Magazin - Think!

thinkshoes.com

Magazin - Think!

Herbst/Winter 2013

www.thinkshoes.com


Herbst/Winter 2013

Liebe

Think!-Freunde,

wir freuen uns sehr, dass Sie nun unser erstes Kundenmagazin in Händen halten. Es wird jetzt zwei Mal im Jahr, zu

Beginn jeder Saison, zu Ihnen ins Haus flattern. Darin wird viel Wissenswertes aus der Welt von Think! stecken:

Stylingtipps, Shopinfos, Interessantes aus unserer Schuhwerkstatt und Ökologie in allen Facetten. Auch werden wir

Ihnen immer wieder Menschen und Orte vorstellen, die uns am Herzen liegen. Lassen Sie sich nun verzaubern von

unserer Herbst-Winter-Kollektion 2013/14, die Sie in eine mystische Welt aus magischen Farben und Formen

entführen will. Lesen Sie, mit welchen Outfits Sie im kommenden Winter Ihre Think!-Stiefeletten am besten kombinieren,

warum Think! vegetabil gegerbtes Leder bevorzugt und dass wir einen märchenhaften Kinospot gedreht

haben. Wir stellen Ihnen unseren Think!-Store in Wien vor, der mitten im Herzen der Donaumetropole zu finden ist.

Wir wollen Ihnen die österreichische Hauptstadt von Ihrer „grünen“ Seite vorstellen, in der auch Bienenvölker und

Rebstöcke zu Hause sind. ORF-Moderatorin Barbara van Melle erzählt im Interview von den Wonnen des Slow Food,

und wir stellen Ihnen den Schauspieler Peter Lohmeyer vor, der zuletzt im „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen

2013 begeistert hat. Und mit etwas Glück können Sie eine Reise nach Wien und ein Paar Think!-Schuhe gewinnen.

Natürlich wollen wir gerne wissen, ob Ihnen die Lektüre des Think!-Magazins Spaß gemacht hat und welche Themen

Sie gerne noch darin lesen würden. Wir sind schon ganz gespannt auf Ihr Feedback unter redaktion@thinkshoes.com.

Herzlichst,

Ihr THINK!-Team

Mit exotischem Pulver „gewürzt“

Neben Eiche wird auch Kastanienextrakt häufig zur

Gerbung eingesetzt und ein festes, zähes, mittelbraunes

Leder erzeugt. Vor der Schuhherstellung per Handarbeit

wird das Leder u. a. auch mit folgenden Stoffen vorbereitet:

südamerikanisches Quebracho-Holz-Extrakt, teures

Sumach-Pulver, aufhellendes Gambir für Feinleder, das

leicht abbaubare Myrobalanen-Extrakt aus Indien, und

Tara aus südamerikanischen Früchten, das auch häufig in

der Autobranche und für Möbel eingesetzt wird.

Farbe durch und durch

Leder erhalten ihre klaren, starken Farben mittels Fassfärbung.

Bei dieser Methode durchdringen die Farbstoffe vollständig

den gesamten Lederdurchschnitt. Bei eventuellen

Kratzern bleibe somit die originale Farbe erhalten.

Materialien behalten wir dabei immer im Hinterkopf.“

„Solange Menschen Fleisch essen, wird es Leder geben.

Die Frage ist nur: Werden Tierhäute und Felle einfach

entsorgt oder sollte man sie im Sinne der Nachhaltigkeit in

qualitativen Produkten verwerten?“ In Kopfing bekommen

die Naturledereinlagen eine Dämpfungsschicht aus Kork

und die Sohlen sind überwiegend aus Latex, Holz oder Leder.

Und auch bei extravaganten Modellen ist man auf der

sicheren Seite: Alle Schmuckteile sind aus nachhaltigen

Materialien geformt. Und vor allem sehr wichtig für

Menschen, die zu Allergien neigen: Alle verwendeten

Metallteile sind nickelfrei.

Natürlich wetterfest

Bei Think! sind viele verschiedene Lederarten und Material-Kombinationen

im Einsatz, nicht nur das klassische

Glattleder und Rauleder. Für Winterstiefel ist der Anilinleder-Look

besonders passend. Bei dem mit Farbstoffen gefärbten,

naturbelassenem Leder bleibt, anders als bei einem

mit deckender Pigmentfarbe gefärbtem Leder, die natürliche

Hautstruktur erhalten, die Poren sind noch sichtbar.

Think! hat einige Wintermodelle mit natürlich wasserabweisendem

Leder ausgestattet. „Hydrophobierung“ heißt die

Technik, mit der das Leder wasserabweisend gemacht wird.

Bei Nässe bilden sich weniger unschöne Ränder. Die Schuhe

sind besser isoliert, trocknen schneller, sind pflegeleicht

und langlebig. Wenn Schuhe ohne speziellen Oberflächenschutz

nass werden, sollte einfach ein wenig Zeitungspapier

hineingestopft werden, um die Feuchtigkeit aufzusaugen.

Nasse Schuhe dürfen nicht in unmittelbarer Heizungsnähe

getrocknet werden, sonst kann das Leder brüchig werden.

Veganer Trend wirft Fragen auf

Schuhe zum Nächte durchtanzen

IMPRESSUM: HERAUSGEBER/MEDIENINHABER: Think! Schuhwerk GmbH, Hauptstraße 35, 4792 Kopfing • VERLAGSORT: Think! Schuhwerk GmbH, Hauptstraße 35,

4792 Kopfing • REDAKTION/AUTOREN: Bernadette Emsenhuber, Heike Pöhlmann, Dr. Claudia Schulz, Marlene Krispin, Nina Lucia Groß, Das Textatelier - Mag. Sandra

Wilfinger-Bak • FOTOS: Think!, Marion Carniel, ddpimages/dapd/Steffi Loos, H. Pöhlmann, www.biketronic.at, Salzburger Festspiele/Forster, Elfenhaut, Lanius,

WienTourismus (Karl Thomas, Bryan Duffy, Popp & Hackner, Peter Rigaud, Manfred Horvath, Lois Lammerhuber ) • INHALT: Think! berichtet in diesem Magazin über

aktuelle Themen aus der Think!-Schuhwelt und andere Themen, die für Think! wichtig sind. Satzfehler und Irrtümer vorbehalten. • KONZEPT UND GESTALTUNG:

Habesohn, Doucha – Wien, www.HDwien.at • DRUCK: Gerin – Wolkersdorf, Österreich, www.gerin.co.at • Das Magazin wurde auf PEFC zertifiziertem Papier gedruckt.

Viele fragen sich, ob Think! bei der Schuhherstellung nicht

gänzlich auf Leder verzichten könnte. Think! erklärt die

Zwickmühlen-Situation: Die Marke Think! stehe für gesunde,

qualitativ hochwertige Schuhe und deswegen müssen

natürliche, hautfreundliche und langlebige Materialien

verwendet werden. Da komme leider derzeit nur Leder in

Frage. „Künstliche Materialien setzen wir nur dann ein,

wenn es keinen adäquaten natürlichen Ersatz gibt, wie z. B.

bei bestimmten Sohlen. Die Verwendung von recycelten

Think!-Schuhe halten bei der richtigen Pflege fast so lange

wie Eichenmöbel: Sie tragen uns dank der präzisen Handarbeit

und der speziellen Ledergerbung jahrelang durch die

Höhen und Tiefen des Lebens und sind auch bei den schönsten

Momenten mit dabei – bei einer durchtanzten Nacht

oder beim Fußeln mit dem Liebsten.

> Marlene Krispin

Fotos: Think!, Marion Carniel

In Schuhen steckt mehr, als nur ein Fuß.

Unsere Haut wächst mit uns mit, sie kühlt und wärmt und

sie kann fühlen. Schuhe aus Leder schmiegen sich wie eine

zweite Haut an den Fuß. Welches Leder man die eigene

Haut berühren lässt, sollte man sich ganz genau überlegen.

Think! setzt bei Materialien, die direkt mit der Haut in

Berührung kommen können, auf Leder, das auf umweltfreundliche

Art mit Extrakten aus Hölzern, Rinden und

Früchten gegerbt wurde – teils mit altüberlieferten

Rezepturen.

Natürlich gegerbtes Leder

ist gut für Füße und Umwelt

Bei mit Pflanzenkraft bearbeitetem Leder braucht der

Schuhbesitzer wegen einer Schwermetallbelastung keine

Bedenken haben. Pflanzlich gegerbte Leder sind vor allem

sehr angenehm auf der Haut, weil sie viel Körperfeuchtigkeit

aufnehmen können. Die Tierhäute reifen langsam und

schonend in Fässern in einem Sud aus Pflanzenextrakten,

meist aus Kastanien-, Eichen- und Fichtenrinde, der sogenannten

„Lohe“. Der Gerbprozess dauert einige Tage, also

wesentlich länger als die weitverbreitete Chromgerbung. Im

Gerbprozess passiert nichts anderes, als dass die Lederhaut

von Gerbstoffen durchdrungen wird und die vorhandenen

Wasserstoffbrücken durch robuste Gerbstoffe ersetzt werden.

Das Leder bleibt somit lang haltbar und weich.

Leder kann neben dem Element Wasser auch noch durch

ein anderes Element verändert werden. Eiche ist nicht nur

eine beliebte Holzart für Möbel, sondern auch ein klassischer

Gerbstoff, es werden Rinde und Holz verwendet,

um ein sehr festes und gelbbraunes Leder zu erzeugen.

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Das Schönste, was wir erleben können,

ist das Geheimnisvolle.

Herbst/Winter 2013

Jedes halbe Jahr, wenn sich

aus Kopfing (OÖ) eine neue

Schuh-Kollektion auf

den Weg macht, den Think!-

Freundeskreis mit aufregend

neuen Schuhmodellen zu

begeistern, ist dieser Aufbruch

eingebettet in eine übergeordnete

Idee.

Bunt wie das Leben und vielfältig wie die

Marke selbst gleicht dabei keine Kollektionsidee

der vorangegangenen.

Wurde einmal dem Thema „Tanz“ eine

ganze Saison gewidmet, so waren auch

schon „Minne“, „Graffiti“, aber auch

„Entschleunigung“ und letztens „Street

Art “ thematische Klammern für den

jeweils aktuellen werblichen Auftritt.

Die Ideen bauen dabei eine Art „imaginäre

Bühne“ für die Marke, auf der die

brandneuen Think!-Schuhe prominent

ins helle Rampenlicht gerückt werden.

1

So auch heuer, wo die

aktuelle Kollektion

Herbst/Winter 13/14

mit einem visuell aufregenden

Konzept aufgeladen

wurde: „Mystery!“

Der Kern der Botschaft:

Beim Betrachten schöner

Dinge (z. B. Schuhe) übt nicht

immer das Bekannte den

größten Reiz aus, sondern

vielmehr ist alles Geheimnisvolle

ein Magnet, der uns

Menschen gravitätisch anzieht.

Egal ob bei Begegnungen

mit Menschen oder mit

Schuhen: Wo ein Rätsel unsere

ganze Aufmerksamkeit

gewinnt, wo eine Sache ein

Geheimnis in sich birgt, dort

verweilt das Auge gerne länger

und eine innere Stimme

flüstert: „Denk darüber nach!

Denk nach! (Think!)“

Denn bei Think! sind die Schuhe die

Hauptdarsteller!

2

Mit „Mystery“ hat sich das

Label mit dem Rufzeichen auf

die Reise zu solchen geheimnisvollen

Momenten und

rätselhaften Begegnungen

gemacht. Mit natürlichen Materialien,

perfekter Passform

und individueller Formensprache

zieht Think! dabei

alle Blicke auf sich und ermuntert

zur fröhlichen Kopfarbeit.

Getragen von Fantasie,

inspiriert von der Natur, gefertigt

von Meisterhänden.

Unergründlich schön.

Sagenhaft Think!

Nr 1 / Art. Nr.: 81472-34; Nr 2 / Art. Nr.: 81152-58

Es ist unmöglich,

das Licht richtig zu

würdigen, ohne das

Dunkle zu kennen.

Fantasie ist etwas,

das sich viele gar nicht

vorstellen können.

(Helmut Qualtinger)

Schade, dass wir

die meisten Träume

verschlafen.

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Jedes Rätsel fesselt unsere

Aufmerksamkeit.

Herbst/Winter 2013

1

2

3

1 / Art. Nr.: 81015-72; 2 / Art. Nr.: 81163-23; 3 / Art. Nr.: 81287-42

Der Blick

in den goldenen Spiegel

niemand anderer zu heilen. Womit? Sie

erzählte den Menschen Geschichten. Sie

erzählte von Ländern, in denen es kein

heilen. Unserem Land hinterließ sie zum

Trost einen goldenen Spiegel. Als die Menschen

sich nicht einigen wollten, wer die-

zu heben und dir das Spiegelbild, das er

dir zeigt, genau anzusehen. Er zeigt dir

nicht dein Gesicht, er erzählt dir eine Ge-

Den Kindern in diesem Land der Wälder

und Seen wird seit Jahrhunderten schon

eine Sage erzählt. Großmütter nehmen

ihre Enkel auf den Schoß, senken die

Oben und kein Unten gab, von geflügelten

Wesen und verzauberten Pflanzen.

Beim Zuhören vergaßen die Menschen

ihre Traurigkeit, überwanden ihre Liebes-

sen Spiegel besitzen sollte, versenkte sie

ihn im tiefsten See des Landes. Noch heute

liegt er dort, am Grunde dieses Sees. Sein

Gold ist inzwischen vom Grün des See-

schichte. Eine Geschichte, die du immer

schon kanntest und die dich trotzdem

überrascht. Er erzählt dir die Geschichte

deiner eigenen Träume und Ideen. Mit

Nina Lucia Groß

Nina schreibt.

Poetisches, Surreales,

Erzählendes, Trauriges,

Stimme und erzählen die schon oft gehörte

Geschichte noch einmal. Freundinnen

stecken in lauen Sommernächten ihre

Köpfe zusammen und die eine ergänzt die

Sätze der anderen. Eine Mutter streicht

ihrer Tochter übers Haar, setzt sich an ihr

Bett und beginnt zu sprechen:

kummer und verloren jede Langeweile.

Sie reisten durch ihre Erinnerungen und

bewegten sich in vergessenen Träumen.

Die Erzählungen der Frau färbten den

Himmel ein wenig blauer und die Blüten

bunter, machten die Tage länger und

die Nächte weniger dunkel. Eines Tages

wassers verfärbt, sein Glas an manchen

Stellen trüb geworden. An Schönheit und

seiner besonderen Magie verlor er in den

Jahrhunderten unter Wasser jedoch kein

bisschen. Wenn du traurig oder einsam

am Ufer dieses Sees sitzt und eine deiner

Tränen in das Wasser tropft, taucht der

einem Blick in den Spiegel kannst du für

eine Geschichte lang alles werden, was

du sein willst. Dir wachsen Flügel oder du

trägst Kleider aus Blumen, du kannst mit

Tieren sprechen und der Wind ist dein

Freund. Wage einen Blick in den Spiegel

und du wirst die Abenteuer deiner Träume

Lustiges und Verliebtes.

Kurzgeschichten, Essays,

Gedichte und Blogs.

Geboren als Sonntagskind

am 9. 12. 1990,

aufgewachsen in Salzburg,

studiert, lebt, liebt und feiert

sie zurzeit in Wien.

„Vor vielen Jahren gab es eine Frau in un-

beschloss die Frau, weiter zu ziehen, um

Spiegel auf. Dann schwebt er aus der Tiefe

erleben, neue Welten erobern. Wage einen

serem Land, die es verstand, Traurigkeit,

neue Geschichten zu sammeln und die

zu der Stelle, an der du sitzt. Du musst nur

Blick in den Spiegel und du wirst dein

gebrochene Herzen und Langeweile wie

gebrochenen Herzen anderer Länder zu

den Mut aufbringen, ihn aus dem Wasser

eigenes Märchen schreiben.“

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Es war einmal vor nicht allzu langer Zeit,

dass im Land des Zauberers Folgendes geschah …

Herbst/Winter 2013

„Somewhere

over the rainbow“

So beginnt das Märchen vom

Zauberer von Oz,

Aber worum geht es eigentlich in diesem

wunderschönen Märchen? Durch einen

Wirbelsturm wird Dorothy samt Eltern-

könne auch ihnen helfen: Der Löwe, dem

die Courage fehlt, der Blechmann, der

kein Herz hat, und die Vogelscheuche, der

Schuhwelt von Think! verirrt, in der die

böse Hexe Evanora Schuhe möchte, schöne

Schuhe. Sie lehrt damit dem Löwen und

Produziert wurde der Spot mit C.LOUD Pro

Media aus Linz, einem jungen Team aus

FilmproduzentInnen, die sich laut eigenen

Evanora herum designed.

Doch zum Glück muss niemand von uns

in die Märchenwelt von Oz oder in eine

und wen erinnert dieses Märchen nicht an

haus bis ins Land Oz getragen, bei ihrer

der Verstand fehlt. Beim Zauberer ange-

der Vogelscheuche das Fürchten, wirft

Aussagen besonders gut mit der Philoso-

Greenbox, denn Think!-Schuhe gibt es

so manchen gemütlichen Abend, verreg-

Landung erschlägt sie aus Versehen die

kommen, erfährt Dorothy, dass sie das

den beiden ein Paar nach dem anderen an

phie von Think! identifizieren können:

auch in dieser Welt …

nete Nachmittage aus Kindertagen oder

böse Hexe des Ostens, Evanora. Durch

Mittel zur Heimkehr die ganze Zeit schon

den Kopf und erschüttert damit die gan-

„Auch uns ist Nachhaltigkeit sehr wichtig,

hört sofort „Somewhere over the rain-

diesen Zufall erhält sie als Dank von der

an ihren Füßen trug – durch dreimaliges

ze Think!-Märchenwelt, bis Sie plötzlich

wir wollen hochwertig und durchdacht

> Bernadette Emsenhuber

bow …“ in den Ohren klingen?

guten Hexe des Nordens, Glinda, Evanoras

Aneinanderschlagen der Hacken der roten

ein Paar rote Think!-Schuhe erblickt. Nur

produzieren, nicht besonders schnell und

Die Geschichte stammt aus dem Jahr 1900

Zauberschuhe. Dorothys einziger Wunsch

Hexenschuhe und das konzentrierte Den-

diese dürfen es sein. Selbstgefällig und

besonders billig. Die Arbeit mit Think! war

und war ursprünglich als Kinderbuchserie

jedoch ist, wieder nach Hause zu finden.

ken des Satzes „Nirgends ist es so schön

arrogant stolziert Evanora durch die Stra-

deshalb so angenehm, produktiv und ins-

des US-amerikanischen Schriftstellers

Glinda schickt sie zum Zauberer von Oz,

wie zu Hause“ gelangt sie endlich wieder

ße, als plötzlich ein Haus vom Himmel

pirierend, weil wir uns in diesem grundle-

Lyman Frank Baum konzipiert. Verfilmt

wenn jemand wüsste, wie Dorothy wieder

zurück nach Kansas, nach Hause.

fällt und die böse Hexe unter sich begräbt.

genden Punkt einig sind.“ Zwei Drehtage

wurde sie unter anderem 1939 mit Judy

nach Hause gelangt, dann er. Auf ihrer

Derzeit lohnt es sich wirklich, dass man

Nur noch die roten Schuhe sind von ihr zu

und 350 Stunden Postproduktion später

Garland in der Rolle der Dorothy. Sie sang

Reise zum Schloss des Zauberers lernt sie

seine Plätze im Kino pünktlich einnimmt

sehen. Da kommt die kleine Dorothy aus

war das Think!-Märchen vollendet. Die be-

auch das Titellied „Somewhere over the

drei Gestalten kennen, die sie aufgrund

und die Kinowerbung über sich ergehen

dem Haus, sieht Evanoras rote Zauber-

sonders märchenhaften Aufnahmen wur-

rainbow“, das von Harold Arlen 1939 extra

persönlicher Defizite auf ihrem Weg be-

lässt! Denn die Figuren aus der Oz-Mär-

schuhe und schnappt sie sich, damit sie

den in der Greenbox gedreht. Erst danach

für den Film geschrieben wurde.

gleiten, in der Hoffnung, der Zauberer

chenwelt haben sich in die märchenhafte

wieder nach Hause kann.

wurde die Märchenwelt um Dorothy und

Dreh in der Greenbox

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Peter Lohmeyer:

Herbst/Winter 2013

Mann

in Bewegung

Bevor sich Peter Lohmeyer an den langen Holztisch setzt,

isst er noch eine Pizza, im Stehen, während er mit seinem

Gast schon mal lässig plaudert und einen Tee zubereitet.

Aus einem Rucksack holt er die Nachspeise, zwei Tafeln

Bio-Schokolade, setzt sich und bedeutet seinem Gegenüber

doch bitte zuzugreifen. Der 51-jährige ist spätestens seit

„Das Wunder von Bern“ ein vielbeschäftigter Schauspieler.

In dem Kinofilm hat er unter der Regie von Sönke Wortmann

einen Familienvater gespielt, der aus der Kriegsgefangenschaft

heimkehrt. Dessen Weg von einem gebrochenen

Menschen zurück ins Leben und in die Vaterrolle stellte

Lohmeyer so überzeugend dar, dass er dafür 2004 mit dem

Deutschen Filmpreis als „Schauspieler des Jahres“ ausgezeichnet

wurde.

Nun sitzt er ganz entspannt in seiner Altbau-Küche in

Hamburg-Ottensen, denn er hat gerade eine Pause zwischen

zwei Engagements. Bis Ende August stand er bei

den Salzburger Festspielen als „Tod“ im Jedermann auf

der Bühne, als nächstes stehen die Dreharbeiten zu einem

TV-Krimi aus der Polizeiruf-110-Reihe an. Er wird darin

den etwas zwielichtigen Guru einer Öko-WG spielen. Ganz

entspannt heißt bei Lohmeyer aber nicht, dass er am Tisch

sitzen bleibt. Er wird immer wieder aufstehen, einen neuen

Tee kochen, eine Zeitschrift holen oder auf dem Balkon eine

Zigarette rauchen. Er bewegt sich ruhig und geschmeidig,

wie einer, der in seinem Körper und seinem Leben zu Hause

ist. In Bewegung sein ist für ihn ein wichtiges Lebensprinzip,

im wörtlichen und im übertragenen Sinne.

„Ich empfinde mich als Künstler, und Stillstand ist in der

Kunst destruktiv.“ Lohmeyer sucht immer wieder Herausforderungen,

das, was er noch nicht oder nicht oft genug

gemacht hat. Er, der gerne für Krimis, Abenteuerfilme oder

Historisches engagiert wird, möchte gerne mehr Komödien

spielen, oder auch mal einen Cowboy. „Leider werden in

Deutschland so wenig Western gedreht“, meint er mit

leiser Ironie. Er liebt es, durch jede Rolle etwas Neues zu

lernen, sei es über die Autoren eines Theaterstücks oder die

historische Zeit, in der eine Handlung spielt. Einige Filme

hat er in Kuba und Argentinien gedreht, und da kam er mit

einer neuen Sprache, Spanisch, zurück.

Man kann nicht zu Hause auf irgendetwas warten

Gerade in Zeiten, in denen gerade mal nichts läuft, gelte

es, aktiv zu sein: „Man muss sich bewegen in dem Beruf,

man kann nicht zu Hause auf irgendetwas warten“, sagt

Lohmeyer, und so hat er sich beim „Jedermann“ selbst ins

Spiel gebracht. Er schrieb Julian Crouch, dem Regisseur,

eine Mail, dass er gerne eine Rolle in dem Theaterstück von

Hugo von Hofmannsthal übernehmen würde. „Es war mir

völlig egal, welche Rolle, das hat mich einfach interessiert.“

Seine Chancen standen nicht schlecht, denn er und Crouch

kannten sich von einer früheren Zusammenarbeit, Shakespeares

„Sommernachtstraum“, am Schauspielhaus Hamburg.

Crouch bot ihm den „Tod“ an und Lohmeyer griff zu.

Von da an wurde er oft gefragt, ob er sich denn mit dem

Tod schon mal beschäftigt habe. „Mein Gott, dass Thema

stand bei mir nie so vor der Tür, und vielleicht war das

auch gut so, dass ich da ganz unbelastet reingegangen bin“,

glaubt Lohmeyer. Er und Crouch haben dann die Figur

komplett neu geschaffen. „So einen Tod gab es noch nicht.“

Ganz in Weiß, überschlank und mit Hilfe von Plateauschuhen

sehr groß, treibt Lohmeyers Tod, androgyn, schlangenhaft

und auch ein wenig melancholisch, sein Spiel im

„Jedermann“. Publikum und Kritiker waren begeistert.

„Einen Besseren wird man nicht finden“, schrieb die Frankfurter

Allgemeine Sonntagszeitung. Doch Lohmeyer ist

noch nicht fertig mit seinem „Tod“: „Ich bin immer noch

auf der Suche nach dieser Figur, das bin ich immer beim

Theater.“ Das Schöne am Theaterspielen sei, dass man sich

anders als beim Film viel Zeit nehmen kann, eine Figur zu

durchdringen. Dieses lange Sich-Herantasten an eine Rolle

ist ganz nach Lohmeyers Geschmack. Und daher freut er

sich schon auf den Sommer 2014, wenn er in Salzburg wieder

als Tod auf der Bühne stehen wird.

Schon mit 15 Jahren spielte Lohmeyer, Sohn eines Pfarrers,

seine erste Hauptrolle im Jugendtheater Dortmund. Ihm

gefiel nicht nur, auf der Bühne zu stehen, sondern auch,

dass er mit etwas, das ihm Spaß macht, auch noch Geld

verdienen konnte. Er war in der 12. Klasse des Gymnasiums,

als er die Aufnahmeprüfung für die Schauspielschule

in Bochum machte und bestand. So verließ er mit 18

Jahren das Gymnasium, um Schauspieler zu werden.

Fußballspielen ist wie Meditation

Lohmeyer hat aber nicht nur Theater gespielt, sondern

auch viele Filme für Kino und Fernsehen gedreht. Das Arbeiten

an einem Film sei etwas ganz anderes als beim Theater,

„weil beim Film so viele Menschen drumrum stehen.

Ich habe so viele Antennen, und diese Antennen auf ein

Ding zu richten, das ist schwer, beim Theater ist das leichter.“

Kaum ein Regisseur nehme sich die Zeit, mit seinen

Schauspielern an ihren Rollen zu arbeiten. Das Budget und

die Drehtage seien dafür meist zu knapp bemessen. Doch

trotz dieser Widrigkeiten macht er seine Entscheidung für

eine Rolle nie davon abhängig, ob es Theater, Film oder Hörspiel

ist. „Wenn die Geschichte interessant ist und ich Sinn

darin sehe, die zu erzählen, dann mache ich das.“ Man kann

nicht von Lohmeyers Bewegungsdrang erzählen, ohne

seine Leidenschaft zum Fußball und zu Schalke 04 zu erwähnen.

Ganz klar, dass sich Lohmeyer so oft wie möglich

selbst am Ball abarbeitet, sei es in einer Promi-Truppe bei

den Internationalen Filmtagen in Hof oder wöchentlich in

einem Hamburger Park. „Fußballspielen ist wie Meditation

für mich, da bin ich so ganz bei der Sache, da finden in meinem

Kopf andere Dinge einfach nicht statt.“ Wenn er nicht

gerade Fußball spielt, dann spaziert oder radelt er durch

Hamburg. Und seit er mit der Österreicherin Sarah Wiener,

der Köchin aus dem Fernsehen, verheiratet ist, geht er auch

auf die Berge.

Und weil Lohmeyer so viel unterwegs ist, ist es ihm ganz

und gar nicht egal, was für Schuhe er an den Füßen trägt:

„Das Wichtigste ist mir, dass ich in meinen Schuhen nicht

schwitze und ich mich so lange wohlfühlen kann und nicht

das Gefühl habe, dass ich die Dinger jetzt ausziehen muss.“

Und weil ihm das so wichtig ist, besitzt er, anders als viele

seiner Geschlechtsgenossen, mehr als fünfzig Paar Schuhe.

„Das liegt aber auch daran, dass ich keine wegschmeiße.“

Neben der Haustür im langen Flur stehen in einem sympathischen

Durcheinander dann wohl die, die er aktiv im

Gebrauch hat, und die sind fast alle von der Marke Think!.

Am Ende des Gesprächs sagt Lohmeyer, er müsse auch

gleich weg, ... zum Aikido. Der Öko-Guru aus dem Polizeiruf,

der demnächst gedreht wird, ist ein Meister im Aikido.

Das muss Lohmeyer dann natürlich auch können ...

> Heike Pöhlmann

Fotocredits: ddpimages/dapd/Steffi Loos, H. Pöhlmann, www.biketronic.at, Salzburger Festspiele/Forster

„Auf seinem

Balkon in Hamburg,

am Fuß ein Slipper

von Think!“

„Mit Ehefrau

Sarah Wiener

in Salzburg

unterwegs“

„Einen Besseren wird man nicht finden“:

Peter Lohmeyer begeisterte als

„Tod“ im Jedermann.

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Zum Niederknien!

Herbst/Winter 2013

Ankle Boots und Stiefeletten

sind die Protagonisten der neuen

Herbst/Winter-Mode. Die neuen

Boots von Think! sind echte

Styling-Wunder: Ob zu Leggings,

zum Rock oder ganz lässig zu

Jeans – die komfortablen, detailverliebt

verarbeiteten Stiefeletten

passen einfach immer! Und

runden jedes Outfit perfekt ab.

Ankle, Biker, Western, Chelsea,

Jodhpur... die Vielfalt an Boots und

Stiefeletten ist in dieser Saison schier

unendlich. Das gilt auch für die neue

Kollektion von Think! Unsere „Short

Stories“ sind echte Alleskönner und

entwicklen auch leicht zu täglichen

Lieblingsbegleitern.

Schon auf den ersten Blick wird klar:

diese Boots dürfen in dieser Saison

in keinem Schuhschrank fehlen. Bei

den neuen Modellen von Think! handelt

es sich um echte Must-haves für

mode- und komfortbewusste Damen.

Denn neben der modischen Optik legt

Think! besonders viel Wert auf hochwertige

Materialien wie echtes, vegetabil

gegerbtes Leder und eine weiche,

bequeme Innenausstattung. Kleine,

aber feine Details und handwerkliche

Optiken spiegeln auch in diesem Herbst

die typische Handschrift von Think! wider:

Fantasievolle Patchwork-Elemente

und Kontrast-Steppungen sorgen für

Spannung. Raffinierte Fell-, Lack- und

Metallicapplikationen gehen mit hochwertigem

Leder eine verführerische

Verbindung ein.

Verführerisch! Das gilt auch für die

neuen Farben. Aus den Tiefen der

dunklen Jahreszeit tauchen wunderschöne

Farbnuancen auf, die an kostbare

Juwelen und Edelsteine erinnern.

Sie setzen auf edlen Materialien wie

feine Nappaleder und geschmeidige

Velours interessante Akzente, ohne

überladen zu wirken.

> Dr. Claudia Schulz

Styling-Tipps

Wie kombiniere ich Ankle Boots,

Stiefeletten, Booties & Co?

Hier kommen die besten Tipps

für ein perfektes Styling.

1. Stylish: Ankle Boots mit Absatz

zur schmalen, verkürzten Hose.

Zwischen Hosensaum und Schaft

blitzt ein Stück Bein hervor. Super

dazu: Strümpfe in Kontrastfarbe!

2. Sportlich: Echt lässig wirken

rustikale Schnürbooties zu Denim

& Co. Ob Röhre oder Boot Cut – in

herbstlichen Farben kommen die

bequemen Allrounder mit der individuellen

Leistenform besonders schön

zur Geltung.

3. Trendy: Zum knielangen Kleid oder

Rock tragen Trendsetterinnen in diesem

Herbst Ankle Boots. Plateau verlängert

optisch die Beine! Eine coole

Lederjacke sorgt für die entspannte

Note.

Lanius Lanius Elfenhaut Elfenhaut

4. Rockig: Schwarzes Leder, Nieten

und Tartan-Karo liegen in dieser

Saison voll im Trend. Perfekt dazu:

Boots im Biker-Look mit metallischen

Accessoires. Freches Rot setzt die

Black Beauties rockig in Szene.

5. Edel: Flach und chic – das ist kein

Widerspruch. Veloursleder-Booties

mit Zier-Steppung und kontrastierenden

Farbflächen sind die perfekte

Ergänzung zu schmalen Hosen.

Der eng anliegende Schaft betont die

schlanke Silhouette.

1 / Art. Nr.: 81287-42; 2 / Art. Nr.: 81012-00; 3 / Art. Nr.: 81463-35

Hochprozentig

Hoch hinaus

Hoch dekoriert

Bordeaux und Barolo. Chianti und

Cognac. Die Think!-Designer lieben

es in diesem Herbst hochprozentig.

Erlesene Rotweine und feinste Spirituosen

sind die Impulsgeber der ausdrucksvollen

Beerentöne. Varianten

von Wein- und Beerenrot, Rubin- und

Purpurtönen entfalten ihr Bouquet

auf softem Velours-, Nappa- und

Brushleder. Hand-Finish sorgt bei

den neuen Traumpaaren für die

individuelle Note.

Das ist ja die Höhe! Mit Think! erklimmen

modebewusste Damen in dieser

Saison sprichwörtlich die höchsten

Gipfel, ohne dabei den Boden unter

den Füßen zu verlieren. Neben den

beliebten sportlichen Boots mit flachen

Sprengungen sorgen gemäßigtes

Plateau und Blockabsatz für modische

Hochgefühle. Die hand-gefinishten,

Too much is not enough? Die Think!-

Designer sind im Deko-Fieber. Grafische

Details, Colour Blocking, Polka

Dots und Leoprints lenken die Blicke

ebenso kunst- wie lustvoll aufs Bein.

Think! Auffallen ist angesagt. Think!-

Stiefeletten verwandeln sich in dieser

Saison in wertvolle Schmuckstücke

mit Must-have-Potenzial.

ca. 5 cm hohen Absätze verleihen den

neuen Think!-Stiefeletten ihren ganz

Verführung liegt in der Luft!

besonderen Reiz.

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Slow Food – Zeit

zum Genießen

THINK! hat Barbara van Melle,

Leiterin von Slow Food Wien,

zum Gespräch gebeten und

Interessantes erfahren:

Warum wir uns Zeit für unsere

Ernährung nehmen sollten, was

Lebensmittel auf der Arche machen,

wie Gemüse richtig raffiniert sein

kann und warum es nicht immer

Bio-Baumwolle sein muss.

Frau van Melle, Sie sind Leiterin der Wiener Slow-Food-

Bewegung, einer weltweiten Initiative, die sich für den

langsamen Genuss einsetzt – und dies auch sehr deutlich im

Logo zeigt: der Weinbergschnecke. Was bedeutet Slow Food?

Der Slogan „Wenn Genuss und Verantwortung zusammengehören“

bringt auf den Punkt, was Slow Food bedeutet:

sich mit einem der wichtigsten Teile unseres Lebens

auseinanderzusetzen, nämlich mit Ernährung. Dazu gehört,

hinter die Kulissen der Lebensmittelproduktion zu

blicken, sich Gedanken darüber zu machen, wie Lebensmittel

erzeugt werden, und sich bewusst zu machen, dass

wir einen sehr großen Einfluss darauf haben, welche

Systeme der Lebensmittelerzeugung bevorzugt werden.

Das heißt aber auch, dass man sich Zeit für den Genuss

nehmen muss und auch den Lebensmitteln Zeit geben muss.

Wie passt das zur heutigen Zeit, in der alles schneller, höher,

effizienter werden soll und die meisten Menschen weniger

Zeit haben, um sich über Ernährung Gedanken zu machen?

Ich glaube nicht, dass die Menschen weniger Zeit haben. Es

ist vielmehr eine Frage der Prioritäten, die vollkommen verschoben

sind. Ich habe mir den durchschnittlichen Fernsehkonsum

im vergangenen Jahr angesehen. Laut der Medienforschnung

des ORF verbrachten die Österreicher mit einer

durchschnittlichen TV- Nutzungszeit von 169 Minuten im

Vorjahr mehr Zeit vor dem Fernseher als je zuvor. Im gleichen

Atemzug wird aber gesagt: „Ich habe diese eine Stunde

am Tag nicht.“ Eine Stunde, um fünf gute Grundzutaten zu

besorgen und daraus ein Gericht zuzubereiten. Das ist für

mich das Kernproblem, nicht die große Hektik dieser Welt.

Haben Sie das Gefühl, dass sich die Menschen viel mehr

Gedanken darüber machen, was sie anhaben, als darüber,

was sie ihrem Körper zuführen?

Ja, es findet ein vollkommener Werteverlust auf dieser

Ebene statt. Es ist eine Bildungsfrage, eine schichtspezifische

Frage, eine Frage danach, wie Menschen mit sich umgehen.

Ich denke, dass man im öffentlichen System ansetzen

muss, um die Kinder zu erreichen. Denn die kommen

dann heim und sagen: „Das schmeckt super, was ich heute

Mittag gegessen habe.“

Herbst/Winter 2013

Geht Slow Food auch in die Schulen? Gibt es entsprechende

Initiativen?

Ja, weltweit gibt es viele Initiativen. Slow Food ist ehrenamtlich

organisiert und widmet sich unterschiedlichen

Aufgaben. International sind Bildung und Ausbildung der

Kinder zwei unserer größten Anliegen. In den USA sind

zahlreiche individuelle Schoolyard-Projects entstanden

– das geht von den Kindergärten bis zu den Unis. In dem

Zusammenhang sage ich immer: Man lehrt die Kinder an

unseren Schulen alles Mögliche, aber zu kochen – eigentlich

ja eine Erfordernis fürs Leben, etwas, das uns überlebensfähig

macht –, das ist nicht denkbar!

Sie haben die USA erwähnt. Auf welchem Entwicklungsstand

befindet sich Slow Food in Österreich?

Wir haben in den letzten sieben Jahren sehr gut aufgeholt.

Slow Food hat weltweit verschiedene Schwerpunkte und

Zielsetzungen: die Rettung der Biodiversität auf dieser

Erde mit der „Arche des Geschmacks“, das große „Terra

Madre“-Netzwerk und das Projekt der „Tausend Gärten“

in Afrika, um den Menschen Ernährungssouveränität

zurückzugeben. Slow Food Wien hat im Wiener Rathaus

bereits zwei Mal die Großveranstaltung „Terra Madre

Austria“ organisiert. Im Mittelpunkt standen die „Arche

des Geschmacks“, die „Schule des Geschmacks“ und die

Sensorikschulung „Parcour der Sinne“.

Welche Produkte aus Österreich befinden sich in der

„Arche des Geschmacks“?

Aktuell sind es 25 Produkte. Fünf davon haben zusätzlich

die Presidio-Auszeichnung, da gehört der Wiener Gemischte

Satz dazu, der international einen hohen Stellenwert

genießt. Zu den Presidio-Produkten gehören außerdem

der Tauernroggen aus dem Lungau, das Grubenkraut

aus der Steiermark, der Safran und die Elsbeeren aus dem

Wienerwald. Zahlreiche andere Produkte befinden sich in

der Arche: vom Waldviertler Blondvieh über das Krainer

Steinschaf bis zum Vorarlberger Käse. Neu hinzugekommen

sind das Waldviertler Scheckerl, die Kritzendorfer

Ribisel und die Leithaberger Kirsche.

Barbara van Melle

Tomaten-Verkostung in der

Vielfalt Gärtnerei Bach in Wien

Publizistin und Politikwissenschaftlerin

von 1988 bis 2009 Redakteurin und Moderatorin beim ORF,

u. a. der Sendung „Schöner leben“

Autorin von „das schöner leben“-Kochbuch

Barbara van Melle hilft

Käserin Theresia Schneider

beim Verpacken

von Rohmilchbutter

Leiterin von Slow Food Wien

Mutter von vier Kindern

14 15


Herbst/Winter 2013

Gemeinsam mit Oliver Scheiblauer

hat die beliebte Moderatorin zwei Jahre lang

beim „Chef‘s Table“ gekocht

tun lässt oder wenn man so privilegiert ist, dass man etwas

anpflanzen kann, dann habe ich noch kein Kind erlebt,

dass die Karotten, die es sät und später aus der Erde zieht,

nicht auch essen mag. Kinder müssen einen Bezug zur

Nahrung bekommen.

Kritiker werfen Slow Food vor, ein Ernährungskonzept für

Besserverdiener zu sein. Bio-Produkte gehen ins Geld ...

Wenn ich mir die Fertigkeiten des Kochens wieder aneigne,

dann ist Slow Food nicht teuer. Ich mache gern Gemüse

mit Reis, dazu Gurke und Joghurt – das ist absolut leistbar

und hält vom Wareneinsatz locker mit jedem Fertigprodukt

mit. Convenience-Produkte sind ja nicht billig! Wenn

ich allerdings den Anspruch habe, dass ich jeden Tag Bio-

Fleisch essen muss, dann kann ich nur sagen: Nein, das

leiste ich mir auch nicht!

wird. Ich mag außerdem die Einflüsse aus dem arabischen

Raum. Einer meiner Lieblingsköche, der beides auf

hohem Niveau verbindet, ist der Israeli Yotam Ottolenghi

mit seinen Restaurants in London. Eine ganz wunderbare

Gemüseküche mit vielen frischen Kräutern! In Österreich

schätze ich den „Flo“ in Langenlebarn, Christian Petz vom

„Badeschiff“ und Oliver Scheiblauer.

Übertragen Sie den Slow-Food-Gedanken auch auf andere

Bereiche? Ist es Ihnen wichtig, Kleidung, Schuhe und

Taschen aus nachhaltiger Produktion zu kaufen?

Die Welt besteht aus wahnsinnig viel Konsum. Ich finde

es wichtig, im Konsumieren einen Schritt zurückzugehen.

Ich brauche keine nachhaltige Kleidung kaufen, weil es ja

nachhaltig ist, wenn ich das anziehe, was ich habe. (lacht)

Einfach mal die Frage stellen: Brauche ich das wirklich?

Wer entscheidet, ob ein Produkt in die Arche

aufgenommen wird?

Ein Gremium von Expertinnen und Experten der Slow Food

Convivien, Arche Noah, Bio Austria und Arche Austria.

Der Auswahlprozess ist umfangreich und aufwendig.

Wenn das Ganze einen Schritt weiter geht, in Richtung

Presidio-Status, dann kommt die internationale Stiftung

für Biodiversität ins Spiel.

Wie sind Sie zu Slow Food gekommen? Sie sind Mutter

von vier Kindern. Oft sind Kinder ja der Anlass dafür,

die Ernährung zu überdenken.

Das Thema Ernährung zieht sich schon durch mein ganzes

Leben. Aber es stimmt: Wenn junge Paare Kinder bekommen,

ist das oft der Punkt, an dem sie beginnen, sich

Gedanken über Ernährung zu machen. Ich bin bereits mit

frisch gekochtem Essen und einem Garten aufgewachsen

und habe das mitbekommen, was als „Geschmack der

Kindheit“ beschrieben wird. Ich habe gewusst: Jetzt ist

Herbst, jetzt kommen die Äpfel. Und ich wusste, wie ein

guter Apfelstrudel schmeckt. Dass Kinder absolut kein

Interesse an Essen haben oder nur auf Pommes frites und

Pizza fokussiert sind, das glaube ich nicht. Meine eigene

Erfahrung ist eine ganz andere. Kinder sind keine kulinarischen

Vollidioten! Während meiner Arbeit als Wissenschaftsredakteurin

beim ORF habe ich mich mit Gentechnik,

Sortenvielfalt und weltweiter Lebensmittelproduktion

beschäftigt. Später habe ich eine Unterhaltungssendung

übernommen und mir gedacht: Jetzt mache ich das, was

mich schon mein ganzes Leben interessiert. Und ich habe

begonnen, in der Sendung zu kochen, über regionale

Produzenten zu berichten und nebenbei ein Kochbuch zu

schreiben. Über den amerikanischen Regisseur Peter

Sellers bin ich schließlich zu Slow Food gekommen.

Also glauben Sie, dass Kinder, die alle Nahrungsmittel

probieren können und gesund aufwachsen, einen guten

Geschmack entwickeln und gar kein Fastfood wollen?

Ja! Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Kinder eine

wahnsinnige Freude am Entdecken von Geschmäckern

und Texturen haben. Wenn man sie in der Küche etwas

Woher beziehen Sie die Slow-Food-Produkte?

Ich bin kein Maßstab, weil ich mich schon lange mit dem

Thema beschäftige und mir ein großes Netzwerk aufgebaut

habe. Ich kenne einen hervorragenden Käser in Kärnten,

der auch Weideschweine und Lämmer hat. Das Gemüse beziehe

ich von einer Vielfalt-Gärtnerei, außerdem habe ich

einen eigenen Gemüsegarten. Milch und Joghurt kaufe ich

im Supermarkt, wir haben in Österreich tolle Bio-Labels mit

einem sehr guten Sortiment!

Wie können sich Slow-Food-Interessierte auf Reisen

orientieren?

Für Italien gibt es den Osteria-Führer, für Österreich den

Gastroführer, der im Brandstätter Verlag erschienen ist.

Wenn ich irgendwo hinfahre, ist es mir wichtig, Kultur,

Küche und Eigenheiten des Landes kennenzulernen. Ich

möchte das essen und genießen, was prägend für dieses

Land ist, und recherchiere vor der Abreise dazu.

Haben Sie ein Lieblingsrestaurant?

Mir ist die vegetarische Küche ein großes Anliegen. Ich bin

keine Vegetarierin, ich esse Fleisch, aber selten. Was mir

leid tut: dass mit dem Gemüse oft so achtlos umgegangen

Und wie machen Sie das bei Ihren Kindern?

Kinder wachsen, brauchen neue Schuhe, neue Kleidung.

Kaufen Sie nur T-Shirts aus Bio-Baumwolle?

Nein, ich bin nicht dogmatisch und überhaupt nicht strikt,

weil ich die Kinder entscheiden lasse. Wenn ich ihnen Bio-

Baumwoll-Shirts überstülpe, jagen die mich zur Tür hinaus!

(lacht) Sie können dort einkaufen, wo es ihnen gefällt

– mit Maß und Ziel. Aber wenn ich Kleider für meine Enkeltochter

kaufe, dann gehe ich gern zu kleinen Labels wie

„Buntwäsche“, die nicht nur mit Bio-Baumwolle arbeiten,

sondern die die Stücke auch noch selbst nähen.

Sie hätten auch kein Problem damit, wenn Ihre Kinder

sagen, sie wollen mal zu McDonald’s?

Das machen sie selten, da freu ich mich drüber, weil: Es

schmeckt ihnen eigentlich nicht. Sie wissen aber, dass sie

mit mir dort nicht hin können. Im Sommer machen wir

selbst Burger, die die Kinder lieben. Und: Sie sind besser!

(lacht) Ich überzeuge sie durch Genuss und Geschmack.

Ich habe nämlich gar nix gegen Burger, gegen gesunde

Burger.

Vielen Dank für das Gespräch!

Slow Food

1986: Carlo Petrini,

Im Mittelpunkt steht das

Die „Arche des Geschmacks“

Prominente Unterstützer:

italienischer Publizist, gründet

Slow Food als Gegenbewegung

genussvolle, regionale und bewusste

Essen – „buono, giusto e pulito“

nimmt Lebensmittel,

Kulturpflanzensorten

Prinz Charles,

Sternekoch Eckart Witzigmann

zum globalisierten Fastfood.

(gut, sauber und gerecht)

und Nutztierrassen auf,

Das Logo: eine Weinbergschnecke

Internationale Vereinigung,

die vom Fortbestand

als Symbol für Langsamkeit.

in 150 Ländern aktiv.

gefährdet sind.

Besuch auf Highgrove (v. l.):

Barbara van Melle,

Slow Food-Gründer Carlo Petrini,

Slow Food-Unterstützer Prinz Charles

und Sternekoch Eckart Witzigmann

16 17


Herbst/Winter 2013

Ein Blick auf den Stadtplan

macht deutlich:

Prater: Jesuitenwiese © WienTourismus/Karl Thomas

Wien ist grün! Rund 50 Prozent

der Flächen im Gebiet

der Donaumetropole heben

sich in unterschiedlichen

Grünschattierungen von den

Häuserblöcken, Gebäuden

und dem Geflecht aus Gassen

und Straßen ab.

Darunter Parkanlagen wie

der Lainzer Tiergarten und

Schloss Schönbrunn, der Prater

und die Donauinsel. Der

Biosphärenpark Wienerwald

legt sich wie ein schützender

Gürtel um die Stadt, und die

Lobau, Teil des Nationalparks

Donau-Auen, ist eine der letzten

ursprünglichen Aulandschaften

Europas und beliebtes

Naherholungsgebiet.

In-Place: WUK © WienTourismus/Bryan Duffy

Wien – die

lebenswerteste

Stadt der Welt

850 Parkanlagen werden zu

kleinen Oasen im urbanen

Umfeld, die Wiener Stadtgärten

pflegen 100 000 Alleebäume

und pflanzen jährlich

2,5 Millionen Blumen. Sogar

Fledermäuse – insgesamt

21 Arten – haben das Stadtgebiet

zu ihrem Lebensraum

gemacht.

Naschmarkt © WienTourismus/Popp & Hackner

Weingut Hajszan © WienTourismus/Peter Rigaud

Prater: Prater Hauptallee

© WienTourismus/Popp & Hackne

Bereits zum vierten Mal in Folge wurde

Wien 2012 vom internationalen Beratungsunternehmen

Mercer zur lebenswertesten

Stadt der Welt gewählt – es lebt sich

nirgends besser! Und das kommt nicht

von ungefähr: Wien ist nicht nur grün, in

Wien denkt man auch grün – die Lebensqualität

ist hier ausgesprochen hoch. Umweltschutz

wird großgeschrieben, frisches

Bergquellwasser versorgt die Hauptstadt,

die Produkte aus Bio-Land- und Weinbau

werden geschätzt.

ten, zum Beispiel auf dem Naschmarkt im

6. Bezirk oder dem Karmelitermarkt im

2. Bezirk, wird Wiener Bio-Obst und

-Gemüse verkauft. In Slow-Food-Cornern

werden auf einigen Märkten außerdem

ausgewählte Spezialitäten – vom Alpenlachs

über das Holzofenbrot bis hin zu

Käse und Marmelade – angeboten.

Und auch den Wein gibt es zunehmend

aus biologischem Anbau. Die österreichische

Hauptstadt ist die einzige Millio-

kleinste Weingarten Wiens liegt übrigens

sehr zentral am Schwarzenbergplatz

mitten im Stadtzentrum. Der „Wiener

Gemischte Satz“, der sich aus bis zu zwanzig

unterschiedlichen Rebsorten aus einem

Weinberg zusammensetzt und für

die Donaumetropole genauso symbolhaft

steht wie das Riesenrad und der Stephansdom,

wurde von der internationalen Slow-

Food-Stiftung als „Presidio“-Produkt ausgezeichnet

und in ihre „Arche des

Geschmacks“ aufgenommen.

den prominenten Gebäuden an, die von

insgesamt 600 Imkern betreut werden.

Das Ergebnis des summenden Spektakels:

feinster Honig, der unter anderem in der

Imkerei „Wiener Honig“ im 19. Bezirk und

in der Bio-Imkerei Honigstadt verkauft

wird.

Umweltbewusst einchecken

und schlemmen

Dieses nachhaltige Lebensgefühl wissen

und nachhaltige Lebensweise verzichten

möchte, der kann sich am „Umweltzeichen

Tourismus“ orientieren, das besonders

umweltfreundliche Restaurants und Hotels

auszeichnet. Betriebe, die das Umweltzeichen

tragen, setzen sich für Abfallvermeidung,

eine effiziente Energienutzung,

umweltfreundliches Einkaufen und ökologische

Reinigung ein. Das 5-Sterne-Superior-Hotel

Sacher im Herzen der Stadt

und das Schloss Wilhelminenberg im 16.

Bezirk sind zwei solcher ausgezeichneten

beispiel im großstädtischen Umfeld!

Die Broschüre „33 x gesund schmausen

in Wien“ bietet Ihnen einen Überblick

zu Bio-Restaurants und Naturkostläden,

darunter das Restaurant „Wrenkh“ mit

seinem Klassiker „Glückssalat mit Buchweizen“

und der „Eis-Greißler“ in der

Rotenturmstraße, wo in einem winzigen

Laden köstliches Bio-Eis verkauft wird.

Faire Einkaufsmöglichkeiten

Gemüse, Obst, Wein und Honig in

Bio-Qualität

Die Stadt Wien ist der größte Bio-Produzent

Österreichs und bewirtschaftet 1.000

Hektar Biofläche. Auf vielen Wiener Märk-

nenstadt der Welt, in deren Stadtgrenzen

nennenswerter Weinbau betrieben wird,

die Anbauflächen ziehen sich vom Nordwesten

mit dem Kahlenberg und Nussberg

über den Nordosten mit den Weingärten

in Stammersdorf und Strebersdorf bis in

den Süden nach Mauer und Oberlaa. Der

Auf dem Dach der Staatsoper, des Naturhistorischen

Museums und zahlreicher

Hotels herrscht im Sommer hektisches

Treiben: Rund 200 Millionen Bienen leben

in der Stadt, sammeln in den Grünanlagen

Nektar und fliegen ihre Standplätze auf

die Wienerinnen und Wiener genauso zu

schätzen wie die Besucher der Stadt. 12,3

Millionen Gäste übernachteten 2012 in

Wien, die meisten Besucher kamen aus

den Nachbarländern Deutschland und

Italien, aus Russland und den USA. Wer

auch im Urlaub nicht auf eine bewusste

Hotels aus einer umfangreichen Liste an

„Umweltzeichen Tourismus“-Betrieben.

Ein Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit ist

das 3-Sterne-Haus „Boutique Hotel Stadthalle“

im 15. Bezirk. Als weltweit erstes

Null-Energie-Bilanz-Hotel erzeugt es so

viel Energie, wie es braucht – ein Vorzeige-

Was wäre eine Städtereise ohne Mitbringsel?

In Wien können Sie mit gutem

Gewissen einkaufen, denn zahlreiche Wiener

Geschäfte haben sich mittlerweile auf

fair gehandelte Textilien und Naturkosmetik

spezialisiert, allen voran das Modelabel

18 19


Gewinnen Sie eine Reise nach Wien

und weitere exklusive Preise!

Weinkultur: Weingarten in Wien © WienTourismus/Lois Lammerhuber

Heuriger Schübel-Auer © WienTourismus/Peter Rigaud

Beantworten Sie folgende

Gewinnfrage:

Wo befindet sich der

THINK!-Store Wien?

a) am Stephansplatz

b) in der Mariahilfer Straße

c) am Bauernmarkt

Senden Sie Ihre Antwort bis zum 8. November 2013

per E-Mail an redaktion@thinkshoes.com und gewinnen

Sie einen von drei exklusiven Preisen. Viel Glück!

1. Preis: Wien im Advent

Erleben Sie die „grüne“ Stadt an der Donau von ihren

schönsten Seiten – im Rahmen eines Städtetrips im Advent.

Auf dieses Gewinn-Package dürfen Sie sich freuen:

• 2 Nächte für 2 Personen im 3-Sterne-Boutiquehotel

Stadthalle Wien inkl. Frühstück

• Zur Auswahl eine von folgenden Rundfahrten oder

Stadtspaziergängen:

- geführte Radtour in Wien

- Schiffsrundfahrt

- „Verschlungene Pfade in der Altstadt –

Ein Spaziergang durch die Wiener Seele“

- Naschmarkt-Genuss-Spaziergang

Sie übernachten in einem einzigartigen Hotel: Das Boutiquehotel

Stadthalle Wien ist ein Vorzeigebetrieb in Sachen

Nachhaltigkeit. Als erstes Null-Energie-Bilanz-Hotel der

Welt erzeugt es selbst die Energie, die es braucht – mittels

eigener Solar- und Fotovoltaikanlage, einer Wasser-Wärme-Pumpe

und drei Windrädern. Belebtes Grander-Trinkwasser,

Regenwasser-Verwendung für die Gartenbewässerung

und LED- und Sparlampen auf den Zimmern machen

das moderne Hotel zu einer ökologischen Großstadt-Oase.

Mehr Informationen auf:

www.hotelstadthalle.at/nachhaltigkeit

Die Vielfalt der Wiener Weihnachtsmärkte ist groß, und

das Angebot lässt keine Wünsche offen. Besonders romantisch

ist der Weihnachtsmarkt am Spittelberg, der in den

verschlungenen Gassen der Wiener Biedermeier-Vorstadt

stattfindet. Der Markt ist bekannt für qualitativ hochwertiges

Kunsthandwerk und eine außergewöhnlich heimelige

Atmosphäre. Auch auf dem Altwiener Christkindlmarkt auf

der Freyung, einem der schönsten Plätze der Stadt, und dem

Kunsthandwerksmarkt am Karlsplatz, der vor der Kulisse

der imposanten Karlskirche, einer der bedeutendsten barocken

Kirchenbauten nördlich der Alpen, stattfindet, stehen

typisches Kunsthandwerk wie Holzbilder, Seidenschals,

Glasmalerei, Schmuck und Keramik sowie weihnachtliche

Leckereien im Mittelpunkt. Etwas abseits vom Trubel der

Innenstadt bezaubert der Weihnachtsmarkt in den Blumengärten

Hirschstetten mit einer liebevoll gestalteten Weihnachtsschau

und einem stimmungsvollen vorweihnachtlichen

Programm für die ganze Familie.

2. Preis: 1 Paar THINK!-Schuhe

aus der aktuellen Kollektion

Das Badeschiff © WienTourismus/Manfred Horvath

Naschmarkt © WienTourismus/Peter Rigaud

• Wien-Karte

Mehr als 210 Ermäßigungen sowie freie Fahrt

auf U-Bahn, Bus und Tram für 72 Stunden

www.wien.info/de/reiseinfos/wien-karte

Think!-Einkaufsgutschein im Wert von E 300,-

einzulösen im Think!-Store Wien,

1010 Wien, Bauernmarkt 1

3. Preis: 1 THINK!-Set,

bestehend aus Handytasche,

Schlüsselanhänger, Schuhlöffel

und THINK!-Schuhcreme

„Göttin des Glücks“. Der Vorreiter in Sa-

Natur – genau diese Mischung macht Wien

Fahrt ist nicht teurer als in einem her-

chen ökologisches Einkaufen setzt bereits

aus. Hautnah erlebt man die Stadt am bes-

kömmlichen Taxi. Mit nur zwei PS, aber

seit Jahren auf Fairtrade und verwendet

ten bei einem Spaziergang. Wer nicht zu

ausgesprochen umweltfreundlich geht es

für seine Entwürfe zertifizierte Bio-Baumwolle.

Naturkosmetikprodukte – sowohl internationale

als auch Eigenmarken – führt zum

Beispiel „Saint Charles Cosmothecary“ im

6. Bezirk. Und die Manufaktur „StoBa“

im 3. Bezirk stellt Seifen ohne künstliche

Fuß auf Erkundungstour gehen möchte,

dem stehen zahlreiche umweltfreundliche

Fortbewegungsmittel zur Verfügung: Mit

Citybikes und E-Bikes fahren Sie bequem

auf dem 1 200 km umfassenden Radverkehrsnetz

von einer Sehenswürdigkeit zur

nächsten, und mit dem Segway können Sie

an einer Stadtrundfahrt der besonderen

mit dem Fiaker durch die Stadt. Und wenn

Sie sich dann zurücklehnen und ganz gemächlich

durch die Altstadt kutschieren

lassen – vorbei am Stadtpark, dem Burggarten

und dem Rathauspark –, dann sind

Sie dem grünen Zauber ganz nah:

im lebenswertesten Großstadtdschungel

der Welt.

Zutaten und Konservierungsstoffe her, die

Art teilnehmen. Der Freitagabend gehört

zu 100 Prozent biologisch abbaubar sind.

den Skatern, rollend geht es für Hunderte

von ihnen ab 22 Uhr durch die Stadt. Ne-

Auf grünen Pfaden wandeln ...

ben dem öffentlichen Verkehrsnetz stehen

„Green Taxis“ unter der Nummer 40100

Pulsierendes Lebensgefühl einer Millio-

für Sie bereit. 150 dieser umweltfreundli-

nenstadt trifft allerorts auf ruhige Plätze

chen Hybrid- oder Gas-betriebenen Autos

zum Seele-baumeln-Lassen inmitten der

sind derzeit in Wien unterwegs – und eine

Fiaker © WienTourismus/MAXUM

Karlskirche: Weihnachtsmarkt © WienTourismus/Karl Thomas

20 21


Think! ist anders und nun auch in Wien.

Herbst/Winter 2013

Fotos: Think! Store Wien Bauernmarkt 1, 1010 Wien, Marion Carniel

Wie gut Think! zu einer Stadt wie Wien

mander am Bauernmarkt, im Herzen der

CI der Firma Think! konsequent zu verfol-

Das macht die Möbelstücke nicht nur so

Neubesohlung von Think!-Schuhen und

passt, macht der Slogan „Wien ist anders“

Stadt, eröffnet wurde. Die „Weihnachts-

gen und doch einen individuellen Look zu

schön individuell, sondern zeichnet sie

die Annahme von Reparaturen. Mit der

deutlich. Denn nicht nur Wien ist anders

kugel-Lampen“ – überdimensionale

kreieren, der sowohl den Wünschen des

auch als ökologisch besonders wertvoll aus.

Think!-Stammkundenkarte sind Sie au-

als andere Metropolen – lebenswerter und

Kronleuchter, die mit Christbaumkugeln

Shopinhabers als auch dem Umfeld und

Think!-Monostores wurden als passende

ßerdem bei jedem Einkauf klar im

grüner nämlich –, auch Think! lebt die

bestückt sind – rufen diese Assoziation

den Kunden gerecht wird.

Bühne für unsere Schuhe entworfen. Sie

Vorteil: Sie erhalten einen einmaligen

Philosophie des Außergewöhnlichen, der

hervor und schaffen eine Atmosphäre, die

vermitteln Lebensfreude und Authenti-

„Come back“-Gutschein für Ihren nächs-

Nachhaltigkeit und Natürlichkeit in allen

man am ehesten mit erwartungsvoll-span-

Design ist das eine, Wertigkeit das an-

zität, aber auch Wertschätzung für die

ten Einkauf, bei jedem weiteren Einkauf

Bereichen: Das reicht von der Fertigung

nend und heimelig-fröhlich umschreiben

dere. Bei der Schuhherstellung achtet

Umwelt“, beschreibt Think!-Geschäfts-

einen Sofortrabatt in Höhe von 3 Prozent,

der Schuhe im kleinen oberösterreichi-

kann. Kaum befindet man sich im Store,

Think! bewusst auf Langlebigkeit und

führer Walter Breuer das Konzept, das in

Stammkundenaussendungen und

schen Ort Kopfing nach traditionellem

kommt ein angenehmes Zuhause-Gefühl

Nachhaltigkeit, verwendet beispielsweise

Städten wie Berlin, Hannover, Dortmund,

Vorabinfos zur jeweils neuen Kollektion

Handwerk bis zu den unverwechselbaren

auf – mitten in der Millionenstadt! Und das

überwiegend pflanzlich gegerbte Leder

Stuttgart, Essen, Kapstadt, Tokio – und nun

sowie Einladungen zu Events, wie dem

Stores, in denen die mit Liebe gefertigten

liegt neben den bunten Kugeln auch an

europäischer Herkunft und Laufsohlen aus

auch in Wien – Anklang findet.

Pre-Sale exklusiv für Stammkunden.

Schuhe in vielen Städten der Welt vertrie-

den verwendeten Naturmaterialien, den

Naturlatex. Diese Grundsätze werden auch

ben werden.

warmen Farben, verspielten Details und

auf den Bau der Store-Möbel übertragen:

Neben den Schuhen der jeweils aktuel-

Nähere Informationen zum Think!-Store

antiken Möbeln, die den exklusiven Rah-

Ein in Kopfing ansässiger Tischlereibe-

len Think!-Kollektion bietet der Wiener

am Bauernmarkt finden Sie auf

Ein bisschen liegt der Zauber von Weih-

men für die Schuhe darstellen. Think!-Pla-

trieb fertigt die selbst entwickelten Laden-

Think!-Store allerlei Zubehör an – von Ein-

dealer.thinkshoes.com.

nachten über dem Think!-Store in Wien,

ner Jan Löbel ist auch mit dem Wiener

bauelemente und verarbeitet ausschließ-

lagen bis zu Schuhbändern – und zudem

der im August in Kooperation mit Sala-

Store wieder das Kunststück gelungen, die

lich einheimische Hölzer und Materialien.

einen besonderen Service, nämlich die

22 23


Stil sucht man am besten dort,

wo er bereits gefunden wurde.

www.thinkshoes.com

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