Teufel News 02 2014/15

planetsimon

Stadionmagazin des DEL2 Eishockey-teams EC Bad Nauheim

Titelheld dieser Ausgabe


2 Teufel News

2014/15


WARM UP

Aus dem Inhalt

WARM UP: Die Hesse komme!

6

Endlich geht´s wieder los

vor gut sechs Wochen ging die eishockeylose Zeit zu Ende. Nach

den Testspielen kommt nun endlich wieder DEL2-Hockey nach Bad

Nauheim.

Dieses Jahr werden unsere Derbys wieder bundeslandintern ausgetragen.

Denn mit Kasel und Frankfurst stehen zwei ambitionierte

Aufsteiger im Feld der 14 DEL2-Ligisten 2014/15.

Dies ist Grund genug für die Redaktion ab Seite 6 auch ein Augenmerk

auf uns Hessen zu richten und was es für die Liga bedeutet

nun drei Vertreter des schönsten Bundeslandes der Welt zu haben.

Denken wir an Hessen, denken die Bad Nauheimer auch gerne an

den 21. April 2013 und dabei an die 70. Spielminute zurück. Mister

"Golden Goal" Brad Miller ist wieder in Deutschland. Sein Interview

exklusiv für die Teufel News findet Ihr auf Seite 22.

Fast schon als Hessen oder Bad Nauheimer kann man auch den

ersten Titelhelden der Teufel News 2014/15 bezeichnen. Auf Seite

20 stellen wir Verteidiger Alexander Baum näher vor.

Wir wünschen viel Spaß mit der neuen Teufel News.

Euer TN-Redaktions-Team

Impressum

14

1st PERIOD: Rosenheim & Kassel

20

2nd PERIOD: Alexander Baum

26

3rd PERIOD: Das moderne Körperspiel

28

OVERTIME: Mitmachen und gewinnen

30

SHOOTOUT: Appraller und mehr

Teufel News

Offizielles Stadionmagazin des EC Bad Nauheim

Jahrgang 2014/15

(Stand: August 2014)

HERAUSGEBER

Eishockey Cracks Bad Nauheim GmbH

vertreten durch den Geschäftsführer Andreas

Ortwein

Nördlicher Park 25

61231 Bad Nauheim

Telefon 0 60 32.307 82 64

www.ec.bn.de

REDAKTION

Autoren dieser Ausgabe: Markus Bachmann

(mb), Holger Hess (hs), Jörg Kirschenbauer

(kir), Thomas König (tk), Matthias Humboldt

(mb), Marcel Simon (ms)

Chefredaktion: Marcel Simon (ms)

Kontakt: teufelnews@ec-bn.de

FOTOS

Andreas Chuc (www.chuc.de),

Joachim Storch (www.foto-storch.de)

LAYOUT & GESTALTUNGSKONZEPT, SATZ

Marcel Simon, Planet-Simon

www.planet-simon.de

www.facebook.com/planetsimon.pr

DRUCK

Petermann, Grafisches Zentrum Wetterau,

Druckerei und Verlag GmbH,

Am Taubenbaum 4, 61231 Bad Nauheim,

www.petermann-gzw.de

ANZEIGEN

Dirk Schäfer (verantwortlich),

dirk.schaefer@ec-bn.de

ERSCHEINUNGSWEISE

Die Teufel News erscheinen i.d.R. für je zwei

oder drei Heimspieltag des EC Bad Nauheim in

mindestens 13 Ausgaben (2014/15).

BEZUGSPREIS

Das Magazin ist kostenfrei. Einzelhefte werden

gegen eine freiwillige Spende für den Rote

Teufel Bad Nauheim Eishockey Nachwuchs

e.V. abgegeben.

Redaktionsschluss: 06.09.2014

Nachdruck, Aufnahme in Online-Dienste, Internet und Vervielfältigung auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM usw. dürfen, auch auszugsweise, nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des

Herausgebers erfolgen. Eine kommerzielle Weitervermarktung des Inhalts ist untersagt.

Teufel News 3

2014/15


WARM UP

Unerwartetes Lob!

(ms) Unser neuer Ligagegner aus Frankfurt kann

noch von Bad Nauheim lernen.

Im Forum der Frankfurter Löwen war folgendes

zu lesen:

"Auch wenn es mir eigentlich zu wider ist aber hier

arbeiten unsere Freunde aus der Wetterau vorbildlich.

So ein wöchentlich, zweiwöchentliches oder

meinetwegen monatlich erscheinendes Heft würde

ich mir auch endlich wieder wünschen. Der Fetzen

den es da bei uns bisher gab empfinde ich für DEL2-

Verhältnisse als peinlich und unprofessionell." (Quelle:

loewenfrankfurt-playground, Autor: Schlobo,

29.8.14)

Wir nehmen das Lob gerne an und wünschen den

Löwen, dass auch sie irgendwann ein richtiges Stadionmagazin

bekommen.

IN & OUT

(ms) DEG Try-out-Spieler Veit

Holzmann muss Düsseldorf

wieder verlassen. Coach

Kreutzer teilte dem mit einer

Förderlizenz für den ECN ausgestatteten

Youngster mit, dass er keinen Kontrakt

bei den Rot-Gelben erhalten wird. Der Angreifer

dürfe aber vorerst weiter mittrainieren, bis er einen

neuen Verein gefunden hat.

Der 22-jährige Offensiv-Spieler stand in der vergangenen

Saison in Bayreuth (Oberliga Süd) unter

Vertrag. Vorherige Stationen waren der EHC München

sowie der EV Füssen und die Dresdner Eislöwen.

Rainer "Flipper" Philipp Rolf "Pilo" Knihs Katja Murray

(ms) Der Besuch im Colonel-Knight-Stadion hat den „Flipper“ tief bewegt.

Wegen der Ehrung, auch weil er viele Freunde traf und bei ihm Erinnerungen

wach wurden. Von den aktuellen Roten Teufeln ist Philipp

begeistert. „Vorstand und Umfeld passen. Man lebt nicht über die eigenen

Verhältnisse. Sportlich ist man dennoch auf einem sehr guten Weg.

Die junge Mannschaft hat Perspektive.“

Rainer Philipp, Rolf „Pilo“ Knihs und Doug Murray wurden als erste Spieler

in die „Hall of Fame“ des Bad Nauheimer Eishockeys aufgenommen.

Der Bürgermeister Häuser, 1. Stadträtin Nell Düvel sowie Gesellschaftssprecher

und Nachwuchsvorstand Gericke überreichten am 29. August

Knihs, Philipp und der Witwe sowie den Kindern des vor einem Jahr verstorbenen

Doug Murray die Urkunden als erste Mitglieder der neu gegründeten

„Hall of Fame“.

Pilo freute sich, dass verdiente Spieler des Bad Nauheimer Eishockeys

mit dieser Institution geehrt werden und so nicht in Vergessenheit geraten.

Katja Murray bedankte sich für die Ehrung für Ihren verstorbenen

Mann und bescheinigte, dass Sie immer wieder gerne nach Bad Nauheim

kommt.

Ohne Carnevale

(ms) Taylor Carnevale wurde im Mai als erster Löwenzugang

gefeiert. Jetzt hat Frankfurt ihn aus gesundheitlichen

Gründen nicht für die kommende DEL2-Saison lizenziert.

Es wurde verlautbart, dass seiner Lizenzierung medizinische

Gründe entgegenstünden, auf die aus internen, rechtlichen

Gründen derzeit nicht im Detail eingegangen werden

könne. Ausgeschlossen sei aber, dass Co-Trainer und Ex-

Teufel Chris Stanley als Importspieler reaktiviert würde.

4 Teufel News

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WARM UP

(hs) „Die Hesse komme!“ Der Ohrwurm der „Rodgau Monotones“ aus den achtziger Jahren

kommt einem spontan in den Sinn vor der DEL2-Saison 2014/15. Die beiden Oberliga-Aufsteiger

aus Frankfurt und Kassel komplettieren zusammen mit den Roten Teufeln wieder das hessische

Trio und machen Appetit auf heiße, nervenaufreibende und stimmungsvolle Derby-

Duelle mit den Lokalrivalen. Vor der neuen „Eiszeit“ hat die TN-Redaktion einige Zahlen, Daten,

Fakten zusammen getragen. Und als Bonbon liefern wir regelmäßig Informationen zu unseren

Auswärtsfahrten. Heute beginnend mit den Stadion-Checks Bremerhaven und Frankfurt

(siehe S. 24).

Neben Hessen schicken auch Baden-

Württemberg (Heilbronn, Bietigheim,

Ravensburg) und Sachsen (Crimmitschau,

Dresden, Weißwasser) drei Klubs

ins Rennen, der Freistaat Bayern (Landshut,

Kaufbeuren, Garmisch-Partenkirchen,

Rosenheim) ist mit vier Standorten

vertreten und die Bremerhavener „Nordlichter“

aus dem Bundesland Bremen

vervollständigen das von zwölf auf 14

Teams aufgestockte Teilnehmerfeld.

Nordrhein-Westfalen ist und bleibt ein

„weißer Fleck“ auf der DEL2-Landkarte.

Apropos Bremerhaven: Nicht nur geographisch

sind die Kufencracks

von der Nordseeküste ganz weit

oben zu finden. Sportlich thronen

die Fischtown Pinguins als amtierender

Meister seit dem Frühjahr

ebenfalls über der Konkurrenz –

und das, nachdem man vor nicht

einmal zwei Jahren als Absteiger

vor dem freien Fall in die Oberliga

Nord stand und der Absturz

erst am „grünen Tisch“ verhindert

wurde.

Auf einem anderen Gebiet sind

die Norddeutschen unfreiwillig

Spitze: „DEL2-Reisemeister - Einmal

um die ganze Welt im Bus“ titelte

die Pinguins-Homepage im

April und unterlegte die Headline

mit Zahlen. Satte 46.244 km „sammelte“

der REV-Tross auf den unterschiedlichsten

Autobahnen der

Republik. Zweiter sind in diesem

Ranking – mit deutlichem Abstand

– die nahe der polnischen Grenze

beheimateten Lausitzer Füchse

aus Weißwasser (32.600 km).

„Bad Nauheim ist unser Derby“,

meinte Bremerhavens Teammanager

Alfred Prey einmal süffisant

während einer Pressekonferenz. Immerhin, in der bevorstehenden

Runde kommt der „unmittelbare Nachbar“

jetzt aus Kassel. Das sind im Vergleich zu den 472

km in die Wetterau „nur“ noch 343 km einfache Strecke!

Übrigens haben die Roten Teufel laut dieser Statistik

21.638 Bus-km absolviert und belegen Platz zehn

der Reise-Tabelle.

Zwei emotionale „Titel“ gibt’s auch in Bad Nauheim

zu verteidigen: Zum einen sind Original-Eishockey-

Flair und die besten Fans der Liga bekanntlich im Colonel-Knight-Stadion

zu finden. Maximal 4.500 Zuschauer

passen in die traditionsreiche Arena am

Kurpark, dafür erreicht das Stimmungsbarometer hier

oft das höchste Level – Größe ist eben nicht alles! Und:

„Die Nummer eins im Land sind wir“, diesen Song wollen

die Anhänger aus der kleinen Kurstadt weiterhin

inbrünstig anstimmen und die hessischen Kontrahenten

hinter sich lassen.

Mit im Schnitt 2.279 Zuschauern (gerechnet nach 54

Haupt- bzw. Zwischenrunden-Partien) hielt die DEL2

die Zuschauerzahlen in der vergangenen Runde konstant.

Primus waren auch hier die Fischtown Pinguins

mit 3.390 Fans pro Heimauftritt. Insgesamt 738.662

Zuschauer verfolgen die 324 Partien vor den Play-Offs

/ -Downs und bekamen einiges geboten: 2.074 Tore,

9.811 Strafminuten, 26 Verlängerungen, 32 Shootouts

und 32 Partien, in denen

Torhüter einen

Shutout feiern durften.

Generell über die

größte Besucher-Kapazität

verfügt man in

der Mainmetropole

Frankfurt. 6.990 Zuschauer

fasst die in

unmittelbarer Nähe

zur A 661 im Ortsteil

Bornheim unterhalb

des Bornheimer

Hangs gelegene Eissporthalle

am Ratsweg.

Dicht gefolgt

6 Teufel News

2014/15


WARM UP

Am komfortabelsten gestaltet sind naturgemäß die

neuen Eisarenen in Weißwasser (Eröffnungsspiel am

23. August 2013), in Bremerhaven (eingeweiht im März

2011) und - mit Abstrichen - in Bietigheim (seit Dezember

2012). Von einer solchen Infrastruktur kann

man im Ostallgäu derzeit nur träumen. Die SparkassenArena

am Berliner Platz ist marode

und steht nur noch bis Mitte 2017 zur

Verfügung.

Über Alternativen bis hin zu einem

Neubau wurde beim ESVK, der Stadt

und den Kommunalpolitikern ebenso

heftig diskutiert wie bei den Bürgern

vor Ort. 82 Prozent von über 2.200 Lesern

der „Allgäuer Zeitung“ und Umfrage-Teilnehmern

sprachen sich im

Frühjahr für ein neues Eisstadion in

Kaufbeuren aus. Bereits im Dezember

2012 blieb die Arena wegen möglicher

Einsturzgefahr für Monate geschlossen.

vom Olympia-Eissportzentrum Garmisch-Partenkirchen

(6.926), dem Eisstadion am Gutenbergweg in

Landshut (6.737) und der Kasseler Eissporthalle (6.100).

Die kleinsten Stadien stehen in Ravensburg (3.300),

Weißwasser (3.038) und Kaufbeuren (2.600).

Von der Bayerischen Landesregierung kam dann

Mitte Juli die Nachricht, dass es keine staatliche

Förderung für einen Stadion-Neubau geben werde

und somit aus München keine Gelder für dieses

Projekt fließen. Silberstreif am Horizont: Die

Option, den favorisierten Standort in unmittelbarer

Nähe des jetzigen Stadions zu nutzen, blieb

zwischenzeitlich bestehen, nachdem sich bei einem

Bürgerbegehren knapp 70 Prozent der Einwohner

gegen eine Bebauung als Wohngebiet

aussprachen.

Für große Erleichterung sorgte schließlich eine

Stadtrat-Sitzung, in der entschieden wurde, eine

neue, geschlossene Halle auf dem Trainingsgelände

der Fußballer der Spvgg. Kaufbeuren zu bauen.

27 Stadträte votierten nach dreistündiger

Debatte für das Vorhaben. Damit bleibt die sportliche

Heimat der Buron Joker im Ortszentrum,

nachdem sich die Freien Wähler bis zuletzt für ein

Areal in der „Unteren Au“ am Stadtrand an der

Bundesstraße 16 stark gemacht hatten, weil sie

dort größere Entwicklungspotenziale sahen. Dieser

Antrag wurde abgelehnt. Die Geamtkosten für

das Projekt sollen ca. 20 Millionen Euro betragen

– bei einem Fassungsvermögen von etwa 3.500

Zuschauern. Drei Kreuze dürften nach diesem Beschluss

auch die ESVK-Verantwortlichen gemacht

haben, zumal sich für den Traditionsverein an der

Wertach wieder Perspektiven für die Zukunft eröffnen.

Kontrovers debattiert wird die Stadion-Frage auch

in Rosenheim. Im Oberbayerischen Volksblatt äußerte

Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl vor geraumer

Zeit, dass das Städtische Kathrein-Stadion

Teufel News 7

2014/15


WARM UP

noch etwa fünf Jahre Bestand haben werde.

Danach sei das Ende der technischen Bauzeit

der Halle erreicht. Zudem erklärten die arrivierten

Vorstandsmitglieder Wilhelm Graue,

Karl Aicher und Richard Diebald nach einem

Bericht des Lokalsenders Radio Charivari für

eine Neuwahl nicht zur Verfügung zu stehen.

Welche Bedeutung das Thema aktuell hat, verdeutlicht die Einschätzung

von Trainer Franz Steer, der die Starbulls-Zukunft zu großen Teilen von

einer neuen Eishalle mit zweiter Eisfläche abhängig sieht. Nach Experten-Schätzungen

wären für das Vorhaben mit entsprechender Infrastruktur

Investitionen von rund 24 Millionen Euro erforderlich.

Die Signalwirkung der Kaufbeurer Entscheidung soll an der Mangfall genutzt

werden. Bis auf weiteres wird kein Geld mehr in die Halle investiert,

lediglich kleinere Reparaturen halten den Regelbetrieb aufrecht.

Jetzt will man die städtischen Entscheidungsgremien mit einer „Charme-

Offensive“ überzeugen und sich erhofft sich Tipps vom regen Erfahrungsaustausch

mit der Fan-Initiative Kaufbeuren. Eine „nigelnagelneue Rosenheim-Arena“

in der traditionsreichen Eishockey-Stadt als

Aushängeschild und Wahrzeichen neben dem touristischen Highlight,

dem „Mittertor“ (einzig erhaltenes von ehemals fünf Stadttoren), malen

sich die Befürworter aus. Argumentiert wird zudem, dass das betagte

Kathrein-Stadion die mit Abstand höchst frequentierte Sportstätte in

ganz Südostbayern sei.

Weiter nördlich bei den Huskies haben im Sommer alle Eishockey-Interessierten

rund um den Herkules mit dem Bankrott der Kasseler Eissporthallen-Betriebsgesellschaft

(KEBG) bereits die fünfte Insolvenz hautnah

miterlebt. Schon mehr als 15 Jahre lang bietet der mögliche Bau einer –

beispielsweise gemeinsam mit Handball-Bundesligist MT Melsungen

multifunktional nutzbaren – Veranstaltungshalle permanenten Gesprächstoff.

Verschiedenste Initiatoren stellten in unterschiedlichen Abständen

neue Ideen und Pläne vor, die nie realisiert wurden: Von einer „Nordhessen-Arena“

vor den Toren der Stadt bis hin zur innerstädtischen „Salzmann-Arena“

sind mindestens eine Handvoll Investoren mit ihren Visionen

gescheitert.

Anfang des Jahres hatten SPD-Oberbürgermeister Bertram Hilgen und

die Eissporthallen-Eigner Edith und Simon Kimm mit einer gemeinsamen

Erklärung in der Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) für frische

Debatten gesorgt: Eine modernisierte, attraktive Halle sei erforderlich

– für Jugendarbeit, andere Sportarten, Veranstaltungen und Konzerte.

Weitere Wasserstandsmeldungen oder gar konkrete Konzepte gelangten

seitdem nicht mehr an die Öffentlichkeit, aber eins scheint sicher:

Fortsetzung folgt …

Marco Schütz #77 lässt den Frankfurter Löwen Marc Schaub #13 während des

Testspiels am 29.8.2014 liegen.

8 Teufel News

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WARM UP

(hs) Neue Aufgaben für ehemalige Bad Nauheimer Aufstiegshelden:

Der frühere EC-Kapitän Chris Stanley ist jetzt Assistenztrainer

der Löwen Frankfurt und beendete gleichzeitig seine langjährige,

erfolgreiche Spieler-Karriere. Thomas Ower wurde kurzerhand von

den Iserlohn Roosters als Backup für den langzeitverletzten Keeper

Daniar Dshunussow in die DEL geholt.

Sean McMonagle hat seinen Kontrakt beim französischen

Erstligisten Les Ducs d'Angers aufgelöst und wechselt mit

sofortiger Wirkung zum EBEL-Klub HC Bozen. In Südtirol ist

der Italo-Kanadier kein Unbekannter. Vor seinem Gastspiel

beim EC Bad Nauheim stand er zwei Jahre lang beim HC

Alleghe in der Serie A unter Vertrag. Erst in der letzten Woche

folgte der am 19. Januar 1998 in Ontario geborene Verteidiger

dem Lockruf aus dem Trentino..

Michel Maaßen ist zum EHC Neuwied gewechselt. Mit dem

ECN-Oberliga-Meisterstürmer haben die Bären, bei denen

mit Arno Lörsch (1980/81) ein weiterer Ex-Bad Nauheimer

hinter der Bande steht, einen echten Transfer-Kracher gelandet.

Eddy Rinke bleibt beim amtierenden Deutschen Meister ERC

Ingolstadt. Der 23jährige Flügelstürmer kam 2013 vom frisch

gebackenen Oberliga-Meister aus der mittelhessischen Kurstadt

nach Oberbayern und erzielte in der vergangenen Saison

acht Punkte (4 Tore, 4 Assists) in 25 Partien. Zudem stand

er neun Mal (3 Tore, 4 Assists) für Kooperationspartner EV

Regensburg auf dem Eis. In den Play-offs absolvierte der 1,94

Meter große Angreifer aufgrund einer Knieverletzung lediglich

zwei Begegnungen.

Sprade TV: Nach den Eispiraten Crimmitschau, Lausitzer

Füchsen und Fischtown Pinguins werden ab dieser Saison

auch die Dresdner Eislöwen zum Preis von je 5,50 € alle Heimspiele

via Internet-Livestream übertragen. Mit dem Team aus

der sächsischen Landeshauptstadt wächst das DEL2-Netzwerk

von SpradeTV weiter. Neben der Übertragung aller

Heimspiele können die Nutzer künftig auch auf eine Video

On-Demand-Plattform für Interviews, Spiel-Highlights und

Pressekonferenzen zurückgreifen.

2007 bei den Wölfen Freiburg unter Vertrag stand, auf das Berufsleben

konzentrieren.

Am Essener Westbahnhof fungiert künftig Frank Gentges als

neuer „starker Mann“. Der frühere EC-Verteidiger (1985/86)

kommt von den Königsborner Bulldogs. „Ich weiß, wie es geht,

und das erreicht man nur mit professionellen Strukturen und

nicht mit Kompromissen und Toleranz“, formuliert der 49jährige

in gewohnter Art und Weise seine Vorstellungen.

Tobias Schwab, von 2007 bis 2012 im EC-Dress zu finden, wechselt

zu den Harzer Falken nach Braunlage. Der Nord-Oberligist

hat den 29jährigen Angreifer im Paket mit Semen Glusanok

(2009/10 in der Wetterau unter Vertrag) von den Kassel Huskies

verpflichtet.

Fabian Dahlem übernimmt als erster Deutscher das Traineramt

beim slowenischen Klub HDD Telemach Olimpija Ljubljana. Alleine

acht Mal war der 48 Jahre alte Rosenheimer vergangene

Saison mit den Eispiraten Crimmitschau im Colonel-Knight-Stadion

zu Gast. Jetzt beginnt für ihn eine ganz neue Episode in

der Hauptstadt Sloweniens.

Молодежная Хоккейная Лига (МХЛ): Erstmals nimmt das

Farmteam der Red Bulls Salzburg mit Spielern aus der Mozartstadt

und München an der russisch-internationalen U21-Junioren-Hockey-Liga

MHL teil. Alle Infos (auf Englisch) findet man

hier: http://mhl.khl.ru/en

Winter Classic: Das traditionelle NHL-Freiluftspiel am 1. Januar

findet diesmal zwischen den Washington Capitals und den

Chicago Blackhawks statt.

CHL live: Insgesamt 13 Spiele der Champions Hockey League

überträgt SPORT1 exklusiv im deutschen Free-TV. Nach der

Gruppenphase wird - unabhängig vom Abschneiden der

deutschen Mannschaften - pro Runde jeweils eine Partie inklusive

des Finales am 3. Februar gezeigt. Ergänzend wird

LAOLA1.tv alle Spiele mit DEL- und EBEL-Klubs als Internet-

Livestream übertragen.

Karriereende: Ein erfahrener Mittelstürmer hat im Sommer

die Schlittschuhe an den Nagel gehängt. 2003/04 trug Patrick

Vozar den EC-Dress. Im Alter von 39 und nach mehr als

22 Eishockey-Jahren, wird sich der Routinier der zuletzt seit

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1st PERIOD

Teufel, Tore & Termine

Zeitstrahl

Maximilian Spöttel

Petri Kujala

HEIMSPIEL HEIMSPIEL HEIMSPIEL

01.09.14

11.09.14 12.09.14

14.09.14 19.09.14 21.09.14 26.09.14 28.09.14

Daniel Heinrizi

AUSWÄRTSSPIEL

AUSWÄRTSSPIEL

AUSWÄRTSSPIEL

Teufel News 11

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1st PERIOD

STARBULLS ROSENHEIM

Franz Steers

feines Gespür

(hs) Franz Steer isst gerne Wildgerichte und

liebt die Jagd. Dem ehrgeizigen Trainer der

Starbulls Rosenheim, der schon seit Anfang

2008 beim Halbfinalisten der vergangenen

Saison an der Bande steht, wird ein feines

Gespür auf der Pirsch nach Kontingentspielern

und im Umgang mit jungen Talenten

nachgesagt. Dem dienstältesten DEL2-

Coach ist wieder zuzutrauen ein schlagkräftiges

Team zu formieren. Traditionell bilden

die Oberbayern zahlreiche Eigengewächse

aus, die an das Profi-Niveau herangeführt werden

und bei den ausländischen Verpflichtungen hatte Steer in

den letzten Jahren oft den richtigen Riecher.

Was die Neuzugänge angeht, angelten sich die Starbulls

gleich drei ehemalige Augsburger. Neben Ex-Nationaltorhüter

Patrick Ehelechner waren auch die Stürmer Mario Vallery-Trabucco

und Sergio Somma innerhalb der vergangenen

zwei Spielzeiten bei den Fuggerstädtern aktiv. „Back to the

roots“ heißt dabei das Motto für die neue Nummer eins, Patrick

Ehelechner. Der 29jährige durchlief den Rosenheimer

Nachwuchs, bevor er 2000 nach Mannheim wechselte. Es

folgten Stationen in Hannover und auch ein Nordamerika-

Einsatz bei den Sudbury Wolves in der kanadischen Juniorenliga

OHL. Erneut über Adler Mannheim und die Füchse

Duisburg verschlug es ihn für fünf Jahre zu den Nürnberg

IceTigers, ehe er in den beiden letzten Spielzeiten bei den

Augsburger Panthern unter Vertrag stand. Dort verlor er seinen

Stammplatz an Ex-Teufel Markus Keller.

Mario Valery-Trabucco kommt vom schwedischen Zweitligisten

Asplöven HC. Der 27 Jahre alte Kanadier, der in Caracas

(Venezuela) geboren wurde, ist neben Sergio Somma

(zuletzt Mora IK, ebenfalls 2. Liga Schweden) und Tyler Mc-

Neely einer von drei Kontingentspielern im Angriff. Import

Nummer vier ist Verteidiger Tim Kunes, der schon 2010/2011

Duell der letzten Saison:

Kyle Helms gegen Kim Staal

das SBR-Trikot getragen hatte. Der US-Amerikaner kehrte über

die Stavanger Oilers, mit denen er zweimal die norwegische

Meisterschaft gewann, Rögle BK und Asplöven HC aus der schwedischen

„HockeyAllsvenskan“ zurück an die Mangfall.

Vom EC Bad Nauheim an den Alpenrand weitergezogen ist bekanntlich

Verteidiger Marcus Götz. Der gebürtige Schwede mit

deutschem Pass kam 2010 nach Deutschland und spielte zunächst

drei Jahre für Schwenningen, ehe er vor der Saison

2013/14 in die Wetterau wechselte. Hier kam er auf 5 Tore und

20 Assists. Vervollständigt wird die Liste der Neuzugänge von

Maximilian Vollmayer (EHC Klostersee), Simon Fischhaber (Iserlohn

Roosters) sowie den eigenen DNL-Youngsters Manuel Edfelder

und Florian Gaschke.

Schlechte Nachrichten mussten die Starbulls allerdings ebenfalls

verkraften. Top-Scorer Shawn Weller zog nach einer tollen

Saison - mit 24 Tore und 46 Vorlagen in Haupt- und Zwischenrunde

sowie 6 Treffern und 10 Beihilfen in den Playoffs – weiter

zu den Ravensburg Towerstars. Ebenso nicht mehr im

Grün-Weißen-Dress zu finden sind Robin Weihager, der zum

besten Spieler der abgelaufenen DEL2-Runde gewählt wurde,

und Norman Hauner. Beide gingen in die DEL zu den Krefeld

Pinguinen.

Für Kim Staal aus Dänemark war die abgelaufene Spielzeit ein

Karriere-Highlight. Der 36jährige Nationalspieler schaffte 41

Scorer-Punkte (17 Tore, 24 Vorlagen). Einen Wert, den er bisher

nur bei den Junioren schaffte und mit dem er sich zu den

Tohoku Freeblades nach Japan verabschiedete.

Kassel Huskies heißt indes der neue Arbeitgeber von Matthias

Bergmann. Der 1,86 Meter große und 90 kg schwere Verteidi-

12 Teufel News

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1st PERIOD

ger stand zu Beginn der vergangenen Runde bei den Roten

Teufeln unter Vertrag. Nach Erkrankung und erfolgreicher

Behandlung bat der 31jährige um Vertragsauflösung, um

sich in seiner Heimat wieder fitmachen zu können.

Die „Streichliste“ komplettieren Dominic Auger (Bietigheim

Steelers), Florian Müller (EVL Landshut Eishockey),

Marcus Marsall (EHC Bayreuth Tigers) und die Torhüter

Frederic Cloutier (Bietigheim Steelers) und Pasi Häkkinen

(Ziel unbekannt).

KASSEL HUSKIES

Alles auf Null

(mb) Vier Jahre nach dem DEL Ausstieg

kehren die Kassel Huskies in der Saison

2014/15 in den Profibereich zurück. Der

Spielbetrieb wird, nach der letztjährigen

Insolvenz der bisherigen Betreibergesellschaft,

ab sofort von der

neugegründeten Kasseler Sport & Entertainment

GmbH übernommen. "Die KSE hat

finanziell bei null begonnen und will natürlich

seriös wirtschaften, ohne Schulden" so deren

Manager Joe Gibbs.

In den Sommermonaten wurde entsprechend am Kader des

Aufsteigers geschraubt, ein- und ausgebaut. Hinter der Bande

löste Rico Rossi, zuletzt sportlicher Leiter in Heilbronn, Aufstiegstrainer

Jürgen Rumrich ab. Gemeinsam mit Gibbs und einem

Budget im Bereich "unteres Drittel der Liga", machte er

sich an die Zusammenstellung des Rudels. Aufgrund der lange

Zeit unklaren rechtlichen Lage in Kassel konnte damit aber relativ

spät begonnen werden und entsprechend ist der Kader

der Schlittenhunde kurz dem Saisonstart noch nicht komplett.

Zwei Torhüter, sechs Verteidiger und zehn Stürmer stehen aktuell

unter Vertrag. Mit Dominik Patocka, zuletzt Ingolstadt, befindet

sich aktuell noch ein weiterer Stürmer über das Tryout

in der Warteschleife. Dies war dem letztjährigen Bad Nauheimer

Sven Schlicht hingegen nicht gelungen. "Sven hat alles probiert,

er wäre ein Ergänzungsspieler, aber wir brauchen etwas

anderes" so die Aussage von Rossi.

Zum vorhandenen Personal sollen sich regelmäßig auch Spieler

vom Kooperationspartner Kölner Haie gesellen. Konkrete

Namen sind noch keine bekannt. Verteidiger Pascal Zerressen

und Stürmer Daniel Schmölz wären aber zwei Optionen. Von

der Aufstiegsmannschaft haben es nur wenige Spieler in den

aktuellen Kader geschafft. Mit den Verteidigern Valenti und

Heinrich sowie den Stürmern Klinge, Christ und Wycisk aber sicher

die Erfahrensten. Zusammen bringen es diese fünf auf immerhin

knapp 1.000 Einsätze in der DEL.

Als sechster Akteur hat es noch Keeper Kristian geschafft einen

DEL2 Vertrag zu ergattern. Er ist weiterhin als Back-up vorgesehen,

konnte in der letzten Saison aber mehr Eiszeiten verbuchen

als die neue etatmäßige Nummer Eins. Hier gelang es den

Kasselanern mit Simon Nielsen einen dänischen Nationalspieler

zu verpflichten, allerdings hatte der 27jährige in den vergangenen

Jahren keinen Stammplatz zwischen den Pfosten.

Dicke Luft beim letzten Aufeinandertreffen beim Hessen-Cup in

Bad Nauheim im November 2013

Als amtierender Meister kommt der US-amerikanische Verteidiger

Matt Tomassoni vom HC Bozen an die Fulda. In den

beiden vergangen Spielzeiten hat der 25jährige in 108 Spielen

für Iserlohn und Bozen 15 Tore erzielt und weitere 24 aufgelegt.

Für weitere Stabilität in der neu formierten

Hintermannschaft soll neben der Erfahrung auch die Schussgewalt

des Rosenheimer Matthias Bergmann sorgen. Marco

Müller (Bietigheim) und Sebastian Alt (Leipzig) komplettieren

den Abwehrverbund der Nordhessen.

Über die Stationen Crimmitschau und Heilbronn kehrt Stürmer

Adriano Carciola zu seinem Heimatclub zurück. Bei den

Falken gehörte er in den beiden abgelaufenen Spielzeiten

mit zu den beständigsten Scorern und hat sich dort zu einem

Leistungsträger entwickelt. In der Herkules Stadt setzt man

verstärkt auf die nordamerikanische Karte. Drei der Neuverpflichtungen

verfügen aber auch über die deutsche Staatsbürgerschaft

und blockieren somit keine Kontingentstelle.

Während für die zuletzt in der nordamerikanischen WHL aktiven

Carter Proft und Jens Meilleur Kassel die erste Europastation

ist, sucht Conor Morrison nach einem durchwachsenen

DEL-Jahr (50 Einsätze in Augsburg, 5 Vorlagen) eine neue

Herausforderung. Der 20jährige Proft bringt als Empfehlung

aus den letzten beiden Spielzeiten insgesamt stolze 361 Strafminuten

mit.

Der ein Jahr ältere Meilleur scheint da etwas ruhiger, konnte

in den bisherigen Vorbereitungsspielen aber auch sonst

nicht sonderlich auf sich aufmerksam machen. Dies gelang

Mike Collins, dem zweiten US-Boy im Team schon besser. Er

konnte in jedem der vier Testspiele mindestens ein Tor erzielen.

In seine fünfte Zweitliga Saison geht Marco Haberman.

Der in Kaufbeuren geborenen Stürmer ist sowohl als

Center als auch Außenstürmer einsetzbar und ging in der

vergangen Saison ebenfalls für die Heilbronner Falken auf

das Eis. >>>

Teufel News 13

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Anfang September wurde mit dem Amerikaner John Zeiler

noch die letzte offene Ausländerposition besetzt. Der

31jährige war in den letzten drei Jahren für Augsburg in

der DEL aktiv und kann sowohl auf den Flügeln als auch

in der Mitte eingesetzt werden. Zeiler ist aber kein überdurchschnittlicher

Torjäger (151 DEL-Spiele/17 Tore).

Die Huskies sind im Bezug auf ihre Leistungsstärke sicher

eines der spannendsten Teams der neuen DEL2 Saison.

Und so gibt man sich auch bei der eigenen Zielsetzung

äußerst zurückhaltend. Die erste Priorität liegt auf dem

Klassenerhalt. Aber die Huskies wären nicht die Huskies,

wenn keine höheren Ziele ausgegeben würden. Ein vorhandener

Fünf-Jahres Plan sieht vor, spätestens im dritten

Jahr die Playoffs ins Visier zunehmen, um idealerweise

im fünften Jahr die Rückkehr in die DEL zu realisieren.

14 Teufel News

2014/15


1st PERIOD

Aufstellungen der Gegner

14.09.14 19.09.14

TRAINER: Franz Steer

GOALIES

35 Timo Herden

89 Patrick Ehelechner

ABWEHR

10 Tim Kunes

24 Max Renner

28 Michael Rohner

44 Marcus Götz

67 Tobias Thalhammer

90 Marinus Kritzenberger

95 Josef Frank

98 Maximilian Vollmayer

STURM

4 Stephan Gottwald

6 Manuel Edfelder

7 Simon Fischhaber

8 Robin Hanselko

9 Maximilian Hofbauer

11 Robert Schopf

12 Sergio Somma

14 Benjamin Zientek

15 Mario Valery­Trabucco

18 Leopold Tausch

26 Florian Gaschke

55 Raimund Hilger

77 Andrej Strakhov

91 Fabian Zick

94 Tyler McNeely

TRAINER: Ricco Rossi

GOALIES

20 Kai Kristian

30 Simon Nielsen

ABWEHR

19 Sven Valenti

22 Marco Müller

27 Matt Tomassoni

52 Matthias Bergmann

61 Sebastian Alt

78 Alexander Heinrich

STURM

7 Jens Meilleur

8 Marco Habermann

9 Manuel Klinge

13 Michael Christ

15 Carter Proft

21 John Zeiler

23 Mike Collins

24 Austin Wycisk

29 Adriano Carciola

33 Daniel Kunce

44 Dominik Patocka

89 Conor Morrison

Teufel News 15

2014/15


Saison 2014/15

EC BAD NAUHEIM

Matt Beca gegen Markus Gleich #18 vor Goalie Sinisa Martinovic #23 im Testspiel gegen Bietigheim


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C

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2nd PERIOD

Hierkommt

(mb) Mitte der Neunziger Jahre, als sich ein

Verein aus dem Sauerland mit einem Club aus

der Wetterau packende Duelle in der 2. Bundesliga

lieferte, war unser heutiger Titelheld

auch oft im Stadion dabei.

An die Spiele selber hat er allerdings keine

bleibende Erinnerung: "Als damaliger Nachwuchsspieler

war ich, ausgestattet mit einer

Büchse, oft im Fanblock unterwegs um dort

Spenden für den Nachwuchs- verein zu sammeln"

blickt er heute zurück.

Seitdem sind einige Jahre vergangen und der

junge Spieler von damals ist längst nicht mehr

bei seinem Heimatclub aktiv, sondern schon

lange Zeit beim damaligen Gegner.

Dezember 2007:

Alexander Baum im

Oberligaspiel gegen

Kaufbeuren

20 Teufel News

2014/15

Bereits mit vier Jahren stand Alexander Baum

das erste Mal in seiner Heimatstadt Iserlohn

auf dem Eis und durchlief dort sämtliche Altersklassen

im Nachwuchsbereich. Höhepunkt

war der Gewinn der deutschen

Meisterschaft mit dem Juniorenteam. Auch

wenn er es zwischendurch mal mit anderen

sportlichen Aktivitäten wie beispielsweise

Basketball versuchte, die Rückkehr zum Eishockey

erfolgte sehr schnell. "Andere Sportarten

konnten da nicht mithalten. Die

Geschwindigkeit, die Härte, der Teamzusammenhalt.

Eishockey ist einfach geil",

bringt es der 33jährige auf einen einfachen

Nenner.

Es folgten einige Vereinswechsel, die ihn

vornehmlich in die Regionalliga Nordrhein-

Westfalens oder eine Klasse höher in die

Oberliga führten. Gelsenkirchen, Hamm,

Oberhausen, Ratingen und Herne lauteten

in diesen Jahren seine Brötchengeber. Mit

Oberhausen gelang 2004 der Aufstieg aus

der Regionalliga West in die Oberliga. Zwei

weiteren Jahren bei den Revierlöwen, die jeweils

mit dem Klassenerhalt endeten, folgte

der ligainterne Wechsel nach Ratingen.

Der stand allerdings unter keinem guten

Stern. Noch während der Saison wurden die

Ice Aliens vom Spielbetrieb zurück gezogen

und für Baum ging es wieder in die Regionalliga.

Diesmal nach Herne.

Auch mit den Blizzards gelang ihm der sportliche

Aufstieg in die Oberliga. Im Vorfeld

war jedoch bereits klar, dass die Westfalen

auf ihr Aufstiegsrecht verzichten und der Finalgegner

den Wechsel in die Nord Gruppe

der Oberliga vollziehen würden. Und das

war niemand geringeres als die Roten Teufel.

In Bad Nauheim war dem damaligen

Trainer Michael Eckert die Spielweise des offensiven Verteidigers

nicht verborgen geblieben und so bot man dem damals

25jährigen einen Einjahresvertrag an. Diesem einem Jahr folgten

inzwischen sechs weitere und auch nach der aktuell Achten

soll noch nicht Schluss sein: "Ich möchte gerne so lange spielen

wie ich sportlich mithalten kann und der Körper es mitmacht"

lautet sein klares Ziel. Baumi entwickelte sich im Laufe

der Zeit zu einer tragenden Säule, führte die Mannschaft teilweise

auch als Kapitän auf das Eis.

Mit seiner Verpflichtung hat sich über die Jahre auch die Leistungskurve

der Roten Teufel stabilisiert. Dem Klassenerhalt folgten

zahlreiche Playoff-Schlachten ohne Happy End. Erst im

fünften Anlauf gelang dann endlich der große Wurf. Oberligameister,

Aufsteiger. Im September 2013 stand der Verteidiger

beim Bad Nauheimer Auftaktsieg in Ravensburg erstmals für

einen Zweitligisten auf dem Eis.

Auch bei allen weiteren sechzig Saisonspielen war er im Einsatz

und zeigte konstant gute Leistungen. Obwohl die angestrebten

Playoffs verpasst wurden, äußert sich Alexander Baum zum Abschneiden

im ersten Zweitligajahr positiv: "Ja, es war schon eine

größere Umstellung von der Oberliga in die DEL2.

Hauptsächlich das höhere Tempo und selbstverständlich auch

die Qualität der gegnerischen Spieler machen einen enormen

Unterschied aus. Die Teilnahme an den Playoffs wären schön

gewesen, aber im Großen und Ganzen waren wir am Ende zufrieden".

Für die nun beginnende Saison wird dann aber schon die direkte

Playoff-Qualifikation angestrebt - Mannschaft und Trainer

geben das einfach her. Wie alle Spieler freut er sich am meisten

auf die Rückkehr der Hessenderbys. Seine Aufgabe auf dem

Eis hat sich über die Jahre hin verändert. Sie ist jetzt viel defensiver

als zu Beginn seiner Zeit in der Kurstadt, als er noch verstärkt

offensive Akzente setzen sollte. In der Vorbereitungsphase

hat er überwiegend zusammen mit Daniel Ketter verteidigt "das

hat ganz gut funktioniert und ich denke, dass wird so bleiben".

Die Regeländerungen mit der größeren Verteidigungsfläche

und dem Hybrid Icing sieht er nicht als so gravierend an: "Man

muss als Verteidiger halt mehr laufen" so seine erste grobe Einschätzung.

Die Wetterau ist inzwischen seine neue Heimat geworden.

Hier haben er und seine Ehefrau ein Haus gekauft, sich


2nd PERIODE

September 2014:

Alexander Baum mit

Jan Guryca im Testspiel

gegen Frankfurt

einen größeren Freundeskreis aufgebaut. Hier unterstützt

der Verteidiger seit drei Jahren den Nachwuchsbereich

aktiv als Trainer. Hier hat der Rechtsschütze

neben seinen Aktivitäten auf dem Eis aktuell eine kaufmännische

Ausbildung beim Stammverein begonnen.

Das ermöglicht ihm nach der Laufbahn den Einstieg

in einen "normalen" Beruf und dafür ist er den Verantwortlichen

sehr dankbar. Hier passt einfach alles

und auch nach der aktiven Laufbahn ist geplant in Bad

Nauheim zu bleiben.

Dann selbstverständlich auch weiterhin als Nachwuchstrainer,

denn die Arbeit mit den jungen Spielern

bedeutet ihm viel: "Es macht mir einfach enormen

Spaß. Ich selber hatte in Iserlohn eine gute Ausbildung

und habe von allen Nachwuchstrainern profitiert. Heute

freut es mich, wenn ich eigene Erfahrungen an die

Kids weitergeben kann. Chefcoach im Nachwuchs sofort.

Bei den Profis müsste ich lange nachdenken" bei

dieser Aussage kommt er ein wenig ins schmunzeln.

Wenn Alexander mal nicht im CKS anzutreffen ist, dann

ist er gerne mit seinem Hund im Wald unterwegs, hört

Rockmusik oder schaut sich im Fernsehen Sportsendungen

an. Vorzugsweise natürlich Eishockey und sehr

gerne die Chicago Blackhawks mit Verteidiger Brent

Seabrook.

Bei den Fans in Bad Nauheim genießt der Sauerländer

inzwischen ein sehr hohes Ansehen. Das resultiert

sowohl aus seiner sportlichen Leistung,

als auch aus seiner Verbundenheit zum

Verein. "Der Alex ist längst Nauheimer"

lautet der einheitliche Tenor aus dem direkten

Eishockeyumfeld und bei den Zuschauern.

Auch wenn es gerade beim

letzteren Klientel in der Vergangenheit

durchaus mal kritische Äußerungen gab.

"Unterschiedliche Einschätzungen sind

doch normal. Jeder hat das Recht auf seine

eigene Meinung. Mich hat das nie

sonderlich belastet. Positives Feedback

zu hören ist aber immer schön" weiß der

Mann mit der Nummer vier damit umzugehen.

Und warum die Nummer vier?

"Eigentlich wollte ich in Iserlohn die

vierundvierzig, die war aber bereits vergeben.

Also nahm ich die vier und dabei

ist es bei all meinen Stationen bis heute

geblieben". Bleibt zu hoffen, dass die

Stadionsprecher in Deutschland das zugereiste

Bad Nauheimer Urgestein noch

viele Male mit dieser Rückennummer auf

das Eis rufen dürfen - nach dem Motto:

Hier kommt Alex.

4

Name: Alexander Baum

Geburtstag: 19. Juni 1981

in: Iserlohn

Größe: 185 cm

Gewicht: 92 Kg

Schießt: rechts

Position:Verteidiger

Bisherige Vereine: Iserlohn,

Gelsenkirchen, Hamm, Oberhausen,

Ratingen, Herne

Roter Teufel seit: 2007

Spiele: 352

Tore: 51

Vorlagen: 175

Strafminuten: 513

Teufel News 21

2014/15


2nd PERIOD

(kir) In der Overtime im alles entscheidenden fünften Oberliga Playoff-

Finalspiel schoss der damalige EC Verteidiger mit der Nr. 75, Brad Miller,

am 21.04.2013 in Kassel sein sensationelles, siegbringendes (Aufstiegs-)Tor

und machte sich damit in der Bad Nauheimer

Eishockeyszene für immer unvergesslich. Bei Youtube wurde das entsprechende

HNA-Video mit seinem glorreichen Rückhandabschluss in

der 71. Spielminute bereits weit über 11.000 Mal geklickt.

Nach einem Jahr Pause kehrt der US-(Sunny-)Boy nun wieder in die

Deutsche Eishockey Landschaft zurück. Ab sofort spielt der u.a. ECHL-erfahrene „Offensiv-Defender“

für den amtierenden Bayernligameister und damit Oberliga-Süd-Aufsteiger ERC Bulls

Sonthofen. Einen Tag nach Ankunft im Allgäu hat Jörg Kirschenbauer vom RT-Nachwuchsverein

mit Brad Miller folgendes Interview geführt.

Jörg Noack und Ron Newhook

holen Brad Miller (Bildmitte)

am 03.09.14 am Flughafen ab

Hi Brad, zu aller erst: Wie geht es Dir?

Mir geht es gut. Ich bin gestern nach einer

lange Reise aus den USA in Deutschland

angekommen. Gerade bin ich dabei

meinen Jetlag langsam aus den Beinen

zu bekommen. Ich bin aber zugleich

schon etwas aufgeregt, was die neue Saison

anbelangt.

Was hast Du vergangenes Jahr gemacht?

Ich habe zuhause gearbeitet und einem

guten Freund geholfen sein Unternehmen

aufzubauen.

Hast Du noch Kontakte zu aktuellen oder ehemaligen

Spielern aus dem EC OL-Meisterteam?

Ich spreche hin und wieder mit Josiah Anderson sowie

mit Mike Schreiber. Auch zu Daniel Oppolzer und

zu Marius Pöpel habe ich ab und zu noch Kontakt.

Die Freude wieder von Dir zu hören war groß, schön,

dass Du zurück in der Deutschen Eishockeywelt bist.

Wie ist die Verbindung zum ERC Sonthofen zustande

gekommen?

Mein ehemaliger Kollege-Zimmerkamerad Ryan Martens,

mit dem ich gemeinsam für die University of

North Dakota auflief, spielte letzte Saison in Sonthofen.

Er hat mit den Bulls die Bayernliga-Meisterschaft

gewonnen und berichtet, genauso heftig den Titel

gefeiert zu haben, wie ich ein Jahr zuvor in Bad Nauheim.

Er hat mir aber auch bereits schon während der

laufenden Saison immer Großartiges vom ERC erzählt,

so läuft das halt manchmal im Eishockey.

Wie hast Du Dich auf die neue Saison 2014/15 vorbereitet?

Ich habe im Sommer wirklich hart trainiert, wollte unbedingt

immer fit sein. Ich habe beispielsweise mit

einigen Freunden, darunter welche, die sogar in der

NHL spielen, auf dem Eis gestanden. Es hat mir total

viel Spaß gemacht und die Mühe hat sich letztendlich

gelohnt.

Was sind die sportlichen Ziele des ERC Bulls Sonthofen

und was ist dabei Deine Aufgabe?

Das Ziel für Sonthofen sind ganz klar die Playoffs. Als

vermeintlicher Underdog wollen wir es allen Widersachern

in der Liga zeigen, ähnlich wie zu meiner Zeit

in Bad Nauheim. Ich soll und werde hier eine ähnliche

Rolle wie beim EC übernehmen, d.h. offensiv sein,

aber dennoch für eine solide Verteidigung sorgen.

22 Teufel News

2014/15


2nd PERIODE

Wie vergleichst Du Sonthofen mit Bad

Nauheim?

Die Stadt und das Stadion hier wirken

für mich - zumindest auf den ersten Eindruck

- im Vergleich zu Bad Nauheim

sehr ähnlich. Ich hatte ja noch nicht die

Freude hier vor heimischem Publikum

aufzulaufen, aber ich bin mir sicher, dass

auch die ERC-Fans mich hier herzlich

empfangen werden.

Möchtest Du noch ein paar Worte oder

Grüße nach Bad Nauheim senden?

Ich werde die Fans von Bad Nauheim nie

vergessen. Meine Zeit mit Euch war absolut

wunderbar. Ich werde mich immer

sehr gerne an diese aufregenden Monate

in Bad Nauheim erinnern. Je mehr Zeit

vergangen ist und geht, desto mehr wird

mir bewusst, was die Meisterschaft (und

der damit lang ersehnte Aufstieg) für die

Stadt und ihre tollen Fans bedeutet.

Ich bin sehr glücklich eine Teil des Teams

und des gesamten Erfolges gewesen zu

sein. Ich möchte meine Kariere erfolgreich

fortsetzten, mich gerne persönlich

weiter entwickeln und gegebenenfalls

auch in höheren Deutschen Ligen spielen.

Vielleicht werden sich die Pfade ja

eines Tages wieder kreuzen?

Vielen Dank Brad für das freundliche Interview.

Ich wünsche Dir, im Namen aller

Bad Nauheimer Fans, privat und

natürlich fürs Eishockey alles erdenklich

Gute. Die leidenschaftliche Rote-Teufel-

Gemeinde wird die Entwicklung der Bulls

mit Dir jedenfalls im Auge behalten. Wir

bleiben in Kontakt.

Ja gerne, auch ich Danke Dir und viele

Grüße nach Bad Nauheim!

Brad Miller mit seinem Golden-Goal in der 70. Spielminute

des Oberliga-Finales am 21. April 2013

Teufel News 23

2014/15


2nd PERIOD

DEL2-Stadion-Check / Teil 1

Bremerhaven und Frankfurt

(hs) Tolle Stimmung verbreiten die EC-Fans nicht nur im Colonel-Knight-

Stadion, auch Deutschlandweit sind die Anhänger der Roten Teufel – oft

in stattlicher Anzahl – unterwegs, um ihr Team zu unterstützen. Für unsere

„Auswärtsfahrer“ bieten wir an dieser Stelle einen Extra-Service. Im

DEL2-Stadion-Check sind die wichtigsten Stichpunkte zu den Arenen der

Liga-Konkurrenten zusammengefasst. Den Anfang machen Bremerhaven

und Frankfurt, der Meister und ein Aufsteiger, die ersten beiden Gegner auf fremden Eis in der

Saison 2014/2015.

Eisarena Bremerhaven

Navi-Adresse: Wilhelm-Kaisen-Platz 1, 27576 Bremerhaven

Eissporthalle Frankfurt

Navi-Adresse: Am Bornheimer Hang 4, 60386 Frankfurt.

Stichworte: In unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadthalle Bremerhaven

ist das „Schmuckkästchen“ an der Nordseeküste zu

finden. Das erste Tor beim Eröffnungsspiel im März 2011 erzielte

übrigens kein Geringerer als Carsten Gosdeck.

Kapazität: 4.254 Zuschauer (davon 3.066 Sitzplätze).

Anfahrt Auto: Über A5 / A45 / A1 (Richtung Dortmund, Oldenburg,

Bremen) oder A5 / A7 / A27 (Kassel, Göttingen, Hannover,

Bremen). Der schnellste Weg zum Stadion führt dann über

die BAB27 bis zur Abfahrt Bremerhaven-Mitte (Müllverbrennungsanlage

links). Nach Verlassen der Autobahn ca. 2 km geradeaus

fahren bis zum Schild "Stadthalle", danach rechts

einbiegen in die Stresemannstraße. Nach etwa 500 m geht es

links zur Eisarena. Dauer ca. 4:30 Stunden. Distanz je nach Route

zwischen 472 und 491 km.

Parkplätze: An der Stadthalle - vgl.: www.stadthalle-bremerhaven.de

Gastronomie: Sechs Bereiche auf beiden Ebenen sorgen mit einem

breiten Angebot für das leibliche Wohl der Besucher, das

Restaurant „Pistenbar“ mit 168 Plätzen wird von den VIP-Karteninhabern

genutzt.

Ticket-Info:

www.fischtown-pinguins.de;

www.nordwest-ticket.de

Eintrittspreise: Stehplatz-Erwachsene: 14 €, -Ermäßigt: 12 €,

-Schüler (bis 16 Jahre): 9 €; Sitzplatz-Erwachsene (je nach Kategorie):

18 - 21 €, -Ermäßigt: 15 - 18 €, -Schüler: 12 - 15 €, Familienblock

(2 Erwachsene, 1 Kind bis 16 Jahre): 36 €.

TN meint: Der Neubau im „hohen Norden“ hat zuletzt einen regelrechten

Boom erlebt. Oft war die Halle ausverkauft, die Zuschauer-Auslastung

somit fast schon optimal. Mittelfristig wäre

die Eisarena Bremerhaven

auch als DEL-

Standort vorstellbar.

Super: Der riesige Videowürfel

unter der

Hallendecken-Mitte

ist rund 2,90 m hoch, 4

m breit und verfügt

über ein vierseitiges

Display. Die Gäste-

Stehplätze findet man

im Block 17 auf der

Nord-Tribüne.

Stichworte: Die Eissporthalle in „Mainhattan“ wurde am 19. Dezember

1981 mit einer Fläche von mehr als 9.000 m² eröffnet.

Neben der Haupteisfläche verfügt die Anlage über eine geschlossene

kleinere Eishalle (675 m²), einen großen 400 m langen Außenring

sowie ein Zeltdach-überspanntes Eishockeyfeld (1800

m²), das im Sommer zu Tennisplätzen umfunktioniert wird.

Davor existierte eine Freiluft-Eislaufbahn an der Radrennbahn

am ehemaligen Waldstadion. Noch zu Lions-Zeiten träumte man

vom Bau einer spektakulären, futuristisch wirkenden 100 Millionen

Euro teuren Mehrzweckhalle für über 12.500 Zuschauern

nahe der Commerzbank-Arena – ein ambitioniertes Modell, das

allerdings nicht realisiert werden konnte.

Kapazität: 6.990 Zuschauer (davon 3.246 Sitzplätze).

Anfahrt Auto: Über die A5 bis zum Bad Homburger Kreuz. Dort

weiter auf der A661 Richtung Offenbach bis zur Abfahrt Frankfurt-Ost,

alternativ über die B3 durch Bergen-Enkheim Richtung

Riederwald. Dauer ca. 30 bis 45 Minuten. Distanz je nach Route

zwischen 33 und 41 km.

Parkplätze: Vor der Halle auf dem „Dippemess“-Festgelände.

Gastronomie: Kiosk-Angebot.

Ticket-Info:

www.loewen-frankfurt.de;

www.ADticket.de/Lowen-Frankfurt.html

Eintrittspreise: Stehplatz-Erwachsene: 13 €, -Ermäßigt: 9,50 €,

-Kind (7 bis 14 Jahre): 6 €; Sitzplatz-Erwachsene (je nach Kategorie):

19,50 - 33 €, -Ermäßigt: 16,50 - 28 €, -Kind: 12,50 - 24 €.

TN meint: Gerade bei heißen Hessen-Derbies kann es in der

Halle sehr warm werden. Hier genügt als Oberbekleidung das

„EC-Oberliga-Meister-T-Shirt“. Die Sicht auf die Eisfläche ist für

die Fans gerade von

einigen Stellen im

Stehplatz-Bereich

des Gäste-Blocks

nicht immer optimal.

24 Teufel News

2014/15


3rd PERIOD

März 1961, Ablösesumme: Eine Schlittschuhschleifmaschine

der Firma Ess aus

Sonthofen und eine Handvoll D-Mark.

„Meines Wissens war ich der erste Spieler,

der vom VfL Bad Nauheim verkauft wurde“,

erzählt Günter Weber. Der ehemalige Eishockey-Torwart

plaudert aus dem Nähkästchen.

„Etwa 500 DM waren es wohl,

und die Maschine stand danach noch lange,

lange im Eisstadion.“

(hs) Der Wechsel ins Allgäu zum ERC

Sonthofen, der durch Webers Freund und

Nationalspieler Max Pfefferle geebnet

wurde, stand unter einem unglücklichen

Stern. Kurz vor seinem 21. Geburtstag

und nach nur einem Einsatz für den neuen

Verein am Alpenrand zog sich Günter

Weber als Beifahrer bei einem

Autounfall schwere Verletzungen zu und

musste die folgenden acht Monate im

Sonthofener Krankenhaus verbringen. In

dieser schweren Zeit besuchte ihn die

komplette VfL-Mannschaft, und der am

17.09.1941 geborene „waschechte“ Bad

Nauheimer ging anschließend zurück in

die heimische Kurstadt, wo er im Hochwald-Krankenhaus

medizinisch betreut

wurde.

Auf dem Golfplatz neben dem „Hunderttage-Stadion“

hatte er sich einst im jugendlichen

Alter „als Caddy bei den

Amerikanern Taschengeld verdient.“ Das

Eishockey-

Herz entdeckte

Günter

Weber,

dessen Vater

Kurt an der

Ecke Hauptstraße/Rießstraße

ein

Eisenwarengeschäft

(BKS-Vertretung)

betrieb,

als ihm

Günter Weber in Aktion – ohne

Helm und Gesichtsmaske

Erich „Cusser“

Werther

aus der „alten

Rastenburger

Garde“ einen Torwart-

Schläger schenkte. „Da ich

mit den >Dudeldampfern<

sowieso nicht schnell genug

war, bin ich ins Tor gegangen“,

erinnert er sich, „mit 17

war ich dann bei der ersten

Mannschaft dabei.“

In Sachen Eishockey-Ausrüstung musste

improvisiert werden. Der Brustschutz

eines Baseball-Catchers, Fußball-Schienbeinschoner,

Baseball-Fanghandschuh –

alles, was irgendwie zu gebrauchen war,

wurde umfunktioniert. „Ich hatte nur ein

Paar Ellenbogen-Schützer. Entweder zum

Schutz des Gelenks oder der Oberarme

- meistens wurde man genau an der Stelle

getroffen, die ungeschützt war.“ Mit

Keepern wie Erwin Getreu, Manfred Henkel,

Michail Olscha, Paul Müller oder

Warren Strelow gehörte der junge Günter

Weber zum VfL-Aufgebot, „und als

ich zum ersten Mal mit dem original CCM-

Torwart-Fanghandschuh von Warren

Strelow trainieren durfte, habe ich den

Fanghandschuh mit ins Bett genommen“,

schmunzelt Weber über diese Anekdote.

Gerne denkt er an gemeinsam mit Harry

Nöske besuchte Lehrgänge unter Regie

von Xaver Unsinn bei der Jugend-Nationalmannschaft

in Füssen zurück,

an Teilnahmen bei Jugend-Meisterschaften

in Bayern oder an Fahrten

mit dem B-Nationalteam zu Spielen beispielsweise

nach Berlin. Georg Kowarik,

Kurt Schmolinga, Herbert Ulrich, Werner

Bachmann, Micky Pfeffer, Sony Wachholz,

Horst Schreiber, Peter Paul Beck,

Dieter Preiß oder Norbert Greb, um nur

einige Namen exemplarisch zu nennen,

Günter Weber (1958 - 1961)

Schlittschuhschleifmaschine und eine

Handvoll D-Mark

VfL Bad Nauheim 1958/59 (stehend, v. l.) Trainer

Kurt Schmollinga, Günter Weber, Helmut Langsdorf,

Werner Bachmann, Heinz Rosenbecker, Klaus Wagner,

Georg Kowarik, Albert Pauly, Herbert Ullrich;

(knieend, v. l.) Leo Barczikowski, Erwin Getreu, Karl

Ludwig Jung

waren Wegbegleiter in dieser Ära des

Bad Nauheimer Eishockeys.

Später hütete Günter Weber, der seit

1966 mit Ehefrau Leni verheiratet ist, das

Tor des VERC Lauterbach. Etlichen Zeitgenossen

sind beide noch bekannt als

langjährige Inhaber des Keglerheims

Landeck an der Friedberger Seewiese und

später der Kegelbahn am Solgraben in

Bad Nauheim. Heutzutage kaum mehr

vorstellbar: „Ich bin immer ohne Gesichtsmaske

aufgelaufen, außer im letzten

Spiel. Das war 1972 gegen viele

ehemalige Mitspieler vom VfL Bad Nauheim.“

Seit etwa zwei Jahren besucht Günter

Weber wieder regelmäßig das Colonel-

Knight-Stadion. Nach der Schlusssirene

trifft man ihn bei einem Glas Bier während

der Pressekonferenz-Übertragungen

im „Bistro Penalty“ beim Fachsimpeln

über das aktuelle Geschehen rund um

den EC oder wenn ernste, lustige, kuriose

Episoden aus der VfL-Vergangenheit

in Erinnerung gerufen werden.

Teufel News 25

2014/15


3rd PERIOD

(tk) Seit letzter Saison haben wir

einen schönen Titel zu verteidigen,

nämlich den der besten Stadionatmosphäre

in der DEL2. Dieses von

der Fachpresse zugestandene Attribut

hatten wir bisher noch nicht, jedenfalls

nicht so hoch offiziell.

Gefühlt ist das natürlich fast in jeder

Saison der Fall. Ein anderes Merkmal

wird uns hingegen schon sehr lange

attestiert. Die Fans des Nauheimer

Eishockeys werden als fachkundig

bezeichnet.

Das moderne Körperspiel

Wissen Sie genau was beim bodychecken verboten und was erlaubt ist?

Mehr noch als Fußball

ist Eishockey von heute

zu einem Kampfspiel

geworden.

Es gibt im Sport Mannschaften, die sich

ähneln. Rein figürlich schon und darüber

hinaus auch in der Art und Spielweise.

Wenn man nun die Teams betrachtet,

die in diesem Jahr zu den Meisterschaftsspielen

im Eishockey antreten, so

fällt es auf, daß diese Angleichung zwischen

dem EV Füssen und dem VfL Bad

Nauheim am stärksten in Erscheinung

tritt.

Beide Mannschaften sind keine „schweren“

Teams. Die Zahl der gewichtsmäßig

leichten Spieler übertrifft die wenigen

gewichtigen, in der Abwehr stehenden.

Leichte Leute neigen in den sportlichen

Spielen aber mehr der technischen Seite

zu, sie sind zumeist schneller und wendiger

als die körperlich massiveren, die

den Vorteil ihrer Masse in den Kampf

werfen können. Deshalb liefern „leichte“

Teams auch immer wieder die für das

Auge gefälligsten Spiele. Dies aber ist

bei Füssen und Bad Nauheim der Fall.

Die Sache hat nur einen Nachteil. Mehr

noch als Fußball ist Eishockey von heute

zu einem Kampfspiel geworden.

Die elegante Note der Vorkriegszeit trat

zugunsten des jetzt nur wenig eingeschränkten

Körperspiels in den Hintergrund.

Technisches Können ist zwar noch

die Voraussetzung zu einem erfolgreichen

Spiel, aber man schießt keine Tore

mehr damit. Es sei denn, daß die Sturmreihen

so artistisch die Scheibe beherrschen

und so mit ihren Kombinationszügen

aufeinander eingefuchst sind, daß

sie auch eine zahlenmäßig starke und das Powerplay

bevorzugende Deckung aufzureißen vermögen, Djurgarden

zeigte uns bei seinen hiesigen Gastspielen, wie

man sich auf dieses Art die Lücken zum Schuß erarbeiten

kann. Unsere deutschen Mannschaften beherrschen

dies nicht. Ansätze wies der Krefelder Sturm

Kessler – Schibukat – Weide im Treffen mit dem EK

Köln auf. Während Schibukat und Weide die Verteidigung

auf sich lockten und durcheinanderbrachten,

öffneten sie den Weg zum Tor für Kessler, der mit drei

Treffern dann auch der erfolgreichste Schütze des Tages

wurde. Ein besserer Gegner, als es die Spieler aus

der Domstadt waren, hätte aber auch diese Erfolge

vereiteln können.

Nicht nur Tore können also heute allein durch körperlichen

Einsatz verhindert werden, auch die Sturmreihen

müssen dem mit gleichen Mitteln begegnen. Ein

Sturm, der sich nur auf seine technischen Fähigkeiten

beschränkt, vermag im modernen Eishockey zwar das

Mittelfeld zu beherrschen, wird in den meisten Fällen

jedoch im Angriffsdrittel scheitern. Das körperliche

Aufeinanderprallen der Sturmreihenmit der Abwehr

ist zum Charakteristikum des Spiels geworden. Daraus

ergeben sich Momente, die Eishockey mehr als es

früher der Fall war zum Kampfspiel machten.

Zwei Beispiele beweisen die Richtigkeit dieser Gedanken.

Im ersten Treffen des Jahres gegen Köln versuchte

es der VfL, die hart spielenden Gäste allein durch

Technik mattzusetzen. Er verlor mit 2:3. Als am folgenden

Tag aber auch körperlich mit vollem Einsatz

gespielt wurde, kam der Erfolg. Erst dann setzte sich

die bessere Technik der Bad Nauheimer dem Spielgeschehen

jenes i-Tüpfelchen auf, das für den 5:1-Sieg

ausschlaggebend war. In Füssen – so ließen wir uns

berichten – soll es nicht anders gewesen sein. Körpereinsatz

nahm im zweiten Treffen, das 3:3 endete, selbst

26 Teufel News

2014/15


3rd PERIOD

Eishockeyregeln sind nicht unbedingt die einfachsten und sie immer richtig anzuwenden ist

selbst für einen Schiedsrichter hin und wieder eine größere Herausforderung. Natürlich sehen

Fans die Situation auf dem Eis auch immer etwas durch die Vereinsbrille – wer will ihnen das

verdenken!

Doch dass auch das Regelwerk bekannt ist, daran arbeitet nicht nur unser Stadionmagazin

mit einer eigenen Rubrik, sonder auch die Lokalpresse. Schon immer versuchte sie Eishockeyfreunde

mit dem benötigten Know How auszurüsten.

Ein schönes Beispiel aus einer Zeit, da man nicht unbedingt erwarten konnte, dass alle Besucher

bereits mit den Regeln auf Du und Du waren, konnten wir im Oberhessischen Anzeiger

vom 3. November 1949 ausgraben. Gerade drei Spielzeiten lagen damals hinter dem VfL. Umso

interessanter heute noch einmal hinein zu schnuppern…

im Eishockey.

dem technisch vorzüglichen ersten Sturm des Meisters

die gefürchtete Schärfe und ließ ihn sich leerlaufen.

Spieler und Publikum ist es beiden noch nicht klar,

was nun eigentlich gestattetes Körperspiel ist und was

unter die Rubrik „Foul“ fällt und deshalb bestraft werden

muß. Das Angehen des stürmenden Gegners in

der eigenen Spielhälfte, das sogenannte body–

checking, darf mit Hüfte, Brust Schulter und Rücken

geschehen. Die Regel bestimmt, daß es auch an den

Banden gestattet ist, jedoch nicht gegen diese selbst.

Als der Krefelder Dicker im Spiel des letzten Wochenendes

den Kölner Skotti offensichtlich gegen die Bande

warf, wo dieser auch prompt mit einer schweren

Knieverletzung liegen blieb, die ihm die Weiterführung

des Spiel nicht mehr gestattete, war dies ein

schweres Foul. Der Schiedsrichter versäumte eine exemplarische

Bestrafung, die hier schon deshalb am

Platze gewesen wäre, da Dicker in fast jedem Spiel eine

Unfairness begeht.

Die zweite Regel, die zu beachten ist, lautet, daß das

Body-checken mit mehr als zwei Schritten Anlauf verboten

ist. Auch das wird von Seiten der Spieler und

Schiedsrichter zumeist nicht beachtet.

Wir glauben, den Zuschauern damit einen Hinweis gegeben

zu haben, der ihnen die eigene Beurteilung solcher

Szenen ermöglicht. Ihre Mißfallenskundgebungen,

soweit sie begründet sind, können bei regelwidrigen

Fouls nämlich nur dazu beitragen, die

Grenzen, die auch heute noch im Eishockey dem Körperspiel

gesetzt sind, einzuhalten. Aus dem Spiel soll

trotz der erlaubten Härte schließlich keine Opfer fordernde

Schlacht werden. Jedenfalls nicht bei uns.

Die Mannschaft des VfL Bad Nauheim 1948/49.

Teufel News 27

2014/15


OVERTIME

(mb) Die Teufelsakademie: hier werden wir künftig in loser Reihenfolge immer Mal wieder eine

kleine Aufgabe an unsere Leser stellen. Prinzipiell just for fun, wer allerdings für seine Bemühungen

auch noch belohnt werden möchte, der darf seine Lösung gerne per eMail an

teufelnews@ec-bn.de schicken. Unter allen richtigen Einsendern werden wir dann einen Preis

(z.B. aus dem Fan Shop der Roten Teufel) verlosen. Allen viel Spaß und viel Glück.

Es stehen die ersten beiden Hessenderbys gegen Kassel und in Frankfurt auf dem Spielplan der Roten Teufel. Somit eine gute

Vorlage unsere Teufel-Akademie mit einer "hessischen" Aufgabe zu beginnen.Für welchen der beiden anderen hessischen

Vereine haben die folgenden Bad Nauheimer Spieler in ihrer Karriere noch gespielt?

Spieler Franfurt Kassel Frankfurt bei keinem

Von oben nach unten gelesen ergeben die einzelnen

Buchstaben die Lösung.

Einsendeschluss für dieses Rätsel ist Sonntag

der 21.09.2014.

& Kassel anderen

Brian Loney (e) (d) (t) (b)

Olaf Scholz (e) (a) (r) (d)

Greg Evtushevski (o) (u) (r) (t)

Ralph Pöpel (b) (a) (f) (n)

Leonard Conti (r) (l) (y) (o)

Gordon Blumenschein (d) (h) (i) (s)

Michael Major (a) (s) (i) (f)

Jürgen Pöpel (e) (p) (s) (n)

Alexander Wedl (c) (h) (g) (y)

Lars Tabert (r) (e) (n) (h)

Sven Gerbig (m) (w) (s) (o)

Roger Nicholas (i) (r) (n) (a)

Chris Palmer (a) (e) (k) (n)

Semen Glusanok (n) (d) (m) (a)

Richie Jarocki (u) (s) (t) (m)

Joachim Appel (c) (j) (e) (a)

Norbert Scholz (t) (h) (s) (o)

Horst Philipp (o) (l) (k) (r)

Ralph Hartfuß (d) (r) (e) (p)

Werner Bachmann (n) (e) (t) (m)

LÖSUNG

28 Teufel News

2014/15


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Teufel News 29

2014/15


Schiedsrichter-Handzeichen

Schiedrichter Michael Amos zeigt in den nächsten

Augsaben einige der Handzeichen der

Schiedsrichter, die ganauso zum Eishockey gehören,

wie der Puck und der Schläger.

IIHF-Regelbuch

Regel 514

SHOOTOUT

Es gibt viele Fachbegriffe, die heute im

Eishockey verwendet werden. In jeder

Ausgabe werden wir den einen oder anderen

Begriff zur Brust nehmen und ihn erläutern.

So werden auch unsere Leser, die

nicht schon seit Jahren zum Eishockey

kommen schnell mit den wichtigsten Begriffen

vertraut.

Abpraller (rebound)

Ein Rebound ist der Schuss eines Angreifers, der von

der Bande hinter dem Tor oder dem Torwart selbst abprallt.

Dadurch erhält der Angreifer eine zweite Chance

ein Tor zu erzielen. Abpraller von der Maske des

Torhüters führen zu einer Spielunterbrechung und Fortsetzung

durch ein Bully.

Abseits (offside)

Befinden sich ein oder mehrere Angreifer mit beiden

Schlittschuhen im gegnerischen Verteidigungsdrittel,

bevor der Puck die blaue Linie überschritten hat, gilt

dies als Abseits und wird vom Schiri abgepfiffen. Läuft

ein Spieler rückwärts ins Angriffsdrittel ist das gestattet,

wenn der Spieler dabei den Puck kontrolliert.

Angriffszone (attacking zone)

Erfolgt ein Regelverstoß,

welcher eine Strafe nach

sich zieht, zeigt der

Schiedsrichter dies mit

über Kopfhöhe ganz ausgestreckten

Arm (ohne

Pfeife) an, wenn sich das

Team des fehlbaren Spielers

nicht im Puckbesitz

befindet.

Ist die Spielphase beendet

und der Puck in den Besitz

des sich verfehlenden

Teams, unterbricht er das

Spiel sofort und spricht

die entsprechende Strafe

aus.

Das Spielfeld im Eishockey ist in Drittel unterteilt. Die Angriffszone

wird auch als gegnerische Zone bezeichnet und ist jenes

Drittel des Spielfeldes, in dem das Tor des Gegners steht. Das Gegenteil

ist die Verteidigungszone. Seit der Saison 2014/2015 sind

die Drittel nicht mehr gleich groß. Die neutrale Zone wurde zugunsten

der Angriffs- und Verteidigungszone ver- kleinert um

den Angreifern mehr Platz für ihre Aktionen zu geben. Man verspricht

sich hiervon mehr Tore und eine noch höhere Attraktivität

für die Zuschauer.

Heute: Andreas Ortwein

(Geschäftsführer ECN GmbH)

und Dirk Schäfer

(Vertriebsleiter ECN GmbH)

30 Teufel News

2014/15

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