Aus dem Inhalt - Schwäbisches Tagblatt

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2 DasHandwerk in der Region Freitag, 25.Februar 2011

Ausdem

Inhalt

Seite 3

Drei Bundessiegerüber

ihre Ausbildung und

PerspektivenimHandwerk

ab Seite 4

Bildungspartnerschaften

zwischenBetrieben und

Schulen: Beispiele aus

denLandkreisen

Seite 10

PräzisionimModellbau:

Ein Kammersieger berichtet

Praxisparcours in der

Bildungsakademie

Seite 12

FrauenimHandwerk

Seite 13

Frauen-Aktionstage

Preisrätsel:

iPAD zu gewinnen

Seite 14

Passgenaue Vermittlung

Bildung mit guterRendite

ab Seite 15

Diegroße Lehrstellenbörse:

Über 600freie Lehrstellen

Seite 19

Alles, was schmeckt

Seite 27

Fördermittel für

Sanierungsmaßnahmen

Seite 28

Wartung spartEnergiekosten

Handwerkerferien 2011

Seite 30

Sinnvoll modernisieren

Seite 31

Energieberater zeigen

Einsparpotenziale auf

Seite 32

Energie von derSonne

Seite 33

Die Kreishandwerkerschaften

imÜberblick

Seite 34

Gute Autos brauchen

besten Service

Bild: HandwerkskammerReutlingen

Gute Noten für das Handwerk

Gute Noten –damit kann das

Handwerk in der Regiongleich in

mehreren Bereichen überzeugen.

Punkt eins–diewirtschaftliche

Lage:Nach einer repräsentativenUmfrage

derHandwerkskammer

Reutlingen in den Landkreisen

Freudenstadt, Reutlingen,

Tübingen,Sigmaringen und

Zollernalb bewertet mehr alsdie

Hälfte aller Unternehmen dieaktuelleGeschäftslagemitderNote

»gut«. Fast genauso viele gehen

mit Optimismus indie kommenden

Monate. Rund drei Viertel

der befragten Unternehmen erwarten

eine stabileoder steigende

Nachfrage, knapp die Hälfte

will in dennächsten Monatenin

neueMaschinenundWerkzeuge

investieren.Angesichts guterGeschäfte

und erfreulicher Aussichtenplanenzurzeitzahlreiche

Betriebe,zusätzlicheMitarbeiter

einzustellen.

DasführtzuPunkt 2:GuteNotengibtesseitjeherfür

dieAusbildung

im Handwerk. Jeder

zehnte MitarbeiterimHandwerk

ist ein Auszubildender. Kein anderer

Wirtschaftsbereich hat eine

vergleichbare Ausbildungsquote.DochallengutenKarrierechancen

zum Trotz sind unbesetzteAusbildungsplätzeauchim

HandwerkkeineSeltenheitmehr.

In derLehrstellenbörse derKammer

sind derzeit 1220 offene

Fachbetrieb für Rolladen und Sonnenschutztechnik

·Terrassenüberdachungen mit

Reparatur-Service

beweglichen Glaselementen

Markisen für Terrasse -Balkon -Wintergärten ·bieten einen freien Blick

·einfach zu verschieben

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Lehrstellenin461 Betrieben gemeldet

(Stand14. Februar) –so

vielwie noch nie zu Jahresbeginn

(siehe ab Seite 15). Um dem

Nachwuchsmangel entgegenzuwirken,

setzen die Handwerkskammer

Reutlingen und ihre Mitgliedsbetriebe

vor allem auf die

engeZusammenarbeit mitSchulen.ImRahmenvonBildungspartnerschaften

sollen Jugendliche

Berufsbilderund betriebliche Abläufe

kennenlernen und für eine

Ausbildung im Handwerkgewonnen

werden (Schwerpunktthema

dieser Ausgabe, ab Seite 4).

Punkt 3: DasHandwerkbietet

seinenNachwuchskräften beste

Zukunftsaussichten. Deshalb

werdenvonBewerbernaufeinen

Ausbildungsplatz auch gute Leistungen

–vor allemaber Engagement

–erwartet. In denmeisten

Handwerksberufen kommt es

heute vor allem auf Köpfchen

undGeschickanstattaufkörperlicheKraft.Schließlich

gehtauch

in derBackstube oder in der Metallwerkstatt

ohneden Kollegen

Computer und anspruchsvolle

Maschinen längst nichts mehr.

Auch das Geschlecht entscheidetschon

langenichtmehr, vielmehr

zählen Motivationund Fähigkeiten.

Selbst in früher traditionellen

Männerberufen haben

Frauen heute gute Chancen(siehe

Seite 12und 13).


+++++

Freitag, 25.Februar 2011

DasHandwerkinder Region

3

»Ein schönes Gefühl, etwas selbst

herzustellen«

Drei Bundessieger ausder Regionberichten über ihre Berufswahl, ihre Motivationund beruflichen Perspektiven

Das Handwerk gehört zuden Branchen

mit den besten Zukunftsaussichten.

Dennoch suchen Handwerksbetriebe

händeringend nach

Nachwuchs – viele Jugendliche unterschätzen

diePerspektiven, die das

Handwerk bietet. Exemplarisch für

die Chancenvielfalt schildern drei

junge Menschenausder Regionihren

Weg ineine aussichtsreiche berufliche

Zukunft.

Alissa Padeffke hat ihre Ausbildung

als Fachverkäuferin im elterlichen Betrieb,

derMössingerBäckerei Padeffke,

absolviert, Anne Schneider als Holzblasinstrumentenmacherin

beim Tübinger

Dudelsackbauer Andreas Rogge

und Kadir Uzunsakaloglu als Stuckateur

beider Firma GöhringinUnterjesingen.

Mit Begeisterung, Motivation und

starker Unterstützung vonseiten ihrer

Ausbildungsbetriebe ging es dann

Schritt für Schritt nach vorne: Imvergangenen

Jahr wurdenalledreiimLeistungswettbewerb

desdeutschenHandwerks

alsdie besten Auszubildenden in

ihren Ausbildungsberufen gekürt. Im

Gespräch berichten sie über ihre Berufswahl

und ihre Zukunftspläne.

Redaktion: Wie seid Ihr bei Eurer Berufswahl

vorgegangen?

Alissa: Für mich stand von Anfang an

fest, später einmalzusammenmit meinem

Bruder, der Bäcker ist, das Geschäft

unserer Eltern zu übernehmen.

Daher habe ich mich nach dem Fachabiturentschieden,die

Ausbildungals

Bäckereifachverkäuferin zu machen.

Mein Bruder war 2006 Bundessieger,

da hab ich spaßeshalber zuihm gesagt:

»Wart´s ab –das werd’ichauch!«

Anne: Als 15-Jährige habe ich mein

erstes Schulpraktikum in der Werkstatt

des Tübinger Dudelsackbauers

Andreas Rogge gemacht –und auch

nach dem Abi wieder dort gearbeitet.

Mirgefieldas Handwerklicheund das

Arbeiten mit Holz. Daher habe ich

mich auch für dieLehreentschieden–

fallsich doch einmal in einemanderen

Betrieb arbeiten möchte, ist es sinnvoll,

eine Ausbildung auch auf Papier

nachweisen zukönnen.

Kadir: Ursprünglich hatte ich vorgehabt,

in den Metallbereich zugehen,

undhabe mich daher nach derHauptschule

um eine Ausbildungsstelle als

Feinmechaniker beworben. Ich bekam

auch zwei Stellen angeboten,

mein Bruder hat mirdannaber vorgeschlagen,

eine Stuckateursausbildung

zu machen. Bei der Firma Göhring

habe ich dann ein zweiwöchiges

Praktikum gemacht –und das hat

mich direkt zum Ausbildungsplatz geführt.

Mein Ziel war immer, oben auf

der Bühne zu stehen, wenn die Kammersieger

geehrt werden. Dass ich

nun Bundessieger bin, freutmichumso

mehr.

Ihr habt Euch für einen Handwerksberuf

entschieden. Was macht aus

Eurer Sicht den Unterschied zuanderenBerufen

aus?

Kadir: Für mich ist es wichtig, Abwechslung

in meinem Beruf zu haben.

Und das habe ich als Stuckateur. Wir

sind mal drin, mal draußen und müssen

die verschiedensten Techniken

beherrschen. Ich bin von der Baustellenphase

bis zur Fertigstellung des

Auftrags immer dabei, und es ist ein

schönes Gefühl, wenn sich die Bauherren

über das Ergebnis freuen.

Anne: Ein Bürojob kam für mich nicht

infrage. Es reizte mich, etwas herzustellen,ein

Produktkomplett selberzu

machen. Aus meinem Freundeskreis

gibt es manche, die studieren und

mich jetzt beneiden. Und ich bin sehr

glücklich mit meiner Entscheidung –

und meiner Stelle!

Alissa: In meinem Beruf habe ich viel

mit Menschen zu tun– das liegtmir.Im

Kundenkontakt kann man seine eigene

Persönlichkeit mit einbringen, ich

finde eswichtig, dass die Freundlichkeit

nichtgeschauspielertist.Auch die

fachlichen Anforderungen an eine Bäckereifachverkäuferinsind

anspruchsvoll,

ich muss mich beispielsweise gut

in Nahrungsmittel- und Ernährungskunde

auskennen.

Das Handwerk genießt einen guten

Ruf, gilt aber bei Jugendlichen nicht

unbedingt als »hip«. Mit welchen Argumenten

könnt Ihr für Eure Berufe

werben?

Anne: Ich habe einen sehr interessanten

und vielseitigen Beruf. Man kann

hier seine eigenen Techniken finden,

die eigene Handschrift verwirklichen.

Neben dem Handwerklichen habe ich

direkten Kontakt zuden Kunden. Es

kommt vor, dass icheinen Musikerbei

einem Konzert auf dem Instrument

spielen sehe, das ich hergestellt habe

– ein tolles Gefühl.

Alissa: Bei unsist durch den regen Kundenkontakt

kein Tag wie der andere.

Für mich isteseinfachein »gescheiter«

Beruf. Vielewissenauchgar nicht,welche

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen:

Als Bäckereifachverkäuferin kann man

durch aufbauende Seminare oder

Schulen beispielsweise Ernährungsberaterin,

Verkaufsleiterin oder Lebensmittelingenieurin

werden.

Sie haben gut lachen –bei ihrer Berufswahl haben sie voll ins Schwarze getroffen:

Alissa Padeffke, Kadir Uzunsakaloglu und Anne Schneider.

Bild: Handwerkskammer Reutlingen

Kadir: Auch Stuckateure habenviele berufliche

Perspektiven: Man kann den

Meister machen,Vorarbeiter,Techniker,

Polier oder Berufsschullehrer werden,

und man ist auch in derIndustrie alsAußendienstmitarbeiter

sehr gefragt.

Was sind Eure weiteren beruflichen

Pläne?

Anne: Ich möchte den Meister machen,

außerdem mein Wissen mit

verschiedenen Praktika erweitern. In

meinem jetzigen Betrieb stellen wir

ausschließlich Dudelsäcke her, ich

möchte auch die Herstellung anderer

Holzblasinstrumente beherrschen.

Kadir: Mein nächstes Ziel ist es, Berufserfahrung

zu sammeln, verschiedene

Seminare zu machen und

eine Stuckateurschule in Italien zu

besuchen. Danach steht der Meister

auf dem Programm.

Alissa: Ich habe inzwischen den

Ausbilderschein erworben und betreue

die Azubis in unserem Betrieb.

Später möchte ich mit meinem

Bruder zusammen den Betrieb

übernehmen.

Was sollte Eurer Meinung nach getan

werden, um Jugendliche für

Handwerksberufe zubegeistern?

Kadir: Man sollte während der Schulzeit

mehr Praktika machen, damit

man schon frühzeitig ausprobieren

kann, was einem liegt und Spaß

macht.

Anne: Ja,das BestesindPraktika.Und

da bietet sich dieSchulzeit an –umsicher

zu gehen,dasssie auch gemacht

werden.

Alissa: DieWerbung für Handwerksberufe

muss zeitgemäß sein – Jugendlichesollteman

auch überInternet und

neue Medien wie Facebook etc. ansprechen.

Was ich sehr sinnvoll finde,

sind die Bildungspartnerschaften zwischen

Betrieben und Schulen.


4 DasHandwerk in der Region Freitag, 25.Februar 2011

»Azubi gewünscht«

BildungspartnerschaftenzwischenBetrieben undSchulen

DieZusammenarbeitmit Schulen

vorOrtgehörtseitjeher zum

festen Bestandteil der Nachwuchswerbung

im Handwerk.

VorguteinemJahrfielderStartschuss

für ein neues Projekt,

das Bildungspartnerschaften

fördert. Inzwischen haben 86

Betriebe aus dem Kammerbezirk

der Handwerkskammer

Reutlingen Partnerschaftsvereinbarungen

mitSchulen abgeschlossen.

Den Anstoß zur Kooperation

gab die Handwerkskammer

Reutlingen im Rahmen des Projekts»Azubi

gewünscht«.Projektleiterin

Michaela Lundt nennt

zwei Ziele:»DieBildungspartnerschaftsollJugendlichen

dievielfältigen

Perspektiven im Handwerk

aufzeigen und Entscheidungshilfen

liefern. Gleichzeitig

können Betriebe frühzeitig geeignete

Kandidaten kennenlernen

und gezielt ansprechen.«

Was die Bildungspartnerschaftkonkret

beinhaltet, steht

in der Partnerschaftsvereinbarung,

die zwischen Betrieb und

Schule abgeschlossen wird.Nebender

Präsentation des jeweiligen

Ausbildungsberufes sind

auch Punkte wie Bewerbungstraining,

Besichtigung von Produktionsstätten,

Praktika oder

Elterninformation Inhalte der

Vereinbarung.

DieguteResonanz vonSeiten

derBetriebewie auch derSchulenbeweist,

wiewichtig dasKooperationsprojektist.

»Das Interesse,

bestehende Kontakte

auszubauen undneuezuknüpfen,

istauf beiden Seiten hoch«,

stellt Lundt fest.

Das Projekt wird vom Wirtschaftsministerium

Baden-

Württemberg aus Mitteln des

Europäischen Sozialfonds gefördert.

Ansprechpartnerin bei der Handwerkskammer

Reutlingen ist:

Michaela Lundt

Telefon 071 21/2412-270

E-Mail: michaela.lundt@

hwk-reutlingen

www.hwk-reutlingen.de/

bildungspartnerschaften.html

Beteiligte Schulen

Folgende Schulen sind eine Bildungspartnerschaft

mit Handwerksunternehmen

eingegangen (in Klammer die Anzahl der

abgeschlossenen Partnerschaftsvereinbarungen):

Gerhart-Hauptmann-Schule Reutlingen (1)

Grund- und Hauptschule Pliezhausen (1)

Schillerschule Dettingen (27)

Schloss-Schule Pfullingen (2)

St.-Wolfgang-Schule Reutlingen (1)

Wilhelm-Hauff-Realschule Pfullingen (1)

Hoffmannschule Betzingen (1)

Neugreuth-Schule Metzingen (3)

Grund- und Hauptschule mit

Werkrealschule Pfalzgrafenweiler (2)

Eduard-Spranger-Schule Reutlingen (1)

Gustav-Werner-Schule Walddorfhäslach (39)

Grund- und Werkrealschule Bisingen (1)

Realschule Haigerloch (1)

Grund- und Hauptschule mit

Werkrealschule Römerstein (5)

Impressum

Verlagssonderbeilage der Südwest

Presse Partnerverlage

Schwäbisches Tagblatt, Südwestpresse/Neckar-Chronik,

Alb Bote, Metzinger-Uracher

Volksblatt, Reutlinger Nachrichten,

Hohenzollerische Zeitung

und Zollern-Alb-Kurier sowie

des Reutlinger Generalanzeigers

in Zusammenarbeit

mit der Handwerkskammer

Reutlingen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,

Alfred

Bouß und Udo Steinort.

Konzeption

Alfred Bouß,

Birgit-Pflock-Rutten

Titelgestaltung

Thomas Gräter

Layout

Rolf Köber

Redaktion

Birgit Pflock-Rutten

Texte

Handwerkskammer Reutlingen

Birgit Pflock-Rutten,

Frank Rumpel

Ralf Flaig

Bilder

Handwerkskammer Reutlingen

Verbände

Privatfotos

Fotolia

Anzeigen

Wolfgang Dieter

Bauunternehmen gibt SchülernEinblicke

insBerufsleben

Bauunternehmen BrodbeckgingBildungspartnerschaft mitzweiSchulen ein

Die Gottlob Brodbeck GmbH &Co. KG geht neue Wege der

Nachwuchswerbung. Mit der Schillerschule Dettingen und

der Metzinger Neugereuth-Schule ist das Unternehmen eine

Bildungspartnerschafteingegangen.

Auf einer Baustelle ist Anpacken angesagt, und zwar bei

Wind und Wetter. Eine Vorstellung, die nicht auf jeden Schüler

anziehend wirkt. Doch dies sei nur die eine Seite der Medaille,

versichert Personalchef Carsten Fellmeth. Denn beim Bau von

Straßen und Brücken gehe es vor allem abwechslungsreich zu.

Fellmeth will als Bildungspartner Aufklärungsarbeit leisten: »Wir

wollenJugendlichen vermitteln,was aufdem Bau möglich ist.«

Rund 15 neue Lehrlinge hat das Metzinger Bauunternehmen

pro Jahr. Schwerpunkt sind die Berufe Maurer, Beton- und

Stahlbetonbauer, Baugeräteführer und Straßenbauer. Hinzu

kommt ein Ausbildungsplatz pro Jahr im kaufmännischen Bereich.

An Bewerber mit mittlerer Reife richtet sich das Berufskolleg

Bautechnik. Absolventen dieses Ausbildungsgangs erwerben

neben dem Gesellenbrief gleichzeitig die Fachhochschulreife.

»Wir bilden aus für unsere eigene Zukunft«, sagt Fellmeth

und verweist auf die hohe Übernahmequote. »Unsere Poliere

kommen ausder eigenenJugend.«

»Die betriebliche Ausbildung bietet Möglichkeiten, die auch

für Realschüler interessant sind«, sagt Stefan Hertl, Rektor der

Schillerschule. Doch häufig entschieden die Jugendlichen sich

für die schulische Variante. »Vor vier Jahren hatten wir einen

Jahrgang, der zu null Prozent in die berufliche Ausbildung ging«,

sagtHertl. Mittlerweileliege derWertbei rund 40 Prozent.

Praktika und Infotage sollen Einblicke inBauberufe geben und

das Interesse der Schüler an einer Berufsausbildung wecken.

Ebenfalls geplant sind Bewerbungstrainings. Fellmeth wird über

Qualifikationsanforderungen informieren und probehalber Auswahlgespräche

führen. Möglichst real soll es dabei zugehen. »Je

anschaulicher dieVermittlung, destomehr haben die Schüler davon«,sagt

RolandFeucht, Leiter derNeugereuth-Schule.

Sie haben eine Bildungspartnerschaft geschlossen: (Von links)

Roland Feucht, Rektor der Metzinger Neugereuth-Schule, Stefan

Hertl, Rektor der Dettinger Schillerschule, Christina Kimmerle,

Lehrerin ander Neugereuth-Schule, Michaela Lundt von

der Handwerkskammer und Christian Fellmeth, Personalleiter

derFirma Brodbeck.

Auch sein Kollege Hertl setzt auf die Rückmeldungen der Betriebe,

als Motivationshilfe und um Ansatzpunkte für Verhaltensänderungen

zu geben. Von einem »ehrlichen, ungeschönten

Feedback« profitierten die Jugendlichen mehr. »Urteile inWatte

zu packen“,meint derPädagoge, »ist aufDauernichtgut.«


Freitag, 25.Februar 2011

DasHandwerkinder Region

5

Steuerspar-Tipp

Handwerkerleistungensindnachwie vorabsetzbar

Handwerkerleistungen inprivatenHaushalten–beispielsweise

für Instandhaltungs- oder Modernisierungsmaßnahmen


sind steuerlich absetzbar. Dies

gilt jedoch ausschließlich fürdie

Arbeitsleistungund nichtfür die

Materialkosten. PrivateHaushalte

könnenbis zu 20 Prozentvon

maximal 6000 EuroKosten, also

bis zu1200 Euro, vom Finanzamt

erstattet bekommen.

Handwerksleistungen können

generell steuerlich geltend gemacht

werden, doch für 2011

gibt es hier einpaarAusnahmen:

Bereits öffentlich geförderte

Maßnahmen,für dieein zinsverbilligtes

Darlehen oder einsteuerfreier

Zuschuss in Anspruch

genommen wurde, sind ausgeschlossen.

Zudieser neuen Regelung

gehören Förderprogramme

zum Beispiel zu energetischen

Renovierungen oder altersgerechtemUmbauen.

Wurde

keine Förderung in Anspruch genommen,könnendieseMaßnahmen

jedoch natürlich wieder von

der Steuer abgesetzt werden.

Voraussetzungfür dieGewährung

des Steuervorteils ist die

Bild:fotolia

Vorlage einer Handwerkerrechnung

über alle handwerklichen

Tätigkeiten in einemHaushalt eines

Steuerpflichtigen. Begünstigt

sind jedoch nur die Kosten

des Arbeitslohnes. Daher müssen

die Kosten für den Arbeitslohnseparat

aufgeführtsein. Die

anteiligeMehrwertsteuer des Arbeitslohnesist

ebenfalls steuerbegünstigt.

Außerdem muss der

Einkommensteuererklärung ein

Zahlungsnachweis über die

Handwerkerleistung–beispielsweiseein

Kontoauszug –beigelegt

werden.

Noch ein Tipp: Barzahler bleiben

auf ihrer Handwerkerrechnung

sitzen. Das Finanzamt besteht

darauf, dass die zusammen

mit Steuererklärung vorzulegende

Rechnungper Überweisungbeglichen

wurde. Werlediglich

eine Quittung vorweisen

kann, geht leer aus.

Die Region baut auf den Mittelstand.

Der Mittelstand baut auf uns.

Unser Geschäftsmodell ist einfach und wirkungsvoll: Wir machen Finanzgeschäfte, die wir verstehen, mit

Menschen und Unternehmen, die wir kennen. Das schafft Stabilität und Vertrauen. So sind wir mit Abstand

zum wichtigsten Finanzpartnerder mittelständischen Unternehmen in unserer Region geworden. Im

vergangenen Jahr haben wir unsereKreditzusagen nochmals deutlich gesteigert. Und auch im Jahr 2011

bleiben wir der zuverlässige Finanzierungspartner des Mittelstands.

Dem Wohlstand unserer Region und der hier lebenden Menschen verpflichtet:

die Sparkassen.

Gut für Sie -- und gut für die Region.

S

Kreissparkasse

Freudenstadt

Kreissparkasse

Reutlingen

Kreissparkasse

Tübingen

Sparkasse

Zollernalb


6 DasHandwerk in der Region Freitag, 25.Februar 2011

Die Vorstellungen vom Beruf des

Mechatronikers zurechtrücken

DasHechingerAutohaus Burkhardtkooperiert mit der Haupt- undWerkrealschule Hechingen

Auch kleineBetriebe sindinteressante

Bildungspartner für

Schulen. Das Hechinger Autohaus

Burkhardt gibt Einblicke in

denBerufdesMechatronikers.

Ganz frisch ist der Vertrag,

den das Hechinger Autohaus

Burkhardt mit der dortigen

Werkrealschule geschlossen

hat. »Uns isteswichtig,als Kleinbetrieb

zu zeigen, dass sich solche

Partnerschaften lohnen,

um damit vielleichtauch andere

Betriebezuanimieren, da mitzu

machen«, sagt Mark Burkardt,

der das Autohaus mit seinem

Bruder Ralf führt und bei der

Kfz-Innung im Prüfungsausschuss

sitzt.

Burkhardt bildet einen Lehrling

zum Mechatroniker aus.

Mehr geht nicht. Anfragen aber

gibt es viele. »Pro Jahr bekommen

wir rund 40Bewerbungen

auf den Tisch«, sagt Burkhardt.

Gleichwohl hat das Kfz-Handwerk,wievieleandereBranchen,

zunehmendSchwierigkeiten,geeignete

Auszubildende zu finden.

»Was sich dieJugendlichen

Mark Burkhardt erklärt seinem Auszubildenden Waldemar Grebe eine Bremsanlage.

unter dem Beruf vorstellen,

weicht oftstarkvom Alltaginder

Werkstatt ab«, sagt Burkhardt.

Dasliegtauchdaran,dasssich

das Berufsbild in denvergangenen

Jahren stark verändert hat.

»Viele haben noch das Bild des

Schraubers im Kopf. Dabei ist

Mechanik für unserenBeruf nur

noch die Grundvoraussetzung.

Das meiste spielt sich mittlerweile

aber elektronisch ab«, sagt

Burkhardt. Entsprechend wichtig

ist Vorstellungskraft, aber

eben auch gute Kenntnisse in

Mathe und Physik.

Gerade die kleinen Handwerksbetriebe

sind es, auf die

Bernd Pfeffer, Rektor der Hauptund

Werkrealschule inHechingen,

besonderen Wert legt,denn

die sind es, die für die Hauptschulabgänger

als AusbildungsbetriebebesondersinFragekommen.

»In große Betriebe kommt

man mit dem Hauptschulabschluss

häufig gar nicht rein«,

weiß Pfeffer. Und noch einanderer

Grund spricht für die kleinen

Betriebe.»Dakönnensichunsere

Schüler besser orientieren.«

DieBildungspartnerschaft mit

Betrieben istfür Pfefferein weiterer

Baustein in der Berufsvorbereitung.

Denn die Hechinger

Schulehat auch eine Sozialarbeiterin

desBildungsverbundesBerufliche

Qualifizierung (BBQ), die

für die Schüler AnsprechpartnerinbeiderBerufswahlist,dieKontakte

zu Firmen hält, Bewerbungstrainingsanbietet,Praktika

und gelegentlich auch Lehrstellen

vermittelt.

In den Bildungspartnerschaften

sieht Pfeffer die zusätzliche

Chance, noch enger mit Betriebenverschiedener

Branchenzusammen

zuarbeiten und dafür

nicht Jahr für Jahr »neue Wege

bahnen zu müssen«.

Entscheidungshilfe bei

der Berufswahl

DieSchreinerei Mast in Pfalzgrafenweiler-Bösingen beteiligtsich

an derersten Bildungspartnerschaft im Landkreis Freudenstadt

Die imPfalzgrafenweiler Teilort

Bösingen beheimatete

Hans Mast GmbH ist Kooperationspartnerderersten

vonder

Handwerkskammer Reutlingen

initiierten Bildungspartnerschaft

im Landkreis Freudenstadt.

»Azubi gewünscht –Partnerschaften

Schule – Unternehmen

bilden« lautetder offizielle

Titeldes vomWirtschaftsministerium

Baden-Württemberg geförderten

Projektes.Der schulische

Kooperationspartner in

Pfalzgrafenweiler ist die dortige

Grund-und Werkrealschule.

»Mir ist eswichtig, dass die

Schüler auch das Handwerk

kennenlernen, bevor sie sich

für einen Beruf entscheiden,«

erklärt Hans-Dieter Mast, der

Inhaber der Hans Mast GmbH.

»Als Michaela Lundt von der

Handwerkskammer Reutlingenbei

mir angefragt hat,habe

ich gleich zugesagt.«

»Für die 7.Klassenstufe unserer

Werkrealschule ist die

Bildungspartnerschaft im

Rahmen der Berufswegeplanung

ideal, damit die Schüler

ihre Stärkenund Schwächenin

der Praxis kennenlernen,« ergänzt

Thomas Siefert, der Rektor

der Grund- und Werkrealschule

Pfalzgrafenweiler. »Die

Firma Hans Mast GmbH und

auch die Nübel-Bau GmbH

stellen imzweiten Schulhalbjahr

ihre Berufsbilder in der

Schule vor, die Schüler absolvieren

im Gegenzug Wochenpraktika

in den Betrieben.«

Die Schreinerei Mast produziert

seit 141 Jahren maßgeschneiderte

KomplettlösungeninSachen

feineLandhauswohnkultur.

Qualität heißt für

Hans-Dieter Mast stilvoll einrichten,gesund

lebenund umweltgerecht

produzieren. Die

Schreinerei Mast ist als einziger

Handwerksbetrieb im

Kreis Freudenstadt Mitglied

der Umweltgemeinschaft im

Tischler- und Schreinerhandwerk

von Baden-Württemberg

–und wurde vondieser jüngst

für ihren Einsatz für gesundes

Wohnen und umweltfreundliche

Betriebsführung mit dem

Umweltzertifikat gewürdigt.

Hans-Dieter Mast, Geschäftsführer der Hans Mast GmbH in

Pfalzgrafenweiler-Bösingen.

Bild: Privat


Freitag, 25.Februar 2011

DasHandwerkinder Region

7

Mit Bildungspartnerschaften

künftige Auszubildende finden

DerMössingerBäcker-und KonditorMichael Padeffke will Jugendlichenseinen Berufschmackhaft machen

Die Mössinger Bäckerei Padeffkemöchte

gerne mitallen

Schultypen Bildungspartnerschafteneingehen.

DennAuszubildende

fürdas Bäcker- und

Konditorenhandwerk sind immer

schwerer zu finden.Dabei

bietet das Gewerbe längst interessanteAufstiegschancen.

»Wir wollenmehrJugendliche

für unseren Beruf begeistern«,

sagt Michael Padeffke. InseinemBetrieb,den

er zusammen

mit seiner Frau Petra führt, beschäftigt

er derzeit 250 Mitarbeiter.

Davon sind zwölf Auszubildende:

eine Bäckerin, drei

Konditoren, zwei Konditorinnen

und sechs Verkäuferinnen.

Auch wenn das Bäckerhandwerk

beim Verbraucher einen

sehrhohenStatusgenieße,werde

derBeruf selbst, im Vergleich

zu anderen Sparten, häufig

nicht garsohoch bewertet.»Da

kursierenviele falscheund veraltete

Vorstellungen dessen,

wasman als Bäcker, Konditorin

oder Verkäuferin erreichen

kann«, sagt Padeffke.

So hoffter, mit denBildungspartnerschaftendas

Bild seines

Berufesetwas zurechtrücken zu

können. Demnächst will Padeffke

einenVertrag mit derWerkrealschule

in Bästenhardt unterschreiben,

würdeaberauch gerne

mit den anderen Mössinger

Schulen kooperieren. Padeffke

bietet Betriebsbesichtigungen

für Schulklassen, und bereits

Auszubildende bei der Bäckerei Konditorei Padeffke inMössingen.

dieser ersteEinblick sorgehäufig

für Überraschung. »Die Jugendlichen

wissen oftnicht, wie

viel Handarbeit da noch dahinter

steckt«, sagt Padeffke, der

für Interessierte auch Praktika

anbietet und den Beruf gerne

auch in den Schulen selbst vorstellen

will. Um die Azubis wird

sich mit Dominic und Alissa Padeffke

die nächste Generation

kümmern. »Diesindaltersmäßig

einfach noch näher dran«, sagt

er.Zudem sind beide,erals Bäcker,sie

alsVerkäuferin, in ihren

Fachbereichen Bundessieger.

Kamen früher die Lehrlinge

ausder Haupt- undFörderschule,hattePadeffkeinden

vergangenenJahren

auch Realschüler

und Abiturienten. Jegrößer der

Betrieb, umso komplexer sind

die Arbeitsabläufe. Entsprechendgroßist

derBedarfanhöher

qualifizierten Mitarbeitern,

dieeine Abteilung,wie die Backstube

oder den Verkauf, leiten

können. »Da bringt ein höherer

Bild: Padeffke

Bildungsabschluss Vorteile«,

sagt Padeffke.

Dennoch kann auch, wer mit

einem Hauptschulabschluss

seine Lehre macht, durch entsprechende

Fortbildungen weiterkommen.Sokanneseinegute

Verkäuferin zur Verkaufsleiterin

und sogar biszur Lebensmittelingenieurin

oder Lehrerin an

der Berufsschule bringen. »So

wasist auch mit Hauptschulabschluss

möglich, wenn mansich

da reinkniet«, sagt Padeffke. In

den Bildungspartnerschaften

siehtereinen gutenWeg,künftige

Auszubildende zu finden.

Den Aufwand dafür nimmt er

gerne in Kauf. »Dieser Einsatz

muss kommen.«

Kulturelle Vielfaltals Unternehmensvorteil

Handwerkschafft Zukunftsperspektivenfür Jugendliche mitMigrationshintergrund

Interkulturelle Vielfaltist in vielen Handwerksbetrieben

längst Teil der modernen Unternehmenspolitik.

EinDrittel allerAzubismit ausländischemPasswird

im Handwerk ausgebildet, der Anteil bei den Auszubildenden

mitMigrationshintergrunddürftemindestens

ebenso hoch sein.Das machtdas Handwerk zu

einem echten Integrationsexperten.

Einige Gewerbegruppen sind besonders erfolgreich

dabei, ausländische Jugendliche für eine Ausbildung

inihrem Bereich zu gewinnen: So werden 15

Prozent aller ausländischen Auszubildenden des

Handwerks imBaugewerbe ausgebildet, imElektroundMetallgewerbesindessogar

35 Prozent.

Das Handwerk hat längst erkannt, dass Menschen

mit Migrationshintergrund einen wesentlichen

Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg leisten.

Neben ihren handwerklichen Qualifikationen können

sie ihre interkulturellen und sprachlichen

Kompetenzen gewinnbringend für die Betriebe einbringen.

Sie setzen Impulse in der Produktentwicklung

und eröffnen durch ihre Kenntnisse anderer

Kulturen neue Märkte und Kundenkreise. In einer

modernen und global orientierten Dienstleistungsgesellschaft

sind diese Fähigkeiten für die Betriebe

von entscheidender Bedeutung.

Aber auch angesichts der demografischen Entwicklung

in Deutschland setzt das Handwerk darauf,

das Fachkräftepotenzial von Migranten umfassend

zuerschließen. Denn die erfolgreiche Integration

von heute sichert die Fachkräfte von

morgen.

Das Handwerk bildet viele junge Leute mit Migrations-

Hintergrund aus. Bild: Handwerkskammer Reutlingen


8 DasHandwerk in der Region Freitag, 25.Februar 2011

Möglichst viel ausprobieren,

um das Richtige zu finden

DieGustav-Werner-Schule in Walddorfhäslachhat 80 Bildungspartnerschaften mitBetrieben

An der Gustav-Werner-Schule

in Walddorfhäslach spielt die

Berufsvorbereitung eine zentrale

Rolle. Die Schule hat 80

Bildungspartnerschaften mit

Handwerksbetrieben aus allen

Sparten und bei der Vermittlung

ihrer Absolventen seit

2003 eine beeindruckende

Quote: 100 Prozent.

Das Schuljahr istgerademal

halb um, doch haben die 24

Schülerinnen und Schüler der

achten Hauptschulklasse in

Walddorfhäslach bereits drei

Praktika hinter sich, stecken

derzeitimvierten undmachen

dann noch ein zweiwöchiges

Blockpraktikum injenem Beruf,

den sie sich genauer anschauen

wollen.

Jeden Dienstag, erklärt KonrektorNorbertFehrle,ist

für die

AchtklässlerPraktikumstag. Alle

sechs Wochen wechseln sie

Betriebund Branche. Für jedes

Praktikum schreiben sie eine

Bewerbung und danach einen

umfangreichen Bericht. »Die

Schüler haben sich am Ende

vonKlasse Acht alleschon fünf

Mal beworben, Zeugnisse bekommen

und ihre Arbeit dokumentiert.

Mit dem Verfahren

sind sie dann vertraut.«

Die14-jährige Leonie Schott

wollte eigentlich Friseurin werden,

doch merkte sie beim

Praktikum, dass ihr das doch

etwaszueintönig ist. »Ichbrauche

Abwechslung«, sagt sie,

versuchteesdanachbei einem

Raumausstatterund dannin einemHotel.„Da

durfteich auch

in der Küche helfen und habe

gemerkt,dass mir derBeruf Köchin

Spaß machen würde.«

Franziska Deile machte erste

Erfahrungen als medizinische

Fachangestellte, was ihr

gut gefiel. »Es war abwechslungsreich«,

sagt sie, »und ich

möchte auch was mit Menschen

machen.« Anschließend

war sie in einer Apotheke und

schaute sich dann noch im

kaufmännischen Bereich um.

Als nächstes hospitiert sie bei

einer Logopädin.

Niko Baur will eigentlich Kfz-

Mechatroniker werden. »Ein

Beruf, beidem ich mit Autoszu

tunhabe, würde mir schon gut

gefallen«, sagt er. Dennoch arbeitete

erimnächsten Praktikum

bei einem Tischler mit,

wasihm etwaszueintönig war.

Im dritten Durchgang versuchte

er sich alsErzieher. »Das hat

Spaß gemacht.« Unsicher, in

welche Richtung es denn nun

gehen soll, schaut er sich jetzt

den Mechatroniker nochmals

in einem größeren Betrieb an

und will dann entscheiden, wo

erseine Bewerbunghinschickt.

Auch damit werden die Schülerinnen

und Schüler nicht allein

gelassen. Sielernen in der

sechsten Klasse Tastaturschreiben,

in der siebten Textverarbeitung

und die Formen

desSchriftverkehrs und am Ende

der Klasse Acht schreiben

sie ihre Bewerbungen für die

Lehrstellen. »Die bringen wir

dann gemeinsam vorden Sommerferien

zur Post«, sagt Fehrle.

Damit ist sichergestellt,

dass alle Bewerbungen rechtzeitig

rausgehen. Übrigens bewerben

sich auch diejenigen,

die einen höheren Schulabschluss

machen wollen. »Nur

für den Fall, dass sie keinen

Platzbekommen«,sagtFehrle.

DieJugendlichen wissengleichermaßen

das Angebot wie

das Prozedere zu schätzen,

auch wenn es viel Arbeit mit

sich bringt. »Beim Schreiben

derDokumentationdenkt man

nochmalsüberden Beruf nach.

Das hilft einem«, findet Niko.

Leonie gefällt,dass man in den

Praktika lernt, »selbstständig

zu arbeiten«,und Franziska hat

gemerkt, dass die Praktika

»das Selbstbewusstsein stärken«.

So etwas zuhören, freut

Rektor Ralf Michael Röckel.

»Wir versuchen, unseren Kindern

die bestmöglichen Voraussetzungen

zu schaffen.«

Drei von24: (Von links) NikoBaur, Leonie Schott,Franziska Deile

sind in derachtenKlasseund haben bisherdreiBerufspraktika

gemacht.

Bild: PR-Service

Bild:Handwerkskammer Reutlingen

Aussichtsreiche Zukunftsperspektiven–

miteiner AusbildungimHandwerk

Mit fast 500 000 Lehrlingen

ist das Handwerk Deutschlands

ausbildungsstärkster

Wirtschaftsbereich. Hochmoderne

Technik, Kreativität,

Fingerspitzengefühl im

Beruf und im Umgang mit

Menschen –wer das sucht,

der ist im Handwerk richtig.

Hier gibt es zahlreiche Karrieremöglichkeiten

mit interessanten

beruflichen Chancen

und Perspektiven. Über

100 Ausbildungsberufe stehen

zur Wahl. Drei bis dreieinhalb

Jahre dauert imRegelfall

eine solche Ausbildung.

Praktisches und theoretisches

Wissen werden im

Betrieb und in der Berufsschule

optimal miteinander

verbunden. Nach der Lehre

eröffnen sich viele Möglichkeiten

der Weiterbildung

und der beruflichen Qualifizierung

– allen voran die

Meisterprüfung. Das Handwerk

ist ein dynamischer

Wirtschaftsbereich, der in

Zukunft immer mehr gefragt

sein wird. Zum einen

wächst heute schon in vielen

Regionen die Nachfrage

an Auszubildenden und

Fachkräften aufgrund der

demografischen Entwicklung.

Zum anderen entwickeln

sich immer neue Tätigkeitsfelder

und Arbeitsschwerpunkte.

Ausführliche Infos über die

Ausbildungsberufe gibt es

unter:

www.hwk-reutlingen.de/

ausbildungsberufe.html


Freitag, 25.Februar 2011

DasHandwerkinder Region

9

Auslandspraktika

Einen Teil der Ausbildung im

Ausland zuabsolvieren –diese

Idee hat Zukunft. Wer es

wagt, zeigt, dass erengagiert,

lernbereit, mobil und flexibel

ist. Das ist gut für die Karriere

und bringt Jugendliche auch

persönlich ein Stück weiter.

Bund, Land und Europäische

Union fördern Auslandspraktika

in verschiedenen Programmen:

»Go.for.europe« richtet

sich an Auszubildende, die im

Rahmen ihrer Ausbildung ein

Praktikum im europäischen

Ausland absolvieren möchten.

Mindestens drei Wochen sollte

der Aufenthalt dauern. Das

Programm »xchange« fördert

den Austausch von Auszubildenden:

Ein Lehrling kann vier

Wochen seiner betrieblichen

Ausbildung in einer Firma eines

anderen Landes absolvieren.

Im Gegenzug kommt ein

Lehrling der Austauschfirma in

daseigene Unternehmen.

Weitere InfoszuAuslandspraktika

für Auszubildende unter

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10 DasHandwerk in der Region Freitag, 25.Februar 2011

Leidenschaft für höchste Präzision

Alexander Tetzlaffwurde als1.Kammersieger im Modellbauerhandwerkausgezeichnet

Handwerkliches Geschick und anspruchsvolle Technik: Für AlexanderTetzlaff–hier

an der Messmaschine–eine idealeKombination.

Bild:PR-Service

Das Tüfteln liegt den Tetzlaffs

im Blut.JörgTetzlaff gründete

vor 25Jahren seinen Modellbaubetrieb

in Kirchentellinsfurt

–seinSohnAlexander hat

im vergangenen Jahr seine

Ausbildung zum Modellbauer

als 1. Kammersieger abgeschlossen.

Die Begeisterung für den Modellbau

hat Alexander Tetzlaff

schon früh gepackt: »Ich bin im

Betrieb aufgewachsen und

schon alskleines Kind in der Halle

rumgesprungen«, erzählt der

21-Jährige. In derSchulebrillierte

er im Werkunterricht–es war

klar,dass er gerne etwas mitden

Händen machen würde, und

gleichzeitighat er sich schonimmer

für Technik interessiert. Da

botsichdie Ausbildungzum Modellbauer

geradezu an. Die notwendigen

Voraussetzungen

brachteermit:guteNoten in Mathematik

und Deutsch, und vor

allem ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen.

Während seiner Ausbildung,

die ervon regulär dreieinhalb

aufdrei Jahreverkürzen konnte,

lernte er die breite Palette des

Modellbauberufes kennen: Die

manuelle Erstellung von Zeichnungenebenso

wiedas Einrichten

von Maschinen und die Anwendung

CAD-gestützter Fertigungsverfahren

bis hin zurEntwicklung

und Herstellung von

Produktionsmodellen.Undalles

in höchster Präzision: Im Modellbaukommtes

aufHundertstelmillimeter

an.

Im Juni vergangenen Jahres

schloss er die Ausbildung mit

Bravour abund erhielt die Auszeichnung

zum 1.Kammersieger.

Das damit verbundene StipendiumwillerfürWeiterbildungen

nutzen. Derzeit ist der

frischgebackene Modellbauer

in einem großen Unternehmen

in die Projektarbeit eingebunden.Erwillnochrundeineinhalb

Jahre Berufserfahrung sammelnund

dann aufdie Meisterschule

gehen. Schließlich wartetein

erfolgreicher Familienbetrieb

auf ihn –und anspruchsvolle

Aufgaben: Durch die Entwicklung

leistungsfähiger CAD-

Systeme hat sich der ehemals

handwerklich geprägteBeruf zu

einem richtigen Hightech-Beruf

entwickelt. Wurden früher die

Maschinen noch von Hand gesteuert,

entstehen die Modelle

heutemit Hilfe vonausgeklügeltenCAD-Programmen

undhochmodernenCNC-Fräsmaschinen.

»Seitder Firmengründung hat

sich das Berufsbild grundlegend

gewandelt«,bestätigt Jörg

Tetzlaff.Sein früherer Gießereimodellbaubetriebhat

sich zu einem

Formenbau für die Kunststoffindustrie

entwickelt. Das

ständige Schritthalten mit der

technischen Entwicklung erfordert

immer wieder hohe Investitionen

in neue Programme und

Maschinen. Das Unternehmen

istheutevorwiegend für dieAutomobil-

und Wohnmobil-Industrie

tätig. Aber auch dasModell

für die Fernsehverkleidung für

die Markteinführung der »Nintendo

Wii« stammte beispielsweise

aus dem Kirchentellinsfurter

Betrieb.

Handwerksberufe

»erleben«

Praxisparcours fürSchülerinnen undSchüler

an derBildungsakademieTübingen

Mehr als 450Schülerinnen und

Schüler beteiligten sich im vergangenen

Oktober an drei

Schnuppertagen in der Bildungsakademie

Tübingen und

informierten sich über handwerklich-technische

Berufe.

Der Praxisparcours war für

dieKlassen 8bis 10 an Hauptund

Realschulen konzipiert.

An rund20Stationen konnten

sich die Jugendlichen einen

realen Einblick in die Vielfalt

der handwerklichen Berufe

verschaffenund sich unteranderem

als Schreiner, Metallbauer,

Elektroniker,Friseur, in

der Steuerungs- sowie der

CNC-Technik versuchen.

Das Ausprobieren vonTätigkeiten

und die damit verbundenen

Erfolgserlebnisse sollten

vor allem Mädchen ermuntern,

die nach wie vor

männlich geprägten technisch-gewerblichen

Berufsfelder

zuerobern.

Nach den Erfolgen in den

beiden Vorjahren ist geplant,

dieProjekttageauch in diesem

Jahr durchzuführen–MitteOktober

wird es also wieder einen

Praxisparcours in der Bildungsakademie

geben.

Info

Die Bildungsakademie Tübingen

ist die zentrale Bildungseinrichtung

der Handwerkskammer

Reutlingen. In den

Werkstätten absolvieren die

Lehrlinge den überbetrieblichen

Teil ihrer Ausbildung.

Zugleich bietet die Bildungsakademie

zahlreiche Fortund

Weiterbildungen an.

www.hwk-reutlingen.de/

weiterbildung.html

Junge Männer probieren sich an der Friseurskunst und Mädchen

finden Spaß am Schreinern: Beim Praxisparcours in

der Bildungsakademie können Schülerinnen und Schüler

Werkstattluft schnuppern und Anregungen für die Berufswahl

finden. Bilder: Kreppel/Gerhart-Hauptmann-Schule


Freitag, 25.Februar 2011

DasHandwerkinder Region

11

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h

12 DasHandwerk in der Region Freitag, 25.Februar 2011

Die »Hitliste«

In Baden-Württemberg gibt

es mehr als 100 anerkannte

Ausbildungsberufe imHandwerk.

Ganz oben auf der Hitliste

der am meisten gewählten

Berufe steht bei

den Jungen aber nach wie

vor der Kfz-Mechatroniker,

bei den Mädchen die Friseurin.

Platz zwei der beliebtesten

Handwerksberufe belegt

bei den Jungen der Elektroniker

für Energie- und Gebäudetechnik,

gefolgt vom

Anlagenmechaniker für Sanitär-,

Heizungs- und Klimatechnik.

Auf Platz vier steht

der Feinwerkmechaniker,

den fünften Rang belegt

schließlich der Beruf des

Metallbauers.

Der zweitbeliebteste Ausbildungsgang

bei den Mädchen

ist die Lehre zur Fachverkäuferin

imLebensmittelhandwerk

mit dem Schwerpunkt

Bäckerei, gefolgt von

der Fleischerei-Fachverkäuferin.

Auf Platz vier folgt die

Bürokauffrau, Rang fünf

geht an den Beruf der Augenoptikerin.

Zwar ist die Berufswahl von

Mädchen und Jungen immer

noch sehr geschlechtstypisch

geprägt, doch es tut

sich was: Vor allem Mädchen

stoßen vermehrt in

vermeintliche Männerdomänen

vor und machen eine

Ausbildung zur Malerin und

Lackiererin oder zur Kfz-Mechatronikerin.

Ein spannender Ausbildungsberuf auch für junge Frauen: Beim Straßenbau ist individuelle Handarbeit, aber auch der Einsatz

moderner Maschinen gefragt –Einsatz in derfreienNatur inklusive.

Bild:BauwirtschaftBaden-Württemberg

Frauen machen Karriere im

Bauhandwerk

Heute gibt ist es in der modernen

Berufswelt genügend Beispiele

dafür, dass man auch

als Frau in einem typischen

MännerberufKarriere machen

kann. Selbst in der Bauwirtschaft

–seit jeher eine Männerdomäne–sieht

man immer

mehr Frauen. Sie werden beispielsweise

Bauingenieurin,

Zimmerin, Stuckateurin oder

Maurerin. Einige technikbegeisterte

Mädchen haben sogarerfolgreich

ihren Abschluss

als Baugeräteführerin oder

Straßenbauerin gemacht.

In Baden-Württemberg ergreifen

etwa 20 junge Frauen

pro Jahr einen gewerblichen

Bauberuf. In den letzten zehn

Jahren hatte die baden-württembergische

Bauwirtschaft

somit rund 200 weibliche Auszubildende.

Auf dem Bau lässt sich übrigens

auch mit einer Lehre

schnell Karriere machen, etwa

durch eine Zusatzausbildung

zum Polier,Meisteroderdas Berufskolleg

für Bautechnik.

WeitereInfoszudenBauberufen

und den vielfältigen Karrieremöglichkeiten

gibt esbei der

Bauwirtschaft Baden-Württemberg

unterwww.bfg-bau.deoder

www.bauwirtschaft-bw.de.

Augen auf bei der

Berufswahl!

Derneue Girls’Day-Podcast informiert Mütterund Väter

Ein neuer Girls’Day-Podcast

speziell für Eltern steht absofort

auf der Internetseite

www.girls-day.de bereit. Der

Film informiert auf unterhaltsame

Weise zum wichtigen

Thema Berufswahl.

Eltern spielenbei dieserEntscheidung

oft eine sehr große

Rolle. »Ichgehörte auch zu den

Müttern, die ihren Töchtern

nur typisch weibliche Berufe

als Auswahl vorschlagen«, berichtet

Veronika Hug, die in einem

Filmausschnitt zu Wort

kommt.Als Elternbeiratsvorsitzende

war sie zueiner Podiumsdiskussion

zum Thema

Girls’Day eingeladen: »Dort

gingen mir sozusagen die Augen

auf. Nach diesem Abend

habe ich meine Tochter zum

ersten Mal gefragt, obsie sich

auch einen technischen Beruf

vorstellen könnte und sie war

sofort interessiert.«

Ihre Tochter Juliane nahm

noch im gleichen Frühjahr am

Girls’Day teil. Mittlerweile absolviert

Juliane eine Ausbildung

zur Werkzeugmechanikerin

und sie stellt fest: »Oft

kommen Mädchen gar nicht

auf die Idee, sich beruflich im

Bereich Technik umzusehen.

Erst beim Girls’Day wurde mir

klar,dass ich mich auchfür einen

technischen Beruf bewerben

könnte.«

Am Donnerstag, 14. April

2011, findet der nächste bundesweite

Girls’Daystatt.


Freitag, 25.Februar 2011

DasHandwerkinder Region

13

Frauen –erobert Männerdomänen!

Aktionstagefür Mädchen und junge Frauen auf demWeg in handwerkliche Berufe

Das Handwerk bietet Frauen

Karrierechancenwie kaumein

anderer Wirtschaftszweig. Immer

mehr Schulabgängerinnen

erkennen dasund beginnen eine

Ausbildung im Handwerk.

Seit esinvielen Berufen, die

lange alsMännerdomänen galten,

nicht mehr vorrangig auf

Körperkraft ankommt, erobern

FrauenauchdieseBereiche.

DieHandwerkskammerReutlingen

unterstütztMädchenund

junge Frauen, die sich in einer

Ausbildung in einem gewerblich-technischen

Beruf mit bislang

geringem Frauenanteil befinden,

mit Aktionstagen und

Veranstaltungen.

Info

Die Veranstaltung »Mädchenträume

– Frauenkarrieren«

ist eingebunden in das Projekt

»Regionale Demografie-

Initiative Handwerk« und

wird unterstützt durch das

Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg

aus Mitteln

des Europäischen Sozialfonds.

Der Aktionstag »Gemeinsam

stark« wird veranstaltet

durch das Wirtschaftsministerium

Baden-Württemberg

in Kooperation mit der

Handwerkskammer Reutlingen

und der IHK Reutlingen.

Im Rahmen der Veranstaltung

»Mädchenträume –Frauenkarrieren«

kamen imvergangenen

Oktober rund 100 Mädchen

und junge Frauen in die

Handwerkskammer Reutlingen,

um sichauf unterhaltsame

Art und Weise auf Themen wie

Ausbildung, Beruf und Lebensplanung

vorzubereiten. Gehen

Unabhängigkeit, Karriere und

Familie zusammen? Wie viel

Selbstvertrauen ist für Frauen

notwendig, umineiner immer

noch von Männern dominierten

Berufsweltbestehenzukönnen?

All diesen Fragen konnten die

MädchenaufdenGrundgehen.

Wie dieLebenslinienstarker

Frauen aussehen können, das

wurde dann am Beispiel von

drei Frauen gezeigt. Was allen

gemeinsam war: Sie mussten

sich gegenMänner behaupten.

Eva Horrer zum Beispiel hatte

sich nach demAbitur entschieden,

eine Zimmererlehre zu beginnen

–zunächst gegen den

Widerstand der Eltern. Denn

sie wollte mit den Händen arbeiten,

gleich nach der Schule

wieder nur am Schreibtisch zu

lernen, war ihr zu langweilig.

Die zweite Frau im Bunde

hatte sich einen Jugendtraum

erfüllt: Seit kurzem erst hat

Sonja Marilyn Doursenot ihren

eigenen Friseursalon. Auch ihr

Wegdahinwar nichtimmer einfach,

sie hat sehr viel Zeit und

Carolin Duss, Moderatorin beim Jugendsender DASDING, führte imRahmen der Veranstaltung

»Mädchenträume –Frauenkarrieren« durch einen spannenden Nachmittag mit vielen Infos rund

um Ausbildung, Berufund Lebensplanung.

Bild:HWK Reutlingen

Arbeit investiert. Aber sie würdees

jederzeit wiedermachen.

Die bereits mit der Wirtschaftsmedaille

des Landes

Baden-Württemberg ausgezeichnete

Christl Offner-Hofstetter

musste sich ebenfalls

immer wieder gegenüber Männern

behaupten.Zunächst saß

sie in der Technikerschule als

einzige Frau mit 70 Jungs zusammen

–und wollte deshalb

nach dem ersten Tag bereits

aufgeben.Hat sieabernicht–

und inzwischen ist sie geschäftsführende

Gesellschafterin

der Hofstetter GmbH,

dem Betrieb ihres Vaters, in

dem Schreiner, Zimmerer, Trockenbauer

und Maler Hand in

Hand arbeiten.

Gemeinsam stark

Auch derAktionstag »Gemeinsam

stark!«–ebenfalls im Oktober

–kam gut an. Eingeladen

waren Mädchenund jungeFrauen,

die typische Männerberufe

erlernen. Die Veranstaltungförderte

das gegenseitige Kennenlernen

und den Austausch

mit anderen Frauen, die ihre

Ausbildung bereits abgeschlossen

haben. Inden vier

Workshops ging es um Fragen,

die Frauen inder Praxis bewegen:

Beruf und Familie, Kommunikation

und das selbstbewusste

Auftreten im Beruf.

Auch in diesem Jahr will die

Handwerkskammer Reutlingen

Veranstaltungen für Mädchen

und junge Frauen anbieten

–die Planungen sind bereits

invollem Gange.


14 DasHandwerk in der Region Freitag, 25.Februar 2011

Einen geeigneten Auszubildenden zu finden, ist nicht immer

leicht. Schließlich muss neben den fachlichen Voraussetzungen

auch noch die zwischenmenschliche Chemie stimmen.

Die Handwerkskammer Reutlingen unterstützt Betriebe

bei der Lehrstellenbesetzung und vermittelt den richtigen

Azubi.

Bild: Handwerkskammer Reutlingen

Dierichtigen Puzzleteile

zusammenfügen

Passgenaue Vermittlung: WieBetriebeund Bewerber

zueinanderfinden

Jedes Jahr bleibenLehrstellen

unbesetzt, weil Betriebe nicht

dieBewerber finden,die exakt

in ihr Anforderungsprofil passen.

Und jedes Jahr brechen

Lehrlinge ihre Ausbildung

schon imersten Jahr ab, weil

sie falsche Vorstellungen vom

Ausbildungsberuf hatten.

Immer öfter stehen Handwerksmeister

vor dem Problem:

Wo bekomme ich geeigneten

Nachwuchs her? Verschärft

wird das Problem

durchdie geburtenschwachen

Jahrgänge, die sich derzeit in

sinkenden Schulabgängerzahlen

auswirken.

Vordiesem Hintergrundstartete

die Handwerkskammer

Reutlingen ein Projekt,das Betrieben

und Lehrstellenbewerbern

die Auswahl erleichtern

soll. Projektbetreuerin ist Margit

Buck,sie unterstützt und berät

die Betriebe, die Lehrstellen

anbieten und bislang noch

nicht dengeeigneten Bewerber

gefunden haben oder die den

hohen Aufwand der Auswahl

des richtigen Bewerbers reduzieren

wollen. »Passgenaue

Vermittlung von Auszubildenden

anausbildende Betriebe«

heißt das für drei Jahre vom

Bundeswirtschaftsministerium

und demEuropäischen Sozialfonds

geförderte Projekt.

Ähnlich wie bei einer Personalberatungwirdzuerst

aufdie

Bedürfnisse des Betriebes geschaut.

In persönlichen Gesprächen

mit dem Betriebsinhaber

werden die Anforderungen

andie zukünftigen Auszubildenden

erhoben und in Gesprächen

mitJugendlichenderen

berufliche Interessen ermittelt.

Auf der Grundlage dieserDaten

kann dann einpassgenauer

Vermittlungsvorschlag

unterbreitet werden.

Ein Grunddafür,dass zahlreiche

offene Ausbildungsplätze

unbesetzt sind, liegt darin,

dass sich Jugendliche beiihrer

Berufswahlaufwenige bekannte

Berufe konzentrieren –oft,

weil sie interessante Alternativen

zuihrem Traumberuf gar

nicht kennen. Hier ist Aufklärungsarbeit

gefordert –auch

eine derAufgaben des Vermittlungsservices.

Das Engagement zahlt sich

aus: Je besser Lehrling undBetrieb

zusammenpassen, desto

geringer istdie Gefahr vonFehlbesetzungen

und Ausbildungsabbrüchen.

Ansprechpartnerin

bei der Handwerkskammer

Reutlingen ist:

Margit Buck

Telefon 071 21/24 12-269

E-Mail: margit.buck@hwkreutlingen.de

www.hwk-reutlingen.de/

passgenauevermittlung.html

Bildung mit

guter Rendite

Meisterliegen vorAkademikern

Die Zinsen sind nach wie vor

aufeinem historisch tiefen Niveau.

»Wer sein Geld gut anlegen

will, der sollte allerdings

nichtnur nach herkömmlichen

Anlagemöglichkeiten Ausschau

halten,« meint Joachim

Möhrle, Präsident der Handwerkskammer

Reutlingen.

Eine Studie des Instituts der

deutschen Wirtschaft hat es

nämlich an denTag gebracht:Die

Ausbildung zum Meister oder

Technikerbringtnichtnureinehöhere

Rendite ein als aktuelle

Staatsanleihen, sondern auch einehöhereBildungsrenditealsein

Studium. Währendsich für Hochschulabsolventen

der ausbildungsbedingteLohnverzichtspäterinForm

höherer Einkünftemit

durchschnittlich 7,5Prozentverzinst,

kommenAbsolventeneiner

Aufstiegsfortbildung auf eine

Dr.Joachim Eisert,Hauptgeschäftsführer derHandwerkskammer Reutlingen (links), und Präsident

Joachim Möhrle.

Bild: Handwerkskammer Reutlingen

Rendite von 8,3 Prozent. DemnacherzielenMeisterundTechnikernicht

nur eine bessere Verzinsung

für daswährend derAusbildung

entgangene Einkommen,

die Investition macht sich auch

schneller bezahlt. Während die

Absolventen einer beruflichen

WeiterbildungbereitsimAltervon

40 Jahren schwarze Zahlen

schreiben, benötigen die Akademiker

hierfür drei Jahre mehr.

Auch in punkto BeschäftigungschancenschneidenMeisterund

Techniker etwas besser ab. Im

Jahr 2008 waren nur 2,9 Prozent

derMänner und 3,7 Prozent der

Frauen mit diesen Fähigkeiten

aufJobsuche,beidenHochschulabgängern

waren es3,0 beziehungsweise

4,0 Prozent.

Undwie stehtesumdie Höhe

der Einkommen? Zwar verdienen

Akademiker im Jahr durchschnittlich

mehr als Meisterund

Techniker, dafür fällt aber auch

die Kluft zwischen Gering- und

Gutverdienern bei Bachelors

und Diplomanden erheblich

größer aus. Das Fazit der Forscher:

Nicht jeder Studienabschluss

wird zwangsläufig mit

einem hohenEinkommen honoriert.

Die Aufstiegsfortbildung

kann deshalb eine attraktive Alternative

zum Studium sein.

»Nicht zuletzt deshalb muss die

duale Ausbildunginsgesamtaus

demvölligunberechtigtenSchattendasein

herausgeholt werden«,

meint Dr. Joachim Eisert,

Hauptgeschäftsführer derHandwerkskammer

Reutlingen. Vor

allem müsse deutlich gemacht

werden,dass nacheinerBerufsausbildungimmernochalle

Wege

offenstehen: Schließlich sei

Mitte Juni 2010 das Gesetz zur

Verbesserung des Hochschulzugangs

beruflich Qualifizierter

in Kraft getreten. Esstelle zum

Beispiel den Meisterabschluss

mit dem Abiturgleich undstärke

so die Attraktivität der beruflichen

Bildung und halte somit

auch Handwerkern alle Bildungschancen

offen.


Freitag, 25.Februar 2011

DasHandwerkinder Region

19

Alles,was schmeckt

Lebensmittelhandwerk überzeugt mitQualität

Frische Brötchen vom Bäcker,

ein leckerer Braten vom Fleischer,

eine fantasievolle Geburtstagstorte

vomKonditor–

die »Handwerker im Lebensmittelgewerbe«

sorgen dafür,

dass es ihren Kunden

schmeckt. Und nicht nur das:

Gerade in Zeiten der Lebensmittelskandale

vertrauenviele

Verbraucher auf die regionale

Erzeugung und besinnen sich

auf heimische Produkte.

Die Anforderungen im Lebens-und

Genussmittelbereich

sind hoch.Dafür hat dasBerufsfeld

aber auch einigeszubieten.

Vielfalt ist hier garantiert: von

dersauberen Zubereitungüber

das appetitliche Herrichten bis

hin zum sympathischen, sachkundigen

Verkaufsgespräch im

Lebensmittelhandwerk. Und

auch das Wissen um Trends in

Sachen alternative Ernährung

und Bio-Produkte gehört indiesem

Bereich dazu.

Was wäre ein ausgedehntes schwäbisches Frühstück ohne

eine ofenfrische Brezel?

Bild: Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.

Das besondere Vertrauensverhältnis

zwischen Kunde und

Fleischermeister, der persönlich

und mit der Existenz seines Unternehmens

für die Qualität seiner

Produkte einsteht,ist für viele

Verbraucher wichtiger als jedes

noch soausgefeilte Sicherungssystem.

Hinzu kommtqualifiziertes

Fachpersonal, das

nicht nur für einwandfreie Produkte

bürgt, sondern auch über

alles Auskunft gibt, was der

Kundewissen möchte.

Bild:www.team-handwerk.de

Fit inder digitalen

Fotowelt

Fotomedienfachleute an der Schnittstelle zwischen

Fotohandel undFotografenhandwerk

Jeder kenntdas:Die Möglichkeiten

der digitalen Fotografie

sind unbegrenzt. Allein

das Angebot an Kameras ist

riesig. Doch die wirkliche

Qual der Wahl hatman,wenn

man seine Schnappschüsse

zeigen und nicht nur auf der

Festplatte versauern lassen

will.

Klassisch entwickeln? Diashowper

Beamer?Ein eigenes

Fotobuch herstellen? Einen

Kalender gestalten? Wie kann

man seine Fotos professionell

bearbeiten? Und wer bitteschön

kann mich zum Kauf von

Kameras und Zubehör beraten?

Für all diese Probleme

gibt’s jemanden, der sich auskennt:

der Fotomedienfachmann

und die Fotomedienfachfrau.

Die wissen, was der

Unterschied ist zwischen EPS-

Dateien, JPGs und TIFFs. Sie

können fotografische Aufnahmen

erstellen und Bilder am

Computer bearbeiten.

Damit nichtgenug –sie sind

so fitinSachen foto-und videobezogener

Produkte, dass sie

Kunden in Fachlaboren, Fotoateliers

und Fotoagenturen

kompetent beraten können.

Von der Kundenberatung

geht’s an den Computer, dort

wird der Kundenwunschkreativ

inBilder umgesetzt und

anschließend im passenden

Dateiformat gespeichert.

Ein innovativer Ausbildungsberuf

im Handwerk,

deräußerst vielseitigund

abwechslungsreich ist!

Offenheitfür Neues, Interesse

an moderner Kommunikation

und IT-Technologie

vorausgesetzt.

Bild:

Handwerkskammer

Reutlingen


Freitag, 25.Februar 2011

DasHandwerkinder Region

27

Ab März: KfW fördert Einzelmaßnahmen

wieder

Nebenumfassenden Sanierungen werden Maßnahmenwie Dämmung,Fensteraustausch und

Heizungserneuerunggefördert

DieKfW Bankengruppe fördert

ab 1. März 2011 nebenumfassenden

Sanierungen auchwieder

einzelne hochenergieeffiziente

Sanierungsmaßnahmen,

die der Energiebilanz eines

Wohngebäudes zugute

kommen –wie Dämmung, Austausch

der FensteroderErneuerung

der Heizungsanlage.

Im Rahmen der vomBundesministerium

für Verkehr, Bau

undStadtentwicklung aufgelegten

Förderprogramme zum

energieeffizienten Bauen und

Bauherren haben zukünftig wieder die Wahl, ihr Wohnhaus mit Kfw-Fördermaßnahmen einmalig

vollständig zusanieren oder die energetische Qualität in einzelnen Sanierungsschritten zu

verbessern. Das kommt insbesondere privaten Hausbesitzern zugute, die oftmals aus Kostengründen

zeitlichversetzte Sanierungsmaßnahmen bevorzugen.

Bild:Fotolia

Sanieren (CO 2-Gebäudesanierungsprogramm)

werden Eigentümer

mit zinsgünstigen Krediten

oder attraktiven Investitionszuschüssenunterstützt.

Dabeibleibtesbei

demGrundsatz:

Je besser der erreichteEnergiestandard

nach Sanierung,umso

attraktiver die Förderung.

»Bauherren haben zukünftig

wieder die Wahl, ihrWohnhaus

einmalig vollständig zusanieren

oder die energetischeQualität

ineinzelnen Sanierungsschritten

zu verbessern. Das

kommt insbesondere privaten

Hausbesitzern zugute, die oftmals

aus Kostengründen zeitlich

versetzte Sanierungsmaßnahmen

bevorzugen«, sagte Dr.

Axel Nawrath, Vorstandsmitglied

der KfW Bankengruppe.

Außerdem führtdieKfW zum

1. März 2011 in allen wohnwirtschaftlichen

Förderprogrammen

eine endfällige Finanzierungsvariante

ein. Das

bedeutetfür den Kunden,dass

KfW-Darlehen zukünftig noch

besser in die individuelle Finanzierungsplanungintegriert

werden können.Soist es dann

beispielsweisemöglich,fällige

Sparguthaben nach Ablauf der

vier- bis achtjährigen endfälligen

Kreditlaufzeit zur Tilgung

Info

Die KfW Bankengruppe ist die

größte Förderbank Deutschlands.

Sie gewährt zinsgünstige

Darlehen zur Finanzierung

unter anderem für einen verbesserten

Umwelt- und Klimaschutzoderfür

energieeffizientes

Bauen und Sanieren. Die

zinsgünstigen Darlehen von

der KfWmüssen beider Hausbank

beantragt werden. Diese

prüft, ob die Voraussetzungen

fürein KfW-Förderdarlehengegeben

sind und leitet den Darlehensantrag

andie KfW weiter.

Über den Antrag entscheidet

die KfWinder Regelinnerhalb

vonzweiWochen und teilt

ihre Entscheidung der Hausbank

mit, die ihrerseits den

Antragsteller informiert.

einzusetzen. Weitere Informationen

gibt es im Internet auf

www.kfw.de oder über das Infocenter

der KfWBankengruppe

unter Telefonnummer

01801 /335577.

IhrMeisterfachbetrieb

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28 DasHandwerk in der Region Freitag, 25.Februar 2011

Wartung spart

Energiekosten

Heizungsfachmann sorgtfür bessereEnergieausnutzung

Die regelmäßige Heizungswartung

lohnt sich, weil sie den

Energieverbrauchreduziert und

Heizkosten spart. Der Fachhandwerkerüberprüft

unteranderem

die Regelungs- und Sicherheitseinrichtungen,

reinigt

Kesselund Brennerund tauscht

bei Bedarf Verschleißteile wie

Brennerdüse oder Filter aus.

Eine gutgewartete Ölheizung

spart Energie und beugt Betriebsstörungen

vor. Wird sie

hingegen über längere Zeit in

derPflegevernachlässigt, kann

sie bis zu zehn Prozent mehr

Energie verbrauchen als nötig.

Deshalb sollteeine Heizung einmal

imJahr vomFachhandwerkergewartetwerden.

So können

Störungen ankalten Wintertagen

weitgehend ausgeschlossen

werden.Zugleichwirddurch

regelmäßige Wartung eine

gleichmäßigeVerbrennung und

somit auch eine bessere Energieausnutzung

erreicht.Das reduziert

die Verbrauchskosten

und gewährleistet konstant

niedrige Emissionen.

DerHeizungsfachmannüberprüftbei

der Jahresin-spektion

der Ölheizung die Regel- und

Sicherheitstechnik. Er reinigt

Kesselinnenflächen undBrenner

und tauscht gegebenenfalls

Verschleißteile wie Brennerdüse

und Filter aus. BeiBedarf

justiert er den Brenner

nach, entlüftet das Heizsystem

und füllt die Anlage mit

Wasser auf.Die Wartungeiner

Öl- oder Gasheizung gehört

ausschließlich in die Hand eines

Fachhandwerkers.

Handwerkerferien

2011

Vergabe vonHandwerksleistungen im Sommer

rechtzeitigplanen

Auftraggeber sollten beachten, dass die Resonanz auf Ausschreibungen

während der Handwerkerferien wie auch kurz vor

und nach dieser Zeit eingeschränkt sein kann. Dies betrifft in

denLandkreisen Freudenstadt, Reutlingen, Sigmaringen,Tübingen

und Zollernalb den Zeitraum vom 1. August 2011 für drei

Wochen bis zum 21. August 2011. In dieser Zeit ist mit einem

eingeschränkten Dienstleistungsangebot zu rechnen. In bewährter

Weise können jedoch

Notdienste über die Kreishandwerkerschaften

erfragtwerden.

So schnellrechnet sich eine

energetischeSanierung

Einmal imJahr sollte die Heizung vom Fachhandwerker gecheckt werden.

Bild: djd/IWO

Energetische Gebäudemodernisierung

rechnet sich entgegen

landläufiger Vorurteile nicht

erst nach Generationen. Bis zu

85 Prozent der Energiekosten

lassen sich einsparen. Die

Deutsche Energie-Agentur (dena)

hat ein Beispiel durchgerechnet:

Von den Sanierungskosten

für ein Einfamilienhaus

von 68000 Euro bekommt der

Hausbesitzer14000 Euro über

staatliche Förderung zurück.

Die jährliche Einsparung beträgt

2700 Euro. Bereits nach

16 Jahren istbei clevererFinanzierung,

etwa über die KfW, die

Investition wiedereingespielt.

Bewerbungstipps

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Was welcher Handwerksberuf

zu bieten hat, wie Jobsuche

und Bewerbung erfolgversprechend

gestaltet werden,

welche Fördermöglichkeiten

für wen infrage kommen und

was man mit welcher Qualifikation

im Handwerk anfangen

kann – darüber informiertdie

Nachwuchs-Website

des baden-württembergischenHandwerks

unter

www.handwerks-power.de

am liebsten täglich


30 DasHandwerk in der Region Freitag, 25.Februar 2011

Ein gut gedämmtes Dach spart Energie. Wärme steigt bekanntermaßen

nach oben -und kann bei ungedämmten Geschossdecken

und Dächern leicht entweichen.

Bild:djd/DeutscheEnergie-Agentur

Bescheidwissen–

Vorteile nutzen

Irrtümer zum Energiesparen verhindernoft

sinnvolle Modernisierungen

Dass einsparsamerund schonender

Umgang mit den begrenzten

Ressourcen unerlässlich

ist und sich heute sogar

wirtschaftlich rechnet, ist

Konsens. Wie ersich im Alltag

optimal umsetzen lässt, was

sinnvoll undwas wenigersinnvoll

ist ,darüber herrscht aber

immer noch Unsicherheit.

Effizienzhäuser bieten

geringe Energiekostenund

großen Komfort

So stehen Effizienzhäuserzu

Unrecht indem Ruf, sie seien

unkomfortabel, unpraktisch

und unschöne „Schuhkartons“.

Dass Effizienzhäuser architektonisch

einem herkömmlichen

Haus nicht nachstehen, beweisen

mittlerweile genügend Beispiele.

Im Winter begeistern diese

Häuser ihre Bewohner mit

gleichmäßigangenehmen Temperaturen

inallen Räumen, im

Sommer regelt gezielt eingesetzter

Sonnenschutz das Innenklima.

Die automatische

Lüftungsanlage sorgt stets für

frische Luft mit optimaler Luftfeuchtigkeit,

und der einmalige

Filtertauschpro Jahr istmit wenig

Aufwand verbunden.

Gut gedämmte Gebäude

»schwitzen«weniger

Unrichtig ist auch, dass hoch

wärmegedämmte Häuser zur

Schimmelbildung neigen. Tatsächlich

schlägt sich Kondenswasserankalten

Stellen –etwa

ungedämmten Wänden –nieder.

Ist die Gebäudehülle sehr

dicht,erfolgt ein ausreichender

Luftaustausch entweder über

eineLüftungsanlage oder durch

Stoßlüften mehrmals täglich.

Klimaneutrale Wärmefür

jeden Hausbesitzer

Auch die erneuerbaren Energien

für den Heizungskeller

sind längst ihrer Rolleals »Technik

der Zukunft« entwachsen

und mittenimHier und Jetzt gelandet.

ObWärmepumpe, Pelletofen

oder Solaranlage auf

dem Dach zur Warmwasserbereitung:

Alle diese Heizarten

sind längstals vielfach bewährte

Serientechnik erhältlich,

auch die Instandhaltung und

Wartung sind heutefür viele Installateure

und Heizungsbauer

Arbeitsalltag.

ADE

Gipser- und

Stuckateurgeschäft

Außenputz

Innenputz

Trockenbau

Malerarbeiten

Wärmedämmsysteme

Altbausanierung

Gerüstbau

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Am Samstag, den 26.02.

2011 ist es wieder soweit.

Die Firma M&R Rolladen

Rall läutet die Sonnenschutzsaison

2011 ein.

Von 9.00 – 16.00 Uhr

werden aktuelle Neuheiten

rund um das Thema

Sonnenschutz gezeigt.

Ein Novum stellt die im

Herbst 2010 neu gestaltete

Gartenausstellung

dar, in der grossflächig

Segel –Schirmund Überdachungslösungen

präsentiertwerden.

Profitieren Sie aktuell

vonden Markisen-

Winterpreisen.

Siehaben eininteressantes

Projekt vorzustellen?

Infos: 07071/ 93 4-1 64

Das Handwerk–eine große

Nummer

14.000.000

Gebäudehat das

Schornsteinfeger-

Handwerk2009

überprüft.

Schornsteinfeger haben im

Jahr 2009 deutschlandweit

in 14 Millionen Gebäuden

Kehr- und Überprüfungsarbeiten

durchgeführt.

Quelle: Erhebung

des Schornsteinfegerhandwerks

2009.


Freitag, 25.Februar 2011

DasHandwerkinder Region

31

Förderung

Energiesparfördernde Maßnahmen

werden von vielen

Seiten unterstützt: Neben

Bundes- und Landesprogrammen

gibt eskommunale

Angebote und Programme

einzelner Energieversorger.

Was gefördert wird,

hängt vom Stand der Dinge

ab, wobei die Förderung

meist über zinsvergünstigte

Darlehen oder einmalige

Zuschüsse erfolgt.

Welche Förderprogramme

am eigenen Standort für

welche Maßnahme aktuell

in Frage kommen, zeigt die

Fördermittel-Datenbank der

Energieportale Baden-Württemberg

unter www.energiesparfoerderung-bw.de.

Energieberater zeigen

Einsparpotenziale auf

Gesamtkonzeptkann auch Schritt fürSchritt umgesetztwerden

Unsanierte Altbauten verschwenden

Heizenergie –

das lässt sich ändern. Wichtig

ist allerdings ein stimmiges

Gesamtkonzept. Energieberater

sind darauf spezi-

Der von einem Energieberater ausgestellte Energieausweis gibt Aufschluss über die energetische

Qualitätdes Gebäudes.

Bild:dena

alisiert.

Hausbesitzer fürchtenofterhebliche

Ausgaben für die

energetische Sanierung ihres

Gebäudes. Das ist der Grund,

weshalb sie trotz hoher Heizkosten

häufig nicht aktiv werden.

Gebäudeenergieberater bietenhierwertvolle

Aufklärungsarbeit.

Sie informieren über

den wirtschaftlichen Nutzen

von Energiesparmaßnahmen

undüberviele weitereVorteile

einer Sanierung. Für einen gelungenen

Startindie Altbausanierung

sind dieEnergieexperten

außerdem unverzichtbar:

Sie erarbeiten ein auf das Gebäude

zugeschnittenes Gesamtkonzept.

Die Maßnahmen

können dann Schritt für

Schritt oder auch in einem Zuge

umgesetzt werden. Fehlt

dies, verbauen ungeplante

Einzelaktionen oftmals den

Weg zur optimalen Lösung.

Wird dieSanierung dagegen

fachgerecht geplant und umgesetzt,

stehen den Investitionen

höhere Einsparungen gegenüber.

Sanierte Häuser bieten

überdies einen höheren

Wohnkomfort, bekommen

bessere Chancen auf dem Immobilienmarktund

sind klimafreundlicher.

Zu den qualifizierten Beratern

zählen unter anderem

Handwerker, die sich zum Gebäudeenergieberater

(HWK)

weitergebildet haben.

Zuschuss

Eine Gebäudeenergieberatung

zeigt, welche Sanierungsmaßnahmen

am Haus

energetisch und wirtschaftlich

sinnvoll sind. Finanziell

geförderte Energieberatungen

sind der EnergieSpar-

Check vom Landesumweltministerium

(www.energiesparcheck.de)

und die bundesweite

Vor-Ort-Beratung

(www.bafa.de, Rubrik Energiesparberatung).

Der EnergieSparCheck

wird vom Ministerium

für Umwelt, Naturschutz

und Verkehr mit 100

Euro unterstützt, für den

Hausbesitzer fällt dieselbe

Summe an. Die BAFA gibt einen

Zuschuss von 300 Euro,

für Mehrfamilienhäuser

sind es 360 Euro.

Info

Detaillierte Informationen zum

energieeffizienten Bauen und

Wohnengibt es unter

www.zukunftaltbau.de

AufQualifikationachten

Schwarzarbeit ist strafbar –und lohntsichnicht

Eigenheimbesitzer müssen in

wirtschaftlich kargen Zeiten

denEuromeist zweimalumdrehen,

bevor sie ihn ausgeben

können. Nötige Instandhaltungsarbeiten

am eigenen

Haus werden da oftauf die lange

Bank geschoben – oder

möglichst preiswert erledigt.

DieVersuchung istgroß, warnt

der Verband Privater Bauherren

(VPB), Billigfirmen zu beauftragen,

oder vielleichtsogar

eineFirma schwarz zu beschäftigen.

Der Verbraucherschutzverband

warnt ausdrücklich

vor solchen Praktiken. Wer

Schwarzarbeit fördert, der

machtsich strafbar. Außerdem

hat er keinerlei Gewährleistungsansprüche:

Liefern die

Firmen Pfusch, dann kann er

sich nichtdagegen wehren und

bleibtaufdemSchaden sitzen.

Ähnlich verhältessichmit vielen

Billigfirmen. Oft handelt es

sich um reisende Ich-AGs, die

für kurzeZeitvor Ortihre Dienste

anbieten und dann auf Nimmerwiedersehen

verschwinden.

Auch hier hat der Auftraggeberdas

Nachsehen,weiß der

VPB aus Erfahrung, die Firmen

arbeiten oft schlecht und sind

bei später auftauchenden Gewährleistungsansprüchen

nicht

mehr zugreifen.

Grundsätzlich sollten Eigenheimbesitzer

bei allen Aufträgen

auf die Qualifikation des

Handwerksbetriebes achten.

Örtliche oder zumindest inder

Region beheimatete Unternehmen

haben Vorteile:Sie sind nahe

am Kunden und müssen ihren

guten Ruf wahren. Immer

sinnvoll istes, sich Referenzobjekte

nennen zu lassen, empfiehlt

der VPB. Ein seriöses Unternehmen

wirbt mit seinenzufriedenen

Kunden.


32 DasHandwerk in der Region Freitag, 25.Februar 2011

Energie von der Sonne –frei Haus

Brennwerttechnikund Solar: Ein perfektes Team

Kostenlos, umweltfreundlich,

sicher: Sonnenenergie bietet

Bauherren und Modernisierern

vieleVorteile. Sie istnicht

nur besonders umweltschonend,

sondernhilft auchwertvollen

Brennstoff zu sparen

und verringert damit die Abhängigkeit

von den fossilen

Energieträgern Öl und Gas.

Eine moderne Solaranlage

zur Heizungsunterstützung

und Trinkwassererwärmung

gewährleistet zusammen mit

einem effizienten Heizkessel

die wirtschaftliche und zukunftssichere

Wärmeversorgung

eines Gebäudes.Rund eine

Million Hausbesitzer in

Deutschland haben sich deshalb

schon für eine Solaranlage

entschieden.

In einem durchschnittlichen

Vier-Personen-Haushalt entfallen

rund 90Prozent des Energieverbrauchsauf

Heizung und

Warmwasserbereitung. Dennoch

reicht in vielen Fällen

schon eine kleine Anlage mit

fünf Quadratmetern Kollektorfläche

aus, umaufs Jahr gerechnet

rund 60 Prozent der

Warmwasserbereitung abzudecken.

Im Sommer können

Solarkollektoren diese Aufgabe

nahezu vollständig übernehmen.

Die Heizung kann

dann über Monate ausgeschaltet

bleiben.

Mit einer größeren Solaranlage

zur Heizungsunterstützung

lässt sich dieser Zeitraum noch

einmal verlängern. Vor allem in

denÜbergangsmonaten hat sich

dieseTechnik bewährt, durchdie

sichbis zur30Prozent derjährlichen

Heizkosten einsparen lassen.

InKombination mit einem

Fachleutedes Solarhandwerksinstallieren einFlachkollektor-Systemauf demDacheines Einfamilienhauses.

Bild: BSW-Solar/Viessmann

hocheffizienten Brennwertkessel

kann der Energieverbrauch

gegenüber einer veralteten Heizung

sogar um biszu40Prozent

verringert werden.

Bei der Auswahl des Solarsystems

hilftderHeizungsfachbetrieb

vor Ort. ObFlach- oder

Röhrenkollektor, ob Paketlösung

oder individuell zusammengestellt–Ziel

istimmer eine

möglichst effiziente und

langlebige Anlage. Dabei kann

sogardie jeweilige Gebäudearchitektur

berücksichtigt werden:

Flachkollektoren gibt es

mit Rahmen in unterschiedlichen

Farben, Röhrenkollektoren

lassen sich auch an der

Fassade montieren. Ein nicht

zu unterschätzendes Argument

für die Investition in Solartechnik

ist auch die damit

verbundene Wertsteigerung

der Immobilie.

150.000 Solarwärmeanlagen wurden2009 in

Deutschland unterMitarbeit vonHandwerkern installiert.

150 000 Solarwärmeanlagen

wurden 2009 inDeutschland

neu installiert. Dabei trugen

Installateure und Heizungsbauer,

Elektrotechniker, Dachdecker

und andere Handwerker

ihren unverzichtbaren Anteil bei

und halfen so, im Jahr 2009

über eine Million Tonnen CO 2 zu

vermeiden. Außerdem konnten

ihre Kunden durch die Solarwärmeanlagen

ihre Energiekosten

deutlichsenken.

Quelle: Bundesverband

Solarwirtschaft e.V.

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Freitag, 25.Februar 2011

DasHandwerkinder Region

33

DieKreishandwerkerschaften

derRegion im Überblick

Die Hauptaufgabe der Kreishandwerkerschaften

ist es, die

Gesamtinteressen des selbstständigen

Handwerks und die

gemeinsamen Belange der

Handwerksinnungen ihres Bezirkes

wahrzunehmen. Die

Kreishandwerkerschaften

(KHS) werden jeweils von den

Handwerksinnungen gebildet,

Geschäftsführer:

Rüdiger Strobel

Kreishandwerksmeister:

Gebhart Höritzer

die ihren Sitz imentsprechenden

Landkreis haben. Aufgabe

der Handwerksinnungen ist es,

diegemeinsamen gewerblichen

Interessen selbständigerHandwerker

desgleichenHandwerks

oder solcher Handwerke, die

sich fachlich oder wirtschaftlich

nahestehen, zufördern und zu

unterstützen.Vertreten wird die

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag

7.30 bis 12Uhr und 13.30 bis

16.00 Uhr,

Freitag 7.30 bis 12.00 Uhr

Handwerkerpark 1

72070 Tübingen

Telefon 07071/ 22787

www.khs-tuebingen.de

info@khs-tuebingen.de

Innungen:

Bau-Innung

Elektro-Innung

Innung durch den oder die gewählten

Obermeister. Nach der

Handwerksordnung haben die

Innungennochweitere wichtige

Aufgaben, wie die Beratung ihrer

Mitglieder inarbeits-, tarifund

sozialrechtlichen Fragen.

Auch im Bereich Weiterbildung

sind dieKreishandwerkerschaften

aktiv.

Kreishandwerkerschaft Landkreis Tübingen

Kreishandwerkerschaft Zollern-Alb

Bleuelwiesen 12/1

72458 Albstadt

Telefon: 07431/ 9375-0

www.khs-aktuell.de

Josefinenstraße 8/1

72488 Sigmaringen

Telefon 07571 12727

www.handwerk-sig.de

info@handwerk-sig.de

Geschäftsführer:

Jürgen Greß

Kreishandwerksmeister:

August Wannenmacher

Sprechzeiten:

Montag bis Donnerstag

8bis 12 und 13bis 17 Uhr,

Freitag 8bis 12 Uhr

Innungen:

Bäcker-Innung

Innung des Bauhandwerks

Damen- und Herrenschneider-

Innung

Elektro-Innung

Geschäftsführer:

Karl Griener

Kreishandwerksmeister:

Siegmund Bauknecht

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag 7.30 bis

12 Uhr und 13 bis 16.30 Uhr,

Freitag 7.30 bis 12 Uhr und 13

bis 15Uhr

Innungen:

Bäcker-Innung

Bau-Innung

Elektro-Innung

Feinwerkmechaniker-Innung

Fleischer-Innung

Friseur-Innung

Glaser-Innung

Karosseriebauer-Innung

Maler- und Lackierer-Innung

Fachinnung Metall

Raumausstatter-Innung

Innung Sanitär und Heizung

Schreiner-Innung

Stuckateur-Innung

Zimmerer-Innung

Innung für Flaschner, Sanitär-,

Heizungs- und Klimatechnik

Fleischer-Innung

Friseur-Innung

Glaser-Innung

Innung des Karosserie- und

Fahrzeugbau-Handwerks

Innung des Kraftfahrzeuggewerbes

Maler- und Lackierer-Innung

Mechaniker-Innung

Metall-Innung

Müller-Innung

Raumausstatter-Innung

Schreiner-Innung

Schuhmacher-Innung

Zimmerer-Innung

Kreishandwerkerschaft LandkreisSigmaringen

Fachinnung Holz und Kunststoff

Friseur-Innung

Innung des Kraftfahrzeuggewerbes

Konditoren-Innung Zollernalb-

Sigmaringen

Maler- und Lackierer-Innung

Metall-Innung

Fleischer-Innung

Raumausstatter-Innung

Sanitär- und Heizungsbauer-

Innung

Steinmetz- und Bildhauer-Innung

Stuckateur-Innung

Zimmerer-Innung

Kreishandwerkerschaft

LandkreisReutlingen

Lindachstraße 37

72764 Reutlingen

Telefon 07121/2697-0

www.khs-reutlingen.de

info@khs-reutlingen.de

Geschäftsführer:

Ewald Heinzelmann

Kreishandwerksmeister:

Harald Herrmann

Öffnungszeiten:

Montag bis Mittwoch

7.30 bis 12Uhr und

13.30 bis 17 Uhr,

Donnerstag 7.30 bis 12Uhr

und 13.30 bis 18.30 Uhr,

Freitag 7.30 bis 12.30 Uhr

Innungen:

Bau undAusbau

Bauinnung

Bildhauer- und

Steinmetz-Innung Reutlingen/

Tübingen

Fliesenleger-Innung

Maler- undLackierer-Innung

Schreiner-Innung

Fachinnung Straßenbau Stuttgart/Reutlingen/Heibronn/Ulm

Stuckateur-Innung

Zimmerer-Innung

Elektro-und Metall

Elektro-Innung

Geschäftsführer:

Siegfried Dreger

Kreishandwerksmeister:

Ralf Bohnet

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag

7.30 bis 12Uhr und

13 bis 16Uhr

Innungen:

Bäcker-Innung

Bau-Innung

Dachdecker-Innung*

Elektro-Innung

Friseur-Innung

Glaser-Innung

Graveur-und

Galvaniseur-Innung

Karosseriebauer-Innung

Kfz-Gewerbe-InnungReutlingen-

Tübingen

Landmaschinen-Mechaniker-

Innung

Mechaniker-Innung

Messerschmiede-Innung

Innung fürdas Metallhandwerk

Informationstechniker-Innung

Landesinnungdes Reifenmechaniker-und

Vulkaniseur-

HandwerksBaden-Württemberg

Innung Sanitär-Heizung-Klima

Uhrmacher-Innung

Holz- und Glasgewerbe

Drechsler-und

Holzspielzeugmacher-Innung

Baden-Württemberg

Glaser-und Fensterbauer-Innung

Bekleidung,Textil- und

Ledergewerbe

Gerber-Innung

Raumausstatter-Innung

InnungSüdwest des

deutschenSeiler- und

Segelmacherhandwerks

Schuhmacher-Innung

Stricker- undWeber-Innung

Nahrungsmittelgewerbe

Bäcker-InnungAlb-Neckar-Fils

Fleischer-Innung

Konditoren-Innung Reutlingen-

Tübingen

Gesundheits- und

Körperpflege

Augenoptiker-Innung

Süd-Württemberg

Friseur-Innung

Kreishandwerkerschaft

LandkreisFreudenstadt

Wallstraße 10

72250 Freudenstadt

Telefon: 07441/8844-0

www.handwerk-fds.de

info@handwerk-fds.de

Kachelofen-und

Luftheizungsbauer-Innung*

Konditoren-Innung*

Innung des Kraftfahrzeuggewerbes*

Maler-und Lackierer-Innung

Innung des Metallhandwerks

Metzger-Innung

Raumausstatter-Innung

Innung fürSanitär undHeizung

Schreiner-Innung

Stuckateur-Innung

Zimmerer-Innung

*ÜberregionaleZusammenschlüsse

über den Landkreis

Freudenstadthinaus.


34 DasHandwerk in der Region Freitag, 25.Februar 2011

Lieber zum Meister:

Gute Autos brauchen besten Service

ZwischenHigh-Tech undklassischerTechnik: Expertenwissenist gefragt

Im SchnittfährtjederAutofahrerein-bis

zweimalimJahr in

die Werkstatt. Rund sechs

Millionen Gebrauchte wechseln

jedes Jahr den Besitzer.

Da es hier jeweils um dieeigene

Sicherheit, die der Mitfahrer

und anderer Verkehrsteilnehmer

geht, sind Spezialisten

gefragt.

Dabei heißt es zu Recht:

»Meister wissen, wie esgeht!«

Optimale Ausbildung, Wertarbeit,

aktuelles Wissen und Zuverlässigkeit

sind die Gütesiegel

der Kfz­Meisterbetriebe.

Sie gewährleisten eine fachgerechte

Wartung und Instandsetzung

über alleBereiche der

Fahrzeugreparatur. Sie bieten

Service auseiner Hand –nach

dem Motto: High-Tech-Produkte

brauchenHigh-Tech-Service.

Denn moderne Fahrzeuge

enthalten neben mechanischen

Bauteilen immer mehr

Elektronik. Bereits mehr als

30 Prozent der Herstellungskosten

werden dafür aufgewendet.

Die komplexe Technik

mit rund 50 vernetzten Systemen

pro Fahrzeug erfordert eine

hohe IT-Qualifikation. Der

Kfz-Mechatroniker istzu60Prozent

ein IT-Beruf. Gleichzeitig

erfordern immer neue Werkstoffe,

neue Reparaturkonzepte

und ­methoden einen weiteren

Spezialisten, den »Mechaniker

für Karosserie-Instandhaltungstechnik«.

InstandsetzenstattTauschenist

heute bei

modernen und komplexen Karosserien

oft die schnellere,

bessere und fachgerechtere

Lösung.

Auch in Fragen des Umweltschutzes

spielen die Innungsbetriebeinder

ersten Liga.Kfz-

Werkstätten bieten ihren Kunden

die verschiedensten Leistungenan:

Vonder Lackierung

und Autowäsche bis zur Reparatur.

Und so unterschiedlich

wie die Leistungen, sind auch

die Arbeitsabläufe und die Abfälle,

die in den Betrieben entstehen.

Die Innungsbetriebe

sind durch entsprechende

Qualifizierung Profisinder umweltgerechten

Entsorgung,

Verwertung und gar Vermeidung

von Sonderabfällen.

Für »Gebrauchtwagen mit

Qualität und Sicherheit«sind die

Innungsbetriebe ebenfalls die

ersteAdresse. DerKaufvon Privat

hat dagegen seine Tücken.

Im Gegensatz zumHändler, der

zwölf Monate Gewährleistung

DerBeruf des Kfz- Mechatronikersgehörtzwarindie so genannte Männer-Domäne, aberdie Statistiken

zeigen, dassdas Berufsbild auchfür jungeFrauen immerattraktiverwird. Denn mit dermodernen

Technik steigt der Anteilankognitiven Tätigkeiten, während der körperliche Einsatz geringer

wird.

Bild: ProMotor

geben muss, haftet der Privatverkäufer

für ein schadhaftes

Auto selten oder gar nicht.

Noch immer erledigen viele

AutofahrerReparatur- und Wartungsarbeiten

im Do-it-yourself-Verfahren

oder beim »netten

Nachbarn nebenan«. Das

Verständnis für Eigenarbeit

ausSparsamkeit endet spätestens

dann, wenn Do-it-yourself

zum Sicherheits-und Umweltrisiko

wird.Weder Schwarzarbeit

noch »Hinterhofwerkstätten«

sind heute in der Lage, die

hochkomplexen Elektroniksysteme

moderner Automobile zu

prüfen und zu warten.


Bild:Handwerkskammer

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