

Tor.

■■

B

Freistoss indirekt für die verteidigende

Mannschaft.

■■

C

SR-Ball.

6 Ein zuvor gefoulter Verteidiger

wird ausserhalb des Spielfeldes gepflegt.

Welche Aussage ist richtig?

■■

A

Der Spieler darf im laufenden Spiel von jeder

Stelle wieder ins Spiel eingreifen.

■■

B

Der Spieler muss sich vor Wiedereintritt

beim Schiedsrichter anmelden und darf

erst wieder ins Spiel eingreifen, wenn er

die Erlaubnis des Schiedsrichters dazu erhalten

hat.

■■

C

Der Spieler darf im laufenden Spiel auch

ohne Erlaubnis des SR von der Seitenlinie

wieder ins Spiel eintreten.

7 Die angreifende Mannschaft kann

kurz vor dem gegnerischen Strafraum

einen Freistoss direkt schiessen. Der

SR messt die verlangte Distanz ab. Bevor

er den Ball durch einen Pfiff freigibt,

wird der Freistoss ausgeführt.

Der Ball wird neben das Tor geschossen.

Welche Entscheidung hat der SR

zu treffen?

■■

A

Der SR lässt das Spiel mit Torabstoss fortsetzen.

■■

B

Der SR verwarnt den Schützen des Freistosses

durch optische Signalisierung mit

der gelben Karte und lässt die Ausführung

des Freistosses wiederholen.

6 Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3


Fragebogen

■■

C

Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel

sofort mit einem Pfiff. Er lässt die Ausführung

des Freistosses wiederholen, nachdem

er die Distanz abgemessen hat.

8 Ein Spieler, der im eigenen Strafraum

steht, spuckt einen Mitspieler,

der ausserhalb des Strafraumes steht,

an. Welche Entscheidungen hat der SR

zu treffen?

■■

A

Der SR schliesst den Spieler durch optische

Signalisierung mit der roten Karte vom

Spiel aus. Er lässt das Spiel mit einem

Freistoss indirekt an der Stelle fortsetzen,

wo der Mitspieler getroffen worden ist.

■■

B

Der SR schliesst den Spieler durch optische

Signalisierung mit der roten Karte vom

Spiel aus. Er lässt das Spiel mit einem

Strafstoss für die gegnerische Mannschaft

fortsetzen.

■■

C

Der SR schliesst den Spieler durch optische

Signalisierung mit der roten Karte vom

Spiel aus. Er lässt das Spiel mit einem

Freistoss indirekt an der Stelle fortsetzen,

wo der fehlbare Spieler gestanden ist.

9 Während der Ball auf das leere Tor

zurollt, wirft ein Zuschauer einen Gegenstand

und trifft damit den Ball.

Der Ball gelangt trotzdem ins Tor.

Welche Entscheidung hat der SR zu

treffen?

■■

A

Spiel mit einem Pfiff unterbrechen; Spielfortsetzung

mit SR-Ball an der Stelle, wo

der Gegenstand den Ball getroffen hat;

Vorfall im SR-Bericht rapportieren.

■■

B

Tor ist gültig; Spielfortsetzung mit Anstoss;

Vorfall im SR-Bericht rapportieren.

■■

C

Spiel mit einem Pfiff unterbrechen; Spielfortsetzung

mit Freistoss indirekt

für die angreifende Mannschaft an der

Stelle, wo der Gegenstand den

Ball getroffen hat; Vorfall im SR-Bericht

rapportieren.

10 Der Angreifer verlässt das Spielfeld

über die Torlinie. Er macht deutlich,

dass er sich einer Abseitsposition

entziehen will. Kurze Zeit später gibt

er einem Mitspieler, der vom Penaltypunkt

aus auf das Tor schiesst, Anweisungen.

Welche Entscheidungen hat

der SR zu treffen?

■■

A

Der SR unterbricht das Spiel mit einem

Pfiff. Er verwarnt den Angreifer, welcher

das Spielfeld verlassen hat, durch optische

Signalisierung mit der gelben Karte. Er

setzt das Spiel mit einem SR-Ball an der

Stelle fort, wo sich der Ball im Moment

der Spielunterbrechung befunden hat.

■■

B

Der SR hat keine Veranlassung, das Spiel

zu unterbrechen, da sich der Angreifer

ausserhalb des Spielfeldes regelkonform

verhält.

■■

C

Der SR verwarnt den Angreifer, welcher

das Spielfeld verlassen hat, bei der nächsten

Spielunterbrechung durch optische Signalisierung

mit der gelben Karte.

11 Nach dem Schlusspfiff des SR

stösst noch auf dem Spielfeld ein Verteidiger

den Angreifer mit den Händen

heftig zu Boden. Welche Entscheidung

hat der SR zu treffen?

■■

A

Der SR hat den Vorfall im SR-Bericht festzuhalten.

■■

B

Der SR hat, da das Spiel beendet ist, keine

Möglichkeit mehr, eine disziplinarische

Strafe auszusprechen.

■■

C

Der SR schliesst den Verteidiger durch optische

Signalisierung mit der roten Karte

vom Spiel aus. Er hat den Vorfall im SR-

Bericht festzuhalten.

12 Der SRA hat deutlich gesehen,

dass der Ball nach der Ausführung eines

Freistosses direkt von der Latte

hinter die Torlinie des gegnerischen

Tores geprallt ist. Welche Entscheidung

hat der SRA zu treffen, wenn

der SR nicht reagiert?

■■

A

Der SRA hat keine Veranlassung mit einer

Anzeige beim SR eine Spielunterbrechung

zu verlangen. Er lässt das Spiel weiterlaufen.

■■

B

Der SRA hebt die Fahne. Er bewegt sich,

nachdem er sich mit dem SR durch Augenkontakt

verständigt hat, unter gleichzeitiger

Beobachtung des Spielgeschehens

mit einem Sprint in Richtung Mittellinie.

Der SR anerkennt den Torerfolg mit einem

Pfiff.

■■

C

Der SRA bleibt mit erhobener Fahne ruhig

stehen. Nach dem Pfiff des SR senkt er die

Fahne und zeigt mit der Hand in Richtung

Mittellinie.

13 Bei der raschen Ausführung eines

Freistosses direkt zu Gunsten der angreifenden

Mannschaft vor dem gegnerischen

Strafraum befinden sich

noch nicht alle Verteidiger auf Distanz.

Der Ball gelangt unberührt ins

Tor. Die Verteidiger reklamieren beim

SR, dass er das Spiel nicht freigegeben

habe. Welche Entscheidung hat

der SR zu treffen?

■■

A

Der SR hat die Ausführung des Freistosses

mit einem Pfiff zu unterbrechen. Er darf

das Spiel nicht freigegeben, bevor die Verteidiger

sich nicht auf die reglementarische

Distanz begeben haben. Er lässt die

Ausführung des Freistosses wiederholen.

■■

B

Der SR hat keine Veranlassung einzugreifen.

Er anerkennt den Torerfolg und lässt

das Spiel mit Anstoss fortsetzen.

■■

C

Der SR anerkennt den Torerfolg und verwarnt

durch optische Signalisierung mit

der gelben Karte den Verteidiger, der sich

bei der Ausführung des Freistosses am

nächsten beim Ball befunden hat.

1 B 8 C

2 C 9 A

3 A 10 A

4 C 11 C

5 B 12 B

6 B 13 B

7 B

Antworten

3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 7


Schiedsrichter im Sondereinsatz

Youssef Rachad leistet regelmässige Unterstützungsarbeit auf dem afrikanischen Kontinent

Support für Schiedsrichterkollegen in Afrika

Jeweils zweimal im Jahr steht der gebürtige Marokkaner Youssef Rachad in seiner

Region nicht für Schiedsrichtereinsätze zur Verfügung. Dann bereist er seine

Heimat und leistet bezüglich Schiedsrichterrekrutierung und -ausbildung eine

Art Entwicklungshilfe. Er überbringt Textilien aus der Schweiz und motiviert

damit Interessierte für die Schiedsrichterei.

Frisch eingekleidet freuen sich

die jungen Burschen der Atlas

Bouskoura Fussballschule auf

das Spiel, welches vom Schweizer

Schiedsrichter Youssef

Rachad geleitetwurde.

Foto: Archiv Youssef Rachad

Marcel Vollenweider

Redaktor deutschsprachiger Teil

Youssef Rachad ist gebürtiger

Marokkaner, lebt aber seit

vielen Jahren in der Schweiz.

Hier übt er mit Begeisterung

das Hobby als Schiedsrichter

aus - ohne seinen Heimatkontinent

dabei zu vergessen.

«Schweizer Schiedsrichter»: Worum

geht es genau bei diesem Projekt und

welche Aufgaben übernimmst Du?

Youssef Rachad: «Ich stamme ja vom

afrikanischen Kontinent, und ich

möchte Leute dort in irgend einer

Form unterstützen. Ich verfolge mit

dieser Aktion zwei Ziele, die ich erreichen

möchte. Zum einen möchte

ich im Bereich Sport möglichst viele

afrikanische Schiedsrichter unterstützen.

Das soll einerseits durch die Vermittlung

von Know how durch die

Auch junge Afrikaner

sollen das tolle Hobby

der Schiedsrichterei ausüben

können!

Unterstützung von Schweizer

Schiedsrichtern geschehen. Andererseits

wollen wir aber auch mit

Material helfen, welches in der

Schweiz nicht mehr benötigt wird.

Wir transportieren darum regelmässig

Textilien hierher.

Der junge afrikanische Sporttreibende

soll Freude entwickeln können,

um das tolle Hobby als Schiedsrichter

ebenfalls zu praktizieren.

Wenn wir einen Vergleich zwischen

afrikanischen Schiedsrichtern und

solchen in der westlichen Welt machen

wollen, dann sind die Schiedsrichter

aus Afrika niveaumässig sehr

weit entfernt etwa von ihren europäischen

Kollegen. Dennoch nehmen

afrikanische Schiedsrichter regelmässig

an Fussball-Weltmeisterschaft

teil. An einem solchen Turnier

zeigen sich dann aber die Leistungsunterschiede

gewaltig.

8 Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3


Schiedsrichter im Sondereinsatz

Die Junioren wollten auch etwas

über Fussballregeln erfahren

und freuten sich, dass ein

Referee aus der Schweiz ein

Spiel leitet.

Foto: Archiv Youssef Rachad

Es gibt aber auch den beruflichen

Bezug. Ich habe meiner Firma KTR

Kupplungstechnik die Idee vorgestellt,

auf dem afrikanischen Kontinent

zu investieren. In Marokko gibt

es zum Beispiel grosses Potenzial in

unsere Branche, doch es fehlt noch

immer an einer Tochtergesellschaft.

Meine Idee wurde mit grossem Interesse

aufgenommen.

Es ist sodann unser Ziel, Arbeitsplätze

zu schaffen, Leute in den Vororten

zu beschäftigen. Sie sind dabei

sicher glücklicher, als wenn sie ins

Ausland würden, zumal es in Europa

nicht mehr unbeschränkt Platz

hat.»

«Schweizer Schiedsrichter»: Wie oft

reist Du wegen dieses Projekts ins

Ausland?

Youssef Rachad: «Zwei Mal im Jahr,

je nach Möglichkeit»

«Schweizer Schiedsrichter»: Wer ist

Initiant dieser Idee?

Youssef Rachad: «Ich wollte einen

Beitrag leisten und habe mich deshalb

entschieden, in dieser Form etwas

zu machen.»

«Schweizer Schiedsrichter»: Weshalb

bist Du Schiedsrichter geworden? Was

gefällt Dir an dieser Aufgabe?

Youssef Rachad: «Weil der Fussball

meine Lieblingshobby ist, und ich

selber Fussball gespielt habe.

Schiedsrichter bin ich zudem, um

auch im fortgeschrittenen Alter

noch auf dem Fussballplatz stehen

zu können. Als Ref kann ich länger

auf dem Platz aktiv sein als ein Spieler

in einer entsprechenden Aktivklasse.

Ich liebe zudem die Gleichberechtigung

und das Fairplay.»

Youssef Rachad: Der pfeifende Hobbykoch

Youssef Rachad wird im kommenden September 40 Jahre alt. Der Vater von

zwei Kindern stammt ursprünglich aus Marokkos Süden und lebt seit dem Jahr

1996 in der Schweiz.

Im Jahr 1999 absolvierte Youssef Rachad den Ausbildungskurs zum Schiedsrichter.

Auf der Karriereleiter eines Unparteiischen schaffte es der kommunikative

Hobbykoch bis auf Stufe 2. Liga regional.

Er ist in Niederhasli wohnhaft und blüht in der Rolle eines Schiedsrichters auch

darum auf, «weil ich so Richter und Psychologe gleichzeitig bin.»

3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 9


Aus den Regionen: Nordwestschweiz

Eishockey-All-Star-Game als spassiges, aber auch sportliches Erlebnis

Basler rutschten gegen Aargauer aus

Rasen scheint den Basler Schiedsrichtern besser zu bekommen als das blanke

Eis: Das Team Red Argovia Carrots setzte sich nämlich im All-Star-Game des

Jahres 2013 mit dem Skore von 8:6 (3:1, 1:1, 4:4) gegen die Greenhorn Jumpers

Basel durch - und das auf fremdem Terrain, wenn man die Eisfläche in der

ausverkauften Aspirin-Arena in Rheinfelden überhaupt so nennen darf.

Die Basler und Aargauer Fussballschiedsrichter

vereint beim

Fototermin.

Foto: Erwin Krieg

Roger Koweindl

Präsident SSV-Region Nordwestschweiz

Es gehört schon zur Tradition,

dass kurz nach dem Spengler-

Cup in Davos die regionalen

Fussballreferees ihre Ausrüstung

mit derjenigen der Hockeyspieler

tauschen.

Am Samstag, 5. Januar 2013, fand bereits

zum sechsten Mal das All-Star-

Game zwischen den Basler und Aargauer

Referees in der Aspirin-Arena in

Rheinfelden statt. 23 Spieler durften auf

persönliche Einladung von Roger Koweindl

ihr Können vor dem frenetischen

Publikum zeigen.

Beide Trainer stimmten ihre Mannschaften

vorzüglich auf das Spiel ein.

Der NHL-erfahrene Schiedsrichter

Nikki Studer pfiff um 17:00 Uhr Ortszeit

die Partie an. Besser ins Spiel kamen die

Greenhorn Jumpers. Sie dominierten

die Anfangsphase und es überraschte

nicht, dass der jüngste auf dem Eis, Leandro

Koweindl, mit einem Slapshot das

Torfestival eröffnete.

Die Greenhorns erspielten sich reihenweise

Torchancen. Doch entweder

scheiterten sie am eigenen Unvermögen,

am ausgezeichneten Goalie Schneider

oder am Referee. Auf die Weisheit, wer

die Tore nicht macht, der bekommt sie,

möchte der Schreibende nicht näher

eingehen. Ein haarsträubender Defensivfehler

ermöglichte den Reds den zu

diesem Zeitpunkt glücklichen Ausgleich.

Mit einem Gesamtskore von 1:3

ging es in die Drittelspause.

Das letzte Drittel bot Spektakel, Emotionen

und Eishockey vom Feinsten: Hockeyherz,

was willst du mehr? Die Fans

tobten auf ihren Logenplätzen. Die

Greenhorns spielten sich in einen

Rausch, hatten aber auf der anderen

Seite Glück, dass die Carrots ihre Chancen

nicht nutzen konnten.

Somit konnten die Jumpers den Spielstand

verkürzen. Die Partie wurde

nochmals spannend. Beim Stande von

6:7 aber schoss der Oldie bei den Reds,

Michael Wagmann, aus rund 40 Metern

aufs Tor. Zum Erstaunen aller kullerte

der Puck zum vielumjubelten 8:6 für die

Gäste ins Gehäuse. Goalie Rainer Mühlbauer

wähnte sich wohl schon im Ermüdungspool.

Der Referee hatte nur noch

Mitleid mit dem Torhüter, so sehr, dass

er das Spiel sofort beendete.

Nach der Wahl der MVP, Tobias

Thommen und Pascal Schneider, ging es

zum Apéro in die Spielerlounge. Der

Präsident hatte eingeladen. Im Medical-

Center hatten sie derweil noch alle Hände

voll zu tun.

10 Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3


Meinung des SSV-Zentralpräsidenten

Und immer wieder:

Ruf nach mehr Respekt

Luigi Ponte

SSV-Zentralpräsident

Wir, diverse Schiedsrichterkreise, haben uns in der Winterpause

mit Trainern und Schiedsrichtern ausgesprochen. Hierzu seien

nachstehend einige Meinungen wiedergegeben.

Wie schützt sich denn ein Schiedsrichter in den unteren Ligen?

Schiedsrichter können sich schützen, indem sie über ihr eigenes Tun

nachdenken. Es ist ja nicht immer so, dass wir als Schiedsrichter

ganz unschuldig sind, wenn es zu Konfrontationen kommt.

Manchmal tragen wir sicherlich auch einen Teil dazu bei.

Wir haben deshalb verstärkt Schulungsmassnahmen durchgeführt.

Wir haben zum Beispiel mit Rollenspielen aufgezeigt, was

passiert, wenn man selber «anders als optimal» reagiert. Wir versuchen

so, unseren Schiedsrichtern einen kleinen Baukasten mitzugeben,

den sie auf dem Platz auspacken sollten. Zudem haben

wir versucht, die Trainer dafür zu sensibilisieren, dass sie eingreifen,

wenn sie merken, dass ein Spieler nicht so gut drauf ist und sich

auf den Schiri eingeschossen hat. Eine Auswechslung kann da zum

Beispiel Schlimmeres verhindern. Ansonsten ist der Schiedsrichter

natürlich auf sich alleine gestellt - souveränes Agieren ist gefragt.

Was muss sich auf dem Platz ändern?

Momentaufnahmen aus der

All-Star-Begegnung: Ref Nikki

Studer (oben), Goalie Rainer

Mühlbauer (Mitte) und Torszene

aus der Begegnung (unten).

Fotos: Erwin Krieg

Ich wünsche mir, dass der Respekt gegenüber dem Schiedsrichter

wieder grösser wird. Dass Entscheidungen akzeptiert werden,

auch wenn sie im Moment unglücklich oder falsch sein mögen.

Wenn sich die Leute einmal in die Lage des Entscheiders begeben

würden, dann würden sie erkennen, dass der Schiedsrichterjob eine

überaus anspruchsvolle Aufgabe ist. Ich bin überzeugt, dass 99,9

Prozent aller Schiedsrichter versuchen, das Beste zu geben - aber es

gelingt eben nicht immer. Das ist ganz logisch - oder sollen wir sagen

menschlich? Wenn da dann der Respekt spürbar würde, dann

hätten wir enorm viel gewonnen.

«Ich lege grossen Wert darauf, dass man sich nach dem Spiel die

Hand reicht», äusserte sich ein Trainer. Ausserdem spreche er öfter

mit seinen Spielern über solche Themen. Allerdings stellte der Trainer

auch fest, dass es immer wieder Trainer und Eltern gibt, die

Schiedsrichterentscheidungen nicht akzeptieren würden und beklagte

auch abseits des Sportplatzes eine zunehmende «Verrohung

der Sitten» in der Gesellschaft. «Wir sind alle oft schlechte Vorbilder»,

meinte er und nahm sich selbst nicht aus. Der Rolle, die man

als Spieler oder Trainer, aber auch als Zuschauer allein schon den

Kindern und Jugendlichen gegenüber habe, solle man sich immer

wieder neu bewusst werden.

3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 11


Aus den Regionen: Innerschweiz

ISV-Vorstand und IFV kürten Schiedsrichtertalent zum Schiedsrichter des Jahres 2011/2012

Auszeichnung ging an Lukas Fähndrich

Der 29-jährige Lukas Fähndrich wurde vom Innerschweizer Fussballverband

in Zusammenarbeit mit dem Innerschweizer Schiedsrichterverband zum

Schiedsrichter der Saison 2011/2012 ernannt. Seit knapp einem Jahr arbitriert

der Innerschweizer auch in der Challenge League. Lukas Fähndrich amtet

zudem als Instruktor und Inspizient. Ausserdem hat er kürzlich die Verantwortung

für die Innerschweizer Talente übernommen.

ISV-Vorstand

Text

Anlässlich des Unterhaltungsabends

vom 17. November

2012 stellte der Vorstand Lukas

Fähndrich, Jahrgang 1984

und aus Luzern kommend, als

den neuen Schiedsrichter des

Jahres 2011/2012, vor.

Lukas Fähndrich ist der Nachfolger von

Urs Helfenstein (Nottwil).

Der ISV-Vorstand hat in Zusammenarbeit

mit dem IFV Lukas Fähndrich einstimmig

zum Schiedsrichter des Jahres

gewählt. Da Lukas am Unterhaltungsabend

in den Ferien weilte, wurde ihm

die Trophäe nach seiner Heimkehr von

Gran Canaria, wo er die Vorbereitungswoche

der Schweizer Eliteschiedsrichter

absolvierte, übergeben. Mit sichtlicher

Freude, grossem Stolz und Dankbarkeit

nahm Lukas die Ehre sowie die Trophäe

entgegen.

Ausschlaggebend für die Wahl war sein

Durchbruch zum Spitzenschiedsrichter

in der Challenge League und, dass Lukas

auch im sportlichen Erfolg sein gesellschaftliches

Umfeld nicht vernachlässigte.

So besuchte er im Referenzjahr

auch das Jassturnier und den Unterhaltungsabend

des ISV.

Lukas, heute ausgebildeter Sekundarlehrer,

absolvierte im Jahr 2004 den

Schiedsrichteranfängerkurs auf der

Lenzerheide und wurde ein Jahr später

bereits in die 4. Liga qualifiziert. Nach

weiteren zwei Jahren durfte er sich bereits

in der 3. Liga bewähren. 2008 leite-

te er Spiele der 2.Liga regional. Während

eines halbes Jahr wurde er in der 2. Liga-

Inter eingesetzt. Nach einem erfolgreichen

2. Liga-Inter-Talentjahr erhielt er

2009 die 1.-Liga-Qualifikation. Im

Winter 2010 wurde Lukas in die Talentgruppe

der Swiss Football League aufgenommen.

Er leitete ab Sommer 2011

bereits Testspiele in der Challenge

League. Diese arbitrierte er so überzeugend,

dass er im Dezember 2011 die definitive

Qualifikation für diese Liga erhielt.

Anfangs Saison 2011/2012 liess sich Lukas

zum Instruktor und Inspizient ausbilden.

In der laufenden Saison übernahm

er das Ressort Talentwesen in der

Schiedsrichterkommission des IFV und

Werner Hardegger, ISV-Präsident,

übergibt Lukas Fähndrich

den Preis - wenn auch etwas

mit Verspätung.

Foto: Vorstand ISV

bringt dort seinen mittlerweile riesigen

Erfahrungsschatz ein.

Lukas hat die Wahl sicherlich nicht nur

als Schiedsrichter, sondern auch als

Mensch verdient. Er ist bei jungen und

etablierten Schiedsrichtern beliebt und

mit seiner ruhigen und besonnenen Art

ein Vorbild für alle.

Der ISV-Vorstand gratuliert Lukas zur

Wahl und wünscht ihm für seine weitere

persönliche und sportliche Zukunft alles

Gute und viel Erfolg.

12 Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3


Schiedsrichter obere Ligen

Schweizer Spitzenschiedsrichter im Trainingslager auf Gran Canaria

An vielerlei Kompetenzen gearbeitet

Marcel Vollenweider

Redaktor deutschsprachiger Teil

Jahr für Jahr fliegen die

Schweizer Elite-Refs und deren

Assistenten auf die Kanaren

- nicht des Sonnenbadens

wegen, sondern einer Top-

Vorbereitung verpflichtet.

Der Fokus der wie gewohnt professionell

aufgegleisten Arbeitswoche lag

klar bei einer bestmöglichen Vorbereitung

mit Blick auf eine Rückrunde,

die vor allem auf Spitzenniveau

allen Beteiligten wieder einiges abverlangen

wird.

Hierzu sind nicht nur perfekte Regelkenntnisse

sowie eine optimale

körperliche Verfassung vonnöten.

Geschult wurden auch Bereiche, die

dem verbesserten Verhalten und

dem optimierten Wirken und Kommunizieren

der Referees zuzuordnen

sind.

Schweizer Elite-Referees bereiteten

sich auf Gran Canaria auf

die Rückrunde vor.

Foto: Website SFV

SFV-Mann Peter Knäbel im SR-Trainingscamp auf Gran Canaria:

«Es rückt eine interessante Generation nach»

Peter Knäbel,

Technischer Direktor des SFV

Foto: Website SFV

Medienstelle

Schweizerischer Fussballverband

Interview

Im Januar bestritten die

Schweizer Eliteschiedsrichter

auf Gran Canaria ihr Trainingslager

im Hinblick auf die zweite

Saisonhälfte. SFV-Sportdirektor

Peter Knäbel zieht Bilanz

und blickt nach vorne.

Medienstelle Schweizerischer Fussballverband:

Peter Knäbel, wie schätzen

Sie die Arbeit der Schiedsrichter

und SR-Assistenten ein, die auf Gran

Canaria geleistet wurde?

Peter Knäbel, SFV-Sportdirektor:

«Nach meiner dritten Visite kann ich

mir inzwischen ein fundiertes Urteil

erlauben. Die Arbeit der Kursleitung

und das Engagement der Schiedsrichter

und Schiedsrichterassistenten

sind hochprofessionell. Zudem

sind die Bedingungen, die sich die

Schiedsrichter in über 20 Jahren

Gran Canaria erarbeiten konnten,

auch heuer wieder ideal.»

Medienstelle Schweizerischer Fussballverband:

Wie beurteilen Sie die Atmosphäre

zwischen Schiedsrichtern,

Assistenten und Inspizienten?


Peter Knäbel: «Ich nehme die

Schiedsrichter als Einheit wahr. Gerade

die Mischung der verschiedenen

Rollen und der intensive Austausch

untereinander sind in dieser

gemeinsamen Woche von grossem

Wert.»

Medienstelle Schweizerischer Fussballverband:

Was war Ihre Funktion

im Rahmen des Trainingslagers der

Schweizer Schiedsrichter?


Peter Knäbel: «Durch die Visite des

Zentralpräsidenten Peter Gilliéron

und die Anwesenheit des Präsidenten

der Schiedsrichterkommission,

Markus Hug, konnte ich mich in

diesem Jahr vor allem auf den technischen

Input konzentrieren. Es

ging darum, die neusten Trends im

Profifussball vorzustellen und das

Fussballverständnis der Schiedsrichter

zu vergrössern.»

Medienstelle Schweizerischer Fussballverband:

Was erwarten Sie von

den Schiedsrichtern und deren Assistenten

in der zweiten Saisonhälfte?


Peter Knäbel: «Eine Stabilisierung

des Leistungsniveaus und eine Weiterentwicklung

unserer Talente in

Richtung internationalen Fussball.»

Medienstelle Schweizerischer Fussballverband:

Gerade in diesem Zusammenhang

äussern Schweizer Medien

immer wieder die Kritik, seit dem

Rücktritt von Massimo Busacca sei

kein Schweizer Schiedsrichter mit internationalen

Perspektiven in Sicht…


Peter Knäbel: «Die aktuelle Situation

trifft uns in keiner Weise unvorbereitet.

Es liegt an uns, dies zu ändern.

Ich bin mir sicher, dass wir

dies auch in absehbarer Zeit erreichen

werden, weil eine interessante

Generation nachrückt.»

3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 13


SSV-Aktivitäten

Schweizerische Schiedsrichter-Sportwoche findet vom 6. bis 13. Juli 2013 wiederum in Arosa statt

Sport, Spiel und Spass im Bündnerland

Marcel Vollenweider

Redaktor deutschsprachiger Teil

Schiedsrichter, die eine intensive

Saisonvorbereitung unter

besonderen Bedingungen

schätzen, finden in der traditionellen

SSV-Sportwoche den

idealen Rahmen vor.

Nach der Première im letzten Jahr ist

Arosa auch im 2013 die ideale Destination

für Referees, die sich unter Gleichgesinnten

fit machen wollen im Hinblick

auf die neue Saison.

Die Kurswoche richtet sich mit ihrem

vielseitigen Theorie- und Trainingsangebot

an Referees unterschiedlicher

Leistungsniveaus.

Viele Sportwoche-Teilnehmer sind treue

Besucher der Veranstaltung. Die Routiniers

profitieren vom frischen Wind,

den die Jungen und die weiblichen Unparteiischen

mitbringen, ebenso, wie

die Talente von den Ratschlägen der gestandenen

Schiedsrichter.

Routiniers, Talente und Frauen

Die SSV-Sportwoche bietet Interessierten

die Möglichkeit, den Neuschiedsrichterkurs

zu absolvieren. Für eine

qualitativ hochwertige Ausbildung sorgen

bewährte Instruktoren. Auch der

SFV ist prominent vertreten.

Anmeldetalon für Arosa-

Vorbereitungswoche

dieser Ausgabe beigelegt

Interessierte Schiedsrichter haben Gelegenheit,

sich über diverse Kanäle für die

SSV-Sportwoche 2013, die vom 6. bis

13. Juli 2013 in Arosa stattfindet, anzumelden.

Ein Anmeldetalon in Papierform ist diesem

Bulletin eingesteckt. Anmeldungen

sind aber auch über das Internet möglich:

www.ssv-sportwoche.ch. Zudem

nimmt Kurschef und SSV-Zentralpräsident

Luigi Ponte unter ponte.luigi@

football.ch ebenfalls Anmeldungen entgegen.

Marcel Vollenweider

14 Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3


Région Genève

Coupe de Noël du 16 décembre 2012, www.coupedenoel.ch

Les arbitres se jettent à l'eau

Alain Schlegel

Arbitre genevois candidat en 1ère ligue

Tout le monde sait qu’un arbitre

de football n’a pas peur

de se «mouiller».

Il faut du courage pour devenir arbitre,

pour aller siffler des matchs

tous les week-ends par tous les

temps, pour sortir des terrains sous

les sifflets des spectateurs mécontents

suite à la défaite de leur équipe,

pour revenir arbitrer la même équipe

quelques semaines plus tard avec des

personnes qui vous reconnaissent

etc.

Se «mouiller» dans cette activité qui

n’est pas facile forge le caractère. En

effet, d’autres passions liées à l’eau

peuvent alors se développer ...

Eaux froides, hiver, gel, lac sont autant

d’ingrédients qui ont composé

le cocktail de deux arbitres un peu à

part. En effet, durant l’hiver, dans

un lac froid et à moins de 5°C, ils

n’ont pas hésité à se jeter à l’eau

chaque semaine pour s’entrainer, en

plus de l’arbitrage, afin de participer

à une compétition d’un genre humoristique

et décalé: la Coupe de Noël.

Il s’agit d’une course de natation de

120 mètres qui se déroule chaque

année à la mi-décembre dans la rade

de Genève depuis plus de 80 ans.

999 givrés se sont jetés à l’eau

le 12 décembre 2012 pour parcourir

la distance de 120 mètres

et cela dure depuis 80 ans.

photo: Alain Schlegel

fou, soit courageux. Que diriez-vous

à une personne qui vous dit qu’elle se

baigne toute l’année au moins une

fois par semaine dans un lac sous

nos latitudes ?

C’est exactement les mêmes adjectifs

qui ressortent toujours ce qui

montre bien que l’arbitre est une

personne à part qu’on n’envie pas

forcément pour son rôle ingrat mais

pour son courage à tout épreuve et

qui n’a pas peur de se mouiller.

Alain Schlegel, arbitre genevois

prêt à se jeter dans l’eau glacée

du Léman

photo: Alain Schlegel

Y’a-t-il un lien entre l’idée de débuter

l’arbitrage au football et de s’inscrire

à une telle manifestation ? A

priori non mais en y réfléchissant il y

a tout de même des similitudes.

Lorsqu’un arbitre rencontre

quelqu’un et qu’il lui fait savoir que

son activité préférée c’est arbitrer

tous les dimanches, il y a fort à parier

qu’on va lui répondre qu’il est soit

Que vous soyez arbitre ou non et si

l’envie de participer à cette manifestation

l’année prochaine vous démange,

n’hésitez pas à vous manifester

! Les inscriptions ouvrent en

août et seuls les mille premiers inscrits

auront la chance et l’honneur

de se jeter dans l’eau glacée.

3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 15


Action Week 2013

Camp d’entrainement des arbitres en Turquie, février 2013

Merhaba! Türkiye, Türkiye, Türkiye gitmek!

Jonas Guex

Arbitre vaudois

Que dire sur notre séjour en

Turquie 2013. Cette année peu

de participant mais on pourra

nommer celle-ci de grand cru!

Comme d’habitude beaucoup de chiens

errants et de chats mais aussi dans un

petit village de la côte sud de la Turquie

Kumköy près de Side. Une trentaine

d’arbitres de toute la Suisse bien représentée

cette année.

Avec les trois régions distinctives Tessin,

Suisse-Allemande et Romandie bien

sûr. Des arbitres de niveau Juniors C

(Débutants) à des niveaux allant

jusqu’en 2ème ligue inter autant au

centre que sur la touche. Xhante est toujours

le lieu et l’hôtel idéal pour pouvoir

profiter de la plage ainsi que le fameux

footing matinal facultatif au bord de la

mer. Nous avons pu profiter des services

de l’ancien joueur de LNA Francesco

Delvecchio et actuellement entraîneur

de juniors comme entraîneur physique

durant la première semaine.

Au programme plein de matchs amicaux

avec des équipes de différents pays on

pourra nommer : Azerbaïdjan, Autriche,

Bulgarie, Roumanie, Danemark et

Suisse bien sûr. Pour ma part avec mon

trio nous avons eu la chance d’arbitrer

cette année Wacker Innsbruck 1ère Division

Autrichienne. Pour vous faire part

aussi de l’anecdote, nous étions au même

endroit que le Servette FC et le FC Lugano

en stage d’entraînement deux semaines

auparavant.

Un vol en avion depuis Zurich dans un

charter jusqu’à Antalya et le retour idem

dans une sous-compagnie de Air Berlin

qui ressemble beaucoup à Easyjet. Mais

la bonne humeur et l’ambiance du

groupe des arbitres mélangés aux différentes

équipes qui se rendaient en Turquie

furent très agréables. Comme d’habitude,

le peuple Turc était très accueillant.

Durant cette semaine, nous avons

pu également aller visiter la petite ville

en bord de mer qui se nomme Side. Populaire

pour son colisée (ndlr: et les

cailloux en bord de route), mais également

pour ses diverses boutiques de

contrefaçon.

Cette semaine a été rythmée par beaucoup

d’entraînements et de matchs,

mais très peu de théorie. Mais pendant

le temps libre, nous avons pu profiter de

nous baigner à la mer, la piscine intérieure,

le fitness, sauna et hammam.

L’avant-dernier soir, nous avons eu un

magnifique diner dans l’hôtel tout neuf

d’à côté, le Sensi Mar.

Il est vrai que pour certains arbitres, cela

constitue un grand investissement au

niveau financier et du temps pris comme

vacances au travail. Pour tant, ce séjour

est un vrai dépaysement et un bon moment

de relaxation.

J’ai eu la chance de participer à la deuxième

semaine avec seulement 5 arbitres.

Cela a donc signifié plus de qualité,

moins de stress, beaucoup de matchs

à arbitrer et surtout beaucoup d’équipes

féminines comme le FC Schlieren et Blue

Stars habituées de la Turquie ou encore

l’équipe de Süd Ost Zurich. Pour faire un

clin d’œil aux Romands, nous avons

également vu l’équipe du SR Delémont

un mix de 2ème Ligue et de Juniors. Pour

parfaire la renommée internationale de

ce centre d’entraînement cette année

également une équipe de Chine.

Le soir nous avons pu profiter de notre

status de all inclusive et de pouvoir jouer

à différents jeux avec les équipes présentes.

L’animation musicale a été appréciée

avec également une chorégraphie

de Gagnam Style Arbitre-Joueuses

particulièrement appréciée.

Mais comme toute bonne chose a une fin

nous avons du finalement retourner en

Suisse. A part différents problèmes avec

la sécurité de l’aéroport qui ne voulait

pas nous laisser mettre les bips d’arbitrage

dans la cabine de l’avion pour

cause le tournevis pointu qui avait pourtant

passé à Zurich. A force de dénouement,

ils ont finalement passé dans la

soute. Notre retour ne fut pas trop dur,

10 degrés, paysage suisse enneigé à Zürich.

Après une telle excursion et une belle expérience

partagées avec des arbitres de

toute la Suisse, nous sommes fin prêts

pour la saison 2013 qui s’annonce grandiose.

J’aimerais encore une fois remercier

tous les organisateurs de ce magnifique

voyage. A tous les amis arbitres

Bon Match!

16 Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3


Questionnaire

Ressort Amateur, Commission des Arbitres

Questionnaire

1 Après le coup de sifflet mais juste

avant l’exécution du coup d’envoi initial,

un joueur insulte l’arbitre sur le

terrain. Quelle est la bonne réaction

de l’arbitre?

■■

A

L’incident sera rapporté par l’arbitre en

page 4 de son rapport, le joueur peut

prendre part au match.

■■

B

L’arbitre expulse le joueur avec le carton

rouge, le joueur expulsé peut être remplacé

par un joueur remplaçant.

■■

C

L’arbitre expulse le joueur avec le carton

rouge, le joueur expulsé ne peut pas être

remplacé.

2 Alors que le ballon est en jeu, un

joueur de l’équipe recevante adresse

des gestes blessants et dégradants en

direction du secteur des supporters

visiteurs. Décision de l’arbitre?

■■

A

L’arbitre interrompt le jeu, expulse le joueur

fautif du terrain et reprend le jeu par

une balle d’arbitre à l’endroit du ballon au

moment de l’interruption.

■■

B

L’arbitre interrompt le jeu, avertit le joueur

fautif et reprend le jeu par un coup franc

direct à l’endroit de la faute.

■■

C

L’arbitre interrompt le jeu, expulse le joueur

fautif du terrain et reprend le jeu par

un coup franc indirect à l’endroit où se

trouvait le coupable.

3 Lors d’un duel en dehors du terrain

de jeu, un attaquant et un défenseur

se frottent un peu. Le ballon reste

en jeu. Lorsqu’il tente de revenir

sur le terrain, l’attaquant est retenu

au maillot par le défenseur. Décisions

de l’ARB?

1 B 5 B

2 C 6 B

3 A 7 B

4 C

Réponses

■■

A

L’ARB interrompt le jeu par un coup de

sifflet. Il avertit le défenseur avec signalisation

optique du carton jaune. Reprise du

jeu par une balle à terre à l’endroit où se

trouvait le ballon lors de l’interruption de

jeu.

■■

B

L’ARB interrompt le jeu par un coup de

sifflet. Il avertit le défenseur avec signalisation

optique du carton jaune. Reprise du

jeu par un coup franc direct sur la ligne de

touche pour l’équipe de l’attaquant.

■■

C

L’ARB interrompt le jeu par un coup de

sifflet. Il avertit les deux joueurs avec signalisation

optique du carton jaune pour

avoir quitté le terrain de jeu sans autorisation.

Reprise du jeu par un coup franc indirect

sur la ligne de touche pour l’équipe

de l’attaquant.

4 L'arbitre s'apprête à reprendre le

jeu par une balle d'arbitre. Avant que

le ballon ne touche le sol, il voit un

défenseur qui se trouve dans sa propre

surface de réparation donner un

coup de coude à un attaquant. Décision

de l'arbitre?

■■

A

L'arbitre interrompt l'exécution de la balle

d'arbitre et expulse le joueur fautif par signalisation

optique du carton rouge. Il reprend

le jeu par un coup de pied de réparation

en faveur de l'équipe du joueur

attaquant.

■■

B

L'arbitre n'a pas de raison d'interrompre

l'exécution de la balle d'arbitre. Il expulse

le joueur fautif par signalisation optique

du carton rouge lors de la prochaine interruption

de jeu.

■■

C

L'arbitre interrompt immédiatement

l'exécution de la balle d'arbitre par un

coup de sifflet. Il expulse le joueur fautif

par signalisation optique du carton rouge

et reprend le jeu par une répétition de la

balle d'arbitre.

5 Lors de l’exécution du coup de

pied de réparation le ballon percute

directement le montant du but. Au

moment où le même joueur tire le

ballon encore une fois, celui-ci éclate

sous la force du tir. Le ballon défectueux

finit sa course au fond du but. Décision

de l’arbitre?

■■

A

But.

■■

B

Coup franc indirect en faveur de la défense.

■■

C

Balle d’arbitre.

6 Un défenseur qui a été victime

d’une faute, est soigné hors du terrain.

Quelle déclaration est correcte?

■■

A

Le joueur peut revenir sur le terrain de

n’importe quel endroit alors que le jeu est

en cours.

■■

B

Le joueur doit s’annoncer auprès de

l’arbitre avant son retour sur le terrain et

ne peut revenir en jeu qu’après avoir obtenu

l’autorisation de l’arbitre.

■■

C

Alors que le jeu est cours, le joueur peut

aussi revenir sur le terrain sans autorisation

de l’arbitre, depuis la ligne de touche.

7 L’équipe attaquante bénéficie d’un

coup franc direct juste devant la surface

de réparation adverse. L’ARB mesure

la distance réglementaire. Avant

qu’il ne siffle la reprise de jeu, le coup

franc est exécuté. Le ballon passe à

côté du but. Que décide l’ARB?

■■

A

L’ARB reprend le jeu par un coup de pied

de but.

■■

B

L’ARB avertit le tireur avec signalisation

optique du carton jaune et fait répéter

l’exécution du coup franc.

■■

C

L’ARB interrompt le jeu avec un coup de

sifflet. Il fait répéter l’exécution du coup

franc après avoir mesuré la distance.

3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 17


Formation d’instructeur d’arbitres

Séminaire des candidats instructeurs, Loèche-les-Bains, novembre 2012

Bienvenue à Loèche!

Chers amis candidats, chers organisateurs, puisqu’il m’incombe de relater

l’histoire de notre séminaire de Leysin à nos collègues arbitres, j’ai décidé

de le faire de façon vivante, saisissante et chaleureuse, en un mot, à l’image

de ce qu’a été notre séjour.

En haut, de gauche à droite: Philippe Clerc, Jean-

Pascal Verdon, Jérôme Dubrit, Raphaël Porret,

Frédéric Cornu, Khalil Thebti, Gajo Gajic. En bas, de

gauche à droite: André Dumartheray, Walter Paolozza,

Joël Vuillaume, Nicolas Jancevski, Michael

Brogna, Dominique Di Cicco, Benjamin Maillard.

photo: Jean-Pascal Verdon

Dominique Di Cicco

Candidat instructeur fribourgeois

Mercredi 24 novembre 2012, 9h00,

après deux heures de route nous atteignons

enfin la localité de Leukerbad,

il ne nous reste plus qu’à trouver

notre hôtel. Alors que nous circulons

dans les ruelles sinueuses du village

de montagne, nous passons devant

un magnifique bâtiment, luxueux,

riche et traversant devant son entrée

principale, gardée par un portier à la

façon des vieux films américains,

nous distinguons soudain l’inscription

: «Hôtel Lindner», nous sommes

arrivés.

Nous laissons le voiturier garer le

véhicule puis, incrédules et excités,

nous entrons dans le hall de l’hôtel.

Nous nous installons alors confortablement

dans le salon, prenons le café

et faisons connaissance avec les

autres candidats qui commencent à

arriver petit-à-petit.

9h30 précise, les instructeurs arrivent,

nous saluent et nous invitent

à nous rendre dans la salle d’instruction

où le programme du séminaire

nous sera présenté. La partie

récréative se termine avec l’annonce

du test théorique éliminatoire qui

est sur le point d’être distribué. Tout

le monde reprend son sérieux, la

tension s’installe, les candidats sont

tous concentrés et prêts. Première

épreuve et 100% de réussite, tous

connaissent parfaitement leur règlement.

Nous continuons alors avec les présentations

personnelles. Chacun a à

sa disposition 3 minutes pour se

présenter de façon particulière. Les

candidats n’ont pas lésiné sur les

moyens et se sont bien préparés: originalité,

déguisements, dégusta-

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Formation d’instructeur d’arbitres

tions, musique ou chansons ; tout a

été mis en œuvre pour marquer les

esprits; seconde épreuve réussie

également.

Le cours est interrompu à 12h00 par

le chef du séminaire afin de prendre

le repas. A peine assis et nous voilà

déjà servis, en effet, des instructions

ont été données à la cuisine afin

d’éviter de perdre du temps durant

les pauses. Manifestement tout a été

pensé et organisé jusque dans les

moindres détails par les organisateurs

… Le repas terminé, nous reprenons

avec la troisième et dernière

épreuve de ce séminaire. Cette foisci

les candidats doivent présenter à

l’assemblée une expérience marquante

de leur vie. Les histoires sont

différentes, certaines comiques,

d’autres dramatiques mais toutes

surprennent, touchent et créent de

l’émotion. Les candidats donnent le

meilleur d’eux-mêmes et font de la

dernière épreuve un succès de plus.

Les chefs-instructeurs sont contents

du déroulement de la journée et nous

proposent de nous rendre tous ensemble

aux bains. C’est l’occasion

alors de profiter des magnifiques

installations thermales mais aussi

de se détendre après cette longue

journée de labeur et de plaisir. Cette

première journée se terminera dans

un restaurant chic du village puis

autour d’un verre.

Jeudi: les plus courageux se sont levés

tôt pour profiter de la piscine ou

du buffet. Mais courageux ou non,

nous sommes tous à 8h00 dans la

salle de théorie pour une journée qui

s’annonce très intense. En effet, c’est

aujourd’hui que les candidats vont

recevoir la partie centrale de leur

formation. Heureusement que de

petites pauses où des collations nous

sont servies ont été aménagées afin

de nous permettre de récupérer un

peu nos esprits. Dans l’après-midi

nous recevons Bruno Grossen, chef

du service de l’instruction des arbitres

à l’ASF. Il donnera une leçon

sur le rôle de l’inspecteur. Les instructions

de l’après-midi sont terminées,

nous montons alors en

chambre afin de prendre nos affaires

de bain et nous nous rendons

tous aux thermes afin de nous relaxer

puis par la suite au restaurant.

C’est alors l’occasion de discuter avec

les autres candidats et de passer de

bons moments de convivialité. Le

repas du soir achevé, nous reprenons

nos quartiers dans la salle de théorie

pour une nouvelle instruction qui

durera jusqu’à 22h30. Les candidats

reçoivent alors la mission de préparer

une leçon en lien avec une loi du

jeu pour le lendemain selon ce qui a

été appris durant cette journée de

jeudi. Tous les candidats restent

alors éveiller jusqu’à tard afin de

préparer leur cours qu’ils devront

présenter le lendemain matin.

Vendredi: Les candidats se réunissent

à 8h00 dans la salle de théorie.

Tous sont prêts pour leur présentation.

Les premiers commencent

à parler mais voilà que soudain

l’assemblée s’anime : les téléphones

portables sonnent, le matériel

de présentation ne fonctionne

plus, des gens entrent dans la salle...

Aux candidats de gérer ces éléments

perturbateurs. En effet, les chefsinstructeurs

ont volontairement mis

en œuvre des éléments venant gêner

les leçons afin de tester les candidats

sur leur capacité à gérer ces incidents.

Tant bien que mal les candidats

s’en sortent, certains péniblement,

d’autres un peu mieux mais

l’expérience est utile et formatrice

pour tous.

L’après-midi sera occupée par

l’exercice «média». Durant cet exercice,

les candidats, filmés, se font interviewer

par un journaliste et ont

un message à faire passer qui n’est

pas en lien avec les questions posées.

Les candidats jouent le jeu et l’exercice

est très amusant pour tout le

monde.

Cette dernière journée se terminera

Michael Brogna, candidat instructeur

de l’association Berne/

Jura en plein réflexion durant

son test théorique d’entrée.

photo: Jean-Pascal Verdon

par l’explication du programme du

prochain séminaire de cours instructeurs

qui aura lieu à Martigny en

février 2013. Nous sommes alors remerciés

et le rendez-vous final nous

est donné devant l’hôtel afin de se

serrer la main une dernière fois

avant la prochaine rencontre. Nos

affaires rassemblées, nous nous saluons

tous chaleureusement, certes

contents de regagner nos foyers

après ce séjour intense mais aussi un

peu nostalgiques que tout cela se termine

si vite. Nous regagnons alors

nos véhicules, ravis et certains qu’un

lien spécial entre les candidats instructeurs

et les organisateurs s’est

noué.

Chers amis candidats, chers organisateurs,

ces dernières lignes vous reviennent

puisque c’est dans l’impatience

de vous rencontrer à nouveau

que je vous remercie infiniment pour

cette expérience humaine et enrichissante

qui restera à jamais graver

dans mon cœur et dans mon esprit.

La suite au prochain numéro.

3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 19


Arbitrage professionnel

Service Espoirs Romands

Pourquoi plus d’arbitre suisse depuis

2010 dans les grandes compétitions?

C’est lors du séminaire d’hiver organisé par le Service Espoirs Romands (anciennement

STR, Service Talents Romands) à Leysin durant le week-end des 16 et

17 février 2013, que la question en titre a été traitée lors d’un débat avec un

bon nombre d’invités, personnages influents du football suisse.

Malik Ezzrari

Rédacteur partie francophone

Si cette question est d’actualité depuis

au moins 2 ans, l’ASF ne veut

pas entrer en matière pour le moment

et ainsi fournir des contrats de

travail aux arbitres de Super League.

Ce débat a permis de faire le point

sur les opinions des différents intervenants,

clubs, entraineurs et arbitres.

«Seule la crème des arbitres sera

engagée pour la coupe du Monde

2014»

Pourquoi plus d’arbitre suisse depuis

2010 dans les grandes compétitions

comme l’EURO ou la coupe du monde a

été posée au préalable à Massimo Busacca,

ancien arbitre suisse international,

dirigeant actuellement le département

de l’arbitrage au sein de la FIFA. Il a simplement

répondu en précisant que

«Seule le crème de la crème des arbitres

sera engagée pour la coupe du Monde. La

question a été posée au préalable. … Aucun

directeur de jeu suisse ne fait actuellement

partie de celle-ci».

Une telle réponse peut surprendre, mais

elle est très certainement criante de vérité

et proche de la réalité.

Bernard Challandes, avec son grand

parcours d’entraineur, était présent.

Pour lui, il est clair que tant qu’aucun arbitre

helvétique ne sera professionnel,

plus aucun ne participera à une phase finale

de coupe de Monde.

Au premier plan, Sébastien Allard, le

nouveau chef de service des espoirs

romands depuis l’été 2012.

photo: Martin Oertly

En effet, comment être engagé dans une

grande compétition et mettre son réveil

le lendemain pour aller travailler tout à

fait normalement.

«Tant qu’aucune arbitre ne sera

pro en Suisse, il n’y aura plus de

suisses dans les grandes compétitions»

Christian Constantin, le sémillant président

du FC Sion, que l’on ne présente

plus, tant il est connu pour son francparler

envers le corps arbitral est pour sa

part, à 100% pour l’introduction de trios

professionnels dans l’arbitrage en SFL.

Pour lui, un match, ce n’est pas uniquement

90 minutes, un match se prépare

au niveau tactique et à l’avance. Carlo

Bertolini (chef de service des arbitres du

football professionnel), abonde dans son

sens, en rappelant, que malgré le fait

qu’aucun arbitre ne soit pro aujourd’hui

en Suisse, nos arbitres agissent avec

professionnalisme et se préparent aux

matches bien avant l’arrivée au stade.

Toutefois, le tessinois nous rappelle que

pour l’EURO par exemple, ce sont environ

20 directeurs de jeu qui sont sélectionnés

parmi les 250 arbitres internationaux

issus des fédérations européennes.

Il n’y a donc pas de quoi crier au

scandale pour lui car les choix sont effectués

au mieux pour s’assurer du meilleur

déroulement possible des compétitions.

«Le championnat suisse

n’est pas dans les 2 à 3 meilleurs

d’Europe»

C’est un conseiller d’Etat vaudois, ancien

arbitre FIFA, Philippe Leuba, qui tente

20 Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3


Arbitrage professionnel

Christian Constantin et Philippe Leuba qui

ont fait le déplacement à Leysin pour participer

au débat sur le thème de l’arbitrage

professionnel en Super League.

photo: Martin Oertly

de replacer les choses dans leur contexte.

En effet, la Suisse est un petit pays et de

ce fait, le bassin de recrutement est

moins important que chez nos voisins

européens. De plus, pour l’homme politique

vaudois, le championnat suisse

n’est pas un des 2 à 3 meilleurs d’Europe,

ce qui n’arrange rien à la situation générale.

Pour lui, l’arbitrage, pour 50% est

constitué des lois du jeu et de la condition

physique, les autres 50% sont très

étroitement liés au mental et à la préparation

de celui-ci.

Il faut toutefois préciser, que la Suisse au

classement FIFA, est passée de la 93ème

place en 1994 à la 16ème place mondiale

aujourd’hui. Le football helvétique a

réellement évolué de façon positive dans

les 20 dernières années.

Depuis 1996 en Suisse, des

arbitres de hockey sont pros

Dans le hockey suisse, depuis 1996, des

arbitres sont professionnels et cela fonctionne

bien avec un rythme de match

particulier. Pour le football, au niveau du

professionnalisme, finalement tout le

monde semble être d’accord sur le principe

mis à part l’ASF qui s’oppose visiblement

à l’engagement d’arbitres pros

pour le championnat suisse de Super

League. A noter que le dernier contrat

publicitaire signé entre l’ASF et un partenaire,

la somme de 140 millions de

francs suisses sera versée sur une durée

de 5 ans à l’ASF. Sur cette somme, un

montant unique de 200'000 francs

suisse par saison sont consacrés à l’arbitrage.

Même si les chances de perfectionnement

et de reconversion à 45 ans, soit au

terme d’une carrière d’un arbitre d’élite,

sont faibles, le même choix est laissé aux

sportifs d’élite qui, de nos jours, pour la

plupart, suivent une formation ou apprennent

une profession au début de leur

carrière sportive. Cette dernière leur

permet également de se réinsérer professionnellement

au terme de leur carrière

sportive qui se termine souvent

bien avant l’âge de 45 ans.

Les arbitres de Super League ont tous été

questionnés sur leurs besoins à ce niveau.

Ce sont 10 réponses différentes qui

sont parvenues au service gérant les arbitres

d’élite. Certains préconisent un

engagement à temps partiel afin de pouvoir

garder un pied dans le monde professionnel

en parallèle de leur activité

d’arbitre. D’autres accepteraient un

contrat de travail à temps plein afin de

pouvoir exercer dans des conditions optimales

leur activité sur les terrains

suisses et européens.

Ce débat a permis aux 10 trios du Service

Espoirs Romands d’échanger sur ce

thème avec les différents intervenants

présents et surtout de se faire une image

conforme de la réalité à ce qu’on attend

de nos jours des arbitres d’élite dans le

football suisse. En effet, il est difficile

aujourd’hui de concilier carrière, vie

privée et familiale avec l’arbitrage. Ce

qui est certain, c’est que cela ne risque

pas de beaucoup s’arranger durant les

prochaines années. Les attentes envers

les arbitres sont de plus en plus pointues

et exigeantes dans un monde sportif en

évolution. Pourtant, l’ASF tarde à évoluer

et à fournir tous les moyens utiles au

corps arbitral.

3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 21


ASA Regione Ticino

Dall’ultima assemblea generale

Rapporto di collaborazione ASA - FTC e DSA

Lo scorso anno in questa sala, vi ho informato di ciò che stava bollendo in

pentola all’interno dell’Associazione Svizzera Arbitri Regione Ticino. Si era

partiti sulla base di un sondaggio che è stato pubblicato ed inviato agli arbitri

durante il mese di marzo/aprile.

Stefano Meroni

Vicepresidente

Dal questionario era emerso che per ASA,

Gruppi regionali e Federazione s’intravvedeva

un quadro piuttosto positivo, certamente

con margini di miglioramento, mentre per la

DSA dello scorso anno, l’ immagine scaturita

era giudicata quanto meno a tinte fosche per

non definirla con altri aggettivi.

Già dai primi risultati forniti, ci era chiaro

che la struttura arbitrale così come si presentava,

non era più attuale e si basava su un sistema

vetusto. All’interno della stessa DSA si

erano riscontrati problemi di comunicazione

interni e anche esterni verso l’ASA e verso i

propri arbitri.

Da queste problematiche emerse, si era deciso

di costituire un gruppo di lavoro indipendente

sostenuto dall’ASA che gettasse le basi

per una nuova riforma del settore arbitrale.

Riforma che ha visto il suo concreto sviluppo

nella costruzione del progetto Vision 2015

che è stato presentato durante il mese di

maggio dell’anno corrente alla Federazione

Ticinese di Calcio.

Qui va un ringraziamento a tutti i membri del

gruppo di lavoro per il lavoro svolto, In particolare

un ringraziamento lo si deve a Christian

Jenzer che ha concretizzato su carta

tutte le idee scaturite nel progetto.

La Federazione Ticinese di Calcio ha salutato

positivamente questo progetto, demandando

il tutto alla Direzione della Sezione Arbitrale

che lo ha analizzato esprimendo un giudizio

sostanzialmente positivo sulle idee proposte.

Idee che potranno essere aggiunte a quelle

della DSA per quanto concerne il progetto arbitri

2020.

Proprio a questo scopo recentemente, durante

il mese di novembre, si è formato un gruppo

di coordinamento comune che fisserà

obiettivi e requisiti alfine di portare in avanti

un progetto unico per gli arbitri. In questo

gruppo di coordinamento faranno parte

Christian Jenzer (gruppo di lavoro), Stefano

Meroni (ASA), Claudio Comi , Giosia Poma

(DSA) e Riccardo Valsangiacomo (FTC). Da

questo gruppo di coordinamento verranno

poi creati dei gruppi di lavoro settoriali per

approfondire i vari argomenti che l’arbitraggio

ticinese oggi deve affrontare. Per vostra

informazione vi comunico che il gruppo di

coordinamento comune si troverà già a dicembre

dove si approfondiranno i vari temi

ed aspetti.

E’ sicuramente una bella notizia per tutto il

movimento arbitrale ticinese che vi sarà nel

prossimo futuro una riforma positiva ed attualizzata

per tutto il settore arbitrale. E per

questo mi sento di dovere di ringraziare tutti

coloro che permetteranno questo importante

traguardo.

Assemblea FTC

Come avete potuto apprendere dai media il

primo settembre dello scorso anno si sono

svolte le elezioni del comitato FTC. Si trattava

di sostituire due membri dimissionari tra i

quali il Presidente della DSA Jean Claude

Wüscher. L’ASA ha poi appreso che la DSA

aveva candidato Claudio Gadina quale membro

di comitato FTC che avrebbe probabilmente

rilevato la Presidenza della DSA lasciata

vacante da Jean Claude. Preso atto di

questa decisione formale da parte della DSA,

senza esserne stati minimamente coinvolti,

sulla base anche di quanto era scaturito dal

sondaggio ossia un malcontento diffuso tra

gli arbitri, l’ASA ha preso la decisione di sostenere

un candidato proveniente dal proprio

interno. La scelta é caduta poi su Riccardo

Valsangiacomo (allora supplente presso il

nostro comitato) che l’ASA ha sostenuto per il

tramite delle società. Da parte nostra il comitato

aveva espresso chiaramente il desiderio

che per il ruolo di Presidente del nostro settore,

dovesse spettare ad una persona che doveva

avere un esperienza nella Lega Superiore,

cosa che per Gadina, persona dalle molteplici

qualità da noi apprezzate, purtroppo

non era il caso. Le società hanno compreso il

nostro messaggio e la voglia di cambiamento

del settore arbitrale e pertanto dopo un iniziale

pareggio tra i due candidati Gadina e

Valsangiacomo, quest’ultimo nella successiva

votazione di ballottaggio ha avuto la meglio,

segnando di fatto un cambiamento storico

nell’arbitraggio Ticinese. Infatti era la

prima volta che l’ASA sostenesse un candidato

proprio alle elezioni della FTC, ed ancor

più sorprendente è stata l’elezione del nostro

candidato che ha segnato la storia della nostra

Associazione.

Sicuramente si può dire che arbitri e società

hanno dato un segnale forte di volontà di

cambiamento e questo segnale è stato ben recepito

dagli attuali quadri che compongono

la DSA.

A Riccardo, attualmente membro di comitato

della FTC e della DSA, ringraziamo per essersi

messo a disposizione gli auguriamo un

proficuo lavoro nella sua nuova veste. Precisiamo

pure che dopo la sua elezione egli ha

rassegnato le dimissioni da supplente del co-

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ASA Regione Ticino

mitato ASA, ma collabora fattivamente con la

nostra associazione quale persona esterna.

Rapporti con DSA FTC e ASA

Per quanto concerne i rapporti che l’ASA

mantiene con la FTC direi che durante tutto

l’anno tali rapporti sono stati proficui, di piena

collaborazione, senza particolari problemi

e per questo ci sentiamo di ringraziare il

segretariato ed il comitato della FTC, ma in

particolare il suo Presidente Avv. Luca Zorzi

che nei momenti cruciali che hanno caratterizzato

la scorsa stagione è sceso in campo

personalmente cercando il dialogo con la nostra

associazione.

Durante l’anno i rapporti con la DSA sono

stati altisonanti. Si veniva dalla passata stagione

di ritorno dove i contatti tra ASA e DSA

erano sporadici e le riunioni intraprese per

discutere del questionario nettamente inconcludenti.

Diciamo pure che sotto l’egida

del preposto uscente l’ASA non aveva mai acquisito

grande importanza nel contesto arbitrale

ticinese e rilevava solo alcuni lavori di

poca importanza.

Con la nomina di Riccardo Valsangiacomo

all’interno della FTC, le cose sono nettamente

cambiate.

L’attuale DSA del dopo elezioni, guidata dal

preposto Mauro Clerici, ha mostrato una

grande apertura verso l’ASA. A partire dal

mese di novembre del corrente anno, l’ASA

attualmente viene rappresentata all’interno

della DSA con un proprio rappresentante ossia

dal Presidente Dessaules o dal suo Vicepresidente

Meroni cosa che non accadeva da

diversi anni.

Con la costituzione del gruppo di coordinamento

comune per realizzare la nuova struttura

arbitrale e con l’accesso al gremio della

DSA da parte di un nostro membro, la stessa

Direzione della Sezione Arbitrale ha dimostrato

chiaramente di voler trovare delle sinergie

in comune e di voler collaborare con la

nostra associazione in maniera fattiva e propositiva.

Si può sicuramente dire che questo è

un successo voluto ed ottenuto da tutto il comitato

ASA ma che è stato comunque possibile

e sostenuto anche dai membri della DSA

e dal suo preposto Mauro Clerici che ringraziamo

sentitamente per la situazione attuale.

Questo è sicuramente un buon inizio e si sa

che chi comincia bene e già a metà dell’opera!

Casi di violenza

La scorsa stagione come tutti voi sapete, gli

arbitri sono stati confrontati da una ventina

di episodi di violenza che ha spinto la nostra

associazione a prendere chiaramente le difese

di tutti i nostri associati in quanto si viveva

una situazione insostenibile. Non passavano

settimane dove non vi era qualche caso di

violenza nei confronti degli arbitri. L’ASA

aveva scelto pubblicamente di condannare le

situazioni di volta in volta quando i casi si

presentavano. Le condanne per alcuni episodi

sono giunte anche dalla DSA e dalla Federazione

Ticinese di Calcio che certamente

non è stata a guardare. Per taluni casi anche

la giustizia civile, il Ministero Pubblico ha

condannato con sentenza cresciuta in giudicato

due giocatori, mentre per un terzo la decisione

è pendente presso la pretura penale.

Le misure intraprese dalla FTC hanno comunque

dato buon esito perché durante il girone

d’ andata i casi di violenza contro gli arbitri

sono notevolmente diminuiti e questo è

sicuramente un fattore positivo. Non si può

certamente nascondere che qua e la vi sono

stati ancora degli episodi come quello dell’ultima

giornata che ha visto un arbitro malmenato

da un genitore, tuttavia, fortunatamente,

casi come questo, non si sono più ripresentati

con una certa frequenza. Che il messaggio

effettuato attraverso i media sia effettivamente

passato? Statisticamente non lo

sapremo mai. Di certo è che la figura dell’arbitro

è stata notevolmente sensibilizzata tra

le società grazie alla DSA ed all’ASA.

Progetto Ticinocuore

Il nostro comitato quest’anno, sulla scorta

dei fatti accaduti a Pescara che concernevano

il giocatore Morosini, si è fatta promotore

presso la Federazione Ticinese di Calcio e la

Direzione della Sezione Arbitrale dell’istituzione

di un corso di formazione BLS - DAE

per gli arbitri. Si trattava di formare il maggior

numero di arbitri, istruttori, consulenti

e consiglieri al massaggio cardiaco con defibrillatore

assistito in modo che sappiano

esattamente cosa fare nel caso in cui dovesse

accadere uno spiacevole evento del genere.

Qui la funzione dell’arbitro di coordinatore

riveste un importanza notevole. Gli arbitri

hanno risposto con 152 adesioni sulle 230

unità. Attualmente sono già stati formati oltre

una cinquantina di arbitri e contiamo di

formare tutti gli arbitri che hanno aderito a

tale iniziativa, entro l’ inizio della stagione di

ritorno. Agli arbitri, durante le formazioni, è

stato consegnata la lista di dove si trovano i

defibrillatori nelle varie infrastrutture sportive.

Chi partecipa al corso riceverà in regalo

una maglietta che è stata realizzata dall’ASA

in collaborazione con la Fondazione Ticinocuore

e che desideriamo sia portata durante

la fase di riscaldamento pre partita a partire

dalla stagione di ritorno. La stessa dovrebbe

essere pronta e distribuita a tutti gli arbitri

partecipanti nelle prossime settimane. Dal

canto suo la Federazione ha deciso di sostenere

il progetto pubblicando sul proprio sito

il link della Fondazione Ticinocuore. Inoltre

in accordo con la DSA, durante i prossimi interventi

e riunioni con le varie società è previsto

di poter promuovere questo progetto

direttamente spiegando loro l’importanza

fondamentale di poter avere a disposizione

un defibrillatore e persone formate all’utilizzo

di quest’ultimo. A corsi terminati provvederemo

altresì di pubblicare la lista degli arbitri

formati sul sito della FTC.

Un ringraziamento particolare il comitato

dell’ASA lo vuole porgere al Club del Tappo

che ha interamente finanziato tutti i costi di

formazione per gli arbitri e che ha permesso

di poter frequentare il corso in maniera gratuita.

Se mi è permesso di fare un appunto, vorrei

richiamare quei colleghi che, nonostante il

lavoro perfetto del nostro segretario generale

Giuseppe Lupica al quale gli sono estremamente

grato e debitore, all’ultimo minuto disdicono

o non si presentano al corso, non facendo

sapere nulla o adducendo giustificazioni

di natura varia che non elenchiamo. Si

tratta di una questione di rispetto degli impegni

presi, e di coloro che si sono adoperati

per rendere possibile questi corsi agli arbitri.

Pertanto chiediamo a coloro che devono ancora

effettuare questi corsi nelle prossime

settimane di rispettare la pianificazione effettuata

del quale tutti gli iscritti ne sono a

conoscenza.

3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 23


Lega Nazionale

Campo d’allenamento annuale per gli arbitri della SFL

Gran Canaria 2013

Dal 19 al 26 gennaio si è svolto alla Gran Canaria il consueto campo

d’allenamento per arbitri, assistenti e osservatori della Swiss Football

League: il 25 esimo da quando nell’ormai lontano 1989 si è deciso di affinare,

attraverso una settimana intensa, la preparazione in vista della seconda

parte del campionato svizzero.

Francesco Bianchi

Osservatore UEFA e SFL

Devo dire onestamente che il campo

2013 – per il sottoscritto il 23 esimo, dopo

quelli affrontati dapprima in qualità

di arbitro LNA, poi di capo della formazione

degli assistenti, poi di presidente

della Commissione Arbitri e ora come

osservatore – è stato uno dei più riusciti

degli ultimi anni, da quando cioè il campo

è stato destinato unicamente agli ufficiali

della SFL.

Nel segno dei valori che Carlo Bertolini,

capo del Servizio SFL, ha stabilito negli

anni scorsi – modello, rispetto, obiettività,

tolleranza e gioia – il campo ha pienamente

centrato l’obiettivo primario,

ovvero quello di rafforzare i nostri valori

e le nostre convinzioni, attraverso un intenso

lavoro comune. Una squadra molto

affiatata di formatori appartenenti sia

al Ressort degli arbitri d’élite sia al Referee

Department (Bruno Grossen, Daniel

Käser e Claudio Circhetta, che tutti noi

abbiamo potuto risalutare con piacere

tra noi, dopo le sue disavventure di salute)

ha messo a disposizione dei partecipanti

lezioni di alta professionalità e di

indubbio interesse, sapendo saldare insieme

capacità tecniche e didattico-metodologiche.

Al successo ha contribuito,

purtroppo per l’ultima volta, lo psicologo

Josef Wermuth, che lascia l’incarico

che negli ultimi 10 anni gli ha permesso

di diventare uno di noi, grazie alle sue

enormi competenze e alla sua empatia.

Una splendida laudatio di Andreas

Schluchter, coronata da una standing

ovation, ha degnamente salutato il bravo

Josef, commosso e grato per questo, del

resto meritato, tributo alla sua bravura.

Entrando più nei dettagli delle lezioni e

dei workshop che sono stati offerti al

nutrito gruppo (oltre 20) degli osservatori,

la prima lezione di Bruno Grossen,

dal titolo significativo «lernen», ha subito

centrato l’obiettivo primario per un

ispettore, ovvero quella di come creare

una situazione per cui la persona può

apprendere, come e cosa insegnare

all’arbitro e alla terna di cui si è osservata

la prestazione: si tratta di creare un

ponte tra la realtà del campo, vissuta

dall’arbitro, e quella della tribuna, vissuta

dall’ispettore. Imparare è un problema

di «trasporto».

Attraverso le due esperienze dirette si

arriva a trasmettere all’arbitro le proprie

conoscenze: «che cosa pensi di aver imparato

oggi dalla gara e dal colloquio di

ispezione?», questa è la frase-chiave da

cui partire per costruire il ponte. Come

ha detto Pierluigi Collina, «la capacità di

riflessione e l’ accettazione delle critiche

sono oggi le competenze-chiave di un

arbitro d’élite».

Con Josef Wermuth ci siamo in seguito

occupati dell’arbitro come «persona di

conduzione», analizzando i vari possibili

stili di conduzione, sia interna (la direzione

della propria squadra arbitrale)

sia esterna (la direzione dei giocatori e

dell’allenatore). Abbiamo preso conoscenza

e approfondito attraverso immagini

prese dalla realtà del campo di gioco

i vari stili di conduzione, da quello del

«lasciar fare» a quello collegiale, da

quello autoritario a quello compromissorio,

e così via. Davvero interessante.

Naturalmente, e non poteva essere altrimenti,

ci siamo occupati a fondo del rapporto

di ispezione e dell’assegnazione

delle note: il rapporto di ispezione si

chiamerà d’ora innanzi «rapporto di coaching»,

perché ogni osservatore sarà

chiamato a essere più coach che ispettore.

Del resto nel rapporto saranno da distinguere

i cosiddetti «marking points»

(quelli inerenti l’applicazione delle direttive,

la valutazione dei falli, ecc.) dai

«coaching points» (il comportamento,

la gestualità, la posizione, ecc.). In un

prossimo futuro gli osservatori saranno

confrontati con un nuovo sistema informatico

(Dartfish) che permetterà loro di

scendere nello spogliatoio con delle immagini

preselezionate e finalizzate al

coaching con l’arbitro e la terna. Sono i

nuovi confini di questo affascinante

compito, che si evolve seguendo i progressi

tecnologici. Gli esercizi pratici

sulla definizione dei voti da assegnare a

una prestazione, partendo da un riassunto,

sono stati particolarmente utili a

trovare una maggiore uniformità di valutazione.

Lo stesso si può dire per la lezione sulla

valutazione dei falli, in una prima fase

con la differenza tra «careless» (imprudenza),

«reckless» (temerarietà) o

24 Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3


Lega Nazionale

«excessive force» (forza eccessiva) e le

conseguenze nelle sanzioni disciplinari;

in un secondo passo con la differenza tra

«promising attack» (attacco promettente)

o «clear scoring opportunity» (chiara

occasione da rete) e i criteri per arrivare

a una corretta valutazione. In un terzo

momento si è proceduto a un’analisi di

una gara e alle rispettive considerazioni

inerenti la valutazione. Di sempre indubbio

interesse la lezione sul fuorigioco,

una tematica intrigante che permette

di imparare sempre qualcosa di nuovo,

anche dopo tanti anni di esperienza come

nel mio caso.

Personalmente una delle lezioni più utili

è stata quella legata al workshop offerto

da Markus Nobs sulle «confrontations»

e sull’atteggiamento e le priorità che

l’arbitro deve adottare in questi casi, una

lezione che meriterebbe di essere portata

anche agli arbitri regionali.

Potrei dilungarmi ulteriormente parlando

di altre interessanti lezioni (come

quella legata ai segreti e alle peculiarità

del sistema di comunicazione che ogni

squadra arbitrale oggi adotta nelle gare

di SFL, sistema che oggi coinvolge anche

l’osservatore, nel caso lo volesse), ma

credo modestamente di aver dato a chi

legge l’idea del valore e del livello che il

campo di allenamento della Gran Canaria

raggiunge. Abbiamo avuto anche la

fortuna di avere tra noi il responsabile

del settore tecnico dell’ASF, Peter

Knäbel, per delle interessanti e proficue

lezioni di tattica calcistica, perché oggi

l’arbitro deve conoscere bene i sistemi e

le tattiche di gioco delle varie squadre.

E pensare che qualche sprovveduto

buontempone potrebbe ancora pensare

che gli arbitri, gli assistenti e gli osservatori

vanno fin là per divertirsi! Si tratta

di lavoro duro, intenso (chiedete agli

arbitri e agli assistenti di parlarvi degli

allenamenti mattutini e serali, dei loro

polpacci indolenziti). Quasi ogni giorno

8 ore di lavoro tra pratica sul campo e teoria

nelle sale: un tempo ben speso, finalizzato

alla messa a punto di tutto il

corpo arbitrale che a febbraio si incontrerà

di nuovo sui campi di gioco.

Il presidente dell’ASF Peter Gillieron ne

è rimasto ammirato (era la prima volta

che un presidente centrale veniva a visitare

il campo) ed è tornato in Svizzera

sicuro che gli arbitri, gli assistenti e gli

osservatori SFL sono pronti per le sfide

che li aspettano. Il gruppo è unito, solido

e motivato. E giustamente il capo Ressort

Carlo Bertolini ne va fiero, come lui

stesso ha ribadito nella chiusura del corso.

Dal punto di vista di un arbitro della SFL

Luca Gut

Arbitro Challenge League

In barba alle previsioni avverse

pronosticate dagli antichi

Maya, anche quest’anno gli

arbitri, gli assistenti e gli ispettori

della SFL si sono riuniti

a Gran Canaria per il loro tradizionale

corso di preparazione.

Le giornate, come d’abitudine, sono

state sempre ben strutturate: una

sessione di teoria e un allenamento

fisico al mattino, e dopo il pranzo in

hotel e un breve momento di riposo,

si riprendeva con i Workshop scelti

in precedenza tra quelli sottoposti ai

partecipanti e la giornata terminava

con l’allenamento serale. Il bel tempo

ha favorito lo svolgimento degli

allenamenti: le due giornate fortemente

ventose non hanno particolarmente

disturbato le impegnative

sedute condotte dai nostri preparatori

Michaël Duc, Roman Jahoda e

Oliver Riedwyl.

Le lezioni teoriche sono state interessanti,

arricchenti e presentate dai

membri del Referee Department: insieme

a Daniel Käser, sono state

particolarmente apprezzate quelle

di Bruno Grossen, Markus Nobs,

Claudio Circhetta, e Josef Wermuth:

ciò dimostra una volta di più che

nell’arbitraggio come nella vita non

si finisce mai di imparare.

Interessante, al di là delle lezioni

prettamente tecniche (analisi video,

personalità, tattica, attività nella zona

tecnica, teamwork), quella legata

all’allenamento in presenza dei media,

incentrata sul comportamento

corretto da tenere nel corso delle interviste

dopo-gara. Sono state simulate,

con il responsabile di TeleClub,

varie situazioni delicate e impreviste.

Gli allenamenti mattutini. sempre

ben impostati e diversificati, hanno

abbinato due componenti essenziali:

il divertimento (tramite giochi, gare

ecc.) e l’intensità. In questo modo

le sessioni di allenamento sono risultate

divertenti...e nemmeno ci accorgevamo

che le gambe diventavano

sempre più pesanti e doloranti.

Del resto l’ottimo lavoro del fisioterapista

e dei massaggiatori ha

contribuito a preservare la buona

forma.

Gli allenamenti serali rivestivano

maggiormente una componente di

spasso. Di gicoo. Si poteva scegliere

a piacimento tra varie attività. La più

divertente e intensa è risultata certamente

il Waterpolo...: difficile immaginare

cosa poteva capitare in 45’ di

gioco intensissimo, senza regole,

nella piscina dell’hôtel... sotto lo

sguardo divertito degli ospiti

dell’albergo, che ci osservano dai

balconi delle loro stanze. Se avessimo

fatto la stessa cosa in centro a

Bellinzona, non avremmo giocato

più di 5’visto il netto superamento

dei Decibel permessi!

In conclusione possiamo dire di aver

vissuto una bella settimana, che ci

ha permesso di prepararci al meglio

in condizioni ottimali per

l’imminente girone di ritorno.

3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 25


Futsal

Regione FTC

Tre arbitri ticinesi per la

prima semifinale della SFPL

Arbitri della semifinale.

Foto: Kurt Mathys

Stefano Meroni

Redattore Arbitro Svizzero, parte italiana

Il primo campionato della

Swiss Futsal Premiere League

(massima categoria in Svizzera)

è terminato.

Gli arbitri Ticinesi, come di consuetudine,

hanno potuto mostrare tutto il loro

valore confermandosi brillantemente

nelle varie categorie.

A dimostrazione di tale fatto, dopo aver

diretto molteplici incontri della Swiss

Futsal Premiere League, i tre ticinesi

composti da Stefano Meroni, Mario Balmelli

ed Arslan Ferhat, accompagnati

dal collega confederato Daniel Matkovic,

sono stati chiamati a dirigere la prima

storica semifinale della massima categoria

in Svizzera che si è tenuta sabato

2 febbraio 2013 a Wettingen presso la

palestra Tägi tra il Maniacs ed il Ginevra.

Partita questa che durante un lungo periodo

si è giocata sostanzialmente in parità

dove solo nelle parte finale di gara il

Wettingen è riuscito ad imporsi dilagan-

26 Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3


Futsal

Foto di gruppo con arbitri e

squadre.

Foto: Kurt Mathys

do con il risultato di 6 a 1. In ogni caso è

stata una bella vetrina quella calcata dagli

arbitri ticinesi a rappresentanza del

futsal nella propria regione.

Comunicato GALV

Graziano Cebulski

Presidente GALV

Cari colleghi arbitri,

Buone pure le prove offerte anche dai

colleghi Marco Spiezia in LNA e dal novello

Michele Cassiani in LNB.

Il campionato ha poi visto nel suo ultimo

atto finale la qualificazione delle squadre

del Minerva ed il Wettingen, dando

cosi vita alla prima finalissima della

nuova Swiss Futsal Premiere League. Si

è imposto quale campione Svizzero la

squadra del Minerva battendo il Wettingen

per 7 – 2.

Sul versante delle squadre ticinesi, purtroppo

nulla da fare per il Lugano Pro

Futsal che non è riuscito a qualificarsi

per l’ascesa al massimo campionato. Secondo

tentativo fallito per gli uomini di

Admir Batlak.

nel nostro gruppo regionale, GALV, di eventi purtroppo non ce ne sono stati molti,

per mancanza di fondi, di arbitri, e anche un po di tempo. le idee sono molte ma

purtroppo non si puo' fare molto.

Anche quando questa Estate abbiamo organizzato la giornata in memoria del collega

Vaghi Ernesto, la partecipazione è stata molto minima.La stessa problematica,

magari in maniera meno marcata ce l'ha pure il gruppo regionale del GFBV.

Allora ci siamo chiesti se non era meglio fare un solo gruppo e unire le forze facendo

una fusione fra GALV e GFBV. Per tutto questo ci troveremo nel mese di marzo

per discuterne . Se tutto va bene, ma penso che la maggior parte sara' d'accordo,

nascera' il nuovo gruppo regionale, magari lo chiameremo GASC ovvero Gruppo

Arbitri Sopra Ceneri.

In attesa di tutto questo, auguro a tutti un buon inizio di stagione.

Per contro il Giubiasco Futsal dopo un

brillante campionato trascorso in LNB,

ha avuto accesso alle partite di promozione

dove si è imposto di misura contro

il Thun con un risultato di 5 a 4. Partita

questa che gli è valsa la promozione nella

Lega Nazionale A, dove a partire dal

prossimo campionato sarà in compagnia

del Lugano. E si preannuncia un succulento

Derby stagionale … Il primo della

storia ticinese!

3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 27


Gruppi Regionali

Gruppo Arbitri Mendrisiotto

Torneo GAM in pillole

Il torneo del Gruppo Arbitri Mendrisiotto

è stato vinto dalla Guardia

di Finanza di Ponte Chiasso che

hanno disputato la finale contro la

squadra degli arbitri di Friborgo con

il risultato di 3 – 2.

Foto: Lucia Grassi

28 Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3

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