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Verordnung über die Qualität von Wasser für den - Stadtwerke ...

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Düsseldorf, 2. Februar 2012<br />

Marktpartnerveranstaltung<br />

<strong>Verordnung</strong> über <strong>die</strong> Qualität <strong>von</strong> <strong>Wasser</strong> für <strong>den</strong> menschlichen Gebrauch<br />

1


MP-Veranstaltung zur<br />

Trinkwasserverordnung<br />

Zeitplan<br />

16.10 – 16.15 Uhr Begrüßung und Einleitung<br />

16.15 – 16.35 Uhr Die neue Trinkwasserverordnung, Änderung und<br />

Herausforderung<br />

16.35 – 16.55 Uhr Rechtliche Aspekte für <strong>den</strong> Betreiber und das<br />

Handwerk<br />

16.55 – 17.15 Uhr Umsetzung der Anforderungen<br />

17.15 – 17.35 Uhr Qualifizierungsmaßnahmen für<br />

<strong>Wasser</strong>probennehmer<br />

17.35 – 17.45 Uhr Das „Düsseldorfer 3-Stufenmodell“<br />

17.45 – 17.55 Uhr Innungsmitgliedschaft<br />

17.55 – 18.15 Uhr Fragerunde mit allen Referenten<br />

Ab 18.15 Uhr<br />

Imbiss<br />

3


MP-Veranstaltung zur<br />

Trinkwasserverordnung<br />

Quelle: Wikipedia<br />

4


MP-Veranstaltung zur<br />

Trinkwasserverordnung<br />

5


MP-Veranstaltung zur<br />

Trinkwasserverordnung<br />

§ 13 Anzeigepflichten<br />

Quelle Haus und Grund<br />

§ 14 Untersuchungspflichten<br />

6


MP-Veranstaltung zur<br />

Trinkwasserverordnung<br />

Fragerunde mit allen Referenten<br />

13


MP-Veranstaltung zur<br />

Trinkwasserverordnung<br />

14


MP-Veranstaltung zur<br />

Trinkwasserverordnung<br />

Referentenverzeichnis<br />

Michael Böker, <strong>Stadtwerke</strong> Düsseldorf Netz GmbH, Höherweg 200, 40233 Düsseldorf , Tel. 0211-8212438,<br />

E-Mail: mboeker@swd-netz.de<br />

Hans-Jürgen Schulz, Fachverband SHK NRW, Graf-Adolf-Platz 12, 40212 Düsseldorf, Tel. 0211-6906533,<br />

E-Mail: schulz@shk-nrw.de<br />

RA‘in Felicitas Floßdorf, Fachverband SHK NRW, Graf-Adolf-Platz 12, 40212 Düsseldorf, Tel. 0211-6906551,<br />

E-Mail: flossdorf@shk-nrw.de<br />

Dipl. Ing. Ulrich Schürfeld, Gesundheitsamt Düsseldorf, Hospitalstr. 1, 40597 Düsseldorf , Tel. 0211-8996542,<br />

E-Mail: ulrich.schuerfeld@stadt.duesseldorf.de<br />

Dr. Hans- Peter Rohns, <strong>Stadtwerke</strong> Düsseldorf , Wiedfeld 50, 40589 Duesseldorf , Tel. 0211-8212385,<br />

E-Mail: hprohns@swd-ag.de<br />

Alexander Ditgen, Innung Düsseldorf, c/o Paul Jacobs GmbH, Kolbergerstr. 19a 40599 Düsseldorf, Tel. 0211-6012320<br />

E-Mail: ditgen@pauljacobs.de<br />

Hans Werner Eschrich, Innung Düsseldorf, c/o HWE, Mündrathweg 18, 40627 Düsseldorf, Tel. 0211- 9262606,<br />

E-Mail: h.eschrich@h-w-e.com<br />

15


MP-Veranstaltung zur<br />

Trinkwasserverordnung<br />

Danke für Ihre Aufmerksamkeit<br />

16


Trinkwasserverordnung 2011<br />

- Wesentliche Neuerungen -<br />

(gültig ab 01. November 2011)<br />

FVSHK NRW / Hans-Jürgen Schulz-<br />

Technologie-Transfer-Ring Handwerk NRW 1


Neue Bezeichnungen:<br />

• Trinkwasser (anstelle <strong>von</strong><br />

„<strong>Wasser</strong> für <strong>den</strong> menschlichen Gebrauch“)<br />

• Trinkwasser-Installation (anstelle <strong>von</strong><br />

„Hausinstallation“)<br />

• <strong>Wasser</strong>transport-Fahrzeuge (anstelle <strong>von</strong><br />

„Tankfahrzeugen“)<br />

• Umfassende Untersuchungen (anstelle <strong>von</strong><br />

„periodischen Untersuchungen“)<br />

2


§ 2 Anwendungsbereich<br />

Die Trinkwasserverordnung gilt nicht für….<br />

• „Mineralwasser und Heilwasser“<br />

• Schwimm- und Badebeckenwasser,<br />

3


Die Trinkwasserverordnung gilt nicht für….<br />

• <strong>Wasser</strong>, das sich in wasserführen<strong>den</strong>, an <strong>die</strong><br />

Trinkwasser-Installation angeschlossenen Apparaten<br />

befindet, <strong>die</strong><br />

a.)<br />

b.)<br />

entsprechend <strong>den</strong> a.a.R.d.T. nicht Teil der<br />

Trinkwasser-Installation sind und<br />

mit einer <strong>den</strong> a.a.R.d.T. entsprechen<strong>den</strong><br />

Sicherungseinrichtung ausgerüstet sein müssen<br />

und das („das <strong>Wasser</strong>“) sich hinter einer<br />

Sicherungseinrichtung nach Buchstabe b.) befindet.<br />

4


d.h.:<br />

<strong>die</strong> <strong>Verordnung</strong> gilt nicht für Trinkwasser in Apparaten,<br />

das sich in Fließrichtung gesehen hinter <strong>den</strong> Sicherungseinrichtungen<br />

<strong>von</strong> Anlagen und Geräten befindet.<br />

BA<br />

Gültigkeit TrinkwV.<br />

kein Trinkwasser<br />

Beispiel: Leitungsgebun<strong>den</strong>er TW-Spender mit Sicherheitseinrichtung<br />

5


§ 3 (Abs. 2) Begriffsbestimmungen<br />

Neueinteilung der <strong>Wasser</strong>versorgungsanlagen [WVA] in:<br />

a.)<br />

b.)<br />

c.)<br />

d.)<br />

e.)<br />

f.)<br />

zentrale <strong>Wasser</strong>werke<br />

(≥ 10 m³/d oder ≥ 50 Personen)<br />

dezentrale kleine <strong>Wasser</strong>werke<br />

(< 10 m³/d oder < 50 Personen, gewerblich oder öffentlich)<br />

Kleinanlagen zur Eigenversorgung<br />

(


§ 3 (Abs. 3) Begriffsbestimmungen<br />

Im Sinne <strong>die</strong>ser <strong>Verordnung</strong> ist eine „Trinkwasser-<br />

Installation“ <strong>die</strong> Gesamtheit der Rohrleitungen, Armaturen und<br />

Apparate, <strong>die</strong> sich zwischen dem Punkte des Übergangs <strong>von</strong><br />

Trinkwasser aus einer <strong>Wasser</strong>versorgungsanlage an <strong>den</strong> Nutzer und<br />

dem Punkt der Entnahme <strong>von</strong> Trinkwasser befin<strong>den</strong>.<br />

7


§ 3 Begriffsbestimmungen<br />

Neue Definitionen u.a. für:<br />

• „gewerbliche Tätigkeit“<br />

<strong>die</strong> unmittelbare oder mittelbare, zielgerichtete Trinkwasserbereitstellung im<br />

Rahmen einer selbstständigen, regelmäßigen und in Gewinnerzielungsabsicht<br />

ausgeübten Tätigkeit<br />

(u.a. auch <strong>die</strong> Vermietung <strong>von</strong> Wohneinheiten)<br />

• „öffentliche Tätigkeit“<br />

<strong>die</strong> Trinkwasserbereitstellung für einen unbestimmten, wechseln<strong>den</strong> und nicht durch<br />

persönliche Beziehungen verbun<strong>den</strong>en Personenkreis<br />

(z. B. Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Rathäuser)<br />

• „technischer Maßnahmewert“<br />

der Wert, bei dessen Erreichen oder Überschreitung eine <strong>von</strong> der Trinkwasser-<br />

Installation ausgehende vermeidbare Gesundheitsgefährdung zu besorgen ist und<br />

Maßnahmen zur hygienisch- technischen Überprüfung der Trinkwasser-Installation<br />

im Sinne einer Gefährdungsanalyse eingeleitet wer<strong>den</strong><br />

Der Parameter für <strong>den</strong> technischen Maßnahmewert nennt sich „Legionella species“ und liegt bei<br />

100KBE/100 ml (gemäß Anlage 3, Teil II der TrinkwV.)<br />

8


§ 4 Allgemeine Anforderungen<br />

….„frei <strong>von</strong> Krankheitserregern“ wird zu ….<br />

„Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen<br />

Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen<br />

Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu<br />

besorgen ist. Es muss rein und genusstauglich sein“<br />

…da<strong>von</strong> ist auszugehen, wenn bei der Installation mind.<br />

<strong>die</strong> a.a.R.d.T. eingehalten wur<strong>den</strong> / wer<strong>den</strong>.<br />

9


§ 5 Mikrobiologische Anforderungen<br />

Anpassung an das IfSG (Infektionsschutzgesetz):<br />

„(1) Im Trinkwasser dürfen Krankheitserreger im Sinne des §2<br />

Nr. 1 des IfSG, <strong>die</strong> durch <strong>Wasser</strong> übertragen wer<strong>den</strong> können,<br />

nicht in Konzentrationen enthalten sein, <strong>die</strong> eine Schädigung der<br />

menschlichen Gesundheit besorgen lassen.“<br />

„(4) Konzentrationen <strong>von</strong> Mikroorganismen, <strong>die</strong> das Trinkwasser<br />

verunreinigen oder seine Beschaffenheit nachteilig beeinflussen<br />

können, sollen so niedrig gehalten wer<strong>den</strong>, wie <strong>die</strong>s nach <strong>den</strong><br />

a.a.R.d.T. mit vertretbarem Aufwand unter Berücksichtigung <strong>von</strong><br />

Einzelfällen möglich ist.“<br />

d.h. Minimierungsgebot für mikrobiologische und chemische<br />

Konzentrationen<br />

…und somit ist auch klar…<br />

Mikroorganismen sind im Trinkwasser „planmäßig“ vorhan<strong>den</strong>.<br />

10


§ 8 Stelle der Einhaltung (…der Grenzwerte)<br />

Die festgelegten Anforderungen und Grenzwerte der TrinkwV. gelten an<br />

allen Entnahmestellen (Zapfstellen) für Warm- und Kaltwasser bzw. bis<br />

zu <strong>den</strong> Sicherheitseinrichtung an Apparaten.<br />

11


§ 9 Maßnahmen im Falle der Nichteihaltung<br />

<strong>von</strong> Grenzwerten,<br />

Nichterfüllen <strong>von</strong> Anforderungen<br />

sowie<br />

Erreichen oder Überschreiten <strong>von</strong> techn. Maßnahmewerten<br />

Gesundheitsamt ordnet Maßnahmen an, <strong>die</strong> zur<br />

Abwendung der Gefahr erforderlich sind…<br />

…und das Gesundheitsamt kann darüber hinaus<br />

Verwendungseinschränkungen, Ortsbesichtigungen oder<br />

zusätzliche Maßnahmen festlegen.<br />

u.a. Betriebsunterbrechung, Ersatzversorgung, zusätzliche<br />

Untersuchungen etc.<br />

12


§ 13 Anzeigepflichten - Abs.(1)<br />

(insbesondere <strong>von</strong> öffentlichen Trinkwasser-Installationen !!!)<br />

Dem Gesundheitsamt ist schriftlich anzuzeigen:<br />

1. Die Errichtung, <strong>die</strong> erstmalige Inbetriebnahme oder <strong>die</strong> Wiederinbetriebnahme<br />

einer Trinkwasserversorgungsanlage<br />

spätestens 4 Wochen im Voraus;<br />

2. Die Stilllegung einer <strong>Wasser</strong>versorgungsanlage oder Teile <strong>von</strong> Ihr<br />

binnen 3 Tagen;<br />

3. Bauliche oder betriebstechnische Veränderung* an Trinkwasser<br />

führen<strong>den</strong> Teilen einer <strong>Wasser</strong>versorgungsanlage, <strong>die</strong> auf <strong>die</strong><br />

Beschaffenheit des Trinkwasser wesentliche Auswirkung haben<br />

kann, spätestens 4 Wochen im Voraus.<br />

*alle Maßnahmen <strong>die</strong> über <strong>die</strong> ordnungsgemäße Instandhaltung und Instandsetzung hinausgehen.<br />

13


§ 13 Anzeigepflichten - Abs.(5)<br />

(<strong>von</strong> Großanlagen)<br />

Der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer<br />

<strong>Wasser</strong>versorgungsanlage („Vermieter“), in der sich<br />

eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung nach der<br />

Definition der allgemein anerkannten Regeln der Technik<br />

(DVGW W 551) befindet, haben,<br />

sofern aus <strong>die</strong>ser Trinkwasser im Rahmen einer<br />

öffentlichen oder gewerblichen Tätigkeit abgegeben wird,<br />

<strong>den</strong> Bestand<br />

unverzüglich dem Gesundheitsamt anzuzeigen.<br />

14


§ 14 Untersuchungspflichten<br />

der TW-Installation – Abs. (3)<br />

Der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer<br />

<strong>Wasser</strong>versorgungsanlage („ständige <strong>Wasser</strong>verteilung“), in<br />

der sich eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung nach<br />

der Definition der a.a.R.d.T. befindet, haben……..<br />

Erläuterung:<br />

Großanlagen sind Warmwasserinstallationen mit<br />

mehr als 400 Litern Inhalt des Trinkwassererwärmers und/oder<br />

Warmwasserleitungen mit mehr als 3 Litern Inhalt zwischen dem Abgang<br />

des Trinkwassererwärmers und der Entnahmestelle<br />

(a.a.R.d.T. DVGW Arbeitsblatt W 551)<br />

15


§ 14 Untersuchungspflichten (3)<br />

….….durch eine akkreditierte Untersuchungsstelle, sofern<br />

sie Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder<br />

öffentlichen Tätigkeit abgeben, das <strong>Wasser</strong> durch<br />

ergänzende systemische Untersuchungen an mehreren<br />

repräsentativen Probennahmestellen auf <strong>den</strong> in Anlage 3<br />

Teil II festgelegten Parameter zu untersuchen oder<br />

untersuchen zu lassen.<br />

Hinweis: Der Umfang und <strong>die</strong> Häufigkeit der Untersuchungen ergeben<br />

sich aus der Anlage 4 Teil II Buchstabe b<br />

16


§ 14 Untersuchungspflichten (3)<br />

Der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer <strong>Wasser</strong>versorgungsanlage<br />

(„Vermieter“) haben sicherzustellen, dass nach<br />

<strong>den</strong> allgemein anerkannten Regeln der Technik geeignete<br />

Probennahmestellen an <strong>den</strong> <strong>Wasser</strong>versorgungsanlagen vorhan<strong>den</strong><br />

sind.<br />

Die Proben müssen nach <strong>den</strong> allgemein anerkannten Regeln der<br />

Technik entnommen wer<strong>den</strong>.<br />

17


§ 16 Besondere Anzeige- und<br />

Handlungspflichten<br />

Der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer<br />

<strong>Wasser</strong>versorgungsanlage („Vermieter“) haben dem<br />

Gesundheitsamt unverzüglich anzuzeigen, wenn z.B.<br />

• festgelegten Grenzwerte überschritten wor<strong>den</strong> sind,<br />

• Mindestanforderungen für Parameter nicht eingehalten<br />

wer<strong>den</strong>, für <strong>die</strong> das Gesundheitsamt eine Untersuchung<br />

nach § 20 Absatz 1 Nummer 4 angeordnet hat,<br />

• Kenntnisse vorliegen <strong>die</strong> nachteilige Auswirkungen auf<br />

<strong>die</strong> Beschaffenheit des Trinkwassers haben können<br />

18


§ 16 Besondere Anzeige- und<br />

Handlungspflichten - Abs.4<br />

„Vermieter“ <strong>von</strong> Wohnraum oder im Falle der<br />

öffentlichen <strong>Wasser</strong>abgabehaben, haben der<br />

Inhaber <strong>die</strong> verwendeten Aufbereitungsstoffe<br />

und ihre Konzentrationen im Trinkwasser schriftlich oder<br />

auf Datenträgern mindestens wöchentlich aufzuzeichnen<br />

oder aufzeichnen zu lassen.<br />

Die Aufzeichnungen sind vom Zeitpunkt der Verwendung der Stoffe an<br />

sechs Monate lang für <strong>die</strong> Anschlussnehmer und Verbraucher während<br />

der üblichen Geschäftszeiten zugänglich zu halten oder auf Anfrage zur<br />

Verfügung zu stellen.<br />

19


§ 21 Information der Verbraucher<br />

und Berichtspflichten<br />

„Vermieter“ haben <strong>den</strong> betroffenen Verbrauchern („Mietern“)<br />

mindestens jährlich geeignetes und aktuelles Informationsmaterial<br />

über <strong>die</strong> Qualität des bereitgestellten Trinkwassers<br />

auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse zu<br />

übermitteln.<br />

Dazu gehören auch Angaben über <strong>die</strong> Aufbereitungsstoffe,<br />

<strong>die</strong> bei der Aufbereitung und Verteilung verwendet wer<strong>den</strong>,<br />

sowie Angaben, <strong>die</strong> für <strong>die</strong> Auswahl geeigneter Materialien<br />

für <strong>die</strong> Trinkwasser-Installation nach <strong>den</strong> allgemein<br />

anerkannten Regeln der Technik erforderlich sind.<br />

20


§ 21 Information der Verbraucher<br />

und Berichtspflichten - BLEI<br />

Ab dem 1. Dezember 2013 haben der<br />

Vermieter oder der öffentliche Bereich<br />

<strong>die</strong> betroffenen Verbraucher/Nutzer zu<br />

informieren, wenn Leitungen aus<br />

dem Werkstoff BLEI in der <strong>von</strong> ihnen<br />

betriebenen Anlage vorhan<strong>den</strong> sind,<br />

sobald sie hier<strong>von</strong> Kenntnis erlangen.<br />

Grenzwert Blei = 0,010 mg/ l<br />

Die Vermieter, haben <strong>die</strong> ihnen zugegangenen Informationen allen<br />

betroffenen Verbrauchern („Mietern“) schriftlich oder durch Aushang<br />

bekannt zu machen.<br />

ACHTUNG: Wir haben Blei im Trinkwasser !<br />

21


§ 24 Straftaten<br />

Gemäß § 24 begeht eine Straftat, wer vorsätzlich oder<br />

fahrlässig mikrobiologisch oder chemisch verseuchtes<br />

Trinkwassern zur Verfügung stellt.<br />

§ 25 Ordnungswidrigkeiten<br />

Dazu gehören Verstöße gegen <strong>die</strong> Untersuchungs-,<br />

Aufzeichnungs- und Unterrichtungspflichten sowie<br />

Versäumnisse bezüglich einer nicht ordnungsgemäßen<br />

Instandhaltung oder des nicht ordnungsgemäßen<br />

Betriebs der Trinkwasserversorgungsanlage.<br />

22


Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit<br />

23


Die Trinkwasser-Installation<br />

Haftungsrisiken für Betreiber und<br />

Installateure<br />

RA‘in Felicitas Floßdorf


Die Themen:<br />

• Regeln für <strong>die</strong> Trinkwasser-Installation<br />

<strong>Verordnung</strong>en:<br />

TrinkwV<br />

EnEV 2009<br />

AVB<strong>Wasser</strong>V<br />

• Pflichten des Installateurs<br />

• Verstoß gegen Pflichten: Was kann passieren<br />

Technische Regeln:<br />

DIN EN 806<br />

DIN 1988<br />

DIN EN 1717<br />

VDI 6023<br />

VOB/C, insbesondere DIN<br />

18381<br />

(ZVSHK Merkblätter)<br />

(DVGW Regelwerke/Twin)<br />

und wie haftet der Installateur?<br />

• Für <strong>die</strong> Praxis …


Regelwerke<br />

Staat<br />

Private<br />

Vereinigungen<br />

<strong>Verordnung</strong>en:<br />

TrinkwV<br />

EnEV 2009<br />

AVB<strong>Wasser</strong>V<br />

Technische Regeln:<br />

DIN EN 806<br />

DIN 1988<br />

DIN EN 1717<br />

VDI 6023<br />

VOB/C, insbesondere DIN<br />

18381<br />

(ZVSHK Merkblätter)<br />

(DVGW Regelwerke/Twin)


Pflichten des Installateurs<br />

• Herstellen einer Trinkwasser-Installation<br />

• nach <strong>den</strong> Vorgaben der TrinkwV<br />

• und <strong>den</strong> allgemein anerkannten Regeln der Technik<br />

siehe § 17 Abs. 1 Satz 2 TrinkwV<br />

• Verwendung <strong>von</strong> Werkstoffen und Materialien, <strong>die</strong> sich<br />

für <strong>die</strong> Trinkwasser-Installation eignen.<br />

siehe § 17 Abs. 1 Satz 1 TrinkwV<br />

• Allgemeine Prüfungs- und Hinweispflichten aus einem<br />

Werkvertrag<br />

• z.B. Legionellenprophylaxe


Einige (Hygiene-)<br />

Problemfelder bei der<br />

Trinkwasser-Installation:<br />

• Dämmung <strong>von</strong><br />

Rohrleitungen<br />

• Dimensionierung <strong>von</strong><br />

Rohrleitungen<br />

• Hydraulischer Abgleich der<br />

Stränge<br />

• Temperaturen


Haftung des Installateurs<br />

Auftraggeber<br />

Nachbesserung/<br />

Scha<strong>den</strong>sersatz<br />

Installateur<br />

Dritte<br />

Scha<strong>den</strong>sersatzansprüche,<br />

wenn ein Schutzgesetz z.B.<br />

TrinkwV verletzt wurde.<br />

Staat<br />

Strafrecht/<br />

Ordnungswidrigkeit


Für <strong>die</strong> Praxis der Installateure gilt …<br />

• bei Neuinstallationen<br />

• <strong>Verordnung</strong>en und Regelwerke einhalten!<br />

• Hinweis bei fehlerhaftem LV.<br />

• Bleibt der Auftraggeber bei regelwidriger Ausführung<br />

⇒ Leistung verweigern<br />

• bei bestehen<strong>den</strong> Anlagen:<br />

sind vor allem Hinweispflichten zu beachten z.B.<br />

• Bleileitungen<br />

• Legionellenprophylaxe<br />

• Beigestelltes Material ohne Zertifizierung oder<br />

Herstellernachweis<br />

Beachte: Hinweispflicht immer nur im Rahmen des<br />

Wirkungskreises!


Infos und Muster<br />

Im Internet: www.shk-nrw.de unter shk know-how<br />

„Trinkwasser und Recht“


Legionellenuntersuchungen<br />

in Trinkwasser-<br />

Installationen<br />

Informationen zur neuen<br />

Trinkwasserverordnung vom<br />

01.11.2011


„Hausbesitzer müssen Warmwasser auf Legionellen<br />

untersuchen“


Legionellen<br />

• stäbchenförmige Bakterien<br />

• in Süßwasser in geringen Konzentrationen vorhan<strong>den</strong><br />

• Vermehrungsoptimum bei 25-45°C<br />

• Absterben ab ca. 55°C, 60°C wer<strong>den</strong> in der Regel nicht<br />

überlebt<br />

• Gefahr der Vermehrung in Trinkwasserwärmungsanlagen bei<br />

nicht fachgerechtem Betrieb, z.B.<br />

– bei zu geringen Temperaturen oder<br />

– unzureichender Nutzung bzw. Stagnation


Erkrankungen durch<br />

Legionellen<br />

• Einatmen <strong>von</strong> legionellenhaltigen Aerosolen, z.B. beim Duschen<br />

• kann auslösen:<br />

– „Legionellose: schwere, u. Umstän<strong>den</strong> tödlich verlaufende<br />

Lungenentzündung<br />

– Pontiac-Fieber (grippeähnlicher Infekt)<br />

• gefährdet sind insbesondere abwehrgeschwächte oder vorerkrankte<br />

Personen, jedoch können auch gesunde Menschen erkranken<br />

• keine Dosis-Wirkung-Beziehung:<br />

bereits geringe Konzentrationen können Erkrankung auslösen, aber<br />

hohe Konzentrationen führen nicht zwangsläufig zu Infektionen


Legionellenuntersuchungen in<br />

Trinkwassererwärmungsanlagen<br />

• bislang (TrinkwV 2001) Untersuchungen in öffentlichen<br />

Trinkwasserinstallationen, z.B.<br />

– in Krankenhäuser, Seniorenheimen<br />

• zukünftig auch verstärkt in gewerblich genutzten<br />

Installationen, z.B.<br />

– in Mietshäusern (außer Ein- u. Zweifamilienhäuser)<br />

• wenn eine „Großanlage zur Trinkwasserwärmung“<br />

vorhan<strong>den</strong> ist


Begründung für Erweiterung der<br />

untersuchungspflichtigen Anlagen<br />

• laut „CAPNETZ-Stu<strong>die</strong>“ sind bis zu 4% der jährlich ca. 800.000 in<br />

Deutschland auftreten<strong>den</strong> Fälle <strong>von</strong> Lungenentzündungen, <strong>die</strong> nicht<br />

in Krankenhäusern oder Pflegeinrichtungen erworben wur<strong>den</strong>, auf<br />

Legionellen zurückzuführen<br />

• daher in Deutschland zu erwarten: ca. 15.000 – 30.000<br />

Erkrankungen pro Jahr<br />

• Sterblichkeit bei ca. 6%, d.h. ca. 1.800 Todesfälle pro Jahr<br />

• dem Robert-Koch-Institut wer<strong>den</strong> jedoch jährlich nur ca. 500 bis 600<br />

Legionellosen gemeldet (Düsseldorf: in <strong>den</strong> letzten Jahren maximal<br />

5 gemeldete Fälle pro Jahr)<br />

• Daher wird <strong>von</strong> einer erheblichen Untererfassung der<br />

Erkrankungen im häuslichen Umfeld ausgegangen


Untersuchungspflicht für<br />

Großanlagen zur<br />

Trinkwassererwärmung<br />

• Untersuchungspflicht besteht, falls:<br />

– <strong>Wasser</strong>abgabe im Rahmen einer öffentlichen oder gewerblichen<br />

Tätigkeit<br />

– Großanlage gemäß DVGW Arbeitsblatt W 551:<br />

• zentrale Warmwasserbereitung mit<br />

– Speichervolumen > 400 Liter und/oder<br />

– Leitungen mit > 3 Liter <strong>Wasser</strong>inhalt<br />

– Duschen oder andere Einrichtungen vorhan<strong>den</strong>, in <strong>den</strong>en es zur<br />

Vernebelung <strong>von</strong> Trinkwasser kommt


Pflichten des Besitzers /<br />

Inhabers <strong>von</strong> Großanlagen<br />

• Meldung der Anlage an das Gesundheitsamt<br />

• jährliche eigenständige Beauftragung <strong>von</strong><br />

Legionellenuntersuchungen<br />

• Übermittlung der Ergebnisse innerhalb <strong>von</strong> 2 Wochen nach<br />

Abschluss der Untersuchungen an das Gesundheitsamt<br />

• das Gesundheitsamt Düsseldorf wird zukünftig auf seiner<br />

Internetseite Informationen und Hilfen zur Verfügung stellen, u.a.:<br />

– Anzeigeformular für Großanlagen<br />

– Verweis auf Liste der gemäß Trinkwasserverordnung<br />

zugelassenen Laboratorien


Weitere Anzeigepflichten für Besitzer / Inhaber<br />

<strong>von</strong> öffentlich oder gewerblich genutzten<br />

Trinkwasser-Installationen<br />

• dem Gesundheitsamt ist anzuzeigen:<br />

– <strong>die</strong> Errichtung einer <strong>Wasser</strong>versorgungsanlage<br />

– <strong>die</strong> erstmalige Inbetriebnahme oder <strong>die</strong> Wiederinbetriebnahme<br />

oder Stilllegung einer <strong>Wasser</strong>versorgungsanlage<br />

– <strong>die</strong> bauliche oder betriebstechnische Veränderung an<br />

Trinkwasser führen<strong>den</strong> Teilen einer <strong>Wasser</strong>versorgungsanlage,<br />

<strong>die</strong> auf <strong>die</strong> Beschaffenheit des Trinkwassers wesentliche<br />

Auswirkungen haben kann<br />

– der Übergang des Eigentums oder des Nutzungsrechts an einer<br />

<strong>Wasser</strong>versorgungsanlage auf eine andere Person


Informationspflichten gegenüber dem<br />

Verbraucher<br />

• Besitzer oder Inhaber einer gewerblich oder<br />

öffentlich genutzten Trinkwasserinstallation<br />

müssen <strong>die</strong> Verbraucher mindestens jährlich auf<br />

Grundlage der Untersuchungsergebnisse über <strong>die</strong><br />

Qualität des Trinkwassers informieren<br />

• z.B. durch Anschreiben oder Aushang


Beprobung und Untersuchung<br />

auf Legionellen - I<br />

• Analytik und Beprobung muss <strong>von</strong> Laboren ausgeführt wer<strong>den</strong>, <strong>die</strong><br />

gemäß § 15 TrinkwV akkreditiert sind<br />

• sonst keine Anerkennung der Analysen durch das<br />

Gesundheitsamt!<br />

• Labore können externe Probenehmer einsetzen, <strong>die</strong><br />

– nachweislich über <strong>die</strong> Sachkunde der<br />

„Entnahme <strong>von</strong> Trinkwasserproben für <strong>die</strong> Durchführung <strong>von</strong><br />

Untersuchungen im Rahmen der amtlichen Überwachung“ (externer<br />

Sachkundelehrgang)<br />

verfügen und<br />

– eingebun<strong>den</strong> sind in <strong>die</strong> interne Qualitätssicherung und Schulung des<br />

jeweiligen Labors


Beprobung und Untersuchung<br />

auf Legionellen - II<br />

• Probenahme ist beschrieben in der neuen DVGW-<br />

Information TWIN Nr. 06 (Januar 2012)<br />

• wichtige Unterschiede zur bisherigen Probenahme gemäß<br />

Empfehlung des Umweltbundesamtes:<br />

– „Systemische Untersuchung“ nach § 14 TrinkwV<br />

– Probenahme gemäß DIN EN ISO 19548 (Probenahme für<br />

mikrobiologische Untersuchungen), Zweck b)<br />

– demnach Probenahme an Entnahmestellen, <strong>die</strong> desinfiziert, d.h.<br />

in der Regel abgeflammt wer<strong>den</strong> können<br />

– daher nicht an Duschen, sondern an Zapfhähnen an der<br />

Erwärmungsanlage und an Waschbecken in der Peripherie


Beprobung und Untersuchung<br />

auf Legionellen - III<br />

• Anzahl der Probenahmestellen sind auch in der TWIN nicht<br />

festgelegt<br />

• Auswahl kann z.B. vom Installateur oder <strong>von</strong> dem ausführen<strong>den</strong><br />

Labor vor Ort vorgenommen wer<strong>den</strong><br />

• Orientierende Untersuchung gemäß DVGW Arbeitsblatt W 551:<br />

– je 1 Probe an Auslauf und Wiedereintritt (Zirkulation) des TWE<br />

– 1 Probe je Steigstrang<br />

sinnvoll: entferntestes Waschbecken in einem Duschraum an jedem<br />

Steigstrang


Beprobung und Untersuchung<br />

auf Legionellen - IV<br />

• falls nicht vorhan<strong>den</strong>, müssen abflammbare<br />

Probenahmestellen in Vorlauf und Zirkulation eingerichtet<br />

wer<strong>den</strong><br />

• <strong>die</strong> Untersuchungen sind jährlich durchzuführen<br />

• bei Ergebnissen ohne Beanstandung in drei aufeinander<br />

folgen<strong>den</strong> Jahren kann das Gesundheitsamt das<br />

Untersuchungsintervall verlängern


Vorgehensweise bei erhöhten<br />

Legionellengehalten<br />

• bei Erreichen bzw. Überschreitung des technischen Maßnahmewerts<br />

<strong>von</strong> 100 KBE/100 ml<br />

muss der Besitzer / Inhaber der Anlage<br />

– unverzüglich <strong>die</strong> Überschreitung anzeigen und<br />

• nach Aufforderung durch das Gesundheitsamt<br />

– unverzüglich, spätestens innerhalb <strong>von</strong> 30 Tagen, eine<br />

Ortsbesichtigung,<br />

– eine Gefährdungsanalyse<br />

– eine Prüfung, ob mindestens <strong>die</strong> a.a.R.d.T eingehalten wer<strong>den</strong>,<br />

und<br />

– ggf. Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr<br />

durchführen oder durchführen lassen sowie<br />

– ggf. betroffene Verbraucher über vorzunehmende Maßnahmen<br />

oder Verwendungseinschränkungen (z.B. Duschverbot)<br />

informieren


Gefährdungsanalyse<br />

• derzeit ist nicht geregelt, was eine Gefährdungsanalyse<br />

umfasst und wer sie durchführen darf bzw. kann<br />

• sinnvoll ist <strong>die</strong> Beauftragung eines Fachmanns, z.B.<br />

– öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger<br />

– Fachkundiger gemäß VDI-Richtlinie 6023,<br />

Kategorie A (Qualifikation für hygienebewusste Planung,<br />

Errichtung und Instandhaltung <strong>von</strong> Trinkwasser-Installationen)


Mindestanforderung an <strong>die</strong><br />

Gefährdungsabschätzung - I<br />

• Ziel der Gefährdungsabschätzung:<br />

– Ermittlung der Ursachen für <strong>die</strong> erhöhten Legionellengehalte<br />

– Konzept zur Sanierung der Kontamination<br />

• Form der Gefährdungsabschätzung :<br />

– schriftliche Abfassung in Gutachtenform mit Dokumentation der<br />

Ortsbesichtigung<br />

• Inhalt der Gefährdungsabschätzung :<br />

– Beschreibung der Trinkwassererwärmungsanlage<br />

– Feststellung, ob <strong>die</strong> a.a.R.d.T eingehalten wer<strong>den</strong>, Auflistung<br />

<strong>von</strong> Mängeln<br />

– DVGW Arbeitsblatt W 551!!!<br />

– Vorschläge für Sanierungsmaßnahmen und erweiterte<br />

Untersuchungen<br />

• Sofortmaßnahmen, z.B. thermische Desinfektion,<br />

Spülungen<br />

• nachhaltige betriebs- und bautechnische Maßnahmen


Mindestanforderung an <strong>die</strong><br />

Gefährdungsabschätzung - II<br />

• Beschreibung der Anlage:<br />

– Anlagenart, Hersteller, Baujahr<br />

– Anzahl und Größe <strong>von</strong> Speichern, Parallel- oder<br />

Reihenschaltung<br />

– Strangschema<br />

– Anzahl der versorgten Wohneinheiten und Entnahmestellen<br />

– Temperaturen in Speicher, Vorlauf und Zirkulation<br />

– Angaben zum Zirkulationssystem (Pumpen in Dauer- oder<br />

Temporärbetrieb, hydraulischer Abgleich des Systems)<br />

– Angabe zur Dimensionierung der Anlage in Relation zum<br />

Warmwasserverbrauch<br />

– Angaben zu regelmäßigen Wartungen (Betriebstagebuch)


Mindestanforderung an <strong>die</strong><br />

Gefährdungsabschätzung - III<br />

• Beispiele für Mängel:<br />

– Temperaturen unterhalb der Anforderungen des DVGW<br />

Arbeitsblatt W 551<br />

– defekte Anlagenteile (z.B. Wärmetauscher, Zirkulationspumpen)<br />

– Stagnationsleitungen oder –räume (z.B. nicht<br />

zwangsdurchströmte Membranausgleichsgefäße) vorhan<strong>den</strong><br />

– einzelne Entnahmestellen wer<strong>den</strong> nie oder nur selten genutzt<br />

– fehlender Rückflussverhinderer in Kaltwasserzuleitung<br />

– etc.<br />

• wichtig: im Anschluss <strong>von</strong> Sanierungsmaßnahmen sind<br />

Nachuntersuchungen zur Überprüfung des Sanierungserfolgs<br />

erforderlich


Vielen Dank für Ihre<br />

Aufmerksamkeit


Marktpartnerveranstaltung 02.02.2012<br />

Probenahme nach DIN EN ISO/IEC 17025<br />

Vera Schumacher, Dr. Hans-Peter Rohns


Was soll vorgestellt wer<strong>den</strong>?<br />

‣Probenahme?<br />

‣Was ist erforderlich?<br />

‣Wie wird es umgesetzt?<br />

2


Wie sieht eine Probenahme aus?<br />

3


Der erste Schritt<br />

Grundschulung oder<br />

Auffrischungskurs<br />

einer anerkannten Einrichtung<br />

(meist zweitägig mit anschließender Prüfung)<br />

4


Akkreditierung DIN EN ISO/IEC 17025<br />

Dies ist <strong>die</strong><br />

„Lizenz<br />

zur Probenahme<br />

und Analyse“<br />

der aufgeführten<br />

Wässer und<br />

Parameter


Der zweite Schritt<br />

Vertrag<br />

zwischen einer<br />

akkreditierten<br />

Untersuchungsstelle<br />

und<br />

dem Probenehmer/<br />

Arbeitgeber des<br />

Probenehmers<br />

6


Der dritte Schritt<br />

Jährliche Schulung des<br />

Probenehmers in der<br />

Untersuchungsstelle der SWD<br />

allgemeinen Regelungen des<br />

Qualitätsmanagementsystems sowie <strong>die</strong> für seine Aufgaben<br />

erforderlichen Arbeitsanweisungen zur Probenahme, zur<br />

Bestimmung der vor-Ort-Parameter, zum Transport der Proben und<br />

Dokumentation in der aktuellen Version u


Ausrüstung


Der letzte Schritt<br />

Auditierung des Probenehmers <strong>von</strong><br />

der Untersuchungsstelle der SWD<br />

Einmal in drei Jahren wird der Probenehmer<br />

durch eine autorisierte Person der Untersuchungsstelle<br />

zur Probenahme auditiert.<br />

Dies bedeutet, dass der Probenehmer zur Auditierung der<br />

Untersuchungsstelle zur Verfügung steht.<br />

9


Kosten und Aufwand<br />

Grundschulung/Auffrischung 500 €<br />

alle 5 Jahre<br />

2 Tage<br />

Aufnahme in Akkreditierung<br />

(DAkkS, Audits, jährliche Schulung)<br />

1000 €/Jahr<br />

1 Tag/Jahr<br />

Orientierende Untersuchung ca. 200 €<br />

(Probenahme + 3 Proben+<br />

Prüfberichte)<br />

10


Dank<br />

Vielen Dank für Ihr Interesse<br />

… bitte um Fragen?<br />

Dipl. Biol. Vera Schumacher<br />

vschumacher@swd-ag.de<br />

Dr. Hans-Peter Rohns<br />

hprohns@swd-ag.de<br />

11


Das Problem ist erkannt. Und jetzt ???<br />

Referent:<br />

Alexander Ditgen<br />

Vorstandsmitglied Innung Sanitär Heizung Klima Düsseldorf<br />

Geschäftsführender Gesellschafter Paul Jacobs GmbH Düsseldorf<br />

Zusammenarbeit der Innung mit dem Marktpartner <strong>Stadtwerke</strong> Düsseldorf AG


Das Düsseldorfer 3-Stufenmodell<br />

3. Stufe<br />

Aufnahme in <strong>die</strong><br />

Akkreditierung einer<br />

Untersuchungsstelle<br />

2. Stufe<br />

Sachkundeschulung<br />

Probenahme <strong>von</strong><br />

Trinkwasser<br />

1. Stufe<br />

Informationsveranstaltung mit<br />

Marktpartnern<br />

Alexander Ditgen 2


1. Stufe: Informationsveranstaltung mit Marktpartner<br />

• Voraussetzungen:<br />

o Teilnahme an der heutigen Informationsveranstaltung<br />

• Möglichkeiten:<br />

o Information der Betreiber<br />

o Diskussion der Problematik mit Betreibern / Betroffenen<br />

o Einbau <strong>von</strong> Probenentnahmestellen nach Vorgabe eines Berechtigten<br />

o Probenahme durch frei gewählte(s) Labor(e)<br />

Keine Probenahme möglich !<br />

01.02.2012 Alexander Ditgen<br />

3


2. Stufe: Sachkundeschulung Probenahme <strong>von</strong> Trinkwasser<br />

• Voraussetzungen:<br />

o Lehrgang „ Sachkunde Probenahme § 15 Abs. 4 TrinkwV 2001“<br />

• Möglichkeiten:<br />

o Festlegung der erforderlichen Probenentnahmestellen<br />

o Selbstständiger Einbau <strong>von</strong> Probenentnahmestellen<br />

o Probenahme durch frei gewählte(s) Labor(e)<br />

o Grundlage für 3. Stufe (selbstständige Probenahme)<br />

Keine Probenahme möglich !<br />

01.02.2012 Alexander Ditgen<br />

4


3. Stufe: Aufnahme in <strong>die</strong> Akkreditierung einer Untersuchungsstelle<br />

• Voraussetzungen:<br />

o Aufnahme in eine akkreditierte Untersuchungsstelle z.B. bei<br />

− <strong>Stadtwerke</strong> Düsseldorf AG als Kooperationspartner<br />

− frei gewählte Untersuchungsstelle<br />

Ggf. anfallende Kosten hierfür sind mit <strong>die</strong>sen zu klären<br />

o Teilnahme 2. Stufe<br />

o Einmalige Teilnahme an einem Lehrgang der Untersuchungsstelle<br />

o Wiederkehrende Teilnahme an einer Schulung der<br />

Untersuchungsstelle<br />

Erforderlich für <strong>die</strong> Fortsetzung der Zulassung in der Untersuchungsstelle<br />

o Weisungsgebun<strong>den</strong>heit an <strong>die</strong> Untersuchungsstelle (QM)<br />

01.02.2012 Alexander Ditgen<br />

5


3. Stufe: Aufnahme in <strong>die</strong> Akkreditierung einer Untersuchungsstelle<br />

• Möglichkeiten:<br />

o Selbstständige Probenahme mit Verbringung in ein Labor<br />

Hierzu sind weitere technische Voraussetzungen erforderlich:<br />

− Temperaturmessgerät<br />

− pH-Messgerät<br />

− Transportbox (gekühlt)<br />

− Transportbehälter (wird meistens <strong>von</strong> Untersuchungsstelle gestellt)<br />

− Weitere Schutzausrüstung<br />

01.02.2012 Alexander Ditgen<br />

6


Fazit<br />

• Aufgrund der fortwähren<strong>den</strong> Kosten für <strong>die</strong> Zulassung sollte<br />

jeder Betrieb abwägen, welche Stufe für ihn Sinn macht.<br />

• Es besteht auch <strong>die</strong> Möglichkeit, dass Betriebe, welche <strong>die</strong><br />

1. oder 2. Stufe erlangt haben, Kooperationen mit Betrieben<br />

der 3. Stufe aufnehmen können.<br />

Für <strong>die</strong>se Kooperationen steht <strong>die</strong> Innung Düsseldorf gerne als<br />

Vermittler zur Verfügung.<br />

01.02.2012 Alexander Ditgen<br />

7


Ausblick<br />

• Die Anforderungen der Trinkwasserverordnung stellen eine<br />

noch nie da gewesene Verpflichtung für <strong>den</strong> Betreiber dar.<br />

Er hat <strong>die</strong> Verantwortung für seine Trinkwasseranlage.<br />

Wir sollten <strong>die</strong> Chance nutzen, ihm bei der Umsetzung hierbei<br />

zu helfen und unsere Fachkompetenz zu unterstreichen.<br />

• Wir sind uns bewusst, dass es in der praktischen Umsetzung<br />

des Themas noch Fragen und auch Änderungen geben wird.<br />

• Wir als Innung Düsseldorf wer<strong>den</strong> Sie zeitnah über<br />

Änderungen informieren und Sie gerne bei der Umsetzung<br />

unterstützen.<br />

01.02.2012 Alexander Ditgen<br />

8


Innungsmitgliedschaft ???!!!!!<br />

Referent:<br />

Hans-Werner Eschrich<br />

Vorstandsmitglied Innung Sanitär Heizung Klima Düsseldorf<br />

Inhaber H.W.E. Eschrich


Vorteile der Mitgliedschaft<br />

• Interessenvertretung der Unternehmer/-innen bei:<br />

– Technischen Themen (z.B. <strong>die</strong> heutige TrinkwV-Veranstaltung)<br />

– Rechtlichen Themen (z.B. <strong>die</strong> Anwendung der TrinkwV )<br />

– Der Findung <strong>von</strong> Kooperationen (z.B. Marktpartnerschaft mit <strong>den</strong><br />

<strong>Stadtwerke</strong>n Düsseldorf und ihrem Labor)<br />

– Der Übermittlung aller für <strong>die</strong> Mitglieder interessanten Themen (z.B.<br />

Kooperationen mit Versicherern, Autohäusern oder der Stadt<br />

Düsseldorf bezüglich der Parksondergenehmigungen usw.)<br />

– Starke Gemeinschaft zur Durchsetzung <strong>von</strong> Interessen gegenüber<br />

Handelspartnern, Industrie und Kommunen (z.B. Logistikkosten,<br />

Parksondergenehmigungen)<br />

Hans-Werner Eschrich


Vorteile der Mitgliedschaft<br />

• Interessenvertretung der Unternehmer/-innen bei:<br />

– Fragen zum Personal (z.B. Kündigungsfragen)<br />

– Fragen zum Tarif (z.B. Mitwirkung im tarifpolitischen Ausschuß )<br />

– Fragen der Zukunftsausrichtung und <strong>den</strong> Märkten der Zukunft<br />

(z.B. im Umgang mit dem Internethandel)<br />

– Finanzielle Besserstellung in Bezug auf <strong>die</strong> Prüfungskosten und <strong>die</strong><br />

überbetriebliche Ausbildung für <strong>die</strong> Auszubil<strong>den</strong><strong>den</strong> <strong>von</strong> Mitgliedern<br />

zu Nichtmitgliedern<br />

– Lehrlingswarte schlichten bei Lehrlingsstreitigkeiten<br />

– Außergerichtliche Schlichtung zwischen Auftraggeber und<br />

Handwerker<br />

Hans-Werner Eschrich


Zusätzliche Vorteile der Mitgliedschaft<br />

• Die Mitgliedschaft beinhaltet:<br />

– Die kostenfreie Beratung durch <strong>den</strong> Fachverband NRW<br />

in allen Fragen:<br />

• der Technik und ihrer Anwendung sowie ihren Auswirkungen in<br />

rechtlicher Hinsicht (z.B. <strong>die</strong> heutigen Referate zur TrinkwV-Veranstaltung)<br />

• Der Bereitstellung <strong>von</strong> Informationsmaterialien<br />

• Der Bereitstellung <strong>von</strong> Werbematerialien<br />

• Der Ausrichtung <strong>von</strong> Informationsveranstaltungen (z.B. SHK-Messe-<br />

Essen)<br />

• Der Ausrichtung <strong>von</strong> Lehrgängen (z.B. Probenehmerschulung TrinkwV)<br />

Hans-Werner Eschrich


Zusätzliche Vorteile der Mitgliedschaft<br />

• Die Mitgliedschaft beinhaltet:<br />

– Die kostenfreie Unterstützung durch <strong>die</strong> Kreishandwerkerschaft<br />

in Themen wie:<br />

• Inkassounterstützung bis zum Mahnbescheid<br />

• Rechtsberatung in Personalfragen (z.B. Vertretung vor Gericht in<br />

Kündigungsstreitigkeiten)<br />

• Unterstützung bei Fragen zum Parkausweis der<br />

Landeshauptstadt Düsseldorf<br />

• Eintragung in <strong>die</strong> Handwerks- und Lehrlingsrolle<br />

Hans-Werner Eschrich


Fazit<br />

• Die Innung ist auf Grund der vorgenannten Erläuterungen ein ernsthaft<br />

zu empfehlender Interessenvertreter unseres Handwerkes.<br />

• Außer <strong>den</strong> technischen wie <strong>den</strong> außertechnischen Themen ist <strong>die</strong><br />

Innung für Unternehmer-/innen ein Treffpunkt zum Austausch <strong>von</strong><br />

eigenen Erfahrungen. Es muss nicht jeder in <strong>die</strong> gleiche Falle tappen.<br />

• Gerne stehen wir nach <strong>die</strong>ser Veranstaltung zu persönlichen Gesprächen,<br />

Fragen und Anregungen zur Verfügung.<br />

• Bleibt zum Schluss noch zu sagen:<br />

• Genießen Sie weiter ihre Mitgliedschaft<br />

oder<br />

• Treten Sie noch heute bei!!!<br />

01.02.2012 Hans-Werner Eschrich<br />

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