DIE GROSSE GEMEINSCHAFT - W.I.R.E - The Wire

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DIE GROSSE GEMEINSCHAFT - W.I.R.E - The Wire

N O 9

A B S T R AK T

TASCHEN LABOR FÜR ZUKUN F T SFRAGEN

AUSZUG

DIE GROSSE

GEMEINSCHAFT

G EDANK EN ZUR SO L IDARITÄT VON MORGEN

U ND G ESCHICHT E N ÜBER DELFIN GAN G S ,

KÜN S T LICHE WOLKEN UND B IG-B ROT HER-PILLEN


DIE GROSSE GEMEINSCHAFT

E SSAY S & GESPRÄCHE

14 P OLITIK

Solidarität mit den Jungen! | Gespräch mit Pascal Couchepin

24 TEC HNOLOGIE

Die Echokammer | Von Max Celko

34 WIRTSCHAFT

Wir Produzenten | Von Romano Strebel

44 P OLITIK

Der europäische Traum | Gespräch mit Parag Khanna

56 THEOLOGIE

Wenn aus Starken Schwache werden | Von Konrad Schmid

G ESELLSCHAFT

64

Entknäuelung einer Begriffsverwirrung | Gespräch mit Barbara Bleisch

76 G ESELLSCHAFT

Achtung Hilfe! | Von Burkhard Varnholt

84 NEUROPSY CHOLOGIE

Das soziale Gehirn | Gespräch mit Peter Krummenacher

92

Solidaritätskultur

94

Metamap

100

D ER ANALOGE BLOG

I DEEN, FAKTEN & FIKTIONEN

Mit Geschichten über Delfingangs, künstliche Wolken

und Big-Brother-Pillen

154

W.I.R.E.


WIE SOLIDA R I S C H

SIND W IR?


Eine repräsentative Bevölkerungsbefragung von ABSTRAKT

zur Gegenwart und Zukunft der Solidarität


I W ELCHE BEDEUTUNG HAT SOLIDARITÄT?

ÜBER EIN DRITTEL DER BE VÖLK ERUNG

WÜNSCHT SICH MEHR HILFSBER EI T SCH AF T,

42% GLAUBEN ABER, DASS DIE SE IN ZUK UNF T

ABNEHMEN WIRD.

Hilfsbereitschaft der Schweizer Bevölkerung [n = 1007]

Wünschen Sie sich, dass die Schweizer

Bevölkerung hilfsbereiter wird, oder macht sie schon eher zu viel?

Wie wird sich die Hilfsbereitschaft

in Realität entwickeln?

WAS WIR UNS WÜNSCHEN

34%

54%

8%

4%

14%

39%

43%

4%

WAS WIR ERWARTEN

HILFSBER EI T ER

GLEICH BLEIBEN

MACHT SCHON EHER ZU V IEL

W EISS NICH T

W IRD EHER HILFSBEREITER WERDEN

HILFSBEREITSCHAFT WIRD GLEICH BLEIBEN

HILFSBEREITSCHAFT WIRD ABNEHMEN

W EISS NICHT

Hilfsbereitschaft ausgewählter Bevölkerungsgruppen im Vergleich

W UNSCH

PROGNOSE

BILDUNG

GESCHLECHT

50% 23%

49% 37 %

50% der Befragten aus der höchsten Bildungsschicht

wünschen sich mehr Hilfsbereitschaft in der Schweiz.

Bei der niedrigsten sind es 23%.

ALTER

49% der Frauen gehen davon aus, dass die

Hilfsbereitschaft hierzulande abnehmen wird.

Bei den Männern sind es 37 %.

EINKOMMEN

3%

14% 8%

17 %

3% der Jungen finden, man mache schon eher zu viel.

Bei den Über-65-Jährigen sind es 14%.

WOHNORT

Bei der höchsten Einkommensstufe glauben 8%,

dass die Hilfsbereitschaft zunehmen wird.

Bei der tiefsten Einkommensstufe sind es 17%.

SPRACHREGION

41%

31%

48%

28%

41% der Städter wünschen sich eine hilfsbereitere Bevölkerung.

Bei der Landbevölkerung sind es 31%.

96

Quelle: gfs-zürich / W.I.R.E

48 % der Deutschschweizer rechnen mit weniger

Solidarität in der Zukunft. Bei den Westschweizern

sind es 28 %.


II MIT WEM SIND WIR SOLIDARISCH?

ÜBER DIE HÄLFTE DER SCHWEIZER BE VÖLK ERUNG

IS T DER ANSICH T, FÜR ALLEINERZIEHENDE

WERDE ZU WENIG GEMACH T. 35% FINDEN ABER,

WIR MACHEN ZU VIEL FÜR ASYLBE W ER BER.

Hilfsbereitschaft nach Anspruchsgruppen [n = 1007]

Für welche Bevölkerungsgruppen macht man Ihrer Meinung nach heute eher zu viel oder eher zu wenig?

Alleinerziehende Elternteile 4 % 56%

Behinderte 2 % 52%

Jugendliche 8 % 42%

Senioren 5 % 37%

Psychisch Kranke 3% 36%

Arbeitslose 7 % 29%

Menschen in Entwicklungsländern 10 % 28%

Süchtige (Alkohol, Drogen) 1 2 % 22%

Von einer Umweltkatastrophe im Inland Betroffene 2 % 21%

Von einer Umweltkatastrophe im Ausland Betroffene 8 % 15 %

Flüchtlinge, Asylbewerber 35 % 14 %

MACH T MAN ZU V IEL

MACH T MAN ZU WENIG

Die Reihenfolge der Anspruchsberechtigten variiert bei den Bevölkerungsgruppen (unterteilt nach Alter, Einkommen, Bildung etc.) nur minim.

Durchgehend führen Alleinerziehende und Behinderte die Liste an, während Katastrophenopfer, Süchtige und Asylbewerber eher am Schluss stehen.

Solidarität mit ausgewählten Anspruchsgruppen im Vergleich

SENIOREN

ALLEINERZIEHENDE

ASYLSUCHENDE

48% 22%

62% 42% 30% 3%

48 % der Jungen sind der Ansicht, dass

für Senioren in der Schweiz zu wenig

gemacht wird. Von den Über-65-Jährigen

selbst sind nur 22 % dieser Meinung.

62 % der höher Gebildeten fordern

mehr Unterstützung für alleinerziehende

Elternteile. Bei den tiefer Gebildeten sind

es 42 %.

30% der höher Gebildeten finden,

für Asylsuchende sollte mehr gemacht

werden. Bei den tiefer Gebildeten

sind es 3%.

ARBEITSLOSE

ALLEINERZIEHENDE

ASYLSUCHENDE

32 %

22%

62% 47%

39 % 23 %

32 % der Städter finden, für Arbeitslose

werde zu wenig gemacht.

Bei der Landbevölkerung sind es 22 %.

62 % der Jungen finden, Alleinerziehende

erhalten zu wenig Unterstützung.

Bei den Über-65-Jährigen sind es 47 %.

39 % der Deutschschweizer finden,

für Asylsuchende werde zu viel gemacht.

Bei den Westschweizern sind es 23%.

Quelle: gfs-zürich / W.I.R.E


III W ER IST VERANTWORTLICH?

43% FINDEN, DIE W IRT SCH AF T SOLLE MEHR

V ERANTWORTUNG ÜBER NEHMEN.

VOM EINZ ELNEN BÜRGER FORDERN DIES NUR 36%.

Forderung nach Verantwortungsübernahme

von Staat, Wirtschaft und Bevölkerung [n = 1007]

W ER SOLL MEHR M ACHEN?

W IRTSCHAFT

B EVÖLKERUNG

S TAAT

43%

36%

28%

Verantwortung für Hilfsleistungen

aus Sicht ausgewählter Bevölkerungsgruppen

53%

41%

36%

29%

33%

28%

47%

38%

34%

48%

31%

46%

43%

39% 37%

33%

29%

19%

18-39-Jährige Über-65-Jährige Tiefe Bildung Hohe Bildung

Niedrigste

Einkommensstufe

Höchste

Einkommensstufe

ALTER B ILD UNG E INKOMMEN

W IRTSCHAFT B EVÖLKERUNG S TAAT

Mehrfachnennungen waren möglich.

Quelle: gfs-zürich / W.I.R.E


Das Forschungsinstitut gfs-zürich realisierte im Auftrag

von ABSTRAKT vom 23. Oktober bis 5. November 2012

insgesamt 1007 telefonische Interviews in der Schweiz.

Die Befragung ist repräsentativ für die Deutsch- und die

Westschweiz. Der Vertrauensbereich der Gesamtstichpobe

liegt bei +/-3.2%.

Erhoben wurden die Kategorien Geschlecht, Alter (18–39/

40–64/65+), Sprachregion (Deutschschweiz/Westschweiz),

Siedlungsart (Stadt/Land), Bildung (tief/mittel/hoch),

Haushaltseinkommen (bis 4000/4001 bis 6000/6001

bis 9000/über 9000), Parteisympathie, Konfession,

Kinder (ja / nein) und Gesundheitszustand.


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Verlag Neue Zürcher Zeitung

© N o 9 2012 W.I.R.E.

ISBN 978-3-033-03771-7

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