Geschäftsbericht 2004 - Städtische Werke Magdeburg

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Geschäftsbericht 2004 - Städtische Werke Magdeburg

1200 Jahre Magdeburg

GESCHÄFTSBERICHT 2004

STÄDTISCHE WERKE MAGDEBURG GMBH

12 Jahre Städtische Werke Magdeburg


MAGDEBURG – 1200 JAHRE VERGANGENHEIT

Erstmals wurde Magdeburg im Jahr 805 im Diedenhofener Kapitular

namentlich genannt. Hiermit begann die Aufzeichnung einer nunmehr

1200-jährigen, wechselvollen Geschichte. Sehen wir heute zurück,

erschließt sich die spannende Entwicklung der Stadt von der mittelalterlichen

Metropole über die preußische Festung bis hin zur modernen

Landeshauptstadt.

Manche Wurzeln sind heute fast in Vergessenheit geraten. Doch schon

immer ist Erinnerung bedeutsam für den zuversichtlichen Blick in die

Zukunft gewesen. Denn die Rückschau auf glanzvolle Ereignisse der

Stadt macht Mut. Die Geschichte lehrt auch, dass schwierige Situationen

wie Zerstörung und Niedergang Ausgangspunkt für eine neue,

kraftvolle Ära sein können.

Magdeburg kann selbstbewusst zurückblicken und damals wie heute

auf die Tatkraft seiner Bürger bauen. Wir Magdeburger schreiben jetzt

für die nächsten Generationen ein neues Kapitel der Stadtgeschichte

und gestalten mit weltoffenen Visionen und guten Ideen die Zukunft

der Stadt.

Unser gemeinsames Ziel ist ein starkes Magdeburg, das auch jungen

Menschen eine lebenswerte Heimat bietet. Die SWM Magdeburg

versorgt die Stadt nicht nur mit Energie, sondern nimmt die aktuellen

Herausforderungen an und engagiert sich in allen Bereichen für

Magdeburg und die Region.


Bewegungsadern | Die Elbe teilt die Stadt, aber sie verbindet Magdeburg

auch seit jeher mit ganz Europa. Der nicht immer berechenbare Strom und die alten

Fernwege führten berühmte und unbekannte Menschen aus aller Herren Länder in

die Stadt, und viele von ihnen blieben. Schon zu Zeiten Kaiser Karl des Großen

wird von „Magadoburg” als wichtigem Handelsplatz an der Grenze zu den

slawischen Nachbarn berichtet. Jetzt, in der Mitte des vereinten Europas,

führen moderne Wasserwege, Schienen- und Straßenverbindungen

nach Magdeburg. | Kreuzung


Wissensflüsse |

Angesehene Klosterschulen

wie das Benedektinerkloster

St. Mauritius oder das

1015 von Erzbischof Gero

gegründete Kloster „Unser

Lieben Frauen” und die

Domschule bereiteten die

Besten ihrer Zeit auf einen

erfolgreichen Lebensweg

vor. Mitte des 17. Jahrhunderts

erlangte Otto von

Guericke in ganz Europa

als Naturwissenschaftler,

Diplomat und Bürgermeister

Berühmtheit. Die 1993 gegründete

Otto-von-Guericke-

Universität verweist mit

ihrem Namenspatron auf

die lange Tradition der Wissenschaften

in Magdeburg.

| Sammlung


Machtquelle | Magdeburgs

Aufstieg zur Metropole ist eng verbunden

mit der deutschen Kirchengeschichte.

968 schuf Kaiser Otto I.

mit dem Erzbistum Magdeburg eine

neue Kirchenprovinz im Osten seines

Reichs. Dann, Anfang des 16.

Jahrhunderts, war Magdeburg ein

wichtiges Zentrum der umwälzen-


den Reformationsbewegung. 1680

verliert die Kirche nach über 700

Jahren ihre beherrschende Stellung,

und aus dem Erzbistum wird

das Herzogtum Magdeburg unter

preußischer Verwaltung. Heute

ist Magdeburg Landeshauptstadt

und Regierungssitz Sachsen-

Anhalts. | Leitung


Handelsströme | Kaufleute

und Zünfte profitierten im 12. Jahrhundert

vom neuen Magdeburger

Stadtrecht. Das 1188 von Erzbischof


Wichmann von Seeburg erlassene Magdeburger Recht bot ihnen bisher unbekannte Rechtssicherheit

und Schutz des Eigentums. Wichmann, ein früher Förderer der städtischen Wirtschaft und des Handels,

ist mit dafür verantwortlich, dass Magdeburg noch heute ein bedeutender Standort für Produktion,

Handel und Logistik sowie zunehmend für Dienstleistungen ist. | Verteilung


Kulturläufe | Mit dem

Magdeburger Dom entstand 1209

der erste bedeutende, gotische Sakralbau

im deutschen Sprachraum.

Der Dom war eines der ganz wenigen

Bauwerke, die bei der völligen

Zerstörung Magdeburgs während

des Dreißigjährigen Krieges verschont

blieben. Erst Ende des 18.

Jahrhunderts erhielt die Stadt mit

dem Schauspielhaus eine ständige

Theater-Spielstätte. Heute steht das

1911 errichtete Zentral-Theater, 2003

in Theater Magdeburg umbenannt,

im Mittelpunkt der äußerst lebendigen

Theaterkultur und ist Zentrum

für künstlerische Kreativität.

| Entstehung


SWM MAGDEBURG – ENERGIE FÜR DIE GEGENWART

Der Geschäftsbericht 2004 schafft Bezüge zum 1200-jährigen Jubiläum

der Stadt Magdeburg – nicht nur weil sich SWM Magdeburg an den

vielfältigen Feierlichkeiten in der Landeshauptstadt beteiligt und eigene,

inhaltliche Facetten beisteuert. Wir möchten vielmehr das heutige

Potenzial der Stadt anhand bedeutender historischer Entwicklungslinien

herausstellen.

Denn im Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und Gegenwart entstehen

neue Impulse für die Zukunft Magdeburgs.


STÄDTISCHE WERKE MAGDEBURG GMBH

GESCHÄFTSBERICHT 2004


GESCHÄFTSBERICHT 2004

SWM MAGDEBURG AUF EINEN BLICK

Bilanz 2000 2001 2002 2003 2004

(Mio. EUR)

Aktiva

Anlagevermögen 403 405 407 403 402

Umlaufvermögen 77 69 78 63 59

Sonderverlustkonten aus

Rückstellungsbildung 14 14 13 13 13

Passiva

Eigenkapital 123 126 130 128 149

Sonderposten und empfangene

Ertragszuschüsse 82 85 99 97 96

Rückstellungen,

Verbindlichkeiten und

Rechnungsabgrenzungsposten 289 277 269 254 229

Bilanzsumme 494 488 498 479 474

Gewinn- und Verlustrechnung 2000 2001 2002 2003 2004

(Mio. EUR)

Umsatzerlöse 202 230 245 242 253

Bestandsänderungen,

aktivierte Eigenleistungen 2 2 1 1 1

Sonstige betriebliche Erträge 13 9 10 8 14

Gesamt 217 241 256 251 268

Materialaufwand 88 113 108 116 119

Personalaufwand 34 37 35 37 36

Abschreibungen 28 27 28 29 37

Konzessionsabgabe 7 8 8 8 8

Zinsen 8 9 7 8 6

Sonstige Aufwendungen 25 18 32 15 16

Steuern 19 18 24 25 26

Gesamt 209 230 242 238 248

Jahresüberschuss 8 11 14 13 20

76.688

39.023

7.883

10.728

8.437

10.617

77.764

34.183

7.334

9.589

8.226

18.432

83.445

36.999

7.850

9.859

10.851

17.886

89.542

35.140

8.300

7.840

14.371

23.891

89.403

36.941

8.470

6.723

12.661

24.608

96.678

36.134

8.174

6.680

19.724

25.966

Entwicklung der

Wertschöpfung

in der Region

1999 – 2004 (in TEUR)

1999 2000 2001 2002 2003 2004

Mitarbeiter Stadt Darlehensgeber Gesellschafter Öffentliche Hand


INHALT

1

VORWORT DER GESCHÄFTSFÜHRUNG 2

STROM | Preiswert und wettbewerbsfähig aufgestellt 4

GAS | Marktgerechtes Produktportfolio 6

WASSER | Die Region wirtschaftlich versorgen – sicher entsorgen 8

WÄRME | Bedarfsorientiert und modern agieren 10

PERSONAL | Regional und zukunftsfähig 12

MHKW ROTHENSEE | Eine der größten und modernsten Anlagen 14

zur Abfallverbrennung bundesweit

BERICHT DES AUFSICHTSRATES 16

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2004 18

BILANZ 26

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 28

ANHANG 29

Erläuterungen zur Bilanz 32

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 35

Ergänzende Angaben 36

Entwicklung des Anlagevermögens 38

Aktivitätenabschluss – Bilanz 40

Aktivitätenabschluss – Gewinn- und Verlustrechnung 42

Wesentliche Beteiligungen 43

BESTÄTIGUNGSVERMERK 44

IMPRESSUM 46


2 VORWORT STROM GAS WASSER

VORWORT DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Im zurückliegenden Geschäftsjahr

2004 veränderte sich der bundesweite

Energiemarkt nicht nennenswert.

Die SWM Magdeburg positionierten

sich am Markt als sicherer und zuverlässiger

Energieversorger mit fairen

Preisen für die Region.

Die Anforderungen an die Unternehmensstruktur werden sich in absehbarer

Zeit ändern. Die ersten Vorbereitungen dazu begannen schon im Berichtsjahr.

Die konkreten Maßnahmen zur Entflechtung der Unternehmensbereiche Netz

und Vertrieb, das so genannte Unbundling, wurden durch den noch fehlenden

gesetzlichen Rahmen des Energiewirtschaftsgesetzes jedoch erschwert.

Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg war die Gründung einer eigenen 110-kV-

Netzgesellschaft, der HSN Magdeburg, gemeinsam mit der Avacon AG am

Jahresende 2003.

Die SWM verbesserten ihr Geschäftsergebnis gegenüber dem Vorjahr signifikant um

7 Mio. EUR auf 19,8 Mio. EUR. Dieser Erfolg resultiert aus einem erfolgreichen Kostenmanagement,

einer Steigerung der Umsatzaktivitäten und einmaligen Sondereffekten.

Dazu gehören Erlöse für Strom, Gas und Wärme aus den Vorjahren, Steuereffekte auf

Grund des Abschlusses der Betriebsprüfung für die Jahre 1994 bis 1998 und ein Vorteilsausgleich

für zurückliegende Jahre nach der Übernahme des 110-kV-Stadtringes. Notwendige

Teilwertabschreibungen von Anlagen, die zukünftig nicht mehr wirtschaftlich

zu betreiben sind, belasteten das Ergebnis.


WÄRME PERSONAL MHKW ROTHENSEE

3

Die Wertschöpfung der SWM verblieb überwiegend in der Region. Der Gewinnanteil von 10,7 Mio. EUR, der auf die

Landeshauptstadt als Hauptgesellschafter des Unternehmens entfällt, entspricht ca. 2,4 Prozent der Einnahmen ihres

geplanten Verwaltungshaushaltes für das Jahr 2005. Über 8 Mio. EUR gaben die SWM als Konzessionsabgabe an

Magdeburg weiter. Sie kauften im Geschäftsjahr Waren und Dienstleistungen in Höhe von 46,3 Mio. EUR vorzugsweise

von regionalen Unternehmen. Über 70 Prozent dieses Volumens ging an Unternehmen in Magdeburg und Sachsen-

Anhalt. Die SWM engagierten sich darüber hinaus für sportliche, soziale und kulturelle Projekte in der Elbestadt.

Beispielsweise unterstützten sie den Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V. in Magdeburg durch

die Förderung des MDR-Benefizkonzertes zur Erstellung eines neuen Wohnheimes.

Mit dem Baubeschluss zur 3. und 4. Verbrennungslinie

der MHKW Rothensee GmbH stellten die BKB Aktiengesellschaft

und die SWM Magdeburg im Jahr 2004 die

entscheidenden Weichen für die Zukunft der Müllentsorgung

in der Region. Diese größte nicht öffentlich geförderte

Investition in Sachsen-Anhalt ging im Berichtsjahr

mit den Linien 1 und 2 planmäßig in den Probe-Betrieb,

um zum 1. Juni 2005 offiziell zu starten.

Dieser Geschäftsbericht greift das zwölfhundertjährige

Jubiläum Magdeburgs als Thema auf, denn eine Chance

für die Zukunft der Stadt besteht darin, die historischen Entwicklungen

mit neuen Ideen in der Gegenwart fortzuführen.

So wie die SWM ihre junge, zwölfjährige Firmengeschichte

zum Beispiel mit Beteiligungen an anderen Unternehmen,

die im Folgenden kurz vorgestellt werden, erfolgreich fortschreiben.

Zukunftsorientiert geben die SWM auf diese

Weise innovative Impulse für die Stadt und die Region.

Winfried Schubert

Helmut Herdt

Johannes Kempmann


4 VORWORT STROM GAS WASSER

PREISWERT UND WETTBEWERBSFÄHIG AUFGESTELLT

STROM

Energiemarkt vor neuen Herausforderungen | Der Strommarkt in Deutschland unterliegt künftig der staatlichen Aufsicht

durch die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen. Damit stehen die

Energieversorgungsunternehmen vor der Herausforderung, sich auf die von der EU geforderte Trennung von Netz

und Vertrieb, das so genannte Unbundling, vorbereiten zu müssen. Das Gesetzgebungsverfahren gestaltet sich langwierig

und wurde im Jahr 2004 noch nicht abgeschlossen. Mit dem Inkrafttreten der Novelle des Energiewirtschaftsrechts

(EnWG) wird in der zweiten Jahreshälfte 2005 gerechnet.

Höhere Bezugspreise im Beschaffungsmarkt weitergegeben

| Der Strom-Gesamtabsatz erhöhte sich gegenüber

dem Vorjahr um 20,6 Prozent auf 1.099 GWh.

Ausschlaggebend war das signifikant höhere Volumen

des Stromhandels mit 233 gegenüber 42 GWh im Vorjahr.

Bei den Tarifkunden in Magdeburg sank der Absatz

gegenüber 387 GWh im Jahr 2003 auf 381 GWh im

Berichtsjahr. Bei unverändertem Umsatz in Höhe von

32 Mio. EUR lag der Stromabsatz bei den Sondervertragskunden

in Magdeburg mit 449 GWh gegenüber 452 GWh leicht unter Vorjahresniveau. Die Erlöse aus der Stromversorgung

stiegen auf 111,6 Mio. EUR. Dieser Anstieg resultiert aus dem deutlich gestiegenen Stromhandel und der

bezugskostenbedingten Anhebung der Preise. Die Umstellung von Drittlieferverträgen von Beistellung auf Netznutzung

senkte den Marktanteil der SWM von 92 auf 88 Prozent.

Unbundling: „... das buchhalterische, informatorische,

organisatorische und rechtliche Unbundling (Entflechtung)

des Übertragungs- und Verteilnetzes von den anderen

Wertschöpfungsstufen in vertikal und horizontal

integrierten Versorgungsunternehmen.“

Tarifkunden ME 2000 2001 2002 2003 2004

Absatz Mio. kWh 386 392 394 387 381

Anzahl 158.378 153.494 154.206 154.994 157.327

Sondervertragskunden ME 2000 2001 2002 2003 2004

Absatz Mio. kWh 442 463 474 452 449

Anzahl

Hochspannung 1 1 0 0 0

Mittelspannung 278 281 278 240 222

Niederspannung 453 406 397 419 454

Anzahl gesamt 732 688 675 659 676

Technische Kennzahlen ME 2000 2001 2002 2003 2004

Leitungsnetz Mittelspannung km 897 915 933 938 956

Leitungsnetz Niederspannung km 1.685 1.655 1.701 1.719 1.729

Anzahl Umspannwerke 16 16 17 16 16


WÄRME PERSONAL MHKW ROTHENSEE

5

20

15

10

5

0

Investitionen Strom

(Mio. EUR)

2000 2001 2002 2003 2004

Wettbewerbsfähige Strompreise | Im Zuge der dynamischen Marktentwicklung passten die SWM ihre Strompreise

für Privatkunden und Gewerbetreibende im Jahr 2004 an. Der Allgemeine Tarif Strom und die Stromprodukte

SWMprivat, SWMöko und SWMprofi gehören weiterhin zu den Stromangeboten in der Region, die attraktive Konditionen

bieten.

SWM Card neu aufgelegt | Die Kundenkarte der SWM startete im vierten Quartal 2004 in die nächsten zwei Jahre.

Die neu aufgelegte Freizeitkarte wurde bis Jahresende schon an über 30.000 Kunden ausgegeben. Zum Vergleich: Die

SWM Card 2003/04 besaßen Ende 2004 insgesamt 51.000 Magdeburger. Highlights der SWM Card: Fit in den Frühling

(1.000 Besucher), SWM City Sommerkino (25.000 Besucher), Zoo-Event (3.500 Besucher), Lichterfest (6.500 Besucher).

SWM Kundendaten qualitativ hochwertig

| Die Pflege der Daten der

über 150.000 Kunden der SWM kam

im Jahr 2004 auf den Prüfstand. Der

regionale Energiedienstleister erhielt

bei der qualitativen Überprüfung der

Abrechnungsdaten von der T-Systems

Nova GmbH ein „sehr gut“.

Netzsicherheit auf hohem Niveau | Die Hochspannungsnetze der Stadt

Magdeburg und des nördlichen Sachsen-Anhalt werden seit 1. Januar 2004

von der Netzgesellschaft HSN Magdeburg GmbH betrieben. Damit werden die

Kompetenzen der beteiligten Unternehmen Avacon AG und der Städtischen Werke

Magdeburg GmbH gebündelt und optimiert. Geprüfte Sicherheitsstandards

und vorausschauende Investitionen bestimmen langfristig die Planung, Wartung

und Instandhaltung der Stromnetze auf der 110-kV-Spannungsebene sowie

alle damit verbundenen Serviceleistungen und sonstigen technischen Dienste.

Das ist nicht zuletzt ein Erfolg, der

auf die langjährige Kompetenz der

SWM für Kundenabrechnungssysteme

verweist. Die SWM hatten als

einer der ersten Energiedienstleister

in den neuen Bundesländern das

Kundenabrechnungs- und Informationssystem

SAP-ISU eingeführt.

22,5

22

21,5

21

20,5

20

19,5

19

18,5

Strom-Durchschnittspreis in ct/kWh (brutto)

Avacon NS

EnBW

BVAG

PESAG

SW Magdeburg

SW Hannover

SW Burg

Avacon SA

DREWAG

DVV

SW Halberstadt

SW Leipzig

EV Halle

Yello

Haushaltskunden

mit einem Jahresverbrauch

von 1.800 kWh,

Stand 14.10.2004

18


HSN MAGDEBURG GMBH

HOCHSPANNUNG | Seit Anfang Januar 2004

betreibt die HSN die 110-kV-Netze der Stadt Magdeburg

und des nördlichen Sachsen-Anhalt effizient

unter einem gemeinsamen Dach | ENERGIE-

STRÖME VERNETZEN.


SWM MAGDEBURG HÄLT 25,1 % ANTEILE

ZAHLEN FÜR 2004

820 km 110-kV-Leitungen

60 110-kV-Schaltanlagen

230 Mio. EUR Umsatz

Die Region profitiert von den vorhandenen

Erfahrungen und Kompetenzen

bei der Instandhaltung und dem Betrieb

von Stromnetzen auf der 110-kV-

Spannungsebene.


6 VORWORT STROM GAS WASSER

MARKTGERECHTES PRODUKTPORTFOLIO

GAS

Noch kein Konsens über Weg in den

liberalisierten Erdgasmarkt | Nach

Inkrafttreten der EU-Richtlinie zum

Erdgasbinnenmarkt am 10. August

1998 und der Verbändevereinbarung

Gas II (VV II Erdgas) im Mai 2002

befindet sich der Erdgasmarkt weiterhin

in einem strukturellen Wandel.

Vor dem Hintergrund der praktischen Umsetzung der Liberalisierung des

Erdgasmarktes verhandeln alle Marktteilnehmer noch immer intensiv über

Lösungsmöglichkeiten. Auch im Jahr 2004 erzielten sie in entscheidenden

Punkten noch keinen Konsens. Ein Wechsel des Gasversorgers auf der

Grundlage der Verbändevereinbarungen blieb schwierig. Die Ursachen

liegen unter anderem in unzureichenden Netz-Zugangs-Regelungen und

spezifischen Bedingungen des Gastransportes.

Tarifkunden ME 2000 2001 2002 2003 2004

Absatz

H-Gas Mio. kWh 680 719 721 734 735

Flüssiggas Mio. kWh 2 2 2 2 2

Gesamt Mio. kWh 682 721 723 736 737

Sondervertragskunden ME 2000 2001 2002 2003 2004

Absatz H-Gas Mio. kWh 563 596 589 654 643

Anzahl H-Gas 518 581 571 580 596

Technische Kennzahlen ME 2000 2001 2002 2003 2004

Leitungsnetz Hochdruck km 207 208 206 204 204

Leitungsnetz Mitteldruck km 89 89 90 93 95

Leitungsnetz Niederdruck km 465 475 481 475 479

Erlösrückgang bei Sondervertragskunden | Der Erdgasabsatz im Jahr 2004 lag mit 1.380 GWh nur 10 GWh unter Vorjahresniveau,

was ausschließlich auf den Rückgang bei den Sondervertragskunden zurückzuführen ist. Mengen- und

preisbedingt fielen die Erlöse mit diesen Kunden um7 Prozent von 20,1 auf 18,7 Mio. EUR. Der Absatz an die Tarifkunden

stagnierte mit 737 GWh und führte durch die ölpreisbedingte Preisanhebung zum 1. Oktober 2004 zu einem zweiprozentigen

Umsatzplus von 29,4 auf 29,9 Mio. EUR. Der Gesamterlös aus der Gasversorgung entwickelte sich von 49,5

auf 48,6 Mio. EUR leicht rückläufig.


WÄRME PERSONAL MHKW ROTHENSEE

7

100.000

90.000

80.000

70.000

60.000

50.000

40.000

30.000

20.000

Erdgastankstelle:

Erdgasverkauf im

Jahr 2004 in kWh/

Monat

J F M A M J J A S O N D

Die erste Erdgastankstelle der SWM in Magdeburg wird seit ihrem Start im Mai 2003

immer häufiger genutzt. Die günstig am Jerichower Platz gelegene Erdgas-Tankstelle

konnte ihren Umsatz im Jahr 2004 mehr als verdreifachen.

Weltmarkt für Rohöl treibt Erdgaspreise in die Höhe |

Im Zuge der bundesweiten Anpassung an die gestiegenen

Rohölpreise auf dem Weltmarkt erhöhten auch die

SWM ihre Preise für den Allgemeinen Tarif Gas ab

1. Oktober 2004. Das Produkt SWMErdgas für Haushaltskunden

mit einem Festpreis für ein Jahr wurde ebenfalls

an die Marktentwicklung angeglichen. Es ist schon jetzt

absehbar, dass die Erdgaspreise auch in naher Zukunft

von den steigenden Ölpreisen auf dem Weltmarkt beeinflusst

werden.

Steigender Absatz an Erdgastankstelle | Zurzeit gibt es

in Magdeburg etwa 40 erdgasbetriebene Fahrzeuge,

Tendenz steigend. Rund 48 Tonnen Erdgas wurden auf

diese Weise im Jahr 2004 abgesetzt. Die Erdgastankstelle

versorgt – bildlich gesprochen – ca. 80 Einfamilienhäuser

im Jahr.

81

Salzwedel

188

80

71

190

71

Haldensleben

A 2

Halberstadt 81

Hecklingen-

Gänsefurth

Wernigerode

Quedlinburg

A 38

188

6

189

71

80

189

Stendal

A 14

Burg

71

184

A 2

A 14

1

Magdeburg

Bernburg

Dessau

Halle

A 9

Wittenberg

Kernberg

Jessen

Erdgastankstellen

in Sachsen-Anhalt

A 143

Weißenfels

Naumburg

A 9

91


WGS WASSER-GAS-SERVICE GMBH

DRUCKLEITUNGEN |

Die Ortsnetze für Trinkwasser

und Gas werden in regelmäßigen

Abständen vom Dienstleister

WGS auf mögliche

Materialermüdung und Lecks

überprüft | LEBENSADERN

ERHALTEN.


SWM MAGDEBURG HÄLT 100 % ANTEILE

ZAHLEN FÜR 2004

39 Mitarbeiter (31.12.2004)

23.324 km überprüfte Erdgasleitungen

2.245 km überprüfte Wasserleitungen

2,1 Mio. EUR Umsatzerlöse

Seit 2003 ist die WGS eine hundertprozentige

Tochter der SWM Magdeburg und prüft

bundesweit Erdgas- und Wasserleitungen

auf ihre Betriebssicherheit.


8 VORWORT STROM GAS WASSER

DIE REGION WIRTSCHAFTLICH VERSORGEN – SICHER ENTSORGEN

WASSER

Pro-Kopf-Verbrauch

Trinkwasser (Liter/Tag)

Privatkunden und

Kleingewerbe

125

100

75

2000 2001 2002 2003 2004

Absatz auf Jahresniveau 2002 | Der Trinkwasserabsatz

insgesamt lag mit 10,7 Mio. m 3 auf dem niedrigen Niveau

des Jahres 2002 und entwickelte sich gegenüber dem

Vorjahr leicht rückläufig. Er bewegte sich bei den Tarifkunden

von knapp 9,9 Mio. m 3 im Jahr 2003 auf 9,2 Mio. m 3

im Berichtsjahr. Ausschlaggebend war der geringere

Trinkwasserverbrauch bei fast unveränderter Einwohnerzahl

der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Der Pro-

Kopf-Verbrauch sank auf 111 Liter pro Tag im Jahr 2004

gegenüber 119 Litern im Vorjahr. Damit ist der bundesweite

Trend zum sparsameren Wasserverbrauch auch in

Magdeburg spürbar. Bei seit 1996 gleich bleibenden Preisen

reduzierten sich die Umsatzerlöse entsprechend von

21,5 Mio. EUR um 6 Prozent auf 20 Mio. Euro.

Verbürgte Spitzenqualität | Das Magdeburger Trinkwasser stammt aus den Grundwasservorkommen der Colbitz-

Letzlinger Heide und des Westfläming. Es wird von der Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH gewonnen und an

die SWM Magdeburg sowie 17 andere öffentliche Wasserversorger in Sachsen-Anhalt weitergeleitet. Natürliche

Wasserkreisläufe und filtrierende Bodenschichten bürgen für eine hervorragende Qualität. Wegen des relativ niedrigen

Salzgehaltes eignet sich dieses Wasser sowohl für den Einsatz im Haushalt als auch in der Industrie. Seine

natürlichen Inhaltsstoffe machen es zu einem gesunden und erfrischenden Genuss.

Trinkwasser

Tarifkunden ME 2000 2001 2002 2003 2004

Absatz 1.000 m 3 8.840 8.811 8.998 9.880 9.167

Sondervertragskunden ME 2000 2001 2002 2003 2004

Absatz 1.000 m 3 1.881 1.673 1.560 1.570 1.556

Technische Kennzahlen ME 2000 2001 2002 2003 2004

Versorgungsleitungen km 904 854 804 776 783

Anschlussleitungen km 269 280 289 290 293


WÄRME PERSONAL MHKW ROTHENSEE

9

Wirtschaftliches Abwasser-Entsorgungskonzept | Die Entscheidung für die Mitbehandlung

der Abwässer im Klärwerk Gerwisch bietet kommunalen Hoheitsträgern auf Grund

optimaler Synergien überzeugende Vorteile. Die anfallenden fixen Betriebskosten der

Abwasserentsorgung verteilen sich auf eine breitere Basis und fallen dadurch für den

einzelnen Kunden kostengünstiger aus. Die moderne Abwassertechnologie sichert zugleich

eine zukunftsfähige und auch langfristig wirtschaftliche Entsorgungslösung.

Klärwerk Gerwisch entsorgt auch

Abwässer der umliegenden Region |

Im Rahmen der Betriebsführung für

den Städtischen Abwasserbetrieb

Magdeburg (SAM) entsorgen die

SWM Magdeburg nicht nur die Abwässer

der Landeshauptstadt und

der Gemeinde Gerwisch.

Teilgebiete des

Wolmirstedter

Wasser- und

Abwasserzweckverbandes

(WWAZ)

Verwaltungsgemeinschaft

Möser (VGM)

Woltersdoarf

An das Klärwerk

Magdeburg/Gerwisch

angeschlossene

Gebiete

Von den insgesamt 16,2 Mio. m 3 Abwässern,

die im Jahr 2004 insgesamt

angefallen sind, entfielen 9 Prozent

auf Kommunen in der umliegenden

Region, die ihre Abwässer im Klärwerk

Gerwisch mitbehandeln ließen.

Landeshauptstadt Magdeburg

und Gerwisch

Abwasserkontor

Biederitz


TRINKWASSERVERSORGUNG MAGDEBURG GMBH

SPITZENQUALITÄT | Rund

810.000 Einwohner in Magdeburg

und Umgebung werden seit über

über einem Jahrzehnt von der

TWM mit dem wichtigsten Nahrungsmittel,

Trinkwasser, versorgt

| KREISLÄUFE BEWAHREN.


SWM MAGDEBURG HÄLT 29,8 % ANTEILE

ZAHLEN FÜR 2004

338 Städte und Gemeinden

werden von der TWM

mit Trinkwasser versorgt

21,2 Mio. EUR Umsatzerlöse

726 km Rohrnetz zur

Wasserverteilung

Jedes Jahr stellen die SWM Magdeburg

gemeinsam mit der Ausbildungsgesellschaft

der TWM dringend in der Region

benötigte Lehrstellen für junge Menschen

im zukunftssicheren Bereich der Wasserwirtschaft

bereit.


10 VORWORT STROM GAS WASSER

BEDARFSORIENTIERT UND MODERN AGIEREN

WÄRME

Umsatzerlöse gesunken | Der Wärmeabsatz ist im Jahr 2004 um 6 Prozent auf rund 590 GWh gesunken. Diese Entwicklung

ist zum einen auf die warme Witterung zurückzuführen und zum anderen auf den hohen Leerstand insbesondere

in den Plattenbausiedlungen. Die Erlöse aus der Wärmeversorgung sanken um 0,9 Mio. EUR auf 38,1 Mio. EUR.

Sondervertragskunden ME 2000 2001 2002 2003 2004

Absatz Wärme Mio. kWh 595 672 658 625 590

Technische Kennzahlen 2000 2001 2002 2003 2004

Anzahl dezentrale Wärmeerzeugungsanlagen

906 1.035 980 963 940

Anzahl Haus-/Übergabestationen 2.085 2.224 2.120 2.083 2.048

Steigende Belastungen durch Rückbau technischer Infrastruktur | Gemeinsam

mit den Partnern der Wohnungswirtschaft und der Landeshauptstadt

arbeiten die SWM Magdeburg intensiv an einer tragfähigen Lösung für einen

geordneten Um- und Rückbau der Stadtteile. Sie investierten seit ihrem Bestehen

Beträge in Millionenhöhe für die Erneuerung und den Ausbau der

städtischen Infrastruktur, um den Wirtschaftsstandort Magdeburg wettbewerbsfähig

zu machen. Der Stadtumbau und der damit verbundene Rückbau

stellt die SWM vor neue unternehmerische Herausforderungen. Es ist absehbar,

dass sich die steigenden Belastungen durch den Rückbau nur unzureichend

mit den bisherigen Förderinstrumenten

zum Stadtumbau Ost

und zum Wohnungsrückbau bewältigen

lassen. Um dem zunehmenden

Kostendruck durch den Rückbau zu

begegnen, ist vielmehr eine eigenständige

Förderfähigkeit für Leitungssysteme

der Ver- und Entsorgungswirtschaft

gefragt.


WÄRME PERSONAL MHKW ROTHENSEE

11

Anpassung des Wärmenetzes | Die SWM passen ihr Wärmenetz in den geplanten Stadtumbau-Projekten

an die neuen Erfordernisse an und gestalten es entsprechend um.

Je nach den konkreten Ausgangsbedingungen vor Ort wurden dabei geringer dimensionierte

Leitungssysteme errichtet oder eine Leitungsumverlegung nötig.

Schwerpunkt-Investitionen

im Jahr 2004 |

415 TEUR Ablösung der Wärmeinsel-

Netze durch Fernwärme: Weitlingstraße,

Kleine Schulstraße und

Wallonerberg

300.000

250.000

200.000

150.000

100.000

Bevölkerungsentwicklung

der

Stadt Magdeburg

(Hauptwohnsitz)

360 TEUR Sanierung von zentralen

Anlagen zur Warmwasserbereitung

im Fernwärmegebiet Magdeburg

460 TEUR Wärme-Neuanschlüsse:

Cruciger Straße, Bördegarten,

Hermann-Bruse-Platz,

Johannes-R.-Becher-Straße,

Ringfurther Weg

20

18

16

14

12

10

1994 1996 1998 2000 2002 2004

Langjähriges Mittel

Monatsmittel

Lufttemperatur 2004

Temperaturen

in Magdeburg

150 TEUR Austausch der bisherigen

Fernwärmeleitung gegen erdverlegtes

Verbundsystem im Ringfurther Weg

8

6

4

2

80 TEUR Einbindung des MHKW

Rothensee durch Rohrleitung zum

Heißwassererzeuger Rothensee

0

-2

J F M A M J J A S O N D


MAGDEBURGER GAS- UND WASSERZÄHLER GMBH

PRÄZISIONSARBEIT | Die Produktion, Wartung

und Überprüfung von Gas- und Wasserzählern am

Standort Magdeburg-Sudenburg ist das Tagesgeschäft

der Magdeburger Gas- und Wasserzähler GmbH

| DURCHFLÜSSE MESSEN.


SWM MAGDEBURG HÄLT 24,9 % ANTEILE

ZAHLEN FÜR 2004

110 Tsd. Wasserzähler (Fertigung,

Reparatur und Eichung)

34 Tsd. Gaszähler (Reparatur

und Eichung)

26 Tsd. Zählerwechsel Strom,

Gas und Wasser

Zehn Mitarbeiter der SWM Magdeburg

wechselten bereits 2003 direkt

zur Magdeburger Gas- und Wasserzähler

GmbH. Anfang 2004 folgte

nun die Investition in die regionale

Kooperation mit dem Kauf von Gesellschaftsanteilen

durch die SWM

Magdeburg.


12 VORWORT STROM GAS WASSER

REGIONAL UND ZUKUNFTSFÄHIG

PERSONAL

Die Entwicklung des Personalbestandes | Die Anzahl

der Mitarbeiter verringerte sich entsprechend der SWM

Mittelfristplanung gegenüber dem Vorjahr geringfügig

um 16 und lag zum 31.12.2004 bei 739 Beschäftigten.

Die Personalaufwendungen reduzierten sich um rund

0,8 Mio. EUR trotz gestiegener Tarife auf Grund des geringeren

Rückstellungsbedarfes an Vorsorgeleistungen für

Vereinbarungen zum Vorruhestand.

Personal-Dienstleistungen für Dritte in der Region |

Das SWM Personalmanagement bietet seine Kompetenzen

schon länger erfolgreich Unternehmensbeteiligungen

in der Region an. Im Jahr 2004 lief die Abrechnung

des Personals der Stadtwerke Stendal, der MHKW

Rothensee GmbH und der WGS Wasser-Gas-Service

GmbH über die SWM. Auch in Fragen der Auswahl,

Entwicklung und Weiterbildung von Mitarbeitern unterstützten

die SWM die MHKW Rothensee GmbH in der

Aufbauphase.

Im Ausbildungsbereich wurde die Kooperation mit den

Magdeburger Verkehrsbetrieben GmbH und der Ausbildungsgesellschaft

Wasserwirtschaft mbH fortgesetzt.

Ausbildung mit Zukunft | Die Zahl der Auszubildenden lag mit 52 bei einer Quote von

7 Prozent der Belegschaft über dem bundesweiten Durchschnitt. Mit diesem Engagement

setzt sich der Energiedienstleister SWM auch über den eigenen Bedarf dafür ein,

dass junge Menschen in der Region eine Zukunftsperspektive entwickeln können.

Im Jahr 2004 absolvierten 16 Auszubildende erfolgreich ihre Ausbildung und erhielten

befristete Arbeitsverträge.

Spartenübergreifende Netzkompetenzen | Verantwortung und Kompetenz der Mitarbeiter im

Netzbereich werden sich in absehbarer Zeit umfassend ändern. Im Energiemarkt mit getrennten

Unternehmensbereichen Netz und Vertrieb werden spartenübergreifende Zusatzqualifizierungen

erforderlich. 16 Gas-Facharbeiter begannen deshalb im Jahr 2004 ihre Weiterbildung zum Facharbeiter

Wassernetz nach den Anforderungen der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches

e.V. (DVGW), die sie im Frühjahr 2005 erfolgreich abschlossen.


WÄRME PERSONAL MHKW ROTHENSEE

13

Kick-off: neues Ausbildungsmodul

für optimalen Start | Teamfähigkeit

und Kommunikation gehören zu den

Schlüsselqualifikationen, ohne die

Mitarbeiter und Unternehmen auf

Dauer nicht erfolgreich sind. Das gilt

umso mehr für die Jugendlichen,

die bei SWM als Auszubildende nach

der Schule einen neuen Lebensabschnitt

beginnen und sich im Berufsleben

zunächst orientieren müssen.

Die Personalentwicklung hat hier im

Jahr 2004 mit einer Kick-off-Woche

erstmals einen Weg beschritten, der

Signalwirkung hat. 15 Auszubildende

lernten in Informationsrunden nicht

nur ihren neuen Arbeitgeber besser

kennen. Sie erfuhren beim Outdoor-

Training im Magdeburger Rotehornpark

auch, dass sie gemeinsam

Probleme lösen können.

Arbeitssicherheit auf hohem Niveau | Für das Jahr 2004 ergibt sich eine ausgeglichene

Unfallbilanz. Schwerwiegende Unfälle blieben aus, die meldepflichtigen

Arbeits- und Wegeunfälle erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr

nur leicht.

Die Teilnahme der SWM an der Aktion „Sicherer Auftritt“ der Berufsgenossenschaften

reduzierte die Stolperunfälle gegenüber den zurückliegenden Jahren

um 39 Prozent. Damit wurde der von der Berufsgenossenschaft angestrebte

Wert von 15 Prozent deutlich überschritten.

Betriebliche Gesundheitsförderung | Motivation und Leistungsfähigkeit der

Mitarbeiter lassen sich durch gezielte betriebliche Gesundheitsförderung

positiv beeinflussen. Die präventive arbeitsmedizinische Betreuung förderte

auch im Jahr 2004 den Gesundheitsschutz und die Arbeitssicherheit im Unternehmen.

Die Krankenkassen Barmer und AOK berieten im Rahmen der betrieblichen

Gesundheitswoche SWM Mitarbeiter gezielt an ihren Informationsständen

im Haus der SWM. Diese Aktion fand eine überdurchschnittlich

positive Resonanz.

Personal 2000 2001 2002 2003 2004

Gewerbliche Arbeitnehmer 312 308 299 260 255

Angestellte 501 496 481 495 484

Gesamt 813 804 780 755 739

Mitarbeiter SWM

Stand am 31.12. des

jeweiligen Jahres

Auszubildende 2000 2001 2002 2003 2004

Einstellungen 17 15 14 19 15

Beendigungen 29 16 16 17 16

Anzahl 54 53 51 53 52


MDCC MAGDEBURG-CITY-COM GMBH

KOMMUNIKATION | Als

regionaler Telekommunikations-

Dienstleister versorgt MDCC die

Menschen in und um Magdeburg

mit innovativen und kostensparenden

Angeboten: vom einfachen

Telefonanschluss bis zum modernen

High-Speed-Internet-Zugang

| INFORMATIONSSTRÖME

LENKEN.


SWM MAGDEBURG HÄLT 49 % ANTEILE

ZAHLEN FÜR 2004

38 Tsd. Kunden

42 Mitarbeiter

9 Mio. EUR Umsatzerlöse

Die SWM Magdeburg investieren

in den Auf- und Ausbau modernster

Telekommunikations-Netze für eine

nachhaltige Verbesserung der regionalen

Kommunikations-Infrastruktur.


14 VORWORT STROM GAS WASSER

EINE DER GRÖSSTEN UND MODERNSTEN ANLAGEN

ZUR ABFALLVERBRENNUNG BUNDESWEIT

MHKW ROTHENSEE

2004: Kapazitätserweiterung um die Linien 3 und 4 | In

Magdeburg-Rothensee entsteht eine der größten und

modernsten Anlagen zur thermischen Abfallbehandlung

bundesweit. Im Mai 2004 beschlossen die Gesellschafter

der MHKW Rothensee GmbH, die Anlage um eine 3. und

4. Verbrennungslinie zu erweitern. Die BKB Aktiengesellschaft

und die SWM Magdeburg investieren zusätzlich

zu der 1. und 2. Linie weitere 125 Mio. EUR. Damit fließen

private Investitionen in Höhe von insgesamt 250 Mio. EUR

in den Standort Magdeburg-Rothensee. Die ursprünglich

geplante Behandlungskapazität verdoppelt sich auf mehr

als 630.000 Tonnen jährlich. Nach weniger als sechs

Monaten wird der Bau der Linien 3 und 4 bereits im September

2004 genehmigt.

Rechtzeitig zum 1. Juni 2005 geht die 1. und 2. Linie der

MHKW Rothensee GmbH in Betrieb. Ab diesem Zeitpunkt

dürfen Abfälle entsprechend der Technischen Anleitung

Siedlungsabfälle (TASi) nicht mehr unvorbehandelt auf

Deponien abgelagert werden.

Arbeitsplätze und Energie für die Region | Die MHKW Rothensee GmbH nutzt geschickt

die Synergien und Kompetenzen vor Ort, um mit wettbewerbsfähigen Angeboten die

Wertschöpfung in der Region und in Sachsen-Anhalt zu sichern.

Von entscheidender Bedeutung sind dabei die hervorragenden logistischen Standortbedingungen

sowie die gleichzeitige Erzeugung von Fernwärme und Strom aus der Müllverbrennung. Die BKB

Aktiengesellschaft (51% Kapitalanteile) und die SWM Magdeburg (49 % Kapitalanteile) gewährleisten

als starke Partner das hohe Maß an Entsorgungssicherheit. Der Generalunternehmer für

den Neubau ist die Alstom Power Conversion GmbH. In der End-Ausbaustufe entstehen mit dem

MHKW in der Region insgesamt rund 300 direkte und indirekte Arbeitsplätze. Davon entfallen auf

die 3. und 4. Linie rund 100 neue Arbeitsplätze.

Die bei der Abfallverbrennung gewonnene Energie versorgt insgesamt 44.000 Magdeburger

Haushalte mit Fernwärme. Das MHKW speist außerdem etwa 370.000 MWh elektrische Energie

in das städtische Netz der SWM.


WÄRME PERSONAL MHKW ROTHENSEE

15

Gewerbeabfälle aus

Mecklenburg-Vorpommern

Einzugsgebiet des

Müllheizkraftwerkes

Rothensee

GF

SDL

Restmüll aus Niedersachsen

(LK Gifhorn, Peine,

Wolfenbüttel) 107.000 t

PE

WF


OK

MD

SBK

JL

Magdeburg

Gewerbeabfälle

aus Brandenburg

ASL

BBG

KÖT

DE

BTF

Gewerbeabfälle aus Thüringen

Gewerbeabfälle

aus Sachsen

Höhepunkte im Jahr 2004 |

Februar:

Das MHKW erhält den Zuschlag zur Restmüllentsorgung vom Landkreis Bernburg

Mai:

BKB Aktiengesellschaft und SWM Magdeburg investieren weitere 125 Mio. EUR

in die Linien 3 und 4

Der Abfallzweckverband Anhalt Mitte beauftragt das MHKW

Juni:

Der Landkreis Bitterfeld beauftragt das MHKW mit der Restmüllentsorgung

Ende September: Baubeginn für die Linien 3 und 4

Ausblick |

Mitte Januar 2005:

Inbetriebnahme; die Landeshauptstadt Magdeburg liefert erste Müllproben

Mitte Februar 2005:

Start für das erste Müllfeuer

1. Juni 2005: Start des Regelbetriebs der Linien 1 und 2 des MHKW

Regionale und überregionale Restmüll-Entsorgung | Eine Vielzahl privater Entsorgungsgesellschaften

entsorgt ab 2005 ebenfalls im Müllheizkraftwerk Rothensee. Die Magdeburger

Anlage ist damit die wesentliche Säule der zukünftigen Restabfallentsorgung in Sachsen-

Anhalt.


STADTWERKE-ALTMÄRKISCHE-GAS-WASSER-

UND ELEKTRIZITÄTSWERKE GMBH

PARTNERSCHAFT | Die Stadt Stendal in der Altmark

und ihre ca. 38.000 Einwohner werden von den 1990 wieder

gegründeten Stadtwerke-Altmärkische-Gas-Wasser- und Elektrizitätswerke

GmbH zuverlässig mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme

versorgt | AKTIV IN DER REGION.


SWM MAGDEBURG HÄLT 37,45 % ANTEILE

ZAHLEN FÜR 2004

23 Tsd. Haushalts- und

Gewerbekunden (Strom)

44 Mio. EUR Umsatzerlöse

70 Mitarbeiter (31.12.2004)

Mit der Beteiligung der SWM Magdeburg

und der Avacon AG zu jeweils 37,45 % an

den Stadtwerken Stendal wurden weitreichende,

innerbetriebliche Optimierungsprozesse

in Gang gesetzt.


16 BERICHT LAGEBERICHT BILANZ GEWINN/VERLUST

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

AN DIE GESELLSCHAFTERVERSAMMLUNG

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2004 von der

Geschäftsführung regelmäßig schriftlich und mündlich

über die Entwicklung des Unternehmens, die Lage der

Gesellschaft und die Vorgänge von erheblicher Bedeutung

unterrichten lassen.

Im Berichtszeitraum trat der Aufsichtsrat zu vier Sitzungen

zusammen. Er hat die Geschäftsführung überwacht

und die ihm nach Gesetz und Gesellschaftervertrag

obliegenden Entscheidungen getroffen.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

für das Geschäftsjahr 2004 sind von der BDO

Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft

geprüft und mit dem uneingeschränkten

Bestätigungsvermerk versehen worden.

Die Prüfung des Jahresabschlusses und des

Lageberichtes durch den Aufsichtsrat hat

ebenfalls keine Beanstandungen ergeben.

Der Aufsichtsrat hat dem Prüfungsergebnis

des Abschlussprüfers zugestimmt und den

Jahresabschluss gebilligt.

Im Berichtsjahr schied Herr Prof. Dr. Hartmut

Griepentrog, Vorstandsvorsitzender der

Gelsenwasser AG zum 31.07.2004 aus.

Seine Nachfolge trat am 01.08.2004 Herr Dr.

Manfred Scholle, Vorstandsvorsitzender der

Gelsenwasser AG an. Der Aufsichtsrat dankt

Herrn Prof. Dr. Griepentrog für seine engagierte

Mitarbeit.

Magdeburg, den 29. April 2005

Der Aufsichtsrat

Dr. Lutz Trümper,

Vorsitzender des Aufsichtsrates


ANHANG BESTÄTIGUNGSVERMERK IMPRESSUM 17

LAGEBERICHT | GESCHÄFTSJAHR 2004

JAHRESABSCHLUSS | ZUM 31. DEZEMBER 2004

LAGEBERICHT 18 - 25

BILANZ 26 - 27

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 28

ANHANG 29 - 43

BESTÄTIGUNGSVERMERK 44 - 45


18 BERICHT LAGEBERICHT BILANZ GEWINN/VERLUST

GESCHÄFTSJAHR 2004

LAGEBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland verlief in 2004 enttäuschend. Zwar erhöhte

sich das Bruttoinlandsprodukt um 1,7 % und damit deutlich stärker als in den vergangenen Jahren – angesichts der

Entwicklung der Weltwirtschaft insgesamt ist dies jedoch ein vergleichsweise schlechtes Ergebnis. Hinzu kommt,

dass der Außenhandel maßgeblich am Wachstum beteiligt war, während der Binnenhandel im Wesentlichen stagnierte.

Die Arbeitslosigkeit blieb auf hohem Niveau und stieg zum Jahresende nochmals deutlich an.

Für Sachsen-Anhalt sehen die Ergebnisse noch schlechter aus. Das Bruttoinlandsprodukt stieg in unserer Region

nur um 1,1 % – Sachsen-Anhalt nimmt damit nur den 12. Platz ein und liegt unter dem Durchschnitt der ostdeutschen

Bundesländer (1,5 %). Sachsen-Anhalt zählt insbesondere bei der Arbeitslosigkeit weiterhin zu den Schlusslichtern.

Das Versorgungsgebiet der Städtische Werke Magdeburg GmbH (SWM Magdeburg) umfasst i. W. das Gebiet der

Landeshauptstadt Magdeburg mit einer Fläche von 201 km 2 . Die Anzahl der Einwohner ist gegenüber dem Vorjahr

nur geringfügig auf 226.630 Einwohner zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 18,5 % auf 20,4 %.

ALLGEMEINE ENTWICKLUNG IN DEN EINZELNEN GESCHÄFTSFELDERN

SWM Magdeburg hat ihre Position als leistungsstarker

Energiedienstleister in der Region weiter gefestigt. Sie ist

nach wie vor deutlich der Marktführer in der Versorgung

mit Strom, Gas, Wasser und Wärme in Magdeburg. Mit

den Beteiligungen – insbesondere dem fortschreitenden

Bau des Müllheizkraftwerkes Rothensee – setzt SWM

Magdeburg deutliche Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung

im nördlichen Sachsen-Anhalt.

SWM Magdeburg hat sich im Rahmen der Liberalisierung

der Stromversorgung und der zu erwartenden Rahmenbedingungen

durch die Novellierung des Energiewirtschaftsrechtes

zielstrebig den sich ändernden Wettbewerbsbedingungen

angepasst. Die Kundenverluste konnten durch

wettbewerbsfähige Preise und die intensive Kundenbetreuung

in Grenzen gehalten werden. Der Stromhandel

außerhalb des Versorgungsgebietes konnte im Geschäftsjahr

2004 weiter ausgebaut werden.


ANHANG BESTÄTIGUNGSVERMERK IMPRESSUM 19

Die Liberalisierung hat sich auf den Gasmarkt für SWM

Magdeburg bisher nicht ausgewirkt. Kundenverluste

waren in 2004 nicht zu verzeichnen. Der Gasabsatz entwickelte

sich in 2004 rückläufig. Dies ist im Wesentlichen

der Tatsache geschuldet, dass der Einsatz von Gas nahezu

ausschließlich zu Zwecken der Wärmeversorgung und

in geringem Maße zur Stromerzeugung in Zusammenhang

mit BHKW-Anlagen dient und damit eine starke Klimaabhängigkeit

zu verzeichnen ist. Produktionswärme wird

nur in wenigen Unternehmen benötigt.

Nach dem positiven Trend beim Trinkwasserverbrauch in

2003 hat sich der Wasserbedarf in 2004 wieder rückläufig

entwickelt. Der Absatz ging trotz der seit 1996 unveränderten

Trinkwasserpreise und moderater Abwassergebühren

um rd. 6 % zurück. Die Trinkwasserqualität des

Wassers aus der Colbitzer Heide zählt nach wie vor zu

der besten in Europa.

Der Wärmemarkt entwickelte sich rückläufig. Ausschlaggebend

hierfür ist der hohe Leerstand in den vorwiegend

fernwärmebeheizten Plattenbauten. Im Rahmen des Stadtumbaus

Ost wurden umfangreiche Abrissarbeiten durch

die Wohnungswirtschaft getätigt, die sich auf die Wärmesparte

auswirkten. Im Rahmen des Stadtumbaus sollen

bis 2009 rund 20.000 Wohnungseinheiten in der Landeshauptstadt

vom Markt genommen werden. In enger

Zusammenarbeit mit den Partnern der Wohnungswirtschaft

und der Landeshauptstadt sucht SWM Magdeburg

weiterhin mit ihren Angeboten für Nutzwärme nach marktgerechten

Lösungen.

SWM Magdeburg hat auch mit ihren Beteiligungen die regionale Präsenz deutlich verstärkt.

Der Bau der Linien 1 und 2 des Müllheizkraftwerkes Rothensee – SWM Magdeburg ist hieran mit 49 % beteiligt –

befindet sich in der Endphase. Termingerecht zum 1. Juni 2005 wird der Betrieb aufgenommen werden. Rd. 300.000

Tonnen Müll aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen werden dann jährlich umweltgerecht entsorgt. Die Erweiterung

auf eine Kapazität von über 600.000 Tonnen durch zwei weitere Verbrennungslinien schreitet sichtbar voran. Die

Fertigstellung wird im Herbst 2006 erfolgen.

Als Gesellschafter der Stadtwerke – Altmärkische Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke GmbH in Stendal (37,45 %) ist

SWM Magdeburg maßgeblich an der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens beteiligt. Trotz sehr schwieriger

Rahmenbedingungen durch Bevölkerungsrückgang und stagnierende wirtschaftliche Entwicklung konnten deutliche

Fortschritte erreicht werden.

Die Hochspannungsnetze Magdeburg GmbH (HSN), ein Tochterunternehmen der Avacon AG (74,9 %) und der SWM

Magdeburg (25,1 %), hat ihr erstes volles Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen. Die Gesellschaft betreibt die

110-kV-Netze im nördlichen Sachsen-Anhalt.


20 BERICHT LAGEBERICHT BILANZ GEWINN/VERLUST

Geändert hat sich die Gesellschafterstruktur der MDCC Magdeburg-City-

Com GmbH (MDCC). Nunmehr sind die ewt communications GmbH mit 51 %

und die SWM Magdeburg mit 49 % beteiligt. Zusammen mit der ewt – einem

der großen deutschen Kabelnetzbetreiber – versorgt die MDCC nunmehr

50.000 Haushalte in Magdeburg mit Telekommunikationsdiensten. Dazu zählen

neben dem Angebot von Kabel-TV auch Highspeed-Internet, Datendienste

und Telefonanschlüsse über das TV-Kabel. ewt wird das technische und vertriebliche

Know-how der MDCC für Kabelnetze außerhalb Magdeburgs nutzen

und Spezialwissen zur IP-Telefonie auch anderen Netzbetreibern verfügbar

machen.

Neu hinzugekommen ist im Geschäftsjahr

2004 die 24,9 %ige Beteiligung

der SWM Magdeburg an der

Magdeburger Gas- und Wasserzähler

GmbH (MWZ). Die MWZ ist ein

bundesweit anerkannter Hersteller

von Gas- und Wasserzählern und

bietet darüber hinaus umfangreiche

Dienstleistungen im Zusammenhang

mit dem Zählerwesen an.

GESCHÄFTSVERLAUF UND ERTRAGSLAGE

Die SWM Magdeburg hat durch zielstrebige Maßnahmen der Kostensenkung und der Umsatzerhöhung ihr Geschäftsergebnis

im Jahre 2004 deutlich verbessern können. Das Geschäftsjahr 2004 wird mit einem Jahresüberschuss in

Höhe von 19,8 Mio. EUR abgeschlossen. In der Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von immerhin

7 Mio. EUR nach Steuern spiegeln sich auch eine Reihe von Sondereffekten wieder:

Für Strom, Gas und Wärme waren Erlöse aus Vorjahren in Höhe von 7,5 Mio. EUR zu verzeichnen. Die abgeschlossene

Betriebsprüfung für den Zeitraum 1994 bis 1998 wirkt sich insgesamt mit rd. 3 Mio. EUR ergebnisverbessernd aus. Im

Rahmen der erfolgten Übernahme des 110-kV-Stadtringes wurde ein abschließender Vorteilsausgleich in Höhe von

2,2 Mio. EUR für zurückliegende Jahre erzielt. Notwendige Teilwertabschreibungen für zukünftig nicht mehr wirtschaftlich

zu betreibende Anlagen belasten das Ergebnis mit insgesamt 10,4 Mio. EUR.

Umsatz und Absatz | Die Erlöse aus der Stromversorgung

stiegen im Geschäftsjahr 2004 auf 111,6 Mio. EUR

an. Ausschlaggebend für den Anstieg sind der deutlich

gestiegene Stromhandel und bezugskostenbedingte

Anhebungen der Preise für Tarif- und Sonderkunden.

Die Stromhandelsmenge erhöhte sich von 41,5 GWh in

2003 auf 233 GWh im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die

Netzlast überschritt erstmals in der SWM-Geschichte

die 1-TWh-Marke. Der Gesamtverbrauch in der Landeshauptstadt

stieg um 2,4 % auf 959 GWh an – der Marktanteil

der SWM Magdeburg ging bedingt durch die Umstellung

von Drittlieferverträgen von Beistellung auf Netznutzung

von 92 % auf 88 % zurück. Der Rückgang betraf im

Wesentlichen Sonderkunden – bei den Tarifkunden war

lediglich ein Rückgang von 97 % auf 96 % zu verzeichnen.

Die Allgemeinen Tarife und die Produkte SWMprivat und

SWMprofi zählen zu den günstigsten in der Region.

Außerhalb des eigenen Netzgebietes blieb der Absatz

mit 21 GWh konstant.


ANHANG BESTÄTIGUNGSVERMERK IMPRESSUM

21

Die Umsatzerlöse aus der Gasversorgung entwickelten sich leicht rückläufig. Wurden in 2003

noch rd. 49,5 Mio. EUR erlöst, waren es in 2004 nur 48,6 Mio. EUR. Ausschlaggebend hierfür sind

die Rückgänge bei Sonderkunden.

Die berechnete Abgabe ist um 10 GWh auf 1.380 GWh zurückgegangen und betrifft ausschließlich

Sonderkunden. Zum Beginn des Gasjahres 2004/2005 mussten die Allgemeinen Tarife durchschnittlich

um rd. 6 % angehoben werden, da die Bezugskosten ölpreisbedingt angestiegen sind.

Die Sonderkunden werden vertragsgemäß anhand ölpreisbasierter Preisgleitklauseln abgerechnet.

Die Wärmelieferungen haben sich rückläufig entwickelt. Wurden im Geschäftsjahr 2003 noch

625 GWh an Kunden abgegeben, belief sich die Wärmeabgabe in 2004 auf rd. 590 GWh. Neben

temperaturbedingten Absatzverlusten ist der Rückgang im Wesentlichen dem hohen Leerstand

in den Plattenbausiedlungen geschuldet. Die Erlöse aus der Wärmeversorgung sanken um

0,9 Mio. EUR auf 38,1 Mio. EUR.

Die Trinkwasserpreise im Versorgungsgebiet der SWM Magdeburg sind seit 1996 unverändert.

Der positive Trend beim Wasserverbrauch 2003 hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht

fortgesetzt. Mengenbedingt gingen die Umsatzerlöse von 21,5 Mio. EUR auf 20,1 Mio. EUR zurück.

Der Trinkwasserabsatz lag mit 10,7 Mio. m 3 auf dem niedrigen Niveau des Jahres 2002.

Die sonstigen Umsatzerlöse – insbesondere Betriebsführungsentgelte, Erträge aus der Auflösung

von Zuschüssen und Entgelte für sonstige Dienstleistungen – haben sich gegenüber dem Vorjahr

auf 27,2 Mio. EUR erhöht.

Materialaufwand | Der Materialaufwand insgesamt ist

vor allem durch gestiegene Strombeschaffungskosten um

2,6 Mio. EUR auf 118,5 Mio. EUR gestiegen. Die Erhöhung

der Strombezugskosten ist auf die höhere Stromhandelsmenge

und den angestiegenen Strombezugspreis zurückzuführen.

Die Gasbezugskosten gingen gegenüber dem

Vorjahr sowohl mengen- als auch ölpreisbedingt zurück.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen konnten von

12,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 9,8 Mio. EUR reduziert werden.

Personalaufwendungen | Die Personalaufwendungen

reduzierten sich im Geschäftsjahr 2004 bei leicht rückläufiger

Anzahl von Mitarbeitern und gestiegenen Tarifen

um rd. 0,8 Mio. EUR. Der Rückgang resultiert nahezu ausschließlich

aus einem geringeren Rückstellungsbedarf für

Vorsorgeaufwendungen im Hinblick auf abgeschlossene

Vorruhestandsvereinbarungen. 1,2 Mio. EUR wurden den

Rückstellungen für Sozialplanverpflichtungen zugeführt.


22 BERICHT LAGEBERICHT BILANZ GEWINN/VERLUST

Abschreibungen | Die Abschreibungen in Höhe von 37,5 Mio. EUR liegen rund 8,8 Mio. EUR über dem Niveau des

Vorjahres. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen mit rd. 30,5 Mio. EUR nur

geringfügig unter den Planungen. Allerdings mussten für eine Reihe von Anlagen außerplanmäßige Abschreibungen

auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen werden, da die betroffenen Anlagen mittelfristig nicht mehr

wirtschaftlich betrieben werden können. Dies betrifft insbesondere wasser- und wärmetechnische Anlagen im

Wohngebiet Neu Olvenstedt, welches am stärksten vom Stadtumbau betroffen sein wird, sowie die Heißwassererzeuger

(HWE) in Rothensee und Mitte. Die Fernwärmeversorgung durch die HWE wird mit der Inbetriebnahme des

MHKW Rothensee sukzessive abgelöst. Die HWE dienen dann im Wesentlichen als Havariereserve.

Sonstige betriebliche Aufwendungen | Die sonstigen

betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr

2004 nur geringfügig auf 24,4 Mio. EUR. Hiervon betreffen

rd. 8,2 Mio. EUR die Konzessionsabgaben für Strom

und Gas. Konzessionsabgaben für Trinkwasser bzw.

Gestattungsentgelte für die Fernwärmeversorgung sind

nicht zu leisten.

Finanzergebnis | Das Finanzergebnis konnte im Geschäftsjahr

2004 deutlich verbessert werden. Verlustübernahmen

aus Beteiligungen – wie im Vorjahr – waren nicht zu verzeichnen.

Erstmals konnten, wenn auch geringe, Beteiligungserträge

verzeichnet werden. Das Finanzergebnis

betrug -5,6 Mio. EUR.

Neben konsequenten Maßnahmen zur Zinsoptimierung

hat dazu vor allem die weitere Senkung der Forderungen

beigetragen.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2004 von 479,4 Mio. EUR auf 474,2 Mio. EUR verringert.

Wie branchenüblich ist das Anlagevermögen größter Aktivposten. Für das abgelaufene Geschäftsjahr standen

Anlagenzugängen in Höhe von 49,0 Mio. EUR Abschreibungen von 37,4 Mio. EUR gegenüber. Die Telekommunikationsnetze

wurden im Rahmen eines sale-and-lease-back-Geschäftes veräußert – der Wertumfang betrug rd. 12,0 Mio.

EUR. Die Anlagenzugänge betreffen mit 30,5 Mio. EUR Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

sowie mit 18,5 Mio. EUR Finanzanlagen. Die Investitionen in Sachanlagen haben sich gegenüber den

Vorjahren erhöht. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass zum 01.01.2004 der 110-kV-Ring in Magdeburg von der Avacon

AG übernommen wurde und nunmehr auch die notwendigen Investitionen durch die SWM Magdeburg zu leisten

sind. Allein für Maßnahmen im 110-kV-Netz und an den entsprechenden Umspannanlagen wurden rd. 1,7 Mio. EUR

investiert.


ANHANG BESTÄTIGUNGSVERMERK IMPRESSUM

23

Die Zugänge bei den Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen die anteilige Finanzierung des MHKW Rothensee.

Darüber hinaus ergaben sich Finanzanlagen aus dem Beteiligungserwerb der MWZ sowie aus der Umfinanzierung

bei der MDCC.

Das Umlaufvermögen hat sich mit 58,6 Mio. EUR (Vorjahr 63,4 Mio. EUR) weiter verringert. Neben der Verringerung

der liquiden Mittel um 2,4 Mio. EUR ist dies vor allem auf die weitere Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen um 3,3 Mio. EUR zurückzuführen.

Auf der Kapitalseite hat sich das Eigenkapital um 21,1 Mio. EUR auf 149,3 Mio. EUR erhöht. Ausschlaggebend sind

hierfür der gegenüber 2003 höhere Jahresüberschuss 2004 sowie die mit der erfolgten Liquidation der MAWAG mbH

i.L. vorzunehmenden Kapitalumgliederungen. Aus den Verbindlichkeiten wurden rd. 12,8 Mio. EUR in die Kapitalrücklage

eingestellt.

Die Eigenkapitalquote betrug zum 31.12.2004 rd. 31,5 % – die Eigenkapitalverzinsung lag bei 13,3 %.

Die Investitionszuschüsse und empfangenen Ertragszuschüsse blieben nahezu unverändert, da die Zugänge die

Erträge aus der Auflösung weitestgehend kompensierten.

Die Rückstellungen verminderten

sich im Geschäftsjahr 2004 um 11,0

Mio. EUR auf 67,6 Mio. EUR. Der

Rückgang betrifft im Wesentlichen

Rückstellungen für Steuern und

Zinsen auf Grund des Abschlusses

der Betriebsprüfung, für Sozialplanverpflichtungen

und für ausstehende

Rechnungen.

Die Verbindlichkeiten gingen gegenüber

dem Vorjahr um 13,6 Mio. EUR

zurück und belaufen sich zum Stichtag

31.12.2004 auf 161,5 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten stiegen jedoch um

10,4 Mio. EUR auf 126,3 Mio. EUR an.

Ursache hierfür ist insbesondere die anteilige Finanzierung

der MHKW Rothensee GmbH – zum Bilanzstichtag beliefen

sich die MHKW gewährten Gesellschafterdarlehen

auf rd. 18,4 Mio. EUR. Mit der Liquidation der MAWAG

mbH i.L. wurden Verbindlichkeiten in Höhe von 12,8 Mio.

EUR in die Kapitalrücklage umgegliedert. Weitere

Senkungen betreffen vor allem Verbindlichkeiten gegenüber

dem Hauptzollamt (Stromsteuer), Verbindlichkeiten

gegenüber Gesellschaftern (Konzessionsabgaben) und

sonstige Verbindlichkeiten.

Die Liquidität der SWM Magdeburg war im Geschäftsjahr

2004 jederzeit gesichert. Geprägt wurde die Liquiditätsentwicklung

vor allem durch die erforderlichen Finanzanlagen

im Zusammenhang mit dem Bau des MHKW. Bis

zur endgültigen Finanzierung wird sich der Finanzbedarf

der MHKW weiter erhöhen.


24 BERICHT LAGEBERICHT BILANZ GEWINN/VERLUST

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten im Geschäftsjahr 2004 durch konsequente Mahnverfahren

und Sperrandrohungen nochmals gesenkt werden und trugen so zur Liquiditätsverbesserung bei.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich auf 30,7 Mio. EUR (Vorjahr 52,2 Mio. EUR) und entsprach

damit etwa dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit (- 31,3 Mio. EUR). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

betrug - 1,8 Mio. EUR. Der Stand der liquiden Mittel verringerte sich gegenüber dem 31.12.2003 um 2,4 Mio. EUR.

BELEGSCHAFT

Zum 31. Dezember 2004 hat SWM 742 Mitarbeiter(innen)

beschäftigt, davon 19 Teilzeitbeschäftigte und 47 Mitarbeiter(innen)

mit befristetem Arbeitsverhältnis. Mit

zusätzlich 52 Auszubildenden bildet SWM Magdeburg

auch weiterhin deutlich über den betrieblichen Bedarf

aus. Konsequent passt sich SWM Magdeburg den gestiegenen

Anforderungen durch die fortschreitende Liberalisierung

an. Die konsequente Ausrichtung der SWM

Magdeburg als umfassender Dienstleister im Ver- und

Entsorgungssektor wird auch weiterhin von Personalanpassungsmaßnahmen

begleitet sein.

Trotz dieser Maßnahmen wird SWM Magdeburg ihren

Beitrag für einen besseren Berufseinstieg junger Menschen

in der Region weiter ausbauen. Die zwölfmonatige

Praxisphase im Anschluss an die Ausbildung sichert den

Jugendlichen sehr gute Voraussetzungen für den Arbeitsmarkt.

Unsere Angebote im Rahmen von Praktika und

Diplomarbeiten praxisnah tätig zu werden, werden von

immer mehr jungen Menschen angenommen.

AUSBLICK – CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN UNTERNEHMENSENTWICKLUNG

Die für 2004 beabsichtigte Energierechtsnovellierung durch Umsetzung der bestehenden EU-Richtlinien in deutsches

Recht ist bisher nicht vollzogen worden. Die Konturen des zu erwartenden Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung

(Energiewirtschaftsgesetz - EnWG) sowie die Regularien für den Netzzugang und die Netznutzungsentgelte

zeichnen sich deutlich ab.

Die gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere die zu vollziehende gesellschaftsrechtliche Trennung von Netz und

Vertrieb (legal unbundling), werden SWM Magdeburg als großstädtisches Querverbundunternehmen in besonderem

Maße betreffen. Alle Auswirkungen auf SWM Magdeburg im Zuge des unbundling werden eingehend geprüft, um die

bisher erreichten Synergien eines Querverbundes zu erhalten.


ANHANG BESTÄTIGUNGSVERMERK IMPRESSUM

25

Die Netznutzungsentgelte und die Bestimmungen zum Netzzugang werden sich auf die Preisentwicklung

im liberalisierten Markt der Strom- und Gasversorgung und damit auch auf die Ertragslage

der SWM Magdeburg in den nächsten Jahren maßgeblich auswirken. Sie werden aber

auch Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit haben, sofern die Nettosubstanzerhaltung

der Netze und Anlagen nicht gesichert wird.

Die SWM Magdeburg erwartet jedoch auch weiterhin einen moderaten Preisanstieg für beide

Medien, der insbesondere beim Gas ölpreisbedingt stark abhängig von der weltwirtschaftlichen

Lage sein wird. Die weiterhin beabsichtigten Maßnahmen zum verbesserten Kostenmanagement

in allen Bereichen werden den möglichen Kostenanstieg bei den Bezugspreisen nur teilweise

kompensieren können.

Für die Entwicklung der Region und der Landeshauptstadt

Magdeburg zeigen sich zwar gegenwärtig erfreuliche

Tendenzen im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung

– ein nachhaltiger Aufschwung ist jedoch noch

nicht zu erkennen. Nach wie vor leiden insbesondere

die ostdeutschen Großstädte unter einem Bevölkerungsrückgang.

Der notwendige Stadtumbau durch Abriss von

Wohnungen und die damit einhergehende Umgestaltung

des jeweiligen Wohnumfeldes im Rahmen des Programms

„Stadtumbau Ost“ geht zunehmend zügiger voran. Die

technischen und wirtschaftlichen Auswirkungen des

Rückbaus auf die leitungsgebundene Versorgung zeichnen

sich immer deutlicher ab und belasten die zukünftige

Ertragslage der Ver- und Entsorgungsunternehmen

zusätzlich.

Um die genannten Belastungen der Ertragslage zumindest

teilweise zu kompensieren, wird SWM Magdeburg

die neuen Geschäftsfelder weiter ausbauen bzw. ihre

Beteiligungsaktivitäten intensivieren.

Mit der Inbetriebnahme des MHKW Rothensee im Frühsommer

2005 wird in dieser Richtung ein wesentlicher

Meilenstein gesetzt. Aber auch die übrigen Beteiligungen

werden verstärkt einen Beitrag zur Verbesserung der

Ertragslage der SWM Magdeburg leisten. Chancen

sehen wir insbesondere beim Ausbau der Aktivitäten bei

der Überprüfung von erdverlegten Gas- und Trinkwasserleitungen

und beim Zählerwesen.

Mit der neuen Gesellschafterstruktur bei der MDCC

entstanden neue Chancen für Telekommunikationsdienstleistungen

im gesamten Bundesgebiet, da der neue

Gesellschafter ewt in 2004 auch das Geschäftsfeld

Breitbandnetze der Robert Bosch GmbH übernommen

hat und nunmehr über fast 3 Millionen angeschlossene

Haushalte verfügt.

Die SWM Magdeburg gehen sowohl für das Geschäftsjahr

2005 als auch mittelfristig davon aus, eine stabile,

dem wirtschaftlichen Umfeld angemessene Ertragslage

und damit marktübliche Verzinsung des eingesetzten

Eigenkapitals zu erzielen.


26 BERICHT LAGEBERICHT BILANZ GEWINN/VERLUST

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2004

Aktiva 31.12.2004 31.12.2003

TEUR

TEUR

A. Anlagevermögen (1)

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Gewerbliche Schutzrechte und Software 610 354

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.655 27.243

2. Technische Anlagen und Maschinen 338.481 355.057

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.884 3.562

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.459 1.271

368.479 387.133

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.771 1.772

3. Beteiligungen 8.996 7.730

4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht 22.553 5.499

5. Sonstige Ausleihungen 0 3

33.320 15.004

Summe Anlagevermögen 402.409 402.491

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.220 927

2. Unfertige Leistungen 232 203

1.452 1.130

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2)

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.073 21.372

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 484

3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht 550 101

4. Forderungen gegen Gesellschafter 294 357

5. Sonstige Vermögensgegenstände 29.145 28.464

48.062 50.778

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9.060 11.502

Summe Umlaufvermögen 58.574 63.410

C. Rechnungsabgrenzungsposten (3) 157 100

D. Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung gem. § 17 Abs. 4 DMBilG (4) 13.078 13.377

Summe Aktiva 474.218 479.378


ANHANG BESTÄTIGUNGSVERMERK IMPRESSUM

27

Passiva 31.12.2004 31.12.2003

TEUR

TEUR

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital (5) 50.000 50.000

II. Kapitalrücklage (6) 64.148 50.177

III. Sonderrücklagen

1. gemäß § 27 Abs. 2 DMBilG 11.675 11.675

2. gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG 3.700 3.700

15.375 15.375

IV. Jahresüberschuss 19.790 12.661

Summe Eigenkapital 149.313 128.213

B. Sonderposten aus Investitionszuschüssen (7) 15.735 10.347

C. Empfangene Ertragszuschüsse 56.579 61.629

D. Sonderposten mit Rücklageanteil (8) 23.473 25.498

E. Rückstellungen (9)

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.837 2.649

2. Steuerrückstellungen 1.931 7.004

3. Sonstige Rückstellungen 62.847 68.976

Summe Rückstellungen 67.615 78.629

F. Verbindlichkeiten (10)

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 126.316 115.868

2. Erhaltene Anzahlungen 828 130

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.178 27.685

4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31 32

5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht 2.076 317

6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.241 8.953

7. Sonstige Verbindlichkeiten 14.806 22.054

Summe Verbindlichkeiten 161.476 175.039

G. Rechnungsabgrenzungsposten 27 23

Summe Passiva 474.218 479.378


28 BERICHT LAGEBERICHT BILANZ GEWINN/VERLUST

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2004

2004 2003

TEUR

TEUR

1. Umsatzerlöse (11) 253.118 242.120

2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 29 85

3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.364 945

4. Sonstige betriebliche Erträge (12) 13.340 7.487

5. Materialaufwand (13)

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 108.763 103.186

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.773 12.760

6. Personalaufwand (14)

118.536 115.946

a) Löhne und Gehälter 29.627 30.320

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

und für Unterstützung

(davon für Altersversorgung 638 TEUR; i. Vj. 687 TEUR) 6.507 6.621

7. Abschreibungen (15)

36.134 36.941

a) auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen 37.180 28.740

b) auf Sonderverlustkonto aus

Rückstellungsbildung gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG 299 3

37.479 28.743

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (16) 24.367 23.978

9. Erträge aus Beteiligungen 451 0

(davon aus verbundenen Unternehmen 118 TEUR)

10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen

des Finanzvermögens (davon aus verbundenen Unternehmen 0 EUR) 196 103

11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (17) 598 967

(davon aus verbundenen Unternehmen 0 EUR)

12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere 199 2.103

des Umlaufvermögens

13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 4

14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (18) 6.679 6.723

15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit +45.702 + 37.269

16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (19) 11.555 9.624

17. Sonstige Steuern 14.357 14.984

18. Jahresüberschuss 19.790 12.661


ANHANG BESTÄTIGUNGSVERMERK IMPRESSUM

29

GESCHÄFTSJAHR 2004

ANHANG

ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des

Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden

Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und des DM-Bilanzgesetzes

aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz weist

zusätzlich branchenübliche Posten auf.

Zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung werden

Angaben in den Anhang verlagert.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren

gewählt.

Der Jahresabschluss ist in Tausend Euro (TEUR) aufgestellt.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bilanzierung und Bewertung werden im Einzelnen nach folgenden Grundsätzen

vorgenommen. Ausweisänderungen sind unter den betreffenden Posten

besprochen; die Vorjahreszahlen wurden nicht umgegliedert.


30 BERICHT LAGEBERICHT BILANZ GEWINN/VERLUST

AKTIVA

ANLAGEVERMÖGEN

Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände sind

zu Anschaffungskosten erfasst und werden linear nach

ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungsoder

Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und

außerplanmäßige Abschreibungen. Bei den Herstellungskosten

sind neben Einzelkosten anteilige Gemeinkosten

angemessen berücksichtigt.

Bestände aus der DM-Eröffnungsbilanz vom 1. Juli 1990

sind nach den für sie geltenden gesetzlichen Bestimmungen

bewertet.

Die Sachanlagen werden grundsätzlich unter Anwendung

der steuerlich anerkannten Nutzungsdauern linear

abgeschrieben. Einige Gasversorgungsanlagen werden

degressiv abgeschrieben. Die Zugänge des beweglichen

Anlagevermögens werden ab 01.01.2004 pro rata temporis

abgeschrieben.

Anlagen, deren Wirtschaftlichkeit vermindert wurde, sind

zum niedrigeren Wert gemäß § 253 Abs. 2 S. 3 HGB bilanziert.

Die Bewertungsfreiheit nach § 6 Abs. 2 EStG für geringwertige

Wirtschaftsgüter wird in Anspruch genommen.

Energie- und Wasserzähler werden dabei im Bestand

geführt.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem beizulegenden

Wert gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB, sofern die

Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist, bewertet.

Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis

besteht sind mit den Anschaffungskosten

bzw. dem beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 2

Satz 3 HGB bewertet.

UMLAUFVERMÖGEN

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind

im Wesentlichen unter Beachtung

des Niederstwertprinzips zu fortgeschriebenen

durchschnittlichen

Einstandspreisen bewertet. Heizölbestände

für nicht meldepflichtige

Anlagen sind zum Festwert bewertet.

Bestandsrisiken, die sich aus der

Lagerdauer sowie geminderter

Verwendbarkeit ergeben, sind durch

Abwertungen berücksichtigt.

Unfertige Leistungen sind mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden

Einzel- sowie angemessene Gemein- und Regiekosten berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind unter

Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken zu

Nennwerten bilanziert; dem allgemeinen Ausfallrisiko wurde durch eine

angemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Ein als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenes Disagio wird

anteilig über einen Zeitraum von 10 Jahren erfolgswirksam abgeschrieben.


ANHANG BESTÄTIGUNGSVERMERK IMPRESSUM

31

SONDERVERLUSTKONTO

Das Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG wird im Zuge des Verbrauches bzw.

einer Auflösung korrespondierender Rückstellungen gleichermaßen in Anspruch genommen.

PASSIVA

Erhaltene Investitionszuschüsse sind erfolgsneutral vereinnahmt und in

einen Sonderposten aus Investitionszuschüssen eingestellt worden. Die

Auflösungen werden über 20 Jahre bzw. über die Nutzungsdauer der bezuschussten

Anlagegüter vorgenommen.

Im Hinblick auf die geänderte steuerrechtliche Beurteilung werden Baukostenund

Hausanschlusskostenzuschüsse, denen eine Antragstellung nach dem

01. Januar 2003 zugrunde liegt, ebenfalls in den Sonderposten für Investitionszuschüsse

eingestellt. Die zukünftigen Auflösungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche

Nutzungsdauer der technischen Anlagen.

Die empfangenen Ertragszuschüsse werden ratierlich über einen Zeitraum

von 20 Jahren aufgelöst. Im Zugangsjahr werden dabei auf die Zugänge im

1. Halbjahr 5 % und die Zugänge des 2. Halbjahres 2,5 % verrechnet.

In den Sonderposten mit Rücklageanteil sind Sonderabschreibungen gemäß

§ 4 Fördergebietsgesetz eingestellt. Die Auflösung wird in der Höhe vorgenommen,

wie die Sonderabschreibung durch planmäßige Abschreibung

ersetzt wird.

Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten

und drohende Verluste in Höhe des Betrages eingestellt, der nach

vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtungen

voraussichtlich erforderlich ist.

Die Rückstellungen für Pensionen

und ähnliche Verpflichtungen sowie

die Rückstellungen für Jubiläumsgeld-

und Sterbegeldverpflichtungen

basieren auf versicherungsmathematischen

Gutachten nach der Teilwertmethode

(gemäß § 6a EstG)

unter Berücksichtigung eines Rechnungszinsfußes

von 6 %. Die Richttafeln

1998 von Dr. Klaus Heubeck

sind angewendet worden.

Die unter den sonstigen Rückstellungen

ausgewiesene Rückstellung

für die Beseitigung von Altlasten ist

auf der Basis einer Vollsanierung

ermittelt.

Die Verbindlichkeiten sind mit Rückzahlungsbeträgen

passiviert.


32 BERICHT LAGEBERICHT BILANZ GEWINN/VERLUST

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(1) Anlagevermögen | Die Entwicklung

des Anlagevermögens einschließlich

der im Geschäftsjahr in Anspruch

genommenen planmäßigen und der

außerplanmäßigen Abschreibungen

(37.180 TEUR) ist im Anlagenspiegel

gesondert dargestellt.

Unter den Finanzanlagen ausgewiesene

wesentliche Beteiligungen sind

der Aufstellung des Anteilsbesitzes

zu entnehmen.

Seit 01. Januar 2004 ist SWM 24,9 %iger Gesellschafter der Magdeburger

Gas- und Wasserzähler GmbH.

Die Gesellschafterstruktur der MDCC Magdeburg-City-Com GmbH hat sich

verändert. Mit Gesellschafterbeschluss vom 22.11.2004 wurde gleichfalls das

Eigenkapital der MDCC erhöht. SWM ist nunmehr mit 49 % an der MDCC

Magdeburg-City-Com GmbH beteiligt.

Gesellschafterdarlehen an die Müllheizkraftwerk Rothensee GmbH in Höhe

von 18.227 TEUR und an die MDCC in Höhe von 4.326 TEUR werden unter

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht,

bilanziert.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |

Die Forderungen aus der Lieferung von Energie und

Wasser an Tarifkunden wurden mit erhaltenen Abschlagszahlungen

saldiert.

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

ist auch der abgegrenzte Verbrauch zwischen den

Ablesestichtagen und dem Bilanzstichtag ausgewiesen.

Die Position Forderungen gegen Unternehmen, mit denen

ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthält Forderungen

gegen die MDCC Magdeburg-City-Com GmbH

in Höhe von 305 TEUR sowie Forderungen gegen die Stadtwerke

Stendal GmbH in Höhe von 95 TEUR.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen im

Wesentlichen langfristige verzinsliche Ansprüche aus

Lieferungen und Leistungen an die Stadt Magdeburg.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere

Ansprüche gegenüber der Landesanstalt für

Altlastenfreistellung des Landes Sachsen-Anhalt in

Höhe von 26.292 TEUR aus zu erwartender Altlastensanierung.

Eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben von

den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

432 TEUR (Vorjahr 597 TEUR), von den Forderungen gegen

Gesellschafter 228 TEUR (Vorjahr 295 TEUR) und von

den sonstigen Vermögensgegenständen 26.210 TEUR

(Vorjahr 26.604 TEUR).

(3) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | Der aktive

Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen

ein Disagio in Höhe von 53 TEUR und vorausbezahlte

Versicherungsbeiträge in Höhe von 57 TEUR.

(4) Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung |

Das Sonderverlustkonto wurde korrespondierend mit

den Inanspruchnahmen entsprechender Rückstellungen

abgeschrieben.


ANHANG BESTÄTIGUNGSVERMERK IMPRESSUM

33

(5) Gezeichnetes Kapital | Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 50.000 TEUR.

An der SWM sind zum 31. Dezember 2004 beteiligt:

Gezeichnetes Kapital %

Landeshauptstadt Magdeburg 54,00

Avacon AG, Helmstedt 26,67

Gelsenwasser AG, Gelsenkirchen 19,33

(6) Kapitalrücklage | In der Kapitalrücklage nach § 272 Absatz 2 Nr.4 HGB sind die Werte der von der Landeshauptstadt

Magdeburg eingebrachten Sacheinlagen „Sondervermögen Wärmeversorgung“ sowie das Reinvermögen aus

der Übertragung der Strom- und Fernwärmeversorgungsanlagen von der AVACON AG (vormals EVM AG) ausgewiesen.

Darüber hinaus sind sonstige Zuzahlungen ehemaliger Gesellschafter im Zuge der Einbringung der Bereiche Strom,

Wärme und Trinkwasser auf Grund von Ertragswertgutachten enthalten. Die Erhöhung im Geschäftsjahr 2004 um

13.971 TEUR betrifft die abschließende Anpassung der Kapitalrücklage aus der Einbringung der Trinkwasserversorgung

(die Liquidation der MAWAG mbH i.L. ist abgeschlossen), die Auflösung der Grundschuld Rothensee sowie den

Einbringungsvorgang der Trinkwasseranlagen in Beyendorf/Sohlen.

(7) Sonderposten aus Investitionszuschüssen | Die

Investitionszuschüsse beinhalten neben Zuschüssen für

Fernwärmesanierungen und Erschließung von Gewerbegebieten

ab dem 01.01.2003 insbesondere Baukostenund

Anschlusskostenzuschüsse. Die ertragswirksame

Auflösung erfolgt über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer

der technischen Anlagen bzw. mit 5 % jährlich.

(8) Sonderposten mit Rücklageanteil | Der Sonderposten

mit Rücklageanteil enthält steuerrechtliche Wertberichtigungen

zum Anlagevermögen gemäß § 4 Fördergebietsgesetz.

Zugänge erfolgten im Geschäftsjahr nicht. Die

planmäßigen Auflösungen beliefen sich auf 2.025 TEUR.

Bei zukünftigen Auflösungen wird mit einer Ertragsteuerbelastung

in Höhe von rd. 40 % gerechnet.

(9) Rückstellungen | Die Steuerrückstellungen in Höhe

von 1.931 TEUR betreffen die Ertragsteuern sowie den

Solidaritätszuschlag für das Geschäftsjahr 2004.

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere

die Altlastenbeseitigung mit 38.076 TEUR, Aufwendungen

nach dem Grundbuchbereinigungsgesetz mit 10.213 TEUR,

personalbezogene Verpflichtungen mit 6.400 TEUR sowie

ausstehende Rechnungen mit 1.527 TEUR.


34 BERICHT LAGEBERICHT BILANZ GEWINN/VERLUST

(10) Verbindlichkeiten | In den Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen ausstehende

Zahlungen an Lieferanten enthalten. Verbindlichkeiten

in Höhe von 12.838 TEUR (für die Übernahme

der Trinkwasserversorgungsanlagen von der MAWAG

mbH i. L.) wurden in die Kapitalrücklage umgegliedert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit

denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im

Wesentlichen Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen

die Landeshauptstadt Magdeburg (951 TEUR) und

die Avacon AG (3.290 TEUR).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten mit 1.786 TEUR

Verbindlichkeiten gegenüber dem Hauptzollamt (Vorjahr

4.560 TEUR), mit 862 TEUR (Vorjahr 914 TEUR) Verpflichtungen

im Rahmen der sozialen Sicherheit und mit

3.632 TEUR (Vorjahr 5.296 TEUR) Steuerverbindlichkeiten.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten bis 1 Jahr bis 1 Jahr Vorjahr über 5 Jahre

TEUR TEUR TEUR

gegenüber Kreditinstituten 11.608 31.674 62.569

aus erhaltenen Anzahlungen 827 130 0

aus Lieferungen und Leistungen 13.178 14.956 0

gegenüber verbundenen Unternehmen 31 32 0

gegenüber Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht 2.076 317 0

gegenüber Gesellschaftern 4.241 8.953 0

gegenüber Sonstigen 14.806 22.017 0

46.767 78.079 62.569

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

| Die Städtische Werke Magdeburg GmbH hat für

die Müllheizkraftwerk Rothensee GmbH bis zum Bilanzstichtag

Zahlungsbürgschaften übernommen, aus denen

für SWM Verpflichtungen in Höhe von 5.123 TEUR zzgl.

anteiliger Zinsen resultieren.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus dem

Bestellobligo mit 3.400 TEUR und aus Leasingverträgen

für das Folgejahr mit 1.846 TEUR. Daneben bestehen für

2005 Mietverpflichtungen in Höhe von 1.662 TEUR.


ANHANG BESTÄTIGUNGSVERMERK IMPRESSUM

35

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUST-

RECHNUNG

(11) Umsatzerlöse | Die Umsatzerlöse gliedern sich folgendermaßen auf:

Umsatzerlöse 2004 2003

TEUR

TEUR

Stromversorgung 111.614 104.828

Gasversorgung 48.582 49.534

Wärmeversorgung inkl. KWKG-Ausgleichsanspruch 38.129 38.987

Wasserversorgung 20.094 21.452

Energie- und Wasserversorgung Vorjahre 7.475 4.728

Betriebsführung 16.736 15.677

Nebengeschäfte 5.845 2.606

Auflösung empfangener Ertragszuschüsse 4.643 4.308

253.118 242.120

(12) Sonstige betriebliche Erträge | Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. mit 2.025 TEUR (Vorjahr

2.048 TEUR) Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil sowie 513 TEUR (Vorjahr 461 TEUR) aus

der Auflösung von Investitionszuschüssen. Von den in den Sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen periodenfremden

Erträgen entfallen 1.861 TEUR (Vorjahr 548 TEUR) auf die Auflösung von Rückstellungen sowie 1.368 TEUR

(Vorjahr 370 TEUR) auf andere periodenfremde Erträge.

(13) Materialaufwand | Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen überwiegend den Bezug von

Strom, Gas, Trinkwasser, Wärme und Heizöl.

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Wesentlichen Fremdleistungen für Betrieb und Instandhaltung

sowie für Auftragsarbeiten enthalten.

(14) Personalaufwand | Der Personalaufwand enthält

Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von

638 TEUR (Vorjahr 687 TEUR).

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter

hat sich wie folgt entwickelt:

2004 2003

Gewerbliche Arbeitnehmer 259 276

(15) Abschreibungen | Die Abschreibungen auf immaterielle

Vermögensgegenstände und Sachanlagen

gehen im Einzelnen aus dem Anlagenspiegel hervor.

Von den Abschreibungen sind 10.410 TEUR (Vorjahr

2.064 TEUR) außerplanmäßig vorgenommen.

Das Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung

wurde entsprechend den Rückstellungsverbräuchen

mit 299 TEUR (Vorjahr 3 TEUR) abgeschrieben.

Angestellte 490 491

749 767


36 BERICHT LAGEBERICHT BILANZ GEWINN/VERLUST

(16) Sonstige betriebliche Aufwendungen

| In den Sonstigen betrieblichen

Aufwendungen sind 8.174 TEUR

für Konzessionsabgaben Strom und

Gas enthalten. Weiterhin sind hierunter

Beratungskosten, Dienstleistungen,

Verluste aus Wertminderungen

oder aus dem Abgang von Gegenständen

des Anlage- und Umlaufvermögens

sowie übrige Aufwendungen

erfasst. Auf periodenfremde Aufwendungen

entfallen 1.050 TEUR (Vorjahr

536 TEUR).

(17) Abschreibungen auf Finanzanlagen | Die Zins- und ähnlichen Erträge

beinhalten Beteiligungserträge in Höhe von 451 TEUR, Erträge aus Ausleihungen

des Finanzvermögens in Höhe von 196 TEUR sowie sonstige Zinserträge in

Höhe von 598 TEUR.

(18) Zinsen und ähnliche Aufwendungen | Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen

betreffen Zinsen gegenüber Kreditinstituten (6.382 TEUR), Abschreibungen

auf unverzinste Ausleihungen des Finanzvermögens (199 TEUR)

sowie sonstige Zinsaufwendungen (297 TEUR).

(19) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | Es sind Körperschaftsteuern

sowie Kapitalertragsteuern (einschließlich Solidaritätszuschlag) mit 5.868 TEUR

und Gewerbesteuern mit 5.687 TEUR ausgewiesen.

ERGÄNZENDE ANGABEN

Gemäß § 296 Abs. 2 HGB ist wegen untergeordneter

Bedeutung kein Konzernabschluss und Konzernlagebericht

aufgestellt.

Gemäß § 9 Abs. 2 EnWG ist eine gesonderte Bilanz sowie

Gewinn- und Verlustrechnung für die Aktivität „Stromverteilung”

erstellt. Weitere gesondert darzustellende

Aktivitäten bestehen nicht.

Die Posteninhalte der Bilanz sowie der Gewinn- und

Verlustrechnung wurden, soweit dies mit vertretbarem

Aufwand möglich war, der „Stromverteilung” einzeln

zugeordnet und im Übrigen geschlüsselt.

Als Grundlagen wurden verwendet: Anlagenschlüssel

nach durchschnittlichen Restbuchwerten, Personalschlüssel

nach Mitarbeitern, Verwaltungsschlüssel

nach Umsatz- und Anlagenschlüssel, Umsatzschlüssel

nach Umsatzerlösen, Vorsteuerschlüssel nach Investitionen

und Materialaufwand, Kundenschlüssel nach

Kunden und Abrechnungsschlüssel nach abzurechnenden

Tarifstellen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den

einzelnen Unternehmensbereichen sind in der Aktivitätenbilanz

als „Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber

anderen Geschäftsbereichen“ ausgewiesen.


ANHANG BESTÄTIGUNGSVERMERK IMPRESSUM

37

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATES

Dr. Lutz Trümper, Magdeburg

Vorsitzender

Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg

Prof. Dr. Hartmut Griepentrog, Gelsenkirchen (bis 31.07.2004)

Stellvertretender Vorsitzender

Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser AG

Dr. Manfred Scholle, Gelsenkirchen (ab 01.08.2004)

Stellvertretender Vorsitzender

Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser AG

MITGLIEDER DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Ass. jur. Helmut Herdt, Magdeburg

Sprecher der Geschäftsführung

Dipl.-Ing. Johannes Kempmann, Magdeburg

Technischer Geschäftsführer

Dipl.-Kfm. Winfried Schubert, Magdeburg

Kaufmännischer Geschäftsführer

Jochen Schnoor, Helmstedt

Mitglied des Vorstandes der Avacon AG

Ralf Loof, Magdeburg

Vorsitzender des Betriebsrates der SWM

Reinhard Stern, Magdeburg

Stadtrat der Landeshauptstadt Magdeburg

Gerald Ziemann, Magdeburg

Mitglied des Betriebsrates der SWM

GESAMTBEZÜGE DER GESCHÄFTSFÜHRUNG UND DES AUFSICHTSRATES

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 574 TEUR.

An frühere Geschäftsführer wurden Bezüge in Höhe von 50 TEUR gewährt. Die Rückstellung für laufende Pensionsverpflichtungen

ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung beträgt am Bilanzstichtag 534 TEUR.

Im Berichtsjahr wurden für den Aufsichtsrat 15 TEUR aufgewendet.

Magdeburg, den 04. März 2005

Städtische Werke Magdeburg

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Die Geschäftsführung


38 BERICHT LAGEBERICHT BILANZ GEWINN/VERLUST

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS DER SWM VOM 01.01.2004 BIS 31.12.2004

Anlagevermögen

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

01.01.2004 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2004

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.709 557 0 0 3.266

II.

Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche

Rechte und Bauten, einschl. der

Bauten auf fremden Grundstücken 37.267 1.655 74 199 38.797

2. Technische Anlagen

und Maschinen 570.106 25.212 1.522 17.566 579.274

3. Andere Anlagen, Betriebsund

Geschäftsausstattung 19.584 1.648 -336 803 20.093

4. Geleistete Anzahlungen

und Anlagen im Bau 1.271 1.448 -1.260 0 1.459

Summe Sachanlagen 628.228 29.963 0 18.568 639.623

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen

Unternehmen 2.153 0 -382 0 1.771

2. Beteiligungen 7.730 1.266 2.103 0 11.099

3. Ausleihungen an verbundene

Unternehmen 1.721 0 -1.721 0 0

4. Ausleihungen an Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis

besteht 5.499 17.253 0 0 22.752

5. Sonstige Ausleihungen 3 0 0 3 0

Summe Finanzanlagen 17.106 18.519 0 3 35.622

648.043 49.039 0 18.571 678.511


ANHANG BESTÄTIGUNGSVERMERK IMPRESSUM

39

Wertberichtigungen

Buchwerte

01.01.2004 Zugänge Umbuchungen Zuschreibungen Abgänge 31.12.2004 31.12.2004 31.12.2003

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

2.354 302 0 0 0 2.656 610 354

10.024 4.751 0 625 8 14.142 24.655 27.243

215.049 30.841 311 0 5.408 240.793 338.481 355.057

16.022 1.287 -311 0 789 16.209 3.884 3.562

0 0 0 0 0 0 1.459 1.271

241.095 36.879 0 625 6.205 271.144 368.479 387.133

382 0 -382 0 0 0 1.771 1.772

0 0 2.103 0 0 2.103 8.996 7.730

1.721 0 -1.721 0 0 0 0 0

0 199 0 0 0 199 22.553 5.499

0 0 0 0 0 0 0 3

2.103 199 0 0 0 2.302 33.320 15.004

245.552 37.380 0 625 6.205 276.102 402.409 402.491


40 BERICHT LAGEBERICHT BILANZ GEWINN/VERLUST

STÄDTISCHE WERKE MAGDEBURG GMBH | BILANZ ZUM 31.12.2004

Aktivseite Elektrizitätsverteilung Sonstige Aktivitäten Gesamt

A. Anlagevermögen

31.12.2004 31.12.2003 31.12.2004 31.12.2003 31.12.2004 31.12.2003

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

I. Immaterielle Vermögensgegenstände 245 106 365 248 610 354

II.

Sachanlagen

1. Grundstücke und grundstücksgleiche

Rechte und Bauten einschließlich der

Bauten auf fremden Grundstücken 14.438 13.208 10.217 14.035 24.655 27.243

2. Technische Anlagen und Maschinen 123.505 117.903 214.976 237.154 338.481 355.057

3. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung 908 814 2.976 2.748 3.884 3.562

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.401 1.089 58 182 1.459 1.271

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 1.771 1.772 1.771 1.772

2. Beteiligungen 0 0 8.996 7.730 8.996 7.730

3. Ausleihungen an Unternehmen, mit

denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 22.553 5.499 22.553 5.499

4. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 3 0 3

Summe Anlagevermögen 140.497 133.120 261.912 269.371 402.409 402.491

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8 6 1.212 921 1.220 927

2. In Ausführung befindliche Aufträge 64 75 168 128 232 203

II.

Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen 7.220 7.495 10.853 13.877 18.073 21.372

2. Forderungen gegen verbundene

Unternehmen 0 0 0 484 0 484

3. Forderungen gegen Unternehmen, mit

denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 550 101 550 101

4. Forderungen gegen Gesellschafter 0 0 294 451 294 451

5. Sonstige Vermögensgegenstände 1.537 806 27.608 27.658 29.145 28.464

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.095 4.716 4.965 6.786 9.060 11.502

Summe Umlaufvermögen 12.924 13.098 45.650 50.406 58.574 63.504

C. Rechnungsabgrenzungsposten 66 38 91 62 157 100

D. Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung 5.726 5.726 7.352 7.651 13.078 13.377

gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG

E. Forderungen gegen andere Geschäftsbereiche 14.981 28.025 0 0 14.981 28.025

Summe Aktiva 174.194 180.007 315.005 327.490 489.199 507.497


ANHANG BESTÄTIGUNGSVERMERK IMPRESSUM

41

Passivseite Elektrizitätsverteilung Sonstige Aktivitäten Gesamt

A. Eigenkapital

31.12.2004 31.12.2003 31.12.2004 31.12.2003 31.12.2004 31.12.2003

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

I. Gezeichnetes Kapital 18.050 17.100 31.950 32.900 50.000 50.000

II. Kapitalrücklage 21.619 21.619 42.529 28.558 64.148 50.177

III. Sonderrücklagen

1. gemäß § 27 Abs. 2 DMBilG 38 38 11.637 11.637 11.675 11.675

2. gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG 0 0 3.700 3.700 3.700 3.700

IV. Gewinnvortrag 0 0 0 0 0 0

V. Jahresüberschuss 12.317 6.935 7.473 5.726 19.790 12.661

Summe Eigenkapital 52.024 45.692 97.289 82.521 149.313 128.213

B. Sonderposten aus Investitionszuschüssen 5.665 2.912 10.070 7.435 15.735 10.347

C. Empfangene Ertragszuschüsse 28.774 31.480 27.805 30.149 56.579 61.629

D. Sonderposten mit Rücklageanteil 6.071 6.457 17.402 19.041 23.473 25.498

E. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und

ähnliche Verpflichtungen 1.257 1.115 1.580 1.534 2.837 2.649

2. Steuerrückstellungen 2.194 2.530 -263 4.474 1.931 7.004

3. Sonstige Rückstellungen 14.582 15.803 48.265 53.173 62.847 68.976

Summe Rückstellungen 18.033 19.448 49.582 59.181 67.615 78.629

F. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.600 39.627 80.716 76.241 126.316 115.868

2. Erhaltene Anzahlungen 810 87 17 43 827 130

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen 2.573 7.361 10.605 20.324 13.178 27.685

4. Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenen Unternehmen 0 0 31 32 31 32

5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.738 0 338 317 2.076 317

6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.244 9.047 -1.003 0 4.241 9.047

7. Sonstige Verbindlichkeiten 7.650 17.887 7.157 4.167 14.807 22.054

Summe Verbindlichkeiten 63.615 74.009 97.861 101.124 161.476 175.133

G. Rechnungsabgrenzungsposten 12 9 15 14 27 23

H. Verbindlichkeiten gegenüber 0 0 14.981 28.025 14.981 28.025

anderen Geschäftsbereichen

Summe Passiva 174.194 180.007 315.005 327.490 489.199 507.497


42 BERICHT LAGEBERICHT BILANZ GEWINN/VERLUST

STÄDTISCHE WERKE MAGDEBURG GMBH | GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2004

Elektrizitätsverteilung Sonstige Aktivitäten Gesamt

2004 2003 2004 2003 2004 2003

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

1. Umsatzerlöse 125.391 111.913 149.425 157.090 274.816 269.003

2. Bestandsveränderung an unfertigen Leistungen -24 3 53 82 29 85

3. Andere aktivierte Eigenleistungen 623 416 741 529 1.364 945

4. Sonstige betriebliche Erträge 3.983 1.804 9.357 5.683 13.340 7.487

5. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und

Betriebsstoffe 54.818 45.706 75.643 84.170 130.461 129.876

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.177 4.940 7.596 8.013 9.773 12.953

6. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 9.551 8.952 20.076 21.368 29.627 30.320

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen

für Altersversorgung und für Unterstützung 2.049 1.964 4.458 4.657 6.507 6.621

7. Abschreibungen

a) auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.505 8.829 27.675 19.911 37.180 28.740

b) auf Sonderverlustkonto

aus Rückstellungsbildung 0 0 299 3 299 3

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.187 15.023 9.180 8.955 24.367 23.978

9. Erträge aus Beteiligungen 0 0 451 0 451 0

10. Erträge aus Ausleihungen des 0 0 196 103 196 103

Finanzanlagevermögens

11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 232 390 366 577 598 967

12. Abschreibungen auf Finanzanlagevermögen 0 0 199 2.103 199 2.103

13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 0 0 4 0 4

14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.449 2.190 4.230 4.533 6.679 6.723

15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 34.469 26.922 11.233 10.347 45.702 37.269

16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.192 5.272 4.363 4.352 11.555 9.624

17. Sonstige Steuern 14.960 14.715 -603 269 14.357 14.984

18. Jahresüberschuss 12.317 6.935 7.473 5.726 19.790 12.661


ANHANG BESTÄTIGUNGSVERMERK IMPRESSUM

43

WESENTLICHE BETEILIGUNGEN

Name und Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital 1 Eigenkapital 1 Geschäftsjahresergebnis

2004

% TEUR TEUR

Verbundene Unternehmen

WGS Wasser-Gas-Service GmbH, Magdeburg 2 100,00 390 118

Beteiligungen

Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH, Magdeburg 2 29,80 27.902 2.744

Magdeburg-City-Com GmbH, Magdeburg 3 49,00 1.837 277

Müllheizkraftwerk Rothensee GmbH, Magdeburg 49,00 -490 -1.566

Stadtwerke-Altmärkische Gas-, Wasser- und

Elektrizitätswerke GmbH, Stendal 2 37,45 16.474 454

HSN Magdeburg GmbH, Magdeburg 3 25,10 1.000 6

Magdeburger Gas- und Wasserzähler GmbH 2 24,90 749 223

Magdeburger Hafen GmbH, Magdeburg 2 10,00 24.716 5.308

1 Jeweils zum 31.12.2004

2 31.12.2003

3 31.12.2004 vorläufig


44

BERICHT LAGEBERICHT BILANZ GEWINN/VERLUST

GESCHÄFTSJAHR 2004

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers | Wir haben den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung

und den Lagebericht der Städtische Werke Magdeburg GmbH, Magdeburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2004

bis zum 31. Dezember 2004 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach

den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss

unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer

(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung

so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den

Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten

Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt

werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das

wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie

Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben

beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesent-


ANHANG BESTÄTIGUNGSVERMERK IMPRESSUM

45

lichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses

und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere

Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Überzeugung vermittelt der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Der Lagebericht gibt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft und stellt die

Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Magdeburg, den 14. März 2005

BDO Deutsche Warentreuhand

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kühne

Wirtschaftsprüfer

Rätze

Wirtschaftsprüfer


46

IMPRESSUM

Herausgeber

Städtische Werke Magdeburg GmbH

Am Alten Theater 1

39104 Magdeburg

Postfach 3628

39011 Magdeburg

Telefon: 03 91/5 87-0

Telefax: 03 91/5 87-28 28

www.sw-magdeburg.de

Konzeption und Redaktion

Städtische Werke Magdeburg GmbH

Marketing

Gestaltung und Realisierung

Jasper · Stawicki Werbeagentur GmbH

Auflage

1.000 Exemplare

Mai 2005


Städtische Werke Magdeburg GmbH | Am Alten Theater 1 | 39104 Magdeburg

Telefon 03 91 - 5 87 - 0 | Telefax 03 91 - 5 87 - 28 28 | www.sw-magdeburg.de

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