Teufel News 01 2014/15

planetsimon

Stadionmagazin des DEL2 Eishockey-teams EC Bad Nauheim

In dieser Ausgabe


2 Teufel News

2014/15


WARM UP

Aus dem Inhalt

WARM UP

4

Hybrid-Icing und andere Neuerungen

Agieren statt reagieren!

so könnte das Saisonmotto der ersten Mannschaft der Roten Teufel lauten.

Denn Trainer Petri Kujala hält viel von seinem neuen Team: „Wir wollen

das Spiel selbst in die Hand nehmen. Und ich denke, wir können mit

unserem Personal einen Stil anbieten, den man in Bad Nauheim gerne

sehen wird.“ Damit sollte die rot weiße Leidenschaft der Bad Nauheimer

Anhängerschaft auch in dieser Saison wieder entfacht werden.

Viele neue aber auch bekannte Spieler stehen diese Saison für den ECN

auf dem Eis. Gut 30 Spieler zählen zum Kader, darunter sind Rückkehrer,

Aufstiegshelden, Ex-Nationalspieler sowie junge Talente aus dem eigenen

und dem Düsseldorfer Nachwuchs. Für Kujala war bei der Zusammenstellung

des Teams der Charakter seiner Spieler entscheidend – aber

natürlich sollten sie auch Schlittschuhlaufen können. Denn er hat ein klares

Ziel vor Augen: "Wir wollen unbedingt die Playoffs erreichen.“

Auch das Team der Teufel News hat sich verstärkt. Neben den bewährten

Stammkräften Matthias Humboldt, Thomas König, Markus Bachmann

und Marcel Simon als Chefredakteur ist Holger Hess in die Reihen der

ständigen Redakteure aufgenommen worden. Daneben greifen wir weiterhin

auf unsere Gastschreiber Jörg Kirchenbauer, Christian Berger Matthias

Baldys zurück. Wir sind uns sicher, dass beide Team für die Hauptrunde

und auch die Playoffs bestens gerüstet sind.

Rückblick 2013/14

Ausblick 2014/15

Kooperation mit der DEG

8

13

22

25

Aufgenommen: R.Philipp, R. Knihs & D. Murray

Lob und Kritik kann uns gerne über teufelnews@ec-bn.de mitgeteilt werden.

Wir wünschen viel Spaß mit eurer ersten Ausgabe der Teufel News

2014/15.

Euer TN-Redaktions-Team

Impressum

Teufel News

Offizielles Stadionmagazin des EC Bad Nauheim

Jahrgang 2014/15

(Stand: August 2014)

HERAUSGEBER

Eishockey Cracks Bad Nauheim GmbH

vertreten durch den Geschäftsführer Andreas

Ortwein

Nördlicher Park 25

61231 Bad Nauheim

Telefon 0 60 32.307 82 64

www.ec.bn.de

REDAKTION

Autoren dieser Ausgabe: Markus Bachmann

(mb), Holger Hess (hs), Thomas König (tk),

Matthias Humboldt (mb), Marcel Simon (ms)

Chefredaktion: Marcel Simon (ms)

Kontakt: teufelnews@ec-bn.de

FOTOS

Andreas Chuc (www.chuc.de),

Joachim Storch (www.foto-storch.de)

LAYOUT & GESTALTUNGSKONZEPT, SATZ

Marcel Simon, Planet-Simon

www.planet-simon.de

www.facebook.com/planetsimon.pr

DRUCK

Petermann, Grafisches Zentrum Wetterau,

Druckerei und Verlag GmbH,

Am Taubenbaum 4, 61231 Bad Nauheim,

www.petermann-gzw.de

ANZEIGEN

Dirk Schäfer (verantwortlich),

dirk.schaefer@ec-bn.de

Interview mit Markus Keller

ERSCHEINUNGSWEISE

Die Teufel News erscheinen i.d.R. für je zwei

oder drei Heimspieltag des EC Bad Nauheim in

mindestens 13 Ausgaben (2014/15).

BEZUGSPREIS

Das Magazin ist kostenfrei. Einzelhefte werden

gegen eine freiwillige Spende für den Rote

Teufel Bad Nauheim Eishockey Nachwuchs

e.V. abgegeben.

Redaktionsschluss: 15.08.2014

Nachdruck, Aufnahme in Online-Dienste, Internet und Vervielfältigung auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM usw. dürfen, auch auszugsweise, nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des

Herausgebers erfolgen. Eine kommerzielle Weitervermarktung des Inhalts ist untersagt.

33

Teufel News 3

2014/15


WARM UP

Neue Saison - neue Regeln

(ms) Spieler haben ab dieser Saison mehr

Platz im Angriffsdrittel. Dies wird um exakt

1 ,53 Meter zur Mittellinie hin vergrößert, ohne

dass dabei die gesamte Eisfläche größer

sein darf. Damit wird die neutrale Zone zukünftig

kürzer und schneller zu überwinden

sein. Somit wurde die Aufteilung des Spielfeldes

von der Internationalen Eishockey-Föderation

(IIHF) im Verhältnis der

NHL-Spielfläche angepasst. Konkret wurde

die Neutrale Zone um ca. 3 Meter

verkleinert. Das bedeutet, dass die

30 cm breite blaue Linie nun 22,86

Meter (vorher 21 ,33 Meter), gemessen

von den Banden der jeweiligen

Stirnseite, vom Spielfeldende

entfernt ist.

Quelle: DEL

Hybrid-Icing

Ein Befreiungsschlag jenseits der Roten

Linie wird nicht mehr automatisch

einen Pfiff nach sich ziehen. Entscheidend

ist, ob ein Spieler der angreifenden

Mannschaft eine gedachte

Linie zwischen den beiden

Bullypunkten in der Angriffszone

vor einem Spieler des

verteidigenden Teams erreicht.

360 Grad

Der sogenannte „Spin-o-rama-Move“ - das ist die 360 Grad Drehung des Spielers beim

Anlauf aufs gegnerische Tor – ist zukünftig bei Penaltyschüssen verboten. Führt ein

Spieler dennoch diese Bewegung aus, wird der Penaltyschuss abgepfiffen und ein eventueller

Treffer nicht gegeben.

Ist der Angreifer in diesem

Race, wie wir es nennen, mit

den Schlittschuhen vor dem

Verteidiger an dieser imaginären

Linie, läuft die Partie

weiter, kann der Angreifer

versuchen, den Puck zu erkämpfen.

Sind beide Spieler

auf gleicher Höhe oder der

Verteidiger vorne, wird abgepfiffen.

DEL-Schiedsrichterbeauftragte Holger

Gerstberger warnt bereits im Vorfeld:

„Die Linienrichter müssen sich

an neue Laufwege und ein neues Stellungsspiel

gewöhnen. Zudem ist noch

mehr Aufmerksamkeit gefordert. Laufwege

der Spieler und die Bahn des

Pucks müssen antizipiert werden. Das

kann zu engen und auch immer mal

wieder umstrittenen Entscheidungen

führen.“

Pausen

Zukünftig betragen die Drittelpausen - wie in der

DEL - 1 8 Minuten. Die dritte Pause bei nötigen

Verlängerungen wurde auf 1 5 Minuten verkürzt.

4 Teufel News

2014/15


Ankleiden für das Fotoshooting im Sprudelhof Bad Nauheim :Daniel Heinrizi, -72- Patrick Strauch, -24- Harald Harry Lange,-12- Kyle Helms

(Foto: www.foto-storch.de)

(tk) Von Abpraller (Rebound) bis

Zu-Null-Spiel (Shut out). Es gibt viele

Fachbegriffe, die heute im Eishockey

verwendet werden. Der

Eishockey-Experte schmückt sich

dabei gerne auch hin und wieder

mal mit den englischen Bezeichnungen,

die dann und wann aber

auch mal in die Hose gehen können.

So stand unlängst in einem Artikel die Meldung: „Im Shutout

ließ der Goalie sämtliche Schüsse passieren!“ Nun ja… dass

da irgendetwas nicht stimmen kann, wird jeder echte Eishockey

Kenner auf den ersten Blick feststellen. Gemeint war

eigentlich der „Shootout“.

Aber was ist der Unterschied zwischen „Shutout“ und „Shootout“?

Wer in diesem Jahr aufmerksam unser kleines Eishockey-

ABC auf der letzten Seite verfolgt, wird spätestens am Ende

der Saison den Unterschied bestens kennen.

Ab der kommenden Ausgabe werden wir uns immer den

einen oder anderen Begriff zur Brust nehmen, ihn erläutern

und seine Bezeichnung in deutscher und englischer Sprache

gegenüberstellen. So werden auch unsere Leser, die nicht

schon seit Jahren zum Eishockey kommen, schnell mit den

wichtigsten Begriffen vertraut. Ab der kommenden Ausgabe

geht es mit den ersten drei Begriffen los!


WARM UP

(hs) Von Alaska Aces bis ZSC Lions, von AHL bis Zamboni. An

dieser Stelle blickt TN regelmäßig über den DEL2-Tellerrand

hinaus – in alle Richtungen! Wir berichten über Allgemeines,

Kurioses, Nebensächliches, Wissenswertes, usw. aus dem Eishockey-Universum


Alaska Aces: Zum dritten Mal hat die in Anchorage beheimatete

Franchise den Kelly-Cup - den Meistertitel der ECHL

(Premier AA Hockey League) - in den größten US-Bundesstaat

geholt. Die ECHL ist zusammen mit der Central Hockey

League (CHL) die drittstärkste Liga in Nordamerika nach der

NHL und der AHL. Die Aces gewannen die Best-of-Seven-Serie

gegen die Cincinnati Cyclones. 2002 stand das Team noch

vor dem finanziellen Ruin und wurde auf eBay zum „Verkauf“

angeboten. Insgesamt sechs Spielzeiten (1997 - 2002) lang

hieß der Cheftrainer in Alaska übrigens Walt Poddubny. Der

2009 verstorbene NHL-Haudegen trug Anfang der 90er-Jahre

das Jersey des EC Bad Nauheim.

Allen Americans: Alphabetisch und sportlich die Nummer

eins der CHL blieben die Texaner aus Allen und verteidigten

den Ray Miron President's Cup. Die Final-Serie gegen die

Denver Cutthroats endete 4:1.

Eine Etage höher in der AHL sicherten sich die Texas Stars

ihren ersten Calder Cup der Vereinsgeschichte gegen die St.

John’s IceCaps (Serie: 4:1). Das Farmteam der Dallas Stars

existiert erst seit 2008.

Geoff Ward hat bei Adler Mannheim als Cheftrainer die

Nachfolge von Interimstrainer Hans Zach angetreten. Der

52jährige Kanadier unterschrieb einen Drei-Jahres-Vertrag

bis zum 30. April 2017. Ward arbeitete in den vergangenen

sieben Spielzeiten als Co-Trainer der Boston Bruins und gewann

2011 mit dem NHL-Traditionsteam den Stanley Cup. In

der Saison 2006/07 war er bereits eine Saison in der DEL als

Coach der Iserlohn Roosters tätig. Als Cheftrainer arbeitete

er auch in Kitchener (OHL), Arkansas (ECHL), Hamilton (AHL),

Toronto (AHL) und Edmonton (AHL) sowie 2000/01 beim

Zweitligisten EC Bad Nauheim.

Aus Südtirol in die Oberpfalz: Fred Carroll ist zurück in

Deutschland. Die Blue Devils Weiden, die als sportlicher Absteiger

vom Schweinfurter Rückzug profitierten, haben den

51 Jahre alten Coach verpflichtet. Er war zuletzt in Südtirol

bei den „Hechten“ vom SV Kaltern in der Inter-National-League

tätig.

Synthetisches Eis: Die Sommer-Pause hat man im Buchloer

Eisstadion mit einem besonderen Kniff verkürzt. Auf einer

stabilen künstlichen Gleitoberfläche mit über 570 Quadratmetern

konnte man beim Bayernligisten trainieren und eishockey-spezifische

Übungen durchführen. Unter dem Motto

"Heiß auf Eis" wurde dieses Projekt – wie schon im Vorjahr –

von den beiden Ex-Teufeln und aktuellen ESV-Cracks Daniel

Huhn und Peter Westerkamp koordiniert. Wie das Ganze ausschaut,

kann man sich im Internet auf Videos unter www.iceitcenter.com

anschauen.

Marc Kohl, vor zwei Jahren vom EC Bad Nauheim nach Bremerhaven

gewechselt, hält den Fischtown Pinguins die Treue.

Zu Beginn der Saison 2009/2010 kam der klassische „Stay-athome-Defender“

in die Wetterauer Kurstadt. Kohl trug auch

schon das Trikot der Nationalmannschaft. 17 Mal lief er für

die U-17, U-18 und U-20-Auswahl auf.

Transfercoup: Ex-Teufel Dylan Stanley ist zum österreichischen

Klub VEU Feldkirch gewechselt. Der Kanadier spielte

in der letzten Saison beim HC Gröden und erzielte als INL-

Topscorer für die Südtiroler in 45 Einsätzen 88 Punkte (34 Tore,

54 Assists).

Harold Kreis, ebenfalls einst beim ECN an der Bande und

zuletzt von Hans Zach bei den Kurpfälzern abgelöst, folgt

beim Schweizer A-Nationalligisten EV Zug auf Doug Shedden.

Larry Mitchell geht als Chefcoach bei den Augsburger Panthern

in seine achte DEL-Saison. Bereits vor einem Jahr wurde

der frühere EC-Stürmer als General Manager Sports mit

weitreichenden Kompetenzen ausgestattet.

Teufel News 7

2014/15


1st PERIOD

Als Neuling schon

mal nicht schlecht

geschlagen!

(tk) Die zweite Saison wird immer schwerer als die erste, sagt eine alte Sportlerweisheit. Ob

dies sich bewahrheitet oder nur den Unsinn solcher Platituden unter Beweis stellt, werden wir

ja sehen. Hier und jetzt soll uns noch einmal die vergangene Spielzeit interessieren, denn als

Einstimmung auf den kommenden Winter ist sie sicherlich einen Rückblick wert.

Die ersten drei

Spieltagen fand man

jeweils den Neuling

aus Bad Nauheim auf

Platz 1 der Tabelle.

Vor Jahresfrist wurde das Nauheimer Eishockey von

einer Welle der Euphorie getragen, die in der jüngsten

Vergangenheit vergeblich Ihresgleichen suchte.

Rekordzahlen an Dauerkarten, ein Traumstart in die

Punktrunde, laut Fachpresse die beste Stimmung aller

DEL2-Stadien und letztendlich der verdiente Klassenerhalt

in einer spannenden Play-down-Serie gegen

Crimmitschau. Das waren die Highlights der ersten

Zweitliga-Saison nach dem Rückzug im Jahre 2004.

Bis diese aber endlich beginnen konnte, gab es auch

im letzten Jahr wieder das obligatorische Sommertheater…

und dieses fiel 2013 besonders kurios aus.

Das Kräftemessen zwischen ESBG, DEB und den Clubs

der zweiten Liga um die (Neu-)Gestaltung des DEL-

Unterbaus zog sich über Wochen und Monate hin, behinderte

die Vereine immens bei ihren Planungen und

endete dann doch so, wie die sportlichen Ereignisse

der Saison 2012/2013 es eigentlich schon im Frühjahr

vorgegeben hatten. Auf die Fragen, wer die Liga organisieren

und administrieren solle, welche Vereine

ihr angehören werden und ob es nun keinen, einen

oder gar drei Aufsteiger geben werde, gaben nach unzähligen

Streitgesprächen und gerichtlichem Hickhack

Vernunft und Sport die richtigen Antworten.

Unsere Roten Teufel gehörten dazu, das war die allerwichtigste

Nachricht. Frankfurt und Kassel hingegen

bekamen durch die Aufstockung um zwei Clubs in der

Folgesaison eine goldene Brücke gebaut, um

2014/2015 auch mitmischen zu können. Bad Nauheim

konnte dies nur recht sein, denn Hessen-Derbys in der

Liga sind von einem ganz anderen Kaliber als noch so

gut gemeinte Freundschaftsspiele, auch wenn sie sich

unter dem Namen Hessen-Pokal den Anstrich eines

interessanten Wettbewerbs gaben.

Die Mannschaft des EC Bad Nauheim hatte bis zum

August 2013 ein recht neues Gesicht bekommen. Meistermacher

Frank Carnevale baute auf viele Spieler, die

er aus früheren Tagen kannte. Dazu gehörten

einerseits Leistungsträger aus

dem Aufstiegsteam 2012/2013 wie Thomas

Ower, Daniel Ketter, Patrick Strauch,

Harald Lange, Daniel Oppolzer und Alex

Baum aber auch Kanadische Jungs mit

denen er schon in seinem Heimatland

zusammengearbeitet hatte. Matt Beca,

Dan Ringwald und nicht zu vergessen

sein Sohn Taylor Carnevale gehörten zu

dieser Gruppe. Dazu gesellten sich weiter

Spieler, denen man eine gute Rolle

in der neugegründeten DEL2 zutraute.

Kevin Lavallee, Jason Pinizzotto, Kyle

Helms, Marcus Götz sowie die beiden

Topspieler des EHC Klostersee Michael

Dorr und Matthias Bergmann; sie alle

gaben den Fans ein sehr gutes Gefühl

im ersten Jahr der neuen Zweiten Liga

in gewichtiges Wörtchen mitreden zu

können.

Getragen von genau jener Anfangseuphorie

und beseelt durch den Wunsch

endlich wieder in einer ernstzunehmenden

Konkurrenz spielen zu können, gelang

unserer Mannschaft ein Traumstart

nach Maß. Die ersten drei Spieltagen

fand man jeweils den Neuling aus Bad

Nauheim auf Platz 1 der Tabelle. Drei

Spiele, drei Siege und das gegen Teams

wie Ravensburg und Bremerhaven, denen

man in diesem Jahr sehr viel zutraute…

Wahnsinn!

Einziger Wermutstropfen: Matthias

Bergmann konnte nicht für die Kurstädter

auflaufen. Kurz nach seiner Verpflichtung

hatte er sich krankheitsbedingt

abmelden müssen; Haut-

8 Teufel News

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krebs lautete die niederschmetternde

Diagnose für den Verteidiger. Für ihn war

kurz vor Rundenbeginn Sean McMonagle

zum Team gestoßen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass man

sich nach einer Tabellenführung nur in

ein Richtung bewegen kann: abwärts!

Und genau dorthin ging es leider auch

für die Roten Teufel. Erst nur sehr langsam

und oftmals bedingt durch unglückliche

Niederlagen, setzte der Neuling zu

einem Sinkflug an. Noch im Herbst landete

die Mannschaft auf Platz 8, dem Tabellenplatz

den man unbedingt bis zum

Punktrundenende behalten wollte. Er

berechtigte noch zur Playoff-Teilnahme

und würde den frühzeitigen Klassenerhalt

bedeuten.

Was anfangs durchaus realistisch erschien,

wurde zu einem zunehmend schwierigeren

Unterfangen. Goalie Thomas

Ower, der Hexer aus der Vorsaison,

kämpfte mit einem schweren Hüftschaden

und quälte sich mit dieser Behinderung

sichtlich von Spiel zu Spiel mehr.

Domenic Bartels sprang so häufiger in

die Bresche und tat sein Bestes. Dann begann

es auch noch im Sturm zu hakeln

und als im Dezember eine Verletzungswelle

über die Mannschaft schwappte,

brachen Gräben auf, die man zu Saisonbeginn

so nicht erwartet hatte.

Auch wenn es nun häufig Niederlagen

für die Rot-Weißen setzte, auch wenn

man sich eher Platz 9 als Platz 7 näherte,

eines gab es nicht in unserem Stadion:

einen Besuchereinbruch. Die

Zuschauerzahlen in der ersten Zeitligasaison

blieben beharrlich oberhalb der

2000er Marke und der Schnitt lag noch

um einige Hundert Besucher höher. Auch

dank dieser erfreulichen Zuschauerentwicklung

hatte die Geschäfts- führung

bereits früh mit Chris Heid einen zusätzlichen

Verteidiger nach Bad Nauheim

lotsen können. Dennoch stand es an

Weihnachten personell schlecht um die

Roten Teufel. Grund zur Freude gab es

in diesen Tagen nur durch den Gewinn

des Hessenpokals. Man hatte alle Spiele

gegen die drittklassige Hessenkonkurrenz

für sich entscheiden können und so

doch recht souverän den Pokal an die

Usa geholt. Zwischen Oberliga und DEL2

bestand nicht nur formal, sondern auch

augenscheinlich ein echter Klassenunterschied.

Genau dieser Punkt tröstete

die Fangemeinde immer wieder über den

aktuellen Tiefpunkt hinweg, denn

niemand wollte mit Frankfurt oder Kassel

tauschen, die in ihrer Liga zwar fast immer zweistellig

gewannen, jedoch nur gegen bessere Sparringspartner

antreten durften. Dann lieber spannendes

Eishockey – auch wenn man am Ende öfters mit leeren

Händen da stand.

Mitten hinein in diese Phase platzen zwei Ereignisse,

die in der Kurstadt zu Schlagzeilen und Diskussionen

führten. Zum einen verpflichtete die GmbH mit Jan

Guryca und Mitch Versteeg sowohl einen neuen Torhüter

als auch einen Verteidiger und zum anderen

trennte sie sich von ihrem Trainer Frank Carnevale. Die

Verpflichtung von Guryca gab Thomas Ower die Chance

auf die längst überfällige Hüft-OP und die Trennung

vom Meistercoach der Vorsaison ließ

erwartungsgemäß einige Emotionen hochkochen.

Neuer Trainer wurde der bis dahin als sportlicher Leiter

und Co-Trainer fungierende Daniel Heinritzi.

Sportlich waren die Teufel zu diesem Zeitpunkt bereits

von den Lausitzer Füchsen überholt und vom

Platz 8 verdrängt worden. Das eigentliche Saisonziel,

Erreichen der Playoffs, war zwar noch immer in Reichweite,

doch Achtungserfolge wie ein Heimsieg gegen

Bietigheim oder gar der Auswärtssieg in Landshut

reichten bis zur Beendigung der Vorrunde nicht mehr

aus, um den Traum von den Playoffs tatsächlich wahr

werden zu lassen. So musste Bad Nauheim, der erste

Spitzenreiter der neugeründeten DEL2, in seiner Zweitliga-Auftaktsaison

doch in die Playdowns, wo Tabellenzwölfter

ETC Crimmitschau darauf wartete dem

Neuling ein Bein zu stellen.

Die Best of Seven-Serie wurde zu einem spannenden

Spektakel, in dem Erfolg und Rückschlag für beide

Mannschaften hin und her wogten. Wer nach vier Spielen

bei einem 3:1-Zwischenstand für unsere Farben

die Westsachsen schon abgeschrieben hatte, wurde

eines besseren belehrt. Letztendlich ging es über die

volle Distanz von sieben Spielen bis im entscheidenden

letzten Match mit einem 3:2-Sieg der Klassenerhalt

doch noch vorzeitig gesichert werden konnte.

Noch einmal 2832 Besucher hatten sich zu diesem letzten

Saisonhöhepunkt eingefunden und feierten ausgelassen

mit der Mannschaft die letztendlich

gelungene Rückkehr in die zweite Liga.

Was man sich durch diesen Sieg ersparte, konnten die

Fans in den kommenden Wochen ganz entspannt als

interessierte Beobachter der Relegationsrunde mitverfolgen.

Die beiden Zweitligisten Crimmitschau und

Kaufbeuren kostete es einige Mühe sich gegen die

Alle Spiele gegen die

drittklassige

Hessenkonkurrenz

wurden gewonnen

und recht souverän

den Hessenpokal an

die Usa geholt.

1st PERIOD

Teufel News 9

2014/15


1st PERIOD

nicht zu unterschätzende Konkurrenz durchzusetzen. Am

Ende der Runde aber standen sowohl Crimmitschau als

auch Kaufbeuren sowie die erwartet starken Oberligisten

aus Hessen auf den begehrten vier Plätzen, die eine DEL2-

Berechtigung für die kommende Spielzeit bedeuteten.

Nun geht es also in die zweite Saison für unsere Roten Teufel.

Die Mannschaft von Petri Kujala scheint gut gerüstet,

um es mit der Konkurrenz aufnehmen zu können. Im kommenden

Frühjahr werden wie in der DEL Pre-Playoffs ausgespielt,

wo sich auch der Neunt- und Zehntplatzierte noch

für die Playoff qualifizieren kann. Dass solche Teams sogar

Meister werden können hat die letzte DEL-Saison mit Meister

Ingolstadt nachdrücklich unter Beweis gestellt. Lässt

man einmal die Saison 2005/2006 außen vor, so ging es in

Bad Nauheim seit dem Ausstieg 2004 ging nur bergauf. Genau

diesen Trend will die Mannschaft, die Geschäftsleitung

und alle, die hinter den Geschicken der Roten Teufel stehen,

unbedingt fortsetzen.

Ein Blick auf die Zuschauerentwicklung dieser letzten Jahre

zeigt, wie erfolgreich hier in der Kurstadt in dem letzten Jahrzehnt

gearbeitet wurde. Seit dem Neuanfang hat sich der Zuschauerschnitt

glatt verdoppelt. Mit Frankfurt und Kassel in der DEL2

könnte dieser große Erfolg noch einmal eine weitere Steigerung

in diesem Winter erfahren.

Stehen wir also wie jedes Jahr fest hinter unserer Mannschaft,

schließlich gilt es neben der Vorherschaft in Hessen auch die „Stimmungskanone“

der Liga zu verteidigen. Wäre doch gelacht, wenn

das nicht gelingen würde.

Auf eine neue, spannende und erfolgreiche Saison mit 100 Prozent

rotweißer Leidenschaft!

Pacman´s TOPs & FLOPs 2013/14 (nach der Haupt- und Zwischenrunde)

64.565 Zuschauer (7/12)

2.391 Zuschauer pro Spiel (7/12)

Topwert 91.552 (Bremerhaven)

Topwert 3.390 (Bremerhaven)

Flopwert 35.948 (Heilbronn)

Flopwert 1.331 (Heilbronn)

(komplette Saison 75.216 Zuschauer / DEL2 = 889.690 Zuschauer) (komplette Saison 2.426 Zuschauer pro Spiel / DEL2 = 2.353 Zuschauer pro Spiel)

15,31 Strafminuten pro Spiel (7/12)

827 Strafminuten (7/12)

15,93% Powerplay Erfolgsquote (11/12)

226 Überzahlsituationen (5/12)

Topwert 19,94 (Bremerhaven)

Topwert 1077 (Bremerhaven)

Topwert 25,93% (Bietigheim)

Topwert 269 (Rosenheim)

Flopwert 11 (Weißwasser)

Flopwert 594 (Weißwasser)

Flopwert 15,58 (Weißwasser)

Flopwert 198 (Bremerhaven)

9 erzielte Treffer in Unterzahl (5/12)

43 Unterzahltore (6/12)

8 Gegentore im eigenen Powerplay (6/12)

36 Powerplaytore (11/12)

Topwert 12 (Bietigheim)

Topwert 35 (Riessersee)

Topwert 2 (Bremerhaven)

Topwert 56 (Bietigheim)

Flopwert 1 (Heilbronn)

Flopwert 65 (Kaufbeuren)

Flopwert 14 (Rosenheim)

Flopwert 31 (Weißwasser)

78,92% Penaltykilling-Quote (7/12)

Topwert 84,65% (Riessersee)

Flopwert 70,59% (Kaufbeuren)

22 eigene Penaltyschüsse (5/12)

Topwert 39 (Ravensburg)

Flopwert 9 (Kaufburen; Landshut)

204 Unterzahlsituationen (2/12)

Topwert 253 (Ravensburg)

Flopwert 200 (Heilbronn)

21 gegnerische Penaltyschüsse (5/12)

Topwert 38(Ravensburg)

Flopwert 8 (Landshut)

45,5% Penaltyquote (2/12)

Topwert 55,6% (Landshut)

Flopwert 11,1% (Kaufbeuren)

71,42% gehaltene Penaltyquote (3/12) 10 Penaltytore (3/12)

6 Penaltygegentore (7/12)

Topwert 100% (Crimmitschau) Topwert 12 (Ravensburg, Bremerhaven) Topwert 0 (Crimmitschau)

Flopwert 53,6% (Dresden)

Flopwert 1 (Kaufbeuren)

Flopwert 13 (Dresden)

Recherchiert & zusammengestellt von Markus Bachmann (mb)

Teufel News 11

2014/15


1st PERIOD

EC Bad Nauheim Scorerliste 2013/14

Recherchiert & zusammengestellt von Markus Bachmann (mb)

# Name Sp. T A G Str. 2 5 10 SD PP SH EN SO

46 Matt Beca 61 29 40 69 44 12 0 2 0 7 2 2 4/2

19 Michael Dorr 53 32 22 54 36 13 0 1 0 7 2 1 5/2

27 Taylor Carnevale 45 19 32 51 41 8 1 0 1 6 2 1 1/1

26 Jason Pinizzotto 61 22 26 48 80 25 0 1 1 3 0 1 1/0

12 Kyle Helms 53 14 27 41 46 13 0 2 0 4 1 0 2/0

24 Harry Lange 61 13 19 32 42 11 0 2 0 0 1 1 1/0

96 Kevin Lavallee 54 14 18 32 56 18 0 2 0 1 0 1 0/0

69 Daniel Oppolzer 60 10 18 28 24 12 0 0 0 2 0 0 1/0

8 Dan Ringwald 35 3 23 26 8 4 0 0 0 0 0 0 0/0

9 Sean McMonagle 59 7 18 25 38 19 0 0 0 4 1 0 7/5

44 Marcus Götz 61 5 20 25 93 29 1 1 1 0 0 0 0/0

72 Patrick Strauch 58 6 15 21 59 12 1 1 1 1 0 1 0/0

54 Mitch Versteeg 31 2 14 16 80 20 0 2 1 0 0 0 0/0

6 Daniel Ketter 46 2 6 8 18 9 0 0 0 0 0 0 0/0

4 Alexander Baum 61 2 6 8 32 16 0 0 0 1 0 0 0/0

2 Chris Heid 18 0 7 7 16 8 0 0 0 0 0 0 0/0

11 Dennis Reimer 39 4 3 7 18 9 0 0 0 0 0 0 0/0

17 Jan-Nikl. Pietsch 61 0 3 3 14 7 0 0 0 0 0 0 0/0

89 Sven Schlicht 57 0 2 2 105 25 1 3 1 0 0 0 0/0

7 Tim May 39 0 2 2 31 3 1 0 1 0 0 0 0/0

18 Max. Spöttel 25 0 0 0 2 1 0 0 0 0 0 0 0/0

16 Goran Pantic 32 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0/0

36 Deion Müller 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0/0

33 Jan Guryca 31 0 2 2 0 0 0 0 0 0 0 0 0/0

43 Thomas Ower 21 0 0 0 4 2 0 0 0 0 0 0 0/0

39 Domenic Bartels 11 0 0 0 4 2 0 0 0 0 0 0 0/0

Sp=Spiele, T=Tore; A=Vorlagen; G=Gesamt; Str.=Strafen, 2=2Min-Strafen; 5=5Min-Strafen; 10=10Min-Strafen;

SD=Spieldauerdisziplinarstrafen; PP=Überzahltore; SH=Unterzahltore; EN=Emptynet; SO= Penaltyversuche im Shootout/Tore

# Name Min. GT GTS zN SO

33 Jan Guryca 1857 105 3,39 0 7/8

43 Thomas Ower 1231 67 3,26 1 5/9

39 Domenic Bartels 592 46 4,66 0 3/4

Min=gespielte Minuten, GT=Gegentotore, GTS=Gegentoreschnitt,

zN=Shutouts, SO=im Shootout gehaltene Penaltys/Versuche

12 Teufel News

2014/15


38- Dusan Frosch (links mit Gitarre) und -72- Patrick Strauch vor dem Hotel Villa Grunewald, in dem Elvis Presley während seines Militärdienstes von

1958 - 1959 einige Monate lebte. Foto: Joachim www.foto-storch.de


2nd PERIOD

Die Playoffs sollten es

dieses Mal schon sein

Taktikbesprechung während

des Trainings.

Foto: www.foto-storch.de

(mb) Einen völlig ungewohnten, ja fast schon langweiligen, Sommer

erlebten in diesem Jahr alle Eishockeybegeisterten - denn das Sommerloch

hatte sich diese Bezeichnung in der Tat redlich verdient.

Keine nervenaufreibenden Nebengeräusche, keine negativ

Schlagzeilen in der Presse, keine spektakulären

Knalleffekte - sieht man einmal vom plötzlichen Verzicht

einer weiteren Kandidatur von (Ex)DEB Präsident

Uwe Harnos und seiner Ablösung durch Franz Reindl

ab. Ein klarer Spielmodus, eine zeitnahe Veröffentlichung

des Spielplans sowie eine Vereinheitlichungen

von grundsätzlichen Dingen zwischen DEL und DEL2

(s. hierzu auch Seite 4) gab den Vereinen die Sicherheit

sich voll auf das eigentliche Tagesgeschäft zu konzentrieren.

Selbst das Ergebnis des Lizenzierungsverfahrens

wurde ohne großes Aufsehen präsentiert.

Alles klare Indizien dafür, dass sich DEL und DEL2

schrittweise annähern und weiterhin gemeinsam einen

professionellen Weg gehen möchten.

Dass die Roten Teufel die Lizenz ohne jegliche Auflagen

erhalten haben, zeugt davon, dass das Team um

Geschäftsführer Andreas Ortwein weiterhin eine

grundsolide Arbeit abliefert. Diese Tatsache sollte jeden,

der dem Verein nahesteht, mit Stolz und einer

gewissen Sicherheit erfüllen.

Mit einem Etat von rund 1,85 Millionen Euro bewegen

sich die Zahlen der Roten Teufel in etwa im Bereich

der letzten Saison. Traditionell nehmen hierbei die Gehälter

des aktiven Personals inklusive der GmbH Belegschaft

den größten Anteil in Anspruch (ca. eine

Million Euro). Auf der Einnahmeseite sollen die Kosten

zu je einem Drittel durch Sponsorengelder, Erlöse

durch Catering und Merchandising sowie durch die

Zuschauereinnahmen gedeckt werden. Die bewährten

Sponsorenlogos zieren weiterhin die

neugestalteten roten und weißen Trikots,

die mit ihren aufgenähten Spielernamen

und Nummern in Aufmachung und Qualität

im NHL-Style daherkommen. Diese

können neben zahlreichen anderen Artikeln

künftig am Fan-Stand im Stadion

oder in der Geschäftsstelle erworben

werden. Als wichtigster Medienpartner

agiert weiterhin der in Bad Vilbel ansässige

Sender Hitradio-FFH. Auch die Wetterauer

Zeitung wird sicher weiterhin im

gewohnten Umfang rund um die Roten

Teufel berichten.

Der Dauerkartenverkauf liegt mit rund

790 an den Fan gebrachten Tickets nur

knapp hinter dem Rekord aus dem Vorjahr.

Zusätzlich zu dieser Anzahl kalkuliert

man pro Spiel mit 1.300 verkauften

Tagestickets. Hinzu kommen rund 300

weitere Besucher, die sich aus dem Verkauf

von VIP-, Nachwuchs- und sonstigen

Karten zusammen setzen. Der Schnitt

soll sich bei etwa 2.400 Zuschauern einpendeln,

und so an die laut Andreas Ortwein

"überwältigende Zahl" aus der

Premierensaison anknüpfen.

Hinter der Bande hat seit dieser Saison

der Finne Petri Kujala das Sagen. Der

43jährige führte zuletzt den Ligakonkur-

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enten aus Ravensburg zweimal in die

Playoffs. Die Kurstadt ist seine zweite

Station als Cheftrainer und an Bad Nauheim

hat der ehemalige Stürmer sicherlich

gute Erinnerungen. Schließlich durfte

er hier in der Saison 1997/98 mit dem

EHC Neuwied den Gewinn des Zweitligatitels

feiern. Tatkräftig unterstützt wird

Kujala von seinem Vorgänger Daniel

Heinrizi, der sich aber wieder verstärkt

seinen Aufgaben als sportlicher Leiter

widmen wird.

Bei der diesjährigen Kaderzusammenstellung

mussten diese zwei natürlich

auch auf die veränderten Gegebenheiten

reagieren. So galt es eine Ausländerposition

adäquat zu ersetzen und auch

bei den deutschen Ü23 Spielern musste

es einer weniger sein, als in der Vorsaison.

Dafür soll dem deutschen Nachwuchs

ab sofort eine größere Plattform

gegeben werden.

Zwischen den Stangen setzt man in der

Wetterau weiterhin auf das Duo Jan Guryca

(#33) und Domenic Bartels (#39).

Der während der vergangenen Saison zu

seinen Eishockeywurzeln zurück gekehrte

Guryca war trotz geringer Spielpraxis

in den vergangenen Jahren sofort auf

Betriebstemperatur und avancierte mit

seiner Ruhe und Gelassenheit sowie

spektakulären Paraden umgehend zu einem

der Publikumslieblinge. Auch Bartels

kam zu einigen Einsätzen und wusste

zu gefallen. Der 22jährige kann auf Grund

einer Vereinbarung auch beim Kooperationspartner

Düsseldorfer EG eingesetzt

werden. Als Backup Nummer zwei ist

Alexander Wagner (#91) vorgesehen. Der

Rückkehrer von Frankfurts 1b, wird vornehmlich

im Regionalligateam der Roten

Teufel spielen, soll bei eventuellen

Ausfällen aber auch in der ersten Mannschaft

entsprechend aushelfen.

Marco Schütz (#77) war die erste Neuverpflichtung

der Saison. Der 29jährige

Verteidiger vom Vizemeister Bietigheim

befindet sich im besten Eishockeyalter,

gilt als zweikampf- und laufstarker Spieler

und soll eine tragende Rolle in der

Bad Nauheimer Hintermannschaft einnehmen.

Hierfür kann der gebürtige

Schwenninger über 400 Einsätze im

deutschen Unterhaus vorweisen, kam

aber auch für Mannheim und Augsburg

zu einigen Einsätzen in der DEL. Im Nachwuchsbereich

durchlief er die Schule der

Mannheimer Jungadler. Ebenfalls neu im

Defensivbereich ist der 22jährige Maik

Blankart (#73). Der Linksschütze hat im

Kölner Nachwuchs das Eishockeyspielen

erlernt und war zuletzt bei den Füchsen Duisburg aktiv.

Er übernimmt eher den defensiven Part in seinem Block

und bringt dabei viel physische Präsenz auf das Eis. Als

Förderlizenzspieler kann Blankart ebenfalls bei der DEG

zum Einsatz kommen. In den ersten Testspielen stand ihm

der dritte Verteidiger-Neuzugang - Drew Paris (#5) - zur

Seite. Der in Point Claire geborene Kanadier wurde als

klassischer Offensivverteidiger verpflichtet. In den vergangenen

zwei Jahren spielte der 26jährige in Düsseldorf

und erzielte in 94 DEL-Spielen 17 Treffer für die Rheinländer.

Für einen Verteidiger keine schlechte Quote. Der

Modellathlet (1,93 m, 92 Kg) gilt als harter Arbeiter und

starker Zweikämpfer an der Bande. Vom letztjährigen Kader

bleiben mit Alexander Baum (#4), Daniel Ketter (#6)

und Dan Ringwald (#8) die solidesten Verteidiger in Bad

Nauheim. Auch Goran Pantic (#16) soll in dieser Spielzeit

weiterhin an die DEL2 herangeführt werden und regelmäßig

Eiszeit erhalten.

Nach sechs Jahren, die ihn nach Frankfurt, München und

Hannover verschlagen haben, kehrt Stürmer Sven Gerbig

(#81) zu seinem Heimatverein zurück. Der 33jährige sammelte

in seiner bisherigen Karriere mit über 480 Einsätzen

zahlreiche Erfahrungen in der zweiten Liga und kommt

aktuell mit der Empfehlung von siebenundneunzig zum

Torerfolg führenden Aktionen vom Nord-Oberligisten

Hannover Scorpions. Gerbig ist ein guter Läufer und scheut

keinen Zweikampf. Verstärkt somit nochmal das kämpferische

Element im Team.

Dusan Frosch (#38) war zuletzt bei den Iserlohn Roosters

aktiv. Neben seinen zahlreichen DEL Einsätzen verfügt der

33jährige auch über vier Jahre Zweitligaerfahrung in

Schwenningen. Hier scorte der wendige Außenstürmer

sehr beständig. Frosch ist aber kein Torjäger, sondern hat

häufiger das Auge für den besser postierten Mitspieler.

Dabei ist es kein Nachteil, dass der gebürtige Tscheche

bereits drei Jahre mit Vitalij Aab (#18) in einer Reihe zusammen

gespielt hat. Der in Karaganda/Kasastan geborene

Aab ist gewiss der Königstransfer der Roten Teufel.

Auch wenn der 21fache ehemalige deutsche Nationalspieler

bescheiden zu Protokoll gibt "wie jeder andere

Spieler auch nur ein Teil der Mannschaft zu sein", erhofft

man sich im Lager der Roten Teufel durch seine Erfah-

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2nd PERIOD

rung und Präsenz mehr Durchschlagskraft in den entscheidenden

Momenten. Dafür soll auch Neuzugang Max Campbell

(#88) sorgen. Mit 89 Punkten (32 Tore/58 Vorlagen) war

der Kanadier in der Hauptrunde der vergangenen Saison der

drittbeste Scorer der Liga. In den Playdowns und der Qualifikationsrunde

kamen nochmal 24 Punkte hinzu. Ein ähnlich

schlagkräftiges Duo, wie es Campbell mit Harrison Reed in

Crimmitschau bildete, stellt man sich nun mit Matt Beca (#46)

auch in Bad Nauheim vor. Kapitän der Mannschaft bleibt Patrick

Strauch (#72). Mit Harry Lange (#24), Daniel Oppolzer

(#69), Kyle Helms (#12) und Tim May (#7) sind bewährte Kräfte

an Bord geblieben. Youngster Maximilian Spöttl (#28) soll

in seiner zweiten Spielzeit bei den Profis einen weiteren Schritt

in seiner Entwicklung machen.

Fünf der zwölf Abgänge werden künftig mit ihren aktuellen

Clubs im Colonel Knight Stadion zu sehen sein. Die Stürmer

Taylor Carnevale und Dennis Reimer im Trikot des hessischen

Nachbarn aus Frankfurt, Jason Pinizzotto verstärkt die Offensive

der Bietigheim Steelers, Kevin Lavallee versucht erneut

in Weißwasser für die nötigen Tore zu sorgen und

Verteidiger Marcus Götz schloss sich den Starbulls aus Rosenheim

an. DEL2-Aufstiegsheld Thomas Ower hat nach überstandener

Operation die Möglichkeit sich als Back-up in der

DEL bei den Iserlohn Roosters zu versuchen.

Offensivverteidiger Sean McMonagle setzt seine Reise durch

Europa fort und ist nun nach jeweils einer Saison in Dänemark,

Italien und Deutschland bei Les Ducs D`Angers in Frankreichs

Eliteliga gelandet. Noch weiter von Bad Nauheim

entfernt hat sich allerdings Mitch Versteeg. Der Kanadier verteidigt

demnächst in Japan für die Nikko Icebucks, einem

Team der Asia League Ice Hockey. Jan-Niklas Pietsch spielt

künftig beim favorisierten Westoberligisten aus Duisburg.

Angreifer Sven Schlicht kämpft derzeit im Tryout um einen

Vertrag beim DEL2-Aufsteiger Kassel. Ob die gesundheitliche

Verfassung von Chris Heid eine Fortsetzung seiner Karriere

zulässt, ist leider weiterhin offen. Bislang ohne neuen

Verein ist lediglich Torjäger Michael Dorr.

Die bisherige Vorbereitung verlief aus Sicht des Trainerstabs

sehr zufriedenstellend. Alle Spieler sind laut Aussage von Fitnesscoach

Matthias Ott "fit und besser drauf als im Vorjahr".

Ein Indiz dafür, dass sich alle an die individuell ausgearbeiteten

Trainingspläne gehalten haben.

Bei den Neuverpflichtungen fanden im Kader eher Erneuerungen

als Ergänzungen statt. Oberstes Ziel von Kujala und

Heinrizi war hierbei, dass mehr Erfahrung und Scoring-Touch

ins Team kommt. Geht man alleine von den Einsätzen in der

DEL aus, sollte dies gelungen sein. Der Altersdurchschnitt

liegt bei 26,48 Jahren (ohne die Düsseldorfer FöLi-Spieler).

Zudem möchte der Trainer sein Team lieber agieren als reagieren

lassen. Grundsätzlich stehen dem finnischen Übungsleiter

21 Spieler zur Verfügung. Hinzu kommen noch die von

der DEG lizensierten Förderlizenzspieler. Auf insgesamt neun

dieser Cracks könnte Petri Kujala in Absprache mit dem Kooperationspartner

zurück greifen. Im Tor hat man mit Benedict

Roßberg eine weitere Backup Alternative in der

Hinterhand.

Für die Verteidigung stehen Jonas Noske, Hagen Kaisler und

Corey Mapes zur Auswahl. Die Angreifer Alexander Thiel, Tobias

Brazda, Tim Brazda, Dominik Daxlberger und Veit Holzmann

komplettieren die jungen Wilden vom Rhein. Alle

Spieler sind zwischen 18 und 23 Jahre alt und können gemäß

Regularien neben den Einsätzen in der DEL beziehungsweise

DEL2, zusätzlich noch für Essen, dem zweiten Kooperationspartner

der Düsseldorfer, in der Oberliga als auch im DNL

Team der rot-gelben auflaufen. Sowohl Mapes als auch die

Brazda Zwillingen waren mit dem Team im Südtiroler Trainingslager.

Dieses Privileg wurde ferner dem Bad Nauheimer Nachwuchsspieler

Deion Müller zuteil, der als gelernter Angreifer

auch das Potential besitzt in der Hintermannschaft auszuhelfen.

Im Rahmen dieser Vorbereitungswoche wurden auch

die ersten beiden Vorbereitungsspiele gegen die heimischen

Sterzing Broncos (7:0) und beim VEU Feldkrich (4:5 n.P.)bestritten.

Ergebnisse sind bei solchen Tests natürlich eher nebensächlich,

trotzdem geben die Resultate durchaus Grund

zur Hoffnung, dass gerade im Torabschluss eine höhere Qualität

vorhanden ist.

Auch wenn das zweite Jahr nach dem Aufstieg in der Regel

als etwas schwieriger angesehen wird, geben sowohl die Verantwortlichen

als auch die Spieler ganz klar das gesteckte

Ziel vor. Nach dem Klassenerhalt im Vorjahr ist man bei den

Roten Teufeln in dieser Spielzeit auf allen Ebenen bereit für

den nächsten Schritt, der da lautet: Erreichen der (Pre)Playoff-

Runde. Bei der erneut zu erwartenden Ausgeglichenheit der

Liga sicherlich keine leichte Aufgabe, aber dennoch im Bereich

des Möglichen.

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12.09.2014 Fischtown Pinguins EC Bad Nauheim

14.09.2014 EC Bad Nauheim Starbulls Rosenheim

19.09.2014 EC Bad Nauheim EC Kassel Huskies

21.09.2014 Löwen Frankfurt EC Bad Nauheim

26.09.2014 EC Bad Nauheim ESV Kaufbeuren

28.09.2014 Lausitzer Füchse EC Bad Nauheim

02.10.2014 EC Bad Nauheim Dresdner Eislöwen

04.10.2014 EC Bad Nauheim Ravensburg Towerstars

10.10.2014 Bietigheim Steelers EC Bad Nauheim

12.10.2014 EC Bad Nauheim EVL Landshut Eishockey

17.10.2014 EC Bad Nauheim Heilbronner Falken

19.10.2014 SC Riessersee EC Bad Nauheim

24.10.2014 Eisp. Crimmitschau EC Bad Nauheim

26.10.2014 EC Bad Nauheim Starbulls Rosenheim

31.10.2014 EC Bad Nauheim Bietigheim Steelers

02.11.2014 EVL Landshut Eish. EC Bad Nauheim

14.11.2014 EC Bad Nauheim Löwen Frankfurt

16.11.2014 Ravensburg Towerst. EC Bad Nauheim

21.11.2014 ESV Kaufbeuren EC Bad Nauheim

23.11.2014 EC Bad Nauheim SC Riessersee

28.11.2014 EC Bad Nauheim Lausitzer Füchse

30.11.2014 Heilbronner Falken EC Bad Nauheim

05.12.2014 Eispir. Crimmitschau EC Bad Nauheim

07.12.2014 EC Bad Nauheim Dresdner Eislöwen

12.12.2014 EC Bad Nauheim Fischtown Pinguins

14.12.2014 EC Kassel Huskies EC Bad Nauheim

19.12.2014 ESV Kaufbeuren EC Bad Nauheim

21.12.2014 EC Bad Nauheim EVL Landshut Eish.

23.12.2014 Löwen Frankfurt EC Bad Nauheim

26.12.2014 Starbulls Rosenheim EC Bad Nauheim

30.12.2014 Ravensburg Towerst. EC Bad Nauheim

Saison 2014/15

02.01.2015 EC Bad Nauheim EC Kassel Huskies

04.01.2015 Fischtown Pinguins EC Bad Nauheim

06.01.2015 Dresdner Eislöwen EC Bad Nauheim

09.01.2015 SC Riessersee EC Bad Nauheim

11.01.2015 EC Bad Nauheim Lausitzer Füchse

16.01.2015 EC Bad Nauheim Eispir. Crimmitschau

18.01.2015 Bietigheim Steelers EC Bad Nauheim

23.01.2015 EC Bad Nauheim ESV Kaufbeuren

25.01.2015 Dresdner Eislöwen EC Bad Nauheim

30.01.2015 EC Bad Nauheim Bietigheim Steelers

01.02.2015 EC Bad Nauheim Fischtown Pinguins

03.02.2015 Heilbronner Falken EC Bad Nauheim

06.02.2015 EC Kassel Huskies EC Bad Nauheim

08.02.2015 EC Bad Nauheim Eispir. Crimmitschau

13.02.2015 EC Bad Nauheim SC Riessersee

15.02.2015 Starbulls Rosenheim EC Bad Nauheim

20.02.2015 EC Bad Nauheim Löwen Frankfurt

22.02.2015 EVL Landshut Eish. EC Bad Nauheim

27.02.2015 Lausitzer Füchse EC Bad Nauheim

01.03.2015 EC Bad Nauheim Ravensburg Towerst.

Während sich die ersten sechs Teams direkt für die

Playoffs qualifizieren, finden am 4., 6. und 8. März 2015

die Spiele der Pre-Playoffs statt. Dort ermitteln die Teams

auf den Rängen sieben bis zehn im Modus „Best of

Three“ zwei weitere Teilnehmer für die Playoff Viertelfinals

(13. – 27. März / Best of Seven).

Wie die Halbfinals (02. – 14. April) wird auch das Endspiel

(17. – 30. April) im Modus „Best of Seven“ ausgespielt.

Der DEL2-Absteiger wird in einer Playdown-Runde der

auf den Rängen elf bis 14 platzierten Teams ermittelt. Die

Verlierer dieser beiden Duelle spielen erneut und ebenfalls

im Modus „Best of Seven“ gegeneinander.


1 . Reihe sitzend von links nach rechts: -33- Jan Guryca (Keeper, Torwart, Goalie) / -38- Dusan Frosch / -72- Patrick Strauch / Daniel Heinrizi (Co-Trainer, Sportlicher Leiter) /Petri Kujala (Neuer Trainer, Head Coach) / -24- Harald Harry

Lange /-1 2- Kyle Helms / -39- Domenic Bartels (Keeper, Torwart, Goalie) / 2. Reihe von links nach rechts: Sina Edelbauer (Physiotherapeutin) / -1 8- Vitalij Aab / -7- Tim May / -6- Daniel Ketter / -69- Daniel Oppolzer / -46- Matt Beca /

Daniel Schindler / Murat Pak (Teamarzt ) / Dr. Caro Pak (Teamärztin) / Jens Koczlarek (Betreuer) / 3. Reihe von links nach rechts: Dietmar Pufal (Physiotherapeut) / Marcus Jehner (Co-Trainer) / Tobias Brazda / Tim Brazda / -73- Maik

Blankart / -88- Max Campbell / Matthias Matze Ott (Co-Trainer, Fitness Coach) / Dion Müller / 4. Reihe von links nach rechts: -1 6- Goran Pantic / -78- Maximilian Spöttel / -77- Marco Schütz / Marc-Kevin Perkins / -4- Alexander Baum /

letzte Reihe von links nach rechts: Corey Mapes /-5- Drew Paris / -81 - Sven Gerbig (Foto: www.foto-storch.de)


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Aufstellungen der Gegner

29.08.1 4 02.09.1 4 05.09.1 4

TRAINER: Tim Kehler

GOALIES

20 Bryan Hogan

30 Henning Schroth

ABWEHR

7 Patrik Vogl

17 Henry Martens

23 Thomas Ziolkowski

42 Márton Vas

49 David Cespiva

89 James Jarvis

STURM

9 Norman Martens

13 Marc Schaub

18 Lanny Gare

19 Kyle Ostrow

26 Frederik Gradl

38 Christian Wichert

61 Richard Mueller

71 Clarke Breitkreuz

77 Taylor Carnevale

92 Richard Gelke

93 Dennis Reimer

98 Nils Liesegang

TRAINER: Kevin Gaudet

GOALIES

29 Jochen Vollmer

80 Andreas Mechel

ABWEHR

3 Max Prommersberger

6 Marco Schütz

13 Marcus Sommerfeld

18 Markus Gleich

22 Marco Müller

26 Bastian Steingroß

27 Patrik Vogl

STURM

5 Rene Schoofs

17 Robin Just

21 Greg Squires

23 Philipp Quinlan

24 David Wrigley

25 Patrick Asselin

39 Matt McKnight

42 Alexej Dmitriev

64 Marco Windisch

71 Mark Heatley

92 Chris St. Jacques

TRAINER: Christof Kreutzer

GOALIES

1 Lukas Lang

41 Bobby Goepfert

61 Benedict Roßberg

ABWEHR

3 Stephan Daschner

4 Tim Conboy

22 Corey Mapes

33 Hagen Kaisler

38 Jakub Ficenec

44 Kurt Davis

67 Bernhard Ebner

STURM

8 Tim Brazda

9 Michael Davies

17 Nikolaus Mondt

18 Dominik Daxlberger

19 Rob Collins

20 Manuel Strodel

23 Daniel Kreutzer

24 Andreas Martinsen

29 Alexander Preibisch

40 Ken André Olimb

47 Alexander Thiel

71 Travis Turnbull

77 Daniel Fischbuch

89 Tobias Brazda

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3rd PERIOD

Perfekt!

Kooperations-Puzzle

mit zwei

passenden Teilen

(mb) Nach langer Zeit gastiert mit der Düsseldorfer EG wieder Mal ein Team aus Deutschlands

Elite Liga im Colonel Knight Stadion. Doch der Vergleich mit dem achtfachen deutschen Meister

ist nicht nur ein einfaches Freundschaftsspiel, es ist auch das Duell zweier Kooperationspartner

in Sachen Nachwuchsförderung und somit gerade für die jungen Spieler auf beiden

Seiten die Chance sich zu präsentieren.

DEG, diese drei Buchstaben stehen für jahrelange Eishockeytradition

und zahlreiche Erfolge. Doch die einst so glorreichen

Düsseldorfer sind auf der Suche nach sich selber und hoffen

dringend wieder auf bessere Zeiten. Seit dem Ausstieg der

Metro-Group nach der Saison 2011/12 hatte die "DEG Eishockey

GmbH" mit argen Finanznöten und somit weit heruntergeschraubten

Etatvorgaben zu kämpfen. Demzufolge gab

es in den beiden letzten Spielzeiten nicht viel zu jubeln. Sowohl

2012/13 als auch 2013/14 belegten die rot-gelben weit

abgeschlagen den letzten Platz der DEL. Auch wenn der Zuschauerschnitt

in der vergangenen Saison im Vergleich zum

Vorjahr wieder um gut 600 Besucher gestiegen ist, können die

Verantwortlichen von der einst hohen Stadionauslastung zu

Brehmstraßen-Zeiten im ISS-Dome weiterhin nur träumen.

Bescheiden ist man geworden. Platz zehn und somit das Erreichen

der Pre-Playoffs ist das ausgegebenen Saisonziel. Und

um dies zu erreichen hat sich sowohl im Administrativen als

auch im sportlichen Bereich der Rheinländer einiges getan.

Zur Sicherung der DEL Lizenz hatten die beiden Gesellschafter

Mikhail Ponomarev und Peter Hoberg bereits frühzeitig

eine Zusage von über zwei Millionen Euro gegeben. Während

der Stammverein, als einer der vier Gesellschafter der Profiabteilung,

seinen Anteil von 50,4% auf 26% reduziert hat, haben

diese beiden im Gegenzug ihre Gesellschafteranteile jeweils

auf 30,8% erhöht. Vierter Gesellschafter bleibt die Radeberger

Gruppe mit 12,4%.

Mit Jochen Rotthaus wurde ein neuer Geschäftsführer eingestellt.

Seine Hauptaufgabe dürfte aktuell hauptsächlich in der

Akquise von neuen Sponsoren liegen. Immerhin läuft die DEG

seit zwei Spielzeiten ohne Trikotsponsor auf. Hier könnte sich

nach Aussage des ehemaligen Geschäftsführers des Fußball

Bundesligisten 1899 Hoffenheim aber bis zum Saisonbeginn

noch etwas tun. Ein weiteres großes Pfand auf der Einnahmeseite

sollte die Austragung des 2. DEL-Wintergames in der

Düsseldorfer Esprit-Arena sein. Am 10.Januar 2015 steigt in

der 54.500 Zuschauer fassenden Fußball-Arena das Rheinderby

gegen Vizemeister Köln und könnte bei ausverkauften Haus

einen neuen Europarekord für ein Liga-Freiluftspiel aufstellen.

Bislang wurde weit über die Hälfte der Tickets verkauft.

Natürlich hat sich auch im Kader der Düsseldorfer einiges verändert.

Angefangen beim Trainer, für Christian Brittig kam

Christoph Kreutzer, gibt es insgesamt neun Zugänge im Team.

Dem stehen zwölf Abgänge gegenüber. Aktuell versuchen

sich noch die Stürmer Veit Holzmann, Brian Ihnacak und Lukas

Vantuch über das Tryout für einen Vertrag zu empfehlen.

Während man in den letzten beiden Spielzeiten überwiegend

auf junge Spieler setzte (Altersdurchschnitt 23,5 Jahre), versucht

man heuer überwiegend gestandene Cracks zu verpflichten.

Lediglich der 22jährige Alexander Thiel stellt hier eine

Ausnahme da. Trotz dieser Maßnahme schickt die DEG auch

in dieser Spielzeit das jüngste Team (Altersschnitt 25,4 Jahre)

aller DEL Clubs ins Rennen.

Zwischen den Pfosten vertraut man am Rhein bereits in der

vierten Spielzeit auf die Fangkünste des US-Amerikaners Bobby

Goepfert. In der vergangenen Saison sorgte der 31jährige

Publikumsliebling gleich zwei Mal für Aufsehen. Beim 2:1 Penaltyerfolg

in Berlin wehrte er sagenhafte 77 Schüsse ab und

hält seitdem den Rekord für die meisten Paraden in einem

DEL-Hauptrundenspiel. Im Derby gegen die Kölner Haie bekam

er ein Puck unglücklich auf den Kehlkopf und schwebte

kurzfristig in Lebensgefahr. Goepfert besticht durch seine

Schnellig- und Beweglichkeit. Zusammen mit Neuzugang Lukas

Lang bildet er ein erfahrenes Torhütergespann, das durch

das 18jährige Eigengewächs Benedict Roßberg ergänzt wird.

Roßberg wurde im Rahmen des Kooperationsvertrages auch

für die Roten Teufel lizenziert und konnte im Trainingslager

22 Teufel News

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3rd PERIOD

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Seit über 110 Jahren stellen wir in unserem

Haus am Aliceplatz Köstlichkeiten, wie Pralinen

und Torten von Hand her.

In unseren Räumlichkeiten können Sie auch

ausgiebig frühstücken und unsere zahlreichen

Torten- und Gebäcksorten genießen. Bei uns

erhalten Sie nur erstklassige Qualität.

in Sterzing bereits erste "Nauheim-Hockey" Eindrücke sammeln. Im

Gegenzug erhielt Bad Nauheims Keeper Domenic Bartels eine Förderlizenz

für die rot-gelben und komplettiert somit das Torhüterquintett.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Die Verteidigung war in den letzten Jahren sicherlich mit die Achillesferse

der Düsseldorfer. Dies war allerdings mehr der Unerfahrenheit

der zahlreichen jungen Spieler geschuldet, als dem sicherlich

vorhandenen Talent. Doch die Geduld der Verantwortlichen zahlt

sich langsam aus. Bestes Beispiel ist wohl Bernhard Ebner, der in der

Saison 2012/13 zum besten Neuling in der DEL gewählt wurde und

in den letzten beiden Spielzeiten zu den solidesten Abwehrspielern

der DEG zählte.

Neben seinem läuferischen Talent überzeugt er vor allem mit guten

Aufbaupässen. Aber auch Spieler wie Jonas Noske und Hagen Kaisler,

die dem eigenen Nachwuchs entstammen, sind auf dem Sprung

sich dauerhaft im Profikader der Düsseldorfer zu etablieren. Das Gleiche

gilt auch für Corey Mapes. Dem 22jährigen, Linksschützen drohte

allerdings nach einer schweren Verletzung in der letzten Saison gar

das sportliche Aus. Nach Operation und Reha-Maßnahmen fühlt sich

der vornehmlich auf die Defensivarbeit ausgerichtete Abwehrspieler

inzwischen wieder gut und ist bereit sich in den Kader zurück zu kämpfen.

Die drei letztgenannten Spieler sollen über die Saison gesehen

auch vermehrt Spielpraxis in Bad Nauheim sammeln, während Nauheims

Neuzugang Maik Blankart für Düsseldorf auflaufen könnte. Mit

mehr Routine an ihrer Seite können diese jungen Spieler weiterhin

gefordert und gefördert, aber auch entsprechend entlastet werden.

Um dies zu bewerkstelligen wurden mit Jakub Ficenec und Tim Conboy

gleich zwei sehr erfahrene Akteure vom amtierenden Meister

aus Ingolstadt verpflichtet. Während US-Boy Conboy eher der Defensivspezialist

mit entsprechender Physis ist, gilt der 37jährige Ficenec

als guter Passgeber der über einem harten und präzisen Schlagschuss

verfügt.

Ebenfalls als amtierender Meister stößt der Amerikaner Kurt Davis,

zuletzt bei den Stavangar Oilers in Norwegens Eliteliga aktiv, zum

Team. Auch er ist ein eher offensiv ausgerichteter Verteidiger und soll

vor allem das Powerplay effektiver machen. Der zuletzt in der DEL2

beim EV Landshut aktive Stephan Daschner vervollständigt die Hintermannschaft

der Rheinländer. Mit 230 Einsätzen für Straubing, Ingolstadt

und Hannover verfügt der 26jährige über zahlreiche

DEL-Erfahrung.

Teufel News 23

2014/15


3rd PERIOD

Das Toreschießen war gerade in der abgelaufenen Saison das wohl

größte Problem der Westfalen. Lediglich 101 Treffer in 52 Hauptrundenspielen

sind eine sehr geringe Ausbeute. Mit Ashton Rome, Colin

Long und Justin Bostrom, musste man gleich drei der vier Stürmer

ersetzen, die in der abgelaufenen Saison jeweils über 20 Scorerpunkte

verbuchen konnten - was jedoch weit von den Spitzenwerten der

Liga entfernt war. Um diesem Manko Abhilfe zu leisten, setzen die

Verantwortlichen in diesem Jahr bei der Zusammenstellung in der

Abteilung Attacke zwar weiterhin auch auf junge Spieler, das Hauptaugenmerk

liegt aber eindeutig in der Verpflichtung von gestandenen

Stürmern.

Den Anfang macht der 36jährige Rob Collins, der kein Unbekannter

im ISS-Dome ist. Vor seinen Abstechern nach

Hamburg, Brampton und Köln spielte der Rechtsschütze

von 2006 bis 2011 in der Rheinmetropole. Er bringt alles

mit, was von einem Führungsspieler erwartet wird. Schnelligkeit,

Spielintelligenz, Kampf- und Teamgeist und jede

Menge Erfahrung. Auch Travis Turnbull ist ein Düsseldorf-

Rückkehrer. Der US-Amerikaner kann sowohl als Center

oder auch als Außenstürmer eingesetzt werden. Ihm zur

Seite steht mit Michael Davies ein Spieler mit dem er bereits

mehrere Jahre in diversen Clubs zusammen gespielt

hat. "Ich will mit Düsseldorf Meister werden" lautet seine

forsche Kampfansage. Bislang überzeugte der 27jährige

durch hohes Tempo, Spielwitz und reichlich Gefahr vor

dem gegnerischen Tor.

Letzter und jüngster Neuzugang im Sturm ist Alexander Thiel. Der

gebürtige Kaufbeurer war in der abgelaufenen DEL2 Saison eine der

positiven Überraschungen und seine zahlreichen Treffer mit ein Grund

dafür, dass sein Heimatverein die Klasse gehalten hat. Mit 22 Jahren

verstärkt er noch Mal die vorhandene junge Garde im Angriff und

verfügt genau wie Dominik Daxlberger, die Zwillinge Tim und Tobias

Brazda sowie Veit Holzmann auch über eine Spielberechtigung bei

den Roten Teufeln.

Alexander Preibisch, Manuel Strodl und Daniel Fischbuch haben das

23 Lebensjahr ebenfalls noch nicht vollendet, sind aber aktuell nicht

für eine Förderlizenz in Bad Nauheim vorgesehen und sollen versuchen

weiterhin im DEL Kader Fuß zu fassen. Das ist den Düsseldorfer

Urgesteine Nikolaus Mondt und Daniel Kreutzer natürlich schon längst

gelungen. Defensivspezialist Mondt geht in seine insgesamt neunte

Saison für seinen Heimatclub und wird voraussichtlich die vierte Reihe

mit zwei Youngstern anführen. Kraftpaket Kreutzer schnürt im vierzehnten

Jahr die Schlittschuhe für die Rheinländer und hofft nach

einem Seuchenjahr, mit verletzungsbedingten Saisonaus bereits im

Dezember, auf eine bessere Spielzeit.

Auch Ken-Andre Olimb und Andreas Martinsen sind aufgrund diverser

Länderspieleinsätze für Norwegen durchaus als erfahren zu bezeichnen.

Während Olimb ein zuverlässiger Scorer ist und neben einer

guten Technik auch ein Spiel lesen kann, bevorzugt sein Landmann

Martinsen, schon aufgrund seiner Statur (190 cm/93 Kg), die direkte

Arbeit vor dem Tor und das körperbetonte Spiel. Was ihm allerdings

auch so manche Verschnaufpause auf der Strafbank einbringt. Beide

konnten die Verantwortlichen in der vergangenen Spielzeit überzeugen

und erhielten neue Vertragsangebote.

Seit Anfang August befinden sich die Cracks der DEG auf dem Eis. Haben

neben den Einheiten an der Brehmstraße auch eine Testspielreise

in die Schweiz absolviert. Die ersten Matches liefen

zufriedenstellend. In den bisherigen Vorbereitungsspielen haben sich

in den ersten drei Angriffsreihen jeweils zwei Spieler gefunden. So

Tim Brazda

CoreyMapes

Tobias Brazda

spielen Davies und Turnbull, aufgrund ihrer gemeinsamen

Vereine, erwartungsgemäß in einem Block.

Auch Kreutzer und Collins kennen sich bereits aus ihren

gemeinsamen Düsseldorfer-Zeiten und harmonieren

gut. Die beiden Norweger Olimb und

Martinsen bilden das dritte wohl gesetzte Pärchen.

Der jeweils dritte Sturmpartner hat in diesen Blöcken

bislang immer gewechselt, während in Reihe vier

munter durchgemischt wird. Auch die erwähnten Tryout

Spieler kommen regelmäßig zum Einsatz. „Wir

haben durch unsere Zugänge sicherlich an Qualität

gewonnen. Damit möchten wir deutlich mehr spielerische

Akzente setzen. Aber dafür müssen wir uns

natürlich erst noch richtig finden“ zeigt sich Coach

Christoph Kreutzer von den bisher gewonnen Eindrücken

sehr zufrieden.

Auch das Düsseldorfer Publikum scheint die Neuerungen

rund um die DEG mitzutragen. Bereits Mitte

August waren mehr Dauerkarten abgesetzt als in der

vergangenen Saison. Gilt somit für die Düsseldorfer

in diesem Jahr "Zurück zum Glück"? Der Titel des

2006 erschienen Albums der Rockband Die Toten Hosen,

die dem Verein über die Jahre hinweg auch stets

finanziell stark verbunden war. Dem Traditionsverein

vom Rhein ist es jedenfalls zu wünschen wieder

eine bessere Rolle in der DEL einzunehmen, als dies

in den letzten Jahren der Fall war. Und aus Bad Nauheimer

Sicht wird ein erfolgreicher Kooperationspartner

sicherlich kein Nachteil sein.

24 Teufel News

2014/15


3rd PERIOD

Die Entscheidung

ist gefallen!

(ms) Während der gesamten letzten DEL2-Saison waren Fans und Eishockey-Interessierte aufgerufen,

sich Gedanken über geeignete Kandidaten für die „Bad Nauheim Eishockey-Hall of

Fame“ zu machen. Nach der Auswertung von über 2000 Stimmzettel bzw. Online-Votings stehen

die ersten drei Größen des Bad Nauheimer Eishockeys fest, die in die Bad Nauheim Hall of

Fame einziehen: Rainer Philipp, Rolf Knihs und Doug Murray.

Die Tradition aus dem nordamerikanischen Eishockey wird

jetzt auch im traditionsreichen Eishockeystandort Bad Nauheim

eingeführt. Rund 70 Jahre Eishockey in einer Stadt können

nicht viele Standorte in Deutschland nachweisen. Daher

werden erstmalig drei Spieler des VfL bzw. EC Bad Nauheim

gewürdigt. Ihre Trikotnummern werden unter der Hallendecke

des Colonel Knight Stadions gehisst.

Neben der in der Halle sichtbaren Ehrung dieser außergewöhnlichen

Spieler, ist im Eingangsbereich zum öffentlichen Eislauf

bzw. Aufgang zum V.I.P.-Raum die Hall of Fame mit den Plaketten

der geehrten Spieler fertig gestellt worden. Es lohnt

sich für alle Fans ein Blick darauf zu werfen.

Und wie geht es dann weiter? Die „Hall of Fame“ soll eine dauerhafte

und lebendige Einrichtung werden, die erweitert wird.

Sobald es Informationen hierzu gibt, werden wir in der Teufel

News darüber berichten.

Rainer Philipp durchlief sämtliche

Jugendabteilungen beim VfL Bad

Nauheim, wo er und später 13 Jahre

zum Kader des Bundesliga-

Teams gehörte. Danach wechselte

er nach Köln. Philipp bestritt insgesamt

717 Spiele in der Bundesliga

und erzielte dabei 454 Tore. Außerdem

spielte er 199 Mal für die deutsche

Nationalmannschaft (90 Tore)

und nahm an mehreren Weltmeisterschaften

sowie den Olympischen

Spielen 1976 und 1980 teil. Bei den

Winterspielen in Innsbruck 1976

gewann er mit der Mannschaft von

Xaver Unsinn sensationell die Bronzemedaille.

Rolf „Pilo“ Knihs zählt zu den bekanntesten

Spielern der Bad Nauheimer

Eishockeygeschichte. Seine

spielerischen Qualitäten fanden

auch auf höherer Ebene Anerkennung,

so dass er mehrfach in die

deutsche Nationalmannschaft berufen

wurde. Besonders hervorzuheben

aber ist: Rolf Knihs trug 25

Jahre (!) - so lange wie kein zweiter

das Teufels-Trikot. Die Nummer

13 wurde zu seinem Markenzeichen.

Auch heute noch ist er dem

Nauheimer Eishockey eng verbunden.

Erstmalig trug Doug Murray das

Teufels-Trikot in der Saison

1998/99 in der damaligen 1.

Bundesliga. Ab 2000 spielter er bis

2004 weitere vier Spielzeiten für

den EC Bad Nauheim in der 2. Bundeliga.

In 278 Spielen für Bad Nauheim

erzielte er123 Tore, konnte

weitere 161 Treffer vorbereiten, war

zudem dank seiner Lebensfreude

schnell zum Publikumsliebling und

zur Identifikationsfigur geworden.

Anfang der Saison 2008 /09 beendete

er seine Karriere. Viel zu früh

- am 2. September 2013 - verstarb

er mit nur 46 Jahren.

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OVERTIME

(mh) Er kam kurz vor

Transferende in der Saison

2009/ 10 von den

Eisbären Berlin zu den

Roten Teufeln als Ersatz

für den verletzten Boris

Ackers. Der gebürtige

Augsburger kristallisierte

sich bereits nach

kurzer Zeit als echter

Glücksgriff heraus, so

dass er bis 2012 die

Nummer eins in der Kurstadt wurde: Markus Keller.

Unsere Redakteur Matthias Humboldt traf unseren ehemaligen

Goalie für ein Teufel News-Interview.

Hallo Markus. Zuerst mal die Frage: Wie geht es dir?

Mir geht es gut. Wir befinden uns gerade mitten in der

Vorbereitung und haben gerade all unsere Fitnesstest hinter

uns gebracht. Das Schlimmste liegt also hinter uns.

Du kamst im Januar 2010 nach Bad Nauheim. Was sind

deine Erinnerungen an die 2 ½ Jahre bei den Roten Teufeln?

Ich habe an meine Zeit in Bad Nauheim nur tolle Erinnerungen.

Da komme ich beim Erzählen jedes Mal ins

Schwärmen. Die Fans sind unglaublich, der Verein wurde

immer professioneller und wir hatten ausnahmslos sowohl

starke als auch charakterlich einwandfreie Mannschaften.

Zudem habe ich gerne in Bad Nauheim gewohnt und ich

finde das Stadion spitze.

Hast du heute noch Kontakt zu Spielern oder Verantwortlichen

aus dieser Zeit?

Hin und wieder schreibe ich mit Jungs aus der damaligen

Truppe. Vor allem mit Andre Mangold und Jan Barta habe

ich öfters Kontakt. Heiko Vogler hat mich schon mehrmals

in Augsburg besucht. Fitnesscoach Matze Ott, der für mich

immer noch ein wichtiger Ansprechpartner ist, hat sich

auch angekündigt.

In der vergangenen Saison dann der Wechsel in deine Heimatstadt

Augsburg. Ein Kindheitstraum der sich da erfüllt hat oder?

Auf jeden Fall! Ich stand früher mit Trikot und Schal im Fanblock

und hatte jahrelang eine Dauerkarte. Es ist nach wie vor etwas Besonderes

für mich, im Curt-Frenzel-Stadion vor Augsburger Publikum

zu spielen.

In deiner ersten vollen DEL-Saison kamst du gleich auf 32 Einsätze.

Die Play-Offs wurden leider verpasst. Wie zufrieden warst du

dennoch?

Persönlich gesehen lief die Saison sehr gut. Ich kam auf deutlich

mehr Einsätze als erwartet und konnte zeigen, dass ich in der DEL

spielen kann. Trotzdem war es natürlich sehr bitter, bereits Anfang

März in die Sommerpause zu gehen. Das muss dieses Jahr

anders sein!

Im Juli hat Bundestrainer Pat Cortina zum Sommercamp des

Perspektivkaders der Nationalmannschaft nach Füssen eingeladen.

Du warst auch dabei. Ist das ein großes Ziel von dir mal

für Deutschland zu spielen?

Das wäre der Hammer! Im Trikot der deutschen Nationalmannschaft

aufzulaufen wäre ein absoluter Traum. In Deutschland haben

wir jedoch sehr starke Goalies und daher liegt noch ein langer

Weg vor mir, bevor das wirklich realistisch wird. Es ist jedoch schön

zu wissen, dass der Bundestrainer verfolgt wie man sich macht.

Zu guter Letzt noch eine Frage, die die Teufel Fans besonders

interessiert. Könntest du dir vorstellen noch mal für Bad Nauheim

auf das Eis zu gehen?

Das könnte ich mir nicht nur vorstellen, dass hoffe ich sogar! Ich

bin damals nicht gern gegangen, wollte aber den nächsten Schritt

machen. Da ich immer noch recht jung bin, habe ich hoffentlich

noch die Möglichkeit, irgendwann wieder für die Roten Teufel aufzulaufen.

Im Moment bin ich jedoch

sehr glücklich in Augsburg.

Zur Saison 2012/2013 hast du dich dem SC Riessersee angeschlossen.

Die Saison war nicht so erfolgreich und ist mit dem letzten

Platz in der zweiten Bundesliga zu Ende gegangen. Hat dich diese

Spielzeit trotzdem Persönlich weiter gebracht?

Beim SC Riessersee war es eine harte Zeit. Ich hatte mich nie wirklich

heimisch gefühlt und es hat einfach nicht zu 100 % gepasst.

Doch im Nachhinein hab ich aus dieser negativen Saison

sehr viel gelernt und sie hat mich auf jeden

Fall weiter gebracht.

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2014/15


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Foto: www.chuc.de

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