Capture & Imaging für SharePoint - DICOM

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Capture & Imaging für SharePoint - DICOM

6-2011 BIT Magazin für effiziente Geschäftsprozesse

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Magazin für effiziente Geschäftsprozesse

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Cloud-Computing

Wohin geht die Reise?

6-2011

Dezember

Titelstory Dicom

Capture & Imaging

für SharePoint

Produktionsdruck

Innovationsfeuerwerk

in Sinsheim.

Ab Seite 82.


BITTitelstory

Dicom: Capture & Imaging für SharePoint

Content aus Chaos

Bob Bueltmann,

Gründer und

Executive Vice

President von

Knowledgelake:

SharePoint hat

die Schwelle von

2 Mrd. Dollar

Umsatz durchbrochen,

mittlerweile

über 125 Millionen

Lizenzen verkauft

und ist weltweit

in mehr als

65000 Unternehmen

im Einsatz. Es

ist insofern wohl

keine Übertreibung,

von Share-

Point als ,ECM für

alle‘ zu sprechen.“

Kein anderes Produkt in der erfolgreichen Geschichte Microsofts

legt ein rasanteres Wachstum hin als SharePoint. Wäre

dieser Geschäftsbereich ein eigenes Unternehmen, würde es

einen Platz unter den 50 größten Software-Firmen der Welt

einnehmen. Im Exklusivinterview erörtern Bob Bueltmann,

Gründer und Executive Vice President von Knowledgelake,

und Joachim Froning, CEO und Miteigentümer von Dicom,

wie SharePoint den Markt für Enterprise-Content-Management

verändert und welche Chancen die kürzlich von beiden

Unternehmen unterzeichnete Vereinbarung für Dicom-Vertriebspartner

eröffnet.

Herr Bueltmann, können

Sie uns einige Infor-

? mationen zu Know -

ledge lake und seiner

Positionierung im Share-

Point-Markt geben?

Bob Bueltmann: Knowledgelake ist

der führende Anbieter von Document-Imaging-Lösungen

für Microsoft

SharePoint. Diese Führungsposition

wird dadurch unterstrichen,

dass wir von Microsoft bereits drei

Mal als Partner des Jahres ausgezeichnet

wurden. Unsere Zusammenarbeit

mit Microsoft ist dabei

ausgesprochen eng. So konnten wir

z. B. am gleichen Tag, an dem Microsoft

SharePoint 2010 herausbrachte,

ein Update unseres Lösungsportfolios

vorstellen, welches

alle Funktionen des neuen Releases

voll unterstützt. Im Document- und

Content-Management-Markt bewegen

wir uns allerdings schon weit

länger, als es SharePoint überhaupt

gibt.

Unser fundiertes Know-how basiert

auf mehr als 25 Jahren intensiver

Erfahrung und geht zurück bis in

die Anfänge von Document-Imaging,

Capture- und Content-Management.

Bevor wir damit begannen, unsere

eigenen Produkte zu entwickeln,

haben wir auf Basis der Technologien

vieler der bedeutendsten An -

bieter im ECM-Markt kundenspezi -

fische Lösungen realisiert. Die Hersteller,

mit denen wir zu dieser Zeit

kooperierten, gehören auch heute

noch zu den großen Markt-Playern

und stehen im direkten Wettbewerb

zu Microsoft. Insofern kennen wir

auch die Stärken und Schwächen

anderer ECM-Plattformen sehr

genau.

?

Sie sind soeben von den

SharePoint-Konferenzen

in Anaheim und Berlin

zurückgekehrt. Welche

neuen Informationen

haben Sie unseren

Lesern mitgebracht?

Bueltmann: Angesichts der wirklich

überwältigenden Zahlen, die Microsoft

präsentieren konnte, verwundert

es nicht, dass die Stimmung

auf beiden überaus gut besuchten

Events nahezu euphorisch war.

SharePoint hat die Schwelle von

2 Mrd. Dollar Umsatz durchbrochen,

mittlerweile über 125 Millionen

Lizenzen verkauft und ist weltweit

in mehr als 65000 Unternehmen

im Einsatz. Besonders interessant

war für mich die Information,

dass 67 Prozent der Enterprise-Installationen

in wirklich alle Unternehmensbereiche

ausgerollt wurden.

Es ist insofern wohl keine Übertreibung,

von SharePoint als „ECM

für alle“ zu sprechen.

?

Und wie erklären Sie

sich diesen Erfolg?

Bueltmann: Einen gewichtigen Anteil

daran haben sicherlich die ausgesprochen

attraktiven Kosten pro

User-Lizenz, gerade bei Microsofts

neuen Cloud- und Office365-Lösungen

sind diese Preispunkte ganz klar

in Richtung Marktdominanz gesetzt

worden. Aber der Preis alleine reicht

als Erklärung bei weitem nicht aus.

Die SharePoint-Bedienung ist trotz

der enormen Leistungsfähigkeit des

Produktes ausgesprochen einfach

und stellt erfahrene Anwender von

Windows und den MS-Office-Produkten

vor keinerlei Schwierigkeiten.

Auch 3rd-Party-Applikationen,

die auf Basis des Ribbon-Toolbar-Designs

entwickelt wurden, profitieren

von diesem besonders intuitiven

Umgang und sind schnell erlernbar.

20 | BIT 6–2011


SharePoint verfügt zudem über eine

Trainingsbibliothek, die ihresgleichen

sucht. Alleine Amazon listet

nahezu 1200 Bücher zu dieser Thematik.

Die Plattform SharePoint 2010 verwaltet

Inhalte über ihren gesamten

Lebenszyklus hinweg. Knowledgelake

erweitert dessen Funktionalität

und hilft Unternehmen so bei

der Ausschöpfung des vollen Potenzials

der Plattform.

In welchen Industrie -

?

segmenten gewinnt

SharePoint besonders

stark und wo liegen

weitere Wachstums -

potenziale?

Bueltmann: Ganz ohne Zweifel verfügen

die klassischen Anbieter von

ECM-Lösungen über hochgradig ausgereifte

und performante Lösungen.

Viele Unternehmen in allen Industrien

arbeiten damit seit Jahren erfolgreich

und werden aufgrund der

darin getätigten Investitionen nur

bedingt zu einer alternativen Plattform

wechseln. Das primäre Marktpotenzial

und eine weitere Erklärung

für das geradezu explosions -

artige Wachstum von SharePoint

liegt insofern woanders: SharePoint

gewinnt überall dort, wo sich Unternehmen

dem Thema ECM bisher

aus Scheu vor allzu hoher Komplexität

und zu hohen Kosten verschlossen

haben. Die gewaltigen Vorteile,

die ein jeden Arbeitsplatz einbeziehendes

Content- und Dokumenten-

Management mit sich bringt, wurden

gar nicht erst in Betracht gezogen.

Genau diese Unternehmen lassen

sich heute von den Möglichkeiten,

die SharePoint bietet, schnell

überzeugen.

Die traditionellen ECM-

?

Anbieter sagen nun

aber, dass sich Share-

Point mit ihren Lösungen

nicht wirklich messen

kann.

Bueltmann: Das ist gleichermaßen

richtig wie falsch. Als „nacktes“ Produkt

kann bei SharePoint sicherlich

noch nicht von einer vollständigen

Plattform gesprochen werden, obwohl

die 2010er-Version im Vergleich

zu den Vorgänger-Releases mit

deutlich mehr ECM-Features aufwarten

kann. Das ist aber bei den

traditionellen Anbietern ähnlich.

Auch dort sind es die Add-ons von

Lösungspartnern, die das Leistungspotenzial

des jeweiligen Produkts

erst zur vollen Entfaltung bringen.

Wir von Knowledgelake haben

das erkannt und die entsprechenden

Software-Ergänzungen für professionelles

Imaging, Capture, Search und

Viewing entwickelt. Eine Reihe von

Mitbewerbern setzt jetzt ebenfalls

auf die Entwicklung von Capture-

Add-ons für SharePoint, aber wir

waren die Ersten und sind so nicht

ohne Grund der Marktführer.

Wir arbeiten darüber hinaus

sehr eng mit Anbietern von weiteren

SharePoint-Ergänzungen zusammen.

Um nur einige zu nennen, sind dies

im Bereich Workflow etwa Nintex

und K2, bei Storage-Lösungen kooperieren

wir mit Metalogix und

Avepoint, bei Advanced-Capture-

Anwendungen gehören Abbyy und

Readsoft zu unseren Partnern. Auf

den diesjährigen SharePoint-Konferenzen

waren alleine 180 Anbieter

von Software-Erweiterungen und

Services vertreten. Das ist ein deut -

licher Beleg dafür, dass sich Share-

Point nicht vor den Lösungen der

traditionellen Anbieter verstecken

muss und ganz hervorragend neben

diesen bestehen kann.

Herr Froning, Sie blicken

?

auf eine 20-jährige Erfahrung

im Document-

Capture-Markt zurück.

Welche Auswirkungen

hat der Siegeszug von

SharePoint auf das Unternehmen

Dicom und

auf den Channel?

Joachim Froning: Wir bei Dicom

sind von der durch SharePoint ausgelösten

Renaissance des gesamten

Content-Management- und Document-Capture-Marktes

natürlich begeistert.

Die unlängst von Gartner

veröffentlichten Zahlen, die diesem

Markt bei einem für das Jahr 2009

angenommenen Gesamtvolumen

von 3,3 Mrd. Dollar ein nur einstel-

Bob Bueltmann:

„Wir kennen auch

die Stärken und

Schwächen anderer

ECM-Plattformen

sehr genau.“

Joachim Froning,

CEO und Miteigentümer

von

Dicom: „Der SharePoint-Markt

in

den USA ist in den

letzten Jahren

kontinuierlich gewachsen.

Dieses

Wachstum zeichnet

sich nun auch

in EMEA ab und

wir freuen uns

sehr, unseren Partnern

die Möglichkeit

bieten zu

können, an diesem

Wachstum,

dieser neuen Qualität

im Imaging

und Capture-

Markt teilzu -

haben.“

BIT 6–2011 | 21


BIT Titelstory

Kurzfilm über Document

Imaging

für SharePoint.

Joachim Froning:

„Wir sind nun gemeinsam

mit unseren

Vertriebspartnern

in der

Lage, mit innovativen

Lösungen

ganz neue Kundensegmente

zu

erschließen, die

von einem Value-

Added-Distributor

zu Recht erwarteten

Mehrwerte

anzubieten, Impulse

zu setzen.“

liges prozentuales Wachstum attestieren,

dürften angesichts der aktuellen

SharePoint-Umsätze viel zu konservativ

sein. Wenn man zusätzlich

bedenkt, dass die von Microsoft veröffentlichten

zwei Umsatzmilliarden

noch nicht einmal die Umsätze mit

3rd-Party-Software und Services beinhalten,

wird klar, welches enorme

Potenzial für unsere Partner dieses

Umfeld birgt. Was wir immer wieder

aus dem Markt hören, ist, dass der

Umgang mit SharePoint zwar unkompliziert

und schnell zu erlernen

ist, aber deshalb längst nicht jeder

Document-Capture, ECM und die

Probleme, die damit gelöst werden

können, versteht. Bei unseren Partnern

ist das anders.

?

Was bedeutet das

konkret für Ihr Geschäft?

Froning: Für Dicom bedeutet das

weit mehr als „nur“ ein kräftiges

Umsatzplus. Wir sind nun gemeinsam

mit unseren Vertriebspartnern

in der Lage, mit innovativen Lösungen

ganz neue Kundensegmente zu

erschließen, die von einem Value-

Added-Distributor zu Recht erwarteten

Mehrwerte anzubieten, Impulse

zu setzen. Unser Service-Sektor und

das Hardware-Business werden profitieren,

unsere Partner werden im

Zuge der Implementierung von SharePoint-Capture-

und -Imaging-Lösungen

deutlich mehr Services,

Scanner, Storage-Lösungen und Server

verkaufen können. Und sie werden

dies selbst bei Bestandskunden

mit einer bereits existenten ECM-

Infrastruktur tun können, da laut

AIIM 19 Prozent aller Unternehmen

einem parallelen Einsatz unterschiedlicher

Plattformen offen gegenüber

stehen bzw. diesen bereits

betreiben.

? ?

Herr Bueltmann, mit der

Unterzeichnung des

Partnerschaftsabkommens

mit Dicom expandiert

Knowledgelake

jetzt nach EMEA. Wie

sieht es in Ihrem amerikanischen

Heimatmarkt

aus?

Bueltmann: Wir verzeichnen dort

in allen Bereichen ein konstantes

Wachstum. Angefangen von kleinen,

lokalen Installationen mit fünf Anwendern

und einem einzelnen Scanner

im Posteingang haben wir Lösungen

in Unternehmen realisiert,

die in hunderten von Außenstellen

täglich zehntausende Dokumente erfassen

und verarbeiten müssen. Das

ist es ja, was SharePoint so einzig -

artig macht: Unternehmen aller Größenordnungen

können davon profitieren.

Joachim Froning: „Wir bei Dicom

sind von der durch SharePoint ausgelösten

Renaissance des gesamten

Content-Management- und Document-Capture-Marktes

natürlich

begeistert.“

Ein weiterer Unterschied zum

Vertrieb traditioneller ECM-Lösungen

besteht darin, dass das Kernprodukt

und damit die Infrastruktur

durch ein existentes Lizenzabkommen

mit Microsoft meist bereits im

Unternehmen vorhanden ist: Share-

Point. KnowledgeLake erweitert einfach

dessen Funktionalität und hilft

Unternehmen so bei der Ausschöpfung

des vollen Potenzials der Plattform.

Auf diese Weise stellt sich der

gewünschte ROI sehr viel schneller

ein als dies bei der Investition in

eine herkömmliche Lösung der Fall

wäre. Nebenbei bemerkt: Der ROI

von Document-Imaging-Lösungen ist

einer der höchsten aller Investitionen

in die IT-Infrastruktur, was dem

Vertrieb unserer Lösungen zusätzliche

Impulse verleiht.

Sie sprechen hinsichtlich

ihrer Kooperation da -

von, SharePoint Document

Imaging nach

EMEA bringen zu wol-

len. Über das Gesagte

hinaus, was macht diese

Partnerschaft so besonders?

Bueltmann: Mit Dicom gewinnen

wir einen Vertriebspartner mit einer

marktführenden Präsenz in EMEA.

Dicom bietet uns mit seinem flächendeckenden

Netzwerk qualifizierter

Systemintegratoren und Fachhändler

sowie seinem Mitarbeiterstab

erfahrener Document-Capture-

Spezialisten einen einzigartigen Zugang

zu den Wachstumsmärkten der

Region. So haben wir die Möglichkeit,

den rapide steigenden Bedarf

zur Optimierung von dokumentenbasierten

Arbeitsabläufen und Geschäftsprozessen

durch unsere Capture-

und Imaging-Lösungen umfassend

zu bedienen. Wir freuen uns

sehr auf die Zusammenarbeit und

auf die Erfolge, die wir in der Kombination

unserer herausragenden

Technologie mit Dicoms Expertise

und Marktdurchdringung gemeinsam

erreichen werden.

Froning: Der SharePoint-Markt in

den USA ist in den letzten Jahren

kontinuierlich gewachsen. Dieses

Wachstum zeichnet sich nun auch

in EMEA ab und wir freuen uns

sehr, unseren Partnern die Möglichkeit

bieten zu können, an diesem

Wachstum, dieser neuen Qualität im

Imaging und Capture-Markt teilzuhaben.

Mit der Erweiterung unseres

Portfolios durch die Lösungen von

Knowledgelake bieten sich Systemintegratoren

im DMS-Umfeld, aber

auch klassischen Microsoft-Partnern,

die gerade erst beginnen, sich mit

Dokumenten-Management zu beschäftigen,

neue Geschäftsfelder mit

außerordentlichem Potenzial, bei

deren Erschließung Dicom in jeder

nur denkbaren Hinsicht unterstützend

tätig sein wird.

Herr Bueltmann, Herr Froning,

vielen Dank für das Gespräch.

(www.dicom.com)

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